Fatima – Welche Rolle spielt Rußland derzeit?

Unsere liebe Frau von Fatima
Unsere liebe Frau von Fatima

von Wolfram Schrems

Als Reaktion auf Fragen und Bemerkungen, die im Gefolge meiner Serie über Fatima im März/April d. J. (Der Schlüssel zum Verständnis der Glaubenskrise – Fatima und die Pflicht der Hirten Teil 1, Teil 2 und Teil 3) und deren Epilog vom 25.06.14 aufgeworfen worden sind, soll im folgenden die derzeitige Situation Rußlands thematisiert werden. Freilich handelt es sich um Kommentare, die keinerlei Kenntnisse Rußlands von innen vorweisen können. Auch die innersten Beweggründe der agierenden Personen bleiben uns naturgemäß verborgen. Es soll hier nur um einen Daraufblick und eine Bewertung im Zusammenhang mit Fatima gehen. Das scheint mir – abgesehen von der noch immer ausstehenden Weihe Rußlands – aus zwei Gründen dringlich, nämlich um einerseits vor einem naiven „ökumenischen“ Optimismus gegenüber den getrennten Ostkirchen zu warnen, aber andererseits auch, um die medial gleichgeschaltete Propaganda gegen die derzeitige russische Führung als lügenhaft und hetzerisch zu demaskieren.

Ein Wort daher zunächst zur Geschichte:

Eine kritische Anmerkung zum kirchlichen und weltlichen Osten

Angesichts einer seit einigen Jahrzehnten im kirchlichen Milieu des deutschen Sprachraums erstarkenden Ostkirchenromantik (die freilich auch gute Gründe für sich ins Treffen führen kann, besonders im Bereich der Liturgie und Spiritualität) seien einige kritische Worte zum getrennten Osten gesagt.

Das Offenkundigste des von Rom getrennten Ostens ist dessen Untergang.

Die vier antiken Patriarchate des Ostens, Jerusalem, Konstantinopel, Antiochia und Alexandria sind heute von den Zionisten bzw. Moslems beherrscht, deren temporale Gestaltungsmöglichkeiten inexistent, deren kirchliche Freiheit massiv eingeschränkt. Das Unionskonzil von Florenz-Ferrara (1439), das die gesamte weitere Kirchen- und Weltgeschichte in nicht zu überschätzender Weise segensreich hätte prägen können, wurde in Konstantinopel selbst sabotiert, der Untergang des oströmischen Reiches 1453 war somit von Zeitgenossen und Nachgeborenen leicht als Strafe Gottes interpretierbar. Analog wird man sagen müssen, daß der historische Ungehorsam gegenüber Petrus auch den anderen östlichen Kirchen offenkundig nicht zum Segen gereicht ist.

Schisma der russisch-orthodoxen Kirche von Anfang an

Die „orthodoxe“ Kirche der Moskowiter versteht sich nach dem Fall von Konstantinopel 1453 als „Drittes Rom“ und steht somit im Schisma zum wahren Rom. Die Kontinuität von der Taufe der Kiewer Rus‘ 988 bis zur gegenwärtigen russischen Orthodoxie ist aus dem Grund prekär, weil erstere lange vor dem offiziellen Datum des Schismas von 1054 bzw. dem Zerwürfnis von 1204 stattgefunden hatte.

Kiew war, soweit ich recherchieren konnte, lange Zeit sowohl „römisch“ (sogar eine wichtige akademische Stätte der Latinität) als auch „oströmisch“. Die Moskowiter, die später das Christentum annahmen, befanden sich in einer anderen Situation, die sich durch ein gewisses anti-römisches Selbstbewußtsein (im doppelten Sinn „anti“, nämlich sowohl „gegen“ als auch „anstatt“) auszeichnete. Dieses besteht im Prinzip noch immer.

Zum schismatischen Zustand kommt dazu, daß die russisch-orthodoxe Lehre nicht der vollen geoffenbarten Wahrheit entsprechen kann, naturgemäß natürlich bezüglich des päpstlichen Universalprimates und der Ablaßvollmacht, aber auch bezüglich der marianischen Dogmen.

Der ukrainische katholische Metropolit Erzbischof Andreas Scheptitski1 (1865 – 1944) sprach in diesem Zusammenhang in seinen Veröffentlichungen von den „Orthodoxen“ als von „Abweichlern“ („dissenters“ in den englischen Übersetzungen, z. B. in Antoine Arjakovsky, Conversations with Lubomyr cardinal Husar, Towards a Post-Confessional Christianity, Ukrainian Catholic University Press, L’viv 2007). „Orthodox“ ist ja eine Eigenbezeichnung, die wir als Katholiken nicht uneingeschränkt mitvollziehen können (die aber im folgenden aus Gründen der Üblichkeit weiter verwendet wird).

Die Publizistik der Orthodoxie ist zudem (man beachte: trotz konziliarem Entgegenkommen auf katholischer Seite!) seit Jahrzehnten von einer starken anti-katholischen Voreingenommenheit bzw. Polemik geprägt, manche Ostkirchen akzeptieren die katholischen Sakramente nicht, die Mönchsrepublik Athos ist dem Vernehmen nach ein besonderes Treibhaus anti-katholischen Ressentiments.

Auf diesem Hintergrund ist auch die spezielle Ablehnung der mit Rom vereinigten Ostkirchen („Griechisch-katholische Kirche“, „Uniierte“, Unionen bspw. von Brest 1596 und Uschhorod/Ungvár 1646) durch die getrennten Ostkirchen, besonders die russische, zu sehen. Auch heute findet man im Internet (nicht-offizielle) orthodoxe Stellungnahmen mit unverhohlenem Haß gegen die „Uniaten“. Soweit erinnerlich, hat bis dato noch kein Hierarch der getrennten Ostkirchen ein aufrichtiges Wort des Bedauerns für die oft sehr grausamen Verfolgungen der unierten Katholiken durch die „Orthodoxen“ ab dem 17. Jahrhundert (bspw. Martyrium des hl. Josaphat Kunzewytsch und des hl. Andreas Bobola SJ u.s.w.) gefunden.

Etwas anderes ist die Frömmigkeit oder gar persönliche Heiligkeit der Gläubigen und Geweihten im getrennten Osten:

Eine Bemerkung zur russischen Spiritualität

Was in meinem Artikel vom 25.06.14 vielleicht etwas zu harsch über die russische Frömmigkeit gesagt erschienen sein mag, soll hier etwas differenziert werden: Heidnische und abergläubische Einflüsse sind m. W. seit jeher in der Kirche des Ostens vorhanden, auch deswegen, weil die orthodoxe Kirche keine dermaßen präzise Theologie und Kanonistik hervorgebracht hat wie die römisch-katholische. Daher konnte sich auch mehr an Dissens einschleichen als im Westen, der aber auch von Heidentum und Aberglauben nie ganz frei war.

Man muß anerkennen, daß etwa die anonymen Aufrichtigen Erzählungen eines russischen Pilgers (Mitte 19. Jhdt.) eine Perle der Spiritualität darstellen. Man liest dieses Buch mit großem Gewinn (und mir sind keinerlei Häresien oder Polemiken gegen die Katholische Kirche erinnerlich).

Besonders genannt zu werden verdient auch Wladimir Solowjews Kurze Erzählung vom Antichrist (1900), ein ganz außerordentliches Buch mit einem eindeutigen Bekenntnis zum Primat des römischen Papstes.
Zweifellos haben Russen für ihren Glauben vieles erlitten bzw. erreichten aufgrund des Glaubens eine große Dulderkraft angesichts widriger Lebensumstände. Man wird sowohl bei einfachen Menschen als auch bei Mönchen, Einsiedlern und Starzen eine vorbildliche christliche Lebenshaltung finden.

Damit zu einer Bemerkung über die politische Geschichte Rußlands:

Das Zarenreich – weder zu glorifizieren noch zu verteufeln

Es wäre nicht gerechtfertigt, die Zustände des Zarenreiches zu glorifizieren. Armut und Leibeigenschaft waren das Los vieler Menschen. Behördenwillkür und mangelnde Rechtssicherheit sind in einem autokratischen System Teil der Systemlogik. Man muß als Katholik besonders im Auge behalten, daß die Zarenherrschaft – von einigen löblichen Ausnahmen abgesehen – für die Katholiken meist Unterdrückung bedeutete, besonders für die Katholiken der hl. Union von Brest. (Aus österreichischer und deutscher Sicht ist auch zu beachten, daß das Zarenreich offenbar unter französischem Einfluß Serbien in seiner konspirativen und aggressiven Politik gegen Österreich-Ungarn und Deutschland im Vorfeld des Attentats von Sarajewo ermutigte. Somit müssen sich auch diese Mächte die Frage der Mitschuld am Krieg stellen lassen.)

Andererseits war die Zarenherrschaft des 18. und 19. Jahrhunderts nicht so schlecht, wie es heutzutage häufig suggeriert wird. Man muß Gerechtigkeit walten lassen und für historische Urteile die Üblichkeiten der jeweiligen Zeit berücksichtigen.

Die Zarenherrschaft war jedenfalls gewissermaßen paradiesisch verglichen mit dem Horror, der sich ab der Februarrevolution 1917 und erst recht mit der Machtergreifung der Bolschewiken im Oktober desselben Jahres entfaltete (vgl. Alexander Solschenyzin, Zweihundert Jahre zusammen, und Orlando Figes, A People’s Tragedy), als Massenerschießungen und inszenierte Hungersnöte Millionen von Menschenleben forderten.

Die Gestalt des Zaren führt uns aufgrund einer heute weitverbreiteten Assoziation zum aktuellen Thema:

Wer ist Wladimir Putin?

Zunächst das Evidenteste: Wir wissen es nicht, individuum est ineffabile, die ganze Motivationspsychologie und andere Pseudo-Wissenschaften sind für die Fische.

Was aber interessant ist, ist, daß ganze Heerscharen an bezahlten Schreiberlingen vorgeben zu wissen, wer er ist, was er will, was ihn motiviert, und gleichzeitig so tun, als wären sie im Besitz der moralischen Maßstäbe zu dessen Verurteilung.

Was die offenkundig gleichgeschaltete westliche Presse damit intendiert, bleibt schleierhaft. Es sei denn, es handelt sich um eine psychologische Vorbereitung der Massen auf einen Angriffskrieg gegen Rußland durch die NATO.

In Zeiten, in denen ein Kriegstreiber zum Friedensnobelpreisträger ausgerufen und ein anderer Politiker, der durch Widerstand gegen den Kriegstreiber viel Blutvergießen verhindert hat, zum Diktator erklärt wird, sind die ethischen Maßstäbe offensichtlich durcheinander geraten.

Treten wir daher einige Schritte zurück und betrachten wir die Situation so unvoreingenommen wie möglich:

Dabei gibt es derzeit mehrere Szenarien, die denkmöglich sind – als Gedankenexperimente:

- Die Auseinandersetzung Rußlands mit den USA über der Ukraine und Syrien und anderen strategischen Zielen ist reines Theater. Putin und Obama sind zum Zweck der Täuschung der Weltöffentlichkeit darin übereingekommen, Säbelrasseln zu inszenieren und dabei auch lokale Konflikte mit Toten in Kauf zu nehmen. In Wirklichkeit ist aber alles abgesprochen, Putin ggf. für sein Mitspielen und seine allfällige Auslieferung russischer Interessen gut bezahlt.

Dieses Szenario halte ich für praktisch ausgeschlossen.

- Putin ist als zutiefst geprägter KGB-Mann ein Mann des Kommunismus und strebt die Wiedererrichtung der Sowjetunion unter kommunistischen Vorzeichen an. Die Siegesparade im vergangenen Mai spielte mit stalinistischer Nostalgie. Alle Gesten orthodoxer Frömmigkeit sind reine Täuschungsmanöver, Putin ist entschiedener Atheist.

Auch dieses Szenario scheint als ganzes nicht plausibel.

Das wahrscheinlichste Szenario ist m. E., daß eine gewisse Sowjetnostalgie oder eine zaristische Großmachtnostalgie oder eine Mischung aus beiden, an sich nicht völlig kompatiblen, Elementen das Denken und Handeln Putins beeinflussen.

Putin ist vermutlich ein Patriot, der sich für sein Land verantwortlich fühlt – ob vor Gott oder der „Geschichte“ oder wem auch immer, ist natürlich nicht auszumachen. Damit unterscheidet er sich von den westlichen Politikern, die sich für die Interessen ihrer Völker offensichtlich nicht verantwortlich fühlen.

Naheliegend ist, daß Putin – wie durch die Neutralisierung etlicher „Oligarchen“ bewiesen – keinen von außen kommenden Handlungsanweisungen gehorchen, dafür aber die Integrität seines Landes und die Interessen des Volkes schützen will. Es ist durchaus naheliegend, daß internationale Kreise ihm die Demütigung gewisser „Oligarchen“ besonders die Verhaftung und Verurteilung des M. Chodorkovski (durch ein Gericht selbstverständlich) übel genommen haben und sich rächen wollen.

Daraus würde folgen, daß Putin gewisse moralische Grundsätze internalisiert hat. Vielleicht hat er sich sogar dem christlichen Glauben innerlich angenähert – zu welchem Ausmaß auch immer.

Jedenfalls sind etliche seiner Reden, in denen er dem Westen Dekadenz, sogar die Anbetung des Teufels vorwirft und in denen er sich gegen eine US-geführte unipolare Welt ausspricht, durchaus zu unterschreiben. Auch Maßnahmen zur Eindämmung der Abtreibung und zum Schutz der Jugend vor Homosexuellenpropaganda sind zu begrüßen.

Daraus folgt natürlich keine übertriebene Hoffnung, schon gar nicht irgendein politischer „Messianismus“ (wie man denen oft unterstellt, die in die medial verordnete Verteufelung Putins nicht einstimmen wollen). Der ohnehin blasphemisch wäre, weil jeder „Messianismus“ dem wahren Messias widerstreiten würde. Auch übertriebene spirituelle Erwartungen sollte man sich nicht machen.

Was aber angezeigt ist, ist, die Proportionen zu beachten, denn „die Wahrheit liegt in der Proportion“ (Hilaire Belloc): Wer als Medienschaffender streng über Putin richtet, müßte gleiche Maßstäbe an die Herrscher des „freien Westens“, der längst zur Makulatur verkommen ist, anlegen. Obama, Barroso, Juncker, Merkel, Schulz – wem fühlen sich diese Leute eigentlich verpflichtet? Gott? Ihren Völkern? Offensichtlich weder noch.

Ist unseren Schreiberlingen bewußt, daß der „Westen“ ein unfaßbares Desaster im Irak, in Afghanistan und in Syrien angerichtet hat und damit am Tod und der Vertreibung von Millionen Christen mitschuldig ist? Ist unseren ferngesteuerten Politikern bewußt, daß es unter anderem Putins harte Haltung war, daß die USA nicht auch noch in Syrien selbst mit verheerenden Folgen militärisch eingegriffen hat? Ist es den Kirchenführern bewußt, daß sich Rußland in Syrien ausdrücklich als Schutzmacht der Christen gegenüber den vom Westen geförderten Jihadisten verstanden hat?

Es war z. B. Russia Today, das über die Situation der Christen in Syrien berichtet hat. Die westlichen Medien haben fast durchgehend gellend geschwiegen.

Wir wissen schon, daß Nachrichtensender Propaganda machen, auch die russischen. Aber es ist aus dem Bewußtsein der gehirngewaschenen Massen im Westen verschwunden, daß die westlichen Medien nur noch eine Scheinwelt produzieren.

Daher wird man Putin einen gewissen Kredit gewähren müssen. Er ist zweifelsfrei nicht die bösartige Gestalt, als die er derzeit hingestellt wird (Übrigens: Vor etwa einem halben Jahr waren als Titelseite mehrerer deutschsprachiger Wochenzeitungen zum selben Erscheinungszeitraum [!] verfremdete Darstellungen des Gesichtes Putins zu sehen, meistens als „Joker“ oder sonst als eine Horrorgestalt. Das zeigt wieder einmal, in wie wenigen Händen die „freie“ westliche Presse ist und von welchen Kräften sie gesteuert wird. Nein, es gibt wirklich keinen Grund, sich über russische Zensurmaßnahmen zu echauffieren!).

Kommen wir zu einer Bewertung im Licht von Fatima:

Maria KnotenloeserinDie geistigen Bewegungen in Rußland – äußerst ambivalent

Daß sich die bedingungsweise Prophezeiung in Fatima erfüllt und Rußland „bekehrt“ hätte, ist – wie schon andernorts gesagt – offensichtlich nicht der Fall. Daß sich hunderttausende Menschen in Moskau stundenlang anstellen, um einer Reliquie (nämlich dem Gürtel der Gottesmutter) vom Athos die Reverenz zu erweisen (2011), ist erfreulich aber noch nicht entscheidend

Im Gegenteil scheint sich auch die Russisch-Orthodoxe Kirche von einer wahrheitsgemäßen Aufarbeitung ihrer Vergangenheit zu entfernen, nachdem sie vor kurzem den Kommunistenführer Gennadi Sjuganow mit ihrem höchsten Orden ausgezeichnet hat (!).

An die geistlichen Führer müssen naturgemäß strengere Maßstäbe angelegt werden als an die weltlichen („Wem viel gegeben ist, von dem wird viel Rechenschaft gefordert“: Lk 12, 48). Aus diesem Grund wird man als Katholik die inakzeptable pro-kommunistische Nostalgie kirchlich-orthodoxer Kreise und deren latente anti-römische Haltung viel mißbilligender beurteilen müssen als etwa die pragmatische Interessens- bzw. Realpolitik Putins zugunsten des ihm anvertrauten Volkes. Was an sich ohnehin klar ist.

(Aber auch hier ist eine Relativierung notwendig: Man wirft der Russisch-Orthodoxen Kirche in den westlichen Medien oft vor, staatshörig zu sein. Dieser Vorwurf ist grundsätzlich sicher zutreffend. Fairerweise muß man aber auch hier die Proportionen beachten und die Obrigkeitshörigkeit von ganzen Bischofskonferenzen im Westen, Österreich und Deutschland eingeschossen, thematisieren. Es ist lächerlich, die getrennten russischen Bischöfe als unwürdige Staatsknechte darzustellen und zur selben Zeit die rückhaltlose Unterwerfung fast aller deutschsprachiger katholischer Bischöfe unter den Zeitgeist und dessen politische Verwalter außer Acht zu lassen. Immerhin treten die orthodoxen Bischöfe eindeutig gegen Genderwahn, Homosexualismus und Kirchenschändung ein.)

In diesem Zusammenhang sei auch noch Professor Alexander Dugin genannt, der als Ideenlieferant bzw. als politischer Berater von Präsident Putin gilt. Ganz abgesehen davon, ob Dugin tatsächlich Einfluß auf Putin hat oder nicht (aus verschiedenen Gründen scheint das ziemlich zweifelhaft), ist die Frage nach der Qualität seiner geistigen Produktion zu stellen. Dabei wird man feststellen, daß Dugin Gutes und Wahres mit Verworrenem und Absurdem vermischt. Als Katholik wird man diese Melange als ganze unmöglich akzeptieren können.

Die Schlußfolgerung lautet also: Die Lage ist also verworren.

Das haben wir vorher auch schon gewußt.

Der Gordische Knoten könnte nur von der „Knotenlöserin“ entwirrt werden.

Das führt uns zum

Fazit

Vor etwa vier Jahren sprach ich mit einem betagten Gentleman alter Schule, einem hervorragenden Kenner Rußlands und Ostmitteleuropas, zum gegenständlichen Thema. Er äußerte dabei mit den Worten eines zeitgenössischen Autors, dessen Namen ich leider vergessen habe, sein Bedauern, daß Rußland nicht katholisch geworden sei. Solche Worte aus seinem Munde zu hören, war für mich eine große Überraschung. Damit bestätigte er wissentlich oder unwissentlich, was die Botschaft Fatimas bzw. das „Zweite Geheimnis“ ausmacht: Weihe und Bekehrung Rußland.

Hier liegt der Schlüssel zur Heilung Rußlands und zu einer Ausgießung großen Segens über die Menschheit.

Jedem denkenden Katholiken mit Geschichtsbewußtsein muß klar sein, daß das Schisma des Ostens nicht einfach schicksalshaft ist. Es beruhte auf den Entscheidungen der agierenden Personen. Es hätte nicht sein müssen. Die Geschichte hätte auch anders laufen können. Man stelle sich nur einmal auf dem Weg des Gedankenexperimentes vor, welche gewaltige spirituelle Kraft ein katholisches Rußland hätte – und wie viele Katastrophen den Völkern Rußlands und Europas erspart geblieben wären.

Mittlerweile ist die Lage aber dermaßen verworren, daß es mit politischen und diplomatischen, auch „ökumenischen“ Mitteln alleine unmöglich geworden ist, politischen Frieden, Heilung und Einheit im wahren Glauben zu erreichen.

Da Rußland wegen seines gewissen spirituell-theologischen Vakuums aufgrund seiner Trennung von der universalen Kirche zum Zielgebiet anarchistischer, marxistischer und sonstiger Subversion geworden ist, konnte es 1917 zu einer politisch und militärisch mächtigen Geißel der Menschheit werden. Es hat „seine Irrtümer“ über die ganze Welt verbreitet – bis in die Katholische Kirche hinein. Das II. Vaticanum hat sich als kolossaler Fehlgriff erwiesen, die Weigerung, den Kommunismus am Konzil ausdrücklich zu verurteilen, als schändlicher Verrat.

Diese Verwirrung war die bedingungsweise Warnung von Fatima. Sie ist eingetreten. Insofern haben die geschichtlichen Ereignisse die Prophezeiungen Fatimas eindrucksvoll bestätigt.

Die Weihe Rußlands an das Unbefleckte Herz der Gottesmutter wurde 1929 und danach eben nicht durchgeführt. Andererseits hat der Weiheakt von Johannes Paul II. 1984 zweifellos gewisse Segnungen hervorgebracht. Immerhin ist das Sowjetsystem mit seinem ganzen Terror verschwunden. Alte Dämonen sind aber noch immer aktiv, wie im immer noch existierenden kultischen Grabmal Lenins sinnbildlich symbolisiert.

Die jetzige spirituelle Situation Rußlands ist eben alles andere als klar, es gibt Licht und Schatten. Es ist auch denkbar, daß Rußland noch einmal eine Geißel für die apostasierten europäischen Völker wird. Ein dementsprechendes Szenario ist, daß sich die umnachteten Europäer unter amerikanischer Hegemonie zu einem Angriffskrieg auf Rußland hinreißen lassen – oder zu feindseligen Provokationen – und Rußland siegreich zurückschlägt.

Die Lage ist also nicht nur verworren sondern auch dramatisch. Ein Funke kann ungeheure Katastrophen nach sich ziehen.

Die oberste kirchliche Autorität muß daher die verlangte Weihe endlich durchführen. Das muß unsere Gebetsintention und Gegenstand unserer Petitionen sein.

Schließlich weiß der emeritierte hl. Vater Papst Benedikt über Fatima, einschließlich das „Dritte Geheimnis“, das er gelesen hat, bestens Bescheid. Er hatte dieses Wissen nur leider nicht adäquat umgesetzt. Wir hoffen, daß er dieses Wissen noch rechtzeitig einbringen kann. Es ist nicht auszudenken, was passiert, wenn dieser Akt des Glaubens noch länger hinausgeschoben wird. Andererseits kann man sich nicht vorstellen, welche Segnung der Triumph des Unbefleckten Herzens im kirchlichen und weltlichen Bereich nach sich ziehen muß, einschließlich der verheißenen Periode des Friedens.

Es würde allen wie Schuppen von den Augen fallen.

MMag. Wolfram Schrems, Linz und Wien, katholischer Theologe und Philosoph, kirchlich gesendeter Katechist

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  1. Der Einfachheit halber in phonetischer deutscher Orthographie. Ukr.: Андрей Шептицький, polnisch: Andrzej Szeptycki. Er war von seiner Herkunft her Adeliger, Pole (bzw. aus im 19. Jahrhundert polonisierter ruthenischer Familie) und Angehöriger des lateinischen Ritus. Er nahm die ukrainische Kultur und Sprache an, wechselte zum byzantinischen Ritus und wurde Basilianermönch. Er gilt als einer der Großen der Ukrainisch-Griechisch-Katholischen Kirche im 20. Jahrhundert. []

54 Comments

  1. Rußland wurde bereits der heiligsten Maria geweiht – nämlich am 7.VII.1952 durch Papst Pius XII., der damit auch dem Weihegebot Marias entsprach, die im zweiten Geheimnis von Fatima Rußlands Weihe durch den Papst, ohne irgendwelche sonstigen Bischöfe, gebot und verkündete.

    Rußland ist auch bereits bekehrt, nämlich von dem gottesfeindlichen Kommunismus.

    Und auch in Rußland wird die heiligste Maria verehrt, vielleicht sogar tiefer als sonstwo.

    Man darf auch nicht vergessen, daß Rom an der Trennung zwischen West und Ost nicht schuldlos ist; insbesondere muß dabei der von Rom begangene Wechsel der römischen Kirchensprache von Griechisch auf Latein erwähnt werden, der die West- und Ostkirche sprachlich voneinander trennte. Dabei ist so mancher Text im griechischen Original viel klarer als in der lateinischen Übersetzung, wie besonders am Prolog des Johannesevangeliums (das lateinische „verbum“ ist eine völlig unzureichende Übersetzung des griechischen „Λογος“) und am Großen Glaubensbekenntnis (das lateinische „homo factus est“ gibt auch nicht ganz genau das griechische „ενανθρωπησαντα“ wieder).

    Wenn die „Orthodoxie“ dem heutigen, modernistischen Rom kritisch gegenübersteht, kann man das leider sehr gut verstehen.

    Was nun die heidnischen Einflüsse betrifft, sei hier an die germanischen Einflüsse zum katholischen Ostern- und Weihnachtsfest erinnert (die der Kirche übrigens durchaus Gewinn bringen).

    „Behördenwillkür und mangelnde Rechtssicherheit sind in einem autokratischen System Teil der Systemlogik.“
    Das ist Unsinn – s. die österreichische, bayrische und preußische Monarchie des 19.Jhd., in denen es weniger Behördenwillkür und Rechtsunsicherheit gab als in so mancher Republik. Und auch der Vatikan ist „autokratisch“ …

    „Was die offenkundig gleichgeschaltete westliche Presse damit [mit den Verleumdungen gegen Putin] intendiert, bleibt schleierhaft. Es sei denn, es handelt sich um eine psychologische Vorbereitung der Massen auf einen Angriffskrieg gegen Rußland durch die NATO.“
    Vielleicht (und hoffentlich) doch nicht um die Vorbereitung eines Angriffskrieges gegen Rußland, in jedem Fall aber um die versuchte Unterdrückung Rußlands.

    „In Zeiten, in denen ein Kriegstreiber zum Friedensnobelpreisträger ausgerufen und ein anderer Politiker, der durch Widerstand gegen den Kriegstreiber viel Blutvergießen verhindert hat, zum Diktator erklärt wird, sind die ethischen Maßstäbe offensichtlich durcheinander geraten.“
    Für diese zutreffenden Zeilen meinen herzlichen Dank.

    „Putin ist vermutlich ein Patriot, der sich für sein Land verantwortlich fühlt … Damit unterscheidet er sich von den westlichen Politikern, die sich für die Interessen ihrer Völker offensichtlich nicht verantwortlich fühlen.“
    Auch hier: Volltreffer!

    • Seefeldt: leider muss ich sie enttäuschen Russland wurde eben nicht so wie es die „Aller seligste Jungfrau und Gottesgebärerin Maria“ in Fatima wünschte den „Unbefleckten Herzen Mariens“ geweiht.

      13. Juni 1929 Gemäss ihrem Versprechen von 1917 erscheint die Hl. Jungfrau Sr. Lucia im Konvent in Tuy, Spanien. Sie steht auf einer Wolke neben ihrem gekreuzigten göttlichen Sohn und sagt:

      „Der Moment ist gekommen, in dem Gott den Heiligen Vater auffordert, es anzuordnen und durchzusetzen, dass vereint mit ihm und zur gleichen Zeit, alle Bischöfe der Welt die Weihe Russlands an Mein Unbefleckte Herz vollziehen, und er verspricht, es wegen dieses Tages des Gebetes und der Wiedergutmachung

      Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

      • Verzeihung die beiden letzten Wörter habe ich leider nicht mit kopiert, diese lauten „ZU BEKEHREN“.

        Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

      • Der letzte Satz des Geheimnisses von Fatima lautet:

        Der Heilige Vater wird mir Rußland weihen, das sich bekehren wird, und der Welt wird eine Zeit des Friedens geschenkt werden.“

        Hier ist von keinem sonstigen Bischof die Rede.

        Und da Papst Pius XII. Rußland ohne weitere Bischöfe weihte, können Sie davon ausgehen, daß die Sache ihre Richtigkeit hat.

    • Gerade bei RIA.Nowosti gelesen, daß Kiew möglicherweise einen Miltäreinsatz gegen die Krim vorhat.
      zur RIA-Meldung

      Das wäre dann doch Krieg, zunächst zwischen Rußland der Ukraine, und wie sich dann der Westen verhielte …

      In Kiew scheint der Wahnsinn zu regieren, hoffentlich nicht auch weiter westlich.

  2. Vladimir Putin wurde übrigens geheim – sein Vater war ein Kommunist – auf Initiative seiner Mutter getauft.

    So traurig das Schisma auch ist;
    solange aber die Ostkirchen an so manchen theologischen Ungereimtheiten festhalten, 
    kann und wird es zu keiner Glaubenseinheit mit der Heiligen Mutter Kirche kommen.
    So folgt die Heilige Mutter Kirche bez. dem 
    „filioQUE“
    der Lehre des hl. Augustinus
    ( die im Gegensatz zur falschen sub-ordnierten Auslegung der Ostkirche 
    die RICHTIGE ko-ordinierte Auslegung bekennt ), 
    die RICHTIGERWEISE besagt, 
    dass die Zeugung des eingeborenen Sohnes Gottes IN EWIGKEIT 
    keine „Zeitreihenfolge“ beim Hervorgehen des Heiligen Geistes zulasse und somit der Heilige Geist vom Vater 
    UND
    vom Sohne ausgehe; 
    Desweiteren sei einmal mehr auf die nicht geringen weiteren theologischen Divergenzen 
    zwischen der 
    Heiligen Mutter Kirche Kirche und der Ostkirche hingewiesen; 
    nebst dem „filioque“ auch weitere ostkirchlichen Abirrungen:
    -
    - Christus als Haupt von versch. „Nationalkirchen“
    - die hl. Wandlung als „metabole“; der Leib Christi als „Vereinigung“ mit Brot und Wein
    ( dagegen die wahre katholische Transsubstantations-Lehre 
    der völligen Wesensverwandlung in Leib und Blut Christi in nur noch Gestalt von Brot und Wein ! )
    – das Fegefeuer als läuternde Strafe lehnt sie ab
    – das Dogma der unbefleckten Empfängnis der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria 
    wurde nicht angenommen; eigene Definition der Erbsündenlehre
    – Die Ehe gilt als nicht unbedingt unauflöslich
    –Das „endgültige Gericht“ sehen sie erst nach der Auferstehung
    (röm. katholische Lehre besagt, das besondere
    – endgültige– 
    Gericht folgt bereits unmittelbar nach dem Tode !)

    • In der Tat gibt es theologische Ungereimtheiten seitens der Ostkirchen. Allerdings wird unsere Hl. Mutter Kirche derzeit von mutmaßlich „größeren“ Unreimtheiten in Rom überzeichnet, was die Sache – auch für jeden einzelnen glaubenstreuen Christen – nicht einfacher macht.

      Immerhin ist Putin eine Ausnahmeerscheinung dahingehend, dass er sich für sein Volk tapfer und mutig gegen den westlichen Genderfaschismus stemmt – die größte Gefahr für unsere Gesellschaft.

  3. Sehr geehrter Herr Schrems,
    haben Sie recht herzlichen Dank für Ihre fünfte und wie immer ausgezeichnete Folge zum Thema Russland und Fatima. Sie verweisen dabei auch auf Solowjew´s „Kurze Erzählung vom Antichrist“. Ich habe diese Schrift imme als prophetisch betrachtet. Interessant ist, dass der Staretz Johannes als erster der drei christlichen Religionsverteter, also vor dem Papst Petrus II und vor dem Sprecher der evangelischen Kirche, Prof. Pauli, den Antichrist erkannt und sich gegen ihn ausgesprochen und zu Christus bekannt hat. „Kindlein, der Antichrist“ waren seine Worte. Solowjew wählte diese Reihenfolge, obgleich er längst zur katholischen Kirche konvertiert war und sie als die Wahre ansah.

  4. Danke für den Bericht, aber Teilweihen haben doch durch Papst Pius XII und Papst Johannes Paul II stattgefunden!
    Soll das denn gar nichts gebracht haben?
    Und das Putin sich schützend vor die Christen Syriens gestellt hat, ging eindeutig über russischen Patriotismus und Zaren/Sowjetromantik hinaus, es hat ihm viel Ärger, und ganz sicher auch in Russland nicht nur Sympathien eingebracht!
    Und schlimmer als der Westen so wie er momentan ist, kann niemand sein. Ob dieser Wahrheitsverdrehung, dieser hemmungslosen, offensichtlcih falschen Propaganda, dieser beispiellosen Falschheit und Heuchelei, wäre wohl auch die DDR-Regierung vor Neid erblasst!
    In Russland mögen die alten Dämonen noch aktiv sein, doch es gibt so manches wirksames Gegengewicht, und sehr vieles, was diese Dämonen ärgert, und das Potential hat, sie zu verdrängen (ganz wegdrängen wird man sie nie)
    Im Westen sind neue Dämonen aktiv und gebären wie wild, denn Sozialismus und Islam, was während des kalten Krieges als nicht miteinander vereinbar galt, haben sich verheiratet. Es befriedigt alle Instinkte, alle Sehnsüchte, die die Dekadenz gebracht hat.
    Das Bedürfnis nach klarer Hirachie und Religiösität und einem tieferen Lebenssinn und nach (gefühlter) Gemeinschaft wird befriedigt durch den Islam, die bunte Fassade, die bunte pseudotolerante Legitimation, die einem das herrlich Gefühl gibt, bei unglaublicher Feigheit, Hinterhältigkeit, lügnerischer Heuchelei und gepflegter Unfähigkeit, wahres Mitgefühl zu empfinden, etwas Gutes, authentisches und Mutiges zu tun, durch den Sozialismus.
    Defintiv, alles was jetzt geschieht, sind nur Vorboten von etwas viel schlimmerem, was niemand an grausiger Schrecklichkeit überbieten kann, ein teilgeweihtes Russland schon gar nicht!

    • danke für Ihre klaren Gedanken-was Sie über den Westen schreiben ist leider 1:1 zutreffend-persönlich kann ich es nur ertragen weil ich mit meinem Herzen Tag und Nacht mit der betenden Kirche Russlands verbunden bin,aber klar zur hl katholischen Kirche gehöre und deshalb vor dem Ikonostas knie und die Allerseligste Jungfrau um die Gnade der Wiedervereinigung bitte.Das aber wird nur möglich sein ohne Karneval und ohne Tango.

  5. Erklärung an euca,
    Der russische Theologe, Philosoph und Dichter Vladimir Solowjew (geb 28.01.1853, gest. 31.08.1900) schrieb als letztes Werk „die kurze Erzählung vom Antichrist“. Er gehört zu den christlichen Denkern Russlands des augehenden 19. Jahrhundert.. Er erkannt die Schwäche der russisch – orthodoxen Kirche und wandte sich der katholischen Kirche zu. Vereinfacht gesagt erobert der Antichrist die Welt mit einer Botschaft des Humanismus. Auf der Höhe seiner Macht und zu Stabilisierung seines Weltreiches beruft er ein Konzil nach Jerusalem ein.
    Auf diesem Konzil erkennt ihn als erstes der Vertreter der Orthodoxie, der Staretz Johannes. als den Antichrist, dann der Papst Petrus II und schlussendlich der Sprecher der evangelischen Kirche Pof. Pauli als den Antichristen. Als Folge dieser Erkentnis rücken die gläubig gebliebenen Vertreter der drei Religionen eng zusammen und ziehen aus dem Konzil aus in die Wüste. Die Erzählung hat eine hohe Symbolkraft, wie Sie bereits aus der Namensgebung erkennen können. Das Büchlein ist erschienen im Erich Wewel Verlag ISBN 3-87904-048-6
    Den Hinweis von Herrn Schrems auf die Erzählung von Solowjew wollte ich mit meinem Beitrag dahingehend ergänzen, dass er die heilsgeschichtliche Bedeutung der Orthodoxie möglicherweise anders sah. derweil er dem Vertreter der Orthodoxie das Primat bei der Erkennung und Ablehnung des Antichristen einräumte. Der Staretz ist dabei weniger der Vetreter der orthodoxen Lehre als der orthodoxen Spiritualität.

  6. Solowjews „Kurze Erzählung vom Antichrist“ gilt übrigens als ein vom Heiligen Vater, Papst Benedikt XVI, besonders gewürdigtes Buch. Ich bin überzeugt, Benedikt weiß, welcher Glaubensabfall derzeit in Rom abläuft bzw. vor dem Hintergrund der Prophetien und der Offenbarung „ablaufen muss“.

  7. Besten Dank, lieber Wolfram Schrems, für diese überaus treffende Analyse! Insbesondere deckt sich die Darstellung Putins vollständig mit meiner Sichtweise.

  8. Über die Ostkirchen kann man tatsächlich viel Kritisches sagen, was auch der Wahrheit entspricht. Für sie spricht allerdings und das sollten wir uns ins Gebetbuch schreiben: Ein solches dogmatisches und liturgisches Chaos wäre im Osten schlicht unmöglich.- Der tief an der Dogmatik orientierten Marienverehrung kann der Westen nichts Vergleichbares entgegensetzen. Und überhaupt das Konzil hat sich zu immer wiederholten Vorwürfen sehr klar geäußert:
    Die theologische Lehrmeinung des Konzils von Ferrara/Florenz
    Von Prof. Dr. Ernst Christoph Suttner, Wien
    Die Florentiner Konzilsväter waren in Beratungen, die knapp ein Jahr in Anspruch genommen hatten, zu dem Ergebnis gekommen, dass das kirchliche Erbe der Lateiner und der Griechen gleichermaßen rechtgläubig ist. Sie hatten nämlich festgestellt,
    • dass sowohl die Lehre beider Seiten vom Heiligen Geist als auch das Symbolum mit und ohne Beifügung des „filioque“ rechtgläubig sind;
    • dass bei der Eucharistie gesäuertes und ungesäuertes Brot verwendet werden kann;
    • dass man nicht unbedingt vom „purgatorium“ reden muss, wenn man über die Verstorbenen spricht und für sie betet;
    • dass der römische Bischof genau so, wie es von jeher „in den Akten der ökumenischen Konzilien und in den heiligen Kanones enthalten ist“, als erster Bischof der Christenheit anzuerkennen ist;
    • dass sich die Gründe, die von den „Hardlinern“ vorgetragen worden waren, um das bestehende Schisma als einen Gegensatz im heiligen Glauben bezeichnen zu können, als null und nichtig erwiesen;
    • dass folglich die Gläubigen auf beiden Seiten der Trennlinie zwischen Griechen und Lateinern Söhne und Töchter der einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche sind; dass also die Trennmauer zwischen ihnen vor Gott nichtig ist und einfach ignoriert werden darf.
    Von den Griechen verlangte das Konzil nicht, das filioque und das ungesäuerte Brot zu übernehmen, beim Reden über die Verstorbenen, für die sie ebenso zu beten pflegen wie die Lateiner, den Ausdruck purgatorium zu verwenden, oder den jüngeren westlichen Entwicklungen in der Ausübung des Papstamts zuzustimmen, und an die Lateiner wurde nicht das Ansinnen gerichtet, künftig wegzulassen, was auf griechischer Seite Anstoß erregt hatte. Beide Seiten, Lateiner und Griechen, waren ausdrücklich für rechtgläubig erklärt worden, wenn sie bei ihren eigenen Überlieferungen verbleiben. Somit war das Schisma vom Konzil für eine zu Unrecht bestehende Mauer gehalten worden, die wegen gewisser Missverständnisse und Fehldeutungen zwischen Gläubigen aufgerichtet worden war, welche in Wirklichkeit hier wie dort rechtgläubige Söhne und Töchter der einen Mutter Kirche sind. Um die Trennwand beseitigen zu können, verlangte das Florentinum von keiner der beiden Seiten, weder irgend etwas an den eigenen Traditionen zu ändern, noch aus dem Erbe der anderen Seite irgend etwas zu übernehmen, noch sich der Jurisdiktion der anderen Seite zu unterwerfen.

    • Dieser Prof. Suttner in Wien, dessen Darstellung eindeutig tendenziös ist, muss allerdings auch etwas später zugstehen:

      „Unter den Renaissancepäpsten gab es in Rom ein kirchenamtliches Handeln, das den Florentiner Konzilsbeschlüssen entsprach, aber 1564 durch Pius IV. (1559-1565) verboten wurde; auch unter Pius V. (1566-1572) und unter Sixtus V. (1585-1590) wurde es nicht mehr zugelassen. Zwischen den zuletzt genannten Päpsten kehrte Gregor XIII.(1572-1585) den Orientalen gegenüber nochmals zu einer gewissen Offenheit zurück. Unter Klemens VIII. (1592-1605) ist man aber in Rom gänzlich davon abgerückt, die theologischen Resultate des Florentinums mit jener Selbstverständlichkeit anzuerkennen, welche den Aussagen eines ökumenischen Konzils gegenüber angemessenen ist. Ein halbes Jahrhundert nach dem Tod von Klemens VIII. gab es schließlich in Rom doch noch einmal eine kurze Phase eingeschränkter Zustimmung zur Ekklesiologie des Florentinums.“ (http://www.oki-regensburg.de/suttner5.htm)

      Später referiert derselbe Suttner:
      „Pius IV. und Pius V. bezweifelten nämlich in Bullen von 1564 und 1568, dass die schismatischen griechischen Bischöfe Süditaliens und Siziliens wahre Bischöfe wären; sie seien einzukerkern und müssten zum Abschwören ihrer Häresien und zum Ablegen des tridentinischen Glaubensbekenntnisses veranlasst werden. Der Klerus und die Gläubigen vom nicht-lateinischen Ritus seien unmittelbar der Jurisdiktion der örtlichen italienischen Bischöfe zu unterstellen und zum Gehorsam gegen sie zu bringen. Aber auch dann dürfe es keine Erlaubnis zur „communicatio in sacris“ zwischen ihnen und den Lateinern geben. 1573 wurde für sie mit dem Erarbeiten einer neuen kanonischen Regelung begonnen, die erst 1596, unter Klemens VIII., publiziert werden konnte. Ihr zufolge wurden diese Christen nicht mehr respektiert als eine mit der Ecclesia Romana in Gemeinschaft stehende Ortskirche östlicher Tradition mit eigenen Bischöfen; sie wurden vielmehr als individuelle Gläubige, denen Ausnahmeregelungen in liturgischer Hinsicht zugebilligt waren, einer italienischen Diözese des römischen Ritus zugezählt.“

      Also – was heißt das: wenn man einen konziliaristischen Standpunkt einnimmt, setzt man die florentinischen Gedanken über die fast einhellige Linie der römischen Päpste davor und danach – das tun wir als Katholiken jedoch nicht!
      Oder man nimmt den konziliaristischen Standpunkt ein, der – wie auch Suttner es darlegt – schnurgerade zu den Positionen des Vat. II gegenüber der Orthodoxie führt, die für die Katholiken des Ostens ein Stück Hölle bedeuten sollten.

      Am FILIOQUE hängt alles Entscheidende – die Gotteslehre, das Menschenbild, die Erlösungslehre, die Mariologie – es hängt alles schief. All das muss bis in die Tiefe durchdacht werden – Romantik und ein oberflächlicher Blick sind da nicht hilfreich.

      Womit die subjektive Lauterkeit des Einzelnen nicht in Frage gestellt werden soll.

      • Und noch eine Nachbemerkung: Prof. Suttner ist wohl ein eindeutiger und großer Modernist und Ökumeniker im Sinne des 2. Vaticanums. Das Schisma zwischen Ost und West hält er für eine Legende. Man möge sich selbst überzeugen:
        http://www.oki-regensburg.de/suttner0.htm

        Es ist ein riesiger Irrtum: die Orthodoxie steht der katholischen Tradition überhaupt nicht wirklich nahe – dafür hat sie gute Connections zum Protestantismus.

        Es ist vertrackt – was auf den ersten Blick und oberflächlich, geblendet aufgrund rauschender Liturgie „irgendwie verwandt“ wirkt, ist, wenn man die Details genauer ansieht, enorm weit weg vom Weströmischen.

        Aber wie gesagt: man muss genau hinsehen, auch tief hinsehen, darf sich nicht täuschen lassen. Es wäre wichtig, dass hier ein freier und unabhängiger Geist sich dieser Thematik annähme, der nicht völlig vernebelt ist von einerseits Orthoxie-Romantik und andererseits Ökumenismus. Bedient die Orthodoxie nicht einfach bloß „konservative“, gefühlte „Wir dominieren die Welt-Sehnsüchte“????
        Wie kann ein echter Katholik nur in diese Falle laufen?
        Ist die Orthodoxie wirklich so in der konsequenten Nachfolge Christi? Oder suggeriert sie, Christentum könnte triumphale, wenn auch gelegentlich heimliche Weltherrschaft bedeuten?
        Was hat sie gemein mit dem Schmerzensmann?

        Ja: was hat sie gemein mit dem SCHMERZENSMANN, an dem nichts rauchte, glänzte und blendete, sondern der Sein heiligstes Blut gab am Kreuz, der zerschlagen starb für unsere Machtphantasien, auch die kryptischen?
        Die scheinbare Unerschütterlichkeit in einer Tradition ist nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal und schon gar nicht ein Zeugnis für Wahrheit. Dass die katholische Lehre so heftig umkämpft wird, ist Zeugnis für ihre absolute Wahrheit und ihren göttlichen Ursprung. Was nicht in dieser Stärke von Gott kommt, sondern falschen Lehren folgt und viel Heidnisches ungefiltert, ungeläutert integriert, bedarf des Kampfes nicht – aus der Sicht der Schlange, die sich freut, wenn nun die traditionalistischen Katholiken scharenweise einer täuschend „ähnlichen“, womöglich „ursprünglicheren“ Lehre etwas abgewinnen wollen, weil die Wahrheit eben angefochten und hart bekämpft und scheinbar bezwungen wird. Scheinbar….

      • „Es ist ein riesiger Irrtum: die Orthodoxie steht der katholischen Tradition überhaupt nicht wirklich nahe – dafür hat sie gute Connections zum Protestantismus.“

        Sehr richtig, z.B. durch die gemeinsame Mitgliedschaft im „World Council of Churches WCC“ (dt. „Ökumenischer Rat der Kirchen / ÖRK“).

        Zwar nicht zum Lachen, aber der ist dennoch gut: „…aufgrund rauschender Liturgie“.

  9. Das Geheimnis von Fatima vollständig zu verstehen ist unmöglich, ehe alles darin Beschriebene passiert ist.
    Ich persönlich, der ich nicht nur an das Geheimnis von Fatima, sondern auch an die Prophezeiungen Alois Irlmaiers glaube, finde folgendes interessant. Die Gottesmutter Maria hat die Weihe Russlands an ihr Unbeflecktes Herz als Bedingung dafür genannt, dass alles Unheil abgewendet werden könne.
    Und Irlmaier, der den Dritten Weltkrieg mit relativ vielen Details prophezeite, hat einen Angriff Russlands auf Europa als Auslöser für den Dritten Weltkrieg geschildert.
    Also auch hier wieder Russland. Es dürfte eine wichtige Rolle spielen in unserer jetzigen Situation in der Geschichte.

    Über Putin kann man, meines Erachtens, sicher aussagen, dass er als ehemaliger KGB-Agent ein guter Schauspieler und damit geborener Politiker ist. Was vom Image Russlands wahr und was vorgetäuscht ist, lässt sich aus der Ferne natürlich nicht zu hundert Prozent richtig beurteilen.
    Aus meiner Sicht wiegt der Verdacht schwer, dass er, so wie auch Erdogan in der Türkei, nichts anderes als ein moderner Diktator ist.

    • sind Sie sicher?ich glaube das Gebet ist stärker und wichtiger als ein böser Verdacht-nach eigener Abschätzung.
      auf die Fürbitte der Gottesgebärerin, Retter, rette uns!

  10. Herr Schrems, wenn nun an dieser Bekehrung Russlands so viel gelegen ist, was haben wir damit gewonnen? Der Westen bleibt in seiner Apostasie, seiner Gottlosigkeit und dem modernen Heidentum stecken. Oder können wir dann sagen, wandern wir nach Russland aus, da können wir wieder katholisch sein. Eine Bekehrung Russlands sehe ich keineswegs darin, dass Russland katholisch wird wie wir. Das wäre keine Bekehrung.
    Was die Wiedervereinigung mit den Orthodoxen betrifft: solange die katholische Kirche immer mehr in Richtung Protestantismus abdriftet, umso grösser wird die Kluft zur Orthodoxie. Die Tradition ist natürlich der Orthodoxie am nächsten. Wie soll sich die Orthodoxie mit dem heutigen sich streitenden ungeordneten Haufen der Katholiken wiedervereinen? Wir müssen doch zuerst wieder zu einer Einheit zurückkehren.

    • Gewonnen, wenn darauf eine „Verheißung“ liegt?
      Ja – vielleicht hätte eine Bekehrung Russlands Auswirkungen auf uns? Ob wir und worin wir steckenbleiben – das wissen Sie doch gar nicht!

    • Sie sprechen von dem „sich streitenden ungeordneten Haufen der Katholiken“.
      Wie wahr!
      Ich nehme diese Situation jedoch mehr als tiefen Riss wahr.
      Wird dieser Haufen jemals zusammenfinden, bzw. dieser Riss irgendwann geklebt werden können?
      Und wäre es -neben der Machbarkeit- überhaupt sinnvoll, zusammenzufügen, was doch in Wirklichkeit immer mehr auseinander strebt?
      Die Einheit der Katholiken – wie soll das zwischen den sich immer mehr entfremdenden Lagern gehen und wie könnte diese Einheit aussehen?

      • Diese Einheit kommt sofort zurück, sobald wir wieder einen Papst haben, der diesen Titel als Stellvertreter Christi vollinhaltlich ausfüllt

  11. http://www.katholisches.info/2014/07/11/fatima-welche-rolle-spielt-russland-derzeit/

    „Alte Dämonen sind aber noch immer aktiv, wie im immer noch existierenden kultischen Grabmal Lenins sinnbildlich symbolisiert.“ – wo ist denn Putin, der „gewisse moralische Grundsätze internalisiert, und vielleicht sich sogar dem christlichen Glauben innerlich angenähert hat“? Was sagt er dazu? Warum handelt er nicht, um diesen kultischen Grabmal abzuschaffen?

    Wenn wir die kirchengeschichtliche Rhetorik abschälen und zur Kernmitteilung des Artikels vordringen, so wird sich erweisen, dass der Author – aus Naivität oder absichtlich – eine prorussische Propaganda betreibt.

    Seiner Naivität halber (denn es ist unmöglich, aus einer Entfernung von zweitausend Kilometer die tatsächliche Lage in Rußland zu beurteilen) würde ich ihm raten, sich mit Kamera und Diktiertgerät in der Hand in der Ostukraine – Donetsk und Lugansk-Regionen – Paar Monate aufzuhalten, um an Ort und Stelle zu erkennen, was der „moralische“ und „sich dem Christlichen Glauben annähernde“ Putin da betreibt. Es wird für den Author sehr nützlich sein, eine mehrmonatliche Reise durch Rußland – als Privatperson und außerhalb Moskau / Sankt-Petersburg – zu unternehmen. Vielleicht werden ihm die Schuppen von den Augen fallen.

    • @Peter1

      Der Beitrag enthält definitiv keinerlei prorussische Propaganda. Dies ist meines Erachtens eine Interpretation von Ihnen. Es steht Ihnen frei, Ihre Auslegung zu treffen, doch bitte kleiden Sie selbige nicht dem Autor an. Danke!

      Der Autor lässt den Leser an Gedankengängen teilhaben. Das ist offen und mutig,
      Auch ist nicht zu folgern, siehe Abschnitt FAZIT, dass der Autor die aktuelle kriegerische Entwicklung außer Acht lässt.

    • Was in der Ostukraine geschieht, geht auf die Kappe der USA, die das Wegputschen der demokratisch gewählten Regierung unterstützten und nun auch die Kiewer Putschregierung in ihrem Krieg gegen die Ostukraine unterstützen – mit Geld, Waffen, Agenten und Söldnern (!).

  12. Russland sollte nach der Forderung der Muttergottes in gemeinschaft mit allen Bischöfen der Welt ihrem unbefleckten Herzen geweiht werden.
    Wenn die Muttergottes darauf später in eienr verkürzten Formel noch mal Bezug nimmt, bedeutet diese Verkürzung keineswegs eine inhaltliche Zurücknahme des Geforderten. Es ist eher eine pars-pro-toto-Formulierung oder linguistisch ausgesprochen eine Ellipse.

    Pius XII. hat nicht nur die Bischöfe weggelassen, nicht nur das Licht der Weltöffentlichkeit gescheut mit seiner schriftlichen Weihe der „Völker Russlands“, sondern auch den Sinn entstellt. Denn nicht die Völker Russlands, sondern „Russland“ sollte geweiht werden.

    Das ist etwas erheblich anderes! Nicht die Völker Russlands sind Träger der Irrtümer, sondern „Russland“. Jeder Deutsche kennt diesen feinen Unterschied: nicht „die Deutschen“ sind Nazideutschland, sondern Nazideutschland hat sich als politische Größe in Deutschland etabliert gehabt… es ist wirklich gut, der Muttegottes präzise zu gehorchen und nicht seinen eigene kurzen Verstand über den intelligentesten Menschen der Welt zu stellen…

    Apropos Nazideutschland: wir haben selbst den Fehler gemacht, einem der schlimmsten und satanischsten Diktatoren erst zu glauben, weil er suggerierte, er würde irgendwelche konservativen, traditionellen Ordnungen wieder etablieren. Es war auch bei vielen katholiken ein bitteres Erwachen, als sie sehen mussten, dass dieser Antichrist alles tut, nur nicht eine rechtgläubige Tradition zum leben erwecken… Wenn man aber zuvor genau hingesehen hätte und v.a. nicht einem katholischen Wahngebilde in der Nachfolge antimodernistischer, aber dennoch diktatorischer Vordenker des 19. Jh zu folgen als der echten Tradition und der Hl. Schrift aufgesessen wäre, dann hätte man Hitler sofort durchschauen müssen.

    Das war doch Warnung genug, nicht?

    Das Reich Jesu ist nicht von dieser Welt und wir vergessen, dass unser Herr hier keinen Platz hatte, an den ER sein Haupt legen konnte und…wollte. Er starb mitten im Machtgetümmel und erhob nicht einmal das Schwert. Wir haben hier keine bleibende Stätte, denn diese Welt ist dem Untergang geweiht. Wissen wir das etwa nicht mehr?

    Und noch ein Gedanke, der mir jüngst kam: die Orthodoxie, v.a. die russiche Orthodoxie ist total unfruchtbar geblieben. Sie hat sich selbst vergoldet, aber keine Brüder und Schwestern hinzugewonnen. Sie ist in Hinsicht des Missionsauftrages untätig geblieben. Und mit den Werken der Barmherzigkeit ist es auch nicht weit her. Von diesem Boden aus aber wurden dann andere „missionarisch“ tätig: die Bolschweiken und vertrieben ihre antichristlichen Ideen über die Welt – über all die weltteile, die vielleicht jahrhundertelang vergeblich auf das christliche Zeugnis auch der Russen gewartet hätten.
    Dass wir seit 50 Jahren selbst vom Glauben abfallen, hat damit erst mal gar nichts zu tun.

    • Also erst einmal ist festzuhalten, daß es keine Tonbandaufnahme oder eigenhändige Niederschrift der heiligsten Maria gibt. Es gibt aber eine offizielle kirchliche Verlautbarung der Botschaft von Fatima, und darin ist nur von der Weihe Rußlands durch den Papst die Rede, andere Bischöfe werden dabei nicht erwähnt.
      Und wenn der Papst diese Weihe alleine vornahm, kann man doch zunächst einmal davon ausgehen, daß die Sache so stimmt. Im übrigen wäre auch eine Weihe Rußlands durch alle Bischöfe zur gleichen Zeit eher unrealistisch, und warum sollte der Papst als Stellvertreter Christi nicht als Weihespender genügen?

      Die Weihe an die Völker Rußlands ist keine Sinnentstellung der Weihe, sondern einfach eine Respekterbietung vor den ja tatsächlich in Rußland lebenden Völkern.

      Rußland ist kein Irrtumsträger mehr, das war zu Sowjetzeiten so, doch die Sowjetunion ist vergangen.

      Nazideutschland hat sich als politische Größe in Deutschland etabliert
      Das stimmt so nicht. Die Nazis übernahmen damals die Macht in Deutschland, sie etablierten sich also als Nazis, nicht als Nazideutschland in Deutschland als politische Größe.

      Es war auch bei vielen katholiken ein bitteres Erwachen
      Die wenigsten Stimmen erhielt die NSDAP in katholischen Gebieten, das sei hier doch einmal festgehalten.

      Von diesem Boden [dem "orthodoxen"] aus aber wurden dann andere „missionarisch“ tätig: die Bolschweiken und vertrieben ihre antichristlichen Ideen über die Welt
      Diese antichristlichen Ideen kamen aber nicht aus der „orthodoxen“ Welt, der Initiator dieser antichristlichen Ideen war der in Deutschland aufgewachsene Jude Karl Marx.

      • „Die Weihe an die Völker Rußlands …“

        muß natürlich heißen:

        Die Weihe der Völker Rußlands …

      • Sie lesen leider nicht präzsie und argumentieren auch nicht präzise, werfen alles durcheinander:

        1. Die billige Polemik mit der Tonbandaufnahme gilt dann für jegliche Mitteilung der Gottesmutter, auch die, die der Vatikan – aus durchschaubaren Gründen – auf seine Website gestellt hat. Fakt ist, dass uns alle Texte von Sr. Lucia übergeben sind, egal wie, und die Gottesmutter 1929 nach der 1917 erfolgten Ankündigung folgendes sagte: „Es ist der Augenblick gekommen, in dem Gott den Heiligen Vater bittet, in Vereinigung mit allen Bischöfen der Welt, die Weihe Russlands an mein Unbeflecktes Herz vozunehmen“ (Mura/Huber, S. 99)
        Es ist also völlig daneben, wenn Sie die eine Aussage Lucias gegen die andere ausspielen.

        2. Russland ist nach wie vor Irrtumsträger – es hat seinen Irrtümern ja nie abgesagt. So etwas tut man nicht by the way, sondern nach diesem Verbrechensausmaß kann das nur in einem Bußakt geschehen. Millionen Menschen sind geopfert worden, und da wirft man diese Schlangenhaut einfach ab und tut plötzlich ein bisschen fromm? Wer fromm ist, sagt dem Bösen öffentlich ab und bittet um Verzeihung. Ist in R. nie geschehen bisher….

        3. Nazisdeutschland ist ein System gewesen, das nicht bloß auf „etablierte Nazis“ zu reduzieren ist. Es ist wie mit der Kirche: in der sichtbaren Kirche etabliert sich ein antichristliches System. So meinte ich es auch für Deutschland. Ich weigere mich, Deutschland als Kulturraum für 12 Jahre komplett mit einem verbrecherischen System zu identifizieren. was soll denn das?

        4. Zur Frage der Verstrickung der Kirche und der Katholiken mit dem Nazitum gibt es viel Literatur, z.B. dies: Hans Müller: Katholische Kirche und Nationalsozialismus. Dokumente 1930-1935. München 1963 (also noch vor dem Konzil). das sind die Dokumente – sie sprechen eine objektive Sprache. Wo waren all die tapferen Katholiken? Ja, sie waren eben still und ließen ein paar Helden leiden, die allerdings leuchten wie die Sterne. Es fing schon damit an, dass das katholische Zentrum, dem Ermächtgungsgesetz zustimmte…

        5. Ich habe nicht gesagt, dass die Ideen aus der Orthodoxie kamen. Ich wies auf die Koinzidenz hin, dass vom Boden der Orthodoxie aus niemals christlich missioniert wurde. dafür wurde von dem Boden aus bolschewistisch missioniert in alle Welt. Von wem habe ich auch nicht behandelt, weil es egal ist! Es geht eben nicht um die „Völker“ dort, sondern um den Ort und das System. Deshalb ist es ja so unsinnig, die Völker Russlands zu weihen – sie sind nicht Träger des Irrtums. Marx ist auch nicht der Initiator der russischen Revolution – er ist höchstens der Philosoph, auf den sich die Vordenker der Bolschewiken bezogen (aber auch der Sozialdemokraten, die keine solche Revolution vorgenommen hätten – auch mit Marx). Persönlicher Träger war eine Horde von Multikultimännern, die in Russland ein solches system etablieren konnten – nach Ihrer Nazilogik müsste ich die Russen nun damit identifizieren, das ist aber unzulässig.

  13. @zeitschnur:

    Keine persönlichen und zudem falschen Unterstellungen:

    zu 1.
    Das mit der fehlenden Tonbandaufnahme (und mit der fehlenden persönlichen Niederschrift, wo bleibt da Ihr „präzises Lesen“?) ist keine billige Polemik von mir, sondern der Hinweis darauf, daß es verschiedene Versionen gibt, daß Aussage gegen Aussage steht. Und wenn eine realistische Aussage gegen eine unrealistische Aussage steht (und die Aussage, alle Bischöfe sollten zur gleichen Zeit Rußland weihen, ist arg unrealistisch), ist die realistische Aussage vorzuziehen. Und wenn es um das Geheimnis von Fatima geht, ist die kirchliche Überlieferung dazu die erste Quelle.

    zu 2.
    Rußland ist kein Irrtumsträger mehr, war es auch nie – die Irrtumsträger waren die Bolschewisten, so wie ja auch nicht Deutschland Irrtumsträger war, sondern die Nationalsozialisten.
    Was nun den Bußakt betrifft: Es lebt keiner der damals verantwortlichen Verbrecher mehr, und eine Zivilgesellschaft zeichnet sich u.a. dadurch aus, daß sie keine Sippenhaft betreibt, also nicht Nachkommen für Taten von Ahnen zur Verantwortung zieht. Die deutsche Büßerei ist übrigens kein Bußakt, sondern Unterwerfung, genauer Kotau, vor den Siegermächten.

    zu 3.
    Hier wird deutlich, daß Sie alles durcheinanderwerfen. Es gilt, Land und System voneinander zu unterscheiden. Da ist einerseits Deutschland und andererseits das nationalsozialistische System, das 1933-45 in Deutschland herrschte, so wie das kommunistische System 1917-91 in Rußland. Ein solchen Durcheinanderwerfen ist auch das mit der „Konzilskirche“. Es gibt keine „Konzilskirche“ in oder neben der Kirche, aber es gibt den Zweitkonziliarismus, der derzeit leider die Kirche beherrscht.

    zu 4.
    Zu dem von angesprochenen damaligen Wahlverhalten der Katholiken gibt es Statistiken, die belegen, daß in katholischen Gebieten der Nationalsozialismus den geringsten Zuspruch hatte. Den geringsten wohlbemerkt, nicht keinen. Dem Ermächtigungsgesetzt stimmten auch fast alle anderen Parteien zu.

    zu 5.
    So wenig wie Rußland Irrtumsträger war und ist, waren und sind es die Völker Rußlands. Die Irrtumsträger waren eben die Bolschewisten.
    Und da es in Rußland nun einmal mehrere Völker gibt (erst Recht zur Zeit Pius XII.), war es angemessen und richtig, die Völker Rußlands der heiligsten Maria zu weihen.
    Das mit dem „orthodoxen“ Nichtmissionieren ist auch falsch, denn die russischen „Orthodoxen“ missionierten durchaus – beispielsweise in Sibirien.

    • @ seefeldt

      Kritik an Ihrem Posting und dem rhetorisch nicht ganz lauteren Stil muss erlaubt sein.

      1. Sie wiederholen nur Ihre unlauteren Unterstellungen gegen Sr. Lucia – hier steht nicht Aussage gegen Aussage. Sie sind derjenige, der eine in sich schlüssige Gesamtaussage in zwei Teile zerlegt und einen Widerspruch konstruiert, den Lucia nie gemeint hat. Landläufig nennt man so etwas „das Wort im Munde herumdrehen“.

      2. Ihnen ist bekannt, dass die ganze UdSSR „bolschewisiert“ wurde und viele geistige Kinder gezeugt hat – jahrzehntelang? Und dass von denen, die auch schlimmste Täter sind, viele, sehr viele nach wie vor leben, u.a. Putin, dessen Weste als KGB-Chef alles andere als weiß ist? Sie wissen, dass es eine lange, böse Geschichte der UdSSR gibt, die mit der Revolution 1917 nicht endete, sondern anfing?

      3. Hier ein Beispiel für Ihre polemische Lesetechnik, die ich nicht staisfaktionsfähig finde – so etwas geht eigentlich nicht! Sie schreiben:

      „Ein solchen Durcheinanderwerfen ist auch das mit der „Konzilskirche“. Es gibt keine „Konzilskirche“ in oder neben der Kirche, aber es gibt den Zweitkonziliarismus, der derzeit leider die Kirche beherrscht.“

      Und jetzt schauen wir, was ich geschrieben habe:

      „Es ist wie mit der Kirche: in der sichtbaren Kirche etabliert sich ein antichristliches System.“

      Also: habe ich von der „Konzilskirche“ gesprochen? Nein! Habe ich gesagt, dass es eine Kirche in der Kirche gibt? Nein! Was habe ich gesagt? Ich sagte, dass sich in der sichtbaren Kirche ein antichristliches System etabliert hat. Nennen Sie es meinetwegen das „konziliare“ System – aber ich habe es nicht so genannt. Wieso unterlegen Sie es mir dann?

      4. Na und? Erstens sind solche Statistiken nicht zuverlässig bei geheimen Wahlen (ist Ihnen das bekannt?) Zweitens geht es nicht um Wahlverhalten, sondern um Verhalten. Und die Zustimmung des Zentrums zum Ermächtigungsgesetz wird ja nicht besser, nur weil andere ihm auch zugestimmt haben. Vielleicht tut einfach ein Blick in die nachprüfbaren Quellen gut…

      5. Sie nennen die Gottesmutter „Heiligste Maria“ und interessieren sich nicht einen Deut dafür, was SIE wollte. Wenn Russland niemals Träger eines Irrtums war, wie Sie der Gottesmutter widersprechend behaupten, warum dann eine Weihe der Völker Russlands? Wenn doch alles eh nur Unsinn ist?!

      Träger des Irrtums ist nach den Worten der Gottesmutter „Russland“ – also die kommunistische Staatsnation – nicht die einzelnen Völker der Sowjetunion als Träger uralter regionaler und vielfältiger Kulturen – das kann von IHR aus logischen Gründen nicht gemeint sein – es kann nur um institutionalisierten Irrtum gehen..

      es hat aber keinen Sinn – Sie drücken über dem Zustand Russlands die Augen zu und lassen sich von der Antigender-Hysterie der Konservativen leiten. Ich halte davon auch gar nichts – nicht dass das nächste Missverständnis ins Haus fliegt – aber es gibt auch schwere Sünden und eine hochgradige Verkommenheit ohne Gender.

      • @ zeitschnur:

        Sie können ja ruhig sachlich kritisieren, aber Sie sollten unsachliche, haltlose Unterstellungen wie „nicht ganz lauteren Stil“ usw. unterlassen.

        zu 1:
        Es steht die Aussage, daß Rußland nur vom Papst geweiht werden soll (so die offizielle kirchliche Wiedergabe des zweiten Geheimnisses von Fatima) gegen die Aussage, daß Rußland vom Papst und allen Bischöfen zur gleichen Zeit geweiht werden soll. Das sind nun einmal die Tatsachen. Mit einem „Wort im Munde herumdrehen“ hat das nichts zu tun, ich gebe lediglich wieder, was öffentlich kundgetan wurde, das mit dem „Wort im Munde herumdrehen“ ist daher lediglich wieder einmal eine Unsachlichkeit von Ihnen. Tatsache ist auch, daß die (angebliche) Forderung, Rußland solle gleichzeitig von allen Bischöfen geweiht werden, arg unrealistisch ist. Hoffentlich sehen Sie wenigstens das ein. Daher spricht doch vieles dafür, daß die offizielle kirchliche Wiedergabe stimmt. Und da ja der Papst (Pius XII.) Rußland alleine weihte, können Sie zunächst einmal davon ausgehen, daß er damit der Forderung Marias entsprach.

        zu 2:
        Mir ist auch bekannt, daß nicht alle Angehörigen der Völker Rußlands Bolschewisten waren. Putin war zwar tatsächlich im Dienste des KGB, aber das bedeutet nicht zwangsläufig, daß er schwere Verbrechen beging. Der Chef des KGB war er übrigens auch nicht, wenngleich er leitende Funktionen innehatte, doch eben nicht auf hoher oder höchster Ebene. Im übrigen schrieb ich selbst, daß es die UdSSR von 1917-91 gab.

        zu 3:
        Wenn Sie sorgfältiger lesen würden, könnten Sie feststellen, daß ich keineswegs polemisch las.
        Mein Hinweis, daß es keine „Konzilskirche“ in oder neben der katholischen Kirche gibt, galt Ihrem Durcheinanderbringen von Deutschland und dem nationalsozialistischen System, sonst gar nichts. Ich habe nicht behauptet, daß Sie das tun. Wenn Sie eingesehen haben, daß es keine „Konzilskirche“ gibt, ist es ja gut.

        zu 4:
        „Erstens sind solche Statistiken nicht zuverlässig bei geheimen Wahlen (ist Ihnen das bekannt?)“
        Ihnen scheint nicht im geringsten bekannt zu sein, wie Wahlen ausgezählt werden. Also zur Nachhilfe: Die Wahlen werden in Wahllokalen abgehalten und dort auch ausgezählt. Auch die Wahlbriefe laufen zu den zuständigen Wahllokalen und werden dort ausgezählt. Es liegen also die Wahlergebnisse je Wahllokal und damit eine regionale Zuordnung vor. Also kann man auch genau und sicher sagen, wo die Nationalsozialisten mehr und wo sie weniger Zuspruch erhielten. Und somit läßt sich auch klar und sicher feststellen, daß die Nationalsozialisten in katholischen Gebieten den geringsten Zuspruch erhielten.

        zu 5:
        Ihre Unterstellung, ich würde mich nicht für den Willen Marias interessieren, ist bösartig und außerdem falsch. Im Gegensatz zu Ihnen sehe ich den Willen Marias durch Papst Pius XII. erfüllt, und für meine Meinung spricht doch vieles. Und warum Maria die Weihe Rußlands wollte, können wir doch getrost ihr überlassen.

      • @ zeitschnur:

        Zur Klarstellung zu 3) – meine Aussage „Ich habe nicht behauptet, daß Sie das tun“ gilt Ihren rhetorischen Fragen „habe ich von der „Konzilskirche“ gesprochen?“ und „Habe ich gesagt, dass es eine Kirche in der Kirche gibt?“

      • @ seefeldt

        Ich spare mir eine Erwiderung auf das meiste – wir drehen uns im Kreise, und ich liefere ungern Futter für Verdrehungen und die künstliche Erschaffung von Polarisierungen.

        Nur soviel zu 1. noch – auch hier entlarvt sich das, was ich „unlauteren Stil“ nenne. Sie dichten ein Wort hinzu in einen festgelegten Text, und das ist unlauter – verzeihung, aber das muss man sagen dürfen. Sie müssen schon den Kopf hinhalten für das, was Sie tun. Nicht das Schlechte tun und dann den angehen, der es laut anklagt …

        Im 2. Geheimnis von Fatima heißt es:

        „Um das zu verhüten, werde ich kommen, um die Weihe Russlands an mein unbeflecktes Herz und die Sühnekommunion an den ersten Samstagen des Monats zu verlangen. Wenn man auf meine Wünsche hört, wird Russland sich bekehren und es wird Friede sein. Wenn nicht, wird es seine Irrlehren über die Welt verbreiten, wird Kriege und Kirchenverfolgungen heraufbeschwören.“

        Und später:

        „Der Heilige Vater wird mir Russland weihen, das sich bekehren wird, und der Welt wird eine Zeit des Friedens geschenkt werden.“

        Was schreiben Sie? Lesen Sie es selbst noch mal:

        „Es steht die Aussage, daß Rußland nur vom Papst geweiht werden soll (so die offizielle kirchliche Wiedergabe des zweiten Geheimnisses von Fatima) gegen die Aussage, daß Rußland vom Papst und allen Bischöfen zur gleichen Zeit geweiht werden soll. Das sind nun einmal die Tatsachen.“

        Nein – da steht nicht, dass „NUR der Papst“ weihen soll. Es steht da, dass die Gottesmutter zu einem späteren Zeitpunkt kommen wird und die Weihe Russlands an ihr U.H. fordern – durch wen ist zunächst noch ganz offen, weil sie das ja später dann genauer sagen wird! Sie überspringt ein „Äon“ und sagt dann, dass der Heilige Vater ihr doch noch Russland weihen wird.

        Diese Weiheforderung ist also in dem Text noch gar nicht genauer beschrieben, sie wird angekündigt für ein Später. Dieses Später ist dann 1929, und ich habe Ihnen korrekt den Text mit der präzisierten Forderung oben zitiert. Wenn Maria sagt, der Hl. Vater werde doch noch etc., dann widerspricht das keineswegs ihrer Ausfaltung, das derselbe zusammen mit allen Bischöfen diese Weihe vornehmen soll. Denn sie sagt nicht „nur“ – das dichten Sie hinzu…

        Es ist wirklich böswillig, wenn Sie hier unterstellen, es stünde „Aussage gegen Aussage“. Sie argumentieren auf dem Niveau protestantischer Exegeten und „Bibelkritiker“, die die AT-Prophetie auf den Messias gegen den Jesus der Evangelien ausspielen – weil die Texte nicht haargenau übereinstimmen und weil die vorläufige Sicht noch nicht der entfalteten in allen Einzelheiten entspricht.
        Jeder, der nicht völlig starrsinnig denkt, begreift, dass hier eine Ausfaltung einer prophetischen Ankündigung gemeint ist.

        Relevant ist im übrigen die Formulierung der Forderung von 1929 allein aufgrund der Struktur der Prophetie. Da eine genauere Instruktion im 2. Geheimnis angekündigt ist, wird ein intelligenter Leser diese genauere Instruktion suchen. Und wo? Eben Im Jahre 1929!

    • @ zeitschnur:

      „Ich spare mir eine Erwiderung auf das meiste“
      So kann man das natürlich auch schreiben, wenn man widerlegt ist, aber nicht ehrlich genug ist, das zuzugeben.

      „ich liefere ungern Futter für Verdrehungen und die künstliche Erschaffung von Polarisierungen.“
      Ach nein – dabei verdrehen Sie doch selbst und schaffen ständig künstliche Polarisierungen.

      Sie zitieren aus dem zweiten Geheimnis von Fatima. Dabei sollte eigentlich sogar Ihnen auffallen, daß an keiner Stelle von anderen Bischöfen als vom Papst die Rede ist. Also stimmt meine Aussage, daß laut zweitem Geheimnis von Fatima Rußland nur, ausschließlich von dem Papst geweiht werden soll.

      Am 14.VII. schrieben Sie um 9:33: „Wenn die Muttergottes darauf später in eienr verkürzten Formel noch mal Bezug nimmt“
      Nun ja – die von mir zitierte Äußerung von Fatima erfolgte 1917, die von Ihnen behauptete Forderung nach Weihe durch alle Bischöfe dagegen 1929. Nach Ihrer Darstellung hätte Maria also „später“ mit einer „verkürzten Formel“ von 1917 auf die von Ihnen behauptete Forderung von 1929 „Bezug“ genommen – weiterer Kommentar erübrigt sich.

      Es spricht ja auch für sich, daß Sie überhaupt nicht einmal darüber nachdenken, wie eine gleichzeitige Weihe durch alle Bischöfe geschehen soll. An einem Ort? Praktisch unmöglich! Denken Sie nur an die Bischöfe, die aus Krankheits- oder Altersgründen nicht verreisen können, gefangengehalten werden oder aus sonstigen Gründen ihr Bistum nicht verlassen können! Also am jeweiligen Bischofssitz? Zur jeweiligen Ortszeit? Oder zu einer absoluten Zeit, aber zu welcher? Einige Bischöfe dann um Mitternacht, einige um drei Uhr morgens usw.? Wie sollte das organisiert werden? Und wenn dann der eine oder andere Bischof zu diesem Zeitpunkt schwerkrank darniederliegt oder verunglückt?

      Sie schrieben doch von dem Warum. Warum sollte die heiligste Maria eine derart unpraktische Forderung stellen und sich nicht mit der Weihe durch den Papst, durch den Stellvertreter auf Erden, begnügen?

      Und zu guter letzt: Papst Pius XII. weihte alleine Rußland der heiligsten Maria. Also ging der Papst davon aus, daß die Weihe durch ihn genügt. Wollen Sie klüger und wissender als Papst Pius XII. sein? Merken Sie wirklich nicht, wie anmaßend Sie sind?

      • Widerlegt? Sie setzen solche Sätze rhetorisch an den Anfang, um einem genervten Leser zu suggerieren, Ihr Gegner sei widerlegt.

        Ich habe klar gesprochen, klar argumentiert. Wer denken kann – das ist natürlich Voraussetzung – , wird zugestehen müssen, dass meine Argumente logisch sind – auch wenn er ihnen vielleicht insgesamt nicht zustimmen würde.

        Was nicht sein darf, das nicht sein kann – das ist die Basis Ihrer Argumente.

        Auch hier wieder ein Schmankerl:

        „Es spricht ja auch für sich, daß Sie überhaupt nicht einmal darüber nachdenken, wie eine gleichzeitige Weihe durch alle Bischöfe geschehen soll. An einem Ort? Praktisch unmöglich! “

        1. Woher wissen denn Sie, worüber ich nachdenke?

        2. Es gehört nicht viel Fantasie dazu – man kann einen Hirtenbrief in allen Bistümern verlesen lassen, in dem die Weihe durch Bischöfe und Priester mitvollzogen werden soll, die der Hl. Vater in Rom öffentlich vollzieht (das würde sogar die Formulierungen Marias im Ganzen noch unterstreichen. Der Möglichkeiten ist kein Ende.

        Aber wer nicht will, wird auch bezweifeln, dass es möglich ist, an die nächste Bushaltestelle zu kommen..

  14. Der Artikel ist so gehaltvoll, dass ich diesen inzwischen zum 3. Mal gelesen haben. Die Auswahl der kirchen-/ und welt-politisch-geschichtlichen Informationen als auch aktueller Fakten finde ich äußerst interessant und aufschlussreich! Da steht viel Wissenswertes, das ich bisher nicht kannte. Für mein Verständnis ist es sehr gut gelungen, die Verbindung zur Botschaft von Fatima nachvollziehbar darzulegen.

    Abschnitt zu „Wer ist Wladimir Putin?“
    Wohltuend aufgefallen ist mir die Unabhängigkeit des Autors von jedweder medialer oder sonstiger Meinungsdiktatur betreffend Wladimir Putin. Erfrischend.

    Danke an Herrn Schrems, dass Sie uns an Ihren Gedankengängen und Schlussfolgerungen teilhaben lassen.

    Exzerpt aus dem Abschnitt FAZIT:
    „Es ist auch denkbar, daß Rußland noch einmal eine Geißel für die apostasierten europäischen Völker wird. Ein dementsprechendes Szenario ist, daß sich die umnachteten Europäer unter amerikanischer Hegemonie zu einem Angriffskrieg auf Rußland hinreißen lassen – oder zu feindseligen Provokationen – und Rußland siegreich zurückschlägt.“

    Ein wertvoller H I N W E I S, den ich mir erlaube zu geben, bitte:
    Eine Seherin (Name und Ort bekannt; sie bekommt schon lange Einsprechungen von der Gottesmutter) hat von der Gottesmutter kürzlich diese Antwort/Botschaft erhalten:
    Die Muttergottes erschien als „die Königin vom Kostbaren Blut“.
    U.a. wurde von IHR auch gesagt: „Legt ein Band vom Kostbaren Blut um euer Vaterland. Über das Kostbare Blut kann der Russe nicht eindringen“.
    Ebenso in diesem Zusammenhang:
    Die Himmlische Mutter wünscht die oftmalige, ja stündliche Aufopferung des Kostbaren Blutes mit folgendem Gebet:
    „Ewiger Vater, durch das schmerzerfüllte, unbefleckte Herz Mariens und mit ihren Tränen opfere ich Dir das Kostbare Blut und die Wunden Jesu Christi auf, damit die Mutter die Macht Satans zerstöre, mit dem Erzengel Michael und mit allen Engeln die bösen Geister vertreibe und all ihre Werke und Pläne vernichte, besonders jetzt und in dieser Stunde und in unserem Vaterland. Amen.“
    Es gibt auch ein Büchlein. „Die Armee vom Kostbaren Blut“.

    Den Verweis auf die anonymen Aufrichtigen Erzählungen eines russischen Pilgers nehme ich auf und freue mich schon, diese zu lesen.

    Vergelt’s Gott Herr MMag. Schrems!

  15. Die russischen Medien sind noch um Potenzen mehr gleichgeschaltet als es die westlichen sind!
    Jeder kann sich davon im russischen Fernsehen 1TV Rus überzeugen.
    Ein weiteres Problem in Rußland: die kommunistischen Verbrecher wurden nie entfernt, nie bestraft.
    Die Geheimpolizei ging weiter und hat den alten brutalen Geist. Bis auf den heutigen Tag.
    Dass Putin als ehemaliger KGB Oberstleutnant nun russischer Präsident ist, sagt alles! Das ist so, als wäre ein hoher GESTAPO Offizier nach dem Krieg deutscher Bundespräsident geworden!
    Die russische Propaganda im Westen ist sichtlich immer noch und jetzt erst recht brilliant!
    Wer – anders als der Autor – Rußland von innen kennt, kommt zu anderen Ergebnissen über Putin!

    • @Pawlo

      Zu welchen Ergebnissen über Putin kommt denn der Autor Ihrem werten Verständnis nach, bitte?

      Zitat von oben – der Beginn des Abschnittes „Wer ist Wladimir Putin?“
      Der Autor schreibt.
      „Zunächst das Evidenteste: Wir wissen es nicht, individuum est ineffabile, die ganze Motivationspsychologie und andere Pseudo-Wissenschaften sind für die Fische.“

      Es lohnt sich nicht nur diesen Abschnitt über Putin, sondern den ganzen Artikel mehr als 1x zu lesen. Am besten ohne vorgefasste Meinungen oder Vorurteile. Sie können nur Gewinn daraus ziehen.

      Dieser Beitrag von Wolfram Schrems ist erstklassiger Journalismus, hochstehendes Niveau in Schreibstil, Sachlichkeit, Entwicklung und Abhandlung des Themas. Zudem mutig und offen, indem er an seinen Gedankengängen teilhaben lässt. Schauen Sie mal die vielen Sätze, die mit einem Fragezeichen enden! Alles Angebote an den Leser zum sich selbst Gedanken zu machen. Ein Weckruf?!

      Der Aufbau des Artikels, die angebotene Information ist interessant. Der Autor bleibt im gesamten Beitrag dem Thema treu, er hat immer die Fatimabotschaft im Blick.
      Er biegt nie ab, verliert sich nicht in tausend Seitengassen, wird nie polemisch, manipulativ usw. Und – es ist nicht einfach sich zu beschränken, eine gute Auswahl aus einer Materialfülle zu treffen. Ich finde, es ist dem Autor gut gelungen.

      Nichts für ungut. Gott mit Ihnen.

      • @ Eckstein

        Die Aussagen Pawlos treffen allerdings schon ein Problem. Und allein Ihr Zitat aus dem Artikel zeigt, dass der Autor nicht sachlich und auch polemisch schreibt. Seitenhiebe gegen die Motivationspsychologie u. dergl. zähle ich nicht zur Sachlichkeit. Wenn Sie den Artikel genau ansehen, sehen Sie, dass er voller solcher Polemik ist und vieles viel zu kurz anreißt, manches verwirft oder annimmt, ohne es weiter zu begründen. Ich möchte allerdings dennoch sagen, dass ich ihm in vielem zustimme.

        Nicht sachlich ist in dem Artikel auf jeden Fall der Umgang mit Putin . Herr Schrems entwickelt Szenarien, die er für wahrscheinlich oder eben nicht hält. Warum erklärt er nicht. Er umschifft eine tiefere Beschäftigung und das ist schlecht.

        An diesem Punkt hakt Pawlo ein und verweist auf die schlimme moralische Situation in Russland, die ich auch schon aufzeigen wollte – aber man beißt im Traditionalistenlager hier auf Granit, es ist fast eine Verblendung zu konstatieren – ein Geheimdienstchef der Bolschewiken kann doch nicht ohne Reue und Buße plötzlich als gehäutete Schlange sich in einen Lichtengel verwandelt haben – es genügte ein Minimum an politischem Sachverstand, Erkenntnis über die Sündhaftigkeit des Menschen und ein Ernstnehmen der Lehre der Kirche, die nämlich selbiges einfordert: niemand wird geläuert ohne Läuterung, und die muss im Falle eines Putin öffentlich geschehen sein, sonst ist sie auch nicht anzunehmen. Zwar distanziert sich Herr Schrems auch von Putin und den Putinromantikern, aber dies auch wiederum ohne inhaltlich bedeutsame Argumente.

      • @ zeitschnur:

        Also zunächst einmal: Das KGB war keine Partei-Institution der KPdSU, sondern eine staatliche Institution der Sowjetunion. Und an anderer Stelle wies ich bereits darauf hin, daß nicht jedes Mitglied dieser Organisation zwangsläufig Verbrechen begangen haben muß. Wer solches unterstellt, begeht Pauschalisierung. Und so gilt auch für Putin, daß ihm persönliche Vergehen erst einmal nachgewiesen werden müssen. Wer Putin ohne konkrete Begründung verdammt, begeht daher seinerseits Vorverurteilung und Verleumdung. Und es ist keineswegs unsachlich, wenn festgestellt wird, daß über Putin hierzulande recht wenig bekannt ist, sondern entspricht den Tatsachen. Wenn angebliche Erkenntnisse der Motivationspsychologie anstelle von nicht vorhandenen Sachkenntnissen angewendet werden, insbesondere um jemanden schlechtzumachen, dem sachlich nichts angehängt werden kann, sind Seitenhiebe dagegen durchaus angebracht.

        „Herr Schrems entwickelt Szenarien, die er für wahrscheinlich oder eben nicht hält. Warum erklärt er nicht.“
        Begründungen wären nicht schlecht gewesen, aber er bezeichnet die von ihm entwickelten Szenarien ausdrücklich als Möglichkeiten und gibt nicht etwas als Tatsache vor, was keine Tatsache ist. Und warum die eine Möglichkeit wahrscheinlicher ist als die andere, versteht sich im Grunde genommen von selbst.

        „verweist auf die schlimme moralische Situation in Russland“
        Welche „schlimme moralische Situation“, bitte schön? Sie werfen Ihrerseits mit unbegründeten Beleidigungen um sich.

        „es genügte … und ein Ernstnehmen der Lehre der Kirche, die nämlich selbiges einfordert: niemand wird geläuert ohne Läuterung“
        Die Kirche lehrt auch, daß man niemanden grundlos beschuldigen darf, und das sollten Sie sich ganz dick hinter die Ohren schreiben. Wenn Sie also Putin verteufeln wollen, begründen Sie das bitte. Wenn Sie aber Ihre Verteufelungen nicht begründen können, lassen Sie Ihre Verteufelungen gefälligst sein. Pauschalisierungen sind jedenfalls keine Begründung, es geht immer ausschließlich um persönliche Schuld – oder aber Unschuld.

      • Noch ein Nachtrag, weil manche es nicht sehen wollen.

        1. Russland befindet sich in einer schlimmen moralischen Situation, auch wenn dies nicht auf der Homoebene ausgetragen wird – es gibt noch andere himmelschreiende Sünden: ungerechteste soziale und ökonomische Verhältnisse – gerade in R. werden oft Leute, die gearbeitet haben, monatelang nicht ausbezahlt, sogar durch den Staat, wie man immer wieder in der Tagespresse lesen kann – und dies seit der „Wende“).
        Nach der Lehre der Kirche ist auch das eine himmelschreiende Sünde wie Homosexualität (http://pius.info/katechismus/650-die-vier-himmelschreienden-suenden).
        2. Russland hat ein Riesenproblem mit mafiosen Strukturen, mit Prostitution und Menschehandel an.
        3. Russland hat eine hohe Abtreibungsrate (Lesen Sie bitte iheri die zahlen und Fakten: http://www.russland.ru/schwangerschaftsunterbrechungen-in-russland/
        4. Russland ist nach wie vor beherrscht von alten kommunistischen Personen und Einrichtungen – das wirft man ja nicht einfach mal kurz ab
        5. Wer KGB-Chef war, dürfte wohl kaum eine weiße Weste haben – irgendwer muss doch all die Geheimdienstverbrechen verantworten – oder meint hier einer etwa, es ist wie „Wenn das der Führer wüsste“? Aber es lohnt nicht, solche Debatten zu führen – wer nicht will, der wird auch leugnen, dass niemand seit Jahren im Grab liegt, der nicht zuvor gestorben ist.

  16. Ein Teil der Traditionalisten ist tatsächlich bzgl. Putin vollkommen verblendet. Dort helfen – wie immer bei Ideologen – auch keine Argumente. Das zeigt die teuflische Bedrängnis in der wir uns befinden. Der Herr sagt, würden die Zeiten der Bedrängnis nicht abgekürzt, würden auch die Guten verloren gehen. Weitab von aller Propaganda genügt es, einfach die Früchte von Putins Taten zu sehen: er redet mit gespaltenerZunge (!) : fordert Frieden und schickt gleichzeitig eine kriminelle verrohte Soldateska, die er hochrüstet. Er läßt ein Zivilflugzeug abschießen. Wer glaubt, dass es Putin nicht höchstpersönlich wußte, weiß nicht, wie Rußland tickt! Nicht zum erstenmal. Polnische Kaczinksi-Präsidentenmaschine. Schon vergessen. Flugschreiber wurde nie rausgerückt. Alle Untersuchungen behindert und verfälscht. Wer jetzt obergescheit wieder sagt, es sei ja nichts bewiesen, den muß man fragen, wie naiv man eigentlich sein kann. Zur moralischen Situation in Rußland: höchste Abtreibungszahlen, Kirchbesuch prozentuell um nichts höher als da. Fahrt doch hin, Ihr Putin-Träumer zu Eurem Idol, lernt russisch, macht Urlaub auf der Krim, genießt die Moral und orthodoxe Spiitualität! Dann würde es Euch wie Schuppen von den Augen fallen. Ihr könnt aber auch hier der zynischen Logik Putins folgen und ein paar Verbrecher in Euer Haus lassen, die um sich schießen. Dann könnt Ihr verhandeln, wieviel des Hauses Ihr abtreten müßt, und was Euch weiter noch gehört. Wehrt Euch nur ja nicht, denn dann seid Ihr Kriegstreiber! Kapiert!!??!!

    • Verblendet sind die Putin-Feinde:

      Putin fordert Frieden, die verrohte Soldateska wird von den USA (Stichwort Black-Water-Söldner) und dem Kiewer Putschregime geschickt.

      „Er läßt ein Zivilflugzeug abschießen“
      Das zeigt doch wieder einmal die ganze Verblendung der Putin-Feinde. Die US-amerikanischen und Kiewer Verleumdungen nehmen sie einfach so beim Wort.
      Dabei steht nicht einmal sicher fest, ob das Flugzeug abgeschossen wurde, und erst recht steht nicht fest, wer das Flugzeug abschoß (falls es denn abgeschossen wurde). Putin hätte überhaupt kein Interesse daran gehabt, das Flugzeug abzuschießen. Außerdem ist fraglich, ob die ostukrainischen Freiheitskämpfer ein für einen Flugzeugabschuß aus dieser Höhe notwendiges Waffensystem und dafür befähigte Schützen haben, während die ukrainische Armee in Diensten der Kiewer Putschregierung sowohl die dafür benötigten Waffen als auch dafür ausgebildete Leute und außerdem auch schon Übung im Abschuß von Passagiermaschinen hat.

      Auch in Sachen Kaczynski ist nichts geklärt, und deswegen wäre bei der Beurteilung äußerste Vorsicht angebracht, nicht ein blindes Übernehmen der verlogenen US-Propaganda. Wir sollten doch spätestens seit den angeblichen Massenvernichtigungswaffen Saddam Husseins wissen, wie dreist die USA daherlügen, wenn sie einen Krieg anzetteln wollen.

      Was nun die Kriegstreiberei betrifft: Die wird eindeutig von den Kiewer Putschisten und den USA betrieben.

    • @ Pawlo

      Sie sagen es! Ich bin mit zunehmender Kenntnis der innertraditionalistischen Verhältnisse zunehmend entsetzt darüber, dass dort häufig weniger Glauben als Ideologie vorherrscht und v.a. Ressentiments ausgelebt werden. Nachdem ich aber die Kirchengeschichte von Hubert Jedin genau studiere, fällt mir vieles wie Schuppen von den Augen und man kann, wenn man sich die Mühe macht, große Zusammenhänge zu durchdenken, erkennen, dass die Kirchenkrise eben auch ganz wesentlich durch die Untreue der Konservativen gegenüber dem wahren Glaubensgut ausgelöst wurde.
      Durch Bigotterie, Unredlichkeit und ein politisch rechtsgerichtetes Abschweifen von der wahren Lehre hin zu a-katholischen Lehren, die der Tradition täuschend ähnelten, ihr aber dennoch mitnichten angehören, hat man den Progressiven genügend Munition für berechtigte Kritik gegeben.

      Daran hat sich nichts geändert. Wer den tiefen Glauben und die Anerkennung der Führung Jesu Christi im eigenen Leben ersetzt durch eine manierierte pseudotraditionelle Ideologie, der wird immer tiefer in die Verblendung rasen. Nicht anders als die verhassten Modernisten…
      Es lohnt sich kaum, zu diskutieren – wer nicht will, ist geistig abgekoppelt, den Fakten und Realitäten nicht mehr zugänglich, verschließt sich vor jeder redlichen geistigen Bewegung und wird auch sehenden Auges die Realität leugnen.

      Ja, Sie haben Recht – das alles zeigt das Ausmaß der Verworrenheit und macht die Warnung, dass auch die Guten verführt werden würden, wenn der Herrr nicht abkürzt, nur allzu verständlich.

      Maria, ora pro nobis peccatoribus nunc et in hora mortis nostrae – Ora pro integritate et munditia mentis meae!

  17. Das schwerste Verbrechen der russischen Orthodoxie ist jedoch , und das hat sie mit den Lefebrveianern gemeinsam, sie haben die Erlösungslehre der Homosexualität nicht übernommen, ansonsten billige ich diesem Beitrag von Herrn Schrems ein überdurchschnittliches Pflichtschulniveau zu!

  18. Hier noch mal die Lehre der Kirche, für alle, die glauben, nur Homosexualität sei eine himmelschreiende Sünde:

    1. Der vorsätzliche Totschlag (Mord);
    2. die sodomitische Sünde (Homosexualität);
    3. die Unterdrückung der Armen, Witwen und Waisen;
    4. die Vorenthaltung oder Entziehung des Tages- oder Arbeitslohnes.

    Besonders letzteres ein altes russisches Problem – man lässt arbeiten und zahlt nicht.

    Ich fürchte, wir müssen erst voll ins Inferno rasen, bevor alle aufwachen.
    Unbestreitbar ziehen die USA eine antichristliche und fast dämonische Politik durch. Wer aber glaubt, dass Putin, der zwar vielleicht etwas patriotischer denkt als Obama und Merkel, nicht ein eiskalter und berechnender Politiker ist und auch sein frommes Getue ganz bewusst inszeniert, so, wie er eben alles politisch inszeniert, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.

    Nicht Schwarzweißmalerei hilft hier, sondern es wäre gut, wenn sich alle darüber bewusst würden, dass wir nun von allen Seiten eingekreist sind: im Osten von Russland, das sich wieder erheben wird, aber nicht zum Guten, im Westen von den USA, das schwächer wird und der EU, die zwar schwach, aber zäh ist, von Süden her durch den Islamismus, und was im Norden ist, hat sich selbst aufgelöst, lässt also von dort her jeden durchmarschieren, der bei Drei zuerst losgelaufen sein wird.
    Die zunehmende Schwäche der USA ist Russlands große Chance – aber nicht zum Guten. Es gibt keinerlei Anhaltspunkt, das anzunehmen.
    Und die eigenen kitschigen Heileweltträume sollte man nicht mit der Realität verwechseln. Russland ist weit weg, keiner unser ideologischen Putinfreunde kennt sich dort aus – meine sämtlichen Bekannten aus Russland, auch die Jungen, die noch unter Putin gingen, sind froh, dem dort herrschenden eiskalten Zynismus entkommen zu sein.
    Aber bitte – dream on.

    • Schauen wir doch unsere Städte an, sie spiegeln den Würgegriff bereits wieder, von dem ich oben spreche:
      In manche Viertel traut sich keiner mehr rein, weil die Russen dort eine perfekte kriminelle Struktur aufgebaut haben. Ich weiß das von Technikern, die sich weigern, in solchen Vierteln noch Wartungsarbeiten durchzuführen, weil man dort seines Lebens nicht sicher ist. Und ich kenne einige Russen, die bekennnen, mit Russen und Russland nichts zu tun haben zu wollen wegen dieser Mentalitäten.
      In manchen Vierteln dagegen fühlt man sich wie in einem Scheichtum, selbst in den Läden bedarf es keiner deutschen Aufschrift mehr. Unterdrückte Frauen, natürlich zunehmend primitiv wegen verhinderter Bildung, dementsprechend verblödete und brutalisierte Kinder. Es ist zum Weinen.
      Und in wieder anderen Vierteln lebt die westliche Schickeria in ihren großkotzigen Villen und träumt sich durch ihre Homo-, Gender- und Geldträume.
      In diesem Dschungel irren die verbliebenen Durchschnittdeutschen herum, aber die Weichen sind gestellt – das ist die Zukunft, wir werden zerrieben zwischen kriminellen Russen, Islamisten und unseren eigenen degenerierten Oberschichten, die dafür gesorgt haben, dass sie in ihrem unfruchtbaren Zustand alles Geld an sich reißen mithilfe staatlicher Wirtschaftspolitik.

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