Stoerer
Start » - Hintergrund - Papst Franziskus - Top » Benedikt XVI. verfaßte Kritik an Franziskus-Interview

Benedikt XVI. verfaßte Kritik an Franziskus-Interview

Benedikt XVI. verfaßte Kritik zum Franziskus-Interview(Rom) Der emeritierte Papst Benedikt XVI. verfaßte zum umstrittenen Interview von Papst Franziskus in der Jesuitenzeitschrift Civiltà Cattolica vom 19. September 2013 einen umfangreichen kritischen Kommentar.

Dies gab sein persönlicher Sekretär und Präfekt des Päpstlichen Hauses, Kurienerzbischof Georg Gänswein, im Rahmen einer Sendung des ZDF zum ersten Jahrestag der Wahl von Papst Franziskus bekannt. Vier Seiten umfassen die kritischen Anmerkungen zu jenem umstrittenen Interview. Papst Franziskus sagte damals zur Kritik, daß er nicht zur Abtreibung und „Homo-Ehe“ Stellung nehme: „Wir können uns nicht immer mit der Frage um die Abtreibung befassen, mit homosexuellen Ehen, mit den Verhütungsmethoden. Das geht nicht“. Zu den begeisterten Auslassungen des Atheisten Eugenio Scalfari über das autonome Gewissen als Letztinstanz sagte er bestätigend: „Auf das Gewissen zu hören und ihm zu gehorchen bedeutet nämlich, sich angesichts des als gut oder böse Erkannten zu entscheiden. Und von dieser Entscheidung hängt ab, ob unser Handeln gut oder schlecht ist.“

Als Papst Franziskus Benedikt XVI. das Exemplar der Jesuitenzeitschrift zukommen ließ, war das Interview bereits veröffentlicht. Benedikt unterzog das Interview einer kritischen Analyse und „Papst zu Papst“ übermittelte er seinem Nachfolger wunschgemäß seine Kritik, insgesamt vier Seiten mit „interessanten“ Anmerkungen. Welche Kritik Benedikt XVI. am Interview übte, gab Erzbischof Gänswein „natürlich“ nicht bekannt.

Erzbischof Georg Gänswein sagte im ZDF-Interview:

„Als Pater Spadaro dann dem Papst Franziskus das erste Exemplar dieses Interviews, also dieses Hefts gegeben hat, hat Papst Franziskus mir dann das gegeben und gesagt, das bringen Sie jetzt Papst Benedikt, und Sie sehen die erste Seite nach dem Inhaltsverzeichnis ist leer, da soll er, Papst Benedikt soll alles hineinschreiben, was er an Kritik, wenn er es liest, hat, und mir dann weitergeben, oder mir zurückgeben, das hab ich dann zurückgegeben, Entschuldigung, das hab ich dann Papst Benedikt gebracht, also jetzt muss ich aber zitieren, was Papst Franziskus gesagt hat, also Sie sehen Heiliger Vater, hier ist eine leere Seite, und bitte hier alle Überlegungen, alle Kritikpunkte, alle Vorschläge eintragen, und ich trag dann die Beute zurück zu Papst Franziskus. Drei Tage später sagt er zu mir, hier habe ich 4 Seiten, natürlich jetzt nicht von Hand, sondern er hats dann der Schwester diktiert, in einem Brief und diesen Brief bitte Papst Franziskus geben. Er hat seine Hausaufgaben gemacht. Also dann sagt er, er hat es gelesen und ist der Bitte seines Nachfolgers nachgekommen und hat in der Tat einige, ja sagen wir so, einige Überlegungen und auch einige Anmerkungen zu bestimmten Aussagen oder zu bestimmten Fragen gemacht, von denen er meint, daß also darüber vielleicht an anderer Stelle ergänzend was zu sagen wäre. Natürlich werde ich nicht sagen was, aber das war interessant.“

Text: Giuseppe Nardi
Bild: UCCR

  

  1. Shuca sagt:

    „Natürlich werde ich nicht sagen was, aber das war interessant.“
    Interessant? Es wird langsam lächerlich. Papst 1 setzt das Gewissen an die Stelle Jesus Christus und Papst 2 schreibt eine Kritik darüber die wir natürlich nicht erfahren werden.
    Ich hätte auch ein paar Überlegungen und Anmerkungen. Aber ich glaube das lasse ich lieber. Es würden den Rahmen sprengen und die Forumsleitung würde es auch richtigerweise nicht bringen.
    Per Mariam ad Christum.

    • Ralph sagt:

      An dieser Stelle sei der Forumsleitung einmal gedankt, die auch kritische Stimmen zuläßt, was nicht überall in katholischen Foren gepflegt wird. Das hier dient der Stimme der Katholiken. Der „Vorredner“ hat schon Recht, es ist mehr als sonderbar, was sich da tut. Ein amtierender Papst und ein nicht mehr amtierender Papst passen einfach nicht zusammen. Ich halte den Rücktritt daher für einen Fremdkörper, der möglicherweise bei gestiger Umnachtung eingreifen könnte. Da bin ich aber auf gefährlichem Eis.

      • ein besorgter Christ sagt:

        Die Sache ist, die, dass zumindest ich dachte, hinter dem Rücktritt stecke eine beginnende Alterserkrankung, die auch das Gehirn angreift und Benedikt ist einfach nicht der Mensch öffentlich zu siechen, wie das JPII getan hat und was mich zumindest, tief beeindruckt hat
        Menschlich habe ich von daher verstanden, dass Benedikt zurücktreten wollte und ein zurückgezogenes Leben führen wollte.
        Nun bin ich gespalten , einerseits freue ich mich, den verehrten und geliebten Benedikt bei doch guter Gesundheit, und intakter geistiger Gesundheit zu sehen und davon zu hören, dass dem so ist.
        Nur versteh ich dann immer weniger, warum er zurückgetreten ist.

      • Seefeldt sagt:

        Wojtylas Festkleben am Stuhl fand ich keineswegs beeindruckend, ein Großteil der Welt sicher auch nicht, obwohl die Journaille Lobeshymnen sang.

        Das siechende Papstieren ließ vielmehr die ganze Kirche, deren Oberhaupt er ja leider war, als dahinsiechend erscheinen.

        So wie Wojtyla als Gesunder der Kirche schadete, schadete er ihr auch als Kranker.

      • ein besorgter Christ sagt:

        Nun da könnten sie auch behaupten dass Christus ab seiner Gefangennahme der Kirche geschadet habe.
        Ich persönlich fand, dass JPII gerade in seinen letzten Jahren ernst gemacht hat mit seinem ersten apostolische Schreiben, dass da lautet „von der heilbringenden Kraft des Leidens“.
        Damit erschien er mir authentischer, als all diese Pfarrersleut und kirchlichen Caritasmitarbeiter die einem versuchen, mit dem Hinweis auf Christus zu trösten, wenn es einem schlecht geht, denen es aber selber gut geht, was den Trost irgendwie unecht macht.

      • Michael sagt:

        Tja, da fehlen mir schlicht die Worte. Johannes Paul II. hat unendlich viel für seine Kirche geleistet. Aber was soll ich mir die Mühe machen, Ihnen groß zu antworten. Solche Aussagen über einen Jahrtausend-Papst sind schlicht nicht Ernst zu nehmen.

      • Seefeldt sagt:

        Was Christus ab seiner Gefangennahme tat bzw. sich antun ließ, war das Sühneopfer für die Menschheit.

        Im Gegensatz dazu das Festkleben Wojtylas, der durch sein Festkleben verursachte, daß die Kirche lange Zeit praktisch ohne Oberhaupt war und vielleicht auch gerade dadurch jene Zustände im Vatikan aufkamen, deretwegen Benedikt XVI. möglicherweise zurücktrat.

        Und diesen Glaubensrelativierer und Glaubensverräter Wojtyla als „Jahrtausendpapst“ zu bezeichnen …

      • ein besorgter Christ sagt:

        Das Papstamt ist kein Job, sondern das Amt des Stellvertreters Christi auf Erden.
        Und das Hängen am Kreuz gehört zum Sein Christi auf Erden dazu.
        Ergo hat Papst Johannes Paul das vorgelebt, auf das es bei Christens ankommt, nämlich sein Kreuz auf sich zu nehmen.
        Weiter halte ich es für illusorisch zu denken, und die Päpste seit Johannes XXIII sagen es ja andauernd, dass am Papst viel hängt.
        Wenn schon ein Paul VI das Fenster nicht hat schließen könnnen, wenn ein Benedikt XVI dann doch geflohen ist, und ein Franziskus aufs Regieren ganz verzichtet, dann muss Papstsein mehr und anders sein, als smarter, agiler Chef einer großen NGO.

        An dem Bild, dass schon unter JPII unter den Frommen zirkulierte „böse, Kurie, alles Freimaurer, aber guter Papst, der aber alleine ist“ kann was nicht stimmen!

        Auf jeden Fall kann man sich als Leidender mehr von JPII‘ letzten Jahren trösten lassen, als von den wilden Verurteilungen des aktuellen Pontifikats.

      • Seefeldt sagt:

        Der Papst führt ein ausgesprochen wichtiges Amt. Und dieses Amt kann er nur bei voller geistiger Gesundheit führen. Das aber konnte Wojtyla lange Zeit nicht mehr. Aus diesem Grunde wäre es seine Pflicht gewesen, auf das Amt zu verzichten. Durch sein Festkleben verursachte er stattdessen eine lange praktische Sedisvakanz.

        Ganz anders dagegen Christi Kreuzesopfer. Mit diesem Opfer erlöste Christus die Menschheit. Dagegen belastete Wojtyla mit seinem Festkleben jahrelang die katholische Christenheit.

        Einer der Beweggründe Benedikts XVI. dürfte sicher sein, daß er die Kirche nicht auch noch seinerseits so belasten wollte wie Wojtyla mit dessen letzten Jahren.

        „böse, Kurie, alles Freimaurer, aber guter Papst, der aber alleine ist“
        Dieses Bild stimmt für Wojtyla tatsächlich nicht – denn er war mindestens vieler seiner Worte und Handlungen nach ebenfalls ein Freimaurer, und zwar ein besonders arger.

      • Seefeldt sagt:

        Es war ja auch Wojtyla, der das Freimaurerverbot aus dem Kirchenrecht entfernte …

      • ein besorgter Christ sagt:

        Mein lieber Seefeld, alle Päpste haben bislang an ihrem Amt „festgeklebt“.
        Außer die Päpste Hippolytus und Callixtus, was jedoch ein spezialgelagerter Sonderfall war. Dann Papst Cölestin und am Ende Papst Benedikt XVI!, dazu noch ein paar Gegenpäpste, wo der Rücktritt jedoch Pflicht war!
        Ansonsten bleiben alle Päpste im Amt, bis dass der Tod ihnen diese Bürde und Würde nahm!
        Im Grunde erklären sie mit ihren Kommentaren über 260 Päpste zu eigensinnigen, an ihrem Stuhl klebenden Leuten!
        In meinen Augen hat das öffentliche Annehmen des Leidens von JPII, vieles wieder gut gemacht und das hat ihn zu einem Heiligen gemacht!

      • Seefeldt sagt:

        Ja, die Päpste blieben fast alle bis zu ihrem Tode im Amt – das sie allerdings meines Wissens bis zu ihrem Tode oder bis kurz vor ihrem Tode ordnungsgemäß führen konnten. Dagegen ist mir nicht bekannt, daß irgendein Papst gehirnsmäßig jahrelang beeinträchtigt war wie dieser Wojtyla, und schon diese Begebenheit sollte zu denken geben …

      • ein besorgter Christ sagt:

        Leo XIII z.B und all die Päpste der Verfolgungszeit, z.B auch Petrus himself, die im Kerker saßen und dort nichts machen konnten.
        AUch in neuerer Zeit z.b Pius VI.
        Mal ganz nebenbei, ich finde weder Pfarrer, noch Bischöfe noch Kardinäle noch Päpste sollte zurücktreten dürfen.
        Delegieren ja, sich vertreten lassen auch ja, aber all diese Ämter sind eine Art geistiger Vaterschaft und es ist in einer Zeit wo Väter eh ins Hintertreffen geraten sind, nicht gerade ein gutes Zeichen, wenn auch die geistige Vaterschaft nur unter dem Aspekt des „Könnens“ gesehen wird,

      • hicesthodie sagt:

        Dass solche peinlichen Kommentare wie die von Zuschreiber Seelfeldt überhaupt veröffentlicht werden! Manchmal wäre “Zensur” doch ganz angebracht, nämlich dann, wenn jemand den Mund aufreißt, ohne nachzudenken! Danke@besorgter Christ für Ihre Einlassungen, sie sprechen mir voll aus dem Herzen. Wenn jemand der Kirche in seinem Papstamt schadet, dann derjenige, der ohne hinreichenden Grund vom Kreuz flieht. Und ich will Benedikt zugutehalten, dass er für seinen unseligen und unsinnigen Rücktritt hinreichende, für uns Außstehende nicht bekannte Gründe hatte. Das, was Gänswein anführt, er hätte gesundheitlich keinen interkontinentalen Flug mehr überstanden, ist doch höchstens als schlechter Witz zu verbuchen.

      • M.S. sagt:

        @seefeldt

        „Wojtylas Festkleben am Stuhl“ wie Sie das nennen, hat uns vielleicht einen Kard. Martini als Papst erspart. Später war Martini schon anschlagen, um sich gegen Ratzinger durchzusetzen.
        Was wissen wir denn, wozu etwas gut ist bzw. war, vor allem wenn so viele unbekannte Faktoren dabei sind.

      • Seefeldt sagt:

        Auch ein gefangengenommener Papst kann wirken, ein gehirnkranker aber nicht.

        Ein Pfarrer, der beispielsweise den Kelch nicht mehr halten oder wegen Gehörverlusts keine Beichte mehr hören kann – das sollte schon Beweis genug sein, daß auch ein Pfarrer zurücktreten sollte, wenn er sein Amt nicht mehr richtig führen kann.

        Und so sollte eben auch ein Papst zurücktreten, wenn er sein Amt nicht mehr richtig führen kann. Zumal das Papstamt noch wichtiger als das Priesteramt ist.

      • ein besorgter Christ sagt:

        Klar Seefeld und wenn der Pater Familias nicht mehr hören kann und auch ansonsten seine ehrlichen Pflichten nicht mehr erfüllen kann, dann soll er vom Amt des Ehemanns und Vaters eben zurücktreten! (ist ironisch gemeint) zeigt aber hoffentlich die Richtung in die es geht.
        Es geht nicht darum, dass der Priester bis hin zum Papst alles mögliche delegieren kann und soll und muss, sondern darum, dass durch einen Rücktritt,. im Fall des nicht mehr Könnens, die Argumentation der Kirche in Bezug auf Scheidung und auch in Bezug auf die Pflege Kranker und das Nein zur Abtreibung ins Wanken gerät.
        Weil man in den letzten drei Fällen immer mit „wenn es denn gar zu schwer ist…“ argumentieren kann.

      • Seefeldt sagt:

        Was soll das eigentlich? Es ist doch Alltag, daß Priester und Bischöfe ihr Amt niederlegen – ohne daß die Kirche deswegen geringste Probleme mit ihrer Argumentation bezüglich Scheidung, Krankenpflege und Abtreibung bekäme.

        Es gibt nämlich einen grundlegenden Unterschied zwischen Amt einerseits, Ehepartnerschaft, Vaterschaft usw. andererseits: Ein Amt hat Amtsträger, die wechseln können – und tatsächlich hat es ja schon viele Päpste gegeben; dagegen sollte es nur einen Ehepartner einer Person geben, und einen (biologischen) Vater kann es natürlicherweise nur einen geben.

        Dieser grundlegende Unterschied erlaubt es eben, sein Amt niederzulegen; er verpflichtet sogar, ein Amt niederzulegen, wenn man es nicht mehr richtig führen kann. Gegen diese Pflicht hat Wojtyla verstoßen – und auch gegen manche andere Pflicht, besonders gegen die Pflicht, den katholischen Glauben zu hüten.

      • ein besorgter Christ sagt:

        @ Seefeld, von einer Pflicht das Amt niederzulegen, wenn der Pfarrer, Bischof und der Papst, warum auch immer „nicht mehr kann“ war bis zum 2. Vatikanum nirgendwo die Rede!
        Von einer Verpflichtung das Papstamt. bei nicht mehr könnnen“ niederzulegen hat rein hypothetisch zuerst Kardinal Ratzinger geredet udn das dann, im Grunde konsequent, in die Tat umgesetzt.
        Ich persönlich halt das für einen Fehler, wie ich auch das „in den Ruhestand schicken“ von Bischöfen und Pfarrern für einen Fehler halte, u.a. wegen der Analogie, die das Amt mit dem Sein eines Vaters hat.
        Weiter sagt der gleiche Kardinal Ratzinger, dass im Grunde das Papstamt für jeden, nicht auszufüllen ist, es also, im Grunde immer niederzulegen ist, weil keiner, es richtig aufüllen kann.
        Sie beschuldigen also JPII einer Haltung die knapp 2000 Jahre lang usus war, und die gegenteilige Haltung wurde in einem Interviewbuch ausgesprochen!
        Ich verehre Papst Benedikt sehr, aber, irgendwie ist das mit der Zurücktreterei einfach nicht richtig.

      • Seefeldt sagt:

        Erst einmal zu Benedikt XVI.:

        Seinen Rücktritt bedaure ich, gerade angesichts seines Nachfolgers, aber das Kirchenrecht enthält diese Möglichkeit, und daher durfte Benedikt XVI. diese Möglichkeit auch nutzen.

        Natürlich kann ein Papst, übrigens auch ein Bischof oder Priester sein Amt nicht vollständig führen, da es ein übernatürliches Amt ist. Wenn ein kirchlicher Amtsträger sein Amt aber überhaupt nicht mehr führen kann -und das war bei Wojtyla der Fall-, dann ist es seine Pflicht, zurückzutreten.

        Und ich halte es schon für nachdenkenswert, daß Wojtyla offenbar der erste Papst war, der schließlich überhaupt nicht mehr in der Lage war, sein Amt zu führen.

      • ein besorgter Christ sagt:

        @ Seefeld definitiv gab es vor Papst Johannes Paul II schon andere Päpste die so krank waren, oder so gefangen, dass sie ihr Amt nicht ausführen konnten!

      • Seefeldt sagt:

        Ach wer denn?

        Der heilige Papst Pius V. war zwar tatsächlich gegen Ende seines Lebens schwer krank – aber „nur“ körperlich, geistig dagegen völlig gesund, so daß er bis zum Ende das Amt gut führen könnte. Und darauf kommt es an.

      • ein besorgter Christ sagt:

        @ Seefeld Leo XIII war dement und man nannte das in früheren Zeiten eben, dass „die Hand Gottes schwer auf ihm lastete“ wenn der Papst, wie alle anderen Leute auch, eben zum Sterben kam und vorher, wie alle anderen Leute auch, den Weg des Loslassens und Abgebens aller Fähigkeiten gehen musste!
        Sie glauben doch nicht im Ernst, dass bis zu JPII alle Päpste „gesund gestorben sind“???

      • Seefeldt sagt:

        @ „besorgter Christ“:

        Ich habe doch selbst geschrieben, daß Pius V. gegen Ende seines Lebens schwer krank war. Aber er konnte eben ungeachtet seiner Erkrankung sein Amt bis zuletzt führen.

        Sie erwähnten jetzt Leo XIII. und seine Demenz. Zur Kenntnis genommen – doch wäre ein Rücktritt wohl auch damals besser gewesen.

  2. Pascal13 sagt:

    Franziskus hat das theologische Niveau eines Dorfpfarrers aus Hintertupfingen. Es wäre zum Lachen, wenn es nicht so traurig wäre…

    • ein besorgter Christ sagt:

      Nun immerhin haben wir es nun offiziell, dass zwischen Papst Franziskus und Papst Benedikt 4 Seiten Papier passen!

      • bavaria sagt:

        Der Spruch ist eine Super-Anspielung an Gänswein.
        Den werde ich jetzt immer mal bringen!

    • Dorothea Schwarz sagt:

      ja, der Pfarrer aus Hintertupfingen….wollen wir ihn nicht beleidigen…vielleicht ist er ja soga besser als der Bischof von Rom.Aber außer uns, die wir hier lesen und schreiben, sieht das wohl niemand, oder???

      • Seefeldt sagt:

        Man sollte die Dorfpfarrer wirklich nicht beleidigen.

        In dieser Hinsicht würde mir die französische Steigerung einmal besser gefallen.

        „besser als“ wäre auf französisch „plus mieux“.

        Besser als dieses wäre aber:
        „moins pis“.
        Auf Deutsch: Weniger schlecht.

        Noch schlechter als der Bergoglio zu sein – das ist eigentlich kaum vorstellbar.

        Wobei ich allerdings gestehen muß: Das dachte ich schon beim Wojtyla …

  3. Zeitlos sagt:

    Was denkt sich Kurienerzbischof Gänswein, so etwas weiter zu geben? Sollen wir daran gewöhnt werden, dass es zwei Päpste gibt?
    Ich hatte vor der Persönlichkeit Joseph Ratzingers – Papst Benedikt XVI. Respekt. Trotz seiner widersprüchlichen Theologie.
    Ich hatte, sage ich ausdrücklich. Denn es soll vermittelt werden: Wir haben zusätzlich zu Bergoglio einen „Schattenpapst“, wir haben zwei Päpste. Den regierenden und den im Hintergrund.
    Benedikt XVI. hat kein Recht, in dieser Weise das von Jesus Christus eingesetzte Papstamt noch weiter zu demontieren. Wenn er in der Lage ist, sich auf vier Seiten kritisch zu äußern, warum ist er nicht Papst geblieben?
    Und wenn er überfordert ist, sich ganz dem Gebet zu widmen, wenn er geistlich überfordert ist, sich zurückzuhalten, warum trägt Gänswein diese Geschichten immer wieder in die Öffentlichkeit?
    Mir kann es ja egal sein. Meine Vorstellung vom Papsttum kann ein Joseph Ratzinger nicht erschüttern. Aber ich denke an Millionen von Katholiken, die ein wirres Bild vom Amt des Papstes erhalten. Als wäre es nicht schon demoliert genug.
    Wie Joseph Ratzinger seinen Ruhestand lebt, finde ich verantwortungslos. Wir haben nicht nur Bergoglio zu ertragen, sondern den zurückgetretenen Papst im Hintergrund.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass Georg Gänswein gegen den Willen von Joseph Ratzinger im Fernsehen die neuesten leeren Informationen ausplaudert, um seinen Chef als Papst im Gespräch zu halten.
    Das hat noch gefehlt: Der regierende Papst hat das „theologische Niveau eines Dorfpfarrers aus Hintertupfingen.“ Aber es reicht nicht: Der demütig wirkende Papst Benedikt XVI. gebärdet sich wie ein eitler alter Mann, der es nicht erträgt, nicht mehr lobend erwähnt zu werden.

    • Tobisd Germer sagt:

      Erzbischof Gänswein, Diener zweier Herren, plaudert mit in letzter Zeit ein bisschen zu viel. Und jetzt auch noch gegenüber dem linkskatholisch-kirchenkritisch ausgerichteten Zweiten Deutschen Fernsehen. Was ist der Nutzen? Letzten Endes tragen solche Aktionen dazu bei, Franzens defizitäre Theologie zu verharmlosen. Nach dem Motto: Wird schon wieder werden. Altpapst Benedikt ist ja notfalls auch noch da. Es stell sich jedoch die Frage, ob das dem Petrusamt und der Bewahrung des authentischen Glaubens wirklich dienlich ist.

    • Stellamaris sagt:

      natürlich haben wir zwei Päpste!
      Ich bin nur erstaunt,wie lange es nun schon dauert,bis man es endlich gemerkt hat.
      Zwei Päpste auf Erden und bald zwei im Himmel als Heilige,das erhöht doch die Schlagkraft für den Endkampf ungemein,wir sollten uns freuen!!

      • Antifebronius sagt:

        „Zwei Päpste auf Erden“ soll es also nun geben – und dadurch werde die „Schlagkraft“ für den „Endkampf“ erhöht. Warum dann nicht gleich drei, vier oder 50 Päpste – dann wäre die Schlagkraft gemäß dieser Sicht der Dinge noch gößer.

        Von wegen „Schlagkraft“: Was der Kirche seit jeher immens geschadet hat, ist die traurige Tatsache, daß viele den Glauben nicht hinreichend kennen, geschweige Gefahren für denselben wahrzunehmen fähig sind. Würde man den Katechismus wirklich kennen , begriffe man vielleicht u.a., wie sehr das Papstamt und damit die Kirche durch die völlig absurde derzeitige Situation in Rom geschädigt wird.

        In der röm-kath. Kirche gibt es jedenfalls nur einen Papst. So wie die Kirche nur eine einzige ist, so hat sie nur ein sichtbares Oberhaupt. Und was Bischof Ratzinger betrifft: Man kann nur für ihn hoffen, daß er wirklich so naiv war, das durch seinen Verzicht auf das Papstamt hervorgerufene Chaos nicht zu ahnen. Während er sich nun mit der Pfeife in den Schaukelstuhl zurückgezogen hat, fallen die Wölfe über seine einstige Herde her. Und sein Nachfolger hält diese Wölfe anscheinend für bislang verkannte Schafe. Ein wahrhaft beeindruckendes Beispiel für die Schlagkraft – der Blindheit.

      • Seefeldt sagt:

        Darf ich davon ausgehen, daß das Ironie war?

        Heilige, wirklich heilige Päpste haben wir bereits – beispielsweise Pius V. und Pius X.

        Johannes XXIII. ist aber kein Heiliger, und Wojtyla durch seine Glaubensrelativierung auch nicht.

        Gott bewahre die Kirche davor, daß diese beiden eiliggesprochen werden!

    • Martina sagt:

      Wir sollen offensichtlich an zwei Päpste gewöhnt werden, dass sehe ich leider auch so. Der Hauptpapst hat es auch in seinem letzten Interview gesagt. (siehe Kommentar dazu unten)
      Bezüglich des Ruhestand von Joseph Ratzinger: ich meine mich dunkel zu erinnern, dass er ins Kloster gehen wollte ins das schweigen und das Gebet. wenn er noch so rüstig ist alles zu kommentieren und auch reichlich öffentlich Besuch zu empfangen, und mit diesem auch noch die hl. Messe zu zelebrieren (wie z.B. mit seinem „Freundeskreis), oder im Petersdom zu erscheinen, warum ist er dann nicht Papst geblieben. Ich hatte tatsächlich gedacht er wäre sterbenskrank bei seinem Rücktritt, obwohl auch das kein Grund zum Rücktritt gewesen wäre, sind die Päpste früher nicht im Amt gestorben, etliche davon, wie z.B. der erste, sogar als Märtyrer?

      Der Hauptpapst hat auch im Interview gesagt, dass er und Joseph Ratzinger abgesprochen haben, dass letzterer entgegen seiner früheren Aussage wieder aus seinem Rückzug zurückkommen würde. Das ist wohl mehr als unglaublich. Man scheint sich sicher zu sein, dass das die Hauptmasse der Katholiken und Priester brav schlucken wird, was ja de facto auch so ist, Gott sei es geklagt.

      • Martina sagt:

        Das angekündigte Zitat:
        „First, confirming exactly what Antonio Socci was widely ridiculed for suggesting, Francis explicitly declares that the Church now has two Popes—a reigning Pope and a retired Pope: “The Pope emeritus is not a statue in a museum. It is an institution. We weren’t used to it. 60 or 70 years ago, ‘bishop emeritus’ didn’t exist. It came after the (Second Vatican) Council. Today, it is an institution. The same thing must happen for the Pope emeritus. Benedict is the first and perhaps there will be others.”

        Notice that Francis does not say that the other Popes who have resigned in centuries past had this status, for in fact they became cardinals and lost all indices of the papal office. No, this is yet another post-conciliar novelty in the Church. Now, a bishop emeritus is still a bishop because, in receiving the fullness of Holy Orders according to a sacramental formula, including the laying on of hands, he received an indelible mark on his soul that can never be effaced. But a man who ascends to the office of Vicar of Christ does not undergo any such ontological change. So what precisely is Francis suggesting here? Who knows? (…)

        Second, Francis revealed that he and Pope Emeritus Benedict jointly agreed that Benedict would in effect “come out of retirement” despite his earlier statement that he would remain “hidden from the world.”
        Weiter hier:
        http://remnantnewspaper.com/web/index.php/articles/item/385-the-francis-effect-a-gathering-storm

      • IMEK sagt:

        Der Link führt zu einem lohnenswerten Artikel, der versucht die irrwitzig anmutenden Kapriolen des bisherigen Pontifikates des aktuellen Kirchenoberhaupts zu erfassen.

      • Stellamaris sagt:

        Laut Fatima wird doch offensichtlich ein Papst ermordet und das steht noch aus.
        Wenn es nun Franziskus wäre, dann hätten wir immer noch Benedikt und zwar ohne langwierige Wahl.
        Vielleicht ist die Zeit dann auch zu knapp,wer weiß das schon,wir alle nicht.

      • Seefeldt sagt:

        Benedikt XVI. ist zurückgetreten und stünde daher bei einem wie auch immer sich ereignenden Tode Bergoglios als Papst nicht zur Verfügung.

      • Stellamaris sagt:

        warten wirs ab.

    • Kyrillus sagt:

      Wenn Franziskus ihn bittet, Anmerkungen zu hinterlassen, und Benedikt dieser Bitte nachkommt, weshalb gebärdet er sich dann „wie ein eitler alter Mann, der es nicht erträgt, nicht mehr lobend erwähnt zu werden“???
      Wenn er einer Bitte nachkommt (einer sehr sinnvollen noch dazu, ob Franziskus das selbst gespürt hat?), dann bedeutet das doch weder, dass er „überfordert ist, sich ganz dem Gebet zu widmen“, noch bedeutet es, dass er „geistlich überfordert ist, sich zurückzuhalten“.

      Ich schätze nicht wenige Ihrer gehaltvollen Beiträge, aber das ist doch unsachlich. Wenn Sie (in Ihrem zweiten Beitrag weiter unten) Benedikt für die Rehabilitierung der Messe aller Zeiten danken – in der Tat einem gewaltigen Verdienst, auch wenn es in der Form nur vorläufig ist –, weshalb haben Sie dann vor seiner Persönlichkeit, wie Sie sagen, „ausdrücklich“ keinen „Respekt“ mehr?
      Man braucht beileibe nicht kritiklos zu sein, um bei solchen Aussagen schmerzhaft berührt zu werden. Gerade der glaubwürdigen und feinen Persönlichkeit Ratzingers, kraft der er sich nicht nur dieses Verdienst um die Kirche erworben hat, sollte man doch Respekt zollen, auch wenn man doktrinell manches anders sieht. Einen Respekt, der einem dann Invektiven wegen jeder Kleinigkeit verbietet.

      Im übrigen gehen Sie m.E. auch in Ihrer Kritik an der FSSPX zuweit. Dass auf deren Webseite auch an Sonntagen an die Tagesheiligen erinnert wird, die häufig kaum mehr einer kennt, ist doch gut.
      Was Ihre grundsätzliche Kritik an anderer Stelle betrifft: Deutlichere Stellungnahmen auf pius.info zum momentanen kirchlichen Geschehen hätte auch ich mir gewünscht. Aber abgesehen davon, dass katholisches.info dieser Verantwortung immer deutlicher nachkommt:
      Die Bruderschaft hatte und hat nach den vorerst gescheiterten Verhandlungen interne Schwierigkeiten zu überstehen, zudem hat die Leitung sicher auch Zugang zu Informationskanälen aus Rom, die uns verschlossen sind; alles in allem wird es wohl eher gesunde Taktik nach innen und außen sein, im Moment mit der Kirchenkritik etwas zurückzuhalten.

      Was Erzbischof Gänswein betrifft: In neuen TV-Interviews habe ich ihn irgendwie „gezwungener“ und „müder“ erlebt, als früher. Ich könnte mir vorstellen, dass er unter seiner neuen Situation insgeheim leidet. Ich könnte mir auch vorstellen, dass er Papst Franziskus weit kritischer gegenübersteht, als er zugeben darf.

      • mariokin sagt:

        Es wird an der Erstellung einer neuen Homepage bei pius.info gearbeitet, wie mir der deutsche Distriktobere und die Redaktion mitgeteilt haben.

      • Dorothea Schwarz sagt:

        ja, das finde ich auch so. Man sollte das wenige, was man von Papst em. erfährt, nicht dramatisieren!! Wieso zwei Päpste??Papst F. handelt doch total nach seinem gusto!!
        Ich habe an anderer Stelle hier im Forum gelesen, dass man froh sei, noch von Benedikt zu erfahren. Manchmal sind die Beiträge hier doch sehr engstirnig….

      • Dorothea Schwarz sagt:

        Benedikt ist nicht eitel und hat es nicht nötig, lobend erwähnt zu werden….was für ein Schwachsinn………

      • Kyrillus sagt:

        Was Sie sagen, das ist doch einfach die Stimme der gesunden Vernunft.

        Richtig, kürzlich gab es hier schon eine ähnliche Diskussion, und es wäre mir schon da schlicht unverständlich gewesen, wenn ich mit der Meinung, wir dürften froh sein, während dieses Pontifikates noch etwas Weniges vom „Papst emeritus“ zu erfahren, alleine geblieben wäre.

        Engstirnigkeit wirft man den an der Tradition der Kirche (an deren wahrem Antlitz) Hängenden doch von unbedarfter Seite ohnehin vor; es wäre und ist fatal, dieses Vorurteil mit kleinlichen oder halsstarrigen Aussagen zu bedienen.

        Es gilt eben, Garrigou-Lagranges ausgezeichnetes Wort richtig zu verstehen:
        „Die Kirche ist intolerant im Prinzip, weil sie glaubt, sie ist tolerant in der Tat, weil sie liebt. Die Feinde der Kirche sind tolerant im Prinzip, weil sie nicht glauben, sie sind intolerant in der Tat, weil sie nicht lieben.“

        Kleinliche Invektiven gegen Person und Stellung Benedikts sind alles andere als Taten der Liebe – selbst dann, wenn sie sich auf berechtigte Prinzipien gründen.
        Wunderbare Milde im Urteil – bei strenger Wahrung des echten Glaubens: das heißt doch Katholische Kirche!

    • Ralph sagt:

      Das Bild ist wirr, das uns nicht nur von Franziskus abgeliefert wird. Das wirre Bild führt aber bei vielen, die mit der Kirche ernstlich befaßt sind, nicht zur Verwirrung im Glauben. Bei der „Laufkundschaft“ kann der Eindruck indes verheerend sein.

  4. Armin sagt:

    Ebenso wird ja auch der Vatileaks Bericht geheim gehalten, die wahre und echte dritte Botschaft von Fatima, usw. Was will Gänswein damit beweisen? Das er Mediengeil, aber dennoch ein Geheimnis behalten kann???

    Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

  5. Aber auch bei den andern Mitspielern, P. Benedikt und EB Gänswein, fragt man sich, wenn man von diesen Details und Umständen liest, ob ihnen immer bewusst ist, wie hoch der Einsatz ist, um den es bei diesem Spiel geht.

  6. Mim sagt:

    em. Papst Benedikt kann es halt nicht lassen – der Herr Lehrer korrigiert seinen Nachfolger. Papst Franziskus hat sehr viel Geduld mit seinem Vorgänger, den viele als den wahren Papst ansehen. So kann auch Schisma passieren.

    • Antifebronius sagt:

      Anscheinend wurde übersehen, daß es der Hl.Vater selbst war, der Bischof Ratzinger um diese Korrekturen gebeten gat. Man müßte also, um im Vergleich zu bleiben, eher sagen: Nachdem der Nachfolger, aus sehr verständlichen Gründen, den Eindruck hatte, daß sein Interview-Text von eher dürftigem Wert ist, hat er ihn dem Herrn Lehrer zur Korrektur gegeben. Daß der Herr Lehrer darauf eingegangen ist, ist ihm wohl kaum anzulasten. Er mag es auch als Buße dafür aufgefaßt haben, daß durch seine Abdankung eine Gestalt wie Papst Franziskus überhaupt erst möglich wurde.

  7. Zeitlos sagt:

    Doch ein wirklich herausragendes Werk hat Benedikt XVI. nach meiner unmaßgeblichen Meinung vollbracht: Das Motu proprio „Summorum Pontificum und die sich darauf beziehende Instruktion. Mag es noch so unvollkommen sein, es hat den Kreis der Priester, die den überlieferten römischen Ritus zelebrieren, erweitert. Und das war dringend notwendig.
    Denn die FSSPX fällt seit einiger Zeit auffällig liturgisch hinter Pius X. zurück. Dieser große, heilige Papst war nicht nur ein Verteidiger des Glaubens, er war ein Reformer. Seine Reformen aufzuzählen ist hier kein Platz, dass seine rechtgläubigen vorkonziliaren Nachfolger sein Niveau nicht mehr erreichen konnten, ließe sich in einem längeren Kommentar darlegen.
    Pius X. hat eine liturgische Unsitte abgestellt, die darin bestand, dass populäre Tagesheilige auch an Sonntagen gefeiert wurden. Er hat darauf bestanden: Der Sonntag ist der Herrentag, populäre Tagesheilige dürfen niemals den Sonntag als den HERRENTAG verdrängen.
    Was lese ich auf Pius.info? 16. März, Heiliger Heribert!
    Ich gehe davon aus, dass hoffentlich alle Priester des deutschen Distrikts heute die hl. Messe vom 2. Fastensonntag Reminiscere zelebrieren. Und nicht etwa die Messe vom heiligen Heribert, mit dem wir auf Pius.info heute vertraut gemacht werden. Trotzdem: Die Gläubigen haben den Eindruck, heute ist der Tag des hl. Heribert. Ihr „liturgisches Gespür“ wird durch solch eine Desinformation abgestumpft.
    Alle Ecclesia-Dei-Gemeinschaften, alle Priester der Konzilskirche zelebrieren die Messe vom 2. Fastensonntag. Niemand fällt hinter die Reform von Pius X. zurück.
    Die katholische Tradition verteidigen heißt nicht, alle Verkehrtheiten, die es in der Vergangenheit gab, aus Liebe zur Vergangenheit wieder hervorzukramen.
    Ich wiederhole es: Ich gehe davon aus, dass die deutschen Priester der FSSPX den 2. Sonntag der Fastenzeit begehen.
    Aber dass die deutsche Homepage der Priesterbruderschaft St. Pius X. hinter ihren Schutzpatron zurückfällt, liturgische Fehler der Vergangenheit, die über hundert Jahre zurückliegen, die ihr Patron ausmerzte, wieder hoffähig macht, zeigt mir, dass es dringend notwendig war, den Kreis der traditionstreuen Priester durch die Ecclesia-Dei-Gemeinschaften zu erweitern.
    Benedikt XVI. hat daran nicht gedacht als er sein Motu proprio verfasste. Doch “ der Mensch denkt, und Gott lenkt“, lautet ein altes wahres Sprichwort.
    Mag er als „Senior-Papst“ sich benehmen wie er will. Er hat dem Messopfer über die FSSPX hinaus eine Verbreitung ermöglicht, die dringend nötig war. Danke, Papst Benedikt!

    • Martina sagt:

      Tut mir leid, er hat dem hl. Messopfer des alten Ritus nicht wirklich die Verbreitung ermöglicht, denn er hat einige, ich möchte sagen Stop-fallen eingebaut, wie der lokale Priester oder der Bischof die alte Messe verbieten kann, wenn die „Einheit“ durch die alte Messe gefährdet wird und „Zwietracht“ entsteht (Art.5 und Begleitbrief an die Bischöfe).
      Daher hat er auch nie eingegriffen und geschwiegen, wenn sie an etlichen Stellen nicht erlaubt oder wieder verboten wurde wie z.B. bei den Franziskanern der Immaculata (Die „Untersuchung“ in dem Orden hat ja noch zu seiner Zeit begonnen).
      Man muss mal seine Texte genau lesen, was da steht und nicht was man als Traditionskatholik möchte, was da steht.
      Gute Erklärung, was wirklich dort steht hier:
      http://www.traditioninaction.org/bev/088bev07-18-2007.htm
      Die Progressiven verstehen jedenfalls seine Texte leider richtig und handeln danach.
      Daher konnte man – jüngstes Beispiel auch ganz „legitim“ die alte Messe in ganz Costa Rica kalt stellen.
      http://rorate-caeli.blogspot.com/2014/03/for-record-costa-rica-step-by-step.html#more
      Weltweite Fortsetzungen folgen, da bin ich leider sicher.

    • mariokin sagt:

      Ich kann sie beruhigen, lieber zeitlos, wir haben heute selbstverständlich den 2. Fastensonntag in der Dresdner FSSPX Kapelle gefeiert!
      Der Tagesheilige auf der Homepage ist als Stütze gedacht, welchem Namenspatron die Kirche an jenem Tag gedenkt. Viele Leute wissen ja gar nicht mehr, wann der Festtag ihres Heiligen ist.
      Da der Fastensonntag aber liturgisch selbstverständlich Vorrang hat, wird heute liturgisch der Festtag des heiligen nicht begangen. Sie können ganz beruhigt sein, dass unsere Priester diese Vorschrift kennen und ihrem Bruderschaftspatron getreu sich an das Kirchenrecht halten. Keine Sorge!

      Im übrigen soll die Homepage neu gestaltet werden, wie mir der Distriktobere und die Redaktion neuelich mitgeteilt haben.

  8. arrow sagt:

    Wann wird denn diese Philippika Benedikts wider Franzens Irrtümer und Lauheiten veröffentlicht?

  9. Ralph sagt:

    Für uns, die wir uns nicht gerade papstmäßig verwöhnt vorkommen, ist Benedikt doch eindeutig dem Jetzigen vorzuziehen. Immer werden die aufgezwungenen Themen von Bergoglio abgehandelt. Die kirche hat andere Themen.

  10. Cleo sagt:

    Muss man das glauben? Nein.
    Merkt ihr, dass Benedikt immer mehr als der „Böse“ hingestellt wird? Er hat gesagt, er wolle sich zurückziehen aus der Öffentlichkeit. Nun taucht er immer öfters auf – entweder für nette Fotos oder für irgendwelche dubiosen Kritiken. Und schon sieht man in ihm den „Lügner“. Was, wenn er auch dafür gezwungen wird? Dass er als Geisel herhalten muss für die Umsetzung von bösen Plänen?
    Für mich klingt das alles sehr nach gestellt. Glaubt ihr im Ernst, dass Papst Benedikt ein Interview von seinem Nachfolger kritisieren würde, auf dessen ausdrücklichen Wunsch und das NACH der Veröffentlichung? Wo ist da die Logik?
    Glaubt ihr im Ernst, dass wenn er das getan hätte – er die Kritik jemandem diktiert? Wenn, dann hätte ers selber geschrieben.
    Egal was das für eine 4-seitige Kritik ist, mit angeblich „interessanten“ Anmerkungen; ich bin überzeugt es wird zur rechten Zeit, am rechten Ort für böse Zwecke benutzt werden. Und Papst Benedikt wird den Kopf hinhalten müssen.

    • hicesthodie sagt:

      Sie haben sehr recht, diesen Aspekt anzusprechen. Alles ist Spekulation. Und bevor man auf Ratzinger herumhakt, sollte man bedenken, dass alles, was wir von ihm wissen oder hören vermittelt und von zweiter Hand ist. Vieles davon ist so atypisch für ihn, dass auch ich glaube, hier wird etwas inszeniert. Dies aber darf man ganz sicher annehmen: es geht darum, die religiöse Besonderheit des Papstamtes, die Verbundenheit der Menschen und ihren Glauben an dieses Amt und ihre religiöse Verehrung für deren Inhaber zu zerstören. Daher darf kein Papst mehr im Amt sterben. Es darf nie mehr geschehen, dass Millionen Gläubige zu einem toten Papst nach Rom pilgern und der Welt ein unwiderlegbares Zeugnis von der Kraft und Stärke des katholischen Glaubens geben. Seine religiöse Bedeutung für die Kirche muss relativiert werden, daher am besten Kandidaten wie Bergoglio: übersteigertes Selbstbewusstsein bei minimaler theologischer Kompetenz. Solche Charaktere sind trotz scheinbarer Duchsetzungsstärke und ausgeprägtem Machtwillen psychologisch im Grunde sehr einfach gestrickt und daher leicht lenk- und beeinflussbar.

      • Markus sagt:

        Die Menschen werden auch weiterhin zu einem toten Papst nach Rom pilgern können, auch wenn dieser nicht im Amt verstorben ist. Der einzige Unterschied dürfte sein, dass die Totenmesse des verstorbenen Papstes nicht vom Kardinaldekan, sondern vom Papst selbst gelesen wird.
        Per Mariam ad Christum.

      • hicesthodie sagt:

        Sie glauben doch nicht im ernst, dass das Sterben und die Beerdigung eines regierenden Papstes vergleichbar ist, mit dem Tod eines bereits emeritierten Papstes, dessen Nachfolger schon im Amt ist! Nein. Der Marx hat ganz recht, wenn er sich bei Benedikt für die „Entmystifizierung des Papstamtes“ bedankt. Genau das war gewünscht! Es bleibt fortan vom Petrusamt nicht mehr viel mehr übrig, als eine Repräsentationsfigur mit Verfallsdatum. Ekelhaft!

      • leo sagt:

        Erlauben Sie die Frage: Wer ist letztlich dafür verantwortlich, dass der Ex-Papst überhaupt da ist und möglicherweise missbraucht wird? Es war doch seine freie Entscheidung, wie er selbst das mehrfach betonte, zurückzutreten, päpstliche Insignien beizubehalten und im Vatikan zu wohnen. Man kann durchaus annehmen, dass er ein anderes Ergebnis des Konklave 2013 erwartet und gewünscht hat. Wäre es aber nicht ein Bestandteil der Klugheit, mit verschiedenen Möglichkeiten zu rechnen? Ja, möglicherweise war er so abgeschottet, dass ihm und offensichtlich sogar Gänswein eine falsche Stimmung vorgegaukelt wurde. Hätte man jedoch nicht besser auf Machenschaften auch solcher Intriganten und Strickenzieher wie Cantalamessa achten sollen?
        Auch jetzt könnte der Ex-Papst seinerseits den Missbrauch seiner Authorität verhindern. Er ist ein freier Mensch und kann jederzeit die päpstlichen Insignien ablegen und in ein echtes Kloster ziehen, nur wenn er das wollte. Das Haus in Pentling steht ebenfalls leer. Wäre es nicht bescheidener, dorthin zu ziehen statt sich bereits zu Lebzeiten ein Museum errichten zu lassen?

      • Markus sagt:

        Wenn er das Haus in Pentling beziehen würde, würde sich dieser Ort zu einer Art Gegenvatikan und Pilgerstätte für diejenigen entwickeln, die mit seinem Nachfolger nicht zufrieden sind. Folglich ist es besser, um weitere Spaltungen zu vermeiden, dass beide Päpste hinter den selben Mauern leben.
        Per Mariam ad Christum.

      • leo sagt:

        Pentling als Gegenvatikan.. das wär doch was :-) Pilgerstätte setzt voraus, dass die verehrte Person es zulässt. Jetzt pilgern doch auch schon ganze Scharen, die Meisten allerdings nur weil sie ohnehin in Rom sind. Nach Pentling würde sich wohl nicht einmal die Hälfte davon verirren. Vielleicht bis auf die bayerischen Schützenvereine. Ob diese eine Kirchenspaltung herbeiführen könnten…

    • Bellarminus sagt:

      Ziemlich gut erkannt. Wer kann den von uns überhaupt erahnen, was Benedikt im Vatikan tatsächlich aushalten musste und welche freimaurerischen Machtspiele dort laufen.
      Es ist ein Geschenk, dass Benedikt in diesen schwierigen Zeiten noch lebt. Vielleicht wird er uns alle noch führen.

      • ein besorgter Christ sagt:

        Warum sollte Benedikt uns wieder führen?
        Dazu müsste er sagen „Leute, damals bei meinem Rücktritt habe ich mich geirrt, wurde erpresst, und habe deshalb geschwindelt, das war nicht freiwillig!“
        Ein solches Szenario ist absurd, ich meine er war Papst! und wenn es der Papst nicht geschafft hat interne Kirchenfeinde in die Wüste zu schicken, wer soll es dann tun?
        Von daher glaube ich nicht an eine Freimaurerverschwörung im Vatikan, weil wer sonst, wenn nicht der Papst, hätte die entsprechenden Personen nach Timbuktu oder in die innere Mongolei versetzen können?
        Papst Benedikt hat aber keine solchen Akte gesetzt, die darauf schließen lassen, dass er weiß wer seine Feinde sind und dass in der Kurie ein dumme Machtspiele einer wie auch immer gearteten Lobby gespielte werden.
        Ich glaube zwar nicht, dass in der Kurie lauter fleischgewordene Engel arbeiten, aber es gibt nur 2 Möglichkeiten, entweder ist die Lage in der Tat sehr, sehr ernst, dann aber belügen alle hohen Kirchenfürsten seit Jahrzehnten die Leute mit ihrer Beteuerung, dass alles, alles in Ordnung ist.
        Oder es ist so, wie Papst Benedikt gesagt hat, er fühlte sich nicht in der Lage das Amt auszuüben. Und jetzt geht es ihm eben wieder besser.
        Trotzdem kann er ja nicht ankommen und sagen „Hey ich bin wieder fitt!“
        Man kann es drehen und wenden wie man will, irgendwas stimmt da nicht bei den Römern!
        Und ich wäre langsam dankbar, wenn sich einer unserer Kirchenfürsten ermannen würde und erklären würde was da gespielt wird.

      • Bellarminus sagt:

        Die Welt ist halt sehr subtil und schwierig geworden. Vermeintlich eindeutige Überzeugungen stehen mittlerweile auf dem Kopf. Einfache und eindeutige Entscheidungen treffen zu können, ist auch für den Papst häufig nicht mehr möglich (gewesen), besonders wenn dieser von gierigen und bösen Wölfen umringt ist.
        Benedikt XVI war ein gewaltiger, gütiger und demütiger Katechon, der nach meiner Überzeugung in wenigen Jahren weit mehr für die Kirche herausgeholt hat, als unter diesen Voraussetzungen denkbar gewesen war.
        Was und wer jetzt regiert, scheint immer mehr offensichtlich zu werden. Wenn man die ganze Sache noch vor dem Hintergrund der Prophezeihungen von St. Malachias, Katharina Emmerick, Garabandal und LaSalette etc. betrachtet, dann musste es so kommen. Beten wir für Benedikt XVI! Alles scheint vorgezeichnet.

  11. zeitschnur sagt:

    Na wunderbar! Gackgackgack – und doch kein Ei gelegt, Monsignore!
    Es hätte mich nämlich gar zu brennend interessiert nach dieser gewundenen Einleitung, was unser papa emeritus da formuliert hat, und sicher sind diese 4 Seiten dem seitenlangen Interview mit F. intellektuell haushoch überlegen und würden eine gwisse Erleichterung des Geistes erzeugen! Nur würde ich mich anschließend fragen, wer eigentlich der wahre Papst ist.

  12. Andrea sagt:

    Benedikt wurde ausdrücklich von P. Franz darum gebeten, das Interviewbuch korrekturzulesen und Kritik auszuformulieren. Zu diesem Zweck wurde Monsignore Gänswein das Buch übergeben, und er brachte es Benedikt. Benedikt tat wie ihm geheißen und übergab in einem Briefumschlag wenige Tage später Georg Gänswein seinen Kommentar für P. Franz.

    • Bonjour sagt:

      Bis hierher ist ja alles ok, d.h. Benedikt kommt einem ausdrücklichen Wunsch seines Nachfolgers nach.

      Warum aber muss Mgr. Gänswein dies auch herausposaunen? Und auch noch mit Andeutungen versehen („4 Seiten“, „interessante Anmerkungen“)?

      Deshalb trifft doch genau zu, was vor kurzem weiter oben kommentiert worden ist: Gackgackgack!!

  13. Cyrill Erswill sagt:

    Papst Benedikt XVI. ist – wenn auch auf geheimnisvolle Weise – weiterhin Papst. Wir können den Medien doch nicht so trauen, als wenn sie uns die Wahrheit bzw. die Hintergründe des Rücktrittes zugänglich machten, im Gegenteil.

    Heute ist doch ‚Alles‘ auf den Kopf gestellt.

    Ich erinnere mich in der Rückschau auf sein Pontifikat immer wieder mal an den Beginn und seine demütige Bitte an uns: „Betet für mich, damit ich nicht vor den Wölfen davonlaufe.“ Ich frage mich immer wieder: Habe ich, haben wir zu wenig gebetet? Haben wir die Macht des Gebetes nicht beachtet? Beachten wir sie überhaupt?

    Von daher erkläre ich mir inzwischen die gesamte zweifelhafte Situation der „Zwei Päpste Zeit“ wie folgt:

    Papst Benedikt hat vorher genau gewusst, dass ihm der Gegenwind aus den eigenen Reihen (insbesondere aus dem Vatikan, aber nicht nur) entgegen wehen wird, deshalb auf diese Weise die Bitte um Gebet; denn er war vorher schon 20 Jahre im Vatikan, er kannte sie ‚alle‘ sehr gut.

    Wer tiefer schaut, weiss, dass es hier um den großen Kampf der bösen Geister gegen die guten Geister geht, in den wir Menschen auf tragische Weise (besonders in der ‚Endzeit‘) eingebunden sind. Und Papst Benedikt XVI. ist in seiner Art jemand, auf den das Wort Christi aus der Bergpredigt genau zutrifft: „Selig die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen.“ Denn er hat verstanden, dass nur die ‚Alte Liturgie‘ – und die damit verbundene Frömmigkeit, welche die Ehre Gottes an die erste Stelle setzt – die Kirche in die wahre Neu-Evangelisierung führen kann. Allerdings wollte er dies nicht ohne (die) positive(n) Intentionen des II. Vaticanums bewerkstelligen.

    Bei meinem heutigen Erkenntnisstand komme ich immer mehr zur Überzeugung, dass Papst Benedikt auf teils subtile in jedem Falle aber heuchlerische Art aus dem Amt gedrängt wurde; denn es wurde ihm das Leben – aus den Geheimgesellschaften innerhalb und außerhalb der Kirche – zur Qual und das Regieren unmöglich gemacht. Wer von uns hätte bei solchem Druck (ewig Gegenwind und Vatileaks) denn standhalten können? Wissen wir denn Alles an Hintergründen? Man schaue mal auf die Infos im Internet über Don Luigi Villa, der heroisch gegen die ‚kirchliche Freimaurerei‘ gekämpft hat und so 9 Anschläge auf sein Leben durch Priester erleben musste.

    Bei Anna Katharina Emmerick können wir übrigens über diese Zeit der Kirche mit zwei gleichzeitig lebenden Päpste nachlesen; siehe „katholisches Info“ vor ca. einem 3/4 Jahr (24.06.2013). Aber auch im „Dritten Geheimnis von Fatima“ können wir die Zeichen der Zeit verstehen lernen, wenn wir die ‚Figur‘ des Papstes nicht als nur eine Person sehen, sondern die (tödlichen) Angriffe mit „Pfeilen und Feuerwaffen“ auf den Petrus und damit das Petrusamt auf dem Weg nach Golgota. Die Soldaten können bei der Betrachtung übrigens gut die ‚Soldaten des Papstes‘ sein. Und für mich ist es eigentlich undenkbar, dass ein ‚Soldat des Papstes‘ (SJ) Papst werden könnte.

    Der Judasverrat führt die Kirche ans Kreuz

    • Cleo sagt:

      Sehe ich eben auch so

    • arrow sagt:

      Bleibt zu beantworten, warum Benedikt nicht den NOM abgeschafft hat, ja nicht einmal selbst das Meßopfer dargebracht hat.

    • hedi züger sagt:

      Danke für diese tiefgründige Betrachtung.Da weisen sich meine anschliessenden Gedanken geradezu als Fastenbrot aus.BXVI ist und bleibt für mich ein ganz grosser Papst-seine Weisheit, sein theologisches Format,-als vielleicht letzter Kirchenvater für mich eine einsame Leuchte der Hl. Kirche so wie das sich heute zeigt! seine Güte und Grosszügigkeit, vorallem sein hohenpriesterliche Würde in Demut und christlicher Bescheidenheit für sich selbst-es ist evangelische Armut! seine klare Haltung im Kultus-für die heilige Liturgie nur das Beste und Allerschönste-ganz im Sinne des hl. Pfarrers von Ars,der für seine Paramente nur das Kostbarste wollte.Diese Transparenz des so erhabenen Amtes-das seine Person fast verschwinden liess-aber in actu exercito höchsten Respekt eingefordert hat-denken wir nur an die Journaille,die mit Schmutz alle seine Pastoralreisen schon vor der Zeit beworfen hat.All dies war ein gewaltiger Triumphzug der kath.Kirche allen Angriffen durch Misssstände und schweren Stürmen zum Trotz.das verhöhnende deutsche Schandblatt mit seiner Titelseite.Die voreilige Kanzlerin in DDR-Manier,wie sie nach der Williamscausa sich aufgeplustert,das englische Parlament mit seinem entblödenden Kommentar vor der Papstreise,etc etc.
      Es war immer ein starker Gegenwind,Stimmungsmache gegen den scheuen, gläubigen Joseph Ratzinger.Doch der Himmel hat starke Zeichen gesetzt:trotz Vulkanasche-niemand konnte fliegen,der Papst konnte nach Malta fliegen-überall(inclusive in England!) grosser grosser Jubel der Menschen in riesigen Massen-allen Unkenrufen zuvor trotzend-die einzigartig ausgefeilten Ansprachen, etc etc.Das Beste aber :die Rehabilitierung der Tridentinischen Messe.
      ich sehe ihn aber als einsamen Gelehrten und gläubigen Priester einer soliden familiären Gemeinschaft naturnotwendig verpfichtend verbunden.Invektiven des Teufels in aller Oeffentlichkeit in universo mundo prallten lächelnd an ihm ab.Aber der Judas an seinem Tisch-und wie oft wieder und wieder war das so,und das war für mich der eigentliche Grund von manchem Fehlverhalten seinerseits- das hat er einfach nicht mehr geschaft.Meine Bitte: lassen wir ihn doch endlich in Ruhe,freuen wir uns über das viele Gute und vorallem -beten wir für ihn in dankbarer Liebe.

    • Stellamaris sagt:

      endlich mal jemand,der was verstanden hat!!
      Emmerick ist gerade in der jetzigen Zeit SEHR zu empfehlen!

  14. Joseph-P sagt:

    @ Zeitlos
    Ihre Kritik an der Piusbruderschaft ist ungerechtfertigt. Offenbar beruht sie auf einem Missverständnis.
    Generell gilt, dass Heiligengedenktage an ein Datum gebunden sind und nicht an einen Wochentag.
    So ist z.B. das Fest des Hl. Heribert immer am 16. März. Fällt es auf einen Sonntag, wird es gesamtkirchlich nicht liturgisch gefeiert. Trotzdem ist der Gedenktag am 16 . März und die „Heriberte“ feiern heute Namenstag.
    Das römische Martyrologium kennt keine Ausnahme, wenn der Gedenktag auf einen Sonntag fällt. Es gibt wenige Ausnahmen wie z.B. Ostersonntag, Palmsonntag usw.
    Sie können das im römischen Martyrologium von 1962 nachlesen.

    • Zeitlos sagt:

      @Joseph-P.
      Natürlich haben die Heriberte auf der ganzen Welt das Recht, auch am Sonntag ihren Namenstag zu feiern. Auch werden Heiligengedenktage nicht verschoben.
      Ich habe mich ausdrücklich auf Pius X. bezogen. Er hat die Unsitte verboten, die sich breit gemacht hatte, dass Heiligengedenktage die Sonntagsliturgie verdrängten. Ein hl. Heribert wird dann liturgisch nicht erwähnt.
      So ist es Brauch in der gesamten Kirche.
      Wer zum Beispiel krank oder aus anderen zwingenden Gründen verhindert ist, die hl. Messe zu besuchen, wird verwirrt, wenn er die hl. Messe meditieren will und diese seltsame Art von Einführung auf pius-info liest. Sie ist verkehrt, liturgisch-pastoral unbrauchbar.
      Wir leben im völligen Wirrwarr. Meine Kritik an den Ecclesia-Dei-Gemeinschaften, das II. Vatikanische Konzil bedingungslos anzuerkennen, bleibt. Doch die FSSPX erkennt es derzeit de facto ebenso an. Und gründet sich mehr und mehr auf Privatoffenbarungen. Sollte dieser Kurs fortgeführt werden, ist es ein Ausweg, dass es die Ecclesia-Dei-Gemeinschaften gibt. Die ein gesundes Verhältnis zu Privatoffenbarungen haben, ein katholisches Verständnis.
      Es muss Priester geben, die sich für einen Neuaufbau der zerstörten äußeren Gestalt der Kirche zur Verfügung stellen, wenn es irgendwann die Hierarchie ermöglicht.
      Benedikt XVI. hat diesen Kreis erweitert. Dafür bin ich ihm dankbar.
      Denn es muss auch eine Heimat geben für traditionstreue Katholiken, die ein distanzierteres Verhältnis zu Privatoffenbarungen haben. Die sind derzeit obdachlos.
      Benedikt XVI. war ein sehr „christozentrischer Papst.“ Mit einer gemäßigt modernistischen Theologie, die diese Christozentrik eingetrübt hat. Was sie entwertet.
      Nach meiner Wahrnehmung leben wir derzeit in der katholischen Kirche im völligen Wirrwarr. Zwei Päpste zusätzlich passen ins Bild.
      H. Pius X., bitte für uns, flehe ich.

  15. Zeitlos sagt:

    Nachtrag:
    Mein Blick auf pius.info zwingt mich, nachzutragen: Der hl. Heribert ist verschwunden. Wobei ich beteuere: Ich habe nichts gegen ihn, fand ihn jedoch zur Einstimmung auf den 2. Fastensonntag als völlig ungeeignet.
    Große Heilige wochentags länger zu zitieren, empfinde ich als geistlich sehr fruchtbar. Pius.info hat am vergangenen Freitag sehr gut den hl. Pfarrer von Ars zu Wort kommen lassen. Natürlich nicht als den „Tagesheiligen“, aber als Priester, der uns auch heute noch beispielgebend in die Fastenzeit einführen kann. Große Heilige sind zeitlos.
    Dass Benedikt XVI. sein Pontifikat anders gestalten wollte, als es ihm möglich war, dürfte auch daran deutlich werden: Für das Jahr des Priesters stand der hl. Pfarrer von Ars im Mittelpunkt. Er sollte auch heute noch das Vorbild für die Priester sein.
    Doch dann kam wie bestellt der Missbrauchsskandal, die Medien hetzten weltweit und zogen das gesamte Priestertum in den Schmutz.
    Ich glaube nicht an einen Zufall.
    Wer weiß, wie freiwillig Benedikt XVI. seine Rolle jetzt spielt. Doch Gänswein sollte still sein. Oder wird er vielleicht erpresst, hat er sich in gewisser Weise zu äußern, obwohl er vielleicht lieber still wäre? Wer weiß.
    Dennoch halte ich es für angebracht, vor diesem Papstverständnis, das uns jetzt geboten wird, zu warnen.
    Wieweit Benedikt XVI. gezwungen wird, das üble Spiel mitzuspielen, wer weiß es? Doch es muss davor gewarnt werden. Katholiken dürfen diese Situation nicht als selbstverständlich empfinden.

  16. Schwimmer sagt:

    Es ist unsäglich, daß ein Papst sich nicht zu solch gesellschaftszerstörenden Themen wie Abtreibung und Homosexualität äußern möchte.
    Die Kritik daran zeig, daß Papst Benedikt niemals hätte zurücktreten dürfen. Niemand erwartet von einem Papst im hohen Alter, daß er kreuz und quer durch die Welt reist und permanent in den Medien präsent ist. Auch ein Papst kann sich vertreten lassen. Bei Johannes Paul II hat es schließlich auch funktioniert. Zwei Päpste sind definitiv einer zuviel.

  17. Pascal13 sagt:

    @Zeitlos: die Piusbruderschaft hat den Beitrag zum Hl. Heribert übrigens wieder von Ihrer Homepage entfernt. Offensichtlich um Missverständnisse, denen Sie ja auch unterlegen waren, zu vermeiden

  18. Joseph-P sagt:

    Der Heilige Heribert ist auf pius.info keinesfalls verschwunden. Warum sollte er auch?
    Tagesheilige sind an „lhrem“ Tag immer unter „Aktuelles“ auf der Startseite.
    Am Folgetag sind sie dann nicht mehr auf der Startseite, sondern in der Rubrik „Tagesheilige“ zu finden.
    So einfach ist das.