Narrentreiben in der Kirche oder Wie halte ich meine Kirche zum Narren?

Juhuuuuuuuuu, die Narrtei in der Kirche, oder Wie halte ich meine Kirche zum Narren?(Graz) Karneval, Fasching, Fastnacht, das närrische Treiben treibt jährlich auch in der Katholischen Kirche seine Blüten. Wo der Narrenunsinn vor dem Gotteshaus und der Heiligen Messe nicht halt macht, sollte sich der Spaß allerdings aufhören. Kardinal Kasper sprach in seinem aktuellen Interview mit der Tageszeitung Avvenire vom „Mißbrauch der Sakramente“. Liturgischen Mißbrauch abzustellen, gerade auch die „Faschingsmesse“ oder „Karnevalsmessen“ wäre ein lohnendes Betätigungsfeld für den Kardinal, doch diesbezüglich herrscht Sprachlosigkeit.


Die Pfarrei Hartberg in der Steiermark, Diözese Graz-Seckau: Eines von vielen Beispielen dieser Tage für liturgischen Mißbrauch, Ehrfurchtslosigkeit vor dem Allerheiligsten Sakrament des Altares und Banalisierung der Heiligen Handlungen. Kinder sind die ersten mißbrauchten dieses Treibens. Sie würden sich solche Dummheiten und Frevel nie einfallen lassen. Alles was hier angeblich „für“ Kinder und „von“ Kindern gemacht wird, ist das Produkt von Erwachsenen. Das veröffentlichte Video zeigt nicht das Hochgebet und die Kommunionspendung, weshalb nicht gesagt werden kann, wie es dabei zuging.

Das Gotteshaus und die Heilige Messe im alles profanierenden Griff der Spaßgesellschaft. Die Vergemeinschaftung des Heiligen Meßopfers durch die Narrenzunft. Banaler geht es kaum noch. Wer sich nun fragt, warum daran Anstoß genommen wird, hat den Elchtest bestanden und weiß, daß er in Glaubenslehre und Liturgie dringend Nachholbedarf hat.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Stadtpfarre Hartberg (Screenshot)

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14 Comments

  1. Hat Bergoglio am Beginn seines Pontifikates nicht angeblich gesagt, dass der Karneval vorbei sei? Schnelles Eingreifen Roms ist nötig, da hier gegen die Worte des Papstes gehandelt wird.
    Per Mariam ad Christum.

  2. Leider kein Einzelfall. Auch in meiner offiziellen „Heimatpfarrei“ fand letzte Woche ein „Faschingsgottesdienst“ statt, wo der Pfarrer wirklich zum Showmaster mutierte und die Leute zum Singen animierte, ein Clown die Predigt ersetzt hat (was inhaltlich eigentlich auf das gleiche hinausläuft) und Kinder Luftschlangen und Luftballons in der Kirche verteilten. Darüberhinaus wurden auf ganz subtile Weise diese „reaktionären Überfrommen“, die das einfach nicht verstehen (können/wollen), kritisiert (Clown: „Huch, ich bin ja in der Kirche. Da hat doch ein Clown nichts verloren.“ Ministrant: „Doch, doch, der Gottesdienst soll ja schließlich fröhlich sein.“) Laienkommunionspendung im Faschingskostüm, Tanz um den Altar.

    Wird durch solche Veranstaltungen (das Wort „Messe“ ist hier wirklich fehl am Platz) der Glaube an das Messopfer als Sühneopfer, an die Realpräsenz etc. gestärkt (falls vorhanden)? Man hätte da eine Umfrage machen sollen. Die Antwort kenne ich schon.

    Alles keine Einzelfälle. Und kein Einschreiten des Ortsbischofs, weder im Vorfeld noch im Nachhinein.

    Wer immer noch behauptet wir hätten keine Kirchenkrise, als deren Wurzel die Krise der Liturgie angesehen werden kann (Benedikt XVI.), dem ist bei Leibe nicht mehr zu helfen.

    Es ist doch kein Wunder wenn die Diözesanseminare immer leerer werden. Wer wirklich ein Opferpriester werden will, der geht zur Tradition, wer Showmaster werden will, der geht zum ZDF. Die Diözesanseminare wissen nicht was sie eigentlich wollen. Schizophrenie, Identitätskrise.

    Was sagt der Herr wohl im Tabernakel (falls Er dort gegenwärtig ist) zu solchen Veranstaltungen? Vielleicht diesen Satz: „Domus mea domus orationis est: vos autem fecistis illam speluncam latronum. (Lc 19,46) – Mein Haus soll ein Bethaus sein. Ihr aber habt es zu einer Räuberhöhle gemacht. (Lk 19,46)“

    In diesem Sinne: Alaaf und Helau!

  3. Dass der Oberkasper dieses Narrentheaters Zweitvatikanische Kirche gegen die Narrenmessen vorgehen sollte, ist wohl selbst am Rosenmontag zuviel der Narretei! Trotzdem, ein dreifach kräftig donnerndes Helau und einen Narrhallamarsch!

    • (…) „….dieses Narrentheaters Zweitvatikanische Kirche…“ das ist wieder mal eine treffliche „hicesthodie-Formulierung. Ich frage mich seit längerem, ob ich mich im Narrenhaus befinde als Katholikin in der Zweitvatikanischen Kirche. Es sieht ganz danach aus.

  4. Philipp der soundsovielte will Kinder euthanisieren. Damit scheint er ein würdiger Nachfolger eines seiner Vorfahren (ich glaube Leopold), der Millionen Schwarzafrikaner im Kongo auf dem Gewissen hat.

  5. Karneval genug. Es gibt Karnevalveranstaltungen von den dafür zuständigen Vereinen reichlich. Auch andere Vereine vom Gesangverein bis zum Sportverein versucht, Fasnacht zu „feiern“. Da braucht es schon die Kirche nicht, um auf noch ein AHOI draufzusatteln. In den Kirchenräumen hat das „närrische“ Geschehen nichts verloren, um den Hauptpunkt anzusprechen. Auch närrische Reden des Pfarrers (mehr oder weniger gekonnt) haben zu unterbleiben.

  6. Ich kann mir dieses Video nicht bis zum Schluß ansehen – sonst raste ich aus! Unerträglich! Schießt diese „Typen“ doch zum Mond, das sind keine Priester der wahren katholischen Kirche!! W Ö L F E im Schafspelz sind das, die die Seelen ins V E R D E R B E N führen!!

  7. Tut mir leid, man verzeihe mir meine sich entladenden Emotionen aber ich habe die Nase jetzt gestrichen voll, es reicht! Tagein, tagaus das selbe Spiel, wann haut endlich einer auf den Tisch!!!!!!!!!!!!!

  8. Alle rechtgläubigen Katholiken sollten eifrig das Herrenwort meditieren: WENN IHR DEN GRÄUEL AN HEILIGER STÄTTE SEHT….Gott läßt auf die Dauer Seiner nicht spotten.

    • Lieber Petrus, wie Recht sie haben! Mit der Einführung des neuen Messritus hat das heilige Opfer des Altares, nach der Weissagung des Daniel, aufgehört. und durch eine Feier des Herrenmahls ersetzt. (Von wenigen Kirchen und Messzentren einmal abgesehen.) Das geben die Modernisten auch zu. Oder haben sie in einer Gottesdienstordnung oder einem Pfarrbrief der Nachkonziliaren ein mal das Wort „Messopfer“ gelesen. Selbst die Wörter „Hl.Messe, Hl. Amt oder Hochamt“ sind so selten wie Glatteis in der Sahara! Man feiert sich selbst in so genannten „Eucharistiefeiern“, wobei die heilige Eucharistie praktisch keine besondere Bedeutung hat.Da würde es sogar dem Erzketzer Martin Luther grauen. Von ihm stammen die Worte die er an allzu ehrfurchts lose Gefolgsleute gerichtet hat:: „Was greift Ihr den Leib Christi mit den Händen? dergleichen taten die Landsknechte (bei ihren Greueltaten) auch und wurden nicht frömmer davon!“

      • Pater Martin v. C.
        Sie haben recht!
        Tut das gut, endlich mal jemand, der den Durchblick hat. Bin erstaunt, wie viele sog. Neo-Konservative es hier gibt!

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