Femen? „Verlangen die völlige Unterwerfung, ohne Respekt für Frauen“ – Verbot gefordert

Femen Protest ohne jeden Respekt vor sich selbst, vor anderen und vor Gott(Paris) Femen? „Das sind unterworfene Frauen, die gegen die Frauen sind und dich als Kanonenfutter benutzen“, so Alice, eine ehemaligen Femenistin, oder nach den Worten von Inna Schewtschenko, eine ehemalige „Sex-Tremistin“. Alice nahm an der Schändung der Kathedrale Notre-Dame in Paris teil. Inzwischen hat sie die Politsöldnerinnen jedoch verlassen. Der Grund? „Du mußt die völlige Unterwerfung akzeptieren, die man nach außen vorgibt, abzulehnen. Und du mußt völlig auf deine Freiheit verzichten.“

Nachdem Alice an der Profanierung der Kathedrale von Paris teilgenommen hatte, entschloß sie sich, Femen zu verlassen. Die „Sex-Tremistinnen“ geben vor, eine „patriarchale Gesellschaft“ zu bekämpfen und bieten gegen Bezahlung ihre Dienste für alle politisch korrekten Anliegen dieser Welt an. Sie tun dies, indem sie ihren nackten Oberkörper zur Schau tragen, auf den sie sich Parolen pinseln lassen und diese Parolen je nach Auftrag auch lautstark brüllen. Alice ist 30 Jahre alt und Pariserin. In einem Buch, das demnächst erscheint, rechnet sie mit Femen ab. Die Tageszeitung Le Figaro brachte einen Vorabdruck. Alice wörtlich: „Femen hat keinen Respekt vor Frauen“.

Unterworfene Frauen

Die Idee zu Femen stammt von einem Mann, der auch die wirklichen Fäden in der Hand hält, die Organisation gleichen Namens kontrolliert und fast „paramilitärisch“ führt. „Du mußt absolute Bereitschaft für die Organisation haben, 24 Stunden, rund um die Uhr“, so Alice. Eine Verpflichtung und ein Druck, der „dich langsam in jene völlige Unterwerfung führt, die du nach außen vorgibst abzulehnen“, wenn Femen auf die Straße geht oder Kirchen schändet. „Du bist gekommen, was zu bekämpfen? Die Unterwerfung der Frau unter ein patriarchales System. Und was bekommst du? Das Recht abends, wenn du alleine nach Hause kommst, zu dir selbst sagen zu können, für eine Freiheit gekämpft zu haben, auf die du selbst bei Femen kein Recht hast.“

Femen respektiert die Frauen nicht

Die nach außen von Inna Schewtschenko geführte Organisation nimmt für sich das „Recht“ in Anspruch, „gotteslästerlich zu sein“. Hinter dem PR-Aushängeschild Schewtschenko steht jedoch Viktor Swyatski. Der Erfinder von Femen steht in seinen Überzeugungen in der atheistischen Tradition des alten Sowjetreiches, hat jedoch die „Geldsegnungen“ des Kapitalismus erkannt. Femen habe er nur erfunden, „um Sex zu haben“, wie er selbst zugab. Doch der findige Ukrainer sah einen neuen Geschäftsbereich, mit nackter weiblicher Haut Ideologie und Geldverdienen verbinden zu können. Femen „respektiert die Frauen nicht“, wiederholt Alice, „und die Chefs behandeln die rekrutierten Frauen wie Kanonenfutter“. Alice hat sich nicht in die Organisation infiltriert, um dann deren Innenleben zu enthüllen. Sie stieß zu den Femenistinnen, weil sie sich selbst für eine überzeugte „Sex-Tremistin“ hielt, als Schewtschenko in den Medien die Politsöldnerinnen als neue Politbewegung hochstilisierte. Nach ihrer Enttäuschung und ihrem Ausstieg schildert sie ihre Rekrutierung, die Indoktrinierung, das Training und die Übungen für die Aktionen und dann den Einsatz auf den Straßen, die Angriffe gegen „Feinde“ und die Schändung von Kirchen.

Alice glaubt noch immer an die feministische Sache, aber von Femen will sie nichts mehr wissen. Femen sei eine Gruppe, die „Spenden und Geldzuweisungen sogar vom Teufel akzeptieren würde, nur um ihren ‚Feminismus‘ zu verbreiten“. In der Organisation „gibt es kein Vertrauen. Die nächsten Einsätze erfahren die Femen über Facebook. Wie soll sich jemand fühlen, der für eine Stunde gebraucht wird und nicht weiß, was in der Stunde danach geschieht? Und sie nennen das ‚absolute Treue‘“.

Anti-Femen-Proteste

In Frankreich fordern Bürgerinitiativen von Staatspräsident François Hollande, die Briefmarken einstampfen zu lassen, die das Konterfei von Inna Schewtschenko zeigen und Femen als subversive Organisation zu verbieten. Am vergangenen Montag trat Georges Fenech, der ehemalige Vorsitzende der Mission interministérielle de vigilance et de lutte contre les dérives sectaires (Interministerielle Kommission zur Kontrolle und Bekämpfung von Sekten – MIVILUDES) an die Öffentlichkeit, um seine Besorgnis über die Aktionen der „Sex-Tremistinnen“ zum Ausdruck zu bringen. „Sie untergraben die Grundwerte, auf denen unsere Republik aufbaut“, so Fenech, der ebenfalls die Auflösung von Femen forderte, wegen „der sektiererischen Methoden, die die Gruppe anwendet“.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Riposte Catholique

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3 Comments

  1. Ich warte immer noch darauf, daß die Damen von Femen (immerhin in der Ukraine gegründet!) sich in Sachen „Euromaidan“ äußern. Da steht das Volk auf, um gegen seine korrupte Regierung zu protestieren, und von Frau Schewtschenko und Konsortinnen – nichts! Naja – ist ja auch kalt, so oben ohne auf der Straße zu stehen…

  2. Hexenbesen und Lirum-Larum Löffelstiel. Der Spuk wird sich bald verziehen, denn bald kommt der Pleitegeier und Sensenmann.

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