Predigt von Papst Franziskus in der Chrisam-Messe im Petersdom

Papst Franziskus Chrisammesse 2014
Papst Franziskus: Chrisam-Messe 2014 im Petersdom

(Vatikan) Papst Franziskus zelebrierte am Vormittag des heutigen Gründonnerstag die Chrisam-Messe. Im Petersdom hatten sich dazu die Priester der Diözese Rom versammelt. Der Papst sprach in seiner Predigt von den „drei Schwestern“ Armut, Treue und Gehorsam und ermahnte die Priester zum Gehorsam gegenüber der Kirche. Die „Freude des Priesters“ habe drei Wesensmerkmale: sie sei eine Freude die „salbt“, die „unvergänglich“ und „missionarisch“ ist.

CHRISAM-MESSE
PREDIGT VON PAPST FRANZISKUS

Vatikanische Basilika
Gründonnerstag, 17. April 2014

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Gesalbt mit dem Öl der Freude

Liebe Mitbrüder im priesterlichen Dienst,

im Heute des Gründonnerstags, an dem Christus uns bis zur Vollendung geliebt hat (vgl. Joh 13,1), gedenken wir des frohen Tags der Einsetzung des Priestertums und des Tags unserer Priesterweihe. Der Herr hat uns in Christus mit dem Öl der Freude gesalbt, und diese Salbung lädt uns ein, dieses große Geschenk – den Frohsinn, die priesterliche Freude – zu empfangen und sie uns zu Eigen zu machen. Der Frohsinn des Priesters ist ein kostbares Gut nicht allein für ihn, sondern für das ganze gläubige Volk Gottes: jenes gläubige Volk, aus dessen Mitte der Priester berufen wird, um gesalbt zu werden, und zu dem er gesandt ist, um zu salben.

Gesalbt mit dem Öl der Freude, um mit dem Öl der Freude zu salben. Die Freude des Priesters hat ihre Quelle in der Liebe des Vaters, und der Herr möchte, dass die Freude über diese Liebe »in uns« sei und dass sie »vollkommen« sei (vgl. Joh 15,11). Ich denke gerne an die Freude im Blick auf die Muttergottes: Maria, die »Mutter des lebendigen Evangeliums«, ist eine »Quelle der Freude für die Kleinen« (Apostolisches Schreiben Evangelii gaudium, 288), und ich glaube, dass wir nicht übertreiben, wenn wir sagen, dass der Priester ein ganz kleiner Mensch ist: Die unermessliche Größe der Gabe, die uns für den Dienst geschenkt ist, versetzt uns unter die Kleinsten der Menschen. Der Priester ist der Ärmste der Menschen, wenn Jesus ihn nicht durch seine Armut reich macht; er ist der nutzloseste Knecht, wenn Jesus ihn nicht Freund nennt, der Dümmste der Menschen, wenn Jesus ihn nicht geduldig lehrt wie den Petrus; er ist der Hilfloseste der Christen, wenn der Gute Hirt ihn nicht inmitten der Herde stärkt. Niemand ist kleiner als ein Priester, der nur seinen eigenen Kräften überlassen bleibt. Darum ist unser Gebet zur Verteidigung gegen alle Nachstellungen des Bösen das unserer Mutter: Ich bin Priester, weil Er gütig auf meine Niedrigkeit geschaut hat (vgl. Lk 1,48). Und von dieser Kleinheit aus nehmen wir unsere Freude in uns auf – Freude in unserem Kleinsein!

Ich finde drei bedeutsame Wesensmerkmale in unserer priesterlichen Freude: Es ist eine Freude, die uns salbt (nicht etwa uns „einölt“ und uns salbungsvoll-heuchlerisch, glanzliebend oder selbstgefällig-glatt macht), es ist eine unvergängliche Freude, und es ist eine missionarische Freude, die auf alle ausstrahlt und alle anzieht, in umgekehrter Reihenfolge: angefangen bei den Fernsten.

Eine Freude, die uns salbt. Das heißt: Sie ist zuinnerst in unser Herz eingedrungen, hat es geformt und sakramental gestärkt. Die Zeichen der Weiheliturgie sprechen zu uns von dem mütterlichen Wunsch, den die Kirche hat, alles, was der Herr uns gegeben hat, zu übertragen und mitzuteilen: die Handauflegung, die Salbung mit dem heiligen Chrisam, die Bekleidung mit den liturgischen Gewändern, die unmittelbare Beteiligung an der ersten Konsekration… Die Gnade erfüllt uns und breitet sich unvermindert, reichlich und vollständig in jedem Priester aus. Ich würde sagen: gesalbt bis ins Mark… und unsere Freude, die aus dem Innern hervorsprudelt, ist der Widerhall dieser Salbung.

Eine unvergängliche Freude. Die Vollständigkeit der Gabe, der niemand etwas wegnehmen noch hinzufügen kann, ist eine ununterbrochene Quelle der Freude: einer unvergänglichen Freude, von der der Herr versprochen hat, dass niemand sie uns nehmen kann (vgl. Joh 16,22). Sie kann eingeschläfert oder blockiert werden durch die Sünde oder die Sorgen des Lebens, aber in der Tiefe bleibt sie unberührt wie ein glühender Holzscheit unter der Asche und kann immer neu entfacht werden. Die Ermahnung des Apostels Paulus an Timotheus bleibt stets aktuell: Ich rufe dir ins Gedächtnis: Entfache das Feuer der Gabe Gottes wieder, das dir durch die Auflegung meiner Hände zuteil geworden ist. (vgl. 2 Tim 1,6).

Eine missionarische Freude. Dieses dritte Wesensmerkmal möchte ich in besonderer Weise darlegen und unterstreichen: Die Freude des Priesters steht in inniger Beziehung zum heiligen gläubigen Gottesvolk, denn es handelt sich um eine überwiegend missionarische Freude. Die Salbung ist dazu da, das heilige gläubige Gottesvolk zu salben: zu taufen und zu firmen, zu heilen und zu weihen, zu segnen, zu trösten und zu evangelisieren.

Und da es eine Freude ist, die nur fließt, wenn der Hirt inmitten seiner Herde ist (auch in der Stille des Gebetes ist der Hirt, der den himmlischen Vater anbetet, mitten unter seinen Schafen), darum ist es eine von ebendieser Herde „gehütete Freude“. Selbst in den Momenten der Traurigkeit, in denen sich alles zu verdunkeln scheint und der Schwindel der Vereinsamung uns verführt – jene Momente der Apathie und der Interesselosigkeit, die manchmal im Priesterleben über uns hereinbrechen (und die auch ich durchgemacht habe) – sogar in diesen Momenten ist das Volk Gottes imstande, die Freude zu hüten, kann es dich schützen, dich umarmen, dir helfen, das Herz zu öffnen und wieder neu Freude zu finden.

„Gehütete Freude“ durch die Herde und gehütet auch durch drei Schwestern, die sie umgeben, schützen und verteidigen: Schwester Armut, Schwester Treue und Schwester Folgsamkeit.

Die Freude des Priesters ist eine Freude, welche die Armut zur Schwester hat. Der Priester ist arm an rein menschlicher Freude: Er hat auf so vieles verzichtet! Und da er, der den anderen so viel gibt, arm ist, muss er seine Freude vom Herrn und vom gläubigen Gottesvolk erbitten. Er darf sie sich nicht selbst beschaffen. Wir wissen, dass unser Volk äußerst großherzig ist in seinem Dank an die Priester für die kleinsten Gesten des Segens und in besonderer Weise für die Sakramente. Viele berücksichtigen, wenn sie von der Identitätskrise der Priester sprechen, nicht die Tatsache, dass Identität Zugehörigkeit voraussetzt. Es gibt keine Identität – und damit Lebensfreude – ohne aktive und engagierte Zugehörigkeit zum gläubigen Volk Gottes (vgl. Apostolisches Schreiben Evangelii gaudium, 268). Der Priester, der sich einbildet, die priesterliche Identität zu finden, indem er introspektiv in sein Innerstes hinabtaucht, wird dort wohl nichts anderes finden als Zeichen, die auf den „Ausgang“ verweisen: Geh aus dir selbst heraus, geh hinaus und suche Gott in der Anbetung, geh hinaus und gib deinem Volk, was dir anvertraut ist, und dein Volk wird dafür sorgen, dass du spürst und erfährst, wer du bist, wie du heißt, was deine Identität ist, und es wird dir hundertfach Freude verschaffen, wie es der Herr seinen Knechten versprochen hat. Wenn du nicht aus dir herausgehst, wird das Öl ranzig und die Salbung kann keine Frucht bringen. Aus sich herauszugehen verlangt, sich selbst zu entäußern, schließt Armut ein.

Die priesterliche Freude ist eine Freude, welche die Treue zur Schwester hat. Nicht so sehr in dem Sinn, dass wir alle „unbefleckt“ wären (schön wär’s, wenn wir es mit Gottes Gnade schafften!), denn wir sind Sünder; vielmehr in dem Sinn einer immer neuen Treue gegenüber der einzigen Braut, der Kirche. Darin liegt der Schlüssel zur Fruchtbarkeit. Die geistlichen Söhne und Töchter, die der Herr jedem Priester schenkt, jene, die er getauft hat, die Familien, die er gesegnet und denen er geholfen hat sich auf den Weg zu machen, die Kranken, die er aufrichtet, die Jugendlichen, mit denen er den Weg der Katechese und der Formung geht, die Armen, die er unterstützt… sie sind diese „Braut“, und es ist seine Freude, sie als seine auserwählte und einzige Geliebte zu behandeln und ihr immer neu treu zu sein. Die lebendige Kirche ist es, mit Vor- und Zunamen, die der Priester in seiner Pfarrei oder in der ihm übertragenen Aufgabe hütet – sie ist es, die ihm Freude bringt, wenn er ihr treu ist, wenn er alles tut, was er tun muss und alles hinter sich lässt, was er lassen muss, um nur inmitten der Schafe zu bleiben, die der Herr ihm anvertraut hat: »Weide meine Schafe!« (Joh 21,16.17).

Die priesterliche Freude ist eine Freude, welche die Folgsamkeit zur Schwester hat. Folgsamkeit gegenüber der Kirche in der Hierarchie, die uns nicht nur sozusagen den äußeren Rahmen des Gehorsams gibt – die Pfarrei, zu der ich geschickt werde, die priesterlichen Befugnisse, die spezielle Aufgabe –, sondern auch die Verbindung zu Gott, dem Vater, in dem alle Vaterschaft ihren Ursprung hat. Doch auch Folgsamkeit gegenüber der Kirche im Dienst: unverzügliche Bereitschaft, allen immer und bestmöglich zu dienen, nach dem Vorbild „Unserer Lieben Frau von der unverzüglichen Bereitschaft“ (vgl. Lk 1,39: meta spoudes), die sich eilends aufmacht, um ihrer Kusine zu dienen, und auf die Küche von Kana achtet, wo der Wein fehlt. Die Bereitschaft des Priesters macht die Kirche zum Haus der offenen Türen, zum Zufluchtsort für die Sünder, zur Heimstätte für die, welche auf der Straße leben, zum Pflegeheim für die Kranken, zum Zeltlager für die Jugendlichen, zum Katecheseraum für die Erstkommunionkinder… Wo das Volk Gottes einen Wunsch oder eine Not hat, da ist der Priester zur Stelle, der zuzuhören (ob-audire) weiß und einen liebevollen Auftrag Christi verspürt, der ihn sendet, um mit Barmherzigkeit in jener Not zu helfen oder jene guten Wünsche mit kreativer Nächstenliebe zu unterstützen.

Wer berufen ist, soll wissen, dass es in dieser Welt eine echte und vollkommene Freude gibt: die Freude, aus dem Volk, das man liebt, herausgenommen zu sein, um zu ihm gesandt zu werden als Spender der Gaben und der Tröstungen Jesu, des einzigen Guten Hirten. Voll herzlichen Mitgefühls für all die Kleinen und die Ausgeschlossenen dieser Erde, die erschöpft und unterdrückt sind wie Schafe ohne Hirten, wollte dieser viele mit seinem Dienst vereinen, um in der Person des Priesters selber für das Wohl seines Volkes da zu sein und zu wirken.

An diesem Gründonnerstag bitte ich Jesus, den Herrn, dass er viele junge Menschen jene Glut des Herzens entdecken lässt, die ein Feuer der Freude entfacht, sobald man den Wagemut aufbringt, unverzüglich auf seinen Ruf zu antworten.

An diesem Gründonnerstag bitte ich Jesus, den Herrn, dass er das frohe Leuchten in den Augen der Neugeweihten bewahre, die ausziehen, um die Welt „abzuweiden“, um sich inmitten des gläubigen Gottesvolkes aufzureiben; die sich freuen bei der Vorbereitung der ersten Predigt, der ersten Messe, der ersten Taufe, der ersten Beichte… Es ist die Freude, zum ersten Mal als Gesalbte – voller Staunen – den Schatz des Evangeliums austeilen zu können und zu spüren, dass das gläubige Volk wiederum dich salbt, in einer anderen Weise: mit ihren Bitten, wenn sie den Kopf vor dir neigen, damit du sie segnest, wenn sie dir die Hände drücken, wenn sie dir ihre Kinder bringen, wenn sie für ihre Kranken bitten… Bewahre, Herr, in deinen jungen Priestern die Freude des Aufbruchs, alles wie etwas Neues zu tun, die Freude, ihr Leben für dich zu verbrennen.

An diesem Priesterdonnerstag bitte ich Jesus, den Herrn, die priesterliche Freude in denen zu bekräftigen, die schon viele Jahre lang Dienst tun. Jene Freude, die sich, ohne aus den Augen zu verschwinden, auf die Schultern derer legt, die die Last des Dienstes ertragen – Priester, die den „Puls der Arbeit“ kennen, ihre Kräfte sammeln und sich erneut wappnen: Sie „atmen tief durch“, wie die Sportler sagen. Bewahre, Herr, die Tiefe und die weise Reife der erwachsenen Priester. Mögen sie wie Nehemia zu beten verstehen: Die Freude am Herrn ist meine Stärke (vgl. Neh 8,10).

Schließlich bitte ich an diesem Priesterdonnerstag Jesus, den Herrn, dass die Freude der alten – gesunden oder kranken – Priester erstrahle. Es ist die Freue des Kreuzes, die aus dem Bewusstsein entspringt, einen unvergänglichen Schatz in einem irdenen Gefäß zu tragen, das allmählich zerbricht. Mögen sie es verstehen, an jedwedem Ort zufrieden zu sein, und in der Vergänglichkeit der Zeit den Geschmack des Ewigen kosten. Mögen sie, o Herr, die Freude empfinden, die Fackel weiterzugeben, die Freude, die nachfolgenden Generationen wachsen zu sehen und mit einem stillen Lächeln die Verheißungen zu grüßen – in jener Hoffnung, die nicht zugrunde gehen lässt.

Text: vatican.va
Bild: Radio vatikan

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33 Comments

  1. Freude, Freude, Freude, Freude, Freude, Freude, Freude, Freude, Freude, Freude, Freude, Freude, Freude, Freude, Freude, Freude, Freude, Freude, Freude, Freude, Freude, Freude, Freude, Freude, Freude, Freude, Freude, Freude, Freude, Freude, Freude, Freude, Freude als ob man dauernd kiffen würde wie ein Hippie in der Kommune. High sein ohne Drogen mit Jorge B. aus B.A. sozusagen. Aber wahrscheinlich bin ich viel zu griesgrämmig für die überaus gute Laune der Neuen Kirche.

  2. ähm…wir sind in der Karwoche? Gibt es keinen anderen Zeitpunkt, der besser passt, um die Priester zu ermahnen? Und selbst wenn dies der richtige Zeitpunkt wäre – würde man die Priester mit dieser Predigt erreichen? Mich persönlich berührt es in keiner Weise (gut, bin ja auch kein Priester). Dennoch er sagt hier so viel und doch nur oberflächliches. Bildlich verglichen vielleicht mit einem Hamburger. Sieht ganz lecker und nach viel aus. Aber kaum gegessen hat man wieder Hunger. Der sättigende Inhalt fehlt.

    und was ist das wieder für ein Zugeständnis? (…) Die priesterliche Freude ist eine Freude, welche die Treue zur Schwester hat. Nicht so sehr in dem Sinn, dass wir alle „unbefleckt“ wären (schön wär’s, wenn wir es mit Gottes Gnade schafften!), denn wir sind Sünder; (…)

    Das ist doch wieder so eine unterschwellige Bestätigung, dass wir alle Sünder sind, es halt nicht ändern können und nicht ändern brauchen und man selbst als Priester seine Triebe nicht im Griff hat? Die Sünde wird vom Bischof von Rom so sehr bagatellisiert und gerechtfertigt, dass mir angst und bang wird.

    • Nachtrag: Habe inzwischen gemerkt, dass die Kirche am Gründonnerstag u.a. der Betrauung der Apostel mit dem Priestertum gedenkt. Zeitpunkt also richtig. Doch die Predigt bleibt speziell.

    • „Die Sünde wird vom Bischof von Rom so sehr bagatellisiert und gerechtfertigt, dass mir angst und bang wird.“

      Sehr treffend bemerkt, und wenn es weitergeht auf diesem Weg, steht Schlimmstes bevor.

    • Immer Ermahnungen an unsere Leute ? Was soll denn das ? Er soll sich doch einmal an die wenden, die mahnende Worte dringender notwendig haben. Das Gerede Bergoglios nervt und das nicht seit heute.

  3. Merkwürdig wieder –u.a.– das hier:
    „Der Priester, der sich einbildet, die priesterliche Identität zu finden, indem er introspektiv in sein Innerstes hinabtaucht …“.
    Ein Querschuss gegen das kontemplative Gebet und alle, die es pflegen, einschließlich der kontemplativen Orden.
    Damit setzt er sich sogar in Gegensatz zum Katechismus der Katholischen Kirche, wo der Gebetsweg beschrieben ist, der auch ein Weg ist nach innen, ins innerste Heiligtum, gemäß der aszetisch-mystischen Tradition der Kirche. Denken wir an die „Innere Burg“ der hl. Kirchenlehrerin Teresa von Avila. Oder an die Schriften der hl. Edith von Stein.
    Auch andere Merkwürdigkeiten sind in der Predigt, aber man wird es einfach müde.

    • Er hasst alle, die einen Inneren Raum mit Gott alleine gefunden haben – das passt auch gut zu der Hl. Teresa, die Sie erwähnen.
      Er hasst die echten Heiligen, denn die sind alle in ihr Innerstes getaucht, um sich mit allem, was sie sind und haben Gott hinzugeben.
      F. hasst wahre Katholiken.
      F. liebt Dampfplauderer und Aktionisten.
      Ein „Papst“, der die Schafe hasst und die Wölfe in Schutz nimmt.
      Ein „Papst“, der die letzten Schafe zwingen will mit Psychostrategien, Wolfs-Transluper zu werden (Denk doch nicht, du seist ein Schaf, bloß weilst so ausschaugst, an Wolf bist…). Tägliche Hormonpillen aus Rom, um auch noch das letzte Schaf in einen Wolf zu verwandeln.

      • Sie scheinen diesen Papst regelrecht zu hassen. Sollten Sie das nicht mal überprüfen?
        Was Sie dem Papst unterstellen finde ich absolut daneben.

      • Wenn Sie anfangen, meine Beobachtungen und Thesen anhand dessen, was F. sagt und tut, zu überprüfen, wird sich Ihre emotionale Sicht auf diesen Papst und auch meine Gedanken ändern müssen.
        Hier geht es nicht um Hass oder Liebe, sondern um Wahrheit oder Lüge.
        Unser Glaube ist indes kein Gefühl, sondern die Wahrheit.

      • Nachtrag:

        „Hass“ meinte ich selbst in dem Sinne Jesu („Die Welt hasst das Licht, die Wahrheit…liebt die Finsternis…“)

        Hass im Sinne Jesu = NEIN zur Wahrheit: „non fiat“

        Diesem Hass gibt F. seit über einem jahr jede Woche mindestens einmal Ausdruck. Da nützen auch gelegentlich fromme Bröselchen zur Besänftigung naiver Frommer nichts.

      • Ich stehe vielem, was Papst Franziskus sagt, auch mit starkem Vorbehalt gegenüber. Ich teile sogar Ihre Sorge, dass der Papst ein sehr merkwürdiges Verhältnis zur katholischen Lehre hat, sie ins Subjektiv verbiegt, mit einem deutlichen Anhauch der Befreiungstheologie. Es finden sich auch immer wieder eklatante Widersprüche in seinen Predigten und häufig weiß man nicht, worauf er denn nun hinaus will, doch alles das rechtfertigt nicht Ihren Ton, den müssen Sie mäßigen, Franziskus ist und bleibt immer noch der Heilige Vater.

        Es gab zudem in der Geschichte schon mehrfach gute und weniger gute, ja durchaus schlechte Päpste, es gab unter ihnen große Sünder und auch welche, die die Schäfchen nicht hüteten sondern die Herde zerstreuten. Papst Franziskus ist mir in vielem, was er sagt und tut, zu plakativ, zu medial orientiert, dabei bekommt Verkündigung unweigerlich Show-Charakter, was natürlich unserem Glauben schweren Schaden zufügt.

        Wir sollten unsere Sorge auch immer wieder artikulieren, nur müssen wir es so tun, dass man nicht den Vorwurf des Hasses und der Herabsetzung machen kann und die Kritik so abwürgen kann.

        Warum verkürzen Sie übrigens immer mit „F.“, wenn sie Papst Franziskus meinen. Hat das eine inhaltliche Qualität? – Nein!

        Bleiben Sie doch einfach bei der nüchternen Analyse dessen, was der Papst sagt und stellen hierzu kritische – nicht polemische – Fragen, das reicht schon, glauben Sie mir.

        Papst Franziskus sucht ein großer Mystiker zu sein, ob er es ist, muss die Geschichte und damit sein gesamtes Pontifikat beweisen. Vieles bleibt zu sehr an der Oberfläche als das es in die innere Tiefe wahrer christlicher Mystik hinabreichte. Es ist diese Oberflächlichkeit des Zeitgeistes, die immer und überall mit plakativer Begrifflichkeit um sich wirft, ohne aber das zu fassen, was man angeblich zu fassen meint. So ist es besonders bei Papst Franziskus und der von ihm bei jeder Gelegenheit strapazierten Barmherzigkeit, die mittlerweile in seinen Predigten so konturlos geworden ist, dass zumindest ich nichts mehr mit ihr anzufangen weiß, weil sie auf alles und nichts bezogen werden kann.

        Mit solchen zum Stereotyp reduzierten Verkündigungen kann man die Menschen nur an der Oberfläche erreichen und nicht in ihrem tiefsten Inneren, wo uns aber nur der Glaube anrühren kann. Auch der ständige Verweis auf die Armut des Priesters wirkt unglaubwürdig, wenn man sich die saturierte Katholische Kirche in Deutschland anschaut. Wir müssen unsere Kritik um so präziser formulieren, je mehr von uns zu Recht Gehorsam gefordert wird, nur dann haben wir eine Chance, Katholizität vor ihrer Verwässerung zu bewahren.

        Wir leben in einer Zeit der Glaubensdürre, in der der Papst phantasmagorische Bilder entwirft, die bei genauem Hinsehen keinen festen Glaubensgrund haben, weil sie Raum für beliebige Interpretationen bieten.

      • Ja, wir leben in einer Zeit der Glaubensdürre. Und genau das macht mir Angst, denn die Verkündigung und die Persönlichkeit dieses Papstes sind wie geschaffen für Menschen, die kein Interesse mehr am wahren Glauben haben, einem Glauben, der ihre Selbstzufriedenheit in Frage stellt, bzw. andererseits ihre Fokussierung auf rein innerweltliche materielle und soziale Probleme sprengt. Deshalb auch die zwei „Brennpunkte“ bergoglionischer Verkündigung: Barmherzigkeit und Zärtlichkeit Gottes, als eines Wesens, der unsere Sünden ohne die Anstrengung von Reue und Umkehr sola gratiamässig zudeckt, und zweitens: die „Seelsorge bis an den Ränder der Gesellschaft“ und „Kirche als Feldlazarett“ zur Linderung sozialer Missstände. Und das geht typischer Weise einher mit der Herabsetzung des inneren Weges des Glaubens, der ja die Grundvoraussetzung für eine wahrhafte Bekehrung und für ein echtes Wachstum im Glauben ist. Glaube, Religion, Kirche dienen einzig der Selbstbestätigung und rein innerweltlichen Aktion. Mit dieser Lehre, die den Ohren schmeichelt, tritt der Papst seinen Siegeszug bei einer gottfernen, narzisstisch-hedonistischen Menscheit an. Doch er wird damit keine einzige Seele retten. Und das ist die furchtbare Tragik.

      • Ausrufezeichen unter Ihren Kommentar, @hicesthodie! Danke!

        Auch Ihnen, @Leo Lämmlein und @Suarez, Dank für Ihre klugen Kommentare.
        Einzig zu Ihrer Meinung, @Suarez, Franziskus suche „ein großer Mystiker“ zu sein, finde ich bis jetzt keinerlei Anhaltspunkte. (Auch seine Invektive in dieser Predigt, nicht „introspektiv ins Innerste hinabzutauchen“, zeigt doch eine ganz andere Haltung an.)

    • „Ein Querschuss gegen das kontemplative Gebet und alle, die es pflegen, einschließlich der kontemplativen Orden.“
      Das war auch sofort mein erster Gedanke!
      Gott gebe uns Priester, die nach innen gehen und das Äussere -zumindest zeitweise- abstreifen können.
      Nach innen gehen bedeutet ja nicht, um sich selber zu kreisen, sonden das Wesentliche zu erkennen.

  4. Die Predigten Benedikts XVI waren ganz anders, viel geistreicher, siehe den katholisches.info-Artikel zu seinem 87. Geburtstag. Bei Benedikts Predigten konnte man als Katholik noch etwas lernen.
    Vor dem Karfreitag würde ich noch nicht so sehr von „Freude“ sprechen, die kommt traditionell erst mit der Auferstehung. Mit der Unfehlbarkeit dieses Papstes hat es sich meiner Meinung nach sowieso längst erledigt.

  5. Unfassbar, mit wie viel Selbstgerechtigkeit hier das Haar in der Suppe gesucht wird. Ich bin z.B. mit dem Liturgieverständnis von Papst Franziskus auch nicht glücklich (da fehlt mir Benedikt XVI. sehr stark), aber in diesem Forum macht man offenbar alles an Äußerlichkeiten fest und gibt Franziskus vom ersten Tag an keine Chance. Würde er im Alten Ritus zelebrieren, könnte er sagen, was er will, habe ich das Gefühl (ich schätze die überlieferte Messform übrigens sehr), aber es müssen doch auch die Inhalte stimmen und nicht nur die Form. DAS ist das reinste Pharisäertum!

  6. In dieser Predigt sind soviele fragwürdige Thesen, dass man gar nicht weiß, wo anfangen…ich sage mal ein paar:
    1. Wieso ist das Chrisam nur Symbol für Freude? Ist es nicht auch für Kraft, Gesundheit, Glück, aber auch für den „Wohlgeruch“, den das Handel des Priesters vor Gott darstellen soll, gedacht? Warum lässt F. das fast alles weg?
    2. Seit wann ist die Gottesmutter „Quelle der Freude für die Kleinen“? Sind wir nicht alle Ihre Kinder, auf besondere Weise u.a. die Priester (weil sie Jesus gegenwärtig setzen im Messopfer) als Ihre „Söhne im Sohn“
    3. Seit wann ist der Nächste der „Fernste“?
    4. Seit wann sind die „Armen“ die „Braut“ Christi? Bis gestern war noch die Kirche insgesamt diese reine und makellose Braut???!!!
    5. Seit wann ist Priestertum hauptsächlich „mit Barmherzigkeit in jener Not zu helfen oder jene guten Wünsche mit kreativer Nächstenliebe zu unterstützen“???
    6. Wieso fällt nicht einmal das Stichwort „Messopfer“, Nachfolge Christi, der Priester als der, der dem Herrn ans Kreuz folgt etc.?

    Traurig das alles!

    • Man schweigt einfach die wahre Kirche tot. Man stutzt alles so zurecht, dass es in den Kontext von Freude ( Lebensfreude), Liebe (Liebesglück) und Friede (Abwesenheit von Krieg) passt. Man beschneidet. Das ist Häresie.

      • Mir war folgender Satz aus der Predigt suspekt:
        „Bewahre, Herr, in deinen jungen Priestern die Freude des Aufbruchs, alles wie etwas Neues zu tun, die Freude, ihr Leben für dich zu VERBRENNEN.“

        F. gebraucht Worte die verraten welche Dinge er in seinem Herzen hat und ob das restlos gute Dinge sind, das wage ich einmal angesichts der häufigen Mehrdeutigkeiten leise zu bezweifeln.

    • ihre Kommentare tun mir so unsagbar gut.doch bedenken wir die furchtbare Ausbildung des Papstes-die konziliare, dann nachkonziliare Zeit in einer Umgebung der Befreiungstheologie, der satanischen 68er Bewegung global-der Heresiarch Küng et sequaces ejus, das schwache Zeugnis des PaulVI
      -Konfutation und Kontestation des Göttlichen , des Kirchlichen in den Medien,des absoluten Götzen der Neuzeit-die himmeltraurig Situation des Jesuitenordens etc etc
      da glaube ich hat der Papst mit seiner Exhortatio an die Priester auf diesem schrecklichen Hintergrund gesehen ein gutes, menschliches Wort gesprochen.Wer hier in diesem Forum postet kennt meine Ansicht zu diesem, halt doch unserem Papst-und zudem stehe ich-ich kann nicht anders-wollte er doch quantum ad existentiam hodiernam aufmunternd, liebevoll seinen Priestern ins Herz reden.Vielleicht täusche ich mich.

  7. Bei F. hilft nur eines — Ohren auf Durchzug stellen …..
    Oder …. Lasst ihn Quatschen, kümmert euch nicht mehr darum …..

    • Das kann man von einem Menschen sagen, der nicht viel Einfluss hat. Aber bei einem Papst? Sehen Sie nicht, wie seit über einem Jahr der ohnehin schon geschwundene und verdrehte Glaube in der Kirche, endgültig, fast erdrutschartig niedergeht?

      • Das sehe ich auch so. Allerdings ist der Einfluss Einzelner dagegen sehr begrenzt, da kann man nicht viel tun.

      • o doch das sehe ich ganz genau wie sie. Aber will man nichtr total frustriert durch den Glauben gehen, was hilft da sonst … dhmg hat da ganz recht. Der Einfluß Einzelner dagegen ist sehr begrenzt. Da kann man nicht viel tun.

      • Wenn Gott es will, können einzelne sogar sehr viel für die ganze Kirche bedeuten. war es nicht immer so?
        War es nicht der kleine Junge David, der mit einer primitiven Steinschleuder den Goliat niederrang?
        David aber tat dies, weil Gott es wollte – nicht aus eigenem Wollen und Meinen.

    • Das würde ich ja auch am Liebsten tun, da es am einfachsten ist und am wenigstens Widerstand bedeutet. Aber Jesus zählt in diesen, letzten Zeiten auf unseren Mut zur Wahrheit. Auch wenn es vielleicht hoffnungslos erscheint und wir nur wenige sind, so können wir mit den Kreuzzuggebeten und dem täglichen Rosenkranzgebet zur Mutter der Erlösung viel erreichen und es ist wichtig, dass wir (der kleine Rest) die Wahrheit Gottes aufrechterhalten.

  8. “ Ich denke gerne an die Freude im Blick auf die Muttergottes: Maria, die »Mutter des lebendigen Evangeliums«, ist eine »Quelle der Freude für die Kleinen« (Apostolisches Schreiben Evangelii gaudium, 288),“
    Deswegen sagt sie ja auch immer wo sie auftritt „Kehrt um und tuet Buße“. Das sollte ein Stellvertreter des Herrn auch sagen aber nur wenn der Konzilsgeist damit einverstanden ist.
    “ Der Priester ist der Ärmste der Menschen, wenn Jesus ihn nicht durch seine Armut reich macht; er ist der nutzloseste Knecht, wenn Jesus ihn nicht Freund nennt, der Dümmste der Menschen, wenn Jesus ihn nicht geduldig lehrt wie den Petrus; er ist der Hilfloseste der Christen, wenn der Gute Hirt ihn nicht inmitten der Herde stärkt.“
    Das kann man wohl so sagen. Wenn er heute vor den modernen Katholiken alles sagt was der Herr auch gesagt hat wird er wie ein räudiger Hund durch die Katakomben gejagt und die Beschwerdebriefe über ihn lassen den Schreibtisch des zuständigen Bischofs in den Keller fallen.
    Per Mariam ad Christum.

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