Eine Frage der Prioritäten? – Fronleichnamsprozession ohne Papst Franziskus

Papst Franziskus bei der Charismatischen Erneuerung
Papst Franziskus am 1. Juni 2014 bei der Charismatischen Erneuerung (Gebetsmoment)

(Rom) Rom erlebte gestern eine päpstlich verwaiste Fronleichnamsprozession. Der Vatikan gab durch Vatikansprecher Pater Federico Lombardi gestern eine kurzfristige Programmänderung für das Fronleichnamsfest bekannt. Während Italien das Fest Corpus Domini seit langem als Festtag abgeschafft hat und es daher in den italienischen Pfarreien am darauffolgenden Sonntag begangen wird, hielt der Vatikan am liturgischen Kalender fest. Das Hochfest mit Prozession wird allerdings am Abend des Fronleichnamstages vor der Patriarchalkirche San Giovanni in Laterano gefeiert.

Am Ende des von Papst Franziskus gefeierten Pontifikalamtes nahm der Papst aber nicht an der traditionellen Fronleichnamsprozession mit dem Allerheiligsten Altarsakrament teil. Stattdessen ließ sich der Papst, der in den vergangenen Monaten mehrere gesundheitliche Beschwerden der Überanstrengung hatte, direkt in einem Auto zur Patriarchalbasilika Santa Maria Maggiore bringen, um dort die Prozession, die von der einen zur anderen päpstlichen Basilika führt, zu erwarten. Papst Franziskus erteilte dort den feierlichen Segen. Die Prozession wurde vom Kardinalvikar Agostino Vallini angeführt, der den Papst in der Leitung der Diözese Rom vertritt.

Nicht-Teilnahme „opportun“ wegen Kalabrienbesuch

Offiziell gab Vatikansprecher Lombardi bekannt, daß der Papst „es für opportun gehalten hat, auf den langen Fußweg zwischen den beiden Basiliken mit Blick auf seine nächsten Verpflichtungen zu verzichten“, in besonderer Weise wurde dabei die Reise nach Cassano all’Jonio in Kalabrien genannt, die morgen stattfindet. „Risum teneatis“ kommentierte die Internetseite Messa in Latino.
Gleichzeitig, so der Vatikansprecher weiter, „bevorzugt es der Papst, nicht den Prozessionsweg in einem offenen Fahrzeug zurückzulegen, damit gemäß dem Geist des heute gefeierten Festes, die Aufmerksamkeit der Gläubigen vielmehr auf das ausgesetzte und in der Prozession mitgeführte Allerheiligste Sakrament konzentriert bleibt“. „Risum teneatis“ kommentierte Messa in Latino erneut. „Trotz dieser unglaublichen Verschleierung durch das Presseamt des Vatikans hofften wir vertrauensvoll und mit christlicher Hoffnung, daß der Heilige Vater, vielleicht etwas aufgerichtet durch ein bißchen Vitamine, im Jahr des Herrn 2014 zumindest auf dem letzten Stück der Prozession teilnehmen würde. Dem war leider nicht so!“

Mutter weinte: „Zum ersten Mal hat ein Papst seine Herde verlassen“

Eine Mutter stand mit ihren Kindern an der Via Merulana und weinte. Ein Fernsehteam von La7, dem die Szene aufgefallen war, befragte die Frau: „Der Papst ist der Fronleichnamsprozession ferngeblieben, während der Heiligen Messe ist er nie niedergekniet und nach der Messe vor Giovanni in Laterano hat er sich mit dem Auto verdrückt, um in Santa Maria Maggiore für den Segen wieder zu erscheinen… Ich bin Römerin, zum ersten Mal hat ein Papst seine Herde bei der Fronleichnamsprozession verlassen, ist dieser Papst so ‚demütig‘, daß er demütiger als Jesus Christus ist?“

Schwerkrank leidender Johannes Paul II. fehlte nie

Papst Benedikt XVI. bei der Fronleichnamsprozession in Rom
Papst Benedikt XVI. bei der Fronleichnamsprozession in Rom

Tatsächlich irritieren die Abwesenheit des Papstes und die dünne Begründung, die Vatikansprecher Pater Lombardi dafür lieferte. Vor allem scheint Papst Franziskus viel „demütiger“, um die Worte der römischen Mutter aufzugreifen, als seine Vorgänger. „Wer könnte sich nicht an Papst Johannes Paul II. erinnern, der körperlich schwer behindert, dennoch mit großer Hingabe Seinen Herrn in der Prozession durch die Straßen der Urbe anbetete. Oder Papst Benedikt XVI. mit seiner Gehschwäche, der nicht eitel verzichtete, sondern sich auf einem eigenen Gefährt in der Prozession fahren ließ, auf dem er kniend das Allerheiligste anbetete“, so Messa in Latino.

Wann kniet Papst Franziskus?

Tatsächlich stellt sich seit Beginn des Pontifikats die Frage, wann Papst Franziskus kniet. Eine offizielle Erklärung, weshalb der Papst bei der Wandlung vor dem Herrn keine Kniebeuge macht, ist bis heute nicht erfolgt. Franziskus kniet beim persönlichen Gebet, wenn er das Gnadenbild der Gottesmutter in Santa Maria Maggiore besucht, er kniete beim Gebet am 1. Juni im Fußballstadion in Rom, als er das Treffen der Charismatischen Gemeindeerneuerung besuchte und er kniet am Gründonnerstag bei der Fußwaschung von Menschen unterschiedlicher Konfession und Religion. Er macht keine Kniebeuge bei der Wandlung und kniet nicht vor dem eucharistischen Herrn. Einzige Ausnahme bisher war die Gebetsvigil für den Frieden den Syrien am 7. September 2013. Dort fand eine eucharistische Anbetung auf dem Petersplatz statt, an deren erstem Teil auch Papst Franziskus teilnahm. Dazu ließ er auch das Gnadenbild Salus Populi Romani aus Santa Maria Maggiore bringen, vor dem er knieend betet.

Der Besuch in Kalabrien und die Machtverschiebung in der Bischofskonferenz

Bischof Nunzio Galantino, der neue starke "Mann des Papstes" in der Italienischen Bischofskonferenz
Bischof Nunzio Galantino, der neue starke „Mann des Papstes“ in der Italienischen Bischofskonferenz

Der auf einige Stunden beschränkte Besuch in Cassano dell’Jonio soll ein Ruf gegen die Mafia werden. Ein berechtigtes und für die betroffene Bevölkerung wichtiges Anliegen. Kann die „Bekämpfung“ der Mafia jedoch den ersten Pflichten des Papstes, der Anbetung Gottes vorgehen. Ist die Fahrt nach Cassano dell’Jonio wichtiger als das allerheiligste Altarsakrament? Dazu muß die Frage beantwortet werden, warum der Papst eigentlich nach Kalabrien fährt.
Am 28. Dezember 2013 ernannte Papst Franziskus den Bischof von Cassano dell’Jonio, Msgr. Nunzio Galantino zum neuen Generalsekretär der Italienischen Bischofskonferenz. Obwohl Franziskus nach seiner Wahl erklärt hatte, die direkte Abhängigkeit dieser Bischofskonferenz vom Papst, der automatisch den Vorsitz führt, abzukoppeln, griff er in den folgenden Monaten stärker und autoritärer in die Bischofskonferenz ein, als seine Vorgänger. Dazu gehört auch die Ernennung Msgr. Galantinos. Der Generalsekretär war bisher stets ein Vertrauensmann des vom Papst ernannten Delegaten, der ihn im Amt des Vorsitzenden vertritt. Bischof Galantino wurde jedoch vom Papst am noch amtierenden, von Benedikt XVI. ernannten geschäftsführenden Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Kardinal Angelo Bagnasco vorbei ernannt. Kardinal Bagnasco mußte aus den Medien von der Ernennung erfahren, die seiner faktischen Entmachtung gleichkommt. Der neue starke Mann der Italienischen Bischofskonferenz, der Mann des Papstes, ist Bischof Nunzio Galantino. Galantino selbst fiel bisher vor allem negativ auf. Er scheint umstrittene Aussagen und Gesten von Papst Franziskus wörtlich zu nehmen. Anfang Mai distanzierte er sich auf brüske und enttäuschende Weise von den Lebensschützern (siehe eigene Beitrag Bergoglio-Effekt: Sekretär der Bischofskonferenz distanziert sich von Lebensschützern).

Päpstliche Bitte um „Verzeihung“

Bereits die Ernennung Galatinos erfolgte völlig ungewöhnlich und geradezu kurios anmutend. Papst Franziskus bat dessen Diözese Cassano dell’Jonio um „Verzeihung“ dafür, daß er den Bischof zum Generalsekretär der Bischofskonferenz machte. Dabei wurde ohnehin auf päpstlichen Wunsch vereinbart, daß Galantino weiterhin auch Bischof seiner Diözese bleibt. Cassano dell’Jonio ist mit knapp 100.000 Gläubigen eine der zahlreichen Kleindiözesen, wie sie in Italien aus historischen Gründen häufig anzutreffen sind. Mehr noch: Papst Franziskus bat die Gläubigen der kalabrischen Diözese, natürlich nur rhetorisch um „Erlaubnis“, ihren Bischof auch anderweitig einzusetzen. Der Papst schrieb eigens einen Brief an die Gläubigen von Cassano dell’Jonio, um eine so alltägliche Entscheidung bekanntzugeben und wortreich zu begründen. „Es hat den Eindruck, als müsse der Papst im Mafialand um Erlaubnis bitten, daß er etwas entscheiden darf“, schrieb ein Kommentator namens No Mafia auf der Internetseite der Tageszeitung Quotidiano della Calabria.

„Demutsgeste“ oder skurriles Szenario eines „Papst-Königs“?

Davon kann natürlich keine Rede sein. In Rom sah man hinter der barock verschnörkelten Demutsgeste vielmehr ein durchaus erfolgreiches Ablenkungsmanöver, das die Konzentration auf das Ungewöhnliche lenkte und den ziemlich brutalen Eingriff eines „Papst-Königs“ (Sandro Magister) in die Bischofskonferenz, mit der Absetzung des bisherigen Generalsekretärs Mariano Crociata und der De-Facto-Entmachtung von Kardinal Bagnasco.

So steht auch der Papstbesuch in der Diözese Cassano dell’Jonio offiziell unter dem Motto „Ich komme, um Verzeihung zu bitten“. So gab es Bischof Galantino Ende März seiner Diözese bekannt: „Er kommt, um uns um Verzeihung zu bitten“. Eine Aussage, die Bischofs Galantino mehrfach wiederholte. Wörtlich sagte er: „Der Besuch des Papstes will eine Gelegenheit sein, um – uns in die Augen schauend, nachdem er es bereits schriftlich getan hat – ‚verstanden‘ zu werden und um ‚Vergebung‘ zu erfahren und , wie er mir selbst am Donnerstag morgen [27. März 2014] mehrere Male wiederholte, um ‚um Verzeihung zu bitten‘“. Ein ziemlich skurriles Szenario.

Bereits in seinem Brief, mit dem Papst Franziskus der Diözese die Ernennung von Bischof Galantino zum Generalsekretär mitteilte, schrieb das Kirchenoberhaupt: „Ich hatte noch nicht das Vergnügen, euch persönlich kennenzulernen, aber ich hoffe, daß ich es bald werde tun können“. Am 21. Juni ist es soweit. Das Programm wurde mehrfach geändert. Nun ist auch ein Besuch des Gefängnisses von Castrovillari vorgesehen. Dort sitzt die gesamte Familie des kleinen Cocò ein. Ein dreijähriges Kind, das am 16. Januar im Clankrieg wie ein Mafiaboss hingerichtet und dann verbrannt wurde. Papst Franziskus hatte ihn beim Angelus vom 26. Januar erwähnt. Die Familie von Cocò, Eltern, Großmütter und Geschwister sitzen wegen Drogenhandels in Haft. Im Gefängnis von Castrovillari ist auch ein Rumäne eingesperrt, der am 2. März mutmaßlich den Priester Don Lazzaro Longobardi ermordete. Ein „Märtyrer der Nächstenliebe“, auf den der Papst durch Bischof Galantino aufmerksam gemacht wurde.
Dem Bedürfnis der Menschen nach dem Heiligen, der Anbetung, dem Gebet und der Buße, standen in den vergangenen Monaten Gesten mit stark soziologischem Beigeschmack gegenüber. Auch die Reise nach Kalabrien wird neben dem vorrangigen Grund einer seltsamen „Entschuldigungsreise“ mit soziologischem Beiwerk aufgeladen.

Sakralität oder Soziologie: Eine Frage der Prioritäten?

So bleibt die Tatsache, daß die Fronleichnamsprozession in Rom, der Stadt der Päpste, erstmals in der jüngeren Geschichte verwaist blieb. Jesus Christus im Allerheiligsten Altarsakrament fand keinen Stellvertreter Christi, der vor ihm kniete und ihn begleitet. Der Nachfolger des Petrus schonte sich, für einen an Bedeutung bestenfalls „drittrangigen“ Pastoralbesuch in einer Kleindiözese. Die Menschen dort werden sich zurecht über den Besuch freuen, dennoch stellt sich die Frage nach den Prioritäten. Die „existentiellen Ränder“ mögen von Bedeutung sein, mehr Bedeutung als dem Allerheiligsten Altarsakrament und den liturgischen Handlungen kommt ihnen aber nicht zu.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: RnS/Papa Ratzinger

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57 Comments

  1. Es ging doch nur darum, wieder einmal alles anders zu machen. Der Papst ist nicht krank, sondern hatte einfach keine Lust. Und die Medien loben ihn ja trotzdem. Es wird nicht einmal, wie bei seinen Vorgängern, die Frage gestellt, wie lange er aus gesubdheitlichen Gründen in der Lage sei, das Amt auszuüben. Nun ja, er selbst mag wohl nicht mehr. Es gibt ja jetzt zwei Monate lang keine Messe in Santa Marta. Seine abendliche Anbetung, die er anfangs als so wichtig vor den Medien betonte, ist schon längst abgeschafft.

    • Ja, der Papst ist ein Medienstar, und Medienstars haben ihre Allüren …

      Allerdings ist der Papst auch noch, seiner Bestimmung nach, Diener Gottes und in diesem Punkt hat er wie ich fürchte gestern abend vielleicht ein wenig zu hoch gepokert. Ich empfand es als eine grobe Provokation. So steht ein Papst nicht vor der ausgesetzten Monstranz.

  2. Die nachkonziliare Kirche mag dieses Fest nicht, es sieht in ihm einen „Triumphalismus“, es steht als Bestandteil der Ökumene auf einer Art “ Beseitigungsliste“. Ob man das Allerheiligste Sakrament der Altares als solches auch noch abschaffen wird, weil es die Protestanten nicht haben?

    • In den „katholischen“ Staaten Spanien, Italien und Frankreich ist es doch bereits abgechafft, da die Menschen dort lieber ARBEITEN und GELD verdienen, als einen Tag frei zu haben und GOTT dienen.

      • Hier haben sie zwar frei, dienen aber nur in der Minderheit Gott. So ist das in Deutschland.

    • Sie sagen es @ wickerl! Und genau das ist auch das beabsichtigte Signal hinter dem Verhalten Bergoglios: schaut her, ihr Fronleichnamsfest- und Transsubstantiationsverächter, der Papst ist einer von Euch. Ermannt Euch doch und kämpft mutig gegen diese alten katholischen, ganz und gar pelagianischen Zöpfe. Und: von wegen die „Entschuldigung“ sei reine Rhetorik! Bergoglio denkt wirklich, dass das Volk der eigentliche Träger göttlicher Vollmacht ist, er ist Febronianist, deshalb kniet er lieber vor Menschen, als vor einer Gott bezeichnenden Hostie, deshalb muss er das Volk bitten, dass es Gott bitten möge, damit er es segnen könne und deshalb muss er sich beim Volke Gottes als Papst für seine Entscheidungen auch entschuldigen. Es ist eine vollständig auf den Kopf gestellte „Theologie“, die Bergoglio immer ungenierter auslebt.

  3. Na ja, die Römer haben die Kirche verlassen, als sie sich der Revolution Garibaldis angeschlossen haben…

    So kommt halt das eine zum anderen.

  4. Ich verstehe die Entscheidungen nicht. Da hat man die Möglichkeiten ein großes Fest zu machen, ein Jubiläum. Und just an diesem Jubiläum fehlt erstmalig der Papst vor der Monstranz.

    „Das Fest der leiblichen Gegenwart Christi in der Eucharistie wurde erstmals 1246 im Bistum Lüttich gefeiert und 1264 von Papst Urban IV. durch die Bulle Transiturus de hoc mundo zum Fest der Gesamtkirche erhoben. Unter anderem schrieb Urban IV.: „Wir haben es daher, um den wahren Glauben zu stärken und zu erhöhen, für recht und billig gehalten, zu verordnen, dass außer dem täglichen Andenken, das die Kirche diesem heiligen Sakrament bezeigt, alle Jahre auf einen gewissen Tag noch ein besonderes Fest, nämlich auf den fünften Wochentag nach der Pfingstoktav, gefeiert werde, an welchem Tag das fromme Volk sich beeifern wird, in großer Menge in unsere Kirchen zu eilen, wo von den Geistlichen und Laien voll heiliger Freude
    Lobgesänge erschallen“. Quelle: Wikipedia

    • 1264 wurde das Fronleichnamsfest für die gesamte Kirche von Papst Urban IV. eingeführt. 2014 ist das 750. Jubiläum dieser Einsetzung.

  5. Das Allerheiligste Sakrament ist für Bergoglio nichts, wovor man knien müßte, aber alles Andere schon.

      • @ Dax: Meine Aussage ist eine unschwer nachprüfbare Feststellung und keine Beurteilung. Ich kann nichts dafür, dass es halt mal so ist. Für Jubler dürfte das aber kein Problem sein, denn ich bin mir sicher, dass dieselben Bergoglio sogar zustimmen würden, wenn er verkündet, der Schnee wäre grün. Christliche Nächstenliebe bedeutet aber nicht, dass man die Vernunft völlig ausschaltet, sondern einen klaren Blick für die Realitäten behält. Insofern laufen all die Versuche ins Leere, diesen bösen Usern hier Haß und Boshaftigkeit gegenüber Bergoglio zu unterstellen. Als Katholik bin ich vor meinem Gewissen verpflichtet, auf Gefahren oder Unklarheiten gegenüber unserem heiligen katholischen Glauben hinzuwiesen. Augen zu und durch- das funktioniert nicht mehr. Die Personwürde Bergoglios tastet in diesem Zusammenhang hier niemand an- seine Amtsführung jedoch steht auf einem anderen Blatt.

    • Leider haben Sie da vollkommen recht. Wir sollten beten, dass der Herr seine heilige Kirche bald von diesem Übel erlöst.

    • sehr schade.Dass die Kniebeuge im gallikanischen Ritus-zu ersehen in den Liturgien der Karthäuser und Cistertienser-in einem niederen Rang steht zur tiefen profunden Verneigung des ganzen Körpers ist diskussionslos.Denn im profanen Gebrauch musste man vor jeder Obrigkeit oft zu jeder Zeit zum Zeichen der Unterwürfigkeit niederknieen.Bekannte in Russland erzählten mir, wie ihre Vorfahren zur Zeit der Leibeigenschaft,wenn deren Herrschaft mit dem Schlitten vorüberfuhr sich gesenkten Blickes in den Schnee knieen mussten.Daher waren solche Gesten-im Gegensatz zur Inklination oft obsolet
      Aber dagegen in der römischen Liturgie ist die Kniebeugung fester Bestandteil-das rechte Knie wird vor Gott, das linke vor dessen Vertreter(BIschof etc) gebeugt.Wenn der Papst jedoch wie oben vor dem Charismatiker oder der Muslima bei der Fusswaschung niederkniet,dann versteht das das einfache gläubige Volk-wie ich als einfach gestrickte Seele-einfach nicht.Für mich ist das dann die Kniee vor dem Baal gebeugt.Da müssen wir einfacht tief durchatmen,der jetztige Papst hat eben andere Vorzüge und Stärken-er ist eben ein echter Jesuit durch und durch.Doch diese Dinge sind ernst,deshalb oremus pro pontifice nostro Francisco et pro animabus pauperribus nostris qui vehementi desiderio sitiunt:quam dilecta tabernacula tua domine virtutum concupiscit et deficit anima mea in atria domini.cor meus et caro meo exultaverunt in deum vivum etenim passer invenit sibi domum et turtur nidum sibi ubi ponat pullos suos-altaria tua domine virtutum.ps84.sec vulg.

  6. Man erzähle doch nichts. Das war doch wieder typisch Bergoglio, dass er an der Prozession nicht teilgenommen hat. Etwas Anderes wäre ja fast zu normal gewesen.

  7. Ja, Johannes Paul II. war ein glaubensstarker Mann. Da war alles echt an ihm. Und seine Glaubenskraft half ihm auch, seine körperlichen Schwächen zu überwinden und nicht vom Kreuz herabzusteigen. Wenn ich noch daran denke, dass er Karfreitag beim Kreuzweg im Colosseum das Kreuz anfangs alle Stationen ganz selbstverständlich eigenhändig getragen hat, später noch einige, dann nur noch die erste und letzte Station, als es gar nicht mehr ging, hat er wenigstens das Kreuz am Ende empfangen und es in die Höhe gehalten. Bergoglio hat 2014 das Kreuz kein einziges Mal angefasst. Dem Anlass unangemessen gut gelaunt plaudernd und Hände schüttelnd stieg er aus seinem Auto, lief ein paar Schritte zu seinem Stuhl und da blieb er wie eingeschlafen hocken. Kaum war der Kreuzweg zu Ende, war er auch schon verschwunden, kein Wort zu den Menschen mit den brennenden Kerzen, kein Gruß, nichts.. Furchtbar..

  8. Was sagen die Papstjublerportale? „Papst Franziskus wird die Fronleichnamsprozession delegieren“ – dazu kamen ein paar kritische Kommentare, die allesamt bis heute abend gelöscht waren.
    Danach kam nichts mehr. Kein Bericht, kein Video zur Fronleichnamsprozession wie in den Jahren zuvor. Öde Leere. Die Papstjubler scheint die römische Fronleichnamsprozession nur zu interessieren, wenn der Starpapst dabei ist, das Idol, andernfalls – kein Interesse?

    Ich glaube, jetzt zeigt sich langsam, wo der einzelne steht, was für ihn an erster Stelle steht. Der Papst oder der Eucharistische Herr? Der Stellvertreter Christi auf Erden oder der Herr selber?

    • Ich hatte dort auch einen kritischen, jedoch äusserst sachlichen Kommentar abgegeben und die Entscheidung Papst Franziskus hinterfragt.
      Abends nahm ich erschrocken wahr, dass sämtliche Kommentare, wie Sie schon sagten, gelöscht waren.
      Aber im Gegensatz zu Ihnen, vermute ich einen anderen Grund.
      Man weiß dort genau, dass die vorgebrachten kritischen Argumente nicht von der Hand zu weisen sind und ihre Berechtigung haben.
      Sämtliche Kommentare, zumindest diejenigen, die zum Lesen freigegeben wurden, waren moderat im Ton und es hätte m.E. keinen Grund gegeben, sie zu löschen.

      • Ich finde das erschütternd. Man bekommt das Gefühl, daß besagter Seite, die sonst alle Videos ins Netz stellt, es lieber ist, keine Fronleichnamsprozession als eine ohne den Star-Papst. Die Sache wird ignoriert, das Fest wird ausgeblendet. Es existiert nicht für die Papstjubler, wenn er nicht dabei ist.
        Vielleicht hat aber auch das Bild, das er abgab, sein stures Stehen vor der Monstranz, doch einigen Leuten zu denken gegeben.

  9. Fronleichnam als Fest des Allerheiligsten Sakraments, zutiefst verbunden mit dem öffentlichen Bekennen und Zeigen des Glaubens an die Transsubstantion und die Realpräsenz, Festpunkt der Hl. Römischkatholischen Kirche gegen den Protestantismus und gegen die heidnische Ideologien des 19. und 20. Jahrhunderts, zugleich auch zutiefst verankert im Volksglauben und in der Volksfrömmigkeit, ist ein Stachel im Fleische der Modernisten, der Revolutionären und aller die den Glauben total umstürzen möchten.
    Der belgische modernistische Kardinal Suenens (leider total totgeschwiegen) beschrieb das 2. Vaticanum als „1789″ der Kirche, Y. Congar ging noch weiter und sprach von „1917″; da weiß man an sich genug.
    Diese Absage der Teilnahme an der Fronleichnamsprozession ist kein solitäres Ereignis, sondern ist zu sehen in dem Rahmen eines immer kräftiger werdenden von oben verordneten und durchgeführten Zerrüttungs- und Vernichtungsprozess des Glaubens und der Hl. Kirche.
    Sehr viel oberflächliches Theater, sehr viel Schweigen (auch Pater Lombardi sagt immer weniger), sehr viel Feigheit und Wegsehen (da denke ich an die Franziskanen der Immacollata), sehr wenig theologischer Tiefgang, Sinn für Schönheit und Liturgie- und sehr viel, immer mehr Chaos.
    Na bravo- das wird noch lustig werden!
    Tibi Christe splendor Patris

  10. Der erste Beter der Kirche hat das Schiff verlassen, damit fehlt eine der drei Säulen die Don Bosco beschrieben hat.
    Die vorgeschobenen Gründe sind derartig schwach, dass eigentlich jeder Glaubende in der Lage sein sollte, den Frevel zu entlarven.

    Viel lieber verkündet Papst Bergoglio sein soziales Evangelium, und die Welt hat eine Gaudi mehr.

    Möge eine Bußwallfahrt zum Kostbarsten Blut am Samstag ein wenig diese Finsternis abschwächen, die sich wie Smog auf Rom gelegt hat.

  11. Hoppla, ich staune über dieses Foto! Man hört der Papst könne nicht auf die Knie, weil er Rückenbeschwerden habe. Er hat es in Santa Maria Maggiore vor dem Altar nicht getan. Aber wie man sieht, hat das bei den Charismatikern doch wunderbar geklappt !

    • Könnte es sein, wenn man der Papst mit nur einem kleinen Vorschuss an Vertrauen begegnet, dass es einfach Tage gibt, an die der Papst es nicht schafft, sich hinzuknien? Eben wegen Rückenschmerzen? Und: Nicht nur bei der Charismatischen Erneuerung: Bei der Hl. Beichte vor wenigen Wochen kniete er auch hin im Petersdom, solange er dieses Sakrament empfang. Siehe:

      http://www.lanacion.com.ar/1676162-el-papa-francisco-se-confiesa-de-rodillas-en-el-vaticano

      Ich frage mich, warum solche Fotos und Nachrichten auf dieser Seite nie zu sehen sind… Kooooomisch, komisch….

      • „Nur mit einem kleinen Vorschuss an Vertrauen“-
        Mal ganz abgesehen vom Knien – ist es nicht ungeheuerlich, daß der Papst sich zur schwarmgeistigen (dämonischen) Pfingstler-Sekte begibt und sich mit deren IRRLEHREN identifiziert? Der oberste Hirte, der die Pflicht hat, die Schafe zu weiden?

      • Knien kann der narzißtische Herr nur vor kriminellen Häfenbrüdern, Häretikern, Mohammedanern und Juden wenn ihn die Kamera dabei filmt. Die Gegenwart des göttlichen Heilands scheint ihm dagegen so unerträglich zu sein, daß er es nicht schafft, in die Knie zu gehen oder den Herrn öffentlich zu ehren. Den Applaus der Masse möchte er doch lieber für sich und seine Auftraggeber einheimsen, um die neue Welteinheitsreligion zu etablieren – und dort wird es kein Fronleichnamsfest mehr geben!

      • Die Beichte ist eine sehr persönliche Angelegenheit und ich muss Ihnen sagen, dass mich ein unangenehmes Gefühl beschlich, als Papst Franziskus vor den Augen der Kamera hinkniete und seine Beichte ablegte.
        Natürlich, man kann dies positiv wahrnehmen und als Werbung für die Beichte bezeichnen.
        Bei mir kam es so an, dass Papst Franziskus sich dadurch in den Mittelpunkt stellen wollte.
        Ob es seine Absicht war oder nicht, möchte ich nicht beurteilen.

        Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, jemals Zeugin einer für alle sichtbar abgelegten Beichte Papst Benedikts gewesen zu sein.

      • Lieber Thyme!
        Die Charismatiker sind auch nicht meinen „Charisma“, ebensowenig wie die Neukatekumenalen oder die Piusbrüder – aber ich habe die Pflicht, sie alle zu lieben, und ihren Weg nach Gott zu respektieren (obwohl ich mich auch nicht damit identifizieren kann).
        Eine Sache, ist das sie einem unsympathisch sind, andere Sache ist, sie zu verteufeln. Ich war ein paar Mal bei den Gebetsabende der Charismatiker – gefällt mir auch nicht, WIE sie es machen, aber WAS sie machen ist bittschön ganz richtig. Sie beten den Herrn in der Eucharistie wirklich an, das kann ich Ihnen versichern…

  12. Das, was wir jetzt erleben müssen mit dem Blick nach Rom, es war geplant. Schon lange vor dem 2. Vatikanischen Konzil.
    Der letzte wirklich heilige Papst, Pius X., hat eindrucksvoll mit seiner großen Enzyklika „Pascendi“ und mit seiner Anordnung an die Bischöfe, disziplinarische Maßnahmen gegen die Modernisten zu ergreifen, wirksam gegen diese schleichende Entwicklung gekämpft. Diese Verbindung, die Verurteilung von häresiebegünstigenden Theorien und das Ergreifen disziplinarischer Mittel gegen die Irrlehrer, wurde leider nicht mehr fortgeführt.
    Es geht nicht darum, die nachfolgenden Päpste zu beschuldigen. Sie waren nicht nur mit zwei Weltkriegen konfrontiert, sondern mit zwei Ideologien, die die Kirche vernichten wollten: Bolschewismus, Nationalsozialismus. So etwas bindet Kräfte.
    Und eine Kirche, die „theologisch ermüdet“, die behäbig wird, kann auch ein Papst nicht mehr „retten.“
    Die Konzilsväter schließlich waren keine geborene Revoluzzer, wenigstens nicht in ihrer großen Mehrheit. Wenn ein erfahrener Kardinal, wie Kardinal Frings, an den Lippen des jungen hochbegabten Beraters Professor Joseph Ratzinger hängt, ohne ihn theologisch zügeln zu können, dann wirft das ein Licht auf die offensichtlich defizitäre Theologie, die er gelernt hat, die ihn umgab. Nicht nur ihn, sondern die Mehrheit der Konzilsväter.

    Offensichtlich war das Konzil von Trient verblasst, das Kreuz, als katholisches Zentralsymbol, war überall zu sehen, doch es hatte keine verbindlich lebendige Kraft mehr. So stellt es sich mindestens für Nachgeborene dar.

    Auf dem 2. Vatikanischen Konzil förderten die Päpste die Neomodernisten, das Unheil nahm endgültig seinen Lauf.

    Wir sind bei Bergoglio angelangt. Und das Grauen ist: Es wird noch schlimmer. Er mutet uns im Augenblick noch nicht alles zu. Wir müssen uns auf alles gefasst machen, was es auch sein wird.

    • „Der letzte wirklich heilige Papst, Pius X…“
      Seit wann haben Sie Vollmacht zu bestimmen, wer wirklich heilig ist und wer nicht, sehr geehrter Zeitlos? Ich glaubte, so eine Vollmacht hatten nur die Päpste (im Übrigen im Zusammenhang mit ihrer Unfehlbarkeit…). Glauben Sie etwa nicht, dass Johannes Paul II und Johannes XXIII heilig sind? Ich meine, das ist „wirklich“ Katholische Lehre, an die man festhalten MUSS, als Katholik…

      • Kanonisationen die nicht nach den kanonischen Regeln durchgeführt werden, können auch keinen Anspruch auf Unfehlbarkeit erheben, da diese nur unter genau definierten Umständen eintritt. Sowenig dieses Charisma dem röm. Pontifex gegeben ist, um neue Lehren zu erfinden, sowenig ist sie ihm auch gegeben, um aus rein ideologischen Gründen der Konzilskirche eine Legitimation durch für heilig erklärte Gründerväter zu verschaffen. Daher wird ein wahrhaft katholischer Papst diese Prozesse zu seiner Zeit revidieren müssen.

      • Entschuldigung, dass ich mich einmische!
        “ Katholische Lehre, an die man festhalten MUSS, als Katholik….“
        Für mich ist diese Heiligsprechung null und nichtig –
        der Eine hat das unsägliche Konzil eröffnet und gemein,t man müsse alles Alte beim Fenster hinauswerfen, der Andere hat in dieser Richtung auch gut gearbeitet und Häresien verbreitet. Ach wären diese Päpste doch bei der Katholischen Lehre geblieben, dann wäre alles gut !!!

      • Sehr geehrter Dax,
        was halten Sie von diesem Dictum eines berühmten Heiligen?:
        „Wir müssen, um in allem das Rechte zu treffen, immer festhalten: ich glaube, dass das Weiße, das ich sehe, schwarz ist, wenn die Hierarchische Kirche es so definiert.“

      • Meine Herren, ganz ruhig!

        Ich hätte nur gerne verstanden:

        @ Catholicus: 1) Warum waren diese Heiligsprechungen nicht kanonisch durchgeführt? 2) (auch @ Thome) Dass ich wüsste, kein Dokument des 2. Vatikanums (nicht mal die für manche sehr umstrittenen „Nostra Aetate“ und „Unitatis redintegratio“) haben irgendein Katholischen Dogma widersprochen. Wenn Sie der Meinung sind, dass dies so ist, würde ich gerne wissen, konkret, um welche Dogmen sich handelt… Vielleicht bin ich ja nur so verwirrt…

        Und im Übrigen: Wenn dieser Papst nicht mehr der Fels ist (das würde für mich heißen, dass seine Dogmatische Akte – in dem Fall die Heiligsprechungen – ungültig sind, wie Sie meinen), würde es ein Zeichen sein, dass die Pforte der Hölle die Heilige Kirche überwältigt haben – daran kann ich nicht glauben, deswegen wäre die Ungültigkeit der Heiligsprechungen für mich einen unlösbaren Widerspruch. Wie können Sie diesen Widerspruch lösen? Auf diese Frage hat mir noch keiner eine vernünftige Antwort geben können…

      • @ Leo Lämmlein:

        Welcher Heiliger? Das klingt eher nach Wilhelm von Ockham…
        Aber dies würde auch eine Lösung für die Heiligsprechungen Johannes Paul II und Johannes XXIII sein: Ein Heiliger kann heilig sein AUCH WENN er dann und wann als Mensch sinnloses sagt. Nicht alles, was ein Heiliger sagt oder macht, ist unfehlbar. Nämlich fast nichts. Und sie sind trotzdem bei Gott. Vielleicht gerade deswegen.

        Ich halte nicht viel vom Zitat, wie Benedikt XVI in seinem ganzen Pontifikat verteidigt hat, der Glaube ist ja in erster Linie vernünftig, nicht willkürlich. Wenn die Kirche ein Dogma erklärt, ist dies nicht weil die Kirche es so „definiert“ (auch wenn dieses Wort dazu verwendet wird, in deutscher Sprache) sondern vielmehr weil sie bestätigt, kraft der ihr von Gott geliehenen Vollmacht, dass das so ist und nicht anders, dass das zur offenbarten Wahrheit gehört.

        Deswegen verstehe ich die Einwände gegen die Heiligsprechungen Johannes Paul II und Johannes XXIII nicht. Dies ist ein Dogmatischer Akt, von Wunder belegt (!). Diese beiden Herren sind im Himmel. Das ist mein Glaube als Katholik. Im Übrigen es ist im Falle JPII besonders klar, denn er wurde unmittelbar nach seinem Tod quasi (Achtung, ich habe quasi geschrieben!) per vox populi heiligegsprochen – genau wie es in den ersten Jahrhunderten der Kirchengeschichte der Fall war.

      • Herr Dax, der Heilige, dem dieser Spruch, den Herr Laemmlein zitiert, zugeschrieben wird, ist Ignatius von Loyola. Im Original lautet er (Exerzitien Nr. 365): „Denique, ut ipsi Ecclesiae catholicae omnino unanimes conformesque simus, siquid, quod oculis nostris apparet album, nigrum illa esse definierit, debemus itidem, quod nigrum sit, pronuntiare.“ Eine Maxime, die im Kontext des jesuitischen Kadavergehorsams gewiß gut und richtig ist, aber ebenso gewiß nicht für jeden Katholiken jederzeit und in jedem Falle gelten kann. In manchen Fällen aber schon: Zwar gehört auch das Buch der Natur zur Offenbarung, wenn aber in einem Fall die _verbindliche_ Lehre der Kirche oder auch die Hl. Schrift unserem Eindruck von der Aussage dieses Buches widerspricht, sollten wir unsere eigene Erkenntnisfähigkeit hinterfragen, nicht die der Kirche oder die in der Schrift geoffenbarte Wahrheit. Wenn man es so liest, kann das Diktum des Hl. Ignatius schon Allgemeingültigkeit beanspruchen, es birgt jedoch auch die Gefahr, mißverstanden zu werden.

    • Sie haben es genau erfaßt.

      Ein kleiner Vorgeschmack wie es weitergehen wird, sieht man auf der Website „Thomas“ der Universität Löwen: im Augenblick wird alles was der Erzbischof Léonard über das Wirken des Antichrists und über die notwendige Inhalte und Eigenschaften eines guten Religionsunterrichts gesagt hat, systematisch gelöscht.
      (Sehr gut dokumentiert auf der Website http://www.kavlaanderen.blogspot.be (Katholische Aktion Flandern)).

  13. Kein Hochfest vergeht, ohne dass wir ein Sakrileg, eine Blasphemie oder zumindest eine kränkende Zurücksetzung des Herrn Jesus Christus durch den römischen Pontifex erleben. Wer kann da noch von Zufall reden.

      • Und sie zeigen Wirkung. Postwendend. Nicht nur kathnet ignoriert die Fronleichnamsprozession, auch die heutige „Tagespost“ zeigt kein einziges Bild, es wird mit keiner Silbe erwähnt.
        So fangen die Katholiken von selber an, ihre eigenen Traditionen, das Bekenntnis zum Glauben in den Hintergrund zu stellen. Der Papst macht es vor.

  14. Ich finde es gut, daß Bergoglio uns immer wieder deutlich macht, was er ist, und vor allem was er NICHT IST! Das erleichtert einem so manches! Grazie Jorge!

  15. DAS war ein sehr deutliches Zeichen von Papst Franziskus.
    Und ich denke, wir auf dieser Seite haben es alle genau als das verstanden, was es ist.

  16. Irgendwie passt dieses Verhalten bei der Fronleichnams-Prozession zum Papst. Das Bild des verweisten Allerheiligsten scheint mir den Zustand unserer Kirche in einer nicht für möglich gehaltenen Klarheit zu beschreiben. Ob da wohl der Heilige Geist selbst am Werk war, um die Gläubigen endlich wachzurütteln, dass wir auf dem falschen Weg sind?

  17. Ich bin zur Überzeugung gelangt, es werden noch weit schlimmere Dinge passieren, die, so wie das bisher Geschehene, von den Katholiken einfach ignoriert werden. Was die Mainstream-Medien berichten wird schon richtig sein, denkt man sich. Verschwörungen können ja gar nicht sein, und wer doch dran glaubt ist ein Spinner. Und der Papst ist ja des Amtes wegen unfehlbar.
    So denken sie, aber sie irren sich…

  18. Wir richten gerade für die kleine Fronleichnamsprozession morgen die Altäre her und großes Gesprächsthema ist Herr Bergoglio. Die Leute fragen sich alle, was das soll. Für alles und jeden hat er Zeit, aber nicht für den Höchsten Herrn im Heiligsten Sakrament. Naja- wenigstens wir können noch katholisch Fronleichnam feiern- unser Pfarrer hat sogar eine verbannte Strophe von den Kreaturen wieder ins Programm mit hineingenommen: „Ihr Fisch im Meer, ihr Tier im feld und was in Lüften schwebt: Lobsinget dem in aller Welt, durch den ihr alle lebt. Hier ist er selbst, dies ist kein Brot, es ist der Herr, der wahre Gott! Den lobet ohne End im diesem Sakrament!“

  19. … die Pforten der Hölle werden die Kirche nicht überwältigen. Höre oder lese ich immer wieder mal. Das hat Gott gesagt, dann ist es so. Nur was man grad aus Rom erlebt, scheint so gar nicht zu dieser Aussage zu passen.
    Dazu ist mir folgender Gedanke gekommen. Was, wenn die Kirche (im obigen Satz) nicht das Gebäude bezeichnet, sondern Jesus Christus selbst. Hat Jesus nicht gesagt, die Kirche ist mein mystischer Leib auf Erden? Kann die Hölle die sichtbare Kirche überwältigen: Ja. Kann die Hölle den Sohn Gottes überwältigen: Nein!
    Um es auf die Spitze zu treiben: Die heilige Eucharistie könnte doch so verändert werden, dass unser Herr aus den Tabernakeln verschwindet? Was würde dann geschehen? Würde dann der Glaube aufhören? Eigentlich undenkbar. Wäre es nicht eher so, dass der wahre Glaube, die wahre Kirche (die Jesus Christus selbst ist), in den Herzen des kleinen Rests Gläubiger weiterlebt?
    So gesehen kann die wahre Kirche Gottes niemals sterben oder untergehen.
    Aber ich bin kein Theologe. Was denkt ihr?

    • Einer der Kommentatoren -leider weiß ich nicht mehr den Namen- äusserte neulich den beunruhigenden Gedanken, dass Christi Verheißung, die „Pforten der Hölle“ würden die „Kirche nicht überwältigen“, Seiner von Ihm eingesetzten Kirche gilt, nicht aber zwangsläufig auch einem gerade amtierenden Papst gelten muss.
      Ich möchte mich Papst Franziskus gegenüber nicht versündigen und so hoffe ich, dass Christi Verheißung auch ihn und seine Nachfolger mit einbezieht.
      Christus ist unsere Hoffnung und unser Licht, nur ER!

    • Verehrte Cleo: Ich glaube fest, dass die von Christus eingesetzte Kirche niemals von der Hölle überwältigt werden kann, Freilich ist bei dieser Verheißung des Herrn nicht gesagt, in welcher äußeren Form und welcher Quantität die Kirche fortbesteht. Gerade am Sakrament der Eucharistie wird überdeutlich, dass sicher nicht mehr in allen Tabernakeln der Herr zugegen ist, weil der handelnde Priester auch die Intention haben muss, der wandelnde Priester zu sein. Wer das bewußt ausschließt (also die Eucharistie nur noch als zeichenhaftes Mahl sieht und dies auch glaubt), wandelt nicht mehr gültig. Sentire cum ecclesia wird ganz sicher bei Bergoglio neu überdacht werden müssen. Die äußeren Zeichen des eucharistischen Glaubens (sind es wirklich nur äußere Zeichen?) hat er schon bei sich eliminiert- die ersten tun es ihm schon im obligatorischen Jubelgehorsam gleich- die Substanz des Glaubens an die Wesensverwandlung könnte bei ihm folgen. Ich habe mittlerweile nicht mehr die geringsten Zweifel, dass er die Axt auch bei den Sakramenten anlegt. Wenn dem so sein sollte, ist kein Katholik mehr zum Gehorsam verpflichtet- denn menschliche Gesetze mag Bergoglio ändern können- aber bei von Gott eingesetzten Sakramenten hat er dafür weder die Vollmacht, noch das Recht. Bei der theologischen Bildung Bergoglios bin ich mir aber nicht sicher, ob er zuweilen überhaupt eine Ahnung davon hat, was er anrichtet. Und wenn er sie hat, dann ist es umso schlimmer. Jemand, der bewußt ständig die Glaubenswahrheiten lächerlich macht oder sie verdreht oder sie hinterfragt, kann nicht darauf pochen, dass man ihm in den Irrtum der Häresie womöglich noch jubelnd folgt. Herr Bergoglio: Nehmen Sie endlich ihr heiliges Amt ernst und führen sie die Kirche in Treue zu Christus durch die Fährnisse dieser Zeit ! Wir haben als Katholiken das heilige Recht, dass man uns den Weg zum Himmel zeigt und nicht irgendeinen Schleichweg zur Freimaurei und deren Irrtümern.

      • „Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.“ (Mt.16)
        Unser Herr Jesus Christus hat Petrus die Schlüssel anvertraut und hat sich damit unter seinen Stellvertreter auf Erden gestellt.

        Die Demut unseres Gottes war von Anbeginn ein Ärgernis für Teile seiner Geschöpfe.

        So schrecklich sich das Pontifikat von Papst Franz bisher entwickelt, bisher hat es keine Änderung der Lehre der Kirche gegeben und bereits in früheren Jahrhunderten hat es Päpste gegeben die schlechte Hirten waren.

        Schlüsseln sind nicht nur zum Aufschließen, sondern auch zum Verschließen da. Unvorstellbar dass ein Petrusnachfolger zu letzterem fähig sein könnte.

    • Das sehe ich auch so und es erscheint mir logisch. Jesus selbst tritt ja nicht mehr in Menschengestalt auf Erden auf, sondern wenn dann nur unsichtbar und in Geistesform, eben in der Eucharistie.
      Wenn Gottes Gnaden durch ein Gebet wirken, so ist das zwar nicht sichtbar, aber spürbar. Ich denke, man würde den Unterschied nach der Abschaffung der Eucharistie auf jeden Fall merken, wenn man darauf achtet.

  20. Worauf bezieht sich die Aussage oder genauer die Zusage Christi“ Du bist Petrus der Fels und auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen“? Diesem Satz ging das Bekenntnis des Petrus voraus, Du bist der Christus der Sohn des lebendigen Gottes undd darauf folgte die Aussage Christi. Danach verstehe ich die Aussage so: der Kern des Felsen ist der Glaube(nsschatz) der Kirche . dass Jesus der Christus der Sohn des lebendigen Gottes ist . Dieser Glaube ist der Fels und ihn werden die Pforten der Hölle nicht überwältigen… so sehr sie auch gegen ihn anstürmen und ihn bekämpfen.

  21. Papst F. ist ein Meister der Sprache des Körpers, der Handlungen und der Bilder. Was bedeutet es also, wenn er von der Teilnahme an der Fronleichnamsprozession absieht und dem Herrn die Kniebeugen vor dem Allerheiligsten und bei der Wandlung verweigert? Es ist kaum zu denken, furchtbar zu schließen, dass er als Papst nicht mehr an die reale Gegenwart unseres Herrn in der Eucharistie glaubt. Sagt das alles vielleicht: „Ihr könnt daran glauben, aber ohne mich“? Wie sind diese Vorgänge anders zu deuten? Und was sagt er in den Predigten?
    Am Fronleichnamstag predigt er vor allem über die Erinnerung an Gott und seine Liebe. Beim Angelus am Sonntag, der äußeren Feier von Fronleichnam, spricht er über Jesus als Brot des Lebens. Er sagt: „Jesus betont, dass er nicht in diese Welt gekommen sei, um etwas zu geben, sondern um sich selbst und sein Leben jenen als Nahrung zu geben, die an ihn glauben. Unsere Gemeinschaft mit dem Herrn verlangt von uns als seinen Jüngern, dass wir ihn nachahmen . … Bei jeder heiligen Messe werden wir mit dem Leib Christi gespeist und die Gegenwart Jesu und des Heiligen Geistes wirkt in uns.“ Da ist also die Rede von seiner Gegenwart in uns, nicht aber in den eucharistischen Gaben! So könnte es wohl auch jeder Protestant ausdrücken. Aber über das besondere Geheimnis von Fronleichnam, die reale Gegenwart Jesu unter den Gestalten von Brot und Wein predigt er nicht. Das ist der Glaube der katholischen Kirche. Glaubt er noch daran?

    • Naja, wenn Papst Franziskus wirklich gesagt hat:
      „Bei jeder heiligen Messe werden wir mit dem Leib Christi gespeist und die Gegenwart Jesu und des Heiligen Geistes wirkt in uns“
      …dann meint er mit dem Leib Christi sicherlich Jesus in der Eucharistie. Nur dass er statt dem Wort Brot das Wort Leib Christi verwendet. Ich denke, es gibt weit schlimmere Sager von ihm.

    • Könnte man ihn nur fragen!

      Papst Franziskus gibt Rätsel auf.
      Es ist die Aufgabe des Hirten, seine Schafe zu hüten, nicht, sie im Kreis herumlaufen zu lassen.
      Jesus sinngemäß: „Weide meine Lämmer, weide meine Schafe!“
      Er übergab Petrus damit Verantwortung und die Pflicht zur Fürsorge.
      Und der Petrus von heute? Was tut er?

      • Erinnern wir uns daran, was die Muttergottes in La Salette sagte: Rom wird Sitz des Antichrists werden!
        Trauen wir unserem gottgegebenen Verstand und unseren Augen. Bitte keine Augenwischerei! Eines ist sicher, es wird fast alles zusammenbrechen!

  22. Als der heilige Vater Papst Franziskus, das erste Mal auf den Balkon trat, nach seiner Wahl, hatte ich den Satz im Herzen: der Ausverkauf der Kirche hat begonnen. Danach habe ich die ganze Nacht gelitten. Wo endet dieser Ausverkauf? Steht nicht bei Daniel etwas darüber, oder in der Offenbarung? Warum gibt es jetzt 2 Monate keine Messe mehr in Santa Martha?

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