Berufungsboom durch Alte Messe in Paraguay – Papst Franziskus ordnet Visitation an

Priesterseminar San Jose Ciudad del Este Bischof Livieres
Priesterseminar San Jose Ciudad del Este. Die Diözese von Bischofs Livieres umfaßt nur ein Zehntel Paraguays, doch in seinem Seminar bereiten sich fast dreimal soviel Seminaristen auf das Priestertum vor als in allen anderen Diözesen zusammen.

(Rom/Asuncion) Papst Franziskus ordnete eine Apostolische Visitation der Diözese Ciudad del Este in Paraguay an. Die Diözese im Alto Paranà am Dreiländereck zu Brasilien und Argentinien gilt als eine der traditionsverbundensten und verfügt über überdurchschnittlich viele Priester- und Ordensberufungen. Warum ordnet der Papst die Visitation einer im Vergleich blühenden Diözese an, während in der Hauptstadt Asuncion der Erzbischof ein Ärgernis ist, weil die Spatzen seine Homosexualität von den Dächern pfeifen?

Diözesen, Orden und Gemeinschaften, die der Tradition verbunden sind, wendet Rom seit Beginn des Pontifikats von Papst Franziskus besondere „Aufmerksamkeit“ zu. Ciudad del Este gehört zu diesen Diözesen. Der Bischofssitz befindet sich in der zweitgrößten Stadt des lateinamerikanischen Landes. Er umfaßt ein Gebiet von fast 30.000 qkm und zählt 700.000 Katholiken. Das entspricht 98 Prozent der Bevölkerung.

Unter Bischof Livieres großer Aufschwung in der Diözese

Bischof von Ciudad del Este ist der Argentinier Rogelio Ricardo Livieres Plano, den Papst Johannes Paul II. 2004 an die Spitze der erst 1993 errichteten paraguayischen Diözese berief. Seither erlebt das Bistum einen erstaunlichen Aufschwung. Der Großteil des Klerus besteht aus Ordenspriestern. 2007 zählte das Bistum lediglich 12 Diözesanpriester und 70 Ordenspriester. Heute bereiten sich im Priesterseminar mehr als 250 Kandidaten auf die Priesterweihe vor. Fast alle Pfarreien des Bistums zelebrieren auch im Alten Ritus.

Wie Blogonicus berichtete, bestätigte der Apostolische Nuntius für Paraguay, Msgr. Eliseo Ariotti, daß der Heilige Stuhl eine Apostolische Visitation der Diözese durchführen wird. Papst Franziskus beauftragte damit den ehemaligen Vatikandiplomaten, Kardinal Santos April y Castello, seit 2011 Erzpriester der Patriarchalbasilika Santa Maria Maggiore in Rom. Santa Maria Maggiore steht seit der Wahl von Papst Franziskus besonders im Rampenlicht, weil sie mit dem Gnadenbild der Gottesmutter Salus Populi Romani die Lieblingskirche des argentinischen Papstes ist, die er bereits mehrfach aufsuchte. In Santa Maria Maggiore verrichten Brüder des geschundenen Ordens der Franziskaner der Immakulata den Altardienst. Dort befand sich der Sitz der Dissidentengruppe, die mit Hilfe der Ordenskongregation einen radikalen Umsturz im Orden durchführte. Mit Jahresbeginn wurde die seit dem Heiligen Jahr 2000 monatlich in der Basilika zelebrierte Messe im überlieferten Ritus von Kardinal Santos Abril ersatzlos abgeschafft. Papst Franziskus ist mit Kardinal Abril aus der Zeit befreundet, als dieser von 2000 bis 2003 Nuntius in Argentinien war.

Mit Kardinal Abril wird Weihbischof Milton Luis Troccoli Cebélio von Montevideo die Visitation durchführen. Die Paraguayische Bischofskonferenz gab die bevorstehende Apostolische Visitation auf einer eigens einberufenen Pressekonferenz bekannt.

Diözese Ciudad del Este „Oase im modernistischen Morast“

Päpstliche Bulle: Anordnung der Visitation in Ciudad del Este
Päpstliche Bulle: Anordnung der Visitation in Ciudad del Este

„Die Diözese Ciudad del Este stellt eine Oase im theologisch modernistischen Morast Lateinamerikas dar“, so Messa in Latino. Bischof Livieres förderte die Niederlassung zahlreicher traditionsverbundener Gemeinschaften und auch Neugründungen in seiner Diözese, denen er „väterlichen Schutz und geistliches Refugium“ bietet, so die traditionsverbundene Internetseite.
Ein Diözesanpriester von Ciudad del Este schrieb zur angekündigten Visitation durch Rom: „Es scheint mir wichtig, anzumerken, daß die Verfolgung nicht vom Klerus der Diözese ausgeht, wo Don Rogerio Livieres ein beliebter und hochgeachteter Oberhirte ist, sondern von anderen Bischöfen, die nicht seinen Eifer haben. Der Angriff kommt von den Kommissionen der Bischofskonferenz, die von Progressisten geleitet werden und denen die Tradition und die katholische Glaubenserfahrung des Bischofs von Ciudad del Este unerträglich sind.“

Mehr Seminaristen als alle anderen Diözesen zusammen

Zehn Jahre nach der Ernennung von Bischof Livieres sind die Früchte seines Hirtenamtes unübersehbar. Die Diözese Ciudad del Este, zu der lediglich zwölf Prozent der Katholiken gehören, hat heute mit rund 250 Seminaristen mehr Priesterkandidaten als alle anderen Diözesen Paraguays zusammen. Die Ausbildung im diözesanen Priesterseminar ist als „wirklich katholisch in Lehre und Liturgie“ bekannt. So bekannt, daß andere Bischöfe nervös werden, wie die Ordenskongregation im Fall der Franziskaner der Immakulata, und „Gegenmaßnahmen“ verlangen?
Große Erzdiözesen wie Buenos Aires und Montevideo haben weniger als 30 Seminaristen. „Das erklärt, warum die die Entwicklung in der Diözese Ciudad del Este progressive Teile der Kirche stört“, so Messa in Latino.

Bischof klagte Erzbischof von Asuncion der Homosexualität an

Unmittelbarer Anlaß, daß die Visitation gerade jetzt erfolgt, dürfte eine Rede von Bischof Livieres sein, die er Anfang Juni beim Marsch für das Leben in seiner Stadt hielt. Darin beklagte er mit harten Worten, daß der amtierende Erzbischof von Asuncion, sein Metropolit, Eustaquio Pastor Cuquejo Verga noch immer nicht aus seinem Amt entfernt wurde, trotz der „existencia de pruebas concluyentes y coincidentes“ für dessen Homosexualität. Erzbischof Cuquejo, der dem Redemptoristenorden angehört, galt noch 2002 als Kardinalsanwärter. 1982 von Papst Johannes Paul II. zum Weihbischof von Asuncion ernannt, erfolgte 1989 seine interimistische und 1992 die offizielle Ernennung zum Erzbischof. Mit der Wahl von Papst Benedikt XVI. zog dieser aufgrund erster Verdachtsmomente die Handbremse und stellte Cuquejo 2006 einen Koadjutor zur Seite. Laut Bischof Livieres gebe es inzwischen aber keinen Zweifel mehr. Ganz Paraguay bildet eine Kirchenprovinz. Dieser Angriff auf den höchsten Vertreter der Katholischen Kirche des Landes wurde vom Generalsekretariat der Bischofskonferenz scharf verurteilt und von Bischof Livieres eine Entschuldigung verlangt. Was dieser ablehnt.

Keine zwei Monate später erfolgt Visitation in Ciudad del Este nicht in Asuncion

Die von Papst Franziskus angeordnete Apostolische Visitation wird vom 21.-26. Juli stattfinden. Man könnte die Hoffnung hegen, daß sich der Papst ein genaues Bild darüber machen will, warum die Diözese eine solche Berufungsblüte erlebt, um eventuell daraus ein Modell für die Weltkirche abzuleiten. Römische Kreise versuchen zu beschwichtigen und betonen, daß die Apostolische Visitation lediglich dazu diene, die diözesanen Verhältnisse und die lokale Realität kennenzulernen. Ein direkter Zusammenhang mit der Liturgie sei nicht gegeben. In traditionsverbundenen Kreisen Paraguays, Brasiliens und Argentiniens hegt man jedoch Befürchtungen. Die Ankündigung der Visitation hat dort schmerzlich das vatikanische Vorgehen gegen die Franziskaner der Immakulata in Erinnerung gerufen.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Pagina Catolica/Messa in Latino

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31 Comments

  1. Wohl ein weiterer Beweis seines Verständnisses von „liebendem Vorsitz“ des römischen Bischofs über die Teilkirchen, von dem er am Wahlabend schwadronierte.

  2. Wird mit dieser Diözese genauso verfahren wie mit den „Franziskanern der Immaculata“ ja vermutlich, den „Wie der Teufel das Weiwasser scheut“, so scheut vermutlich „Der jetzige Bischof von Rom“ das „Heilige Messopfer aller Zeiten“. Zu den was „Franziskus“ aufführt fällt mir nur mehr das eine Wort ein „FREMDSCHÄMEN“.

    Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

  3. Vor evangelikalen Geistlichen kniet Herr Bergoglio sogar nieder um sich die Hände auflegen zu lassen. Moslemische und jüdische Religionsführer sind seine engen Freunde.
    Nur katholische Bischöfe, Ordensleute und Gläubige der Tradition müssen diesen Papst wirklich fürchten. Ihnen gegenüber kann er nicht nur seine Ablehnung nicht verbergen, er ergreift Maßnahmen, um ihren und damit auch unseren Glauben zu zerstören.
    Herr Bergoglio ist für die Kirche eine wirkliche Gefahr. Auch wenn „Jubelkatholiken“ ihn als Papst lieben, sich in seiner Mediengunst sonnen, egal, wie sehr er den überlieferten Glauben immer weiter zerstört. Oder ein neues Aufblühen mit Gewalt zu verhindern trachtet.

  4. Es wird sich nun zeigen, ob Herr Bergoglio sich solidarisch und auf Augenhöhe mit seinem Mitbruder im Bischofsamt gibt, wie er sich selbst ja auch gerne sieht und bezeichnet, oder ob er absolutistisch von oben herab regieren und seine Amtsvollmachten voll ausnutzen wird. Er wird es jedoch gegen einen Bischof nicht so einfach haben, wie gegen einen Orden. Wie werden sehen, ob der hochverehrte Bischof Rogelio Ricardo Livieres Plano von Bergoglio auf irgendeinen unwichtigen Kurienposten wegbefördert wird, um Raum für die Ausbreitung für Häresien auch in diesem Bistum zu schaffen.
    Neid und Missgunst von seinen „Mitbrüdern im Bischofsamt“. Es ist einfach unerträglich. Die kritische Aussage über den Metropoliten dient hier nur als idealer Vorwand, um einen ungeliebten „Mitbruder“ zu stürzen.
    Es scheint immer klarer zu werden, welche Teile der Kirche von der „Römischen Inquisition“ verfolgt werden und welche nicht. Bergoglio ist der oberste Verantwortliche für die aktuellen Geschehnisse in Rom und in der Weltkirche. Verfolgungen und Unterdrückungen bestimmter Kirchenkreise sind ausdrücklich von ihm gewollt, wie er es im Fall der Franziskaner der Immakulate selber zugegeben hat. Es wird somit auch immer klarer, was Herr Bergoglio ist und was er nicht ist.
    Herr, schenke ist möglichst bald einen rechtgläubigen und wahrhaft katholischen Papst.
    Per Mariam ad Christum.

  5. Da schwant einem nichts Gutes. Es ist hier zu befürchten, daß Franziskus einen neuen empfindlichen Schlag gegen traditionsfreundliche Oasen plant. Sein rigoroses Vorgehen
    gegen die Franziskaner der Immakulata sollte in der Diözese Ciudad del Este die Alarmglocken klingeln lassen. Ich traue diesem Bischof von Rom alles zu.

  6. Wer noch eines Beweises bedurfte, dass bestimmte Kräfte in Rom klammheimlich den nachkonziliaren kirchlichen Zersetzungsprozess in allen Bereichen fördert und will, für den endlich outet sich nun Rom unter Bergoglio vollständig. Die Masken fallen ganz ungeniert.

  7. So ist also der Medienpapst, wenn er befürchtet, dass etwas geschieht, was nicht in seine Ziele paßt. Sehet, so wird drangsaliert, wenn die Kirche verteidigt wird.

  8. Nun, wenn nun eine generelle „Visitation“ aller „verdächtigen“ Diözesen, in denen die hl. Messe der Jahrhunderte gefeiert wird, vorgesehen ist, dann dürfte dies Einiges zu tun geben. Bis zum Februar dieses Jahres waren es 83 Kardinäle und Bischöfe – unter ihnen selbstredend auch der im Artikel genannte Förderer von Priesterberufungen, Bischof Livieres –, die in der Amtsperiode von Papst Franziskus im Alten Ritus zelebrierten. Katholisches.info berichtete:
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    http://www.katholisches.info/2014/02/21/83-kardinaele-und-bischoefe-zelebrierten-unter-papst-franziskus-im-alten-ritus/
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  9. Das obere Kommentar ist hier fehl am Platz, sorry. Es gehört zu einem anderen Artikel.

    • Wenn es eigentlich um die Vergangenheit des Generalvikars ginge, dann wäre eine Visitation der Diözese überflüssig und widersinnig. Diese Vergangenheit ist seit vielen Jahren bekannt. Man hat sich bis soeben nicht darum gekümmert. Interessant wurde sie erst, seitdem der Bischof von der Homosexualität des Erzbischofs von Asuncion spricht, sowie die Ausrichtung seiner Diözese klar ist und diese gute Früchte zeigt.

  10. Wann werden endlich weitere Bischöfe so mutig sein wie es Erzbischof Marcel Lefebvre war?

  11. Die Ankündigung einer solchen Visitation verkündigt nichts Gutes. „Papst“ Franziskus will eine modernistische Kirche, das ist nur allzu klar. Ich hoffe daß der fromme Bischof Levieres sich der SSPX anschließen wird.

  12. Wer jetzt immer noch der Meinung ist, dass das der Papst ist, wenn jetzt immer noch einer glaubt, dieser Mann vertrete Christus auf Erden, dann kommt das einer Götzen- oder sogar ….- Verehrung nah.
    Jeder, wirklich jeder, der nicht völlig von Sinnen ist, muss doch das, was offen zutage liegt, auch sehen. Dieser Mann hat sich doch selbst als Nicht-Papst entlarvt, abgesehen davon, dass er auffallend zurückweicht, wenn es drum geht, sich selbst als Stellvertreter Christi, als Petrus, zu outen. Er missbraucht stattdessen, penetrant „neben“ dem Stuhl Petri, der ihm nämlich nicht zusteht, zu verweilen und gelegentlich dessen Macht zu missbrauchen und den lieben langen tag Blödsinn zu reden.
    Wie viele Seelen reißt er mit in den Abgrund – nicht nur Katholiken, sondern auch die vielen getrenneten Christen, die eingelullt werden im Irrglauben und von dem, der sie mahnen sollte, nun in der Sünde festgefroren werden.
    Soll das der Gute Hirte sein?
    Nein!!!!

      • Nur fragt sich dann, „Wer ist der richtige Papst?“
        Benedikt, weil ein Papst nicht zurücktreten kann?
        oder haben wir Sedisvakanz?
        Nur wer wählt dann den neuen, richtigen Papst?
        Diejenigen, die schon, warum auch immer, erpresst, bedroht, oder aus reiner Bequemlichkeit, die sache möglichst schnell hinter sich zu bringen, oder gefangen in dem Irrglauben, dass es alleine auf die Quoten ankomme (Italiener, aber doch nicht, Amerikaner, aber kein Nordamerikaner, drittes Welt Land, aber doch irgendwie nicht, Jesuit, damit gebildet, aber auch das wieder nicht….) oder sonstigen Gründen den Kardinal Bergoglio gewählt haben?

      • Ich fürchte, solange wir noch taktieren und politische Strategien durchspielen, solange wir nicht alle Hoffnung auf den setzen, der alleine Hoffnung gibt, solange wird das würdelose Spiel weitergehen.
        Vielleicht ist es auch zu einem guten Teil eine schizophrene „Tradition“, die mit ihrer „Papsttreue“ verhindert, dass der Laden schon längst zusammengebrochen wäre. Es ist definitiv erst der Zusammenbruch, der einen Neuanfang ermöglichen wird – Sie sagen ja selbst, dass es kein denkbares Szenario mehr gibt, ohne göttlichen Eingriff, der jetzt noch helfen könnte.

        Wenn das aber so ist, warum dann nicht die Lehrvakanz zugestehen und IHN bitten, alles neu zu machen?

      • Die Situation ist aktuell lediglich zugespitzt. Neu ist daran, dass die Apostasie den Apostolischen Stuhl erreicht hat. Erstmalig in der Kirchengeschichte. Deshalb tut sich auch die Theologie damit schwer. Der Gedanke hilft: Der Fortbestand der Kirche hängt nicht an einem einzelnen Papst und kann nicht an einem Usurpator scheitern. Nicht ein Papst ist der Fels, sondern das Petrusamt. Dieses ist da und wird bleiben bis zum Ende der Welt, selbst wenn ein Usurpator den Stuhl Petri besetzt hält. Denn jeder Katholik kann und soll sich daran halten, was die echten Päpste gelehrt und verfügt haben. Davon kann uns ein Usurpator nicht abhalten. Wenn er das versucht, dann bezeugt er umso klarer, wer er eigentlich ist.

      • Die Sache ist die, es hat schon richtig schreckliche Päpste gegeben, Urban VI z.B und seine Gegenpäpste die waren auch nicht gerade das, was man sich unter einem Papst vorstellt.
        Nun mag einer einwenden, dass Urban VI nichts lehramtliches hinterlassen hat, dem ist zu entgegnen, dass auch Papst Franziskus bislang noch nichts lehramtliches gesagt hat!
        Was ich glaube ist dass wir an einer Zeitenwende stehen und alles davon abhängt, ob es genug Gerechte gibt, dass die Wende der Zeiten sich nicht wendet in die Wiederkunft Christi.
        Vielleicht liegt hierin der große Trost.
        Wenn sich nicht genug Heilige finden, diese Zeit „den richtenden Gewalten durch ein geheiligt Leben abzuringen“, dann gilt „richtet euch auf und erhebt euer Haupt, denn es naht sich eure Erlösung!“

    • Soviele Fragezeichen verwundern mehr wie deine Frage.
      Homo und oder Freimaurer und Du hast gute Chancen befördert zu werden.

  13. Über der ganzen Welt findet sich ähnliches:
    In Frankreich z.B. stehen viele Diözesanseminare leer, werden geschlossen oder fusioniert.
    In einem Diözesanseminar in Südostfrankreich mit strengerer und kirchentreuer Ausbildung werden 1/4 (ein Viertel) aller französischen Seminaristen ausgebildet; mit den Ecclesia Dei-Gesellschaften und den Fraternitas Sacerdotalis St. Pius X – seminaristen ist damit mehr als die Hälfte aller künftigen Priestern nicht modernistisch orientiert.
    Idem in Nordbelgien, wo durch 50 Jahre modernistische Unfug in Seminarien die Anzahl der Seminaristen in den bischöfl. Seminarien um 99 % zurückging zwischen 1955 und jetzt.
    Die Tradition lebt, ist lebendiger denn je – und die Modernisten reagieren deshalb um so bissiger.

    Im Übrigen ist das Drohen und Drangsalieren mit kirchlichem Gehorsam und Kirchenrecht die schlechteste Weise um fundamentaltheologische Positionen (oder vielmehr die Abwesenheit davon) durchzusetzen.
    Im jeden Fall ist es Klerikalismus der schlimm sten Sorte, wie wir übrigens hautnah auch bei der Behandlung der Franziskanern der Immaculata und ihrem weiblichen Zweig erleben.

    Es ist eine Schande!
    Jeden Tag steigt mein Respekt für Monseigneur Erzbischof Lefebvre!
    Praemia pro validis

  14. Wenn wir sehen, dass die Seminare der Ecclesia Dei – Gesellschaften und die traditionellen Seminare solchen Zulauf haben und die Seminare mit „modernistischer Ausbildung“ leer bleiben, so ist dieses doch ein Zeichen für das Wirken des heiligen Geistes auch in unserer heutigen Zeit.

  15. Papst Franz ist das Traditionsverbundene suspekt, weil er wahrscheinlich auch gar kein Latein kann und wer seine Zelebration mitverfolgt, sieht bei ihm darin eine mehr oder minder fluechtige Pflichtaufgabe, wie sie sehr vielen suedlaendischen Priestern eigen ist, fuer die Katholizismus selbstverstaendlich ist und die sich auch wenig Gedanken darueber machen, am wenigsten ueber die Liturgie.
    Insofern ist Franz nur typisch, er ist an Allem anderen interessiert und das honoriert ihm die Welt.
    Heute Fussball, morgen Tour de France, dann wieder mal die Armen, dann die boesen Kapitalisten, ach es gibt so viele Themen wo er sich dankbar in Szene setzt, mit dem Applaus der Medien.
    Katholische Reizthemen banalisiert er, auch typisch suedlaendisch, mit der Stereotype das sie als Dogmen ja lange bekannt sind, also holt er sie auch nicht mehr heraus.
    Ich bekomme Magenkraempfe wenn ich ihn nur sehe, das ist ganz schlimm, aber fuer mich ist er ein Freund dieser Welt und nicht mehr der von Jesus Christus.
    Sein Kampf gegen die Tradition ist nur folgerichtig und diese muessen sich irgendwann entscheiden ob Eingliederung, oder Anschluss an die FSSPX.
    Diese Scheidung der Geister ist vielleicht das einzig Gute an Franz !
    Ist das nicht grauenhaft ?

    • @michael

      ……sich irgendwann entscheiden ob Eingliederung, oder …..

      Könnte sein, dass man sich diesbezüglich bald nicht mehr entscheiden muss. Warten wir’s ab!

  16. Der Bischof von Rom hat seine Einschätzung der traditionstreuen Katholiken ja deutlich genug in Worte gekleidet- sie sind autistische Neopelagianer, schmierige Fledermäuse, Freudlose die sich obsessiv an den Doktrinen festklammern. Da kann man doch verstehen, daß er den Anfängen in der Diözese Ciudad del Este in Paraguay wehren will.
    Im Übrigen ist die Entdogmatisierung und Enttheologisierung der Kirche in Rom ganz ungeniert und unter aktiver Mitwirkung Bergoglios auf breitem Vormarsch. Deren Propagandisten sehen die Stunde der Rahner-Küng-Kirche gekommen, zuvörderst Kardinal Kasper, der das erfreute Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht bringt.

    • Jetzt wenn Sie noch das Durchschnittsalter der Propagandisten der „Rahner-Küng-Kirche“ nehmen und es mit den oben genannten Beobachtungen über leere modernisistische und besser gefüllte traditionelle Seminare verbinden, dann besteht Hoffnung, daß der Heilige Geist das Rahner-Küng-Kartenhaus in näherer Zukunft umbläst… Rahner/Küng/Kasper et al. haben nämlich keinen Nachwuchs. Wenn man lehrt, dass eh alles wurscht ist und alles vergeben wird und alle Religionen irgendwie dann doch gleich sind, dann kommen die Leute zu dem Schluss, dass man logischerweise auch nicht mehr in der Kirche sein braucht…

  17. Es ist in der Tat eine sehr gefährliche Situation. Das Plagiat fühlt sich zu Recht mehr als bedroht vom Original. Der Plagiator wird alles tun, um das Original zu vernichten. Auch Herodes wollte alle Knaben umbringen lassen, um sich halten zu können.

  18. Ich bin mir sicher, die Verfolgung traditioneller Priester wird nach der Bischofssynode erst so richtig beginnen. Ich befürchte, diese Synode kann oder wird eine Spaltung verursachen.

  19. Probleme mit der Bistumsleitung haben bei uns im Bistum Augsburg auch die gemäßigt traditionalistisch geprägten Orte Maria Vesperbild und Marienfried, die für sehr viele Gläubigen jedoch zu Zufluchtsstätten geworden sind, weil sie das Geschehen in ihren Ortskirchen nicht mehr ertragen können. Und da diesen Ortskirchen die Messbesucher davonlaufen, wird gegen die wenigen Kirchen Stimmung gemacht, wohin viele Menschen aus einem großen Umkreis hinkommen. Ein früherer Bischof von Augsburg sagte mal: Wir haben drei Probleme: Maria Vesperbild, Marienfried und Wigratzbad. Und sein Problem lag daran, dass sich diese Orte weigern Volksaltäre aufzustellen und die Kommunionbänke zu entfernen.
    Dieser Neid und ich würde fast sagen Hass der Modernisten auf diese beliebten Messorte, lässt sie nicht mehr klar denken. Sonst würden sie darauf kommen, dass sie es sind, die den falschen Weg gehen.

    • Was Sie sagen stimmt. Auch ich bin im Bistum Augsburg beheimatet. Monsignore Imkamp hat keinen leichten Stand in Maria Vesperbild. Allein seine Erscheinung als
      Prälat wahrhaft katholischer Prägung, die er auch durch seine traditionelle Priesterkleidung als Monsignore betont, ist vielen von diesen satanisch verblendeten Ultramodernisten ein Dorn im Auge. Wer weiß was dem guten, ach so lieben Franzl zu diesen halbwegs noch traditionellen Oasen einfällt???

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