Ex-BBC-Chef soll Kommunikation des Vatikans reformieren

Lord Patten of Barnes reformiert Kommunikation des Vatikans
Lord Patten of Barnes reformiert Kommunikation des Vatikans

(Vatikan) Der ehemalige BBC-Präsident und letzte britische Gouverneur von Hong Kong, Lord Christopher Francis Patten of Barnes soll die Kommunikation des Vatikans reformieren. Lord Patten wurde zum Vorsitzenden der neuerrichteten Kommission zur Verbesserung und Rationalisierung aller vatikanischen Medien und der gesamten Kommunikation des Heiligen Stuhls ernannt. Zielvorgaben sind eine bessere Koordination der verschiedenen Medien und eine Kostenreduzierung.

Betroffen sind die Tageszeitung Osservatore Romano, Radio Vatikan, der Fernsehsender des Vatikans CTV, das Presseamt mit Pressesprecher Pater Federico Lombardi und der Päpstliche Rat für die sozialen Kommunikationsmittel. Sie werden künftig von einer gemischten Kommission kontrolliert, wie der neue Sekretär des Wirtschaftssekretariats, Kardinal George Pell bekanntgab.

Der heute 70 Jahre alte Lord Patten bekleidet seit 2003 das Amt des Kanzlers der Universität Oxford. Von 1992-1997 war er der letzte britische Gouverneur der Kronkolonie Hong Kong, von 1999-2004 war er als Mitglied der Europäischen Kommission „Außenminister“ der EU. Von 2011 bis zum 6. Mai 2014 war er Vorsitzender des BBC Trust. Patten wurde 1979 für die Konservative Partei in das britische Unterhaus gewählt. Von 1986-1990 gehörte er unter Premierministerin Margaret Thatcher dem britischen Kabinett an. Lord Patten entstammt einer katholischen Familie Englands. 2010 wurde er von der britischen Regierung mit der Organisation des Besuch von Papst Benedikt XVI. auf den britischen Inseln beauftragt.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Tempi

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7 Comments

  1. Wir dürfen annehmen, dass Lord Patten of Barness seinen neuen Job für den notleidenden Vatikan ehrenamtlich macht. Eine ausreichende Altersversorgung dürfte er bei seinem Curriculum Vitae ja haben.

  2. Wenn die BBC die Hände im Spiel hat, weiß man wohin die Reise geht. Freemasons läßt grüßen.

  3. Der Ex-BBC-Chef soll lieber zuhause den Kinderporno- und Satanisten-Skandal um den Moderator Jimmy Saville aufklären.

    Aber nein, der Papst verpulvert das Geld, das er den Armen geben wollte, um es denen zu geben, die viel haben (BBC ist ein staatlicher Sender), gemäss der Aussage aus dem neuen Testament:

    Wer hat, dem wird gegeben.

  4. Es wird m. E. zu sehr auf die Außenwirkung im Sinne von Werbung gesetzt. WIr dürfen zuallererst nicht lügen, sondern müssen authentisch sein.
    Und die Authentizität lässt wirklich noch zu wünschen übrig.

  5. Ein alter Fuchs mehr im Intriganten cabinett von Bergoglios Gnaden. Geld stinkt nicht,gell….

  6. Patten ist ein enger Vertrauter von Tony Blair, welcher jetzt besondere Aufgaben zur Herbeiführung der EinWeltKirche hat und auch im Vorfeld des Besuches des Bischofs im Heiligen Land diesen besuchte und beriet.
    Hier mehr zu Patten, woraus klar wird das er der für den falschen Weg des Bischofs der richtige ist:

    Patten beschreibt sich selbst als „gequälten liberalen Katholiken“

    Der erfolgsverwöhnte Politiker ist aber auch ein kritischer Zeitgenosse. Seine Kritik macht vor seinem Glauben und der Kirche nicht halt. Blinder Gehorsam ist seine Sache nicht. Als ehemaliger Entwicklungshilfeminister ist er ein großer Anhänger des kirchlichen Kampfes für soziale Gerechtigkeit und ökonomische Neuverteilung zwischen Nord und Süd. Er hoffe darauf, dass der Papstbesuch auch eine gemeinsame Basis von katholischer Soziallehre und Premier David Camerons Lieblingsidee einer „Großen Gesellschaft“ für Großbritannien schaffen könne, sagt Patten.

    Er beschreibt sich selbst als „gequälten liberalen Katholiken“ bei umstrittenen Themen wie dem Gebrauch von Kondomen im Kampf gegen Aids, Homosexualität und Abtreibung. Aber trotzdem sei er ein „großer Bewunderer von Papst Paul VI.“ und positiv überrascht von Benedikts ersten fünf Jahren im Amt. „Ich bin wie viele andere Katholiken. Ich stimme nicht mit allem überein, was der Vatikan sagt. Aber ich bewundere diesen Papst intellektuell und vermute, dass er wahrscheinlich offener für den Dialog mit dem 21. Jahrhundert ist als manch einer seiner Berater.“

    Peter Stanford ist ehemaliger Herausgeber des „Catholic Herald“ in London und Kolumnist der internationalen katholischen Wochenzeitung „The Tablet“

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