„Fisher More College“: Warten auf Entscheidung von „Ecclesia Dei“

KasperIn den vergangenen Wochen ist es ruhiger um „Fisher More College“ (FMC) in Fort Worth (Texas) geworden, nachdem Anfang März bekannt geworden war, daß das heilige Meßopfer in der hauseigenen Kapelle nicht mehr in seiner überlieferten Form gefeiert werden dürfe. Bischof Michael Olson von Fort Worth hatte in seinem Schreiben vom 24. Februar 2014, kurz nach Amtsantritt, das Verbot damit begründet, daß die alte Liturgie das Seelenheil von Michael King, dem Präsidenten von FMC, bedrohe sowie mit der „pastoralen Sorge“ für das Wohl der Studenten (Katholisches berichtete).

Zum Ende des Studienjahres – in den Vereinigten Staaten beginnt das Sommersemester früher als in den deutschsprachigen Ländern üblich und endet so bereits im Mai – veröffentliche „Fisher More College“ am gestrigen Donnerstag, 22. Mai 2014, aber wiederum eine Stellungnahme, um all jene, welche die Situation mit Interesse verfolgen, auf den neuesten Stand zu bringen.

Die geschäftlichen Vorgänge am College gingen nun, heißt es in der kurzen Mitteilung, über in den regulären „Sommermodus“. Betreffend der Einschreibung und der Kurse für das Wintersemester werde man „so bald wie möglich“ etwas verlautbaren. In der Zwischenzeit habe man die Päpstliche Kommission „Ecclesia Dei“, die bekanntlich für Fragen, die mit der traditionellen Liturgie zu tun haben, zuständig ist, kontaktiert und erwarte nun eine Antwort: „Basierend auf unserem Verständnis des kanonischen Verfahrens kann man erwarten, daß die Kommission bis Mitte Juli etwas in dieser Sache verfügt.“ Bis dahin werde man auf Seiten von Fisher More College keine Entscheidungen treffen, was den weiteren Fortgang des Colleges betrifft. Zweifellos ist eine derartige Wortwahl offen für Interpretationen, doch scheint es durchaus wahrscheinlich, daß im Falle einer negativen Antwort von „Ecclesia Dei“ das Ende von „Fisher More College“ in der gegenwärtigen und weltweit wohl einzigartigen Form – ausdrücklicher Fokus auf die Tradition – unmittelbar bevorsteht.

Im März hatten die Kollegen von „Rorate Cæli“ exklusiv über die Maßnahme von Bischof Olson berichtet. Damals wurde an den Bischof eine Reihe von Fragen zu diesem Thema übermittelt. Anläßlich der jüngsten Stellungnahme von FMC teilte Rorate Cæli gestern mit, daß bis heute keine Antwort des Bischofs eingegangen sei: „Vielleicht am verstörendsten ist, daß Bischof Olson nicht nur diese ungerechte Handlung vornahm, sondern seither stumm geblieben ist, was die Sache angeht, und es sogar ablehnte, sich mit den Studenten zu treffen, denen er ihren gottgegebenen Erbteil versagt.“ Erneut wurde der Bischof aufgerufen, auf die offenen Fragen zu reagieren. Man werde die Antworten von Bischof Michael Olson in voller Länge und ohne redaktionellen Kommentar veröffentlichen, versicherte „Rorate Cæli“ gestern.

Text: M. Benedikt Buerger

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3 Comments

  1. Es zeigt sich eben, daß vieles der Traditionellen eben doch nur taktisch orientiert war, um einen gewissen Unmut aufzufangen und zu kanalisieren – bis, nach einer Übergangszeit, sich die Sache erledigt. Dieser Zeitpunkt scheint nun gekommen. Es wird nun Zeit, daß die Tradition wieder die Kirche direkt beseelt. Da die Liturgie aber verdorben ist (auch die 62er ist nicht wirklich befriedigend), werden Dinge passieren, die wir kaum erahnen können. Seien wir gewiß: Auch durch die hartnäckigste Leugnung und auch durch die raffinierteste Täuschung verschwindet Er nicht.

  2. Alle Ecclesia Dei Gemeinschaften und davon abhängige Gruppierungen müssen sich warm anziehen. Die Ultraprogressisten sind wie besoffen von der Wahl „ihres“ Papstes Franziskus.
    Sie werden nicht ruhen bis alle Gruppierungen die den vetus Ordo pflegen mundtot, oder gänzlich
    ausgeschaltet sind. Sie haben einen satanischen Haß gegen alles was vor ihrem Konzil in der Kirche war und diese geheiligt hat. Doch ihr Untergang ist gewiß, denn die Hauptprotagonisten sterben ab, und ihr übles Werk wird vor Gott keinen Bestand haben. Vertrauen wir auf den Herrn in seiner Allmacht.

    • @Reichsrömer:Da fällt es mir wieder ein.Vor nicht langer Zeit ÄUSSERTE SICH EIN HOHER PRÄLAT,Ich glaube es war ein Exorzist der Jahrzehnte Einblick in den Vatikan hatte und hat.ER SAGTE AUS,DASS IM VATIKAN EINE GRUPPE von Klerikern existiere,darunter selbst Kardinäle und Bischöfe,die heimliche Satanisten seien.Darüberhinaus dieselbigen,die zur Homo-Lobby gehörten. Und trotzdem hat sich der Mainstream ganz köstlich amüsiert.Nur die Franziskaner der Immakulata und nun auch bald die Schwestern,die haben sich nicht köstlich amüsiert.Kommt ja gar nicht in Frage.Der Papst mag diese Katholiken nicht,denn er ist ein Plauderer und ist überglücklich,von der Welt-so wie sie ist-bewundert zu werden.Land lebe das „Gästehaus“.Wow….

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