Aschermittwochs-Interview von Papst Franziskus: Emeritierte Päpste, Humanae vitae, „Homo-Ehe“, Frauen, Familie

Papst Franziskus und das Aschermittwochs-Interview(Rom) Die führende Tageszeitung Italiens, der bürgerlich-liberale Corriere della Sera veröffentlichte in seiner heutigen Ausgabe ein umfangreiches Interview mit Papst Franziskus, in dem er zu Themen wie Familie, „Homo-Ehe“, Armut, Benedikt XVI., die Rolle der Frau und sich selbst als „Superstar“ Stellung nimmt. Papst Franziskus spricht erstmals davon, daß künftig emeritierte Päpste zur Selbstverständlichkeit in der Kirche gehören könnten. Papst Benedikt XVI. sei als Emeritus eine kirchliche „Institution“ und könne auch als solche handeln. Die Enzyklika Humanae vitae bezeichnet er als „prophetische Genialität“ gegen die Neo-Malthusianer, in der Praxis gehe es aber darum, was den Menschen „möglich“ sei. Lob gibt es für Kardinal Kasper, inhaltlich äußert sich der Papst allerdings auch weiterhin nicht zum Thema wiederverheiratet Geschiedene. Der Papst gab Ferruccio de Bortoli ein Interview für die Aschermittwochs-Ausgabe des Corriere della Sera. Hier einige Auszüge.

Superstar

„Sigmund Freud sagte, wenn ich mich nicht irre, daß in jeder Idealisierung eine Aggression steckt. Den Papst als eine Art Supermann darzustellen, eine Art von Star scheint mir kränkend. Der Papst ist ein normaler Mensch.“ So sieht sich Papst Franziskus selbst und reagierte damit auf das Medienspektakel, das seit seiner Wahl rund um seine Person veranstaltet wird.

Benedikt XVI.

„Der emeritierte Papst ist nicht eine Museumsstatue. Er ist eine Institution. Wir waren das nicht gewohnt. Vor sechzig oder siebzig Jahren existierte der emeritierte Bischof nicht. Er kam nach dem Konzil. Heute ist er eine Institution. Dasselbe muß für den emeritierten Papst geschehen, Benedikt ist der Erste und vielleicht wird es andere geben. Wir wissen es nicht. Er ist diskret, demütig, will nicht stören. Wir haben darüber gesprochen und wir haben gemeinsam entschieden, daß es besser wäre, wenn er Menschen sehen würde, hinausgehen und am Leben der Kirche teilnehmen würde. (…) Seine Weisheit ist ein Geschenk Gottes.“

Barmherzigkeit

„Ist das Zentrum des Evangeliums. Sonst versteht man Jesus Christus nicht, die Zärtlichkeit des Vaters, der ihn schickt, um uns zuzuhören, uns zu heilen, uns zu retten.“

Marxismus

„Ich habe die marxistische Ideologie nie geteilt, weil sie nicht wahr ist, aber ich habe viele brave Menschen kennengelernt, die sich zum Marxismus bekannten.“

Pädophilie

„Die Mißbrauchsfälle sind schrecklich, weil sie tiefste Wunden hinterlassen. Benedikt XVI. war sehr mutig und hat einen Weg aufgetan. Die Kirche hat auf diesem Weg viel getan. Vielleicht mehr als alle anderen. (…) Die Katholische Kirche ist vielleicht die einzige öffentliche Institution, die mit Transparenz und Verantwortungsbewußtsein etwas unternommen hat. Niemand anderer hat mehr getan. Dennoch ist die Kirche die einzige, die angegriffen wird.“

Arme

„Das Evangelium verurteilt den Wohlstandskult. Der Pauperismus ist eine der bedenklichen Interpretationen. (…) Der heilige Franziskus hatte die Genialität, das Thema der Armut in den evangelischen Weg einzubetten. (…) Die Armut entfernt von der Götzenanbetung, sie öffnet der Vorsehung die Türen. Zachäus verschenkt die Hälfte seines Reichtums an die Armen. Und wer die Kornkammern mit seinem Egoismus gefüllt hält, dem präsentiert der Herr am Ende die Rechnung.“

Familie

„Es wurde entschieden, über die Familie zu diskutieren, die eine sehr ernste Krise durchmacht. Es ist schwierig eine zu bilden. Die Jungen heiraten nur mehr wenig. Es gibt viele getrennte Familien, in denen das gemeinsame Lebensprojekt gescheitert ist. Die Kinder leiden sehr. Wir müssen eine Antwort geben. Aber dafür müssen wir sehr tief darüber nachdenken. Das ist es, was das Konsistorium und die Synode machen. Man muß vermeiden, an der Oberfläche zu bleiben. Die Versuchung, jedes Problem mit der Kasuistik zu lösen, ist ein Irrtum, eine Vereinfachung grundlegender Dinge, wie es die Pharisäer taten, eine sehr oberflächliche Theologie.“

Kardinal Kasper

„Kardinal Kasper hat eine wunderschöne und tiefe Ausführung gemacht. (…) Der fünfte Punkt war der der Zweitehen. Ich wäre besorgt, wenn es im Konsistorium nicht eine intensive Diskussion gegeben hätte, dann hätte es zu nichts genützt. (…) Die brüderliche und offene Konfrontation lassen das theologische und pastorale Denken wachsen. Das fürchte ich nicht, sondern suche es.“

Werte und zivile Partnerschaften

„Ich habe den Begriff nicht verhandelbare Werte nie verstanden. Die Werte sind Werte und fertig. Daher verstehe ich nicht, welchen Sinn verhandelbare Werte haben sollten. (…) Die Ehe ist die Verbindung von einem Mann und einer Frau. Die laizistischen Staaten wollen die zivilen Partnerschaften rechtfertigen, um verschiedene Situationen des Zusammenlebens zu regeln. Dazu werden sie durch die Bedürfnisse gedrängt, ökonomische Aspekte zwischen den Menschen zu regeln. (…) Es handelt sich um Verträge des Zusammenlebens unterschiedlicher Natur, deren verschiedene Formen ich nicht aufzählen könnte. Es gilt die einzelnen Fälle zu sehen und in ihrer Verschiedenheit zu bewerten.“

Frauen

„Es ist wahr, daß die Frau in den Entscheidungsgremien der Kirche mehr präsent sein kann und soll. Das aber würde ich eine Beförderung funktionaler Art bezeichnen. Damit allein kommt man nicht weit. (…) Der große Theologe Urs von Balthasar arbeitete viel zu diesem Thema: das marianischen Prinzip leitet die Kirche neben dem petrinischen Prinzip. Die Jungfrau Maria ist wichtiger als jeder Bischof und jeder Apostel. Die theologische Vertiefung ist im Gange.“

Humanae vitae

„Seine Genialität war prophetisch, sie hatte den Mut sich gegen die Mehrheit zu stellen, die Ordnung der Moral zu verteidigen, eine kulturelle Bremse auszuüben, sich dem gegenwärtigen und künftigen Neo-Mathusianismus zu widersetzen. Die Frage ist nicht die, die Lehre zu ändern, sondern in die Tiefe zu gehen und es so zu machen, daß die Seelsorge den Situationen Rechnung trägt und dem, was für die Menschen zu tun möglich ist.

Vegetativer Zustand

„Ich bin kein Spezialist für bioethische Fragen und fürchte, daß jeder meiner Sätze mißverstanden werden könnte. Die traditionelle Lehre der Kirche sagt, daß niemand gezwungen ist, außergewöhnliche Mittel zu ergreifen, wenn man weiß, daß er im Endstadium ist. In meiner Seelsorge habe ich in solchen Fällen immer zur Palliativpflege geraten. In besonderen Fällen ist es gut, wenn nötig, den Rat von Spezialisten einzuholen.“

Orthodoxe

„Wir sind ungeduldig, „fertige“ Ergebnisse zu erzielen. Aber der Weg der Einheit mit den Orthodoxen bedeutet vor allem, gemeinsam gehen und arbeiten.“

Film

„Den letzten Film, den ich gesehen haben, war „Das Leben ist schön“ [1997] von Begnini. Zuvor habe ich „Das Lied der Straße“ [1953] von Fellini gesehen. Ein Meisterwerk. Mir gefiel auch Wajda…“ [Andrzej Wajda, ein polnischer Filmregisseur].

Einleitung/Übersetzung: Giuseppe Nardi
Bild: Asianews

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39 Comments

  1. Und dazu auch gleich die Realitätsverweigerung der seit der jüngsten Papstwahl wirklich „geschockten“ „konservativen Normalisten“: Kath.net-Betreiber und professioneller Papst-Jubler Roland Biermeier-Noe kommentiert das neue Papst-Interview als „Gandalf“ mit den Worten:
    „Der Aschermittwochsschocker für liberale Katholiken ;-)“.
    Das „Ja, aber…“ von Papst Franziskus (wie auch Kasper in seiner Konsistoriums-Rede) zur Enzyklika Humanae vitae scheint er nicht verstanden zu haben. Er bleibt beim „Ja“ hängen, das „aber“ ignoriert er…

      • Kath.net kassiert gleich den ganzen Leseraccount in dem er Ihnen das Passwort ändert, und ohne es Ihnen mitzuteilen dass er den Account blockiert, da müssen Sie erst mühsam draufkommen, einfach menschenverachtend

      • Das habe ich auch schon erlebt. Echt primitiv. so muss Bergoglio geschützt werden. Diese Gruppe hat keine zukunft.

      • Ich hatte vor Monaten bei kath.net bemerkt, daß mir ein Text von Herrn Schwibach zu sehr „perlt“ („Die tägliche Franziskus-Perle“). Der Kommentar ist nie freigegeben worden.

      • Erstmals im Herbst 2010 erlebte ich bei kath.net, dass Kommentare der Zensur unterzogen werden. Die Macher dieser Seite setzen inzwischen die Zensur nicht nur ziemlich unverhohlen, sondern auch bei den Beiträgen an mit dem Ergebnis, dass diese Seite an Qualität enorm verloren hat und verliert. Das ist kein Journalismus sondern recht plumpe Meinungsmache.

      • Da haben Sie recht, übrigens die „guten Leute“ die einmal bei kath.net gepostet haben, finden sich nicht mehr. Lauter neue Namen. Dabei gab es einige sehr gute, mir gefiel zB kathole oder waldi – hört man nichts mehr.
        Allerdings – jede Zeitung behält sich vor, Leserzuschriften zu bringen, auch gekürzt oder nicht.
        Kann damit leben.

    • Auch hier spricht Bergoglio wieder höchst zweifelhaft, wenn er darauf hinweis, was den Menschen möglich sei. Was soll denn das ? Das wissen wir doch schon. Papstkritische Äußerungen werden bei kath.net nicht toleriert. Dafür schreibt ja auch der Chefideologie des Forums Deutscher Katholiken gern bei kath.net. Schwibachs Getue ist einfach nur peinlich. soweit zu kath.net. Der von Bergoglio propagierte Armutskult findet doch bei den Gläubigen und Nichtgläubigen keine Beachtung. Vielen auch hier in Deutschland geht es auch nicht so wahnsinnig gut. Sie fühlen sich durch diese Papstlitanei eher veräppelt.

  2. „Papst Franziskus spricht erstmals davon, daß künftig emeritierte Päpste zur Selbstverständlichkeit in der Kirche gehören könnten. Papst Benedikt XVI. sei als Emeritus eine kirchliche „Institution“ und könne auch als solche handeln.“
    Das lehne ich entschieden ab. Ein emeritierter Papst sollte zurückgezogen Leben und möglichst kein Lebenszeichen von sich geben und sich so verhalten, als sei er wie seine Vorgänger im Amt verstorben. Desweiteren sollte ein Papstrücktritt die Ausnahmesituation bleiben
    Per Mariam ad Christum.

  3. Es schockt mich, dass ausgerechnet heutzutage es nicht mehr möglich sein, soll was jahrtausendelang möglich war, entweder die Kinder zu kriegen, die man halt kriegt, oder, wenn man keine will, eben sich anderweitig zu beschäftigen, sprich enthaltsam zu leben.
    Demnächst muss dann die Trauformel geändert werden „Wollt ihr die Kinder, die ihr wollt annehmen?“

    • Schlagen Sie das der Synode vor, wird glatt gemacht. Eine echt ökumenische Formel wäre das. Unverbindlich und medientreu.

  4. Mehr häretisches Gelaber vom eitlen, grimasseschneidenden Superpapa, und Jesus Christus und Gottvater werden gerade mal in einem einzigen Satz erwähnt, natürlich im Zusammenhang mit der widerlich klebrigen Bergoglio „Zärtlichkeit“. So ist sie fast vollkommen, die freimaurerische Metamorphose des Katholizismus in eine neue „Feel good“ Religion mit dem Menschen als Mittelpunkt und all seinen kleinen, diesseitigen Problemchen und Wehwehchen. Kein Seelenheil, keine Umkehr, wovon auch, Sünde was ist das? Ja… ABER, Relativismus und verharmlosende Schönfärberei wohin man blickt. Einfach unerträglich und es wird so weitergehen, weil niemand, wirklich niemand im Vatikan es wagen wird, gegen diesen medialen Quasi-Heiligen, der ja sooo beliebt ist, auch nur ein Wörtchen zu sagen, wirklich eine geniale, teuflische Strategie, entworfen am Reißbrett der NWO, damit das letzte Hindernis auf dem Weg zur Weltherrschaft, die katholische Kirche, nicht mal so heimlich, still und leise K.O. geschlagen wird.

  5. Da gibt es ja sehr viel Stoff. Eines am Rande ist mir jedoch gleich entgegengesprungen, wenn er über Benedikt spricht: „Er ist diskret, demütig, will nicht stören.“ Zwei Konstatierungen, dann aber eine bloße Willensmutmaßung. Benedikt stört also. Allein hält er ihm zugute, dies nicht zu wollen. Als ehemaliger Personaler fallen solche feinen Unterschiede dann doch noch sofort auf.

  6. Entweder ist der Mann theologisch wirklich so naiv und unbedarft wie er sich gibt oder aber er glaubt, die Leute für dumm verkaufen zu können. Einerseits hält er Werte für nicht verhandelbar und Humanae vitae für mutig und prophetisch, um im selben Atemzug ein Festhalten daran als Kasuistik, Irrtum und oberflächliche Theologie zu brandmarken. Was soll dieses widersprüchliche Gefasel, dann soll er doch ehrlich zugeben, dass seine zweitvatikanischen Kirche längst jeglichen Anspruch, göttliche Wahrheit zu vertreten, aufgegeben hat und sich nur mehr als schmieriger Dienstleister in Sachen schwülstiger Zärtlichkeit und allesverstehender/-verzeihender Barmherzigkeit versteht, als eine die Menschen ansprechende und damit gut verdienende Wellness-Oase sozusagen, für die mit dem Leben Beladenen. Richtig oder falsch, gut oder böse, wahr oder unwahr, das gibt es/braucht es da nicht mehr. Endlich ist der Relativismus auch in der obersten Etage der einstmals so pelagianisch verknöcherten katholischen Kirche angekommen. 2017 hat man somit allen Grund zu feiern! Wohl bekomm‘ s!

    PS: Naja, und dass Benedikts sinnloser Rücktritt von vornherein als Präzedenzfall für alle Zukunft gedacht war, wen will er damit überraschen? Wird je noch ein als Papst Gekleideter, außer dem gegenwärtigen vielleicht, die Chuzpe haben, im Amt zu sterben? Nein, natürlich nicht! Genauso wenig wie je einer noch die Chuzpe haben wird, sich wieder die Tiara aufzusetzen oder die Sedia gestatoria zu benutzen. Obgschoaft is obgschoaft! Macht nichts. Viele Päpste werden ohnehin nicht mehr kommen, im Grunde gibt es jetzt schon keine mehr, denn die, die es sein sollen, begreifen sich eh nicht mehr als solche. Wie schreiben in solchen Fällen Konformistenkatholiken gern: So what!?

    • @hicesthodie:Treffender kann man es nicht mehr sagen.Und im Endeffect kann man auch zu „in solchen Fällen Konformistenkatholiken“ den Begriff: „Konsumkatholiken „verwenden,insbesondre auch darum-weil 95% dieser Konsumkatholiken von katholischer Theologie-Tradition ,ect so wenig eine Ahnung und Wissen. Wie sollten sie denn auch,nachdem man ihnen seit Vaticanum II nur noch-fast nur noch- Laue und Opportunistische Wendehälse als Hirten vor die Nase setzt. Und zum Schluss.Bergoglio redet viel wenn der Tag lang ist.

    • Man kann zu gar keinem anderen Ergebnis kommen, dass der Papst theologisch nicht das Niveau hat, um sein Amt auszufüllen. so viel Unsinn kann sich niemand ausdenken. Es tut weh, etwas von ihm zu lesen, selbst dann, wenn es andernorts als „Perle“ hochstilisiert wird. Kein Papst besser als ein schlechter Papst ? Der Papst ist Symbol der Einheit der Weltkirche. Betrachten wir es so. Die Bischöfe machen was sie wollen. So sind wir auch aus dem Gehorsam gegenüber der Kirchenobrigkeit entbunden.

  7. Somit haben wir schwarz auf weiß, dass „papa emeritus“ eine Schöpfung der Modernisten ist…

    • Haha – bravo, genau, danke für den Hinweis, das hätte ich beinahe übersehen! Sie sagen es: hier gibt es Bergoglio zu, dass das eben nicht „schon immer“ möglich und vorgesehen war.

  8. (…) „Die Frage ist nicht die, die Lehre zu ändern, sondern in die Tiefe zu gehen und es so zu machen, dass die Seelsorge den Situationen Rechnung trägt und dem, was für die Menschen zu tun, möglich ist.“
    Dieser Satz ist geradezu ein klassisches Beispiel für den „linguistischen Wahnsinn“, den Kardinal Siri in seinem leider vergriffenen Buch „Gethsemani“ den modernen Theologen vorwirft.
    - Die Lehre soll nicht geändert werden.
    - Es soll aber in die Tiefe gegangen werden. Demnach ist die Lehre oberflächlich, ihr fehlt die
    Tiefe.
    - Die Tiefe besteht darin, dass die Lehre keine Rolle spielt, sondern die Situationen, in denen sich
    die Menschen befinden.
    Hätte Bergoglio ehrlich gesagt: Die Lehre spielt keine Rolle mehr, sie taugt als Hintergrund, aber real richten wir uns nach den Situationen der Menschen, sie haben den Vorrang vor der Lehre“, hätte er die konservativen papsttreuen Katholiken aufgeschreckt.
    Mich erschreckt, wie leicht diese sich durch ein kleines Bonbon täuschen lassen, das lediglich die Abkehr von der Lehre verzuckert.
    Karl Rahner konnte die Katholiken noch durch seinen teilweise hochtrabenden Theologen-Jargon täuschen, weil er sich bewusst unklar ausdrückte, Bergoglio hat das nicht mehr nötig.
    Aber es war ja nicht nur Karl Rahner. Es geht seit dem Konzil so, Bergoglio hat jetzt leichtes Spiel. Und alle Welt jubelt ihm zu.
    Die Selbstzerstörung der Kirche, die Paul VI. beklagte, scheint in ihr Endstadium zu gehen. So bitter das ist, mir ist es nicht mehr möglich, davor die Augen zu verschließen.

  9. Und wieder ein umfangreiches Interview …
    Es bestätigt sich immer wieder. P. Franz hat erschreckend wenig zu sagen. Ausweichende Antworten, theologisch flach und widersprüchlich.
    Der oberste Hirte kann dem, der ihn nach dem Weg fragt, keine klare Richtung angeben. Er schlingert, wirkt unsicher.
    Es wäre wirklich besser, er würde sich der Interviews enthalten.

  10. Was ist das, „die Zärtlichkeit des Vaters, der ihn (sc. Jesus) schickt, um uns zuzuhören…“? Anscheinend kennt Gott unsere Probleme sonst nicht und weiß dann nicht wie er uns helfen soll! Bisher schien es immer, Gott habe seinen Sohn gesandt, um uns sein Wort zu verkünden, damit wir wissen, was Gott denkt.

  11. Also im Bezug auf Franziskus fallen mir wegen seiner unzähligen sinnlosen Wortmeldungen folgende Begriffe ein, Dampfplauderer, Dummschwätzer, Plaudertasche ach ja ich vergas, es muss ja im Sinne der vatikanischen Homolobby gegendert sein, Tratschweib, Waschweib, und aufgrund seiner Unzähligen Wortmeldungen die vermutlich anders nicht mehr abzudrucken sind, wurde ja vermutlich diese Zeitung http://www.katholisches.info/2014/03/04/mein-papst-die-erste-illustrierte-der-welt-die-ganz-papst-franzsikus-gewidmet-ist/ gegründet und wie wird diese aufgebaut sein? Auf den linken Seiten die Wortmeldungen von Franziskus am Vormittag und auf den rechten Seiten die Wortmeldungen von Franziskus vom Nachmittag in denen dieser die Wörter vom Vormittag konterkariert und das Gegenteil aussagt. Frage was wird eigentlich im vatikanischen Gästehaus zu Mittag serviert, närrische Schwammerl, Alkohol ??denn viele Wortmeldungen von Franziskus wären so erklärbar.

    Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

  12. Sog i doch, dass wir bald zwei Altpäpste in Weiß haben werden…
    Das ist alles nur noch Kasperl-Theater.
    Seichteste Theologie, Zweideutigkeit, zärtliches Jein von A bis Z, Unbedarftheit im Geiste.
    Es treibt mir die Scham ins Gesicht.
    Vor allem kann ich unter diesen Umständen kaum noch einem Außenstehenden erklären, inwiefern die Katholische Kirche die wahre Kirche ist, ohne mich lächerlich zu machen mit einem solchen Oberhirten.
    Das heißt aber, dass viele Seelen, immer mehr Seelen, auf dem Weg einfach zurückgelassen werden.
    Immaculata bitte für alle, die doch in ihren Herzen suchen und noch dazukommen sollen zur Kirche, und sei sie noch so marode.

  13. Bergoglio spricht wie einer von dieser Welt. Er könnte auch irgendein Politiker sein, John F. Kennedy, nein dieser war gläubiger, aber vielleicht Barack Obama. Einem Obama könnte man kurz über Gott, seinen Sohn, den Herrn und dessen Mutter erzählen, und schon erfindet er die schönsten und tiefgreifendsten Fabeln. Der böse Feind schmückt sich als Theologe und Pastor mit biblischen Worten, Worten der Lehre und füllt sie mit eigenem Inhalt. Viele werden in meinem Namen auftreten…. Wir haben den ersten Medienpapst der Kirchengeschichte, der das Medienkonzil vertritt, das er nun auch heilig sprechen möchte. Leider ist Bergoglio ein Fehler unterlaufen, weil er wahrscheinlich nur das Medienkonzil nicht aber das Konzil der Konzilsväter kennt. Mit dem seligen Johannes XXIII spricht er nun einen der Konzilsväter heilig. Von diesem Papst stammt das Missale von 1962. Zu Ehren des bald Heiligen sollten wir Franziskus bitten einzig das Missale von 1962 allgemein wieder einzuführen. Beten wir zu Johannes XXIII um dieses 2. Wunder zu seiner Heiligsprechung.

  14. Stünde es einem römischen Papst nicht besser an, am Aschermittwoch zu schweigen? Diese Dampfplauderei ist schier unerträglich und peinlich.

    • Nicht nur an Aschermittwoch sollte der Papst schweigen. warum gibt er denn auch ständig Interviews ? Seine laxe Theologie braucht niemand. Kritische Köpfe werden so nicht angezogen und einfache Geister wollen auch nicht so ein Durcheinander.

  15. „Es wurde entschieden, über die Familie zu diskutieren, die eine sehr ernste Krise durchmacht. Es ist schwierig eine zu bilden. Die Jungen heiraten nur mehr wenig. Es gibt viele getrennte Familien, in denen das gemeinsame Lebensprojekt gescheitert ist….“.
    Warum spricht Bergoglio die jungen Menschen auf dem Petersplatz und darüber hinaus nicht darauf an den Wert der von Gott geschenkten Ehe zu erkennen und zu heiraten?????!!!! Er ruft doch zu allem möglichen auf.
    So jüngst wieder auf dem Petersplatz zum Beginn der Fastenzeit: helft den Armen, wir müssen teilen, das ist es was Gott von uns will, was uns zu ihm führt.
    Die Fastenzeit führt uns zu Gott. Von Jesus seinem Leiden und Opfer, kein Wort.
    Und Maria sei die Mutter der Vorsehung.
    Ja, wie auch beim Interview, es handelt sich um eine neue „Theologie“, sie hat keinen Bezug zur Wahren Lehre, zum Wort Gottes, zur Tradition und insbesondere nicht zu Jesus dem Erlöser.
    Jeder Versuch Bergoglio in einen Bezug zur Tradition, Lehre und Kontinuität der Katholischen Kirche zu stellen muss und wird scheitern.
    Erkennen wir doch das diese Zeit in der Kirche geschehen wird, wenden wir uns doch der Wahren Quelle und Jesus und seinem Wort zu, folgen wir Ihm. Wenn der Stellvertreter sich von Ihm abwendet müssen wir diesem doch nicht in die Irre folgen.
    Auch nicht wenn er das Angebot macht: Orthodoxe
    „Wir sind ungeduldig, „fertige“ Ergebnisse zu erzielen. Aber der Weg der Einheit mit den Orthodoxen bedeutet vor allem, gemeinsam gehen und arbeiten.“
    Es ist die Einladung ihm auf dem Weg der EINEWELTKIRCHE der Freimaurer zu folgen. Denn klar die Freimaurerkirche möchte keine Menschen haben die nicht zu ihrem Machtbereich gehören. Gerade auch nicht in ihrem Glauben. Denn auf einen Gott (der Freimaurer) muss ein Freimaurer schwören.

    • Ich finde nicht nur, dass seine Theologie mangelhaft ist, ich finde auch dass sein Menschenbild aus einem Agit-Prop Roman der 20er entnommen ist.
      Die Armen sind per se gut, wer etwas besitzt ist per se böse. Der dessen Leben gelungen ist, ist zumindest verdächtig.
      Dazu hat er ein Kirchenbild dass eines Dan Brown würdig ist.
      Für Papst Franziskus ist die Kirche in der Lage alle und jedes Problem zu lösen, nur tut sie es nicht, wegen der Rosenkranzzählerei und der Rubrikenreiterei, dabei reicht es nur ein bisschen nett zu sein, schwarze Schuhe anzuziehen, und alles löst sich im rosaroten Zuckerwattenwohlgefallen auf.

  16. Quo vadis – römisch katholische und apostolische Kirche?
    Die „Grosse Botschaft von La Salette“ lesen.

  17. Treffender als Malachi Martin mit seinem Titel „Der letzte Papst“, geschrieben 1996, kann die Situation nicht bezeichnet werden. Was nach Benedikt XVI. kam hat mit Papsttum nichts mehr zu tun. Bergoglios tägliche geistige Pillen sind mir zu einfach gedreht, von tiefer theologischer Bedeutung meilenweit entfernt und mehrdeutig. Der Medienrummel ist angefacht mit dem Ziel NWO.

  18. Hoffentlich merken es die Leute so langsam. Er wirft ihnen ständig Brocken vor die Füße, ein Tuttifrutti, damit sich jeder das herausholen kann, was ihm schmeckt. Es ist garantiert für jeden etwas dabei. Und was nicht schmeckt, das kann man gerne liegen lassen. Er ist ja sooo großzügig. So etwas wie der billige Jakob. Tut mir leid, so einen Begriff zu bringen, aber was er macht ist eines Geistlichen unwürdig.

  19. Irgendwie ist das der Trend der Zeit, eine allgemeine geistige Proletarisierung!
    Schlimm genug, dass in den weltlichen Medien das Niveau sank und sank. Inzwischen ist ein vulgärer Nullpunkt erreicht, der aber sicher auch noch zu unterschreiten ist… Konkret meine ich damit eine Verdunstung jeder klaren und sachlichen Begrifflichkeit, den Verlust logischen Denkens, die Unfähigkeit, eine These aufzustellen und dann redlich darzulegen und eine krankhafte Kritikunfähigkeit (damit meine ich die Fähigkeit, kritische Anmerkungen rational zu erfassen und mit ihnen aufrichtig umzugehen). Hinzu kommt eine fast himmelschreiend mangelhafte Bildung: man kann im Grunde nicht sachgemäß argumentieren, wenn einem der Bestand dessen, was man diskutiert, weitgehend unbekannt ist! Unser Papst hat jedoch sichtlich fast keine Bildung. Anders gesagt: er weiß nur wenig.
    Hand in Hand mit dieser zeitgeistigen Proletarisierung des Geistes ist aber das Niveau auch in GEISTLICHER Hinsicht total vulgarisiert. F. ist offenkundig ein geistlicher „Prolo“ und wird von seinesgleichen natürlich mit Jubel begrüßt. Er sagt ja selbst immer, er will „mit dem Herzen“ sprechen. Er ist der Papst, das objektive Lehramt!!! Es ergibt sich von selbst, dass seine Fans auch auf einem entsprechenden Niveau debattieren oder eine Debatte erst gar nicht zulassen, wie ja einige der Kommentatoren es hinsichtlich des Portals kath.net beschreiben.
    Es ist wirklich zum Verzweifeln!
    Diese Standpunkte eines Papstes unterschreiten wirklich jeden geistigen, philosophischen und v.a. spirituellen Standard. Für eine solche Abfolge von widersprüchlichen, nichtssagenden und falschen „Argumenten“ hätte man zu früheren Zeiten nicht mal ein Abitur bekommen.

    Jeder mache sich bewusst, dass F. seit einem Jahr ein Bankerottprogramm für die Kirche ent-wickelt hat, das er bald mit eiserner Hand ab-wickeln wird. Und zwar nicht nur ohne jeden hohen Geist, sondern auch ohne Herz – s. Franziskaner der Immakulata.

    • Im Grunde gleicht der Papst und seinesgleichen, den Adeligen in Versailles, die im Schlosspark vom einfachen Leben träumten, und dabei das Leben der wirklich einfachen Leute so schwer machten, dass die Ideen der Revolutionäre fruchtbarsten Boden fanden.

    • Völlig richtig. Irgendwann wird es wohl doch Kardinäle geben denen das Treiben Bergoglios zu bunt wird.

  20. Ich habe von Beginn an, als Bergoglio herauskam und sich präsentierte, diesem Menschen mißtraut. Es ist eine höchst bedenkliche Strategie hinter seinem Geschwafel und seinem Handeln: Er stellt jeweils eine katholische Wahrheit in Frage, ohne sie zu leugnen und danach erledigen seine Handlanger wie Kasper (was hat dieser Häresierentner überhaupt noch in der Öffentlichkeit verloren) den Rest. Und jedesmal jauchzt die Welt auf über solche Offenheit und Liberalität. Damit könnte man ja noch leben, dass aber die Jubelkatholiken immer noch ihre Augen vor diesem Drama verschließen, grenzt an den Wunsch nach Selbstzerstörung. Immerhin hat es der Herr aus Argentinien geschafft, dass ich La Salette nicht mehr bezweifle, sondern glaube, dass die Vorhersagen der Muttergottes jetzt Schritt für Schritt eintreffen. Man muß blind sein, dieses Drama noch schönreden zu wollen. Da gibt es, verehrtes kath.net nichts mehr schönzureden. Vielleicht kapiert ihr das mal.

  21. Wenn ich die Überschrift so lese, dann fällt mir dabei die Weissagung von La Salette ein, dass der Antichrist als Sohn eines Bischofs und einer Nonne aus einer “ geschwisterlichen“ Religion in Rom seine Residenz aufschlagen wird. Ich dachte aber schon zu Zeiten von Benedikt XVI. zuweilen daran, der mit seinen womöglich richtigen Aussagen als Altpapst das Papstamt wiederum beschädigt, das kommt davon wenn man ein von Gott anvertrautes Amt einfach wegschmeißt.

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