Bischof Richard Williamson kündigt Verfassungsbeschwerde an

Das Strafurteil gegen den ehemaligen Bischof der Priesterbruderschaft St. Pius X. Richard Williamson wird demnächst Karlsruhe beschäftigen. Einen Tag nach dem Urteil des Nürnberger Oberlandesgericht (OLG) kündigten Williamsons Anwälte am Freitag eine Verfassungsbeschwerde an. Dies sei notwendig, um im Falle einer Ablehnung den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg anrufen zu können.

Williamson ist erstmals wegen Volksverhetzung rechtskräftig verurteilt. Er muss eine Geldstrafe von 1.800 Euro zahlen. Das OLG hatte mit Beschluß vom 10. April den Einspruch des Bischofs gegen ein zweitinstanzliches Urteil des Landgerichts Regensburg vom 23. September vergangenen Jahres verworfen.

(LS)

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Tradidi

Ich persönlich habe nichts gegen Bischof Williamson, auch wenn ich seine Aussagen zum Holocaut absolut nicht teile (wobei es keine Leugnung war, sondern „nur“ eine Relativierung), aber weiter wie nach Karlsruhe sollte er nicht gehen.

Als Katholiken – noch dazu als „Tradis“ – stehen wir der EU äußerst skeptisch bis ablehnend gegenüber, aufgrund ihrer freimaurerischen Ausrichtung, zu der ja auch der EGMR gehört, der jene „Menschenrechte“ schützen soll, die von Papst Pius VI. abgelehnt worden waren.

Man kann nicht einen Gerichtshof anrufen, den man eigentlich ablehnt.

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Es war auch keine Relativierung. Er hat einfach gesagt, was er glaubt und dafür keinerlei Unfehlbarkeit in Anspruch genommen.

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