Barbara Prammer – Ein Leben für den Tod


Staatsakt für Barbara Prammer im Österreichischen Parlament
Staatsakt für Barbara Prammer im Österreichischen Parlament

(Wien) Der öster­rei­chi­sche Theo­lo­ge und Phi­lo­soph Wolf­ram Schrems spielt in der­sel­ben intel­lek­tu­el­len Liga wie die Histo­ri­ker Rober­to de Mat­tei und Cri­sti­na Sic­car­di oder der zu früh ver­stor­be­ne Rechts­phi­lo­soph Mario Pal­ma­ro und sein alter ego, der Publi­zist Ales­san­dro Gnoc­chi. In sei­ner Kom­bi­na­ti­on aus Denk­schär­fe und muti­ger Wahr­heits­lie­be stellt Schrems zu den Genann­ten ein rares Pen­dant nörd­lich der Alpen dar.
Zuletzt schrieb er zum 80. Jah­res­tag von des­sen Ermor­dung über den öster­rei­chi­schen Bun­des­kanz­ler Engel­bert Doll­fuß. Nun legt Schrems einen uner­läß­li­chen Nach­ruf auf die am ver­gan­ge­nen 2. August im Amt ver­stor­be­ne öster­rei­chi­sche Par­la­ments­prä­si­den­tin und Abtrei­bungs­lob­by­istin Bar­ba­ra Pram­mer vor. 

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Gast­kom­men­tar von Wolf­ram Schrems*

Jemand, der nicht mit den öster­rei­chi­schen Umstän­den ver­traut ist, muß im Gefol­ge des Able­bens von Natio­nal­rats­prä­si­den­tin Bar­ba­ra Pram­mer den Ein­druck gewon­nen haben, daß hier eine wirk­lich wich­ti­ge Per­son, eine Wohl­tä­te­rin, ein Geschenk an die Mensch­heit, viel­leicht sogar eine Hei­li­ge ver­stor­ben ist.

Wenn er genau­er hin­ge­schaut hat, hat er aber gese­hen, daß es erstens nur sehr weni­ge Men­schen waren, die zum Trau­er­akt zum Par­la­ment gekom­men sind. (Viel­leicht erin­nert man sich noch an das Begräb­nis von Kai­se­rin Zita. Oder von Jörg Hai­der.) Es waren auch nur ver­hält­nis­mä­ßig weni­ge Ein­tra­gun­gen im elek­tro­ni­schen Kon­do­lenz­buch. Er hat aber zwei­tens auch gese­hen, daß viel Lüge in den Nach­ru­fen war:

Das Leben von Bar­ba­ra Pram­mer wur­de von allen öffent­lich arti­ku­lier­ten Sei­ten über­schweng­lich gerühmt („lie­be, gute, tap­fe­re Bar­ba­ra“, so etwa Bun­des­prä­si­dent Fischer). Es war aber ein Leben für den Tod.

Die Obses­si­on der Sozi­al­de­mo­kra­ten, beson­ders der sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Frau­en, mit der Tötung von Kin­dern im Mut­ter­leib seit etwa hun­dert Jah­ren, war auch die Obses­si­on der Ver­stor­be­nen. Man wird das als ihr schau­ri­ges Ver­mächt­nis anse­hen müs­sen. Es straft die Lobes­hym­nen Lügen.
Bevor wir dar­auf ein­ge­hen, noch zwei ande­re Punkte.

Von der Trostlosigkeit einer atheistischen Liturgie – und ihrer Lächerlichkeit

Eine Zere­mo­nie ist ein Ritu­al, somit der Lit­ur­gie ver­wandt. Wenn es sich daher nicht um einen lit­ur­gi­schen Akt aus der Tra­di­ti­on der Kir­che han­delt, kann es nur ein mehr oder weni­ger frei erfun­de­ner Ablauf sein. Das Lit­ur­gi­sche hat also kei­ne Basis. Das Ritu­al hängt in der Luft. Es ist wie eine nicht gedeck­te Währung.
Ein der­ma­ßen kon­zi­pier­ter und durch­ge­führ­ter Akt ist leer. Im Ster­be­fall ist er daher auch völ­lig trostlos.

Der Trau­er­akt für Bar­ba­ra Pram­mer vor dem Par­la­ment am 9. August zeig­te die gan­ze Nich­tig­keit künst­li­cher und ungläu­bi­ger Zere­mo­nien. Man woll­te ja mit dem Schöp­fer und Herrn des Lebens nichts zu tun haben.

Und es sind bei wei­tem nicht nur die rote Nel­ken tra­gen­den Sozia­li­sten, die sich dies­be­züg­lich her­vor­tun. Was am 9. August näm­lich beson­ders auf­fiel, war die skur­ri­le Tat­sa­che, daß der Zwei­te Natio­nal­rats­prä­si­dent und Ex-ÖVP-Klub­ob­mann (Vor­sit­zen­der der Par­la­ments­frak­ti­on) Kopf schon in den Ein­lei­tungs­wor­ten den eng­li­schen Obe­rat­he­isten Bert­rand Rus­sell (War­um ich kein Christ bin, 1957) und dann auch noch (Sta­lin-Preis­trä­ger) Bert Brecht zitier­te. Ja, das ist für den gei­sti­gen Zustand der Schwar­zen durch­aus sym­pto­ma­tisch und füg­te sich in den Nihi­lis­mus jener Zere­mo­nie gut ein.

Inter­es­sant waren auch die Uni­for­men der jun­gen Leu­te, die mit roten Fah­nen bei dem Sarg in der Par­la­ments­hal­le stan­den. Hat man uns nicht immer gesagt, Uni­for­men und mili­tä­risch anmu­ten­des Zere­mo­ni­ell sei­en irgend­wie „faschi­stisch“? Hier war aber doch eine „gro­ße Anti­fa­schi­stin“ aufgebahrt?
Wie auch immer: Die­ser Pfad­fin­der­ver­schnitt mit den blau­en Hem­den ist ein­fach lächer­lich. Genau­so lächer­lich wie der gan­ze auf­ge­bausch­te und hyper­ven­ti­lier­te – und im übri­gen voll­kom­men risi­ko­lo­se – „Anti­fa­schis­mus“.

Und schließ­lich ist ange­sichts der poli­ti­schen Rea­li­tät, näm­lich ange­sichts der plan­vol­len und moral- und ver­fas­sungs­wid­ri­gen Zer­stö­rung des Bun­des­hee­res, der Ein­satz von Gar­de­sol­da­ten beim Trau­er­akt eine beson­ders absto­ßen­de Heu­che­lei. Sonst demon­tiert man von lin­ker Sei­te das Bun­des­heer und unter­mi­niert des­sen Anse­hen und des­sen Moral, wo man nur kann, aber als Popanz für eine Selbst­be­rüh­mung sind dann Sol­da­ten wie­der gut genug.

Von der sogenannten Geradlinigkeit

In den Nach­ru­fen der Mei­nungs­in­du­strie wur­de ein­stim­mig Pram­mers „Gerad­li­nig­keit“ gerühmt.

Was auch immer es damit auf sich hat­te, fol­gen­des ist auch zu bedenken:

Ich erin­ne­re mich, daß sich eini­ge Zeit vor dem EU-Bei­tritt der Slo­wa­kei im Jahr 2004 Bar­ba­ra Pram­mer für ein Veto Öster­reichs gegen die­sen Bei­tritt aus­sprach, wenn die Slo­wa­kei nicht ihre Atom­po­li­tik ändern wür­de. Bereits am fol­gen­den Tag wider­rief Pram­mer die­se For­de­rung, sicht­lich noch etwas zer­zaust, und mein­te plötz­lich, man kön­ne das nur durch „Dia­log“ lösen (oder wie die wohl­fei­len Phra­sen eben lau­ten). Offen­sicht­lich war Pram­mer von den wirk­lich Mäch­ti­gen mas­siv unter Druck gesetzt wor­den, die EU-Erwei­te­rungs­po­li­tik kei­nes­falls zu behin­dern. So schnell kann es gehen, die legi­ti­men Inter­es­sen der eige­nen Bevöl­ke­rung zu ver­ra­ten. Ist das „Gerad­li­nig­keit“?

Schließ­lich gab Pram­mer in der Ver­leum­dungs­af­fä­re gegen ihren Ehe­mann auch selbst deut­lich zu, daß sie ihren Mann der Poli­tik geop­fert hat­te. Die­sem war vor­ge­wor­fen wor­den, eine Mit­ar­bei­te­rin sexu­ell belä­stigt zu haben. Es stell­te sich aber her­aus, daß die Vor­wür­fe halt­los waren. Pram­mer sag­te, sie hät­te als Frau­en­mi­ni­ste­rin zurück­tre­ten müs­sen, wenn sie zu ihrem Mann gestan­den wäre.

Das ist zwar sicher irgend­wie „gerad­li­nig“, aber lei­der in die fal­sche Richtung.

Und ein drit­tes: Wie die skur­ri­le Sei­te Athe­isten-Info mit­teilt, war Bar­ba­ra Pram­mer Mit­glied eines soge­nann­ten „Frei­den­ker­bun­des“. Sie habe aber gebe­ten, die­se Mit­glied­schaft „sozu­sa­gen unter der Tuchent zu hal­ten“, denn, so die Begrün­dung, „sie woll­te sich und ihre Par­tei mit ihrer Mit­glied­schaft kei­nem katho­li­schen Mob­bing aus­set­zen“ (sic!). Man beach­te: Es han­delt sich hier um das Jahr 1988! Was für ein „Mob­bing“ sei­tens wel­cher Katho­li­ken bzw. kirch­li­cher Amts­trä­ger soll denn da bit­te­schön statt­ge­fun­den haben? Im Gegen­teil haben Jung­so­zia­li­sten (und älte­re) regel­mä­ßig Ver­samm­lun­gen von katho­li­schen Abtrei­bungs­geg­nern ter­ro­ri­siert. Das „Mob­bing“ ging von der ande­ren Sei­te aus.

Da sieht man wie­der ein­mal, was die „Frei­den­ke­rei“ wirk­lich wert ist. Näm­lich gar nichts. Weder wirk­lich frei den­ken kön­nen sie, noch zu ihrer Gesin­nung ste­hen sie. Wenn Frau Pram­mer so eine „gerad­li­ni­ge“ Frei­den­ke­rin gewe­sen sein soll, hät­te sie näm­lich öffent­lich aus der Kir­che aus­tre­ten und alle Kon­se­quen­zen auf sich neh­men müs­sen. Das ist aber nicht geschehen.

Wider­li­cher Oppor­tu­nis­mus, wohin man schaut! Wäh­rend unse­ren Mit­chri­sten im Irak und in Syri­en wegen ihres Glau­bens, den sie auch unter Todes­dro­hung nicht ver­ra­ten wol­len, von Mos­lems der Kopf abge­schnit­ten wird, leg­te die „Frei­den­ke­rin“ Wert dar­auf, die besag­te Mit­glied­schaft geheim zu hal­ten. Als das („unge­schick­ter­wei­se“) doch auf­ge­deckt wird, tritt sie aus dem Frei­den­ker­bund aus! „Frei“? „Den­ken“? Wie es eben geschrie­ben steht: „Der Tor spricht in sei­nem Her­zen: ‚Es gibt kei­nen Gott.‘“

Abtreibung und Zynismus – ein Leben für den Tod

Bar­ba­ra Pram­mer hat Abtrei­bung und Fri­sten­tö­tung immer wie­der mas­siv ver­tei­digt und Maß­nah­men zum Schutz der unge­bo­re­nen Kin­der bekämpft (vgl. ein Arti­kel unter vie­len). Sie hat Abtrei­bungs­mög­lich­kei­ten in öffent­li­chen Spi­tä­lern in allen Bun­des­län­dern, die Ein­füh­rung der Tötungs­pil­le RU 486 bzw. Mifegy­ne und die Gra­tis­ver­tei­lung von Ver­hü­tungs­mit­teln an Jugend­li­che (was ent­ge­gen einem absur­den Vor­ur­teil selbst­ver­ständ­lich kei­ne Abtrei­bungs­prä­ven­ti­on dar­stellt) gefor­dert. Men­schen, die sich für den Schutz der Kin­der im Mut­ter­leib ein­set­zen, waren ihr ein Dorn im Auge.

Ich erin­ne­re mich an das Streit­ge­spräch von Mini­ste­rin Pram­mer mit der Jugend für das Leben – Mit­ar­bei­te­rin Gud­run Lang (mitt­ler­wei­le MMag. Dr. Gud­run Kug­ler, MTS) in den Räum­lich­kei­ten der Ober­öster­rei­chi­schen Nach­rich­ten in Linz im Spät­som­mer 1997. Ich erin­ne­re mich gut an den auch in der gedruck­ten Ver­si­on der Dis­kus­si­on gut erkenn­ba­ren gehäs­si­gen Gesprächs­duk­tus der Mini­ste­rin. Schließ­lich sag­te das Pres­se­pho­to mehr als tau­send Wor­te: offe­ner, gif­ti­ger Haß.

Mit der „Frau­en­so­li­da­ri­tät“ kann es also nicht sehr weit her sein, wenn eine jun­ge Stu­den­tin von 20 Jah­ren, die sich gegen die Tötung von Kin­dern im Mut­ter­leib aus­spricht, dafür von einer femi­ni­sti­schen Poli­ti­ke­rin ver­bal geprü­gelt wird.

In jenem Zeit­raum erschien auch die Bro­schü­re „Abtrei­ben in Öster­reich“, die vom Frau­en­mi­ni­ste­ri­um und dem dama­li­gen „Ambu­la­to­ri­um für Schwan­ge­ren­hil­fe“ (sic!) her­aus­ge­ge­ben und finan­ziert wor­den war. In die­ser wur­den alle Abtrei­bungs­mög­lich­kei­ten in Öster­reich wer­bend aufgeführt.

Daher die Fra­ge: Ist die Auf­ga­be einer Poli­ti­ke­rin, Tod und Ver­der­ben zu verbreiten?

Der Ein­satz für die recht­lich und finan­zi­ell mög­lichst leicht zugäng­li­che Abtrei­bung war die Grund­bot­schaft des poli­ti­schen Lebens von Bar­ba­ra Pram­mer. Und daher auch für eine dies­be­züg­li­che, ganz und gar indu­stri­ell auf­ge­zo­ge­ne und somit „kapi­ta­li­sti­sche“ Geschäf­te­ma­che­rei. Was immer als beson­ders abscheu­lich emp­fun­den wor­den ist, näm­lich das geschäfts­mä­ßi­ge Abtrei­ben, genießt – auch auf­grund der Par­tei­nah­me Pram­mers – immer mehr poli­ti­sche Ach­tung (ob auch gesell­schaft­li­che, näm­lich im nicht-indok­tri­nier­ten Volk, ist zu bezwei­feln). Beson­ders sinn­fäl­lig wur­de das bei der Ehrung besag­ter Wie­ner Abtrei­bungs­kli­nik am 3. Sep­tem­ber 2009 durch ver­schie­de­ne Poli­ti­ke­rin­nen im Wie­ner Rat­haus (!), wobei Frau Pram­mer auch eine Gruß­bot­schaft schickte.
Das ist nack­ter Zynis­mus. Das ist so abscheu­lich, daß einem die Wor­te fehlen.

Daher ist es eine der vie­len Wider­lich­kei­ten gegen­wär­ti­ger Kir­chen­po­li­tik, einer der­ma­ßen pro­non­cier­ten Abtrei­bungs­po­li­ti­ke­rin freund­li­che Nach­ru­fe nach­zu­schicken. Der Wie­ner Bischofs­vi­kar Dari­usz Schutz­ki, Cari­t­as­prä­si­dent Micha­el Land­au, der Lin­zer Bischof Lud­wig Schwarz und des­sen Vor­gän­ger Maxi­mi­li­an Aichern (unter des­sen Füh­rung die Diö­ze­se Linz prak­tisch voll­stän­dig rui­niert wur­de) und natür­lich Kar­di­nal Schön­born haben sich in ihrer Unter­wür­fig­keit unter die irdi­schen (bzw. unter­ir­di­schen) Mäch­te wie­der ein­mal wür­de­los ver­hal­ten. Der offi­zi­el­le Lai­en­ver­band „Katho­li­sche Akti­on“ hat das mit­ge­tra­gen (völ­lig abwe­gig, sie for­mu­lie­ren wie unter Dro­gen­ein­fluß).

Der Rek­tor der Zister­zi­en­ser-Hoch­schu­le Bene­dikt XVI. Hei­li­gen­kreuz, P. Karl Wall­ner, sonst mit öffent­li­cher Kri­tik eher zurück­hal­tend, äußer­te sich unge­wohnt hef­tig zu die­ser desa­strö­sen Politik:

„Ich schä­me mich der­zeit – viel­leicht auch, weil ich im heid­ni­schen Sach­sen auf Feri­en bin – furcht­bar für mei­ne Kir­che!!! Wenn wir so wei­ter­ma­chen, gibt es uns bald nicht mehr.“

Der Salz­bur­ger Weih­bi­schof Andre­as Laun führ­te in einem eige­nen Kom­men­tar sei­ne Kri­tik an der Poli­tik von Bar­ba­ra Pram­mer und an der Lob­hu­de­lei von kirch­li­cher Sei­te aus und bestärk­te P. Wall­ner ausdrücklich.

Es ist schau­rig zu sehen, daß das die ein­zi­gen sach­ge­rech­ten Stel­lung­nah­men von kirch­li­cher Sei­te waren (soweit man der Medi­en­be­richt­erstat­tung ent­neh­men konn­te)! Was man dar­aus schluß­fol­gern muß, ist, daß die Apo­sta­sie von oben aus­geht. Die Hir­ten haben sich größ­ten­teils mit den Wöl­fen ver­bün­det und haben die­sen ihre Schäf­lein aus­ge­lie­fert. Im gegen­ständ­li­chen Fall müs­sen hier die unge­bo­re­nen Kin­der expli­zit erwähnt wer­den. Um die wird kei­ne Trä­ne ver­gos­sen. Gele­gent­li­che Ali­bi-Stel­lung­nah­men sind rei­ne Maku­la­tur und eine Ver­höh­nung aller Opfer.

De mortuis … ?

Der Wahr­heit ver­pflich­te­te Men­schen kön­nen die (in ihrer Her­kunft unkla­re) Maxi­me, über Tote nur gut („bene“) zu spre­chen, nicht mit­tra­gen. Die Wahr­heit ver­langt uner­bitt­lich, daß man ihr die Ehre gibt.

Dar­über hin­aus sol­len auch kei­ne Nach­ah­mungs­tä­ter ermu­tigt werden.

Denn Bar­ba­ra Pram­mers Ein­satz für den Tod im Mut­ter­leib gibt den Nach­ge­bo­re­nen, beson­ders Kin­dern und jun­gen Men­schen ein fata­les Bei­spiel ab. Sie ver­letzt noch zusätz­lich die­je­ni­gen Kin­der und Jugend­li­chen, die in den letz­ten zehn, fünf­zehn Jah­ren durch cou­ra­gier­ten und ver­dienst­vol­len Ein­satz im letz­ten Augen­blick vor der Abtrei­bung geret­tet wor­den sind – und manch­mal dar­über Bescheid wissen.

Wie auch immer, sie hat das (und alles ande­re) nun andern­orts zu verantworten.

Da die Selig­keit nie­man­dem gegen des­sen Wil­len nach­ge­wor­fen wird, müs­sen sich auch die genann­ten und die ande­ren Kir­chen­män­ner und deren Entou­ra­ge ihrer Ver­ant­wor­tung bewußt wer­den. Hier wer­den stren­ge­re Maß­stä­be angelegt.

*MMag. Wolf­ram Schrems, Linz und Wien, katho­li­scher Theo­lo­ge und Phi­lo­soph, kirch­lich gesen­de­ter Katechist

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