Papst bittet Pfingstler um Vergebung: „Katholiken, die vom Teufel besessen waren“

Pastor Traettino und Papst umarmen sich
Pastor Traettino und Papst umarmen sich

(Caserta) Beim „privaten“ Besuch des Papstes bei seinem „Freund“, dem evangelikalen Pastor Giovanni Traettino waren in Caserta mehr als 300 ausgewählte Gäste geladen. Papst Franziskus bat die Evangelikalen und Pfingstler um Vergebung für „Übergriffe und Verunglimpfungen“, die durch Katholiken begangen wurden. Wörtlich sagte das katholische Kirchenoberhaupt: „Unter jenen, die die Mitglieder der Pfingstgemeinden verfolgt oder verurteilt haben, als ob sie Verrückte seien, die die Menschheit zerstören, waren auch Katholiken“. Weiter sagte der Papst: „Ich bin der Hirte der Katholiken und bitte euch deshalb um Vergebung für jene katholischen Brüder und Schwestern, die vom Teufel besessen waren und nichts verstanden haben“, so KAP.

Papst Franziskus sagte nichts über den Zeitpunkt, die Art und die Verantwortlichen der angeblichen Verfolgung von Pfingstlern durch die Katholische Kirche. Er sagte auch nichts näher zurangeblichen „Besessenheit“ von Katholiken. Den Besuch begründete der Papst mit einem Besuch der evangelikalen „Brüder“ bei ihm im Vatikan. Deshalb sei er nach Caserta gekommen, um „Brüder“ zu treffen.

Es sei „eine Versuchung zu sagen: Ich bin die Kirche, du bist die Sekte. Jesus hat für die Einheit gebetet. Der Heilige Geist schafft die Vielfalt in der Kirche. Er macht die Unterschiede. Dann aber macht derselbe Heilige Geist die Einheit und die Kirche ist eine in der Vielfalt. Eine durch den Heiligen Geist versöhnte Vielfalt“, so Papst Franziskus laut Lettera43.

Es handelte sich in der knapp mehr als hundertjährigen Geschichte der protestantischen Pfingstbewegung um den ersten Besuch eines katholischen Papstes bei einer Pfingstgemeinschaft. Der Vatikan betonte, daß der Besuch des Papstes einen „strikt privaten“ Charakter habe, legte jedoch großen wert darauf, daß das Treffen bekannt wird. Wie bereits bei der Begegnung im Vatikan waren eine Reihe führender evangelikaler Prediger aus den USA und anderen Ländern zum Treffen mit dem Papst nach Caserta gekommen.

Im Anschluß an seine Ansprache betete Papst Franziskus mit Pastor Traettino und den geladenen Gästen das Vaterunser. Es folgten ein gemeinsames Mittagessen im Gemeindezentrum von Traettinos Denomination.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Settimo Cielo/Asianews

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30 Comments

  1. Gerechterweise hätte Papst Franziskus darauf hinweisen sollen, daß „Pfingstler“ und andere gar nicht zimperlich waren und womöglich sind, Katholiken abzuwerben. Diesen gewiß unsicheren Gläubigen wurde und wird etwas vorgegaukelt. Wie schlimm ist es, wenn Menschen sich den Sakramenten entziehen und durch billige Maschen/Tricks diesen entzogen werden!
    Das ist schon sehr fatal, was Papst Franziskus da macht. Ein wirklicher Hirte, darf man das sagen?, würde so etwas nicht tun: die eigenen Schafe verleumden (vom Teufel besessen!; welch eine billige Argumentation!) und das Unrecht von falschen Propheten übersehen. Hat Christus nicht ausdrücklich die Kirche auf das Fundament des Petrus und der Apostel gegründet und vor Irrlehren gewarnt?
    Der Herr sagt zwar den Jüngern ausdrücklich: „wer nicht gegen uns ist, ist für uns“. Und da stellt sich die Frage, ob die Pfingstler pro-katholisch sind. Doch eher nicht.

  2. Je mehr von Franziskus zu lesen ist, desto mehr komme ich zu der Überzeugung das uns dieser wahrlich von Gott den Herrn gesandt wurde, aber nur damit die Spreu vom Weizen getrennt wird. Es ist echt eine Schande was dieser aufführt, demnächst wird er sich auch noch bei den Mohammedanern der IS dafür entschuldigen, das die Christen aus Mosul so lange nicht geflohen sind. Gott unser Herr erbarme dich endlich deiner Herde und schenke uns endlich einen wahren katholischen Papst und keine privat häretische* Plaudertasche der deine Liebe verhöhnt.

    *- Die Zugehörigkeit zur Kirche ist für alle Menschen heilsnotwendig.

    Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen .

    • Sie haben völlig recht. Es wird mit diesem Bergoglio immer schlimmer. Er ist eine Schande für die Kirche.

    • Das ist tatsächlich die wichtige Frage!
      Und die Antwort darauf wurde und wird jeden Tag neu gegeben, ja richtig „zelebriert“.
      Und besonders auffallend: es wird hierzu von allen vatikanischen Schichten komplett geschwiegen;
      nicht weil es nicht vorhanden ist, sondern aus Angst und Scham um die Wahrheit auszusprechen.

      Allein psychologisch ist es schon sehr merkwürdig wie häufig er über den Teufel redet, zu Paß und noch viel mehr zu Unpaß, und dies, obwohl der Teufel nicht im Credo steht.
      Äusserst merkwürdig.
      P. B. Hagenkord SI, der deutsche Jesuit an der Spitze v. Radio Vatican, hat dies vor mehr als einem Jahr schon einmal salopp bemerkt (aus dem Gedächtnis: „…Wir Theologen bekommen Bauchschmerzen wann wir so reden hören, aber …“ (bei diesem Papst ist dies spontan und natürlich).
      Pater Hagenkord sagt inzwischen dazu überhaupt nichts mehr; und auch der Jesuiten-Pater General Adolfo Nicolas sagt dazu absolut nichts mehr.
      Das scheint mir immer mehr eine schweigende Kirche zu sein, keine missionierende, keine laut verkündigende Kirche.

  3. „Weiter sagte der Papst: „Ich bin der Hirte der Katholiken und bitte euch deshalb um Vergebung für jene katholischen Brüder und Schwestern, die vom Teufel besessen waren und nichts verstanden haben“.“
    Gut das wir so einen klugen und demutsvollen Bischof von Rom haben der uns genau erklärt wo Luzifer sein zu Hause hat. Und ich dachte in meiner Verwirrung immer das der Teufel hinter den „Franziskanern der Immaculata“ her wäre. Es sind eindrucksvolle Zeiten. Jeder Tag eine neue Perle die uns um die Ohren fliegt.
    Per Mariam ad Christum.

  4. „An dieser Stelle müssen wir eine falsche Ansicht erwähnen und zurückweisen, von der diese ganze Frage abhängt, und von der auch die ganze vielgestaltige Arbeit und die Versuche der Nichtkatholiken zur Wiedervereinigung der christlichen Kirchen, die Wir oben erwähnt haben, ihren Ausgang nehmen.
    Die Vorkämpfer dieser Bemühungen führen unzählige Male das Wort Christi an: ‚Damit alle eins seien (Joh 17,21)‘ und ‚Es wird werden ein Hirt und eine Herde (Joh 10,16)‘. Diese Worte führen sie aber immer so an, als ob darin ein Wunsch und ein Gebet Jesu Christi zum Ausdruck kämen, die noch der Erfüllung harren. Sie sind nämlich der Meinung, die Einheit im Glauben und in der Leitung der Kirche, die ein Kennzeichen der und einen Kirche Christi ist, habe bisher wohl noch zu keiner Zeit bestanden und bestehe auch heute nicht. Man könne diese Einheit wohl herbeisehnen, und sie könne vielleicht auch einmal durch den gemeinsamen Willen aller erreicht werden, aber für unsere Zeit sei sie nur ein schöner Traum.
    Dem fügen sie bei, die Kirche bestehe aus sich heraus und ihrer Natur nach aus verschiedenen Teilen, d. h. aus den verschiedensten Teilkirchen oder getrennten Gemeinschaften, die jetzt noch getrennt sind, und die, wenn sie auch manche Lehren gemeinsam haben, in anderen doch wieder voneinander abweichen. Alle diese Teilkirchen hätten die gleichen Rechte. Auch sei die Kirche höchstens von der Zeit der Apostel bis zu den ersten ökumenischen Konzilien nur eine einzige und einig gewesen. Deshalb ergebe sich die Notwendigkeit, so sagen sie, alle Meinungsverschiedenheiten und all die alten Streitpunkte, welche die Christenheit bis auf den heutigen Tag spalten und trennen, vollkommen hintanzusetzen und außer acht zu lassen. Aus den übrigen Lehren müsse eine gemeinsame Glaubensregel aufgestellt und vorgelegt werden, in deren Bekenntnis dann alle die Überzeugung und vor allem das lebhafte Gefühl ihrer brüderlichen Verbundenheit in sich trügen.“

    Papst Pius XI., Enzyklika „Mortalium animos“ (vom 6. Januar 1928), Nr. 7.

  5. Zur Übersetzung: Im Italienischen steht „sono stati tentati dal Diavolo“ das heißt eigentlich nicht „besessen vom Satan“, sondern in „in Versuchung geführt vom Satan“, aber letztlich ist der Unterschied natürlich nur minimal!

  6. Da ist wieder die Vielfalt des Heiligen Geistes. Wo nimmt er diese Dreistigkeit her. Der Heilige Geist geht vom Vater und vom Sohn aus. Er ist der der Dreieinigkeit und verbreitet folglich nichts anderes.
    Wer anderes verbreitet ist Satan der ständig versucht zu spalten und in die Irre zu führen.
    Wer sagt der Heilige Geist schaffe Vielfalt ist folglich nicht von Gott.
    Die EineWeltreligion vertritt genau die These Einheit in Vielfalt.
    Der Pfarrer in Frechen hat in der Messe vor 4 Wochen verkündet, Muslime, Juden und Christen hätten den gleichen Vater nämlich Abraham.
    Ja mit dem Friedensgebet hat der „Bischof“ in Rom genau das schon gezeigt.
    Ja, Jesus und der Dreieinige Gott wollen alle Seelen retten, die Seelen aller Religionen, Glaubensrichtungen Kulturen und Nationen, ja auch die Heiden und alle Ungläubigen und Sünder, aber in dem diese allen bekehrt werden zu dem einzig wahren Weg, der Nachfolge Christi.
    Alles andere ist nicht von Gott sondern Menschenwerk, Werk des Widersacher und seiner Agenten.

  7. Wann haben denn Katholiken Pfingstler „verfolgt“? Mich würden da die historischen Fakten interessieren. Das Pfingstlertum gibt es seit 100 Jahren, zunächst in Amerika. In dieser Zeit hat die Katholische Kirche definitiv niemanden „verfolgt“.

    Wenn aber gesunde und notwendige Kritik, wie sie die Kirche – aber nicht nur sie (Ist Mahnen und Kritiküben nicht sogar eine Pflicht, eine menschliche, nicht mal eine christliche Pflicht, wenn man sieht, dass etwas aus guten Gründen problematisch ist?) – immer geübt hat, bereits eine Form der „Besessenheit“ ist, dann kann es sich nur um eine Kritik handeln, die offenbar voll ins Schwarze traf – in DEN Schwarzen, warum sonst eine so starke Reaktion? Die Argumente gegen den Charismatismus sind theologisch, wenn man nicht einem pneumatologischen Konzept anhängt, das man wiederum stark herunternivelliert hat, nicht von der Hand zu weisen, und die Dämonisierung der Kritiker zeigt nur, wes Geistes Kind der Befürworter ist.

    Dieser Satz

    „Es sei „eine Versuchung zu sagen: Ich bin die Kirche, du bist die Sekte. Jesus hat für die Einheit gebetet. Der Heilige Geist schafft die Vielfalt in der Kirche. Er macht die Unterschiede. Dann aber macht derselbe Heilige Geist die Einheit und die Kirche ist eine in der Vielfalt. Eine durch den Heiligen Geist versöhnte Vielfalt“, so Papst Franziskus laut Lettera43.“

    offenbart uns nun vollends, dass Bergolio ein Häretiker sein muss. Denn dieser „Versuchung“ ist die Kirche seit Jahrhunderten immer „erlegen“ – sie hat die Widersprüche zur Lehre regelrecht unter Anathem gestellt, also verworfen.. Nun haben wir hier einen „Papst“, der uns sagen will, das Verworfene sei vom Heiligen Geist. was also in der Kirche seit 1900 Jahren galt, ist nun über Bord geworfen. Was die Kirche bislang verwarf, weil es von unten kam, wird nun als Werk des Hl. Geistes gesetzt.

    Das kann niemand mehr übersehen, das kann niemand mehr einfach übergehen, warum sagt dazu denn keiner was? Warum schweigen die Kardinöle und Bischöfe, auch die angeblich treuen? Sind die zufrieden, wenn sie irgendwo ihre „alte Messe“ feiern dürfen und die schönen alten Gewänder anziehen dürfen oder schweigen sie, weil sie panische Angst haben, das Shcicksal zu erdulden, das schon seit 40 eine Vorhut von Priestern erdulden musste: Suspendierung wegen der Treue, Exkommunikation bei Nichtgehorchen.

    Ja, das wird es sein – sie schweigen, weil sie verwirrt sind, viele intellektuell nach diesem jahrzehntelangen geistigen Niedergang der komplexen Problematik nicht mehr gewachsen sind (das gilt auch für die Priesterbruderschaft, denn kein Mensch kann sich außerhalb des Problems „retten“), denn man muss weit zurückdenken, um die Problematik wirklich recht zu verstehen, und flüchten sich eben in eine fromme Scheinwelt, um irgendwie zu überleben.

    • Pfingstler wurden von der katholischen Kirche, wie Sie treffend bemerken, niemals verfolgt. Wenn wir das wissen, weiß Papst Franziskus das auch. Keine Ahnung, was er sich dabei dachte. Er meinte wohl geistliche Vorfahren der Evangelikalen, wie die Anabaptisten, aber die wurden von allen Amtskirchen, Staats- und Landeskirchen, verfolgt, auch von den reformatorischen Kirchen und den Anglikanern, nicht nur von den Katholiken.

    • Natürlich kann es hinsichtlich der Gemeinde Jesu keine Einheit in der Vielfalt der verschiedenen religiösen Weltanschauungen geben. Einheit kann nur bestehen in dem wahren Glauben allein an die Lehre Jesu Christ, der gesagt hat: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater denn durch mich!“
      Vielfalt kann und darf sich höchstens äußern in der Art des Brauchtums der Gemeinden aus den unterschiedlichsten Regionen der einzelnen Länder und Kontinente mit ihren unterschiedlchen Nationalitäten und Mentalitäten, – vorausgesetzt, die Lebensart mißt sich am Wort Gottes. Irrtümer sind allerdings in allen Kirchen und Denominationen möglich, – davor ist keine Konfession gefeit.

  8. „Vi chiedo perdono per quei fratelli e sorelle cattolici che non hanno capito e sono stati tentati dal diavolo“ – „Ich bitte um Vergebung für die katholischen Brüder und Schwestern, die nicht verstanden haben, dass sie vom Teufel versucht worden sind“

    „Du sollst kein falsches Zeugnis geben wieder deinen Nächsten“, das gilt auch für jenen, der sich „Ich bin der Hirte der Katholiken“ nennt.

    Wie muss sich eigentlich Benedikt XVI. vorkommen, der vor einigen Jahren noch betont hat, wer die wahre Kirche ist. Er braucht sich nicht im Grabe umzudrehen, er lebt noch … und sieht zu…

  9. Es gab keine Verfolgung von „Pfingstlern“ durch die katholische Kirche. Die Pfingstler sind eine relativ junge Sekte, die sich erst um 1900 im protestantischen Raum als Gegenentwurf zum Mainstream entwickelt hat. Von anderen Protestanten wurden und werden sie als „Schwärmer“ kritisiert, aber auch nicht wirklich „verfolgt“. Für die katholische Kirche steht die Lehre so einer Sekte derart außer Frage, dass eine gesonderte Verfolgung des spezifisch „Pfingstlerischen“ gar keinen Sinn machen würde.
    Es gab wohl eine „Verfolgung“ der protestantischen (überwiegend pfingstlerischen) Freikirchen in den 70ger und 80ger Jahren durch die Regierungen jener Staaten, die eine durchweg katholische Bevölkerung hatten, da man in der aggressiven antikatholischen Propaganda dieser Sekten einen von außen dirigierten politischen Faktor gesehen hat.Und man kann nachweisen, dass in Lateinamerika und auf der iberischen Halbinsel diese Sekten von Kreisen um die amerikanische Regierung finanziell unterstützt wurden, um die sozialistischen Bestrebungen in diesen Ländern zu neutralisieren. Allerdings hing das auch wieder damit zusammen, dass die katholische Kirche durch ihren Linksruck nach dem V2 (Befreiungstheologie etc.) für die USA ein unzuverlässiger politischer Partner geworden war.

    - Worum geht es also den Beteiligten dieser „Entschuldigungs“-Farce? Etwa darum ein weiteres „Opfer“ des katholischen „Triumphalismus“ zu kreieren und damit die Kirche als Stiftung Christi zu relativieren? Hier hat ein Papst wieder einmal „kirchenpolitisch korrekt“ gelogen. Schön für die Sektierer, schlecht für den Papst.

    • Die sog. Pfingstler agieren ganz im Sinne und mit Unterstützung der US-Regierungen, um aus Lateinamerika ein US-Reservat zu machen. Da es so viele materiell Bedürftige in Lateinamerika gibt, konnte und können sich die „Pfingstler“ und andere die Leute regelrecht von der Stange kaufen. Man gibt den Leuten Geld, ordentlich zu essen usw. und schon hat man sie auch von der Kirche abgespalten.

      Daß die katholische Kirche, es ist ja die Kirche Christi, für die USA ein zuverlässiger politischer Partner sein sollte, darf und muß füglich bezweifelt und abgelehnt werden. Daß die USA also gegen die Kirche agieren sollten, weil es da eine sog. Befreiungstheologie gibt, diesen Zusammenhang sehe ich nicht. Das ist Angelegenheit der Kirche und nicht der USA. Das muß man klipp und klar so sagen.

      Die sog. Befreiungstheologie ist eine innerkirchliche Angelegenheit und da hat Papst Johannes Paul II. bei seiner Rede in Puebla/Mexiko im Januar 1979 Grundsätzliches gesagt, indem er sich ganz offen unter vielen Bischöfen und Kardinälen aus Lateinamerika gegen eine marxistisch orientierte Befreiungstheologie aussprach. Er sagte offen und unmißverständlich, daß die Kirche/Jesus Christus selbst der Befreier der Menschen ist und nicht nötig hat, sich dazu bei Marxisten umzusehen. Es war eine glatte Abfuhr für viele wie etwa die Sandinisten in Nicaragua. Auch Boff erhielt ja Lehrverbot.

      • Ich habe nicht gesagt, dass ich der Meinung bin, die Amerikaner täten recht oder dass die Kirche die Befreiuungstheologie hätte gewähren lassen. Aber der Virus der Befreiungstheologie wird z.Zt. durch Kard. Müller wieder ins Herz der theologischen Diskussion transportiert. Angeblich ist er jetzt harmlos, weil der Kardinal ja sonst so konservativ ist.

  10. Vorweg: Ich bin absolut kein Anhänger von selbstgestrickten Prophezeiungen und Voraussagen- viele betrachte ich mit großer Skepsis. Deswegen enthalte ich mich auch jeden Kommentars über nachfolgende Aussagen, die vor dem Rücktritt Seiner Heiligkeit Papst Benedikt XVI gemacht wurden- d.h. bevor wir erleben mußten, was mit Bergoglio über uns kam. Nochmals: Ohne Gewähr:

    Mein Kind, die Zeit für den Triumph Meines Unbefleckten Herzens ist nah.

    Die Zeit für Mich, die Schlange zu zertreten, rückt näher. Aber bis zu dem Tag, an dem Satan und seine Dämonen in die Wildnis verbannt werden, wird noch viel Verwirrung auf Erden ausbrechen.

    Für die an Meinen Sohn Glaubenden wird es eine Zeit der Qual sein. Sie werden durch die katholische Kirche in zwei verschiedene Richtungen gezogen werden.

    Die eine Hälfte wird — aus Pflichtgefühl heraus — glauben, dass es notwendig ist, dem Falschen Propheten zu folgen, dem Papst, welcher Papst Benedikt XVI. folgen wird.

    Er, das Tier, ist wie ein Lamm gekleidet, aber er ist nicht von Meinem Vater, Gott dem Allerhöchsten, und er wird arme Seelen — einschließlich Priester, Bischöfe und Kardinäle — in die Irre führen.

    Viele werden ihm folgen und glauben, dass er von Gott gesandt ist, um über Seine Kirche auf Erden zu herrschen.

    Traurigerweise werden viele Seelen seinen Lehren — die für Meinen Vater kränkend sein werden — folgen.

    Andere, die mit dem Heiligen Geist erfüllt sind und denen aufgrund ihrer demütigen Seele die Gnade des Unterscheidungsvermögens gegeben worden ist, werden auf der Stelle erkennen, dass in der Kirche in Rom ein Betrüger sitzt.

    Der neue, falsche Papst schmiedet bereits Pläne — sogar noch bevor er den Thron des Stuhles Petri besteigt —, um die Lehren Meines Sohnes für ungültig zu erklären. Dann wird er Mich, die Heilige Mutter Gottes, verurteilen und Meine Rolle als Miterlöserin lächerlich machen.

    Mein Kind, deine Rolle ist im Begriff, sogar noch schwerer zu werden als zuvor. Denn viele Meiner Kinder sind sehr verwirrt. Die Beleidigungen, mit denen du jeden Tag konfrontiert bist, und die Qualen, die du für Meinen Sohn im Namen Meines Sohnes durchmachst, werden zunehmen.

    Fürchte dich niemals, der Welt die Wahrheit zu sagen, Mein Kind.

    • Noch ein Beispiel aus diesen Prophezeiungen:

      Sonntag, 10. Juni 2012, 15:30 Uhr

      Der Falsche Prophet wird nicht nur die Führung über die katholische Kirche übernehmen, er wird auch über alle anderen christlichen Kirchen bestimmen, die er zu einer einzigen verschmelzen wird.
      Aber es werde nicht Ich, Jesus Christus, sein, auf dem der Neue Tempel aufgebaut sein wird. Es wird ein Tempel sein, der dazu bestimmt ist, den Heiligen Stuhl zu ersetzen, und dazu, das Tier zu verehren.
      Achtet jetzt gut auf Meine Worte; denn bald werdet ihr die Wahrheit sehen.
      An diejenigen, die tapfer genug sind, sich dieser Verfolgung eures Glaubens zu widersetzen: Ihr müsst jetzt planen.
      An diejenigen, die nicht die Stärke haben, gegen die Herrschaft des Antichristen und des falschen Propheten zu kämpfen: Fallt jetzt nieder auf eure Knie und bittet Mich, euch zu helfen.

  11. @Laurentius
    Es gibt verschiedene Aussagen (Prophezeiungen) in dieser Hinsicht.
    Z.B. die Warnung, die Vorbereitung…Ähnliches ist auch zu finden bei „Emmerick“.
    Aber es gibt auch noch div. Seelen, die Ähnliches erhalten haben, die aber mehr im Verborgenen wirken….
    Aber es ist eigentlich letztendlich gleich, wer das „Werkzeug“ ist. Für uns ist entscheidend, ob wir die Worte Jesu bzw. des Himmels „heraushören“ können – oder eben nicht!
    Und dies können wir NUR wenn wir die wahren Sakramente hochhalten. NichtsAbgeändertes, Verfälschtes annehmen. Immer zur Wahrheit stehen und Jesus innig bitten, erkennen zu dürfen. Ich persönlich glaube, dass dies die größte Täuschung ist (in Bezug auf die Kirche) wodurch die Menschheit je gegangen ist!! Gehen wir doch „einfach“ in die Anbetung, bitten wir den Herrn mit demütigem Herzen um Erkenntnis! Wenn es unser wirkliches Bestreben ist, Jesus immer treu zu bleiben, werden wir erkennen!!

  12. @ Athanasius
    In diesem Zusammenhang kann man nicht von Verfolgung sprechen. Bei den erwähnten Traditionalisten handelt es sich um Zurechtweisungen, die es in der Kirche immer wieder gegeben hat. Z. B. die Exkommunikation der Bischöfe der Pius-Bruderschaft während der Amtszeit des Hl. Johannes Paul II. Diese wurde von Benedikt wieder zurück genommen, ohne diese Sanktionierung durch die Kirche hätten sie sich nicht am Riemen gerissen und würden munter weiter ihr Süppchen kochen.

  13. Die Annäherung (eigentlich „Anbiederung“) an die Pfingstler ist brandgefährlich.
    Sie vermittelt nämlich vielen Menschen folgendes Bild: „Wenn dieser große, geniale Papst zu ihnen geht, dann kann ich ja auch mal bei denen vorbeischauen.“

    Es ist ja ein offenes Geheimnis, dass Pfingstler die kath. Kirche extrem ablehnen und enorm bemüht sind, Katholiken „abzuwerben“. Egal mit welchen Pfingstlern auf der Welt ich ins Gespräch kam: Nach gefühlten 10 Sekunden zogen sie böse über die kath. Kirche her.

    • In Aversa gab es am 19. Juli 19 2014 ein Treffen von verschiedenen pfingstlerischen/evangelikalen Gruppierungen das sich offenbar die Frage stellte ob der gegenwärtige Katholizismus eine evangelikale Perspektive habe oder so ähnlich.

      Die abgegebene Erklärung (s.u.) ist eine einzige Wiederholung bekannter Kritikpunkte, die das völlige Unverständnis und Uneinsichtigkeit dieser Leute erkennen lässt. Eine komplette Ablehnung der Einen Heiligen Katholischen und Apostolischen Kirche!

      Following a round table promoted by the Italian Evangelical Alliance, the Federation of Pentecostal Churches, the Assemblies of God in Italy, the Apostolic Church and the Pentecostal Congregations held in Aversa on July 19, 2014, at the Pentecostal Faculty of Religious Sciences, on the theme: “Contemporary Catholicism: an evangelical perspective” the above cited organizations, following the evangelical opening on the part of evangelical circles and international and national Pentecostals, with regard to the Catholic Church and her present Pontiff, without expressing judgment on the faith of the individual faithful, retain incompatible with the teaching of Scripture a Church that proclaims herself to be the mediatrix of salvation and presents other figures as mediators of grace, given that the grace of God comes only through faith in Christ Jesus without works (Ephesians 2:8) and without the intervention of other mediators (1 Timothy 2:5).
      Moreover, they retain incompatible with the teaching of Scripture a Church that assumes the responsibility of adding dogmas (like the Marian ones) to the faith once and forever transmitted to the saints (Jude 3; Apocalypse 22:18).
      Finally they retain incompatible with the teaching of Scripture a Church that has its heart in a political state, a legacy of an “imperial” Church from which it assumed titles and prerogatives. Christian churches must be careful about imitating the “princes of nations” and follow the example of Jesus Who came to serve and not to be served (Mark 10:42 – 45).
      Therefore, they retain that the apparent similarities with the evangelical faith and spirituality from sectors in Catholicism are not, in themselves, reasons to hope for a true change. Considering that irreconcilable and absolutely divergent theological and ethical differences still persist, they retain they are unable to start and follow-up any initiative or ecumenical opening with regard to the Roman Catholic Church, inviting all evangelicals at the national and international level to exercise sound biblical discernment (1 John 4:1) without giving way to unionist anxieties contrary to Scripture, but rather renewing the commitment to bring the Gospel of Jesus Christ to all the world.
      Aversa (Caserta), July 19, 2014

      Stimmt. Mit solchen Leuten kann man sich nur nett über das Wetter u. ä. unterhalten.

  14. Für mich als Konvertit (1974) und in Italien studiert habender Arzt (1984) würden mich gerade die katholisch-kirchlichen Beweggründe interessieren, die in den 70-er Jahren für eine so vehemente Ablehnung der charismatischen Bewegung in diesem katholischen Land Europas gefüht haben.
    Einerseits wirken Papst Franziskus‘ spontane Äußerungen zunächst erfrischend, andererseits müsste man sie auch KORREKT aus dem Italienischen übersetzen (manipulieren da gewisse Medien??) und vor allem müßten jetzt FAKTEN aufgezeigt werden, wieso man damals so oder so gedacht hat. Den Vorwurf einer ‚teuflischen Veführung‘ sollte man weder öffentlich äußern, gleich gar nicht den eigenen Mitchristen und auch den damaligen Kirchenoberen gegenüber, noch als pauschales Gegenargument gebrauchen. – Wer kann hier kirchenhistorisch nähere Informationen geben, um die damaligen Katholiken (z.B. auch in Deutschland, z.B. im Raum Ravensburg) zu verstehen und auch die möglichen Gefahren für die Kirche (incl. Ökumene) aufzeigen, die uns HEUTE durch ein falsch verstandenes Appeacement drohen?

    • Die Charismatiker sind in den 70ern nicht abgelehnt worden – im Gegenteil, Paul VI. hat sie ausdrücklich begrüßt und unterstützt.

      • Sie haben recht. Sogar im Petersdom riß Paul VI bei einem großen Charismatikertreffen die Arme hoch und jubelte Halleluja. Seitdem haben sie sich in der Kirche ausgebreitet, feiern ihre eigenen Gottesdienste, schaffen ihre eigene Liturgie und wollen das Sagen in den Pfarreien haben. Kaum noch ein großes Fest, wo sie einen nicht im Gottesdienst nerven.

  15. Preis den Herrn, endlich ein Hirte der weiss wie unser himmlischer
    Vater ist. Es steht nirgends was von katholisch oder evangelisch
    in der Bibel. Es war schon vor ein paar Jahrhunderten so, das die
    katholische Kirche, Propethen als Hexen bezeichnet und getoetet
    haben. Wie kommt ihr auf das schmale Brett das Ihr allein den
    wahren Glauben habt. Jesus ist zu den Zoellnern gegangen und
    die hoch religioesen haben Ihn dafuer beschimpft.
    Wer sagt er sei ein Kind Gottes, sollte auch die Naechstenliebe
    und Bescheidenheit wie der Papst praktizieren.

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