Nomen est omen – Rahner fordert „Priesterinnen“

Von Rahner zu Rahner
Von Rahner zu Rahner

(Tübingen) Die deutsche Theologin Johanna Rahner hält „Priesterinnen“ in der Katholischen Kirche für „möglich“, was übersetzt heißt, daß „Priesterinnen“ erwünscht sind. Rahner übernimmt den Lehrstuhl für Dogmatik, Dogmengeschichte und Ökumenische Theologie an der Eberhard Karls Universität in Tübingen, den bis 1996 Hans Küng innehatte. Am Donnerstag findet die Antrittsvorlesung statt.

Nomen est omen: Johanna Rahner ist mit dem Theologen Karl Rahner (1904-1984) verwandt, der den sogenannten Konzils-Geist maßgeblich prägte. Die beim Zentralkomitee Deutscher Katholiken gern gesehene Theologin war bisher Professorin für Systematische Theologie an der Universität Kassel. Neben „Priesterinnen“ fordert Rahner in der heutigen Ausgabe der Wochenzeitung Die Zeit insgesamt eine „erneuerte Dogmatik“.

Kirche eine „keusche Hure“ – Priesterinnen als Akt der Gleichberechtigung

Wörtlich sagte Rahner: „Ich möchte die klassische Dogmatik nach außen hin öffnen. Wir können nicht den Menschen an die Regeln anpassen, sondern müssen die Regeln menschlich verstehen.“ In diesem Zusammenhang meinte die Theologin zudem: „Wenn die Kirche die Welt scheut, wird sie esoterisch.“ Ihr Verständnis von der katholischen Kirche brachte Johanna Rahner auf den Punkt, indem sie die Kirche als „keusche Hure“ bezeichnete.

„Die Apostel mögen ja männliche gewesen sein“, das hindere die Kirche heute jedoch laut Johanna Rahner keineswegs, „Priesterinnen“ einzuführen. „Männliche Apostel sind also ein schwaches Argument gegen Frauenordination“, so die Theologin.

Segnung von Homo-Paaren und Anerkennung einer „Zweitehe“

Gleichzeitig sprach sich Rahner für die Segnung homosexueller Paare in und durch die Kirche aus und forderte die Zulassung wiederverheiratet Geschiedener zu den Sakramenten und die Anerkennung der Zweitehe. „Wenn das Schuldigwerden am Scheitern der ersten Ehe anerkannt wird, ist eine Zweitheirat möglich“, wird Rahner von der Zeit zitiert.

„Aufgeklärter“ Theologin sind „halbleere Kirchen lieber“

Unter Berufung auf Papst Franziskus sieht sich Rahner in der Tradition eines „aufgeklärten Christentums“ des Westens, für das zum „Amen“ immer auch das „aber“ gehöre. Denn ohne Zweifel gebe es keinen Glauben. Rahner weiß auch den sich in Deutschland leerenden Kirchen Positives abzugewinnen: „Mir sind halbleere Kirchen mit aufgeklärten Katholiken lieber als volle Kirchen [in Afrika und Lateinamerika], die die Not der Menschen ausnutzen.“

„Erbe der Reformation ist ein gemeinsames Erbe“

An den Protestanten kritisierte Rahner, daß sie sich nach wie vor nicht selbst definieren könnten, „ohne sich am Katholizismus abzuarbeiten“. Gleichzeitig fordert sie zu einer Annäherung zwischen Protestanten und Katholiken auf, denn: „Das Erbe der Reformation ist ein gemeinsames Erbe. (…) Wir sollten das Gemeinsame betonen.“

Institutionelle Gleichstellung der Frauen als Weg zu Weiheämtern

Bereits 2011 hielt Rahner einen Vortrag bei der Vollversammlung des ZdK. Darin erklärte sie, warum der „Einsatz für eine institutionelle Gleichberechtigung der Frau vielleicht doch für die eigentliche Frage nach dem Weiheamt der Frau von besonderer Bedeutung sein könnte und damit nicht zu vernachlässigen ist – also genau jene Fragen nach Frauen in Führungspositionen, nach Finanzen und Entscheidungsbefugnissen, nach Frauen in Wissenschaft und Lehre etc.“ Rahner legte damit dem ZdK einen Strategieplan vor, der mit anderen Worten besagt: Die Forderung nach „institutioneller Gleichberechtigung“ der Frau in der Kirche ist lediglich ein Wegbereiter des „eigentlichen“ Ziels, dem Griff nach den Weiheämtern für Frauen. Der Weg dahin, so Rahner, sollte nicht zu lange sein und die Geduld „nicht überstrapaziert werden, weil die Zeit drängt“. Bisher habe man „fast 35 Jahre mit der mangelnden Durchführung der Vorbedingungen verschwendet. Es ist tatsächlich höchste Zeit“, so die Theologin vor der ZdK-Vollversammlung.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Wikicommons/Kirchenzeitung (Screenshot und Montage)

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48 Comments

  1. „Die Apostel mögen ja männlich gewesen sein“? In der postmodernen (alokalyptischen) r.-k. Theologie kann das männliche Geschlecht der Apostel wohl kaum als gesichert gelten, bei so einer opheoden (schlangenhaften) Formulierung. Auf zu neuen Theologemata!

  2. Dieser sogenannte „katholische Theologin“ oder andere „zeitgemässen“ Mitläufern wäre das Einrahmen und das an die Wand Hängen folgender ENDGÜLTIGER päpstlicher Entscheidung anzuempfehlen:
    -
    Päpstliches Schreiben ORDINATIO SACERDOTALIS:
    [….]
    4.
    Obwohl die Lehre über die nur Männern vorbehaltene Priesterweihe sowohl von der beständigen und umfassenden Überlieferung der Kirche bewahrt als auch vom Lehramt in den Dokumenten der jüngeren Vergangenheit mit Beständigkeit gelehrt worden ist, hält man sie in unserer Zeit dennoch verschiedenenorts für diskutierbar, oder man schreibt der Entscheidung der Kirche, Frauen nicht zu dieser Weihe zuzulassen, lediglich eine disziplinäre Bedeutung zu.

    Damit also jeder Zweifel bezüglich der bedeutenden Angelegenheit, die die göttliche Verfassung der Kirche selbst betrifft, beseitigt wird,
    erkläre ich kraft meines Amtes, die Brüder zu stärken (vgl. Lk 22,32),
    daß die Kirche
    KEINERLEI VOLLMACHT HAT, FRAUEN DIE PRIESTERWEIHE ZU SPENDEN,
    und daß sich alle Gläubigen der Kirche
    ENDGÜLTIG an diese Entscheidung zu halten haben.
    Während sich auf euch, verehrte Brüder, und auf das ganze christliche Volk den beständigen göttlichen Beistand herabrufe, erteile ich allen den Apostolischen Segen.

    Aus dem Vatikan, am 22. Mai, dem Pfingstfest des Jahres 1994, dem 16. meines Pontifikates.

    JOANNES PAULUS PP II“
    -

    Es ist ein unfassbar bezeichnendes Desaster, dass derartig intriganten Personen wie dieser sog. „Theologin“ heute problemlos „Lehrstühle“ angeboten werden. Sie hört sich erstaunlich gleich an wie
    Heiner Geissler
    - auch ein angebl. „röm. Katholik“ -
    der die Gunst der Stunde der Wahl Papst Franziskus‘ genutzt hat, um für seine
    - von „allen guten Geistern verlassene“ – Sicht einer „neuen Kirche“ zu werben.

    Wenn ein für die röm. kath. Identität gefährlicher Zeitgeist-Katholik von „Reformen“ fantasiert, dann hört es sich so an….
    teils genau wie bei der im Artikel genannten“Aufbruchs-Abbruchtheologin“ Rahner:
    -
    „Der Vatikan braucht ein moderne Tempelreinigung.
    Das gilt nicht nur für die Besetzung der Ämter,
    er muss auch den Dogmentempel mit Jungfrauengeburt, Unfehlbarkeit und Marias Himmelfahrt ausräumen.
    Die Kirche muss sich wieder den Menschen zuwenden,
    eine Volkskirche werden, von unten nach oben.“
    -

    • Genau, während die „Weltelite“ über die Massenmedien penetrant mit okkult-magischen Darstellungen arbeitet, soll die Kirche ihre Lehren vom Übernatürlichen aufgeben.

  3. Ein wahre Furie, diese Dame. Die meisten Lehrstühle „katholischer“ Fakultäten sin Nester der Häresien.

  4. Das Priestertum ist dem Mann vorbehalten, weil es ein Mann sein muss, der Christus abbildet als Opfer und Opfernden. Darin steckt ein tiefer Sinn, den diese trockene, oberflächliche Theologie einer Johanna Rahner – aber sie ist beileibe nicht die einzige – , die stets auch mit einer „pneumatologischen“ Ekklesiologie aufwartet, nicht erfassen kann. Diesen Leuten fehlen einfach Tiefensensoren, und man kann sagen, dass sie eigentlich gar nicht religiös sind…ihnen fehlt es an allem: an Poetischem, an Mystischem, an Vernünftigem, an Ergebenem, an Scharfsicht.

    Warum kann nur ein Mann das „Simile“ des geopferten und opfernden Christus sein? Es muss dazu allerdings einiges vorausgesetzt werden, um das plausibel zu machen. In einer aufgeweichten Liturgie wird das Sühneopfer und die passiv-aktive Teilhabe des Priesters daran nicht mehr verständlich. Rahner, wenn sie vom Novus ordo ausgeht und der aufgegebenen Sühneopfertheologie, kann von daher verstanden werden in ihrem Irrtum – sie ist selbst eine von der Kirche, vom „Lehramt“ Irregeleitete. Es ist nicht logisch, wenn JPII. einerseits „Ordination sacerdotalis“ verfasst, andererseits aber selbst diesem charismatischen Kirchenkonzept anhängt…

    Warum also nur ein Mann? Man bedenke, dass er „in-persona-Christi“ handelt, was selbst der orthodoxe Priester nicht tut – er ruft nur den Hl. Geist herbei und hat eine Kraft zu wandeln durch den Hl. Geist. Auch daraus wird der Vorbehalt für den Mann nicht wirklich plausibel.
    Plausibel wird es erst durch das „Alter-Christus“-Konzept: der Priester wird im Messopfer einen Moment lang identisch mit Christus. Christus kam als Mann ins Fleisch – das ist der erste Grund. So wie das aktive Ins-Fleisch-Bringen des Gottessohnes ausschließlich durch eine Frau passieren konnte. Aber es ist auch im engeren Sinne eine Aufhebung des Fluches über dem Mann seit dem Sndenfall damit verbunden. Dem Mann wird gesagt, dass er Sisyphosarbeit leisten müsse, unentwegt und langfristig erfolglos den dornigen Acker bearbeiten und am Ende wieder zu Acker werden müsse. Die Frau werde er beherrschen, die durch das erschwerte Gebären geschwächt und abhängig gemacht wird. Wer die Frau beherrscht, will auch überhaupt immer und überall herrschen. Unschwer kann man an der Realität erkennen, dass das der Fluch über dem Mann ist: kämpfen, herrschen, niederzwingen, der Erste sein wollen, Konkurrenten aus dem Feld schlagen, aufbauen und wieder zerstören. Die positive Aufgabe des Mannes, den Garten zu hüten, die Dinge zu benennen, ist unter diesem Kriegscharakter teilweise fast völlig untergegangen. Im Heidentum ist davon z.T. nichts mehr zu sehen und Pius XI. muss weiterhin den Mann mahnen, einer ordentlichen Tätigkeit nachzugehen und die Aufgabe, die Familie zu erhalten und zu versorgen, wirklich auch treu durchzuhalten (Casti conubii).

    Forts.

  5. Forts.

    Der Fluch über der Frau trifft sie in der Würde, die eigentlich am höchsten anzusiedeln wäre: dem Lebengeben. Nichts ist höher anzusiedeln als die Fähigkeit, neue Menschen ins Leben zu bringen. Gott schafft ihr Mühsal damit infolge der Sünde und schwächt sie, und der Mann nutzt dies für sich aus und stellt sich über sie. Und genauso sieht auch die Realität aus – das Heidentum führt uns diese Konstellation in allen Facetten vor Augen und auch wir haben uns nie von diesem Fluch allgemein und geistlich gelöst. Wie einen Klotz am Bein haben auch die Katholiken allzu oft den Fluch über die Erlösung gestellt und so mitverschuldet, dass Menschen sich abgewandt haben vom Glauben.
    Dennoch ist der Frau von Anfang an zugesagt, dass sie aktive Mitarbeiterin des Heils sein wird, trotz der geschwächten Mutterschaft. Eine Frau ist gewürdigt, Gott zu gebären, Frauen sind es, die den Auferstandenen zuerst sehen und auch den Auftrag erhalten, dies den Aposteln zu bezeugen: das ist das weibliche Apostolat, und es ist unausdenkbar hoch.

    Adam ist – das muss fein beachtet werden – kein derart hoher Trost gesagt worden wie der Frau. In der Berufung einiger Männer ins apostolische Amt wird hier gewissermaßen „nachgesetzt“, es ist ein Nachtrag zum Sündenfall. Die Frau erhielt Fluch und Segen von Anfang an, der Mann nur Fluch. Nun kam Christus und gibt auch dem Mann Segen. Mit Seiner Erscheinung erhielt auch der Mann etwas, was ihn über die Sisyphos-Arbeit erheben konnte, indem er nämlich mit Christus dessen Opfer (nach)vollziehen soll, bis ER wiederkommt. Es ist jedoch ein hartes Amt, so hart wie das geschwächte Gebären, ein Amt, das dem Mann das Herrschen über die Frau nimmt – daher der Zölibat auch für den Priester –, es nimmt ihm den Wahn, sich ständig behaupten und ein Reich bauen zu sollen, das dann doch untergehen wird. Dem Mann wird die Perspektive Christi ins Mannsein geschenkt, der sich wie ein Lamm zur Schlachtbank führen ließ und deshalb die Herrschaft erhält, weil ER sie um unserer Sünden willen, aufgab.
    Wer sich als Priester formen lässt, durch Maria von Jesus, der stellt einen wirklich befreiten Mann dar und wird so Vorbild für alle anderen Männer, insbesondere die Ehemänner.
    Die Frau ringt gebärend um das Leben, es ist ein Kreuz und der höchste Glanz, den ein Geschöpf natürlicherweise erhalten kann. Dadurch, dass auch ER so in unser Fleisch kam, ist jede Schwangerschaft und jede Geburt übernatürlich „umglänzt“. Das Priestertum ist vollends übernatürlich und wäre dem Menschen natürlich unmöglich.

    So wird ein Schuh draus – aber wissen das die Priester überhaupt? Wissen es die Frauen?
    Es ist erschreckend, dass kaum einer das weiß und auf konservativer Seite das Priestertum oft mit den vulgärsten Argumenten dem Mann zugeschrieben wird, die dem natürlichen und verfinsterten Denken entspringen, also ganz ähnlich wie bei Rahner, bloß „reaktionär“, was keineswegs eine bessere geistliche Qualität hat!

    • Das sehe ich genauso. Die Dinge, die sich in der katholischen Kirche abspielen, müssen selbst für den Laien in ihrer geistigen Tiefe nachvollziehbar sein, denn andernfalls werden diese Menschen leichte Beute für die Seelenverderber der „Weltelite“.

    • ja genau so ist es, werte Zeitschnur! Und es ist nichts anderes als ich a.a.O versucht habe zu sagen, nur eben mit anderen Worten.
      Also Pax!

      • Hab Ihnen bei dem andern Artikel noch mal geschrieben…Maria in Bethanien – das ist die von Jesus selbst zur Reflexion, Kontemplation und Philosophie oder Theologie autorisierte Frau. ER sagt: Sie hat das Bessere gewählt. Will sagen, die Frau hat genau wie ein Mann das Recht und die Pflicht, sich diesen Dingen zu widmen und ihre Talente hier einzusetzen. Das ist besser, als „weibliche“ Aufgaben, die der verfinsterte Verstand festsetzen wollte … und will (das ist ja auch so ein Kapitel in der „Tradition“: es täte einfach gelegentlich mal eine kurze Bibellektüre gut. Jesus sagt aber damit nicht, dass die Tätigkeit Marthas nicht gut ist. Er sagt , dass die Tätigkeit Marias „das Bessere“ ist und dass eine Frau es selbstverständlich wählen kann und soll, wenn es ihr gegeben ist. Und er sagt noch etwas damit: niemand darf ihr das streitig machen. Niemand! „ES soll ihr nicht genommen werden!“ sagt er ausdrücklich.
        Hat aber mit dem Priestertum nichts zu tun – das ist etwas anderes!
        Pax, äh ja äh sowieso – wer mit mir diskutiert, ist nicht mein Feind, es sei denn, er macht sich selbst dazu. Haben Sie aber nicht getan, also ist doch alles im grünen Bereich, oder?

    • „Diesen Leuten fehlen einfach Tiefensensoren, und man kann sagen, dass sie eigentlich gar nicht religiös sind…ihnen fehlt es an allem: an Poetischem, an Mystischem, an Vernünftigem, an Ergebenem, an Scharfsicht.“

      Auf den Punkt gebracht.

  6. Ich darf darauf hinweisen: Die Professorin Johanna Rahner ist kein Einzelfall. Das geht ca. 50 Jahre an katholischen Fakultäten so, dass dieser Unglaube gelehrt wird. Natürlich kommt die Homo-Ehe-Segnung dazu, seitdem die Homo-Lobby mächtig geworden ist.
    Natürlich hat eine Entwicklung stattgefunden.
    Johanna Rahner hat nichts von dem zuständigen Bischof zu befürchten. Der Bischof von Rottenburg-Stuttgart dürfte nichts einzuwenden haben, auch wenn er noch nicht öffentlich zustimmt.
    Seit Generationen werden junge Katholiken, die gläubig einen Dienst in der Kirche antreten wollen, die sich dazu berufen fühlen, von Theologen wie Johanna Rahner ausgebildet. Wie gesagt, es gab eine Entwicklung. Hans Küng wurde in Tübingen immerhin noch die Lehrerlaubnis entzogen. Das heißt, er durfte als Professor weiter lehren, es war nur nicht mehr möglich, dass die Studierenden bei ihm ihr Schlussexamen ablegten.
    Hans Küng ist bis heute katholischer Priester. Obwohl er wesentliche Glaubenswahrheiten seit Jahrzehnten öffentlich leugnet.
    Johanna Rahner ist keine Protagonistin. Sie gehört zum Mainstream der Uni-Theologen. Das Lehramt der katholischen Kirche ist zusammen gebrochen. Unser Glaube wird von Häresien geradezu erstickt.

    • „Studierende“ für Studenten ist wie „Geflüchtete“ für Asylbewerber ein Kampfbegriff der extremen Linken. Am besten ist es, als Katholik unnötige Substantivierungen von Partizipialkonstruktionen für Menschengruppen, für die es bereits Bezeichnungen gibt, zu vermeiden. Schließlich wollen wir nicht die verwirrende Sprache unserer Todfeinde übernehmen.

  7. „Wir können nicht den Menschen an die Regeln anpassen, sondern müssen die Regeln menschlich verstehen“ Regeln menschlich verstehen heißt doch nichts anderes als die Regeln an den Menschen mit seinem jeweiligen Zeitgeist anzupassen. Das sind Aufforderungen zur Häresie! Darf denn hier jeder sich seinen eigenen katholischen Glauben zusammenbasteln? Ist es denn überhaupt nicht mehr wichtig, was Gott von den Menschen wollte? Warum schreiten hier die Bischöfe nicht ein?

  8. Für mich eine satanische antikatholische Agitatorin von verräterischen Verantwortlichen hochgezogen und aufgebaut.Eine fehlgeleitete arme Seele.Die gnadenhafte Dimension der Theologie hat sie nie begriffen-weil sie selbst wohl nie ergriffen wurde.Es sind dieselben Dämonen ,welche aus dem Gesicht des berüchtigten Ahnen sich manifestieren und jetzt munter mit dieser Propagandistin sich verbünden.Ist es vielleicht nicht vorrangig um gute Professoren an den Fakultäten immer und immer wieder zu beten:Maria Du Sitz der göttlichen Weisheit-bitte für uns?und dabei den Schutz der Allerseligsten zu erflehen,dass die Anbefohlenen nicht in den Abgrund des Verderbens gestürzt werden?sub tuum praesidium confugimus sancta Die Genetrix!

  9. Menschen mit ausgeprägtem Geltungsdrang hören sich gerne reden und unterliegen dabei dem Wahn, die Welt drehe sich um ihr Ego

    Diese Verhaltensanomalie ist derzeit unter „Theologinnen“ vermehrt anzutreffen, meist gepaart mit einer Penetranz der Stuhlkreismentalität, die den Glauben ins völlig Banale herabzieht.

    Dogmatisch sind diese Phrasen so flach, dass man sie ernsthaft nur Menschen zumuten kann, die an Konsistenz des Denkens nicht interessiert sind.

    • Ach so. Die Kirchen- und Glaubenskrise haben wir deshalb, weil Menschen mit ausgeprägtem Geltungsdrang sich gern reden hören. „Diese Verhaltensanomalie ist derzeit vermehrt bei Theologinnen anzutreffen.“

      Johanna Rahner ist das Produkt von männlichen Theologen, mehr noch, von schwachen bis ungläubigen Bischöfen, die seit Jahrzehnten ihr Lehramt nicht mehr ausüben.

      Damit es klar ist: Hier geht es nicht um das „Mann-Frau-Thema“. Eine „weibliche Hierarchie“ hätte genauso oder vielleicht viel früher versagen können.

      Es geht auch nicht um Menschen mit einem ausgeprägten Geltungsdrang. Die hat es immer gegeben und wird es bis zum Ende der Zeiten geben. Auch etliche Päpste, Bischöfe, Theologen waren in früheren Zeiten vom Geltungsdrang beherrscht, was sie nicht dazu verleitete, Glaubenswahrheiten zu verleugnen.

      Die katholische Kirche befindet sich theologisch-geistlich seit dem 2. Vatikanischen Konzil im rasanten Niedergang. Herr Nardi stellt uns eine Mainstream-Theologin vor, die diesen Niedergang verkörpert. Er hätte 1000 und mehr andere Theologen, Theologinnen vorstellen können, die so denken und lehren wie Johanne Rahner. Und die von keinem Bischof daran gehindert werden.

      • @Zeitlos

        Es sei der Hinweis gestattet, dass ich hier natürlich meine Aussage stark pointiert habe.

        Ihr Denkansatz greift aber zu kurz, denn sie übersehen, dass auch die Kirche gesellschaftlichen Einflüssen unterliegt, die erhebliche Rückwirkungen auf die Glaubens- respektive Verkündigungspraxis haben. Man könnte auch von einem deformierten Denken sprechen, dass alles einem radikalen Subjektivismus unterstellt. An die Stelle Gottes tritt der Mensch mit seinen Interpretationen. Leben wird zum Eigenentwurf. Diese Entwicklung ist auch in der Philosophie zu beobachten, der ebenso der Wahrheitsbegriff abhanden gekommen ist, wie der Theologie der rechte Glaube.

        Besondere Bedeutung kommt in dieser Entwicklung dem Begriff Emanzipation zu. Emanzipation meint einen Befreiungsprozeß, der letztendlich völlig unbestimmt ist, also ins Grenzenlose läuft. Dass hier momentan besonders Frauen engagiert sind, hängt schon damit zusammen, dass in unserer Gesellschaft die Ideologie vorherrscht, niemand dürfe von etwas ausgeschlossen sein. Die ausschließliche Zulassung von Männern zum Priesteramt wird so zur Herabsetzung der Frau und ist damit als repressiv stigmatisiert.

    • @ Suarez

      Diese Thesen vertritt ja nicht nur Johanna Rahner. Die These hat schon ihr seliger Onkel Karl Rahner vertreten. Ich habe mich selbst persönlich einmal mit Prof. Georg Kraus deswegen auseinandergesetzt, der das vor ein paar Jahren in den „Stimmen der Zeit“ vertreten hat. Auch in der berüchtigten Herder-Korrespondenz können Sie alle Naslang Aufsätze, – meist von männlichen Theologen – , zu diesem Thema lesen.
      Um zu zeigen, wie lange dies schon verkannt wird, sei nur angemerkt, dass selbst Edith Stein, die allerdings mit zunehmender katholischer Reife davon wieder Abstand nahm, in den 20/30ern ernsthaft der Meinung war, das Frauenpriestertum sei dogmatisch durchaus vertretbar – weil ihr das ihre Seelenführer und Freunde vermutlich so dargelegt haben…

      Ich glaube nicht, dass das mit „Geltungsdrang“ etwas zu tun hat. Es hängt ursächlich mit einem charismatischen, wie es immer heißt „pneumatologischen“ Kirchenkonzept zusammen, das durch das „Neue Pfingsten“ 1962 festgezurrt wurde: weg von der Messopfertheologie hin zur Heiliggeist-Schwärmerei, die suggeriert, das „pilgernde Gottesvolk“ sei ein pulsierender Geistapparat, in dem man alles ohne irgendeine formelle Verankerung deuten könne.
      Nun gibt es zwar auch die Umkehrung der Sichten in der Tradition „Die ersten werden die letzten sein etc.“, aber hier geht es um die Trennung der weltlichen Sicht auf die Dinge von der geistlichen Sicht. Auch beinhaltet die Tradition tatsächlich geistgewirkte „Brüche“. Beispiel: Jesus hat die Zwölf berufen und Petrus als den Felsen. Woher kommt aber dann plötzlich der 13. Apostel Paulus, der ein solch schweres Gewicht erreichen konnte? Auch die Bedeutungs-Komplementarität für die Kirche von der Muttergottes und den formellen Aposteln bricht das starre Schema auf – ebenso wie die Existenz der „Missgeburt“, als die Paulus sich selbst bezeichnete.
      Insofern sind alle Fragen zulässig, und jeder darf und soll so lange fragen, bis Gott ihm Erkenntnis und Antwort schenkt. Das ist wirklich kein Geltungsdrang!
      Es ist aber wichtig dabei, nicht an Verordnetes, also: eindeutig und klar Verordnetes zu rühren. Dass hierbei oft menschlich Angemaßtes von göttlich Verordnetem erst mal geschieden werden muss, ist auch wahr. Aber Katholischsein ist eben nun mal anstrengend und fordert die totale Aufmerksamkeit und das In-die-Wagschale-werfen aller persönlichen Güter und Talente.
      Rahner & Co halten sich einfach nicht an die göttlichen Verordnungen.

      • @zeitschnur

        Ich möchte Geltungsdrang schon stehen lassen.

        Dem modernen Menschen fällt es außerordentlich schwer, demütig zu sein. Demut wird als Schwäche interpretiert, der man nicht unterliegen darf, will man in dieser Gesellschaft seinen Platz behaupten.

        So ist der außerordentliche Ideenreichtum gerade progressiver Theologen/innen ein Zeichen deutlicher Hybris, die glauben, es besser zu wissen als die Lehre der Kirche mit ihrer ganzen geschichtlichen Ausformung. Zu einer solchen Hybris muss man erst einmal befähigt sein, dazu gehört ein gewaltiges Ego, das Demut für unerträglich hält!

        Und wenn man solchen Theologen/innen zuhört, so ist deren Sprache auffällig dominant, jeden Widerspruch von vornherein mit einer gewaltigen moralischen Attitüde vom Tisch wischend. Wer widerspricht oder es anders sieht, ist a priori im Unrecht, weil er sich dem emanzipatorischen Prozeß entgegenstellt.

        Es geht nicht mehr darum, den Glauben zu festigen, sondern sich von ihm zu befreien, indem man ihn so flexibel macht, dass er sich in jedes ideologische System eingliedern lässt.

      • @ Suarez

        Ja, ja, manches stimmt ja, was Sie sagen. Ich kann aber nur bemerken, dass die Vorstellung, „heutzutage“ sei die „Demut“ aus der Mode – wenn Sie alte Schriftsteller lesen, dann werden Sie feststellen, dass es die Dauerklage tiefgläubiger Menschen ist, ihre Zeit sei von Hochmut gekennzeichnet. Davon sprach Blaise Pascal, davon sprach Grignion de Montfort, davon sprachen sogar mittelalterliche Autoren. Allerdings warfen sie es anderen nicht einfach vor, sondern bekannten auch stets den eigenen Hochmut. Die Demut ist die Haltung des ergebenen Gläubigen, der „wie ein Kind“ geworden ist – niemals schaut er auf den anderen, indem er sich von dessen Fehlern ausgenommen wähnt…
        Das hat mit Frauen direkt nichts zu tun – es ist eher so, dass jahrtausendelang die Blasiertheit und der Hochmut, die geistige Aufsässigkeit und gelehrte Aufgeblasenheit rein männliches Privileg war – man hielt die Frau ja sorgsam aus den Gelehrtenstuben, teils aus ökonomischen, teils aus unlauteren Gründen, teils aus Konkurrenz und Neid, aber lassen wir das stehen. das war nun mal so, und es war sicher nicht gut.
        Es war, glaube ich Roberto de Mattei, der feststellte, dass erst durch die industrielle Revolution und durch die Technisierung die Frau ihren traditionellen Platz, den sie sehr wohl auch im öffentlichen Leben innegehabt hatte, wie er zeigt anhand der Akten, auch in der Politik, v.a. in der „Kommunalpolitik“ vor dem 19. Jh, verloren hat. Erst das „fortschrittliche“ Desaster, das Männer geschaffen haben und worauf sie bis heute stolz sind bis zum Platzen, hat der Frau, wie sie sich selbst jahrhundertlang sah und verstand, den ureigensten Lebensraum gestohlen. Gerade die handwerkliche und verwalterische Hausmuttertätigkeit verfiel und wurde entkernt.
        Hier wäre aber noch unendlich viel mit zuberücksichtigen, und es geht einfach nicht an, dass man hier eine unbedarfte, klischeehafte Rechnung auflistet.

        Zum Schluss: wir sollten uns hüten, anderen mangelnde Demut vorzuwerfen. Es ist dies stets ein sicheres Zeichen dafür, dass der, der so spricht, selbst im unerkannten Hochmut befangen ist.
        Unsere Sache ist es, den eigenen Hochmut vor Gott zu bekennen und im anderen Menschen die eigene Sündhaftigkeit zu erkennen und mit Erbarmen und Mitgefühl zu behandeln. Deutsch: mit Milde!

    • Diese Aufweichung ist ein Merkmal der feministischen Ideologie. Da diverse Strömungen alle Logik als- verzeihen Sie den Ausdruck- „phallozentrisches Denken“ bezeichnete und sich in diffuse a-logische Phrasen, bis hin zur Gefühlsduselei verstieg.
      Alles bisherige Denken war männlich, ergo: wir müssen bei bei Null anfangen und ganz anders. Da steckt die Hybris.
      Diese Ideologie war allerdings auch eine Antwort an eine gewisse Neuzeitliche Mannsverklärung.

      Wenigstens ist die Ablehnung der Logik insoweit konsequent, als dass wir nur zwischen Gottesglauben und Ablehnung der Vernunft wählen können.
      Der Mensch als das einzige letzte, kann letztlich nicht sein. Er ist auch nur Schein. Die Vernünftigkeit muss geleugnet werden.

      Dennoch: Dass bestimmte Frauen (und Männer!!) sich in ihrem Hochmut zu absurden Thesen versteigen, bedeutet nicht, dass dies ein ausdrückliches Merkmal weiblichen Denkens wäre. Dieses haben Sie aber auch sicher nicht andeuten wollen.

      Schließlich hat Gott mit Maria eine zweifellos sehr intelligente, nicht irrende, aber dennoch einfache Frau geschaffen. „Und sie bewahrte alles in ihrem Herzen“ =sie sann darüber nach.

  10. Es gibt sie schon, die ‚Priesterinnen-Seminare‘ und sind noch verborgen. Bald treten sie öffentlich auf, wenn alle Widerstände in der Kirche zunichte gemacht werden. Alles ist für den Ansturm vorbereitet. Was wir jetzt hören und sehen ist eine gut inszenierte Farce. Es ist so still, alle schweigen. Die, die sich gewehrt haben, sind schon ausgeschaltet worden.

    Herr, erbarme Dich unser, Christus erbarme Dich unser, Herr erbarme Dich unser.

  11. Soll die bitte einmal ihren Stichwortgebern aus den Logen sagen, daß deren „regulärer“ Zweig doch Frauen als Freimaurerinnen aufnehmen möge. Was für ein blasphemischer Schwachsinn, der von dieser Professorin kommt.

    • Weibliche Freimaurerinnen gibt es schon. Manche raketenhafte weibliche Karriere in die allerhöchste Politik lässt sich ohne Hintergrund-Verbindungen nicht erklären.

    • Gutes Stichwort: die humanistische Freimaurerei verbrät bis heute all diesen Schwachsinn, den das Heidentum über Mann und Frau behauptet hat und ist nicht sehr frauenfreundlich…

      Umso wichtiger, dass Katholiken sich diese alten heidnischen Vorurteile nicht zu eigen machen und nüchtern in die Welt schauen – und die Komplementarität des Menschen so hoch wie möglich als „Imago Dei“ deuten. Denn das hat bisher noch kein Theologe geleistet – in 2000 Jahren nicht. Hie rist noch was offen.

      Aber nicht so, wie Rahner…

  12. Über alle notwendigen Begründungen hinaus fühle ich allein schon bei den Bezeichnungen „Priesterin/Priesterinnen“ eine starke innere Abwehr.
    Alles sträubt sich in mir dagegen, Frauen am Altar agieren zu sehen, womöglich noch mit hochhackigen Schuhen und modisch-keckem Haarschnitt.
    Es ist mir klar, dass dies kein Argument ersetzen kann.
    Dennoch nehme ich mir die Freiheit, rein dem Gefühl nach reagieren zu dürfen.

    • „Priesterinnen“ sind heidnische Schamaninnen oder auch Tempelhuren, eine Art Zauberinnen und Hexen, Frauen, die über Mächte und Kräfte verfügen, mit denen sie andere verführen oder manipulieren. Sollten sie Gutes bewirken können – warum dann nicht einfach als gelehrte, weise Frau?
      So aber war das heidnische Denken und die Frau rutschte so ganz schnell auch in die negative Rolle der Schadenszauberin, die man verbrennen durfte.
      Gut, dass wir aus diesem Vexierspiel herausgenommen sind!
      Unser Part ist: Mutterschaft (geistig oder leiblich oder beides) in Gesellschaft der Gottesmutter – das ist doch eine Vollmacht, die man genauso wenig denken kann wie die Teilhabe des Priesters m Opfer Christi.
      Zwei ganz verschiedene Apostolate, aber beides notwendig in der Heilsökonomie.
      Mir zieht’s die Schuhe aus, wie Ihnen. Zu der „Priesterin“ passt der schwule „Vater“ des Neugeborenen, der sich extra seine behaarte Brust entblößt, in der niemals Milch sein wird…es ist monströs, der schwule Vater wie die Priesterin, beides geht nicht, egal in welchen Klamotten oder Haarschnitten…
      Greuel!

      • Hoffentlich haben Sie mich jetzt nicht falsch verstanden.
        Ich mache meine ablehnende Haltung gegenüber „Priesterinnen“ nicht am Frisurschnitt und den Klamotten fest.
        Es war eher ironisch gemeint.
        Sie sprechen noch einmal die abnorme Situation der beiden „homosexuellen Männer mit Baby“ an.
        Es ist einfach unglaublich! Ein wehrloses Kind wird aus der Natur herausgerissen und in eine egoismus-gesättigte Situation hineingeworfen.
        Es ist eine Verschwörung gegen das Kind.

        Zurück zum Thema Priesterin:
        Es soll niemand glauben, die Glaubenskrise würde dadurch behoben.
        Es wäre nur die anfängliche Neugier und Schaulust, die die Leute in die Kirchen triebe.
        Sie würden lediglich sehen wollen, wie sich die Frau da vorne am Altar so gibt.
        Für solche Neugier-befriedigungs-Effekte sollte sich die katholische Kirche zu schade sein, ganz abgesehen von allen anderen, sinnvollen Begründungen gegen das Priesterinnenamt.

      • Also nun mal halblang, heute morgen haben sie ergreifende Dinge über Mütter und Priester geschrieben, aber die Überhöhung der Frau als Gebärenden das ist nun auch wieder was schwer heidnisches, so heidnisch, dass man in der Marienverehrung den Kult der großen Mutter sehen konnte.
        Ich denke, was den gefallenen Menschen ausmacht, ist dass er nicht von selber aufs rechte Maß kommt. und mal so und mal so übertreibt.

        Im übrigen, wenn sie die Sache mit der Hexenverbrennung nachlesen, so traf es, zwar regional verschieden, aber in der Summe genausoviel Männer wie Frauen. Also man kann nicht wildgewordene feministische Storys für Maria ins Feld führen.

        Die Welt und die Kirche wird weder am weiblichen noch am männlichen Wesen genesen, sondern an Christus. Jedoch ist Christus nun mal Mann und Maria seine Hilfe und damit wird das was Adam und Eva verbockt haben, wieder gut gemacht.
        Beide Geschlechter sind jedoch vom Fluch getroffen und beide müssen es büßen, und der Fluch wird nicht aufgehoben, wenn wir zu vorbronzezeitlichem Mütterkult zurückkehren und es wird auch nicht aufgehoben, sondern verschärft, wenn die Frauen ihr Muttersein nicht achten und die Vorstufen dafür verkaufen wie die Damen an den Ausfallstraßen ihrer Stadt oder die Frauen im Fall der schwulen Väter.
        Was ich immer so unfair finde ist, das man so tut, als sei die Frau immer nur Opfer, und könne gar nicht Täter sein!
        Aber es ist einfach verkehrt die Männer auf Kosten der Frauen zu erhöhen und genauso verkehrt die Frauen auf Kosten der Männer zu erhöhen, weil siehe Lukas 18,14!

      • @ Marienzweig

        Keine Sorge, ich habe Sie nicht missverstanden! Alles im grünen Bereich – auch Ihre Ironie…

        @ besorgter christ

        Aber, aber! Ganz ruhig! Ich kann nur empfehlen, meine Postings noch mal zu lesen. Klar ausgedrückt habe ich mich nämlich schon…Sie müssen nicht meiner Meinung sein, falls es darum geht. Okay?
        Den ganzen protestantisch-nachkonziliar-katholischen Unsinn über Maria lassen wir auch am besten mal weg – das mit der „großen Mutter“, das ist alles unseriös, höchst Zweifelhaftes und an den Haaren herbeigezogener, propagandistischer Kram, der nicht diskussionswürdig ist. Es fehlen eindeutige Daten, Quellen und sachliche Belege. Mit solchen Ressentiments will ich mich nicht beschäftigen. Ich möchte das Heilige nicht wie die Perlen den Säuen vorwerfen. Wer Maria nicht als die, die laut Dogma „Gott geboren hat“ (und das ist unvorstellbar groß!) anerkennt, wird immer noch tiefer in die Schubladen greifen, das ist altbekannt. Das muss er oder sie dann ohne mich tun – über Maria gedenke ich nicht weiter zu diskutieren, sie ist die Mutter des Herrn und kann nie genug geehrt werden, wie schon die alte Kirche sagte.
        Aber sie ist hier bezeichnenderweise gar nicht das große Thema – wie kommen Sie nur wieder darauf?!
        Es geht hier auch nicht um neuzeitliche Hexenverbrennung! Es geht hier um das heidnische Konzept der Priesterin, das allzuoft ins Böse und Vulgäre kippte, eben in die Hurerei und das Schadenszauberwesen. Schon in der germanischen Zeit konnten Schadenszauberer getötet werden. Und sehr oft waren es eben Priesterinnen und Schamaninnen. Der heidnische Priester war nicht in dieser Weise mit diesen Attributen verknüpft.
        Das hat wiederum mit den neuzeitlichen Hexenverfolgungen nicht direkt zu tun – die basierten ja auf keinem Priesterkonzept, sondern auf dem Wahn von einer satanischen „Gegenmacht“, die sich ins christliche Abendland eingeschlichen habe, wobei die Sexualisierung der weiblichen Hexe (zwei Drittel der Prozessfälle sind Frauen), wahrscheinlich eben doch in heidnsicher Tradition, wieder auferstand. Man unterstellte der weiblichen Hexe ja Sex mit dem Teufel, den man auch genauestens ausmalte… aber wie gesagt: das ist wieder ein extra Thema, und ich bitte ergebenst um Differenzierung und sorgsamen Umgang mit den Fakten und Quellen.

      • haben sie sich einfach mal überlegt, werte Zeitschnur, dass alle Versuche Frauen als Priesterinnen und besonders toll und wichtig zu etablieren, deshalb ins vulgäre, in Verbindung bringen mit dem Bösen, gekippt sind, weil es prinzipiell verkehrt ist?
        Und ja ich sag mal so, ich habe ihre Postings gelesen, und vieles ist sehr gut und treffend.
        Und ich habe immer schallend gelacht, wenn ich die These gelesen habe, „in Maria sei der Kult der großen Mutter getauft worden“ aber wenn ich verfolge was Sie und andere großen Marienverehrer über Maria schrieben, so versteh ich es dann doch , wie man auf so eine Idee kommen kann.

        Maria ist groß, uns ein Vorbild und all das, sie ist aber all das, wegen ihre Sohnes, und will gar nichts anders, als hinter ihrem Sohn verschwinden.
        Alles Licht das Maria hat, kommt von Christus und ER ist der Mittler, ER ist der Erlöser und Er ist Mensch geworden, ER ist in unser Fleisch gekommen.

      • @ besorgter christ

        Es ist immer wieder erstaunlich, wie die Marienverehrungskrittler, aber auch manche Herren, die Maria als Waffe gegen die normale Frau einsetzen, so ganz genau wissen, was Maria will, was Maria fühlt, was Maria denkt.
        Verehrteste – diese Ihre Rede ist verräterisch!
        Denn: Maria will, was Gott will. Und Er hat sie erhoben. Tut mir Leid, aber Sie müssen akzeptieren, was sie selbst sang und was die Kirche lehrt. Wenn Gott jemanden sichtbar machen will, dann hat derjenige sichtbar zu sein. Ihr Problem ist, dass Sie das nicht wollen – warum nicht, wenn Gott es so will?

        Gott hat sie nicht hinter ihrem Sohn versteckt, sondern ins Zentrum gerückt, und dort ist sie nun mal und wird seit Jahrtausenden von den Gläubigen auch so wahrgenommen und angesprochen. Da das Reich Gottes voller „Funktionsträger“, voller „Mittler“ ist, entspringt die behauptete Konkurrenz zu Jesus, dem verfinsterten Denken des Menschen, der unter Hierarchie eben das versteht, was der Sünder drunter nur verstehen kann: Konkurrenz, Oben und Unten, wer Erster und wer Zweiter ist etc. Sie erinnern sich, was Jesus dazu sagte…

        Ihren Gedanken zur „systemimmanten Entgleisung“ der Priesterin in Vulgäre finde ich nicht angemessen. Ganz einfach, weil man hier nicht pauschal etwas sagen kann, sondern erst einmal klären muss, was denn jeweils für ein Priesterkonzept vorliegt. Innerhalb eins heidnischen Priesterkonzeptes kann ja wohl das Priesterinnenkonzept nicht deswegen scheitern, weil es in einem katholischen Konzept keinen Platz hat!

        Das Priesterinnenkonzept des Heidentums ist ja auch gar nicht gescheitert – aus der Sicht der Heiden. Es feiert ja bei den Esoterikern übrigens fröhliche Urständ…

      • jetzt aber mal völlig im Ernst.
        Also es gibt genau 3 Personen die ohne Erbschuld auf die Welt kamen, das sind Adam, Eva und Maria.
        Es gibt genau 3 Personen die mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen wurden, das sind Hennoch, Elia und Maria.
        Es gibt genau eine Person durch und in deren Namen wir gerettet werden können, das ist Jesus Christus.
        Ich finde übrigens in der ganzen Schrift nichts was die Erhebung Mariens hoch über alle Menschen und das Auftreten wie Christus rechtfertigen würden.
        Ich denke einfach, wir müssen unbedingt wenn wir Maria sagen Christus mitsagen, dann wird es richtig, weil sie ist selig, weil sie Christus geboren hat.
        Sie ist groß, weil sie wusste dass sie klein ist, und ich muss ehrlich sagen, mit den modernen Marienerscheinungen tue ich mir schwer, weil diese Maria immer alleine kommt, das entspricht ihr nicht!
        Was Gott geschaffen hat, ist eine sichtbare Kirche mit männlichen Amtsträgern und zwar am Kreuz!
        Diese Kirche lehrt uns die Mutter des Herrn zu ehren und in der Mutter des Herren, die Frau,alle Frauen als Mutter und Jungfrau zu ehren, (wovon man heutzutage eben wenig hält)
        Aber es steht nirgendwo, dass die Mutter Maria die Retterin sein wird, wo die Männer der Kirche versagen.
        Es gibt nichts in der Schrift, das besagt, „Maria in den Himmel aufgenommen ist dazu berufen das Lehramt und Leitungsamt der Kirche zu übernehmen!“
        Übrigens bei er Erscheinung trägt Maria den Bischofsstab, wie kommt denn das?
        Und bitte was ist denn das für ein Titel „unsere liebe Frau vom Erfolg?“

        Noch mal im Zentrum steht Christus und das ist der Wille Gottes und es ist nicht sein Wille, dass Maria , wie auf dem berühmten Amsterdam Bild faktisch den Platz Christi einnimmt und indem sie spezielle Gebet für sich, zur Abwendung bestimmte Katastrophen fordert, auch so tut, als wäre sie Gott.
        Christus sagt „Mir ist alle Macht gegeben“.
        Maria ist wunderbar, eine Fürsprecherin, irgendwie der einfachere Weg zum Vater, sie ist einfach ganz schön und ganz lieb und es ist gut bei ihr zu sein, wunderbar ist das, aber Gott ist sie nicht!

        Im übrigen, was das Abrutschen der heidnischen Priesterinnen ins Vulgäre angeht, so habe ich Sie (post von 14:55 Uhr) zitiert, das ist also ihr Gedanke geworden

      • @ besorgter christ

        Irgendwie reden wir aneinander vorbei. Ich meine das, was ich schreibe, eigentlich subtiler, als Sie aufzufassen scheinen.

        Sie bezweifeln in Ihrem Posting offen die Lehren der r.-k. Kirche, bewzeifeln von Rom (!) anerkannte Erscheinungen.

        Die Verbindung von Christus und Maria ist nach der tradierten Lehre ausgesprochen innig, und zwar von den frühesten Anfängen an. Maria steht im Zentrum, weil der Sohn Gottes unsere Rettung ins Zentrum Seines handelns gestellt hat. Er ist selbst der, aus dem und von dem alle Dinge gemacht sind. Folglich kann ER gar nicht im Zentrum stehen, sondern ER IST EINFACH ALLES! Bitte schreiben Sie mir doch nicht etwas zu, was aus anderen Quellen stammt: mit Amsterdam habe ich gar nichts, wirklich nichts zu tun, ich bezweifle auch das „Constat“ – bei dem modernistischen Bischof kann ich das nicht ernstnehmen…außerdem: wenn eine Maria sagt, sie sei „einst“ maria gewesen, dann schrillen bei mir die Glocken. Die Formulierung der Erscheinung musste die Kongregation für die Glaubenslehre dann ändern. Das ist doch lächerlich! – Also bitte, bleiben Sie fair und sachlich und versuchen Sie, meine Gedanken als eigenständige und nicht als Nachplappern fremder Ideen zu verstehen.
        „De Maria numquam satis“ sagt St. Bernhard von Clairveaux.
        Und ein Zitat von EB Lefebvre:
        „Über Maria kann man nie genug sagen. Ihre providentielle Aufgabe muß uns im Lichte des Glaubens ständig vor Augen sein und uns zeigen, daß sie nicht bloß Mutter des menschgewordenen Gottes, sondern auch unsere geistige Mutter ist. So hat es die Heiligste Dreifaltigkeit gewollt. Die Mutterschaft Mariens gilt für Himmel und Erde.“ (23.8.1983 Ecône)

        Ich glaube, Ihnen ist noch nicht klar, dass mit der Größe Mariens erst klarer wird, wer eigentlich ER ist. Im Moment befasse ich mich mit der Mariendarstellung „Maria Platytera“ in der Kunst. Tun Sie es auch mal, wenn Sie Lust haben, denken Sie einfach mal drüber nach, ich tu es auch und sowieso, da wird vieles klarer, wenn es kontempliert und nicht bloß diskutiert: http://books.google.de/books?id=Whh8JgtG9XcC&pg=PA160&lpg=PA160&dq=maria+platytera&source=bl&ots=z94ZVUkRc6&sig=jVWA3gVUYKuGKPw5M9goxyEXjrw&hl=de&sa=X&ei=mCrAU–nK_L74QSzwYDACQ&ved=0CHMQ6AEwDw#v=onepage&q=maria%20platytera&f=false äh – hoffentlich funktioniert der Link.

        Wer Maria kleinmacht, macht vor allem IHN klein. Begründung: sie hat IHN aufgenommen und geboren. Die Kirche kennt daher die Vorstellung, dass sie größer ist als der Himmel – alles aber, weil sie ja den, der ALLES ist, aufnehmen durfte und konnte. Logisch?

  13. Schön, das geht dann über zu einer weiblichen Gottheit, Tempelprostitution und Kinderopfer. Hatten wir alles schon mal im Heidentum. Sie hießen Vestalinnen. Die Kirche wird sich nicht paganisieren lassen.

  14. @ Marlene: „weibliche Gottheit“ gibt es praktisch schon und zwar in der feminisierten „Bibel“,einem feminisierten „Vater- bzw.wahrscheinlich „Mutterunser“ usw.
    Der Paganismus ist weiter verbreitet als manche ahnen,die ganzen fanatischen Tier-und Naturschützerinnen sind pagan und beten im Wald die „Mutter Erde“ an!
    Mir ist auch erst so nach und nach klar geworden,das auch dieser fanatische Hype um Bäume eigentlich nichts weiter als ein neuheidnischer Kult ist!

  15. Nirgendwo ist in dem Beitrag zu lesen, Johanna Rahner sei eine feministische Theologin, die Göttinnen-Kulte mit ihren Priesterinnen wieder neu einführen möchte.
    Ihr grundlegendes Modell ist die protestantisierte Messe Paul VI., die den klassischen römisch-katholischen Priester sowieso schon der Rolle nach dem protestantischen Pfarrer ähnlich gemacht hat. Auch wenn es noch viele katholische Priester gibt, die sich dagegen wehren.

    Wer an der Messe Paul VI. unvoreingenommen teilnimmt, wird entscheidende Unterschiede zum protestantischen Gottesdienst nicht mehr wahrnehmen. Zumal das 1. Hochgebet, das dem Canon Missae des überlieferten römischen Ritus nachempfunden wurde, kaum gebetet wird.
    Das Wort „Priesterin“ wird von Johanna Rahner falsch gebraucht, sie hätte Pfarrerin sagen müssen. Sie meint das. Aber „Priesterin“ klingt irgendwie feierlicher.
    Doch in einem Gottesdient, in dem kein eigentliches Opfer Gott zur Sühne dargebracht wird, gibt es weder einen Priester noch eine Priesterin. Es gibt den Gemeindeleiter, die Gemeindeleiterin, die traditionell als Berufsbezeichnung Pfarrer, Pfarrerin heißen oder Pastor und Pastorin.

    Niemand in der katholischen Tradition fordert die Priesterin für den überlieferten römischen Ritus. Wir wünschen auch keine Ministrantinnen, es ist für uns überhaupt kein Thema. Johanna Rahner spricht nicht für uns, sie vertritt die katholische Tradition gar nicht. Den Anspruch erhebt sie nicht, im Gegenteil, sie würde ihn weit von sich weisen.

    Nochmal: Johanna Rahner geht von der protestantisierten Messe Paul VI. aus. Es ist nicht unlogisch, für diese Messe auch weibliche Gemeindeleiterinnen zu fordern, Pfarrerinnen. Diese haben mit Göttinnen-Kulten nichts zu tun. Dass bei dem weit verbreiteten Synkretismus auch in den Protestantismus feministische Elemente eindringen, kann allerdings nicht ausgeschlossen werden.
    Wir dürfen nicht vergessen: Gerade der Protestantismus befindet sich längst im Niedergang, die „Konzilskirche“ folgt ihm im Eiltempo nach. Beide haben den traditionellen Priester abgeschafft. Martin Luther und seine protestantischen Kollegen ein paar Jahrhunderte früher als die „Konzilskirche“ mit ihrem NOM.

    Johanna Rahner jedenfalls plädiert nicht für die Wiederbelebung antiker Göttinnen-Kulte. Sondern für eine weitere Protestantisierung der katholischen Kirche. Womit sie zur Mehrheit der katholischen Theologen-Zunft gehört.

  16. Im Artikel steht:

    „Wörtlich sagte Rahner: „Ich möchte die klassische Dogmatik nach außen hin öffnen. Wir können nicht den Menschen an die Regeln anpassen, sondern müssen die Regeln menschlich verstehen.“ In diesem Zusammenhang meinte die Theologin zudem: „Wenn die Kirche die Welt scheut, wird sie esoterisch.“ Ihr Verständnis von der katholischen Kirche brachte Johanna Rahner auf den Punkt, indem sie die Kirche als „keusche Hure“ bezeichnete.“

    Nun denn, das ist nicht protestantisch und leitet sich auch nicht aus dem Novus Ordo her, diese Worte, wenngleich der Gesamtansatz rahners aus der „pneumatologischen “ Ekklesiologie stammt (s. mein Posting ganz oben).

    Diese Worte hier sind noch aus anderm gespeist, beziehen sich aber ganz eindeutig auf die „klassische Dogmatik“, die hier „geöffnet werden“ werden soll. Und was meint sie wohl mit der Kirche als „keuscher Hure“. Was wohl Luther und Melanchthon dazu sagen würden?

    Wie auch immer – es geht sehr wohl darum, allem, was je tradiert war, den Stuhl unterm Hintern wegzuziehen. Wozu sonst auch diese Mühe?

    • Genau…
      Der Satz müsste übrigens richtig und unverschleiert heißen “ Wir können nicht den Menschen an die Regeln anpassen, sondern die Regeln an den Menschen“, und da unter „Regeln“ natürlich Wahrheit und unverhandelbare Werte, ja eigentlich letztlich Gott gemeint sind, heißt es: „Wir können nicht den Menschen an Gott anpassen, sondern Gott an den Menschen.“

      Der Glauben sagt „Dein Wille geschehe“, wer aber sagt „Mein Wille geschehe“, wenn nicht die Magie der Heiden…?
      Quod erat demonstrandum… 😉

  17. Wie wurde diese Frau nur Professorin? Ich erinnere mich, dass sie in Karl-Heinz Menkes Buch über „Sakramentalität“ ausführlich kritisiert wird. Der Hauptkritikpunkt Menkes ist, dass Johanna Rahner verkennt, dass „der Heilige Geist (…) die Kirche an Jesus Christus (bindet); er befähigt zum Überschreiten des eigenen Selbst auf den Gott hin, der in Jesus Christus konkret geworden ist; er ist keine zweite Offenbarung Gottes neben der in den dreiunddreißig Jahren des Lebens und Sterbens Jesu, sondern im Gegenteil Gott, insofern er Menschen befähigt, in eben dem Maße sie selbst zu sein, in dem sie Christus gehorchen.“ (Menke, S. 184 f)
    Rahner nimmt eine Engführung vor, die Jesus auf einen pneumatischen Erlöser reduzieren will und den sichtbaren Leib Christi als physische und sakramentale Realität vernachlässigt oder zurücksetzt. Rahner unterstellt, dass das Vat. II „jede geschichtliche Verwirklichung von Kirche relativiert“ habe.
    Es geht schnöde darum, ob kirchliches Handeln „Dienst am Evangelium“ sei.

    Sie macht eine riesige terminologische Welle, es kommt aber unten nix raus – um diese Banalitäten zu sagen, hätte es genügt, in einer Almhütte ein Bier zu trinken. Was ist „Dienst am Evangelium“? Diese einfache Frage kann sie schon nicht mehr klar beantworten.
    Auf jeden Fall unterliegt die Antwort ganz und gar dem, was die „Gemeinde“ gerade für richtig erachtet. Oder sagen wir es doch gleich: was Johanna Rahner und ihren Kumpanen gerade so reinläuft. Denn wenn anderswo die Kirchen voll sind mit den falschen Gläubigen – tja, dann werden die mal kurz als Ausbeuter fremder Not gebrandmarkt: „Mir sind halbleere Kirchen mit aufgeklärten Katholiken lieber als volle Kirchen [in Afrika und Lateinamerika], die die Not der Menschen ausnutzen.“ (s.o. Artikel)
    Theologinnen in der Schule schönster Hetzliteratur – nein danke!

    • Ich denke, es besteht kein Widerspruch. Unmittelbar nach dem Konzil begann der Angriff gegen die Dogmatik. Onkel Rahner hat daran einen maßgeblichen Anteil. Der Onkel der Nichte Johanna ging schon etwas perfide vor. Das Große Glaubensbekenntnis sollte dem Wortlaut nach nicht geändert werden, darauf bestand Onkel Karl. Es sollte aber inhaltlich anders ausgefüllt werden. Das klingt verrückt, und Guiseppe Kardinal Siri sprach vom „linguistischen Wahnsinn. Nicht nur in Bezug auf Karl Rahner, aber gerade auch auf ihn. Er war ein Meister des linguistischen Wahnsinns, er hat es verstanden, sich innerhalb eines Absatzes zu widersprechen, und die Theologenzunft hörte ihm dennoch gläubig zu. Auch die Bischöfe.

      Ausdrücklich forderte Rahner eine neue Bewertung der Frau in der Kirche, ein größeres Mitwirken bei der „Leitung“, wobei er das Wort „Priesterin“ damals noch vermeiden musste. Doch die Richtung war schon damals ganz klar.
      Mit dem NOM ist dieses Thema eng verbunden, es ist gar nicht zu trennen. Die hl. Messe ist immer „lebendige Dogmatik.“
      Die neue „offene Dogmatik“, die in Richtung Auflösung geht wie beim Protestantismus, braucht eine entsprechende Messe.

      Geradezu wüst hat Karl Rahner diejenigen Gläubigen beschimpft, die sich für die überlieferte Messe aller Zeiten einsetzten. Die Auflösung der Dogmatik und der NOM gehören untrennbar zusammen.
      Womit nicht gesagt ist, dass alle, die am NOM teilnehmen, die Auflösung der Dogmatik wünschen. Im Gegenteil: Viele von ihnen müssen mit Schmerzen feststellen, wie der Glaube verdunstet. Und sie machen den Pfarrer verantwortlich, den Pastoral- oder die Gemeindereferentin. Diese werden jedoch seit ca. 50 Jahren von Professoren und Dozenten ausgebildet, deren Kirchenlehrer Karl Rahner ist. Wobei Rudolf Bultmann für die biblische Theologie als Meister nicht verschwiegen werden darf.

      Johanna Rahner ist keine Protagonistin. Sie ist lediglich die folgsame Nichte von Karl Rahner. Der allerdings ein maßgeblicher Theologe dieser Zeit ist. Eine Art Kirchenlehrer.

      • Ich finde das Zitat gerade nicht, aber Onkel Rahner hat ja diese Formulierung zuerst aufgebracht, auf die Frauenordniantion könne man nicht mehr „100 Jahre warten, weil die Zeit drängt“. So ungefähr hat er es formuliert. Man findet das fast wörtlich auch oben bei Nichte Johanna. Aber nicht nur bei ihr. Wie gesagt habe ich mich mit Georg Kraus mal auseinandergesetzt vor ein paar Jahren, der genau dieselbe Panikformel anwandte.

        Nichte Rahner ist so einfach gestrickt im Ergebnis, dass man sie leicht „abziehen“ kann. Aber Onkel Rahner schreibt so verquast, dass ich Mühe habe, ihn im Verstehen irgendwo „festzunageln“ auf eine konkrete und schlüssige Gedankenlinie. Die Progressisten picken sich daher Bruchstücke aus seinen Sätzen und einer schwätzt dem andern den Unsinn nach ohne Verstand.
        Der „Kirchenlehrer“ ist leider ziemlich hohl, ein Wortproduzent ohne Geist.

        Zur Erholung kann man…ein wenig…Hl. Theresa von Avila lesen (eine Wunderhöhle an Imagination und Inspiration)….oder Thomas von Aquin (ein Eldorado der Präzision und Logik, seufz) … oder… lasst uns den Thesaurus der Kirche doch heben…

  18. Frau Rahner:
    „Mir sind halbleere Kirchen mit aufgeklärten Katholiken lieber als volle Kirchen [in Afrika und Lateinamerika], die die Not der Menschen ausnutzen.“

    Diese Frau ist reichlich überheblich, scheint mir.
    Sie schaut auf gläubige Menschen abwertend herab, da sie ja in ihrer Bewertung nicht „aufgeklärt“ sind. Sind diese in ihren Augen also nicht vollwertig?

    Frau Professorin möchte ich gerne das Evangelium vom vergangenen Sonntag ans -und ins- Herz legen.
    Ich liebe dieses Evangelium sehr, weil Jesus darin die Kleinen groß macht und die Großen zur Demut anleitet.
    Jesus betet: „Ich preise Dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil Du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast. …“
    (Matthäus 11,25)
    Nicht übergroßes theoretisches und theologisches Wissen, so nützlich es ist, bringt uns Gott näher, sondern unsere kindliche, vertrauensvolle Hinwendung und unsere Bereitschaft, „Ja“ zu sagen.

  19. Wer hat Frau Rahner eigentlich mit der Lehrbefugnis zur Haeresie berufen? Wer hat die Promotion und die Habilitation betreut und korrigiert? Das sind die eigentlichen Verantwortungsträger für den Niedergang des Glaubens und die erkennbare Apostasie.

    • 1) Frau Rahner hat ein römisches Nihil obstat; das wurde ihr im Auftrag der Bildungskongregation von Bischof Algermissen erteilt. Wer ihre Promotion in Neuem Testament und ihre Habilitation betreut hat, können Sie ihrer Onlinebiographie entnehmen. Das sind jedesmal gute und solide Theologen gewesen.

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