Non audiatur et altera pars: Papst Franziskus und die Franziskaner der Immakulata

Franziskaner der Immakulata
Franziskaner der Immakulata bleiben Schatten über dem Pontifikat von Papst Franziskus

(Rom) Die offiziellen Nachrichtenagenturen der katholischen Kirche in Deutschland (KNA) und der Schweiz (KIPA) titeln: „Papst pocht vor Immaculata-Franziskanern auf neue Messe“ und „Papst pocht auf neue Messe“. Weiter heißt es in den Berichten: „Papst Franziskus hat gegenüber Immaculata-Franziskanern auf die Beschlüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) und die daraufhin entwickelte neue Messform gepocht.“ Der Papst „warnte davor, von den Vorgaben Papst Benedikts XVI. abzuweichen, der mit einem Motu proprio 2007 die Feier der alten Tridentinischen Messe unter bestimmten Auflagen wieder zugelassen hatte.“
Vom eigentümlichen Eingeständnis abgesehen, daß nach dem Konzil eine neue Meßform „entwickelt“ wurde, bauen die Berichte auf der Falschmeldung auf, die Franziskaner der Immakulata seien von „Vorgaben“ des Motu proprio Summorum Pontificum von Papst Benedikt XVI. abgewichen und damit einen Sonderweg gegangen, der das Einschreiten Roms notwendig gemacht habe. Die Franziskaner der Immakulata waren in der Seelsorge ein perfekt biritueller Orden. Deshalb wurde ihnen nicht nur in Italien die Betreuung von Pfarreien und Wallfahrtsorten übertragen. Die Berichte bekräftigen jedoch, daß es tatsächlich der Alte Ritus ist, der die Ordenskongregation mit Zustimmung des Papstes zum Berserker gegen den jungen Orden werden ließ.
Papst Franziskus äußerte mit erhobenem Zeigefinder mehrfach direkt oder indirekt gegen traditionsverbundene Katholiken den Vorwurf des „ideologisch“ motivierten Handelns. Der Fall der Franziskaner der Immakulata wirft jedoch unter ganz anderen Vorzeichen die Frage auf, wer „ideologisch“ motiviert handelt. Die traditionsverbundene Seite Corrispondenza Romana veröffentlichte einen aufschlußreichen Hintergrundbericht über die päpstliche Audienz, den wir hier dokumentieren. Die Zwischentitel stammen von der Redaktion.

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Die „Partei“ von Kommissar Volpi in Audienz beim Papst

Papst Franziskus trifft Franziskaner der Immakulata, doch ein Audiatur et altera pars sieht anders aus
Papst Franziskus trifft Franziskaner der Immakulata, doch ein Audiatur et altera pars sieht anders aus

Die Begegnung des Papstes mit den jungen Studenten (und anderen weniger Jungen) der Franziskaner der Immakulata erfolgte am Morgen des vergangenen 10. Juni in der Kapelle von Santa Marta. Die Nachricht wurde aber erst am 23. Juni mit einem Artikel von Andrea Tornielli und einigen auf Facebook veröffentlichten Fotos bekannt, während die vatikanischen Medien sie völlig ignorierten. Warum erfolgte die Bekanntgabe erst 13 Tage später? Bereits das wird zur Quelle zahlreicher Zweifel, die umso dichter werden, je näher man die ganze Sache betrachtet.

Penibel ausgewählte Teilnehmer, die nicht wußten, wen sie treffen

Die Teilnehmer an der Privataudienz mit dem Heiligen Vater wurden penibel ausgewählt, gewissermaßen handverlesen, ohne aber bis zum Tag selbst zu wissen, wohin sie gehen würden. Erst nachdem sie Richtung Sankt Peter aufgebrochen waren, wurden sie unterrichtet, daß sie dem Papst begegnen würden. Es wurde gesagt, man mache eine Wallfahrt nach Sankt Peter, andere wollten wissen, daß es ein Sondertreffen mit dem Kommissar gebe. Aber fast niemand der zitierten Brüder (die Novizen, die noch verbliebenen Seminaristen und einige von den rebellischen Patres angeführte Professen) wußte, wohin man an diesem Morgen wirklich ging.

Überraschung: Nach wenigen Minuten des Wartens standen sie vor dem Heiligen Vater. Kurz zuvor gab der Zeremonienmeister und eigentliche Architekt der Begegnung, Pater Angelo Maria Gaeta1, mit dem Kommissar Anweisungen, wie man sich in Anwesenheit des Papstes zu verhalten habe: keine spontanen Fragen, ergebenes Zuhören, am Ende ein schneller Handkuß ohne sich aufzuhalten. Der Papst sei sehr beschäftigt. Am Tag zuvor hatte er aus gesundheitlichen Gründen sogar Audienzen abgesagt.

Keine Begegnung mit dem Orden: Gründer und dessen Treue nicht eingeladen

Bei diesem Appell, nach einem Jahr der kommissarischen Verwaltung mit dem Papst zusammentreffen zu können, fehlen jedoch viele Brüder. Es fehlen die Gründer der Franziskaner der Immakulata und es fehlen alle, die ihnen und dem Gründungscharisma treu geblieben sind. Nicht treu, um gegen den Papst zu sein, sondern treu, um nicht innerhalb weniger Monate und ohne je die wahren Gründen zu erfahren, alles zerstört zu sehen, was man in Jahrzehnten mit der Zustimmung der Päpste versucht hatte unter großem Einsatz aufzubauen. Einer der neuen Oberen versuchte vor den Seminaristen dieses eklatante Fehlen des wichtigsten Teils des Ordens damit zu rechtfertigen, daß nur die „gehorsamen Brüder“ eingeladen wurden.

Wäre nicht eigentlich das der geeignete Moment gewesen, um die „Ungehorsamen“ in Anwesenheit des Heiligen Vaters umzustimmen, ihren Widerstand aufzugeben? Sind es nicht die (angeblich) Kranken, die einen Arzt brauchen? Warum aber wurden gerade sie völlig im Dunkeln gelassen? Hätte es nicht ein Moment der Versöhnung in der Wahrheit vor dem Papst sein können, wenn ein offenes Wort erlaubt worden wäre? Doch nichts dergleichen. Hätte man nicht gerade die Brüder und Priester einladen müssen, die um Entbindung von den Ordensgelübden angesucht haben, damit sie offen die Beweggründe für ihre so schwerwiegende Entscheidung darlegen könnten? Sind sie nur Nummern? Es ist bedauerlich, dies sagen zu müssen, doch das an den Tag gelegte Verhalten entspricht der Mentalität einer im Entstehen begriffenen neuen Sekte: die eigenen Adepten an der kurzen Leine führen, indem mit Lüge und Verleumdung die anderen diskreditiert und aus der Gruppe verjagt werden.

Audienz hatte nicht Lösung der Ordenskrise zum Ziel

Die Audienz mit dem Heiligen Vater war daher nicht gewollt, um eine Lösung für die Krise des Ordens in der Wahrheit und der Liebe zu finden, sondern nur, um den inneren Auflösungsprozeß zu stoppen, weil viele, sehr viele, wegen des sektiererischen und parteiischen Handelns der neuen Oberen eine solche Art des Ordenslebens verlassen wollen.

Die Brüder haben mit dem Papst über viele Dinge gesprochen. Tornielli informiert uns über einige, aber andere berichtete er nicht und auch hier stellt sich die Frage nach dem Warum.

Der Papst ließ das ordenseigene Priesterseminar zusperren. Ohne Zweifel hat er die Macht dazu. Wer aber hat ihn informiert? Die Visitatoren des Seminars und selbst der Kommissar haben immer verneint, daß es irgendwelche schwerwiegenden Probleme gebe, die seinen Fortbestand gefährden könnnten. Wurden Häresien gelehrt? Gab es moralische Skandale? Homosexualität oder Pädophilie? Nichts dergleichen ist bekannt. Was aber dann?

Es wurde dann vom Ordenscharisma und vom Gründer gesprochen. Wer ist der Garant für das Charisma? Letztlich natürlich der Papst. Aber wann und wo versuchte der Gründer an die Stelle des Papstes zu treten? Ist nicht vielmehr wahr, daß der Papst immer guthieß, was die Gründer entschieden und ihren Brüdern lehrten? Der Orden fand in Papst Benedikt XVI. großes Wohlwollen.

Reden über das Konzil muß allgemeiner Vulgata schmeicheln?

Das Zweite Vatikanische Konzil ist wohl pastoral, aber auch doktrinell und es ist den Fußspuren Benedikts XVI. folgend theologisch und nicht ideologisch zu lesen. Soweit so gut. In Wirklichkeit ist die von den neuen Oberen gebrauchte Methode um zu verunglimpfen, was vorher gemacht wurde, aber erschreckend: als robuste Ignoranten sind sie bereits durch das bloße Wort „Kritik“ alarmiert. Das Konzil habe man nicht anzutasten, wehe, man sagt nur ein Wort, das nicht den sensiblen Ohren einer allgemeinen innerkirchlichen Vulgata schmeichelt.

Und dann war da noch das Thema Armut. Und der Papst trug Eulen nach Athen. Der Heilige Vater ermahnte den Kommissar und die Brüder arm zu sein, mehr noch, wie „Zigeuner“ zu leben. Wörtlich habe Franziskus gesagt: „Pilger und Fremde in dieser Welt“. Das Konzept aber war klar: Man dürfe sich nicht an irdische Sicherheiten klammern wie Häuser und Klöster. In der Tat wirft der Kommissar seit Monaten, zunächst recht offen, nach einer Anzeige mehr verstohlen, Pater Manelli völlig ungerechtfertigt vor, nach Bekanntwerden der Ernennung eines Kommissars Güter und Immobilien des Ordens auf Familienangehörige überschrieben zu haben. Als es dieser zu bunt wurde, erstattete die Familie Manelli Anzeige gegen den Kommissar. Seither wird die Behauptung versteckter herumgereicht. Tatsächlich gibt es kaum einen Orden, der die Armut mit solcher Ernsthaftigkeit lebt, und wie es Papst Franziskus immer wieder einfordert, als die Franziskaner der Immakulata.

Die Unterdrückung des Alten Ritus

Und schließlich ging es um die Heilige Messe im Vetus Ordo. Der Papst habe das Recht, im Alten Ritus zu zelebrieren, nur deshalb eingeschränkt, um zu klären, ob es tatsächlich unter den vorigen Oberen irgendeinen Zwang gegeben habe. So die offizielle Lesart. Sobald garantiert war, daß die Entscheidung für die Form dieses Ritus in Freiheit erfolgt, hätte der Kommissar den Alten Ritus wieder generell für den Orden zu genehmigen gehabt. „Hätte“, denn in Wirklichkeit ist diese Erlaubnis bis heute nicht erteilt worden (außer in ganz wenigen Fällen). Nicht nur das. Er antwortete nicht einmal auf die zahlreichen Anträge, die viele Priester des Ordens einzeln an ihn richteten, um weiterhin im Alten Ritus zelebrieren zu können. Ganz im Gegenteil. In einigen Fällen erfand der Kommissar die Ausrede, daß die Erlaubnis in der überlieferten Form zelebrieren zu können, von zuständigen Bischöfen mit Heimtücke und Präpotenz erpreßt worden sei. Man kann nur staunen, wenn man ein wenig die Situation in den Diözesen kennt.

Bruder erhob mutig die Stimme vor dem Papst

Damit kam die Begegnung zu ihrem Ende. Wie die Organisatoren und neuen Oberen wohl hofften: ein schneller Gruß der Einzelnen mit dem Papst und Entlassung. Ein anwesender Bruder konnte jedoch seine Irritation und Enttäuschung darüber, daß die Begegnung ohne die Gründer stattfand, obwohl sie dauernd erwähnt und kritisiert wurden, nicht zurückhalten. Dieser Bruder hatte den Mut, spontan dem Papst zu sagen: Es ist nicht wahr, daß Pater Manelli gegen den Papst und gegen die Kirche ist. Er bittet einfach nur demütig angehört zu werden, um auch seinen Standpunkt zur Sache darlegen zu können.

Der verblüffte Papst antwortete, daß die Türen von Santa Marta auch für die Gründer offen stehen. Einer der anwesenden neuen Oberen, keineswegs erfreut, daß die Situation der Kontrolle zu entgleiten drohte, drängte sich sofort an das Ohr des Papstes und empfahl ihm, den Worten des jungen Bruders keinen Glauben zu schenken. Ein geistlicher Mord, verübt gegen einen Bruder vor den Augen anderer Brüder. Dieser Obere tat offensichtlich das, wogegen Papst Franziskus anpredigt: gegen ein voreiliges Urteil, gegen Verleumdung, üble Nachrede. Allein diese Episode sollte eigentlich genügen, um den Papst verstehen zu lassen, wo der Apfel wirklich faul ist, wo jene geistliche Fäulnis herrscht, die hinter der ganzen Angelegenheit steckt. Eifersucht, Neid, Ressentiments, Karrierismus. Die Sache menschelt, sie menschelt leider zu sehr und zieht schwerwiegende Folgen nach sich.

Pater Manelli unter Hausarrest – Warum ruft ihn Papst Franziskus nicht zu sich?

Pater Manelli, ein heiligmäßiger geistlicher Vater ist seit Beginn der kommissarischen Verwaltung in ein Kloster bei Cassino verbannt und steht faktisch unter Hausarrest. Jeder Ortswechsel außerhalb des Klosters und der Diözese seines Verbannungsortes muß vom Kommissar vorab genehmigt werden. Und die Genehmigung ist keineswegs sicher, wie jüngst, als ihm der Kommissar verweigerte, sich nach Frigento (Avellino) zu begeben, wo sich das Mutterhaus des Ordens befindet, um dort am Grab seiner Eltern die Heilige Messe zu zelebrieren.

Der Hausarrest wurde dem Gründer des Ordens auferlegt, obwohl es weder eine Anklage, ein Verfahren und erst recht keine Strafverhängung gegen ihn gibt. Die Methode erinnert an Regime, die Menschen ohne ordentliches Verfahren verhaften und ins Gefängnis werfen, wie es heute in der Volksrepublik China der Fall ist. Man hält Pater Manelli im Exil. Man hält ihn von seinen Brüdern und Schwestern fern und man verhindert, daß er den Papst trifft. Stehen die Türen von Santa Marta wirklich für ihn offen?

Der Papst könnte jederzeit von sich aus verlangen, Pater Manelli zu sehen, um ihn persönlich kennenzulernen und ihn sich verteidigen und rechtfertigen zu lassen. Doch Franziskus zog es vor, anderthalb Stunden Teil einer inszenierten Begegnung mit der „kommissarischen“ Partei des Ordens zu sein. Immerhin gewährte er den ausgewählten Brüdern eine beachtliche Zeit. Der Vorsitzenden der französischen Bürgerrechtsbewegung Manif pour tous, Ludovine de la Rochère, gewährt er am 12. Juni, zwei Tage nach den Franziskanern der Immakulata, lediglich fünf Minuten.

Immer mehr Brüder stellen Entlassungsantrag – Nicht mehr derselbe Orden

Der junge Bruder, der Pater Manelli vor dem Papst verteidigte, stellte wenige Tage nach der Begegnung den Antrag, den Orden zu verlassen „weil er das Zweite Vatikanische Konzil ablehnt“, so Tornielli. Ein letzter Winkelzug in einem an Winkelzügen reichen Trauerspiel, um noch einmal die Brüder zu diskreditieren, die eine Entbindung von den Ordensgelübden beantragt haben. Beantragt wegen des unkorrekten und falschen Verhaltens der neuen Oberen, wie es ein ehemaliger Bruder erst vor kurzem in einem offenen Brief darlegte und dabei vor allem das Verhalten von Pater Alfonso Bruno, dem vom Kommissar eingesetzten neuen Generalsekretär des Ordens beklagte.

Was für eine Banalisierung: Die Brüder sind ja nicht in den Orden eingetreten, weil dort angeblich schlecht über das Zweite Vatikanische Konzil gesprochen wird, sondern weil dieser Orden eine Spiritualität und einen ernsten, strengen Lebensstil pflegte, der mit der Tradition der Katholischen Kirche und des Ordenslebens übereinstimmte. Und genau das ging innerhalb weniger Monate durch die kommissarischen Eingriffe verloren. Deshalb stellen immer mehr Brüder den Antrag, den Orden verlassen zu können, weil es nicht mehr der Orden ist, in den sie eingetreten sind. Außer der Papst gewährt auch der anderen Seite die Gnade, angehört zu werden und sich verteidigen zu können, gegen die (unbekannten) Anklagen, die gegen sie hinter vorgehaltener Hand erhoben werden. Und die offensichtlich, wie am 10. Juni dem Papst ins Ohr geflüstert werden.

Einleitung/Übersetzung: Giuseppe Nardi
Bild: Corrispondenza Romana/Vatican Insider

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Zuwendungsübersicht
  1. 1999 übertrug Papst Johannes Paul II. den Franziskanern der Immakulata von Pater Manelli den Sakristandienst in der Patriarchalbasilia Santa Maria Maggiore. Pater Gaeta leitet derzeit den Sakristandienst []
Chlodwig

Das reinste Verwirrspiel, das dort gerade läuft.

Thyme

Und wer ist am Werk, wenn Verwirrung und Chaos herrscht?

Chlodwig

Der Meister der Lüge, Satan höchstselbst.

leo

Es ist eigentlich kein Verwirrspiel. Das Vorgehen ist klar: Zerstörung des Ordens durch Umkrempelung. Das Etikett wird beibehalten, der Inhalt wird ausgewechselt. Der Rest dient der Verschleierung dieses Vorgangs. Daher der verwirrende Eindruck. An Heuchelei, Verlogenheit und Verschlagenheit nicht zu überbieten. Typisch modernistisch halt.

IMEK

Vielleicht ist Sinn und Zweck dieser Zerstörungskampagne: eine Hauptprobe.
Wie könnte es der neue Riege gelingen die gesamte Kirche zu schleifen und eine äußere, intakte Hülle zu erhalten und diese mit neuen Inhalten zu füllen?
Und möglichst soll keiner es wagt, bei einer verhohlen totalitären und repressiven Vorgehensweise aufzubegehren.

Welch ein Schock, wenn auch nur EIN EINZIGER aufbegehrt und dies trotz vorherige Einschüchterung.
So viel perfide Verleumdung und Rufmord macht fassungslos. Irgendeinen Sinn muß dies doch haben.
Dies ist keine Gehorsamsübung um heilig zu werden.

G. Ruempel

So verwirrend ist es eigentlich gar nicht; Papst Franziskus bleibt seiner Linie konsequent treu: Zerstörung der katholischen Kirche!

Bellarminus

Der Meister Bergoglio lässt halt auch immer mehr seine Maske fallen. Jetzt ist der erste „kleine“ Mönch aufgestanden.
Der Meister wird schlotternde Knie (na ja, der Teufel hat ja ohnehin keine Kniegelenke, sagt doch der Hl. Antonius Abbas. Und man sieht es auch, wenn er vor dem Allerheiligsten Altarsakrament steht.) und Furcht haben, dass immer mehr glaubenstreue Katholiken austehen und ihre Stimme gegen das Böse erheben werden.

Deshalb auch ständig seine verdrehten Perlen vom „Balken im Augen des Anderen“ oder über „richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet“. Jeder der ihm widerspricht, sei vom „Teufel“. Was da noch kommen wird?

ecclesia

Was ist das nur für ein Papst!!! Ärger geht’s wohl nicht mehr. Wie lange wollen sich die Franziskaner der Immakulata dies alles noch gefallen lassen. Wünsche diesen sonst mutigen Orden nicht in“ falscher“ Demut unterzugehen.

Suarez
Die Franziskaner der Immakulata sind ein Stachel im Fleisch einer sich immer mehr verweltlichenden Kirche. Das Zweite Vatikanische Konzil hat infolge einer verheerenden Rezeption progressiver Gruppen, die allein dazu diente, den Glauben ins soziologische umzuformen, zu großen Irritationen, was Verflachungen der Liturgie Vorschub geleistet hat. Besonders deutlich wird dies in der Befreiungstheologie, in der marxistisches Denken in den Glauben eingeflossen ist. Es geht nicht mehr um das Himmelreich sondern immer deutlicher um das Diesseits. Der katholische Glaube soll in eine revolutionäre Praxis überführt werden. Die Franziskaner der Immakulata stellen sich mit ihrer aufrichtig gelebten Armut, ihrer Absage an alles Weltliche,… weiter lesen »
Chlodwig
Der Modernismus hat mich unbewußt in meiner Jugend von der Kirche entfremdet. Erst im Erwachsenendasein hatte ich das unendlich große Geschenk, über die Tradition wieder zur Kirche finden zu können. Papst Franziskus hat ja öffentlich sein Unverständnis darüber bekundet, wie denn bloß nach dem Zweiten Vatikanum Geborene die Tridentinische Messe bevorzugen können. Dann vergleiche man einmal die Anzahl von Priester- und Ordensberufungen bei Ecclesia-Dei-Gemeinschaften und Piusbruderschaft gegenüber der Post-Vatikanum-II-Kirche in Relation zu ihren Mitgliederzahlen. Es macht allein schon einen erheblichen Unterschied, ob ein Priester in schmucklosen liturgischen Gewändern zelebriert und ansonsten zivil trägt oder in edelsten liturgischen Gewändern zelebriert und… weiter lesen »
Markus

Die Modernisten sind der Aussatz der Kirche.
Per Mariam ad Christum.

Chlodwig

Wenn ein Rahner meinte, die Irrlehre von der schrittweisen Beseelung ungeborener Menschen verbreiten zu müssen, und sein Schüler Vorgrimler noch heute meint, mit den Freimaurern kuscheln zu müssen, dann kann jedem vernünftigen Katholiken nur noch schlecht werden.

hedi züger

erschreckender Totalitarismus,gewalttätige Inszenierung!Mir tun nur die Ordensleute leid, die ihr Leben für Christus und seine heilige Kirche geweiht haben.Hinter einem jeden Einzelnen steht initialiter Gott mit seiner Berufung und seinem Plan.Müsste man da nicht behutsamer vorgehen in Anbetracht der Konsequenzen für jede betroffene Seele?das haben alle beteiligten Akteure mitzu tragen.nicht vor dem allgemein progressistischen Mainstream,nicht vor dem allgemeinen Applaudissement durch den Freimaurerstuhl und all der vielen, die diesem folgen,nicht vor dem aufgeblasenen Ego-sondern vor Gott.

hicesthodie
Das liest sich wie ein Bericht aus dem Gulag: Gefangene Stalins werden von Apparatschiks ohne ihr Wissen zum Diktator geschleift, dem sie unter strengen Auflagen untertänig die Hand küssen dürfen. Kritische Fragen? Brüderlicher Dialog? Fehlanzeige! Weiß muss Schwarz genannt werden, wenn es seine Heiligkeit befiehlt. Wie widerlich. Man glaubt nicht, dass so etwas heute noch/wieder möglich ist. Und durch diesen Papst soll die Kirche in die Zukunft geführen werden? Schöne neue Welt! Es war noch nie so spaßig, katholisch zu sein! Unter diesem Papst, der sich in Lampedusa als moralisches Gewissen der Welt aufspielt, werden Ordensgründer ohne Fehl und Tadel… weiter lesen »
Suarez
Die Franziskaner der Immakulata sind ein Stachel im Fleisch einer sich immer deutlicher verweltlichenden Kirche. Das Zweite Vatikanische Konzil hat infolge der verheerenden Rezeption, die den Glauben zunehmend ins Soziologische umformt, zu einer stetigen Verflachungen der Liturgie geführt. Die Franziskaner der Immakulata stellen sich mit ihrer aufrichtig gelebten Armut, ihrer Absage an alles Weltliche, natürlich gegen dieses „Programm“. Offenkundig scheint man im Vatikan die Befürchtung zu hegen, dass Orden, wie die Franziskaner der Immakulata eine weitere Verbreitung finden könnten und es zu einer ernsthaften Auseinandersetzung darüber kommen könnte, was eigentlich der Kern von Katholizität ist. Ich empfinde es als sehr… weiter lesen »
Zeitlos
Wenn das 2. Vatikanische Konzil nicht kritisiert werden darf, dann ist es ein „Superdogma“. So etwas hat es in der katholischen Kirche noch nie gegeben. Dass ein gesamtes Konzil zum Quasi-Dogma erhoben wird. Bis zu diesem Konzil war es Lehre der Kirche: Die während eines Konzils formulierten Canones, die Dogmen, sind ausdrücklich und verbindlich von allen Katholiken zu glauben. Jedoch nicht die Einleitungen, die Hinführungen. Auf jedem Konzil geht aus der Formulierung klar, unmissverständlich hervor, was verbindlich als Dogma zu glauben ist. Darüber streiten sich auch nicht die Theologen. Sie lehnen vielleicht ein Dogma ab, was zur Häresie führt, aber… weiter lesen »
Adrien Antoine
Der große und in den Augen der modernistischen Kirche tödliche Fehler der Franziskaner der Immaculata ist die Naivität und Konsequenz womit sie den liturgischen und spirituellen Niedergang der Kirche in der postkonziliären Zeit als junger Orden angepackt haben. Es handelt sich nicht um „knochenharte Traditionalisten“, um erprobte Veteranen, um einer Ecclesia Dei-Gesellschaft, die von der Amtskirche nur in kleinen Reservaten toleriert und mundtot gehalten werden; nein, es ist ein jünger Orden, 1980 gegründet, sehr dynamisch, mit großer Anziehungskraft für junge Menschen, authentisch (was allzuhäufig doch fehlt); ein Orden, der angesichts des gewaltigen Tsunamis der seit dem 2. Vaticanum durch die… weiter lesen »
Marienzweig
Wird normalerweise in einem Konflikt nicht jede Seite gehört, um ihre jeweilige Sicht der Dinge darlegen zu können? Den Ordensbrüdern wird vorgegaukelt, eine Wallfahrt nach St.Peter zu machen. Wie sie dann erkennen müssen .. eine ausgemachte, dicke Lüge! Ohne sich ausreichend auf ein eventuelles Gespräch vorbereiten zu können, stehen sie nun Papst Franziskus gegenüber. Dem jungen Bruder, der dennoch mutig den Mund aufgemacht hat, gebührt Respekt! Pater Manelli, einem doch schon alten Menschen, mehr oder weniger Hausarrest zu verordnen, ihn daran zu hindern, eine hl. Messe am Grab seiner Eltern zu feiern – das alles ist mehr als gefühllos, es… weiter lesen »
Adrien Antoine

Lieber Marienzweig,
Sie sprechen mir aus dem Herzen!

Leo Laemmlein
So empörend der Fall der Immakulata-Franziskaner auch ist, und so schmerzlich er für die betroffenen Ordensleute auch ist: er ist harmlos vor dem Hintergrund der Kirchengeschichte… Vatican Insider schreibt: „Tatsächlich gibt es kaum einen Orden, der die Armut mit solcher Ernsthaftigkeit lebt, und wie es Papst Franziskus immer wieder einfordert, als die Franziskaner der Immakulata.“ Zynisch könnte man sagen: Durch die ungerechte Schikanierung sorgt die Kirchenführung dafür, dass die Franziskaner noch ärmer und noch demütiger, und damit noch heiliger und noch fruchtbarer für die Kirche sein können. Ob das jedoch dem entspricht, was im Neuen Testament von den Jüngern Jesu… weiter lesen »
Leo Laemmlein

Der Herr Jesus Christus kommt bald.
Seien wir bereit!

magda

wir, in Mitteldeutschland, könnten eine neue Klostergründung der Tradition sehr gut gebrauchen! Und wir sind gewillt, mit allen unseren Möglichkeiten dabei zu helfen.

PETRUS

Wer bei diesen Aktionen des Papstes als Hauptverantwortlichen ( die Päpste sind immer die Hauptverantwortlichen! ) nicht aufwacht und merkt in welche Richtung der Zug läuft, hat den Ernst der Lage nicht erfaßt.

Ahenobarbus

NE audiatur…! Der Jussiv wird mit ne verneint.

Franzel
Ränke- und Macht“spiele“. Da scheint inzwischen so viel Porzellan zerschlagen, daß an eine Heilung auf absehbare Sicht nicht mehr zu denken ist. Es gibt offenkundig einflußreiche Personen im Vatikan (und außerhalb), denen diese Ordensgemeinschaft ein Dorn im Auge ist. Es könnte sich um solche Personen und ihr Umfeld handeln, die auch Papst Benedikt XVI. das Leben so schwer gemacht hatten wie z.Bsp. diese homosexuellen Seilschaften. Es geht bei alldem sicher nicht um das 2. Vat. Konzil und auch nicht um den Vetus Ordo. Diese „Gründe“ sind doch nur vorgeschoben. Es geht möglicherweise auch eigentlich nicht um die Franziskaner, die soz.… weiter lesen »
Magdalena

Das wurde alles schon einige Zeit vor Bergoglios Amtsantritt von gewissen Gruppen geplant. Es musste nur vorher noch jener weichen, der sich ihnen noch entgegenstellte… Ich glaube nicht an Zufälle

zeitschnur
Porzellan zerschlagen? Wer hat denn Porzellan zerschlagen? Und warum sollte es nicht um das gehen, um das es ausdrücklich geht? Es geht um die – ohnehin bloß lammfromme – Infragestellung des Vaticanum II durch Ordensangehörige, die wissenschaftliche Arbeiten verfasst haben. Und es geht um die weitgehende ordensinterne Hinwendung zum alten Ritus. Das sind zwei handfeste und nachvollziehbare Gründe: Ich will das begründen: Es geht also nicht um oberflächliche Symptome, wie Homos im Vatikan oder dergleichen (das gabs auch schon früher…), sondern um ein Phänomen, das Benedikt XVI. gerne vermeiden und mit seinem Motu proprio keineswegs stützen wollte: Leute, die ganz… weiter lesen »
Adrien Antoine

Richtig!

Es geht um die WAHRHEIT!
Und diese Schlacht spielt sich in Rom und Süditalien ab.

defendor
Im Jahre 2008 liess Hw Lochner seiner Freude über das motu proprio von Papst Benedikt XVI. freien Lauf: - „Was wird das Motu Proprio in dieser Situation bewirken?“ Im Bewußtsein dieser katastrophalen Lage hat der Heilige Vater ‘Summorum Pontificum’ erlassen. Die teilweise hysterische Angst der Neuerer zeigt uns in der Tat, daß damit in der Kirche nach langer Nacht ein neuer Morgen anbricht.“ - Hat die „hysterische Angst der Neuerer“ nun einen (Aus)Weg gefunden, um den neuen Morgen (noch) nicht anbrechen zu lassen? Hier das aussagekräftige Interview aus dem Jahre 2008 mit Hw Siegfried Lochner im Vaduzer Diözesanblatt „vobiscum“ in… weiter lesen »
Schatzgräber
Missbrauch geistlicher Macht, Willkür, Ingrigen, Zynismus, Verlogenheit, das alles gab es nicht nur gestern, nicht im „finsteren Mittelalter“, das gibt es auch heute im 21. Jahrhundert, vor der Augen der Weltöffentlichkeit. Und das gibt es nicht irgendwo in politischen Diktaturen und absolutistischen Systemen, das wird zur Tagesordnung mitten in der Spitze der Kirche. Da all die Jubelkatholiken das nicht ertragen können, brauchen sie eine einschägige Seite, die ihnen zuf Hilfe ist und titelt: „Alte Messe: Franziskus wird nicht von der Linie Benedikts abweichen“. Dabei kann jeder sehen, der einigermaßen noch bei Besinnung ist, dass das ein reines Wunschdenken ist und… weiter lesen »
Leo Laemmlein

Der Novus Ordo Missae ist Ergebnis einer neuen Kirchenpolitik.
Deshalb wird er auf Biegen und Brechen durchgesetzt, dagegen kommen keine theologischen Argumente an.
Kirchenpolitik treibt Rom seit dem 4. Jahrhundert.

Leo Laemmlein

Die römisch-katholische Staatspolitik kam nach dem Zusammenbruch des westlichen Kaiserreichs im 6. Jahrhundert dazu. Sie hält seither in verschiedenen Formen ohne Unterbrechung bis heute an. Ziel ist die politisch-religiöse Weltherrschaft Roms. Daher das Bündnis mit der NWO-Elite, worin der Vatikan eine treibende Kraft ist. Das Reich des Antichrists ist, zufolge der erstaunlichen Prophezeiung des Propheten Daniels, bestätigt durch die Offenbarung des Johannes, ein erneuertes Imperium Romanun (Europäische Union, vielleicht im Bündnis mit dem Islam). Die Neue Messe ist bekanntlich auf christliche Ökumene abgestellt, welche jedoch nur eine Etappe zur Interfaith-Weltreligion ist. Die Franziskaner der Immakulata sind Opfer dieser Politik.

Leo Laemmlein
Gerade auf kath.net gesehen: Islamgelehrter: Papst «stößt Türen zur islamischen Welt auf» (http://kath.net/news/46505). Papst Franziskus ist also ein Türen-Aufstoßer. Wer sich an den Satz erinnert, den er den Journalisten im Flugzeug (auf dem Weg nach oder aus Rio de Janeiro?) zur Frauenordination sagte: „Diese Tür ist verschlossen“, dem muss das zu denken geben. Omar Abboud ist der Muslim, der den Papst ins Heilige Land begleitete. Die interreligiösen Freundschaften, die Jorge Bergoglio aus Buenos Aires mitbringt und mit denen er in seinem Pontifikat Kirchen- und Weltpolitik macht, sind bemerkenswert. Aus Argentinien empfing er auch vor einigen Monaten eine gemischte jüdisch-christlich-muslimische Pilgergruppe… weiter lesen »
Leo Laemmlein
Und noch ein Nachtrag. Im kath.net-Artikel steht: Papst Franziskus habe in Yad Vashem einem Juden die Hand geküsst. Nach dem Video-Dokument jedoch küsste er sechs Juden die Hand. Jorge Bergoglio ist viel zu intelligent und viel zu vertraut mit den Dingen, die er für wichtig erachtet, und zu deutlich darauf bedacht, Zeichen zu setzen, als dass man diese Zahl für Zufall halten kann. Der chassidische Rabbi Yitzchak Ginsburgh (vom Chabad Lubawitsch) sagte den Satz: „Es ist etwas unendlich Heiligeres und Einzigartigeres um jüdisches Leben als um nichtjüdisches Leben“. (Was in einem gewissen Sinn durchaus stimmt.) Es ist nicht weit hergeholt,… weiter lesen »
Marcellus
Wen wundert es ! Bergoglio geht absolut konsequent seinen Weg und nachdem dem dummen Volk der angeblich so demütige und bescheidene Volksheilige vorgegaukelt wurde, kann er allmählich die Maske fallenlassen. Obwohl hier doch so mancher Schreiber das vom ersten Moment an zumindest spürte oder ahnte. Vielleicht gibt es ja noch so etwas wie ein Wunder bei den Jubelkatholiken in der Hinsicht, dass sie eins und eins zusammenzählen und endlich auf zwei als Ergebnis kommen. Will heißen: Stück für Stück des katholischen Glaubens wird in Frage gestellt, verhöhnt oder gleich zertrümmert. Wer so ein Handeln immer noch verteidigt- ja sogar die… weiter lesen »
Leo Laemmlein
Geehrter Macellus, nachdem ich viel über die Lage nachgeforscht und nachgedacht habe, bin ich zu mehr Klarheit gekommen und dadurch -Gott sei Dank!- wieder zu mehr innerem Frieden. Im Grunde packt Jorge Bergoglio/ Papst Franziskus ein echtes, überfälliges Problem an. Die Traditionalisten müssen begreifen: Es gibt keine Rückkehr zu einer imperialen römisch-katholischen Kirche. Ja, die von Vaticanum 2 deklarierte Religionsfreiheit steht im offenen Widerspruch zur jahrhundertealten Lehre der früheren Päpste. Aber will im Ernst einer von uns die Rückkehr zur katholischen Staatsreligion, zur Inquisition und Ketzerbrennung? Und bitte, es sage niemand, das habe ja damals der Staat gemacht, nicht die… weiter lesen »
ein besorgter Christ

ja ich denke auch es wird so enden, wie es angefangen hat!
Angefangen hat die Kirche am Kreuz.
Wenn man die Sache genau besieht, so haben sich durch die Passion Christi, die sich sonst spinnefeind seienden, weltlichen und religiösen Mächte vereint und vertragen (Sadduzäer, Pharisäer, Römer und Herodes).
Die Wahrheit wurde unter Hohn und Spott brutalst gefoltert und die meisten derer, die da nicht mitmachen wollten und konnten, bei der großen Verbrüderung aller Menschen, flohen oder standen hilflos unterm Kreuz.

Marcellus
@ Geehrter Leo Laemmlein. Ihre Antwort und die darin ausgedrückte Besorgnis beeindrucken mich. Ich kann das theologisch und auch menschlich nachvollziehen. Verzeihen Sie darum, dass es doch noch einige Katholiken wie mich gibt, die nicht den Mut haben, den von Ihnen beschriebenen Weg zu gehen. Ich weiß, das ist unlogisch und vielleicht auch inkonsequent. Was uns mit Sicherheit verbindet, ist eine Abneigung gegenüber diesen furchtbaren angeblich konservativen Jubelkatholiken. Mit ist mittlerweile ein ehrlicher Liberaler in der Kirche lieber, als diese oberflächlichen Neoconservativen. Ich denke, ich habe es zwar schon mal geäußert, aber ich bin ein Katholik, der die neue Liturgie… weiter lesen »
Leo Laemmlein
Sehr geehrter lieber Herr Marcellus, danke für Ihre besonnene, freundliche Antwort. Ich habe seit dreieinhalb Jahrzehnten, mit kaum Ausnahmen, täglich mit Eifer an der Heiligen Messe teilgenommen, wegen der örtlichen Umstände meistens an der Novus-Ordo-Messe. Die liturgische Sprache halte ich nicht für ein Hauptproblem, obwohl ich lateinisch und griechisch (und kirchenslawisch) kann und schätze. Wie der heilige Slawenapostel Cyrillus den in Venedig versammelten italischen Bischöfen, unter Berufung auf den hl. Paulus, in einer feurigen Rede darlegte, kann, darf und soll Gott liturgisch in allen Sprachen verehrt werden. Die Auffassung, die auch heute noch herumgeistert, nur die Sprachen auf der Tafel… weiter lesen »
Leo Laemmlein

Korrektur:
Erste Papstmesse am 14. März 2013.

GW
@ Leo Laemmlein – ich würde sagen, nicht der Fluß der Gnade, sondern eher der ‚Fluß der ordentlichen[!] Jurisdiktion‘, oder? Allerdings – auch der (wiederum: ‚ordentliche‘) Fluß der Gnade ist wohl wirklich massiv beeinträchtigt; ich möchte nicht wissen, wie viele Tabernakel und Kirchen in der Welt in Wirklichkeit verlassen, gottverlassen sind, wie in diesen erschütternden Worten Pacellis aus den 3o-ern, finde es leider nicht auf die Schnelle; wo er ja sinngemäß meint, die Menschen würden in den Kirchen das Ewige Licht / den Tabernakel suchen und, weinend wie Maria Magdalena vor dem leeren Grab, fragen, „Wo haben sie Ihn hingebracht?“… weiter lesen »
GW

['und den übernatürlichen Glauben', meinte ich eigentlich...]

Marcellus
Hochgeschätzter Herr Leo Laemmlein: Da haben sie die offene Flanke genau beschrieben. Ich stimme in Ihrer Beurteilung von Bergoglio völlig überein. Die Intention im Canon zu beten ist fast so, wie den Teufel mit Beelzebul auszutreiben. Das ist auch der große Gewissenskonflikt, dem einige Priester eben dadurch ausweichen, dass sie ein (im novus ordo verbotenes) Sakramentslied nach der heiligen Wandlung singen lassen. Andereseits ist das Gebet für den Papst ja auch im alten Ritus enthalten und ich erinnere mich gut, wie ein sehr liebenswürdiger Pater der Piusbruderschaft mir erklärte, sie würden in jeder Messe selbstverständlich für den Papst beten. Wenn… weiter lesen »
Marienzweig
@Leo Lämmlein und @Marcellus! Bitte, darf ich mich bitte kurz einmischen? Heute morgen wachte ich auf und „etwas in mir“ wusste augenblicklich, dass das Band zwischen Papst Franziskus und mir zerrissen ist. Dieser Umstand stand mir so deutlich und unumstößlich vor Augen, wie ich es kaum ausdrücken kann. Es ist eine rein persönliche Angelegenheit, das weiß ich. Ich werde Papst Franziskus meinen Respekt zollen, wie ihn jeder Mensch verdient – mehr ist nicht mehr möglich. Ob je eine innerliche Rückkehr zu ihm denkbar ist, kann ich mir im Augenblick nicht vorstellen. Ich möchte meinen Herrn JESUS CHRISTUS und Seine Kirche… weiter lesen »
Marienzweig

[email protected] Lämmlein und Marcellus!
Noch ein für mich wichtiger Nachtrag:
Ich hatte es nicht bewusst darauf angelegt und mir nicht speziell vorgenommen, mich von Papst Franziskus zu „verabschieden“.
Es geschah ohne mein aktives, wissentliches Zutun.
Heute morgen war einfach der Zeitpunkt da, dass ich es wahrnahm.

IMEK
Seit gut einem Jahr lebe ich in dieser unüberbrückbar scheinenden Verabschiedung, nämlich seit Papst Franz am 16. Juni Jesus als Sünder bezeichnet hat. Inständig habe ich vergebens auf ein Mißverständnis gehofft und alle Texte verglichen sowie die Tonaufnahmen nachgehört. Von 13.03.13 an machte mir eine für mich ungewöhnliche Abneigung gegen J.M.B. schwerst zu schaffen, die kaum vernünftig zu erklären ist. Dennoch, frage ich mich, bekehrt sich ein alter Mensch doch noch? Der Heilige Paulus schließt dies nahezu aus. Immer wieder bete ich für den Papst und fühle mich aber mehr der Sühne verpflichtet. Das Geschenk des inneren Friedens erfahre ich… weiter lesen »
Sarah

Woran machen Sie denn Ihren Abschied vom Papst fest?

Suarez
Es ist seltsam, aber mir geht es ganz ähnlich wie Ihnen, liebe Marienzweig. Eine gewisse Zeit habe ich versucht, meine tiefere innere Unruhe zu unterdrücken. Als ich kurz nach der Wahl Bergolios zum Papst in der FAZ den Leitartikel des berüchtigten Daniel Deckers las, übertitelt mit den angeblich von Bergolio stammenden Worten, der Karneval(!) sei jetzt vorbei, da hielt ich das alles noch für eine üble Posse der Medien. Das Scalfari-Interview irritierte mich dann schon wesentlich stärker. Dann kam die brutale Beseitigung unseres Limburger Bischofs. Der Papst stellte sich nicht vor den Bischof sondern schwieg geschickt, ließ Bischof Tebartz-van Elst… weiter lesen »
zeitschnur
Liebe Marienzweig, Natürlich ist es eine Qual, wenn man wählen muss zwischen unserem Herrn und dem, der als Stellvertreter gewählt wurde. Sie haben sich nach Maria genannt: fliehen Sie zu ihr und bitten Sie sie um Fürsprache. Es ist eine schreckliche Situation, wir sind wie ein Schiff auf hoher See im Sturm. Ich weiß selbst überhaupt nicht weiter, aber ich weiß wie Sie, bloß wusste ich das seit dem 13.3.13, dass dieser Mann finster ist. Er trat auf den Balkon, und ich wusste es, dass nun alles, was noch ein bisschen hell war, noch ein bisschen leuchten konnte, in Finsternis… weiter lesen »
Adrien Antoine

Hochgeehrte @Marienzweig und @Suarez,

Man muß wie im Mittelalter zwischen „the king’s two bodies“ unterscheiden.
Ich hoffe nur daß es nur der Zeitgeist ist, woran adaptiert wird- und nicht einem anderen Geist.
Tibi Christe splendor Patris

Suarez
Das Problem, hochgeehrter Adrien Antoine, ist die Banalität des Bösen. Insofern ist der Zeitgeist sehr anschaulich. Ich glaube durchaus, dass viele überhaupt nicht mehr begreifen, was ein tieferer Glaube ist und welche Kraft und natürlich auch Hoffnung aus einem authentischen Glauben erwachsen kann. Satan, den wir ja ins Trugbild verbannt haben, weiß sehr wohl, dass die beste Angriffsfläche im Banalen liegt, die Menschen werfen heute ihren Glauben für weniger als ein Linsengericht weg – Glaubenswahrheit als Wegwerfartikel! Ja und so mancher Würdenträger der Kirche scheint dem Banalen gegenüber auch sehr offen, wenn man die ganzen „liturgischen“ Verhunzungen betrachtet, die man… weiter lesen »
Franzel
Warum sich so schwer tun @Leo Lämmlein? Der Eine und Dreifaltige, der Schöpfer des Himmels und der Erde usw., hat sich in einem Namen zu erkennen gegeben bzw. hat sich, der eigentlich keinen Namen hat und keinen Namen braucht, als der Ich bin (da) zu erkennen gegeben. Und Er hat sich dem Volke Israel als oder in JHWH kundgetan. Ergänzt wurde der Name JHWH um den hebräischen Buchstaben „shin“, die menschliche Natur des Sohnes. Daraus ergibt sich der Name JHshWH, Jeshuah /Jesus. JHshWH heißt: vom Vater (J) die Liebe (H) zum Sohn (shW) und vom Sohn (shW) die Liebe (W)… weiter lesen »
zeitschnur
… nur war der eine Gott der Samariter der Gott der Thora. Der Gott der Juden mit dem weiteren Schrifttum war derselbe, aber ohne die geistliche Vertiefung der N‘viim (Propheten) und K‘tuvim (Schriftwerke). Damit war kein Gegenkonzept verbunden. Das ist aber mit dem islamischen Gott sehr wohl verbunden, der ausdrücklich in der 112. Sure des Koran als ein nichtzeugender und nicht-gezeugter Gott bekannt wird, um den Widerspruch zur Trinität sogar zum Glaubenszentrum zu machen! Das können Sie doch nicht einfach übergehen! Ihre Paralleisierung der samaritanischen Frau und des Islam ist daher sachlich falsch. Die Parallelisierung würde eher noch auf das… weiter lesen »
Franzel

Noch ein Nachtrag zu dem, was Herr Kardinal Müller gesagt hat: Daß nämlich Christen und Moslems nicht an denselben Gott glauben, so würde ich ihm da in meiner Wenigkeit jederzeit zustimmen.

Aber beide beten, wenn auch in unterschiedlichem Glaubensverständnis und Glaubenswissen, zu demselben Gott.

Franzel
Sehr geehrte @Zeitschnur, es kommt ja immer darauf an wie man deise Religion Islam grundsätzlich sieht. Ich bin da viele Jahre hin und her geschwankt. Ich hatte Aufsätze und Artikel von Theologieprofessoren gelesen usw., die den Islam als böse bzw. vom Bösen geleitet, erklärt haben. Wenn es so wäre, wärs ja einfach. Selbst wenn man das so annimmt, stellen sich wiederum trotzdem Fragen, weil diese Annahmen so dann wiederum nicht ganz stimmen. Man muß also den Islam anders sehen. Die Erklärung in Nostra Aetate geht sicherlich in die richtige Richtung: auch die Moslems beten den Schöpfer des Himmels und der… weiter lesen »
carlo
Schön, wenn Sie aufgrund Ihres privaten Gedankenkonstrukts „soz. gut schlafen“! Leider machen Sie aber die Rechnung ohne den Wirt, sonst würden Sie es akzeptieren, dass die Moslems sich trotz Abraham allerschärfstens dagegen verwahren, irgendwie, unbewusst und leider defizitär durchaus den „richtigen“ Gott anzubeten, nämlich die Allerheiligste Dreifaltigkeit. Eine solche „Gönnermiene“ (Patronizing!), durch Nostrae Aetate zweifelhaft in die Kirche eingeführt, erachte ich den Betroffenen gegenüber als respektlos, zumal Ihnen ja „kein Moslem etwas vormachen“ kann (es bleibt einem die Spucke weg). Kommt dazu, wie genau Sie es mit dem 2. Gebot nehmen, wo es doch in der Messe heißt: „Quoniam tu… weiter lesen »
zeitschnur
@ Franzel Wie ich schon sagte, kenne ich diese Position – es hilft nichts: mich kann das nicht überzeugen! Der Islam ist nicht einfach eine Art defizitäres Christentum. Das verkennt vollkommen dessen Charakter als antichristliche Religion. An Sure 112 kommen Sie nicht vorbei. Sie wissen, als was die, die Jesus ablehnen bezeichnet werden im NT. Das ist nicht „Angst“, sondern Nüchternheit und Realitätssinn. Man kann nicht zweien Herren dienen. Und die Tatsache, dass der Gott, an den geglaubt wird, je einer ist, besagt überhaupt nichts. Auf den Inhalt der Verpackung kommt es an. Der Inhalt lautet: Nicht die Christen, die… weiter lesen »
Marienzweig
@: IMEK, Suarez, zeitschnur, Adrien Antoine! Ihnen allen möchte ich danken! Ich fühle mich verstanden. Eins kam zum anderen – manchmal waren es scheinbar nur Kleinigkeiten, die mich etwas ratlos zurückließen, dann kamen Worte und Gesten, die ich nicht einordnen konnte. Aussagen und Handlungen folgten, die ich geradezu bestürzend fand. Papst Franziskus wurde mir immer fremder. Dann wiederum sagte er Dinge, die ich sogar gut fand. Ich denke, dieser Prozess läuft bei vielen ähnlich ab. „zeitschnur“ hat das schon früh erkannt, IMEK spürte eine gewisse Aversion von Beginn an, bei „Suarez“ hat es länger gedauert, ebenso auch bei mir. Wenn… weiter lesen »
Kostadinov

Natürlich ist er der richtige Nachfolger von Papst Benedikt, also der gültig gewählte. Ich bin ja kein Sedisvakantist. Ob er der richtige im Sinne von die bestmögliche Wahl für die Kirche ist, wird sich zeigen, im Moment fühle ich mich da etwas unsicher…

Benedikt – Theologe
Franziskus – Soziologe

um’s mal ein bisschen frech zuzuspitzen…

Marienzweig

Kostadiov, Sie schreiben:
„Ob er der richtige im Sinne von die bestmögliche Wahl für die Kirche ist, …“
Nur in diesem Sinne hatte ich es gemeint.
Vielleicht habe ich mich etwas missverständlich ausgedrückt.

Franzel

@Zeitschnur: ich will Sie nicht „überzeugen“. Ich hatte lediglich gemeint, auf Ihren Kommentar antworten zu sollen, weil Sie mich ja angesprochen hatten.
Ich habe Ihnen dazu in aller Offenheit und im Vertrauen meinen Weg zu meiner Überzeugung, was den Islam betrifft, geschildert und habe, wie gesagt, diesbezüglich meinen Frieden gefunden.

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