Pragmatisch-konservativ? Oder Logos-vergessen? – Grundsätzliches in Erwartung der Synode

Bischofssynode 2012
Bischofssynode 2012

von Klaus Obenauer*

Anlaß

Als ich letztes Jahr zu Mariä Himmelfahrt auf diesem Forum meinen Beitrag „Evangelistischer Franziskus oder ‚papa haereticus‘?“ veröffentlicht hatte, hatte ich anschließend kein gutes Gewissen; bis heute nicht. Ob ich nämlich nicht zu früh „geschossen“ habe, und noch dazu auf zu unsicherer Grundlage. Meine Bedenken betreffen dabei nicht die quaestio juris, allerdings die quaestio facti; und die Frage nach der Opportunität; eventuell auch noch die Angemes­senheit in Differenzierung und Nuancierung. – Nun bin ich mir ziemlich sicher, daß mein Beitrag von damals in den Augen vieler über­holt ist durch die Fakten; ebenso meine Bedenken: es genügt der Hinweis auf das letzte Konsistorium (als Ouvertüre zur Bischofssynode). Trotzdem weiß ich mich durch den Scha­den meiner Bedenken klug geworden und sehe mich dazu ver­anlaßt, einen etwas an­deren Gang einzulegen: angesichts einer Fakten­lage, die sicher mehr denn je ei­nen besorgniserregenden Eindruck erweckt (wo­rin ich mit vielen nach wie vor eins bin).

Worum es mir immer noch zu tun ist: das ist nun mal die Personalie Bergoglio (als Papst Franziskus); aber nicht nur für sich, sondern als ein Phänomen, das die Frage aufwirft, ob da nicht ein Exponent eines gewaltigen Stimmungsum­schwungs agiert oder vielmehr eine weit zurückreichende Bewegung ihre wirk­same Speerspitze gefunden hat; und dies natürlich nochmals mit Blick auf die unmittelbar bevorstehende Synode. Da ich es sozusagen im guten probieren will, schicke ich voraus, daß es mir eben nicht um eine Bergoglioschelte zu tun ist, darum, einem Res­sentiment Ausdruck zu geben, das in fehlender Benevolenz alles Erdenkliche ankreidet, wo auch immer man fündig wird. Und so möchte ich vorab erst ein­mal festgehalten haben: Fair und objektiv betrachtet, kann man gar nicht um­hin, eine gewisse Am­bivalenz festzustellen. Da sind die zahlreichen Pre­digten und Katechesen des Papstes, die sehr wohl in die traditionelle Glau­benspraxis einwei­sen, bis­weilen in einer recht herben, hie und da gar etwas martialisch klingenden Spra­che. Hier wird ein Patromonium beansprucht, das als solches gar nicht in Frage gestellt werden soll. Und welcher Gutwillige wird die groß­müti­gen Ge­sten ver­kennen, die ehrli­chen Herzens den Gott, der sich zu uns und un­serem Elend herabgebeugt hat, vergegenwärtigen wollen, welche Ge­sten so viele Herzen an­rühren und dort offensichtlich so viel Gutes bewirken? Mit Blick auf die gewichtigen Bedenken, auf die sich nachstehend der Fokus richten soll, ist somit der kruziale Punkt des Franziskusphänomens diese merk­würdige Ja­nusköp­fig­keit: Zustimmungswür­diges mit Begeisterungspotential und doch so viel An­stö­ßiges in einem!

Hintergründe

Woran liegt das? Nun, ich betreibe keine Bergoglio-Analyse. So halte ich für mich erst einmal nur fest, daß das enorm pastoralistische Gepräge seiner ratio agendi sich trifft sich mit einem für die kirchliche Gegenwart sehr prägenden Grundzug: Pragmatismus. Unter dem für (den späteren?) Jorge Bergoglio typi­schen Evangelismus verbirgt sich ein ziemlich tiefes Miß­trauen gegen die schwerpunktmäßig doktrinale Zugangsweise, zumal da, wo die Theorie darum bemüht ist, unter Abstraktion von der konkreten Handlungssi­tuation Tragweite und Relevanz der Doktrin exakt zu umschreiben. Hinter dem markant argumen­tierenden und auf Trennschärfe bedachten Theologen, der um die doktrinale Reinheit besorgt ist, ersteht ihm daher relativ schnell das Bild des pharisäischen Schriftgelehrten, der den Menschen untragbare Lasten aufbür­det („lebensfern“), um selbst keinen Finger zu rühren (um sich selber kreisend ist er der „spirituel­len Weltlichkeit“ verfallen).

Pragmatisches Denken und Handeln wird gern gegen ideologisches abgegrenzt. Allerdings, pragmatische Orientie­rung entglei­tet schnell zum Pragmatismus: selbst eine, nur zu oft un­ein­ge­stan­dene, Ideologie oder zumindest ideologiean­fällige Einstellung. Und so ist der Gegensatz zum Pragmatismus gerade nicht die ideologische Orientierung, sondern die auf den Lo­gos konzentrierte, die denn auch in Gegensatz wie zum Prag­matis­mus so auch zur ideologischen Orientie­rung tritt. Und Logos-Orientierung ist Wahrheits-Orientie­rung, was hier nicht näher expliziert werden muß. Vielleicht müssen wir auch sagen: die konsequente oder radikale Wahrheitsorientierung, die deren An­spruch alleine gerecht wird. Sie zeichnet sich dadurch aus, daß sie dem Fakti­schen, rein als solchem, keine kriteriologische Bedeutung in der Af­firmation von Sachverhalten mit transempi­rischer Tragweite (wie gerade auch Werturteilen) zu­erkennt. Der heilige Anselm von Canterbury definierte entspre­chend die Wahr­­heit als die „allein im Geist vernehmbare Rechtheit“ („rectitudo sola mente per­ceptibilis“).

Ein sehr weitreichender Verlust der Logosorientierung, ja eine quasi-kon­sti­tu­tionelle Schwäche, dem Anspruch des Logos standzuhalten, ist für un­sere Gegenwart kennzeichnend; in unserer westlichen Welt zunehmendst mehr seit etwa zwei­hundert Jahren. Und was die Geschichte unserer katholischen Kirche und Theologie angeht: besagte Schwäche ist seit den Sechzigern signifikant prä­sent, um freilich schon längst vorher virulent gewesen zu sein. Hand in Hand damit geht die ebenso signifikant grassierende Ideologieanfälligkeit. Auch auf die Ge­fahr hin, in idealtypischer Beschreibung (erheblich) zu verkürzen und zu verein­seitigen: an die Stelle der Argumentation unter Bezug auf einen allseits unbe­stritten vorausgesetzten Geltungsrahmen (Offenbarung und Lehre der Kir­che) und Zuhilfenahme allseits anerkannter Diskursstandards („ad modum scholae“) ist die, sich über ihre Motive nicht hinreichend aufklärende, Option getreten. Argumentative Potentiale werden dabei weitgehend nur strategisch eingesetzt, ge­gen die je andere Option eben (das gute Argument ist jenes, das zielführend meiner Option zur Selbstbehauptung dient). Dieser Subjektivismus in der Option bei rein strategischer Argumentation: gerade das verstehe ich unter ideologi­schem Denken (ohne Anspruch auf lexikalische Vollständigkeit). – Die­ser Sub­jektivismus in der Option hat eine rechte und eine linke Va­riante: Die rechte Va­riante ist nun einmal von Haus aus eine illegitime Schwester der (unbedingt ge­botenen) Orientierung an der rectitudo, der Rechtheit in Lehre und Disziplin (Orthodoxie und diszipli­narischer Gehorsam). Was sie illegitim macht, ist die uneingestandene Selbst­verwechslung mit dem Maßstab, getragen vom Res­sen­ti­ment jener, die in erster Linie sich von den Linken beleidigt sehen. Man mag sich nicht mehr von dem unterscheiden, wofür man einsteht und streitet. Und so ist man nur zu oft in der Gefahr, die größere Sache gleichzusetzen mit der über­spitzenden Ausdeutung oder einseitigen Akzentsetzung, die von der ei­genen Leidenschaft eingegeben ist. Und dies dann auf Kosten der Sachlichkeit und so der Sache. Diese re-aktive Variante ist nicht die ursprüngliche: die ist die linke, die offene oder so­phistisch geschickt versteckte Verweigerung gegenüber dem verbindlich tra­dierten und autoritativ verbürgten Maßstab. Dahinter steht das zur Krisis wer­dende Geschick einer Zeit, der richtende Maßstäblichkeit überhaupt fremd ge­worden ist, die es mithin nicht leiden kann, gemessen zu werden an einem ein­brechenden Abso­luten, das in Frage stellt, ohne sich in Frage stellen zu lassen; einer Zeit, die überhaupt müde geworden ist, um die Kraft zu jenem Wachsein aufzubringen, das notwendig ist, um sich zu begei­stern für den Anspruch eines An-sich, der nicht in der eigenen kleinkariert mit sich beschäftigten Schläfrig­keit bestätigt, sondern das Interieur des eigenen Er­lebens transzendiert und so relativiert. (Vielleicht etwas zu gewagt: Aber hat nicht der Vorwurf der „Ver­dinglichung“, der gegenüber der Art der Behandlung der Glaubenswahrheiten in der Schul­theologie im großen Stil seit den Sechzi­gern erhoben zu werden pflegt, darin seine tiefere Ursache? Ist es nur Borniert­heit der Rechten, daß sie in „per­sonaleren“ Modellen o.ä. meist nur Verfla­chung sehen können?) Und so kommt es nicht von ungefähr, daß weder Wahr­heit noch Evidenz bzw. Gewiß­heit ihre Zentralstellung behaupten, sondern ab­gelöst wer­den durch die Plausi­bilität („das sagt mir was“). Daß etwas „e-vi­diert“, sich aus sich heraus sehen läßt, ist etwas ganz und gar anderes, als daß es „plau-sibel“, beifallsfähig ist. Und so kommt es mit schöner Regelmäßigkeit dort, wo die Plausibilitätsansprü­che insaturiert blei­ben, zum Gestus der Emanzi­pation, der inzwischen längst eine spießig-liberale Banalität geworden ist. – In unseren Breiten jedenfalls ist inzwischen ein gut Teil der Prälaten weit mehr von diesem Denken in Plausibi­litätskategorien be­fallen als die Theologen. Wo man in bezug auf die zu erhal­tenden Strukturen zwar noch „konservativ“ ist, vor dem Plausi­bilitätspostulat im tiefsten jedoch kapituliert, dort ist man eben pragma­tisch-konservativ (drum gibt es erstaunlich viele „doch noch konservative“ Pfar­rer).

Natürlich muß ich hier einiges voraussetzen: nämlich die Wahrheit jenes An­spruchs, um den es hier insonder­heit geht, den des katholischen Glaubens; ebenso die Zugänglichkeit der Wahrheit dieses Anspruchs wie von dessen Glaub­würdigkeit. Es wird ja hier keine Funda­mentaltheologie betrieben. – An­sonsten steht ja, wie oben angedeutet, die Aversion gegen das Ansinnen, sich auf be­sagten Anspruch konsequent einzulassen, im Kontext der Abneigung ge­gen den Anspruch des Logos-überhaupt. Und da ich nicht den lächerlichen Ehr­geiz hege, gleich eine ganze Kulturtheorie zu ent­falten oder eine philosophische Kairologie mehr oder weniger vollständig zu umschreiben, mag ich mich mit dieser recht schematischen und eigentlich noch zu superfizialen Problemskizzie­rung begnü­gen. Und demnach ist, bis gerade auch in unsere Kirche und die Theologie hin­ein, unsere Zeit extrem ideologiean­fällig, wie sie im Gegenzug extrem logos­fremd ist. 1)Einzelbelege halte ich nicht für angebracht. Ich weise nur darauf hin, daß Gedanken mit ähnlicher Stoßrichtung bereits von nahm­haften Religions­philosophen und Theologen im deutschen Sprachraum vorge­tragen wurden, die deshalb mit mir längst nicht in allem, zumal in der konkreten Anwendung, übereinstimmen bzw. mir zugestimmt hätten. Stellver­tretend er­wähne ich nur Bernhard Welte oder Hansjürgen Verweyen.

Aktuelle Gegenwart

Um den Faden nicht zu verlieren: Pragmatismus und Ideologieanfälligkeit gehen Hand in Hand: in ihnen äußert sich Logosmüdigkeit, die zwangsläufig die Orien­­­tierung am Faktischen ebenso mit sich bringt wie den Subjektivismus in der Option. Ein ausgesprochenes Kennzeichen der Logosmüdigkeit ist der Un­wil­le zur Konsequenz: Die Folge-Richtigkeit im Gehorsam gegenüber dem Lo­gos wird abgebogen. Relativ geschickt und doch feige zugleich wird dann gerne denjenigen, die auf der Folgerichtigkeit bestehen, „Konsequentialismus“ ange­dichtet: einige prominente Prälaten schmieden zur Zeit eifrig an dieser häre­siologischen Neokategorie (wohl wissend, was sie im Schilde führen). – Und damit bin ich mit meinem Schnelldurchritt bei der ganz aktuellen Gegen­wart angekommen. Ich will Papst Franziskus selber nichts andichten, zumal Eindeu­tiges immer noch nicht greifbar ist. Aber tatsächlich hat sich seit dem Beginn seines Pontifikats in der Kirche atmosphärisch etwas beträchtlich geändert, und nach meinem entschiedenen Urteil längst nicht nur zum Guten. Bei nur zu vie­len, gerade auch Prälaten in der ersten Reihe, herrscht eine „Aufbruchstim­mung“, die sich dahingehend äußert, es sei Zeit, gerade um der Begeiste­rungsfä­higkeit des Evangeliums willen besonders die überlieferte Morallehre der Kirche in Sachen Ehe und Keuschheit zwar nicht aufzugeben, aber gleichsam in der An­wendung mehr oder weniger zu sistieren (wenn nicht gar doch zu „mo­difizie­ren“). In aller erster Linie geht es zwar um die Pastoral für zivil wieder­verheira­tete Geschiedene, aber der Bogen wölbt sich ungleich weiter. Es ist nun wieder­holt dokumentiert worden (und auch ich habe meinen be­schei­de­nen Bei­trag dazu zu leisten versucht), daß solche Versu­che mit Blick auf die überlieferte Lehre – und da ist ad hoc einiges mehr rele­vant, als man gemeinhin so glaubt – in höch­stem Maße inkonsistent sind oder auch direkt damit kon­fli­gieren. Wer also wirk­lich Treue zum überlieferten Depositum will und zugleich solche „pa­stora­len“ Postulate aufrechterhält, der op­tiert und handelt eben unlogisch, logoswidrig.

Was Papst Franziskus selber angeht: Wie auch andere zumindest schon ange­deutet haben: Denkbar ist schon, daß er darauf setzt, daß der freie Diskurs auf der Synode die überlieferte Lehre und Praxis gerade ins Recht setzt, so daß die Äußerung eines breiten episkopa­len Konsenses wider so manche Er­wartung in andere Richtung dem Reformis­mus (auch in seinen miti­gierten Va­rianten) schluß­endlich das Wasser abgraben wird. Papst Franziskus nähme also, in der Verwe­genheit gläubi­gen Vertrauens, das Risiko einer Bewäh­rung gerade durch die of­fene Diskussion auf sich. Und was auch immer man zu seinem Ver­halten in Er­wartung der Syn­ode sagen mag: in gewisser Weise würde im Falle eines Falles der Erfolg ihm Recht geben. Um der Fairneß willen halte ich dieses Sze­nario, zumindest was die Regie des Papstes angeht, als ein mögli­ches auf­recht. Kann sein, daß es so ist – gebe Gott, daß es so ist, mit glückli­chem Aus­gang so ist!

Und ohne jetzt doch wieder die Absichten des Papstes in Mißkredit zu bringen: daß nur zu viele nicht darauf vertrauen, daß dieses Szenario, noch dazu mit fi­nalem Erfolg, zu­trifft, dafür habe ich schon Verständnis. – Denn, wie dem auch immer sei: Be­sagter atmosphäri­scher Wandel hat nun einmal ein fundamentum in re in der Verkündigung und Programmatik von Papst Franziskus selbst. Man sehe es mir nach, daß ich auf Einzeldokumentation verzichte. Aber viele seiner Wortmel­dungen scheinen in die Richtung eines Evangelismus zu weisen, der im Namen eines „Wesent­li­che­ren dahinter“ die Doktrin zwar nicht negiert, aber so­zusagen markant unterfor­ciert, um sie gar in puncto konsequenter Gel­tendma­chung pro opportunitate zu überspringen. Bekanntlich ist „Barm­her­zigkeit“ ein ganz zen­trales Stichwort. Nicht nur, daß Rigorismus und Doktrinalismus (also un­sach­gemäße Konse­quenz­treiberei) in der Tat Feinde der Freude des Evange­liums sind; es hat viel­mehr den Anschein, als sollte das Insistieren auf der Auto­nomie (dem Eigen-ge­setz) des Doktrinalen (innere Konsistenz, auch im Theorie-Pra­xis-Ver­hältnis) prinzipiell in eine dialektische Spannung zum „Eigentlichen“ des Evan­geliums gesetzt werden. („Wir wollen den Menschen das Evangelium ver­kündi­gen und keine Kasuistik betreiben.“) Je mehr die Dia­gnose ei­ner sol­chen Tendenz zutrifft, desto mehr wage ich folgende Zwischen­bemer­kung: Rom sollte sich hüten vor Raubkopien, die es ganz und gar nicht nötig hat, und be­denken, daß es, die Urbs des Orbis catholicus, nun mal nicht Wittenberg im rauen Germanien des sechzehnten Jahrhunderts ist, da seinerzeit der Gegen­satz von Gesetz und Evangelium „rein gepredigt“ wurde.

Theologische Einordnung

Die Gefahr einer Pseudoprofundität durch entlegene Ausgriffe ist hier sicher groß. Aber wenn ich das Ganze einmal in den Gesamtkontext der großen katho­lischen Dogmatik zu stellen wage, so liegt, wie ich meine, folgende Assoziation nahe: Es scheint wie vergessen, daß in Gott dem Dreifaltigen zwei Her­vor­gänge „verortet“ sind: der des Logos „nach der Weise des Intellekts“ und der des Hei­ligen Geistes als Liebe „nach der Weise des Willens“. Fast wird so getan, als reduziere sich alles auf den sog. zweiten Hervorgang, den der per­son­haf­ten Liebe, auf daß das christliche Kerygma nur von der Sendung des Heiligen Gei­stes als Ausgießung der alles harmonisierenden Liebe zu predigen hätte. Be­zie­hungsweise das Ei­genprofil des ersten Hervorgangs wird nivelliert in das des zweiten hinein (zu Lasten beider), wie die Tendenz nahezu aller trinitätstheolo­gischen Neuansätze seit dem zwanzigsten Jahrhundert dahin geht, Gott als Ge­schehen gegenseitiger liebender Bejahung zu denken. In Wahrheit ist aber der zweite Hervorgang und dessen Verlängerung zur Sendung we­sentlich der „pa­ter­nalis conceptio Verbi“ koordiniert, dem intellekthaften Hervorgang des Logos im Schoße des Vaters und entsprechend der Sendung des Sohnes, die (qua sicht­bare) in der Fleischwer­dung eben des Logos besteht. 2)Vgl. hl. Thomas, Summe I, 27,3 ad3; III, 7,13. – Die Mißachtung die­ser Zusammenhänge rächt sich. Denn gleichwohl ist wahr: „Verbum cum amore notitia est“ („das Wort ist Kennt­­nis mit Liebe“), weshalb der Sohn nur dort in der Gnade ein­wohnt, wo zu­gleich der von ihm ausgehende Geist der Liebe von der Seele Besitz ergreift. 3)Vgl. hl. Thomas: Summe I, 43,5, bes. ad2. Logos ohne Geist und Liebe ist nicht der Logos Gottes, entsprechend ist Gottes Logos nicht un­be­we­gend-kalt. Es gilt aber nicht min­der: „Amor ex Verbi veritatis splendore calor est“: Die Liebe ist die Wärme, die aus dem Glanz des Wahrheitswortes hervorgeht. Ohne Glanz der Wahrheit ist die Liebe nicht echt, nicht Gottes Liebe. 4)Der heilige Bona­ventura, der große Theologe der Liebe, zieht als entferntes Gleichnis für die Einheit von Vater, Sohn und Heiligem Geist in der einen Gottheit die Einheit von Kraft („vigor“), Glanz („spendor“) und Wärme („calor“) in der einen Sonne heran: In Hex. XXI,2 (Op. Omnia V,431). Alles ist inzwischen so ungemein enthusiastisch, alle „brechen auf“ – aber wo ist denn der Glanz geblieben?

Wollte man alles auf die Lo­gik der Liebe setzen, um die Koordination der Liebe mit dem auf sie unre­du­zier­ba­ren Logos zu übergehen, bloß Liebe als gegensei­tige Bejahung und Har­mo­nie predigen, man predigte nicht Christus; eher ginge so etwas in Richtung Berg­son: aber die Quintessenz des Evangeliums ist kein „élan vi­tal“. – „Das aber ist das ewige Leben, daß sie Dich, den alleinigen wah­ren Gott, erkennen und den, den Du gesandt hast, Jesus Christus. Ich habe Dich klar gemacht über die Erde hin: das Werk habe ich vollbracht, das Du mir gege­ben hast, daß ich es tue.“ (Joh 17,3sq.) Der johanneische Duktus ist völlig ver­kannt, wenn man neo-„schulschlaudumm“ erklärt, „biblisch“ sei Gotteserkennt­nis etwas Praktisches. Denn das große Thema dieses Evangeliums ist die An-Er­kenntnis Gottes, wie Er sich in seinem Sohn zeigt, in ihm offenbar ist: mit der Annahme des Zeugnisses des vom Himmel Gekommenen besiegeln, daß Gott wahrhaftig ist (Joh. 3,31-33). Nach Johannes benennt Jesus vor Pilatus denn auch den Inhalt seiner Sendung so: „für die Wahrheit Zeugnis ablegen“ (18,37). Das „martyreein“ („Zeugnis ablegen für“), und zwar für die Wahrheit, ist Inhalt der Sendung Jesu. Dies ist natürlich nicht exklusiv zu nehmen, wie es hier auch nicht theologisch zu explizieren ist. Diese Selbstbeschreibung Jesu mit Blick auf seine Sendung vor Pilatus paßt nur bestens dazu, daß auch für die Synoptiker der Bewährungsfall christlicher Orthopraxie nicht die Extroversion der Zuwen­dung ist, sondern das, was wir heute eben „Martyrium“ nennen: Christus stand­haft vor den Menschen zu be­kennen mit der Konsequenz, dafür das Leben zu lassen (Mt. 10,16-39 parall.). Idealtypisch vereinfacht und etwas überspitzt ge­sagt: All das andere, die Zuwen­dung zu den Notleidenden, denen am Rande etc., all das ist nur das selbst­ver­ständliche Fluidum, in dem sich die christliche Ge­meinde bewegt, das Zentrum christlicher Orthopraxie hingegen ist ein anderes. Für diese Gedanken (wo sie über den unmittelbaren Schrifttext hinausgehen) be­anspruche ich wirklich keine Ori­ginalität: „Martyria“ als Schlüsselkategorie christlicher Existenz ist ein Leitge­danke der Theologie des Vorgängers des jet­zigen Papstes.

Ich belasse es bei diesen weit ausgreifenden Andeutungen einer programmati­schen Auseinandersetzung. Sie beinhalten eine implizite Kritik an der Verkün­digungspraxis von Papst Franziskus. Implizit deshalb, weil im Rahmen dieser Verkündigung immer wieder problematisch-einseitige, anstößige und tendenzi­öse Aussagen vorkommen, ohne daß der sich andeutende Lapsus eindeutige Griffigkeit hätte; oder das dem Wortsinn nach sehr wohl Inkriminierbare ist kon­textuell erheblich entschärft, so daß die Kritik ihren Gegenstand erst heraus­profilieren muß. Und diese bloße Andeutung einer programmatischen Ausein­andersetzung – mehr ist es eben auch nicht – ist sicher ihrerseits etwas pointiert-zuspitzend. Entsprechend wollen diese Bemerkungen auch kein Ge­samturteil über die Verkündigung des Papstes abgeben, nicht den Stab darüber brechen: sie betreffen nur Tendenzen und Leitmotive, die sicher nicht das Ganze abdecken, jedoch problematisch genug sind, markant heraustreten und dabei ziemlich weit­reichend erschei­nen.

Weil ich trotz meiner Absicht, erhebliches Unbehagen auszudrücken, wie an­fangs gesagt, guten Willen zeigen will, so verzichte ich gerade deshalb darauf, meine pauschal-programmatische Kritik ausführlich an einschlägigen Einzelbei­spielen festzumachen. Auf gut deutsch: Ich will kein „Sündenregister“ anlegen. Nur eins, zwei konkrete­re Hinweise erlaube ich mir noch: 1.) So habe ich ja be­wußt in etwa auf den Ternar Logos – Wahrheit – Martyria gesetzt. Dazu will ich nur klargestellt haben, daß ich Papst Franziskus keinesfalls unter­stelle, ihm lä­gen die ak­tuellen Martyrerschicksale zu wenig am Herzen. Immerhin hat er wiederholt und seit längerem dazu aufgefordert, für die ver­folgten Christen zu beten. Ich zweifle nicht im geringsten, daß das von Herzen kommt. In diese Richtung geht meine Anfrage also nicht. Ich frage vielmehr nach dem Stellen­wert des Martyriums (und seiner Vorstufe: des Bekennertums!) in einem theolo­gischen Gesamtkonzept, das nach meiner Beob­achtung Logos und Wahrheit er­heblich zurücktreten läßt ge­gen Liebe und Praxis (Stichwort „Barmherzigkeit“). Die knappen Ausführungen zum Phänomen des Martyriums unter Nr. 24 von „Evangelii Gaudium“ finde ich daher nicht ganz unberedt. Und natürlich hat dies dann Konsequenzen in der Auswertung der Zeichen der Zeit für das Leben der Kirche, die ganz sicher nicht nach einem aggressiven Konter-Triumpha­lismus rufen, aber einen irenistischen Dialogismus offensichtlich Lü­gen strafen. 2.) „Wahrheit und Martyria“: Wie kann man es eigentlich fertig­bringen, in der Predigt zur Heiligsprechung von Papst Johannes Paul II „Wahr­heit“ („splen­dor veritatis“!) als eines seiner Leitmotive überhaupt nicht anklin­gen zu lassen?

In Erwartung der Synode

Das Ausgangsstichwort meines kritischen Streifzuges war ja „Pragmatismus“. Hinter solchem Pragmatismus, wir er mir aktuell in Kirche und Theologie wirkmächtig zu werden droht, sehe ich eine gewisse Schwäche, ein Unvermö­gen, dem Anspruch des Logos standzuhalten, d.h. dem Anspruch der manifesten Wahrheit, allem voran natürlich der Wahrheit des sich selbst offenbarenden Gottes. In diesem kritischen Überborden des Pragmatischen gegenüber dem Lo­gischen und Doktrinalen sehe ich auch Reden und Wirken von Papst Franziskus in erheblichem Umfang situiert. Für das Leben der Kirche bedeutet dieser Prag­matismus Pastoralismus, der geneigt ist, mit Blick auf die „Anforderungen“ des „sehr konkreten Lebens, das anders ist“, den Anspruch der Lehre in der konse­quenten Anwendung abzubiegen. In diesem Gefälle liegt auch die akute Gefahr, daß der Imperativ zur Verkündigung des Evangeliums des Heils entgleitet zu einer Ideologie der „Evangelisierung“, die nur zu gern in Stellung gebracht wird gegenüber der Insistenz auf dem Eigengewicht des Doktrinalen (und des Rechts).

Mit Rücksicht auf das, was in Erwartung der anstehenden Synode diskutiert, vorgeschlagen und gar postuliert wird, und zwar gerade auch von namhaften Prälaten, sehe ich als konkrete Gefahr, daß man dem Volk Gottes die wenigstens stillschweigende Zustimmung zur Inkonsequenz abzuringen gedenkt: „pastorale Lösungen“ im Namen der Barmherzigkeit, die mit der bislang vom Magisterium beharrlich vorgetragenen Lehre einfach nicht in Einklang zu bringen sind. Wenn es nach den Köpfen vieler Prälaten und Theologen geht, soll Inkonzinnität zum Prinzip werden; im Kollektiv soll man so eine Art Weichzeichnung der Moral­lehre der Kirche mittragen, die sie paralysiert und am Ende ins Gegenteil ver­kehrt. Und dies unter dem Logo, daß sich „eigentlich nichts“ ändert, wir nur in der Pastoral etwas flexibler werden. – In letzter Konsequenz bedeutet dies aber nichts anderes als: gegen den Logos des Glaubens (der die Sittenlehre umfaßt!) und gegen den Logos überhaupt verpflichten zu wollen; und dies noch einmal gegen den Selbstanspruch des Glaubens, logoshaft zu sein. Letzteres hat das Erste Vatikanische Konzil deutlich herausgehoben: der Glaube ist eine „Gefolg­schaft, die mit dem Verstand in Einklang liegt“ („obsequium rationi consen­ta­neum“), so daß es einen wahren (statt scheinbaren) Widerspruch zwi­schen Glau­be und Vernunft nie geben kann: DS 3009 u. 3017. Nichts Absurde­res aber, als wenn die Instanz für die Glaubensregel es anmahnen will, die Kon­se­quenz in der Befolgung dieser Instanz gerade nicht einzufordern. Hier negiert die leh­rende Kirche Gottes sich selbst und ihren Anspruch. Gegen solches An­sinnen, von uns Absurdes abzuverlangen, Absurdes in unserer Treue zur Kirche selbst, muß aber von vornherein aufs schärf­ste protestiert werden. Hier kann der treueste Katholik wirklich nur „protestantisch“ sein. Nein, das machen wir niemals mit und können wir niemals mitmachen!

Wenn man das, was vielen in maßgeblicher Verantwortung offensichtlich vor­schwebt, zu Ende denkt, so heißt dies: Diejenigen, welche die Treue zum Lehr­amt anmahnen, wür­den marginalisiert, am Ende sogar – als Dissidenten gegen den neuen Kurs der Kon­sensbildung im „Volk Gottes“ – exkommuniziert, we­nigstens praktisch. Eine ekelhafte Gemeinheit im Namen der Barmherzigkeit! Gerade so, im leisetreterischen Gestus der Verständigung, „im gemeinsamen Gehen des synodalen Weges“, machte man sich zum Herrn über unseren Glau­ben, statt zum Diener unserer Freude (vgl. 2 Kor 1,24). Aber hier gilt: „Und ihr: die Salbung, die ihr von Ihm empfangen habt, sie bleibt in euch, und ihr habt es nicht nötig, daß euch jemand belehrt; sondern wie euch seine Salbung über alles belehrt, so ist es sowohl wahr als auch ist es keine Lüge; und so wie sie euch gelehrt hat, bleibt in Ihm!“ (1 Joh 2,27; vgl. Lumen gentium 12)

Nicht ganz ungefährlich, was ich da sage. Denn: Was ist mit den ekklesio­logi­schen Implikationen? Die sind schon etwas intrikat. Allein: Im Unterschied zu einem ökumenischen Konzil ist bei einer Bischofssynode nicht die moralische Gesamtheit des Lehrkörpers, freilich mit dem Papst an der Spitze, versammelt. In bezug auf sie gilt also nicht, was ekklesiologisch unbedingt zu postulieren ist: daß es nämlich von vornherein ausgeschlossen ist, daß die moralische Gesamt­heit des Lehrkörpers der Kirche vom Glauben abfällt, und zwar auch bei der Lehramtsausübung diesseits der Letztverbindlichkeit und so der Garantie der (positiven) Unfehlbarkeit. Was den Papst selber angeht, dessen Bestätigung ei­nem Synodenvotum (laut can. 343 CIC) überhaupt erst Beschlußkraft verleiht, so will ich nun nicht schon wieder das Schreckgespenst „papa haereticus“ be­mühen, sondern mich mit dem erneuten Hinweis begnügen, daß die Lehre der Kirche so etwas keines­wegs sicher ausschließt. Natürlich kann der Papst nicht via Kathedralentschei­dung zum Häretiker werden: das schließt das Dogma ge­rade aus; aber eine sol­che Kathedralentscheidung ist eben auch nicht zu erwar­ten. – Ansonsten ist na­türlich zu beachten: Nicht jedes fragwürdige oder gar schlimme Synodenvotum käme einer förmlichen Zelebration des Abfalls (der Votieren­den!) gleich, einmal vom Problem der Anonymität abgesehen. Analo­ges gilt für das Verhalten des Papstes. – Ganz besonders aber: Das Entwerfen oder Ins-Auge-Fassen solcher Schreckszenarien kann auch zur Warnung dienen: damit nicht passiert, was nicht passieren darf oder, je nachdem, gar nicht passie­ren kann. Denn nehmen wir solches Nicht-passieren-Können für den Fall, für den es eindeutig feststeht, den Fall feierlicher Lehrentscheide: Es besagt keinen einge­bauten Blockierme­chanismus, sondern den garantierten Geistbeistand, der in unbedingter Verläß­lichkeit verhindert, daß das eintritt, dessen Nicht-Ein­tritt durch Gottes Verheißung verbürgt ist. Und zur konkreten Weise, wie Gottes Heiliger Geist sich geltend macht, gehören auch Warnungen.

Schluß

Damit zum Schluß: Ich versichere: Zu keiner meiner Stellungnahmen (auf die­sem Forum) habe ich mich so aufraffen müssen wie zu dieser, was man meinen verschlungenen Ausführungen hoffentlich nicht allzusehr anmerkt. Warum habe ich mir trotzdem die Mühe gemacht? Weil ich die kühne Hoffnung hege, daß meine Ausführungen, die ich mir abgerungen habe, auf irgendwelchen was-weiß-ich-welchen Umwegen doch noch was bewirken. Und sollten meine Aus­führungen tatsächlich auch zu solchen Bischöfen vordringen, die sich der über­lieferten Lehre treu verbunden wissen, so möchte ich sie aufrufen: Wenn der Papst tatsächlich und wider alle Hoffnung (!) Postulaten, die mit der überlie­ferten und hoch- bis höchstverbindlichen Lehre nachweislich unver­einbar sind, Raum geben sollte (!), dann müßt Ihr ihn stellen, dann müßt Ihr ihm entgegentreten: gleich, ob Ihr physisch präsent oder nur Zaungäste seid. – Nach meinen wieder­holten Ausführungen im Zusammenhang „Papst – Synode – Wiederverheira­tetenfrage“, von denen dies jetzt die fünfte Stellung­nahme ist, muß ich es mir nicht gefallen lassen, wenn man meine Einlassungen mit der Bemerkung abtun will, hier mache sich jemand zum Sprecher derer, die nur eine Sorge haben: daß ihr „Weltbild einstürzt“. Diese perfide Kategorisie­rung, die sich eben auch dem Logos verweigert, hat sich schon mit Blick auf meine Aus­führungen in den letzten Beiträgen erübrigt. Natürlich „muß sich was bewegen“: doch bloß wo und in welche Richtung. Mit spektakulären Abriß­unternehmungen ist gar nichts gewonnen. – Und so hoffe ich ganz besonders auf solche Bischöfe, die mein An­liegen teilen, meinetwegen den Papst nicht ausge­schlossen. Wenn jemand sich die Mühe macht wie ich und offen artikuliert, was viele andere Katholiken, die ihrer Kirche treu verbunden sind, auch bewegt, dann sollte das zu denken geben. Nochmals, was den Papst angeht: dem will ich wirklich nicht böse. Ich weiß nur nicht, was ich von all dem halten soll – und das bereitet mir große Sorge. Und das ist alles.

*Dr. theol. Klaus Obenauer ist Privatdozent an der Katholisch-theologischen Fakultät der Universität Bonn

Bild: Paoline

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1. Einzelbelege halte ich nicht für angebracht. Ich weise nur darauf hin, daß Gedanken mit ähnlicher Stoßrichtung bereits von nahm­haften Religions­philosophen und Theologen im deutschen Sprachraum vorge­tragen wurden, die deshalb mit mir längst nicht in allem, zumal in der konkreten Anwendung, übereinstimmen bzw. mir zugestimmt hätten. Stellver­tretend er­wähne ich nur Bernhard Welte oder Hansjürgen Verweyen.
2. Vgl. hl. Thomas, Summe I, 27,3 ad3; III, 7,13.
3. Vgl. hl. Thomas: Summe I, 43,5, bes. ad2.
4. Der heilige Bona­ventura, der große Theologe der Liebe, zieht als entferntes Gleichnis für die Einheit von Vater, Sohn und Heiligem Geist in der einen Gottheit die Einheit von Kraft („vigor“), Glanz („spendor“) und Wärme („calor“) in der einen Sonne heran: In Hex. XXI,2 (Op. Omnia V,431).
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Martinus
Danke, Dr. Obenauer! Gestern noch dachte ich an Sie, las den letzten Text auf diesem Forum erneut und fragte mich, wie Sie die neueren Entwicklungen wohl sehen. Umso erfreuter war ich heute schon Neues von Ihnen lesen zu können. Ich bin kein Theologe und manchmal fällt es mir etwas schwer Ihnen zu Folgen, aber in ihren tastenden Formulierungen erkennt man das ehrlich-besorgte Bemühen ohne Polemik die aktuellen Entwicklungen dieses Pontifikates kritisch zu beleuchten und Ihrer, von mir geteilten, Besorgnis Ausdruck zu verleihen. Mir helfen Ihre Schriften sehr in der Kritik am derzeitigen Pontifikat „auf dem Teppich zu bleiben“ ohne in… weiter lesen »
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