Frieden, Verwirrung, Synkretismus – Unbeantwortete Fragen zum „Friedensgebet“ des Papstes

Papst Franziskus und das abrahamitische "Friedensgebet" an drei Götter
Papst Franziskus und das abrahamitische „Friedensgebet“ an drei Götter

(Vatikan) Das „Friedensgebet“ für den Nahen Osten, zu dem Papst Franziskus Israels Staatspräsidenten Simon Peres und den Palästinenserpräsidenten Abu Mazen in den Vatikan einlud, sorgt weiterhin für Irritationen. Papst Franziskus beharrte auch in seinem jüngsten Interview für La Vanguardia darauf, daß es sich nicht um eine politische Vermittlungsinitiative, sondern um eine religiöse Initiative handelte, die ihm „spontan“ während seines Besuchs im Heiligen Land gekommen sei.

Das „Friedensgebet“ mit Rabbi und Imam in den Vatikanischen Gärten hat eine Reihe von Fragen aufgeworfen, die trotz zahlreicher Stellungnahmen, päpstlicher Interviews und Medienberichten einer Antwort harren. Selbst Presseartikel in katholischen Medien und aus der Feder von Katholiken, haben teils die Verwirrung noch erhöht, anstatt Klarheit zu schaffen. Grund dafür ist, daß kirchentreue Katholiken, die das beste wollen, in diesem Pontifikat immer wieder hilflos herumstochern, weil sie päpstliche Initiativen verteidigen, obwohl sie selbst über die päpstlichen Intentionen ziemlich im Dunkeln tappen und der Papst und das zuständige Presseamt des Heiligen Stuhls keinen Wert darauf zu legen scheinen, Unklarkeiten zu bereinigen. Es scheint, als wolle man manche Aspekte absichtlich im Unklaren lassen. Das schafft einerseits Interpretationsspielraum für jene, die einen solchen nützen wollen, aber zumindest ebensoviel Unklarheit bei jenen, die sich vom katholischen Kirchenoberhaupt eine klare Führungsrolle erwarten. Ein „einfacher, aber denkender Katholik“ von 30 Jahren, faßte seine Fragen zum „Friedensgebet“ zusammen, das er als „religiöse Geste mit politischer Zielsetzung“ bezeichnet. Hier seine Fragen:

Fragen zum abrahamitischen „Friedensgebet“ von Papst Franziskus

1.) Die Geste von Papst Franziskus reihe sich in eine lange „Tradition“ ein, die von vielen „Päpsten der Neuzeit“, von Alexander VI., Pius IX., Benedikt XV., Pius XII. bis zu den Päpsten der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts vertreten wurde, die jeweils öffentliche Initiativen setzen, um bewaffnete Konflikte zu verhindern und den Frieden zu bewahren. Wann hat aber irgendeiner dieser Päpste Staatsoberhäupter eingeladen und das Mittel des gemeinsamen Gebets eingesetzt, das sich an drei unterschiedliche Götter richtete?

2.) „Normalisten“ weisen den Vorwurf zurück, daß hinter der Gebetsinitiative in den Vatikanischen Gärten der „Geist von Assisi“ und des ökumenischen Dialogs stehe, weil es sich in diesem Fall um eine „politische“ und daher nicht im eigentlichen Sinn religiöse Initiative gehandelt habe. Papst Franziskus betont jedoch konsequent das Gegenteil. Zudem war das Gebet das Hauptinstrument dieses Treffens gegenüber der Weltöffentlichkeit. Das Gebet aber sollte Zeugnis geben für den Glauben an den einen, wahren Gott. Vor der Weltöffentlichkeit wurde jedoch „Zeugnis“ für drei verschiedene Götter abgelegt, den des Christentums, den des Judentums und den des Islams, und damit der Eindruck bestärkt, alle „Götter“ und daher alle Religionen seien gleich. Absurde, rein rhetorisch gemeinte Anfrage: Sollte morgen tatsächlich im Nahen Osten der Frieden erreicht werden, welchem Gott müßte dann dafür gedankt werden? Dem Dreifaltigen Gott, Allah oder Jahwe? Die Frage ist absurd, weil Jesus Christus gesagt hat: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“. Seine gemeinsame Anrufung gemeinsam mit anderen Göttern scheint diesem Anspruch Christi wenig angemessen und folgerichtig, weshalb es ziemlich seltsam wäre, wenn Er ausgerechnet ein solch polyphones, allerdings kakophon-verwirrtes Gebet erhören würde, denn das wäre, als hätte Er gesagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, ich bin der einzige wahre Gott, aber auch wenn ihr mich zusammen mit falschen Götzen anbeten solltet, werde ich euer Gebet erhören, weil ich ja nicht kleinkariert sein will, sondern weltoffen und mich bei solchen Formalismen aufhalten will.“ Doch aus der Heiligen Schrift wissen wir, daß Gott das genaue Gegenteil verlangt, wie der Tanz um das Goldene Kalb zeigt. Darum meine Frage: Hat das Erste Gebot Gültigkeit oder nicht? Ist es absolut gültig oder erlaubt es Ausnahmen, wenn es um politische Fragen geht oder der Frieden zwischen den Völkern auf dem Spiel steht?

3.) Wahrscheinlich ist es die religiöse Geste mit politischer Zielsetzung, die mir aufstößt. So edel und wichtig das politische Anliegen sein mag, steht die Frage im Raum, warum das religiöse Mittel par excellence, das Gebet, dafür auf so schlechte Weise eingesetzt wird? Warum auf so „schlechte“ Weise? Kann es einem gleichgültig sein, wenn der Stellvertreter Christi auf Erden dazu auffordert, daß „jeder zu seinem Gott“ beten soll? Wieviel Christen sind heute noch überzeugt von der Heilsnotwendigkeit der Katholischen Kirche? Verstärkt eine solche Geste, zumal durch den Papst, und damit auf höchster Ebene, nicht die ohnehin bereits verbreitete Verwirrung unter den Katholiken und damit den vorrangig ihm anvertrauten Schafen? Der Verwirrung in der Lehre folgt auf den Fuß die Verwirrung in der Moral: Wieviele sind heute überzeugt, leben zu können wie es ihnen gefällt, denn Religion ist gleich Religion, sie sind alle gleichwertig, wenn man sie überhaupt braucht? Wurde in den Vatikanischen Gärten und päpstlicher Regie nicht der Glauben verwässert? Wurde am 8. Juni im Vatikan und durch den Papst nicht (ein weiteres Mal) Christus König entthront? Welches politisches Ziel und mag es noch so hochstehend sein, kann Vorrang vor dem höchsten Gut des Seelenheils haben?

4.) Darum stellt sich vertiefend die Frage nach der Gültigkeit des Ersten Gebotes. Will man uns wirklich gegen die gesamte Überlieferung der Kirche glauben machen, daß die Nicht-Christen wirksame Gebete zu Gott erheben? Daß europäische Christen [hier ist nicht die Rede von den Christen in der arabisch-islamischen Welt] die Heilige Dreifaltigkeit anrufen können, indem sie Allah sagen? Welchen Sinn haben dann das Taufsakrament und der Evangelisierungsauftrag an die Christen? Welchen Sinn hat dann letztlich auch der Tod Unseres Herrn am Kreuz, wenn auch die Moslems ein „authentisches, wahres Gebet“ zu Gott erheben können, wie im Zusammenhang mit dem „Friedensgebet“ in katholischen Medien behauptet wurde?

5.) Zur Rechtfertigung der historisch beispiellosen Gebetsinitiative wurde unter Verweis auf das Christentum als „Religion der Liebe“ mehr oder weniger nahegelegt, daß Christen sich die Gebete der Nicht-Christen zu eigen machen können. Dabei wurden synkretistische Gefahren einfach ausgeblendet. Die Antwort eines Katholiken, der katholisch bleiben will, kann nur lauten: Nein, non possumus. Wenn wir nicht unter geschönten Vorzeichen dem religiösen Relativismus huldigen wollen, haben wir ein klares Nein zu sagen. Damit drängt sich eine verstörende Frage auf, verstörend, weil sie an die höchste Kirchenleitung gerichtet werden muß: Stellt sich niemand mehr die Frage nach der Identität Gottes? Gott ist die einzige, ewige, unveränderliche Größe, doch scheint Er von uns behandelt zu werden, wie eine beliebig modellierbare Knetmasse. Wenn ich zu Allah bete, dann bete ich nicht zum lebendigen und wahren Gott, sondern zu einem Götzen. Eine Sache ist das friedliche Zusammenleben der Gläubigen verschiedener Religionen, eine ganz andere Sache aber ist die Gleichsetzung aller Religionen. Ist es möglich, daß man solche elementaren Dinge kirchlichen Hierarchen und der kulturellen katholischen Elite in Erinnerung rufen muß, zu der auch die katholischen Journalisten und Publizisten gehören? Daß das Treffen im Vatikan am Pfingstsonntag stattfand und die Berichterstattung und Rechtfertigungen damit in die Pfingstoktav bis zum Dreifaltigkeitssonntag fielen, hat nichts „Prophetisches“, sondern etwas Groteskes an sich. Damit bleibt abschließend nur noch die Frage: Warum wurde die Gebetsinitiative des Papstes in den Vatikanischen Gärten durchgeführt? Weil man im Vatikan sich bewußt war, daß ein gemeinsames Gebet in der Kirche undenkbar ist? Warum dann aber unter freiem Himmel? Oder wurde es in den Garten verlegt, weil man Juden und Moslems keine christlichen Symbole zumuten wollte? Ich schicke voraus, daß mich weder die eine noch die andere Variante erbaut, weil ihr die ungeklärte, irritierende Tatsache des Synkretismus-Verdachts anhaftet.

6.) So bleibt abschließend nur mehr die bedrückendste aller Fragen: Was bezweckte Papst Franziskus mit dieser „abrahamitischen“ Allianz, die ihn dem Verdacht des Synkretismus und der Schaffung einer Welteinheitsreligion aussetzt? Warum beließ er es nicht bei einer politischen Vermittlungsinitiative, wie es seine Vorgänger taten, zumal das Ziel ja vordergründig politischer Natur ist, wie der Papst selbst betonte?

Einleitung/Übersetzung: Giuseppe Nardi
Bild: Riscossa Christiana

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50 Comments

  1. Es geht eindeutig um die freimaurerische, gotteslästerliche und antichristliche Einheitsreligion, die auf der Leugnung der göttlichen Offenbarung in Jesus Christus beruht. Somit ist klar, wer Bergoglio ist.

    • Ich hoffe, den Gläubigen geht jetzt ein Licht auf… Ich denke, es wird höchste Zeit wieder die Offenbarung des Johannes zu studieren (und die wichtigen aktuellen Prophezeiungen, die uns der Himmel schenkt!!!!)

  2. Zunächst: Danke, Herr Nardi, für diesen äußerst wichtigen Beitrag.
    Doch den 30-jährigen Katholiken, dessen Fragen sehr berechtigt sind, muss ich berichtigen: Es gibt keine Tradition der Päpste, gemeinsame Friedensinitiativen mit Vertretern nichtchristlicher Religionsgemeinschaften angestoßen oder praktiziert zu haben. Wann soll das gewesen sein? Noch Pius XI. hat Katholiken verboten, als Beobachter oder Gäste an ökumenischen Treffen teilzunehmen. Und da ging es um Christen. Um Einheitsbemühungen der verschiedenen protestantischen Religionsgemeinschaften, die sich unter einem gemeinsamen Dach finden wollten. Pius XII. ist davon nicht abgewichen.
    Wann haben sich Päpste mit jüdischen und moslemischen Religionsvertretern zu einer gemeinsamen Friedensinitiative getroffen? Nie!
    Assisi 1986 war erst- und einmalig in der Kirchengeschichte. Johannes Paul II., hätte er sich das als Bischof erlaubt, wäre von allen vorkonziliaren Päpsten zur Rechenschaft gezogen worden. Hätte er keine tätige Reue gezeigt, wäre seine Exkommunikation mit Sicherheit erfolgt.

    Erzbischof Lefebvre kämpfte mehrere Jahre mit sich, ob er Bischöfe weihen sollte oder nicht. Er betete und rang mit sich. Assisi 1986 war ein Meilenstein für seine spätere Entscheidung.
    Assisi 1986 war ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu den abrahamitischen monotheistischen Religionsgemeinschaften. Johannes Paul II. hat auch in Reden vor Muslimen, z. B. vor ca. 15000 moslemischen Jugendlichen, die allerheiligste Dreifaltigkeit geleugnet. Er sprach von dem Gott, „an den wir alle glauben, “ …“und wir haben noch Jesus…“ Den Heiligen Geist erwähnte er nicht mehr. Den „Jesus, den wir auch noch haben,“ bezeichnete er nicht als Gottmenschen, die jungen Moslems konnten frei interpretieren, was er für die Katholiken bedeutet.

    Wenn Bergoglio eine rein religiöse Initiative gestartet hat, muss er als Häretiker angesehen werden. Der die katholische Kirche zerstört. Und Katholiken sind dermaßen papstfixiert, dass sie ihm folgen. Sie lassen sich von ihm in den religiös-geistlichen Selbstmord treiben. Der Papst ist ihnen wichtiger als der katholische Glaube.
    Es ist eine Drama ungeahnten Ausmaßes.
    Wir haben dann zu hoffen, dass der christliche Glaube, der Glaube an die Dreifaltigkeit Gottes, offiziell wenigstens noch von den Evangelikalen hochgehalten wird. Dass sie sich solchen Initiativen verweigern.
    Diese Kirchenkrise ist unfassbar. Es ist keine Krise mehr, sondern ein direkter Glaubensabfall. Er wurde vorbereitet auf dem 2. Vatikanischen Konzil. Die meisten Konzilsväter wollten das sicher nicht. Doch was sie wollten, spielt keine Rolle mehr. Der Glaubensabfall ist Realität. Rom ist das Zentrum. Bergoglio versucht es zu vertuschen. Er kann es. Denn die meisten Katholiken kennen ihren Glauben gar nicht mehr. Er wird ihnen seit ca. 50 Jahren regelrecht ausgetrieben. Bergoglio hat ein leichtes Spiel.

  3. Muss es so oft spontan sein ? Ich nehme es ihm auch nicht ab, dass das sogenannte Gebet spontan gewesen ist. Um ein Gebet kann es sich nicht handeln, höchstens um drei Gebete oder um etwas, was der Papst vielleicht für ein Gebet hält. Beten kann man nicht außerhalb einer bestimmten Religion. Es gibt kein wie auch immer geartetes freies allgemeines Gebet. Was tut uns dieser Papst nur an ? Es ist echt nur schlimm und peinlich.

  4. Wie sich ein Friedensgebet ohne „interreligiöse Zwischentöne“ anhören kann, hat seinerzeit Papst Pius XII. gezeigt:
    -

    „Erlöser der Welt,
    gib dass die Völker die himmlische Botschaft vernehmen,die Du den Menschen guten Willens gebracht hast.

    Gib vor allem, dass die Lenker der Staaten sich dieser Botschaft öffnen. In Deiner Hand sind ja die Herzen der Mächtigen, wie die Winde und Stürme des Meeres:
    Wohin immer es Dir gefällt, kannst Du sie wenden.

    Entzündet ihre Herzen mit Deinem Feuer, erleuchte und lenke sie.
    Sprich das Wort, das die Stürme bändigt und stillt,gib unseren bewegten Tagen Frieden.

    Ewiger Richter der Menschen und der Völker, lass die Liebe Deines Herzens siegen über allen menschlichen Wahn.“
    -

  5. Mir wäre es lieber der Papst würde sich an Gottes 1. Gebot halten: –>Gott sprach am Berge Sinai „Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine fremden Götter neben mir haben. Du sollst dir kein geschnitzes Bild machen, um es anzubeten.“ (2 Mos 20,2 ff.)

    Die öffentliche Anbetung der falschen Götter mit deutlicher Würdigung des Papstes ist schon ein unglaublicher Akt.

    In der JF vom 12.Juni 2014 gab es einen Artikel darüber, daß der Imam sogar sein Gebet mit den Worten beendet haben soll: „Hilf uns, die Ungläubigen zu besiegen.“

  6. Das gesprochene Wort des Papstes gilt, somit sind alle anderen Kommentare aus dem katholischen Bereich nahezu bedeutungslos. Es war ein Gebetstreffen, bei dem jede Religion zu ihrem eigenen Gott gebetet hat.
    Müßig ist es allemal verstehen zu wollen, was der Papst mit seinen mehr als fragwürdigen Gesten eigentlich bezweckt. Daß er hierbei planvoll vorgeht darf als erwiesen gelten. Mit viel verbalem Glamour hat er Henrique Cymerman, seinen letzten Interviewpartner zum „Friedensengel“ herausgehoben, der seit spätestens Juni letzten Jahres, sich unter anderem für das Treffen Papst und dem Palästinenser Abbas im Heiligen Land einsetzt hat.
    Das Treffen im Vatikan, immerhin im Herzen der katholischen Kirche gehört wohl zu den Dingen, die Papst Franz konkret für Israel tun möchte, sein von ihm genanntes Motiv für seine Reise ins Heilige Land.
    Dass er dabei das 1. Gebot mißachtet stört offenbar nur wenige in der Kirche.
    Nicht umsonst überschlagen sich die masonischen Spitzen und sehen sich endlich am Ziel.

  7. Hätte dieses Gebet mit Rabbi und Imam – wenn inbrünstig und wohlgefällig vollzogen – nicht schon Gottes Segen erwirkt? Was sollte diese Show in den Gärten? „Bruder Bartholomaios“ wurde zur Seite geschoben.

    • „Bruder Bartholomäus“ macht mit, wie schon seine Vorgänger bei Assisi I bis III mitmachten, das müssen wir einmal festhalten. Rom hat unter den Päpsten Johannes Paul II. und Benedikt XVI. mit der Weltorthodoxie einen Deal angebahnt, den Papst Franziskus vermutlich zustande bringen wird, vielleicht in Verbindung mit dem Panorthodoxen Konzil, das für 2016 (?) angesetzt ist. Rom wird Zugeständnisse in der Lehre machen (Filioque, und grundsätzlich alles, was seit 1054 einseitig geändert wurde), dafür wird die Orthodoxie den römischen Primat anerkennen, der bis dahin für sie akzeptabel gemacht wird – woran Franziskus ja schon fleißig arbeitet (Anerkennung der Synodalität und der weitgehenden Eigenständigkeit der Lokalkirchen, Abrücken vom Jurisidiktionsprimat).
      Von der Mainstream-Orthodoxie ist keine Rettung der katholischen Kirche zu erwarten.
      Und die „wahren Orthodoxen“, ΓΝΗΣΙΑ ΟΡΘΟΔΟΞΟΣ ΕΚΚΛΗΣΙΑ ΤΗΣ ΕΛΛΑΔΟΣ – Gnissia Orthodoxos Ekklissia tis Ellados, und wie sie alle heißen (sie sind viele und uneins und untereinander zerstritten, ähnlich wie die römischen Traditionalisten), welche, mit Recht, antiökumenistisch eingestellt sind, hassen die römische Kirche.
      Auch die evangelikalen Großkirchen gehen in das Netz des falschen Roms, ins Netz der ökumenistischen Weltkirche mit ihrem verfälschten, sozialen Evanglium.
      Nur bibeltreue oder bibeltreu sein wollende Gruppen widerstehen dem antichristlichen Sog. In Deutschland sind das Evangelikale wie Lothar Gassmann, Rudolf Ebertshäuser, Wilfried Plock, …
      Man kann fragen: wem dient das alles?
      Die innerchristliche Ökumene (falsche Ökumene, da unter Ausschluss der Wahrheit, für die frühere Generationen, zu recht oder zu unrecht, mit Blut bezahlten) ist nur ein Zwischenschritt zur Ökumene der Religionen.
      Die Revision des Verhältnisses der römischen Kirche seit Vaticanum 2 zum (talmudisch-antichristlichen) Judentum und die Forcierung der Gemeinsamkeit mit ihm lässt mich vermuten, dass das Christentum in eine noachidische Weltgemeinschaft umfunktioniert werden soll. Ich habe darauf schon in anderen Kommentaren angespielt und bitte, das ernstzunehmen und selbst weiterzuforschen, und zwar auf deren eigenen Websiten (zB hier: http://www.en.noahideworldcenter.org/, http://www.noahidenations.com/). (Der falsche jüdische Messias wird die Religionen abschaffen, insbesondere und vor allem das trinitarische Christentum, und die Widerspenstigen gemäß Mische Tora mit dem Tode bestrafen.)
      Im Licht der Offenbarung des Johannes zielt dieser ganze religiöse Einheitsprozess auf die weltweite Anbetung Satans in der Gestalt des Antichrists hinaus. Dieser Prozess wird mit Zuckerbrot und Peitsche vorangetrieben.
      Satan kann die Menschen, die von Gott frei geschaffen wurden, nicht zur Anbetung zwingen. Er will unsere f r e i e Z u s t i m m u n g , und wir müssen gewärtig sein, dass die endzeitliche Verführungsmacht (deren Zentrum das apostasierte Rom ist) groß und stark ist.
      Schlusssatz folgt

      • Schluss
        Ich kann nur immer wieder den Satz aus der Offenbarung in Erinnerung rufen, dass jene die Bewährten, die Heiligen sein werden, die den Glauben an Jesus und die Gebote Gottes bewahren (alle Gebote – in der von Gott gegebenen Form, nicht in „katechetischer“ Anpassung).

  8. Das gemeinsame Gebet, wenn auch einzeln gesprochen, stand nicht nur unter dem Verdacht des Synkretismus, sondern es war eindeutig Synkretismus. Der Gott der heutigen Juden, die explizit Christus ablehnen, ist nicht unser Gott der Dreifaltigkeit. Und der Gott des Moslems ist kein Gott, sondern ein Götze. Ein solches Gebet, das u.a. falsche Götter anfruft und sie um den Frieden bittet, ist in keiner Weise mit dem ersten Gebot des Dekalogs vereinbar: „Du sollst keine fremden Götter neben mir haben.“ Es ist ein extremer Frevel an einem unserer höchsten Fest, wie die Anbetung des Goldenen Kalbes in der Wüste.
    Und es waren nicht nur drei Götter, es war auch eine ganz andere Vorstellung von Frieden. Das wurde in dem Text aus dem Koran eindeutig klar. Jeder, der ein weing vom Islam weiß, konnte ohnehin darüber keinerlei Zweifel haben. Frieden im Islam gibt es nur, wenn alle Kufars (Ungläubige und Lebensunwerte) vertilgt sind. Von diesem unheiligen Frieden kann sich jeder ein Bild machen, wenn er nach Syrien, zum Irak und nach Nigeria schaut. Es ist wie ein Verrat durch den obersten Repräsentanten der Christenheit.

    • Ich kann das allmählich nicht mehr hören. Was glauben Sie denn eigentlich, zu welchem Gott der Jude Jesus gebetet hat? Es kann doch überhaupt kein Zweifel bestehen, dass der Gott der Juden auch der Gott der Christen ist.

      • Lesen Sie bitte im Neuen Testament: „Niemand kommt zum Vater außer durch mich“ (Joh 14,6 b). Das sagt Jesus, und es gilt für die Juden, die Christus nicht annehmen. Und weiter: „Wer mich hasst, der hasst auch meinen Vater“ (Joh 15, 23). Und Johannes sagt: „Werden Sohn leugnet, der hat auch den Vater nicht“ (1 Joh 2,23). Wollen Sie auch davon nichts mehr hören?

  9. Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, mich über Bergolios Eskapaden nicht mehr aufzuregen, aber kaum ist die letzte Clownerie zu Ende, folgt schon die nächste: Als erster „Papst“ seit Jahrzehnten wird er nicht die Fronleichnamsprozession halten. Kurios ist die Begründung: Er möchte nicht, dass die Aufmerksamkeit vom Allerheiligsten abgelenkt wird. Da dürfte wohl eher das Gegenteil der Fall sein: Er beürchtet wahrscheinlich, dass es vereinzelte Jubelkatholiken gibt, denen wenigstens an Fronleichnam das schlechte Gewissen schlägt und die deswegen die Klappe halten und nicht in Jubelchöre für Bergoglio ausbrechen.
    Übrigens: Die Messe vorher hält er- fährt dann mit dem Auto zum Endpunkt und spendet dort den Segen. Das öffentliche Bekenntnis zu unserem Herrn Jesus Christus in der Prozession aber unterläßt er. Scheinbar haben seine Kumpane kapiert, dass sie diesmal auch nicht auf die Kniebeschwerden ihres Herrn und Gebieters setzen können, denn schon S.H. Papst Johannes Paul II und S.H.Papst Benedikt XVI haben die Prozession auf einem offenen Wagen vor dem Allerheiligsten knieend gehalten. Es ist aber schon wichtig, dass wir sehen, wie es mit der angeblichen Demut Bergoglios bestellt ist- alles leeres und hohles Blabla. Ich bin gespannt, wie das jubelnde Begoglioanbetungsvolk die neuerliche Eskapade rechtfertigen wird.

    • Es wurden 25 „Befehle“ der Freimaurer an die Kirche des Konzils bekannt, darin heißt es in Nr. 2: „Die lateinische Sprache ist sukzessive abzubauen, die Kniebeuge und das Niederknieen in der Kirche sollen nicht mehr erlaubt werden.“ Das gehört offensichtlich zum Programm des Papstes. Trotz einer sehr komfortablen Kniebank und zwei Assistenten, die ihm hätten beistehen können, gab es keinerlei Niederknieen von F., nicht einmal eine Verneigung vor dem höchsten Herrn der Welt.

      • Ich hätte es gut gefunden, wenn sich die zwei Assistenten wie alle anderen Anwesenden vor dem ausgesetzten Allerheiligsten niedergekniet hätten – dann hätte Bergoglio allein da stehen können.

  10. Ihr Lieben, ich bin verwirrt! Wo oder was ist die Kirche, welche Christus gründete und in der man sein sollte? Ich bin Freikirchler und merke, sola scriptura kann es nicht sein. Also bleibt die kath. Kirche wegen dem Lehramt. So ist es frühgeschichtlich überliefert. Aber was da in Theologie und im Vatikan abgeht ist schrecklich! Bischöfe, die die Lehre ablehnen, Priester, die sich gegen die Kirche stellen usw. Ein Papst, der mit Vertretern des Islams betet und nicht für Klarstellung sorgt, als der Imam abweichend vom Protokoll Verse aus dem Koran betete, die eindeutig Gewalt legitimieren! Und dann Nostra aete (oder so), im dem der Islamgott mit unserem Vater gleichgestellt wird!
    Falls jemand Antworten hat, dann bitte her damit.
    Wo oder was ist die Kirche, die Jesus gründete, die nicht untergeht, bis er wiederkommt und welche die Lehre bewahrt und in der man sein sollte? Sind es etwa die Piusbrüder? Oder doch lieber zurückgezogen fern von jeglicher Organisation mit der Bibel?

    • Ja, die heutige Zeit ist verwirrend. Ich freue mich für Sie, dass Sie zumindest in einigen Bereichen klar sehen: „sola scriptura kann es nicht sein …“

      Die Kirche, die das Lehramt und die Tradition hat, ist die katholische Kirche. Es ist eine sichtbare Kirche, in der es aber viele fehlbare Menschen gibt. Auch heute noch ist sie sichtbar, wenn auch oft unter Schlamm und Schmutz verborgen. Dieser sichtbare Teil der Kirche ist aber nur der kleinere Teil, daneben gibt es die triumphierende Kirche (die Heiligen im Himmel) und die leidende (im Fegfeuer). Die Kirche, in die Sie sich gerufen fühlen, ist auch nicht nur die Kirche unserer Tage, Sie werden – Gott möge es Ihnen gnädig schenken – in die Kirche des 18., des 16., des 3. Jahrhunderts (usw.) konvertieren. In die ewige Kirche, die nicht in menschlichen Zeiten denkt, sondern in Jahrhunderten. Auch wenn es für uns eine schwierige, verwirrende, notvolle Zeit ist, die wir erleiden – für die Kirche ist es nur eine kleine Episode. Sie wird vielleicht noch mehr verdunkelt, kaum noch erkennbar sein – aber Sie wird niemals untergehen (Sie kennen die großartige Verheißung aus Mt. 16,18).

      Die Piusbruderschaft ist eine der wenigen Orte, wo noch die Fülle des katholischen Glaubens gelehrt und gelebt wird, aber durch ihre Geschichte und Struktur hat sie auch Probleme mit einer übermäßigen Enge und Antihaltung. Sie ist nicht DIE katholische Kirche und versteht sich auch nicht so! Für manche ist es ein Weg, vielleicht besonders für treue Katholiken, die zu viel Liturgiemissbrauch und Verletzungen in ihren Pfarreien erlebt haben.

      Wenn ich Ihnen etwas raten darf: Lernen Sie den Glauben der Kirche kennen, wie die Menschen vor dem II. Vatikanischen Konzil ihn gelernt haben, durch den alten Katechismus (von Pius X. oder den römischen). Lesen Sie die „alte“ katholische Bibel, unbedingt mit Erklärungen (z. B. Allioli), gehen Sie in die überlieferte Messe und lesen Sie auch dafür die entsprechende Literatur (Michael Fiedrowicz), suchen Sie sich einen guten, gläubigen, heiligmäßigen Priester, der Ihnen den Weg zeigt. Gehen Sie mutig voran, aber setzten Sie sich nicht unter Druck, alles braucht seine Zeit. Und vor allem: Beten Sie viel vor dem Allerheiligsten und, wenn Sie es schon können, beten Sie den Rosenkranz und vertrauen Sie sich der Muttergottes an. Sie wird Sie an die Hand nehmen und zu ihrem Sohn in seine Kirche führen.

      Ich wünsche Ihnen Gottes Segen!
      Gladys

    • Ubi Petrus, Ibi Ecclesiam
      Unser Herr Jesus Christus hat Petrus die Schlüssel überreicht (Vollmacht zu lösen und zu binden, den Lehrstuhl der Kirche, das Weiden Seiner Lämmer). Kraft der apostolischen Sukzession geht diese Vollmacht an den Nachfolger Petri.

      Es kann keinen häretischen oder apostatischen Papst geben. Es ist grundsätzlich die Angelegenheit der Kirche über die Tatsache einer Häresie/Apostasie zu urteilen.

      Unbenommen ist es das Gebot der Stunde für jeden Christen wachsam zu sein und zu Beten und dies allezeit.

      Voraussetzung allerdings den überlieferten Glauben zu kennen.

      Lesen Sie die Kirchenväter (unif.ch/bkv Bibliothek der Kirchenväter Universität Fribourg)
      Gottes Segen bei ihrer Entdeckungstour.

    • Lieber HX7!
      Gladys hat Ihnen bereits das Nötige gesagt.
      Wenn man auch den Eindruck haben kann, dass die katholische Kirche nicht mehr nur schlingert, sondern unterzugehen droht –
      es ist da immer noch JESUS CHRISTUS, der uns führt.
      An IHN dürfen wir uns in jeder Lebenslage wenden.
      ER ist unser Heiland, ER hat einen teuren Preis bezahlt.
      Als liebevoller, guter Hirte wird Er seine Schäflein hüten und sie nicht dem Untergang preisgeben, ungeachtet der Qualität von Papst und Bischöfen in Vergangenheit und Gegenwart.
      Davon bin ich fest überzeugt!
      Natürlich haben sie Verantwortung für die ihnen Anvertrauten zu tragen.
      Ob alle dieser großen Aufgabe nachkommen, steht allerdings auf einem anderen Blatt.
      Doch auch wir können Verantwortung übernehmen und uns um den rechten Glauben bemühen.

      Und bedenken Sie bitte – Jesus hatte eine Mutter.
      Wenn es einem evangelischen Mitchristen auch schwer fallen mag, dies anzunehmen:
      Doch wir dürfen sie gern haben, ja lieben, wie Jesus sie mit Sicherheit geliebt hat. Maria ist uns also nicht fremd.
      Jesus hat sie am Kreuz Johannes, also auch uns, als Mutter anvertraut.
      Was haben wir Katholiken doch für reiche Schätze!

    • Die Priesterbruderschaft St. Pius X. ist sicherlich die bekannteste der katholisch-altrituellen Gemeinschaften, jedoch gibt es mit kanonischem Status die Ecclesia-Dei-Gemeinschaften. Unter diesen ist die Priesterbruderschaft St. Petrus recht groß.

    • Ihr habt wunderbar geschrieben, verehrte Mit-Kommentatoren – dem ist ja eigentlich nichts mehr hinzuzufügen (d.h., eigentlich könnte man natürlich noch unendlich viel mehr darüber schreiben, das ‚katholische Universum‘ ist so riesengroß, daß man’s in einem Menschenleben allein gar nicht durchmessen kann; muß man ja auch nicht – wenn man nur den Glauben hat, und die Liebe zu Christus und Seiner Kirche, gerade dann, wenn diese – und damit Er selbst – am meisten verspottet wird; dies zu sehen, schmerzt unglaublich). – Dank sei dem Herrn, daß Er Sie, liebe/r HX7, durch Seinen Heiligen Geist zu dieser Erkenntnis geführt hat; daß Sie unter Seiner Führung durch klares, logisches Nachdenken die Schwelle zur Fülle Seiner Wahrheit überschritten haben – Sie haben den ersten, entscheidenden Schritt ja schon getan! Wenn Sie nur vertrauen und glauben und sich durch nichts davon abbringen oder irremachen lassen, wird Er Sie weiter führen und Sie nach Seinem Willen immer mehr das erkennen und schließlich ganz verstehen lassen, was Sie – und wir alle – wissen müssen, um schließlich Ihn selbst zu schauen von Angesicht zu Angesicht!
      Die Kirche Christi braucht intelligente und glaubenstreue Streiterinnen und Streiter – gerade in dieser Zeit. Es ist wunderbar, daß Sie sich nicht haben abschrecken oder skandalisieren lassen durch das, was wirklich skandalös ist, was jedem Gläubigen schier das Herz zerreißt und die Glaubwürdigkeit der einen Kirche Christi, die Er selbst auf den Felsen, Simon Petrus, gegründet hat, schwer beschädigt. Aber man muß eben durch alle zeitlichen Mißstände ‚hindurchsehen‘, auf den Kern der Wahrheit blicken – und nicht vergessen, daß Er selbst ja gesagt hat, „Ärgernisse werden kommen – aber wehe denen, die sie verursacht haben!“ – Er ist der Herr, Er hat zu Seinen Aposteln gesagt, „Ich werde euch den Geist der Wahrheit senden; Ich werde bei euch sein alle Tage – bis ans Ende der Welt!“

      • Was, wie ich finde, auch eines der Hauptargumente gegen die Theorien der Reformatoren ist, denn, hätten diese Recht, so würde das ja implizieren, daß Er, Christus, Seine Kirche, und mit ihr Abermillionen von Gläubigen so vieler Generationen, entgegen Seiner ausdrücklichen und unfehlbaren Zusage, eben doch, und zwar (mindestens) 13, 14 Jahrhundertelang, völlig hat in die Irre gehen lassen; daß Er etwa zugelassen habe, daß die gesamte Christenheit von Ost nach West, von den indischen Thomas-Christen über die Armenier, Georgier, Syrer, Griechen und Slaven, Ägypter und Äthiopier, bis hin zu den Lateinern im Westen, daß also diese alle, und zwar schon seit frühester Zeit, allesamt dem „grotesken, idolatrischen Irrglauben“, ja „Irrsinn“ verfallen seien, statt Seiner selbst bloß ein Stückchen gesäuertes oder ungesäuertes Brot anzubeten als „Seinen Leib“– was dann ja der reinste Götzendienst wäre; und daß allesamt „fälschlicherweise“ das Apostelamt als bischöfliches bzw. echtes Weihepriesteramt weitergeführt haben, uvm. – Anzunehmen also, daß Christus entgegen Seiner ausdrücklichen, in der Bibel selbst mehrfach aufgezeichneten Zusage, zugelassen habe, daß Seine gesamte Herde fast anderthalb Jahrtausendelang und überall auf der Welt dermaßen in den (dann ja) „götzendienerischsten Irrsinn“ abgeirrt sei (ohne daß es, nebenbei bemerkt, überhaupt irgendeinem jemals aufgefallen bzw. bewußt geworden wäre – präzise bis zum Jahre 1517!?), würde ja bedeuten, Christus selbst (sit venia his verbis!) entweder der Lüge zu zeihen, oder des Unvermögens! Das aber wäre blasphemisch. – Er sagte ja dem Petrus: „Selig bist du, Simon, Sohn des Johannes, denn nicht Fleisch und Blut haben dir dies offenbart, sondern Mein Vater im Himmel – Ich aber sage dir: du bist Petrus, und auf diesem Felsen werde Ich Meine Kirche [Singular!] bauen. Und die Pforten der Unterwelt werden sie nicht überwältigen!“ – Das gilt, mit unfehlbarer Sicherheit! Und Er hat, genau wie Er angekündigt hatte, schließlich Seinen Heiligen Geist auf die Apostel herabgesandt, und dieser hat Seine Kirche niemals verlassen; Er hat sie eben nicht in die Irre gehen lassen! – Er hat aber interessanterweise dem Simon, dem ersten Petrus (was ja ein sozusagen supra-personaler Amtstitel ist), nicht gesagt, daß er selbst oder seine Nachfolger im Petrusamt niemals würden überwältigt werden können – Seine Zusage galt Seiner Kirche selbst, nicht dem Amtsträger. Auch ein Petrus kann also vom Bösen überwältigt werden – d.h. sich durch die Zustimmung seines freien Willens vom Bösen mitreißen lassen; auch Päpste sind Menschen mit freiem Willen und allen auch unguten menschlichen Trieben, zum Bösen fähig; der erste Petrus hat sich jedoch in tiefer Reue wieder bekehrt. Hoffen wir, daß auch die „Petrusse unserer Tage“ sich wieder bekehren werden, jetzt oder in der Zukunft. Ich glaube, unsere Hoffnung ist eine sichere – Christus selbst ist ja die Quelle dieser Hoffnung! Die Wahrheit WIRD siegen, das jedenfalls ist ABSOLUT sicher!!

      • Was die „Reformatoren“ gemacht haben, kann man mit dem zutiefst menschlichen Herumdoktorn an Gottes Lehre zusammenfassen. Die Zahl der Sakramente wurde willkürlich verändert. Das Amtspriestertum abgeschafft. Den Katholiken werden bis heute Vorwürfe gemacht, die offenkundig von Fehlinterpretationen geprägt sind. Der Protestantismus läuft stets auf menschlich verursachten Verfall der Lehre Gottes hinaus.

      • [Korrektur: "Die Kirche Christi braucht intelligente und glaubenstreue Streiterinnen und Streiter" – der, m.E. sowieso ziemlich einseitig definierte, sog. 'IQ' ist ja in Wirklichkeit VOELLIG unerheblich, interessiert NICHT! – JEDER wirkliche Gläubige guten Willens ist doch ein Streiter, eine Streiterin Christi, immer! jede und jeder muß eben nach seinem oder ihrem Vermögen das tun, was er oder sie nur tun kann, mit Seiner Hilfe! ob "praktisch" oder "theoretisch", ob eher kontemplativ oder aktiv-katechetisch, egal – jeder muß Zeugnis geben, wie er oder sie nur kann; und vor allem: beten und nicht müde werden, Ihn um Hilfe zu bitten, kann (und muß) jeder! ich glaube, wir müssen kämpfen, an Seiner Seite und unter dem Schutze Seiner allerseligsten Mutter, jeder wie er kann nach seinen Begabungen; Er will bestimmt nicht, daß wir uns ängstlich "verkriechen" oder dem Fatalismus verfallen oder in reiner Passivität verharren (wenn einer etwa aus gesundheitlichen Gründen oder weil's ihm überhaupt nicht liegt, nicht sehr aktiv 'nach außen hin' sein kann - beten geht immer, und ist ebenfalls unendlich wertvoll!); Christus wirkt unser aller Heil ja auch durch Menschen – Er hat Seine Apostel beauftragt, Sein Evangelium allen Völkern zu verkünden und Seine Sakramente zu spenden! wäre es Sein Wille gewesen, so hätte Er ja auch, sozusagen, 'rein-geistig' wirken können; oder eben ein Buch schreiben können, in dem alles klar und deutlich niedergelegt ist, eine Art Lehrbuch, was dann jede/r für sich zu lesen hätte; hat Er aber nicht – Er hat Menschen aus Fleisch und Blut beauftragt! das Christentum ist eben nicht 'biblizistisch', ist keine reine 'Buchreligion', etwa im Sinne des Islam ...]

      • @ Chlodwig: Ja, alles sehr traurig, und auch völlig unlogisch … – und mittlerweile werden uns ja sogar „von uns selbst“ (also natürlich nicht ‚von uns hier‘!^^) diese Vorwürfe gemacht – die Sakramente, die Christus selbst eingesetzt hat zu unserem Heile bewußt heruntergespielt und geradezu schlechtgemacht! Wenn Sie mögen, schauen Sie mal in diesen Beitrag hier, ‚Piusbruderschaft weiht fünf Priester in Deutschland‘, vom 17. Juni. Da hatte ich so eine „Erklärung“ zum Fronleichnamsfest von ‚domradio‘, Erzbistum Köln, zitiert – unglaublich, da stockt einem der Atem, aber wirklich! Und das von einem ja durchaus ‚offiziösen‘, renommierten und bestimmt rege frequentierten Presse- und Informationsorgan immerhin einer der größten Erzdiözesen Europas!

      • GW, das ist zwar richtig, aber bedenken wir auch, dass Glaubensabfall ein wiederkehrendes Muster ist, das die g a n z e Heilsgeschichte durchzieht, auch die neutestamentliche.

      • @ GW

        Es ist erschreckend zu sehen, wie die eigene Glaubenslehre von Modernisten theologisch mehr als fragwürdig dargestellt wird. Es liest sich, als ob die Verfasser sich für den eigenen Glauben schämen. So etwas ist nicht überzeugend, sondern einfach nur peinlich.

      • @ Leo Laemmlein: Aber was wir seit dem Ende des Konzils erleben, von Jahrzehnt zu Jahrzehnt immer schlimmer werdend, hat, finde ich, schon ganz andere „Qualitäten“ als alles jemals Dagewesene; echt apokalyptisch – JPII zum Beispiel sprach noch anläßlich seiner letzten römischen Bischofssynode, glaube 2oo3, erschüttert von der ’schleichenden Apostasie eines ganzen Kontinents‘ – und zwar Europas. Und das war vor 11 Jahren …

        Und noch eine Ergänzung zu meinem Satz „Päpste sind Menschen mit freiem Willen und allen auch unguten menschlichen Trieben, zum Bösen fähig; der erste Petrus hat sich jedoch in tiefer Reue wieder bekehrt“ – also, was ich interessant finde, ist die zeitliche Reihenfolge: Christus kündigte dem Simon die Übertragung der Schlüsselgewalt (Er sprach ja im Futur: „Ich WERDE dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du lösen WIRST, das WIRD […]“) ja erst an, nachdem Simon seinen Glauben bekannt hatte: „Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!“ – notwendige Voraussetzung für die Übertragung der Primatialgewalt ist also das Bekenntnis des (vollen katholischen) Glaubens! Aber Caesarea Philippi war erstmal die Ankündigung des Amtes, noch nicht die Übertragung selbst. Simon verriet den Herrn (und bereute dann bitterlich), als er noch nicht das Petrusamt innehatte. Dies wurde ihm erst nach seiner Reue, nach dem heilbringenden Leiden und nach der glorreichen Auferstehung Christi übertragen, und zwar nachher am See Genezareth (mein‘ ich!? doch – die Szene vom unergiebigen Fischfang etc., Johanneisches Komma, Kap. 21 des Johannes-Evangeliums; genau, ‚See von Tiberias‘ ist der See Genezareth), mit den Worten: „Weide meine Lämmer! Weide meine Schafe! Weide meine Schafe!“

        Und noch @ HX7: Ihre Fragen zielen ins Schwarze – wo (genau) ist (jetzt) die eine Kirche Christi (zu finden)? Die eine Kirche, deren Gründung Christus vor Caesarea Philippi ankündigte und der Seine Zusage gilt; die eine Kirche Christi, die die vier Wesensmerkmale trägt:
        - Einheit (und Einzigkeit)
        - Heiligkeit (trotz Sündhaftigkeit jedes einzelnen!)
        - Katholizität (räumliche und zeitliche Universalität)
        - Apostolizität (nicht nur auf die Apostel gegründet, sondern ’strukturell apostolisch verfaßt‘ – Bischofsamt).
        Meine (äußerst starke) Vermutung: die Kirche Christi ist zur Zeit in Wirklichkeit eine winzig kleine Herde, im Vergleich sowohl zur Weltbevölkerung als auch zu den ‚offiziellen Zahlen‘ (von etwas über einer Mrd.!?). – Kriterium für die Mitgliedschaft sind ja:
        - Empfang der Taufe
        - Bekenntnis des vollen Glaubens der Kirche Christi.
        Daraus folgt ja sofort auch die Bereitschaft, sich der rechtmäßigen, von Christus selbst eingesetzten Hierarchie, also sich den rechtmäßigen[!] Nachfolgern der Apostel zu unterstellen, insbes. dem Nachfolger des hl. Apostels Petrus. Und hier haben viele (so auch ich) ein Problem; ohne volles Bekenntnis des kath. Glaubens kein Petrusamt! Ist Bergoglio legitimer Träger des Amts – bekennt er den vollen Glauben??

      • @ GW

        Unsere Gruppe der traditionellen Katholiken sehe ich als Avantgarde der Kirche. In Prozentzahlen sieht das global etwa so aus: 32 bis 33 Prozent der Menschheit sind Christen im weitesten Sinne. Die Hälfte davon (also etwa 16 bis 17 Prozent) sind Katholiken. Rechnet man nun die Traditionellen in der römischen Kirche und den mit Rom unierten Ostkirchen zusammen, ist vielleicht ein Prozent der Weltbevölkerung praktizierend traditionell katholisch.

  11. Leider ziemlich vieles nicht erkannt, nicht einmal die eigene, christliche Glaubensgeschichte vom Autor dieses Artikels. Wenn man dem Volk der Juden abstreitet, daß es zum wahren Gott betet, ist das nicht nur Unsinn, sondern gefährlicher Unsinn – Auschwitz läßt grüßen. Weiß der Autor das nicht? Oder steckt Absicht dahinter?
    Der germanische Begriff „Gott“ ist der germanische Begriff für den Allmächtigen- nicht mehr.
    Der Name des Einzigen ist JHWH (Jota, He, Waw, He- hebräisch), der sich zuerst dem auserwählten Volk offenbarte, seinen Bund mit Abraham schloß und sie durch die Propheten lehrte. Der (hebräische) Name gilt natürlich auch für die Kirche heißt doch der jüdische Name Jeshouah/Jesus übersetzt so viel wie JHWH rettet. Das sollte eigentlich christliches Allgemeinwissen sein.

    „Allah“ ist semitisch und die hebräische Entsprechung ist El; Micha-el usw.
    El/Allah ist biblisch und man kann den Einzigen mit größerem Recht so bezeichen als mit den nicht-biblischen Begriffen „Gott“, „Deus“ usw.

    Auch für die Christen, das lehrt schon die vorkonziliarische Kirche seit jeher wie auch die nachkonziliarische Kirche (also die immer eine Kirche Jesu Christi), ist Abraham ein Vorbild im Glauben.
    Es ist unklug, anderen den Glauben an den Einen abzusprechen. Das macht traurig.
    Es war klug von Papst Franziskus, daß dieses Gebetstreffen stattfand. Nicht gut war es, daß der Imam (nicht Präsident Abbas war es) dieses Treffen für seine eigenen Anliegen mißbrauchte.

    • Wie die Mehrheit der Pharisäer, Schriftgelehrten und Ältesten des Judentums vor 2000 Jahren Jesus Christus verwarfen, zum Tode verurteilten und den Heiden zur Hinrichtung auslieferten, so verwirft auch das heutige offizielle Judentum Jesus Christus und besteht darauf, dass ihre Väter vor 2000 Jahren recht gehandelt haben. Vor einigen Jahren veröffentlichte ein Rabbi in den USA darüber sogar ein ausführliches Buch, worin er die Berechtigung des jüdischen Todesurteils gegen Jesus bekräftigte.
      Hier das ausführliche Statement von Rabbi Michael Skobac, warum das Judentum Jesus verwirft: Why Jews don’t believe in Jesus – http://www.aish.com/jw/s/48892792.html.
      Sehr geehrter Herr Franzel, glauben Sie mir, die Zeiten sind so, dass wir uns klar entscheiden müssen: für oder gegen Jesus Christus, den Sohn Gottes, den wahren und einzigen Messias Israels, den Erlöser der Menschen und König des Universums.
      Und wenn das so ist, dann müssen wir das Urteil, das der Herr Jesus selbst über die Juden sprach, die ihn verstießen und dem Tode auslieferten, ernst nehmen. Er sagte aber, dass sie keine wahre Gotteserkenntnis haben und Kinder des Teufels sind.
      Wissen Sie es besser als Jesus? Weiß Papst Franziskus es besser?
      Mit einem lauwarmen Bekenntnis zu Jesus als Meister und moralischem Vorbild werden wir nicht durchkommen.

    • Jesus ist als Jude geboren worden. Immer wieder wird er im NT als Rabbiner bezeichnet. Insofern sind Überschneidungen zwischen jüdischen und christlichen Glaubensvorstellungen gegeben. Weitaus problematischer ist es mit dem Islam. Im Koran wird explizit die Trinität geleugnet. Mohammed als Person ist historisch nicht greifbar. Wer meint, Jesus zum „Propheten“ degradieren zu müssen, der eines natürlichen Todes gestorben sei, der erzählt einfach nur groben Unfug.

    • Wäre Papst Franziskus ein Papst (= lat. papa), nämlich seinen Katholiken und den Christen ein geistlicher Vater, dann würde er ihnen helfen, die jüdischen und islamischen Irrtümer über Jesus Christus zurückzuweisen.
      Sie brauchen nur einmal zu lesen, was das Judentum und was der Islam über Jesus Christus schreiben, und zwar seitens ihrer qualifiziertesten Gelehrten.
      Das Internet ist voll davon!
      In der Tat steht Franziskus den Christen aber nicht zur Seite, sondern er erweist sich als Führer in den Irrtum, als großer V e r f ü h r e r.
      Das zu sagen ist schwerwiegend, ich weiß, aber es ist wahr.

  12. Ich glaube, dass die meisten Menschen sich heute nicht der eigentlichen Gefahr solcher „gemeinsamer Gebetsanrufungen“ eines Wesens oder mehrerer Wesen, die einander entgegenstehen, bewusst sind.

    Wem ist klar, dass man nur in größter Reinheit vor Gott treten darf? Dass Seine Heiligkeit und Erhabenheit so groß ist, dass niemand einfach so zu Ihm hinschlappen kann – auch und vor allem der Katholik nicht?

    Dass Er ein gerechter, absolut gerechter Gott ist, dass kein Mensch das Recht hat, Sein Wesen zu definieren oder besser gesagt zu mindern, und das auch noch aus politischen Gründen?

    Was soll herauskommen dabei, wenn man gute und böse Geister im Kollektiv und als Kollektiv anruft? Welcher der Geister wird erreicht mit solchen sinnentleerten – wenn man auf das Heilige hin schaut, so gut man es vermag – Anrufungen? Der gerechte, heilige, absolut erhabene und barmehrzige Gott jedenfalls wird nicht erreicht, sondern förmlich vertireben, denn wie sollte Er sich wohlfühlen in Gemeinschaft mit Abgöttern? Er wurde so vertrieben, abgewiesen, hinausgeworfen.

    F. hat ein geistiges „Simulacrum“ geschaffen. Wenn Jesaja und Jeremia noch klagen darüber, dass das Gotesvolk Götter aus Holz macht und anschließend anbetet, als seine das Götter, wenn sie schreiben: sie haben Ohren und hören nicht, sie haben Augen und sehen nicht… weil sie virtuelle Figuren sind, vom „Mann gemacht“ (lat. vir-tuell). Aber nicht der Mensch macht Gott, sondern Gott hat uns gemacht… Nicht wir schaffen uns den uns passenden Gott, um ihn dann zu lieben und zu vereinnahmen, sondern Gott hat uns gemacht und will unser ganzes Herz und uns lieben, in uns Sein vollkommenes Ebenbild erkennen.

    Wir kennen die ganze Geschichte: nur durch die Opfertat Jesu, nur durch den vollständigen und vollkommen geschaffenen, „vorausbegnadeten“ Menschen Maria, konnte oder besser wollte sich dieser erhabene Gott mit uns so verbinden, dass Er in uns wieder Sein Ebenebild erkennt und wir uns Ihm nähern dürfen.

    Wer dahinter zurückfällt und Religionen huldigt, die genau diese Heilstat in Jesus Christus hassen, töten und verlästern, die IHn nicht als den wollen, als der Er sich uns gezeigt hat, die Ihn auch deshalb nicht wollen, weil Er das Ja einer Frau dazu eingeholt hat und damit die ganze Ordnung der Sünde, die den Mann gegen die Frau und damit gegen sich selbst aufgebracht hat, mit einem Federstrich gestürzt und Seine ursprüngliche Absicht mit den Menschen wiederhergestellt hat, der begeht die schwerste Sünde: bewussten Glaubensabfall, Verleugnung dessen, was er in den Sakramenten einmal gekostet hat!
    Sie huldigen einem Gott, wie ihn der Mensch sich unter Sünde vorstellt: ein militärisch erfolgreicher Gott, dem Machtstreben des Mannes verpflichtet und die Frau herabsetzend. Der Mann, der die Frau herabsetzt, setzt automatisch sich selbst herab und hasst auch den Mann.
    Die Folgen: Hass, Krieg, Gewalt, Bitterkeit, Machtgier, Moralismus, Härte.
    Diesem „abrahamitischen Geist hat F. sich nun verschrieben.

  13. Wie schon die interreligiösen Gebete Papst Johannes Pauls II. die Golfkriege nicht verhinderten, so wird auch der „monotheistische“ Pfingstfrevel von Papst Franziskus keine Kriege verhindern, sondern: „Wenn sie sagen: Friede und Sicherheit! dann kommt ein plötzliches Verderben über sie, wie die Geburtswehen über die Schwangere; und sie werden nicht entfliehen“ (1 Thess 5,3).

  14. Die Religion von Abraham, Ismail und Qatura:

    Der Vorbeter (= Imam) Jamal Abu Alnoud, der dem in dem 70-er Jahren des 20. Jahrhunderts erfundenen Volk der Palästinenser angehört, hat an Pfingsten 2014 im Vatikan nachweislich den Vers 286 aus der 2. Sure al-Baqara gebetet: “Du bist unser Schutzherr! So verhilf uns zum Sieg über das ungläubige Volk!”

    Der Präfekt der Glaubenskongregation Ludwig Kardinal Müller am 6. Januar 2007 zu Allah:

    http://www.kath.net/detail.php?id=15640

    06. Januar 2007, 13:30

    ‚Die Muslime und die Christen glauben nicht an denselben Gott‘

    Bischof Müller zum Hochfest der Erscheinung des Herrn: Bischöfe, Priester und Religionslehrer, die den Mut aufbringen, den katholischen und christlichen Glauben unverkürzt zu bekennen, werden als Fundamentalisten und Erzkonservative verschrien.

    Da Gott-Allah in der muslimischen Religion im Gegensatz zum dreifaltigen Gott und der Fleischwerdung des ewigen WORTES von den Anhängern der Lehre des Mohammed erkannt und verehrt wird, ist er nicht identisch mit dem Gott und Vater Jesu Christi, dem einzigen Mittler zwischen Gott und den Menschen. Die Muslime und die Christen glauben nicht an denselben Gott. Obwohl es nur einen Gott gibt, lässt der prinzipielle Gegensatz im Gottesglauben ein gemeinsames Gebet nicht zu. Ein Christi kann daher im persönlichen Gebet und im öffentlichen Gottesdienst der Kirche, etwa einem Wortgottesdienst und einer Andacht, gemeinsam auch mit Christen anderer Konfessionen beten, aber prinzipiell niemals mit Angehörigen einer Religion, die ein unvergleichbar anderes Gottesverständnis haben. Aber kann man dafür nicht das Beispiel von Päpsten nennen? Nein, die Päpste Johannes Paul II. und Benedikt XVI. haben bei dem Treffen religiöser Autoritäten in Assisi und beim Besuch in der Blauen Moschee von Istanbul keineswegs mit Nichtchristen und schon gar nicht auf eine nichtchristliche Art gebetet. Denn etwas ganz anders ist es, Respekt zu zeigen vor den Menschen eines anderen religiösen Wahrheitsgewissens als mit ihnen auf der Grundlage einer von Menschen konstruierten Allgemein-Religiosität einen nur gedachten Einheitsgott zu verehren.

    Der Oberrabbiner von Rom, Dr. Riccardo de Segni, verweigerte sich diesem “Gebet”

    Seine Abwesenheit wurde von der italienischen nationalen Medien, die nur selten jüdische Themen abdecken, breit kommentiert. Dabei oblag es der einflussreichen konservativen Zeitung „Il Foglio“, Di Segni für seine Entscheidung zu loben. Bereits in der Juni-Ausgabe der „Pagine Ebraiche“ hatte Di Segni die gemeinsamen Gebetstreffen für den Frieden kritisiert. Was der Papst jetzt im Vatikan plane, sei „rätselhaft und sogar gefährlich“.

    Der Orientalist zu Allah und den Juden:

    a) Die Juden glauben an den G’tt Abrahams, Isaaks und Jakobs, während die Muslime/Araber an Allah glauben, dem sie zuschreiben, sie von Abraham, Ismail und Qatura abstammen zu lassen. Dazu gibt es eine Reihe vom Geschichtsfälschungen, die sich bis heute z. B. darin widerspiegeln, dass die arabischen Beduinen auf einer eigenen urzeitliche Abstammungslinie beharren und Ismail strikt als Erzvater ablehnen.

    b) Wenn die Rabbinen zustimmen, mit den Muslimen den Urvater Abraham zu teilen, dann ist das ein schlichter Verrat an der Thora. Denn an mehreren Stellen der Bibel ist von Ismail als dem Feind Israels die Rede, der nichts anderes als die Auslöschung des G’ttesvolks im Auge hat. Speziell ist auf Psalmen 83, 5-8 hinzuweisen, wo es heißt: „Sie sagen: Kommt, wir tilgen sie aus, dass sie kein Volk mehr sind, des Namens Israel werde nicht mehr gedacht, Einmütig haben sie sich beraten, einen Bund gegen DICH zu schließen: Die Zelte Edoms und die Ismaeliter, Moab und die Hagariter (Araber), Gebal und Ammon und Amalek, Philistäa (Palästinenser) samt den Bewohnern von Tyros“.

    c) In der großen Mohammed-Biographie von Prof. Tilman Nagel kann man minutiös belegt nachlesen, wie die Legende von Abraham und seinem Sohn Ismail, die die Kaaba erbaut haben sollen, und dann Isaak als zu opfernden Sohn verdrängten, entstanden ist. Es handelt sich hier um einen in mehreren Generationen laufenden Übergang der Herrschaft über Mekka auf Mohammeds Sippe (Quraischiten) bei der die vorher herrschenden Jemeniten ihren Anspruch auf Ismail verloren haben. Wie immer war auch hier eine Menge Geld im Spiel, weil die Jemeniten sowohl die Handelswege als auch den Kult in Mekka kontrollierten und den Neid der Quraischiten erregten.

    Es ist wichtig, dass man Kenntnis von diesem diametralen Unterschied hat und entsprechend sehen kann, wie gigantisch und dies auf höchster Elitenebene gelogen und mit den passenden Floskeln das Volk verdummt wird. Den größten Verlust bei dieser Einheitsmaskerade erleiden die Juden, weil sie die Quelle des gesamten Stoffes sind. Im übrigen haben die Muslime keine Ahnung von den noachidischen Gesetzen, deren Beachtung es bekanntlich bedarf, um als Gerechter zu gelten. Der größere Teil dieser Verbote dreht sich im Islam um Erlaubnisse bzw. Gebote, zu denen unter anderem die koranische Anweisung gehört, wenn keine Gefahr für das eigene Leben besteht, Juden und Christen nicht nur zu berauben, sondern auch zu töten.

  15. @Katharina: ich habe mir die Predigt von Kardinal Müller, damals Erzbischof von Regensburg, durch Ihren freundlichen Hinweis darauf, angesehen. Und seine Worte sind fraglos sinnvoll.
    Gleichzeitig lese ich die Erklärung „Nostra Aetate“ zu den Moslems und frage mich, was nun stimmt oder nicht stimmt. Beides, die Erklärung vom heutigen Herrn Kardinal Müller und die Worte in diesem Konzilsdokument, schließen sich aus.
    Man könnte nun sagen, daß die Erklärung des Konzils irrig sei. Aber es stellt sich die Frage, warum seit dem Auftreten des Islam im 7. christlichen Jahrhundert dieser nie als Irrlehre be- und verurteilt wurde. Und was wurde nicht alles zur Irrlehre erklärt!
    Für mich sind die Moslems vergleichbar mit den Samaritern, die getrennt von den damaligen Juden den Einen auf ihre Weise anbeteten. Jesus hatte sie ja nicht verurteilt, sondern versucht, Samariter wie Juden zu einem besseren und dem vollständigen Gottesverständnis zu führen, zum Glauben an Ihn, der allen Menschen soz. den „ganzen Gott“ offenbarte.

    • Franzel,

      Sie sind einfach nicht gut informiert. Der Islam wurde als „Lehre des Teufels“ betrachtet. Hören Sie hier Worte Urbans II, als er zum Kreuzzug aufrief:

      „In dem Tempel, aus welchem Christus die Kaufleute vertrieb, damit das Heiligtum nicht verunreinigt würde, wird jetzt des Teufels Lehre öffentlich verkündet.“ (1095)

      Man kann dazu noch viel sagen – aber der Islam galt stets als Ketzerei. warum sonst der erbitterte Kampf des christlichen Abendlandes gegen die Versuche der Mohammedaner, sich Europa unter den Nagel zu reißen, warum der Kampf in Spanien, die Reconquista, warum Tours und Poitiers, warum die Abwehr gegen die Türken, warum erhielöt der „Türkenlouis“ wohl das „Goldene Vlies“ als „retter der Christenheit“.

      Ich bitte Sie – ich weiß, dass man das heute alles unterdrückt und lächerlich macht, aber „Glaube Mahomets“ galt von Anfang an als Irrlehre!

    • Schon die frühesten christlichen Zeitgenossen, insbesondere der hl. Kirchenvater und Kirchen l e h r e r Johannes von Damaskus, der den Islam aus unmittelbarer Anschauung kannte (lebte am Hof des Kalifen von Bagdad), verurteilten den Islam mit strengen Worten genau als das, was Sie -wohl aus Unwissen- in Abrede stellen: als Irrlehre. Und so blieb es die gesamte Zeit der Kirche hindurch: Theologen, Heilige, Päpste, Konzilien haben den Islam als Irrlehre verurteilt. Und wie sollte es anders sein, denn seit Mohammed hat der Islam sein Wesen nicht verändert und kann es gar nicht. Prof. Adelgunde Mertensacker (+) hat darüber eine Broschüre zusammengestellt mit dem Titel „Der ISLAM im Zeugnis von Heiligen und Bekennern“ (für wenig Geld erwerblich). Was der Vatikan und die Päpste seit 50 Jahren über den Islam sagen, ist unter aller Diskussion und Würde. (Tut mir leid, aber ich finde dafür nur die biblische Erklärung der geistigen Hurerei.)

  16. Sehr empfehlenswert zum Thema ist auch das Buch eines Schülers unseres verehrten deutschen Papstes, des 2009 verstorbenen Priester und Missionswissenschaftlers

    Prof. Dr. Johannes Dörmann:
    Johanns Paul II – Sein theologischer Weg zum Weltgebetstag der Religionen in Assisi

  17. Sehr geehrte Zeitschnur und sehr geehrter Leo Lämmlein.
    Sie können davon ausgehen, daß ich kein Befürworter des Islam bin.
    Ich nehme alles, was Sie hierzu sagten, dankbar auf und zur Kenntnis. Mir ist bekannt, daß es fast von Anfang an militärische Abwehrkämpfe der Christen gegen den Islam, der auch sehr viel mit Politik zu tun hat, gab und gibt. Es war ja sehr bedeutend, daß der Franke Karl Martell die Araber hinter die Pyrenäen drängte und seitdem bis zum Jahre 1492 die ganze iberische Halbinsel wieder für die Kirche und die Christenheit zurückgewonnen wurde.
    Allerdings gabs auch gerade in Spanien im Mittelalter viele Religionsgespräche zwischen Christen, Moslems und Juden. Es war da von kirchlicher Seite nie die Rede davon, daß die Moslems keine Anbeter Gottes wären, denn auf ihre Weise sind sie ja Anbeter Gottes. Vergleichsweise sind die meisten Christen Mittel- und Westeuropas heute keine Anbeter Gottes.
    Der Islam leugnet weitestgehend das Evangelium und fragt sogar, warum Gott einen Sohn habe oder brauche. Es ist für sie undenkbar, daß der Sohn Gottes, der Gott ist, in die sündige Welt gekommen sein soll und als größtes Ärgernis am Kreuz sterben könnte oder konnte. Das ist für sie nicht nachvollziehbar.
    So und so ähnlich argumentieren ja die Moslems. Für mich sollen die Moslems glauben oder nicht glauben und denken, was sie wollen. Für mich gilt: ich bekenne Jesus als den Messias, als den Sohn Gottes… und als den Gekreuzigten und Auferstandenen, der kommen wird in Herrlichkeit und richten wird die Lebenden und die Toten.

    Ich finde, man kann den Moslems ihren speziellen Glauben an den Einen, so wie sie Ihn sehen oder kennen, nicht absprechen. Das ist und wäre für mich auch vertane Zeit. Die Kirche hat jedenfalls auf keinem Konzil den Glauben der Moslems als Irrlehre verurteilt, wohl aber einzelne oder gar viele Stellen aus dem Koran als falsch deklariert.

  18. CHISTUS ist Herrscher nicht nur über unsere Erde-Planet Erde.Er ist auch König des WELTALLS…Die moderne Astrophysik zählt über 200 Milliarden Galaxien,Zu meinen,Gott würde sich nur um unsere winzige Welt kümmern,und dies 24 Stunden am Tag,der Irrt gewaltig.Wir müssen Gott viel grösser Denken.

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