Medienkampagne gegen Kirche, Klinik und Kardinal

Kardinal Joachim Meisnervon Hubert Hecker

Am 16. Mai werden im Kaisersaal des Frankfurter Römers zwei Reporter des Kölner Stadt-Anzeigers mit dem Wächterpreises der Stiftung „Freiheit der Presse“ ausgezeichnet. Die beiden „couragierten“ Journalisten Peter Berger und Joachim Frank hätten durch „hartnäckige Recherche und Berichterstattung“ einen „Skandal in kirchlichen Kliniken“ aufgedeckt.

Der konstruierte Skandal

Eine Kölner Notfallärztin hatte am 15. 12. 2012 ein mutmaßliches Vergewaltigungsopfer erstversorgt einschließlich einer Rezeptausstellung für die ‚Pille danach’. Anschließend ließ sie beim nahen St. Vinzenz-Hospital nachfragen, ob die Klinik eine forensische Untersuchung zur Sicherung gerichtsverwertbarer Spuren vornehmen könnte. Die kontaktierte Gynäkologin sagte dazu wahrheitsgemäß: „Das ist bei uns nicht möglich.“ Denn die nachgefragte Klinik hatte weder die Erlaubnis noch die medizinisch-technischen Geräte, um die entsprechende Untersuchung der Anonymen Spuren-Sicherung (ASS) durchführen zu können. Die Klinik-Ärztin empfahl der Notfallärztin, die Patientin in eins der fünf Kölner ASS-Krankenhäuser zu überweisen – auch um eine belastende Doppeluntersuchung zu vermeiden.

Diese Nachfrage ebenso wie die Weiterverweisung sind alltägliche Vorgänge in einem Klinikbetrieb, etwa wenn ein Krankenhaus keine freien Liegeplätze, keine Ärzte-Kapazitäten oder wie hier – keine Kompetenz in der Behandlung hat.

Wo also war hier ein „Skandal“ aufzudecken? Wieso soll dieser Alltagsvorgang „hartnäckige Recherche“ erfordert haben? Gegenüber wem wäre „kritische Wachsamkeit“ notwendig gewesen? Worin schließlich soll die „Couragiertheit“ der Journalisten bestanden haben?

Oder sollen die Journalisten dafür geehrt werden, daß sie aus einem banalen Vorgang einen medialen Skandal gegen die Kirche „konstruierten“? Tatsächlich entfachten die beiden Journalisten einen Sturm im medialen Wasserglas und hörten im Rauschen des Blätterwaldes das Echo ihre „Skandal!“-Rufe. Denn sie konstruierten aus dem Telefon-Gespräch von zwei Medizinerinnen um einen Platz für einen forensische Untersuchung ein Hilfe-Verweigerungsdrama: „Es ist haarsträubend, daß vergewaltigten Frauen in katholischen Kliniken die Hilfe verweigert wird“, schrieb Joachim Frank im Vorspann seines KStA-Beitrag zwei Tage nach dem Erstartikel. Dazu setzte die Zeitung groß das „Eingangsportal des St. Vinzenz-Hospitals“ ins Bild – so als wäre eine Vergewaltigte in persona am Klinikeingang ‚abgewiesen’ worden. Dieser unzutreffende Vorwurf von ‚Hilfeverweigerung’ ist als eine gezielte Verleumdung der Journalisten zur Rufschädigung der kirchlichen Kliniken anzusehen.

Das ist nur ein Beispiel für diverse journalistische Fehlleistungen bei der Artikel-Serie der beiden Reporter. Daß ihnen dafür der Wächterpreis für „herausragende publizistische Leistungen“ verliehen werden soll, ist Teil des ‚Kölner Medienskandals’, wie der angebliche ‚Kölner Klinikenskandal’ besser heißen sollte.

Gnadenlose Vor-Urteile gegen Kirche und Kardinal

Der Kölner Stadt-Anzeiger rühmt sich in einem Artikel vom 9. 4. 2014 im Zusammenhang mit der Nominierung für den „Wächterpreis der Tagespresse“ einer journalistischen Großtat: Die Redakteure Peter Berger und Joachim Frank hätten durch „hartnäckige Recherche und Berichterstattung“ auf die „Gradlinigkeit und Grundsatztreue“ der katholischen Kirche soviel „Druck“ ausgeübt, daß es zu einem „einmaligen Sinneswandel“ der Kirche gekommen sei. Medienpolitisch sollen die Reporter also für eine erfolgreiche Skandalisierung geehrt werden.

Für die Erhöhung des Skandal-Drucks auf den Kölner Kardinal war vor allem der Chefkorrespondent des Kölner Stadt-Anzeigers, Joachim Frank, verantwortlich. In einem Kommentar vom 17. Januar unter der Überschrift: „Verstörender Rigorismus der Kirche“ setzte Frank wider besseren Wissens Falschaussagen an wie diese: „Katholische Kliniken dürfen nicht über die ‚Pille danach’ aufklären.“ Erst am Tag vorher hatte der Krankenhausträgers dieses Gerede richtiggestellt. Weiterhin behauptete Frank kontrafaktisch, daß „kirchlichen Mitarbeitern die fristlose Kündigung droht“, wenn sie über die ‚Pille danach’ aufklärten. Schließlich macht er dem St. Vinzenz-Hospital die Nicht-Untersuchtung von gerichtsverwertbaren Spuren zum Vorwurf, wozu die Klinik weder Erlaubnis noch die technischen Mittel hatte.

Auf der Basis dieser drei Falschaussagen fällte Joachim Frank dann sein gnadenloses Vor-Urteil: Erklären ließe sich das Verhalten von Kliniken und Kirche „nur mit Abgebrühtheit, Lebensferne und Weltfremdheit“. Der vernichtende Ausdruck „Abgebrühtheit“ gegenüber Vergewaltigungsopfer zielte auf Kardinal Meisner, der im letzten Abschnitt des Kommentars ausdrücklich genannt wird. Darüber hinaus schimpft Frank über die „zölibatäre Priesterkaste“, die über ihre Prinzipien (‚Abtreibung ist Todsünde’) den Menschen vergessen würde.

In einem weiteren Kommentar vom 18. Januar mit dem Titel: „Die seelenlose Moral der Kirche“ bringt Frank noch größere Wort-Geschütze in Stellung. Die „Kirchenoberen“ würden „eine seelenlose Moral predigen“. Und dann eine überzogene Zerschlagungskritik: Für dieses „unseligen“ System gelte, was ein angeblicher Theologe schon über die Systematik des kirchlichen Rechts gesagt habe: „Man kann sie nicht reformieren. Man kann sie nur sprengen“

In seiner maßlosen Kritik an der kirchlichen Morallehre mit Sprengungs- und Zerstörungsphantasien erinnert Frank an den Kirchenhasser Voltaire. Und dieser Mann spielt sich gleichzeitig als theologisch-kirchlicher Heildoktor auf: Mit dem Titel seines neuen Buches fragt er: „Wie kurieren wir die Kirche?“
Auf solche Ratschläge nach Dr. Eisenbarts Methoden, die Patienten mit brachialer Gewalt zu heilen, kann die Kirche gern verzichten.

Kliniken und Kardinal knicken vor dem medialen Skandalisierungsdruck ein

Der KStA und in seinem Fahrwasser alle anderen Mainstream-Medien hatten seit dem 16. Januar 2013 mit einem Trommelfeuer von Vorwürfen gegen Kirche und Kliniken gewaltigen Rechtfertigungsdruck gegenüber der katholische Kirche aufgebaut. Wie haben die Skandalisierten darauf reagiert, also katholische Kliniken und das Erzbistum Köln?

Schon am Tag der Erstpublikation wies der Krankenhausträger in einer Pressekonferenz die Anschuldigungen des Kölner Stadt-Anzeigers zurück: Druck und Drohungen gegen das Klinik-Personal im Zusammenhang mit der ‚Pille danach’ habe es nicht gegeben. Entsprechend ihrer Richtlinien gewährleisteten die Krankenhäuser eine umfassende Heilbehandlung – auch an Vergewaltigungsopfern.

Zu dem konkreten Fall allerdings versäumte der Pressesprecher des Trägervereins die Richtigstellung, daß die Klinikärztin telefonisch ein anderes Krankenhaus mit ASS-Kompetenz empfohlen hatte. Indem er sich für die angebliche ‚Abweisung’ des Vergewaltigungsopfers entschuldigte, hatte er im Prinzip das fälschliche Anschuldigungsschema der Presse übernommen. Die Medien fühlten sich somit in ihrem Ansatz bestätigt.

Unter dem zunehmenden Skandalisierungsdruck mit wilden Spekulationen und falschen Folgerungen sah sich Kardinal Meisner nach einer Woche gedrängt, ebenfalls eine Betroffenheits-Erklärung abzugeben. Diese Entschuldigung wirkte sich noch fataler aus. Denn der Kardinal war auf das Medien-Märchen eines angeblichen Hilfe-Verweigerungsdrama hereingefallen: „Die Patientin hat in großer Not Hilfe gesucht und keine Aufnahme gefunden.“ Damit hatte der Kölner Kirchenobere erneut die Phantom-Abweisung einer „Hilfe suchenden Frau“ am Klinikeingang bestätigt, was die Medien schon immer suggerierte.

Inzwischen hatte der KStA schon ein neues Skandal-Faß aufgemacht: Es herrsche angeblich Mißtrauen, Drohung und Angst vorm Jobverlust in kirchlichen Kliniken im Zusammenhang mit der ‚Pille danach’, die in katholischen Einrichtungen nicht verschrieben werden durfte. Dabei knüpfte die Zeitung an den Schluß der Entschuldigungserklärung an, in der Meisner die Nicht-Verschreibung der ‚Pille danach’ bekräftigt hatte: „Weil diese eine befruchtete Eizelle töten kann, lehnt die katholische Kirche sie wie jede andere Methode der Abtreibung ab“ – zitiert aus der FAZ vom 22. Januar. Nach dieser Meldung richtete die Presse ihr mediales Trommelfeuer unisono gegen die Haltung der Kirche als rigoristisch, lebensfern und realitätsfremd.

Eine Woche nach Meisners Entschuldigung und zwei Wochen nach dem Erstbericht des KStA hatte die mediale Skandalisierung schließlich auch den Kölner Kardinal erreicht: Mit seiner Erklärung vom 31. Januar 2013 gab Meisner die bisherige kirchliche Position zur ‚Pille danach’ auf.

Die Medien triumphierten. Der KStA schrieb den „Sinneswandel“ des Kardinals auf seine Druck-Fahnen. Der Spiegel titelte: Meisner billigt ‚Pille danach’ für Vergewaltigungsopfer“. So pauschal hatte das der Kölner Oberhirte keineswegs getan, aber seine Erklärung ließ wachsweiche Interpretationen zu.
Der Kardinal hatte zwar an der betreffenden kirchlichen Lehrposition nichts geändert: „Wenn ein Präparat die Einnistung einer bereits befruchteten Eizelle verhindert, ist das nach wie vor nicht vertretbar.“ Er hatte jedoch auch festgestellt, daß zu Präparaten mit nicht-abtreibendem Wirkprinzip nichts einzuwenden sei.

Nach Beratung mit Fachleuten gehe er vom „neuesten Stand der medizinischen Wissenschaft“ aus, ließ der Kardinal verlauten. Doch die dann folgenden Aussagen waren wissenschaftlich keineswegs abgesichert: Sie unterstellten in einem Gut-Böse-Schema, als wenn bei den zwei auf dem deutschen Markt befindlichen Präparaten das eine mit dem Wirkprinzip Nidationshemmung als schlecht anzusehen sei, weil es den Embryo abtreibe, das andere dagegen ausschließlich die Verhinderung von Eisprung und Befruchtung bewirke und damit unbedenklich sei.

In Wirklichkeit haben die beiden gebräuchlichen Präparate eine ähnliche Wirkweise, bei der nur der „Hauptwirkmechanismus“ die Unterdrückung des Eisprungs ist. Von zahlreichen Wissenschaftlern und mehreren Ärztevereinigung wurde aber bestätigt, daß bei beiden Wirkstoffen die Abtötung der befruchteten Eizelle in der Gebärmutterschleimheit und beim Transport dahin wissenschaftlich nicht auszuschließen sei.

Aus diesen Tatbeständen ist zu folgern, daß die Einnahme der ‚Pille danach’ „eine abtreibende Wirkung haben kann“ und damit abzulehnen ist. Das ist genau die Lehrposition der Kirche, die auch der Kardinal bis zum 31. Januar 2013 vertreten hatte.

Es ist ein bisher einmaliger Vorgang in der Kirche, daß ein einzelner Kardinal ohne Absprache mit dem Papst und ohne Erörterung in den Kardinalskollegien eine wichtige Änderung bei einer praktisch-ethischen Weisung vorgenommen hat. Nachdem Meisners ethische „Kehrtwende“ von den Medien einhellig gelobt wurde, war die nachträgliche Zustimmung der Deutschen Bischofskonferenz zu der Kardinalsentscheidung ebenfalls eher dem Öffentlichkeitsdruck geschuldet als Ergebnis einer sachlichen und offenen Debatte in der Bischofsversammlung.

Wenn man bedenkt, wie lange und kontrovers die Behandlung von wiederverheirateten Geschiedenen in der Kirche auf verschiedenen Ebenen erörtert wird, dann wird die einsame Entscheidung des Kölner Kardinals umso problematischer.

Letztlich ist der Schnellschuß von Meisner aus dem medialen Skandalisierungsdruck zu erklären, allerdings nicht zu rechtfertigen. Die Kirche wurde insbesondere vom KStA-Chefkorrespondent Joachim Frank als lebensfremde Prinzipienreiterin beschimpft, der Kardinal als rigoroser und menschenfeindlicher Obere karikiert; er würde mit einer gehörigen Portion Abgebrühtheit die Not der Frauen übergehen.

Das waren Schlag-Worte, Begriffs-Attacken, Phrasen-Stiche, die das christliche Selbstverständnis der Kardinals treffen sollten und sein Herz trafen. Nach diesem medialen Nieder-Schlag kurz vor Ende seiner Amtszeit nahm er bedrängt den Rat eines „medizinischen Fachmanns“ an, der ihn mit falscher wissenschaftlicher Sicherheit einen vermeintlichen Ausweg aus seinem Dilemma zu weisen schien.

Bild: Raimond Spekking

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12 Comments

  1. Die Frankfurter hätten ihren Preis besser Manipulations-Award genannt, die beiden Preisträger und in ihrem Gefolge die anderen Mainstream-Medien haben verdreht, gelogen, manipuliert und desinformiert , um nur ja ihre Botschaft von der frauenfeindliche Kirche an den Leser zu bringen und Druck, auf die Kirche auszuüben, um die Anerkennung der „Pille danach“ als Notfallmedikament zu erzwingen. Jeder weiß inzwischen wie der betreffende Fall abgelaufen ist, dass von der melodramatisch und tränenreich beschriebenen Abweisung der jungen Frau durch alle katholischen Krankenhäuser mit nachfolgender unwürdiger Odyssee durch Kölns Kliniken nicht die Rede sein kann.
    Wäre die Notärztin, die die Vorgaben für die Katholischen Häuser genau kannte, nicht auf Krawall ausgewesen, hätte sie gar nicht erst demonstrativ zuerst dort um Weiterbehandlung ersucht- sondern gleich eine städtische Klinik angerufen, aber das wäre dann ja ganz ohne Empörungshype abgegangen.

  2. Leo XIII zur Pressefreiheit: „Eine unheilvolle, abscheuliche Freiheit, wahrhaft zur Unterdrückung der Massen.“

    Die Pressefreiheit zeigt uns immer wieder ihre häßliche Fratze. Es wird gelogen, konstruiert, wichtige Details weggelassen, sich lustig gemacht ganz im Sinne der Besitzer der Presseorgane (meist der NWO Ideologie verfallen). Die absolute Wahrheit sollte erste Pressepflicht sein, aber wo ist sie zu finden?

    Wir werden überhäuft mit Irrtümern. Nur ganz wenige merken es. Die Masse lässt sich dagegen aufhetzen. Besonders beliebtes Opfer ist die Römisch Katholische Kirche. Und was macht unsere geliebte Kirche? Sie gibt ein jämmerliches Bild ab. Sie ist unfähig sich zu wehren.

    Ganz im Sinne Charles Maurras: „Es gibt Schwächen, die tyrannisch, Kraftlosigkeiten die bösartig sind, und Besiegte, die verdienen, es zu sein.“

  3. Sehr gut recherchierter Artikel! Warum bloß bekommen immer die falschen die Preise? Ergänzend darf ich auf die Ironie des Schicksals hinweisen, dass die angeblich neuen „wissenschaftlichen“ Erkenntnisse, die man Kardinal Meisner weisgemacht hat, aus der Feder der Welt-Berufs-Abtreiber-Präsidentin stammen. Siehe http://b-logos.de/?p=1141

  4. Eine „Ehrung“ für Durchtriebenheit, Hinterlist und verbissener Kirchenfeindlichkeit. Ganz im Einklang mit dem „human gutmenschlichen“ Kult des Todes. Hauptsache „mehrheitsgefällig“. Das bedenklich schwache journalistische Niveau als Spiegelbild einer Gesellschaft im Selbstvergötterungswahn. Der Preis „Freiheit der Presse“ als schlechter Witz. Die gegenderten Medien sind längst überwiegend Marionetten der Abtreibungs- und Homolobby. „Freiheit“ nur solange die „neue Weltordung“ nicht un Frage gestellt wird. Wahrheits- und Kirchenfeindlichkeit gehören heute zu den „journalistischen Grundeigenschaften.“ Karriere ohne Drangsalierung der Kirche ausgeschlossen. Dafür sorgen schon die freimaurerischen Finsterlinge in den Chefredaktionen mit ihrer „freien Gesinnungs-Diktatur“.

    Aufschlussreiches vom sich zum wahren Glauben bekehrt habende ehem. Freimaurer Maurice Caillet auf die Frage, welchen Dingen die Freimaurerei am meisten Aufmerksamkeit schenke:
    -
    „Die öffentliche Meinung zu beeinflussen.
    Vor allem zu den Themen, die die Freimaurerei auf politischer Ebene voranträgt
    und die sie für wichtig für ihre Pläne hält.
    Die Abtreibung: damals, als das Gesetz diskutiert wurde,
    wurde enormer Druck auf die Medien ausgeübt,
    um die Meinung der Massen zu lenken,
    aber noch mehr Druck wurde auf die Politiker der Rechten ausgeübt,
    die sich 1974 dann tatsächlich nicht mit Entschiedenheit widersetzten,
    sodaß das Gesetz ohne Probleme durchging.
    Heute sind die Themen:
    Homo-Ehe, Relativismus, Libertinage, Verhütungsmittel,
    Scheidung, Hedonismus, Genußsucht, die Ablehnung des Leidens.
    Der Mensch muß frei sein, sich dem Genuß hinzugeben.
    Das ist die Besserung der Menschheit, auf die die Freimaurerei abzielt.“
    -
    Schon zu seiner Zeit ( Ende 19. Jahrhundert) hat der Freimaurer Baron Moses Montefiori (Blumberg) auf einem „Internationalen Oberrat“ gefordert:
    -
    „Solange wir nicht die Presse der ganzen Welt in Händen haben, ist alles was ihr tut, vergeblich; wir müssen die Zeitungen der ganzen Welt beeinflussen, um die Völker zu täuschen und zu betäuben.“

  5. Unter dem folgenden Link finden wir die Seite der Loge „zum ewigen Dom“
    Logenkultur: Zum Ewigen Dom http://www.zum-ewigen-dom.de/ueber-uns/logenkultur.html
    dort finden wir dann den Eintrag:
    Was gut ist wird weiter gereicht: ein geheimes Rezept zur Herstellung eines Duftwassers ( Eau-de-Cologne von Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichs-Platz), die Kunst des Schauspiels (die Familie Millowitsch), das Herausgeben von Zeitungen (das Verlagshaus DuMont Schauberg) …

    Also der Verlag DuMont Schauberg, der Herausgeber des Kölner Stadtanzeigers ein Freimaurerblatt. Das erklärt sicher einiges.

  6. Die Pressefreiheit hat nun schon immer 2 Seiten. Ein Teil schreibt die Wahrheit und der andere halt nur Teile eines Geschehens, man lässte wichtige und entscheidende Vorkommnisse einfach unerwähnt und so lässt sich geschickt eine „Wahrheit“ zimmern. Das Schlimme ist jedoch, dass sich alle dann auf die Pressefreiheit bzw. auf die Meinungsfreiheit berufen. Und wenn es dann noch gegen die Katholische Kirche geht, da sind nur Schlagworte wichtig. Wahrheit ist im Kampf gegen die Kirche nur hinderlich. Wenn man allein den Lügenwald im Bezug auf Missbrauch in der Kirche bedenkt. Von der Odenwaldschule wird in den Medien so gut wie nichts berichtet, obwohl erst vor wenigen Tagen wieder Vorfälle bekannt wurden. Nein, da wird verschwiegen…. Mit Lug und Trug versuchen die Medien Stimmung gegen die Kirche und besonders gegen die traditionstreuen Gläubigen und Gemeinschaften zu machen. Was ich jedoch als ein besonderes „Zeichen“ sehe, ist der Tag der Verleihung! Am 16. Mai wird des heiligen Johannes von Nepomuk gedacht. Jener Heiliger, der um der Wahrung des Beichtgeheimnisses grausame Martern erduldete und dann so misshandelt und gefesselt in die Moldau geworfen wurde. Der Heilige, der für die Wahrheit Zeugnis ablegte!

    • @ Gregorius, bei allem Respekt, aber daß über die jüngsten Vorfälle in der Odenwaldschule „so gut wie nichts berichtet“ worden ist, ist schlicht und einfach falsch.

      Die Zeitungen, zumindest hier im Rhein-Main-Gebiet, einschließlich der überregionalen Blätter wie FAZ und FR, haben ausführlich darüber berichtet, zum Teil mit Hintergrundartikeln, auch Vertreter des Vereins der Opfer der Odenwaldschule kamen zu Wort und heute wird über die Forderung einiger hessischer Poltiker berichtet, die Schule zu schließen.
      Meiner Meinung nach sind die aktuellen Fälle auch bei aller Scheußlichkeit nichgt so gravierend, wie die früher bekannt gewordenen. Das schlägt sich auch im Umfang der Berichterstattung nieder.

      Ansonsten kann ich mich über die Begeisterung einiger für eine Wiedereinführung der Zensur nur wundern. Die Wahrheit zu verdrehen, oder Fakten wegfallen zu lassen, ist keine Eigenschaft, die es nur bei Linken gibt. Wer weiß, was über die Skandale bei der Vatikanbank, die Causa Tebartz-van Elst oder die Mißbrauchsfälle in den Medien überhaupt berichtet worden wäre, hätte es die Zensur gegeben und die Kirche ein Recht, zu entscheiden, was „wahr“ ist, und damit über sie berichtet werden darf.

  7. Sachlicher Beitrag. Nicht zu vergessen: Joachim Frank hat aufgrund seiner eigenen Vita ein gestörtes Verhältnis zur römisch-katholischen Kirche. Und diesen Frust projiziert er in seine Artikelchen hinein. Bedauerlich wie Bischöfe ihm dabei noch Schützenhilfe leisten, siehe z.B. Beppo Overbeck im besagten Werk „Wie kurieren wir die Kirche?“ So bestimmt nicht.

  8. @Gerd Hengsberger
    Vielen Dank für diesen Hinweis.
    Noch einige Ergänzungen:

    Das Firmenlogo des Verlaghauses Schauberg-Dumont ist von freimaurerischer Symbolik durchsetzt.

    Die bundesweiten Verstrickungen; aus dem „Bundesanzeiger“ Jahresbericht 2006:
    -

    Wirtschaftlich mit Wirkung zum Beginn des Geschäftsjahres 2006 haben die beiden bisherigen Mitgesellschafter Bundesrepublik Deutschland und Herausgebergemeinschaft Wertpapier-Mitteilungen ihre Geschäftsanteile an den Gesellschafter DuMont Schauberg bzw. ein Tochterunternehmen von MDS übertragen, das nunmehr als Alleingesellschafter sämtliche Geschäftsanteile hält.
    -

    „Bundesanzeiger“ 2008:
    -
    Die Bundesanzeiger Verlagsgesellschaft mbH ist als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der M. DuMont Schauberg Expedition der Kölnischen Zeitung GmbH & Co. KG einbezogen, der im elektronischen Bundesanzeiger am 10. Dezember 2008 veröffentlicht wurde. Sie nimmt unter Bezugnahme auf den bereits veröffentlichten Befreiungsbeschluss die Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch.
    -

    Schliesslich über die enorme Einflussnahme des freimaurerischen Verlages aus Wikipedia:
    -
    Der Verlag verfügt in der Kölner Medienlandschaft über eine enorme Meinungsmacht, da abgesehen von der Lokalausgabe der Bild-Zeitung alle lokalen Tageszeitungen in Köln im Verlag M. DuMont Schauberg erscheinen. Die Inhalte der Kölnische Rundschau
     verantwortet Helmut Heinen
    , Präsident des Bund Deutscher Zeitungsverleger
    . Zudem ist die Herausgeberfamilie ein fester Bestandteil des Kölner Establishments
    . Im Zusammenhang damit wird den Publikationen des Verlages vorgeworfen, über städtische Affären und Skandale (z.B. die Vorfälle im Zusammenhang mit der Kölner Messe
     und dem Immobilienfondsinitiator
     Josef Esch
     und derBank Sal. Oppenheim
    ) nur verhältnismäßig knapp und wenig investigativ zu berichten. Diese Vorwürfe bestreitet der Verlag.

    Nach dem Zweiten Weltkrieg
     ging der Stadt-Anzeiger nach dem Wiedererscheinen 1949 als führende Kölner Zeitung aus einem harten Wettbewerbskampf mit der 1946 gegründeten, der CDU nahestehenden“Kölnischen Rundschau
    „ hervor.
    1964 kam die Boulevardzeitung
     “Express
    „ auf den Markt, die die Monopolstellung
     der “Bild
    „in der Region brechen konnte.
    Nach der Deutschen Wiedervereinigung
    erfolgte die Übernahme der“Mitteldeutschen Zeitung
    “. Das lokale Konkurrenzblatt “Kölnische Rundschau
    „wurde 1999 übernommen.
    Am 6. Juli 2005 hob das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf das Veto desBundeskartellamts
     auf. DuMont Schauberg durfte daraufhin höhere Anteile (2012: 18%) am Verlag des Bonner
     General-Anzeiger
     übernehmen.
    2006 wurden 50 Prozent der Anteile und eine Stimme der “Frankfurter Rundschau
    „von dem MedienbeteiligungsunternehmenDeutsche Druck- und Verlagsgesellschaft
    der SPD
     sowie alle Anteile desBundesanzeiger
     Verlags übernommen. Am 13. August desselben Jahres wurden 25 Prozent der israelischen Haaretz-Gruppe
     in Form einer Direktinvestition von 25 Millionen Euro gekauft.
    Am 13. Januar 2009 teilte der Verlag mit, dass er die Aktivitäten der Mecom Group
     in Deutschland übernimmt.[9]
     Dazu gehörten der Berliner Verlag
     mit der “Berliner Zeitung
    „und die “Hamburger Morgenpost
    “. Mecom erzielte nach eigenen Angaben für die gesamten Publikationen einen Verkaufspreis von 152 Millionen Euro.
    -

  9. Preis für „herausragende publizistische Leistungen“. Sicher sollte es: „herausragende propagandistische Leistungen“ heißen. Ist womöglich Versehen?

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