Pfarrer tanzt in der Kirche Flamenco

Flamenco in der Kirche
Flamenco in der Kirche

(Madrid) Es muß nicht immer Tango sein, scheint sich Pfarrer José Moreno Planas gedacht haben und tanzte in der Kirche Flamenco.

Am vergangenen 16. Juli wollte Pfarrer Planas seine „ganze Freude“ der Gottesmutter „schenken“. Deshalb tanzte der lebenslustige Pfarrer am Ende der Heiligen Messe und vor Beginn der Prozession in der Kirche Flamenco. Der Bericht über den tanzenden Pfarrer erschien auf der Internetseite von Sur Digital von Malaga samt Video. Die Internetseite der Diözese Malaga übernahm zunächst den Artikel vollinhaltlich einschließlich eines Fotos und dem Video. Inzwischen wurde er dort gelöscht. Die URL-Adresse der Seite belegt aber noch ihre Existenz.

Für Pfarrer Planas ist es kein Einzelfall, daß er in der Kirche und während der Heiligen Messe das Tanzbein schwingt, wie das in einer anderen Kirche aufgenommene Video zeigt. Pfarrer Planas scheint wenig geeignet durch sein Vorbild Respekt vor dem Heiligen zu fördern, die Heiligkeit der Kirche als Haus Gottes oder die Heiligkeit der liturgischen Gewänder. Der tanzende Pfarrer scheint jedoch „die stillschweigende Unterstützung der Diözese“ zu genießen, wie Secretum Meum Mihi schreibt.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Sur Digital (Screenshot)

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37 Comments

  1. Ganz im Sinne von Vat. II und Papst Franziskus, hat aber keine Zukunft mehr, die Truppe sollte besser beim Musikantenstadel auftreten.

  2. Ich bin geschockt, nicht nur vom Pfarrer , sondern auch von den „Gläubigen“, denen anscheinend jedes Gefühl von Ehrfurcht gegenüber Gott verloren gegangen ist. All das wird von der Kirchenhierarchie erlaubt, aber wehe es gibt Priester und Ordensleute, die eine würdige Messe und Anbetung praktizieren, dann wird sofort mit Verboten und Visitation eingeschritten. Die Selbstverherrlichung solcher Priester manifestiert den Abfall des einzelnen und die Tatsache, dass die Oberen nichts dagegen unternehmen incl. Franziskus, der als Kardinal in Argentinien in der Kirche Tange tanzen ließ, beweist den Glaubensabfall in großen Teilen der Kirchenhierarchie.

  3. Geradezu zwanghaft Lebensfreude demonstrieren zu müssen, auch in der Kirche …!
    Wer dem nichts abgewinnen kann, wird womöglich zum humor- und freudlosen Miesepeter erklärt.
    Schleusen öffnen sich und man darf gespannt sein, was zukünftig noch so alles an Ideen ins Kircheninnere hinein fließt.
    Christus im Tabernakel scheint da nur noch eine untergeordnete Rolle zu spielen.
    Aber da ER ja alles verzeiht, ist hier Schamgefühl offensichtlich nicht vonnöten.
    Und Respekt natürlich auch nicht!

  4. Ein alter verkalkter Modernistenpfarrer, ob der die Gläubigen im christlichen Glauben bestärken kann? Dass da die Kirchen sich entleeren ist zwangsläufig. Für mich alles herkömmlich von USA Freikirchen udgl. Keine Ehrfurcht, kein Mysterium, kein Tremendum, so zerstört man die hl. Liturgie, wenn nur der Pöbel jault. Schade.

  5. …die Charismatisierung der katholischen Kirche ist weit vorangeschritten…und irgendwer wird jetzt wieder sagen: wieso, es gibt eben verschiedene Formen, seiner Glaubensfreude Ausdruck zu verleihen…und wieder andere werden sagen: das sind doch nur rein äußerliche Dinge, aufs Herz kommt es an…und die ganz Bösartigen werden den Kritikern vorwerfen, ihre Kritik sei angesichts solcher Heiligen Begeisterung teuflisch, der Kritiker wird in die Schublade der Besessenen geschoben, der gegen den Geist Gottes wütet…und dann wird die Michal-Karte aus dem Ärmel gezogen, die Davids Tanz vor der Bundeslade kritisierte und deshalb verworfen wurde…

    Eine heillose Verwirrung! Dabei würde dem Priester kein Mensch einen Vorwurf machen, wenn er später, auf dem Gemeindefest, wo es nicht mehr um Gebet und liturgische Feier geht, sondern um Essen und Trinken, auch einen Flamenco tanzen würde! warum aber im sakralen Raum? Warum im Rahmen der Heiligen Messe?! Warum im Rahmen einer „geistlichen Veranstaltung“?

    Es ist die Vermischung von Gebet und „Ausgelassenheit“, die hier völlig daneben liegt. Denn das christliche Gebet ist niemals nur ausgelassen – es birgt in sich alle Gebete, die Menschen je geflüstert und geschrieen haben, alle Gebete, die auch der Herr sprach, vom Lobpreis bis zum Schrei am Kreuz.

    Wer das nicht begreift, wird gegenüber dem Charismatismus verblendet bleiben. Wer nicht weiß, dass die Kreuzesnachfolge unser Gebet auslöst und nicht das befriedigte Begehren des irdischen Leibes, der hat die Heilige Messe nicht begriffen: das ist Golgotha! Es hat seinen tiefen Grund, warum IHM kaum einer bewusst und freiwillig bis unters Kreuz folgen wollte.

    • @zeitschnur

      Kann Ihnen hier nur teilweise zustimmen.

      Es fehlt nämlich die Aufzeigung der unweigerlichen Konsequenz, dass die (tatsächliche oder vermeintliche) demokratische Teilhabe an der Macht freilich auch Verantwortung für die Betreffenden bedeutet. Gegenüber wem? Für den Christen doch wohl nicht vor etwas so Wolkigem wie „die Schöpfung“ oder „den Menschen“, sondern vor Gott! Wie wird er mich, mein Denken, Reden und Handeln am Letzten Tag sehen? „Liber scriptus proferetur,In quo totum continetur, unde mundus iudicetur“!

      Damit ich verstanden werde: Ich halte grundsätzlich nichts von „Schutz vor Verantwortung durch Entmündigung“. Im Gegenteil trete ich für Eigenverantwortung ein und möchte den Staat eigentlich nur dort dabei haben, wo’s anders nicht geht.

      Gehört diese Verantwortung nicht zur Würde des Menschen? Dann muss ich mir aber auch bewusst sein, welche Last ich mir in meinem Wahl- und Stimmverhalten auflade, wenn ich für Gruppierungen bin, die bspw. Mord durch Abtreibung („Fristenlösung“) oder assistierten Selbstmord („würdiges Sterben“) ganz offen in ihren Programmen propagieren. Was bedeutet es fürs Seelenheil eines Volkes, wenn die entsprechenden Parteien heute einen Stimmenanteil von rund 90% auf sich vereinen?

      Mit Christus als Maßstab will ich daher nicht prinzipiell ausschließen, dass ein Motto à la „l‘Etat c‘est moi“, sofern auch so GELEBT und nicht nur propagiert, durchaus heilsam fürs Allgemeinwohl sein kann. Zu Ihrer Aufzählung“quasi-monarchischer“ Übeltäter muss zudem gesagt werden, dass Hitler zwar nicht durch direktes Volksmehr, aber dennoch durch gewählte Parteien, die sich in ihm verkalkuliert hatten, an die Macht gelang – also ganz im System der auch heute herrschenden respräsentativen parlamentarischen Demokratie.

      • Ihr Posting gehört aber eher zu meinem unteren Kommentar, nicht wahr? Ehrlich gesagt, verstehe ich es nicht ganz.
        Ich versuche mal zu sagen, was ich verstanden zu haben glaube: Sie sagen, dass in der Demokratie der Bezugspunkt für die Verantwortung nicht klar ist? Wenn Sie das gemeint haben sollten, stimme ich Ihnen teilweise zu. Immerhin nennt unsere Verfassung in Deutschland in der Präambel noch Gott. Der Streit um die EU-Verfassung, die den Bezug auf Gott rauslassen will, wirft dann aber tatsächlich die Frage auf, wem gegenüber der Bürger und der Staat dort eigentlich seine Verantwortung trägt.

        Die Tatsache, dass durch eine Reichtagsabstimmung Hitler an die ungeteilte Macht gewählt wurde (Aufhebung der Gewaltenteilung), ist allerdings kein Argument gegen die Demokratie. Tyrannen haben ihren Weg immer irgendwie und von einem „harmloseren“ Zustand aus gesucht und gefunden. Die Deutschen hatten kaum Erfahrung mit der Demokratie und unterschätzten außerdem Hitler. Der Reichtsag zu Kaisers Zeiten gewährte Kriegskredite ohne Ende, die am Ende auch zielsicher in den Krieg und auf längere Sicht zur stellvertretenden Abdankung des Kaisers durch Prinz Max von Baden führten. Die Situation war total verfahren. Es wäre aber genauso falsch, nun hier pauschal zu sagen: die Monarchie gebiert ihren eigenen Tod.

        Oder aber – man kann es immer so sagen, denn nichts auf dieser Welt trägt nicht in sich selbst schon den „einprogrammierten Tod“. Es sind alles schöne Träume und Ideale, aber sie kommen alle unweigerlich an ihr Ende. Auch die Monarchie.

        Ihren Satz zu „L‘état c‘est moi“ verstehe ich nicht.

        Für mich sind allerdings andere Dinge relevant in meiner Sicht: nirgends in der Schrift ist irgendeine Hoffnung auf eine ausdrücklich genannte Staatsform gemacht worden. Paulus sagt, jede (!) legitime staatliche Gewalt sei von Gott, weil ihr Zweck der ist, die Rechtsordnung zu wahren. Von etwas anderem ist nicht die Rede! Gebt dem Kaiser, was ihm zusteht – mehr aber auch nicht!
        Auch die AT-Auseinandersetzung zwischen Israel, Samuel und Gott um das „Wir wollen auch einen Monarchen“ wertet Gott als eine Verwerfung seiner göttlichen Führung.
        Uns ist Petrus als der Fels ausdrücklich vorhergesagt, ausdrücklich eine hierarchische Verfasstheit der Kirche mitgeteilt worden von Christus.
        Nirgends in der ganzen Schrift und Tradition ist uns allerdings eine „Entsprechung“ dieser Verfasstheit im säkularen Geschäft auferlegt – im Gegenteil. Die weltliche Macht wird stets mit Zurückhaltung beobachtet. Und im Zweifelsfall muss man Gott mehr gehorchen.

        Das beantwortet auch Ihre Frage nach dem Stimmverhalten heute. Dass in Monarchien die übelsten Exzesse passieren konnten, ist auch eine Tatsache, und dort hatten Sie nicht mal die Möglichkeit, für oder gegen etwas Ihre Stimme abzugeben…
        Besonderen Abscheu und großes Entsetzen hat bei mir stets das byzantinische Kaisertum hervorgerufen – was nützt die fromme Form, wenn man sich verhält wie aus der Hölle entsprungen?

      • @zeitschnur: „Wahr!“ – tatsächlich war ich „verrutscht“ – sorry.

        Ich wollte keine Argumente gegen die Demokratie vorbringen, sondern die Frage nach der VERANTWORTUNG des einzelnen Bürgers zu bedenken geben, in dessen Gemeinwesen per Mehrheitsentscheid ausdrückliche Todsünden und solche gegen die Natur nicht nur zum Gesetz erhoben werden, sondern ein Eintreten gegen solche sogar verfolgt wird.

        „L‘Etat, c‘est moi“ habe ich (von Ihnen) zugegebenerweise aus einem anderen Thread aufgenommen, fand es aber hier passend, weil derjenige, der so spricht, immerhin „klare Kante“ i.S. von Verantwortungsübernahme zeigt.

      • @ Carlo

        Ludwig XIV. hat aber damit keine „klare Kante“ gezeigt, sondern seine Selbstherrlichkeit und Willkür zementiert – und folgerichtig ging das französische Haus auch unter.

        Das Grundproblem der Demokratie ist tatsächlich nicht das Ideal der Herrschaft des Volkes – das könnte man bei einem frommen Volk auch durchaus positiv gestalten.
        Ich finde etwas anderes daran irgendwie montrös – es ist dieses Unpersönliche. Natürlich ist nach dem Völkerrecht auch eine Nation eine juristische Person, aber damit kann kein Mensch etwas anfangen. Wir erleben, dass sich Leute wählen lassen, Mist bauen und einfach zurücktreten, abhauen, andere, den Dreck ausbaden lassen. Am Ende ist keiner verantwortlich.
        Ob aber mit oder ohne Demokratie – für eine falsche Politik und böse Gesetze muss am Ende immer das ganze Volk den Kopf hinhalten…
        In einer Monarchie und anderen Staatsforemn ist der Fürst eine natürliche Person, die man anfassen kann, die ein Gesicht hat und die auch nicht einfach abhauen kann. Und selbst in der Demokratie schaut man auf solche Personen zurück – immer noch sagen wir: die „de Gaulle-Ära“, oder „Papa Heuss“, oder „Indira Gandhi“ als Synonym für ein bestimmtes Gesicht Indiens etc. Und selbst Heuss beispielsweise verstand sich selbst durchaus in einem gewissen Sinn, wenn auch gewählt, als „von Gottes Gnaden“ – es ist also sehr wohl Demokratie in einem guten Sinne denkbar („Th. Heuss: Gerechtigkeit erhöht ein Volk“)

        Sie sehen also, ich gebe Ihnen prinzipiell Recht.

        Nur geistert unter Traditionalisten nach wie vor der Glaube, auch das säkulare Wesen müsse starr „hierarchisch“ sein, und sie stellen sich dabei einen Verschnitt der himmlischen Hierarchie vor. Das halte ich für den größten Irrglauben der „Tradition“. Denn wie gesagt – davon war noch nie die Rede. Wir wissen ja nicht einmal, wie im Himmel „Hierarchie“ verstanden wird! Auf jeden Fall nicht im Sinne „der steht über dem oder unter jenem“ – das hat Jesus mehrfach nämlich ausdrücklich betsritten.
        Wie Paulus es sagte: der Staat ist von Gott gesetzt, aber nicht, um „Patriarch“ zu spielen, sondern um die Rechtsordnung zu wahren – nicht mehr und nicht weniger.

        Auf mich wirkt das immer wie eine kollektive Regenbogenpressenmentalität in der Tradition, die irgendwie doch nicht so ganz ernstnimmt, dass diese Welt böse ist und alles auf ein Ende zustrebt. Man träumt Dornröschenträume von gerechten, männlichen Königen und mildtätigen, goldhaarigen Königinnen, die als Traumteam die Kirche beschützen – das ist alles frommer Kitsch. Das gibt es nicht und hat es nie gegeben!
        Traditonalismus als „My home is my castle“-Forum, das sich mit einem Inventar zur ewigen Bleibe auf dieser Welt bestückt.
        „Der Menschesohn“ aber, sagte Jesus, „hat keinen Ort, an den er sein Haupt legen konnte…“
        Und Paulus:
        „Lasst uns hinausgehen vor die Stadt (zum Kreuz)“…
        (Alles sinngemäß zitiert)
        Wir können uns nicht nur nicht verlassen auf weltliche Herrschaftsformen – wir dürfen es nicht!

      • @zeitschnur:

        Mit der „klaren Kante“ meinte ich sinngemäß, dass mit dem erwähnten Anspruch „l‘Etat…“. hier immerhin einer sagt: „ich übernehme Verantwortung, und ich bin mir bewusst, am Ende meiner Tage danach Rechenschaft ablegen zu müssen“. – Herzlichen Dank für Ihre Ausführungen !

        Dass es indes nicht zutreffen würde, der gesamten „Tradition“ kollektiv eine solche Regenbogenpressementalität zuzuschreiben, erscheinen mir persönlich folgende Positionen (oder die entsprechende Grundhaltung) Pater Schmidbergers passend, der eine Frage nach der tieferen Ursache von Spaltungen, eben auch in der Priesterbruderschaft, mit den Wirkungen der ERBSÜNDE, der alle Menschen unterliegen, erklärte.

        Und in anderem Zusammenhang weiter:

        “,Wer glaubt zu stehen, der sehe zu, daß er nicht falle‘ (1 Kor 10,12). [Paulus] sagt nicht: wer steht, sondern: wer glaubt zu stehen. Viele Seelen glauben sich nämlich in Sicherheit, sonnen sich in ihren Tugenden, während der Stolz und die Selbstgerechtigkeit ihr Herz längst umstrickt haben.

        Eigensinn, Rechthaberei, Besserwisserei, Kritiksucht, falsche Dialektik, Spott und Häme sind nicht die sieben Gaben des Heiligen Geistes, sondern Merkmale des Widersachers Gottes. Diesem ist es ganz gleich, ob er eine Seele durch ihre bekannten Schwächen zu Fall bringt oder durch Stolz auf ihre eigenen Tugenden. Allzu oft verwandelt sich der Teufel in einen Engel des Lichts und vollbringt sein Werk der Verführung sub specie boni – unter dem Schein des Guten. Treibt man das Recht beispielsweise auf die Spitze, so kann höchste Ungerechtigkeit geschehen. Nicht umsonst sagten die Alten: Summum ius, summa iniuria.

        Hat man die Gefahr des falschen Gehorsams umschifft und Liberalismus und Modernismus vermieden, so ist man noch lange nicht gefeit vor einem sektiererischen Antiliberalismus. Nur die Demut des Geistes und vielleicht noch mehr jene des Herzens bewahrt vor dem Fall. ,Lernet von mir‘, sagt unser gebenedeiter Herr, ,denn ich bin sanftmütig und demütig von Herzen.‘ (Mt 11,29)…“

      • @ Carlo

        Danke für Ihre Antwort! Habe am Ende hinsichtlich des Themas aber etwas den Faden verloren, auch wenn das Zitat in einer anderen Hinsicht natürlich sehr interessant ist.

        Nein – natürlich gilt nie etwas immer für alle…es ging mir um Tendenzen und lange Denktraditionen, die teilweise in offenen Hass umkippten. Das von mir behauptete Regenbogenpressen-Denken ist m.E. im 19. Jh entstanden, nachdem die Franz. Rev. die alte Welt erschüttert hat und nach dem Wiener Kongress endgültig sichtbar wurde, dass die „alte Welt“ Europas nun zersplittern würde.
        Nur – wieviel dieser „alten Welt“ war Ideal, wieviel Wirklichkeit? Wenn man liest wie Donoso Cortes tatsächlich glaubt, man hätte ein Recht, gegen den Liberalismus mit allen Mitteln vorzugehen und notfalls auch eine katholische Diktatur zu errichten, wenn man liest, wie das bei einem Prälat Mäder zu total überspannten Hasstiraden gegen die Demokratie geführt hat, obwohl er als Schweizer nur aufgrund der langen demokratischen Tradition seines Landes überhaupt so frei reden konnte, wenn man sieht, dass eben jener überspannte Priester dann empfahl, missliebige liberale Künstler und Journalisten in Staatsgefängnidssen zu internieren, selbst aber wehklagte, wenn die andere Seite entsprechende Maßnahmen gegen Personen wie ihn forderte und im übrigen alles Böse der Welt dem „Sündengift des Weibes“ anlastete, auch wenn von alters her nahezu jede falsche politische und religiöse Idee, einschließlich des Liberalismus und der Intrigenkommandos, die Jesus ans Kreuz brachten, in diesem letzten Fall sogar ausschließlich aus männlichen Gehirnen geboren worden war, dann fragt man sich doch, was hier eigentlich los ist.
        Nach einer solchen Vorbereitung empfingen viele Traditionalisten alle faschistischen Führer erst mal als Lichtgestalten, nur weil die, wie Mussolini, schlau, wie sie waren, erst mal die Kreuze wieder in den Schulzimmern aufhängten, oder wie Hitler im Parteiprogramm sogar ausdrücklich zusagten, das „positive Christentum“ zu stützen. Man sah rückwärts, stets in der Hoffnung, ein vergangenes Ideal wieder beleben zu können.
        Man fragte nicht einen Moment nach der Heilslehre: Und die sieht ein Ende vor!
        Wenn Sie nun glauben würden, solche verfehlten katholischen Denkansätze wären aufgrund der historischen Ereignisse entlarvt – weit gefehlt. Diese traditionalistischen Falschlehrer werden immer noch hochgejubelt als Helden des „Widerstandes“ – nur Widerstand gegen was eigentlich? Ist es nicht Widerstand gegen die Wiederkunft des Herrn, um es überspitzt zu sagen?

        Die modernistsiche Kritik an einer so auftretenden „Tradition“ ist nicht in jedem Punkt falsch, auch wenn ihr Ansinnen falsch ist. Aber über dieser Einigelung der „Tradition“ haben dann die Modernisten das Terrain belegt und tanzen nun Flamenco und kaum ein außenstehender Mensch begreift die „alte Messe“, nicht zuletzt auch deswegen, weil ihre Liebhaber so oft den historischen Ballast problematischer Zeiten daran geschweißt haben.

    • Naja – das ist ein wilde Sammlung all der Dinge, die Leuten, die Ästhetik und Ethik mit Glauben verwechseln, nicht gefallen und nun ohne Netz und doppelten Boden in die Bibel projiziert werden. Manches trifft zu, manches ist kleinlich und schlicht falsch – Vorsicht!

      Es ist nicht seriös, eine Bibelstelle zu nennen und anstatt sie selbst reden zu lassen, schon vor-interpretiert darzustellen, und dies ohne den Zusammenhang zu einer apokalyptischen Sache herstellen zu können. Außerdem sind sehr viele Stellen ohne ihren Zusammenhang nicht erklärbar und gehören in der Schrift selbst keineswegs in Endzeit-Prophezeiungen, sondern Erfahrungen des Volkes Israel oder heute nicht mehr sicher rekonstruierbare Situationen aus den Pastoralbriefen, denen das Lehramt aber auch niemals eine all zu große Bedeutung beigemessen hat. Manches ist einfach nur menschliches Problem aller Zeiten.

      Vorsicht also mit so plumpen Sammlungen – das hilft nicht weiter, sondern fördert nur überflüssige Ressentiments. Solche Listen haben Leuten auch schon vor 1000 Jahren in Panik und Ingrimm versetzt und manche sind dann in den Kaukasus ausgewandert und haben dort auf einem Berg die Wiederkunft erwartet…

      Wie sehr fehlt uns das nüchterne und kluge Lehramt – wir sind nun ganzen Heerscharen von selbsternannten geistlichen Quacksalbern ausgeliefert!

      Die Schrift nennt dagegen klar die Voraussetzungen, die das nahende Ende anzeigen:

      1. Alle müssen das Evangelium erfahren haben oder erfahren können.
      2. Es passiert ein nie dagewesener Glaubensabfall (der aber nichts mit „Es gehört sich nicht“-Fragen zu tun hat, sondern mit falschen Propheten und falschen theologischen Lehren.)
      3. Der Mann des Verderbens (Antichrist) muss offenbar werden.
      4. Es werden Tage wie die Tage Noahs sein – Essen, trinken, Heiraten, Feiern – sonst nichts weiter, keine andere Perspektive mehr. Scheinbarer Friede, aber auch viele Unruheherde weltweit.
      5. Die Juden kehren zurück/bzw. bekehren sich.

      Aber am schlimmsten ist folgendes, und mir wird immer bewusster, dass dies das eigentliche Problem für jeden von uns ist – nicht diese leicht denunziatorischen Listen“fehler“, sofern es überhaupt Fehler sind:
      Jeder wird verführt, und wenn Gott es nicht abkürzen würde, könnte keiner gerettet werden! Jeder! Man mache sich das bewusst: jeder! jeder! Auch der, der meint, alles richtig zu machen! es kann nicht um diese Kleinlichkeiten gehen – es muss etwas viel, viel Tieferes sein, was uns an den Abgrund führt.

      • So sehr ich jeden Versuch ablehne zu behaupten, wir befänden uns soundsoviel Tage vor der Wiederkunft Christi und dergl, sosehr muss ich konstatieren, dass wir alle verführt sind und verführt werden,
        Ich nehme mich da gar nicht aus, aber wir haben, selbst, wenn es uns nicht so besonders materiell gut, geht, einen Lebensstandart der ist unvergleichlich.
        Natürlich schimfe ich auch beständig über die Krankenkassen, mit ihren merkwürdigen Vorschriften, da Eigenbeteiligung, das übernehmen sie nicht, da bezahlen sie nur das Medikament und jenes nicht, u.s.w. …..
        aber wir haben alle noch Zugang zu kompetenter Medizin, wir haben Wohnungen, die sind beheizt, man muss kein Holz hacken und keine Kohle mehr aus dem Keller holen, man kriegt Obst und Gemüse aus aller Herren Länder, und Fischsorten aus der Tiefkühltruhe von denen wussten selbst superreiche Bürgersleut von der Jahrhunderwende gar nicht, dass es sowas gibt!
        Ich weiß dass das schon jetzt schwer plakativ rüberkommt und halte auch nichts, aber auch gar nichts von diversen oberhirtlichen Tweets zum Thema, aber ich frage mich schon, ob wir nicht alle mit hineingewoben sind, und zwar auf eine Art, wo wir gar nicht mehr herauskommen, in die Anbetung des Mammons?

      • Meinen Sie, dass wir durch die komplexe ökonomische Struktur total verwoben sind auch in die ideologischen Setzungen der Gegenwart?

        Das würde ich nämlich auch so sehen wollen. Allerdings kommen wir da niemals mehr heraus – man müsste sich einsargen. Oder aber – und das werfe ich ja der „Tradition“ vor – man spielt historische Kirche, kostümiert sich gewissermaßen nach dem nostalgisch-romantischen Traum einer vergangenen Zeit, die niemand mehr zurückholen kann und die niemand mehr wirklich verstehen oder gar originalgetreu „rekonstruieren“ könnte. Deshalb ist ja ein jeweils aktuelles Lehramt so wichtig, das das „Ewige“ bewahrt, das Überholte aber auch getrost fahren lässt.
        Denn bei aller Notwendigkeit, die Lehre zu bewahren, bedeutete dieses Bewahren doch stets, es weiterzuentfalten.
        So kann man in der Kirchengeschichte eine vorwärtstreibende Entfaltung der Dogmatik erkennen, bei der immer wieder unwillige und störrische, besserwisserische Teile der Kirche zurückgelassen werden mussten.
        Wenn also Traditionalisten heute längst zurückgelassene Sitten auf eigene Faust wieder aufwärmen wollen oder Anleihen bei der Orthodoxie und noch schlimmer, bei protestanischen Sekten und ihrem krassen Biblizismus machen – gerade bei dem, was die wahre Kirche doch längst hinter sich ließ, dann kann man das nur tragisch nennen, denn eigentlich müsste es auch heute Aufgabe des Lehramtes gewesen sein, die Dogmen weiterhin zu entfalten.

        Was ist stattdessen passiert: die einen haben die Dogmatik aufgelöst und die anderen wollen das, was sich auflöst, mithilfe nostalgischer, häretischer und überholter Mittel zusammenbinden.

        Davon abgesehen aber hatten wir Jahrzehnte lang Zeit, in aller Freiheit zu leben und die Zeit nicht genutzt. Das Gejammer über die angeblich dämonsiche Demokratie entspringt selbst einem vergifteten und selbst-unkritischen Denken – wir selbst haben die Zeit verschlafen mit unserer Unfähigkeit, sie anzunehmen und „auszukaufen“. Es ist zwar wichtig gewesen, die Liturgie nicht einfach aufzugeben, aber die Verklammerung dieser Absicht mit einer rückwärtsgewandten Nostalgie angeblich goldener christlicher Zeiten, hat das eigentliche Ziel, die Liturgie zu retten, von unten her ausgehöhlt. Man kann das Ansinne, die wahre Lehre und Liturgie zu erhalten, auch auf Sand bauen, auf den Sand kitschiger und verfehlter historischer Träume.

      • Ja ich meine das so, dass wir alle hineingewoben sind in die Setzungen unserer Zeit und ja diese unkritische Glorifizierung der Vergangenheit ist in der Tat ein Problem.

      • @ zeitschnur

        > man spielt historische Kirche, kostümiert sich gewissermaßen nach dem nostalgisch-romantischen Traum einer vergangenen Zeit,

        > Traditionalisten heute längst zurückgelassene Sitten auf eigene Faust wieder aufwärmen wollen oder Anleihen bei der Orthodoxie und noch schlimmer, bei protestanischen Sekten und ihrem krassen Biblizismus machen

        Könnten Sie das bitte konkretisieren? Was meinen Sie genau? Danke.

      • Ich schreibe hier im Forum ja genug über Konkretes, deshalb hier nur soviel:
        Die Tradition hat einen enorm großen blinden Fleck. Sie deutet die Geschichte als den Kampf der Freimaurerei gegen die gute und wahre Kirche, die ihren Halt aus der Monarchie und einer patriarchalischen, hierarchischen Gesellschaft bezogen haben soll. Die parlamentarische Demokratie wird dementsprechend dämonisiert. Nun steht weder in der Hl. Schrift noch in den Dogmen eine solche Auffassung der Wirklichkeit. Es handelt sich um ein ideologisches Vorurteil – denn die Beziehung zwischen Thron und Altar war erstens nicht die ganzen 2000 Jahre gerade eine freundschaftliche, noch war sie zu Zeiten der Freundschaft zwingend glaubensförderlich. Die Tatsache, dass es ein äußerst differenziertes Bild ist, was die Zeit vor 1789 und auch vor 1517 bestimmt hat, wird ausgeblendet: pauschal greint man über die Liberalen, den Modernismus und die Freimaurer, die hinter allem, was nicht beliebt, stecken. Auch wenn es die Aktionen dieser Kreise unbestreitbar gibt, konnten sie sich doch immer die unguten und bösartigen Zustände an den Höfen und in der Kirche zunutze machen, deren Verklärung also mitnichten angebracht ist. Die Verwirrungen zwischen Klerus und höfischer Politik, die ganzen Perversionen an fast sämtlichen europäischen Höfen, von Fressen, Saufen, Huren, Homo, Sodomie und Kriegstreiberei und Brutalität angefangen, über die Förderung schändlicher Philosophen und Literaten hin zu einer enormen Verschwendung dessen, was man dem Volk zuvor mit Gewalt abpresste – ich kann nicht sehen, dass das ein Eldorado gewesen sein soll. Nicht zuletzt haben die Fürstenhöfe durch ihr Mäzenatentum ja das gefördert, was wir heute erleben.

      • Nachtrag:
        Ich meine, dass diese Wahrnehmung „Es gab eine gute alte Welt und die zerfällt nun zu einer bösen neuen Welt“ verabsolutiert wird. Es wird übersehen, dass in der Schrift nicht gesagt wird, der „Mensch des Verderbens“ (Anitchrist) erscheine irgendwann nach einer guten und frommen Periode, sondern er wirke bereits jetzt (also damals zur Zeit der ersten Christen!), werde aber noch durch etwas aufgehalten.
        Diesen Aufhaltenden ausgerechnet an der Monarchie festzumachen, ist irgendwie ahistorisch, zumal der Monarch zur Zeit der ersten Christen eindeutig antichristliche Züge trägt! Es ist also nicht die Demokratie mit all ihren möglichen Implikationen (als antike griechische politische Idee), sondern tatsächlich zu Beginn im Gegenteil die Monarchie, die antichristlich wirkt.
        Es ist also völlig verfehlt, in den scheinbaren Ordnungen älterer Zeiten in so eine Art Vorläufer des Himmelreiches zu sehen – ein Blick in die historischen Quellen genügt, um uns klarzumachen, dass es nicht so ist.
        Dass dennoch natürlich manche gesellschaftlichen Zustände weiter entfertn scheinen vom Christlichen als andere, trifft zwar zu, aber die Traditionalisten begreifen nicht, dass nur das tradierenswert ist, was tatsächlich übernatürliche Erkenntnis und Lehre ist. Alle möglichen ungerechten Sitten älterer Zeiten, auch wenn sie christlich eingekleidet wurden, sind allzu oft nichts weiter als Ausdruck des Bösen, das wühlt und wirkt, bis es sich endgültig Bahn bricht.
        Andernfalls würde man das Unkraut mit dem Weizen im Acker der Welt von damals für ein einziges gutes Gewächs halten, und das ist schlicht und einfach dumm.
        Wichtig erscheint mir in diesem Zusammenhang auch, dass die Vorläufer des Antichristen zunächst die römischen Kaiser waren, dann waren sie in einigen Gestalten der europäischen Geschichte erkennbar, und dass man im ausgehenden Mittelalter durchaus auch verkommene Päpste dafür halten konnte, ist nicht abwegig, im 20. Jh aber explosiv in quasi-monarchischen Gestalten wie Hitler, Stalin, Mao, Ho Chi Minh, Kim Jung-Il, Idi Amin etc. etc. Dass es hier bei allen Unterschieden aber jeweils gerade nicht demokratische Staaten waren, die diese furchtbaren Gestalten hervorbrachten, wird ebenfalls einfach ausgeblendet.
        Angesichts dieser historischen Tatsachen, muss man sowohl in der Monarchie als auch allen folgenden liberalen Verfassungen Wegbereiter des Antichristen sehen. Die römischen Kaiser haben gezeigt, dass es ihr „Charakter“ ist, den der Antichrist haben wird. Für eine Zeit konnte es den Anschein haben, als dieser „schlafende Hund“ christianisiert worden.

  6. Man macht erst alle Leute unkeusch, indem man 5 Jahrzehnte nicht mehr über das 6. Gebot und die Sünden dagegen predigen lässt, dann merken sie 100%ig nicht mehr, wenn die „Geistlichkeit“ auch den Gelüsten des Bauches fröhnt , statt den Geist Gott ähnlich zu machen, indem an sündenlos und voller heroischer Tugenden, sprich heilig lebt.

    Solchermaßen agitierten „Gläubigen“ erklären zu wollen was eigentlich die katholische Morallehre wäre, ist ein gefährliches Anliegen. Sie können nämlich ziemlich aggressiv werden, wenn man ihnen erklärt, dass die Pflege der Gelüste des Bauches nicht zum katholischen Leben gehört.

    Wie gut das alles schon seit 50 Jahren funktioniert kann man u. a daran sehen, wie begeistert gerade die ältere Damen von solchen leiblichen Vorführungen sind, das sieht man leider schon im Standbild des Videos.

  7. Geradezu zwanghaft Lebensfreude demonstrieren zu müssen – wem das nicht behagt, steht vermutlich im Verdacht, ein freudloser Miesepeter zu sein.
    Die Schleusen liturgischen Missbrauchs haben sich mittlerweile geöffnet. Herauskommen wird wohl noch einiges, worüber wir uns die Augen reiben werden.
    Aber die hl. Messe muss halt ein wenig aufgepeppt werden, ansonsten erstarrt sie in Langeweile, mag so mancher Priester -ist er wirklich einer?- wohl denken.
    Wäre hinausgehen keine Alternative?

    • Die heilige Messe vergegenwärtigt das dramatischste Ereignis der Menschheitsgeschichte, nämlich die Aufopferung des Gottmenschen Jesus Christus, um der Menschheit eine Möglichkeit zur Erlösung bieten zu können. Sie ist weder „langweilig“, noch darf sie zu einem kabarettistischen Spektakel verzerrt werden. Dies muß man insbesondere den jungen Christen klarmachen, damit sie den strengen Rahmen der Liturgie nachvollziehen können.

  8. Und dann wundern die sich, dass die Gläubigen scharenweise zu den Pfingstkirchlern abwandern….

    • Wieso – diese Flamenco-Show ist doch eindeutig charismatisch angehaucht! Man muss nicht mehr abwandern – den Pfingstgeist haben wir seit „dem“ Konzil nun auch in der RKK.

      • „charismatisch“ ist gut!!
        Wenn ich nicht irre,ist der Flamenco ein ausgesprochen erotischer Tanz,wie ja auch der Tango.
        Die Frau erinnert mich ein bischen an die berühmt/berüchtigte Salome…
        Ich konnte das Video nicht ohne Beklemmung ansehen und ich war in meinen jüngeren Jahren wahrlich kein Kind von Traurigkeit auf dem Tanzboden, wie ich ehrlich zugeben muß.

    • Bin gerade Ihrem Link gefolgt: Da haben wir wieder die Sufis! Das war neulich schon Thema hinsichtlich einer Veranstaltung in einer Salzburger Kirche.
      Und vielleicht hatte @ Leo Lämmlein in einem seiner Kommentare dort recht, dass durch diese mystische Richtung des Islam der Christ gewissermaßen mit Zuckerbrot der Peitsche zugeführt werden soll. Der wohlmeindende Katholik findet das interessant, muss die hohe ästhetische Qualität und auch die Tiefe der Gedanken und Empfindungen zugestehen – aber es ist eben nicht die Tiefe des Dreifaltigen, obwohl es die Gaben nutzt, der der Schöpfer uns gegeben hat, um eigentlich IHN zu preisen. Wer wird da gesucht und vor allem: wer wird da gefunden?

  9. Die Messe Paul VI., die untrennbar mit dem 2. Vatikanischen Konzil verbunden ist, ist die Ursache dieses widerlichen Spektakels.
    Natürlich gab es im überlieferten römischen Ritus auch Lauheit, Oberflächlichkeit, Routine bei Gläubigen und Priestern. Es gab immer Mitläufer, Gläubige, die sich dem sie umgebenden Milieu angepasst haben, die an einem lebendigen, persönlichen Glauben nicht interessiert waren. Das muss man gar nicht erwähnen, ich sage es nur vorsichtshalber. Dass nicht unterstellt wird, die Vergangenheit durch eine rosaroten Brille zu sehen. Doch Skandale, Liturgiemissbräuche waren den Katholiken zutiefst fremd. Der Ritus, theozentrisch und auf die Erlösung, das Kreuzesopfer Jesu Christi bezogen, ließ offene Liturgiemissbräuche nicht zu.

    Natürlich hat Paul VI. das nicht gewollt. Auch nicht sein Liturgiearchitekt A. Bugnini. Sie haben es nicht gewollt. Aber dennoch verursacht. Jedenfalls wenn man von Grundprinzipien her denkt. Wer die Theozentrik durch die Anthropozentrik ersetzt, muss mit diesen Ergebnissen rechnen. Und in der Messe Paul VI., der Eucharistiefeier, die das Messopfer ersetzt, ist das geschehen.

    Das ändert nichts daran, dass es noch genug Priester gibt, die würdig und ehrfürchtig die Eucharistiefeier zelebrieren. Und Gläubige, die andächtig teilnehmen. Doch der Trend ist gegen sie.
    Herr Bergoglio, der bei der Wandlung eine Kniebeuge nicht für nötig, sondern ein flüchtiges Kopfnicken für ausreichend hält, dürfte diesen Anti-Ehrfurchtstrend sehr verstärken. Zu verantworten hat er ihn nicht.

    In München darf dieser lustige Pfarrer, sein Name ist mir gerade entfallen, einen Biertisch in eine katholische Kirche stellen. Ich weiß nicht mehr, ob es den Gläubigen gelungen ist, ihn inzwischen entfernen zu lassen. Doch dieser Pfarrer genießt das Wohlwollen von Kardinal Marx, Vorsitzender der DBK.
    Die Spanier tanzen Flamenco und die Deutschen lieben ihr Bier. Wenn sich die Gelegenheit bietet, dann auch in einer Kirche. Wohlgemerkt: nach dem 2. Vatikanischen Konzil.

    • @Zeitlos
      „Natürlich hat Paul VI. das nicht gewollt. Auch nicht sein Liturgiearchitekt A. Bugnini. Sie haben es nicht gewollt. Aber dennoch verursacht.“
      Ihr Wort in Gottes Ohr. Wenn das nicht stimmt können wir nur hoffen das die Gnade des Herrn größer ist als unser Verstand es jemals begreifen wird . Wenn ich in dieser Zeit Papst gewesen wäre hätte ich Bugnini nicht nach Teheran geschickt sondern hätte ihn exkommuniziert und den Konzilsgeist hätte ich den Genickschuß verpasst. Die freimaurerische säkulare Welt hätte natürlich eine Fehlgeburt erlitten aber das wäre mir egal gewesen.
      Per Mariam ad Christum.

      • Aber das wäre noch nicht alles. Ich würde den Konzilstheologen der die „Subsistit-in-Lehre“ mit Hilfe protestantischer Freunde in die heilige Kirche reingepresst hat suchen und finden. Und dann würde ich ihm sämtliche Federn ausreißen und ihn nackt über die Alpen zurück jagen. Natürlich versteht der normale Katholik mich nicht. Macht nichts, alles hat seine Zeit und ich bin kein Voodoopriester der in Assisi um den Krieg in dieser Welt gebettelt hat. Oh Entschuldigung es ging ja in Assisi um Frieden in dieser Welt. Jetzt sind wir aber alle gespannt wie dieser Frieden aussieht.
        Per Mariam ad Christum.

  10. Freude am Glauben ist großartig! Aber welche „Freuden“ sehen wir hier?
    Der Herr Pfarrer ist ja ganz hin und weg… von seiner „Haushälterin“ 😉

  11. Solch einen Priester wird wahrscheinlich nichts passieren, aber bei uns ist ein Priester als Religionslehrer von Bischöflichen Amt gekündigt worden, weil er vom Fegefeuer ,Hölle gesprochen hat! Kündigungsgrund zu konservativ und gestrig und wahrscheinlich zu katholisch!

  12. Dem flotten Tänzer passiert nichts. Unter der herrschenden Diktatur werden ausschließlich diejenigen verfolgt, die dem großen Reformator im Wege stehen. Denn diese sind ja personifizierte Zeugen, was wirkliche Demut und Anbetung Gottes bedeutet. Und da fällt es im direkten Vergleich schon auf, wie oberflächlich der Herrscher von eigenen Gnaden ist. Jetzt ist die Stunde, in der unser Heiliger Vater Papst Benedikt XVI nicht mehr schweigen darf, auch um den Preis der Ganzhingabe. Er hat in dieser Welt nichts mehr zu verlieren. Aber er darf nicht mehr schweigen und sich mitschuldig machen an der Verwüstung des Tempel Gottes. Lieber Heiliger Vater: Erheben Sie Ihre Stimme. Wir glauben, dass Sie durch das Wirken des Heiligen Geistes zum Nachfolger des heiligen Petrus erwählt wurden. Dieses Siegel in Ihrer Seele kann niemals ausgelöscht werden. Sie mögen juristisch nicht mehr Papst sein, doch das göttliche Gesetz kann niemals geändert werden. Sie mögen alt und krank sein, aber jetzt ist Ihre Stunde gekommen, mutig die Stimme zu erheben. Man mag Sie vertreiben, doch Millionen werden Ihnen Zuflucht und Obdach gewähren. Schauen Sie nicht länger diesem Drama zu. Sie lieben die Kirche. Zeigen Sie bitte diese Liebe in Wort und Tat !

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