Kardinal Kasper zu wiederverheiratet Geschiedenen: „Neue Wege“ gehen wie das Konzil – Papst Franziskus: „Danke. Danke“

Kardinalskonsistorium zur Familie Papst Franziskus(Vatikan) Kardinal Walter Kasper war gestern der einzige Referent zum Thema Familie beim ordentlichen Konsistorium des Kardinalskollegiums. Der deutsche Kardinal forderte „Neue Wege“ zum Thema wiederverheiratet Geschiedene, „wie sie das Konzil auch gegangen ist“, und wurde von Papst Franziskus für seine Ausführungen gelobt: In seinen Worten „habe ich die Liebe zur Kirche gefunden“. Das Konsistorium, das seit gestern tagt, endet am Freitag Abend. Am Samstag folgt ein außerordentliches Konsistorium mit der Kreierung der neuen Kardinäle. Die folgenden Ausführungen folgen zusammenfassend der Wiedergabe des Vatikanisten Andrea Tornielli, dem die Rede Kardinal Kaspers zugänglich gemacht worden sein muß.

Große Erwartungshaltung erzeugt

Das Kardinalskollegium befaßt sich in Vorbereitung der Bischofssynode im Oktober mit dem Thema Familie. Die „Aufbruchstimmung“ unter Papst Franziskus, bestimmte Signale des Papstes, der Fragebogen des Sekretariats der Bischofssynode an alle Bischöfe und die deutsche Ungeduld haben einen Erwartungsdruck geschaffen. Wie Papst Franziskus mit dem von ihm maßgeblich mitverursachten Druck umgehen wird, läßt sich noch nicht sagen. Kommt die päpstliche Wahl von Kardinal Kasper als einzigem Referenten einer Vorentscheidung gleich? Ein deutliches Signal ist es allemal. Der deutsche Kardinal sprach sich bereits mehrfach für die Aufweichung des Ehesakraments und die Zulassung von wiederverheiratet Geschiedenen zu den Sakramenten aus.

Kasper: „Unauflöslichkeit der Ehe stehe nicht zur Diskussion, aber…“

Kardinal Kasper sagte in seiner Rede am Donnerstag, daß die Kirche die Worte Jesu über die Unauflöslichkeit der Ehe nicht in Frage stellen könne. Wer sich erwarte, daß beim Konsistorium oder dann der Bischofssynode „leichte“ und generelle Lösungen für alle gefunden werden, begehe einen großen Fehler. Allerdings könnten, so der Kardinal, angesichts der Schwierigkeiten, die die Familien heute erleben und dem enormen Ansteigen gescheiterter Ehen „neue Wege“ erkundet werden, um auf die „tiefen Bedürfnisse“ jener zivilrechtlich wiederverheiratet Geschiedenen zu antworten, die ihr Scheitern anerkennen, sich bekehren und nach einer Bußzeit die Wiederzulassung zu den Sakramenten beantragen. Der Vorschlag Kaspers entspricht mit deutlichen Abwandlungen dem „orthodoxen Weg“, der zuletzt mehrfach in die Diskussion eingeführt wurde.

Papst Franziskus zu Kasper: Keine Antworten geben, sondern Fragen stellen

Papst Franziskus, der Kasper als Redner ausgewählt hatte, habe ihn gebeten, keine Antworten zu formulieren, sondern Fragen herauszufordern. Eine Vorgabe an die sich der deutsche Theologe nur bedingt gehalten zu haben scheint.

Der Kardinal forderte das Kardinalskollegium auf, die Frage der wiederverheiratet Geschiedenen vor allem unter dem Blickwinkel jener zu betrachten, die unter dieser Situation „leiden und um Hilfe bitten“. Sie seien zur Teilnahme am Leben der Kirche einzuladen, denn es sei offensichtlich, daß in manchen Fällen alle Versuche zur Rettung einer Ehe vergebens seien. Es gebe das „Heldentum“ jener, die dann alleine bleiben und auch ihre Kinder alleine großziehen. Viele andere, von ihrem Ehepartner verlassene Geschiedene würden, auch zum Wohl der Kinder, wieder heiraten und könnten nicht ohne neue Schuld auf diese Zweitehe verzichten.

„Barmherzigkeit und Treue gehören zusammen“

Die Kirche könne die Worte Jesu von der Unauflöslichkeit der Ehe nicht ändern und nichts im Widerspruch zu diesen Worten tun oder lehren. Die Unauflöslichkeit des Ehesakraments und die Unmöglichkeit einer neuen Ehe, solange der Ehepartner noch lebt, könne nicht durch eine Berufung auf die Barmherzigkeit aufgehoben werden. Denn, so der Kardinal, „Barmherzigkeit und Treue gehören zusammen“.

Es gebe aber Situationen, so Kasper, die hoffnungslos seien. So tief der Mensch auch falle, könne er nie aus der Barmherzigkeit Gottes hinausfallen.

Die Kirche habe in den vergangenen Jahrzehnten bereits wichtige Schritte gesetzt. Im Kirchenrecht von 1917 wurden wiederverheiratet Geschiedene noch als Bigamisten bezeichnet, die im öffentlichen Konkubinat leben und damit Gegenstand der Exkommunikation waren. Im neuen Kirchenrecht werden sie ausdrücklich als nicht exkommuniziert bezeichnet, sondern als Teil der Kirche.

Kirche heute in ähnlicher Situation wie beim Zweiten Vatikanischen Konzil?

Für Kasper befinde sich die Kirche heute in einer ähnlichen Situation wie beim Zweiten Vatikanischen Konzil. Damals habe es zu Themen wie Ökumene und Religionsfreiheit Enzykliken und Verlautbarungen gegeben, die neue Wege unmöglich erscheinen ließen. Das Konzil habe dann aber, ohne die dogmatisch bindende Tradition zu verletzen, neue Türen geöffnet. In diesem Sinne schlug der Kardinal vor, auch im Zusammenhang mit den wiederverheiratet Geschiedenen neue Wege zu gehen, ohne die verbindliche Überlieferung des Glaubens zu verletzen.

„Es kann keine generellen Lösungen geben“

Es könne aber keine „generellen“ Lösungen geben. Nur die Ehenichtigkeitsverfahren zu erleichtern, würde den Eindruck erwecken, daß die Kirche unehrlich handle und eine versteckte „katholische Scheidung“ anbiete.

Kasper verwies auf eine Erklärung der Glaubenskongregation und von Benedikt XVI. beim Weltfamilientreffen in Mailand wiederholt, daß wiederverheiratet Geschiedenen der Empfang der eucharistischen Kommunion unmöglich ist, daß sie aber die geistliche Kommunion empfangen können, sofern sie geistlich dafür bereit seien. Der Kardinal kritisierte diese These und stellte die Frage, wie jemand für die geistliche Kommunion befähigt sein könne, nicht aber für die sakramentale?

Kasper: „Geistliche Kommunion ja, warum dann nicht auch sakramentale Kommunion?“

Kardinal Kasper führte dagegen eine Andeutung des damaligen Theologen Joseph Ratzinger aus dem Jahr 1972 ins Feld, wonach es während der frühchristlichen Verfolgungen für jene, die aus innerer Schwachheitdie eigene Taufe verleugnet hatten, in der Kirche eine besondere Bußpraxis gegeben habe, eine Art zweite Taufe, nicht mit Wasser, sondern mit den „Tränen der Buße“. Der Schiffbrüchige habe kein zweites Schiff zur Verfügung gehabt, sondern ein Rettungsboot, so der Kardinal. Ein solches Rettungsboot habe es, so Kasper, in manchen Ortskirchen auch für wiederverheiratet Geschiedene gegeben. Nach einer Bußzeit habe es für sie keine zweite Eheschließung in der Kirche gegeben, aber die Zulassung zur Kommunion. „Wird das in Zukunft ein gangbarer Weg sein?“, fragte Kasper das Kardinalskollegium. Darüber diskutieren die Kardinäle seither. Damit ist auch eine wesentliche Vorgabe für die Diskussion in der Bischofssynode absehbar.

Lob von Papst Franziskus für Kardinal Kasper: „Danke. Danke. Eine auf den Knien gemachte Theologie“

Papst Franziskus fand am Freitag Morgen viel Lob für den deutschen Kardinal. In seinen Ausführungen „habe ich die Liebe für die Kirche gefunden“. Und weiter: „Gestern vor dem Einschlafen, aber nicht um einzuschlafen, habe ich die Arbeit von Kardinal Kasper gelesen, noch einmal gelesen“, sagte der Papst heute zur Eröffnung des zweiten Tages des Konsistoriums. Franziskus meinte die Rede von Kardinal Kasper. „Ich möchte ihm danken, weil ich eine tiefe Theologie vorgefunden habe, ein gelassenes und unbeschwertes theologisches Denken. Es ist angenehm, eine unbeschwerte Theologie zu lesen. Und ich habe das vorgefunden, was der Heilige Ignatius den sensus ecclesiae nennt, die Liebe für die Mutter Kirche. Es hat mir gut getan und es kam mir dazu eine Idee, aber bitte, verzeihen Sie mir, Eminenz, wenn ich Sie in Verlegenheit bringe. Die Idee ist: Das nennt sich, Theologie auf den Knien zu betreiben. Danke. Danke.“

Wie werden die Kardinäle darauf reagieren? Wie die Bischöfe?

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Vatican Insider

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84 Comments

  1. „zum Wohle der Kinder wieder heiraten und könnten nicht ohne neue Schuld auf diese Zweitehe verzichten“

    Seit wann wird ein Unrecht durch ein anderes gutgemacht. Der Zweck heiligt nicht die Mittel!

  2. Weltlicher Sprachgebrauch
    Der Ausdruck „Rettung einer Ehe“ ist weltlicher Sprachgebrauch, setzt er doch die Möglichkeit des Unterganges einer Ehe voraus. Der weltliche Ehebegriff bezeichnet etwas als Ehe, was doch nur die Gestaltung des Ehelebens ist. Eine Ehe kann aber nicht untergehen, ist sie doch ein Werk Gottes. Ist die sakramentale Ehe aber unauflöslich, kann und braucht sie nicht gerettet zu werden. Im geistlichen Sprachgebrauch kann nur davon die Rede sein, dass „in manchen Fällen alle Versuche zur Versöhnung der Ehegatten vergebens“ sind. Dies macht auch deutlich, dass es um Schuld und Vergebung geht, und nicht um ein irgendwie schicksalhaftes Scheitern einer Ehe oder gar „Nicht-zueinander-passen“.

  3. Im Grunde ist der Widerspruch auch der, das eine tiefe Theologie eine sein soll die unbeschwert ist.
    Ja unbeschwert ist die Theologie wirklich, unbeschwert vom Kreuz, und unbeschwert von der menschlichen Realität und unbeschwert von der Hand Gottes, der man sich einfach entzieht.
    Was waren ein Thomas Morus und ein John Fischer doch für dumme Leute (Ironie off)!

    • Was waren ein Thomas Morus und ein John Fischer doch für weise Menschen. Heldenhaft und treu, ebenso ein Johannes der Täufer und ein Kilian, Kolonat und Totnan.

      Dümmlich und feige ist das unbeschwerte Theologie-Geplauder eines P.Franz und Bischof Kapsers dagegen und es wird nicht besser, wenn es nun etliche Theologen und Bischöfe wiederholen so lange bis die Sache paßt. – Der Schuh wird nie passen.

  4. Na sowas, der Papst spricht von einer Theologie auf den Knien machen. Was meint er denn damit, sicherlich nicht das wortwörtliche Knien im eigentlichen Sinn, denn er kniet sich nicht nach der Heiligen Wandlung, dafür aber vor Frauen und Muslimas….. Wir brauchen keine Theologie, die auf Knien „gemacht“ wird, wenn diese im Widerspruch zur Glaubenspraxis und Lehre der heiligen Kirche steht. Immer dieses Gerede von Franziskus….. kann er auch einmal eindeutige Aussagen machen? Immer diese ja, aber und wenn und vielleicht und alles wird dann mit der „Liebe“ und „Barmherzigkeit“ ummantelt, selbst wenn es gegen die Tradition der Kirche gerichtet ist….

    • Vermutlich ein Übersetzungsfehler. Es muss „über’s Knie gebrochen“ heißen.
      Nichts für ungut, war ein Späßle

  5. Jeder Christ ist berufen, heldenhaft zu leben, wenn man die Berufung zur Heiligkeit so umschreiben will. Nach der Trennung vom Ehegatten bedeutet diese Heldenhaftigkeit für den einen, allein die Kinder groß zu ziehen, für den anderen, in einer neuen Beziehung enthaltsam zu leben. Und selbst in einer intakten Ehe ist die Heldenhaftigkeit in irgendeiner Weise gefordert.
    Gelingt die Heldenhaftigkeit, z. B. in Form der geschuldeten Enthaltsamkeit, mal nicht, gibt es das Sakrament der Versöhnung, nur dies ist das Rettungsboot.
    Problem der rein zivilen Ehe ohne Sakramentalität, vergleichbar mit katholischen Ehegatten, die nur standesamtlich heiraten, ist aber nicht die Enthaltsamkeit, sondern die öffentliche Missachtung der sakramentalen Ehe, hier der schon bestehenden, dort der geforderten. Da dies ein andauerndes Ärgernis ist, kann es auch nicht mit einem Akt, vergleichbar der „Zweittaufe im Wasser der Tränen der Buße“ geheilt werden.
    Die Zivilehe bringt bisher gewisse gesellschaftliche Vorteile mit sich und deshalb wird sie auch von Katholiken geschlossen, die tatsächlich anderweitig sakramental verheiratet sind. Da aber im bürgerlichen Leben das Institut der Ehe weltweit in Auflösung begriffen ist dank der Gender-Ideologie, wird sich das Problem der zivil wiederverheirateten Katholiken in wenigen Jahrzehnten von selbst erledigt haben.
    Demnächst wird ja die bürgerliche Eheschließungsformel sich nicht mehr mit der sakramentalen decken. Statt dessen wird es zwischen einer beliebigen Anzahl verschieden- oder gleichgeschlechtlicher Personen heißen: „Ich habe Lust, über kurz oder lang für dich Verantwortung zu übernehmen.“

  6. “ …und könnten nicht ohne neue Schuld auf diese Zweitehe verzichten.“
    Wie ist das zu verstehen?

  7. Gott sei Dank, das klingt alles sehr vernünftig.
    Wenn zwei Menschen einander ein Sakrament spenden, dann wird Gott es auch beim wiederholten Male segnen, wenn sie es im Glauben an seine Vergebung tun.
    Wer etwas anderes denkt, sollte meines Erachtens ernsthaft seine Glaubensfestigkeit prüfen.

    • „Wer etwas anderes denkt, sollte meines Erachtens ernsthaft seine Glaubensfestigkeit prüfen.“
      Ich denke was anderes. Wenn ich Papst wäre würde ich Kardinal Kasper einen Besen in die Hand drücken und ihn den Petersplatz fegen lassen damit er mal was vernünftiges für die Kirche leistet.
      Per Mariam ad Christum.

    • Nun gehört zur Vergebung aber auch die Reue, die Wiedergutmachung und der Vorsatz nicht wieder zu sündigen (aber Ehebruch ist Sünde)

    • Werter Herr Kafsack,
      Ihrer Logik folgend heißt das nichts anderes, als dass ein jeder tüchtig sündigen soll, allein der Glaube an die Vergebung werde ihn retten. Je mehr Sünde, desto stärker der Glaube, dieses wirre Gedankengut entspricht nicht dem katholischen Glauben, auch wenn es sich in den Köpfen und leider auch im Verhalten etlicher Menschen eingenistet hat. Wenn Sie sich näher für den katholischen Glauben interessieren, empfehle ich Ihnen als eine gute geistliche Lektüre den Jakobusbrief. Er ist ein Schatzkästlein voll wegweisender Gedanken, die nachzudenken für jedermann ein Gewinn darstellt, gerade auch in der kommenden Fastenzeit.

  8. Zuerst meint der Kardinal, die Kirche könne die Worte Jesu von der Unauflöslichkeit der Ehe nicht ändern und nichts im Widerspruch zu diesen Worten tun oder lehren…. Kaum ausgesprochen, dreht und windet man sich und drückt, ohne Schamesröte im Gesicht, schön langsam das „dicke Ei“ heraus: ABER, ABER, ABER…. Ja? Man könne, man solle, man müsse….. Ja?
    NEUE BLICKWINKEL…., NEUE WEGE….., NEUE IDEEN…., UNBESCHWERTES THEOLOGISCHES DENKEN…..und am Ende setzt man auch noch auf Barmherzigkeit. Welch ein Pharisäertum!!

    • Pharisäertum ist das richtige Wort. Zu sagen, wir tasten die Ehe nicht an, aber wir machen neue Wege …
      Wir brauchen eine unbeschwerte Theologie, ein unbeschwertes Eheverständnis – trallala – aber wir halten selbstverständlich an der Ehe fest …

      Das sind die neuen Pharisärer.

      • Und vor allem ist das neuer Zynismus sondergleichen…Wer soll der Kirche so noch ein Wort glauben?
        Wir lügen, betrügen, stehlen, saufen, fressen, huren, aber selbstverständlich halten wir daran fest, dass man nicht lügen, nicht stehlen, nicht Völlerei betreiben, nicht ehebrechen darf. Wo ist das Problem? Und geschulte Rhetoriker führen dann an den Priesterseminaren Kurse für theologisches Spindoctoring durch.
        Das ist diese vulgäre Vorstadtmentalität, die dem Nachbarn eine ins Gesicht reindrischt und wenn der schreit scheinheilig und provokativ fragt: „Was isch los? Hasch was?“

  9. „Es gebe aber Situationen, so Kasper, die hoffnungslos seien. So tief der Mensch auch falle, könne er nie aus der Barmherzigkeit Gottes hinausfallen.“ und „stellte die Frage, wie jemand für die geistliche Kommunion befähigt sein könne, nicht aber für die sakramentale?“
    Leider zeigt sich, daß Kardinal Kasper sich selbst treu geblieben ist und weiterhin seine eigenen Thesen den Vorrang gibt.

    „Gefahren, die der Kirche drohen“: Die Thesen des Theologieprofessors Kasper
    In seiner Schrift „Gefahren, die der Kirche drohen. Hindernisse der Neuevangelisierung“ befasst sich Prof. Georg May ausführlich mit den Werken des Theologieprofessors Kasper. … Er zitiert u.a. folgende Thesen des damaligen Prof. Kasper:
    • „Der Glaube bedeutet nicht ein Fürwahrhalten von wunderbaren Tatsachen und von autoritativ vorgelegten Glaubenssätzen“.
    • „Dogmen können durchaus einseitig, oberflächlich, rechthaberisch, dumm und voreilig sein“.
    • Christus „hat sich also vermutlich weder als Messias noch als Gottesknecht oder als Gottessohn und wohl auch nicht als Menschensohn bezeichnet“.
    • Das Dogma, dass Jesus „ganz Mensch und ganz Gott ist“, sei „überholbar“.
    • Ferner schrieb er „dass wir viele Wundergeschichten der Evangelien als legendarisch bezeichnen müssen“.
    • Selbst wenn er Jesus Heilungserfolge zugesteht: „Sogenannte Naturwunder braucht man dagegen mit einiger Wahrscheinlichkeit nicht als historisch anzusehen“.
    • Die Auferweckung Jesu ist ihm „kein objektiv und neutral feststellbares historisches Faktum“.
    • Beim ältesten Osterbericht (Mk 16,1-8) meint er, „dass es sich hier nicht um historische Züge, sondern um Stilmittel handelt, die Aufmerksamkeit wecken und Spannung erzeugen sollen“. Auch andere neutestamentliche Tatsachenbehauptungen in den Oster- und Himmelfahrtsberichten sind für ihn nur „Stilmittel“.
    • Die Aussagen über die immanente Trinität oder über die Präexistenz Christi sind nach Kasper „nicht unmittelbare Glaubensaussagen, sondern theolog. Reflexionsaussagen“.
    • Auch Kasper spricht von der „Auferweckung des einzelnen im Tod“. Daher ist „auch die Rede von einem Weiterleben oder Fortleben nach dem Tod irreführend“. Ferner ist die Rede von Himmel, Hölle und Fegfeuer „eine sehr unangemessene, ja irreführende Redeweise“.
    • Mit dem „nicht ganz glücklichen Ausdruck“ Unfehlbarkeit der Kirche sei gemeint, „dass die Kirche … nicht mehr definitiv auf den Stand der Synagoge zurückfallen und Christus nicht definitiv verleugnen kann“.
    • Auch das für ökumenische Gespräche höchst wichtige, in die Worte ‚extra ecclesiam nulla salus‘ gekleidete Dogma von der universalen Heilsmittlerschaft der Kirche nannte er einen „höchst missverständlichen Satz“.
    veröffentlicht in pro Ecclesia.

    • Einigermaßen problematisch finde ich in welcher Art und Weise seinen Thesen innerhalb der Kirche Raum gegeben wird und dies gar noch von einem Papst:

      `In seinen Ausführungen „habe ich die Liebe für die Kirche gefunden“. Und weiter: „Gestern vor dem Einschlafen, aber nicht um einzuschlafen, habe ich die Arbeit von Kardinal Kasper gelesen, noch einmal gelesen“, sagte der Papst heute zur Eröffnung des zweiten Tages des Konsistoriums. Franziskus meinte die Rede von Kardinal Kasper. „Ich möchte ihm danken, weil ich eine tiefe Theologie vorgefunden habe, ein gelassenes und unbeschwertes theologisches Denken. Es ist angenehm, eine unbeschwerte Theologie zu lesen. Und ich habe das vorgefunden, was der Heilige Ignatius den sensus ecclesiae nennt, die Liebe für die Mutter Kirche. Es hat mir gut getan und es kam mir dazu eine Idee, aber bitte, verzeihen Sie mir, Eminenz, wenn ich Sie in Verlegenheit bringe. Die Idee ist: Das nennt sich, Theologie auf den Knien zu betreiben. Danke. Danke.“

      Allerdings waren es auch Päpste die den Theologieprofessor in der Kirche haben empor kommen lassen. Weder der ‚oberrheinische‘ Vorstoßes zur Kommunionzulassung wiederverheirateter Geschiedener, noch seine Zustimmung zum Verbleib in der Scheinberatung, noch die feministische Umgestaltung der Diözese Rottenburg/Stuttgart, noch ein Pastoralkonzept, das als ‚Abschied von 2000 Jahren Katholizismus‘ empfunden wurde, waren ein Hindernis für diesen Aufstieg bis hinein die die Hl. Kurie.

      Die Barmherzigkeit der Heiligsten Dreifaltigkeit ist unendlich groß, seine Gerechtigkeit unerwähnt zu lassen erscheint mir reichlich töricht. Wer kann im Gericht bestehen?

      Soll jetzt die Erklärung der Glaubenskongregation und von Benedikt XVI. beim Weltfamilientreffen in Mailand wiederholt, verworfen werden, daß wiederverheiratet Geschiedenen der Empfang der eucharistischen Kommunion unmöglich ist, daß sie aber die geistliche Kommunion empfangen können, sofern sie geistlich dafür bereit seien?

    • IMEK
      Danke, für diesen wichtigen Hinweis auf die Thesen des Theologieprofessors Kasper.
      Der Mann gehört nicht (mehr) zur Katholischen Kirche!

      • Nachtrag:
        Einen Häretiker kreiert Rom zum „Kardinal“, gegenüber dem glaubenstreuen Erzbischof Lefebvre spricht man die Exkommunikation aus.
        Ein bodenloser Skandal!!

      • Ich bin dankbar, dass es nicht in Ihrer Macht steht zu entscheiden, wer zur Kirche gehört und wer nicht

      • Liebe Leonie, meine Wenigkeit entscheidet nicht! Aber 2 + 2 kann man zusammenzählen!
        Kasper sagt: „Das Dogma, dass Jesus ganz Mensch und ganz Gott ist, sei überholbar“. Und wenn Ihnen dies noch nicht genug sein sollte, lesen Sie doch bitte schön langsam, oben bei IMEK nach.
        Frage an Sie: Was ist ein Kleriker der ein Dogma leugnet?

      • Vitus
        Nicht umsonst haben die hwst. Herren Theologie studiert, promoviert und sich habilitiert, wurden Magnifizenzen, Exzellenzen und Eminenzen. Die Raffinesse besteht darin, Häresien so auszudrücken, dass man sie nicht zwingend nachweisen kann. Er sagt ja nicht: falsch, oder unzutreffend, er sagt ja bloß: „überholbar“.

      • @ Herrn Laemmlein: Aber stellt sich seine Eminenz mit dieser Aussage nicht sogar tatsächlich und explizit gegen das Dogma:
        „Wer sagt, es könne geschehen, dass den von der Kirche vorgelegten Lehrsätzen einmal entsprechend dem Fortschritt der Wissenschaft ein anderer Sinn zuzuschreiben sei als der, den die Kirche gemeint hat und meint: der sei mit dem Anathema belegt.“
        (Dogmat. Konstitution ‚Dei Filius‘ des I. Vaticanums)?

      • @ Leonie: Insofern hätte nicht Vitus darüber befunden, sondern das 1. Vatikanische Konzil bzw. – der Kardinal selbst!

      • @Leo Laemmlein
        Dieses heuchlerische Spielchen ist aber doch leicht zu durchschauen!
        Außerdem sagt er doch noch mehr, wie man oben lesen kann. Aber niemand der ihn zur Rechenschaft zieht. Unsägliche Zustände sind das!
        Seine Gedanken offenbaren zweifellos seinen Unglauben, er leugnet ja annähernd die ganze Glaubenslehre. Fand es damals schon empörend, als P. Benedikt ihn zum Kardinal beförderte. P. Franziskus kann das nur recht sein.
        Mir kann keiner mehr etwas von dieser Konzils-“Kirche“ erzählen!

  10. „Es gebe das „Heldentum“ jener, die dann alleine bleiben und auch ihre Kinder alleine großziehen.“
    Sparen sie sich ihr Gesülze Herr Kardinal. Sie hätten Scheidungsanwalt werden sollen und da wären sie gut aufgehoben. Ihr wollt die Scheidung in der heiligen katholischen Kirche durch die Hinterthür einführen und nichts anderes habt ihr vor. Ich bin selbst geschieden und war alleinerziehend. Auf kluge Ratschläge von Konzilskardinälen kann ich gerne verzichten. Ich gehe lieber zur einer Marienkapelle weil ich genau weiß das unsere Mutter bedingungslos katholisch ist.
    Per Mariam ad Christum.

    • Es gebe das „Heldentum“ jener, die dann alleine bleiben und auch ihre Kinder alleine großziehen.“
      Was bei dieser Diskussion völlig außer Betracht fällt, ist das Wohlergehen der betroffenen Kinder, die ohne BEIDE Bezugspersonen (Vater und Mutter) in ihrer Entwicklung doch stark benachteiligt sind. Da mag man das Heldentum des einen Elternteils noch so sehr loben.

      • das Märchen, werter Tantumquantum, ist klüger wie sie, es zeigt, dass es besser ist alleine zu bleiben, auch und gerade der Kinder wegen!
        War da nicht mal was, mit einem Kreuz, dass man auf sich nehmen solle, wenn man Jünger eines gewissen Jesus sein wolle????

      • Tantumquantum
        Diskussion, Diskussion – ich kann’s bald nicht mehr hören. Gottes Gesetz hat ausnahmslos Priorität! Punkt! Darüber wird nicht diskutiert! Punkt!

  11. „…Der Kardinal forderte das Kardinalskollegium auf, die Frage der wiederverheiratet Geschiedenen…“ Seit wann gibt es denn in der Hl. Kirche wiederverheiratete Geschiedene? Schon dieser Terminus zeigt die Begriffsverwirrung, die bewußte (!) Begriffsverwirrung des Kardinals.

  12. Man kann noch so sehr „in die Tiefe“ gehen: Ohne eine 4. Dimension wird es keine eckigen Kreise geben.

  13. Es tut mir Leid, aber ihr habt alle Jesus nicht verstanden! Bitte kommt mir jetzt nicht mit Bibelzitaten, denn eines ist amtlich, es ist kein einziges Wort von Jesus persönlich. Er hat nämlich kein einziges Wort selber verfasst, obwohl er Gottes Sohn ist. Jeder kann sich daraus einen Reim machen.

    • Danke für diese kabarettistische Einlage! Ich fürchte, sie haben Kasper und Bergoglio verstanden.

    • @ Herrn Hofmeister: Woher wissen Sie dann, daß Jesus Gottes Sohn sei – wo doch, wie Sie implizit behaupten, die Evangelien als Offenbarungsquelle nichts taugen, da sie falsche Behauptungen enthalten und damit nicht glaubhaft seien …?
      Und: Wenn Er Gottes Sohn ist – hatte Er nicht den Willen oder nicht die Macht, zu verhindern, daß über Ihn, Sein Leben, Sein Handeln und Reden völlig verzerrt bis krass verfälscht berichtet wird? – Sie denken selbstwidersprüchlich und unterstellen dann „uns“, „wir alle hätten Jesus nicht verstanden“; ist das nicht ein kleines Bißchen ANMASZEND …?

      • Und: Wenn Er Gottes Sohn ist – hatte Er nicht den Willen oder nicht die Macht, zu verhindern, daß über Ihn, Sein Leben, Sein Handeln und Reden völlig verzerrt bis krass verfälscht berichtet wird?
        Hätte ER nicht den Willen oder die Macht zu verhindern, was an Grausamkeiten in den letzten 2000 Jahren passiert sind? Warum sind die nicht verhindert worden Frage ich sie! Wenn sie das beantworten können, dann wissen wir auch warum die Bibel nicht alles so wiedergibt wie Jesus es gemeint hat!

      • Falsch! Christus hat uns nie „versprochen“, keiner werde mehr sündigen, im Gegenteil; wohl aber hat er uns ausdrücklich Seinen Beistand versprochen, daß wir in Seiner Lehre nicht irregehen (s.u.); er hat uns einen unverlierbaren Maßstab an die Hand gegeben, nach welchem wir unser Leben ausrichten und unsere Handlungen als ‚gut‘ oder ‚böse‘ bewerten können. Wenn Christus den Auftrag „lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe“ erteilt, dann impliziert dies, daß die korrekte Ausführung dieses Auftrags tatsächlich möglich ist; die Annahme, daß Seine Lehre im Laufe der Zeit immer mehr verfälscht würde (so daß Seine Lehre gar nicht mehr würde verkündet werden können), steht im Widerspruch dazu. Nochmal: Er erteilt 1. einen klaren Auftrag und stattet 2. die so Beauftragten mit den dazu notwendigen Ganden aus – bis ans Ende der Zeiten. „Ich werde bei euch sein alle Tage bis ans Ende der Welt!“

      • Außerdem haben Sie immer noch nicht die Frage beantwortet, woher Sie dann überhaupt wissen können, daß Jesus Christus Gottes Sohn ist …

  14. cit.: „Geistige Kommunion ja, warum nicht auch sakramentale Kommunion ? “ – Im Zusammenhang mit der immer wieder vorgebrachten Forderung, den Empfang des Bußsakramentes und Empfang des Altarsakramentes doch endlich den wiederverheirateten Geschiedenen zu gewähren.

    Ich habe ein völlig anderes Verständnis der Geistigen Kommunion:
    Wenn das Allerheiligste Sakrament des Altares in den Gestalten des Leibes und des Blutes Christi real empfangen werden wäre es doch widersinnig diesen realen Empfang nicht auch mit aller Kraft geistig mitzuvollziehen !! Also, körperliche u n d geistige Vereinigung mit dem Gott-Menschen Jesus Christus im Heiligen Geist als gemeinsame Opfergabe an Gott Vater. Also die uns gewährte maximale Vereinigung mit dem Dreifaltigen Gott.
    Wenn, wie allgemeine Realität, aus wie auch immer gearteten „pastoralen“ Gründen die Sakramentale Gestalt des Vergossenen Blutes n i c h t gespendet wird bleibt m i r persönlich nichts anderes übrig als diese Vereinigung ausschließlich geistig zu vollziehen. Trotz der Tatsache, daß jede der beiden Gestalten der ganze Gott-Mensch Jesus Christus IST. Ich versuche mich so gut wie nur irgend möglich mit Christi Tod am Kreuz zur Vergebung der Sünden zu vereinigen.
    Außerhalb der Heiligen Messe ist natürlich eine ausschließlich geistige Kommunion möglich. Desgleichen bei der Anbetung vor dem Tabernakel, so das heutzutage noch möglich ist, da Der Allerheiligste, wie allgemein üblich, n i c h t mehr im Altarraum gegenwärtig gelassen wird.

    Weiters denke ich, daß eine wirkliche Kommunion mit dem Herrn o h n e der geistigen unmöglich ist, wenn ich mich n i c h t in völliger Übereinstimmung mit dem Wollen Gottes befinde. So wie der Sohn mit dem Vater im Heiligen Geist eine unauflösliche Einheit IST.
    Alles andere wäre gleichsam eine versuchte „feindliche“ , weil nicht im Einklang mit Gott stehende,
    Vereinnahmung . Sie würde uns, nach Paulus, zum Gericht. Er warnt uns ja nie die Unterscheidung von Brot und Leib Christi und Wein und Blut Christi, geopfert als Sühne für unsere Sünden, zu vergessen. Und d a s ist die Aufgabe Petri, der Bischöfe, der Priester uns das na nie vergessen zu lassen.

    • ff zu meinen vorhergehenden Gedanken, bzw. Korrektur „geistig“ und „geistlich“ betreffend.
      Natürlich hätte ich statt – geistig- , -geistlich- schreiben müssen. Denn geistig ist weltlich, irdisch gemeint und geistlich bezieht sich auf Gott Heiliger Geist. Also, um so mehr müssen wir bei der GEISTLICHEN Kommunion auf die Einheit mit IHM achten !!!

  15. Es gibt einen sehr, sehr zutreffenden Satz im Heiligen Willen Gottes unseres Herrn, der die Wurzel des Übels klar benennt.

    Lukas 16,10:
    „Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu; und wer im Geringsten ungerecht ist, der ist auch im Großen ungerecht“

    Mehr braucht man nicht um zu erkennen, was in der Konzilskirche also der „DIE NEUE KIRCHE“ wahrlich geschieht.

    Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

  16. Wie das gehen soll frage ich mich in Anbetracht des Umstandes dass sich Jesus im Evangelium so klar und deutlich festlegt, dass jeder der selbst das macht oder wer eine aus der Ehe entlassene Frau nimmt Ehebruch begeht und dass die von Gott verbundenen Eheleute der Mensch nicht trennen darf? Vielleicht war auch der schlechte Umgang mit dem Ehegebot ein Grund warum Byzanz 1453 unterging?

  17. Ist hiermit die Zeit des Menschen der Gesetzwidrigkeit angebrochen, von der der hl. Paulus im zweiten Brief an die Thessalonicher schreibt (2. Kap.)? „Zuerst muss der Abfall von Gott kommen und der Mensch der Gesetzwidrigkeit erscheinen, der Sohn des Verderbens, der Widersacher, der sich über alles, was Gott oder Heiligtum heißt, so sehr erhebt, dass er sich sogar in den Tempel Gottes setzt und sich als Gott ausgibt.“ Bahnen sich diese Tage an, oder wird die Kirche mit dem Papst wieder zu ihrer Aufgabe zurückkehren und dem Gesetz Gottes Geltung verschaffen?

  18. Das „Wunschkonzert“ eines Kardinal Kaspers hin oder her. Die Lehre der Kirche unterstreichende Auszüge aus einem Schreiben des Theologen von Michael Gurtner zur Verteidigung des Hirtenbriefes aus dem Jahre 2012 von S.E. Vitus Huonder von der Diözese Chur.

    -
    [….]
    Es gibt sogar Priester, welche meinten, der Bruch gehöre gleichsam selbstverständlich zur Ehe dazu, oder die den Eindruck erwecken, eine Wiederheirat sei ein schöner Neubeginn.

    Was die meisten jedoch verschweigen ist, daß neben jedem „glücklich geschiedenen“ Partner meist ein unglücklicher geschiedener steht, der aber meist vergessen wird. Welchen Eindruck müssen wohl Menschen, die von ihrem Ehepartner verlassen wurden haben, wenn manche Kirchenvertreter so leichtfertig über die Unauflöslichkeit der Ehe und deren Scheidung hinweggehen, indem sie eine Wiederheirat gutheißen? Darin ist der eigentliche Zynismus gelegen, daß man immer nur verständnisvoll von den „Bedürfnissen“ jenen spricht welche die Ehe brechen, anstatt sich auf die Seite jener zu stellen, welche verlassen werden.
    [….]
    Zum Abschluß sei noch auf ein weitverbreitetes Mißverständnis hingewiesen, welches immer wieder auftaucht, auch in den Diskussionen der letzten Tage, nämlich jenem, der Priester/Bischof/ die Kirche würde den Sakramentenempfang „verbieten“ bzw. die betroffenen wären „Exkommuniziert“ und somit bestraft. Das ist so nämlich nicht richtig.

    In der Kirche gibt es zwei grundsätzliche Arten von „Exkommunikation“: die eigentliche und die uneigentliche, bzw. die kirchenrechtliche und die dogmatische.

    Nur im Falle der kirchenrechtlichen, verhängten Exkommunikation handelt es sich um eine Strafe im eigentlichen Sinne.

    Die dogmatische Exkommunikation hingegen wird nicht verhängt, sondern tritt entweder auf Grund eines dogmatischen Mangels (etwa der Apostasie oder einer Häresie) ein, oder auf Grund eines moralischen Mangels, der durch den Empfang des heiligen Beichtsakramentes behoben werden kann. Solange jedoch die betreffende Person im Zustand der Todsünde verharrt, ist die Seele nicht in einem Zustand, welcher den Sakramentenempfang zulassen würde. Eine solche dogmatische Exkommunikation kann unter Umständen zwar auch kanonisch festgestellt werden, bleibt aber dennoch eine dogmatische.

    Und im Falle der wiederverheirateten Geschiedenen handelt es sich um eben eine solche. Das heißt die Kirche verhängt nicht die Strafe der Exkommunikation über diese Menschen, sie verbietet auch nicht die Kommunion, sondern sie stellt auf nichtkanonischem Wege die Tatsache fest, daß Ehebruch eine Todsünde ist und sich die Seele deshalb nicht im Gnadenstand befindet.
    Solange dieser Zustand anhält, würde der Kommunionempfang der Seele nicht zum Heile, sondern zum Gericht werden.
    Es ist im Grunde wie mit einer jeden anderen schweren Sünde auch:
    man muß sie zuerst beichten bevor man zu den Sakramenten treten kann.
    Da aber eine Wiederheirat das Verharren in diesem sündhaften Zustand bedeutet, kann sie auch nicht gebeichtet werden solange dieses eheähnliche Verhältnis andauert, was zur Folge hat, daß auch für diese Dauer die Sakramente nicht empfangen werden können.
    [….]
    -

    Schliesslich noch S.E. Huonder mit einer vortrefflichen Anmerkung, die sicherlich nicht nur für schweizerische Verhältnisse gilt:
    -

    Ich stelle fest, dass in der Schweiz offenbar ein Riesendruck herrscht, gängige gesellschaftliche Standards auch in der Kirche zu übernehmen.
    Dabei hat sich die Kirche nie von der Mehrheit abhängig gemacht
    (….)
    Denn „seit 2000 Jahren ist die katholische Kirche der Weisung Jesu gefolgt.
    Wenn sie gesellschaftlichen Trends nachlaufen würde, wäre sie nicht mehr römisch katholisch, sondern nur noch relativ katholisch“.
    -

  19. Ja,ja..Das Konzil und nochmals das Konzil,gebetsmühlenartig wird immer das Konzil erwähnt.Und warum.?Man will ja nicht dahinter zurück,das ist nicht modern,man muss den Menschen in den Mittelpunkt stellen Der moderne Mensch,so wie er ist. Die moderen Welt,Wissenschaft….. Diese Mythe vom modernen Menschenbild war der geliebte Mythos vom Montini Papst Paul VI.Und wie man feststellen muss(leider)setzt Bergoglio diesen unsinnigen Mythos ungeniert fort.

  20. Hm, dann ist das in meiner Ausgabe der Hl. Schrift bei Joh 8,11 wohl ein Druckfehler. Da steht nämlich: „Vade, et iam amplius noli peccare! – Geh hin und sündige fortan nicht mehr!“

      • Nichts Persönliches, aber zu Ihrer Meinung: Calvin und Luther waren mit ihrem Sola Scriptura bestenfalls halbe oder Vetero-Relativisten. Sie aber sind ja geradezu der perfekte Prototyp des modernen Relativisten. Die „Reformatoren“ ernannten einseitig die Schrift zum Maß aller Dinge, die sie ex novo interpretierten. Daß die nicht vom Himmel gefallen ist, den kleinen Denkfehler haben sie einfach ignoriert. Sie aber wollen nicht einmal die Heilige Schrift gelten lassen, denn es sei ja kein einziges Wort von Jesus selbst aufgeschrieben worden. Gleichzeitig werfen Sie hier großspurig anderen vor, daß diese „Jesus nicht verstanden“ hätten. Einfach „Super“. Die „Reformatoren“ wollten Jesus „besser“ recte „richtiger“ verstanden haben, nur mit der Schrift, aber ohne Überlieferung. Sie wollen Jesus noch „besser“ verstanden haben, ohne Überlieferung und ohne Schrift. Sie sind wahrscheinlich von noch geheimeren Kräften „eingeweiht“ als die Vertreter des „dritten Zeitalters des Geistes“. Wow, echt…. unglaubwürdig. Etwas mehr Demut würde nicht schaden.

      • Ich lasse die Heilige Schrift sehr wohl gelten, nur ist sie nicht 100 Prozent identisch mit dem was Jesus uns überliefert hat. Da hat sich das eine oder andere hinein geschlichen, genau so wie sich in den 2000 Jahren Glaubenswahrheiten eingeschlichen haben, die mit der Botschaft Jesus nichts zu tun haben. Wer die Evangelien liest, wird bei einiger guter Überlegung doch dahinter kommen, dass die Jünger sich auch nicht einig waren. Bitte nachzulesen bei Mk 10,35-45. Nur als Beispiel um nicht ständig am absoluten Wahrheitsgehalt herum zu streiten.
        Über Demut möchte ich mit ihnen nicht reden.

      • Wenn Sie ein kleines bisschen Ahung hätten so ist das absolute geniale an der Schrift, dass sich da in 2000 Jahren genau keine Änderungen eingeschlichen haben.
        Man konnte das Markus Fragment (das waren gerade mal 7 Wörter) aus dem Qumran Rollen genau deshalb so genau einsortieren, weil sich genau nix geändert hat an der Schrift.
        Auch im Codex Sinaticus steht nix anderes, als in meiner Bibel.
        (Das man über Übersetzungen streiten kann, das weiß ich schon, jedoch geht es genau darum hier nicht. Wobei man, wenn man denn will, auch an den Übersetzungsfragen, die Stärke einer immer gleichen Kultsprache ablesen kann, aber auch das führt hier zuweit).
        Die Worte der Schrift sind genau die, die Gott wollte dass sie auf uns kommen, und wahr sind sie auch alle, bis auf das kleinste „i“, jedoch nicht immer so, wie wir sie (oberflächlich) verstehen, sagt Thomas von Aquin.

      • Wie befinden Sie dann darüber, welche biblischen Berichte nun der Wahrheit entsprechen und welche nicht? Nochmal: wie hätte Christus zulassen können, daß Seine Lehre völlig falsch überliefert wird, und warum? Hat er zum Beispiel die folgenden Sätze nun gesagt oder nicht?
        „Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe“ (Joh 14,26); und
        „Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde. 19 Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, 20 und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ (Mt 28)

      • „Er hat nämlich kein einziges Wort selber verfasst, obwohl er Gottes Sohn ist. Jeder kann sich daraus einen Reim machen.“
        „Da hat sich das eine oder andere hinein geschlichen, genau so wie sich in den 2000 Jahren Glaubenswahrheiten eingeschlichen haben, die mit der Botschaft Jesus nichts zu tun haben.“
        Wenn sie uns nun mal genau sagen würden was ihnen an der Botschaft des Herrn nicht passt obwohl er nach ihrer Meinung kein einziges Wort verfasst hat wären wir schon ein großes Stück weiter. Vielleicht verwechseln sie den „Herrn unserem Gott“ mit dem Konzilsgeist denn der ist nämlich wirklich stumm wie eine leere Mülltonne aber seine Botschaft geht trotztdem um die ganze Welt von seinen Propheten verkündet.
        Ich finde die Worte von Rio Reiser kurz vor seinem Tode faszinierend und aufrüttelnd.
        „Nehmt mir die Krone ab, die mich erdrückt, nehmt mir die Krone weg, nehmt sie zurück. Ich weiß, irgendwo ist da ein Licht, doch ich kann euch nicht führen, denn ich weiß den Weg nicht“.
        Per Mariam ad Christum.

  21. Dieser kasperianisch-bergoglianische Cirkus macht deutlich, in wessen Händen sich der Stuhl Petri offiziell befindet.

  22. Traurig, welche Komödie uns da aus Rom zum Besten gegeben wird. Der Kasper betritt die Bühne und gibt die Marschrichtung vor, Bergoglio klatscht wie wild von der Königsloge Beifall und fordert dann die Kardinäle zur „freier“ Diskussion auf. Was mit Kardinälen geschieht, die nicht in Bergoglios Beigeisterung für seinen Hoftheologen einstimmen, dafür steht schon mal Kardinal Piacenzas Schicksal dräuend im Raum. Und die Ansprache selbst? Verlogen wie der Geist des Konzils selbst. Natürlich wollen wir kein Jota ändern, nur hier und da ein Hintertürchen aus (falsch verstandener) Barmherzigkeit öffnen. Und durch dieses Hintertürchen bricht dann wie gewöhnlich der Tsunami der normativen Kraft des Faktischen herein und reißt im Namen einer Reform alles hinweg, was sich ihm in den Weg stellt. Das ist keine Theologie auf Knien, das ist ein Kniefall vor dem Zeitgeist, Bergoglio! Dieses Gerede vom „Heldentum“, „Barmherzigkeit“, „Tränen der Buße“, wie lächerlich und an der Realität vorbei! Längst schon fordert man von seiten der „wiederverheiratet Geschiedenen“ und ist sich keiner Schuld bewusst, so sieht es aus! Blöd, wer nur je sein Leben an der Lehre der Kirche ausrichtete, denn diese Mater et Magistra ist seit fünfzig Jahren zur Dirne der Zeitgeistes verkommen und hängt verschämt ihr dürftiges tehologisches Mäntelchen nach dem Wind. Applaudiert nur weiter, Eure Komödie ist bald zu Ende!

  23. Also diese argentinische Plaudertasche namens Franziskus (und all die anderen vatikanischen bischöflichen Wölfe im Schafspelz) wird mir immer unheimlicher, denn am Vormittag sagt er zu einen Thema JA und zum selben Thema am Nachmittag NEIN, es scheint ja regelrecht so zu sein, als würden sich mehrere Geister untereinander abwechseln. Aber wie steht es geschrieben im Heiligen Willen Gottes unseres Herrn. Matthäus: 5. 37:
    Euer Jawort sei vielmehr ein Ja, euer Nein ein Nein. Was darüber ist, das ist vom Bösen.

  24. Das klingt doch wie eine Satire:

    „Ich möchte ihm danken, weil ich eine tiefe Theologie vorgefunden habe, ein gelassenes und unbeschwertes theologisches Denken. Es ist angenehm, eine unbeschwerte Theologie zu lesen. Und ich habe das vorgefunden, was der Heilige Ignatius den sensus ecclesiae nennt, die Liebe für die Mutter Kirche. Es hat mir gut getan und es kam mir dazu eine Idee, aber bitte, verzeihen Sie mir, Eminenz, wenn ich Sie in Verlegenheit bringe. Die Idee ist: Das nennt sich, Theologie auf den Knien zu betreiben. Danke. Danke.“

    Wer ein bisschen Kasper kennt, wirklich nur ein bisschen, muss doch denken, F. ist völlig neben der Kappe: „Theologie auf den Knien!“ Hahahahahahahaha! Das darf ja wohl nicht wahr sein!
    Da wird das Knien vor dem Herrn lächerlich gemacht. Denn Kasper tut alles, nur das nicht. Er macht einfach nur was er will und kniet höchstens dann beim Theologisieren, wenn ihm sein Bleistift runtergefallen ist.

    Welch ein Affenzirkus! Peinlich, verlogen, dumm, dreist, blasphemisch und zynisch!

    • 100% Zustimmung.
      Diese Herren wollen uns offenbar in ihrer zynischen Dreistigkeit so sehr für dumm verkaufen, dass sie wohl gar nicht merken, wie lächerlich sie dabei sind.

    • Das einzige, das hier peinlich ist, sind die Kommentare in diesem Forum. Und ich finde es verlogen, dumm und dreist, wie Sie über unseren Papst herziehen.

      • Okay, jetzt ist der emotionale Kropf geleert, und nun können wir vielleicht wieder anfangen zu denken: Lesen Sie doch oben den Beitrag von IMEK am 21.2. um 17.05 Uhr. Dort werden die schweren Irrtümer und schleichenden Häresien Kaspers aufgezählt.

        Sorry, aber Sie müssen sich schon die Mühe machen, sich damit auseinandersetzen, wenn ein Papst einem solchen „Theologen“ auch noch dankt – ihm allein! Hat F. mal einem Joseph Ratzinger gedankt? Oder gar einem Marcel Lefèbvre? Letzterer hat in der Tat nur die Lehre der Kirche verkündet ohne weitere Verbiegungen.
        Was ist mit einem Papst los, der einem ungehorsamen und häretischen Priester sogar so huldigt, dass er dessen Ungehorsam als „Theologie auf Knien“ bezeichnet?
        Verzeihen Sie, aber wer huldigt der Lüge, wer ist diese geistige Person, die schon von Anfang an der Lüge gefrönt hat und die Menschen verführt?
        Und es ist Lüge, was F. hier tut. Andernfalls müsste man ihn für unsäglich ungebildet, dumm oder verrückt halten. Und das will nun ich aus Respekt vor ihm nicht…
        Wachen Sie auf aus Ihren Gefühlen und beginnen Sie, scharf zu denken und wachsam zu werden.
        Hier ist kaum einer im Forum, der nicht liebend gerne wieder einen rechtgläubigen Papst hätte…
        Aber rechtgläubig ist der Papst nicht, weil er Papst ist, sondern dann, wenn er dem rechten Glauben anhängt. Nur dann…

      • @zeitschnur
        Sehr geehrte Frau Jüngling,

        ich finde es erstaunlich und erneut faszinierend erleben zu dürfen, dass Sie augenscheinlich im Stand der Erkenntnis sind, denn wie sollte es sonst möglich sein, Urteile über die Häresie eines Kardinals Kasper zu fällen, den Papst als Lügner zu bezeichnen und als nicht rechtgläubig zu erkennen.

        Das Sie allerdings Respekt vor unserem Papst hätten, kann ich bei aller gebotenen Vorsicht in der Beurteilung Ihrer Äußerungen keinesfalls erkennen.

        Sie haben vielleicht Recht, wenn Sie schreiben, dass jemand nicht bloß auf Grund seines Amtes als rechtgläubig anzusehen ist, allerdings kann ich nicht erkennen, dass Sie befähigt oder berufen sein sollen, hierüber ein Urteil zu fällen.

        Warum Ihre Ablehnung so tief geht und warum Sie so abfällig schreiben kann ich nicht beurteilen, allerdings schiene mir etwas mehr Gelassenheit, Empathie und vor allen Dingen Zurückhaltung angebracht.

        Es sei denn, Sie wären der Meinung, dass Gott unbedingt Sie benötigt um seine Gesetze durchzusetzen.

        Wäre es nicht an der Zeit mal den Gedanken, dass unser Papst in seinem Reden und Tun vielleicht doch vom heilgen Geist gelenkt sein könnte nur in Erwägung zu ziehen.

        Was wäre, wenn er mit seiner Auslegung Recht hätte und nicht Sie und die anderen Ablehner und Verächtlichmacher hier und an anderer Stelle.

        Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, selbstverständlich dürfen Sie jede Meinung äußern und jeder Meinung sein. Aber das ist dann eben nur Ihre Meinung und beinhaltet keineswegs diesen Absolutheitsanspruch von Wahrheit, den Sie hier kundtun.

        Mir scheint, dass Ihnen vor alllen Dingen eines fehlt: Gottvertrauen.

  25. Eine Antwort auf besorgter Christ, GW und Shuca!
    Mir passt alles an der Botschaft von Jesus. Sie ist ja letzten Endes sehr einfach! Glaube an Gott und liebe deinen Nächsten wie dich selbst! Obwohl das für uns Menschen sehr schwer ist!
    Sie haben mich auch falsch verstanden, wenn sie meinen, dass später an den Texten von den Evangelien was dazu gekommen ist!
    Ich meinte nur, das die Worte nicht von Jesus selbst verfasst wurden. Sondern erst viel später von Menschen verfasst wurden die Jesus persönlich nicht kannten. Dazu sollte man auch berücksichtigen, dass Wiedergaben die erst 30 Jahre später und noch viel später niedergeschrieben wurden vielleicht nicht so gesagt wurden! Nehmen wir nur ein Beispiel: Kann irgendeiner wenn er eine Predigt in einer Messe gehört hat, sie nach einem Jahr wortgetreu wiedergeben. Ich denke so was ist vollkommen unmöglich. Dazu kommt noch, dass man oft sehr gerne was hören möchte was so nicht gesagt wurde. Siehe Lk 1,1-4! Und auch die vielen Unterstellungen die man Franziskus macht.(nachzulesen bei dem Beitrag über den Pass von Franziskus hier im Forum!) Wenn alles so klar wäre, warum hat es dann unterschiedliche Meinungen zwischen den Jüngern gegeben. (Beispiel: Beschneidung!)
    Vielleicht lesen sie einmal Jakobus 3

    • [nur eine kurze Anmerkung] – Ja, Sie haben natürlich Recht, Christus selbst hat uns keine einzige Zeile hinterlassen (brauchte Er auch nicht!); und fehlbare Menschen mißverstehen und vergessen tatsächlich viel (oder erfinden dazu …), und wenn NUR Menschen an diesem Prozeß der Rezeption und Überlieferung beteiligt gewesen wären, so wäre es gut möglich gewesen, daß Seine Botschaft tatsächlich nach einigen Generationen ziemlich korrumpiert worden wäre (wobei allerdings die Schriften des NT wirklich sehr zeitnah niedergeschrieben wurden, noch zu Lebzeiten vieler Augenzeugen, und damit von hoher Authentizität).
      Aber der Punkt ist doch der: es waren eben NICHT nur Menschen, es war (und ist) Gott selbst, der in Seinem hl. Geist die Apostel und Evangelisten führte; Christus selbst sagt es ja mehrfach und ausdrücklich!
      Bald ist Ostern – und dann Pfingsten, wo sich die Kirche dankbar der Ausgießung eben dieses Heiligen Geistes, des Parákletos‘, des Beistands erinnert. – Sie dagegen argumentieren rein-menschlich, etsi Deus non daretur …

      • Nochmal anders herum: Christus brauchte nicht eine einzige Zeile niederzuschreiben, denn Ihm ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde. Er hatte die Macht, die von Ihm auserwählten und beauftragten Menschen (Evangelisten; Apostel und ihre Nachfolger) durch Seinen hl. Geist so zu führen, daß sie zwar nicht ihres Freien Willens und der Möglichkeit, zu sündigen, verlustig gingen, wohl aber Seine Worte und Seine Lehre authentisch, in der Substanz unverfälscht, weitergeben bzw. niederschreiben konnten.
        „Noch vieles habe Ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. 13 Wenn aber Jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird Er euch in die ganze Wahrheit führen. Denn Er wird nicht aus Sich Selbst heraus reden, sondern Er wird sagen, was Er hört, und euch verkünden, was kommen wird. 14 Er wird Mich verherrlichen; denn Er wird von dem, was Mein ist, nehmen und es euch verkünden.“ (Joh 16, EU)

      • GW
        Ich bin mit Ihren Argumenten vollkommen d‘accord. Gott wollte uns Seine Lehre schriftlich hinterlassen. Ein Narr wer glaubt, Er hätte nicht dafür gesorgt diese authentisch auf Papier zu bringen!

      • @ Vitus: ja, und dasselbe Argument, welches für die ’scriptura‘ inclusive den Prozeß der Kanonbildung gilt, gilt – an die Adresse der „Reformatoren“ – ebenso für die gesamte ‚traditio‘. Es ist völlig absurd, anzunehmen, Christus habe Seiner Kirche zwar Seinen ewigen Beistand im hl. Geiste zugesagt, dann aber zugelassen, daß Seine Kirche in Ost und West, als Ganze, für (mindestens) 13oo Jahre in ihrer Lehre völlig in die Irre geht (zBsp im Bezug auf die Sakramente, insbes. die Eucharistie, das Weihepriestertum, die Apost. Sukzession uvm.) – bis zum Auftreten von Luther, Zwingli und Calvin, die dann als „quasi-Propheten in göttlichem Auftrag“ endlich, endlich die „(vermeintlich) ursprüngliche, reine Lehre“ wiederherstellten (welche Anmaßung im übrigen!). Indem man dies behauptet, zeiht man Christus doch letztlich entweder der Lüge oder der Ohnmacht – und das ist nicht „nur“ häretisch, sondern, wie ich finde, sogar blasphemisch.

    • Sie vergessen nur, wer da gepredigt hat und was für Folgen diese Predigt hatte.
      Jesus war ja genau nicht ein normaler Mensch, auch wenn er ganz Mensch war.

    • Trauen sie den „Heiligen Geist“ nicht zu das er den Evangelisten die Wahrheit weisen konnte? Wenn er nicht aktiv gewesen hätte der moderne Atheismus die gesamte heilige Schrift in Fetzen gehauen. Aber keine Chance haben sie. Wie ist das eigentlich mit ihrer Taufe, Kommunion und Firmung. Haben sie Christus dabei persönlich gesehen oder trauen sie den Priestern oder Bischöfen doch zu das sie die Sakramente spenden können. Ja es stimmt. Es gibt Menschen die suchen die Wahrheit in der heiligen Schrift, andere suchen Widersprüche in ihr weil ihnen irgendetwas nicht gefällt. Wie war doch das noch in diesem großen Gebet des Herrn? Und führe uns nicht in Versuchung.
      Per Mariam ad Christum.

  26. Ich vertraue, dass die Bibel echt ist! Für mich ist die Bibel echt und zeitlos, von Menschen geschrieben die Zeugen Jesu sind, bei denen der Heilige Geist gewirkt hat! Es gibt viele Menschen, die meinen sie können die Bibel verfälschen. Sei es die Frauen, die meinen sie können Wortgottesdienste abhalten, wo Paulus genau beschrieben hat was die Frau im Gottesdienst für eine Stellung hat! Und es gibt noch vieles andere, was verfälscht wird! Aber Jesus sagt meine Worte werden nie vergehen!

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