„Würdige“ Volksaltäre zur „liturgischen Aufwertung“

Segnung eines Volksaltars im Ikea-Stils. Im Hintergrund der ausgediente, "unwürdige" Hochaltar.
Segnung eines Volksaltars mit Ikea-Charme. Im Hintergrund der ausgediente, „unwürdige“ Hochaltar.

(Trier/Augsburg) Volksaltäre, wenn auch von zweifelhaftem Geschmack, sind „würdiger“ als Hochaltäre und stellen eine „liturgische Aufwertung“ gegenüber letzteren dar. So sehen es zumindest katholische Priester im oberbayerischen Penzing und im moselfränkischen Bernkastel-Kues. Die Hintergründe.

Die Volksaltäre haben seit 1964 mit der Liturgiereform das Erscheinungsbild des Presbyteriums grundlegend verändert. In der Instruktion Inter oecumenici der Heiligen Ritenkongregation und dem Consilium zur Ausführung der Liturgiekonstitution des Konzils wurde angeordnet, daß neuerrichtete Altäre, wo möglich, freistehend sein sollen, um sie in der Liturgie umschreiten zu können. Zur Zelebrationsrichtung oder zur genaueren Gestaltung dieser Altäre wurde nichts ausgesagt. Mit der eigentlichen Liturgiereform erfolgte die Veränderung der Gebetsrichtung, die tatsächliche Ostung ad Deum wurde zur „inneren Ostung“ mit der faktischen Gebetsrichtung versus populum. Bereits 1966 übte der spätere Kardinal und Papst, Joseph Ratzinger Kritik an der damals Mode gewordenen Volksaltarschwemme.

„Überwindung“ der gottgewolten Unterteilung vom Offenbarungszelt zur Kirche

Entleerte Augustinerkirche in Würzburg: ohne Hochaltar, bedeutungslosem Presbyterium.
Entleerte Augustinerkirche in Würzburg: ohne Hochaltar, bedeutungslosem Presbyterium.

Aus dem Provisorium der 60er Jahre mit tragbaren Tischen wurde seit den 80er Jahren ein Fixum mit festgemauerten Volksaltären. Mit der Grundordnung des Römischen Meßbuchs von 2002 wurde der Volksaltar zum einzigen Hauptaltar erklärt. Damit verlor der bisherige Hochaltar auch in den vor 1964 erbauten Kirchen nicht nur faktisch, sondern offiziell seine Bedeutung. Er stellt nur mehr ein architektonisches Relikt vergangener liturgischer Epochen dar, der ausdrücklich nicht durch besonderen Schmuck betont werden darf, weil die Konzentration allein dem neuen Volks-Hauptaltar gelten soll.

Bildete der Hochaltar in der Regel den wandangelehnten Abschluß einer nach Osten ausgerichteten gemeinsamen Gebets- und Zelebrationsrichtung von Volk und Priester, wurde der neue Volksaltar im Presbyterium soweit als möglich an das Langschiff und damit an das Volk herangerückt. Ein Vorgang, der durch die weitgehend systematische Entfernung der Kommunionbank, als letztem Rest des Lettner, der westkirchlichen Form der ostkirchlichen Ikonostase begünstigt wurde. Damit wurde die Trennung zwischen dem Raum des betenden Volkes und dem Allerheiligsten aufgehoben, der nach göttlicher Vorschrift den Jerusalemer Tempel (1 Könige, 2 Chronik) bestimmte und zuvor bereits das Offenbarungszelt mit der Bundeslade (Exodus, Levitikus).

Schrittweise Entleerung des Presbyteriums

Großartige Kirche des Cusanusstifts mit Passions-Hochaltar
Großartige Kirche des Cusanusstifts mit Passions-Hochaltar

Als neueste Mode läßt sich inzwischen die Tendenz feststellen, auf die faktische Bedeutungslosigkeit des Hochaltars eine generelle Bedeutungslosigkeit des Presbyteriums folgen zu lassen. Der Volks-Hauptaltar wird neuerdings bei teuren Kirchenumbauten ganz aus dem Presbyterium herausgerückt und in das Langschiff hineingerückt.

Eine Entwicklung, die schrittweise die Entsakralisierung durch das Heraustreten aus dem Allerheiligsten und Plebejisierung durch den Marsch in Richtung priesterloser Gemeinde verdeutlicht. Mit der Abwertung und Bedeutungslosigkeit von Hochaltar und Altarraum geht unweigerlich der Bedeutungsverlust des sakramentalen Priestertums einher. Über konkrete Beispiele wurde berichtet (Augustinerkirche von Würzburg, Wallfahrtskirche Sonntagberg).

Die fixen neuen Volks-Hauptaltäre erlebten seither ihre gestalterische Entwickung. Waren die Provisorien der ersten Zeit noch in Form, Ausmaß und Paramentierung den bisherigen, wandangelehnten Hauptaltären nachempfunden, wurde zunehmend quadratischen Blöcken oder tischähnlichen Formen der Vorzug gegeben, mit immer skurrileren Folgen, die modisches Design, mehr oder weniger originellen Ideenreichtum bis hin zum nüchternen Pauperismus zum Ausdruck bringen, aber kaum Sakralität.

Zwei aktuelle Beispiele verdeutlichen diese seltsame anmutende Betonung des Volksaltars. Läßt sich durch den Umstand, daß es sich dabei jeweils nur um tragbare Altäre handelt, eine Tendenz zurück zum Provisorium erkennen? Zweifel sind angebracht. Retten meist denkmalpflegerische Auflagen die Hochaltäre vor ihrer Entsorgung, sind für tragbare Volksaltäre in der Regel praktische Überlegungen ausschlaggebend. Der Altarraum wird in etlichen Kirchen auch für nicht liturgische Zwecke wie Konzerte genützt. Seine auch für die Liturgie behindernde Platzierung wird allerdings nur im Kontext der multifunktionalen Umwandlung der Kirche in ein Auditorium erkannt.

Beispiel Augsburg

Am vergangenen 3. August wurde in der Diözese Augsburg von Weihbischof Florian Wörner m Rahmen eines Pontifikalamtes in der spätromanischen St. Anna-Kapelle von Penzing bei Landsberg trotz vorhandenem Hochaltar ein neuer Volks-Hauptaltar gesegnet. Der zuständige Pfarrer Martin Rudoph bedankte sich, laut Augsburger Allgemeine, bei den Spendern, deren Geld es möglich machte, „daß unsere Anna-Kapelle jetzt einen würdigen Altar und Ambo hat“. Im Umkehrschluß sagte der Pfarrer damit, daß der Hochaltar „unwürdig“ war. Der „würdige“ neue Volksaltar aus Glas und Metall, vom Kirchenmaler und Restaurator Albert Höpfl entworfen, hat in etwa soviel Charme wie ein Ikea-Allerweltstisch für den Hausgebrauch. „Mit Ihnen und Ihrem Pfarrer freue ich mich sehr, dass wir heute das Ereignis der Altar- und Ambosegnung feiern und der Bestimmung übergeben dürfen. Beide Tische sind reichlich gedeckt. Der Herr selber macht uns dieses Geschenk“, sagte Weihbischof Wörner. Gemeint sind gemäß Konzilstheologie des Zweiten Vaticanums der Altar als „Tisch des Herrenleibes“ und der Ambo als „Tisch des Gotteswortes“ (Sacrosanctum Concilium 48, 51; ebenso Dei Verbum 21), vielfach dann vulgarisiert zum „Tisch des Brotes“ und „Tisch des Wortes“. Da der Altar nur „gesegnet“ wurde, handelt es nicht um einen feststehenden, sondern einen tragbaren Altar, der jederzeit entfernt werden kann.

Beispiel Trier

Altarsegnung in Bernkastel-KuesAm vergangenen 9. August wurde in der Diözese Trier im Rahmen der Feierlichkeiten zum 550. Todestag von Nikolaus Kardinal von Kues, besser bekannt als Nikolaus Cusanus ein Altar gesegnet. Die Altarsegnung fand in Bernkastel-Kues, dem Geburtsort des Kardinals statt, und zwar in der Kirche des 1451 von Cusanus gegründeten St. Nikolaus-Hospital (Cusanusstift) für Arme. Durchgeführt wurde sie von Bischof Ivo Muser von Bozen-Brixen. Cusanus war einige Jahre Fürstbischof von Brixen.

„Wirklich ‚Eucharistie-fähig’“ seien Christen nur, „wenn wir an Christi Gegenwart in jedem Menschen glauben“, sagte Bischof Muser in seiner Predigt, wie Stol berichtet. Der neue Volksaltar, so Stiftsrektor Leo Hofmann, stelle eine „liturgische Aufwertung des Altarraumes dar“. Offensichtlich wurde die Liturgie durch das Passionstriptychon des Hochaltars, das als ein Frühwerk des in Köln von ca. 1460–1485 tätigen Meisters des Marienlebens gilt und auf dem unter dem Kreuz der Stifter, Kardinal Cusanus zu sehen ist, „abgewertet“.

Der Entwurf des neuen Altars stammt von der Architektin Eva von der Stein. Auch im Bernkastel-Kues handelt es sich nur um einen tragbaren Altar, weshalb lediglich eine Altarsegnung und keine Altarweihe stattfand.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Wikicommons/Stol/Augsburger Nachrichten (Screenshots)

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dilexi decorem domus tuae

Merkwürdig!
Früher kehrte der Priester dem Volk den Rücken zu, heute ist es umgekehrt!
Siehe dazu die Tabelle: „Katholiken und Gottesdienstteilnehmer 1950 – 2012″
http://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/Zahlen%20und%20Fakten/Kirchliche%20Statistik/Katholiken%20und%20Gottesdienstteilnehmer/2012-Tabelle_Katholiken-Gottesdienstteilnehmer_1950-2012.pdf

Schatzgräber

… und heute kehrt der Priester seinem Herrn im Tabernakel den Rücken zu. Und es ist die Frage: Glaubt er überhaupt noch an seine Gegenwart?

defendor
Das Vaticanum II. hat sich mit keiner Silbe für die Errichtung eines sogenannten „Volksaltares“ ausgesprochen. Auszug aus der Liturgiekonstitution „Sacrosanctum concilium“ vom 4. Dezember 1963: - § 1. Der Gebrauch der lateinischen Sprache soll in den lateinischen Riten erhalten bleiben, soweit nicht Sonderrecht entgegensteht. 4. Der Muttersprache darf im Sinne von Art. 36 dieser Konstitution in den mit dem Volk gefeierten Messen ein gebührender Raum zugeteilt werden, besonders in den Lesungen und im „Allgemeinen Gebet“ sowie je nach den örtlichen Verhältnissen in den Teilen, die dem Volk zukommen. Es soll jedoch Vorsorge getroffen werden, daß die Christgläubigen die ihnen zukommenden… weiter lesen »
Zeitlos
Der überlieferte römische Ritus und die Messe Paul VI. sind grundsätzlich nicht kompatibel. Eine protestantisierte Messe braucht den Volksaltar, er ist für die Eucharistiefeier zwingend notwendig. Machen wir uns nichts vor: Professor Ratzinger, Kardinal Ratzinger, Benedikt XVI. stand und steht ebenfalls hinter diesem Konzept. Es ging ihm nur zu schnell mit Rücksicht auf die Gläubigen. Er hatte pastorale Gründe, er wollte keine „Volksaltarschwemme.“ Für den überlieferten römischen Ritus ist jedoch schon ein „Volksaltar“ zu viel. Das Motu proprio „Summorum Pontifikum“ kann ich aus pastoralen Gründen nur begrüßen. Der überlieferte römische Ritus ist aufgewertet worden, gerade junge Katholiken haben die Möglichkeit,… weiter lesen »
Stefan Heid
In dem freundlicherweise von Ihnen beworbenen Buch „Operation am lebenden Objekt“ findet sich ein Aufsatz von mir zum Thema „Tisch oder Altar? Hypothesen der Wissenschaft mit weitreichenden Folgen“. Nur kurz soviel: Der Volksaltar mit Frontalzelebration ist heute sicher ein Faktum. Aber er wurde aufgrund überholter und weitgehend falscher Meinungen von Wissenschaftlern (Theologen, Liturgikern sowie Archäologen) bereits seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts mehr und mehr propagiert und im Zuge der liturgischen Bewegung lange vor dem Konzil hie und da eingerichtet. Das Konzil brachte dann den Dammbruch. Sicher ist, dass es einen Volksaltar im heutigen Verständnis der Liturgiepastoral in der Frühen… weiter lesen »
hicesthodie
Die Verachtung des Hochaltars, der schon allein dadurch geheiligt ist, dass an ihm – zum Teil Jahrhunderte hindurch – das Opfer Christi gefeiert wurde und auf dem zumeist der Herr im Tabernakel gegenwärtig ist, ist nicht nur in höchstem Maße widersinnig, sie ist eine der schwersten Beleidigungen Gottes. Allein aus diesem Umstand erkennt man, dass sich die Konzilskirche voll Hochmut und wie mit ideologischer Blindheit geschlagen von ihrer bisherigen Lehre und Tradition verabschiedet, um etwas völlig Neues zu schaffen. Diese Konzilskirche, die ganz augenscheinlich ihre Ehrfurcht vor dem eucharistischen Herrn verloren hat und sich lieber blasphemisch um sich selbst und… weiter lesen »
Uwe C. Lay
Absurdistan grüßt! Treffe ich einen Bekannten, dann grüße ich ihn, wende ihm dann meinen Rücken und den Allerwertesten zu und eröffne das Gespräch mit ihm…Wer das so praktizierte, ernsthafte Bedenken ob der psychischen Gesundheit entstünden! Aber in der modernen Kirche ist das die Praxis, Das Allerheiligste ist ausgesetzt, der Priester wendet seinen Rücken Jesus Christus, gegenwärtig in der Monstranz zu und betet zur Gemeinde! Ob er die Gemeinde anbetet, auch wenn er den Jesus hinter sich anspricht im Gebet? Der Volksaltar in der Gestaltung des Hochaltares macht eines unübersehbar deutlich: der Priester bringt Gott das Meßopfer dar-darum wendet er sich… weiter lesen »
Hagen

Sehr erfreulich, dass der Altar im Cusanusstift tragbar bleibt. Weil er an sich „untragbar“ ist. 😉 Und das stelle ich als gebürtiger Kueser fest, also selbst ein Cusanus, wenn man so will.

Regina
Die Veränderung durch „Modernisierung“ eines Altarraumes bildet leider keinen Ausnahmefall, sondern bestätigt vielmehr die gängige Praxis. Für mich sieht es so aus, das diese Umbrüche – von langer Hand von Freimaurern geplant- , jetzt bewusst zügig in immer mehr Kirchen umgesetzt werden, siehe Wigratzbad. Anfang August war ich für einige Tage in Altötting. In der dortigen Basilika sammelt man unverhohlen Spenden in Höhe von „läppischen“ 56.000 Euro, (!) um einen alten Natursteinaltar, der mit kostbaren Intarsienarbeiten, die sich auch auf dem mehrfarbigen Marmorfussboden wiederholen, durch einen „kalten, minimalistisch anmutenden grauen Steinaltar“ zu ersetzen. Der neue „Tisch“ weist auf die vielfach… weiter lesen »
Markus

Das Geld wird eben nicht den Armen gespendet, sondern in den Volksaltären „vermauert“. Was für Abermillionen von Geldern auf diese Weise verschwendet wurden, die Hilfsbedürftigen hätten zuteil werden können. Von wegen Bescheidenheit. Die Konzilskirche prasst ja geradezu mit Kirchengeldern und kauft sich allerorts TEURE UND „BESCHEIDENE“ Altäre. Wichtig ist an sich ja auch nicht, dass der Altar wenig kostet, sondern, dass er armselig aussieht. Mal sehen, wie lange sich Gott noch durch diese „Altäre“ verhöhnen und verspotten lässt, bis er schließlich eingreift.
Per Mariam ad Christum.

Leo
Es ist erschütternd zu sehen, dass das Modeprodukt „Volksaltar“ (oft auch als „Zelebrationsaltar“ schöngeredet) schon in die fernsten Länder gelangt ist: nach Kasachstan, Russland, China, ins tiefste Afrika, auf Inseln in Missionsgebieten, nach Lateinamerika usw.! Vielerorts meinte(e) man, das Volk müsse möglichst „hautnah“ um den Tisch versammelt sein, dabei ist gerade dadurch das Gespür für das Mysterium des hl. Messopfers geschwunden! Den sich opfernden Heiland kann man auch in 5 cm Entfernung vom „Volksaltar“ nicht sehen, hingegen kann der Blick auf einen hustenden, verschnupften, schwitzenden Priester den „inneren Blick“ auf den Heiland eher verstellen! Gott gebe, dass sich bald irgendwo… weiter lesen »
Dario

„Volksaltar“schon in die fernsten Länder gelangt….

Sie sagen es Leo, genau das fällt mir immer wieder sofort ins Auge bei Länderberichten im TV.
Es war absolute Priorität der Reformer, den Luthertisch bis in die „hintersten Ecken“ der Erde zu transportieren. Keiner sollte entrinnen!

Adrien Antoine
In diesem Kontext fallen mir stets zwei Sachen besonders auf: 1. Der Inbrunst und der Eifer womit die heutige „Künstler“ und Bauleute diese moderne Sachen hinstellen. Sehr wenig Selbstkritik, keine Zweifel an die eigene Unzulänglichkeit, viel Verblendung und ein astronomisch hohes Selbstbewußtsein vom eigenen künstlerischen Wert, alles kombiniert mit sehr wenig Kenntnis von der Tradition und Empathie für 2000 Jahre gelebtes Christendom. Mir scheint hier es hier sehr häufig um eine gewaltige Selbstverwirklichung der Künstler, der Bauherren und der Modernisten zu handeln. 2.Und ebenso bei dem gewaltigen Eifer und Inbrunst womit viele Prälaten jeden Altar, Ambo und auch die Orgel… weiter lesen »
Frank Bell

Volksaltar = Luthertheke

Markus

Einen Vorteil haben die immer lächerlicher werdenen Tischchen ja. Dass sie von späteren rechtgläubigen Katholiken leicht und ohne viel Aufwand entfernt werden können.
Soweit ich weiß feiern außerdem sowohl Orthodoxe als auch Protestanten, zumindest die Lutherander, ihre Gottesdienste mit dem Rücken zur Gemeinde . Wäre es da für die Ökumene nicht förderlicher, ebenfalls wieder zu der alten Ordnung zurückzukehren?
Per Mariam ad Christum.

Adrien Antoine

Ja.
Omnia instaurare in Christo

koplinski
Der erste Volksaltar in der Pfarrkirche. „Erst als es hieß, „wir bekommen einen neuen Altar, einen Altar-Tisch, einen Volksaltar“, wurde es spannend. Es bewegte sich etwas. Und noch eine gravierende Änderung vollzog sich bald danach: es gab eine „Sonntag-Vorabendmesse“ am Samstag um 19 Uhr. Bereits diese beiden Ereignisse waren so umwälzend für unsere Pfarrei, wie man sich das heute nicht mehr vorstellen kann. An einem Donnerstagabend kam der Bischof in die Pfarrkirche. Er hielt kein Pontifikalamt, sondern eine einfache Bischofsmesse – zum ersten Mal am Volksaltar. Das wurde sehr betont. Wir alle seien das Volk Gottes, sagte er, und wir… weiter lesen »
Teresa

Als ich ganz naiv die Frage stellte, wo denn in diesen tragbaren „Tischen des Brotes“ die Reliquien eingelassen sind, wurde ich darüber belehrt, dass es (seit der Reform 1970) nicht mehr zwingend vorgeschrieben ist, dass ein Altar mit Reliquien versehen ist. Undenkbar für mich, aber … wieder einmal etwas gelernt.

Hans
Das Kapitel sollte mit der Überschrift der Verlust des Ritus versehen werden. Der sogenannte Volksaltar ist nur ein Zeichen dafür. Im tridentinischen Ritus war alles in allen Kirchen gleich als Zeichen der Universalität: Jede Handlung, jede Bewegung eines Priesters war in allen Kirchen gleich und hatte eine hohe Symbolkraft in der Aussage, die auch erklärt wurde. Der Novus Ordo ist erkennbar von Beliebigkeit gekennzeichnet: Einmal sitzt derPriester rechts, einmal links und in Bischofskirchen sitzt der Bischof dort, wo einst das Allerheiligste stand. Dieses steht dafür in einer Ecke im sogenannten „Sakramentshaus“ , wieder mal rechts,mal links alles nach Beliebigkeit, niemand… weiter lesen »
Franzel
Möglicherweise ist das alles erst der Anfang. Denn es geht darum, den katholischen Glauben abzuschaffen und die Welteinheitsreligion zu schaffen, wenn man verschiedenen „prophetischen“ Aussagen trauen kann. Dazu mußte man den wahren Stellvertreter Christi, Papst Benedikt XVI., auch „beseitigen“. Was auf jeden Fall aber kommen wird, ist ein großer Bruch in der Kirche. Und er ist ja bereits da. An eine Umkehr zu Ehrfurcht und Liebe usw. ist nach jetzigem Stand kaum zu denken. Man darf selbst aber nicht verzagen und muß sich auch schützen, ans ewige Leben denken usw. sowie mithelfen, daß das Reich Gottes bald Wirklichkeit wird, durch:… weiter lesen »
Frank Bell

Papst Benedikt XVI. wurde bereits „beseitigt“.

Er hat NICHTS mehr zu sagen.

Der jetzige Papst ist Franz I.

Er ALLEINE regiert die Kirche!

Hans
Lieber Franzel, Sie haben natürlich mit der Grundtendenz Ihres Beitrages vollkommen recht. Ich glaube aber der Prozess (und ein solcher ist das, was wir derzeit erleben) hat schon länger begonnen. Wenn die Siri -These stimmt mit der Wahl Johannes XXIII, der Nichtbeachtung der Botschaften von Fatima durch Johannes XXIII und der nicht beantworteten Frage, ob die Konzilsväter des Vatikanum II wirklich frei in allen ihren Entscheidungen waren, dann dürfen wir den Beginn des Prozesses auf 1958 legen. Sofern am 28.06.1968 Satan in die Citadelle – wie Malachi Martin schreibt – eingeführt wurde und im Vatikan (St. Pauls – Kapelle) Satan… weiter lesen »
Kostadinov
Beweise bitte für satanische Messen im Vatikan oder Freimaurer-Mitgliedschaft Bunignis… das ist zu einfach, jeden Progressiven (und wenn er noch so eine Knalltüte ist) als Freimaurer oder Satanisten zu bezeichnen ich hab von ihren Verschwörungstheorien immerhin mal die Siri-These gegooglet und das Ergebnis ist ja dermassen dürftig – oder stecken da auch wieder die Freimaurer dahinter? Siri hat sich trotz mehrmaliger Nichtwahl zum Papst derart loyal verhalten, er hat ja meines Wissens nicht mal ne Messe im alten Ritus zelebriert… Die Probleme kommen aus der Anthropozentrik unserer Zeit – und da können Sie mit Recht den Leibhaftigen dahinter sehen. Aber… weiter lesen »
Hans
@kostadinov 1. Die satanische Messe im Vatikan wird von Malachi Martin im Vorwort zu seinem buch „Der letzte Papst“ mit Datum und den äußeren Umständen sehr detailiert beschrieben. Es gab bei diesen schwerwiegenden Vorwürfen nie ein Dementi!! Die angesproche St. Pauls Kapelle als Sitz der satanischen Schändung wurde übrigens später von Kardinal Ratzinger neu benediziert. Haben Sie schon einmal gehört, dass eine Kirche ohne Schändung neu benediziert wurde? Malachi Martin ist übrigens nicht der Einzige, der die stanische Schändung beschreibt. Zur Person von Dr. Dr. Dr.Malachi Martin und damit zur Frage der Glaubwürdigkeit: Er hat drei Päpsten über sechs Jahre… weiter lesen »
Kostadinov
Danke für die Aufklärung, extrem spannend. Das Problem ist jetzt nur, ich kann glauben, was der gute Malachi schreibt oder auch nicht (eine kritische Rezension hier: http://www.monarchieliga.de/index.php?title=Malachi_Martin_und_der_%22innere_Feind%22 – auch wenn man dieses Portal trefflich diskutieren könnte). Und er scheint so ziemlich der einzige zu sein mit diesen Behauptungen. Die Story über Bunigni und seine Enttarnung kenne ich, sie wird allerdings noch nicht einmal von Roberto di Mattei in seinem Konzilsbuch geglaubt. Ich sage nicht, daß Sie falsch liegen – kann ich nämlich nicht beweisen – aber ich persönlich halte unspektakulärere Erklärungen für wahrscheinlicher: a) Der Rauch Satans ist tatsächlich eingedrungen,… weiter lesen »
Franzel
Werter @Hans: vielen Dank für Ihre Hinweise. Ich bin in diesen Hinsichten wirklich nur ein „Laie“ und nehme neue und unaufgeregt- sachlich geschilderte Informationen gerne auf. Es sieht soweit ja alles nach einem unvorstellbaren Komplott aus. Ich bin der Ansicht, daß sich die Kirche, so wie sie in der Praxis vor dem Konzil war, zum Menschen hin, zu mehr Menschlichkeit verändern mußte. Es war ja vieles erzwungen: wirkliche Frömmigkeit oder Liebe zu Herrn waren aus diesem Grunde auch eher Mangelware. Es war örtlich ein einziges Spitzelsystem. Der Mensch, der Christ war eher unfrei und viele litten sicherlich auch darunter: es… weiter lesen »
Hans
@kostadinov und @ franzel Danke für die Antworten. Ich möchte meine Position jedoch etwas klarer formulieren: Mein Ausgangspunkt ähnelt sicher dem Ihrigen, nur dass ich während des Pontifikates von Pius XII aufgewachsen bin und diesen als einen der ganz großen Päpste schätzen gelernt habe. Johannes XXIII hat mich nicht besonders beeindruckt, was aber nichts aussagt. Das Konzil habe ich als geschichtlichen Prozess beobachtet, ohne dass es jedoch mein Religiöses- und Sakramentsleben verändert hätte. Die Liturgiereform hat mich zunächst deswegen nicht sonderlich betroffen gemacht, weil die alten Priester die Liturgie sehr fromm und in Anlehnung an den tridentinischen Ritus zelebrierten. Kurz:… weiter lesen »
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