Englisches Radio Vatikan berichtet über Gebetstag der Petrusbruderschaft für verfolgte Christen

Petrusbruderschaft Gebetstag für verfolgte Christen Nahen Osten
Petrusbruderschaft: Radio Vatikan berichtete über Gebetstag für verfolgte Christen im Nahen Osten

(Rom) Die Englische Redaktion von Radio Vatikan berichtete über den Gebetstag für die verfolgten Christen im Nahen Osten, besonders in Syrien und im Irak, zu dem die Priesterbruderschaft St. Petrus (FSSP) aufgerufen hatte. Weltweit alle Apostolate der Priesterbruderschaft beteiligten sich am Gebetstag, der am vergangenen 1. August stattfand.

Im Bericht wurde die als 400 Angehörige zählende Petrusbruderschaft vorgestellt und auf deren Internetseite verlinkt. Es wurde dabei auf ihr besonderes Charisma hingewiesen. Hauptaufgabe der Bruderschaft, so Radio Vatikan, ist die „Ausbildung und Heiligung der Priester“ in der überlieferten Form des Römischen Ritus.

Andere Redaktionen, darunter auch die Deutsche Redaktion, erwähnten den Gebetstag nicht. Die Berichterstattung über Gemeinschaften der Tradition bewegt sich bei der Deutschen Redaktion hart am Nullpunkt. Über die Petrusbruderschaft findet sich überhaupt nur die Bekanntgabe, daß Bischof Vitus Huonder von Chur zum Visitator der Bruderschaft in Europa ernannt wurde und die tragische Ermordung eines Priesters der Bruderschaft in den USA während eines Raubüberfalls. Daß es in der Berichtserstattung auch anders geht, zeigte nun die Englische Redaktion von Radio Vatikan.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Radio Vatikan – Englische Redaktion (Screenshot)

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19 Comments

  1. „Es wurde dabei auf ihr besonderes Charisma hingewiesen. Hauptaufgabe der Bruderschaft, so Radio Vatikan, ist die ‚Ausbildung und Heiligung der Priester‘ in der überlieferten Form des römischen Ritus.“
    Sicher, als sich die Gründer der FSSP von Erzbischof Lefebvre trennten, weil sie die Bischofsweihen nicht mittragen konnten, war das für den Erzbischof schmerzlich. Aber es war eine offene Trennung, kein Verrat.
    Und vor allem: Sie sind dem Erzbischof treu geblieben in der geistlichen Ausrichtung. Wenn es stimmt, wie ich es hier lese.

    Die Krise der Kirche ist eine Krise der Priester. In der „Kirchlichen Umschau“, die der FSSPX nahe steht, ist zu lesen, dass die Intellektuelle Ida Friderike Görres bereits in den 1940er Jahren klagte, dass viele Priester die hl. Messe nur noch herunterleierten. Sie kam mit ihrem Schott nicht mit.
    Es ist nicht gesagt, dass die Mehrheit der Priester in Deutschland nur noch ein oberflächliches Verhältnis zur hl. Messe hatte. Doch wäre es nur eine Ausnahme gewesen, hätte I.F. Görres diese nicht erwähnt.
    Und dass es die Priester waren, die ca. 25 Jahre später nicht schnell genug den Altar verlassen konnten und den Volksaltar einführten teilweise schon vor der Messe Paul VI., ist bekannt.

    Erzbischof Lefebvre wiederholte schon fast monoton die Unverzichtbarkeit der hl. Messe, des überlieferten römischen Ritus. Es gibt kaum eine Predigt, in der er nicht auf sein zentrales Thema zurückkommt, mahnend, bittend, ermutigend. Er wendete sich an Seminaristen, an seine Priester, an die Gläubigen. Ohne die hl. Messe, vor allem ohne die Priester, die aus ihr leben, ist der katholische Glaube aufs höchste gefährdet.

    „Die aus ihr leben“, das ist wichtig. So notwendig es ist: Es reicht nicht, nur fromm, ehrfürchtig die hl. Messe zu zelebrieren. Sie muss den Gläubigen immer wieder nahe gebracht werden, sie müssen unterwiesen werden, wie sie das Messopfer in ihr geistliches Leben integrieren, es geistlich fruchtbar machen. Eine Predigt im Jahr reicht nicht. Es muss immer wider geschehen.

    Erzbischof Lefebvre hat erkannt mit einer Klarheit, die ich nur als übernatürlich bezeichnen kann: Dafür müssen die Priester besonders ausgebildet sein, geformt sein. Sie müssen lernen, die hl. Messe als ihre „Daseinsberechtigung“ als Priester zu begreifen. Dann werden sie fruchtbar wirken, ein Segen für die Gläubigen sein. Aber nur dann. Äußere Aktivitäten, enormer Fleiß, laufen letztlich ins Leere, wenn diese Grundlage, die innere Verbindung des Priesters zum Messopfer, nur mittelmäßig ausgeprägt ist.

    Wenn die Petrusbruderschaft in dieser Hinsicht Erzbischof Lefebvre treu geblieben ist, dann ist das von unschätzbarem Wert.
    Möge unser Herr ihr viele junge Männer zuführen, die die Berufung zum Priestertum in sich spüren, kann ich nur wünschen.

  2. „Es gibt kein richtiges Leben im falschen.“ (Adorno, Minima moralia)

    In einer häretischen „Kirche“ kann man kein rechtgläubiger Priester sein. Da hilft auch die überlieferte Messe nichts. Solange alles, was aus Rom und den Bischofssitzen kommt, häretisch ist, lässt sich das nicht durchziehen.
    Und wir sehen ja auch, wo das endet: in reinen Äußerlichkeiten, Haarspaltereien über die Drehung von Kerzenleuchterfüßen, Farbkombinationen und Kopfbedeckungen, die Technik der Kniebeuge und Ästhetik, Pracht und Ästhetik, in manierierten Beichtspiegeln, die einem einschärfen, nichts Schlechtes über „den Papst“ zu sagen (ist eine Todsünde, auch wenn der „Papst“ ein Häretiker ist), eine hochideologischen Training zur Schizophrenie zwischen häretischer Pseudokirche und ästhetischer Tradition.

    Da kommt nichts dabei heraus.

    Und außerdem – wie lange schaut Bergoglio da noch zu? Er macht ja gerade Aufräumarbeiten und ist darin auch konsequent. Denn in d i e s e Kirche passt nun mal nicht die überlieferte Messe, es sei denn jemand versteht sie als folklorostische Veranstaltung, als eine Art Kostümfest, so wie man auch gelegentlich historische Eisenbahnen fahren lässt.

    Und über den Museumsbahncharakter wird die ganze Alte-Messe-Schickeria nie herauskommen unter den Umständen.

    In dieser „Kirche“ wirde es keine Priester mehr geben, die man „heiligen“ könnte. Welcher gültig geweihte Bischof ist denn in der Lage, überhaupt noch gültige Priesterweihen zu vollziehen?

    • Einen solch anmaßenden Kommentar habe ich hier noch nicht gelesen. Wer sagt Ihnen, dass die ganze Kirche häretisch ist? Besitzen Sie die Gabe der Allwissenheit?

      Eine ungeheuerliche Aussage. Theologisch unmöglich! Denn dann würde die katholische Kirche als öffentliche, menschliche Gemeinschaft nicht mehr bestehen. Die streitende oder pilgernde Kirche auf Erden wäre ausgelöscht. Eine rein geistige Kirche hat unser Herr nicht gegründet. Ohne apostolische Sukzession ist die katholische Kirche nicht mehr existent. Das „Große Glaubensbekenntnis“ zu beten, wäre teilweise eine fromme Illusion: Ich glaube an die eine, heilige, katholische und APOSTOLISCHE Kirche wäre glatter Selbstbetrug. Nach diesem Kommentar hätten die Pforten der Hölle die katholische Kirche vollkommen überwunden. Ein häretischer Papst, und davon gehe ich aus, dass wir ihn haben, macht nicht die ganze Kirche häretisch.

      Ihr Bild, das Sie zeichnen, ist einfach nur eine hässliche Karikatur, die ihrer Fantasie entsprungen ist. Welch ein Urteil maßen Sie sich an: Gläubige, die sich gerade im Umfeld der Petrusbruderschaft und der Summorum-Pontificum-Gruppen zusammengeschlossen haben, nehmen weite Wege in Kauf, bekommen mitunter Kapellen zugewiesen, in die niemand mehr will. Zeit, sich um die Drehung von Kerzenleuchterfüßen zu kümmern, bleibt ihnen nicht. Dass die Priester ebenfalls weite Strecken zurücklegen müssen, sei auch erwähnt.
      Sie glauben sich allwissend: Sie kennen die „Alte-Messe-Schickeria“ in- und auswendig, um sich solche Verleumdungen leisten zu können.
      Einen solch gehässigen, vulgären Kommentar gegen die Gläubigen, die der Messe aller Zeiten in unwandelbarer Treue anhangen, habe ich noch nie gelesen.
      Und gegen ihre Priester, muss ich leider hinzufügen.
      Ein theologisches Wort zu den Priestern: Unser Herr selbst, der ewige Hohe Priester, hat das katholische Priestertum eingesetzt. Sie sollen in Seinem Namen, als Seine Stellvertreter Sein Heilshandeln hier auf Erden fortführen.
      Wir bilden uns das nicht ein. Es ist der ca. 2000jährige katholische Glaube, der das verbindlich lehrt. Ihn zu leugnen, ist häretisch.
      Priester bleiben trotzdem Menschen, mit ihren Stärken und Schwächen. Unser Herr hat es so gewollt. Er hat sich buchstäblich in die Hände von schwachen Menschen begeben.

      Was haben Sie gegen den Wunsch einzuwenden, dass unsere Priester nach Heiligkeit streben sollen? Gegen den Wunsch, dass wir als Gläubige lernen, aus dem Zentrum unseres Glaubens zu leben?

      Die Fragen kann ich mir eigentlich sparen. Der überlieferte römische Ritus kennt keine verbrämte Muttergottheit, der Sie anhangen nach Ihren früheren Kommentaren. Die allerseligste Jungfrau bleibt trotz ihrer einmaligen Auserwählung immer nur ein Mensch. Immer nur ein Geschöpf.

      Ich weiß, das treibt Sie zur Weißglut. Ich kann es jedoch nicht ändern. Es ist eine verbindliche katholische Glaubenswahrheit. Mit heidnischen Muttergottheiten oder Halbgöttinnen hat der katholische Glaube nichts zu tun.

    • Wieder was gelernt…
      wußte gar nicht, daß ich jetzt Schickeria bin… bin mit NOM aufgewachsen, war lange Jahre Ministrant und mich hat’s dann von Bayern nach Zürich verschlagen. Daheim fand ich nie was auszusetzen an der Messe. In Zürich fand ich dann die „normalen“ Messen lustlos, weite Teile auslassend (Confiteor, „erlöse uns Herr von allem Bösen“ etc.), statt einer Predigt die lyrischen Ergüsse der Pastoralassistentin, Predigten mit Küng-Ideen usw usw
      Dann hab ich die Messe der FSSP entdeckt und fühle mich dort besser aufgehoben, präziser gesagt, so gut aufgehoben wie daheim in der „neuen“ Messe, die dort würdig zelebriert wird (ohne Zürcher Karneval)
      und wenn mich das jetzt zur Schickeria macht, dann trink ich heut abend ein edles Weißbier auf die Petrusbrüder 😉

      • Stellen Sie sich vor, dass irgendwie beide Messriten okay sind und der NOM halt nur etwas flach ist, aber es ist alles okay, der eine geht eben zum NOM, der andere zur tridentinischen Liturgie, es ist alles so schön bunt hier?

    • @ zeitlos

      Ihr Ton ist einfach nur schlimm. Das spricht im übrigen schon für sich, und außerdem hilft es Ihnen nichts, Pseudoempörung zu mimen – denn Sie kommen um das sachliche Problem nicht herum.
      Eine „Kirche“, die hartnäckig auch nur eine Häresie von oben herunter verkündet, ist im Ganzen häretisch. Die Kirche hta immer bestritten, dass es so etwas wie eine „halbe Häresie“ oder eine „teilweise Häresie“ gibt. Entweder orthodox oder eben häretisch, jeweils ganz! Jedenfalls wollen Sie wohl kaum dem Additismus fröhnen, oder? Sie haben offenbar immer noch begriffen, wo wir stehen, lamentieren aber die ganze Zeit herum – oder ist das Lamento bei Ihnen nur Lifestyle und Sie meinen es doch nicht so ganz ernst?

      Die „Kirche“ nach dem 2. Vaticanum ist häretisch.
      Sie müssen sich schon entscheiden, wo Sie hingehören – Himmel oder Hölle. Ich setzte übrigens „Kirche“ in Gänsefüßchen.
      Lamentieren wir doch einfach weiter und weiter und fühlen uns rechtgläubig, weil wir die überlieferte Messe besuchen, die aber natürlich una cum haeretico gefeiert wird. Und im übrigen geht alles seinen Gang weiter.
      Also bitte – wohin gehören wir: zum Haereticus oder nicht? Und wenn nicht – wo ist denn dann die Kirche, die echte Kirche, die reine Braut Christi? Doch bei Bergoglio?
      Sie treten nur deshalb so wutenbrannt auf, weil Sie auf diese Frage keine Antwort haben.
      Und darauf hat gar keiner hier eine Antwort.
      Man schlingert in den Lauheiten und selbstgerechtem Traditionslamento weiter und hat vergessen, dass Jesus sagte: O, dass du kalt oder heiß wärest!
      Was heißt heiß, was kalt?
      Bleiben wir lau, mal schimpfen wir über Bergoglio, mal feiern wir in Einheit mit ihm die Messe, die er hasst?

      • … und wer oder was ein Papst sein soll, das haben Sie offenbar noch nie verstanden.

        Nicht ich glaube an eine geistige Kirche, sondern Sie – nur verstehen Sie es nicht. Wenn Sie denken, es gäbe eine rechtgläubige Kirche unter einem haeretischen Papst und einem fast vollständig haeretischen Episkopat, dann ist Ihnen wirklich nicht mehr zu helfen.

        Was meinen Sie, wieviel Kraft Sie in einer solchen Aura haben, der Hölle zu widerstehen?
        Und wir sehen es ja, nicht nur die FSSP, sondern auch die FSSPX versinken nach und nach in den modernistischen Irrtümern.

        Das fängt schon bei einem total idiotischen Papstbild an: Sie brauchen unbedingt einen Papst, um Kirche zu spielen, auch wenn der ein Haeretiker ist.
        Die Tradition aber lehrt, dass vom Papst her überhaupt nur das rechtgläubige Messopfer gefeiert werden kann – nur von ihm her, oder es besteht eben gerade eine Sedisvakanz und man feiert es so, als wäre er da oder als käme bald ein neuer rechtgläubiger Papst. Die Kirche hat schon mehrere Sedisvakanzen überstanden – warum nicht auch heute?

  3. Meine Güte – wenn ich das schon höre – „die neue Messe würdig zelebriert“.
    (Da fällt mir gerade ein – auf würdig zelebriert – reimt sich ganz passend – nichts kapiert)
    Haben Sie denn immer noch nicht verstanden, dass das Vat. II mit der „neuen“ Messe Satans Meisterstück war. Wie oft haben wir das denn hier schon wiedergekäut? Lesen Sie das Buch von Roberto Mattei: Das Zweite Vatikanische Konzil!

    • danke schön verehrtester Dario, Sie unterstellen mir also indirekt, dass ich seit ich 3 Jahre alt war in satanischen Messen war? Bzw. meine Eltern mich in solche geschleppt haben? Dass Abermillionen von Katholiken seit 1970 in ungültige Messen gelaufen sind?
      Dass die Liturgiereform ein Fehler war, glauben wir wohl alle hier. Das Buch von Mattei hab ich gelesen, kann aber Ihre Extremmeinung dort so nicht finden. Ihr aggressiver Ausfall bestätigt leider die (eigentlich abzulehnenden) Vorurteile über Tradis, die Zeitlos hier gepostet hat…

  4. @ Zeitschnur
    1) Im Beschuldigen bringen Sie es wirklich zur Meisterschaft.
    Wieso versinken die FSSP und die FSSPX in Häresien? Sie liefern nicht ein Argument.
    2) Die Vorstellung, dass ein gültig geweihter Priester, der den Glauben vollumfänglich bewahrt, mit einem häretischen Papst zum Häretiker wird, ist so unsinnig, dass ich darauf nicht mehr eingehe. Das Gleiche gilt für Bischöfe. Ein katholischer Bischof, der den Glauben vollumfänglich bewahrt wird nicht zum Häretiker, falls es der Papst wird.
    3) Der Papst kann natürlich, weil er die Kirche regiert, Bischöfe oder Priester zu häretischen Aktionen zwingen. Oder es versuchen. Doch es ist nicht bekannt, dass die Würdenträger Burke, Ranjith oder andere irgendeine häretische Aktion begangen haben. Sie müssen es schon nachweisen.
    4) Es ist lächerlich, aber ich kann es nicht ändern: Verwechseln Sie den Papst etwa mit unseren Stammeltern Adam und Eva? Von ihnen ging tatsächlich die Erbsünde auf das gesamte Menschengeschlecht über. Doch das betrifft keinesfalls die Sünden des Papstes. Diese können die Kirche schwer schädigen, aber sie gehen nicht automatisch auf die Hierarchie und die Gläubigen über. Das ist, mit Verlaub, Irrsinn.
    5) Dem Papst steht das Recht zu, über die Liturgie zu bestimmen. Von seinem Amt her. Er ist jedoch verpflichtet, sich bei jeder Maßnahme nach dem überlieferten Glauben zu richten.
    6)Nie hat die Tradition gelehrt, dass vom Papst her „überhaupt das rechtgläubige Messopfer gefeiert werden kann.“ Wenn der gültig geweihte Priester das Messopfer zelebriert wie es die Kirche vorschreibt, ist die hl. Messe gültig. Und sollte der Papst in Sünden versinken, der vollumfänglich gläubige Priester zelebriert gültig die hl. Messe, die Verdienste Jesu Christi werden den Gläubigen zugewendet.
    „Die Kirche hat schon mehrere Sedisvakanzen überstanden – warum nicht auch heute?“

    Mit Verlaub, aber es fällt mir schwer, das Lachen zu unterdrücken. Die Kirche hat nach dem Tod des Papstes immer eine Sedisvakanz zu überstehen, es ist ein ganz natürlicher Prozess, denn kein Papst ist unsterblich.
    Nie hat es in der Kirchengeschichte eine Epoche gegeben, die von der Kirche als Sedisvakanz bezeichnet wurde zu Lebzeiten von Päpsten.
    Den Sedisvakantismus gibt es offiziell erst nach dem 2. Vatikanischen Konzil. Dieses unselige Konzil hat nicht nur alle früheren Häresien neu aufleben lassen, sondern es ist letztlich auch für den Sedisvakantismus verantwortlich. Was jedoch nicht den Sedisvakantisten von seiner eigenen Verantwortung befreit. Einen Automatismus gibt es nicht.

    Abschließend: Katholiken „spielen nicht Papst.“ Unser Herr selbst hat das Papsttum eingesetzt. Und die gesamte Hierarchie, die Nachfolger der Apostel.
    Wir können der persönlichen Überzeugung sein, der Papst sei ein Häretiker. Amtlich feststellen kann das nur das Lehramt. Deswegen haben wir nicht das geringste Recht, irgendeinen Katholiken als Häretiker zu diffamieren, wenn er unsere Überzeugung nicht teilt.

  5. Es gibt kein richtiges Leben im falschen. Sogar die Atheisten wissen das.

    Kann man zwei Herren dienen? Dem wahren Herrn unter Kotau vor dem falschen?

    Nein, sagt uns die Schrift: Niemand kann zweien Herren dienen.
    Wer es versucht, dient automatisch dem Bösen.
    Und man spürt die Frucht.

    • extra ecclesiam nulla salus wurde doch seit fast 2 Jahrtausenden gelehrt und geglaubt. Jetzt sprechen Sie sowohl der röm-kath Kirche der (Nachkonzils)Päpste die Kirchlichkeit ab als auch den Piusbrüdern oder anderen Tradis. Wo ist denn Ihre Kirche, ausserhalb derer kein Heil ist? Mir kommt ihre Kirche ein bißchen zu subjektiv vor in ihren Posts…

      • Ja, extra e c c l e s i a m…nur kann eine Kirche, die inzwischen seit Jahrzehnten und flächendeckend von Häretikern geführt und „belehrt“ wird, nicht diese „ecclesia“ sein. Sie wollen ja nicht etwa aus schwarz weiß machen?

        Wenn die Hierarchie, allen voran der Papst, seit dem Vaticanum II offen Häresien verkündet, kann da nicht die wahre und reine Kirche sein – oder?

        Das ist einfach nur Logik, nichts Subjektives.

        „Ubi Petrus ibi ecclesia“ – nur, wenn der Petrus ein Häretiker ist, kann bei ihm nicht die Kirche sein.
        Wo sie dann ist?
        Bei Maria, wie in jeder Sedisvakanz, sie ist die Überwinderin aller Häresien, sagte übrigens auch Pius X., ist Tradition, …. aber psssssst – das darf man nicht mehr sagen, unsere Piusprotestanten hören das gar nicht gerne.
        Der liebe Gott sollte sich doch einfach mal bei ein paar dieser militanten Traditionserfinderinnen beraten lassen…

      • Liebe zeitschnur,
        eine ernsthafte Frage, kein Angriff gegen Sie: Wo gehen Sie in die Hl. Messe? In Ihrer Ortspfarrei oder bei den Ecclesia Dei Gemeinden wohl nicht, denn dort wird der Papst im Hochgebet genannt, und das geht ja Ihrer Meinung nach nicht? Wo kann man dann noch hingehen?

      • Lieber Carlo –

        es ist überall gleich, ob FSSPX oder FSSP oder Motu-proprio-Priester, dass die Gemeinschaft mit den Häretikern bekannt wird und auch sie als Garanten und als „Auftraggeber“ des nun zu vollziehenden Messopfers im Te igitur genannt werden. Lange ging ich zu solchen Priestern… und nicht alle sind bewusste Heuchler…gewiss nicht….manche verstehen es (noch) nicht.

        Jetzt kann ich das nicht mehr – die Schizophrenie des Faktums hat sich mir auch darin gezeigt, dass die Personen, die so zelebrieren oder teilnehmen, theologisch schizophren sind und sehr oft handeln und vor allem, – auch das musste ich schmerzlich erfahren – wie Sektierer, keine Infragestellung zulassen, ja nicht mal ein spielerische Frage – sofort wird man förmlich dämonisiert oder die Debatte ins Persönliche gezerrt.

        Spätestens an diesem Punkt wurde mir dann klar, dass es massive geistige Auswirkungen auf jeden einzelnen hat, der una cum haeretico feiert. Geistig in dem Sinn, dass er Gefahr läuft, von dem Bösen, dem man sich hier verantwortlich fühlt und von dem man sich sogar herleiten will (!), schleichend in Besitz genommen zu werden, ohne es zu bemerken. Sie haben an anderer Stelle Msgr. Williamson erwähnt – Sie sehen es hier deutlich, dass er dem Bösen dient und z.B. einen Völkermord leugnet, dessen Urheber der Satan persönlich ist. Dafür zieht er vor Gericht, um ein satanisches Werk zu verschleiern! Was soll man denn geistlich von solchen Personen erwarten? Wobei das bei ihm nicht die einzige ausgesprochen zweifelhafte Haltung ist…

        Ich bin nicht im Besitz von Lösungen und kann auch nicht Lehramt spielen, aber ich weiß, dass auch der Menschensohn keinen Ort hatte, an dem er ruhen konnte hier auf Erden. Warum also nicht auch ich, wenn ER mein Herr ist, genauso?
        ER wird mit mir gehen, weil ER es uns versprochen hat, Maria wurde noch nie umsonst um Schutz und Fürsprache gebeten. Im Zweifelsfall setzt Er die Sukzession fort – Er hat sie gestiftet, und darum ist es Seine Verantwortung, sie so lange zu erhalten, bis ER kommt. Und Er versprach es uns am Schluss des Johannes-Evangeliums: Johannes (der Priester) wird bleiben, bis Er kommt. Petrus höchstwahrscheinlich nicht. (Lesen Sie mal das letzte Kapitel des Evangeliums – ist eine hochinteressante, apokalyptische Szene).
        Wovor wollen wir uns fürchten, wenn ER mit Seinem Hofstaat das Regiment führt? Ist ER nun der Herr der Kirche oder nicht?

        Wohin ich nun gehe, seitdem ich gemerkt habe, dass ich IHN durch solche Messbesuche beleidige, schreibe ich hier angesichts der hochaggressiven Aufgeladenheit bei all jenen, die im wahrsten Sinne des Wortes „auf Teufel komm raus“ una cum haeretico bleiben wollen, nicht auf.
        Ich möchte Jesus nicht verletzen, wenn ich nun schon erkannt habe, dass ich es tu, wenn Seine Feinde Seinem Opfer vorgelagert werden…
        Fragen Sie mich privat – verzeihen Sie mir, aber Sie sehen doch selbst, mit welchen Bandagen hier manche klotzen. Unter vier Augen können wir vielleicht reden.

      • Liebe zeitschnur – ich sehe es leider erst jetzt. Es scheint nun tatsächlich eine Leserin unter dem Nickname „carlA“ zu geben, die sich oben an sie gewendet hat 🙂

        Somit bin ich gänzlich unverdient in den Genuss Ihrer Antwort gelangt, worin Sie zudem einiges aus früheren Beiträgen aufnehmen, das mich in der Tat sehr beschäftigt. Jedenfalls bedanke ich mich sehr herzlich und empfehle mich Ihrem Gebet !

  6. 2 kleinere Bemerkungen:
    - Seit der Verfolgung der Franziskaner der Immaculata haben sehr viele italienische Weltpriester einen Antrag zur Aufnahme bei der Petrusbruderschaft gestellt.
    - Wenn man die Seminare der Petrusbruderschaft ein bisschen kennt, die Ausbildung, den Inhalt des Unterrichts und die vielen Prüfungen einerseits, und anderseits die Abweisung, die Kujonnierung, die Herabsetzung und die Mißgunst die den Petrusbrüdern nicht selten offen und massiv von den Diözesanbehörden entgegenschlägt („Nicht mal mit einer Beißzange würde ich anfassen….“), dann kann man nur einen großen Respekt für sie haben.
    Aus dem gleichen Grund – und bei dem damaligen Kontext noch viel mehr – habe ich größten Respekt für Erzbischof Msgr. Lefebvre.
    Es war übrigens ein noch von Msgr. Lefebvre zum Priester geweihter schwarzer Bischof, Msgr. Siméon Obumba aus Gabun, der die ersten Seminaristen des Institutum Christi Regis Summi Sacerdotis (ICR) als Priester in seinem Bistum inkardinierte (In Westeuropa wollte sich vor 24 Jahren kein Bischof dazu bekennen – die altbekannte Feigheit).

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