Setzt Papst im Irak auf „Interreligiöses Fußballspiel“? – Märtyrerpriester: Wie kann ich das Haus Gottes zusperren?“

Märtyrer von Maalula in Syrien
Märtyrer von Maalula in Syrien

(Bagdad) Die Christen im Nahen Osten und anderen Teilen der Erde, wie Nigeria, erleben das Martyrium. Doch der Westen schaute lange weg und sieht nun vorwiegend nur die Jesiden. Über verfolgte Jesiden zu schreiben, fällt den meinungslenkenden westlichen Medien um ein Vielfaches leichter, als über die verfolgten Christen zu berichten. Kann es angesichts von Mord, Vertreibung, Vergewaltigung und Versklavung noch ein brutaleres Bekenntnis des westlichen Establishments gegen das Christentum geben? Einige Stichworte zum Zeugnis einer Märtyrerkirche und dem Versagen des Westens. Setzt Papst Franziskus im Irak auf ein „Interreligiöses Fußballspiel“ mit Maradona?

Von kirchlicher Seite fehlt noch immer ein einstimmiger Aufschrei. Es mehren sich immer mehr Gebetsinitiativen von Gläubigen für die verfolgten Brüder und Schwestern im Nahen Osten. Inzwischen haben auch einige Bischofskonferenzen Gebetstage durchgeführt oder ausgerufen. Nach wie vor ist eine erstaunliche Scheu zu bemerken, siehe die Erklärung der Italienischen Bischofskonferenz zum Gebetstag am 15.August, die Täter beim Namen zu nennen.

Flucht Vertreibung Mord Versklavung
Flucht Vertreibung Mord Versklavung

Sprech- und Denkbarrieren des Westens

Im ideologischen Denken des Westens wurden Sprech- und Denkbarrieren errichtet, die von der Wucht moderner Tabus sind. Sie zu durchbrechen, verlangt einen Kraftakt, den manche nicht aufbringen wollen. Es sind etwa die Tabus „Dialog um jeden Preis“, auch um den der Unterwerfung, das „Freundbild Islam“, das jede Kritik unter „Phobie“- und „Haß“-Anklage stellt, und noch andere Tabus dazu. Letztlich folgen die Bischöfe damit aber vor allem dem Vorbild von Papst Franziskus, der jedes starke Wort für die verfolgten Christen meidet und vor allem die Täter nicht beim Namen nennt.

Setzt Papst Franziskus auf „Interreligiöses Fußballspiel“?

Doch dafür steuert die Kirche„endlich“ auf die erste wirklich konkrete und breitenwirksame Initiative des Vatikans für die verfolgten und gejagten Brüder und Schwestern im Irak, in Syrien, aber auch in Nigeria zu. Am 1. September 2014 findet auf Einladung von Papst Franziskus im Olympiastadion von Rom das erste „Interreligiöse Fußballspiel für den Frieden“ statt. Es handelt sich dabei um eine Idee von Papst Franziskus, zu der er neben anderen Fußballgrößen auch den argentinischen Ex-Fußballer Maradona eingeladen hat. Ist das die einzige für den Westen tragbare Aktionsebene? Ein mit etwas selbstbeweihräucherndem Moralin gepuderter Spaß- und Unterhaltungszwang?

Ossarium der Märtyrer von Otranto
Ossarium der Märtyrer von Otranto

„Wer wird den Mut haben, an einem Fußballspiel teilzunehmen, während im fernen und doch nahen Irak und im fernen und doch nahen Syrien die Schreie unserer unschuldigen Brüder und Schwestern zu hören sind, die aus Haß gegen Christus und den christlichen Glauben abgeschlachtet werden? Ja wo sind wir denn?“, fragt kopfschüttelnd die Redaktion der traditionsverbundenen Seite Messa in Latino.

Erzbischof Nona: „Hoffen, daß Westen doch noch auf uns aufmerksam wird“

Der chaldäische Erzbischof Emil Shimoun Nona von Mosul sagte in diesen Tagen zu Asianews: „Wir sind sicher, daß die Kirche auf der ganzen Welt für den Irak betet, aber der Westen und seine Regierungen scheinen das Drama, das unser Volk erleidet, ‚vergessen‘ zu haben, so als wäre es inzwischen ‚normal‘, jeden Tag von Toten, Attentaten und Gewalt zu hören. Man spricht nicht mehr darüber, jedenfalls nicht über die verfolgten Christen. Wir hoffen, daß man im Westen doch noch auf uns aufmerksam wird und den Wunsch nach Frieden und Ordnung hört, denn das ist es, was wir wollen.“

Märtyrer in Nigeria
Märtyrer in Nigeria

„Gefahr, daß Ökumene zum Respekt für alle Religionen führt, außer der eigenen“

Der Soziologe und Publizist Gianfranco Morra schrieb in einem Kommentar in der Tageszeitung Italia Oggi über die Tragödie der Christen in der Ninive-Ebene: “Es ist richtig, daß die christliche Religion die Gefahren des religiösen Fanatismus meidet. Was aber nicht eine Schwächung ihrer Gewißheiten bedeuten kann, wie dies aus einigen Aussagen des amtierenden Papstes herauszuklingen scheint: ‚Gott ist nicht katholisch‘; die Kirche ‚ist ein Feldlazarett, sie will niemand bekehren‘; die Moral ist nicht Verurteilung, sondern Barmherzigkeit: ‚Es gibt keine nicht verhandelbaren Werte‘; ‚Wer bin ich, um zu urteilen?‘ Mit der Gefahr, daß die Ökumene zwar zum Respekt für alle Religionen führt, außer der eigenen.“

Islamisierung als „Früchte“ eines gewissen „Synkretismus“?

Bestimmte Medien berichten mit schaurigem, aber wohlwollendem Staunen über die „Früchte“ einer synkretistischen Stimmung, die in Teilen des Christentums anzutreffen ist: „Eine italienische Familie bekehrte sich wenige Tage nach dem Ramadan zum Islam. Die fünfköpfige Familie, getaufte Katholiken, gaben ihre Konversion zum Islam bekannt, nachdem sie den Koran gehört und an einigen Riten in der benachbarten Moschee in der Provinz Segrate teilgenommen hatten“. Der Vater nennt sich nun “Rachid”, seine Frau “Ayesha” und die drei Kinder “Ayoub” “Asmaa” und “Yassine”.

Zerstörte Kirche einer Märtyrerkirche
Zerstörte Kirche einer Märtyrerkirche

Kardinal Biffi: „Entweder wird Europa wieder christlich oder es wird moslemisch“

Der emeritierte Erzbischof Giacomo Kardinal Biffi von Bologna brachte es knapper, aber nicht weniger realistisch als die bereits verstorbene islamkritische Schriftstellerin Oriana Fallaci auf den Punkt: „Die Katholiken mit dem Dialog um jeden Preis bereiten die eigene Auslöschung vor. Entweder wird Europa wieder christlich oder es wird moslemisch.“

Kardinal Biffi, dessen Wahlspruch Ubi fides ibi libertas lautet, soll von Joseph Kardinal Ratzinger beim Konklave 2005, aus dem dieser als Papst hervorging, in allen Wahlgängen seine Stimmeerhalten haben.

Martyrium eines irakischen Priesters: „Wie kann ich das Haus Gottes schließen?

Märtyrer im Irak: Pater Ragheed Ganni (links) mit Erzbischof Rahho
Märtyrer im Irak: Pater Ragheed Ganni (links) mit Erzbischof Rahho

Am Tag vor dem Gedenken an den Märtyrer des Minoritenordens, des Heiligen Maximilian Maria Kolbe soll an einen anderen Priester erinnert werden, der vor dem Martyrium nicht zurückschreckte und dessen unschuldiges Blut für Christus und seine Kirche vergossen wurde. Pater Ragheed Ganni war ein chaldäisch-katholischer Priester im Irak. Im Alter von 35 Jahren wurde er am 3. Juni 2007, nahe seiner  Kirche zum Heiligen Geist von Mosul, zusammen mit drei Subdiakonen von Islamisten ermordet.

Die Islamisten hatten ihn bereits mit dem Tod gedroht, sollte er seine Kirche nicht zusperren und die Stadt verlassen. Wohlgesonnene Moslems und besorgte Christen hatten ihm nahegelegt, sich in Sicherheit zu bringen. Er gab aber allen dieselbe Antwort: „Wie kann ich das Haus des Herrn schließen?“ Das waren auch seine letzten Worte. Er hatte den Mut, sie jenen Männern zu sagen, die ihn mit den Waffen in der Hand bedrohten, weil er die Kirche nicht zugesperrt hatte, wie die Islamisten es ihm befohlen hatten. „Wie kann ich das Haus des Herrn schließen?“ sagte er seinen Henkern. Sie stießen ihn darauf zu Boden und ermordeten ihn. Von 15 Patronenkugeln getroffen, brach der Priester tot zusammen. Gleich darauf wurden auch die drei Subdiakone hingerichtet, die den Priester begleitet hatten.

Nach seiner Priesterweihe 2001 in Rom, wo er am Angelicum studiert hatte, drängte es Pater Ragheed Ganni zurück in seine Heimat, obwohl ihm eine Stelle in Irland angeboten wurde, das er gut kannte. Während des Studiums hatte er mehrfach den Wallfahrtsort Lough Derg besucht. Er aber sagte noch in Rom: „Mein Platz ist im Irak. Das ist mein Ort, dem ich zugehöre“, denn „ab diesem Augenblick bin ich mir selbst gestorben.“ Trotz des angekündigten Martyriums hielt er im Irak durch, zelebrierte in seiner Kirche die Heilige Messe bis zum letzten Tag und war den ihm anvertrauten Christen ein sicherer Halt.

Proskription der Christen: N für Nazarener
Proskription der Christen: N für Nazarener

Eine Märtyrerkirche vor der Auslöschung

Seither wurden allein bis zum Angriff des Islamischen Staates (IS) mehr als tausend Christen im Irak nur wegen ihres Glaubens ermordet. Dennoch wird der Tod von Pater Ganni von den Christen Mosuls in besonderer Erinnerung bewahrt. Nicht nur weil er der erste katholische Priester war, der seit dem Sturz von Saddam Hussein das Martyrium erlitten hat, sondern vor allem wegen seiner unerschrockenen Opferhaltung. Pater Ganni war Sekretär des chaldäisch-katholischen Erzbischofs Paulos Faraj Rahho von Mosul, der selbst wenige Monate später das Martyrium erlitt. Am 28. Februar 2008 wurde der Erzbischof auf dem Rückweg von einer Kreuzwegandacht von Islamisten entführt. Dabei wurden sein Fahrer und zwei Begleiter getötet. Am 13. März wurde auch der Erzbischof ermordet aufgefunden.

Seit dem zweifelhaften militärischen Eingreifen des Westens gegen Saddam Hussein erlebt die christliche Gemeinschaft des Irak eine unvorstellbare Tragödie, die nun ihrem Finale zuzusteuern scheint.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Messa in Latino/Fraternitas/christianophobie.fr/Märtyrer von Otranto/Ora Pro Siria/Asiwnews

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27 Comments

  1. „Interreligiöses Fussballspiel“. Das wird von den radikalen Djihadisten doch längst praktiziert. Die spielen mit den abgeschlagenen Köpfen Andersgläubiger Fussball und stellen dazu als Beleg Videos ins internet…

  2. Messe für die Presse:
    Das passt zu dem publicity-vernarrten und völlig säkularen Franziskus! Statt beten spielt man lieber Fußball. Das nächste Mal kann er ja Gründonnerstag statt in der Lateranbasilika im Fußballstadion feiern. Die Muttergottes wird durch Madonna ersetzt (die ihre Tochter blasphemischerweise auch noch Lourdes getauft hat), und anstelle Christi wird der Fußballgott angebetet. Statt der heiligen Eucharistie gibt’s Nachos. Es werden mehr Leute kommen als bei einer Messe auf dem Petersplatz und die Presse wird auch begeistert sein. Was will man mehr?!

    • Sorry! Aber das ist doch nur blödes Gewäsch. Denkt er (F.) wir alle sind mit dem Klammersack gepudert??
      So nach dem Motto: Ich schreib mal ein paar „zu Herzen“ gehende Worte und die Welt wird glauben, dass ich doch alles für die verfolgten Christen tue!
      Also: Wenn F. angesichts dieser Gräueltaten soooo betroffen wäre, wie er uns glauben machen will, hätte er doch nicht so fröhliche Fotos mit Ministranten (erst kürzlich) schießen können….
      Er wirft den Jubelchristen einen Brocken zu, die schnappen ihn, und sind selbst beruhigt mit einem Seufzen angesichts dieser Gräuel alles für diese Märtyrer getan zu haben!!!
      Warum ruft er nicht zum Gebetssturm auf (mit dem Rosenkranz in der Hand)? Ähnlich der RK-Revolution auf den Philippinen? Warum rufen die Priester, Bischöfe und Kardinäle weltweit nicht dazu auf???
      Wenn sich die Laien weltweit angesichts dieser Tragödie nicht zusammenschließen, wird es wohl keiner tun!

      • Dann möge er sich auch wie ein Papst verhalten. Aber natürlich kann man auch fragen: Eure Heiligkeit, Eure Heiligkeit, Eure Heiligkeit, warum habt Ihr den Herrn verraten und lasst die Euch anvertraute Herde im Stich?

      • Ich sorge mich um meine persönliche Heiligkeit. Das sollten Sie auch tun, anstatt irdischen Heiligkeiten hinterher zurennen, die keine sind.

  3. „Der Papst hat an die UNO geschrieben und dabei deutliche Worte gefunden:“
    Er hätte seine deutlichen Worte auch an seinen Kühlschrank schreiben können, es hätten den selben Effekt. Das können wir getrost vergessen.
    Die einzige Rettung kommt nicht von dieser Welt sondern vom „Lamm Gottes“.
    Per Mariam ad Christum.

  4. Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, außer durch mich oder Mohammed oder Budda oder Darwin oder … .
    Es wird Zeit, dass die zweitvatikanische Kirche die Bibel ökumenegerecht umschreibt. Der Jubel der Welt und des Satans wäre sicher riesig.
    Per Mariam ad Christum.

  5. Der sehr durchsichtige Versuch, im Nachhinein das Totalversagen Bergoglios zu rechtfertigen, scheitert an den Tatsachen. Und die besagen, dass Bergoglio alles Andere für wichtiger erachtete, als die Tragödie im Irak. Erst als die Weltöffentlichkeit zunehmend auf die grauenhafte Verfolgung hinwies, war er plötzlich mit dabei. Völlig egal, ob er zuvor irgendetwas an Protest von sich gegeben hat: Es bleibt eine Tatsache, dass er in einer zentralen Frage versagt hat. Alles ist wichtiger: angefangen von interreligiösen Fußballspielen bis hin zu seinen sonstigen Showeinlagen oder was der Mann sonst noch so von sich gibt. Jeder, der von den Jublern ein solches Verhalten auch noch rechtfertigt, macht sich mitschuldig am völligen Versagen in dieser Verfolgung unserer Brüder und Schwestern. Es gibt nichts zu rechtfertigen. Bergoglio ist Papst (ob er selber das sein will, ist völlig irrelevant) und hat damit die Nachfolge des heiligen Petrus angetreten. Und der Auftrag Christi ist glasklar: Weide meine Lämmer, weide meine Schafe. Da gibt es nichts, aber auch wirklich nichts mehr herumzudeuteln. Die Kirche braucht weder einen Showmaster, auch keinen Kumpel und schon gar nicht einen Clown an ihrer Spitze, sondern einen mannhaften, starken und gläubigen Hirten, der unter Einsatz aller Möglichkeiten seine Herde weidet. Fast 1 1/2 Jahre Privatvergnügen reicht! Und da Bergoglio beratungsresistent zu sein scheint, bekommen es diejenigen gesagt, die mit ihren schmachtenden und schmelzenden Jubeleien dazu beitragen, dass Bergoglio denkt, alles sei doch bestens. Ans Kreuz geschlagene Christen im Irak dürfen niemanden- am allerwenigsten einen Hirten der Kirche- noch ruhig schlafen lassen.

  6. „Am 1. September 2014 findet auf Einladung von Papst Franziskus im Olympiastadion von Rom das erste „Interreligiöse Fußballspiel für den Frieden“ statt.

    Angesichts der unschuldig und bestialisch ermordeten Menschen frage ich mich, was für Inszenierungen uns dieser „Medienstar“ noch zumuten wird. Die Früchte seiner Pfingstinszenierung können wir jeden Tag deutlicher sehen.

    Es wäre undenkbar gewesen, dass Papst Pius XII. während die Mordmaschinerie der Nationalsozialisten und Stalinisten lief, zu Dialogen und Fußballspielen mit Nazis oder Stalinisten geladen hätte.

    Köpfen, steinigen, lebendig begraben, kreuzigen, erschießen, amputieren, auspeitschen, das Verbot des Religionswechsels sind islamgemäß und diese Praxis gibt es nicht nur im Irak.

    Totalitarismus wird weder durch Dialog noch durch Spiele beseitigt.

    Hoffen wir auf mutige Kardinäle wie Kardinal Biffi, die anderen haben wir in großer Zahl im deutschsprachigen Raum.

    • „Es wäre undenkbar gewesen, dass Papst Pius XII. während die Mordmaschinerie der Nationalsozialisten und Stalinisten lief, zu Dialogen und Fußballspielen mit Nazis oder Stalinisten geladen hätte. “
      Vielen Dank für diesen absolut berechtigten Vergleich. Brot und Spiele.

  7. Vom interreligiösen Gebetstreffen 1986 in Assisi zum interreligiösen Fußballspiel am 1. September 2014. Angesichts der Verfolgung, Vertreibung, Ermordung der Christen durch islamische Extremisten.
    Natürlich ist der Irakkrieg, die Entmachtung des Diktators Saddam Hussein, die erkennbare Ursache. Ruhig konnten die Christen ihre Religion ausüben. Die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten wollten an das Erdöl, Saddam Hussein stand ihnen im Wege. Deshalb musste er weg. Und seitdem herrschen Chaos und unermessliches Leid im Irak, das Christentum wird blutig ausgerottet.
    Es war unverantwortlich von Johannes Paul II., gemeinsam auch mit den Vertretern des Islam für den Frieden zu beten, zwar hintereinander , aber es war eine gemeinsame Aktion.
    Nur damals verfolgten Islamisten nicht die Christen, nicht auf breiter Front.

    Herr Bergoglio überbietet sich selbst und alle seine nachkonziliaren Vorgänger. Angesichts des unendlichen Leids der Christen im Irak ein interreligiöses Fußballspiel vorzuschlagen, das ist nicht mehr nur vulgär, das ist unglaublich zynisch verbunden mit einer unfassbaren Primitivität.
    Herr Bergoglio ist für die gedemütigte, misshandelte katholische Kirche die reinste Katastrophe. Ich muss mich so ausdrücken, es gibt nichts mehr zu beschönigen.

  8. …und dann die hochatungsvollen Chapeau-bas-Sätze an Ban Ki-Moon, dem sich der „Papst“ ergebenst andienert. @ Rapunzel: das ist doch ein falsches und v.a ein völlig wirkungsloses Signal.

    Briefe, Appelle, die berühmten „Betroffenheitsbekundungen“ und weiter geht der Karneval in Rom…

    Jeder Mensch, der ein Herz hat, ist verzweifelt, weil er kaum etwas tun kann und würde gerne etwas Großes tun für diese Menschen, die ja immerhin stellvertretend für uns leiden… Ein bergoglio hätte viele Möglichkeiten, gerad mediale, aber – wäre er ein echter Papst – besonders auch spirituelle und die ganze Kirche würde ihm gerne folgen, auch wenn es anstrengend würde. Warum nicht täglich in jedem Dekanat in mindestens einer Kirche eine 24-Stunden-Anbetung mit Rosenkranzgebet? Überflüssige Gremienarbeit würde mal auf Eis gelegt und stattdesen der einzige angerufen, der die Macht hat, hier zu helfen?

    Tut mir leid, aber ich wette, dass schon längst andere Christen Briefe an die UNO geschrieben haben – nicht erst gestern, sondern schon vor zwei Wochen. Und ich bin sicher, dass viele Leute täglich für die vom Islam Verfolgten und für die Bekehrung der Muslime beten. Mal sehen, wann man das dann auch mal bei Radio Vaticana lesen kann, völlig unverbindlich natürlich und nur in einer Arbeitsübersetzung. wahrscheinlich ja nie – damit auch nur ja keiner der Täter beleidigt wird. Hat Bergoglio vor diesen Leuten eigentlich Angst?

    • Ich bete täglich für die Verfolgten und wünsche mir auch, dass in unserer Kirche Anbetungsstunden abgehalten werden.

      Auch bin ich der Meinung, der Papst hätte sich früher und viel deutlicher zu Wort melden sollen und das interreligiöse Fußballspiel gerade zu diesem Zeitpunkt ist mehr als unpassend.

      Andererseits wurde Papst Franziskus hier vom ersten Tag seines Pontifikats an verteufelt.

      Ich fand es auch unmöglich, dass JPII den Koran geküsst hat.

      • Kompliment. Ich finde es sehr fair, dass Sie das geschrieben haben. Niemand wird Ihnen das Recht absprechen, Bergoglio zu verteidigen. Und wenn hier jemand offenkundig etwas falsches über ihn behauptet hat, dann ehrt es Sie, wenn Sie es berichtigen. Doch in diesem entsetzlichen Versagen wird es überdeutlich, wie verheerend Bergoglio versagt hat. Bislang konnte er mit seinen Eskapaden viele täuschen, aber mich interessieren seine Karnevaliaden nicht im geringsten, solange der gute Mann nichts Besseres zu tun hat, als Fußballspiele zu organisieren und gleichzeitig werden Tausende hingemordet. Anstatt einen flammenden Appell an die Christenheit zu erlassen- Gebetstunden, Sühnemessen, eine weltweite humanitäre Kollekte in allen Pfarreien für die verzweifelten Brüder und Schwestern, fliegt er mal ein paar Tage nach Südkorea. Da hat er nichts verloren- auf dem Posten in Rom müßte er sein und seiner Pflicht als Nachfolger Petri nachkommen. Glaube und Kirche sind kein Vergnügungsprogramm nach Bergoglios Spielplan, sondern da geht es um die Ewigkeit. Wenn ein Schönborn jetzt auch noch daherschlappt und seine vollkommen unmaßgebliche Meinung hinausposaunt („Zeichen und Wunder“), dann zeigt das nur, dass auch der absolut nichts begriffen hat.

  9. Sag mir wo die Blumen sind, wo sind Sie geblieben,,,,,,,,, die Getöteten, Vertriebenen, die vergewaltigten Frauen, verhungerten Kinder und verdursteten Alten……ja wo sind sie geblieben????
    Wer wird die Mörder und Verbrecher jemals bestrafen?????

    Alle, aber auch alle haben uns versprochen, dass so etwas nach Rwanda und Sebrenica nicht mehr
    passieren darf. Warum hüllt ihr euch wieder in Schweigen und lasst einen Holocaust zu,
    Wo bleiben die Proteste der christlichen Groß-Organisationen?

  10. Ist ein „interreligiöses Fußballspiel“ wirklich das, was die Welt in diesen Wochen braucht?
    Andererseits wird sichtbar, wie Papst Franziskus die Menschen, die Gläubigen(?) einzuschätzen scheint, als vergnügungssüchtig nämlich: „Geben wir ihnen Brot und Spiele!
    Effekthascherei, gepaart mit Zynismus!
    Wie fremd mir dieser Papst geworden ist!

    Ob sich die verfolgten Christen im Irak, Syrien und anderswo ebenso über dieses geplante „Fußball-Ereignis“ freuen werden wie die Zuschauer auf den Rängen?

  11. „Nicht weniger aktuell ist die Diskussion um den Begriff des „Djihad, des heiligen Krieges“. Die genaueste Übersetzung lautet „Anstrengung, die auf ein bestimmtes Ziel gerichtet ist“. Nach dem Verständnis des Koran richtet sich diese „Anstrengung“ zu allererst auf die Verteidigung des Islam und seiner Gemeinschaft, dann aber vor allem auch auf die Ausbreitung des Islam. Ein Moslem hat die Pflicht, sein Territorium gegen Angriffe der Ungläubigen zu verteidigen und zugleich die Welt der Ungläubigen zu unterwerfen, bis der Islam auf dem gesamten Globus herrscht. Der „Djihad“ kann erst dann aufhören, wenn alle Menschen den islamischen Glauben angenommen oder sich dessen Herrschaft gebeugt haben: „Die Grenze des Islam ist die Grenze der Welt.“
    „Die Gewalt gegen Andersgläubige findet ihre Grundlagen im Koran: „Wenn ihr mit den Ungläubigen zusammentrefft, dann schlagt Ihnen die Köpfe ab … (Sure 47) und greift sie und tötet sie, wo ihr sie auch findet. Wir geben euch vollständige Gewalt über sie“ (Sure 4). Auch diese Worte des Koran sind wörtlich auszulegen und gelten bis heute!“
    (Auszüge aus einer Stellungnahme vom österreichischem Polizeipräsidenten Alfred Ellinger über die Gefahren des Islams)
    Das ist die Ökumene des Islams: Zwangsbekehrung, Unterwerfung oder Tod der „Ungläubigen“.
    Ja Herr Bergoglio, für die Moslems sind alle Nicht-Moslems Ungläubige, die es unter die Knute Allahs zu bringen gilt. Auch dich sehen sie als einen Ungläubigen. Vielleicht lachen sie sich ja über deine Unfähigkeit und deine Lächerlichmachung der heiligen katholischen und apostolischen Kirche kaputt.
    Das Ziel des Islams ist die Weltherrschaft. Ich wüsste zu gerne, ob Herr Bergoglio den Koran gelesen hat. Da für die Moslems der Koran absolut heilig ist und sie deswegen bestrebt sind, ihr Handeln wortgenau dem Koran anzupassen, sollte es eigentlich mit in die Priesterausbildung gehören, sich mit dem Koran und dem Islam auseinanderzusetzen. Vor allem ein Papst sollte den Islam gut kennen, den wahren Islam, und nicht den schöngeredeten, damit er weiß, wie er sich gegenüber dem Islam zu verhalten hat.
    Das interreligiöse Fußballspiel sieht aus sicht der Moslems wohl so aus, wie es @Dilexi decorem domus tuae oben schon beschrieben hat: Mit den Köpfen der Ungläubigen (zu denen aus islamischer sicht auch die Christen gehören) Fußball zu spielen.
    Ich glaube immer mehr, dass der Islam ein Anti-Christentum und Allah der Teufel höchstpersönlich ist. Bergoglio, mach deine Augen auf!
    Per Mariam ad Christum.

    • Sehr gute Anregung!
      Und F. als Stürmer?? (Oh, pardon. Geht ja nicht! Wegen der Knieprobleme).
      Na dann halt als Torwart….

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