Was können Christen am 25. Mai wählen? Europa nicht den Jakobinern überlassen

Rekos EU-Wahlen 25. Mai 2014(Straßburg) Am 25. Mai stehen die Wahlen zum Europäischen Parlament an. 766 Abgeordnete der 8. Wahlperiode sind zu bestimmen. Sie werden in den kommenden fünf Jahren mit mehr Entscheidungsvollmacht die Geschicke Europas bestimmen, als alle Wahlperioden zuvor. Wen können gläubige Christen wählen? Die Frage war früher mit den C-Parteien leicht beantwortet. Doch seit der emblematisch gescheiterten „geistig-moralischen Wende“ von Helmut Kohl, von der eine Überwindung von 1968 erwartet wurde, ist das immer weniger selbstverständlich. Eine kleine (unvollständige) Orientierungshilfe zur Wahl für den deutschen Sprachraum.

Amerikanisierung oder Sowjetisierung? Europas Weg war nach 1945 nicht mehr eigenständig

Die Gründe des Scheiterns sind vielschichtig. Sie hatten mit den Zwängen des Kalten Kriegs zu tun, nachdem die beiden Supermächte am Ende des Zweiten Weltkrieges Europa einvernehmlich in eine amerikanische und eine sowjetische Interessenssphäre aufgeteilt hatten. Zwei Blöcke, die sich dann feindlich gegenüberstanden.

Im amerikanischen Teil Europas versuchten die Christdemokraten nach der Kriegskatastrophe mit dem europäischen Einigungsprojekt eine Völkerversöhnung, aber auch, Europa einen gewissen Spielraum zu sichern. Unter dem Druck der Sowjetisierungsgefahr wurde „Westeuropa“, nomen est omen, jedoch weitgehend amerikanisiert. Ein Vorgang der Deutschland als geopolitisch und bald auch wieder wirtschaftlich bedeutendstem, aber besetztem Gebiet am stärksten traf.

68er-Revolution verschaffte der Linken die kulturelle Hegemonie

Die neomarxistische 1968er-Revolution konnte zwar außenpolitisch in der Abwehr Moskaus abgefedert werden, nicht aber innenpolitisch. Die kulturelle Hegemonie, die seit den 1920er Jahren zum marxistischen Kampfziel gehört, ging auf die Linke über. Die Rechte beschränkte sich bald nur mehr auf die antikommunistische Wacht am Eisernen Vorhang, die Verteidigung des kapitalistischen Wirtschaftssystems und den Rückzug in die Privatsphäre.
1989/1991 schien die politische Linke mit dem Zusammenbruch des Kommunismus vor der Geschichte definitiv gescheitert zu sein. Im Umkehrschluß schien die Rechte Europa auf lange Sicht durch eine Renaissance der nationalen Kulturen, des Christentums und des Naturrechts in der Sozial- und Staatsordnung bestimmen zu können.

Es sollte jedoch ganz anders kommen. Eine solche Entwicklung lag auch nicht im Interesse der USA. Der amerikanischen Linken ohnehin nicht, aber auch für die amerikanische Rechte sollte Europa in erster Linie ein zuverlässiger, letztlich abhängiger Verbündeter Washingtons bleiben.

Neue Allianz der alten Linken und Liberalen sichert Hegemonialstellung bis heute

Eine schnelle kapitalistische Wende durch Sozialdemokratisierung der starken kommunistischen und sozialistischen Parteien Europas und eine Allianz mit den Liberalen schuf Mitte der 90er Jahre bereits eine völlig neue, unerwartete Konstellation. Die neue Allianz entspricht aus amerikanischer Sicht in etwa der dortigen Demokratischen Partei. Eine Amerikanisierung, die im Jubel für jeden demokratischen Präsidentschaftskandidaten durch viele europäische Medien zum Ausdruck kommt.

Die amerikanischen Interessen sind das Eine, innereuropäische etwas anderes. In Europa ging es den Liberalen darum, nachdem sie von der Bedrohung durch Moskau befreit waren, sich aus der abwehrbedingten Notallianz mit Christdemokraten, Konservativen und Nationalen zu lösen.

Gesellschaftspolitisch stand ihnen die neue Linke viel näher, daher galt es, eine absehbare strukturelle Vorherrschaft der Rechten zu verhindern. Mit Erfolg.
Die Meinung, die kulturelle und gesellschaftspolitische Auseinandersetzung sei nachrangig, Markt und Geld regle letztlich alles, erweist sich als Kapitalfehler. Die Menschen in Mitteldeutschland brauchten nach zwölf Jahren Nationalsozialismus und 44 Jahren Kommunismus nicht nur die D-Mark, wie der damalige Bundesfinanzminister Theo Waigel in geradezu verantwortungsloser Kurzsichtigkeit meinte. Geistliche Grundlagen entstehen nicht von alleine. So zeigen die in der EVP zusammengeschlossenen christdemokratischen Parteien ein ziemlich uneinheitliches Bild und ein verblassendes Profil.

Der Lunacek-Bericht als Lackmustest der Parteien

Der Lunacek-Bericht, eine veritable gesellschaftspolitische Revolution mit Abtreibung, Homo-Ehe und Gender-Ideologie, wurde vom Europäischen Parlament beschlossen, weil sich die EVP gespaltet hatte. Ein Teil der Abgeordneten hielt dem anhaltenden linken Ansturm nicht mehr stand, weil er weltanschaulich selbst links angekränkelt ist und argumentativ nicht mehr wirklich zu widersprechen wußte. Das Abstimmungsverhalten der Parteien und ihrer Abgeordneten ist damit ein Gradmesser für die Wähler.

In Österreich stimmten die Parteien noch geschlossen ab. Alle Abgeordneten der christdemokratischen ÖVP, der nationalkonservativen FPÖ und der diesem Lager entstammende traditionsverbundene Katholik Ewald Stadler stimmten gegen den Bericht der österreichischen Grünen und bekennenden Lesbe Ulrike Lunacek.

In der Bundesrepublik Deutschland sah die Sache schon anders aus. Mehrere Unions-Abgeordnete stimmten gegen die Fraktionsempfehlung für den Lunacek-Bericht oder enthielten sich der Stimme, während Sozialdemokraten, Liberale und Grüne die neue linke Allianz bestätigten und auch die Stimmen der Kommunisten erhielten. Der übrige deutschsprachige Raum zeigte ein verheerendes Abstimmungsverhalten. In Luxemburg stimmten alle drei Christdemokraten für den linken Lunacek-Bericht, ohnehin natürlich Sozialdemokraten, Liberale und Grüne (mit je einem Abgeordneten). Gleiches gilt für Südtirol, wo der einzige Abgeordnete der ÖVP Schwesternpartei SVP für die linke Gesellschaftsrevolution stimmte. Warum?

In Luxemburg, weil die weltanschauliche Achse so weit nach links verschoben ist, daß die Christlich-Soziale Volkspartei lieber mit wehenden Fahnen zur Linken überläuft, als sich die Mühe anzutun, eine Gegenposition zu formulieren. Im christlich-konservativen Südtirol, weil die SVP auf verschiedenen Ebenen ein Bündnis mit den italienischen Linksdemokraten eingegangen ist und durch ein bestimmtes Abstimmungsverhalten Wegzoll für dieses Bündnis zu bezahlen hat. Wer bekommt in den Heimatwahlkreisen in der Regel schon mit, wie der eigene Abgeordnete im fernen Brüssel oder Straßburg abstimmt?

Weltanschauliche Schieflage der C-Parteien – Grüne tonangebend

Das auf der oberen Ebene der Berufspolitiker immer uniformer auftretende Politestablishment wünscht sich ohnehin die Souveränitätsverlagerung aus den Mitgliedsstaaten nach Brüssel und eine dauerhafte Große Koalition aus Christ- und Sozialdemokraten, am besten unter Führung Letzterer, auf jeden Fall mit einer linken Hegemonialstellung im Kulturbereich. Das würde die Wahlen im Fünfjahresabstand zur bloßen Fassade reduzieren. Man könnte, je nach Sichtweise von großer Stabilität oder Scheindemokratie sprechen. Der Fernsehabend von ZDF und ORF mit den Spitzenkandidaten Martin Schulz (SD) und Jean-Claude Juncker (CD) war nicht das angekündigte „Duell“ zweier Kontrahenten, sondern ein Scheingefecht unter Freunden. Die privilegierte Stellung der beiden Vertreter unter Ausschluß aller anderen politischen Gruppierungen zeigte auf, innerhalb welcher Grenzen die Oberschicht wünscht, daß der Wähler sich bewegt. Die Grünen sind längst an den Schalthebeln der Macht angekommen und stehen als einflußreiche Juniorpartner sowohl Sozialdemokraten als sich sozialdemokratisierenden Christdemokraten zur Verfügung.

Die Frage ist daher berechtigt, wen man am 25. Mai abseits der schwächelnden christdemokratischen Parteien wählen soll, wenn man Europa nicht den neuen Jakobinern und ihrer Zwangsbeglückung ausliefern will. Letztlich läuft der Wunsch des Politestablishments auf eine Große Koalition aus Christ- und Sozialdemokraten hinaus, was gewissermaßen den Politbetrieb von demokratischen Wahlen „unabhängig“ machen würde.

Wen wählen in Österreich?

In Österreich tritt neben der nationalkonservativen FPÖ der Europaabgeordnete Ewald Stadler mit einer eigenen Liste, den Reformkonservativen (REKOS) zur Wahl an. Stadler kommt aus der FPÖ und ist traditionsverbundener Katholik. In Österreich gilt eine Vierprozenthürde. Der Wiedereinzug der FPÖ ist sicher und dürfte sogar jenseits der 20-Prozent-Marke liegen, weshalb die REKOS dringender Stimmen bedürfen. Stadler stellt für Christen eine glaubwürdige Alternative dar, da er unter Beweis gestellt hat, eine akzentuierte christliche Gegenposition formulieren zu können. Dafür stehen auch die übrigen Kandidaten auf der REKOS-Liste.

Wen wählen in Deutschland?

In der Bundesrepublik Deutschland gibt es keine vergleichbaren Alternativen mit parlamentarischer Erfahrung. Das nationalkonservative Spektrum wie in Österreich gibt es schon seit 1968 nicht mehr. Die Alternative für Deutschland (AfD), wird mit einem guten Ergebnis den Einzug in das Europaparlament schaffen und die eigentliche Neuheit dieses Urnengangs sein. Sie könnte sich zu einer Alternative entwickeln, wie sie die FPÖ in Österreich ist. In welche Richtung genau der AfD-Zug jenseits der Euro-Kritik fährt, ist aber noch nicht absehbar. Wer jedoch nicht nur ein Schwerpunktthema, ob Finanz- und Wirtschaftspolitik oder Islamisierungsdruck, zur Grundlage seiner Wahlentscheidung machen, sondern eine umfassende und weltanschaulich gestützte Entscheidung treffen will, sollte einen Blick auf das christliche Spektrum werfen. Allerdings steht für bundesdeutsche Wähler kein Ewald Stadler zur Wahl.
Im christlichen Spektrum kandidieren mit der Liste AUF der bekannten Psychotherapeutin Christa Meves, der Christlichen Mitte (CM) und der Partei Bibeltreuer Christen (PBC) gleich drei Parteien, die bisher, benachteiligt durch die Fünfprozenthürde, jedoch keine Erfolge aufweisen können. Durch Wegfall der Prozenthürde bei Europawahlen könnte der Einzug in das Europäische Parlament bereits ab einem Ergebnis von 0,6 Prozent möglich sein. Die Aussichten stehen daher besser denn je, daß ein akzentuiert christlicher, gesellschaftspolitisch sich rechts der Unionsparteien verortender Abgeordneter den Einzug schaffen könnte. Ob die Mittel und Möglichkeiten gegeben sind, dies einer ausreichenden, potentiellen Wählerschaft zu vermitteln, scheint allerdings nicht sicher zu sein. Zumindest ein Zusammenschluß von AUF und CM hätten die Aussichten verbessert. Bei den Europawahlen 2009 schafften sie zusammengezählt lediglich 0,3 Prozent. Nur einschließlich der PBC wäre sich damals ohne Wahlhürde ein sicheres Restmandat (das 97. Mandat) ausgegangen.

Wen wählen in Südtirol und Luxemburg?

In Südtirol bewirbt sich der freiheitliche Landtagsabgeordnete Pius Leitner um ein Europamandat. Er verfügt über ein solides weltanschauliches Rüstzeug und tritt in einem nicht chancenlosen Listenbündnis mit der Lega Nord an, die den Lunacek-Bericht bewußt ablehnte.
In Luxemburg bietet nur die Alternative Demokratische Reformpartei (ADR) eine wählbare Alternative. Sie ist im luxemburgischen Parlament vertreten, schaffte aber wegen der im Großherzogtum nur sechs zu vergebenden Mandate bisher nicht den Sprung ins Europäische Parlament (2009: 7,40 Prozent).

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Parteienlogos (Montage)

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46 Comments

  1. Als Österreicher würde ich auch, wenn ich wählen ginge, Stadler oder eine Partei rechts der Mitte wählen.
    Alle linken Parteien haben mit Ihren Stimmen im EU-Parlament die Homosexualisierung Europas gefördert und aus christlicher Sicht wäre es verantwortungslos das wissentlich zu unterstützen. Leider fehlt die Information bei den Wählern, was die EU-Politik angeht, daher rechne ich mit einem aus christlicher Sicht schlechten Ergebnis.

  2. Für Bayern gibt es eine katholische Alternative, wenn auch die CSU sich beim Lunacek-Report im Gegensatz zur CDU eindeutig und geschlossen dagegen positioniert hatte. Die Bayernpartei („BP“) vertritt explizit katholische Werte und hat sehr gute Chancen, ein Mandat zu erringen, da sie in der Vergangenheit bereits entsprechend viele Stimmen erhalten hatte. Interessant zur Stimmengewichtung: http://landesverband.bayernpartei.de/2014/europawahl-stimmen-fuer-die-bp-sind-mehr-wert/

  3. Papst Johannes Paul II hat Polen aufgefordert in die EU zu gehen und Benedikt XVI Kroatien.
    Ich habe meine Schlüsse gezogen und gehe nicht zur Wahl. Ich bin doch keine Glühbirne die man an und ausschalten kann.
    Per Mariam ad Christum.

    • Ja, an sich haben Sie Recht, aber dann gehen Sie bitte wenigstens die AFD wählen um diesen Euro-Irrsinn ein wenig zu stoppen.
      Andererseits ist es auch egal, denn die Katastrophe wird nur noch ein wenig herausgeschoben, das Ende dieses Turmbaus zu Brüssel ist gewiss.
      Gottes Segen auf allen Wegen !

    • Eine Alternative zur Nichtwahl wäre, den Wahlzettel bewusst ungültig zu machen, durch ein Durchstreichen der Namen zum Beispiel.
      Auf diese Weise würde der Unmut der Bürger deutlich sichtbar.
      Stellen Sie sich vor, was für ein Zeichen dies wäre, würde beim Verkünden des Wahlergebnises eine hohe Zahl von Verweigerern eingeräumt werden müssen.
      Dies könnte man dann nicht als Desinteresse interpretieren, sondern als deutlicher Ausdruck einer großen Unzufriedenheit mit der EU.

      Oder die andere Möglichkeit: Eine christliche Partei wählen.
      Es muss ja nicht die CDU sein, die überwiegend eh´ nicht mehr als christlich wahrnehmbar ist.

      • Genau! Ungültige Stimmzettel werden den Kurs der großen Parteien ebenso wenig verändern wie Wahlenthaltungen. Nur wer eine christliche Partei wählt, gibt ein Signal.

      • Frank Bell hat absolut Recht. Entgegen weit verbreiteter Annahme beeindrucken ungültige Stimmzettel keinen einzigen Politiker. Die einzigen Personen, die ihnen Beachtung schenken, sind die Auszähler im Wahllokal.
        Protestwahl geht nur durch das Ankreuzen nicht etablierter Parteien. In Deutschland bietet sich dafür in zwei Wochen die AfD an.

      • Das würden sie schön verschweigen. Und dabei hätten sie noch eine hohe Wahlbeteiligung.

    • Ja, hier sieht man die Fehlerhaftigkeit und Blauäugigkeit päpstlicher Politik. Beide Päpste haben wider besseres Wissen falschen Rat erteilt und Schaden gestiftet.

    • Ich bitte sie @Shuca, gehen sie doch zur Wahl, und wählen sie eine einigermaßen katholische Partei, dabei können sie etwas an Zerstörung in Europa aufhalten.

    • Mit Ihrer Entscheidung, nicht zur Wahl zu gehen, stärken Sie das linke Lager, das uns Abtreibung als „Menschrecht“ und Homo-, Bi- und Trensexualität als Nrmaltät aufzwingen will und wird, wenn wir (christlichen) Wähler das zulassen. Gehen Sie unbedingt zur Wahl und geben Sie Stimme der AUF-Partei, die sich entschieden für den Schutz ungeborenen Lebens und die Familie einsetzen will und auch wird. Sie erreichen damit zwei wichtige Dinge: Erstens die Stärkung christlicher Standpunkte in Europa und zweitens ein Umdenken in den sogenannten C-Parteien Deutschlands, die gerade in den Bereichen „Lebensschutz“ und „Familie“ sich der sozialistischen Ideologie geöffnet haben!

    • Die AfD besteht aus Liberalen, die mit der FDP unzufrieden sind. Letztlich vertreten die die Ziele der INSM auf der politischen Bühne.

      • In den neuen Bundesländern hat bei der letzten Bundestagswahl jeder Dritte AFD-Wähler früher die Kommunisten gewählt. Der Protestwähleranteil ist also ebenfalls hoch. Außerdem sind viele ehemalige Mitglieder der rechtsextremen „Freiheit“ beigetreten. Trotz solcher Lichtblicke wir Frau von Storch (die auf Platz 4 sowieso gewählt wird) hat die AFD für Christen nicht viel zu bieten.

      • Lieber Wagenburgler, wenn Sie annehmen die Partei „Die Freiheit“ sei rechtsextrem, so sind Sie leider der medialen Propaganda aufgesessen. Sie mag sehr konservativ sein, rechtsextrem ist sie auf keinen Fall. Sie hat allerdings den Fehler gemacht, die Sorge um das Erstarkten und die Gefahren des Islam zu ihrem Hauptthema zu machen. Damit war sie sofort medial völlig erledigt.

    • Danke für den Hinweis. Damit ist die AfD für mich keine Alternative mehr. Toleranz hin oder her, für mich zählt alleine meine christliche Überzeugung.

  4. Für Katholiken ist die einzig verbliebene Partei meiner Meinung nach die Christliche Mitte (CM).
    Hier werden die katholischen Ansichten noch ohne Wenn und Aber eingehalten.
    Die Bibeltreuen Christen (PBD) sind, wenn man sich auf deren Homepage mal die Führungspersonen und deren Konfession ansieht, absolut Freikirchlich bzw. Evangelisch geprägt und daher für Katholiken mit Vorsicht zu genießen, auch wenn sie sich in vielen Ansichten mit der Christlichen Mitte überschneiden.
    Bevor man gar nicht wählt sollte man seine Stimme doch der Christlichen Mitte geben, selbst wenn es nicht für den Einzug ins Parlament reichen wird, honoriert man damit doch die Arbeit dieser letzten noch verbliebenen echten Christen in der Politik.

    • Die Europaliste der „Christlichen Mitte“ besteht aus irgendwelchen namenlosen Rentern, Verwaltungsangestellten und Hausmeistern ohne jeglichen Bekanntheitsgrad.

      Und im Impressum des Internetauftritts firmiert als Bundesvorsitzende und Herausgeberin der Parteizeitung „Kurier der Christlichen Mitte“ nach wie vor die im vergangenen Oktober verstorbene Prof. Adelgunde Mertensacker.

      Das ist – mit Verlaub – mehr als unprofessionell! Niemand weiß genau, wer jetzt eigentlich hinter der „Christlichen Mitte“ steckt. Die Gruppierung trägt sektiererische Züge an sich. Die „Christliche Mitte“ ist nicht bereit, mit anderen christlichen Parteien zu kooperieren. Dabei ist sie absolut chancenlos.

      Von daher ist von einer Wahl der „Christlichen Mitte“ dringend abzuraten. Sie ist keine ernstzunehmende Alternative.

  5. Nur weil die AfD einen „homosexuellen Arbeitskreis“ gründet, ist sie noch lange nicht für Katholiken unwählbar.

    Schön oder nicht, die „Christliche Mitte“ führt eine Scheinexistenz. Die einzige Partei, mit der man dem Gender- und Islamisierungswahn der Eurokraten wehren kann, ist die AfD.

    Und je mehr Katholiken dabei sind, desto mehr können sie dort durchsetzen.

    • Danke. Das sehe ich auch so und kann mich da auf eine Empfehlung von Pfarrer Milch berufen. Wenn wir jahrelang z.B. CDU gewählt haben, nur um das größere Übel zu vermeiden, dann können wir jetzt aus dem gleichen Grund jetzt auch aus strategischen Gründen AfD wählen. Für eine lupenreine christliche Politik fehlen uns leider die lupenreinen Katholiken in diesem Land und trotzdem sind wir verpflichtet zu verhindern, dass unser Gemeinwesen noch stärker abdriftet. Das mit dem durchgestrichenen Wahlzettel kann auch eine Lösung sein. Das muss dann jeder für sich selbst entscheiden.

    • Eine Partei die die Pille danach rezeptfrei fordert und sich für Abtreibung stark macht ist nicht das kleinere Übel, sie ist das Übel und unwählbar.

    • Die AfD ist für Katholiken nicht wählbar!!! Denn sie setzt sich nicht für den Lebensschutz und die Familie ein! Wer die AfD wählt, wählt im Grunde einen Ableger der Liberalen, die im Europa-Parlament entschiedener gegen christliche Standpunkte Stellung bezogen haben als die Sozialisten! Wählt die AUF-Partei, die mit ihren beiden katholischen Spitzenkandidaten eine wirklich christliche Politik machen wird!

  6. Eine Orientierungshilfe könnte vielleicht der Wahl-O-Mat geben:

    hier

    Es gibt dort auch Fragen, die das Christentum berühren.
    Und von den sich nicht hauptsächlich auf das Christentum berufenden Parteien scheinen mir die Republikaner die bessere Alternative als die AfD zu sein, gerade auch unter christlichen Gesichtspunkten.

  7. Ärgerlich, daß AUF und CM nicht mit einer gemeinsamen Liste antreten – so zersplittert wird’s am Ende für beide nichts. Darum bin ich eher geneigt der AfD die Stimme zu geben. Die werden mit Sicherheit auch im nächsten Bundestag sitzen und den Werteverfall etwas einbremsen können, obgleich in deren Programm aus christlicher Sicht jede Menge weißer Flecken auszumachen sind.

    Was sollen später bei 5% auf Bundesebene 2 kath. Splitterparteien, die nicht über ihren jeweiligen Aktivistenklüngel hinausschauen können? Wirklich ärgerlich sowas …

  8. Es wäre sicher ein großer Erfolg, wenn Christa Meves von der Liste AUF den Einzug ins Europaparlament schaffen würde!

  9. Also, ich bin ab und zu auf AfD-Versammlungen, und da nehme ich schon eine starke christliche Strömung wahr. Würde diese fehlen, würde man mich dort gar nicht sehen!

  10. Gut, dass die CM nicht unerwähnt blieb. Ist diese Partei doch deutlich auf den Glauben ausgerichtet und folgert Politisches daraus konsequent.

    • Die CM hat, zumal nach dem Tod von Frau Prof. Mertensacker, keinerlei Chance, ein Mandat zu erringen, wo0hl aber die AUF, mit so prominenten Unterstützern wie Ministerpräsident a.D. Münch und Michael Hesemann. Mit Christa Meves und Michael Ragg verfügt sie über profilierte katholische Spitzenkandidaten. Deshalb sollten Katholiken sich diesmal doch lieber bei der AUF konzentrieren.

    • Was die CM bietet, hat auch die AUF-Partei zu bieten. Der betonte Kampf gegen den Islam ist für eine christliche Politik zu wenig. Auch die Einstellung, nicht mit Vertretern anderer Konfessionen politisch (!) zusammenzuarbeiten, zeugt nicht von katholischer Weite! Besser wäre es, wenn die CM sich mit der AUF-Partei zusammenschließen würde und die MItglieder der CM in der neuen Partei katholische Standpunkte vertreten würden.

  11. Liebe Mitchristen,
    wenngleich die christlichen Kleinparteien meine Sympathie genießen, so halte ich den Antritt zur EU-Wahl für ein hoffnungsloses Unterfangen. So haben sich beispielsweise nur 200 Bundesbürger als Mitgleider der AUF eingeschrieben. Wie will denn dieser kleine Verein, denn überhaupt Millionen von Bundesbürgern erreichen? Von daher rate ich jedem Gegner des Conchita Wurst gesättigten Mainstreams die AfD zu wählen.

    • So chancenlos steht die AUF-Partei im Gegensatz zu CM und PBC nun auch wieder nicht da. Immerhin hat sie mit Christa Meves ein prominentes Zugpferd als Spitzenkandidatin aufgestellt, deren Einzug ins Europaparlament ein deutliches Zeichen gegen den vorherrschenden Zeitgeist setzen würde. Durch den Wegfall der Prozenthürde genügen bei dieser Wahl ca. 0,5 Prozent der Stimmen für die Erlangung eines Mandats. Da die AfD ohnehin den Einzug ins Europaparlament schaffen wird, unterstütze ich die AUF-Partei, damit ein eindeutiges christliches Signal gesetzt werden kann.

      • Ihr letzter Satz: „Da die AfD ohnehin den Einzug … schaffen wird, unterstütze ich …..“ ist auch meine Überlegung.
        Die Unzufriedenheit vieler Bürger mit den etablierten Parteien ist so groß, dass es die AfD bestimmt schaffen wird und so könnte man als Christ auch christlich orientierten Parteien ein Fundament geben.
        Auf jeden Fall ist es äusserst wichtig, dass den Alt-Parteien ein ernstzunehmendes Gegengewicht präsentiert wird, das sie nicht so ohne weiteres übergehen können.
        Gar nicht zur Wahl zu gehen, wäre daher schade!
        Jede abgegebene Stimme gegen die Etablierten könnte als ein Zeichen gesehen werden.

      • trotzdem ich die AfD unterstütze, werde ich bei der Europa-Wahl die AUF-Partei wählen, da sie konsequent, ohne Vorbehalte und unangebrachte Ängstlichkeiten unsere christlichen Werte vertritt. Eine Christa Meves sollte auf alle Fälle ins Europa-Parlament, auch wenn dort nichts entschieden wird. Aber es ist eine Plattform, eine Stimme für uns, besonders nach der Gründung des AK Homosexueller in der AfD.

  12. Wer als Christ und Katholik ein klares Zeichen setzen will, kann eigentlich nur AUF mit Christa Meves wählen. In der AFD sind doch eindeutig wirtschaftsliberale und nationalistische Kräfte tonangebend. Christen spielen vor allem in Baden-Württemberg eine Rolle, aber auch dort sind sie nicht entscheidend. Das hat kürzlich in Berlin der frühere Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Werner Münch, gesagt, der in Freiburg wohnt und den die AFD um Unterstützung gebeten hatte. Er tritt nun für die Wahl der AUF ein, die aus seiner Sicht „eine realistische Chance“ hat, ein Mandat zu erringen (man braucht nur, je nach Wahlbeteiligung, 120.000-150.000 Stimmen). Christa Meves könnte dann Büros mit mehreren Mitarbeitern einrichten und, gerade als älteste Abgeordnete, eine viel beachtete Stimme sein. Über ihre Wahl würde in den Vorständen der „C“-Parteien mit Sicherheit gesprochen und vielleicht würden dann auch Konsequenzen gezogen. Was bei der AFD am Ende herauskommt, weiß niemand. Zu Abtreibung, Kinderbetreuung usw. hat sie sich wohlweislich bisher gar nicht positioniert. Wer Meves und Ragg wählt, weiß dagegen, was er bekommt und setzt ein eindeutiges Signal!

  13. Ein sehr gute Analyse des Autors.
    Ab 1945 (im Grunde schon ab 1917/18) bis etwa 1990 gab es den sog. Ost-West-Konflikt. Es ging nur darum, ob die liberal-atheistische Westgnosis oder die militant-atheistische Ost-Gnosis die Vorherrschaft erringen würde. Nach dem Zusammenbruch des Sowjetimperiums aber erhielt die West-Gnosis unerwartet Rückenwind. Sie beherrscht Markt und Meinungen und ist heutzutage frecher als je zuvor.
    Gott sie Dank aber trifft sie jetzt, aktuell auf geistig-politischen Widerstand vor allem in Gestalt der russischen Föderation und immer schon von Seiten der Kirche, wenn auch nur teilweise. Rußland wird ja nicht umsonst von den Medien so dämonisiert und angegriffen. Dort ist Homosexualität geächtet und dort werden Kirchenschänder (wie Pussy Riot) auch verhaftet und bestraft. Außerdem unterstützt Rußland die Christen in Syrien und anderswo.

    Ob man die Jakobiner bzw. die Gnosis oder Freimaurerei noch stoppen kann, wahltechnisch gesehen? Verschiedene christlich orientierte Parteien in D bieten sich an, keine eindeutig. Das kann auch von Vorteil sein, weil der Feind sie dann nicht so frontal angreifen kann.
    Persönlich setze ich vor allem auf das Gebet, besonders den täglichen Rosenkranz sowie das Gebet von Amsterdam und nicht zuletzt die Mitfeier der hl. Messe. Man sollte auch über Politiker beten und sie segnen. Es wäre doch schön, wenn jeder speziell für einen Politiker/Politikerin beten würde.

  14. Weiter oben wurde bereits einmal die Bayernpartei als für Katholiken durchaus wählbare Partei erwähnt. Bei ihr habe ich das Gefühl, dass dieser ganze europäische Homosexualisierungsprozess keine Unterstützung hat. Außerdem werden der ganze Kita-Wahnsinn abgelehnt und in erster Linie die normalen Familienverhältnisse unterstützt. Die Bayernpartei tritt übrigens bundesweit an und kann daher in allen Bundesländern gewählt werden. Die Abstimmungsentscheidungen der Bayernpartei-Abgeordneten in Brüssel würden auf jeden Fall auch die Gesinnungsgenossen in der ganzen Bundesrepublik befürworten können. Vielleicht kann ja von Bayern eine neue Welle des traditionellen katholischen Glaubens nach ganz Europa ausgehen. Hier gibt es ja die Priesterseminare in Zaitzkofen und Wigratzbad, Gebetsstätten und Wallfahrtsorte in denen keine Volksaltäre stehen, in denen die Kommunionbänke nicht nur zur Dekoration stehen, z.B. Maria Vesperbild und Marienfried. Eine Weile habe ich auch daran gedacht, ob ich die AFD wählen soll, aber die befinden sich in den letzten Wochen in einem Angleichungsprozess an die anderen noch führenden Parteien, der mich doch wieder von dieser Partei auf Distanz gehen ließ. Mit den Stimmen, die die Bayernpartei bei der letzten Landtagswahl erhielt, wäre auf jeden Fall mindestens ein Abgeordneter drinn.

  15. Befürchte, der Zug ist abgefahren.
    Klar kann man dies oder jenes Parteilein wählen.
    Die Frage ist aber, was diese Parteien bieten können, für Katholiken.
    Ich weiß nicht, ob ich unbedingt in der Rückkehr zur D-Mark, zum Allheilmittel „starker Nationalstaat“ oder im Biblizismus evangelikaler Provenienz eine katholische Perspektive sehen kann.
    Für mich ist der Zug abgefahren.
    Ich bin immer wieder höchst unangenehm berührt, wenn ich feststellen muss, dass der katholische Horizont einfach nur altbacken ist. Darum kann es kaum gehen. Man kann als Katholik, ja muss sogar ein ganz gegenwärtiger Mensch sein, der nicht irgendwelchen Gepflogenheiten der Vergangenheit im Emotionsmodus der Nostalgie nachjammert.
    Wir leben hier und jetzt. Weder ist die D-Mark katholisch noch der Nationalstaat noch Klischeebilder der Geschlechter aus der Hexenküche der Vergangenheit. Denn leider wird von Katholiken genauso wie von anderen Leuten v.a. aus dem rechtsnationalen Spektrum einfach nur irgendwie verschwiemelt „Altes“, „Überkommenes“ für „recht“ gehalten.

    Der Zug ist erst mal abegfahren, seit langem schon. Wir haben es verpasst, wirklich intelligente Konzepte für das Hier und Jetzt zu entwickeln. Wir sind überrannt worden und haben mit „reaktionärer“ Sturheit, nicht mit Lebendigkeit reagiert…

    Eine Neuordnung wird Grund auf, wenn der Karren im Dreck ist, – und dort wird er noch vollends hinfahren –, NICHT aus dem vorhandenen Chaos heraus entstehen.

    • Ist der Zug abgefahren?

      Natürlich kann unter den gegenwärtigen Verhältnissen niemand ernsthaft erwarten, dass durch die Wahl einer Kleinpartei die große Wende bewirkt werden könnte. Aber darum geht es doch (zunächst) auch nicht. Es geht darum, ein klares und eindeutiges Signal für christliche Werte zu setzen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger! Und dafür ist die AUF-Partei mit Abstand die die beste Wahl. Sie hat glaubwürdige Kandidaten und wegen des Wegfalls der Prozenthürde die einmalige Chance auf ein oder zwei Mandate.

      Man stelle sich vor: Eine Christa Meves in personam in Straßburg oder Brüssel, die in diesen Tagen vor der europäischen Öffentlichkeit eine mitreißende Mahnrede hält, das wäre schon ein echter Knaller! Ein prophetisches Zeichen!

      • …ich denke da spontan an die viele Fernsehauftritte konservativer Katholiken. Das ist zwar sehr mutig, ich würde da keine gute Figur abgeben, und bewundere die betreffenden Leute wirklich, aber in Straßburg und Brüssel wäre es auch nicht anders als in der Medienwelt: es würde viel gequatscht, man würde hernach ein Bier trinken gehen und eine Stunde später wäre alles vergessen und abgehakt und es würde doch das gemacht, was längst von anderer Seite her offenbar beschlossen war. Parlamentsdebatten als Alibi-Schwätzbude ohne realen politischen Einfluss.
        Frau Meves ist eine betagte Frau. Meinen Sie, die hat die Kraft und die Nerven, diese zermürbenden, mehrsprachigen Debatten durchzustehen und einsam für etwas zu kämpfen, was angesichts der Mehrheitsverhältnisse und Seilschaften sowieso verloren ist? Diese zermürbenden Sitzungen, in denen man hinterher kaum mehr weiß, ob man ein Manderl oder Weiberl ist?
        Ich habe u.a. auch bei Frau Meves Konkurrentin Ursula Lehr studiert und erlebt, wie Frau Meves keinerlei Rückhalt oder Zuspruch unter den Studenten hatte, sondern hämisch belächelt wurde, mit einer Ausnahme einer Katholikin, die ich in meinem unreifen Zustand vor Jahrzehnten auch nicht verstand und eher total daneben fand – auch wenn mich die Lehr-Position aufgrund meiner Erfahrungen nicht überzeugte. (Die Lehr-Meves-Debatte ging um Scheidungskinder) – Frau Lehr entsprach dem Mainstream, that’s it. Dagegen kommt man mit keiner Strategie an. Man kann Prophet sein und reden und zermahlen werden. das ist vielleicht wichtig für das Danach, wenn alles zerstört ist und ganz neu angesetzt werden wird. Aber für Hier und Jetzt? Ich glaube, der Zug ist abgefahren.
        Das Problem ist, dass Menschen wie Meves von denen groß gefeiert werden, die ihr ohnehinschon zustimmen, aber man hat nicht den Eindruck, dass das irgendetwas bewirken könnte im Volk.

        So geht das seit Jahrzehnten. Vor Jahrzehnten wurde man aufgefordert, als Christ das kleinere Übel CDU zu wählen. Inzwischen kann man die CDU nicht mehr von der SPD unterscheiden, und so wird es weitergehen…

      • Ich würde nicht so pessimistisch sein! In der augenblicklichen Lage wäre es unverantwortlich, den Linken das Feld zu überlassen, zumal diese bereits den ersten Gegenwind aus dem rechten Lager spüren und noch mehr Widerstand gegen ihre Politik befürchten: Deshalb gilt es jetzt, mit unseren Stimmen sorgfältig umzugehen und eine wirklich christliche Partei zu wählen! Und das ist bei der AUF-Partei mit ihren beiden Spitzenkandidaten Meves und Ragg genau der Fall! Also, am 25. Mai die AUF-Partei wählen!

      • Tobias, danke für deine Einschätzung, auch meines obigen Beitrages. Ich habe auch über die AUF Partei nachgedacht und ihr auch in der Vergangeheit schonmal meine Stimme gegeben.
        Was mich aber an der Partei stört, und da muss ich zeitschnur Recht geben, sind solche Thesen wie Euro Austritt bzw. generell EU-Austritt.
        Ist vielleicht meine persönliche Meinung, aber ich halte das politisch und wirtschaftlich für Harakiri und absolut nicht nötig, um katholische Interessen zu vertreten.
        Deshalb ist auch die AfD für mich nicht wählbar.
        Eine EU mit katholischen Werten, das wäre ein Traum, eine EU auf der einen und ein isoliertes Deutschland auf der anderen Seite mit Sicherheit der falsche Weg.
        Ich wünsche sowohl CM als auch AUF bei der Wahl viel Glück, ein Bündnis aus beiden für die Zukunft wäre wünschenswert, jedoch deutet leider nichts darauf hin.

      • Richard, auch ich halte währungs- und finanzpolitische Detailfragen aus christlicher Sicht zunächst einmal für zweitrangig. Das sollte man den Fachleuten überlassen, die darin wirklich kompetent sind

        Die AUF fordert im übrigen keine sofortige und alleinige Rückkehr zur D-Mark, sondern strebt lediglich einen allmählichen Ausstieg aus der Euro-Zone an, und zwar nur dann, wenn dies nach ökonomischen Gesichtspunkten erforderlich sein sollte. Der Euro soll, wenn überhaupt, auf jeden Fall als Zweitwährung erhalten bleiben. Das ist aber, wie gesagt, für mich nicht der wichtigste Punkt.

        Zudem strebt die AUF-Partei keinen EU-Austritt an. Im Gegenteil, im Europawahlprogramm der AUF heißt es: „Die Europäische Union (EU) als Zusammenschluss ehemals verfeindeter Staaten bietet die Chance, unsere Lebensart auch in einer Welt zu behaupten, in der neue große Machtzentren entstehen. Wir sehen die Aufgabe Europas als Friedensmacht in einer von Spannungen erfüllten Welt.“ Es geht in erster Linie darum, die Seele Europas wiederzuentdecken, die das Christentums ist:

        http://auf-partei.de/europawahl-2014-news/sieben-marksteine-fuer-europa/

  16. Liebe Leute, als überzeugte Christen haben wir die Pflicht, zur Wahl zu gehen und unsre Stimme einer wirklich christlichen Partei zu geben. Da kommt meiner Meinung nach nur die AUF-Partei mit Christa Meves und Michael Ragg als Spitzenkandidaten in Frage: Wer eine nachhaltige Politik gegen das „abscheuliche Verbrechen“ der Abtreibung und für eine bessere Förderung von Familien will, fährt mit der AUF-Partei am besten. Wer einen Abschied vom Euro befürwortet, ist ebenfalls mit der AUF-Partei sehr gut bedient, da diese Partei einen allmählichen Ausstieg aus der Euro-Zone anstrebt, wenn dies erforderlich sein sollte. Von der AfD rate ich dringend ab, nicht nur wegen der Gründung eines homosexuellen Arbeitskreises, sondern weil die AfD sich nicht entschieden für eine christliche Familienpolitik (z.B Sicherung und Aufstockung des Betreuungsgeldes) einsetzt und hauptsächlich nur die Finanz- und Wirtschaftspolitik (Abschaffung des Euro) im Auge hat. Ich selber habe vor der letzten Bundestagswahl Herrn Prof.Dr. Lucke mit gezielten Fragen nach den Zielen der AfD in Sachen „Abtreibung“ und „Familie“ angeschrieben und keine (!) Antwort erhalten. Das sagt mir alles! Für überzeugte Christen kann daher die AfD keine Alternative sein! Darum wählt die AUF-Partei!

    • Ich finde Ihre Argumente zur Wahl der AUF-Partei sehr überzeugend.
      Mit der AfD habe ich auch so meine Schwierigkeiten. Ihre Spitzenleute sind ja nicht so katholisch sozialisiert. Sie ist wie mir scheint so rechts-liberal. Immerhin hat sie in die festgemauerte deutsche Parteienlandschaft ein wenig Bewegung gebracht und wird zu Unrecht mit dem Holzhammer bekämpft und zwar ausgerechnet von Zeitgenossen, die gegen alle Argumente immun sind.

      Ich kann @Zeitschnur Ihre Äußerungen gut nachvollziehen. Aber man sollte m.Er. die Möglichkeit nutzen, Flagge zu zeigen, auch wenns völlig aussichtslos erscheint. Noch darf man ja wählen gehen. Und die Gegner sind schwach. Auch David hatte den Goliath besiegt.

  17. Unwählbar ist m.E. nur, wer dem Menschen verweigert, zu leben. Dazu gehören eben einmal Parteien und Menschen, die dem ungeborenen Leben die Menschenwürde bzw. das Recht auf das Leben absprechen. Aber es gehören auch Parteien und Menschen dazu, die Menschen verweigern, ihr Leben zu leben, sprich meinen, Menschen, die sich nicht (nur) der „sexuellen Norm“ verhalten, zu diskriminieren und einzuschränken, vor allem, wenn sie eigentlich niemand belästigen. Durch homosexuellen Sex wird kein Kind geschädigt, wird niemand am Leben gehindert. Kein ungeborenes Kind, auch keine Erwachsenen werden geschädigt. Bestenfalls schaden die Sexpartner sich selbst. Und letzteres glaub ich auch nicht, ganz im Gegenteil – solange nicht wahllos dauernd der Partner gewechselt wird. Solange jeder Mensch seine Sexualität frei, ohne Zwang leben kann, ohne sich ständig unterdrücken zu müssen, kann ein Mensch auch verantwortlich seine Sexualität leben, ohne dauernde Partnerwechsel, ohne, dass ein Kind weichen muss. Letzten Ende befördern Leute wie Christa Meves, deren Einsatz für das Ungeborene ich zwar sehr begrüße, auf der andern Seite Homosexuelle in die kranke Ecke stellt, die Promiskuität und die Abtreibungskultur – auch wenn sie das nicht beabsichtigt haben Aber wenn Sexualität und Gefühle unterdrückt werden, suchen sich diese einen Weg. Und dieser Weg kann sehr sehr schmerzhaft auch für andere sein: Vergewaltigung, Abtreibung, Selbstmord. Warum können gewisse „Katholiken“ nicht verstehen, dass Sexualität sehr vielfältig sein kann – und diese Vielfalt letztlich natürlich ist? Widernatürlich erscheint mir nur das krankhafte Abstreiten der eigenen (sexuellen) Gefühle. Und das Ergebnis sind „Homophobie“ einerseits, auf der andern Seite allerdings die Begünstigung der Promiskuität sowie die Abtreibungskultur. Beide Entwicklungen schaden dem Menschen ungemein. Lasst uns lieber für eine Kultur kämpfen, in der JEDER MENSCH willkommen ist. In der JEDER MENSCH einfach sein darf, wer er ist.

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