Erklärung von Mgr. Bernard Fellay, Generaloberer der Bruderschaft St. Pius X., über die neue Pastoral der Ehe gemäß Kardinal Walter Kasper

Was wird sich bei der außerordentlichen Bischofssynode, die vom 5. – 19. Oktober 2014 zusammentritt und die sich den pastoralen Herausforderungen der Familie im Kontext der Evangelisierung widmen wird, abspielen? Diese Frage stellt man sich mit großer Beunruhigung, seit Kardinal Walter Kasper beim letzten Konsistorium am 20. Februar 2014 auf Einladung von Papst Franziskus und mit dessen ausdrücklicher Unterstützung das Thema der nächsten Synode vorgestellt hat, indem er sogenannte pastorale Öffnungen aufzeigte, die lehrmäßig Ärgernis erregend sind.

Diese Darlegung, die ursprünglich hätte geheim bleiben sollen, wurde in der Presse veröffentlicht. Die stürmische Diskussion, die sie unter den Mitgliedern des Konsistoriums hervorrief, ist schließlich ebenfalls ans Tageslicht gekommen. Ein Akademiker, Roberto de Mattei, hat nicht gezögert, von einer wahren kulturellen Revolution zu sprechen. Ein Journalist, Sandro Magister, hat die Tatsache, dass Kardinal Kasper vorschlägt, die geschiedenen „Wiederverheirateten“ könnten kommunizieren, ohne dass ihre vorherige Ehe als nichtig anerkannt worden wäre, als einen Paradigmen-Wandel bezeichnet; denn dies ist eben jetzt nicht möglich auf der Grundlage der Worte Jesu, die sehr gestreng und ausdrücklich sind, was die Scheidung anbetrifft.

Ein gewisse Anzahl von Prälaten haben sich gegen diesen Wandel erhoben, so Kardinal Carlo Caffarra, Erzbischof von Bologna, der sich fragte: „Wie steht es mit der ersten geschlossenen und vollzogenen Ehe? Wenn die Kirche sie [die geschiedenen „Wiederverheirateten“] zur Eucharistie zulässt, so muss sie auf jeden Fall ein Urteil über die Rechtmäßigkeit der zweiten Verbindung abgeben. Dies ist logisch. Aber“, so fragt er noch einmal, „wie steht es dann um die erste Ehe? Die zweite, so sagt man, kann keine wahre zweite Ehe sein, denn der Bigamie steht das Wort des göttlichen Meisters entgegen. Und die erste? Ist sie aufgelöst? Aber die Päpste haben immer gelehrt, dass die Vollmacht des Papstes sich nicht bis dahin erstreckt: Über die geschlossene und vollzogene Ehe hat der Papst keine geistliche Gewalt. Die [von Kardinal Kasper] vorgeschlagene Lösung drängt zu der Annahme, dass die erste Ehe bestehen bleibt, dass es aber doch eine zweite Form des Zusammenlebens gibt, das die Kirche als rechtmäßig erklärt. […] Die Grundfrage ist also einfach: Wie steht es um die erste Ehe? Aber niemand antwortet.“ (Il foglio, 15/03/14)

Man könnte die schwerwiegenden Einwände anfügen, die die Kardinäle Gerhard Ludwig Müller, Walter Brandmüller, Angelo Bagnasco, Robert Sarah, Giovanni Battista Re, Mauro Piacenza, Angelo Scola, Camillo Ruini vorgebracht haben… Aber auch diese Einwände bleiben ohne Antwort.

Wir können nicht zuwarten, bis die Synode im Herbst in dem verheerenden Geist tagt, den ihr Kardinal Kasper geben möchte, ohne unsere Stimme zu erheben. Die beigefügte Studie unter dem Titel Die Unbarmherzigkeit von Kardinal Kasper gegenüber geschiedenen „Wiederverheirateten“ zeigt die schweren Irrtümer in seiner Ausführung auf. Diese nicht anzuprangern liefe darauf hinaus, eine Tür offen zu lassen für die Gefahren, auf die Kardinal Caffarra mit dem Finger hingewiesen hat: „Es gäbe damit eine Betätigung der menschlichen Geschlechtlichkeit außerhalb der Ehe, welche die Kirche als rechtmäßig anerkennen würde. Damit aber untergräbt man vollends den Pfeiler der Lehre der Kirche über die Geschlechtlichkeit. Von diesem Gesichtspunkt aus könnte man sich fragen: Warum heißt man nicht das freie Zusammenleben gut? Warum nicht die Beziehungen zwischen Homosexuellen?“ (Ibidem)

Während sich zahlreiche Familien in den letzten Monaten mutig gegen die Zivilgesetze mobilisiert haben, die überall die natürliche und christliche Familie untergraben, ist es im wahrsten Sinn des Wortes skandalös zu sehen, wie diese nämlichen Gesetze unterschwellig durch Männer der Kirche unterstützt werden, welche die katholische Lehre und Moral einer entchristlichten Gesellschaft angleichen wollen, anstatt danach zu trachten, die Seelen zu bekehren. Eine Pastoral, die der ausdrücklichen Lehre Christi über die Unauflöslichkeit der Ehe ins Gesicht schlägt, ist nicht barmherzig, sondern Gott gegenüber schimpflich, der seine Gnade entsprechend zuteilt; sie ist darüber hinaus unbarmherzig den Seelen gegenüber, die sich in einer schwierigen Lage befinden und jene Gnade empfangen, deren sie bedürfen, um christlich zu leben und in der Tugend sogar bis zur Heldenhaftigkeit zu wachsen.

Menzingen, den 12. April 2014
+Bernard Fellay
Generaloberer der Bruderschaft St. Pius X.

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Ralph

Große Beunruhigung ? Was soll diese Zusammenkunft, wenn nicht der Versuch gemacht wird, Eigenerfindungen an die Stelle glaubensmäßiger Wahrheit zu setzen ? Bleiben wir im Glauben auch wenn Bergoglio uns irre zu machen versucht. Die Wahrheit bleibt die Wahrheit ,

defendor
Einerlei welche „Möglichkeiten“ angedacht werden sollen; eine gültige und vollzogene Ehe ist unauflösbar ! Hierzu der Canon des Kanonischen Rechtes: „Can. 1141 Die gültige und vollzogene Ehe kann durch keine menschliche Gewalt und aus keinem Grunde, außer durch den Tod, aufgelöst werden“. Auszug aus „Kleiner Katechismus des katholischen Glaubens“ von Hw Martin Ramm FSSP: - 216. Wer hat die Ehe eingesetzt? Gott der Herr hat die Ehe bei der Schöpfung eingesetzt und Jesus Christus hat sie zu einem Sakrament erhoben. 217. Was bewirkt das Sakrament der Ehe? Im Sakrament der Ehe verbindet Christus die Brautleute in einem heiligen und unauflöslichen… weiter lesen »
zeitschnur
Ist aber dieses Statement-Abgeben auf dem Papier wirklich eine ausreichende Möglichkeit, hier „die Stimme zu erheben“? Reicht es, in den eigenen, inzwischen teilweise total hutterisierten Kreisen, irgendwelche uralten Texte über die christliche Ehe zu veröffentlichen? Das hören ja doch nur die „eigenen“ Leute… Mir locken solche Statements, die nicht mal das Übel an der Wurzel konsequent weiter denken wollen, nur ein Achselzucken ab. Die „Männer der Kirche, die die katholische Lehre und Moral einer entchristlichten Welt anpassen wollen“ besetzen seit 1958 den Stuhl Petri und inszenieren eine häretische Abwärtsbewegung nach der anderen. Es waren die Päpste, die die Fenster zur… weiter lesen »
Elisabeth Wick

Wie wahr!

Symmachus
„Man kann nicht nicht kommunizieren!“ – Franziskus drückt mit seinem Schweigen (und darüber hinaus mit seinem Verhalten) seine Gedanken und Absichten mehr aus, als mit seinen schlichten Sätzen. Warum hat er den Kardinälen Schweigen über das Konsistorium auferlegt, lässt aber Kaspers reden und lobt ihn dazu noch? Er wird sich aber erklären müssen: „Ich aber habe für dich gebeten, daß dein Glaube nicht aufhöre. Und wenn du dermaleinst dich bekehrst, so stärke deine Brüder“ heißt es Lk 22,32. Wenn er seine Brüder nicht im Glauben stärkt, heißt das nicht anderes als daß seine Bekehrung noch auf sich warten lässt. Wie… weiter lesen »
Athanasius

Hier zeigt sich wieder ganz deutlich: Die Kirchenkrise ist eine Glaubenskrise der einflussreichen Bischöfe und Kardinäle. In meinem persönlichen Umfeld stelle ich in Gesprächen mit liberalisierten Konzilskatholiken immer wieder fest: Zuerst lehnen Sie die ursprüngliche Lehre ab, aber wenn man ihnen die Hintergründe der katholischen Lehre mal richtig und ohne erhobenen Zeigefinger erklärt, dann kommt häufig die Antwort: So wie Du mir das erklärt hast, kann ich das jetzt auch verstehen.

Zeitlos
„zeitschnur“ hat – nach meiner Meinung – grundsätzlich recht. Ich weiß zwar nicht, was die „inzwischen teilweise total hutterisierten Kreise“ sollen, denn keine Gruppierung in der Kirche ist so übersteigert marianisch wie die FSSPX inzwischen. Ich meine als Priesterbruderschaft. Die Stärke von Erzbischof Lefebvre war, das Übel an der Wurzel zu sehen, es anzuklagen und zu handeln. Ich habe auch Herrn Pater Schmidberger so kennengelernt. Ich erinnere mich, dass er die „zwei Päpste“ theologisch in Frage gestellt hat, im Gegensatz zu allen anderen traditionellen Priestergemeinschaften. Er hat theologisch argumentiert, nicht polemisch. Ich sehe nicht, dass wir zwei Päpste haben. Benedikt… weiter lesen »
Zeitlos
Weil „zeitschnur“ auch Pius XII. zumindest als Möglichkeit in Frage gestellt hat, und weil das auch in sedisvakantistischen Kreisen teilweise üblich ist, möchte ich auf den sedisvakantistischen Grundirrtum eingehen: Die römisch-katholische Kirche würde nicht mehr als sichtbare Kirche existieren. Die apostolische Sukzession wäre unheilbar zerstört, wenn der letzte rechtmäßige Papst Pius XI. gewesen wäre. Dann gibt es keinen gültig geweihten Bischof mehr. Ohne Bischöfe gibt es keine gültig geweihten Priester. Es wäre das Ende der sichtbaren Kirche. Eine rein geistige katholische Kirche hat Jesus Christus nicht gestiftet. Auf Ihn kann sich kein Sedisvakantist berufen. Um Pius XII. auch nur ansatzweise… weiter lesen »
zeitschnur
@ zeitlos Sie haben mit einigen Überlegungen sicherlich recht. Was Pius XII. betrifft, wird ihn wohl kaum jemanden als Häretiker bezeichnen. Allerdings ist er es, der massive erste Eingriffe in die Liturgie getan hat und auch in „Mediator Dei“ behauptet hat, der Papst hätte ein Recht, „menschliche“ von „göttlichen“ Anteilen der Liturgie zu trennen und zu verändern, ohne zu erklären, wo da die Trennlinie verläuft. Wenn man bedenkt, dass jedoch Pius V. in „Quo primum“ ausdrücklich und mehrschichtig gesagt hat, niemand, „überhaupt kein Mensch“ dürfe an der damals wieder rekonstruierten Liturgie etwas ändern, dann ist das schon ein starkes Stück!… weiter lesen »
zeitschnur
…. (Forts) … dann ist das das, was ich mit Hutterisierung meine. Weder Msgr. Fellay noch irgendein Piuspriester hat das Recht, Lehramt zu spielen. Auf der einen Seite „widerstehen“ sie dem rechtmäßigen Lehramt nach Gusto, fordern aber ihrerseits von den Priestern und Gläubigen Unterwerfung unter das, was sie unter „Tradition“ verstehen. Sie verstehen den Widerspruch. Es ist ein systematischer und logischer Widerspruch. Auch vieles andere, was z.T. knüppeldick eingefordert wird, ist Amish-Stil: das Misstrauen, unter dem man steht, wenn man nicht vier Kinder+ in die Welt gesetzt hat, eine unsägliche Debatte über eine Verschleierung der Frau, dass man denkt, jetzt… weiter lesen »
ein besorter Christ
Im Grunde scheint mir ein Teil des Problems an mangelnder Unterscheidung zu liegen. Nicht alles was ein Papst so sagt, erfüllt gleich den Tatbestand des „dogmatisch verbindlichen“. Es ist doch eine Illusion anzunehmen, dass das Unfehlbarkeitsdogma sich auf alles was ein Papst sagt erstreckt. Man lese doch mal in der Apostelgeschichte, die Sache mit dem „gemeinsamen Essen mit Heiden“ Petrus, der damals schon Papst war, hatte da zeitweise eine komplett verkehrte Postion! Ich halte es für ein frommes Wunschdenken von einem Papst zu erwarten, dass er in allen Dingen, Halt, Stärke, Richtigkeit, Irrtumsfreiheit und Wahrheit hat. (ich meine es wäre… weiter lesen »
zeitschnur
@ besorgter christ Was Sie da sagen, behaupten alle Traditionalisten bei der FSSPX und der FSSP: der Papst könne fehlen und sei ja nur dann unfehlbar, wenn er ex cathedra spreche. Ich bezweifle das in dieser Zuspitzung aus folgendem Grund: Es wäre geradezu absurd, wenn wir dem Papst nur alle paar Jahrzehnte dann mal folgen müssten, denn seine außerordentliche Gewalt kann doch nicht gegen die ordentliche Gewalt ausgespielt werden! Er ist tatsächlich umfassender Hirte für alle und über alle. Das heißt nicht, dass er nicht einmal in einer Sache vorübergehend irren kann, wenn es um den Bereich des ordentlichen Lehramtes… weiter lesen »
ein besorter Christ
Werte zeitschnur, was wäre wenn die FSSPX und SSpX einfach recht hat, was die Beurteilung des Papstamtes betrifft? Sie können doch nicht der Ansicht sein, dass ein Papst sowas wie ein spiritueller und geistiger Suoervater ist, der alles weiß und zu dem man mit allem kommen kann und der alles im Griff hat. So eine Mischung aus Dumbledore, Gandalf, Aaragon und Odin aus dem „Thor“ Filmen. Auch der Text aus dem VATI sagt nur, das wir einfach nicht die Kirche wechseln dürfen, wenn uns Entscheidungen der Disziplin und der Regierung nicht passen. Meiner Ansicht nach sind die Gläubigen nur bei… weiter lesen »
zeitschnur
Das kann ich nicht so nachvollziehen. Das Zitat, das ich Ihnen oben aus „Pastor aeternus“ gegeben habe, drückt in keiner Weise den Spielraum aus, den Sie und die Traditionellen sich wünschen. Lesen Sie es doch noch mal: zu Unterordnung und Gehorsam ist jeder von uns Katholiken im Bezug auf alles, was der Papst entscheidet, verpflichtet – nicht bloß bei ex cathedra-Entscheidungen. Ich sagte ja, es gibt Disziplinarisches und die Sitten Betreffendes, das schon von seiner Natur her geändert werden kann und faktisch immer wieder einmal geändert wird. Aber solange es gilt, gilt es eben. So wie Sie argumentieren haben es… weiter lesen »
T. de Ahumada
Ich komme innerhalb der FSSPX sehr gut mit folgender Haltung zurecht und habe bisher noch keinerlei Schwierigkeiten mit irgendeinem Pater bekommen: 1. Punkt: Der Papst hat laut Pastor Aeternus sein Amt bekommen, um den Glauben unversehrt zu bewahren und getreulich auszulegen. Solange und insofern er das tut, übt er sein Amt rechtmäßig aus, und wir haben ihm zu gehorchen, egal ob wir es für sinnvoll uns passt oder nicht. Das gilt z.B. für die neue Ablassordnung und disziplinarische Dinge, wie die Nüchternheit vor der Messe. (Wenn wir aus „Frömmigkeit“ mehr als eine Stunde vor der Kommunion nüchtern bleiben, oder uns… weiter lesen »
zeitschnur
Stattgegeben, das beweist mir, dass Sie mich vielleicht verstehen in meinen Versuchen, die Problematik zu „durchdenken“. Nur komme ich mit der formellen Häresie in Absetzung zur materiellen H. nicht so gut klar: Egal, ob ein Papst sich seiner Häresie in dem Sinn bewusst ist, dass er eine Häresie „wider besseres Wissen“ begeht: rein logisch betrachtet ist seine Häresie eine Häresie. Punkt. Die Veränderung der heiligen Liturgie ist einfach aus klaren und logischen Gründen häretisch. Es ist doch in der Wirkung für die Gläubigen völlig wurscht, oder? So oder so geht die Kirche kaputt (was wir sehen). Im übrigen kann ich… weiter lesen »
T. de Ahumada
@zeitschnur: Ich hoffe doch, dass ich Sie verstehe! Und ich gebe Ihnen auch Recht, was Ihre Befürchtungen über sektierische Tendenzen und die entsprechenden Gefahren für die Glaubwürdigkeit des Anliegens angeht. Aber wir sind da mit unseren Befürchtungen auch innerhalb der FSSPX nicht alleine… Ich kann auch nicht glauben, dass ein hochgebildeter Herr Ratzinger nicht wusste, was er tat, als er das subsitit in Lumen gentium 8 einbrachte und das er sich nicht im klaren ist, was es für die Kirche bedeutet, dass er bis heute darauf beharrt, dass es gut und richtig war den Absolutheitsanspruch der katholischen Kirche zu relativieren… weiter lesen »
zeitschnur
Aber @ T. de Ahumada, ist es denn wirklich so, dass Sie nicht nachweisen können, dass das ein Nichtbegriff ist? Sie weisen es doch gerade nach, mit den Mitteln der Logik. Ich finde, dass das genügen muss. Nicht erst Ratzinger hat über „Glaube und Vernunft“ nachgedacht. Schon das Mittelalter tat das (z.B. Anselm, Thomas etc.). Auch übrigens die Konstitution „Dei Filius“ (Vat. I). Niemand kann die Gesetze der Logik aushebeln, wenn es ums Schließen geht. Gehen Sie da nicht den Modernisten auf den Leim? Schon Pius X. udn vorher Gregor XVI. beschreiben ja deren Methoden: man sagt etwas Häretisches mit… weiter lesen »
T. de Ahumada
Es wird ja auch nicht 2+2=7 und eine Absurdität bleibt eine Absurdität. Es geht hier doch darum, ob der Papst durch das Beharren auf einer falschen Meinung sein Amt verlieren kann. 1. Ich kann dem Herrn Ratzinger seinen Widerspruch nachweisen, aber leider nicht nachweisen, dass er diesen Nichtbegriff nicht für eine durch und durch katholische Sache hält. – Ich bin mir z.B. fast zur Gänze sicher, dass JPII seine Allerlösungtheologie für eine astrein katholische Lehre gehalten hat. Soviel verstehe ich von Psychologie. Er hat einfach geirrt. Und es hat ihm ja keine entsprechende Instanz zurückgepfiffen, als er als Theologe anfing… weiter lesen »
zeitschnur
@ T. de Ahumada Das ist das, was ich seit Tagen versuche zu verdeutlichen, dass wir – gleich von wo aus wir die Sache durchdenken – immer wieder an der Unmöglichkeit ein rundes Quadrat zu denken scheitern. Sie schreiben: „Er hat einfach geirrt. Und es hat ihm ja keine entsprechende Instanz zurückgepfiffen, als er als Theologe anfing häretisch zu denken. Er wird nun aber durch einfachen Irrtum genausowenig ein gültiger Heiliger der katholischen Kirche wie er durch bewusste Häresie ein Scheinpapst gewesen wäre.“ Das ist doch Wahnsinn (als Gedanke – nicht persönlich gemeint). Sieht so der Beistand des Hl. Geistes… weiter lesen »
T. de Ahumada

Hoffentlich habe ich jetzt endlich begriffen, wie Sie das meinen: In der Praxis haben wir eine Sedisvakanz und die Theorie, die uns den „Papst“ erhält, ist letztlich ein hilfloses Konstrukt… Ja. So würde ich das auch sehen. Und wenn es darauf hinausläuft, dass ich das Konstrukt doch für hilfreich halte und sie das Konstrukt für sehr hinderlich, wir uns aber gegenseitig deshalb nicht das Katholisch-Sein absprechen müssen, dann haben sie mich auch verstanden.

zeitschnur
Liebe T. de Ahumada, wir führen eine Kontroverse unter katholischen Erwachsenen und sprechen uns selbstverständlich – als sichtlich um (kluge!) Treue bemühte Frauen – nicht das Katholischsein ab! Sie sagen etwas Wahres: faktisch handelt auch die FSSPX, als hätten wir keinen rechtgläubigen Papst, sonst müsste sie ihm ja nicht widerstehen Sie hofft eben, durch das unlogische Konstrukt irgendwie den Faden zur Kirche nicht zu verlieren, was – angesichts der „Amishisierung“ weiter Teile derer, die für sich die „Tradition“ reklamieren – vollkommen verständlich ist u. m.E. dennoch eine Illusion ist. Ab wann war denn alles noch „ideal“? Ja, und dann zerfleischen… weiter lesen »
T. de Ahumada

Ja, genau das: Das Wesentliche vom Unwesentlichen trennen. In den Dingen, die umstritten sind, Freiheit gewähren und sektiererische Tendenzen bekämpfen. Es ist manchmal schwer, das gebe ich zu. Aber allein ist man da auch nicht. Wer sich auf die Zustände in den deutschsprachigen Distrikten und die Mentalität der dortigen Gläubigen beschränkt, bekommt wohl einen ziemlich verzerrten Eindruck von der Tradition. – Aber Frauenfeindlichkeit von Priestern habe ich auch hier noch nicht erlebt. Und darauf kommt es doch an.

Armin

Es gibt immer Menschen die nur darauf aus sind, gegen andere zu hetzen und so Feindschaft zu säen. Schweigt man, wird das ebenso, wie wenn man nicht schweigt als Unsinn hingestellt. Und ich persönlich bin froh über jede Wortmeldung seiner Exzellenz Bischof Fellay, denn nur so kann der Glaubens- Gotteskrise entgegen gewirkt werden.

Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

Tradidi

Ich glaube die Erklärung Bischof Fellays sollte gewissermaßen das „Vorwort“ zu Pater Schmidbergers Untersuchung sein, ein Verweis auf sie.
Dass die FSSPX den Weg der Ecclesia Dei-Gemeinschaften eingeschlagen haben soll kann ich nicht erkennen, sonst gäbe es diese Untersuchung Pater Schmidbergers ja gar nicht, weil dann Kritik an Papst, Kardinälen und Bischöfe nicht „erlaubt“ sein würde.

Schatzgräber
Was das Papstamt nach dem Rücktritt von Benedikt XVI. angeht, so ist die Angelegenheit weithin ungeklärt. Wir ist jedenfalls kaum zweifelhaft, dass er als Papst fast keinen Handlungsspielraum mehr hatte. Selbst die Korrektur der Wandlungsworte konnte er in Deutschland nicht mehr durchsetzen, obwohl es sich nur um ein einziges Wort handelte. Und dass auch Petrus nicht fehlerfrei war, das ist aus der Heiligen Schrift hinlänglich bekannt. Wir sind leicht in Gefahr, ein zu hartes Urteil zu fällen, das uns nicht zusteht. Was allerdings die Glaubenssituation angeht, so ist sie äußerst bedrohlich. Was ist anderes möglich, als die Stimme zu erheben?… weiter lesen »
zeitschnur
Petrus hat aber, im Gegensatz zu unseren Päpsten seinen Fehler eingesehen. Wieso sollte Benedikt keinen Handlungsspielraum mehr gehabt haben? Verzeihen Sie mir, aber seit Paul VI. wollen die Gläubigen einfach nicht erkennen, dass es die Päpste selbst sind, die die Kirche zerstören. Paul VI. war ein „Märtyrerpapst“, als ob nicht er selbst diese Liturgiereform durchgezogen hätte. „Humanae vitae“ konnte er nicht durchsetzen. Wollte er es überhaupt? Wenn es um Lefebvre ging, konnte er ja auch alles, was er wollte… O nein, sagen uns fromme Leute, das war gar nicht der echte Paul VI., das war ein Doppelgänger. Der ärmste echte… weiter lesen »
zeitschnur
Noch ein Nachtrag, der mir sehr wichtig erscheint: Jesus hat Petrus den Beistand des Hl. Geistes versprochen. Soll der Hl. Geist schwächer sein als böse Absichten irgendwelcher Intriganten? Und dies seit 50 Jahren? Die Kirche hat schlimmste Zeiten durchlitten, aber niemals sind Päpste so sehr abgefallen wie seit 50 Jahren. Wie viele Päpste der früheren zeiten sind sogar Märtyrer für den rechten Glauben geworden? Überlegen wir das mal alle, auch gerade jetzt in der Karwoche. Das wäre echtes Papsttum – nicht dieses windelweiche feige Getue, das nichts wagt und zurückweicht, wenn es hart kommt. Niemals kann ich glauben, dass der… weiter lesen »
Carlo

Nicht alles ist „unlogisch und unglaubwürdig“. Vielmehr setzt sich im innerkirchlichen Disput in der Regel derjenige resp. diejenige Position durch, auf die sich der „liberale“ Mainstream stellt:

- Liturgiereform? Guter Papst. Böser Mgr. Lefebvre.
- Humanae vitae? Gute dt./at./ch-Bischofskonferenzen. Böser Papst.
- Rom – Ecône? Guter Papst. Böse Tradis.
- Ecclesia Dei-Grp. – SSPX? „in voller Gemeinschaft“. „Schismatisch“.
- CH-Bischofskonferenz – Chur/Mgr. Haas? Gute SBK. Böser Mgr. H.

Hätte Mgr. Haas zu seiner Churer Zeit gegen Ecône polemisiert – wie später bspw. Mgr. Müller in Regensburg! – hätte er sich womöglich halten können.

T. de Ahumada
Erzbischof Lefebvre sprach 1982 bei den Priesterweihen in Ecône davon, dass die Passion der Kirche genauso ein Ärgernis für die Gläubigen sei, wie die Passion Jesu es war. Die einen Häretiker hätten versucht, die Menschheit Jesu wegzuerklären, indem sie behauptet hätten, der Gott wäre nur „scheinbar“ gestorben. Die anderen Häretiker hätten die Gottheit Jesu geleugnet… Genauso würden unter den gegebenen Umständen die Papalisten, die Menschlichkeit der Kirche leugnen, und die Sedisvakantisten ihre Göttlichkeit. D.h. Genauso wie die Muttergottes im Glauben an Seine Auferstehung Ihren Sohn hat sterben sehen und Er, der wahre Gott, doch ein echter menschlicher Leichnam war, so… weiter lesen »
zeitschnur
Das Bild („…dass auch die einzige und wahre Kirche zum geistlichen Leichnam werden kann, ohne deshalb glauben zu dürfen, dass damit die Pforten der Hölle sie überwunden hätten…“) verstehe ich im ganzen zwar dann wieder, aber die Hinführung nicht: Die Papalisten leugnen doch nicht die Menschlichkeit der Kirche?! Und die Sedivakantisten doch nicht die Göttlichkeit?! Die Papalisten wissen genau, dass ohne Papst tatsächlich der Fels fehlt. Die Piusleute machen sich m.E. eine Illusion insofern als sie glauben, man könne den Papst achten, ohne ihm zu folgen. Am ehesten sind es in dieser Gedankenlinie die Petrusbrüder, die dann schlüssiger argumentieren: wenn… weiter lesen »
T. de Ahumada
Ich meine schon, dass man den Papst achten kann, ohne ihm zu gehorchen. So wie man als Kind auch seinen Vater achten kann, ohne ihm unbedingt gehorchen zu müssen, wenn er etwas gegen das Gewissen verlangt. Man wird ihn lieben und trotz aller Enttäuschung wollen, dass er ein guter Vater wird. Man kann also wollen, dass Papst Franziskus doch noch der beste, treueste Papst der Kirchengeschichte wird und ein wahrer Heiliger und dafür beten. Zugegeben, mir fällt das angesichts der Wirklichkeit schwer, aber ich bin mir bewusst, dass dieser Wunsch dem Willen Christi entsprechen dürfte und ich dafür beten sollte.… weiter lesen »
zeitschnur
@ T. de Ahumada Ihre Analyse spricht mich sehr an. Sie trifft vieles so, wei auch ich es erlebe, auch Ihre schlussfolgerung am Ende. Nur eines ist mir nicht klar: ist ein Vater wirklich nicht „ablösbar“? Zwar kann ich mir meine leiblichen Eltern nicht aussuchen und sie auch nicht austauschen. Aber wenn meine Mutter oder mein vater mich schlecht behandeln und ihre Elternvollmacht, die sie zwiefellos von Gott haben, schlecht ausüben, vielleicht so schlecht, dass mein Wohl gefährdet ist, schreiten die Behörden ein und trennen mich von den Eltern. Ich erhalte Pflegeeltern. Meine Eltern werden vor Gericht gezogen und bestraft.… weiter lesen »
ein besorgter Christ
Ich finde das Elternbild sehr ansprechend. Sagen wir mal so, wenn Gott der Herr der Ansicht wäre, dass der Schaden, den ein bestimmter Papst anrichtet, gar zu groß wäre, dann würde er eben den Vater vor seinen, Gottes, Thron kommen lassen. Und ich kannte den Begriff „Papalisten“ nicht, finde ihn aber treffend um etwas zu beschreiben, was aktuell zu den beklagten Problemen führt. Wir müssen in der Tat dem Papst streng folgen, wenn er dogmatisch etwas zu glauben anordnet. Ein echtes Problem hätten wir in der Tat, wenn ein Papst nicht nur beim Frühstückstisch über eine eventuelle Weihe von Frauen… weiter lesen »
zeitschnur
@ besorgter christ Es ist die Frage, in welchen Dingen man irrt. Wenn aber Professoren das Sühneopfer leugnen und nach ihrer Papstwahl dasselbe Buch unkorrigiert noch mal neu auflegen lassen, dann ist das anders als wenn ein Heiliger einfach eine falsche Meinung zu einer untergeordneten Sache hatte, die er im übrigen auch nicht innerhalb eines objektiven, formellen Priesteramtes von sich gab. Sie müssten da schon Beispiel solcher Irrtümer nennen, damit man das klären kann. Wenn ich sage, dass ich heute morgen um 6.30 Uhr aufgestanden bin, weil ich das immer tue, heute aber tatsächlich doch schon um 6.00 Uhr auf… weiter lesen »
ein besorgter Christ
Es erstaunt mich, wie Sie plötzlich weltliche Gepflogenheiten ins Feld führen, werte Zeitschnur! Ich denke nicht, dass Professor Ratzinger den Opfercharakter der Eucharistie leugnet! Aber es ist nunmal so, dass die Eucharistie beides, ist Opfer und Mahl, und so ein gelehrter Professor ist halt ein gelehrter Professor, der auch nicht immer recht hat, auch dann nicht, wenn er Papst geworden ist. Ich versteh ehrlich gesagt nicht, wie man auf die irrige Idee kommen kann, alles was z.B anerkannte Kirchenlehrer so von sich gegeben haben, sei auch gleich richtig! Meines Erachtens ist alles Sprechen und Denken von Gott prinzipiell fehlerhaft, und… weiter lesen »
zeitschnur
@ besorgter christ Ich habe nicht geschrieben, dass Ratzinger den „Opfercharakter“ der Eucharistie leugnet, sondern dass er das Sühneopfer leugnet. Es spricht schon für sich, dass Sie – eben nach solchen häretischen Theologen den Unterschied nicht wahrnehmen und prompt das,was ich sagte, falsch wiedergeben. In meinem 2. Fatima-Artikel habe ich nachgewiesen, dass er es tut. Lesen Sie dort noch mal. Wenn Sie weitere Nachweise brauchen, fragen Sie gerne nach, ich liefere dann Zitate. Und ich bin beileibe nicht die einzige, die genau diesen Punkt an der „Einführung in das Christentum“ bemerkt hat! Im übrigen sind Sie auch hier offenbar ganz… weiter lesen »
Zeitlos
@Zeitschnur In vielem muss ich Ihnen recht geben, aber nicht in allem. Ich fürchte den Tag, und er rückt näher, an dem die alte Generation der Gläubigen im Umfeld der FSSPX ausstirbt. Die Generation, die noch in der Weite der katholischen Kirche aufgewachsen ist. Die jetzt Alten, die z.B. gar nicht an die von Ihnen richtig beschriebene Islamisierung der Geschlechterbeziehung denken. Die langsam aber sicher ein „Superdogma“ wird. Sie haben recht: Weder Bischof Fellay noch Piuspriester haben das Recht, Lehramt zu spielen. Es ist Fügung: Ich gehöre zu einer Kapelle, in der der zuständige Prior sehr „normal“ ist. Weder liberal… weiter lesen »
zeitschnur
@ zeitlos Ich sagte ja, dass niemand Pius XII. als Häretiker bezeichnen würde. Aber seine Aktionen waren z.T. Wegbereitung dessen, was dann kam. Der erwähnte Bugnini, aber auch dieser Wahn, der lateinische Bibeltext müsse neu hergestellt werden (das dann auch noch durch Augustin Bea!!!) etc. Auch finde ich die Idee, abzudanken, falls die Nazis den Vatikan einnehmen würden, nicht besonders heldenhaft: er hätte aushalten müssen wie der, dessen Stellvertreter er war. Verstehen Sie mich nicht falsch, aber schon bei ihm tritt die heute so überdeutliche Feigheit der Päpste zutage. Auch dieses Zurückscheuen gegenüber dem Kommunismus ist bei ihm überdeutlich und… weiter lesen »
zeitschnur
… und noch eine Frage an Sie. Ich zitiere Sie: „Ich kann jedoch Bergoglio nicht für abgesetzt erklären. Seine Heiligsprechungen am 27. April erkenne ich nicht an. Ich halte sie für häretisch.“ Das verstehe ich in seiner Logik nicht. Wenn Sie eine Handlung, die entweder unfehlbar oder häretisch ist, für häretisch halten, dann drücken sie doch damit aus, dass dieser „Papst“ häretisch ist, also nicht der Papst sein kann. Wenn Sie auch einen papst nicht absetzen können, ihn aber einer häretsichen handlung beschuldigen, kann er doch für Sie nicht mehr der Papst sein. Denn „ein bisschen häretisch“ gibt es genauso… weiter lesen »
Zeitlos

Ein häretischer Papst ist so lange Papst, bis er offiziell abgesetzt ist. Das muss offiziell geschehen. Alle Katholiken müssen offiziell davon in Kenntnis gesetzt werden.
Dass ich Bergoglio für häretisch halte, ist die persönliche Überzeugung einer Katholikin. Die nicht befugt ist, einen Papst für abgesetzt zu erklären.

T. de Ahumada
Aber selbstverständlich gibt’s „ein bisschen häretisch“! Sie haben sicher schon von dem Unterschied zwischen formaler und materieller Häresie gehört. Materiell ist jeder von uns schon mal „ein bißchen häretisch“ gewesen. Nur die formale Häresie, kann man nicht quantifizieren und durch sie erst wird man zum Häretiker im eigentlichen Sinn des Wortes. Formale Häretiker haben im Gegensatz zu den materiellen den Willen zur Häresie. Theoretisch kann ich 100%ig mit der katholischen Lehre übereinstimmen und doch ein Häretiker bleiben, wenn ich z.B. darauf bestehe, dass ich den katholischen Glauben nur akzeptiere, weil er einsichtig ist, nicht weil Gott ihn mir abverlangt. Man… weiter lesen »
zeitschnur
Dazu habe ich an anderer Stelle schon geantwortet. Was Sie sagen, ist jenseits jeder Tradition, mit Verlaub. Wenn das Hl. Offizium jemanden als Häretiker verurteilte, dann stets wegen seiner häretischen Sätze oder Handlungen, gleich ob es ihm voll bewusst war. Und gleich, ob er sonst auch Richtiges von sich gab. Sehen Sie sich doch entsprechende Prozesse mal an, z.B. den von Giordano Bruno. Wenn er widerrief, war alles gut, wenn nicht, wurde er aus der Kirche herausgeworfen. Es genügte eine häretische Meinung und man war bei starrem Beharren Häretiker. Natürlich interessierte es die Kirche überhaupt nicht, inwieweit derjenige das einsah… weiter lesen »
ein besorter Christ
Ja genau so ist es. Vor allem ist der Gehorsam der dem Papst gegenüber gefordert wird, einfach der, der von Kindern, seit der Verkündigung des Dekalogs, gegenüber den Eltern gefordert wird. Es ist völlig klar, wenn Eltern von Kindern verlangen ernsthaft zu sündigen, ist den Eltern nicht zu gehorchen, jedoch sind die Eltern dann immer noch zu achten, lt. dem 4. Gebot, dass ja bekanntlich lautet „Du sollst Vater und Mutter ehren!“ und nicht „Du sollst Vater und Mutter ehren, solange die sich so verhalten, dass sie deine Ehre verdient haben“ Und es mag sein, dass der Novus Ordo allem… weiter lesen »
zeitschnur

Darauf habe ich oben geantwortet: nein, das stimmt so ja nicht. Wenn die Eltern zu sehr ihr Amt missbrauchen, wird ihnen das Sorgerecht entzogen. Kein Kind ist einem schlechten Vater auf Gedeih und Verderb ausgeliefert!

ein besorgter Christ

Werte Zeitschnur, auch Eltern denen das Sorgerecht entzogen wurde, sind vom Kind laut dem 4ten Gebot zu ehren!
Sagen wir mal so, die wenigsten Eltern sind nur gut und perfekt, die meisten haben so ihre kleineren und größeren Macken.
Trotzdem suspendieren selbst große Macken nicht vom 4ten Gebot.
Ich will nicht behaupten, dass das 4te Gebot einfach wäre, ganz im Gegenteil.
Jedoch finde ich es sehr hilfreich zur Bewertung des aktuellen und vorhergehender Pontifikate.

zeitschnur
Eltern ehren heißt aber nun mal, wenn Sie das logisch und der sozialen Realität nach durchdenken, dass ich, wenn ich Pflegeeltern bekam, weil meine eigenen Eltern versagten, dass ich sie nicht mehr als meine sozialen Eltern anerkenne – andernfalls müsste ich gegen die neuen sozialen Eltern opponieren, was ebenfalls nicht recht wäre. Der Papst ist kein leiblicher „Vater“, sondern nur ein sozialer Vater. Wenn er stirbt, bekommen wir einen neuen sozialen Vater. Neuerdings bedkommen wir ja auch schon durch Rücktritt einen neuen Vater. Jesus hat eindringlich gewarnt, das Papstamt n i c h t wesenhaft zu deuten: „Ihr sollt hier… weiter lesen »
ein besorgter Christ
werte zeitschnur! Eltern ehren heißt Eltern ehren und sonst nichts, dass es Fälle geben kann, in denen das fast unmöglich ist, seh ich ein. Aber gerade heutzutage muss man selbst unmöglichen Eltern gegenüber dankbar sein, dass sie einem nicht abgetrieben haben, das aber nur nebenbei! Wir können die Gebote Gottes nun nicht so hinbiegen, dass wir ihnen nur dann folgen, wenn sie uns richtig, gut, vernünftig, die Lage der Welt bessernd und nützlich erscheinen. Ich teile die Mehrzahl ihrer Kritik am aktuellen Pontifikat, und halt auch den Rücktritt Papst Benedikts für einen seiner größeren Fehler, aber all und auch, wenn… weiter lesen »
zeitschnur
Die Kirche ist die „vollkommene Braut ohne Flecken und Runzeln“! Das ist Lehre der Kirche. Dagegen kann man nicht ausspielen, dass wir alle Sünder sind. Der Heilige Geist ist dem Papst zugesagt. Mit dem Felsen steht und fällt die Kirche. Erscheint das, was wir Kirche nennen, „krank“, dann deshalb, weil der Papst krank ist. Schon die Welt weiß, dass der „Fisch immer vom Kopf her stinkt“. Ist der Papst krank, dann kann er nicht der Papst unter Beistand des Hl. Geistes im genannten Sinne sein, weil dem Papst der vollumfängliche Beistand des Hl. Geistes zugesprochen ist und die Kirche eine… weiter lesen »
T. de Ahumada
Das Argument mit den verurteilten Häretikern zieht hier leider nicht, weil man Häretiker durch kirchliche Instanzen beurteilen und verurteilen lassen kann, die über dem Häretiker angesiedelt sind. Nun ist ein Papst aber die höchste Instanz der Kirche und über ihm steht nur sein Dienstherr, Jesus Christus selbst. Deshalb gibt es niemanden, der gegenüber einem Papst kirchenrechtlich wirksam eine „Mahnung“ aussprechen könnte, so dass man ein Widerstehen gegen den wahren Glauben und damit eine formale Häresie feststellen könnte. Der Papst ist nur an sein Gewissen gebunden und wenn das nicht funktioniert, dann sind wir eben machtlos. – Man hat Pius IX.… weiter lesen »
zeitschnur

Nun, T. de Ahumada: wir haben das totale Chaos! Überlegen Sie doch: „Gehorcht ihm nicht!“
Seit 50 Jahren gehorchen wir nicht!
Und dies jedes Grüppchen auf seine Weise.

Zeitlos
Zeitschnur, mit Verlaub, einige Anmerkungen: Eine Evangelikalisierung der „Tradis“, wie sie schreiben, ist objektiv nicht feststellbar. „Islamisierung“ der Geschlechterrollen habe ich, von Ihnen übernommen, als Bild gebraucht. Doch die Kirche hat bis in die jüngste Zeit hinein den Vorrang des Mannes und die Unterordnung der Frau unter den Mann gelehrt. Zum Schluss Pius XI. in seiner Enzyklika „Casti connubii“ vom 31. Dez. 1930. Der Papst schreibt sehr gut nachvollziehbare Sätze über die Ehe, aber dann folgt: (…)“ Diese Ordnung umfasst nämlich sowohl den Vorrang des Mannes gegenüber der Gattin und den Kindern als auch die freiwillige und nicht widerwillige Unterwerfung… weiter lesen »
Zeitlos

Das hat allerdings mit der Erklärung von Bischof Fellay nichts zu tun. Von ihm ist zu erwarten, dass er offen den Papst und die Bischöfe kritisiert, oder anprangert, wenn sie wagen sollten, offiziell die Zerstörung des Ehesakramentes aus „pastoralen Gründen“ zu erlauben. Inoffiziell ist es längst geschehen. Mindestens im deutschsprachigen Raum. Katholiken unterscheiden sich nicht mehr von Protestanten, Agnostikern, Atheisten.
Mit Ausnahme der „Tradis.“ Das zu sagen erfordert die Wahrheit und die Gerechtigkeit.

Zeitlos
Zur Unfehlbarkeit des Papstes: Ich habe erst vor kurzem hier das Dogma des Ersten Vatikanischen Konzils zitiert. Ich mache mir jetzt, am Abend, nicht die Mühe, ich habe keine Zeit mehr und es ist eh umsonst. Doch ich betone: Das Dogma sagt ganz klar, dass nur solche Lehren unfehlbar sind, die der Papst ex cathedra verkündet. Wer Texte lesen kann, ist sicher: Das Wort „solche“ bedeutet gerade nicht „alle“. Der Papst will nicht immer ex cathedra, mit letzter Verbindlichkeit sprechen. Und so ist er auch nicht immer unfehlbar. Katholiken haben kein Recht, das Dogma zu interpretieren, wie es ihnen beliebt.… weiter lesen »
zeitschnur

Auch ich habe oben aus Pastor aeternus zitiert. Sehen Sie mal nach oben bei @ besorgter christ. Ich denke nicht, dass Sie recht haben… Argument oben.

T. de Ahumada
Ich meine hier wird etwas durcheinander geworfen: Das Dogma (Pastor Aeternus), sagt eben nicht, dass wir dem Papst nur in dem Folge leisten müssen, was er Ex Cathedra lehrt. Das Dogma sagt bezüglich Ex Cathedra etwas, was mit dem Gehorsam gar nichts zu tun hat: Nämlich, dass der Papst ganz sicher unfehlbare Lehre, wenn er Ex Cathedra lehrt. – Der Unterschied ist klar? – Wir sind, wie Zeitschnur ja aus Pastor Aeternus richtig zitiert hat, durchaus verpflichtet, dem Papst auch dann Glauben zu schenken und zu gehorchen, wenn er sein Lehr- und Hirtenamt lediglich auf „ordentliche“ Weise ausübt, nicht nur… weiter lesen »
zeitschnur

Eben! Aber wenn er es im Sinne von Pastor aeternus missbraucht, dann ist er nicht mehr der Papst, sondern hat sein Amt selbstherrlich missbraucht! Es ist wie im Garten Eden: Der Mensch hat seine Vollmacht und Freiheit gegenüber Gott missbraucht und wird aus dem Garten geworfen. Es gibt da nichts „auf der Schwelle“. Entweder oder.
(Alles andere, @ T.de Ahumada, oben, gehört zu dem Gedanken)

T. de Ahumada
Ich habe nicht behauptet, dass es hier irgendeine legitime Haltung „auf der Schwelle“ gäbe. Das was ich behaupte, ist, dass ich für mich nicht zu beurteilen wage, auf welcher Seite der Papst steht. Ob er noch „drinnen“ steht, oder bereits „draußen“. Das kann für einen Papst eigentlich Gott allein und ich kann nur mutmaßen und muss eben damit klar kommen, dass ich als einfache Laiin der katholischen Kirche die Situation nicht maßgeblich beeinflussen kann und mir keine Privatoffenbarung bezüglich des Seelenzustands des Papstes zusteht. Ein Urteil über den Seelenzustand der Person, die vielleicht unrechtmäßig aber doch de facto Papst ist,… weiter lesen »
zeitschnur

Beim Papstamt geht es nicht um einen Seelenzustand, sondern um ein objektives Amt!

T. de Ahumada

Ja, es geht um ein objektives Amt und deshalb braucht man auch eine objektive Instanz, um die Sedisvakanz amtlich festzustellen. Da es diese Instanz aber nicht gibt und wir diese fehlende Instanz nicht legitim ersetzen können, können wir uns nur ein Urteil über dieses Amt erlauben, wenn wir dem Papst auch eine subjektive Schuld an seiner Häresie nachweisen können. Und das können wir nicht. Also läuft es darauf hinaus, dass wir nur die praktischen Konsequenzen ziehen können: Nicht gehorchen! … und alles andere Gott überlassen!

zeitschnur
Diese Instanz kann letztendlich nur Christus selbst sein – es ist abwegig, eine solche Instanz wiederum in einem anderen Papst oder Bischöfen zu sehen. Ich habe Ihnen die Problematik ja dargelegt, die eine solche Sicht anderweitig schafft. Wissen wir nicht, dass eine Krähe der andern kein Auge aushackt? – so machen wir noch 500 Jahre weiter. In früheren Zeiten hatten wir das Problem ja auch schon und die unselige Wirtschaft mit Päpsten und Gegenpäpsten ist ein Trauma der Kirche. Sie glauben doch nicht, dass ein so von Bischöfen kritisierter oder auch formal exkommunizierter Papst bereit sein wird, sein Amt zu… weiter lesen »
Zeitlos

Es reicht. Das ermüdet nur noch: Natürlich muss es heißen, dass Pius XI. an der Unterordnung der Frau festhielt.
Zum Glück hat die Kirche das nie dogmatisiert. Weist man darauf hin, hat man die Sedisvakantisten am Hals.
Gern würde ich mit Ihnen, zeitschnur, den Glauben teilen, die katholische Kirche lehre seit 500 Jahren nicht mehr die Unterordnung der Frau unter den Mann. Doch es wäre eine Illusion.

zeitschnur
Ja, Sie sind ermüdet, allerdings muss ich kurz anfügen, dass ich nicht gesagt habe, dass die Kirche nicht die Unterordnung der Frau in der Ehe gelehrt habe, sondern dass sie nicht die diese idiotische Abwertung gelehrt hat, die man nun immer wieder hören muss. Das sind zwei paar Stiefel. Wenn Sie Paulus genau lesen, stellen Sie fest, dass er ebenso auch totale Hingabe des Mannes fordert. So haben die Päpste zum Beispiel die absolute Verpflichtung des Mannes, den ganzen Laden (Frau und viele Kinder) zu ertragen und zu tragen, sich nicht dem Müßiggang zu ergeben etc. gelehrt. Der Vorrang des… weiter lesen »
zeitschnur
Hier noch als Nachtrag der Beweis aus Casti Conubii (Pius XI./1930): „Denn diese Norm hat der Apostel aufgestellt, da er sagte: ‚Ihr Männer, liebet eure Frauen, wie auch Christus seine Kirche geliebt hat.’ Er hat sie sicher mit einer unendlichen Liebe umfaßt, nicht um des eigenen Nutzens und Vorteils willen, sondern weil er nur das Wohl seiner Braut im Auge hatte.“Wir meinen also eine Liebe, die nicht nur auf körperlich bedingter, rasch schwindender Sympathie, noch auf bloßen Schmeichelworten, sondern in der tiefen Zuneigung der Seelen gegründet ist und sich auch im Werke erprobt, denn die Erprobung der Liebe ist die… weiter lesen »
Armin

Zeitschnur: Mir fehlen bei ihren vielen Wörtern gegen die hochlöbliche FSSPX und deren Generaloberen seine Exzellenz Bischof Fellay, eigentlich nur der Hinweis auf Williamson, den viele derjenigen die diesen in die Falle gegangen sind, benutzen jeden noch so gute Wortmeldung von Seiten der Priesterbruderschaft St. PIUS X, (hier die Wortmeldung seiner Exzellenz Bischof Fellay mit den Hinweis auf die verlinkte hervorragende Analyse seiner Hochwürden Pater Schmiedberger), um gegen diese zu hetzen. Leider ist aber von Seiten der Sedisvakantisten als Hetze gegen alles katholische nichts anderes zu erwarten.

Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

zeitschnur

???? Tut mir leid, aber ich verstehe nicht, wovon Sie reden ????

Ich habe nicht gegen den Generaloberen viele Worte geäußert… Was ich von Williamson halte, habe ich an anderer Stelle deutlichst gesagt. Und außerdem bin ich keine Sedisvakantistin. Aber ich stelle einfach Fragen.

Tut mir leid, aber ich passe nicht in Ihre Schubladen.

Armin
Sehr geehrte Zeitschnur, habe ihre Kommentare nun längere Zeit verfolgt und muss mich daher bei ihnen „Entschuldigen“ und ja sie sind nach dem was ich lesen konnte keine Sedisvakantistin. Aber dennoch würde ich sie bitten eine Textpassage aus einen offiziellen Lehr Schreiben von Franziskus zu benennen in dem dieser eine klare Häresie offiziell verkünde. Bitte mir ist schon klar das Franziskus hart an der Grenze zur Häresie WÜTET, aber er ist auch intelligent genug Sätze so zu formulieren, dass diese nicht KLAR als Häresie zu erkennen sind. Also es muss eine Textstelle sein die auch von einen vatikanischen Gerichtshof und… weiter lesen »
T. de Ahumada

Armin. Der Personenkult um die Päpste hat bereits die ganze Kirche ins Unglück gestürzt. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn sie die FSSPX mit solchen Ausdrücken wie „hochlöblich“ verschonen und stattdessen sachbezogene Argumente in die Diskussion einbringen würden. Wenn Ihre Art der Argumentation zugunsten FSSPX überhand nimmt, geht sie bald doch den gleichen Weg, wie die Kirche des Konzils.

Tradidi
Zum Lehramt: Es gibt verschiedene Stufen der Verbindlichkeit des Lehramtes: außerordentliches Lehramt u. ordentliches Lehramt. - außerordentliches Lehramt: Dogmen des Papstes u. eines Konzils (Kanones) (letztes: Mariä Aufnahme in den Himmel 1950): garantiert irrtumsfrei, absolut für jeden Katholiken (Klerus u. Laien) verpflichtend, insofern er in den Himmel kommen möchte. Der Hl. Geist ist dem Papst nicht dazu versprochen, dass er Neuerungen verkündet (Pastor aeternus). - ordentliches Lehramt: Enzykliken, Apostolische Schreiben, Predigten des Papstes, der Bischöfe, der Priester: sind solange als unfehlbar zu betrachten, solange kein Irrtum nachweisbar ist (Papst Benedikt XV. ist eine höhere Autorität als Pfarrer Mäder). Das II.… weiter lesen »
zeitschnur
@ Tradidi Aber sehen Sie, genau das finde nun ich hochproblematisch. Sie sagen, dass Sie bestimmte Lehrschreiben akzeptieren und andere nicht. Bloß: wer entscheidet darüber mit welcher Befugnis? Eine solche Strategie bedeutet: Sie fischen sich das heraus, was Ihnen gefällt – die Gründe sind angesichts der Tatsache, dass weder Sie noch ich Entscheidungsbefugnisse haben – völlig egal. tatsache ist, dass so nach uralter Häretikermanier das herausgesondert wird, was einem gefällt und der Rest wird verworfen. Rein formal ist diese Vorgehensweise nicht schlüssig, gefährlich (weil sie den Subjektivismus fördert) und auch nicht akzeptabel aus der Sicht derer, die man vorgibt, so… weiter lesen »
ein besorgter Christ

Sie wissen schon, werte Zeitschnur, dass Pius X. unter Gewissensfreiheit was anderes verstand als Benedikt XVI.!
Pius konstatierte es als Wahnsinn, kein Gewissen zu haben (frei zu sein von jeglichem Gewissen).
Das Konzil betonte die Freiheit, seinem Gewissen zu folgen, einfach weil es ohne freie Gewissensentscheidung keinen rechten Glauben geben kann.
Das Problem liegt darin, das die Welt, wenn sie „Gewissen“ hört, Meinung meint und die Kirche es in den letzten Jahren versäumt hat, die Gläubigen auf den Unterschied aufmerksam zu machen

zeitschnur

Sie vermischen hier zwei Dinge. Habe aber keine Zeit mehr, das nun auszuführen: es gibt eine Flut von Literatur dazu. Gerade die FSSPX hat dazu sehr viel geschrieben, und ich stimme hier zu.
Auch Wolfgang Schüler hat dazu hinsichtlich des Vat. II (auch in seinem Hörspiel dazu), aber auch hinsichtlich des Pfarrer Milch viel dazu gesagt. Lesen Sie das mal, dann wird es klarer.

T. de Ahumada
zwei kurze Anmerkungen zu Ihren Ausführungen noch: „Aber sehen Sie, genau das finde nun ich hochproblematisch. Sie sagen, dass Sie bestimmte Lehrschreiben akzeptieren und andere nicht. Bloß: wer entscheidet darüber mit welcher Befugnis? Eine solche Strategie bedeutet: Sie fischen sich das heraus, was Ihnen gefällt – die Gründe sind angesichts der Tatsache, dass weder Sie noch ich Entscheidungsbefugnisse haben – völlig egal. tatsache ist, dass so nach uralter Häretikermanier das herausgesondert wird, was einem gefällt und der Rest wird verworfen“ Nein, das stimmt so nicht. Denn die Auswahl hat hat nachweislich nach überprüfbaren Kriterien stattgefunden, die das legitime Lehramt selbst… weiter lesen »
zeitschnur

„Denn die Auswahl hat hat nachweislich nach überprüfbaren Kriterien stattgefunden, die das legitime Lehramt selbst festgelegt hat.“

Jetzt sagen Sie es doch selbst:

Und darum kann jeder feststellen, ob der Papst ein Häretiker ist, wenn aufgrund solcher Kritierien die Häresie unabweisbar und logisch vorliegt!
2+2 ist immer 4, gleich, ob das irgendeine Autorität feststellt oder nicht.

T. de Ahumada

Ja. 2+2 ist immer 4. – Aber ich habe auch einen jüngeren Bruder der auf die Frage, was 2+2 ergibt, immer noch ganz spontan „6″ antworten kann ohne sich der Problematik bewusst zu sein. Warum, wissen wir in der Familie auch nach 40 Jahren nicht. „Diskalkulie“?, eine Wahrnehmungsstörung? Er hat Abitur und ein abgeschlossenes Studium, die Haushaltkasse führt die Ehefrau. So etwas gibt es. – Eine Häresie wird wegen einer Wahrnehmungsstörung nicht richtig, aber entschuldbar. Und wenn es gleichsam ein häretisches Klima gibt, wie derzeit, dann bestärken sich Leute in ihrem Irrtum…

zeitschnur
Ja, das mag ja sein, dass es solche Störungen gibt – aber dass seit 50 Jahren jeder, j e d e r Papst unter dieser Wahrnehmungsstörung leidet, und, wenn ein Gesunder ihn drauf aufmerksam macht, mit Härte und Gewalt reagiert, das will zu Ihrem Traum von Papst mit gravierenden Defiziten nicht so ganz passen. Und im übrigen läuft das Argument ins Leere: denn auch wenn Ihr Bruder das so wahrnimmt, bleibt dennoch 2+2=4 und er wird mit Sicherheit auf alle gehört haben, die ihm das sagten – wie hätte er sonst studieren können? Die Welt der Logik muss um eines… weiter lesen »
T. de Ahumada
Wenn mein Bruder aber jetzt einen misstrauischen Geist hätte, und seiner Umgebung nicht trauen würde. Könnte man dann automatisch behaupten, dass er sich schuldig machen würde? Ich leugne ja auch nicht die Welt der Logik um des Papstes willen, weil ich ja nicht behaupte, dass der Papst die katholische Wahrheit ändern könnte. Es geht doch nur darum, ob ich unter gegebenen Umständen ein gerechtes Urteil über seinen Willen fällen kann. Die Frage ist: Kann ich ihm, der ganz offensichtlich und nachvollziehbar Falsches behauptet, Böswilligkeit unterstellen, ohne mich an dem Gebot Christi zu versündigen, dass ich nicht urteilen soll!? Um nicht… weiter lesen »
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