Benedikt XVI. „Mein Rücktritt ist gültig. Spekulationen sind absurd“ – Ungewöhnlicher Schriftverkehr aus dem Vatikan

Franziskus und Benedikt XVI.(Vatikan) Seit dem ebenso unerwarteten wie spektakulären Amtsverzicht von Papst Benedikt, mehr noch seit der Wahl seines Nachfolgers Papst Franziskus und dessen Amtsführung will die Diskussion um das Papsttum nicht verstummen.Vor wenigen Wochen gab der Schweizer Häretiker Hans Küng bekannt, Post von Papst Benedikt XVI. erhalten zu haben. Die Authentizität wurde in Frage gestellt. Am vergangenen Samstag nahm der emeritierte Papst überraschend auf Wunsch von Papst Franziskus im Petersdom an der Kardinalskreierung teil. Ein Akt, der offensichtlich im katholischen Volk weitverbreitete „Spekulationen“ um die ungewohnte „Doppelspitze“ der Katholischen Kirche entkräften sollte. Die Welt sollte im Bild sehen, daß es nur einen Papst gibt. Zum Ausdruck kam dies, indem Benedikt XVI. bei der Begrüßung von Franziskus den Pileolus vom Kopf nahm. Nun gab der Vatikanist Andrea Tornielli, ein „Normalist“, bekannt, Papst Benedikt schriftlich einige Frage zu den Rücktrittsspekulationen in den Vatikan geschickt zu haben. Zwei Tage später habe er schon, ebenso schriftlich, Antwort erhalten. Tornielli fragte den Emeritus auch, ob der Brief an Hans Küng echt sei. Hier die Antwort.

Spekulationen um Gültigkeit des Amtsverzichts von Benedikt XVI.

Die Wahl des argentinischen Kardinals Jorge Mario Bergoglio wird dabei kaum in Frage gestellt. Die Gültigkeit seiner Wahl ist durch den Wahlkörper gegeben. Die Spekulationen drehen sich vielmehr um den abgetretenen Papst Benedikt XVI. Zwei Päpste, die keine Gegenpäpste waren, hatte die Kirche seit 600 Jahren nicht mehr und zuvor auch nur einmal im 13. Jahrhundert. Die Situation ist irritierend. Benedikt XVI. wird vom Heiligen Stuhl offiziell als „emeritierter Papst“ bezeichnet. Das allerdings hat es in der Kirchengeschichte tatsächlich noch nie gegeben. Das befördert die Spekulationen, daß Benedikt XVI. eigentlich jederzeit wieder als rechtmäßiger Papst in sein Amt zurückkehren könnte.

Die beim Amtsverzicht genannte gesundheitliche Schwäche scheint verflogen. Am vergangenen Samstag, als Papst Franziskus seinen Vorgänger zur Kardinalskreierung in den Petersdom lud, wirkte der abgetretene Papst frischer und gesünder als der regierende Papst. Die Spekulationen werden umso lauter, je umstrittener sich die Amtsführung des amtierenden Papstes gestaltet.

Schwieriger Umgang mit zwei Päpsten – Medial inszenierte Begegnungen

Die beiden Päpste in der Kirchengeschichte, Cölestin V. und Gregor XII., die vor Benedikt XVI. auf ihr Amt verzichteten, taten dies unter ganz bestimmten historischen Ausnahmesituationen. Eine solche lag bei Benedikt XVI. nicht vor. Er betont, aus freiem Willen einfach aus Altersschwäche zurückgetreten zu sein. Die beiden Vorgängerpäpste des 13. und 15. Jahrhunderts, die denselben Schritt setzten, kehrten dorthin zurück, wo sie hergekommen waren. Ihrer Würde nach waren sie nach dem Amtsverzicht Kardinäle mit allen Rechten und Pflichten. Auch darin folgte Benedikt XVI. nicht einem historischen Vorbild, obwohl er zwei Mal das Grab von Cölestin V. besuchte. Er wurde nicht mehr Kardinal, sondern nahm den ahistorischen Titel eines emeritierten Papstes an und schloß sich in ein Kloster ein. Für die Welt werde er unsichtbar sein, hieß es bei seinem Rücktritt, der nicht wenige in der Kirche, selbst unter jenen, die man ihm nahe wähnte, begeisterte. Benedikt XVI. ist seither unsichtbar und doch nicht. Der Vatikan gestaltete, durchaus umstritten, bereits seinen Rückzug aus dem Vatikan nach Castel Gandolfo zum Medienspektakel.

Mit der Wahl von Papst Franziskus, als würde man die Kluft in der Amtsführung der beiden Päpste bereits ahnen, wurden wiederum Begegnungen zwischen den beiden Päpsten organisiert und mediengerecht arrangiert. Seither gab es immer wieder von Papst Franziskus gewünscht medial sichtbar gemachte Auftritte der beiden Päpste zusammen. Bisher nie im großen Rahmen und einer Liturgie. Am vergangenen Samstag geschah auch dies. Papst Benedikt XVI. wurde auf Wunsch von Franziskus in den Petersdom gerufen, die sichtbarste aller Kirchen der Welt, um über dem Petrusgrab der Kardinalskreierung beizuwohnen. Das ganze Kardinalskollegium hatte sich versammelt. Fast ein Drittel des purpurnen Kirchensenats wurde von Benedikt XVI. ernannt. Vom Wahlkörper im jüngsten Konklave war es sogar knapp mehr als die Hälfte. Dennoch haben die Kardinäle mit großer Mehrheit Kardinal Jorge Mario Bergoglio aus ihrer Mitte zum Nachfolger gewählt. Bei der Frage nach dem Grund, der die Kardinäle dazu bewogen haben mag, stößt man schnell auf eine Wand aus Fragen und wenigen Antworten. Oder wollte man es pathetisch mit den Worten des Erzbischofs von Wien sagen: man stößt auf den Heiligen Geist. Recht glauben will man es allerdings nicht, will sagen: besonders überzeugend klingt das nicht. Denn die Kirche war in ihrer Geschichte immer nüchtern genug, zu wissen, daß der Papst von den Kardinälen gewählt wird.

Amtsführung von Papst Franziskus irritiert und facht Spekulationen an

Es ist die Amtsführung von Papst Franziskus, die irritiert. Er verunsichert, vermittelt den Eindruck, daß er imstande sein könnte alles in Frage zu stellen, daß man nie wüßte, was morgen für eine neue Unruhe in der Kirche ausgelöst würde. Das alles wäre per se noch nicht beunruhigend, würde der neue Papst gleichzeitig die Kirche aufbauen, würde er gesund handeln, die Kirche aus einem falschen Schlaf reißen, um sie mit neuem Glaubenseifer auszustatten und zum größeren Lob Gottes und zur Rettung der Seelen handeln zu lassen. Doch das geschieht nicht, nicht wahrnehmbar. Wahrnehmbar ist ein weiteres Auflockern der Reihen, ein weiteres Einreißen der Ordnung und Disziplin, ein weiteres Gewährenlassen von Kräften, die die Kirche lieber heute als morgen auflösen würden, innerhalb und außerhalb der Kirche. Der Papst ist populär. Je populärer er wird, desto unpopulärer scheint die Katholische Kirche und das ihr anvertraute Glaubensgut. Viel Schein und Trug liegt dem weltlichen Medienspektakel um den neuen Papst zugrunde. Der Nutzen für die Kirche? Der Nutzen für den Glauben?

Benedikt und Franziskus: Zwei völlig konträre Charaktere

Im Vergleich der beiden Päpste, wie am vergangenen Samstag, geht nicht wenigen Katholiken auf, was sie an Papst Benedikt XVI. hatten. Einen Papst von außergewöhnlichem Intellekt, der seine Zeit mit bestechender Sehschärfe durchdrang, der die großen Herausforderungen punktgenau erkannte und sich nicht scheute, die Dinge beim Namen zu nennen und das geistige Rüstzeug für die Kirche und die Gläubigen zu liefern, um sich den Herausforderungen stellen zu können. Dafür wurde er von der Welt gehaßt, weil die Welt die Wahrheit nicht erträgt. Er bemühte sich den Bruch auszuwetzen, der in der jüngsten Kirchengeschichte durch das Konzil und vor allem die Wild-West-Nachkonzilszeit aufgerissen wurde. Er bemühte sich und legte wichtige Fundamente für die Genesung in der Liturgie, aber auch in der Konzilsinterpretation. Er ging so weit wie kein Papst seit dem Konzil vor ihm.

Kirchenkrise auch Autoritätskrise

Die beiden Schwächen seines Pontifikats sind bedauerlich und schmerzlich. Da ist einmal seine Sanftmut. Der „Panzerkardinal“ war auch als Papst ein Lamm. Er verlangte nicht, daß andere auf die Schlachtbank gehen. Ein Gang, den er bereitwillig für seine Person auf sich nahm. Er war ein lehrender Papst und ein betender Papst, er war nur bedingt ein regierender Papst. Insofern ist das Motu proprio Summorum Pontificum als Regierungsakt das Bleibendste seines Pontifikats. Es ist aber undenkbar, nur mit den Waffen des Geistes eine durchdringende Erneuerung der Kirche zu erreichen. Ein Gesetz ist kein Gesetz, wenn es bei Nicht-Beachtung keine Sanktionen vorsieht, die dann auch exekutiert werden. Die Kirche krankt an einer Autoritätskrise. Die Texte des Lehramtes Benedikts XVI., die er hinterlassen hat, sind ein geistliches Vermächtnis ersten Ranges. Doch in der Kirche gibt es zu viele, die den Papst einen guten Mann im fernen Rom sein lassen und schlichtweg tun und lassen was sie wollen.

Banalisierung des Papsttums

Die Kardinäle scheinen bei den Versuchen Benedikts XVI., das Kirchenschiff wieder auf Kurs zu bringen, solche Bauchschmerzen bekommen zu haben, daß sie als Nachfolger einen Papst auf den Stuhl Petri heben wollten, der von sich selbst der Überzeugung ist, daß er ein guter Mann im fernen Rom ist und in seiner Kirche schlichtweg (fast) jeder tun und lassen kann, was er will (ausgenommen die Franziskaner der Immakulata). Papst Franziskus trifft sich am liebsten mit Vertretern des Judentums. Warum nicht mit Christen anderer Konfessionen? Weil das ja schon Christen sind und laut Papst Franziskus keiner Bekehrung mehr bedürfen. Christ ist Christ, jeder soll in seiner Konfession „selig“ werden. Ein anglikanisches Personalordinariat das Benedikt XVI. schuf, hätte es unter Franziskus nie gegeben. Jüngst empfing Franziskus Tony Palmer, einen seiner zahlreichen Freunde und „Bischof“ einer „keltisch-anglikanischen Kirche“. Für Papst Franziskus sind nach romanischem Verständnis gewissermaßen alle „Freunde“. Mit seinem Smartphone konnte Palmer eine ziemlich unsägliche Videobotschaft des Papstes an ein Treffen des evangelikalen Dachverbandes Communion of Evangelical Episcopal Churches (CEEC) in Texas aufzeichnen. Eine Botschaft, die sich darauf beschränkt, daß „wir alle Brüder sind und daß es keinen sündelosen Menschen gibt“, offenbar auch nicht Maria. Abgesehen davon, daß eine solche Videobotschaft eher abschreckend wirkt und Evangelikale wohl kaum zur Konversion zum katholischen Glauben anregt, macht der Papst auch keinerlei Anstalten jemanden zur Konversion bewegen zu wollen. Volemose bene, wie es nicht unweit von Bergoglios italienischer Urheimat heißt. Wir haben uns ja alle lieb. Ende der Botschaft (im Anhang ein ausführlicheres Video zum Gebetstreffen von Palmers Gemeinschaft in Texas).

Das Papsttum nimmt unterdessen beträchlichen Schaden. Dessen Sakralität wird nicht nur mit solchen Smartphone-Auftritten demontiert. Es wird auch beschädigt, weil es durch die umstrittene Amtsführung zum Gegenstand einer ständigen und emotionalen Pro und Contra-Debatte gworden ist. Und jede noch so berechtigte Kritik an einer bedenklichen Amtsführung, die einer Banalisierung des Petrusamtes ähnelt, droht selbst in den Köpfen der Menschen das Papsttum zu banalisieren und zu demontieren. Die Sakralität des Amtes scheint zusehends nur mehr zum Schatten seiner selbst zu werden. Das allerdings ist in jeder Hinsicht eine tragische Entwicklung, für die man jedem im jüngsten Konklave wählenden Kardinal einzeln die Frage stellen möchte: Warum?

Menschenkenntnis oder sollten Päpste mit 85 abtreten?

Was ist nun aber mit den Spekulationen rund um Papst Benedikt XVI.? War sein Amtsabtritt tatsächlich freiwillig? Haben seiner unausgesprochenen, aber faktisch vollzogenen Meinung nach Bischöfe mit 75, Kardinäle mit 80 und Päpste mit 85 abzutreten? Oder drückte ihn die Last des Amtes, der Angriffe und das Imstichgelassenwerden in der Verteidigung der Kirche und dem Erneuerungswerk so sehr nieder, daß er sich der Aufgabe nicht mehr gewachsen fühlte? Oder wurde er, die These wird sehr häufig genannt, in die Abdankung gezwungen? Ein kalter Putsch in der Kirche von Kardinälen und Bischöfen, die sich auf den Heiligen Geist berufen, dann aber doch lieber selber und handfest handeln? Verbannt in ein Kloster aus eigenem Willen oder zwangsverordnet? Wie dem auch sei, seiner Sanftmut im Amt entsprechend, handelt Benedikt XVI. auch in seinem Ruhestand: Er hält sich an die Spielregeln. Er tritt auf, wenn man es wünscht. Die Spielregeln hielt er immer für maßgeblich für die Kirche und wollte in seinem Pontifikat durch sein Vorbild überzeugen. Das aber funktioniert nur bei einem sehr willigen Publikum. Das aber fehlt durch inzwischen Jahrzehnte des Verfalls und der Laxheit.

Benedikt XVI. überschätzte sein Vorbild oder den guten Willen seiner Untergebenen. Benedikt zeichnete eine Entschlossenheit des Geistes aus, Papst Franziskus hat die Entschlossenheit des Handelns. Innerhalb kürzester Zeit und ohne Dekrete erlassen zu müssen, hat er viel von dem wieder zunichtegemacht, was Benedikt in mühseliger Kleinarbeit aufgebaut hatte: niemanden überfordernd, einen Schritt nach dem anderen. Benedikt XVI. mochte überzeugt gewesen sein, daß ein jüngerer, kraftvollerer Papst dort weitermacht, wo er aufhören mußte. Doch dafür gab es nie eine Garantie. Die Kirchengeschichte kennt viele Überraschungen und der bayerische Papst hätte seine Kardinäle ausreichend kennen müssen, hört man immer wieder sagen. Mußte er? Sicher. Zeigt sich aber nicht auch und fast wöchentlich, wie gut sich manche Würdenträger verstellt haben? Wie still und brav, papsttreu und ratzingerianisch sich nicht wenige gaben, solange Benedikt XVI. regierte. Wie devot pilgerten doch Kirchenmänner wie der Münchner Erzbischof Reinhard Kardinal Marx, heute der an Ämtern nach dem Papst einflußreichste Kirchenmann Europas, oder Bischof Stephan Ackermann von Trier zu Benedikt XVI. Und sie machten Karriere.

Entfesselte Diskussion um Ehesakrament – Wo steht Papst Franziskus?

Nun fallen sie der Kirche in den Rücken und basteln an einer „anderen“ Kirche. Gäbe es nicht das Kirchensteuersystem, das einen goldenen Käfig bildet, hätten sie wohl schon ihre deutsch-katholische Kirche gegründet. Der Käfig der Kirchensteuer ist golden, aber er ist auch ein Käfig. Im Moment hält er als vielleicht letzte Klammer die Kirche im deutschen Sprachraum zusammen. An der Frage des Ehesakramentes und der wiederverheiratet Geschiedenen ist das kircheninterne Tauziehen, ein veritabler Kampf um die Ausrichtung der Kirche, Jesu Lehre hin oder her, alles eine Frage der Dialektik, voll entbrannt. Papst Franziskus läßt die Diskussion gewähren, hat sie sogar maßgeblich angefacht, ohne sich aber inhaltlich zu positionieren. Wo steht er wirklich? Wo will er hin? Noch kann das niemand sagen. Jede Seite versucht ihn für sich zu reklamieren. Ob mit Recht muß sich erst noch zeigen. Die Rolle einer Sphinx steht einem Papst jedoch schlecht zu Gesicht. Abgesehen davon, selbst wenn er auch in dieser Frage, was von einem Papst erwartet werden darf und muß, auf dem Boden der katholischen Lehre stehen sollte: Kann er die so arglos entfesselten zentrifugalen Kräfte bändigen und binden?

Die Fragen Torniellis an Benedikt XVI.

Der Vatikanist Andrea Tornielli wollte es jedenfalls genau wissen. Er begleitete das Pontifikat Benedikts XVI. mit zunehmendem Wohlwollen. Trotz seiner Distanz zum Alten Ritus und Kräften der Tradition, öffnete er sich unter Benedikt XVI. selbst diesen. Unter Franziskus wurde er nach einem anfänglichen Moment der Irritation, der wohl die meisten befiel, zum „Normalisten“. Dort steht die große Mehrheit der journalistischen Zunft.

Tornielli schrieb Benedikt XVI. einen Brief mit einigen Fragen. Eine Art Interview auf Distanz. Und der emeritierte Papst hat geantwortet. Ein bemerkenswerter Vorgang, weil Benedikt XVI. nur Peter Seewald dieses Privileg gewährte, ansonsten Interviews aus gutem Grund mied.

Torniellis Fragen kreisen rund um angeblichen Druck und Komplotte, die zum Amtsverzicht geführt hätten. Die Intention des Interviews ist die eines „Normalisten“. Es soll Spekulationen vertreiben. Laut Tornielli habe Papst Benedikt persönlich zur Feder gegriffen, um ihm zu antworten. Allerdings veröffentlichte er noch kein Faksimile des Briefes, wie es etwa der Atheist Odifreddi umgehend tat, als er vom Emeritus Post erhielt. Es darf zumindest bezweifelt werden, daß der Heilige Stuhl zu einer so delikaten Frage ein Interview zuläßt, das gewissermaßen irgendein Journalist mit direktem Schriftverkehr mit dem zurückgetretenen Papst führt, ohne daß es vom Staatssekretariat, wenn nicht von Papst Franziskus persönlich abgesegnet wurde. Es hieße auch die Gepflogenheiten des Vatikans nicht zu kennen. Benedikt XVI. ist direkt für niemanden erreichbar. Wer zu ihm will, muß hinein und hinaus einige Ringe passieren, von denen Kurienerzbischof Gänswein nur den innersten bildet.

„Es gibt nicht den geringsten Zweifel an der Gültigkeit meines Verzichts“

„Es gibt nicht den geringsten Zweifel an der Gültigkeit meines Verzichts auf das Petrusamt“, „Spekulationen“ um diesen Rücktritt seien „einfach absurd“. Niemand habe Joseph Ratzinger zum Rücktritt gezwungen. Es gebe keine „Dyarchie“ in der Kirche, keine Doppelspitze, sondern nur einen regierenden Papst. Der „einzige und letzte Zweck“ eines emeritierten Papstes sei es, für seinen Nachfolger zu beten.

Tornielli verschickte seine Fragen am vergangenen 16. Februar. Bereits am 18. Februar erhielt er Antwort. Eine verblüffende Eile. „Es gibt nicht den geringsten Zweifel bezüglich der Gültigkeit meines Verzichts auf das Petrusamt. Einzige Bedingung für die Gültigkeit [des Amtsverzichts] ist die volle Entscheidungsfreiheit. Spekulationen bezüglich der Ungültigkeit des Amtsverzichts sind einfach absurd“, zitiert Tornielli die Antwort aus dem Kloster Mater Ecclesiae.

Tornielli erinnert dann an die Andeutungen über die Möglichkeit eines Papst-Rücktritts im Gesprächsbuch von Peter Seewald, seine Besuche am Grab eines der beiden in der Kirchengeschichte zurückgetretenen Päpste. Der Vatikanist fügt hinzu, daß es „den Menschen, die Ratzinger am nächsten standen, schon seit langem bekannt war“, daß er die Möglichkeit eines Rücktritts in Erwägung gezogen habe.

An Komplott zu glauben, sei menschlich verständlich

Tornielli meint, daß es menschlich verständlich und sogar naheliegend sei, einen in der zweitausendjährigen Kirchengeschichte nie dagewesenen Amtsverzicht aus Altersgründen, mit dem Vatileaks-Skandal im Vatikan und mit Kurienkomplotten in Verbindung zu bringen. „Das ganze Pontifikat Benedikts XVI. war ein einziger Kreuzweg, vor allem die letzten Jahre. Angefangen vom Pädophilie-Skandal, gegen den er mutig vorging, für den er nicht irgendwelche Lobbys oder externe Feinde verantwortlich machte, sondern allein das Böse in der Kirche selbst. Dann der Dokumentenraub von seinem Schreibtisch durch den Kammerdiener Gabriele“, so Tornielli. Benedikt XVI. hatte aber immer betont, daß man ein Schiff im Sturm nicht verläßt, schon gar nicht der Steuermann. Hat er es nicht dennoch getan? Altersschwäche mag eine subjektive Wahrnehmung sein, doch scheinen die Bilder eine andere Sprache zu sprechen. Alle Besucher, die Benedikt XVI. in Mater Ecclesiae treffen durften, betonen, daß er bei guter Gesundheit ist.

Auch die Tatsache, daß er weiterhin das weiße Gewand des Papstes trage, gehe nur darauf zurück, daß es im Augenblick des Amtsverzichts keine anderen Bestimmungen gab. „Auch hier handelt es sich um haltlose Spekulationen“, zitiert Tornielli die Antwort.

Benedikt erwies dem einzigen Papst Reverenz

Tornielli unterstreicht die Bedeutung des Auftritts von Benedikt XVI. am vergangenen Samstag im Petersdom. Der emeritierte Papst habe zur Erweisung seiner Reverenz den Pileolus vom Kopf genommen, als er Papst Franziskus grüßte. Damit habe er deutlich bekunden wollen, daß es nur einen Papst gibt. Tatsächlich ist es völlig ungewöhnlich den Pileolus vom Kopf zu nehmen, erst recht in einer Kirche, zumal Papst Franziskus im Moment der Begegnung Meßgewänder und Mitra trug.

Tornielli scheint damit anzudeuten, daß die Anwesenheit Benedikts XVI. im Petersdom mit der klaren Absicht gewünscht war, um „Spekulationen“ im gläubigen Volk entgegenzuwirken, die seit einem Jahr nicht verstummen wollen. Torniellis Interview dient sogar erklärtermaßen derselben Absicht.

Häretiker Küng „zitierte wörtlich und korrekt“ aus Brief

Auch der Schweizer Häretiker Hans Küng gab in den vergangenen Wochen bekannt, einen Brief von Benedikt XVI. erhalten zu haben. Darin habe der emeritierte Papst über Papst Franziskus geschrieben und seine große Dankbarkeit zum Ausdruck gebracht, mit einem Mann von großer Identität der Sichtweise eine Herzensfreundschaft pflegen zu können. Wörtlich habe der Emeritus geschrieben: „Heute sehe ich meine einzige und letzte Aufgabe darin, sein Pontifikat im Gebet zu unterstützen“. Die Authentizität des von Küng zitierten Schreibens wurde in Zweifel gezogen. Tornielli stellte auch dazu eine Frage. Die lapidare Antwort aus dem Vatikan: „Prof. Küng hat die Worte meines Briefes an ihn wörtlich und korrekt zitiert“. Die Antwort auf die Fragen enden mit der Hoffnung „klar und ausreichend“ geantwortet zu haben.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: AsiaNews

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Zuwendungsübersicht
Gerd Hengsberger
Leider wieder eine weltliche Abhandlung über den Leib Christi, seine Kirche. Der Heilige Geist wird als nicht wirkend, weder bei der Wahl noch in der Lehre und Handlung Benedikts erkannt. Machtausübung innerhalb und in der Außenwirkung wird als Schlüssel für die Kirche dargestellt. Genau der Mangel an Machtausübung wird Benedikt vorgehalten. Dabei zeigt doch der Artikel selbst, das Papst Benedikt mit seiner auf den Geist und Sanftmut und Sanftmut setzende und das durch eigenes Beispiel Vorausgehen nachhaltige Wirkung erzielt und Bergoglio den Spiegel vorhält. Sanftmut und Vorausgehen, die Wirkung durch die Lehre und das Wort ist das nicht das was… weiter lesen »
M.S.
Ich frage mich, warum sich manche so schwer tun, den Rücktritt einzuordnen. Die Zeiten sind pragmatisch geworden. Während sich die Leute früher mit schwierigen Situationen abgekämpft haben, zB einer Ehe, lassen sie sich heute scheiden. Sie haben auch nicht mehr die Kraft, große Schwierigkeiten auszutragen. Woher hatten die Alten die Kraft dazu? Dieser Frage sollte man einmal nachgehen. Es lässt sich nicht alles durch gesellschaftliche Umstände erklären. Vielleicht besteht ja ein Zusammenhang zwischen der heutigen Schwäche/Wehleidigkeit und der nachkonziliären neuen Messe, die das Opfer nicht mehr kennt. Wenn aber die Messe das Opfer nicht mehr kennt, sondern das Mahl an… weiter lesen »
ein besorgter Christ

Ich denke Sie haben es getroffen werte M.S.
Nur hatte man irgendwie die Hoffnung, dass der Vatikan von der Krankheit verschont bliebe.

M.S.

Verschwörungstheorien muß man in pragmatischen Zeiten nicht bemühen.

Armin

Keine Frage der Rücktritt ist sicher Gültig, nur stellt sich halt die Frage WARUM IST SEINE HEILIGKEIT XVI ZURÜCKGETRETEN ??? Denn auch viele wahrlich katholische Priester, Bischöfe wurden ja schon Opfer der KATHOPHOBIE die die Konzilskirche sprich die „DIE NEUE KIRCHE“ betreibt. Und was nun einmal bei Priestern (Andreas Skoblicki, Gerhard Maria Wagner, Sterninger) Bischöfen (Mixa, Krenn) und zumindest einen Kardinal (Groer) funktioniert hat, wird ja sicher auch bei einen Papst funktionieren. Und man bedenke das viele der Opfer dieser Kathopobie aus Liebe zu Gott den Herrn und seiner Kirche geschwiegen haben.

Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

Leo Laemmlein
Bedaure, mich überzeugt das Dementi nicht. Das stinkt nach faul und oberfaul. Ich bin kein Papstkenner und Vatikanist, aber eine so oberflächliche, unpräzise, grobschlächtige, niederbügelnde Antwort auf gerechtfertigte Zweifel und notgedrungene Spekulationen traue ich Papst Benedikt nicht zu – darin kann ich nicht seinen Stil wiederfinden. Vielleicht fühlt das auch der Autor des Artikels und findet deshalb den Umstand erwähnenswert, dass von keinem der beiden Briefen, dem an Hw. Küng und dem an Herrn Tornielli, ein Bild des Autographen veröffentlicht wurde. – Alternativerklärung: Eine unsägliche Flucht aus der Verantwortung soll uns als normal angedreht werden, und Benedikt war einverstanden mit… weiter lesen »
Leo Laemmlein
Andererseits ist nicht zu übersehen, dass Benedikt XVI. Geschlossenheit demonstriert. Aber wozu um Himmels willen nimmt der römische Altbischof vor dem regierenden Neubischof (der nur mit Namen, ohne Titel signiert) seinen Pilleolus ab? Diese Geste ist mir jedenfalls nur aus der Heiligen Messe (NOM), vor dem Hochgebet, bekannt. Je normaler das alles sein soll, desto irritierender und ärgerniserregender ist es ! Wäre Franziskus wenigstens als katholisch wahrnehmbar, so könnte man sich mit diesem seltsamen Duumpapat ja noch abfinden und den Mantel der Barmherzigkeit darüber ausbreiten, aber von Franziskus kommt ja fast nichts, auch wenn es noch so fromm verpackt ist,… weiter lesen »
Cyrill Erswill
Lieber @ Leo Laemmlein, Sie sprechen mir aus der Seele. Danke für die klaren Worte (bis zum “ – “). Wie meinen Sie das mit der Alternativerklärung? Sind Sie wirklich der Auffassung, dass Papst Benedikt aus der Verantwortung geflohen ist? Das würde mich doch sehr wundern. Ich erinnere mich in der Rückschau auf sein Pontifikat immer wieder mal an den Beginn und seine demütige Bitte an uns: „Betet für mich, damit ich nicht vor den Wölfen davonlaufe.“ Ich frage mich immer wieder: Habe ich, haben wir zu wenig gebetet? Haben wir die Macht des Gebetes nicht beachtet? Beachten wir sie… weiter lesen »
hicesthodie
„aber eine so oberflächliche, unpräzise, grobschlächtige, niederbügelnde Antwort auf gerechtfertigte Zweifel und notgedrungene Spekulationen traue ich Papst Benedikt nicht zu – darin kann ich nicht seinen Stil wiederfinden“ Genau so ist es! Bei aller Spekulation gibt es für den Rücktritt jedoch im Grunde nur zwei Möglichkeiten: entweder wurde er mit physischen oder psychischen Mitteln zum Rücktritt gedrängt – dafür spräche beispielsweise der Termin des Rücktritts: mitten im Jahr des Glaubens, kurz vor Vollendung seiner dritten Enzyklika, so termingerecht, dass die Alt-Kader Kaspar und Re das Konklave beherrschen konnten – oder er ging wirklich aus freien Stücken – dafür sprächen bspw.… weiter lesen »
Sumsum

Inzwischen reagiere ich wie dieses (Mini-Papst?) Kind , wenn ich das ganze unendliche vatikanische Theater um den peinlichen Smartphone-Papst und den „Und Tschüß!“ und „Es ist ja alles, ALLES in bester Ordnung!“ Ex-Noch-Emeritus-Vielleicht-Papst höre! Es geht hier um Gott, den Herrn, und ihn ALLEIN!!! Und nicht um Doppelpäpste, Vize-Päpste, mobbende Kardinäle, aufmüpfige Bischöfe, karrieresüchtige Laien, Reformen, die keiner will, Titelbilder, die keinen interessieren, schwarze Schuhe, die alles zerlatschen, winke, winke, McKinsey, usw, usw, usw, den ganzen weltlichen Unsinn, mit dem man jeden Tag gnadenlos zugeschüttet wird! Einfach unerträglich! 🙁

http://i.dailymail.co.uk/i/pix/2014/02/26/article-2568271-1BD9388C00000578-904_634×451.jpg

zeitschnur
„Klar und ausweichend geantwortet“ … In so einem Fall hält man dann besser ganz den Mund. Entweder man antwortet ausführlich und stellt sich der Verwirrung und der Zerstörung, die man angerichtet hat oder man begräbt sich selbst lebendig im Kloster Mater ecclesiae. Dass diese beiden Heiligkeiten theologisch ungefähr Galaxien voneinander entfernt sind, kann selbst ein unbedarfterer Mensch erkennen. Verschaukelt Benedikt uns? Lügt er uns an? Ist er nicht mehr ganz klar im Kopf? (Das sind ernsthafte Fragen, keineswegs Ausdruck einer Respektlosigkeit!) Der ständige Verweis drauf, dass Benedikt schon früher den Gedanken durchspielte, dass ein Papst zurücktreten dürfe, ist einfach nur… weiter lesen »
Dorothea Schwarz
„Sieht ganz entfernt nach Hochzeit aus, die zwei weißen Burschen. Allein dieses Bild zerstört das Papstamt total.“ Habe schon mal sachlichere Beiträge von [email protected] gelesen! Solch ein Stil gefällt mir nicht!!! Bis jetzt habe ich meistens hier gute theolog. Auseinandersetzungen gelesen. Ich finde, dass man Provokationen und Schimpfwörter anderen überlassen sollte!!! Ich bin einfach nur traurig, wenn ich Papst Ben. sehe, und umso schmerzlicher merke, was ich vermisse. Es sind einfach außerordentliche und noch nie dagewesene Zeiten. Vielleicht werden wir einfach aufgerufen, auszuhalten, aufmerksam zu bleiben, zu beten und zu hoffen, dass wieder bald??? ein würdiger Stellvertreter unseres Glaubens das… weiter lesen »
Wolfram Schrems

Stimme zu. Bei allem berechtigtem Unbehagen muß man als Autor den Respekt wahren. Herr Nardi macht das gut vor.

zeitschnur
Metaebene mal wieder. Und dann den Herrn Nardi ausspielen. Zwei Stilberater, von denen wir ohnehin schon viel zu viele haben, die inhaltlich aber leider nichts zu Protokoll gegeben haben außer Moralin! Das, was ich da ausspreche, ist nun mal die Realität und ein großes Problem. Mit einem säuerlichen „Das gehört sich nicht!“ ohne Begründung und mit erhobenem Zeigefinger in meine Richtung, kommt die Kirche nicht weiter. Immerhin sind es die Päpste selbst, die sich zu Karikaturen dessen gemacht haben, was Papsttum sein sollte. Oder bin da etwa auch ich dran schuld?! Es ist nicht die böse zeitschnur, die dieses unmögliche… weiter lesen »
Bellarminus

Das Video macht Angst.

Der Heilige Antonius Abbas hat einst ganz klar erkannt, dass der Teufel keine Knie hat, dass er nicht knien, nicht anbeten, nicht beten, nur in Verachtung und von oben herab blicken kann.

Bellarminus

Seien wir froh und dankbar, dass der rechtmäßige Papst und „Zurückhalter“ immer noch unter uns ist, falls alles noch schlimmer kommen sollte.

Wickerl

Ich würde wenn ich Papst wäre Dr. Ratzinger so einsperren wie man das mit Papst Coelestin machte, und ich würde ihm strikt verbieten sich als Papst zu kleiden und als Altpapst irgendwo zu erscheinen, und den Vatikan zu verlassen

Dorothea Schwarz

sind wir noch im Mittelalter????

Markus

Benedikt erscheint nur in der Öffentlichkeit, weil das von Bergoglio gewollt ist und ist weiterhin als Papst gekleidet, weil er wie alle seine Vorgänger weiterhin Papst bleibt. Wir können und sicher sein, dass nur ein Papst regiert.
Per Mariam ad Christum.

Markus

Sollte heißen: Wir können uns sicher sein…

ujeiss

Die Analyse ist gut und beschreibt eine PR-Strategie, die auf ein Legitimitätsproblem antwortet. Das Problem: die Eindämmung einer Legitimitätskrise ist nur behutsam möglich, oder sie kehrt sich um in eine Verstärkung des Problems. Die Tatsache dieser Analyse deutet auf die Verstärkung des Problems. Benedikt steckt dabei in einem Dilemma. Je mehr er sich fügt, desto mehr beginnt er zu stören. Möge Gott der Herr ihm ein ungewöhnlich langes Leben schenken.

arrow

„Je mehr er sich fügt, desto mehr beginnt er zu stören.“ Können Sie diesen Gedanken etwas ausfalten?

Zum Thema Stil der Antwort an Tornelli: Hört sich überhaupt nicht nach Benedikt an, wenn man mich fragt.

ujeiss

„Hört sich überhaupt nicht nach Benedikt“, genau das.

ujeiss

Je mehr Benedikt sich fügt (wie ein Lamm), desto mehr baut sich eine Aura um ihn auf, weil bei uns allen das Gefühl zunimmt, dass etwas nicht stimmen kann, in den Worten, Relationen und Bildern.
Halten wir uns an LUMEN FIDEI. Denn wenn auch zwischen Benedikt und Franziskus kein Blatt passt, so liegt doch zwischen LUMEN FIDEI und EVANGELII GAUDIUM eine ganze Welt. Im Spannungsbogen zwischen diesen Welten bewährt sich der Auftrag, katholisch zu sein und zu bleiben, den Blick auf das Ganze zu halten und auszuhalten.
Als „Entfalter“ und Bitte um Kommentar erlaube ich mir einen Verweis auf
http://www.gloria.tv/?media=573131

HyronimusOtto
Wenn ich die Kommentare lese, stellt sich mir die Frage, ob denn niemand die beiden im Text verlinkten unsäglichen skandalösen Videos angesehen hat. Ich werde den Eindruck nicht los, dass Franziskus zum Zeitpunkt der Aufnahme nicht ganz nüchtern war, sondern irgendwas „intus“ hatte, ganz unabhängig davon, was er hier wem gegenüber zu welchem Zweck geäußert hat. Der vordergründige Zweck wird klarer, wenn man sich das zweite, aufgrund seiner Länge und englischen Sprache etwas mühselig zu verfolgende Video zu Gemüte führt. Wenn jedoch so ein Smartphone-Video eines Papstes bis in unser kleines, niederbayerisches Dorf vordringt, so ist das keineswegs Zufall. Und… weiter lesen »
M.S.
Sie haben völlig recht. Diese Videos sind grusig. Was braut sich da zusammen. Und „unser kath. Papst“ hat da die Finger mit drin? Was ist das Anliegen? Es geht um einen Einheitsbrei, der auf Teufel komm raus hergestellt werden soll. Ein sentimentaler Schwachsinn. Warum haben denn die Pfingstler so großen Zulauf? Weil die kath. Kirche seit Vat.2 total versagt hat. Sie hat ihren Auftrag vergessen. Geht hinaus in alle Welt … Mission ist out. Schmusekurs ist in. Und Schmusekurs können die Pflingstler und Charismatiker einfach viel besser. Die Kath. Kirche ist heruntergekommen, die Hl. Liturgie entstellt, so daß kaum noch… weiter lesen »
M.S.

Die anvisierte Einheitsreligion ist ja eigentlich ein Witz, denn das, wie sie sein kann – eine Einheit auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner – ist ja schon vorhanden. Da gibt es nichts mehr zu entwickeln.
Es ist die Menschheitsfamilie, in der wir alle Brüder/Schwestern sind. Das ist der gemeinsame Nenner, mehr scheint nicht nötig für die dahinterliegende Philosophie. Das wichtigste sind dann die zu verteilenden Pöstchen und Ämter.

Es geht um die Macht, um sonst nichts, die EINHEIT ist nur ein Vorwand.
Aufwachen alle Ökumeniker!!

CG

So sehr ich Benedikt liebe und schätze:
Ein Rückzug in das Gebet schaut anders aus, oder!?

Darf man sich dann wundern, wenn die Leute ihn
weiterhin als einen gültiger Papst ansehen!?

Dorothea Schwarz

das tun die Leute nicht!!!!!!!Dafür sorgt Papst Franziskus sehr vehement!!

arrow

Wer ist der gefährliche Mensch, der in dem zweiten Video Unsägliches zur Einpeitschung seiner Zuhörer vorträgt?
Die Zersplitterung der Kirche in schismatische Gruppen ist gemäß diesem Herrn gottgewollt: „Diversity is divine, division is diabolic“. Das sagt er in Bezug auf die Kirche, wobei das Nebeneinander von Katholiken, Orthodoxen, Protestanten und anderen Denominationen als göttliche Diversität verkauft wird.

MisterX

Betont gültig.

MisterX

Absurd wäre es, das Dementi nicht fürbass zu nehmen.

Ralph

Wenn Benedikt noch Papst wäre, wäre die Wahl Berdoglios notwendigerweise ungültig. Es könnte also nicht von einer gültigen Wahl gesprochen werden. Ich befürchte indes, dass Berdiglio rechtmäßiger Papst ist. Die Sedisvakanz-Phantasien greifen auch nicht. Bleibt für uns nur dem Herrn zu gehorchen und nicht dem Stellvertreter.

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Die weiße Papst-Kleidung trage er weiterhin aus „praktischen Gründen“, erläutert Benedikt XVI. in dem Schreiben. „Im Moment des Rücktritts waren keine anderen Kleider verfügbar. Im Übrigen trage ich die weiße Kleidung auf eine deutlich andere Art und Weise als der Papst.“

Natürlich. In Rom gibt es keine Klamottenläden. Die Not macht erfinderisch. Man zieht einfach Papst-Klamotten an, weil ja welche da sind. Demut oder Fasching?

Ganz ehrlich, dieses Dementi stärkt doch die Zweifler am Rücktritt mehr als die, die die ganze Story fromm glauben.

Markus

Diese oben geschriebenen Zeilen können unmöglich von Papst Benedikt kommen. Es handelt sich wahrscheinlich wieder um eine Falschmeldung, wie die Meldung, der heilige Geist habe Benedikt zum Rücktritt aufgefordert.
Per Mariam ad Christum.

Zeitlos
@ Zeitschnur Herzlichen Dank für Ihren Kommentar. Wenn ich es sagen darf: Ich finde es bemerkenswert, dass Sie Benedikt XVI. nicht aus falscher Anhänglichkeit schonen, sondern die Realität schildern. Weil ich mich erinnere, dass er Ihnen sehr viel bedeutet hat. Doch die Kirche Jesu Christi, Seine Kirche, ihr Wohl geht vor. Und diese Kirche, SEINE Kirche ist durch diesen Rücktritt, besonders durch die Form des Rücktritts, in ihrem Erscheinungsbild schwer beschädigt worden, obwohl sie auch vorher schon leidend genug war. Ich finde es gut, dass Sie das auf Ihre Weise klar herausgearbeitet haben. Jetzt allgemein: Die Sanftmut eines Papstes darf… weiter lesen »
zeitschnur
Benedikt bedeutet mir nach wie vor viel. Was seine Theologie betrifft, wird sie daran an Strahlkraft eingebüßt haben und weiterhin einbüßen, dass er eben der Lehre nicht völlig gehorsam war. Wer im Kleinen nicht treu ist, ist auch im Großen nicht treu. Dennoch ist er sicher ein tiefgläubiger Mann… Aber der Rücktritt ist unverzeihlich. Er hatte so viel Einblick in den Vatikan, dass er genau wusste, was da auf uns zukommen würde. Es ist m.E. unverzeihlich, wenn man ein Amt annimmt und dann damit kokettiert, es hinzuwerfen, wenn man nicht mehr will oder kann. Denn entweder der Herr wollte ihn… weiter lesen »
ein besorgter Christ

Nun bei einer monatlichen Rente von 2500 € wird sich der Papa emeritus schon noch einen schwarzen Anzug mit Collarhemd leisten können.
Das ganze Argument mit „war grad nix anderes da“ riecht doch förmlich nach Fake.

Markus

Was soll denn bitte ein Papst mit einem schwarzen Anzug?

Markus

Außerdem bekommt ein Papst kein Gehalt, sondern er bekommt alles, was er zum leben braucht.
Per Mariam ad Christum.

ein besorgter Christ

Nein Marcus, das stimmt nicht, der Papst kriegt die reguläre Pension eines italienischen Bischofs und das sind 2500€!
Davon mal ganz abgesehen ist er durch seinen Rücktritt genau nicht mehr Papst und sollte auch nicht als ein solcher gekleidet sein.
Genau deshalb fand ich halt schwarzer Anzug mit Collarhemd (=Priesterkleidung) angemessen.
Wobei genau das unmittelbar nach dem Rücktritt diskutiert wurde und der Vatikan klarstellte er erhält 2500€ (das ist das was ein ital. pensionierter Bischof bekommt) und nicht 5000€, was ein pensionierter Kardinal kriegt.
Man kann das alles ergooglen http://www.heute.at/news/welt/art23661,852517

Markus

Warum trägt dann bitte der Nicht-Papst Johannes XXIII weiterhin das Gewand des Papstes und sogar immer noch die rote Samtmozetta und die roten Schuhe des Papstes, wie man das in seinem Glassarg sieht? Vielleicht ist das ja der Grund, warum der amtierende Papst diese Kleidungsstücke nicht trägt, weil sich ein entfernter Vorgänger nicht davon trennen konnte.
Per Mariam ad Christum.

ein besorgter Christ

Johanns XXIII. und alle anderen Päpste die in Glassärgen in St. Peter liegen, sind als Päpste gestorben, das ist der Unterschied.
Wenn der Rücktritts Benedikts XVI. gültig ist, wie er selber es betont, dann ist er nicht mehr Papst.
Die andere Alternative ist, der RÜcktritt ist ungültig, dahinter steckt ein Zwang, und das weiße Gewand ist ein Botschaft… aber dagegen sprechen alle Gesten die Josef Ratzinger seit seinem Rücktritt gesetzt hat.

Markus
Also ist es also eine Belohnung für Päpste, die im Amt gestorben sind, auf ewig Papst zu bleiben. Päpste, die nicht bis zum Ende durchgehalten haben, seien dagegen nicht auf ewige Zeit Papst. Ich frage mich, ob sie keinen Respekt vor dem Alter haben. Wissen Sie überhaupt, wie sich ein 85-jähriger mit Herzschrittmacher fühlt? Und eine andere Frage: Was passiert, wenn Benedikt stirbt? Die Antwort ist, dass er ein päpstliches Begräbnis erhalten und im Petersdom beigesetzt wird, wie seine Vorgänger. Ich finde auch, dass ein Papstrücktritt nicht richtig ist, aber vielleicht konnte er wirklich nicht mehr. Wie hätten Sie an… weiter lesen »
ein besorgter Christ

Ein Vater kann auch nicht einfach von seinem Vatersein zurücktreten auch und gerade dann, wenn er nichts mehr von dem tun kann, was ein Vater normalerweise tun kann und soll.
Verstehen tu ich den Rücktritt schon, keine Frage, aber richtig ist er deshalb noch lang nicht.
Auch der Nachfolger ist gesundheitlich angeschlagen.
Haben wir demnächst eine WG zurückgetretener Päpste in Mater Ecclesia?

Markus

Können Sie sich einen ehemaligen Papst Johannes XXIII im Anzug und Kollarhemd aufgebahrt im Petersdom vorstellen?
Per Mariam ad Christum.

Markus

Ich halte sowieso nichts von Kleidungsstücken wie Anzug und Kollarhemd als Priesterkleidung, weil mir diese zu weltlich sind. Diese Kleidung ist erst seit dem zweiten vatikanischen Konzil üblich. Die eigentliche und offizielle Priesterkleidung ist und bleibt die Soutane.
Per Mariam ad Christum.

doro

An dieses Bild mit den zwei Päpsten kann ich mich auch nicht gewöhnen!Ich persönlich hätte mir gewünscht auch wenn ich Papst Benedikt sehr schätze und verehre das er im verborgenen wirke ,wie er es gesagt hat!!!An wen sollen wir uns noch halten wir sind Schafe mit zwei Hirten einer zuviel! Es ist als hätten wir zwei Väter einer zuviel.Aber ich vertraue auf Jesus Worte,,Die Mächte der Unterwelt werden sie nicht zerstören können.“

zeitschnur
Habe mir gerade das zweite Video zu großen Teilen angeschaut. Das ist ja unheimlich! Am Schluss sagt es ja Kenneth Copeland – vor wenigen Jahren wäre eine solche Videobotschaft vom Papst aus nicht denkbar gewesen. Für diesen Charismatiker ist es klar, dass dies der Herr wirkt, dass endlich Einheit entsteht und nur ER das machen kann. Jetzt geschieht es – nach Auffassung dieses Mannes. Und F. bittet wieder mal um den „Segen“ seiner „Brüder im Herrn“. Und Copeland inszeniert am Schluss diesen Segen mit Tränen in den Augen, von denen auch F. sprach, wie bei Josef und seinen Brüdern. Das… weiter lesen »
wpDiscuz