Pressegespräch von Papst Franziskus: Rücktritt, Zölibat, Pius XII., wiederverheiratet Geschiedene

Papst Franziskus im Gespräch mit den Journalisten über den Nahost-Konflikt, Pius XII., wiederverheiratet Geschiedene, einen Rücktritt, den Zölibat und anderes mehr(Jerusalem) Am Montag beendete Papst Franziskus seine dreitägige Reise ins Heilige Land und kehrte in den Vatikan zurück. Wie bereits auf dem Rückflug vom Weltjugendtag in Rio de Janeiro gab das katholische Kirchenoberhaupt auch auf dem Rückflug von Israel eine Pressekonferenz im Flugzeug. Dabei nahm der Papst auch zu einem eventuellen Rücktritt Stellung. Eine kurze Zusammenfassung.

Emeritierte Päpste

Wörtlich sagte Franziskus: „Benedikt XVI. hat die Tür zu emeritierten Päpsten geöffnet.“ Und weiter: „Ich werde tun, was der Herr mir sagt. Ich werde beten und versuchen, seinen Willen zu ergründen.“ „Benedikt XVI. hatte keine Kraft mehr und als ehrlicher Mann des Glaubens, demütig wie er ist, traf er diese Entscheidung. Vor 70 Jahren gab es noch keine emeritierten Bischöfe. Was wird mit den emeritierten Päpsten geschehen? Wir müssen auf Benedikt XVI. wie eine Institution schauen, er hat eine Tür aufgetan, die der emeritierten Päpste. Die Tür ist offen, es wird weitere geben oder nicht, nur Gott weiß das. Ich glaube, daß ein Bischof von Rom, wenn er spürt, daß seine Kräfte zurückgehen, sich die selben Fragen stellen muß wie Papst Benedikt.

Ohne Wunder keine Seligsprechung von Pius XII.

Auf die Frage, wie es mit der Seligsprechung von Papst Pius XII. weitergehe, sagte Papst Franziskus, daß „die Causa offen ist. Ich habe mich informiert, aber es gibt noch kein Wunder. Es kann also nicht fortgesetzt werden. Wir müssen die Realität der Causa respektieren. Aber es gibt kein Wunder: Es braucht zumindest eines für eine Seligsprechung. Ich kann nicht sagen, ob er seliggesprochen wird oder nicht.

Keiner der anwesenden Journalisten hatte den Mut oder die Absicht, darauf aufmerksam zu machen, daß Papst Franziskus erst vor einem Monat Papst Johannes XXIII. wunderlos nicht selig, sondern sogar heiliggesprochen hat.

Wiederverheiratet Geschiedene

„Die Synode wird über die Familie sein, über das Problem der Familie und über ihre Reichtümer und die aktuelle Situation.“ Papst Franziskus erwähnte ausdrücklich die Ausführungen von Kardinal Kasper, ohne eine Wertung vorzunehmen. Er sagte jedoch: „Mir gefällt es nicht, daß viele Menschen, auch in der Kirche gesagt haben: ‚Die Synode findet statt, um den wiederverheiratet Geschiedenen die Kommunion zu geben‘, als würde sich alles auf eine Kasuistik reduzieren. Heute befindet sich die Familie, wie wir wissen, in einer Krise, einer weltweiten Krise. Die Jungen wollen nicht mehr heiraten, sondern zusammenleben. Ich will nicht, daß wir uns auf diese Kasuistik versteifen: „Kann oder kann man nicht die Kommunion geben?“ Das Problem der Familienseelsorge ist viel umfassender, viel viel umfassender. Man muß Fall für Fall studieren. Es ist das Ehenichtigkeitsverfahren zu studieren, es ist der Glauben zu prüfen, mit dem jener die Ehe schließt und es ist klarzustellen, daß Geschiedene nicht exkommuniziert sind. Auch wenn sie oft wie solche behandelt werden. Als Thema der Synode die Familie auszuwählen, war eine sehr starke geistliche Erfahrung. Langsam beginnt man über die Familie zu sprechen. Ich bin mir sicher, daß der Geist des Herrn uns zu diesem Punkt geführt hat.“

Päpstliche Gesten im Heiligen Land

Zu seinen Gesten im Heiligen Land meinte der Papst: „Die authentischsten Gesten sind jene, an die man nicht denkt. Ich habe gedacht, was ich tun könnte, doch keine der konkreten Gesten waren geplant.“ Einige Dinge, wie die Einladung an die beiden Präsidenten Peres und Abu Mazen habe der Papst wohl während der Fahrt bedacht, doch dann stellten sich soviele logistische Probleme, wie zum Beispiel, wo das Treffen stattfinden könnte. „Das war nicht leicht.“ Am Ende erfolgte jedoch die Einladung „und ich hoffe, daß das Treffen gut verlaufen wird“, so der Papst. Franziskus beharrte darauf, daß es sich bei dem Treffen nicht um eine Vermittlerrolle des Heiligen Stuhls für politische Gespräche handle, sondern um ein „Gebetstreffen“. „Mit den beiden Präsidenten versammeln wir uns nur zum Gebet und ich glaube, daß das Gebet wichtig ist und hilft. Und dann werden wir alle nach Hause gehen. Es werden ein Rabbi, ein Moslem und ich dabeisein.

Wahlen in der EU

Befragt zum Ausgang der Wahlen zum Europäischen Parlament meinte der Papst, von den Wahlen wenig mitbekommen zu haben. Gleichzeitig kritisierte er das Weltwirtschaftssystem, „in dessen Mittelpunkt das Geld und nicht der Mensch steht. Dieses System sondert aus, um sich zu erhalten. Es sondert die Kinder aus: Die Geburtsrate ist nicht hoch, in Italien ist sie niedriger als zum Ausgleich notwendig, in Spanien noch niedriger. Die alten Menschen werden ausgesondert auch durch die versteckte Euthanasie, indem man nur bis zu einem bestimmten Punkt Medikamente ausgibt. Die jungen Menschen werden verworfen. In Italien liegt die Jugendarbeitslosigkeit bei 40 Prozent, in Spanien bei 50 Prozent, bei 60 Prozent in Andalusien. Es gibt eine ganze Generation, die nicht studiert und nicht arbeitet. Diese Kultur der Verschwendung ist sehr schwerwiegend. Das ist nicht nur in Europa so. In Europa aber ist es am meisten spürbar. Dieses Wirtschaftssystem ist ein unmenschliches System, wie ich in Evangelii Gaudium sagte.“

Priesterzölibat

„Die katholische Kirche hat verheiratete Priester im orientalischen Ritus. Der Zölibat ist kein Glaubensdogma. Es ist eine Lebensregel, die ich sehr schätze und von der ich glaube, daß sie ein Geschenk für die Kirche ist. Da es sich aber um kein Glaubensdogma handelt, ist die Tür offen.“

Beziehungen zu den Orthodoxen

„Mit Bartholomäus I. sprachen wir über die Einheit“. Dabei handle es sich um einen Weg: „Die Einheit werden wir nie über einen Theologiekongreß erreichen“. „Wir müssen uns helfen, zum Beispiel mit den Kirchen, auch in Rom. Viele Orthodoxe nützen katholische Kirchen. Wir sprachen auch über das gesamtorthodoxe Konzil und über das Datum für das Osterfest. Es ist nämlich ein bißchen lächerlich: ‚Sag mir, dein Christus aufersteht wann?‘ ‚Nächste Woche‘ ‚Meiner ist in der vergangenen auferstanden‘. Das Osterdatum ist ein Zeichen der Einheit!“

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Infovaticana

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Gerd Hengsberger
Ja es ist alles zu diesem Bischof gesagt, das Osterfest ist eine Frage des Verhandelns, wie alle anderen Fragen auch. Das zeigt das er nicht an Jesus uns seine Kirche glaubt, denn die Kirche Jesus ist da wo sein Stellvertreter ist. Diese Kirche ist mit allem für das Heil der Menschen notwendige ausgestattet und braucht keinen Freimaurerpropheten der ihr den Weg zeigt. Als Freimaurerprophet, weiß er natürlich auch das er bald einem Anderen weichen muss. Auch das bereitet er bereits vor. Wenden wir uns dem Wahren Wort zu, das uns vom Himmel gegeben ist. Beten wir das diese Prüfung nicht… weiter lesen »
Zeitlos
Wenn F. schon seinen möglichen Rücktritt ins Spiel bringt, und er eintritt, dann dürfte es – wie so oft in der letzten Zeit – wieder zu einem Novum in der Kirchengeschichte kommen: Wir haben dann einen oder zwei emeritierte Päpste, ansonsten Sedisvakanz. Wer nach Bergoglio seinen Konzils-Scherbenhaufen übernehmen will, muss lebensmüde sein…Es dürfte dauern … Das wäre dann aber eine richtige, eine geregelte Sedisvakanz: Der Stuhl Petri wäre unbesetzt. Wahrscheinlich besser, als wenn ein Zerstörer ihn besetzt… Eine FSSPX-Kapelle mit dem Messopfer ist erreichbar, ich habe meinen Schott, meinen Katechismus von Pius X., den ich jedem „Spirago-Werk“ eindeutig vorziehe, und… weiter lesen »
Leo Laemmlein
Als Papst Benedikt XVI. zurücktrat, kam eine Karikatur in Umlauf, auf der mehrere alte Päpste zu sehen waren, wie sie auf einer Couch vor dem Fernseher saßen und Bier tranken. Die Karikatur des Seniorenheims für emeritierte Päpste wird Wirklichkeit. War das nicht von Anfang an geplant? Vielleicht gehörte das schon zu den Wahlkapitulationen bei der Wahl Joseph Ratzingers. Um die römisch-katholische Kirche als Institution zu zerstören, muss man das Papsttum demolieren. Das spielt sich vor unseren Augen ab. Und warum soll ein Papst erst zurücktreten, wenn er krank und altersschwach ist? Ist die „Tür“ erst einmal offen, dann kann man… weiter lesen »
hicesthodie

Oder wie Mixa, Tebartz..
Ich bin mir fast sicher, hätte Benedikt XVI. nicht vor dem Intrigen-Terror mehr oder weniger freiwillig kapituliert, man hätte auch ihn wie die sprichwörtliche Sau durchs mediale Dorf getrieben. Entsprechende Akten wären dazu aus irgendwelchen diözesanen oder kurialen Archiven sicher bereitwillig zur Verfügung gestellt worden..

Leo Laemmlein

Gut möglich, dass ihm bedeutet wurde: gehen musst du sowieso, du kannst dir aussuchen, wie.

Markus

Ein Papst kann von keiner weltlichen Macht zur Abdankung gezwungen werden. Überhaupt wäre ein zwanghafter Rücktritt ungültig. Wenn herauskommen sollte, dass bei Benedikts Rücktritt Zwang im Spiel war, wäre er immer noch rechtmäßig amtierender Papst und Bergoglio könnte seinen Urlaub im vatikanischen Gästehaus beenden und mit seinem argentinischen Pass nach Hause fliegen.
Per Mariam ad Christum.

Leo Laemmlein

Es wäre nicht das erste Mal in der Geschichte der Kirche gewesen, dass weltliche Mächte Päpste zu etwas zwangen, auch wenn sie es nicht durften.

Markus

Die Aussagen Bergoglios über die Seligsprechung von Pius XII sind blanke Heuchelei. Es tut mir weh, so etwas als Katholik sagen zu müssen, aber ich freue mich auf den Tag, an dem ich Bergoglio als emeritierten Papst ansprechen kann. Vielleicht würde ich mich bei einem noch schlimmeren Nachfolger aber wieder nach ihm zurücksehnen. Deshalb bete ich in erster Linie dafür, dass aus Bergoglio ein würdiger Nachfolger Petri werde.
Per Mariam ad Christum.

Aventin
Lieber Zeitlos und lieber Herr Hengsberger, auch ich bin -vor allem wegen des unbarmherzigen Vorgehens gegen die Franziskaner der Immakulata, ein Vorgang über den in Deutschland offenbar nirgendwo sonst als auf katholisches.info berichtet wird- nicht glücklich mit diesem Papst. Dennoch sollten wir immer noch versuchen, zu sehen, wo er vielleicht doch auch gute Signale setzt. So möchte ich sein Werben für das Bussakrament nennen, wo er sogar selbst mit gutem Beispiel vorangegangen ist. Auch seine Äußerung: „Mir gefällt es nicht, daß viele Menschen, auch in der Kirche gesagt haben: ‚Die Synode findet statt, um den wiederverheiratet Geschiedenen die Kommunion zu… weiter lesen »
Gerd Hengsberger

Achten wir (Sie) bitte darauf alles was er vermeintlich „richtiges“ tut, tut er nicht als Stellvertreter Christus sondern für seine eigene „Lehre“. Ein Priester auf KTV lobt und pries den Aufruf von Bergoglio zur Mission. Ja, aber bitte doch zu dem was er unter Mission versteht. Er tut nichts im Namen und als Stellvertreter Christus. Wir werden in der Vergangenheit und in der Zukunft nichts in diesem Sinne finden.

Laurentius

Die Aussagen über das fehlende Wunder, die offene Formulierung zum Zölibat …, Sollte das alles so gesagt worden sein, so ist es von einer auffallenden Inkonsistenz.

marcellus
Dieser Bergolio geht mir zunehmend auf die Nerven. Sein seichtes Herumgeeiere, seine Anbiederung an alles und jeden- das erinnert mich eher an eine schlechte Show, denn an ein würdiges Pontifikat. Aber was sage ich- Pontifikat- davon bleibt nach dieser unseligen Episode namens Begoglio ohnehin nichts mehr übrig. Das Papstamt wird von dem Herrn aus Argentinien zu einer Farce gemacht. Im Übrigen ist es – sollte dies absichtlich geschehen sein- eine Schande, das Kreuz als Zeichen unserer Erlösung zu verbergen. Was wird der Herr aus Rom wohl noch alles aus dem Hut zaubern? Kein Wunder, dass ihm ein heiliger Pius XII.… weiter lesen »
populus romanus

Bei Pius XII braucht F. plötzlich ein Wunder.
Bei Johannes XXIII war das nicht nötig zur Heiligsprechnung.
Es wäre ein Wunder würde F. Papst Pius XII selig sprechen.
Pius XII steht für ein Papsttum und ein Kirchenverständnis für die F. in keinster Weise zu gewinnen ist bzw. steht. Also werden wir auf die Seligsprechung von Pius XII unter F. vergeblich warten. Da kommt eher noch der Messverhunzer Paul VI dran …. und da brauchts kein Wunder. Wetten??!!!

Weil der paßt in sein Konzept, sofern F. überhaupt eines hat !!

Leo Laemmlein

Dem Heiligen, der kanonisiert wird, ohne dass man ihm die Zeit und Möglichkeit lässt, seine Heiligkeit durch ein von Gott erbetenes Wunder zu beglaubigen, wird durch vorzeitige Kanonisierung etwas von seiner Ehre w e g g e n o m m e n !
Ich glaube nicht, dass der Diener Gottes Papst Pius XII. auf ein solches Privileg stolz wäre.

Sarah

Noch ein paar austehende Dinge:

- Können Sie mir verraten, woher wir uns kennen könnten?
- Ich finde an der Aussage des Papstes, dass Jesus zur Sünde gemacht worden ist nichts unkatholisches oder häretisches. Das ist eine gut christliche Aussage, wie ich finde.
- könnte es sein, dass die Worte Mariens, die im Übrigen Johannes Paul II. und nicht Papst Franziskus Maria in den Mund legt, missverstanden haben? Da steht doch die ganze Zeit der Irrealis – und danach setzt der Papst ja gerade ein Aber und distanziert sich.

Leo Laemmlein
1) 2) Die Aussage, dass Gott Jesus zur „Sünde“ gemacht hat, ist gut katholisch, da sie vom gottinspirierten Apostel Paulus selbst stammt. Das ist es aber nicht, was Papst Franziskus sagte. Der Papst sagte, dass Gott Jesus zum „Sünder“ gemacht habe, und das ist häretisch oder zumindest schwer irreführend, weil Jesus für uns „zur Sünde wurde“, ohne selbst Sünder gewesen zu sein, und nur deshalb war sein Kreuzesopfer für den himmlischen Vater annehmbar und für uns Menschen erlösend. Die Worte des Papstes greifen die Mitte des Glaubens an. 3) Papst Franziskus unterstellt dem hl. Papst Johannes Paul II. Worte, die… weiter lesen »
Sarah
1) ? 2) Auf der homepage des Vatican findet sich die von Ihnen inkriminierte Stelle gerade nicht. Diese wird nur auf Englisch (!) überliefert. Das ist eine Sprache, die der Papst laut eigener Auskunft nicht besonders gut kann – und er hat auch nicht in dieser Sprache gepredigt. Wenn die deutsche Übersetzung den Papst, der sichtlich Paulus (wie sie auch gemerkt haben) zitiert, und eine – schlechte – englische Übersetzung die Worte des Papstes verhunzt, wird der Papst deswegen zum Häretiker, weil er einen schlechten Übersetzer ins Englische hat. Ihr Beleg ist nicht valide. 3) Sie schrieben: “ Kein Kirchenvater,… weiter lesen »
Leo Laemmlein
2) Der Papst hat seine Predigt auf Italienisch gehalten. Die englische Version befindet sich auf einer offiziellen Vatikanseite und widerspricht an der strittigen Stelle dem Wortlaut anderssprachiger Versionen, die sich ebenfalls auf offiziellen Vatikanseiten befinden. Postmoderne Beliebigkeit – im Stil der Zeit: Jeder kann sich das Passende heraussuchen. Was Franziskus am 15. Juni 2013 wirklich predigte, ist heute schwer festzustellen, weil die offiziellen Videos alle montiert sind. – Leider passt dieser Jesus „the sinner“ aber zu dem Jesus, von dem Papst Franziskus am 11. Mai 2014 vor junggeweihten Priestern behauptete, er habe ein schlechtes Beispiel (für Sie, Sarah: „cattivo esempio“)… weiter lesen »
Leo Laemmlein
4) Sie behaupten: „Davon abgesehen, steht der „derbste“ Vorwurf, Gott sei ein Betrüger in Jer 20.“ Meinen Sie Jer 20,7? Lesen Sie das so, dass hier der Prophet Jeremias Gott dem Herrn vorwirft, er wäre ein Betrüger? In der Tat verwendet der Prophet hier ein starkes Wort (pittitháni) – aber vielleicht können Sie Ihre Auffassung ja näher begründen. Zum Schluss schreiben Sie: „Sie müssen schon sehr abwegig denken, um dorthin zu gelangen, dass der Papst der heiligen römischen Kirche, dem unterzuworfen zu sein laut Bonifaz VIII. zum Seelenheil unbedingt notwendig ist, nicht rechtgläubig sei.“ Was hat die Bulle „Unam sanctam“… weiter lesen »
Leo Laemmlein

Schauen Sie, Sarah, statt von mir unter Berufung auf Papst Bonifaz VIII. zu verlangen, dass ich mich, um so angeblich meine Seele zu retten, Falschaussagen unterwerfen soll, von denen ich sicher weiß, dass sie gegen den Glauben sind, könnten Sie mir auch sagen: Wir haben in Papst Franziskus einen Papst neuen Typs, dem andere Dinge eben wichtiger sind als dogmatische Korrektheit, und da unterlaufen ihm ab und zu eben Schnitzer. Ein solches oder ähnliche Statement fände ich erfrischend ehrlicher.

Sarah

Einspruch! Johannes XXIII. hat sehr wohl ein – notwendiges! – Wunder bei der Seligsprechung gehabt. Für die Heiligsprechung hat Papst Franziskus von der Notwendigkeit eines zweiten Wunders dispensiert (das ist auch früher schon vorgekommen). Bei Pius XII. fehlt das (erste) Wunder für die Seligsprechung – ein Akt, der unterstreichen würde, dass dieser Papst eine nicht zu unterschätzende Rolle bei der Reform der Osterliturgie hatte (die doch arg deformiert war) und die historisch-kritische Methode in die katholische Theologie einführte.
Im Übrigen ist „Messverhunzer“ keine angemessene Wortwahl.

Leo Laemmlein

Im östlichen Christentum gibt es den heiligen Wundertäter, thaumatûrgos, tschudotvórez, zum Beispiel den heiligen Bischof Nikolaus von Myra in Lykien, Wundertäter.
Bei uns gibt es seit Weißen Sonntag 2014 den wunderlosen Heiligen.
(Mit einem lachenden und einem weinenden Auge geschrieben.)

hicesthodie
Es ist grausam. Dieser Papst spricht von der Kirche wie ein x-beliebiger (Pastoral-)Stratege ohne theologischen und spirituellen Tiefgang. Platter als seine Aussagen zum Klerikerzölibat und zum Ostertermin geht es ja nun wirklich nicht mehr. Naja, bei diesem Mann sind wirklich alle Türen offen, denn er regiert die Kirche rein pragmatisch. Was von seinem Verstehenshorizont her als günstig erscheint, wird (passend) gemacht, was nicht, wird gelassen. Pius XII. ist aus seiner Sicht lediglich eine Identifikationsfigur der „pelagianischen“ Traditionsfeunde und außerdem eine Reizfigur für Israel, also wird seine Seligsprechung auf den St. Nimmerleinstag verschoben. Johannes XXIII. wird aus bekannten Gründen durchgewunken. Und… weiter lesen »
Markus

Warum trägt Bergoglio nicht weiße Hosen unter dem Papstgewand, wie es angemessen wäre. Jedes päpstliche Kleidungsstück, mit Außnahme der roten Schuhe, ist weiß. Schwarz ist eine Farbe, die für den Papst nicht vorgesehen ist. Die Antwort ist, dass sich Herr Bergoglio seiner Rolle als Papst der heiligen katholischen und apostolischen Kirche nicht bewusst ist oder das Amt nicht ernst nimmt. Benedikt strahlt im Ruhestand immer noch viel mehr Würde aus, als Bergoglio zu Amtszeiten.
Per Mariam ad Christum.

populus romanus

Grausam ??

Ich würde eher sagen geschmack- und stillos !!

Aber Stil kennt man in der VII Gesellschaft schon lange nicht mehr, wenn man je so etwas gekannt hatte. Siehe die vielen Missbräuche bei der Feier des Hl. Opfers. Wogegen F. überhaupt nicht einschreitet.
Im Gegenteil manmacht munter mit. Bischöfe voran !!!

Gerd Hengsberger

Eben hörte ich doch in den Nachrichten des ZDF 19 Uhr, das Bergoglio auf dem Rückflug vor der Presse die Missbrauchsfälle auf das schärfste verurteilt habe, diese seinen bestenfalls mit schwarzen Messen zu vergleichen.
Kann mir da bitte jemand helfen, wie man das vergleichen kann.
Meint er das es Priester gibt welche schwarze Messen feiern?
Oder war da vielleicht Wein im Spiel?

Armin
Ich frage mich in letzter Zeit immer öfter, Hätte der Priester Bergoglio unter wahren und Heiligen Päpsten und Bischöfen auch solch eine steile Karriere gehabt, oder hätten diese den Priester „Bergoglio“ verjagt?“ Und vor allen und das schmerzt tief, weil ich diese Frage selber mit einen deutlichen „NEIN“ beantworten muss. „Darf ich mich so wie Franziskus“ gegenüber auch nur einer von Gott den Herrn abgefallenen und Sündigen Seele verhalten?“ Und es ist zu vermuten, das Gott der Herr, um uns zu prüfen „Bergoglio“ schickte und er nun dabei ist „Die Spreu vom Weizen“ zu trennen. Gottes und Mariens Segen auf… weiter lesen »
T. B.
Meiner Meinung nach hätte der Heilige Vater Benedikt XVI nicht wieder den abgeschlossenen römischen Prozeß einer erneuten Untersuchung unterziehen sollen, weil seitens jüdischer Institutionen nochmals Kritik laut wurde am Verhalten Papst Pius XII während der Judenverfolgungen. Pius XII hat nachweislich und wissenschaftlich das Menschenmögliche und mehr als das getan, um an Leib und Leben bedrohten Juden das Leben zu retten und er hat zutiefst der Christenpflicht entsprechend gehandelt und darüber hinaus in heroischer Weise. Alles andere ist Verleumdung und üble Nachrede. Das unterscheidet natürlich in auffälliger Weise einen Nachfolger Petri vom Format Pius XII zu heute ! Pius XII hätte… weiter lesen »
zeitschnur
Will man dem sehr fragwürdigen, schlecht belegten (nicht ein Zitatnachweis!) Buch von Mary Ball Martinez über die „Unterminierung der Katholischen Kirche“ glauben, war Pius XII. sogar aktiv an einer zionistischen Verschwörung zur Errichtung des Staates Israel beteiligt. Es ist einfach nur zum Heulen, dass sowohl die „linken“ und liberalen als auch die traditionalistischen Katholiken offenbar keinerlei Freiheit des Geistes besitzen und einzelne Personen und Sachverhalte vorwiegend durch die Kästchenbrille ihrer politischen Vorurteile und Fehleinschätzungen sehen können – die Kreuzesnachfolge spielt eine wesentlich geringere Rolle, als sie allesamt vorgeben. Dabei haben wir hier keine Heimat, keine bleibende Stätte und all diese… weiter lesen »
zeitschnur
Wenn das Interview tatsächlich so verlaufen ist, wie beschrieben (irgendwer wird das bald wieder dementieren), dann frage ich mich allmählich, in welchem Geisteszustand Bergoglio ist. Das ist dermaßen dümmlich und zerfahren, was er sagt, dass es eine Schande ist! Es hat nichts mit Respektlosogkeit zu tun, wenn ich das sage, sondern mit Respekt vor Gott selbst und mit Respekt vor all jenen, die noch einen Restbestand an Vernunft und Glauben walten lassen wollen. 1. Gerade eben hat er einen wunderlosen Papst heiliggesprochen und nun kann er einen Papst nicht seligsprechen, weil kein Wunder vorliegt? (Das ist doch die reine Veräppelung!… weiter lesen »
zeitschnur
und ich vergaß noch: 8. Die „Institution“ des emeritierten Papstes oder Bischofs nennt F. eine geöffnete ür. Fragt sich nur, welche Tür da geöffnet wurde, schon mit Paul VI. und der Bischofsemeritierung. Man muss sich darüber klar sein, dass es um eine totale Umgestaltung des Priestertums gehen wird. Ein Priester oder Bischof oder Papst, der lebenslang im Amt ist, so wie man als Ehemann/Ehefrau lebenslang im „Amt“ ist (der Vergleichspunkt ist nicht der spezielle Inhalt dieser „Ämter“, sondern die sakramentale Auffassung. Uns muss klar sein, dass seit der Möglichkeit, sich „emeritieren“ zu lassen, wenigstens tendentiell der sakramentale Charakter des Weihe… weiter lesen »
Schönberger, Franz
@ zeitschnur u. zeitlos: Sie haben beide sooo recht. Ich wiederhole hier nochmals was ich neulich schon mal in einem anderen Kommentar geschrieben habe: Ich hoffe sehr, daß es auf der Synode im Oktober zu einer Revolte gegen diesen unsäglichen Bergoglio-Papst kommt und dieser und sein versagt habender Vorgänger, der mit Zähnen und Klauen dieses elendige Konzil verteidigt hat, aus dem Vatican verjagt werden, Irgendwo in ein Wüstenkloster in der Mongolei weil’s so schön weit weg ist, wo sie beide dann als einfache Klosterbrüder bis zu ihrem seligen Ende über ihre Schuld an der Zerstörung der Kirche Jesu Christi nachdenken… weiter lesen »
Aventin

Lieber Herr Schönberger, meinen Sie nicht, dass Sie zumindest gegenüber JP II und Benedikt XVI. ein wenig ungerecht sind? Und wenn JP II. so in allem völlig daneben gelegen hat. Wie konnte es sein, dass jetzt zwei anerkannte Wunder auf ihn zurückgehen. Oder wollen Sie die auch so mir nichts dir nichts für nicht existent erklären? Und glauben Sie, es gibt im aktuellen Kardinalskollegium jemanden, den man in Ihrem Sinne zum Papst küren könnte?

Reichsrömer

Sie sprechen mir aus der Seele Herr Schönberger, allein ich fürchte, daß dies ein frommer Wunsch bleiben wird. Man müßte diesen Papa quasi haereticus schleunigst vom Stuhle Petri entfernen bevor er noch mehr Schaden anrichtet.
Dies denken gewiß viele im Kardinals und Bischofskollegium. Doch ich fürchte, daß wieder alle kuschen werden aus Angst ihre Pfründe zu verlieren.
Seit der Wahl dieses Franziskus wird es mir schlecht wenn ich ihn sehe oder von seinen Eskapaden höre. Er zerstört alles was vom Heiligtume noch übrig war.

GW

Hm … wenn Sie noch das ‚quasi‘ etwas umstellen würden, etwa so: ‚quasi-Papa haereticus‘, dann … 😉 – na, eigentlich ein zu ernstes und trauriges Thema, um da herumzuwitzeln; es sei denn, man betrachte es als scheint’s gelegentlich notwendigen Selbstschutz-Sarkasmus!

Was uns fehlt: ein Athanasius, ein Lefebvre dieser Zeit, der Mut hat, der aufsteht und kämpft! – Wenn auch nur ein Kardinal, oder auch nur ein Ortsbischof „hinschmeißen“ würde, dann wäre dies ein gewaltiges Signal.

GW
Herrliches Szenario, Herr Schönberger, bloß – woher sollen die richtigen Bischöfe dazu kommen? Soviel ich weiß, werden die Teilnehmer an der Synode doch von den Bischofskonferenzen entsandt (oder?), und die werden mit Sicherheit stramm auf Linie sein … @ Aventin: der Papst kann ja nicht nur aus dem einstmals Heiligen Collegium (das hieß wirklich so, und heute heißt’s eben anders!^^) gewählt werden; wählbar ist jeder geistig gesunde, getaufte Mann katholischen Glaubens (ggf. erforderliche Weihen werden dann gleich nach der Wahl gespendet). Und: Selbstverständlich glaube ich an Wunder bzw. an die Möglichkeit von Wundern auf Fürsprache hin – wenn es der… weiter lesen »
Markus
Auf wessen Seite würde aber die Schweizer Garde stehen? Auf der Seite des Papstes, den zu beschützen sie gelobt hat, oder auf der Seite der, zu Recht, protestierenden Bischöfe? Ich glaube kaum, dass es einen Putsch geben wird, denn den meisten Bischöfen fehlt es heute an Tatkräftigkeit und lieben Bequemlichkeit. Ihrer Aussage aber nach zu urteilen, dass alle Päpste seit Johannes XXIII Gegenpäpste seien, entnehme ich, dass Sie Sedisvakantist sind. Es war sicherlich einer der größten Fehler von Pius XII, Roncalli zum Kardinal zu kreieren. Aber er wurde Kardinal und später auch, aus welchen Gründen auch immer, zum Papst gewählt.… weiter lesen »
populus romanus

Äußerst gut erkannt!!! Sehr gut erkannt !!!

Zeitlos
Die Aussagen Bergoglios über den Ostertermin sind grauenvoll in ihrer Plattheit, in ihrer trivialen Sprache. So wird der Glaube bis ins Unerträgliche banalisiert. Und das durch den Papst. Katholiken im deutschen Sprachraum sind Banalisierungen des Glaubens ständig ausgesetzt durch Bischöfe und Priester. Doch in diesem flapsigen Ton sprechen in der Regel auch Priester nicht, die theologisch die Auferstehung in das Innere der Apostel, der Jünger und Jüngerinnen Jesu Christi verlegen und das reale Ereignis abstreiten. Vielleicht sprechen sie so abends in der „Bar“ von Fortbildungshäusern, nach dem x. Glas Wein, Bier oder Hochprozentigem. F. braucht diese „Entspannung“ oder Vernebelung durch… weiter lesen »
Principal

Gut gesagt. Über so viel Banalisierung und Stillosigkeit kann man nur betroffen den Kopf schütteln. Bergoglio ist eine einzige Kathastrophe.

Franzel

Der Papst hat in diesem Interview, das leider hier nicht vollständig vorliegt, auf das seiner Meinung nach unmenschliche Wirtschaftssystem aufmerksam gemacht. Er sprach von der hohen Zahl besonders junger Menschen in vielen Ländern, die keine Arbeit haben.
In diesem Zusammenhang nannte er auch die niedrigen Geburtenraten etwa in Spanien und Italien, und sprach dabei auch die Abtreibung wie die Euthanasie an.
Papst Franziskus fand darüberhinaus starke Worte zum Kindesmißbrauch. Da gibts für ihn keine Toleranz.
Auch äußerte er sich sehr besorgt über die Christenverfolgung in vielen Ländern.

Cleo

Ja, das ist richtig. Und das erwarte ich vom Oberhaupt meiner Kirche. Aber diese „starken Worte“ über Euthanasie, Abtreibung, Arbeitslosigkeit oder Wirtschaftskorruption, werden die Kirche nicht retten. Das andere was er gesagt hat, so nebenbei, wird die Kirche jedoch zerstören. Was denken Sie, hat nun mehr Gewicht?

Franzel
Was Papst Franziskus @Cleo sonst noch gesagt hat, muß nicht unbedingt die Kirche zerstören. Da ist ja ein offener Gedankenaustausch im Gange und das hat auch sein Gutes. Mir hätte es gefallen, wenn hier das gesamte Interview in deutscher Übersetzung abgedruckt worden wäre. Papst Franziskus mokiert sich ja in Sachen Ehe, Familie und staatlich Zweitverheirateten (aber kirchlich in Erstehe Gebundenen) über „Kirchenleute und Priester“, denen er vorhielt, die gesamte Thematik auf den Kommunionempfang von sog. wvh. Geschiedenen zu verengen. Das klingt etwas unverständlich für mich. Denn dazu hatte er, Papst Franziskus, selbst genügend Anlaß gegeben und es war richtig, daß… weiter lesen »
Marlene
Eine Frage am Rande, denn der betreffende Artikel dazu ( http://www.katholisches.info/2014/05/14/bergoglio-effekt-sekretaer-der-bischofskonferenz-distanziert-sich-von-lebensschuetzern/ ) lässt sich nicht mehr kommentieren. Hier wird unterstellt, Papst Franziskus hätte von Lebensschützern als von Besessenen gesprochen. Nun habe ich das Interview auf Englisch gefunden: http://www.americamagazine.org/pope-interview Hoffentlich ist dieses das richtige Interview! Nur wo hat Papst Franziskus Lebensschützern „Besessenheit“ vorgeworfen? Das einzige was ich finde ist: Zitatanfang.“We cannot insist only on issues related to abortion, gay marriage and the use of contraceptive methods. This is not possible. I have not spoken much about these things, and I was reprimanded for that. But when we speak about these issues,… weiter lesen »
IMEK

„die Causa (Papst Pius XII.) offen ist. Ich habe mich informiert, aber es gibt noch kein Wunder. Es kann also nicht fortgesetzt werden. Wir müssen die Realität der Causa respektieren. Aber es gibt kein Wunder: Es braucht zumindest eines für eine Seligsprechung. Ich kann nicht sagen, ob er seliggesprochen wird oder nicht.“

Durch wen hat sich der Papst informieren lassen?

http://stmichaelsociety.com/2010/01/20/possible-miracle-of-venerable-pius-xii-emerges-validates-his-heroic-virtue-in-the-face-of-mainstream-misconception/

Danach gibt es aus dem Jahr 2005 den Bericht einer medizinisch unerklärlichen Heilung einer krebskranken Frau infolge eines Gebetsturm ihres Mannes zu Papst Pius XII. als Fürbitter.
Neun Jahre danach ist dieser Bericht völlig wertlos?

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