Islamisten erobern größte christliche Stadt der Ebene von Ninive: 100.000 Christen auf der Flucht

Dschihadisten des Islamischen Staates (IS)
Dschihadisten des Islamischen Staates (IS)

(Bagdad) Die Dschihadisten des Islamischen Staates (IS) haben die größte christliche Stadt in der Ninive-Ebene im nördlichen Irak erobert. 100.000 Christen befinden sich auf der Flucht. Hilfsorganisationen sprechen von einer “humanitären Katastrophe”. Wie lange schaut der Westen noch zu? Christliche Solidarität ist für die “neutrale” westliche Staatsdoktrin wirklich keine Kategorie mehr?

Am vergangenen 20. Juli waren die Christen von Bachdida (Qaraqosh) noch Zufluchtsort der von den Islamisten vertriebenen Mönche des 1600 Jahre alten syrisch-katholischen Klosters Mar Behnam auf. Die Islamisten hatten das Kloster besetzt und die Mönche vor die Alternative „Bekehrung“ zum Islam, Flucht oder Tod gestellt. Kurdische Perschmerga brachten die Mönche nach einem mehrstündigen Flußmarsch zu den Christen von Bachdida. Nun wurde auch die kaum 30 Kilometer südöstlich von Mosul gelegene Stadt von den Islamisten erobert. Die irakische Armee hat die Ninive-Ebene nach ersten erfolgslosen Kämpfen preisgegeben. Die Christen organisierten trotz Mangel an Waffen zwar eine Art Bürgerwehr, waren den kampferprobten, von den Ölemiraten finanzierten und von Washington gutausgerüsteten Dschihadisten jedoch hoffnungslos unterlegen.

Christen schutzlos – Radikale Säuberung

Christen auf der Flucht
Christen auf der Flucht

Bachdida, bekannt auch unter dem Namen Qaraqosh, ist die größte christliche Stadt im Irak. In der Stadt befindet sich die größte christliche Kirche des Landes an Euphrat und Tigris. Die Christen haben auf ihrer Flucht, soweit möglich, die In der Stadt aufbewahrten und verehrten Reliquien mitgenommen. Andere wurden vergraben. Sie fürchten, daß die Kirchen geschändet oder zerstört werden. Der chaldäische Erzbischof Yousif Thomas Mirkis von Kirkuk-Sulaimaniya , ein Dominikaner, spricht von einer „ungeahnten menschlichen Katastrophe“ und einer „tragischen Situation“. Er befürchtet, daß die größte Kirche der Stadt von den Islamisten in eine Kommandozentrale zweckentfremdet werden könnte, wie es bereits in anderen Orten geschehen ist. „Eine Machtdemonstration“, so der Erzbischof. „Zehntausende Menschen werden terrorisiert und vertrieben, während wir hier reden. Wir erleiden eine Katastrophe, die kaum in Worten zu beschreiben ist.“

Nicht nur Bachdida, sondern die gesamte Gegend wurde von den Islamisten erobert, so auch die anderen christlichen Orte Tal Kayf, Bartella und Karamlesh. Die Gegend wird „gesäubert“. Wen die Islamisten nicht sofort erschießen (Männer) oder verschleppten (Frauen) hat nur die Alternative „Flucht oder Tod“. Da die irakische Staatsgewalt in der Provinz Ninive nicht mehr existiert, hofften die Christen auf den Schutz der kurdischen Peschmerga. Diese sind bereit, den Christen im kurdischen Gebiet Schutz zu bieten, wollen sich aber mangels Waffen nicht auf direkte Kampfhandlungen mit den Islamisten außerhalb Kurdistans einlassen. Damit blieb die mehrheitlich christliche Gegend von Qaraqosh schutzlos.

Eroberung mit dem Ruf Allahu Akbar - Massenhinrichtungen

„Wir erleben einen Genozid durch Säuberung. Wie lange will die Welt noch zuschauen? Wir fordern den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen auf, sofort einzugreifen. Hier findet eine Katastrophe größten Ausmaßes statt. Warum hilft uns niemand.

Auch die nahegelegene Stadt Tal Kayf wurde von den Islamisten erobert: „Die Islamisten kamen in der Nacht. Es fielen Schüsse. Lange Konvois bewaffneter Kämpfer des Islamischen Staates drangen in die Stadt ein. Unter dem Ruf Allhu Akbar proklamierten sie ihre Bedingungen“, so ein Christ aus Tal Kayf, dem die Flucht in die kurdische Hauptstadt Erbil gelang.

Aus der Stadt Sinjar wurde neben den Christen auch die Minderheit der Jesiden vertrieben. Sogar Moslems traten die Flucht an. Etwa 500 Männer der Stadt wurden von den Islamisten hingerichtet, Hunderte von Frauen, vor allem Christinnen wurden als Sklavinnen der Islamisten verschleppt, so Tempi unter Berufung auf irakische Quellen.

Patriarch Sako: „Menschen erleiden hier Via Crucis

Der chaldäische Patriarch Louis Raphael I. Sako von Bagdad, der vor einigen Tagen einen verzweifelten Hilferuf an Papst Franziskus gerichtet hatte, erklärte: „Sie schaffen eine Leere, eine Leere. In Syrien gibt es eine intakte Armee, die gegen die Islamisten kämpft. Im Irak gibt es keine Armee mehr, die irgendwen schützen kann. Die Kurden ziehen sich in ihre Gebiete zurück. Sie haben nur leichte Waffen. Die Islamisten sind sehr gut bewaffnet. Tausende von Menschen sind auf den Straßen auf der Flucht. Ihr Ziel ist ungewiß. Wenn nicht Hilfe kommt, droh 50.000 von ihnen der Tod durch Hunger und Durst. Es sind Frauen, Kinder, Alte. Es ist notwendig, das Gewissen der öffentlichen Meinung aller Länder zu mobilisieren. Die Menschen auf der Flucht, zu Fuß, erleben ihre Via Crucis.

Asianews startete inzwischen eine konkrete Hilfsaktion, die hoffentlich auch im deutschen Sprachraum Nachahmung findet. Unter dem Stichworte: „Adoptiere einen Christen von Mosul“ werden Spenden gesammelt. Mit fünf Euro am Tag kann einem Flüchtling geholfen werden. Die Gelder werden dem Patriarchat von Bagdad übermittelt, das die Hilfsaktion für die verfolgten Christen koordiniert.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Asianews/Tempi

drucken
Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat:
Unterstützen Sie bitte Katholisches.info mit einer Spende.
Zuwendungsübersicht

16 Comments

  1. Und was macht der Bischof von Rom? Nichts oder er betet Er könnte mehr machen! Wie wäre es damit, eine groß angelegte diplomatische Offensive zu starten. Was der Heilige Geist bei seiner Wahl wohl gemacht hat?

  2. Das bezüglich dem Vorgehen dieser Verbrecherbanden seltsame oder besser bezeichnende Schweigen in der moslemischen Welt belegt offenbar folgende Aussage auf einer islamkritischen Internetseite; dort wird aufgezeigt, dass der Islam mit all seinen verworrenen „Lehren“ dennoch ein „einigendes Band“ kennt; die „Errichtung der islamischen Weltherrschaft“:
    -
    „Der als „gemäßigt“ bezeichnete Islam unterscheidet sich vom „fundamentalistisch“ bezeichneten Islam (fälschlicherweise „Islamismus“ genannt) nur in der Geschwindigkeit der Realisierung seiner Ziele. Während der “gemäßigte Islam” auf Zeit setzt, wollen die „Islamisten“ die Errichtung der islamischen Weltherschaft so schnell wie möglich und mit allen Mitteln erreichen. Diese Mittel sind im Koran explizit genannt: Ermordung von Kritikern des Islam – Täuschung der „Ungläubigen“ über die wahren Ziele des Islam (Taqiyya) – Kampf gegen und Vernichtung aller „Ungläubigen”.
    Den gemäßigten Islam gibt es daher nur in den Köpfen unwissender Muslime und ahnungsloser Westler. In Wirklichkeit ist der „gemäßigte“ Islam jedoch eine historische und theologische Schimäre. Denn sowohl moderate als auch radikale Imame und Muslime beziehen sich in ihrem Tun auf den Koran. Aus dem zuvor gesagten ergibt sich daher der zwingende Schluss, dass – je besser ein Muslim den Koran einschließlich des Abrogationsprinzips kennt und je gläubiger er ist – desto eher wird er zum Terror gegen „Ungläubige“ neigen.“
    -

    Noch eine bereits längere Zeit warnende Stimme soll zitiert werden. Der zum katholischen Glauben konvertierte ehemalige Moslem Magdi Christian Allam. In einem offenen Brief an Papst Benedikt XVI. im Jahre 2008 schrieb er folgende Mahnungen, die auch vor einem naiven „interreligiösen Dialog“ warnen!. Diese Mahnungen sind gerade angesichts der Tatsache, dass auch aus europäischen Ländern zur Irrlehre Islam „konvertierte“ Gewaltbereite in die Kriegsgebiete ausreisen und extrem brutal mitmischen, aktueller denn je, denn sollten diese totalverblendeten Mitverbrecher ihren Wahnsinnstripp überleben, dann kehren sie zurück….und werden somit zu einer im wörtlichsten Sinne brandgefährlichen Zeitbombe in ihren „Heimat“ländern. Die von den „humanen“ westlichen Wahrheitsleugnern herbeigerufenen dämonischen Geister werden sie nun offenbar nicht mehr los. Magdi Christiam Allan:
    -

    [….]
    Es handelt sich um einen islamischen Eroberungskrieg, der den christlichen Westen in eine Bastion (Hochburg/Festung) des islamischen Extremismus verwandelt hat, und zwar in einem solchen Ausmaß, dass er terroristische islamische Selbstmörder mit westlichem Bürgerrecht “hervorbringt”, wo die ernsteste Bedrohung nicht so sehr jene der grausamen Kopfabhacker ist, die die Waffen ergreifen, als vielmehr jene der hinterhältigen Zungenabschneider, welche die Verstellung zu einem Gebot des islamischen Glaubens gemacht haben, indem sie einem islamischen Staat im Schoße eines Rechtsstaates Leben geben, auf der Basis eines weiten Netzes von Moscheen und Koranschulen, wo der Hass gepredigt wird, wo der Glaube an das sogenannte islamische “Martyrium” eingeschärft wird, wo die Gehirnwäsche praktiziert wird, um die Personen in Kämpfer des islamischen heiligen Krieges zu verwandeln; um islamische Wohltätigkeitswerke und Hilfsorganisationen, die anstelle von materieller Hilfeleistung die Leute abkupfern und unterwerfen; um islamische Banken, welche immer größere Happen der Finanzen und der Wirtschaft der Welt kontrollieren und das islamische Recht beglaubigen; um wahre und eigentliche islamische Gerichte, welchen es in Großbritannien schon gelungen ist, die Scharia, das islamische Recht, aufzuzwingen, gleichgestellt dem Zivilrecht in Angelegenheiten des persönlichen und familiären Bereiches, auch wenn sie Urteilssprüche annehmen, die die fundamentalen Rechte des Menschen verletzen, wie die Legitimierung der Polygamie und die Diskriminierung der Frau. Das sind Fakten: ob man sie glaubt oder nicht, ob sie gefallen oder nicht; es sind reale, objektive Tatsachen.
    Diese islamische Eroberung der Geister (der Köpfe) und des Territoriums ist ermöglicht worden durch die extreme innere Schwäche (Zerbrechlichkeit) des christlichen Westens: es sind zwei Seiten der selben Münze. Unser Westen erweist sich je länger je mehr als ein Koloss des Materialismus mit tönernen Füßen weil ohne Seele, in tiefer Wertekrise, der die eigene Identität verrrät, indem er die geschichtliche und objektive Wahrheit der jüdisch-christlichen Wurzeln der eigenen Kultur nicht anerkennen will. Es ist ein ideologisch und konkret mit der Avantgarde des islamischen Eroberungsheeres heimlich zusammenarbeitender Westen, die darnach trachtet, den Mythos und die Utopie der “Ummah”, der islamischen Nation (Weltgemeinschaft) wieder auszugraben, indem sie sich auf den Koran beruft, der den Hass, die Gewalt und den Tod legitimiert, und indem sie das Denken und Handeln Mohammeds preist, welcher das Beispiel gegeben hat, indem er grausame Verbrechen beging, wie jenes, das ihn als persönlicher Beteiligter sah an dem Gemetzel und an der Enthauptung von mehr als 700 Hebräern des Stammes der Banu Quraizah im Jahre 627 vor den Toren Medinas.
    Nun denn, Ihre Heiligkeit, wie kann man sich nicht Rechenschaft geben darüber, dass die Disponibilität (Hilfsbereitschaft), oder noch schlimmer die Zusammenarbeit mit dem Islam als Religion, die trotz des Anscheins die christliche Liebe gegenüber den Muslimen als Personen in Gefahr bringt, darin gipfelt, den Glauben an den Gott zu verleugnen, der Mensch geworden ist, und an das Christentum, das Zeugnis für die Wahrheit, das Leben, die Liebe, die Freiheit und den Frieden ist? Das ist es, warum es heute lebenswichtig ist für das gemeinsame Wohl der katholischen Kirche, für das allgemeine Interesse der Christenheit und sogar der westlichen Zivilisation, dass Sie sich in klarer Weise und verpflichtend aussprechen für die Gesamtheit der Gläubigen bezüglich der Grundfrage am Ursprung dieser schädlichen (vergiftenden) religiösen und sittlichen Abdrift, die die Kirche diskreditiert (unglaubwürdig macht), indem sie die Gewissheiten der Werte und der Identitäten des christlichen Westens zerstört, zum Selbstmord unserer Zivilisation (ver)führt: ist es ausdenkbar, dass die Kirche den Islam substantiell als Religion legitimiert, indem sie sich so weit herablässt, dass sie Mohammed für einen Propheten hält?“
    -

  3. Mir fiel schon mehrfach auf, dass in den Radio-Nachrichten, auch den heutigen des DLF, stets von der Verfolgung der Jesiden berichtet wird.
    Dass dieses erschütternde Drama auch Christen betrifft, wird nur nebenbei erwähnt, so als gälte ihr Leid weniger.
    Selbst bei diesem Thema also eine etwas einseitige Berichterstattung.

    • Das ist mir auch schon aufgefallen. Auch in der Berichterstattung über die Hilfsgüter, die Obama abwerfen lassen will, werden nur die Jesiden erwähnt.

      Die Christen sind höchstens eine „Fußnote“.

  4. Liebes katholisches-info Team,
    ist es Ihnen vielleicht möglich eine Gebetskette, einen Aufruf zum Fasten oder einen Gebetstag zu
    initiieren?
    Vielen Dank
    S. Faupel

  5. In Mesopotamien spielt sich genau dasselbe ab wie einst in Nordafrika! Der Westen sieht hier (hilflos) zu, wie eine einst blühende Landschaft durch die eigene Ignoranz zu einem Friedhof wird.Was sich dort abspielt, ist der verheerende Siegeszug des SUNNITISCHEN ISLAM. Lange Zeit war der schiitische Islam dem Westen wegen seiner quasi-kirchlichen Struktur ein Dorn im Auge, da der Staat (Iran) sehr wohl sich als kompatibel zu einem konstitiven Staatswesen ist, einer Islamischen Republik, die zwar auf der einen Seite nach innen intolerant ist, nach außen aber weniger aggressiv als ALLE anderen sunnitischen Staatswesen, inklusive der aufgeklärten Republiken und Diktaturen von Ägypten (Mubarak, Nasser) uder dem Irak (Hussein). Aus jedem Staat wurde der Terrorismus exportiert, oder der Export des Terrorismus stillschweigen geduldet. Trauriger Höhepunkt ist die Entstehung von Al-Qaida und ihrer Dependencen.
    In Nordafrika war bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts ein moderater schiitisch geprägter Islam charakteristisch. Nachdem aber durch die Golfstaaten die Verbreitung des sunnitischen Islam massiv gefördert wurde und sich immer mehr die sunnitische Richtung häufig unter Zuhilfenahme von Gewalt, die dem Westen verborgen geblieben ist, weil der Westen sich dafür nicht interessierte, durchgesetzt hatte, konnte dort ab den 80er-Jahren sich der sunnitische Terrorismus in den Organisationen wie FLN, Boko Haram und Al-Qaida im Maghreb herausbilden, immer unterstützt von sunnitischen Geldgebern aus den Golfstaaten und begünstigt durch den Neoliberalismus und Kapitalismus.
    Wo 1951 noch S. E. Marcel Lefebrve und Mohamed Badi bei der Bildung des Senegal zusammenarbeiten konnten, können heute katholische Christen und Moslems in den Ländern Westafrikas keine Zusammenarbeit mehr beginnen. Entsetzliches Beispiel ist die Ebola-Epidemie, die auch durch religiöse und kultische Irrtümer begünstigt sich ausbreiten konnte.
    Und der Westen? Der Laizismus, die falsche Religionsfreiheit läßt es zu, daß im inneren des Westens sich diese menschenverachtende Form von Religiosität durchsetzt. Statt mit demselben Engagement wie gegen den Nationalsozialismus sich gegen den sunnitischen Islam, der eine fast 1400 Jahre andauernde Blutspur durch die Geschichte zieht zu wenden, lädt man diesen in „Räte der Religionen“ etc, ein und erlaubt die schulische Bildung und überhaupt die Betätigung in der Öffentlichkeit. Trauriger Höhepunkt sind die antisemitischen Ausschreitungen.
    Es kann für katholisch geprägte Staaten daher nur eine Lösung geben: Weg mit der Religionsfreiheit und unter Zuhlifenahme der Christkönigsherrschaft den Feind der menschlichkeit aus der Mitte des Westens haraustreiben, so wie 1944/45 mit dem Nationalsozialismus umgegangen wurde. HOSTIS INTRA PORTAS! AD ARMAS CURRITE!!!

  6. Gebet um die Ausweitung von Krieg zu Stoppen

    „O Mein süsser Jesus, nimm hinweg die Kriege, welche die Menschheit vernichten.
    Bewahre die Unschuldigen vor dem Leiden.
    Behüte die Seelen, die versuchen, wahren Frieden zu bringen.
    Öffne die Herzen derer, die vom Schmerz des Krieges betroffen sind.
    Beschütze die Jungen und Wehrlosen.
    Rette alle Seelen, deren Leben durch den Krieg zerstört werden.
    Stärke alle von uns, lieber Jesus, die für die Seelen aller Kinder Gottes beten, und gewähre uns die Gnade, dem Leid standzuhalten, das uns in Zeiten des Unfriedens möglicherweise anvertraut wird.
    Wir bitten Dich, beende die Ausweitung von Krieg und bringe Seelen in den Heiligen Zufluchtsort Deines Herzens. Amen.“

  7. Man fragt sich immer, wo derartige Kampfverbände herkommen und wer sie ausgerüstet hat. Die USA wollen sich jetzt ja bemühen. Es wird in der Tat Zeit, hier einzuschreiten.

  8. Unter dem irakischen Diktator Saddam Hussein konnten die Christen relativ gut leben. Als er in Kuwait einmarschierte, um es in den Irak einzuverleiben, trat eine von den USA geführte Koalition auf den Plan und eröffnete schließlich den Krieg. Angeblich, um Kuwait zu „helfen“, in der Realität, um die Herrschaft über die Rohstoffe, das Öl zu behalten.
    Billigend nahm man in Kauf, dass im Irak das politische Chaos herrschen würde, von dem nur die extremen Muslime profitieren würden.
    Wir machen uns immer noch Illusionen: Das Christentum hat längst in der „westlichen Wertewelt“ abgedankt, wirtschaftliche Eliten beherrschen uns, die nur ein Ziel haben: Geld, Geld, Geld.
    Immer mehr Kapital bedeutet immer mehr Macht.
    Der Irakkrieg 1990 bis 1991 ist die Ursache der blutigen, grausamen Verfolgung und Vertreibung der Christen.
    Niemand kann behaupten, der Diktatur Saddam Hussein sei ein „guter Mensch“ gewesen, in irgendeiner Weise ein Vorbild. Gewiss war er das nicht, er war unberechenbar und auch grausam.

    Doch wer glaubt, es sei der westlichen Kriegsfraktion darum gegangen, den Irak von einem unberechenbaren Diktator zu befreien, ist ein hoffnungsloser Illusionist. Es ging und geht nur um das Öl. Wer das Öl hat, hat das Geld, und wer das Geld hat, hat die Macht.

    Im ölreichen Saudi-Arabien wird der Besitz einer Bibel mit dem Tode bestraft. Doch das Land ist mit der „westlichen Wertegemeinschaft“ politisch verbündet.

    Es dürfte nicht übertrieben sein, dass etliche grün-rote Politiker/Politikerinnen in Berlin und anderswo in ihrem Kirchenhass gar nicht traurig sind, über diese furchtbaren Nachrichten.

    Die europäische Aufklärung, die die Menschheit humaner, reifer machen wollte, ist weitgehend gescheitert. Übrig geblieben ist der Hass auf alles, was an das christliche Abendland erinnert, an die Religion, an Gott. Natürlich darf man das nicht pauschal behaupten, doch die Entwicklung ist nicht mehr aufzuhalten. Alles andere ist Illusion.

    Und unsere Konzils- und Nachkonzilspäpste mit den Konzilsvätern und Startheologen glaubten an den moralischen Fortschritt der Menschheit, der mit dem technologischen Fortschritt Schritt halten könnte. Automatisch, als habe der Schöpfer diesen moralischen Fortschritt schon hineingelegt in die menschliche Geschichte.

    „Gaudium et spes“ ist nicht nur theologisch gefährlich, es ist inzwischen auch noch lächerlich.

    Nach menschlichem Ermessen ist die Lage der verfolgten Christen aussichtslos. Nach übernatürlichen Maßstäben ist unsere Lage vielleicht noch aussichtsloser.
    Wir sollen nicht die fürchten, die den Leibt töten, sondern die Seele verderben, mahnt unser Herr. Doch dieser Satz darf nicht unser Mitfühlen für die verfolgten, vertriebenen, ermordeten Christen überdecken.
    Denn so ist er von unserem Herrn nicht gemeint.
    Ich hoffe für die Verfolgten, dass auch dieser Satz ihnen hilft, dass ihr Glaube sie in allem Elend trägt, stärkt, sie bei allem Schmerz nicht in die Verzweiflung fallen lässt.

    • Heute in einer Hamburger Pfarrei wurde zu diesem Thema gepredigt:

      Fazit der Predigt war Ratlosigkeit, was man letztlich wirklich tun könne. Der Priester stellte auch die Frage, ob denn wir, wenn eine andere Regierung käme, zum Beispiel eine islamische Regierung, denn den Glauben bekennen würden?

      Wenn auch diese Frage sich auftut, so kommt mir noch eine andere Frage:

      Was macht denn „die Kirche“ und wir Katholiken denn, um zu verhindern, dass es so weit auch hier in Deutschland kommt?

      Man sollte doch wenigstens tun, was man kann, also beten UND die gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und politisch handeln.

      Einige kath. Kirchenführer wenigstens üben sich im interreligiösen Dialog, gemeinsamen Gebet mit Moslems, sogar vor einer Kreuzigungsstatue in Hamburg St. Georg, Zustimmung zu Muezzinruf anderswo – aber auch Erzbistum Hamburg. Führende Menschen der Kirche helfen also auf diverse Weise die Islamisierung Deutschlands u. a. europäischer Länder durch Verharmlosung der islamischen Gefahr voranzutreiben.

      Ich war heute auf die Seite Pius-Info gegangen. Aktuell zu dem oben berichteten Problem schreiben die auch nichts. Aber die sagen wenigstens nicht, dass Moslems und Christen ein und denselben anbeten und machen nicht mit bei der Volksverdummung und Verdummung von uns Katholiken.

      Meines Erachtens ist jeder Katholik verpflichtet, im Heimatland der Islamisierung entgegen zu steuern in friedlicher beharrlicher Weise in Gebet und Aktion. Aber nicht weiter zu schlafen und zu schweigen.

      • „Meines Erachtens ist jeder Katholik verpflichtet, im Heimatland der Islamisierung entgegen zu steuern in friedlicher beharrlicher Weise in Gebet und Aktion. Aber nicht weiter zu schlafen und zu schweigen.“

        Ich bewundere in diesem Sinne eine mir bekannte Frau, die jeden Sonntag vor dem Mainzer Dom den Kurier der Christlichen Mitte austeilt. Man würde meinen, das ist nicht viel. Aber ich bewundere es wirklich, da jeder kleine Sandkorn bewirkt etwas. Die meisten Leute, die dann aus dem „Gottesdienst“ kommen, winken meist ab. Das ist genau das selbe Verhalten, die der drohenden Islamisierung Europas entgegengebracht wird. Man will nichts darüber wissen. Nein danke. Ich lebe lieber in meinem kleinen Mikrokosmos. Genau dieses Verhalten ist falsch und führt eben zu der Islamisierung Europas. Dass diese Szenarien im Irak und in Syrien sich nicht bei uns wiederholen würden, wenn hier erst mal die (nicht-christlichen) Regierungen gestürzt sind, glaubt man doch nicht im ernst. Jeder weiß das. Und jeder weiß, dass der Islam gefährlich ist. Jeder, der hier in Orten mit fast ausschließlich muslimischen Kindern und Jugendlichen leben muss, weiß wovon ich rede. Das sieht doch jeder. Zig Kopftuch-Weiber laufen hier in Deutschland herum. Mittlerweile gesellen sich dazu vollbärtige Salafisten in langen Gewändern, die ich zumindest in meiner Kindheit nie gesehen habe. Auch an den Universitäten machen sie sich breit. Seit zwei Jahren bin ich aus der Universität draußen und noch nie habe ich derart viele Muslimas in der Universität sitzen sehen, wenn ich heute mal an der Uni bin.
        Das muss man doch alles sehen und nicht auch noch dazu schweigen. Man muss es doch benennen dürfen.

        „Ich war heute auf die Seite Pius-Info gegangen. Aktuell zu dem oben berichteten Problem schreiben die auch nichts. Aber die sagen wenigstens nicht, dass Moslems und Christen ein und denselben anbeten und machen nicht mit bei der Volksverdummung und Verdummung von uns Katholiken.“

        Die Piusbruderschaft ist die einzige, die nicht dazu schweigt. Zumindest verharmlost sie dieses Phänomen nicht. Deswegen gehen ich auch dort zu hl. Messe. Wo auch sonst?

      • ja und das komische ist, dass den christlichen Frauen und Mädchen mit dem Zugang zur Bildung, was ja nicht schlecht ist, sondern eher gut ist, der eigene Glaube irgendwie abhanden gekommen ist.
        Bei den Muslimas ist es genau umgedreht und auch das ist kein neues Phänomen, waren es schon damals zu Khomenis Zeiten die Studentinnen in Theheran, die die islamische Revolution gemacht haben.
        Und auch wenn es nicht neu ist, so ist es doch absolut verwunderlich.

    • Die Assad- und Saddam- Regime stammten von den sozialistischen Baath- Parteien her, und die Sozialisten sind nicht religiös

  9. Wie lange schaut der Westen noch zu? Mit dem Schreiben solcher Zeilen die weltweit gelesen werden und gelesen werden können, liefert man diese Menschen nur noch mehr ans Messer, weil selbst wenn der Westen etwas machen wollte, könnte er nicht, außerdem der Westen würde nur aktiv wenn es darum ginge Juden zu schützen.
    Zu Zeiten von Paul VI. als man noch nicht so philosemitisch war und Israel durch den Heiligen Stuhl noch nicht anerkannt war, hatte man diese Probleme nicht annähernd so. Das ist ein Resultat von Johannes Paul II. der diplomatische Beziehungen mit Israel aufnahm und von Benedikt XVI. der sich vor USA und Israel und Juden- Freundlichkeit geradezu überschlug. Dieses Problem bleibt nicht auf Nahost begrenzt, weil die Christen damit zur 5. Kolonne in all den Ländern wurden, denen die USA in ihrer Rohstoff und Beherrschungsgier feindlich gegenüberstehen, insbesondere China, Irak, Syrien, Birma, …………..

Comments are closed.