Die Prälaten, denen die ungeborenen Kinder ein lästiger Klotz am Bein ist

Bischof Galantino, handverlesener "Mann des Papstes" in Italiens Kirche
Bischof Galantino, handverlesener „Mann des Papstes“ in Italiens Kirche hat bergoglianische Schwierigkeiten mit dem Lebensrecht ungeborener Kinder

(Rom) Der Generalsekretär der Bischofskonferenz Italiens distanzierte sich vom Lebensschutz. Deshalb heftig kritisiert, versuchte er nun eine wehleidige Korrektur, die in Wirklichkeit eine Kritik an seinen Kritikern wurde. Ein weiteres Signal, wie lästig manchen Prälaten der Kampf für das Leben ist, den Johannes Paul II. bis zum letzten Atemzug  führte und den Benedikt XVI. zum nicht verhandelbaren Grundsatz erklärte. Doch dann kam Papst Franziskus.

Bischof Nunzio Galantino von Cassano all’Jonio machte unter Papst Franziskus fulminant Karriere, wurde allerdings gleichzeitig auf umstrittene Weise bekannt. Bis zur Entdeckung durch Papst Franziskus, war der Bischof außerhalb Kalabriens völlig unbekannt. Als Bischof steht er einer alten Zwergdiözese vor, wie es sie aus historischen Gründen eigentlich nur in Italien gibt. Der neue Papst machte ihn Ende 2013 im Alleingang zum Generalsekretär der Italienischen Bischofskonferenz. Vorsitzender ist zwar noch Angelo Kardinal Bagnasco, doch als eigentlicher „Mann des Papstes“ gilt seither Msgr. Galantino.

Am 12. Mai gab der Bischof ein Interview, in dem er sich auf befremdliche Art von den Lebensschützern distanzierte, die vor den modernen Tötungsanstalten Gebetsvigilen durchführen und dort für den Schutz des Lebens und für ein Ende der Abtreibung den Rosenkranz beten (siehe eigener Bericht Bergoglio-Effekt: Sekretär der Bischofskonferenz distanziert sich von Lebensschützern). Keine zufällige Aussage, wie unterstellt werden darf, sondern ein bewußtes Signal an die vorherrschenden Kräfte, für die die Tötung ungeborener Kinder ein „Recht“ ist, an dem nicht gerüttelt werden darf.

Päpstlicher Galantino

Das Interview sorgte in katholischen Kreisen, vor allem aber unter Lebensschützern für internationales Aufsehen. Es fügt sich in eine Reihe mit einem nicht minder irritierenden Interview, das Papst Franziskus im September 2013 der Jesuitenzeitschrift La Civiltà Cattolica gegeben hatte. Darin sprach das Kirchenoberhaupt von Katholiken, die vom Lebensrecht „besessen“ seien und daß man „nicht ständig“ Themen wie die Abtreibung im Mund führen könne (siehe eigenen Bericht Und er weinte über seinen Papst – Papst Franziskus schweigt zu Abtreibung und Homosexualität, und findet das gut so). Die Irritationen waren umso heftiger, als die Katholische Kirche die letzte wichtige, weltweite Institution ist, die sich noch dem Abtreibungsdiktat widersetzt, und die Päpste ihre Stimme mutig gegen die Mordorgie erhoben von der Enzyklika Humanae Vitae bis Benedikt XVI. Zehn Monate mußten vergehen und ein immer stärkeres innerkirchliches Raunen einsetzen, bis Papst Franziskus im Januar 2014 erstmals das Wort „Abtreibung“ in den Mund nahm (siehe eigenen Bericht „Das Entsetzen der Abtreibung“ – Papst Franziskus nennt erstmals Abtreibung beim Namen).

Alles nur ein Mißverständnis an dem die Medien schuld sind?

Nun beklagte Bischof Galantino in einem neuen Interview für die Monatszeitschrift Sempre die heftige Kritik, die ihm nach dem ersten Interview entgegenschlug. Der Generalsekretär der Italienischen Bischofskonferenz sah keine Notwendigkeit zu einer Korrektur seines ersten Interviews. Die Kritik bezeichnete er als „Aggression, die mir in Wirklichkeit etwas wehgetan hat“. Msgr. Galantino ist der Meinung, daß alles ein Mißverständnis gewesen sei, das auf eine Instrumentalisierung durch die Medien zurückgehe. „Das besagte Interview ist in einem spezifischen Kontext entstanden: dem Einfluß der sozialen Kommunikationsmittel. Bei dieser Gelegenheit warnte ich wachsam zu sein, vor allem was das Fernsehen betrifft, wo nur Bilder verwendet werden, die die eigene Botschaft unterstützen. Ich nannte das Beispiel derer, die dann nur die starren Gesichter derer zeigen, die vor den Kliniken den Rosenkranz gegen die Abtreibung beten.“ Dabei handle es sich um eine Methode der Medien, die „nicht nur den vor den Kliniken gebeteten Rosenkranz entkräften wollen, sondern auch die große und außergewöhnliche Bewegung, die dahintersteht“. Laut Bischof Galantino habe er warnen wollen, wachsam vor solchen Mediennstrumentalisierungen zu sein.

Von der „Böswilligkeit“ der Rosenkranzbeter

Grund für das Mißverständnis sei es also gewesen, daß seine Aussage aus dem Zusammenhang gerissen wurde. „Manchmal lesen die Vertreter bestimmter unserer Bewegungen das Interview nicht vollständig, sondern nur die Titel und Schlagzeilen der Medien, die natürlich alles Interesse haben, etwas Sensationelles zu schreiben und Probleme zu schaffen. So kam es zu 10.000 Tweets und 15.000 Posts auf Facebook“ gegen Bischof Galantino, der sich von dieser Welle der Kritik aus den eigenen Reihen „beeindruckt“ zeigte, um sie als „Böswilligkeit bestimmter Menschen“ abzutun, die „behaupten den Rosenkranz zu beten“. Es sei „besorgniserregend zu wissen, daß jemand, der den Rosenkranz betet, anschließend imstande ist, sich in solchen Tönen und mit einer solchen verbalen Aggression zu äußern“. Lebensschützer schütteln den Kopf. Bischof Galantino habe damit nur ein weiteres Mal unter Beweis gestellt, wenig Ahnung von der Realität des Krieges, der gegen die ungeborenen Kinder weltweit im Gange ist, und vom Lebensschutz zu haben, über den er allerdings redet.

Papst Franziskus scheint sich mit der These vom „Mißverständnis“ jedenfalls zufriedengegeben zu haben. Am vergangenen 21. Juni stattete er Bischof Galantino und dessen Mini-Diözese in Kalabrien einen Besuch ab. Eine Ehrerweisung, die von Beobachtern einhellig als Signal an die italienischen Bischöfe verstanden wurde, in Bischof Galantino den neuen mächtigen Mann in Italiens Kirche zu sehen (siehe eigenen Bericht Eine Frage der Prioritäten? – Fronleichnamsprozession ohne Papst Franziskus).

Was genau hatte der Generalsekretär am 12. Mai gesagt?

Quotidiano Nazionale: In den vergangenen Jahren setzte sich die Bischofkonferenz für die nicht verhandelbaren Werte (Leben, Familie, Erziehung) ein. Dem Papst liegt dieser Begriff nicht am Herzen. Auch Ihnen nicht?

Bischof Galantino: Denken wir an die Heiligkeit des Lebens. In der Vergangenheit haben wir uns ausschließlich auf ein Nein zur Abtreibung und zur Euthanasie konzentriert. Das geht so nicht, dazwischen geht es um die Existenz, die sich entwickelt. Ich identifiziere mich nicht mit den regungslosen Gesichtern jener, die vor den Kliniken den Rosenkranz beten, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen, sondern mit jenen Jungen, die diese Methode ablehnen und für mehr Lebensqualität für die Menschen, für ihr Recht auf Gesundheit und Arbeit kämpfen.

Im neuen Interview spricht Bischof Galantino vom „Einfluß der Medien“ und „Instrumentalisierungen durch die Medien“. Im Orginal findet sich nichts dergleichen, sondern eine ganze präzise Frage, auf die der Bischof ebenso eindeutig wie irritierend antwortet.

Bischof Galantino versucht ein altes Spiel, das die Schuld immer den Journalisten zuschieben will. Ein Versuch, der oft gelingt, im konkreten Fall aber nicht, da der Bischof bis heute seine damalige Aussage weder dementierte noch von der Tageszeitung eine Richtigstellung forderte. Eine inhaltliche Korrektur seiner Position wäre dem „Mann des Papstes“ in der Italienischen Bischofskonferenz besser zu Gesicht gestanden. Vor allem wäre es inhaltlich die einzig richtige Antwort auf Zweifel und Kritik. Lebensrechtler gehen daher davon aus, daß Bischof Galatino damals genau das sagen wollte, was im Interview auch zu lesen ist: Eine Disktanzierung von der Lebensrechtsszene, die von manchen Prälaten nur mehr als lästiger Klotz am Bein gesehen wird, der ein Arrangement mit dem Zeitgeist behindert.

Manchmal sind die Versuche, ein Loch zu stopfen schlimmer als das Loch selbst.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Corrispondenza Romana

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11 Comments

  1. Warum Bischof Galantino bald Vorsitzender der italienischen Bischofskonferenz werden könnte, dürfte an der Person des jetzigen Vorsitzenden liegen.

    Der ( noch) Vorsitzende der italienischen Bischofskonferenz und Erzbischof von Genua – Kardinal Bagnasco – gilt 
    als sehr konservativ und unnachgiebig bei der Verurteilung der mörderischen Abtreibung
    - er spricht richtigerweise von einem Massaker ! -
    sowie der sog. „Homo-Ehe“
    - „das Sakrament der Ehe zwischen Mann und Frau ist nicht verhandelbar“ !.

    Er hat den italienischen Katholiken auch angemahnt nur für jene Parteien zu stimmen, die sich am stärksten für die Familie und für den Schutz des Lebens, also gegen Abtreibung und Euthanasie, einsetzen. 
    Also keine Parteien oder Kandidaten zu wählen, die sich für den Schwangerschaftsabbruch sowie für die Schwächung der Ehe zwischen Mann und Frau einsetzen.

    Ausserdem
    -
    und dies dürfte uns aufhorchen lassen 
    -
    nannte er die Wiederzulassung der Alten Messe eine
    „Widergewinnung des liturgischen Schatzes“ (!)

    Hier einige eindrückliche Zitate von Kardinal Bagnasco:

    Bez. der Alten Messe:
    -
    „Wir haben mindestens zwei eindeutige Motive, dem Papst unseren Dank auszudrücken: 
    das erste betrifft die Instruktion Universae Ecclesiae, die eine korrekte Anwendung des Motu proprio Summorum Pontificum vom 7. Juli 2007 sicherstellen soll. 
    Damit soll die Wiedergewinnung des vollständigen liturgischen Schatzes der universalen Kirche in jeder einzelnen Diözese erfolgen.
    Die Hebung des vollständigen liturgischen Erbes der Kirche ist nicht auf die Weltkirche, also die obere Ebene beschränkt, sondern gelte für die gesamte Kirche bis hinunter in die Pfarreien: Nie darf die Eintracht zwischen der einzelnen Ortskirche und der Weltkirche verletzt werden; 
    deshalb gilt es vielmehr alle Kräfte zu vereinen und der Liturgie ihre mächtige Ausstrahlung zurückzugeben“ 
    -

    Bez. der Abtreibungs- und Homo-Lobby, deren Kult des Todes versucht, die öffentliche Meinung durchtrieben zu manipulieren:

    -
    „Wenn das dominierende Kriterium die öffentliche Meinung oder Mehrheiten sind, die im Gewand der Demokratie daherkommen - 
    und die antidemokratisch und brutal werden können -
    dann ist es schwierig, nein zu sagen.“
    -

  2. Die nach VK II Päpste standen und stehen ja so und so nur mit Wörtern zu den Ungeborenen Kindern. Denn ansonsten hätten diese, alle Politiker/innen von Parteien die „PRO MASSENMORD“ also Pro Fristenlösung sind, mit der Exkommunikation belegt. So aber wird diesen abscheulichen Treiben nur Tatenlos zugeschaut, denn es geht ja nur mehr um die Einführung der Einheitsreligion und den Götzen Mammon. Man denke nur an die Tatsache das der Wiener Erzbischof zwei Abtreibungsbefürworterinnen mit den katholischen St. Gregorius Orden geehrt wurden, und diese Tatsache den damaligen Papst bewusst gewesen sein muss.

    Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

    • So so, der heilige Johannes Paul II., ebenso ein Papst des 2. Vaticanums, stand schlussfolgernd aus Ihrer Aussage also auch „so und so nur mit Wörtern zu den Ungeborenen Kindern“.
      Beruht Ihre Aussage auf Nichtwissen oder auf bewusstes Sagen der Unwahrheit (= Lüge), Armin?

      • Können sie mir dann die Namen derjenigen Politiker/innen nennen die spätestens nach Einführung der „Fristenregelung“ von PJP II mit der Beugestrafe der Exkommunikation oder mit den Verbot die Heiligen Sakramente zu empfangen belegt wurden ??
        Nicht an ihren Wörtern werden wir sie erkennen sondern an ihre Früchten.

        Also in welchen Staat der Erde hat PJP II oder ein anderer Nach VK II Papst, nach einer persönlichen Intervention erreicht, das die „Fristenlösung = Endlösung für ungeborene Kinder“ zurückgezogen wurde?

        Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

      • Ob es Exkommunikationen gab, entzieht sich meiner Kenntnis. Nun legen ja aber nicht Sie, sondern der Heilige Vater fest, welche Taten welche Sanktionen nach sich ziehen. Die Exkommunikation wäre sicherlich eine Möglichkeit gewesen. Ein wenig mehr Demut steht uns allen gut an und ich vertraue darauf, dass der heilige Johannes Paul II. auch beim Thema Lebensschutz stets vom Geist Gottes beseelt war. Darüber hinaus bin ich mir sicher, dass er seinen Einfluss in diesem Bereich vermutlich genauso effektiv einsetzte wie er das im Bereich der Politik tat, oft im Geheimen.

        Wie gesagt, fragen können wir ihn in diesem Leben nicht mehr, weshalb er die Befürworter und Verfechter der Fristenregelung nicht exkommunizierte. Ebenso wenig wie wir Pius XII. fragen können, wieso er den Kriegstreiber und Menschenvernichter Adolf Hitler nicht exkommunizierte – der ließ Millionen von Menschen ermorden, machte sich die Vernichtung des Stammvolkes unserer Herrn zum Ziel, ließ Hunderttausende Behinderte, Kranke und anderes in seinen Augen „lebensunwürdige Leben“ töten. Pius XII. hat also den Päpsten des Konzils kein Beispiel dahingehend gegeben, dass das Aussprechen der Exkommunikation eine mögliche Sanktionierung von Verbrechen gegen Gott und das Leben ist. Das ist also kein Problem, dass im 2. Vatikanum begründet liegt.

      • Sie dürften was seine Heiligkeit Papst PIUS XII betraf, mächtig falsch liegen dieser hat sich nur an den Wunsch der Deutschen Bischöfe gehalten (welche um das Leben der ihnen anvertrauten Herde fürchteten), und daher wurde die automatische Exkommunikation aller Parteimitglieder der NSDAP noch unter Papst PIUS XI aufgehoben.

        Und nun sagen sie mir doch bitte, in welchen Land wurde die Fristenregelung auf Intervention von PJP II oder einen anderen Nach VK II Papst zurückgezogen?? ES geht also nicht um Wörter sondern um Taten!!

        Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

    • Aha, jetzt waren es also die deutschen Bischöfe. Die sollen also die Verantwortung fafür tragen, dass Pius XII. die einzig richtige Entscheidung nicht getroffen hat? Auch dann nicht, als klar war, dass es diesen „angeblichen“ Schutz der Gläubigen und des Klerus überhaupt nicht gab, wie die Inhaftierungen von Priestern und Ordensleuten in den KZ’s belegen? Kompromisse auf Kosten des Lebens sind nicht nur heute faule Kompromisse, sondern waren es schon zu Zeiten Pius XII.

      Sicher lassen sich Exkommunkationen widerrufen. Der Tatbestand für die Verhängung dieser hat sich aber bei den Nazis nicht verändert. Solche Schritte sollten deshalb gut überlegt sein. Insofern kann Pius XII. (in dieser Angelegenheit) nicht als Vorbild für die folgenden Päpste gesehen werden.

      Die Aufrichtigkeit des heiligen Johannes Paul II. beim Thema Lebensschutz daran zu messen, ob auf sein Bestreben die Abtreibungsregelgung geändert wurde oder nicht, das ist ja eine seltsame Milchmädchenrechnung. Sogar Kohl als CDU-Bundeskanzler warb während seiner Amtszeit beim Hl. Vater dafür, dass es sich bei der Abtreibung um eine Gewissensentscheidung der Frau handeln müsse. Wenn sich sogar christdemokratische Politiker in diesem Punkt gegen den Hl. Vater stellen, soll das bedeuten, der Einsatz des Hl. Vaters sei nicht echt gewesen?

      Ihre Argumentationsweise angewandt würde das bedeuten, dass demnach der Einsatz von Pius XII. für den Frieden ebenso wenig aufrichtig war, weil es erst nach Jahren gelang, den wütenden Krieg und Mord zu stoppen. Denn wie Sie richtig sagen: “ ES geht also nicht um Wörter sondern um Taten!!“
      Durch sein Unterlassen dieses wichtigen Schrittes und die klar indizierte Sanktionierung durch die Exkommunikation ist es bei Pius XII.bei Worten geblieben. Eine interessante Sichtweise, die Sie da eingebracht haben. Von der Seite habe ich es noch gar nicht gesehen.

  3. Die Hl. Schrift gibt auf diese quengelnde Aussagen von Bischof Galantino ein kurzes barsches Kommentar:
    „Schluß (mit dem Gejammere! Rede mir niemals mehr davon!“ (Deuteronomium, 3,26) oder in der sanfteren geglätteten Einheitsübersetzung:
    „Genug!Trag mir diese Sache niemals wieder vor!“
    (So Gott zu Moses am Vorabend des Betretens des Westjordanland)

    Jeder militärischer Kommandeur weiß daß man eine von Anfang an hoffnungslose Schlacht schleunigst abzubrechen hat.
    Die jämmerliche Erklärungen und das Selbstmitleid v. Bischof Galantino machen die Sache noch schlimmer.
    Jetzt sind nicht nur die Lebensschützer sondern auch noch die neue elektronische Medien schuld- wo diese doch sonst so gerne genutzt werden um alle mögliche Unsinn (Ich denk an die viele Fotos von dem VIP-Empfang mit Büffet auf der Terrasse des Apostolischen Palasts anläßlich der Heiligsprechung der 2 Päpste) durch die Welt zu verbreiten.
    „Quos deus perdere vult, prius dementat „- Wen die (römische)Götter ins verderben schicken, machen sie erst verrückt. Eine alte lateinische Wahrheit aber nicht vorbeigestrebt.

    Die alte Profeten haben niemals gejammert; geklagt ja, sehr viel, sehr viel beanstandet, aus dem Glauben aus angeklagt- aber dies hier ist nur Gequengele von jemanden der einen großen fundamentalen Fehler begangen hat und ihn nicht einsieht, sondern durch Gejammere und Verklärung versucht ihn schönzureden um es nochmals wiederholen zu können.
    Das ist übrigens gerade das besondres Heimtückische von echter Sünde.

  4. Bischof Galantino ist Echo von Papst Franz, wenn er äußert, daß eine Konzentration auf ein Nein zur Abtreibung und zur Euthanasie nicht geht.
    Schlimm wenn der bisherige Kampf für den Lebensschutz der italienischen Bischofskonferenz mit Kardinal Bagnasco derartig desavouiert wird. Auf einmal sind bisher unverhandelbare Werte (Leben, Familie, Erziehung) inopportun, weil dem Papst dieser Begriff nicht am Herzen liegt.
    Er widerspricht dem Frager ob ihm das auch nicht liege nicht.

    „Das geht so nicht, dazwischen geht es um die Existenz, die sich entwickelt.“

    Der Bischof spricht verräterischerweise von i n t e r r u z i o n e (Unterbrechen/Aussetzen), so wie es alle tun, die den Abtreibungsmord beschönigen wollen. So, als könne die unterbrochene Schwangerschaft irgendwann wieder aufgenommen werden. Vielleicht, dann mit einer anderen Existenz, die sich entwickelt?
    Er identifiziert sich mit jenen Jungen, die diese Methode (Abtreibung) ablehnen und für mehr Lebensqualität für die Menschen, für ihr Recht auf Gesundheit und Arbeit kämpfen.

    Ich würde gern vom Bischof erfahren auf welche jungen Leute er sich bezieht und welche und wessen Lebensqualität er eigentlich meint?
    Sind für ihn andere Methoden der Schwangerschafts“unterbrechung“ als die in der `Klinik` vorgenommenen akzeptabler? (Pille vor und danach, Spirale, Abtreibungspille, Kondom etc.)
    Die Rede vom R e c h t auf …, ist nun nicht besonders katholisch. Davon sprechen meistens die Agitatoren der Lobbies der zu kurz gekommenen Genossen.

    „Aggression, die mir in Wirklichkeit etwas wehgetan hat“.
    Wehgetan! Die Millionen gemordeten ungeborenen Kinder leiden unsäglich, (s. DER STUMME SCHREI von Nathanson).

    Ist der Monsignore etwa nur ein mißverstandener Narziß?

  5. Alessandro Gnocchi äußert sich zu dem Geheimnis antidogmatischer Bischöfe folgendermaßen:

    Dear Summa,
    I begin by saying that in response to your last question (“what can we do?”), all I can say is: nothing. We can do nothing because we find ourselves in the presence of superficiality, of verbal diarrhea, of scorning other people’s intelligence, or a lack of intelligence in the person speaking. Or even better, there is a bit of all of this, because the quality of the actors on the stage is truly very thin. But that is secondary, in so far as the seesaw game of statements and denials corresponds to a precise strategy that I try to explain in an image that may seem banal: it is the strategy of the piece of metal wire.
    To break a piece of wire, dear Summa, you have to twist it continually in opposite directions. This is the purpose of all those who apply this strategy in politics, either by themselves, making statements and then denying them, or with the complicity of fake adversaries who maintain the contrary. The purpose, in every case, is always the same: to break apart the organism, the institution, the bonds holding together whatever is being worked over.
    If this is serious in politics, we can imagine how serious this is in matters of faith. The little dance of Bishop Galantino can seem merely ridiculous and induces either a laugh or commiseration. But, in truth, where does this lead except to the discre-dit of the role in which he functions as a bishop? To break into pieces that little bit that still remains of the prestige of a Church office? Because it should be clear that the consequence of this wretched matter is not the splintering of the Bishop himself but of his role, the office that he holds in the Church.
    The same can be said for the tragicomic event of the interviews between Scalfari and Pope Francis. Here one must begin with what Giuliano Ferrara said about this: “to err is human, but to persevere is Bergolian.”
    Even if we suppose, but only because of extreme kindness and for the sake of argument, that in the first instance one was dealing with inexperience and lack of sophistication, what are we to think after the second instance of giving in to the shrewdness of someone who is hostile to the Church? Is it not rather that they want to show without fear that the office of the Pontifex Maximus, the Vicar of Christ, sweet Christ on earth, in the light of a new “sentire cum eccelsia”, is reduced to the function of a quasi-Berlusconi, who gives interviews and in the same interview denies what he has just said?
    Fortsetzung

    • …..
      Dear Summa, how much can an image be supported in the eyes of the faithful when it is continuously twisted in opposite directions, like the piece of metal wire we alluded to? While we expect that sooner or later a snapping apart will be the outcome of this constant twisting, it has already taken place in the reasoning of those normal Catholics who try to show, (those who are often seen as on the “right”), that everything is normal, that everything is functioning like a well-oiled clock, that everything is under control. And so they are constrained to say that the interviews with Scalfari are perfect, and they must do everything possible to make this true and are willing to behave like circus animals jumping through hoops . Then, when the interviews disappear from the Vatican website they must say that they were not so perfect after all because there were some problematic and perhaps apocryphal passages. Then when the interviews reappear, there they are again explaining that there was so much that was Catholic in those pages, and then when they disappear yet again we see them intent on explaining that perhaps there were problems. But of course it is all the fault of Scalfari, and, it goes without saying, the fault of the incompetence of Father Lombardi.
      In this way, thanks to the guards posted at the right flank of the Church, born of the New Pentecost, doctrine is becoming merely a polishing and buffing cloth to be dragged out at whatever time and in whatever form it is needed. And in this way, by dint of demonstrating with success that someone is Catholic even though he is not Catholic, one fine day we will not be able to show that someone who is Catholic is truly Catholic.
      Tell me, Summa: is it possible to find a remedy for this very clever montage? But who are we to judge?
      Sincerely,
      Alessandro Gnocchi
      May Jesus Christ be praised!
      Translated by Father Richard G. Cipolla

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