Sandro Magister: Katholische Kirche auf dem Weg ins Dhimmi-System?

Papst Franziskus und die Kardinäle(Rom) Eigentliches Konzil und Medienkonzil: wiederholt sich dieselbe Dualität bei der bevorstehenden Bischofssynode zur Familie? Nur mit dem Unterschied, daß es diesmal vom Papst und der höchsten kirchlichen Hierarchie sogar gewollt scheint. Der Vatikanist Sandro Magister analysiert die jüngste Entwicklung der Katholischen Kirche und geht dabei weit über die Bischofssynode und die sich abzeichnenden Einschnitte in die kirchliche Lehre und Praxis hinaus. Die großen Weichenstellungen in der Kirche an einem Beispiel: In den 90er Jahren stellte sich Joseph Ratzinger entschieden Kaspers Wünschen nach einer anderen Glaubenslehre entgegen. 2014 macht Papst Franziskus diese Wünsche zum Wegweiser für die Kirche.
Mit dem Aufstieg eines Jesuiten auf den Papstthron und den seither vorgenommenen Weichenstellungen laufe das Verhältnis zwischen Kirche und den weltlichen Mächten Gefahr, von einem Dialog in eine Unterwerfung der Kirche unter die weltlichen Mächte zu kippen. Ein Verhältnis, das jenem der Dhimmis in einer islamischen Gesellschaft ähnle, so Magister. Hier seine explosive Analyse. Die Zwischentitel stammen von der Redaktion.

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Die zwei Synoden: die eigentliche und die der Medien

von Sandro Magister

Die zwei Synoden: die eigentliche Synode und die der Medien. Es wiederholt sich rund um die bevorstehende Bischofssynode zur Familie dasselbe Phänomen, das bereits das Zweite Vatikanische Konzil beeinflußte. Nur scheint diese Doppelung diesmal gewollt, mit allen Risiken, die damit verbunden sind.

Beim ersten ordentlichen Konsistorium seines Pontifikats ging Jorge Mario Bergoglio nicht zimperlich mit der Kardinalskaste um. Zur Eröffnung der Versammlung schrieb er ihr „Rivalitäten, Neid, Fraktionsbildungen“ zu. In der Abschlußpredigt: „Intrigen, Getratsche, Seilschaften, Begünstigungen, Bevorzugungen“

Vom Papst wenig geschätztes Kardinalskollegium

Und dennoch hat Franziskus diesem von ihm so wenig geschätzten Kardinalskollegium auf höchster Ebene die wichtige Diskussion des Themas der kommenden Bischofssynode anvertraut: die Familie. In einer Zeit, in der sie, wie der Papst sagte, „verachtet und mißhandelt“ wird.

Die Synode über die Familie war im Fokus der Begegnungen und Zusammenkünfte, die in den vergangenen Tagen im Vatikan stattfanden. Das gesamte Kardinalskollegium widmete dem Thema am 20. und 21. Februar zwei ganze Tage. Zwei weitere Tage befaßte sich am 24. und 25. Februar das Generalsekretariat der Bischofssynode damit. Zusammengenommen befaßte sich also gewissermaßen die erwählte Aristokratie der weltkirchlichen Hierarchie mit dem Thema.

Beide Versammlungen fanden hinter verschlossenen Türen statt. Das ist normal so. Doch was bekannt wurde von diesem Marsch Richtung Synode genügt, um das Neue und das Unvorhersehbare geradezu greifen zu können, das Papst Franziskus eingeführt hat.

Die Diskussion der Kardinäle wurde von einem zweistündigen Referat von Kardinal Walter Kasper eingeleitet. Das Generalsekretariat der Bischofssynode prüfte die aus der ganzen Welt eingegangenen Antworten auf den Fragebogen von Oktober.

Die Rede von Kasper wurde nicht veröffentlicht, sondern von Vatikansprecher Pater Federico Lombardi nur knapp und frei zusammengefaßt. Allerdings wurde einem Journalisten der Text zugänglich gemacht. In Kürze soll er in Deutschland publiziert werden.

Kaspers Denkkapriolen: von Ratzinger abgewehrt, von Bergoglio zum Wegweiser erhoben

Die Entscheidung von Papst Bergoglio, Kasper mit dem Einleitungsreferat zu betrauen, wurde als Signal für eine mögliche Richtungsänderung in der Praxis der Kirche interpretiert und zwar in einem neuralgischen Punkt: dem Verbot für wiederverheiratet Geschiedene, die Kommunion zu empfangen.

Bereits in den 90er Jahren fiel Kasper als Verfechter einer Änderung auf, zusammen mit anderen deutschen Kardinälen und Bischöfen. Damals stellte sich ihnen der damalige Präfekt der Glaubenskongregation Joseph Ratzinger entgegen und verhinderte jedes Weitergehen.

Dieses Mal forderte Kasper nicht mehr ausdrücklich eine Änderung der Lehre. Er ließ jedoch erkennen, daß er die Erwartung in diese Richtung hegt, vor allem als er vom „Bußsakrament als gültigen Weg für eine Lösung des Problems“ sprach.

Unter den 69 Kardinälen, die sich nach dem Referat zu Wort meldeten, haben etliche ganz offen Neuerungen in diesem Punkt gefordert. Bereits in den vergangenen Monaten hatten einige Kardinäle und Bischöfe dies in Interviews und Erklärungen getan.

Angriff auf Ehesakrament: Erster Anstoß kam von Papst Franziskus

Papst Franziskus selbst hatte ein Signal in diese Richtung ausgesendet und damit die Frage erst richtig ins Rollen gebracht, als er im vergangenen Juli auf dem Rückflug aus Brasilien sybillinisch zur Presse sagte:

„Ich öffne eine Klammer: Die Orthodoxen haben eine andere Praxis. Sie folgen der Theologie der Ökonomie, wie sie sie nennen und geben eine zweite Gelegenheit. Sie lassen das zu. Ich glaube aber, daß dieses Problem – und damit schließe ich die Klammer – im Rahmen der Ehepastoral zu studieren ist. Wir sind auf dem Weg zu einer etwas tieferen Ehepastoral.“

Wenig später billigte der Papst auch die Veröffentlichung einer Erklärung des Präfekten der Glaubenskongregation, Gerhard Ludwig Müller, die mit aller Klarheit die Unantastbarkeit der unauflöslichen Ehe verteidigte.

Lebhafte Komplimente für Kardinal Kasper als bewußtes Signal

Doch nun sendete Franziskus erneut Signale einer Richtungsänderung aus, indem er Kasper das einzige Einführungsreferat für die Diskussion der Kardinäle übertrug und ihm danach lebhaft Komplimente spendete.

Für die Zulassung der wiederverheiratet Geschiedenen zur Kommunion sprachen sich im deutschen Sprachraum fast plebiszitär die Antworten auf den Fragebogen aus. Die Ergebnisse machten die Bischofskonferenzen von Deutschland, Österreich und der Schweiz publik. Sie taten das in offener Übertretung der Geheimhaltungspflicht, wofür sie vom Generalsekretär der Bischofssynode, Neokardinal Lorenzo Baldisseri getadelt wurden.

Technisch eignet sich der Fragebogen nicht, um daraus glaubwürdige statistische Daten ableiten zu können. Jeder konnte darauf antworten und dies auch mehrfach. Es ist offensichtlich, daß sich für die Beantwortung und die Werbung dafür vor allem die Verfechter einer Änderung mobilmachten, sowohl Einzelpersonen als auch Gruppen.

Das „Ja, aber…“ zur Strategie erhoben

Als der Fragebogen am vergangenen 5. November der Presse vorgestellt wurde, sagte Erzbischof Bruno Forte, Sondersekretär der Synode, daß die Synode „nicht gemäß Mehrheit zu entscheiden oder der öffentlichen Meinung zu folgen hat“. Allerdings fügte er auch hinzu, daß es „falsch wäre, es zu ignorieren, daß ein beachtlicher Teil der öffentlichen Meinung ein bestimmtes Anliegen hat“.

Die Verfechter dieses „Basis“-Anliegens berufen sich vor allem auf zwei Aussagen, die in den Predigten von Papst Franziskus immer wiederkehren.

  • Erstens: Die Hirten der Kirche sollen „den Geruch der Schafe“ haben.
  • Zweitens und deutlicher: Die Hirten sollen nicht nur vor der Herde und mitten drinnen gehen, sondern auch dahinter, „weil die Herde selbst die Nase hat, die Straße zu finden“.

Das alles erklärt die steigenden Erwartungen in der öffentlichen Meinung inerhalb und außerhalb der Kirche. Erwartungen einer Änderung der katholischen Lehre und der Praxis und das nicht nur in der Frage der wiederverheiratet Geschiedenen, sondern auch zu anderen Themen, die heute auf der Tagesordnung stehen, wie die Homo-Partnerschaften, die Formen, wie Kinder gezeugt und adoptiert werden können usw.

Erwartungen auf Änderung der kirchlichen Lehre gezielt geschürt

Es ist leicht vorhersehbar, daß diese Erwartungen der öffentlichen Meinung noch stärker und drängender werden, sobald sich die Synode im Oktober zur ersten Session mit der Aufgabe versammelt, vorerst nur um Vorschläge zu sammeln. Erst die zweite Session im Herbst 2015 ist gerufen, dem Papst konkrete Vorschläge für dessen Letztentscheidung zu machen.

Damit geschieht mit dieser Synode genau das, was unwidersprochen mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil geschehen ist: die Doppelung eines „externen“ Konzils, das in den Medien besonders aktiv war und ganz anderen Kriterien folgte, aber imstande war, auf entscheidende Weise das eigentliche Konzil zu beeinflussen. Nur dieses Mal scheint es sich geradezu als Willensakt des Papstes und der hohen kirchlichen Hierarchie zu wiederholen.

Dramatische Warnung Benedikts XVI. für die Zukunft der Kirche

Vor einem Jahr, in einer seiner allerletzten Ansprachen als Papst und bereits nach der Ankündigung seines Amtsverzichts, rief Benedikt XVI. diese beiden Parallel-Konzile in Erinnerung, die er auf dramatische Weise selbst erlebt hatte. Er tat dies mit Worten von leuchtender Klarheit:

„Es gab das Konzil der Väter – das wahre Konzil –, aber es gab auch das Konzil der Medien. Es war fast ein Konzil für sich, und die Welt hat das Konzil durch diese, durch die Medien wahrgenommen. Das Konzil, das mit unmittelbarer Wirkung beim Volk angekommen ist, war also das der Medien, nicht das der Väter.“

Und weiter:

„Und während das Konzil der Väter sich innerhalb des Glaubens vollzog, […] entfaltete sich das Konzil der Journalisten natürlich nicht im Glauben, sondern in den Kategorien der heutigen Medien, also außerhalb des Glaubens, mit einer anderen Hermeneutik. Es war eine politische Hermeneutik: Für die Medien war das Konzil ein politischer Kampf, ein Machtkampf zwischen verschiedenen Strömungen in der Kirche. Selbstverständlich haben die Medien für jene Seite Partei ergriffen, die ihnen zu ihrer Welt am besten zu passen schien.“

Und weiter:

„Wir wissen, daß dieses Konzil der Medien allen zugänglich war. Es war also das vorherrschende, das sich stärker ausgewirkt und viel Unheil, viele Probleme, wirklich viel Elend herbeigeführt hat: geschlossene Seminare, geschlossene Klöster, banalisierte Liturgie … und das wahre Konzil hatte Schwierigkeiten, umgesetzt, verwirklicht zu werden; das virtuelle Konzil war stärker als das wirkliche Konzil.“

Wie dieses „externe“ Paradigma, ein Produkt der Welt und für die Welt, zum eigentlichen, wirklichen Interpretationskanon des Zweiten Vatikanisches Konzil wurde, so läuft die von Papst Franziskus einberufene Synode für die Familie nun dieselbe Gefahr. Ein Paradigma, das auch die Präsenz der Kirche auf der öffentlichen Bühne verändert, wo gerade die Familie härtesten und grundsätzlichen Herausforderungen ausgesetzt ist.

Der Applaus der Jesuiten und der Geist des Jesuiten Martini

Ein Symptom dafür ist ein Artikel, der in der jüngsten Ausgabe der Civiltà Cattolica erschienen ist, jener römischen Zeitschrift der Jesuiten, die mit einem Jesuiten als Papst in die Rolle eines offiziösen Sprachrohrs der Kirchenführung geschlüpft ist.

Der Autor des Artikels, Pater GianPaolo Salvini, der bereits Schriftleiter des Blattes und ein sehr enger Freund des verstorbenen Kardinals Carlo Maria Martini war, zog ein Dokument heraus, das vor einem Jahr eine Kommission der Französischen Bischofskonferenz produziert hat, und er präsentierte es als Modell für die ideale Präsenz der Kirche auf der öffentlichen Bühne, einer Präsenz „auf der Höhe der Zeit“. Natürlich entspreche die christliche Vision der Ehe nicht dem, was heute in verschiedenen Ländern durchgesetzt wird. Für die Civiltà Cattolica aber soll dies für die Kirche kein Anlaß sein, zu „heftiger Polemik“ oder gar dazu, Verurteilungen auszusprechen.

„Wir brauchen keine Angst zu haben, daß unsere Art zu leben in Widerspruch zu den in Mode stehenden Normen der derzeitigen Gesellschaft tritt. Das Wichtige ist, daß unser Zeugnis nicht wie ein Urteil über andere erscheint, sondern als Übereinstimmung zwischen unserem Glauben und unserem Handeln. Auf diese Weise wird es möglich sein, einen konstruktiven Beitrag auch für die gesamte Gesellschaft zu erbringen.“

Katholiken füllen die Straßen, Bischöfe zogen sich zurück

Für eine kurze Zeit bemühte sich der französische Episkopat, als der Erzbischof von Paris, André Kardinal Vingt Trois Vorsitzender war, mit Nachdruck und Mut der von Staatspräsident François Hollande gewollten sexuellen Revolution entgegenzuwirken. Benedikt XVI. hatte dazu seine volle Unterstützung gegeben mit seiner messerscharfen letzten Weihnachtsansprache an die Römische Kurie am 21. Dezember 2012.

Als dann aber die Homo-Ehe zum Gesetz wurde, zogen sich die französischen Bischöfe von der öffentlichen Bühne zurück, obwohl die Katholiken weiterhin auf die Straßen gehen und die Plätze füllen, und mit ihnen auch Juden, Moslems, Agnostiker, die dieses und ähnliche Gesetze ablehnen.

Den Geist einer kreativen und kämpferischen Minderheit haben die Bischöfe Frankreichs mit einem Geist der bloßen Zeugenschaft ersetzt, der sich auf „positive Anregungen, die in den Gründen der anderen enthalten sind“ konzentriert und dem Verurteilungen fremd sind: „Wer bin ich, um zu urteilen?“

Dhimmi-Zukunft der Kirche, den weltlichen Mächten unterworfen?

Und dafür erhielten sie den Applaus der römischen Jesuiten, die sie zum Modell für die Weltkirche erkoren haben und das alles mit dem Imprimatur des Vatikans und letztlich des Papstes.

Dies mit der Gefahr, daß mit diesem Modell zwischen der Kirche und den weltlichen Mächten nicht ein Verhältnis des Dialogs, sondern der Unterwerfung geschaffen wird, wie für die „Dhimmi“ in einer islamischen Gesellschaft.

Einleitung/Übersetzung: Giuseppe Nardi
Bild: Una Fides

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21 Comments

  1. Das mag jetzt zynisch klingen, aber es kommt auf die Geschiedenen-Wiederverheirateten, die zum unwürdigen Kommunionempfang eingeladen werden, nicht mehr an.
    Denn die Realität der nachkonziliaren Kirche ist zynisch.
    1. Die Beichte als mindestens ein Mal im Jahr notwendig ist keine Pflicht mehr.
    2. Die Priester wissen, dass die meisten getauften Kleinkinder keine gläubigen Eltern und Paten mehr haben, im Religionsunterricht lernen sie den Glauben nicht kennen. Die Kindertaufe wird zur Farce.
    3. Sie empfangen die erste hl. Kommunion, obwohl die Priester und Katechetinnen wissen, dass nur ein Bruchteil des Kurses gläubig ist, dass die überwiegende Mehrheit der Kinder keine Ahnung hat, um was es geht.
    4. Mit der Firmung und dem Ehesakrament ist es nicht anders.
    Die gesamte Sakramentenpraxis der nachkonziliaren Kirche gehört auf den Prüfstand. Sie dürfte weithin blasphemisch sein.

    • Nein, Zeitlos, es ist nicht zynisch, was Sie schreiben, es ist eine kurze Zusammenfassung der wirklichen Lage. Zynisch ist vielmehr, um diese Dinge zu wissen, sie zu verheimlichen und schleifen zu lassen und „business as usual“ zu machen. Wie ein Pfarrer auf einem anderen katholischen Portal freimütig eingestand: Er wisse, dass 80 % der von ihm vollzogenen Trauungen nach kirchlichen Kriterien ungültige Ehen seien, aber er unternehme nichts, weil er nicht die Deckung seines Bischofs dafür habe.

  2. Ja, aber Magister geht noch viel weiter. Er sagt – leider überzeugend –, dass die Frage der „pastoralen Praxis“ gegenüber wiederverheiratet Geschiedenen nur der Prellbock ist, um die Bresche zu schlagen zu einer „neuen Rolle“ der Kirche in der Gesellschaft von morgen. Eine Zukunft als Unterworfene, als Anhängsel an die weltlichen Mächte, denen sie dienstleistend dienstbar sein soll. Man denke zurück in die Kirchengeschichte an die teils elenden, teils sehr berechtigten Kämpfe zwischen kirchlicher und weltlicher Macht um den Primat. Niemand außer der Katholischen Kirche hat sich die Unabhängigkeit weitgehend bewahren können (nicht die Orthodoxen und nicht die Protestanten, die alle in Nationalkirchen gebunden wurden, die aber bedeuten Unterwerfung unter die weltliche Macht). Auch die Kirche wurde in jeder Epoche von den jeweiligen Machthabern herausgefordert. Sollte nun auch sie sich unterwerfen? Noch schlimer: ins Dhimmi-System wandern? Und das alles aus Feigheit vor dem Feind, aus Lauheit und Schwachheit sich vor einem geistigen Kampf zu drücken? Wohl mehr, weil manche selbst nicht ausreichend Glauben haben, als dass sie dafür bereits wären, in den Kampf zu ziehen, wenn man es doch bequemer haben kann. Obama & Co. wären begeistert über eine dienstbare Kirche im Kampf gegen „Überbevölkerung“, Bevölkerungskontrolle (in jeder Hinsicht), usw. usf. Magister liefert da beängstigende Klarsicht…

  3. Direkt vor unseren Augen läuft gerade das ab, was man in der Wirtschaft als „feindliche Übernahme“ bezeichnet. Nicht mehr und nicht weniger. Aber es ist schließlich nicht das erste Mal, daß unser Herr Jesus Christus verraten und verkauft worden ist. Ich möchte nur nicht in der Haut dieser so schick kostümierten Herren auf dem Bild oben stecken, wenn der Zeitpunkt kommt zu gehen, um vor den allmächtgen Gott, den Herrn zu treten, da wird die gute Laune aber schlagartig vorbei sein.

  4. Die neue, viele nennen sie auch die Konzilskirche ist nur aus einem Grund geschaffen worden. Sie soll sich dieser Welt unterwerfen. Sie soll ja sagen zu den Sünden dieser Welt. Der ganze ökumenische Klamauk hat nur ein Ziel den alleinigen Wahrheitsanspruch des Gottessohnes und seiner Kirche zu brechen. Am Ende werden die getauften Katholiken mitsamt ihren Wurzeln aus dem Fundament gerissen und sind nichts anderes mehr als Treibsand in einer Welt die den roten Teppich unter dem Jubel der Massen für den Antichristen ausrollt. Dagegen haben wir eine alles besiegende Waffe. Jedes emotionale mit voller Emphatie und Liebe geführte Gebet zur „Immaculata Conceptio“ kommt zum „Dreifaltigen Gott“. Niemals wird der Sohn eine Bitte seiner Mutter ausschlagen.
    Per Mariam ad Christum.

    • Danke. Ich werde es aber gleich wieder vergessen. Die Kirche irrt herum. Jeder Umweg auf der Suche nach neuen Rändern ist nicht zuviel.

  5. Ein Nichtmuslim der den Koran küsst wird von den Moslems als Dhimmi gesehen.
    Ist logisch.
    Per Mariam ad Christum.

    • Mit welchen Wörtern müssen wir uns ständig auseinandersetzen ? Mit der Geister-Gender-Sprache, islamistischen Begriffen, Neudeutsch etc. Der lebende Glaube bleibt immer mehr zurück.

  6. der Jesuitenorden ist leider sehr lange schon bis ins Mark verdorben. Er ist von den Freimaurern und deren satanischen antichristlichen Geist vergiftet. Es ist diese typische Doppelzüngigkeit, die diesen Geist sofort offenbart.

  7. Die Anhänger, Vertreter und Akteure der sogenannten „Konzilskirche“ gebärden sich so scheinheilig in ihren Zielen und das ist das Ärgernis. In V2 wurde quasi der Zellkern aus der Kirche entfernt und ein neuer eingefügt. Von außen sieht es noch aus wie die katholische Kirche, aber der Inhalt wurde wesentlich geändert. Diese Sünde gesteht man sich nicht ein, die Folgen dieses Vergehens hat man nicht mehr im Griff und deshalb herrscht dieser Drang, unbedingt am Sakrament der Einheit, der Ehe, rumpfuschen zu müssen. Vorgehen will Kasper nach der gleichen Methode, äußerlich soll sich nichts ändern, aber am Inhalt soll wieder manipuliert werden. Das Schlimme dabei ist, den Menschen hilft das eigenmächtige Gebaren gar nichts, es folgen daraus nur Lug und Trug, Heuchelei, Unglück und Unzufriedenheit, beim Einzelnen, bei den Ehepaaren, bei den Familien und bei der Gemeinschaft der Gläubigen, der Kirche als der Braut Christi. Die Einheit, die Jesus Christus ermöglicht, geschieht in williger Umkehr, gestärkt durch die Sakramente, und nicht im Verharren und der selbstgefälligen Neuinterpretation der Sünde. Im Grunde wollen die Konzilianten ihren eigenen Glaubensbruch, den sie in der Kirche vollzogen haben und den sie beibehalten wollen, absegnen. Sie wollen selbst nicht umkehren, das ist eigentliche Problem, das solche Qual verursacht.

    • Die von Kard. Kasper propagierte kath. Kirche ist dann so katholisch wie die DDR demokratisch war.

      Hoffentlich gibt es noch ein paar Bischöfe, die das durchschauen und sich dagegen stemmen um der Wahrheit willen.

  8. Die Streitereien in der Kirche, die es zumindest öffentlich nicht geben dürfte, relativieren doch jede Aussage nach außen. Jeder kann sich auf diesen oder jenen Oberwürdenträger berufen nach dem Motto „Wie es euch gefällt“. Dagegen müßte der Papst einschreiten, wenn er die Einheit der Kirche wollte. Diese will er aber offenbar nicht. Der Papst schafft Leere, wo Eindeutigkeit gefragt ist. Er ist ein Moderator der Phrasen.

  9. Auf der Seite pius.info findet sich ein lesenswerter Beitrag vom 28.02.
    „Kardinal Kasper weicht die Ehemoral auf – und der Papst lobt ihn“

    daraus Zitat: „…. Auf Deutsch nennt man eine solche Sprache „Heuchelei“. Es geht eben doch um nichts anderes als um die Abschaffung der Lehre der Kirche und ihrer objektiven Moral. Die Sünde soll nicht mehr Sünde genannt werden dürfen, sondern unter Berufung auf besondere Umstände und die persönliche Gewissensentscheidung soll alles erlaubt und respektiert werden. … „

  10. E. Heller schreibt u. a.:
    Am 13.12. 1969 wurde Bergoglio zum Priester geweiht. Aber nach welchem Ritus? Sei 1968 war der sog. reformierte Ritus vorgeschrieben, wonach eine gültige Weihe nicht zustande kommt. Man wendete ein, daß der neue Ritus in Argentinien erst später eingeführt wurde, weshalb seine Priesterweihe evtl. gültig sein könnte. Die Bischofsweihe am 27. Juni 1992 war es jedenfalls nicht.
    Nach orthodox-katholischer Auffassung wäre der 1998 als Erzbischof von Buenos Aires eingesetzte Bergoglio Priester (?) geblieben. Aber das wäre letztlich kein Grund, nicht zum Papst gewählt zu werden. Auch ein getaufter Laie/Priester könnte theoretisch zum Papst gewählt werden, müßte jedoch nach seiner Wahl, die nötigen Weihen empfangen, da er nur als Bischof von Rom auch Papst sein kann. Unter der Vorraussetzung, das Bergoglio bona fide unter den sich sich wählenden Kardinälen eine „pars minor et senior „- eine kleinere Gruppe von rechtgläubigen, in der Tat (nach othodox-katholischer Auffassung) wahlberechtigten Kardinälen – seine Wahl bewirkt hätten, wäre die Wahl gültig. Dies kann aber mit Recht bestritten werden. Alle sog. Kardinäle waren als Gewährsleute von Wojtyla oder von Ratzinger berufen worden, die als solche – neben den liturgischen Reformen – das ökumenistische Konzept ihrer Chefs mitgetragen hatten, wodurch die Kirche ihre einzigartige Position, Träger und Bewahrer der absoluten Wahrheit zu sein, aufgegeben hatte. Außer den Vorstellungen der Armut, die er selbst vorlebt, ist von Bergoglio nicht bekannt geworden, daß er sich je im Sinne der Tradition für die Belange des wahren Glaubens eingesetzt hat. Er ist dauernd unterwegs um die synkretischen Bestrebungen seiner Vorgänger fortzusetzen. So hat er sich kurz nach seiner Wahl, mit den Repräsentanten des Judentums in Verbindung gesetzt. Wenn man weiß, daß die heutigen Rabbiner die Auffassung vertreten, Kaiphas habe Christus zu Recht wegen Gotteslästerung zum Tode verurteilen lassen, dann fragt man sich doch, warum man mit Personen, die den Gottessohn in dieser Weise weiterhin verhöhnen, überhaupt redet bzw. was es da „brüderlich“mit den „älteren Brüdern“ (Wojtyla) zu verhandeln gibt. Ebenso kooperiert er in Richtung Ökumene mit den Vertretern des Protestantismus. Bergoglois Wahl wurde z. B. vom Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) Nikolaus Schneider, ausdrücklich begrüßt, mit dem er am 8. April im Vatikan zusammenkam und später von der „brüderlichen“ Begegnung mit dem Papst sprach. Diese Art der sog. Ökumene, die nicht die Wahrheitsfrage in den Mittelpunkt stellt, sondern die von Ratzinger apostrophierte „Poyiphonie“ theologischer Meinungen anstrebt, die in Wirklichkeit eine Kakophonie bewirken, ist eindeutig häretisch, und Bergoglio ist einer ihrer wirksamsten Vertreter.

    • Der zitierte Herr ist ein Teil des Verwirrspiels gerade unter den Katholiken, die katholisch bleiben wollen.
      Wie hier soeben jemand zu Recht bemerkte, setzt die Gnade die Natur voraus. Wenn jemand im Bereich der natürlichen Vernunft der fichteanischen Sekte angehört, der kann unmöglich ein ehrlicher Katholik sein.

  11. Der heutige moderne Katholizismus der Konzilskirche und insbesondre der seit Bergoglios Antritt im Vatikan, ist seinem Wesen nach dreckig und dreist, in seinem Aktionismus fies und mies.

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