Benedikt XVI.: Papst Johannes Paul II. war ein Heiliger

„Daß Papst Johannes Paul II. ein Heiliger war, ist mir in den Jahren der Zusammenarbeit immer neu und immer mehr klar geworden.“ Das sagte der Papst Benedikt XVI. in einem Interview. Der polnische Papst habe „nicht nach Beifall gefragt und sich nicht ängstlich umgeschaut, wie seine Entscheidungen wohl aufgenommen würden“. Vielmehr sei er bereit gewesen, „auch Schläge auf sich zu nehmen“. Benedikt weiter: „Der Mut der Wahrheit ist in meinen Augen ein erstrangiges Kriterium der Heiligkeit.“ Der emeritierte Papst äußerte sich gegenüber dem polnischen Journalisten Wlodimierz Redzioch.

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11 Kommentare

  1. „Der Mut der Wahrheit ist in meinen Augen ein erstrangiges Kriterium der Heiligkeit.“

    Ja, das stimmt, aber ist es denn ein Zeichen von Wahrheit – quae est Christus – Christus den Herrn auf eine Stufe mit den falschen Religionen zu stellen? Ein Buch zu küssen, in dem die Gottheit Christi geleugnet wird? Den hl. Johannes den Täufer zu bitten den Islam zu segnen? Irrige Thesen (Allerlösungslehre) zu vertreten? Freimaurer (B‘nai B‘rith) zu empfangen? Et cetera, et cetera!

    Wollte Kardinal Ratzinger zur Zeit des ersten Assisi-Treffens noch seinen Rücktritt einreichen, ist er zu diesem Treffen mit dem Rücken gen Assisi gefahren (im Zug entgegen der Fahrtrichtung, symbolische Haltung), so hat er jetzt eine 180°-Wendung eingelegt, die der traurige Abschluss einer Etappe der Identitätskrise des Papsttums nach 1965 ist und die mit Papst Franziskus eine neue Etappe begonnen hat.

    Möge der heutige Tagesheilige, der hl. Papst Cölestin V., im Übrigen der Papst, der als erster vom Papstamt zurückgetreten ist und das „Vorbild“ für Benedikt XVI. war, vom Himmel aus seinem Nachfolger den Kopf zurechtrücken.

  2. Zwei Heilige, Johannes Paul II. und Kardinal Ratzinger gegen den Geist des Konzils.

    Heilige Männer, die „wir“ im Stich gelassen haben. Mea culpa.

    Assisi: Wir haben gestritten, statt durch Gebet und Opfer Einzelnen aus ihrem geistigen Gefängnis heraus zu helfen.

    Papst Franziskus – auch ein Heiliger? Leicht möglich!

  3. „Papst Franziskus – auch ein Heiliger? Leicht möglich!“
    Nein, völlig unmöglich! Aber vielleicht war Ihre Aussage ja ironisch gemeint.

    • Sie machen deutlich, dass Sie Papst Franziskus nicht mögen. Das sei Ihnen zugestanden. Aber woher nehmen Sie die Sicherheit zu wissen, was Gott von ihm hält?

      • Johannes Paul und vor allem Benedikt sind heilige Päpste. Da sind wir uns wohl einig. Franziskus ist ganz anders: Statt den Glauben und die Kirche zu stärken, schwächt er sie, relativiert er die Lehre. Seine schlimmsten Fehler und Zweideutigkeiten wurden hier ausführlich dargelegt. Am verheerendsten ist seine Personalpolitik, ein Abbruchkommando, das seines Gleichen sucht. Der von ihm geförderte Nunzio Galantino dürfte hier stellvertretend für all die anderen skandalösen Ernennungen stehen. Fromme oder im Lebensschutz engagierte Bischöfe und Kardinäle wurden degradiert und abgeschoben. Dafür werden kirchenfeindliche Gruppen oder Personen hofiert. Ich sehe da beim besten Willen kein Wirken des Himmels.

    • Mit Vor-Urteilen stehen Sie hier ja nicht allein da.

      Aber zum Urteil braucht es mehr, als ein paar Fetzen herausgesuchter Worte. Soeben lese ich die Ernennung Kard. Brandmüllers zum Außerordentlichen Gesandten für das 450. Konzilsjubiläum in Trient am 1. Dezember 2013.

      Absolute Bestätigung von Trient und unter Berufung auf Benedkt XVI. Hermeneutik der Erneuerung verbunden mit dem Vaticanum.

      Darf ich Sie darauf hinweisen, daß alle Abspaltungen von der Römischen Kirche sich auf die Schrift berufen. Genau die gleiche Taktik wird zum Mißbrauch des Vatikanischen Konzils benutzt. Willkür, die aus einer protestantisierenden Ökumenistenbewegung heraus in die Versammlung eingeschleppt wurde. Ich bin versucht, zu sagen, daß der Geist Martin Luthers der Geist des Konzils ist.

      Will jemand behaupten, daß die Ablehnung von Humanae vitae sich aus den Konzilstexten herleiten läßt?

  4. Ein Heiliger im Sinne der konziliaren Kirche mag Johannes Paul II gewesen sein, die katholische Kirche hätte ihn und seine Aussagen bis 1958 mit Sicherheit indiziert. Der Verewigte mag persönlich ein subjektiv frommer Mann gewesen sein – de occultis non iudicat praetor – über sein verheerendes Wirken auf dem Stuhle Petri werden auf Erden wohl einmal andere richten – im Himmel wurde schon gerichtet, und ich bin mir nicht sicher, ob es mit dem Urteil Bergoglios compatibel war!

    • Wir müssen akzeptieren, dass auch Heilige Fehler und Schwächen haben. Das beste Beispiel sind die Apostel, die bis auf eine Ausnahme, nicht mal unter dem Kreuz Jesu zu finden waren. JPII stand in wesentlichen Fragen wie ein Fels (Paul VI im Prinzip auch), und die Richtung stimmte, was ich bei Franziskus so nicht behaupten würde. Wenn ein Gott verbundener und intelligenter Mann wie Josef Ratzinger von der Heiligkeit seines Vorgängers überzeugt ist, dann sollte niemand sich anmaßen ein anderes Urteil zu fällen.

      • JPII war in den Fragen des Lebensschutzes (Abtreibung, „Euthanasie“, Klonen etc.) absolut treu, aber nicht in Fragen des Glaubens (Wollen Sie Beispiele?). Der Fels glich hier eher einem Sandhaufen. Welche Richtung soll gestimmt haben?

        Und nur weil Kardinal Ratzinger von der angeblichen „Heiligkeit“ seines Vorgängers überzeugt ist (= subjektive Meinung) muss niemand in der Kirche derselben Meinung sein (Kirche ist keine Diktatur!), zumal er nicht mehr Papst ist und diesbzgl. keine Autorität hat.

    • Ja und Nein, das Konzil ist zwar nur ein Pastorales gewesen, aber wird von „Rom“ quasi zum Dogma erhoben und zwar um seiner selbst willen.
      Fragt man warum und weshalb das so ist kommt Nichts, ausser heisser Luft und viel pseudotheologisches Geschwafel, was nicht selten in Dampfplauderei endet.
      Von Aufbrüchen und Brücken wird gefaselt, was das konkret ist, weiss niemand, die Kirchen sind leer, eine einheitliche Liturgie sucht man vergebens kurz, es macht jeder was er will, keiner was er soll (incl. Franziskus) aber alle machen mit.
      Seien wir ehrlich, natürlich hat Past Joh.Paul II seine unschätzbaren Verdienste, allein der Kampf mit der deutschen Klerisei war herrausragend.
      Seine Reisen, bitteschön, er wollte ein Paulus sein, aber warum die katastrophalen Zeichen in Richtung Ökumenismus und Islam?
      Dazu war die Kehrseite seiner Reiserei, dass in Rom der innere Kirchenkern immer mehr erodierte, was Kard. Ratzinger versuchte aufzuhalten, aber wie man jetzt sieht, sind diese Kräfte so stark, er hatte zu keinem Zeitpunkt eine Chance.
      Er ist ein riesengrosser Theologe, der niemals hätte Papst werden dürfen, denn dort hätte es mehr politisches Format und mehr Mut bedurft, um den renitenten Klerus in seine Schranken zu weisen.
      Seine lobenswerten Versuche sind ihm ins Gesicht geschleudert worden, man beachte das klägliche Scheitern seiner „Pro-Multis Initiative“ an der totalen Ignoranz des Klerus (ein Wort von Bischof Lehmann reichte und die Sache war für Deutschland erledigt).
      Dann die Rücknahme der Exkommunikation von FSSPX! Was aber hat das dumme politische Geschwätz des Bischofs Williamson mit der theologisch fundierten und längst überfälligen Rücknahme dieser von Joh.Paul II durchgeführten Unsinns-Entscheidung zu tun?
      Überhaupt nichts, aber Benedikt steht heute im falschen Licht, dass Holocaust-Leugnung und klerikale Integration zusammengehören.
      Unglaublich.
      Und was den guten Benedikt geritten hat, bei der „Theologie des Vat.II“ von einer Hermeneutik der Kontinuität zu reden ist mir schleierhaft.
      Natürlich sind vele Passagen nicht schlecht, aber die Häretiker und Schismatiker berufen sich auf die kritischen Passagen um die Kirche quasi mit dem Konzil neu (modernistisch) zu gründen.
      Was ist daran eine Kontinuität?
      Nein, weder Joh XXIII, noch Paul VI oder Joh. Paul II sind Heilige, sondern letztlich vor allem Vollzieher des grössten Irrtums der Kirchengeschichte.
      Zum Glück ist die Begriffsauffassung von „Heilig“ inzwischen so weit heruntergekommen, wie die Kirche selbst.
      Man ist schon ein „Heiliger“, wenn man die Champions-League gewinnt, also der Titel hat wenig Inhalt.
      Schade nur um die vielen wirklichen Heiligen, aber deren Bedeutung kennt niemand als Christus und da ist es auch am besten aufgehoben.
      Das jüngste Gericht steht vor der Tür, aber wird der Menschensohn noch Glauben vorfinden, wenn er kommt?

  5. „Das Konzil ist ein Pastorales gewesen…“

    Wie oft tröstet man sich damit noch? Es ist ein Verkennung der Realität. Denn die „Pastoralität“ ist an sich doch schon der totale Umbruch, das „Neue Pfingsten“, der „Zweite Abenmahlssaal“ und die „lux superna“, von denen Johannes XXIII. als erster faselte, und dessen Vokabular keiner so penetrant übernahm wie Johannes Paul II.

    Die Proklamation dieses Superdogmas hängt daran, dass man es für ein neues Pfingsten, einen neuen Abendmahlssaal und erzeugt durch ein übernatürliches Licht betrachtete. Johannes XXIII. ebenso wie Johannes Paul II. sahen hier „Kontinuität“ in dem Sinne, dass es nach dem ersten Pfingsten ein zweites gebe, nun, heute, aggiornamento, und ab jetzt gilt das nicht mehr, was bis dato galt, allenfalls in transformierter, eben erneuerter, pfingstlicher Manier.

    Es ist m.E. total naiv, das nicht ernstzunehmen und sich auf das „pastorale Konzil“ herauszureden, das man ja irgendwann klammheimlich inefach übergehen könnte, weil es ja kein Dogma verkündet hat.
    Das Dogma dieses Konzils ist, dass ab jetzt keine Dogmen mehr verkündet werden, das das Zeitalter der Dogmen und Definitionen vorbei ist und dies mit allen Konsequenzen durchgezogen wird, bis jede Erinnerung an die mentale Auffassung der alten Dogmen, dem depositum fidei in der Auffassung des ersten Zeitalters ausgelöscht sein wird. Nichts kann die Amtskirche mehr freuen, als das Traditionsreservat, das genau das nicht erkennen will und auf seinem Rettungsboot der traditionellen Priesterbruderschaften immer weiter abdriftet, ja abdriften muss von dem, was Kirche einmal war, weil sie genau dies, dass nämlich die Kontinuität nichts weiter als die Relativität des depositum fidei meint, einfach verpeilen und sirgendwann mitten entzwei gerissen werden wie derzeit die Franziskaner der Immakulata, dann vielleicht sogar ohne Gewalteinwirkung von außen.

    Benedikt XVI. bestätigt hier um ein weiteres, dass sein Gefasel und Gejammere über den „Relativismus“ doch der einzige Impuls ist, dem auch sein Denken folgt!

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