Die Geisteswelt eines „Papstmachers“: Homo-Ehe, Zölibat und Frauenpriestertum

Kardinal Hummes am 13. März 2013 bei der Vorstellung von Papst Franziskus
Kardinal Hummes am 13. März 2013 bei der Vorstellung von Papst Franziskus

(Sao Paolo) Wenn Jesus heute leben würde, wäre er dann für die „Homo-Ehe“, wurde der brasilianische Kardinal Hummes gefragt und noch anderes mehr. Die Antworten eines der maßgeblichen „Papstmacher“ des jüngsten Konklave bieten das Spiegelbild des geistigen Schwächeanfalls, von dem ein Teil der höchsten Kirchenhierarchie betroffen ist. „Ich weiß nicht, ich stelle keine Vermutungen an“, lautete die Antwort von Kardinal Hummes auf die zitierte Frage.

Papst Franziskus betonte mehrfach, daß es Kardinal Hummes gewesen sei, der ihn veranlaßte, sich den Namen Franziskus zuzulegen. Hummes gehört zum Kreis jener Kardinäle, die sich im Vorkonklave und im Konklave für die Wahl des Erzbischofs von Buenos Aires zum Papst starkmachten.

Zwei Stellen aus einem Interview, das Kardinal Claudio Hummes, emeritierter Erzbischof von São Paulo, emeritierter Präfekt der Kleruskongregation und vor allem „Papstmacher“, am 27. Juli der brasilianischen Tageszeitung Zero Hora gab.

Wenn Jesus heute leben würde, wäre er für die Homo-Ehe?

Ich weiß es nicht, ich stelle keine Vermutungen an. Wer antworten muß, ist die Kirche in ihrer Gesamtheit. Wir müssen aufpassen, die Fragen nicht im Alleingang anzugehen, weil das dazu führt, schwerer zu gültigen Schlußfolgerungen zu kommen. Ich denke, daß wir uns versammeln müssen, die Menschen anhören, uns ins Spiel bringen, wir Bischöfe. Es ist die Kirche, die den Weg aufzeigen muß und alle müssen einen Weg haben.

Könnte die Zulassung von Bischöfinnen, wie es vor kurzem die anglikanische Kirche von England getan hat, keine Alternative sein?

Das Problem der Frage ist, daß Jesus keine Frau zum Apostel machen wollte. Wir kennen die Gründe nicht. Danach hat Johannes Paul II. die Frage noch mehr kompliziert, weil er an einem Punkt behauptete, daß die Katholische Kirche keinen Grund hat, es zu tun. Wenn die Kirche die Gründe finden sollte, könnte es sein, daß die Frage anders gesehen wird. Die Frage des Zwangszölibats ist sehr viel einfacher, weil es immer verheiratete Priester gab, in den orientalischen Kirchen oder bei den Anglikanern, die vor zwei Jahren in die Katholische Kirche zurückgekehrt sind.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Asianews

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Tradidi
„Wenn Jesus heute leben würde, wäre er für die Homo-Ehe?“ 1. “Wenn Jesus heute leben würde“: Jesus lebt auch heute! Er ist im Himmel und im Tabernakel als wahrer Gott und wahrer Mensch wahrhaft, wirklich und wesentlich gegenwärtig, genauso wie vor 2.000 Jahren im Heiligen Land, nur unsichtbar für die Augen (außer bei Wunder/Vision), ansonsten ist Er auf geistige Weise gegenwärtig. 2. „wäre er für die Homo-Ehe“: Nein, weil Er es selber in die Natur (Wesen) des Menschen eingelegt hat, dass dieser auf eine Beziehung zwischen Mann und Frau angelegt ist und Gott kann Sich nicht widersprechen, sonst wäre Er… weiter lesen »
zeitschnur

Äh – „defekte Materie“? – was soll denn das sein? Ist die Frau nicht aus der identischen Substanz des Mannes gemacht laut Schöpfungsbericht? Dort übrigens war alles, was Gott schuf gut – mit Ausnahme des Mannes, solange er ohne Frau war…

Nein – Frauen sind nicht böse über diese alten Abwertungen, die aus der Trickkiste des Widersachers stammen. Sie verlieren nur jede Achtung vor dem Mann und seiner Aufgabe.

Es wäre gut, wenn Sie das erfassen könnten – und in wessen Fahrwasser Sie mit solchen außerbiblischen Aussagen eigentlich schwimmen…

Tradidi
Ich habe ja auch „gewissermaßen“ geschrieben. Ich wollte damit erklären, dass eben ein „Materialfehler“ bei einer Frauenweihe vorliegt. Keinesfalls sollte dieser Ausdruck irgendeine Frau beleidigen oder abwerten. Natürlich ist die Existenz der Frau gut, aber dennoch kann sie nicht „Materie“ für die Weihe sein. Kartoffeln sind ja auch gut und dennoch sind sie nicht Materie für die Hl. Messe. Und nein: Ich möchte Frauen keineswegs mit Kartoffeln vergleichen. Ich bitte mir keine bösen Absichten und Frauenfeindlichkeit zu unterstellen! Der Satz sollte eine philosophisch-theologische Antwort auf die Frage sein. Den Ausdruck „defectus materiae“ gibt es nun einmal und da sollten wir… weiter lesen »
zeitschnur
Ja, aber ein „defectus“ ist eine Schwäche oder ein Defizit. Wenn Sie so formulieren, ist das immer eine Abwertung: da ist das Intakte und dort das Defekte. Bleiben wir sachlich, indem wir die Bedeutung der Worte nicht euphemistisch verdrehen. Von all dem findet sich nichts in der Schrift – auch nicht versteckt. Das ist der springende Punkt. Mann und Frau bestehen vielmehr aus derselben Substanz und Materie – sagt der Schöpfungsbericht. Dass sie dennoch unterschiedlich sind, ist ein Geheimnis – das ist die Ebenbildlichkeit zur Dreifaltigkeit, die eben auch aus verschiedenen Personen besteht, von denen die zweite aus der ersten… weiter lesen »
ein besorgter Christ
werte zeitschnur, fangen Sie doch nicht immer an zu fauchen, wenn einer erklärt, dass Männer und Frauen unterschiedlich sind. Es ist nun mal einfach so und es kommt viel Unglück daher, dass Frauen so sein wollen wie Männer und sich selber nach den männlichen Kriterien bewertetet haben wollen und in dem Moment wo das nicht klappt nach Quoten schreien und damit alte männlich Vorurteile, von wegen dass Frauen blöd seien nur bestätigen. Frauen sind der schwächere Teil steht in der ersten, jemals verfassten Enzyklika, die zum Kanon gehört und der Fehler Adams war, dass er die Frau in die Auseinandersetzung,… weiter lesen »
zeitschnur

@ besorgter christ

Ich gebe es auf – was soll ich auf Ihr Posting inhaltlich geben, wenn Sie nicht mal in der Lage sind zuverstehen, was ich geschrieben habe?
Ich habe nirgends bestritten, dass Männer und Frauen unterschiedlich sind!
Im Gegenteil.
Aber wie gesagt, ich gebe es auf – das ist wirklich deprimierend.

zeitschnur
@ tradidi Der „defectus materiae“ ist ein philosphischer Begriff, der mit Männern und Frauen und dem Priesteramt überhaupt nichts zu tun hat – es ist mir doch gleich aufgefallen, dass Sie hier einen Begriff auf die falsche Thematik anwenden – und gehört in eine ganz andere, philosophische Debatte – nämlich die des göttlichen Schaffens in der Ewigkeit und des zeitlichen „Entstehens“ der Dinge, die hier „werden“, auch und v.a. in der menschlichen Kreativität. Alles, was in der Zeit entsteht, muss sich gewissermaßen dem Hindernis des zeitlichen Entstehens unterwerfen. Wenn dagegen Gott schafft, sagt er „Fiat!“ und es ist sofort… Immer… weiter lesen »
zeitschnur
Die Antwort hinsichtlich der Homoehe ist einfach ausweichend und feige – in jede Richtung, egal, wo er steht, ob so oder so, er ist ein feiger Mann und nennt nicht Ross noch Reiter! Die Antwort hinsichtlich des Frauenpriestertums ist jedoch bedenkenswert insofern, als es stimmt, dass Johannes Paul II. behauptet, es gebe keine Gründe. Hier ist ein enormer Nachholbedarf. Ich glaube aber nicht, dass man auf das Gegenteil kommen wird, also das Frauenpriestertum, aber hier ist etwas offengeblieben und jahrhundertelang von bösartigen Meinungen besetzt worden, die die Tradition niemals kannte, dafür aber aus dem Heidentum mit in den katholischen Glauben… weiter lesen »
Franzel

Sehr geehrte @zeitschnur:
im Apostolischen Schreiben „Ordinalis Sacerdotalis“ hat der heilige Papst Johannes Paul II. ausführlich zur Frage der Nicht-Möglichkeit der Frauenordination und mit vielerlei Gründen Stellung bezogen. Was Sie hier behaupten, daß der Papst keine Gründe genannt hätte, entspricht nicht den Tatsachen. Er hat alle Gründe genannt.

Die Frage ist abschließend und für alle Zeiten geklärt, und der hochverehrte Kardinal Hummes sollte keinen Unsinn reden. Das betreffende Schreiben, das sich ja speziell an dei Bischöfe richtet, kann ihm nicht entgangen sein. Warum sagt er die Unwahrheit? Warum ist er so unehrlich und lügt?

zeitschnur
@ Franzel Sie haben nicht verstanden – JPII nennt keine echten Gründe, die ein „Warum“ auf der inhaltlichen, ebenso der logischen Ebene klären würden, auch wenn er vielerlei erzählt. Er verweist darauf, dass Jesus es eben so wollte und die Überlieferung diesen Willen genau so immer weitergegeben hat. Alles andere seiner blumigen Ausführungen sind – logisch betrachtet – keine Gründe, sondern nur Trostworte, Hilflosigkeit und das Ausweichen auf andere Gleise. Es ist vollends keine Antwort, wenn man objektiv erkennen muss, wie Frauen sich seit alters her auf die dümmste und perfideste Art haben abwerten lassen müssen – auch von Kirchenmännern,… weiter lesen »
Marcellus
@Franzel: Das sehe ich so und das sehen Sie so. Aber ich befürchte, dass sich Bergoglio einen Dreck darum schert. Wenn es in sein Konzept passt, dann wird das genau so geändert, wie weiland der Messritus. Der sollte laut dem hl. Papst Pius, der ihn nach dem Konzil von Trient vorschrieb niemals verändert werden und für alle Zeiten seine Gültigkeit behalten. Was daraus wurde, wissen wir alle. Bergoglio interessiert doch nicht, was ein JP II gesagt hat. Wenn es ihm einfällt, dass er gerne Konzelebrantinnen hätte, dann werden sie halt eingeführt. Seine Kardinalpaladine sprechen doch nur aus, was er selber… weiter lesen »
Athanasius

Die Antworten von Kardinal Hummes klingen wie die Statements unserer Politiker. Von einem obersten Hirten hätte ich andere Antworten gewünscht. „Es sei aber euer Wort: ja, ja; nein, nein.“
Matt. 5,37

defendor
Erschreckende Einblicke in die „neue Kirche“ Gedankenwelt eines Kardinal Humes‘. Hw Prof. May bereits im Jahre 1994 über die „in der Mitte stehenden“ Bischöfe; sicherlich auch auf Kardinäle wie Humes übertragbar. ( Auszug aus „Die andere Hierarchie“): - „Die Rede von der „Mitte“ 1. Die Bischöfe Die meisten Bischöfe berufen sich in ihrem Verhalten darauf,  dass sie in der „Mitte“ stünden.  Nach dieser Selbsteinschätzung gibt es Linke und Rechte in der Kirche.  Als Rechter wird heute bezeichnet,  wer sich den katholischen Glauben ungeschmälert bewahrt hat und ihn so lebt, wie es vor 50 (Anm.: munmehr ca. 70) Jahren die ganze Kirche tat; … weiter lesen »
Zeitlos
Der Priesterzölibat hat mit der Mariologie nicht das geringste zu tun. Überhaupt nicht. Es gibt keine Schriftstelle, die darauf auch nur andeutungsweise darauf hinweist. Es kann auch nicht sein, dass die katholische Kirche über einen so langen Zeitraum nicht in der Lage gewesen sein soll, den Priesterzölibat vernünftig zu begründen. Sie hat ihn schon lange vernünftig begründet, nur in Zeiten des kirchlichen Niedergangs gerät er in die Krise. Der Priesterzölibat ist rein christologisch zu begründen. Wobei als Vorbild das alttestamentliche Priestertum anzusehen ist. Im alten Bund hatten sich die Priester in der Zeit ihres Dienstes im Tempel ihrer Frauen zu… weiter lesen »
Zeitlos
Dass sie die Mutter des Gottmenschen verehrten, dass wir Maria verehren, das ist doch selbstverständlich. Aber sie ist nicht der einzige Weg zu Jesus Christus, das ist ein Irrtum! Im Johannes-Evangelium, in den Kapiteln 14 – 16, weist der scheidende Herr immer wieder auf den Heiligen Geist hin: als Tröster, als Beistand, als die Verbindung zu Ihm. Die Schriftstellen sind mir zu viel und zu umfangreich, als das ich sie hier abtippe. Und ein Neues Testament wird ja wohl jeder zu Hause haben, um es nachzulesen. Wobei ausdrücklich zu bedenken ist: Die allerseligste Jungfrau war dem Evangelisten Johannes von unserem… weiter lesen »
hedi züger
für mich ist das ein grosser, fundierter Trost-ich liebe und vertraue inständig auf die Fürbitte der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria-aber eine verselbständigte Mariologie hat oft etwasAusschliessendes, Kämpferisches und vor allem Abgehobenes, was mich als einfache Seele draussen vor lässt.Vor allem die ungeheure Energie,die da aufgewendet wird in Wort und Syntax( lingua eorum calamus scribae, velociter scribentis)-ich glaube-bitte Verzeihung!-nie dass die Allerseligste besonders darüber erfreut wäre.Da bete ich lieber den Rosenkranz. Vor Tagen las ich im Menologium Cisterciense von einem einfachen Mönch, der nach jedem Wort des Psalters“ Ave Maria“ gesprochen hat-die Mönche tun dies eigentlich nur mitten im Psalmvers… weiter lesen »
Gladys
Liebe zeitlos, das Thema Marienverehrung und ihre Exzesse scheint Sie immer wieder sehr mitzunehmen. Ich denke aber, dass Sie auch Ungutes dort vermuten, wo es nicht ist. Der Heilige Ludwig Maria Grignion von Montfort schreibt niemandem vor, wie sein geistlicher Weg auszusehen hat. (Sie hatten das nicht behauptet, aber eine leichte Andeutung lese ich heraus.) Er empfiehlt einen Weg mit Maria, er empfiehlt ihn deshalb, weil er erkannt hat, dass es der einfachste und leichteste Weg zu Jesus ist. Er ist genauso jesuszentriert wie Franz von Assisi (kennen Sie sehr schönes Mariengebet?), Johannes vom Kreuz (der aufgrund seiner innigen Marienverehrung… weiter lesen »
zeitschnur
@ zeitlos Ich kann nicht umhin, Ihr Posting inhaltlich und aufgrund der zurückliegenden Debatten auf das meine zu beziehen. Aber auch kann ich nur darauf verweisen, dass ich mir eben erlaube, über ein bislang nicht ausgeschöpftes Thema nachzudenken, wie es mir gegeben wird. Es schmerzt mich, dass ich – anstt verstanden zu werden in dem, was ich sage – immerzu in irgendwelche Schubladen gesteckt werde. Zur Erinnerung deshalb ein Zitat aus meinen obigen Postings, die zwar das Priestertum insofern in der Mariologie fundieren wollen, als eben Jesus durch Maria inkarnierte und es so wollte – will sagen: Wenn er selbst… weiter lesen »
zeitschnur
(Forts.) Diese bösartige und selbstgerechte Haltung kennzeichnet weite Teile der Tradition, und ein Heer von Frauen lässt sich diesen Blödsinn bereitwillig unterjubeln. das ist angesichts der Frauengstalten der Schrift ein echtes geistliches Defizit! Die Schrift nennt uns keine Gründe, warum der Satan Eva zuerst anging. Es wird darüber viel spekuliert, aber eines kann nicht sein: dass Eva einen Defekt gehabt haben soll, der sie sozusagen „schwächer“ erscheinen ließ. Vor dem Sündenfall war alles „gut“, was Gott schuf (mit Ausnahme des Mannes ohne Frau) – also war an Eva keinerlei Schwäche! Aus der Aussage Gottes aber, dass er selbst Feindschaft setzt… weiter lesen »
Florinus
In der Tat wissen wir nicht, warum die Schlange zunächst Eva anging, damit diese Adam überzeugte, der Versuchung zu erliegen. Vielleicht sollte damit bereits die positive Umkehrung durch Maria (Eva zum Ave) vorweggenommen werden. Was ich aber eigentlich sagen wollte: Der Herr selbst gibt Zeitschnur in diesem Punkt recht. Gott reagiert mit Spott auf die Anmaßung des Menschen, wie Gott sein zu wollen. Und er wendet sich dabei nicht an erster Stelle an Eva, sondern an Adam, wenn Er sagt: „Ecce Adam quasi unus ex nobis“. Man beachte die Nennung des Adam (Mensch), den Spott Gottes (ecce – quasi) und… weiter lesen »
Marcellus
Dieser ganzen feigen Bande von Kardinälen sei ins Stammbuch geschrieben: Man muß Gott mehr gehorchen als den Menschen. Will heißen: Dieser abstruse Kadavergehorsam gegenüber Bergoglio hat mit dem richtig verstandenen Gehorsam gegenüber dem Nachfolger des hl. Petrus nichts, aber auch gar nichts zu tun. Ganz im Gegenteil: Jeder Katholik ist sogar verpflichtet bei Anordnungen, die sich gegen den Glauben und das traditionelle Lehramt der Kirche richten, zumindest hinhaltenden Widerstand zu leisten. Wenn ein Nachfolger Petri mehr oder minder offen versucht, die Kirche zu zerstören oder sie in eine humanistische Union zu verwandeln, ist jeder aufgerufen, zur Verteidigung des Glaubens aufzustehen… weiter lesen »
Adrien Antoine
Wenn ich die Aussagen höre und die Taten anschaue von vielen modernistischen Prälaten, so erinnert dies mich immer wieder an den kontinuierlichen Umbau eines schönen alten Mercedesautos von 1962, das rosa angemalt wird, wo Türen, Spiegel, Räder usw. abgerissen werden, dagegen Teile eines LKW’s und eines Faschingprunkwagens angebracht werden, nicht selten auch geschmückt mit exotischen Teilen eines Sambawagens- und wo am Ende natürlich kein Daimler mehr vorhanden ist sondern nur ein Haufen Schrott. Von Pink (rosa) über Punk zu Bunk (Quatsch). Daimler-Benz hat dies natürlich nicht getan und blüht als Firma sehr gediegen. Das kann man von dem ehemals seetüchtigen… weiter lesen »
Zeitlos
@ Gladys Wer sich gegen Exzesse wehrt, gerät leicht in Verdacht, gegen die „Sache“ selbst zu sein. Ich habe mich nie gegen die katholische Marienverehrung ausgesprochen, Sie können es nachlesen. Die Heiligen, die ich ausdrücklich nannte, waren ganz selbstverständlich Marienverehrer, Marienverehrerinnen. Ich habe doch selbst darauf hingewiesen. Aber sie lehrten nicht: durch Maria zu Jesus! Ausdrücklich habe ich betont: Für bestimmte Katholiken kann das ein fruchtbarer geistlicher Weg sein. Aber sie sollen bitte einsehen, dass sie ihren Weg anderen nicht vorschreiben dürfen. Was für sie der „einfachste Weg“ ist, ist es nicht für andere Katholiken. Sehen Sie: Ich habe alles,… weiter lesen »
ein besorgter Christ
jetzt will ich Ihnen aber mal dafür danken, dass Sie immer wieder darauf hinweisen, dass diese ausufernde Marienverehrung nicht katholisch ist. Vor allem fast witzig ist, dass Maria dann auch noch von denen ins Feld geführt wird, die „mit ihrer Rolle in der Männerkirche“ die als untergeordnet bezeichnet wird, nicht mehr einverstanden sind. Kommt man dann mit „siehe ich bin die Magd des Herrn“ werden einem dann irgendwelche Titel aus irgendwelchen Erscheinungen, von wegen „Königin des Himmels und der Erde“ entgegengehalten. Manchmal denke ich, dass vieles was wir in der Welt als antichristlich beklagen, z.B diese Genderei, dennoch einfach seine… weiter lesen »
Gladys
Herzlichen Dank, @ zeitlos, für Ihre Antwort und Ihren freundlichen Ton. Ja, offenbar habe ich Sie nicht richtig verstanden und ich bin immer noch unsicher darüber. Bitte verzeihen Sie. Ich würde gern ganz grundlegend meine Gedanken zu „durch Maria zu Jesus“ darstellen und würde gern wissen, wie Sie dazu stehen. „Siehe, deine Mutter“, sagt Jesus am Kreuz zu seinem Lieblingsjünger (Johannes 19,27). Ich glaube, dass er damit uns allen seine Mutter anvertraut – als geistliche Mutter. Was tut eine Mutter? Sie bringt ihre Kinder zu Welt. Als geistliche Mutter gebiert uns die Muttergottes – durch die Taufe. Natürlich im Heiligen… weiter lesen »
Franzel
@zeitschnur: es gibt keine für uns 100 prozentigen logischen Erklärungen zu dieser Frage (Frage?) „Frauenordination“ in unserem gewöhnlichem Denkmuster. Dieses unser Denkmuster kann nicht die ganze Wirklichkeit und das Geheimnis Gottes erfassen. Wir wollen ja für alles Antworten haben und das ist schon verkehrtes Denken. Jesus sagt etwas anderes: „wenn ihr nicht werdet wie die Kinder…“ Wie ein Kind zu werden (nicht ein Kind zu werden, kindisch sein!) heißt offenkundig, die Weisheit zu begreifen. Nur so kann man letztlich doch verstehen- ein lebenslanger Prozess, den man ja wirklich gehen sollte. Es gibt Dinge, die so sind wie sie sind, die… weiter lesen »
zeitschnur
Haben Sie Kinder? Ich bin Mutter und auch (Instrumental-)Lehrerin und kann Ihnen versichern, dass ich von Kindern erst gelernt habe, ungeniert all die Fragen zu stellen, die sich Erwachsene mit Ihren Argumenten verkneifen. Wer nichts wagt, der nicht gewinnt. Das gilt auch im Glauben. Aber wichtiger ist: Wer liebt, will erkennen. wer Gott liebt, will immer tiefer eintauchen in das Erkennen der Geheimnisse. Alles andere wäre nur ein Mangel an Liebe. Dem sollten Sie nicht auch noch das Wort reden… Wir sollen, dürfen und können fragen, und jede Kontemplation ist nichts weiter als das genaue Hinhören, das natürlich nachher tiefer… weiter lesen »
zeitschnur

… und beachten Sie, wie geduldig Jesus auf alle Fragen geantwortet hat und wie liebevoll er in Aussicht stellte, dass wir ihn eines Tages, im Himmel, nichts mehr fragen würden.

Nein – Sie liegen ganz falsch und verschulden mit einer solchen Haltung mit die Misere.
Selbst der liebende menschliche Vater bemüht sich, dem Kind alles so gut wie möglich klarzumachen und Schritt für Schritt teilhaben zu lassen!

Mich erschreckt Ihr Gottesbild…

hedi züger
ich danke Ihnen für dieses für mich treffende klare und gute Wort.Die aufgeregten und rasenden theologischen Disputationen gemahnen mich an die frühen Konzilien,wo mit den Narben des Matryrium gezeichnete Bischöfe tätlich aufeinander losgingen.Oder an somanche Pfarrgemeinderatsitzung,wo jeder drauflosredete und nur darauf wartete,wieder seine lautstarke Stimme zu erheben-ohne das dahinterliegende wirklich persönliche Anliegen des Diskussionspartner in seiner vollen Dimension wahrzunehmen.Thomas Morus, der mächtige Zeuge und Verteidiger des kath. Glaubens hat vor seiner Hinrichtung hinsichtlich seiner apologetischen Werke gesagt, er hätte lieber gebetet und so die Zeit heilbringender verbracht.Sicher sind theologische ,grundsätzliche Reflexionen richtig und wichtig-aber unaufgeregt,suaviter in modo fortiter in re.eben… weiter lesen »
Zeitlos
@Gladys Meine Antwort bringt mich in eine etwas schwierige Situation: Denn es steht mir nicht zu, über den geistlichen Weg von Katholiken zu urteilen, der von der Kirche erlaubt ist. Ich muss Ihnen aber offen antworten: Zunächst als Überschrift: JESUS CHRISTUS HAT UNS GANZ ALLEIN ERLÖST!!! Ich gestehe es offen: Es regt mich wirklich auf. Wir leben in einer Epoche, in der in der katholischen Kirche das Erlösungshandeln Jesu Christi in einer geradezu unerträglichen Weise geleugnet, verzerrt und verhöhnt wird. Und das vom Papst, von Bischöfen und Priestern in großer Zahl. In Seiner Kirche. Und jetzt konkret zu den Sakramenten,… weiter lesen »
Zeitlos
Wo steht in der heiligen Schrift geschrieben, welches Dogma lehrt, dass Christus uns nicht allein erlösen wollte? Es gibt keine Stelle, es gibt kein Dogma. Nach katholischer Lehre handelt die heiligste Dreifaltigkeit gemeinsam. Dennoch werden den göttlichen Personen bestimmte Handlungen zugeschrieben: Jesus Christus ist der Erlöser, der Retter der Welt. Durch seine Menschwerdung, durch sein Leben, Leiden und besonders den Kreuzestod hat er uns den Weg zu Gott wieder geöffnet, der durch die Schuld unserer Stammeltern für uns Menschen nicht mehr zugänglich war. Die allerseligste Jungfrau Maria wurde auserwählt, Seine Mutter zu werden, alles das zu Seiner menschlichen Natur zu… weiter lesen »
Gladys
Fortsetzung. + Nun habe ich doch noch im KKK geschaut, hier einige Feststellungen zu unserem Thema: 968 Ihre [Maria] Aufgabe gegenüber der Kirche und der ganzen Menschheit geht aber noch darüber hinaus. Sie hat „beim Werk des Erlösers in ganz einzigartiger Weise in Gehorsam, Glaube, Hoffnung und brennender Liebe mitgewirkt, das übernatürliche Leben der Seelen wiederherzustellen. Deswegen ist sie uns in der Ordnung der Gnade Mutter“ (LG 61). 969 „Diese Mutterschaft Marias in der Gnadenökonomie dauert unaufhörlich fort, von der Zustimmung an, die sie bei der Verkündigung gläubig gewährte und an der sie unter dem Kreuz ohne Zögern festhielt, bis… weiter lesen »
hedi züger

das ist der beste Kommentar zum Thema Mariologie,er hat mich froh und frei gemacht.haben Sie vielenDank.

Zeitlos
Canon Missae: (…) „Gedächtnis der Heiligen: In heiliger Gemeinschaft ehren wir dabei vor allem das Andenken der glorreichen, allzeit reinen Jungfrau Maria, der Mutter Jesu Christi, unseres Herrn und Gottes, sowie des hl. Joseph, ihres Bräutigams, wie auch Deiner hll. Apostel und Blutzeugen Petrus und Paulus, ….und aller Deiner Heiligen. Ob ihrer Verdienste und Fürbitten gewähre uns in allem hilfreich Deinen Schutz und Beistand. Durch Christus unseren Herrn. Amen.“ Der Canon Missae ist das Herz der hl. Messe. Er hebt in eindeutiger Sprache Maria unter den Heiligen hervor, sie führt die Heiligen an, doch sie gehört zu den Heiligen, durch… weiter lesen »
Frollo

Dieses untergriffige Geschwafel von zeitschnur gegen zeitlos nervt mich nur mehr an. Es ist schlicht vollkommen unerheblich ob hier jemand die Freuden der Mutterschaft erleben durfte, Instrumentallehrer ist oder gut Violine spielen kann oder nicht. Es geht um theologische Argumente und sonst nichts. Aber wann immer es um Maria oder die Stellung der Frau geht, behelligt uns zeitschnur mit ihrer absonderlichen und kruden Free-Style-Theologie. Geschenkt, aber dieses Ihr-Gottesbild-Erschreckt-Mich- Abwerten einer ehrlich besorgten und tief bewegten Katholikin, die zumindest meiner (bescheidenen) Meinung nach die Stellung Mariens theologisch am besten erfasst hat ist verzichtbar und vor allem unprovoziert. Kompliment an zeitlos.

Franzel
Sehr geehrte @zeitschnur: ich möchte hier nicht öffentlich über familiäre Angelegenheiten reden. Ich verstehe sehr gut, was Sie meinen. Es ist keine Frage, Fragen zu stellen. Aber man soll sich auch manchmal zufrieden geben: ich bin mit meinem Latein am Ende und lasse mich gerne belehren und folge dem Lehrer. Ist das so schlimm? Es ist diese heutige Unart der Menschen (ich gehöre dazu), oftmals nicht zu akzeptieren und sich sein Eigenes machen: der Eigensinn und Hochmut. Daran kranken alle und das führt dann zu allem Unmöglichen auch natürlich in der Kirche. Es geht aber in dieser konkreten Angelegenheit darum,… weiter lesen »
Gladys
Liebe zeitlos, Sie haben mich überrascht – ich dachte, das was ich in meinem Post ausgedrückt habe, wäre allgemeines katholisches Glaubensgut. Danke für Ihre Worte, durch die ich noch einmal neu nachdenken und für mich klären kann, wo die Grundlagen für dieses Marienverständnis liegen. Nun geht es also um ganz Grundsätzliches: Was bedeutet, dass Maria unsere Mutter ist, Mutter der Kirche ist, welche Stellung hat sie in der Erlösung? Ich möchte nicht zu ausführlich werden, Ihnen nur einige Gedanken darlegen, die mir im Nachdenken darüber eingefallen sind: + Ja, ich stimmt Ihnen vollkommen zu: Jesus Christus ist unser alleiniger Erlöser,… weiter lesen »
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