Bolschewismus

Vor einigen Tagen wurden hier im Leserforum Meinungen laut, die eine auf Unkenntnis beruhende Sympathie für den Bolschewismus und für Josef W. Stalin zeigten. Es wurde sogar die Behauptung aufgestellt, Papst Pius XII. hätte eine gewisse Sympathie für Stalin und den Bolschewismus gehabt.

Deshalb stellen wir hier zwei kurze Texte gegenüber. Einen von Stalin, der den Bolschewismus erklärt, sowie die Verurteilung des marxistischen Sozialismus durch Papst Pius XII.

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51 Comments

  1. Vielleicht hat die Redaktion die Ehre, einmal die Geheimdiplomatie des Vatikans zu erwähnen. Unter den Päpsten Paul V.-und schon vorher-bestanden kontakte zu Moskauer Führung. Unter Papst Paul VI. waren es Kardinal Staatssekretär Casaroli-der „Rote“Kardinal der einflussreich die Ostdiplomatie und Kontakte zu den Kommunisten förderte. Und wie war das auf dem II.Vaticanum? Es gab keine Verurteilung des Kommunismus. Und was sagte +Marcel Lefebve: 3.September 1973: „Der Kommunismus hat offiziellen Eingang im Vatikan erhalten und seine Weltrevolution ist auf auf einzigartige Weise erleichtert durch den offiziellen Nicht-Widerstand der Kirche, ja mehr, durch die vielfachen Unterstützungen der Revolution-und dies trotz der verzweifelten Warnungen der Kardinäle, die in kommunistischen Kerkern sassen. Die WEIGERUNG dieses Pastoralkonzils, den Kommunismus offiziell zu verurteilen,……und so weiter, und so fort..

    Erwähnen Sie hier die miese Rolle der RKK mit den Nazis, den Faschisten Warum tun Sie das nicht? Es wäre z.B. denkbar gewesen dass der „bewundernde“ Paul VI. irgendwann einmal die FREIE WELT BEWUNDERT HÄTTE, aber stattdessen rief er der „chinesischen Jugend“ während der Kulturrevolution zu sie solle wissen, „mit wieviel Sorge und Liebe wir ihren gegenwärtigen Aufschwung zu den Idealen eine neuen, arbeitssamen und einigen Lebens betrachten “. Und die Propaganda Fide verbreitet fast zur gleichen ZEIT dieses entlarvende Bekenntnis: Die Zivilisation, die in China aufgebaut wird, gründet zwar auf einer materialistischen Philosophie, sie ist aber nicht auf das goldene Kalb augerichtet“….

    Und HEUTE? HEUTE IST GERADE NOCH DAS KAPITALISTISCHE KALB übrig.

    • Der Sozialismus/Kommunismus als auch die andere materialistische Weltanschauung des Liberalismus wurden von der Kirche von Anfang an und in aller deutlicher Form verurteilt – man werfe nur mal einen Blick in den Syllabus Errorum von 1864, der überwiegend frühere päpstliche lehramtliche Äußerungen wiederholte. Die „miese Rolle der RKK mit den Nazis“ belegt doch gerade, dass in dem neuheidnischen Nationalsozialismus gegenüber dem östlichen Bolschewismus das „kleinere Übel“ gesehen wurde (zur „miesen Rolle“: das Reichskonkordat hatte eindeutig defensiven Charakter gegenüber dem NS-Regime. Der Rassismus der Nazis wurde von Rom stets verurteilt). Was auch nicht überrascht, wenn man den roten Terror in Rußland nach der Oktoberrevolution gegenüber den christlichen Kirchen als auch die blutige Verfolgung der katholischen Kirche im spanischen Bürgerkrieg durch die Roten sich einmal anschaut. Außerdem ist die Entstehung der gesamten katholischen Soziallehre im 19. Jahrhundert nicht zu verstehen, wenn man ihre Stoßrichtung als eindeutiger katholischer Gegenentwurf gegen den Sozialismus/Kommunismus ignoriert.

      Dass mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil und in dessen Folge die alten antikatholischen Mächte des Liberalismus und des Sozialismus/Kommunismus nun auch eingang in die Kirche gefunden haben, ist ja nichts neues. Hierzu ist zu sagen, dass es nach 1945 gerade die Angst und die Abwehr Roms gegenüber dem Kommunismus war, die es in der Blockkonfrontation unseeligerweise in die Arme der liberalistischen USA trieb – und es damit nicht nur für den freimaurerischen Liberalismus der USA, sondern auch den ebenfalls von dort ausgehenden Neomarxismus („68er“) öffnete – Stichworte „Geist des Konzils“, „Befreiungstheologie“ und „feminisische Theologie“. Das zuspitzende Diktum des Erzbischofs Lefebvres von 1973 überrascht daher kaum – darf aber keinesfalls in eine Symapthie oder auch nur Akzeptanz des Sozialismus/Kommunismus durch die kirchliche Lehre in den 150 zuvor seit seiner Entstehung umgedeutet werden.

  2. „Die unsägliche Behauptung“, Pius XII. habe mit dem Bolschewismus und mit Stalin sympathisiert, kam NICHT AUS DEM LESERFORUM. Jeder, jede kann es nachlesen: „Danach beschäftigte sich Pius XII., soweit zu erheben ist, nicht mehr mit diesem Thema.“ (Mit der Weihe Russlands). „Es scheint hier auch eine Einflussnahme durch die USA vorgelegen zu sein, die ihre kompromittierende Komplizenschaft mit dem Massenmörder Stalin „Man of the Year“ von Time (1939 und 1942) und freundschaftlich als „Uncle Joe“ tituliert, nicht durch vatikanische Verlautbarungen gestört sehen wollte.“

    Es war Wolfram Schrems, der in seinem Beitrag vom 26. März 2014, 16.05: Der Schlüssel zum Verständnis der Glaubenskrise – Fatima und die Pflicht der Hirten (2. Teil)“, diese Sätze schrieb. Ich habe diese Behauptung in meinem Kommentar ausdrücklich kritisiert. Ebenfalls habe ich Pius XI. verteidigt, dem u.a. unterstellt wurde, wegen seiner akademischen Bildung, wegen seiner Gelehrsamkeit, hätte er sich nicht verdemütigen und einer vor kurzem noch analphabetischen Nonne gehorchen wollen.“

    Wobei ich jetzt zusätzlich anmerke: Kein Papst hat Nonnen zu gehorchen, die Visionen haben. Die Kirche hat vorher sorgsam die Wahrheit, die Glaubwürdigkeit zu prüfen.

    Es ist streng zu trennen, zwischen dem vorkonziliaren Lehramt und den Päpsten ab Johannes XXIII., der eine neue Ostpolitik einläutete.

    Ich bin dankbar, dass die Redaktion den Text von Stalin abgedruckt hat. Jeder, jede kann jetzt lesen, dass der Bolschewismus die materialistische Philosophie von Karl Marx als Grundlage hat. Diese aber stellt sich in Gegensatz zu vorangegangen westlichen Philosophien, um sie zu korrigieren. Russland hat die westliche marxistische Philosophie übernommen.

    Das ist keine Rechtfertigung für den verbrecherischen, gottlosen Bolschewismus, der die Weltherrschaft anstrebte und jeden Glauben an Gott vernichten wollte.

    Unsere katholischen Vorfahren haben gemeinsam mit Pius XII. zur Gottesmutter um die Bekehrung Russlands vom gottlosen Bolschewismus gebetet. Der als Papst die Völker Russlands dem unbefleckten Herzen Mariens geweiht hatte.

    Die Anhänger der Sr. Lucia dos Santos wollen nicht einsehen, dass Papst Pius XII. diese Weihe längst vollzogen hatte und immer wieder zum Gebet aufforderte, dass Russlands sich vom gottlosen Bolschewismus bekehre.

    1989 ist dieses Gebet in Erfüllung gegangen.

    Wir aber werden mehr und mehr vom gottlosen Materialismus marxistischer Prägung beherrscht. Der längst den universitären Bereich verlassen und in die Politik und die Leitmedien eingegangen ist.

    Diesen westlichen Marxismus hat Russland nicht zu verantworten. Es hat ihn hinter sich. Wir werden von ihm bedroht.

    • Russland ist nicht bekehrt! Vielleicht wollen einfach Sie nicht einsehen, wie es aussieht in dieser Welt.
      Fragen wir einmal nach, was denn „Bekehrung“ heißt?
      „Bekehrung“ heißt für einen wahren Katholiken: Bekehrung zum wahren katholischen Glauben.
      Jeder, der ein bisschen Verstand hat, muss zugeben, dass davon keinerlei Rede sein kann in Russland – auch jetzt, 25 Jahre nach der angeblichen Erfüllung der Prophezeiung nicht. Und nicht nur kann davon keine Rede sein, sondern es ist in keiner Weise ersichtlich, dass sich Russland daran auch nur entfernt annähern würde.
      Der Kommunismus hat seine Irrlehren so vollkommen über die ganze Welt versprüht, dass sogar die Kirche nur noch eine „Menschenmachwerkskirche“ im kollektivstischen und materialistischen Sinne ist, wie es Katharina Emmerich einst schaute.
      Die Frage wäre also, zu welchem Katholischsein sich Russland derzeit bekehren sollte, wo wir doch seit Jahrzehnten keine rechtgläubigen Päpste und eine niedergehende Kirche haben?
      Im übrigen wissen weder Sie noch ich, was aus Russland noch alles kommt demnächst. Zur Euphorie ist jedenfalls kein Anlass gegeben. Der Kommunismus hat die Homos immer schon abgelehnt – das besagt also nichts.

      Herr Schrems hat mit seiner von Ihnen als „Unterstellung“ betitelten Analyse des Verhaltens Pius XI. doch ganz recht: selbiger Papst war zu stolz, sich über eine kleine, unbedeutende Nonne von der Gottesmutter belehren zu lassen. Er sagte, wenn die Gottesmutter von ihm etwas wolle, müsse sie schon zu ihm direkt kommen.
      Das sagt alles!
      Ihr Pius XII.-Bild ist zu grob. Er war äußerst widersprüchlich. Er hat der kommenden Liturgiereform die Türen geöffnet, insbesondere mit der Enzyklika „Mediator Dei“, in der er dem Papst das Recht zusprach, die Liturgie da zu ändern, wo sie „menschlich“ sei. Er hat nicht erlärt, wo sie angeblich „menschlich“ sei. Denn nach Pius V. war man davon ausgegangen, dass die ursprüngliche, heilige Liturgie rekonstruiert und im übrigen auch in „Quo primum“ für immer und ewig unveränderbar deklariert worden sei – unter Bannfluch für „überhaupt jeden Menschen“, der daran noch einmal etwas ändern würde. Pius XII. war es, der die Karwochenliturgie total über den Haufen warf und den liturgische Sinn durch die Einführung der Osternacht völlig entstellte.
      Und so wären noch viele andere Ungereimtheiten hinsichtlich Pius XI. und Pius XII. zu nennen. Sie waren zwar – verglichen mit dem, was dann kam – minimal, aber schlimm genug.
      Ihre Auslassungen über Sr. Lucia basieren auf einseitiger, teilweise nicht wohlwollender um nicht zu sagen böswilliger Literatur und schlichter Unkenntnis. Herr Schrems hat ja ein Literaturverzeichnis angegeben. Vielleicht machen Sie sich mal die Mühe, wenigstens zur Kenntnis zu nehmen, dass die Diskussionslage hier breiter ist, als Sie es behaupten.

      Und noch was: die Frage dieses Artikels „Bolschewismus“ kam sehr wohl aus dem Leserforum. Vielleicht lesen Sie es einfach noch mal, v.a. „Stockhausen“ Kommentare.

  3. Für alle Gebete trifft nach der Lehre der Kirche zu: Inhaltlich falsche Gebete werden von Gott nicht erhört. Gebete in der rechten Gesinnung werden von Ihm gehört, erhört, aber nicht immer so, wie es sich die Betenden vorstellen. Es bleibt dem Allerhöchsten vorbehalten, Gebete zu erhören in der Weise, die Seinem Willen, Seiner Vorsehung entspricht.
    Papst Pius XII. und die Gläubigen, die innig zur Gottesmutter um die Bekehrung Russlands beteten, haben die Erfüllung ihrer Gebete nicht mehr erlebt. Weil allein der allmächtige Gott bestimmt, vorsieht, wann der Zeitpunkt gekommen ist, Gebete zu erhören, dürfen wir nicht behaupten, diese Gebete seien nicht erhört worden. Gott ist ewige Gegenwart, er lebt nicht unter und mit der Zeit. Für Ihn ist die Zeit keine bestimmende Wirklichkeit, nur für uns, Seine Geschöpfe.
    1958 ist Papst Pius XII. gestorben. 1989 wurden die Gebete von Pius XII. und den gläubigen Katholiken erhört. Was für uns eine lange Zeit ist, ca. 30 Jahre, ist für Gott, den Allerhöchsten, weniger als ein Wimpernschlag.
    Zu glauben, Gott müsse unsere Gebete sofort erhören, oder sie werden nie erhört, offenbart ein defizitäres Gottesbild. Diese Vorstellung überträgt menschliches Denken auf Gott, und das ist unzulässig, von der Unlogik abgesehen.

  4. Ich habe letztens durch Zufall im Katechismus gelesen, dass die katholische Kirche den Sozialismus, Kommunismus und Kapitalismus zurückweist. Das sollte eigentlich genügen, um derartige Sympathien gar nicht erst aufkommen zu lassen. Was im Katechismus steht ist bindendes Gesetz der Kirche.

  5. Leon: Welche Rolle der RKK mit den Nazis meinen sie denn? Oder wurden sie auch ein Opfer von Hochhuth und seinen Lügenhaften Theaterstück?

    Aber was das Verhalten im Bezug auf den Kommunismus und den Kapitalistischen Kalb betrifft, gebe ich ihnen Recht, und dieses Kalb wird auch im Sinne der Freimaurer (die ja von Kardinal König gefördert wurden) zu einer Seelenverschlingenden Einheitsreligion führen.

    Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

  6. Leider leugnen traditionelle und konservative Katholiken gerne die folgende Aussage:

    „Ob diese Unfreiheit von der Übermacht des Privatkapitals (…) ausgeht, ist für die Wirkung selbst ohne Belang.“

    Von deren Seite wird gerne behauptet, dass diese Übermacht alleine dem Fleiss geschuldet ist.

    Dabei wissen wir inzwischen, dass 6 von 10 Millionären/Milliardären den Reichtum ERERBT und NICHT erarbeitet haben.

  7. Großartige Worte des Papstes. Und er sah damals schon, was heute hundertmal schlimmer geworden ist: „…, unter dem Druck eines Staates, der alles beherrscht und das Gesamtgebiet des öffentlichen und privaten Lebens regeln will, bis hinein selbst in den Gesinnungs-, Überzeugungs- und Gewissensbereich, könnte diese Unfreiheit noch viel schwerwiegendere Folgen zeitigen, wie die Erfahrung lehrt und bezeugt.“ Was er wohl heute sagen würde?

  8. Unverständlich, dass immer wieder derartige Meinungen aufkommen. Die offizielle Distanzierung ist klar. Was ist aber mit „Geheimdiplomatie“ ? Das wird man wohl nie ergründen. Ich glaube hier an die offizielle Version.

  9. Pius XII. kritisiert in diesem hier zitierten Abschnitt allerdings v.a. die ökonomische Oberfläche des Kommunismus/Sozialismus bzw. Liberalismus ausdrücklich.
    Es kommt nicht präzise zum Ausdruck, inwiefern es auch um anderes geht.
    Es ist daher auch nur als oberflächlich zu nennen, wenn viele glauben, mit dem ersten Konzept des „real existierenden Sozialismus“, das gescheitert ist – an ökonomischer Lebensunfähigkeit, sei auch die Idee des Kommunismus von der Charta gestrichen.
    Von einer Bekehrung Russlands bzw. der Anhänger des Kommunismus kann keinerlei Rede sein. Man könnte davon nur dann reden, wenn sowohl Russland als auch alle anderen „Gläubigen“ dem Kommunismus offiziell und in irgeneiner Weise ausdrücklich abgeschworen hätten. Das ist aber nicht der Fall!
    Die kommunistischen Staaten haben mehrheitlich aus wirtschaftlichen Gründen klein bei gegeben. Eine Einsicht, dass die Ideologie falsch war, haben ihre Anhänger keineswegs. Mag sein, dass viele, die in einem geistlichen Treibhaus leben, nicht in der Lage sind – aufgrund realer Kontakte mit Menschen außerhalb dieses Treibhauses – dies eindeutig wahrzunehmen. Die Wahrheit ist, dass die Idee des Kommunismus lebt, wenn auch in einem Modifikationsprozess begriffen ist. Ich sage das, weil ich schon unzählige entsprechende Diskussionen mit Menschen aus Osteuropa und der ehem. DDR geführt habe zu dem Thema, auch mit den westlichen Marxisten. Ich habe diese Menschen sogar in der Verwandtschaft. Weiß also genauestens, wovon ich rede. Ich appeliere an die Klugheit und den Hausverstand aller wahren Katholiken, sich hier nicht einlullen zu lassen von irgendwelchen euphorischen und verblendeten Parolen über die angebliche Bekehrung Russlands: Russland ging das Geld und die Kraft aus. Wenn es sich erholt hat, geht es weiter, wartet nur ab…

    Ansonsten sind die kollektivistischen Zwangsphantasien des Kommunismus im Westen (EU – merkt Ihr das denn nicht?!) und in der RKK volle und quälende Realität geworden. Bischofskonferenzen, die jeden Bischof handlunsgunfähig machen. Die Einebnung des Papsttums zugunsten einer Kollegialität, deutlich ausgedrückt in unserem weißen Pärchen Benedikt und Franziskus, der schon gar kein echter Papst mehr sein will, sondern Primus inter Pares in der Domus St. Marthae und sich vorwiegend Bischof nennt, Bischof unter Bischöfen. Auch die Geldfrage wird zum Dreh- und Angelpunkt. Exkommunikation aufgrund nicht gezahlter Kollektivsteuer. Aber in Todsünden darf ich trotzdem kommunizieren… Ebenso hört man solche Nachrichten aus dem Pius-Umfeld: wer nicht mitheult in kirchenpolitischen Fragen, dem wird auch mal die Kommunion öffentlich verweigert, obwohl er keineswegs in schweren Sünden lebt. Auch hier also: Kommunion als Feld der kollektiven Linientreue! Wer französische Traditionswebsites liest, wird erst auf das ganze Ausmaß der Depression auch im Traditionslager aufmerksam. Und das Problem ist ganz sicher nicht die Marienverehrung, sondern die mangelnde Liebe zu Maria.

    • „Wer französische Traditionswebsites liest, wird erst auf das ganze Ausmaß der Depression auch im Traditionslager aufmerksam.“

      WAS ist damit gemeint? WELCHE Depression?

      • Ich meine damit, dass die einen versuchen, sich immer mehr auf Rom einzuschwören, die anderen dies ablehnen, Priester rausgeschmissen werden, die den Pro-Rom-Kurs nicht mitziehen, Gläubige von der Kommunion ausgeschlossen werden, wenn sie den Kurs kritisieren etc. Das führt zu einer lähmenden Depression. Allerdings schwankte in der Hinsicht auch Erzbischof Lefebvre schon sehr hin und her. Mir fällt diese Krise besonders in Frankreich auf – dort wird sie ausführlich auf Blogs und Sites diskutiert. Ich kenne auch persönlich Leute aus Frankreich, die das erzählt haben. (Ich wohne an der Grenze.)

  10. Es ist nicht zu fassen: Wie oft soll darauf hingewiesen werden, dass der Bolschewismus bisher die gewalttägtste Variante des Marxismus ist?
    Dieser Bolschewismus ist 1989 zusammengebrochen. Kein vernünftiger Mensch wird behaupten, damit sei das Ende des materialistischen Marxismus gekommen. Der von westlichen, von deutschen Universitäten, philosophischen Fakultäten seinen Ausgangspunkt hatte. Und bis jetzt immer erfolgreicher weiter wirkt. Sich auf Russland weiter zu fokussieren, als habe es die Umwälzungen im Ostblock nicht gegeben, ist einfach nur antiquiert. Zumal Adorno, Horkheimer, Marcuse, andere Neomarxisten, die Väter der 68er, nie dem Marxismus-Leninismus anhingen, der sowjetischen Staatsdoktrin.
    Die Glaubenskrise, die Kirchenkrise hat ursächlich nichts „mit der mangelnden Liebe zu Maria“ zu tun.
    Sie hat ihren Ursprung im westlichen, zunächst philosophischen Autonomiestreben gegen die göttliche Autorität. Davon ist die neuzeitliche Philosophie geprägt, die Aufklärung. „Idealismus“, „Rationalismus“, „Naturalismus“, „Historizismus“, „Agnostizismus“ sind einige Stichworte.
    „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“, die Parolen der Französischen Revolution sind Vorbild der „Kollegialität“, wie sie in die Konzilsdokumente Eingang fand.
    Papst Pius X. hat mit seinem Syllabus (1907), seiner großen Enzyklika „Pascendi“, mit der Einführung des „Antimodernisteneides (1910) den Kampf gegen die Modernisten aufgenommen, die Päpste vor ihm ebenfalls. „Modernismus“ ist lediglich eine Zusammenfassung aller philosophischen Irrtümer, die den Glauben bedrohen.
    Und zwar die zentralen Glaubenswahrheiten: Dass Gott sich offenbart hat und wir die Offenbarung mit unserer Vernunft erkennen können, dass es eine überzeitliche, zeitlose Wahrheit gibt. Dass Jesus Christus wahrer Gott ist, dass er Seine Kirche gegründet hat, der diese Glaubenswahrheiten anvertraut sind, und die sie zu lehren hat. Dass von der Annahme oder der Ablehnung unserer ewiges Heil abhängt.
    Diese zentralen Glaubenswahrheiten werden bestritten, geleugnet, verschwiegen, relativiert. Außerhalb der Kirche sowieso, aber in bedrohlichem Ausmaß in der Kirche. Keinem Pfarrer geschieht etwas, der die Auferstehung Jesu Christi leugnet, Bischöfe leugnen öffentlich seinen heilswirksamen Tod.
    Das ist die Krise der Kirche. Dass Jesus Christus nur noch ein Rabbi war mit einem innigen Gottesverhältnis, der uns den Umgang mit unseren Mitmenschen lehrt und sonst nichts, das ist der Glaubensabfall.
    Der Rückgang der Marienfrömmigkeit ist nicht die Ursache der Krise, sondern die Folge. Wieso soll man die Mutter Jesu Christi ehren, wenn er nicht Gott ist, wenn sein Tod ein Missverständnis war und er nur im Glauben seiner Jünger auferstanden ist?
    Der Glaube an den Gottmenschen Jesus Christus ist zentral. Wird er in Frage gestellt, wird auch der Glaube an die heiligste Dreifaltigkeit geleugnet. Das sind unsere zentralen Glaubenswahrheiten. Die bis zur Unkenntlichkeit verzerrt werden im Schoß der Kirche selbst

    • Welche hoffnungsvollen Umwälzungen haben wir im „Ostblock“? Was ist bisher aus diesen Ländern zu uns gekommen? Nichts Gutes jedenfalls, von einzelnen netten und begabten Menschen abgesehen – und was kam, offenbart nur, wie verkommen die wunderbare bekehrte Welt dort ist: Prostitution, Menschenhandel, Oligarchie, eine Mafia, die sogar halb Asien unterwandert hat, Journalistenenmorde, schlimmster Alkoholismus, übelste Kriegshandlungen, eine hohe Abtreibungsrate, „Zynismus“, wie meine russischen Bekannten mir immer sagen, das ganze Land einfach nur vom Zynismus geprägt, von katholischer Umkehr keine, wirkich gar keine Spur. Dafür ein machtgeiler und äußerst geschickter Herrscher, der natürlich dann christlich ist, wenn Obama und die EU es nicht sind. Womit sollte er sonst punkten, wo er östlich und südlich zugleich den Islamismus abwehren muss? Fehlt Ihnen die Fantasie, das auch als politisches Kalkül aufzufassen? –

      Sie verstehen weder meine Gedankengänge noch die einfache Tatsache, die aber etwas mit präzisem Lesen zu tun hat, dass die Muttergottes in Fatima nicht behauptet hat, dass die Irrtümer in Russland erfunden wurden, sondern dass Russland Instrument ist, die Welt zu bestrafen. Russland ist Instrument, Multiplikator und hat alle Chancen, auch nach den euphorischen Reaktionen hier im Forum auf die angeblichen „Umwälzungen“ und die angebliche „Christlichkeit“ dort zu schließen, erneut zum Multiplikator schlimmer Irrtümer zu werden – es müssen ja nicht bolschewistische Irrtümer sein. Sehen Sie nicht, dass die USA im Niedergang begriffen sind, Russland aber im Aufstieg? Sehen Sie das wirklich nicht? Den Begriff Kommunismus oder Bolschewismus hat ja nun die Gottesmutter gar nicht genannt (auch wenn dies sicherlich mitgemeint war) – das ist allein Ihre eingeengte Interpretation. Es könnten ja auch noch andere Irrtümer benannt werden, zum Beispiel die religiösen Irrtümer der Orthodoxie, die Heiliggeist-Schwärmerei zum Beispiel, auf die ja auch so viele völlig unkritisch einfahren. Und es geht nicht drum, „wers erfunden hat“, sondern darum, wers mit Macht verbreitet. Oder darum, wer diese bereits vorhandenen Irrlehren dann wie ein machtvoller Katalysator verstärken und weiterverbreiten wird. Wir wissen doch aus der Geschichte, dass vieles plötzlich ganz anders kommt, als man denkt – wie können Sie Russland in seinem Machtdrang und in seiner glanzvollen Stärke so verkennen?

      Aber lassen wir die Korinthenzählerei – warten wir ab. Die Zeit wird es offenbaren, worum es geht.

  11. @Zeitschnur sagt „Von einer Bekehrung Russlands bzw. der Anhänger des Kommunismus kann keinerlei Rede sein. Man könnte davon nur dann reden, wenn sowohl Russland als auch alle anderen „Gläubigen“ dem Kommunismus offiziell und in irgeneiner Weise ausdrücklich abgeschworen hätten. Das ist aber nicht der Fall!“
    Ich möchte @Zeitschnur beipflichten, denn auch ich glaube nicht an eine Bekehrung von Russland. Ich werde es etwas anders formulieren, aber komme zum Gleichen Schluss wie obiges Zitat:
    Das Wort Bekehrung wird in der heutigen Zeit sehr grosszügig und lapidar verwendet. Bekehrung wird sogar überall da verwendet, wo ein lauer Katholik wieder einmal regelmässig zur Kirche geht und sich etwas mehr Mühe im Glauben gibt. Eine echte Bekehrung (wie sie die Muttergottes erfleht hat für Russland) ist aber weit mehr als das und die ganze Welt hätte es unmissverständlich mitgekommen. Ich kann mich nicht so gut ausdrücken, aber ich hoffe, ihr könnt es trotzdem herauslesen, was ich damit meine. Z.Bsp. der heilige Augustinus wurde durch die Barmherzigkeit Gottes bekehrt und führte von da an ein völlig anderes Leben in der heiligmachenden Gnade und einer tiefen Demut vor Gott. Nichts in dieser Welt war ihm wichtiger, als seine Liebe zu Gott. Wenn ich mich recht erinnere, war es beim Franz von Assisi auch so. Und es gibt sicher noch andere Beispiele und sie hatten alle ein dauerhaft heiligmässiges Leben geführt.
    Wenn also eine GANZE Nation bekehrt würde, dann wäre das ganze Land und jeder einzelne Bürger dieses Landes, anschliessend katholischen Glaubens. JEDER Einwohner würde von da an nach den Geboten Gottes und dem heiligen Evangelium leben WOLLEN. Und da uns immer und überall der freie Wille im Weg ist, braucht es für dieses Wunder Gottes die exakte Erfüllung der Bedingungen die uns die Muttergottes für eine Weihe an ihr unbeflecktes Herz überbracht hat. Russland mag durch die vielen Gebete beschwichtigt sein, für eine Weile, aber bekehrt ist es nicht.

  12. @Zeitschnur, jetzt hören Sie endlich auf mit ihren Unterstellungen!
    1. Es geht nicht um „hoffnungsvolle Umwälzungen“, womöglich noch für uns. So etwas habe ich nie behauptet. Ich habe es schon früher betont, dass nach 70 Jahren totalitärer atheistischer Diktatur mit brutalster Unterdrückung des Christentums Russland sich nicht erheben kann zu irgendeiner moralischen Größe. Eine solche moralische Verwüstung zu verarbeiten braucht größere Zeiträume.
    2. Die Menschen in Russland, im ehemaligen Ostblock, können wieder ihre Kirchen besuchen. Sie leben nicht mehr unter einer aggressiven, atheistischen Propaganda, sie können frei Bücher kaufen, Filme sehen, ins Theater gehen, ohne einer ständigen bolschewistischen Propaganda ausgesetzt zu sein. Sie können reisen, wenn sie das Geld haben, der Eiserne Vorhang ist weg.
    3. Und vor allen Dingen: Sie bedrohen die Welt nicht mehr mit ihrem atheistischen Bolschewismus.
    4. Welches Land ist denn bekehrt?
    5. Die meisten Christen werden in islamischen Ländern verfolgt, terrorisiert, am Glauben gehindert, ermordet. An die 80 % !
    Wenn ich die Wahl hätte, ich würde lieber in Russland leben als in Saudi-Arabien, im Jemen, in Ägypten, in Pakistan, Irak, Iran usw.
    6. Wobei es einfach nur arrogant ist, zu glauben, wir hätten im Westen keine Bekehrung nötig.
    7. Russland und die Welt sind vom Bolschewismus befreit, der die Weltherrschaft anstrebte.

    Und das ist am wichtigsten: Unsere katholische Kirche wird von Häresien geradezu erstickt. Dafür zuerst die Bekehrung Russlands jetzt noch zu fordern, ist nur traurig-lächerlich.

    Ja, greifen wir zum Rosenkranz, mehrmals täglich! Um für die Bekehrung Roms zu beten! Um zu beten, dass wir glaubenstreue Bischöfe bekommen. Dass wir einen Papst bekommen, der wieder den katholischen Glauben verteidigt statt ihn zu verzerren. Dass die Konzilsirrtümer überwunden werden. Dass der überlieferte römische Ritus, das hl. Messopfer, überall gefeiert werden darf. Dass der blühende Orden der Franziskaner der Immaculata ungehindert wirken darf.

    Was erwartet uns? Die Heiligsprechung zweier Päpste, die sich im Gegensatz zu allen vorkonziliaren Päpsten in der Lehre befinden. Die diese Kirchenkrise eingeleitet und fortgeführt haben.
    Ja, greifen wir zum Rosenkranz. Flehen wir, dass diese entsetzliche Glaubens- und Kirchenkrise endlich ein Ende findet!

    • Kein Mensch unterstellt Ihnen etwas – aber Sie beziehen leider viel zu viel auf sich persönlich. Manches, was ich in die Diskussion einbeziehe, haben auch andere Poster gesagt. Daher habe ich nicht @ zeitlos drübergeschrieben. Also kann ich schreiben, was ich will, ohne dass Sie sich ständig angegriffen fühlen müssten. Vielleicht ist da Ihrerseits mal eine Korrektur in der Einstellung nötig. Im übrigen schreiben Sie sehr viel und setzen sich damit natürlich der Kritik aus. Das trifft ebenso auf mich zu. Das muss man dann aber auch aushalten, sonst sollte man schweigen.
      Aber mal was anders: ich kann mich nicht erinnern, dass einer hier meint, der Westen hätte keine Bekehrung nötig. Gegen wen also bringen Sie solche Rhetorik vor?

      Um auf Fatima zurückzukommen:
      Die Muttergottes fordert 1929 die Weihe Russlands an Ihr unbeflecktes Herz durch den Papst und alle Bischöfe und dies öffentlich und in Einheit. Eben selbiges ist niemals geschehen. SIE sagte, wenn man Ihre Wünsche nicht erfülle, ergehe es dem Papst wie dem König von Frankreich damals, als der Frankreich dem Herzen Jesu weihen sollte und es nicht tat. Anschließend geschah die Revolution und das Königshaus ging unter. Ergo kann man vielleicht daraus schließen, dass die nicht erfolgte Weihe dazu führt, dass das Papsttum untergeht.
      Und – Preisfrage, seien wir ehrlich: geht es unter oder nicht?
      Ja, es geht unter. Auf dem Stuhl Petri sitzen seit Jahrzehnten Häretiker. Der eine glaubt wortwörtlich, er müsse einen zweiten Abendmahlssaal erfinden (welch eine Blasphemie!!!), der nächste schmeißt die göttliche, heilige Liturgie übern Haufen und singt „Ehre sei dem Menschen!“ weil der auf den Mond geflogen ist. Der Übernächste stellt eine Buddhastatue auf den Altar in Assisi, frönt dem Ökumenismus und küsst den Koran. Der übernächste hat in seiner Jugend die Kommunion für Ehebrecher eingefordert und eine seltsame Opfertheologie entwickelt, die er nie widerrufen hat. Seine Glanzleistung ist sein „Rücktritt“ in die Senioren-Papst-papa-emeritus-Institution, die demnächst mit F. wie ein Hochzeitspärchen in Weiß zwei dieser Häretiker heiligsprechen wird. Das hochgelobte Motu proprio hat nicht etwa konsequent die alten Messe wieder stabilisiert, sondern als Vision eine „gegenseitige Befruchtung“ des Novus Ordo mit dem älteren Ordo vor Augen gehabt. Er selbst hat natürlich diesen älteren Usus nicht mutig zelebriert! Er hätte die Neue Messe abschaffen müssen, wenn er auch nur einen Funken klaren, lehramtlichen Willens gehabt hätte. Und die „Tradition“ diskutiert derweil, drüber, dass all diese Herren in Weiß ja „nur“ materielle Häretiker, keine formellen gewesen seien. Diese Herren bis auf diese Krönung des Niedergangs aus Argentinien waren hochgebildet und wussten genau, was sie taten! Im Ergebnis zerfrisst uns die Häresie der Päpste! Ist doch wurst ob formell oder materiell!

      Und: die Gottesmutter sagte, dass der Papst ihr doch, spät, Russland weihen werde – spät. Wollen wir es besser wissen, Zeitlos?

      • Was die Gottesmutter sagte, weiß ich nicht. Denn ich unterscheide zwischen der allerseligsten Jungfrau und der Seherin Lucia dos Santos.
        Was ihre Ausführungen über die Päpste anbetrifft, Zeitschnur, erschließt sich mir nicht, was diese mit Fatima zu tun haben. Denn Lucia dos Santos hat sich dazu nicht geäußert. Sie hat den durch ein Attentat verletzten Johannes Paul II. mit dem Papst, der nach ihrer Vision dem Kreuz zustrebend ermordet wurde, identifiziert. Was nicht sein kann. Das wurde schon gefühlte 100 x hier notiert.
        Irgendwann reicht es.
        Ich glaube, dass die Weihe Pius XII. und die beharrlichen Gebete der gläubigen Katholiken zum Zusammenbruch des Bolschewismus 1989 beigetragen haben.
        Ich glaube, wenn wir beharrlich den Rosenkranz beten für die Bekehrung Roms, dass wir dann auch erhört werden. Die Zeit und die Stunde weiß der dreifaltige Gott allein.
        Greifen wir zum Rosenkranz, beten wir um die Bekehrung Roms!

      • Es mag sein, dass Sie gefühlte 100x etwas notieren – es wird darum nicht schlüssiger, v.a. dann nicht, wenn es auf falschen Quellen beruht.
        Ich erkläre das mit den Päpsten noch mal anders: wenn es dem Papst, der nicht tut, was er sollte, so gehen wird, wie dem König von Frankreich, der nicht tat, was er sollte, dann wird ebenso, wie die Monarchie in Frankreich starb, auch das Papsttum sterben.
        Das ist die Logik, die Sr. Lucia meinte. Lesen Sie doch mal das Mura/Huber-Buch, das kann nicht schaden. Wolfgang Schrems hat es im Verzeichnis.
        Wir sehen das Papsttum sterben – seit 50 Jahren. Und nun, da wir dieses seltsame Papstdoppelpack in Weiß ertragen müssen, muss jeder, der ein echter Katholik ist, zugestehen, dass es sich bei diesem lästerlichen Gespann aus Bischof von Rom und papa emeritus nicht um den einen Petrus handeln kann.
        Das ist der von der Muttergottes angekündigte Niedergang des Papsttums, wenn es nicht tut, was Ihr Wunsch war. Sie können es noch 500x behaupten – die geforderte Russlandweihe hat nicht nach den Vorgaben stattgefunden, die die Muttergottes gestellt hat. Ob das ein eigenmächtiger stolzer Papst einsieht oder auch Sie, spielt keine Rolle. Sie hat – mit „constat de supernaturalitate“ bestätigt (!!!) – etwas anderes gefordert als das, was geschehen ist. Folglich drang das Destaster in die Kirche ein und seither geht es bergab.
        Verstehen Sie den Gedankengang?

      • Es kann einfach nicht sein, dass Wohl und Wehe der Welt von einer Privatoffenbarung abhängt!
        Es gibt nichts in der Schrift, das besagt, dass der Muttergottes sozusagen Macht gegeben sei.
        Sie ist die Königin,. aber eine altmodische Königin, die fürbitten und eintreten kann.
        Wenn einer käme und sagen könnte: hier Prophet sonundso aus dem AT, oder auch hier schau mal in der Johannesapokalypse, oder in der Endzeitrede Jesu, da steht „Ich werde meine Mutter senden und sie wird euch sagen, was zu tun ist und ihr müsst ihr folgen!“,
        wenn man so argumentieren könnte, dann würde ich das einsehen, dass es eminent wichtig ist, was in Fatima gefordert wird.
        Genau das kann man aber nicht!
        Es steht in der Schrift, dass wenn die letzte Zeit nicht abgekürzt würde, keiner mehr gerettet werden könnte und das es fraglich ist, ob der HERR, wenn er denn wiederkommt noch Glauben vorfindet.
        Und diese Dinge kann man sehr wohl auf die aktuelle Situation anwenden, aber von der Sendung einer Muttergottes, die helfen soll, all dem aus dem Weg zu gehen, finde ich in der Schrift nichts!

      • Bitte „zeitlos“ und „zeitschnur“, lassen Sie ab von dieser leidigen Diskussion, jeder will das letzte Wort haben, das hat ja keinen Sinn!
        In unserer Kirchenkrise sind wir als Christen aufgerufen, in unserem persönlichen Umfeld, Zeugnis der Liebe Christi zu geben und nicht stundenlang am Computer zu sitzen und Kommentare zu schreiben. Gelegentlich ist es sicher angebracht, wenn es den Glauben des Nächsten stärken kann. Alles was wir tun, soll aus Liebe geschehen. Gott ist am Werk, es ist die Zeit der Reinigung, und das ist gut. Wir sind in der Fastenzeit, die Zeit der Umkehr, um wahre Christen zu werden. Danke.

      • Auch wenn Sie das nicht verstehen können, Ivanhoe, andern das Wort verbieten, ansonsten aber nichts Konstruktives von sich zu geben, ist ein mieser Part.
        Ich glaube nicht, dass es mir drum geht, das letzte Wort zu haben – seien Sie nicht albern.
        Es geht darum, ob die Kirchenkrise u.a. auch an der nicht vollzogenen Russlandweihe liegt. Warum wir darüber debattieren?
        Vielleicht lesen Sie die Artikel von Wolfgang Schrems hier – dürfen wir die nicht mehr diskutieren?
        Übrigens folgt ja noch ein teil, Sie müssen also ein wenig Debatte noch aushalten, sorry.
        Gott ist am Werk – wo? Wann? Wenn alle schön Erbauliches reden und ansonsten den Mund zu den Misständen und offenen Fragen halten?

      • @ivanhoe
        In gewisser Weise haben Sie recht: Ein Endlosstreit über ein Thema ermüdet nicht nur, er zieht einem auch geistlich runter. Mir geht es jetzt jedenfalls so. Gerade mit diesem Thema.
        Dennoch: Sie müssen es nicht lesen. Wie viel Zeit jede, jeder, am Computer verbringt, unterliegt nicht ihrem Urteil.
        Denn Sie kennen die Motive nicht. Sie wissen nicht, aus welchen Gründen jemand schreibt. Ich bitte Sie, das zu respektieren.

      • @ivanhoe
        Danke, für Ihre Erinnerung an die Fastenzeit!
        Ich bin Ihrer Meinung, diese Diskussion führt zu nichts und ist nur verlorene Zeit, die man z. B. für einige Rosenkränze nützen könnte. Wir „Menschlein“ werden Gottes Pläne nicht durchschauen – da kann man die Sache noch wochenlang zerlegen – offene Fragen wird man hier nicht beantworten. Gott wird uns führen, wenn wir uns Ihm vertrauensvoll übergeben und durch Opfer und Gebet zu Seiner größeren Ehre wirken!

      • Tatiana Goritschewa berichtet von einer Frau,die einer Gefangenen von der Weihe Russlands durch den Papst erzählte-diese kassierte 10 Jahre Straflager dafür.Russland hat sich bekehrt oder nicht,es ist für mich müssig darüber zu debattieren.Aber Russland hat mich bekehrt.Ich habe seit dem 16.Lebensjahr das Monastische Brevier und den Rosenkranz täglich gebetet,aber in 70er Jahren nicht mehr.Der Grund:die fürchterlichen liturgischen Revolutionen durch Bugnini,die Casaroliostpolitk-aber vor allem der Heresiarch Küng,der den grösten Teil von Volk und Klerus vergiftet hat.man konnte keine Predigt,keine Kirchenzeitung lesen,die nicht solche kirchenfeindliche Batzen hatte oder sie direkt propagiert hat.Da habe ich mit den Kirchengebeten aufgehört-10 lange Jahre.Statt dessen habe ich oft tag und nacht zum Herrn geschrien wie ein kleines hilfloses Kind-war mir doch unsere Kirche und der Gottesdienst mein ein und alles.1981 habe ich erstmals Russland besucht.Es war in Kolomenskoje ein Ausflugsort bei Moskau.Ein wunderschöner Sonntagmorgen-die Vögel des Himmels sangen-doch da ertönte von einer naheliegenden Kathedrale, die“noch arbeitet, in Betrieb ist“(so die Intouristführerin) ein herrlicher Lobgesang.Ins Heiligtum eingetreten sah ich im offenen Sarg mit einer Ikone geschmückt eine abgezehrte, alte Babuschka mit einem solchen Leuchten auf dem Gesicht-ich werde das nie mehr vergessen wie auch das unsagbare Alliluija in meiner Seele fortklingt.Da ist das kirchliche Gebet mir wieder geschenkt worden-die leuchtende Gestalt des Erlösers und Retters Jesus Christus-das liebende Antlitz der Panhagia-der Allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria mir wieder strahlend aufgegangenen.,neu in mein armes Leben eingetreten.Kurz vor dem Zusammenbruch des Kommunismus sah ich dort an Ostern in der Abendschau des Sowjetfernsehens die Statue die Muttergottes von Fatima mit einem Bericht von katholischen Ordensfrauen die dort neu ihre Tätigkeit aufgenommen haben.mirabile in oculis nostris!

        ps.Ich möchte viel lieber mit der alten treuen Babuschka ein seliges Ende erleben als mit dem Heresiarchen bei Exit(Euthanasiezentrum in CH dort ist auch schon wenn der Mix nicht klappt mit dem Plastiksack nachgeholfen worden wie man mir sagte) mein selbstbestimmtes Ende nehmen.Für den Heresiarchen erbitte ich inständig dasselbe wie für mich:Gott schenke uns Reue und Umkehr-bevor es zuspät ist.Gospodi pomilui, spassi nas sine boshe!

  13. Zur Zukunft des Kommunismus:

    Frau Merkel, die in der FDJ gross wurde, verwirklicht diesen zur Zeit in der EU.

    Wer das nicht sehen will und bei der nächsten Wahl das geringere Übel CDU wählt, kann einem schon leid tun.

  14. Botschaften von Fatima, Artikel W. Schrems und diesbezügliche Kommentare im Forum hier und auch schon an anderer Stelle:

    Die Darlegung der Fakten betreffend die Forderungen der Gottesmutter/Russlandweihe durch @zeitschnur ist sachrichtig. Die Schlussfolgerungen sind logisch und wir stehenn in deren realer Entfaltung, wir „werden es erleben (dürfen)….“.
    Die Hinweise auf relevante Quellen, um sich selbst ein Bild zu machen, also Faktenrecherche, sind sehr wertvoll – Dank an @zeitschnur.
    Es kostet gewiss Kraft, bei unrichtiger Sachverhaltsdarstellung/-beschreibung (leider tlw. bei @zeitlos der Fall) wiederholt dagegenzuhalten.
    Beharrlich die wahren Fakten zu wiederholen ist ein Dienst an der Wahrheit.

    Ich hoffe, dass sich Mag. Schrems vom Diskurs nicht abschrecken lässt und der erwartete letzte Teil seiner Serie zu Fatima noch kommt.

  15. Ein kurzer Einschub: Die „neue Weltordnung“ Diktatur versteht es offenbar bestens, Krisen zu schüren, zu lenken und aus ihnen weitere Bausteine für die „neue Weltordnung“ werden zu lassen.

    Zitate von David Rockefeller:

    1991:
    -
    „Wir sind der Washington Post, der New York Times, dem Time Magazine und anderen großen Publikationen dankbar, deren Chefredakteure an unseren Treffen in der Vergangenheit teilnahmen und die Zusage der Vertraulichkeit fast 40 Jahre lang respektierten. Es wäre unmöglich für uns gewesen, unsere Pläne für die Welt zu entwickeln, wenn wir all die Jahre im Rampenlicht der Öffentlichkeit gestanden hätten. Nun ist unsere Arbeit jedoch soweit durchdacht und bereit in einer Weltregierung zu münden. Die supranationale Souveränität von Welt-Bankern und einer intellektuellen Elite ist sicher der nationelen Selbstbestimmung, welche in den letzten Jahrhunderten praktiziert wurde, vorzuziehen.“
    -

    1994 vor dem Wirtschafts-Ausschuss der Vereinten Nationen (UN Business Council)
    -
    „Wir stehen am Rande einer weltweiten Umbildung, alles was wir brauchen, ist die richtige allumfassende Krise und die Nationen werden in die neue Weltordnung einwilligen.“ 
    -

    Im Jahre 2006 in seiner Autobiographie, „Memoiren“:
    -
    „Manche glauben gar, wir seien Teil einer geheimen Kabale, die entgegen den besten Interessen der USA arbeitet, charakterisieren mich und meine Familie als “Internationalisten” und Verschwörer, die gemeinsam mit anderen weltweit eine integriertere globale politische und wirtschaftliche Struktur schaffen – eine Welt, wenn Sie so wollen. Wenn das die Anklage ist, dann bin ich schuldig, und ich bin stolz darauf.“
    -

    • Das mag ja alles sein – nur unterschätzen wir hier im Westen, dass nicht nur westliche Macht diesen Traum träumt, die ganze Welt zu unterjochen.

      Viele hier sind so fixiert auf die Sünden des Westens, dass sie in schönster deutscher Selbstgeiselungsmanier nicht mehr sehen, dass die Sünden weltweit verbreitet und vielleicht gar nicht nur auf westliches Konto gehen.

      Es ist auch eine Art westlicher, selbstzerfleischender Größenwahn, die welt müsse nicht nur an uns genesen, sondern auch verwesen und andere könnten dies nicht bewerkstelligen.

      So war es auch schon in meiner Jugend: die Linken schrien gegen die „Nazis“ und die „Faschisten“ (inkl. USA) an (natürlich nicht immer zu Unrecht!) und verharmlosten die Aktionen der UdSSR und Chinas total. Das ist aber nichts weiter als ein bürgerliches, moralistisches Sandkastenspiel gewesen, das mithilfe realer Staaten und Menschen auf dem ideologischen Spielbrett verwöhnter Bengel Weltpolitik spielt.

      Die politische Realität ist anders: der Westen ist verstrickt in seine dekadenten und überflüssigen Sandkastenspiele à la Gender, während unterdessen Russland und China einen starken Gegenpart aufbauen, von uns natürlich unbemerkt. Die USA sind hochverschuldet, militärisch zur Zeit durch jahrzehntelange Mehrfrontenkriege geschwächt, und mit gegenderten Menschen wird man auf Dauer wohl kaum Kriege gewinnen können. Und dann gibt es im Westen die Moralhüter, die wie das Kaninchen auf die Schlange starren und nicht wahrnehmen, dass es jenseits des eigenen dekadenten Biotops auch noch eine Restwelt voller tickender Zeitbomben gibt. Damit will ich die Dekadenz unserer Region weder bestreiten noch schönreden. (Nur damit da nicht das nächste absurde Missverständnis auftritt!)

      Es wäre an der Zeit, aus der eigenen Nabelschau das Ganze anzusehen. Wenn Fatima nur dazu den Blick weiten könnte, wäre schon viel gewonnen.

  16. @ p. t. Diskutanten

    Leider ist meine Bemerkung über Papst Pius XII. von einem oder mehreren Forumsteilnehmern falsch aufgenommen worden. Außerhalb meiner regulären Beiträge daher eine dringliche Intervention, um weitere Mißverständnisse zu vermeiden.

    Ich habe niemals gesagt, daß Pius XII. Sympathien für den Bolschewismus hegte, natürlich nicht. Ich ersuche um aufmerksame Lektüre und präzise Wiedergabe meiner Ausführungen. @zeitschnur hat es richtig verstanden.

    Zur Untermauerung meiner Position hier
    Mark Fellows, Fatima in Twilight, S. 108f:

    „Shortly after Pius XII consecrated the world to the Immaculate Heart of Mary in 1942 the battles began to turn against Germany. Had God joined forces with Stalin and the Allies? Or was He simply doing what He had promised to do – shorten the days of tribulation?

    In spite of the eventual Allied victory over Germany and Italy, Europe would pay a heavy price for its collaboration with Soviet Russia. Against his better judgment, Pius XII had also cooperated with Soviet Russia, at least to the extent that he agreed to stop publicly criticizing Soviet Russia. Significant pressure had been placed on Pius by America’s President Roosevelt.

    In an interesting letter to the Holy Father, Roosevelt informed Pius that ‚the churches in Russia are open,‘ and that Communism was ‚less dangerous to the safety of other nations than is the German form of dictatorship.‘ … Mr. Roosevelt can be excused for not having these statistics available to him, but his factually inaccurate portrayal of Russia suggests partisanship.

    When Roosevelt wrote Pius the President’s attempts to deliver aid to Soviet Russia were being stalled in Congress, due to the opposition of American Catholics who seemed to have actually read and believed Pius XI’s Divini Redemptoris. To counteract this influence Roosevelt requested, through his envoy Myron Taylor, that Pius XII ‚reverse‘ Divini Redemptoris.

    Pius refused, but he did allow the American hierarchy to issue a statement that ‚watered down‘ the implications of Divini Redemptoris. … Pius also agreed, reluctantly, to stop publicly criticizing Soviet Russia.“

    Und S. 111: „By the end of the war Pius XII, like Stalin and Roosevelt, began extolling democracy. According to the Pope, the war was not God’s chastisement, it was the fault of ‚dictatorships‘ – code for fascism. The cure was not the consecration of Russia, but the replacement of dictatorships with democracies. This was the essence of a radio address he gave near the end of the war.
    It is unlikely Pacelli believed a word of it. He was playing politics, no doubt under the encouragement of Msgr. Montini, his under-Secretary of State…“

    S. 119: „Sacro vergente anno was a half-measure, and Pius XII probably knew it.“

    Danke für die Ermutigung durch etliche Leser, zuletzt @Eckstein. Der dritte Teil ist schon im Entstehen.

    • Ergänzung

      @zeitlos

      Sie schreiben:

      „Die unsägliche Behauptung“, Pius XII. habe mit dem Bolschewismus und mit Stalin sympathisiert, kam NICHT AUS DEM LESERFORUM. Jeder, jede kann es nachlesen: „Danach beschäftigte sich Pius XII., soweit zu erheben ist, nicht mehr mit diesem Thema.“ (Mit der Weihe Russlands). „Es scheint hier auch eine Einflussnahme durch die USA vorgelegen zu sein, die ihre kompromittierende Komplizenschaft mit dem Massenmörder Stalin „Man of the Year“ von Time (1939 und 1942) und freundschaftlich als „Uncle Joe“ tituliert, nicht durch vatikanische Verlautbarungen gestört sehen wollte.“

      Aus meinen Ausführungen abzuleiten, ich hätte sagen wollen, Pius XII. habe mit Stalin „sympathisiert“, ist eine krasse Überinterpretation bzw. ein non sequitur. Ich glaube nicht, daß ich dermaßen mißverständlich argumentiert habe.

    • @ wolfgang schrems

      Es ist wirklich eigentümlich. Ich habe diese Enzyklika „Divini Redemptoris“ von 1937 gelesen. In ihr wird der von Russland aus verbreitete Kommunismus in den schärfsten Worten verurteilt. Ja – Pius XII. betont sogar, dass es nicht die „Völker Russlands“ sind, die hier zu verurteilen sind, sondern natürlich die Regierung Russlands.
      Dass Pius XII. dann schon vor Kriegsende plötzlich leiser trat, ist auffallend. Wenn man dann Sacro vergente anno 1952 ansieht, klingt alles plötzlich ganz anders (vorausgesetzt man ist in der Lage, die sprachlichen und sachlichen Differenzen wahrzunehmen):

      „Als der letzte furchtbare lange Krieg ausbrach, haben Wir durch Ansprachen, Mahnungen und Werke alles, was Uns nur möglich war, getan, damit die Zwietracht durch einen gerechten Frieden geheilt würde, alle Völker sich ohne Unterschied der Rasse freundschaftlich und brüderlich vereinten und so zugleich auch zu größerem Wohlstand gelangten. (…) Aber Wir taten es in einer Weise, die alles sorgsam vermied, was, wenn auch zu Unrecht, Anlass zu größeren Leiden für die unterdrückten Völker hätte werden können. Als man aber von gewisser Seite Druck ausübte, Wir möchten in irgendeiner Form, mündlich oder schriftlich, den gegen Russland im Jahre 1941 begonnenen Krieg billigen, haben Wir Uns niemals darauf eingelassen. Wir haben dies am 25. Februar 1946 vor dem Kardinalskollegium und allen Vertretern des beim Heiligen Stuhl beglaubigten diplomatischen Korps offen erklärt (AAS 1946, S. 154)“

      Sorry – aber das klingt nur noch defensiv, denn 1937 hat er den Bolschewismus aufs schärfste (!) verurteilt. Aber lesen wir weiter:

      „Gewiss haben Wir, wie es die Gewissenspflicht Unseres Amtes verlangt, die Irrtümer verurteilt und zurückgewiesen, die die Parteigänger des gottlosen Kommunismus lehren und zum größten Schaden ihrer Mitmenschen zu verbreiten suchen. Die Irrenden aber weisen Wir nie zurück, sondern wünschen, dass sie auf den rechten Weg der Wahrheit zurückkehren. (…) Unsere brennendste Liebe gilt vielmehr allen Nationen, auch jenen, deren Regierungen ihre Feindschaft gegen den Heiligen Stuhl offen kundgeben, auch jenen, bei denen die Feinde Gottes alles Christliche, alles auf Gott Bezügliche leidenschaftlich bekämpfen und aus den Herzen der Bürger auszurotten suchen.(…) Nichts anderes wünschen Wir, nichts anderes erbitten Wir sehnlicher von Gott für sie im Gebet als gegenseitige Eintracht, gerechten und wahren Frieden und einen immer größeren Wohlstand.“

      Ähem, also insbesondere letzterer Satz klingt schon ganz nach Konzil und J23 – das wird wohl die erwähnte Handschrift Montinis sein… Und dann kommt der päpstliche Alleingang in verstohlener Schriftlichkeit:

      „Damit Unsere und eure Gebete leichter Erhörung finden, und um euch einen besonderen Beweis Unseres Wohlwollens zu geben, weihen Wir heute in besonderer Weise alle Völker Russlands dem Unbefleckten Herzen der jungfräulichen Gottesmutter.“

      (Fortsetzung)

    • (Fortsetzung)

      1937 schrieb Pius XII. noch: „Damit wollen Wir jedoch in keiner Weise die Völker der Sowjetunion in ihrer Gesamtheit verurteilen, empfinden Wir doch ihnen gegenüber die innigste väterliche Liebe. (…) Wir klagen das System an, seine Urheber und seine Förderer, die Rußland für das am besten geeignete Land hielten, dort ein seit Jahrzehnten ausgedachtes System praktisch anzuwenden, und die es von da aus unermüdlich in der ganzen Welt verbreiten.“

      Nota bene: „Wir klagen das System an!“ sagte Pius XII. – es geht nicht um die Völker Russlands als Trägermasse des Irrtums, sondern um das russische politische System!

      Daraus muss jeder logisch denkende Mensch schließen, dass Sacro vergente anno von 1952 eben nicht, gerade eben nicht (!) den Wunsch der Muttergottes in Fatima erfüllt hat, sondern genau dem ausgewichen ist.

      Pius XII. wusste ganz genau, dass es darum geht, „Russland“ als das System, das er noch ein paar Jahre zuvor angeklagt hatte, dem unbefleckten Herzen Mariae zu weihen und nicht darum, genau dies feige zu umschiffen udn stattdessen die geknechteten und verführten „Völker Russlands“.

      Allein dieses Detail beweist, dass die erforderliche Russlandweihe allein schon deswegen nicht erfolgt sein kann.
      Abgesehen davon hat Pius XII. auch die äußeren Anforderungen nicht erfüllt.

      Lieber Wolfgang Schrems, ich danke Ihnen für Ihre Artikel und warte auf den 3. Teil. Wir sehen, dass selbst die langatmigsten Abweisungen der Botschaft von Fatima niemals wirlich detailiert prüfen. das Buch „Fatima in Twilight“ besitze ich auch, habe es auch gelesen. Es geht sehr ins Detail, stellt aber auch schonungslos vor Augen, dass auch die vorkonziliaren Päpste nicht geradlinig waren, sondern bereits entscheidende Gehorsamsmängel aufwiesen. Im deutschsprachigen Raum wurde darüber jede Diskussion erstickt und polemisch niedergeschlagen. Alle Bücher, die im englischen und französischen und italiensichen Sprachraum dazu veröffentlicht wurden, sind niemals ins Deutsche übersetzt worden.

      • Ups – oh, ähem, das ist ein Fauxpas, Entschuldigung! Bei den vielen Piussen hab ich doch glatt die falsche Zahl hinterm Namen gelesen. Peinlich.
        Okay, Divini redemptoris ist von Pius XI. – allerdings ändert das am Grundzug der Argumentation nicht so wahnsinnig viel, sondern zeigt dann eher, dass Pius XII. nicht mal persönlich eine Kursänderung (wie ich fälschlicherweise annahm), sondern offenbar einen deutlichen Bruch zu seinem Vorgänger vorgenommen hat.
        Und damit wird dann die These, dass er gegenüber dem Kommunismus leisetreterisch auftrat, sogar noch erhärtet.
        Das ist wirklich eigentümlich.

  17. Herr Schrems, ich habe Sie zitiert. Wenn Ihr Zitat missverständlich war, ist das nicht meine Schuld.
    Der Fatima-Fraktion möchte ich sagen:
    Ich glaube daran, dass mit dem Zusammenbruch des Bolschewismus in der Sowjetunion die Gebete von Pius XII. und Generationen von Katholiken erhört worden sind. Ich glaube daran, dass Pius XII. die Weihe Russlands vollzogen hat. Ich „glaube daran“ heißt nicht im Sinne des Glaubensbekenntnisses. Fatima ist und bleibt Privatoffenbarung. Ich finde es inzwischen fast gefährlich, dass es besonders im Umfeld der FSSPX behandelt wird als gehöre es zum geoffenbarten Glaubensgut.
    Der Streit um die Weihe Russlands ist leider nicht zu vernachlässigen. Wenn von Russland auch nach dem Zusammenbruch des Bolschewismus besondere Gefahren ausgehen, dann wird dieses Land unzulässig dämonisiert. Einzelne Länder zu dämonisieren ist der katholischen Kirche fremd.
    Hinzu kommt: Nach der Fatima-Fraktion hat die katholische Hierarchie mit dem Papst an der Spitze diese Weihe vorzunehmen. Sie unterlässt es aber. Und sie wird es auch weiterhin unterlassen, denn um den Glauben der meisten Bischöfe ist es schlecht bestellt, von Papst Bergoglio ganz zu schweigen.
    Mit einer Weihe Russlands ist in einem absehbaren Zeitraum überhaupt nicht zu rechnen. Rom ist vom Glauben abgefallen, mehr oder weniger, es steuert unter Bergoglio auf den Abgrund zu.
    Und jetzt kommt der gefährliche, schiefe, unkatholische Gottesbegriff: Russland, wenn es denn immer noch besonders bekehrungsbedürftig wäre, kann sich gar nicht bekehren. Denn die Weihe erfolgt ja nicht, die katholische Hierarchie denkt nicht daran. Russland wird also bestraft, bleibt das „Reich des Bösen“, weil der Papst und die Gesamtheit der Bischöfe diese Weihe nicht vornehmen. Eine solche verdrehte Ungerechtigkeit, die Abhängigkeit eines Landes vom Bösen, der es ausgeliefert ist durch eine katholische Hierarchie, die täglich den Glauben entweder nicht verteidigt oder gar selbst noch unterminiert, hat mit einem reinen Gottesbegriff nichts mehr zu tun.

    Was sind das bloß für abergläubische Vorstellungen: Russland bleibt dem Bösen – mehr als alle anderen Länder auf der Welt – verhaftet, weil die katholischen Bischöfe mit dem Papst es versäumen, eine Weihe vorzunehmen.

    Im übrigen ist am nächsten Sonntag Passionssonntag. Ich werde meine Zeit deshalb jetzt nicht mit Fatima verbringen, ich werde mich in den Kreuzweg vertiefen.

    Ein Blick auf pius.info lässt mir das Blut in den Adern gefrieren: Das Priorat Essen begeht eine St. Michaels-Andacht mit Novene und so.

    Es ist traurig, aber wahr: Das geistliche Erbe von Erzbischof Lefebvre ist nicht angekommen: Seine ständige Mahnungen, seine Erinnerungen, seine Hinweise, aus dem Messopfer zu leben, aus dem Opfer unseres Herrn, waren umsonst.
    Die FSSPX lebt weitgehend liturgisch hinter Pius X., sie versinkt in eine diffuse Volksfrömmigkeit. Der Reichtum, der sich in Gebet- und Gesangbüchern noch bis 1950 findet, ist verloren gegangen.

    • Diffusive Volksfrömmigkeit-da haben Sie einen diakritischen Punkt angesprochen.In unserer heiligen Kirche wurden abgehobene, vorwärtstreibende, die Tradition verleugnende und mit Häme überzogene Thesen unter den Theologen,die sich als unfehlbare Lesemeister empfanden nach dem Motto: jetzt nehmen wir die Sache richtig in die Hand,damit jeder wissen sollte was hic et nunc zu glauben und zu denken ist.Es wäre sehr hilfreich, wenn wir wieder Lebemeister des geistlichen Lebens unter den theologischen Fachleute hätten.Dann wäre die furchtbare Szission Theologie-Volksfrömmigkeit nie so eklatant gewesen.Früher ante concilium vat.II-haben sich die Professoren vor der Vorlesung auf den Boden gekniet und Ave Maria gebetet, die Priester waren als solche in Wort und Zeugnis erkennbar.Wenn wir die heutigen Kirchengesangbücher anschauen-wie viel abgehobenes Geschwurbel, seichte Banalitäten stossen die einfachen Gläubigen ab-Rahner et sequaces ejus lassen grüssen.Ich sehe darin unheilvoll eine Verachtung des ungebildeten,aber gottsuchenden Gläubigen.
      1966 wollte ich in einer theol.Buchhandlung ein Gebetbuch für meine alte Mutter kaufen-süffisant grinsend wurde ich gemassregelt:so was wollen wir nicht mehr!Die Volsfrömmigkeit gehört wieder, sane et sobrie, devote,sentiendo cum ecclesia-also gläubig und voller Liebe gepflegt-denn von diesen treuen einfachen Menschen habe ich gelernt, wie man lebt und wie man stirbt.Das kann ich von obiggenannten Professoren und deren Gehirnverrenkungen leider nicht sagen.sorry.

      • es ist aber @ zeitschnur zuzustimmen, dass das was es als „Volksfrömmigkeit“ noch so gibt, oft irgendwie merkwürdig daherkommt.
        Es wird Rosenkranz gebetet, es werden die alten Gebete gepflegt, aber wenn man als naiver Mensch dann fragt, bekommt man Antworten die eines animistischen Medizinmanns würdig sind.
        „I C H habe das und das gebetet, und deshalb wird dem XY auf seiner Reise nichts geschehen“. Und wenn der XY dann sich doch verspätet, dann heißt es „Ja das waren Angriffe, weil der Teufel dieses spezielle Gebet so haßt!“

        Wobei ich die Schuld nicht bei den Leuten suchen würde, die mir zumindest, oft vorkommen wie bei einem Hexentreffen. Sondern dabei dass man die Leute sich selber überlassen hat.
        Es ist bei der Volksfrömmigkeit immer die Gefahr, dass es ins heidnische kippt, also die Versuchung des „do ut des“ aber anstatt die Dinge zu lenken hat man alles aus der Kirche geworfen, was diese gemütlich und heimelig macht, und dazu gehört auch die naive Frömmigkeit.
        Und es stimmt schon, Volksfrömmigkeit gehört gepflegt, das ist wie ein Rosenstock, der muss auch geschnitten und gepflegt werden.

      • @ besorgter christ

        Bitte – nicht @zeitschnur ist hier zuzustimmen, Sie meinten @ zeitlos.

        Ich, die Zeitschnur, sehe nämlich wie @ Hedi Züger das Problem wahrlich nicht in der Volksfrömmigkeit… Gott sei Dank, gibt es sie in Resten noch und verbindet uns noch mit der Tradition der Kirche, die ja nicht bloß Prinzipienreiterei und Paragrafenwald, sondern gelebtes katholisches Leben war und ist.
        Das Problem ist theologische Arroganz und Unmäßigkeit, v.a. wenn sie sich jeder kleine Kirchgänger zu eigen macht. Etwa wie der faustsche Wagner, der zwar Bildung erwirbt, aber damit nicht umgehen kann, die objektiven Sätze nicht ins Leben und v.a auch geistig nicht integrieren kann.
        Man orientiere sich hier im Rosenkranz an der Gottesmutter und deren Integrationsprozesse, wenn „SIE alles in Ihrem Herzen bewegte“. Dann kann man auch vor dem Allerheiligsten, wenn man das möchte, einen Rosenkranz beten. Mit Maria die göttlichen Geheimnisse vor dem Herrn selbst im Herzen bewegen. das ist doch wunderbar. Aber diese Kritik ist alt – sie hat dazu geführt, dass man „tätige Teilnahme“ an der Hl. Messe dermaßen übertrieben hat, dass wir heute nun den Novus ordo haben, der nicht nur nicht mehr anbeten kann, sondern auch den Rosenkranz vergessen hat.
        Wer SIE in Gegesatz zu Ihrem göttlichen Sohn bringt, kommt niemals über eine Atomisierung des Glaubensgutes hinaus.

  18. Fortsetzung:
    Oft genug habe ich die Theologie Benedikt XVI. kritisieren müssen, wenn er als der Papst hochgejubelt wird, der sich mit der Tradition im Einklang befindet.
    Doch sein Motu proprio „Summorum Pontificum“ hat vielleicht die Tradition gerettet. Weil die FSSPX vor allem liturgisch-theologisch nicht in der Lage zu sein scheint, sich über eine diffuse Volksfrömmigkeit, die hinter Pius X. zurückfällt, auf ein liturgisch erforderliches katholisches Niveau zu erheben.
    Die Ecclesia-Dei-Gemeinschaften füllen diese Lücke aus. Sie ziehen vor allem junge Katholiken an, die mit der Messe Paul VI. nicht leben können und wollen, denen aber eine diffuse Frömmigkeit, nur auf Maria, die Heiligen und die Engel bezogen, nicht ausreicht.

    Jetzt ist nicht Zeit für Fatima. Auch nicht für Andachten zum Erzengel Michael. Es ist die Zeit, sich in das Leiden und Sterben unseres Herrn, durch das wir erlöst worden sind, zu vertiefen.

    Hochwürdige Herren Patres von der FSSPX: Bitte, wenn es Ihnen möglich ist und es Ihre Zeit erlaubt, schauen Sie in katholische Gesang- und Gebetbücher vor dem II. Vatikanischen Konzil. Wenn möglich, dann vor 1950. Sie werden eine reichhaltige katholische Frömmigkeit finden, die sich nicht allein auf den Rosenkranz bezieht.

    Wenn es Ihre Zeit erlaubt, bitte, lesen sie die Bücher von und über Erzbischof Lefebvre! Er war nicht nur der Kämpfer gegen die konziliaren Irrtümer, sondern ein Bischof mit einem reichen geistlichen Leben. In dem Jesus Christus, unser Herr, im Zentrum stand.

    Entschuldigen Sie bitte, dass ich Sie darauf hinweise. Aber ich glaube, es ist notwendig.

  19. Nachtrag:
    „St. Michaelsandacht zum Schutz der Kinder“ ist sicher gut im September. Aber doch nicht jetzt.
    Vor Pius X., dem Schutzpatron der FSSPX, war dieser katholische liturgische Schlendrian üblich.

    Mein Klick auf die „Abtei MariaWald“, deren Mönche 2009 zum Alten Ritus zurück gekehrt sind, ergibt auf der Start-Seite: „Kreuzweg in der Fastenzeit (Samstag, den 29. 3. 2004). Die Gläubigen werden eingeladen, diesen Weg mitzugehen. Er führt durchs Freie, ein Kreuz wird vorangetragen. Schade, dass ich nicht in der Nähe wohne. Ich kann mich zwar allein vorbereiten, aber in der Gemeinschaft ist es eine gute Gebetserfahrung.
    Benedikt XVI. hat es ermöglicht. Aus allen Konzils- und Nachkonzilspäpsten ragt er heraus. Er wollte und will wahrscheinlich noch immer die Tradition an das II. Vatikanische Konzil anpassen.
    Doch indem er den Kreis erweitert hat, hat er wahrscheinlich ihr Überleben gesichert. Und das ist der erste Schritt: Sie muss überleben. Jeder Weg ans Ziel beginnt mit dem ersten Schritt.

  20. Nachtrag II:
    Was ist mit dem deutschen Distrikt der FSSPX. los, seitdem H.H. Pater Schmidberger nicht mehr der Obere ist? Ich fand seine Theologie nüchtern, klar, katholisch. Auf das Zentrum gerichtet, das Messopfer. Von ihm habe ich jedenfalls gelernt, besonders wenn er über das Messopfer sprach. Er wirkte nicht auf mich, dass für ihn Privatoffenbarungen im Zentrum stehen, oder dass Kirchenjahr verwaschen und unstrukturiert gestaltet wurde.

    • zeitlos:

      In der FSSPX ist, denke ich, ein gewisser Umstrukturierungsprozeß im Gange, auch hinsichtlich der äußeren und inneren Homepage – Gestaltung. Ich würde daher Ihre Kritik, daß die Beiträge u. a. zeitmäßig nicht passen nicht zu hoch bewerten.

      Nur soviel: In meiner FSSPX-Gemeinde gibt es jedenfalls sicher keine Fokusierung auf diffuse Volksfrömmigkeit, ganz im Gegenteil. Das muß wirklich gesagt werden, denn sonst würde ein ganz falscher Eindruck erweckt werden, der zumindest für meine Gemeinde SICHER nicht gilt.

      Außerdem: Demnächst gibt es beispielsweise einen Einkehrnachmittag mit dem Vortrag: „Das bittere Leiden unseres Herrn Jesus Christus“ mit Kreuzweg.

      Es müssen sich die FSSPX-Kirchen bzw. Kapellen je nach Pater doch sehr voneinander unterscheiden, da die Bilder sehr unterschiedlich sind.
      Vielleicht wollen andere Poster auch ihre Erfahrungen schildern?

      • Austria:
        Ausdrücklich habe ich mich auf pius-info bezogen. Und hier wiederum auf das Priorat Essen. Es war in der katholischen Kirche nicht üblich, dass in der Fastenzeit, und dann noch zum Passionssonntag, eine Andacht stattfindet zum „Erzengel Michal zum Schutz der Kinder.“ Die gehört in den September. Und pius-info. hebt diese Andacht auch noch hervor.
        Es erschreckt mich: Es gibt in der Piusbruderschaft überhaupt keine Eucharistische Anbetung ohne den Rosenkranz. Das heißt, es gibt überhaupt keine Eucharistische Anbetung. Es gibt die Aussetzung des Allerheiligsten Altarssakramentes, und statt unsern Herrn im Sakrament anzubeten, wird der Rosenkranz gebetet.
        Das Allerheiligste ist ausgesetzt, und es wird u.a. gebetet….“der dich o Jungfrau im Himmel gekrönt hat…“ Hat Jesus Christus, der sich mit Gottheit und Menschheit in der konsekrierten Hostie verbirgt, nicht eine eigene Andacht verdient? Sind die großartigen eucharistischen Hymnen des hl. Thomas von Aquin nur für Fronleichnam vorgesehen?
        Austria, ich begreife das nicht. Ich bete zur Gottesmutter, aber nicht, wenn Jesus Christus im Allerheiligsten Sakrament des Altares ausgesetzt ist. Dann steht Er im Mittelpunkt des Gebetes. Nicht in der Piusbruderschaft. Sie kennt fast nur noch den Rosenkranz. Und das grenzt an Sekte, an Häresie.
        Es tut mir leid.
        Doch es gibt regionale Unterschiede. Und das, was pius-info bisher zur Fastenzeit bietet, finde ich armselig. Es tut mir leid, wiederhole ich. Gerade weil ich weiß: pius-info kann sich mühelos auf ein höheres liturgisches Niveau heben.

        Ich beziehe mich nicht auf die Kapelle, die ich besuche. Doch ich fürchte, es wächst in der Piusbruderschaft eine Jugend heran, die keine andere Gebetsform mehr kennt. Und das ist eine Einseitigkeit, die es in der katholischen Kirche nie gegeben hat. Deswegen weise ich doch auf die Gebet- und Gesangbücher hin. Doch nicht, weil es um meine Vorlieben geht. Es war in der katholischen Kirche nicht vorgesehen, dass das Allerheiligste Altarssakrament ausgesetzt und dazu der Rosenkranz gebetet wird. Es gibt Rosenkranzandachten, an deren Ende die Aussetzung erfolgt mit sakramentalem Segen. Dann wird aber das Altarssakrament geehrt und angebetet. So war es in der katholischen Kirche üblich, und so ist es auch noch in der „Konzilskirche.“ Die hier richtiger liegt, als die Piusbruderschaft.

      • Zeitlos:
        Da werden Sie schon Recht haben, daß die Gebetsformen einseitig sind. Nur kann ich das hier bei mir in Österreich nicht feststellen. Aber denn och wächst bei FSSPX im Vergleich zu anderem eine sehr gefestigte katholische Jugend heran. Sicher gibt es die eine oder andere Kritik, aber in meiner Heimatgemeinde in der Konzilskirche gibt es nur noch eine vom Glauben abgefallene Jugend – weitaus die Mehrheit – und eine ganz kleine Minderheit, die ist protestantisierend und modernistisch und schreckt die meisten anderen Jugendlichen durch ihre rel. Oberflächlichkeit und scheinheiligkeit ab. So denke ich, daß das Werk von FSSPX in Ordnung ist bei aller berechtigten Kritik, da es wahrhaft katholisch ist. Man sieht auch die Früchte – gerade bei der Jugend, bei der nachkonziliaren Kirche gibt es fast überhaupt keine Früchte mehr und wenn es sie gibt sind sie zumeist faul. Ich bin mir dessen bewußt, daß in einigen Fragen es sehr schwer ist für die Bruderschaft gerade in ihrer Lage an der Linie des Erzbischofs festzuhalten – es gelingt mal besser – mal schlechter. Trotzdem ist sie bis heute fruchtbringend. Und sie hat eine überaus wichtige Rolle in dieser Zeit der Kirchenkrise. Ich für meine Person bin für die weitere Entwicklung optimistisch, denn ich denke, daß viele Mißstände, die zur Zeit vorherrschen auf dem Führungswechsel größtenteils basieren und sich eigentlich einrenken müßten.

      • @Zeitlos (oder cuppa?) & Austria:

        „Viele Seelen glauben sich nämlich in Sicherheit, sonnen sich in ihren Tugenden, während der Stolz und die Selbstgerechtigkeit ihr Herz längst umstrickt haben. Eigensinn, Rechthaberei, Besserwisserei, Kritiksucht, falsche Dialektik, Spott und Häme sind nicht die sieben Gaben des Heiligen Geistes, sondern Merkmale des Widersachers Gottes.“ (Zitat P. Schmidberger).

        Hat nichts an Aktualität verloren.

  21. Ich kann nicht erkennen, dass Russland sich bekehrt habe. Gewiss, die Alleinherrschaft der kommunistischen Partei wurde aufgehoben, der Kirche eine gewisse Freiheit gewährt. In Russland ist der rote Drache zeitweilig in Deckung gegangen, in der Weltmacht China regiert er ungebrochen. Auf einem sehr hohen Niveau der globalen politischen Klasse werden die Geschicke der Völker nach langfristigen Plänen gesteuert. Schon bei der Wende warnten weitsichtige Beobachter, dass es sich dabei um ein taktisches Manöver zur Erreichung des alten strategischen Ziels, der kommunistischen Weltrevolution, mit andern Mitteln handele. Die politische Wende in Russland und dem ganzen Ostblock 1989-90 erinnert an die „NEP“, die „Neue Ökonomische Politik“ (1921-1927), die Lenin auf dem 10. Parteitag der KPdSU durchsetzte, nur dass ihr eine noch radikalere Idee zugrunde liegt. Der langen Rede kurzer Sinn: der atheistische Kommunismus ist nichts weniger als besiegt und tot. Sein eigentlicher Triumph steht erst bevor, auch wenn er nur von kurzer Dauer sein wird.

    • @Mercator
      „Der langen Rede kurzer Sinn: der atheistische Kommunismus ist nichts weniger als besiegt und tot. Sein eigentlicher Triumph steht erst bevor, auch wenn er nur von kurzer Dauer sein wird.“
      Ja. In diesem Satz ist die Wahrheit kompakt zusammengefasst. Der atheistische Kommunismus hat sich nur ein farbenfroheres Gewand überzogen. Oder die Schlange hat sich gehäutet.
      „Auf einem sehr hohen Niveau der globalen politischen Klasse werden die Geschicke der Völker nach langfristigen Plänen gesteuert.“
      Dem ist nichts hinzuzufügen.
      Per Mariam ad Christum.

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