Bamberger Pfarrer beantragt bei Papst Franziskus „Entbindung“ vom Zölibat

Unzölibatärer Pfarrer will, daß Papst Franziskus ihn vom Zölibat befreit(Bamberg) Stefan Hartmann (59), katholischer Priester und Pfarrer von Oberhaid in Oberfranken (Erzbistum Bamberg) will vom Zölibat „befreit“ werden. Gestern veröffentlichte er auf seiner Facebook-Seite einen Brief, den er an Papst Franziskus geschickt hat.

„Voreiliges“ Zölibatsversprechen gegeben

Darin teilt der Pfarrer dem katholischen Kirchenoberhaupt mit, daß er 1981 sein Versprechen zu Ehelosigkeit „voreilig“ gegeben habe. Der Zölibat entspreche nicht seiner „Konstitution“. Nach „längerer Prüfung“ seines Gewissens und in Anbetracht seiner „persönlichen Situation“ sowie „im Bewußtsein“ seiner „Schwäche“ und seiner „Fehler“, stelle er den Antrag zur Entbindung vom Zölibat unter Beibehaltung seines Priestertums. Im vergangenen Januar hatte Hartmann ganz auf der „Höhe der Zeit“ mittels Fernsehen ganz Deutschland bekanntgegeben, eine Tochter zu haben. 1982 wurde er zum Priester geweiht.

Verhältnis mit Gemeindereferentin

Dann habe er eine Beziehung mit seiner Gemeindereferentin angefangen. Von „Liebe“ spricht er nie, wie selbst einer Zeit-Redakteurin (Christ&Welt) auffiel.
Obligatorisch bekam er „viel Lob für seine Ehrlichkeit, aus der Gemeinde und von der Facebook-Community“, wußte Die Zeit zu berichten und stellt ehrlich und unehrlich auf den Kopf. Hartmann gehört zur Sorte der Hardliner. Aus seinem Handeln zieht er nicht die nötigen Konsequenzen und läßt sich laisieren. Zum Beispiel, um sich um seine Tochter zu kümmern. Andere laisierte Priester wurden zu externen Kirchengegner. Hartmann will gleich drinnenbleiben und die Kirche nach seiner Schwäche umbauen. Der Applaus der Medien ist ihm gewiß.

Nonsense „freiwilliger“ Zölibat

Der Pfarrer bricht das Zölibatsversprechen, führt ein Doppelleben, zieht nicht die angemessenen Konsequenzen, sondern will uneinsichtig nicht nur eine Sonderregelung für sich, sondern gleich die ganze kirchliche Ordnung seiner „Schwäche“ anpassen. Denn der Zölibat ist für Hartmann nur ein „Anachronismus“, der abgeschafft gehört. Er spricht großzügig davon, den Zölibat nicht abschaffen zu wollen, sondern von der Einführung eines „freiwilligen“ Zölibats, was freilich ziemlicher nonsense ist. Damit würde für Priester die Ehe zu einem Standard erhoben, dem sich der entzieht, der eben zölibatär leben möchte. Doch zur Ehe wird bekanntlich von der Katholischen Kirche niemand gezwungen. Gott habe die Liebe geschenkt, „nicht den Zölibat“ bringen Zölibatsgegner ihren Angriff auf die Verfassung der Kirche auf einen ziemlich primitiven Nenner. Daß Jesus ausgerechnet die Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen als besonderen Akt der Liebe fordert, wird tunlichst unterschlagen.

Jesus fügte hinzu, weil er die Menschen kannte, auch die des 21. Jahrhunderts: „Wer es fassen kann, der fasse es.“ Heute drängeln sich alle möglichen Leute in der Zölibatsdebatte vor, die davon gar nicht betroffen sind. Würden sie schweigen, wäre bereits viel an Diskussionsqualität gewonnen. Das Priestertum und das Ordensleben sind freiwillige Akte, die nur jene setzen sollen, die berufen sind. Und zu dieser Berufung gehören Ehelosigkeit und Keuschheit. Alles andere wäre eine Form des Betrugs, an sich selbst, an Gott und an den Menschen.

Die betroffene Erzdiözese Bamberg schweigt. Sie sieht keinen Handlungsbedarf, denn Pfarrer Hartmann habe ja nur einmal vor 24 Jahren einen Seitensprung gemacht. Hartmann selbst weiß es wohl besser, wenn er den Papst heute, aufgrund seiner „Schwäche“ und seiner „Konstitution“ um Entbindung vom Keuschheitsversprechen bittet. Charakterstärke sieht anders aus.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: BR (Screenshot)

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38 Comments

  1. Der Zölibat ist kein Dogma sondern hat Tradition. Der Zölibat macht krank und gleicht einer Kastration!!!
    Speziell wenn es um Liebe und nicht um Sex geht. Gott ist Liebe!

    • Wenn Sie kein Priester oder Ordensmann sind geht Sie der Zölibat nichts an und Sie sollten schweigen. Die Diskussion krankt nicht zuletzt an den vielen Wortmeldungen Nicht-Zölibatärer, die sich einmischen glauben zu müssen.
      Wenn Sie Priester oder Ordensmann sind, sollten Sie sich für eine solche Wortmeldung schämen. Niemand hat Sie in diesen Stand gezwungen. Entweder sind Sie berufen oder nicht.
      Jesus Christus macht sicher nicht „krank“, sondern heilt. Er „kastriert“ niemanden. Gott ist Liebe und diese Liebe ist größer als die Platitüde, zu der viele heute diesen wunderbaren Satz reduzieren, um damit ihren Egoismus und ihre Lüste und Laster zu rechtfertigen
      Im Artikel (Danke der Redaktion) findet sich der Verweis auf das Herrenwort: Hier der Wortlaut:
      „Jesus sagte zu ihnen: Nicht alle können dieses Wort erfassen, sondern nur die, denen es gegeben ist. Denn es ist so: Manche sind von Geburt an zur Ehe unfähig, manche sind von den Menschen dazu gemacht und manche haben sich selbst dazu gemacht – um des Himmelreiches willen. Wer das erfassen kann, der erfasse es.“ (Mattthäus 19.11f)

      • Solchen Menschen kann man gut das Buch – Verheiratete Priester? von Bonifatius Verlag empfehlen – hierien, wird sehr gut beschrieben, was das Zölibat eigentlich ist und wie Gnadenvoll es wirkt. Das Zölibat, auch Enthaltsamkeit genannt, wird sogar in der Ehe, teilweise gelebt. Gott ist Liebe, schreibt ein sog.Amen, ja das stimmt und deshalb soll der Mensch nicht aus Egoismus die Sexualität ausleben, denn…das Zölibat / Enthaltsamkeit vor der Ehe, ist ein Ausdruck der Liebe zu Gott. Jeglicher anderer Kommentar wie es Amen schreibt, ist purer Ego und hat nichts überhaupt nichts mit, Gott ist Liebe zu tun.

    • Wie ordinär schreiben sie den, wollen sie die Priester die das Leben beleidigen! Jesus selbst lebte das Zölibat, also ein bisschen Zurückhaltung und schreiben sie nicht so lieblos!!Amen.

    • Der Zölibat ist Heilig und daher wird er so massiv angegriffen, aber all die Zölibats Kritiker haben ja einen gemeinsamen Vorkämpfer namens A.H. der ja auch wusste das die Kirche dadurch schwächer und angreifbarer wird. Und das größte Vorbild für einen gelebten Zölibat, ist Gott der Herr Jesus Christus selbst, daher greift jeder der den Zölibat angreift, auch direkt Gott den Herrn an.

      Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

    • Ja mich machte es auch krank und ich fühle mich ständig kastriert wenn ich nachts alleine bin und an meinen Pfarrer denke der wie ich unter der Fleischeslust zusammenbrechen tut. Denn der Geist ist willig und das Fleisch ist schwach. Was ist Liebe? Erklären sie mir das mal denn ich habe keine Ahnung. Vielleicht wenn man für einen anderen Menschen in den Tod gehen tut? Nun der Herr ist an das Kreuz gegangen und das auch noch zölibatär. Ich bin verwirrt. Wenn ich doch nur wüßte was Liebe ist? Ich höre in dieser Welt nur Sex, Sex und immer wieder Sex. Das wars mit der Liebe.
      Per Mariam ad Christum.

      • „Nach „längerer Prüfung“ seines Gewissens und in Anbetracht seiner „persönlichen Situation“ sowie „im Bewußtsein“ seiner „Schwäche“ und seiner „Fehler“, stelle er den Antrag zur Entbindung vom Zölibat unter Beibehaltung seines Priestertums.“
        Ich würde dem Bamberger Pfarrer raten den bequemen und gut bezahlten Job als Priester aufzugeben und als Hilfsarbeiter auf dem Bau anzufangen damit das „Bewußtsein seiner Schwäche für alle sichtbar wird“. Schließlich wollen wir das Ende des Zölibats bei ihm in voller Schönheit beobachten können. Aber ich glaube soweit geht dieser Held mit Sicherheit nicht.
        Per Mariam ad Christum.

    • Davon, daß der Zölibat „krank macht“, habe ich als Betroffener nichts bemerkt, ganz im Gegenteil. Wer allerdings vom Glauben abgefallen ist, wird weder den Zölibat, noch die sonstigen Amtspflichten des Priestertums als sinnvoll ansehen. Und das Verpflichtungen, die man für sinnlos hält, aber dennoch zu beachten hat, der ideale Weg in die Neurose sind, dürfte klar sein. Auch von daher dürften sich die deutschen Bischöfe einmal fragen, wie lange sie noch glaubenszertsörende Professoren als Aubilder von Priestern belassen wollen, wo sie doch ständig von „Reformen“ und Menschlichkeit reden. Wer z.B. meint, man könne im Sinne deutscher Universitäts-“Theologie“ das hl. Meßopfer zugunsten abstruser Mahlfeiern beiseite schieben, und zugleich erwartet, daß die „Mahlvorsteher“ den Zölibat halten, das Brevier beten usw., produziert Neurotiker oder Heuchler. Das alles natürlich im Sinne der „Menschlichkeit“ usw.

      Hartmann sollte jedenfalls seine albernen Tiraden für sich behalten. Der Mann wußte wohl noch nie so recht, was er will. Mal dies, mal jenes; mal Priesternetzwerk, mal Rahner; mal Zölibat, mal Ausschweifung. Nun gut, er hat die Befreiung vom Zölibat beantragt, hoffentlich wird sie ihm wegen krankhafter Entscheidungsunfähigkeit gewährt, aber dann in Verbindung mit dem „ganzen Paket“, das heißt der Zwangslaisierung – und mit dem ausdrücklichen Verbot, eine Ehe zu schließen.

      Aber, wer weiß, vielleicht tritt Hartmann bald mit der Erkärung an die Öffentlichkeit, Pater Bergoglio habe mit ihm telefoniert: Man solle schließlich nicht päpstlicher sein als der Papst, daher habe es mit dem Zölibat nicht viel auf sich. So könne man denn ohne weiteres als Priester eine (oder mehrere) Geliebte haben, schließlich sei ja auch für die „wiederverheirateten“ Geschiedenen die Treue eine unmögliche Last, die zu tragen man aus Gründen der „Barmherzigkeit“ niemandem zumuten könne.

    • Das ist doch eine törichte Behauptung, dass das Zölibat krank mache. Es leben auch viele weltliche aus welchen Gründen auch immer ohne Geschlechtsverkehr. Man möge doch Gott nicht mit derart simplen Ansichten für sich vereinnahmen.

      • könnte nicht umgekehrt der Zölibatsbruch, wenn er notorisch und in Fleisch und Blut übergegangen, krank, dauerdepressiv und verbiestert machen?Den Glauben zunächst und dann den Verstand verlieren lassen?Diese Gedanken kommen über mich wenn ich Hartmanns weinerliche Tiraden lese.Gott möge mir vergeben.Er schenke uns allen Reue und Umkehr.

  2. Er ist ein Zögling und Freund Schönborns. Mal sehen, ob dieser sein Fürsprecher bei Bergoglio sein wird. Für beide, sowohl Bergoglio und Schönborn, ist Hartmann ein Glücksfall. Denn sie können jetzt ihre „Menschlichkeit“ und „Güte“ zeigen. Vielleicht ist alles auch abgesprochen.

  3. Wie verkommen sind eigentlich die Bischöfe geworden. Ein Priester bricht das Zölibatsversprechen, er präsentierte sich in den Medien mit seiner unehelichen Tochter. Das Bamberger Ordinariat reagiert nur mit allgemeinen Stellungnahmen, aber ohne Konsequenzen für den öffentlich in Sünde lebenden Pfarrer von Oberhaid. Was wir brauchen sind Hirten! Nicht diese Mietlinge die zu FEIGE sind, die Glaubens- und Sittenlehre der Kirche zu verteidigen. Warum wird dieser „Pfarrer“ nicht suspendiert? Warum kann er weiterhin in der Öffentlichkeit seine offensichtlichen Apostasien vertreten? Wird dieser Pfarrer vielleicht demnächst noch vor die Medien treten und sagen, das er einen Anruf von Franziskus bekommen habe und dieser ihm Mut zugesprochen hat. Vielleicht wird Franziskus auch sagen, dass man Barmherzigkeit üben muss und die Priester, die Treu ihrem Zöibatsversprechen folgen als „päpstlicher als der Papst“ hinstellen. Dieser Vorgang im Erzbistum Bamberg ist eine Schande für die Kirche und nur ein sichtbares Zeichen für das langsame zusammenbrechen der nachkonziliaren Erneuerung. Der Geist des Konzils zeigt einmal mehr, dass es sich dabei nicht um den Heiligen Geist handeln kann. Wenn solche Früchte aus einem Konzilsgeist hervorkommen, kann der Heilige Geist nicht auf dieser Versammlung gewesen sein. Man erträgt die wahre Lehre nicht mehr, wie es Paulus in einem seiner Briefe bereits voraus sehend geschrieben hat.

    • Man höre doch mit dieser pervertierten Barmherzigkeit auf. Wer bewußt sich gegen die Kirche stellt, der steht doch außerhalb. Barmherzigkeit kann auch verludern. Dem Kranken, Schwachen, dem, der unverschuldet in große Not geraten zu helfen, das ist Barmherzigkeit. Hier geht es wieder um eine kirchenfeindliche Attacke gerade von jemand, der aus Kirchenmitteln finanziert wird. er sollte sich in Grund und Boden schämen.

    • So ist es. Die bischöflichen Ordinariate schweigen! Und wehe dem Bischof, der es wagt den Mund aufzumachen, dem droht dann das gleiche Schicksal, wie den Bischöfen von Augsburg und Limburg.
      Die Apostaten hocken inmitten der bischöflichen Kurien und haben das Sagen.
      Das ist keine gesunde Umgebung für einen Bischof.

  4. Dieser Pfarrer sollte viel eher seine Inkorporation bei den niederländischsprachigen Jesuiten in Belgien beantragen:
    Die haben ein inzwischen äusserst bekanntes/berüchtigtes Mitglied nomine Luc Versteylen SI, der fünfzig Jahre lang alle mögliche und unmögliche Unsinn im Antwerpener Gebiet produzierte (Gründungsmitglied der Grünen, Begleiter und Teilnehmer der Alternativen, Leiter einer Commune für alle mögliche schräge Naturen („die Alte Brauerei“, vor einigen Jahren in den Nachrichten gekommen wegen Unsittlichkeiten und indezenten Tätigkeiten).
    Vor einem Jahr der Clou: seine jahrzehntealte Freundin/Lebensgefährtin Mieke hat öffentlich appelliert, man sollte ihrem Freund (Jesuitenpater!) doch für sie freigeben- wobei der Pater Provinzial dann tatsächlich die Genehmigung gab, daß Luc Versteylen seinen alten Tag bei der Freundin zuhause in getrauter Umgebung verbringen kann.
    Alle Gazetten berichteten sehr ausführlich- die Jesuiten schweigen wie tot und tun als ob sie Nasenbluten haben.
    Herr Hartmann sei als Hardliner diese Worte eines anderen Hardliners ins Stammbuch geschrieben: „Sunt ut sint aut non sunt“-oder, um St. Alphonsus v. Liguori diesbezüglich zu zitieren: „Daß derjenige den man zur Weihe gezwungen hat, nach vorne trete!“
    Vieeleicht würde er doch besser kalte Duschen nehmen!

    • Die Jesuiten scheinen besondere Vorreiter des Zerfalls zu sein. in Rom sitzt ja auch einer von ihnen. Schlimme Zeiten !

  5. Hat er Recht der arme Mann !!!!!!!
    Fraenzchen hat bestimmt ein Hintertuerchen offen und laesst ihn auch heiraten er ist dann ein „vir probandi“ und nach seiner Scheidung kann er auf die Hilfe von allen Bischoefen rechnen, die mit zaertlichen Handreichungen ihm sein theologisches Kuschelzimmer bereiten.
    Ach was eine wonnigliche Kirche.
    Und die Verursacher und Architekten dieses Wahnsinns, sprich 2.Vatikanisches Konzil, werden in Kuerze heiliggesprochen, holladitrirallala was ists doch schoen, Kathoelchen zu sein.
    Aber natuerlich bei vollem Lohnausgleich, denn die Annehmlichkeiten gibt Herr Pfarrer natuerlich nicht auf, wozu auch, es gibt fette Kohle, Altersversorgung und das Pfarrhaeuschen vom „Immoscout“ gleich mit obendrauf.
    Ach ist das Leben schoen !

    • Ganz goldig ist das. Wie heruntergekommen ist eigentlich die Konzilskirche ? Auf die Annehmlichkeiten wird der Abgefallene nicht verzichten. er ist eine Schande für die Gemeinde. Da erhebt sich kein „Volkszorn“ wie bei anderen weit nachrangigeren Geschichten.

  6. Ich denke mir bloss, wie der sich das vorstellt:
    Als geweihter Priester kann er ja nicht heiraten, da die Weihe ein Ehehindernis darstellt (umgekehrt ist das ja nicht der Fall!). Also müsste er mE erst laisiert werden.
    Aber vom Zölibat entbunden zu werden und trotzdem Priester zu bleiben – der er ja bereits ist –, das kann ja konsequenterweise logisch nur bedeuten, dass er plant, sich ohne Ehesakrament mit einer Frau körperlich zu vereinigen. Damit stellt er sich genau gegen die Lehre von der Ehe und kann sich mE sein Ansuchen qua innerer Widersprüchlicjket eigentlich ersparen.

  7. Bei einer Diskussion mit einem Bekannten kam heraus, dass der Weg mit Jesus zu anstrengend ist und der Weg der Sünde und Verlockungen leider in der Hölle enden kann. Ein Mittelweg wäre super. Nun, der Mittelweg den heute viele suchen – also gemäss seinen Wünschen ein bisschen davon und ein bisschen davon und darfs noch ein bisschen mehr sein – den gibts leider nicht. Manch einer lebt gedankenlos vor sich hin und stellt dann fest, dass er sich in was verrannt hat. Was nun? Man sucht am Besten eine weitere Hintertür? Denn die Wahrheit ist eine bittere Pille, da lebt es sich lieber mit einer Lüge mehr. Kommt es dann nicht sehr gelegen, wenn das was bisher eine Sünde war, gar keine mehr ist? Gloria Polo hat es treffend bezeichnet: Wir kaufen im Supermarkt des Teufels auf Kredit ein und machen uns keine Gedanken über die Konsequenzen. Aber wie stellen es sich diese Leute vor, wenn sie eines Tages vor Gott stehen? Zeigen sie dann mit dem Finger auf den Priester, den Bischof, den Papst etc. und sagen:“ Ich weiss Herr, aber der da hat doch gesagt es macht nichts….“ Was wird Gott wohl sagen?

    • Was für ein „Mittelweg“ sollte denn super sein. Ich mag diese Rosinenherauspicker nicht !

    • Aus diesem Leben gibt es letztendlich nur zwei Ausgänge: in das herrliche und vollkommene Reich Gottes, das Reich der Liebe und Gerechtigkeit, des Friedens und der Freude im Heiligen Geist, wo Jesus Christus ewiger König und Hoherpriester ist; und in das Reich der Finsternis, der ewigen Qual und Schande, des Hasses, der Lästerung und Verzweiflung…

  8. Ich finde es traurig. Entweder ich verspreche den Zölibat und halte ihn oder ich stehe zu meiner menschlichen Schwäche. Sollte da die römisch katholische Kirche unter diesem medienwirksamen Papst nachgeben, werde ich auch nachgeben und keine Kirchensteuer mehr zahlen, denn das ist dann nicht mehr die heilige katholische Kirche für die ich lebe sondern nur noch ein scheinheiliger Haufen.

  9. Zitat des Freimaurers Marsaudon über die neue Strategie der Freimaurerei:
    -
    „Nicht mehr die Vernichtung der Kirche ist das Ziel, 
    sondern man sucht sie zu benützen, indem man in sie eindringt“
    -

    „In die Kirche eindringen“
    ist denn die neue Strategie der Freimaurerei !
    Und leider müssen wir nur allzuoft konstatieren, dass ihr dies teilweise schon gelungen ist.
    Der modernistische Scherbenhaufen spricht Bände !

    Letztendliches freimaurerische Ziel aber ist die eigentliche 
    „Entpriesterlichung“ 
    der Heiligen Mutter Kirche 
    „zu Gunsten“ einer „Laienkirche.“
    Um dies bewerkstelligen zu können, bedarf es denn z.b. zunächst einer 
    „Übergangsform“;
    zölibatäre Priester und verheiratete „Priester“ nebeneinander !

    Und nun schauen wir uns um;
    unentwegt hören wir aus modernistischen Kreisen das Gerede von der angeblichen 
    „Notwendigkeit der Lockerung des Zölibates“.
    „PatoralreferentInnen“ ( also Laien !) sind gar schon übermässig viel vertreten !

    Letzendlich ist also diese Strategie der 
    „langsamen „Entpriesterlichung“ der Kirche auch dazu gedacht, das eigentliche Ansinnen der Freimaurerei zu forcieren;
    die Einheit der Heiligen Mutter Kirche und der EWIGEN WAHRHEIT JESUS CHRISTUS zu torpedieren, sprich die Heiligkeit der Kirche ins Natürliche herunterzuziehen.

  10. Immer wieder interessant zu sehen, wie bei dem Thema mit zweierlei Maß gemessen wird.
    Es gibt in der katholischen Kirche unzählige verheiratete Geistliche, sei es mit Dispens, als Konvertiten oder solche aus den katholischen Ostkirchen. Das ist scheinbar alles kein Problem, aber sobald ein „alteingesessener“ Pfarrer einen Dipens beantragt, dann wird er in der Luft zerrissen.

    Dabei könnte sich der gute Mann ja sogar auf die Bibel berufen, in welcher ja bekanntlich steht, das Diakone, Bischöfe & Co verheiratet zu sein haben und Kinder haben sollen. ( 1.Timotheus 3)

    • Sagen wir mal so, die Kirche hat nicht gerade positive Erfahrungen mit verheirateten Priestern gemacht.
      Und hat wohl hier geprüft und das Gute behalten.
      Witzig finde ich, dass für die Normalos Ehe und Kinder irgendwie nogo und absolut uncool zu sein scheinen, während es für die, die von Natur aus bzw. um des Himmelreiches willen zur Ehe ungeeignet sind, offensichtlich daaaaaaas aaaaabsoooluuute Gut zu sein scheint!
      Verkehrte Welt!

    • Sie haben recht, so steht es in der Bibel, aber kann es nicht sein, dass es zum Schutz der Katholischen Kirche eingeführt wurde, denn es steht in der Bibel, sie sollen nur einmal verheiratet sein (also keine Scheidung)! In der Bibel steht so viel drinnen, was die Katholische Kirche nicht tun sollte, wie zum Beispiel die Stellung der Frau, und jetzt dürfen sie schon Wortgottesdienste feiern! Die Stellung der Frau in der Bibel! 1 Timotheus 2,8-15.

  11. Ja Hallo. Aber Herr Pfarrer, dann sind sie ja gar kein Pfarrer mehr?
    Lieber wenige gute Pfarrer, als viele schlechte. Vielleicht sind zwei Päpste der beste Beweis… zu viele Köche verderben den Brei.

    Welch ein Papst im Gegensatz Johannes Paul der Zweite.

  12. „Kompliment!“
    Dieser Herr versteht es sehr gut, sich und seine Interesssen in den Vordergrund zu rücken.
    Auftritt im Fernsehen – Bewunderung für diesen „Mut“ wurde ihm zuteil.
    Entbindung vom Zölibat – dabei aber weiter Priester bleiben wollen.
    „Aktuell“ plane er keine neue Ehe. – Aktuell? Was soll das heißen?
    Die notwendigen Konsequenzen aus seinem Verhalten ziehen – wieso denn?:
    Pfarrergehalt ist großzügig bemessen, die Rente wohl auch, Pfarrerwohnung inclusive!
    Darauf zu verzichten wäre wirklich dumm!
    Einen hoffnungsvollen Brief nach Rom geschickt – zwecks Befreiung.
    Natürlich nicht vom Dienst, sondern vom Zölibat!
    Als Sahnehäubchen obenauf sein Wunsch nach einer päpstlichen Portion Barmherzigkeit – und die Sache wäre geritzt!
    Wirklich, dieser Mann hat´s drauf!
    Nun bin ich aber gespannt, wie´s weitergeht!

      • „wann kommt aus Rom das „befreiende“ Telefon?Hilf Herre diner Christenheit.(Walter v.d. Vogelweide.“
        Die Leitungen sind total überlastet. Ehe der Bischof von Rom allen Sündern in der Kirche des Herrn durch seine apostolische Sukzession versichert hat das sie sich keine Sorgen machen brauchen sind die Sterne schon vom Himmel gefallen.
        Per Mariam ad Christum.

  13. Ich möchte anmerken, dass die im Artikel erwähnte Keuschheit von jedem getauften Christen gefordert wird, sie ist Bestandteil der 10 Gebote. Kurios erscheint mir, dass viele(nicht verheiratete) Paare Wert auf gegenseitige Treue legen, aber beim Begriff Keuschheit empfindlich reagieren und diese am liebsten in die Welt der Klöster verbannen möchten und sie als freiheitsberaubend ansehen.

  14. @ besorgter Christ

    Du verkennst offenbar den Unterschied zwischen „nicht wollen“ und „nicht dürften“. Das eine ist eine Entscheidung, welche jeder für sich trifft, das andere ist eine Bevormundung.
    Beispielsweise trinke ich keinen Alkohol, mir käme es aber trotzdem nicht in den Sinn, es deswegen allen anderen verbieten zu wollen.

    @dhmg

    Entschuldige, aber von Keuschheit finde ich nichts in den 10 Geboten, von Treue, ja, aber nicht von Keuschheit.

    Und das auch heute viele (wenn nicht die Meisten) Paare zwar Wert auf Treue, nicht aber auf Keuschheit legen, ist nun wirklich nicht verwunderlich. Treue ist etwas, was beide Partner und deren Beziehung betrifft, Keuscheit dagegen ist ein von Außen aufgezwungenes Konzept und wer lässt sich schon gerne von Anderen in seine Beziehung drein reden.

  15. @Greg:

    Du wirst so manches nicht im Text der 10 Gebote finden, das aber trotzdem darin enthalten ist! Um es dir besser zu veranschaulichen. Jeder Christ ist, gemäß seinem Stand, zu Keuschheit verpflichtet. Im Gebot „Du sollst nicht ehebrechen“ ist die Keuschheit enthalten. Sobald man heiratet geht man in einen anderen Stand der Keuschheit über. Wie du sicher weißt, ist die Kirche gegen Sex vor der Ehe.
    Kardinal van Thuan hat dazu in seinem Buch ‚Hoffnungswege‘ geschrieben:
    „Ohne die Nächstenliebe hat die Keuschheit keinen Sinn. Aus welchem Grund willst du dich keusch bewahren? Weil du so egoistisch bist, dass du niemanden ertragen kannst? Weil niemand dich lieben kann? Oder weil du dein Herz rein und ungeteilt bewahren willst, um Gott und deine Nächsten vollkommener zu lieben? Nur dieses letztere Motiv ist lauter.“

    Er sagt auch, dass jene unkeusch werden, die aufgehört haben zu beten.

    • Ich habe die 10 Gebote in Religion gelernt,6Gebot du sollst nicht Unkeuschheit treiben!!!Weiß nicht hat sich da was geändert? Einen gesegneten Tag wünsche ich Euch!

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