Rabbi Skorka: Papst Franziskus und das Judentum – „Haben geträumt, uns vor der Klagemauer zu umarmen“

Papst Franziskus und Rabbi Skorka(Buenos Aires/Jerusalem) Sieht Papst Franziskus im Judentum die „Mutter seines persönlichen Glaubens“? Das zumindest behauptet sein argentinischer Freund Rabbi Abraham Skorka in einem Interview der Jesuitenzeitschrift Civiltà Cattolica. Papst Franziskus reist in wenigen Tagen mit einem bunten Gefolge ins Heilige Land.

Das katholische Kirchenoberhaupt wird nicht nur wie gewohnt von Kardinälen und Bischöfen der Katholischen Kirche begleitet, sondern diesmal auch vom Ehrenvorsitzenden der orthodoxen Kirchen, dem ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomäus I. Hinzu kommt aber vor allem ein persönlicher Freund Jorge Mario Bergoglios, der argentinische Rabbi Abraham Skorka. Im Vatikan machte man bald auf ein Risiko aufmerksam. Die so augenscheinliche Anwesenheit eines jüdischen Vertreters in der Entourage des Papstes, der durch zahlreiche Interviews sich seines direkten Zugangs zum Papst rühmt, könne im Nahen Osten Irritationen in der moslemischen Welt auslösen. Vor allem könnten sich die moslemischen Palästinenser zurückgesetzt fühlen. So machte man sich auf die Suche nach einem zusätzlichen, moslemischen Reisebegleiter. Es wird Omar Abboud, als Vertreter der islamischen Gemeinschaft in Argentinien sein. Abboud ist ehemaliger Generalsekretär des Islamischen Zentrums von Argentinien.

Zwei argentinische Freunde: Rabbi Skorka und der Moslem-Vertreter Abboud

Interreligiöse Tagung in Buenos Aires 2012 (v.l. Omar Aboud, Rabbi Skorka, Erzbischof  Bergoglio)Vatikansprecher Pater Lombardi sagte, der Papst werde von einem jüdischen und einem moslemischen Vertreter begleitet, mit denen er bereits in Argentinien in „freundschaftlichem Dialog“ stand. In der Tat nahmen Erzbischof Bergoglio, Rabbi Skorka und Abboud als Leiter des Islamischen Zentrums in den vergangenen zehn Jahren vor der Papst-Wahl an zahlreichen gemeinsamen Veranstaltungen teil, die im Zeichen des interreligiösen Dialogs standen und maßgeblich von Kardinal Bergoglio initiiert wurden.

Skorka über Franziskus: „Haben geträumt, uns vor der Klagemauer zu umarmen“

Während Abboud erst im April zur Mitreise eingeladen wurde und sich bisher öffentlich zurückhält, entfaltet Rabbi Skorka seit der Wahl von Papst Franziskus einen intensiven Medienaktivismus. In seinem jüngsten Interview für die Jesuitenzeitschrift Civiltà Cattolica (Heft 3934 v. 17. Mai 2914: Der Papst, der Rabbi und das Heilige Land) sagte er: „Seit der Wahl von Franziskus haben wir uns drei Mal in Rom getroffen.“ Bei einem dieser Treffen „haben wir begonnen zu träumen, gemeinsam vor der Klagemauer zu stehen, uns zu umarmen, um ein Zeichen zu geben wegen der zweitausend Jahre der Unstimmigkeiten zwischen Juden und Christen und daß ich ihn nach Betlehem begleite, um ihm in einem so bedeutenden Moment für seinen Geist nahezusein, als Geste der Freundschaft und des Respekts, um allen Völkern und Nationen dieser Gegend ein unauslöschliches Zeichen des Friedens zu geben“.

Das Interview mit Rabbi Skorka führte Chefredakteur Pater Antonio Spadaro, der im vergangenen Herbst ein inzwischen berühmtes, aber auch umstrittenes Interview mit Papst Franziskus führte. Skorka sprach auch davon, wie Papst Franziskus das Judentum sehe: „Beim ersten Treffen sagte er, indem er mit der Hand auf sich und mich zeigte: ‚Unsere Freundschaft und unser Dialog ist das Zeichen, daß es geht.‘ Und ich fügte hinzu: ‚Man kann den Weg anlegen, der zum Frieden führt und der Rom und Jerusalem näher zusammenführt‘.“

Skorka: „Bergoglio sieht im Judentum die Mutter seines persönlichen Glaubens“

Im Gespräch zwischen Pater Spadaro und dem Rabbi werden auch mehrere Namen als Zeugen für den jüdisch-christlichen Dialog genannt, darunter der emeritierte Erzbischof von Paris, Kardinal Lustiger. Es werden auch Publikationen erwähnt, die der Papst für den jüdisch-christlichen Dialog für grundlegend hält. Laut Skorka herrscht in Papst Franziskus vor allem „eine Erwartung der Kirche auf eine jüdische Antwort auf das Dokument Nostra aetate des Zweiten Vatikanischen Konzils, ein von der Mehrheit des jüdischen Volkes angenommenes Manifest, das auf die Frage antwortet: Was bedeutet ein Christ für einen Juden?“

Auf die Frage Spadaros, wie Papst Franziskus die jüdische Religion sehe, antwortete Skorka: „Die vielen Dinge, die ich neben Bergoglio gesehen und erlebt habe, veranlassen mich zu behaupten, daß er das Judentum als Mutter seines Glaubens sieht. Das ist nicht bloß eine intellektuelle Wahrnehmung, sondern ein Gefühl, das eine wichtige Komponente in seinem persönlichen Glauben darstellt.“  Die Aussage ist erklärungsbedürftig. nach katholischem Verständnis ist das vorchristliche Judentum (Israeliten) im Christentum aufgegangen und fand dort seine Vollendung. Das nachchristliche Judentum hingegen, ist jene pharisäische Abspaltung des ursprünglichen Judentums, die Christus als Messias ablehnt. Welches Judentum aber meinte Skorka?

Liest Papst rabbinisches Schriften und ist davon geprägt?

Der Rabbi wies zugleich daraufhin, daß „einige Standpunkte und Feststellungen Bergoglios“ offensichtlich mit rabbinischen Schriften übereinstimme, womit er andeuten will, daß Papst Franziskus rabbinisches Schrifttum gelesen habe oder lese und von diesem geprägt sei.

Weitere Teile des Gesprächs beziehen sich auf den israelisch-palästinensischen Konflikt. Dazu sagte Skorka: „Ich erwarte mir nicht, daß Papst Franziskus alle Probleme zwischen Palästinensern und Israelis löst, noch alle Konflikte des Nahen Osten und der Welt.“ Die „wahre Macht des Papstes liegt in der Glaubwürdigkeit, die er in den Seinen und in den anderen zu wecken versteht.“

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Vatican Insider/Centro Interreligioso Buenos Aires

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Leo Laemmlein

„Sag mir, mit wem du gehst, und ich sage dir, wer du bist.“
Begleitend zur Heiliglandreise des Papstes empfehle ich besonders die zusammenhängende Lektüre des 1. und 2. Johannesbriefs.

Leo Laemmlein

« Nach katholischem Verständnis ist das vorchristliche Judentum (Israeliten) im Christentum aufgegangen und fand dort seine Vollendung. Das nachchristliche Judentum hingegen, ist jene pharisäische Abspaltung des ursprünglichen Judentums, die Christus als Messias ablehnt. »

Schon nach Papst Benedikt XVI. war die pharisäische Ablehnung Jesu als Messias eine legitime Auslegungs-Alternative des Alten Testaments.
Ehrlich, die meisten Evangelikalen haben mehr christlichen Glauben bewahrt als unsere letzten Päpste.

Ralph

Das mit den Evangelikalen stimmt. Unsere Päpste sind eine schwere Prüfung, aber wir wissen, dass sie fehlbar sind. Ex cathedra wird sich Berdoglio wohl nichts zu sagen trauen. So können wir sein Gerede getrost vergessen und von ihm bleibt nur die Vorstellung der Marsmenschentaufe.

Sarah
Mein lieber Leo, Sie bewegen sich auf schmalen Pfaden zur Häresie: das Judentum ist NICHT aufgegangen im Christentum – Gottes Bund ist unwiderruflich. Sie stellen sich mit den zitierten Formeln gegen die in der Hl. Schrift offenbarten Wahrheit: „Hat Gott sein Volk verstoßen? Keineswegs!… Gott hat sein Volk nicht verstoßen, das er einst erwählt hat… Nun frage ich: Sind sie etwa gestrauchelt, damit sie zu Fall kommen? Keineswegs! Vielmehr kam durch ihr Versagen das Heil zu den Heiden, um sie selbst eifersüchtig zu machen. Wenn aber schon durch ihr Versagen die Welt und durch ihr Verschulden die Heiden reich werden,… weiter lesen »
Schneeflöckchen

Der Neue Bund löste den Alten Bund ab, dessen Ende das Zerreißen des Vorhangs im Tempel versinnbildlicht. Ihre Sichtweise des „nie endenden Bundes“ ist eine faule Frucht von Nostra Aetate & Co. Da sollte man etwas zurückhaltender damit sein, andere einer „Häresie“ zu zeihen! Daher gibt es auch keinen „Sonderweg zum Heil“, wie er oft postuliert wird. Das talmudistische Judentum der letzten 2000 Jahre hat nichts mit dem Judentum zu tun, das in Erwartung des Messias die Kirche vorbereitete.

Gregorius
Christus als der von den Juden erwartete Messias wurde eben von den Pharisäern und Schriftgelehrten abgelehnt. Sie haben den „Eckstein“ verworfen und Christus dem Tode überliefert wegen seiner Aussage, daß ER der Sohn Gottes ist. Die Evangelien berichten schließlich ausführlich darüber. Ihm Johannesevangelium, welches in der überlieferten Messe als Schlußevngelium am Ende jeder Messe gelesen wird, steht eindeutig: „ER kam in Sein Eigentum, aber die Seinigen nahmen IHN nicht auf. Allen aber, die IHN aufnahmen gab er Macht, Kinder Gottes zu werden!“. Die Aussage Jesu: „Niemand kommt zum Vater, denn durch MICH“, ist ebenfalls eindeutig. Damit sagt Christus selbst, das… weiter lesen »
Leo Laemmlein
Abgesehen davon, dass ein Gleichnis ein Gleichnis ist und seine Grenzen hat, viele über das hinweg, was da eigentlich ausgesagt wird. Wir Heidenchristen sind eingepfropft in den edlen Ölbaum Israels – das ist das Judentum der Patriarchen und Propheten, die auf den Messias hofften, und das ist jenes Judentum, das den Messias annahm, als er kam. Der edle Ölbaum ist also das Israel des Alten Bundes und der Apostel Jesu Christi. Die Apostel und anderen Jünger aus den Juden, die den Gott Israels annahmen, als er Mensch wurde in Jesus Christus, sie waren vor 2000 Jahren das wahre Israel, nicht… weiter lesen »
koplinski

Alpträume.

Methodus

Ja und zum Abschluss,gibt’s ein buntes,fröhliches,Beisammensein ,ein Abendessen im Abendmahlsaal,wie zu lesen ist.Damit wird die Pilgerreise auf den Spuren des Papstes PaulVI,im Sinne einer Ökumene,ihren Höhepunkt erreichen.Und,eine ,,freudige“ Scharr Kinder und geküsster ,,,armen“Menschen,bleibt zurück.Und die Christen in Jerusalem haben Hausarest.DerGott sei mit uns,der Friede im Herzen,…..und führe uns nicht in Versuchung und erlöse uns von dem Bösem….Amen

Ralph

Von katholischen Schriften ist der Papst jedenfalls nicht geprägt. Immerhin hält er sich hier an konkrete Menschen, was uns schon eher beruhigt, denn die Marsmenschentaufe ist auch für hartgesottene Fledermauschristen zu viel.

Shuca

„denn die Marsmenschentaufe ist auch für hartgesottene Fledermauschristen zu viel.“
Das ist gut. Das gefällt mir mir. Nun auch der moderne Katholik wird bei diesem flügelschlagende Bischof von Rom irgendwann ins Grübeln kommen. Aber ich sage es voraus, dieser Bischof von Rom wird durch seine Merkwürdigkeiten von uns das letzte vom Verstand vor Christus verlangen.
Per Mariam ad Christum.

defendor
Deutliche Mahnung durch den hl. Johannes; „ein Lügner, wer leugnet, dass Jesus der ChristChristus ist“; ebenso wie die Irrlehre Islam leugnet dies auch das nachchristliche Judentum: - 1 Joh 2,18 Meine Kinder, es ist die letzte Stunde. Ihr habt gehört, dass der Antichrist kommt, und jetzt sind viele Antichriste gekommen. Daran erkennen wir, dass es die letzte Stunde ist. 1 Joh 2,19 Sie sind aus unserer Mitte gekommen, aber sie gehörten nicht zu uns; denn wenn sie zu uns gehört hätten, wären sie bei uns geblieben. Es sollte aber offenbar werden, dass sie alle nicht zu uns gehörten. 1 Joh… weiter lesen »
wickerl

Ein Papst wäre gehalten bessere und wichtigere Ziele zu haben!

michael

Mal auf klar gesprochen.
Franziskus hat echt auf alles Lust, nur nicht darauf, Papst der römisch-katholischen Kirche zu sein.
Was sollen diese Possenspiele mit dem Judentum.
Gerade jetzt in der nachösterlichen Zeit hören wir immer wieder vom Hass der Juden auf alles Christliche, daran hat sich bis heute nichts geändert, ist ja auch logisch, denn wenn sie uns anerkennen, können sie einpacken.
Und so packen sie lieber uns ein, mit diesem Herren in Weiß ein Kinderspiel.
Die Kirche taumelt immer zielsicherer auf das jüngste Gericht zu, die Laien sind frömmer als die Oberen, wie oben erwähnt, ein Alptraum.

Leo Laemmlein

Sarah,
das Neue Testament und auch der Apostel Paulus selbst hat außer diesen Sätzen im Römerbrief noch mehr zu sagen zum Verhältnis der Juden zu Jesus Christus und vom Alten zum Neuen Bund. Und dann wollen wir nicht die zweitausendjährige Exegese dieser Stellen vergessen und was das traditionelle Lehramt dazu sagt
(ich erinnere an Cantate Domino von Papst Eugen IV. ).

Franzel
Fast alle Christen stammen aus dem Heidentum, also wir alle. Man sollte sich, schon wie Sarah schrieb, die Worte des hl. Apostels und Judenchristen Paulus durch den Kopf gehen lassen. Etwas Bessers hat meines Wissens noch keiner gesagt zum Verhältnis zwischen Juden und Christen, die aus dem Heidentum stammen. Der Alte Bund mit den 5 Büchern Moses`und den anderen Schriften wie den Psalmen ist lebendiger Urgrund auch der Kirche. Der Sohn Gottes kam zur Welt, nicht um aufzuheben, sondern zu vollenden. Der Alte Bund besteht weiter im Volke Israel. Ohne das Volk Israel würde die Kirche auf Dauer nicht existieren… weiter lesen »
Leo Laemmlein

Wissen die Neu-Päpste seit 1958 es besser als 260 Päpste vor ihnen?
Wissen sie es besser als Jesus Christus?

Franzel

Wer ist ein „Neu-Papst“ bitteschön? Und wer sind dann folgerichtig die „Alt-Päpste?
Ich darf Sie darauf hinweisen, daß ich mitnichten gesagt habe, daß die Päpste vor den „Neu-Päpsten“ (in Ihrem, nicht meinem Verständnis) keinen guten Weg… gezeigt hätten.
Ich habe insbesondere doch Papst Pius XII. genannt, in Ihrer Rede (nicht meiner) ein „Vor-Papst“.

Ich gehe davon aus, daß die Worte des hl. Apostels Paulus vom Hl. Geist inspiriert sind. Sie auch- oder nicht?
Was sagen Sie eigentlich dem Gottmenschen Jesus, der sagt, daß das Heil aus den Juden kommt- am Jakobsbrunnen? Ist das Vergangenheit und vorbei? Wie verstehen Sie das?

Leo Laemmlein
„Neupapst“ ist eine zugegeben etwas saloppe Kurzbezeichnung für die Päpste der römisch-katholische Kirche seit dem 2. Vatikanischen Konzil, die allerdings selbst des öftern aus dem Mund hoher Hierarchen sich als „neue Kirche“ tituliert hat im Unterschied zur römisch-katholischen Kirche bis dahin. Papst Pius XII. vertrat gegenüber dem Judentum die Position der katholischen Kirche, die sie immer hatte und die in Einklang ist mit den gottinspirierten Schriften des Neuen Testaments. Diese Position hat Papst Eugen IV. in der Bulle „Cantate domino“ (1441) so zusammengefasst: „… It [the Holy Roman Church] firmly believes, professes, and teaches that the matter pertaining to the… weiter lesen »
Leo Laemmlein
Weiter: ———- It firmly believes, professes, and proclaims that those not living within the Catholic Church, not only pagans, but also Jews and heretics and schismatics cannot become participants in eternal life, but will depart “into everlasting fire which was prepared for the devil and his angels” [Matt. 25:41], unless before the end of life the same have been added to the flock; and that the unity of the ecclesiastical body is so strong that only to those remaining in it are the sacraments of the Church of benefit for salvation, and do fastings, almsgiving, and other functions of piety… weiter lesen »
Leo Laemmlein

Geehrter Franzel,
bitte lesen Sie einmal diesen Artikel und überlegen Sie selbst, ob das, was von den letzten Päpsten über das Verhältnis zum Judentum gelehrt wird, in Übereinstimmung mit dem überlieferten katholischen Glauben ist:
poschenker.wordpress.com/2013/09/16/die-gottheit-christi-wird-geleugnet-um-mit-den-juden-einig-zu-sein/

Leone

Die Welt kann auch ganz gut ohne Judentum und Juden leben.So wie sie es schon Jahrhunderte und Jahrtausende lebte.China zum Bespiel….

Franzel

Ich finde, daß das ein ganz schlimmer Satz, ihr erster Satz. Das ist Öl auf die Judenhasser wie z.Bsp. die Islamisten wie auch die Neonazis. Ist das ok, was die neu-heidnischen Nazis gemacht haben oder in all den Jahrhunderten auch Getaufte?
Mit diesem Satz, wenn sie formell Christ sein sollten, haben Sie sich m.Er. selbst exkommuniziert, denn Sie rufen ja auf zum Mord- ganz indirekt direkt.

Leviten

Bitte mehr Zurückhaltung. An der Aussage „Die Welt kann auch ganz gut ohne Judentum und Juden leben.“ ist an sich nichts Anstößiges, also sollte man auch nichts Anstößiges hineininterpretieren, das nicht gesagt wurde.

Tantumquantum

Volle Zustimmung zu Ihrer Kritik! Leones erster Satz ist erschreckend und sollte gerade in diesem Kreis tabu sein! .Das Schlimmste, was ich seit langer Zeit hier gelesen habe.

Tabu?
Jetzt werde ich aber neugierig? Warum diese besorgten Mienen? Was hat dieser Leone geschrieben, was erstarren läßt. Man ersetze das Wort Judentum und Juden und denke sich den Satz neu. Da würden mir gleich eine ganze Reihe von Varianten einfallen. Man stelle sich vor, alle Juden bekehren sich und werden gläubige Christen. Das wäre nicht schlimm, sondern fantastisch. Wir wissen: reine Theorie. Die Heilige Schrift sagt, es wird bis zum Jüngsten Tag Juden geben, die Christus leugnen. Sollten sich ein Juden heute aber bekehren, wie es seit 2000 Jahren bereits sehr häufig geschehen ist, dann werde ich ihn doch nicht… weiter lesen »
Tantumquantum
@Tabu? Was Leone sich bei diesem Satz gedacht hat, kann ich nicht beurteilen. Aber dass hier gleich drei User (Frenzel, Sarah und meine Wenigkeit) sich kritisch dazu äußern, müsste Ihnen doch zu denken geben. Ich kann es nicht besser sagen als Frenzel: Der scheinbar harmlose Satz ist „Öl auf die Judenhasser wie z.Bsp. die Islamisten wie auch die Neonazis“. Es ist eben ein Unterschied, ob man sagt, die Welt könne ganz gut ohne Internet, Atomkraft, Vegetarier, Models, oder Fußballer auskommen oder ob man nach den grauenhaften Verfolgungen der Vergangenheit „die Juden“ in einem solchen Zusammenhang nennt. Ich hoffe, Sie verstehen… weiter lesen »
Leviten
Nur nicht zu gönnerhaft. Die Geschichte kenne ich wohl. Die Geschichte sind Fakten und sie ist Vergangenheit. Mit der Geschichte kann man in der Gegenwart Politik machen (lernen tut man in der Regel aus der Geschichte leider nichts). Geschichte und Geschichtspolitik sind allerdings gänzlich verschiedene Dinge. Ich höre Ihrer aller drei Sensibilität. Mir scheint es allerdings wenig hilfreich, Dinge zu unterstellen, die nicht gesagt wurden. Wem sollte das nützen? Außer etwa (nur hypothetisch und nicht unterstellt) man wollte eben Politik machen. Ganz grundsätzlich nur angemerkt, weil hier gerade unter Christen (besonders evangelikalen Christen und unter evangelikal beeinflußten Katholiken) zunehmende Verwirrung… weiter lesen »
Leo Laemmlein
Leone In China gibt es sehr wohl Juden, und das seit vielen Jahrhunderten. Aber mir gefällt Ihr Ton nicht. Die Geschichte Gottes mit alttestamentlichen Volk, auch mit demjenigen, das Jesus Christus nicht angenommen hat, ist nicht zu Ende. Wenn Sie die Heilige Schrift kennen und die Propheten und auch das Neue Testament ernst nehmen, dann wissen Sie doch, dass in der Endzeit Israel seinen wahren König erkennen und annehmen wird. Das setzt aber voraus, dass es bis dahin durch die Geschichte hindurch bestand, auch wenn es eine Binde vor den Augen trug, und die Jahrhunderte hindurch von Gott bewahrt wurde.… weiter lesen »
Sarah

Lieber Leo,

ich preise Gott dafür, dass er Sie auf rechte Bahnen lenkt – die Aussage von Leone ist indiskutabel und wirklich schlimm (@ Franzel: Zustimmung!). Mir gefällt der Ton auch nicht!

Methodus
Sarah, wer gab ihnen das Recht, hier wiederholt Leo Lämlein zu etiketieren, ja zu richten, natürlich, sie, als gute und treue Katolik-in,wie sie über sich verkünden? Auch der Papst Franziskus hat bereits in seinen Predigten, Perlen, eine Unmenge Menschen bezichtigt, nicht richtige Christen zu sein, wenn… Die restlichen Christen sollen weitergehen, „in der mit Barmherzigkeit übergossenen einheitlicher und doch bunten Menge, die ohne Reue, ohne das alles, was ein Christ nicht ,,ist“ freudig, unter der Zärtlichkeit des Franziskus vorwärts marschieren. Vielleicht unter den Klängen der Internationale mit etwas ausgebesserten Worten,… und die Armen, Kranken werden wieder benutzt… und werden immer… weiter lesen »
GW
Ja, werter Methodus, da haben Sie Recht (wie auch bei dem, was Sie weiter unten schreiben; ich versteh Sie!). Und wir sollten uns immer um echte (und nicht instrumentalisierte, bloß zur Schau gestellte) Demut vor Gott bemühen und um Beistand gegen die Versuchungen der Selbstgerechtigkeit, der Selbsttäuschung und der Anmaßung bitten – gilt für uns alle, wir alle haben Seinen Beistand bitter nötig, in allem und immer! Im Übrigen: Gott ist treu, Er hat den Bund nicht „gebrochen“, sondern Seine Verheißung erfüllt – in Christus! Die „Argumentation“ in ‚Evangelii Gaudium‘ ist suggestiv, aber unsinnig, auf raffinierte Weise täuschend – und… weiter lesen »
GW

] – fehlende Schlußklammern hinterlassen immer ein Gefühl tiefen Unerfülltseins, pardon 😉 !

Leo Laemmlein

Sarah, kennen wir uns?
Ernstgemeinte Frage.

Franzel

Stimme Ihnen zu @Leo Lämmlein: „wer sich an Juden bzw. am Volk Israel vergreift, vergreift sich am Augapfel Gottes.“ Besser kann man es nicht sagen.

ein besorgter Christ

Naj ich denke einfach, die Herren hoffen, durch das Verhindern, dass die Juden wieder in den Ölbaum eingepfropft werden (Röm 11) auch das letzte Gericht zu verhindern!
Wahrscheinlich kommen sie sich dadurch sehr schlau vor, aber Schlauheit war schon immer der beste Weg Gott nicht zu erkennen. Mit der Weisheit ist es was anderes, das nur zur Klarstellung.
Und Franzel, lesen Sie den Römerbrief, in der Tat sind wir aufgepfropfte, aber auch die Juden werden in Christus eingepfropft werden, sprich sie werden sich zu Christus bekehren.
Edith Stein bezechnete das so, „Bevor Elliah kommt zu sammeln die Seinen….“

defendor
Der Geist Gottes weht im  Alten Testament ohne sich ganz auszugiessen ! Die Offenbarung der allerheiligsten Dreifaltigkeit, Gottes geschah im Alten Testament stufenweise und nicht in ihrer ganzen Fülle ! ERST durch die Menschwerdung des eingeborenen SOHNES GOTTES JESUS CHRISTUS haben sich denn die Prophezeiungen des Alten Testamentes  e r f ü l l t ! Durch, mit und in JESUS CHRISTUS ist die  Fülle der Zeit angebrochen ! Das Alte Testament war denn auch ein „Vorspiel“….. ein Vorläufiges… es brachte das Gesetz ! Dieses aber wurde wiederum zum Ankläger ! Durch, mit und in JESUS CHRISTUS  - der EWIGEN WAHRHEIT - … weiter lesen »
Franzel
Das Gesetz wurde durch Mose gegeben, er war der Vermittler, das Sprachrohr Gottes. Das Gesetz (10 Gebote z.Bsp.) sind von Gott. Und sie sind für immer gültig- bis zu den letzten Menschen jedenfalls. Die Erlösung kam von und durch Christus, der wahrer Gott ist. Aber Christus hat nicht „ein Jota“ des Gesetzes aufgehoben oder verändert. Das sagt Er selbst. Die 10 Gebote behalten ihre universelle Gültigkeit- nur wird die „Beziehung“ Gebote-Mensch durch die Erlösungstat Christi eine andere, wenn man an Ihn, Christus glaubt. Die Gebote Christi werden in der Freiheit Christi nicht mehr drückend. Denn ein wahrer Christ hält die… weiter lesen »
ein besorgter Christ
Naja sagen wir mal so, In Anbetracht der Tatsache, dass im Meer noch nie dort eingepflanzte Feigenbäume gefunden wurden, können wir schließen, dass der Glaube der Christen doch kleiner als ein Senfkorn ist. Von daher ist mir noch nie ein wahrer Christ untergekommen, der die Gebote aus Liebe zu Gott hält. Man müsste dringend aufhören das Wort vom erlösten Menschen zu ventilieren, der all den Kram wie Gebote und Formen nicht nötig hat. Man müsste zur Kenntnis nehmen, dass der Mensch unserer Tage durch den Gebrauch der Vernunft viel kann, aber selbige gebraucht „um tierischer, als jedes Tier zu sein!“… weiter lesen »
hedi züger

danke,es ist leider die Wahrheit-und die -ratione aeternitatis hat noch niemandem geschadet.

Sarah

Muss es nicht „ratio aeternitatis“ heißen? Welche Funktion hat der Ablativ in Ihrem Satz?

Leo Laemmlein

Sie nehmen es aber genau.
Das ist mittelalterliche lateinische Umgangssprache.
😎

Sarah

Auch mittelalterliche lateinische Umgangssprache hat zwischen dem Nominativ und dem Ablativ unterschieden 😉

GW

Oh nein … Sarah, Sie sagen’s ja selbst – das ist ein ABLATIV, den Frau Züger da mit Bedacht und absolut korrekt gesetzt hat!

GW

Abl. limitationis etwa, würd ich sagen, ‚im Hinblick / im Bezug auf‘ …

Sarah

Das hat sich mir aber nicht durch die Satzzeichensetzng (Gedankenstrich? Bindestrich? vor ratione) erschlossen. Ich habe ganz naiv das die „auf ratione“ bezogen. Und dann wäre das in der Tat falsch. Als Ablativus limitationis ist ratione (dann aber bitte ohne Strich davor!) selbstverständlich richtig!

GW
Ja, verstehe schon, klar – ich mußte auch etwas rätseln 😉 – aber richten wir unsere Aufmerksamkeit und Kritik lieber auf die wahrlich kritikwürdigen Zustände unserer hl. Mutter, der Kirche! ‚Ein besorgter Christ‘ hat schon Recht – diese „visionär-stuhlkreisgeborenen, pastellfarbenen Barmherzigkeits- und Zärtlichkeitsventilirereien“ sind doch in Wirklichkeit absolut kontraproduktiv, so seicht wie hirnverklebend, verführen zum Selbstbetrug. Mag sein, daß man in früheren Zeiten den Menschen in allzu drastischen Bildern die Hölle heiß gemacht und einfach nur Angst eingejagt hat – wobei man aufpassen muß, daß man das nicht clichéhaft verallgemeinert, als sei das NUR so gewesen und hätten die Menschen… weiter lesen »
Tantumquantum

Sarah, Sie haben (so wie ich anfangs auch) „ratione“ für das im falschen Kasus stehende Subjekt gehalten. Das Subjekt ist aber das „die“ vor ratione..Das Missverständnis ist auf eine ungeschickte Zeichensetzung zurückzuführen..

Leone

Und wie steht es angesichts der wissenschaflichen Tatsache,das das uns bekannte Universum,über 200 Miiilarden Galaxien zählt. Von deren unermessliche Anzahl von Planeten ganz zu schweigen? Und was ist mit deren Zivilisationen,die schon lange vor uns existierten und existieren? Da erweist sich das Dogma und Geschreibsel eines sog.“Auserwählte Volk“ gleichgültig ob Jüdisches oder ein anderes Volk ,als völlig obsolet und unglaubwürdig weil unwichtig. Wieso sollte ausgerechnet unser Planet,der innerhalb einer Galaxie unter Milliarden anderer Galaxien,die „Krone der Schöpfung“ darstellen? Mit dieser Tatsache muss ich allen widersprechen,die hier mit der Anti-Semitsmus Keule herumfuchteln.ZWECKLOS!

Sarah

Leone,

dass die Juden das zuerst und bleibend auserwählte Gottesvolk ist ebenso Dogma wie die Tatsache, dass wir als Christen (sekundär im Ablauf der Heilsgeschichte, aber genauso wirklsam) auch dorthin aufgenommen wurden. Es geht bei der Auserwählung nicht darum, „Krone der Schöpfung“ zu sein (das ist wohlgemerkt in der ersten der beiden Schöpfungserzählungen nicht einmal der Mensch, sondern der Sabbat). Es geht darum, dass wir als Christenmenschen das Heil allen Geschöpfen bringen sollen durch Jesus Christus.

Methodus
Klingt korrekt, kann auch so sein. Die Sätze über Jesus Christus sind wahre Worte. Doch bei Ihrem Schlusssatz, der den Worten nach völlig richtig ist, spüre ich eine Gefahr, eine Gefahr für Den Einzigen Jesus Christus, unseren Herrn in Ewigkeit… und alle Geschöpfe … in Gottes Schöpfung. Es geht darum, dass wir als Christenmenschen das Heil allen Geschöpfen bringen sollen durch das Heil. Das Heil, das allen Geschöpfen gebracht wird, ist der geschundene Leib des Jesus Christus und sein Namen. Und wo bleiben die liebenden, glaubenden, hoffenden, ja auch zweifelnden Menschen, die der allmächtige, gütige Gott erschaffen hat, Sein Sohn,… weiter lesen »
Methodus
Und passend,..statt meinen ungeschikten Beitrag zu korigieren,oder liquidieren,bin ich durch das Fenster gerufen worden,evtl.einem ,noch blindem Kätzchen,das wohl ,,verloren“war,irgendwie zu helfen.Eine andere Katzenmutter hat geholfen,so,wie es ihr gegeben worden ist,vom Schöpfer,im Überfluss….Und Sarah,meint vielleicht das Richtige,jeder haben wir eine andere Geschichte,andere Sprache.Aus einem sozialistichem Land,noch im Krieg geboren,bin ich ,bei einem Massenheil,in meiner Generation ,sehr vorsichtig.Und weiss,wie stark die christlichen Wurzeln sind,im Menschen,der begnateter Werke,Kirchen,Muzik,Bilder…Schriften…in Tradizionen,Geschichte,Volksweisheit und Gebräuchen,Festen…In der heiliger Messe,mit der wahrer Liturgie(die gab es dort,vereinzelt) lernten beten von den Eltern und Grosseltern,eben in der Familie…und in der Schule grüssten wir ,,Ehre sei der Arbeit“,wie vorgeschrieben und niemandem fiel… weiter lesen »
Tantumquantum

@Leone, Jetzt bin ich aber baff! Alles, was Sie in ihren ersten sieben Zeilen schreiben, ist eines der Hauptargumente von Atheisten gegen den Gottesglauben an sich und wird regelmäßig bei religiösen Diskussionen vorgebracht. Tenor: Wir Menschen seien angesichts der kosmischen Größenverhältnisse doch total unwichtig, ein Zufallsprodukt, und die Vorstellung, dass ein Gott sich ausgerechnet für diese Staubkörner interessiert, sei einfach lächerlich. Ich will Ihren Ansichten nicht zu nahe treten, aber dass ich sie ausgerechnet hier finde, überrascht mich doch. Ohne es zu wollen, leiten Sie Wasser auf atheistische Mühlen!

Methodus
@GW ,danke herzlichtst für ihre Worte und ihren Hinweiss mit der offener Klammer.Ich hoffe,etwas mehr,verstanden zu haben,auch im Herzen,verstanden zu haben,das hoffe ich lediglich.Dass,sich immer wieder,bewusst zu werden,wir haben das Heil bereits,Gott,unser Vater,ist mit dem Mensch,vor 2014Jahren,einen Neuen Bund eingegangen,wir haben das Heil,durch Seinen Sohn,Jesus Kristus,Seine Empfängniss,Seine Geburt,Sein Leben,Sein Sterben und Seine Auferstehung.Er ist der König,für ewig,Sein Königreich,ist nicht von dieser Welt,seine Kirche ist nicht zerstörbar,seine Mutter,kann nicht geschändet werden,wider weltlicher Versuchen.Ein Papst Franziskus und die seinen,will uns Allen Heil,und Liebe,Harmonie usw. bringen,neu,was für Kwatsch.Bei mir,ich bin kein Maastab,erweckt er eine sündhafte Wut und Abscheu,eine animalische Angst,bestenfalls,Werwirrung und Verzweiflung.Dies verblendet… weiter lesen »
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