Die Franziskaner der Immakulata und eine „nicht unbefleckte“ Kurie

Keine Barmherzigkeit für die Franziskaner der Immakulata(Rom) Das ist „die Zeit der Barmherzigkeit“, sagte Papst Franziskus. Doch für die Franziskaner der Immakulata gibt es keine Barmherzigkeit. Der Orden wird ohne Prozeß standrechtlich in seinen Fundamenten angegriffen. Eine Zusammenfassung der jüngsten Ereignisse samt Überblick über einen „unbefleckten“ Orden und eine nicht „unbefleckte“ Kurie und die mathematisch zweifelhaften Zahlenspiele von Kardinal Joao Braz de Aviz, den Präfekten der Ordenskongregation.

Papst Franziskus: Die Kirche muß „eine Barmherzigkeit für alle finden“ – Für alle?

Die Kirche muß hinausgehen, „die Verletzten zu pflegen“, sie muß „eine Barmherzigkeit für alle finden… nicht aber nur auf sie warten, sondern sie suchen gehen! Das ist die Zeit der Barmherzigkeit“. Das sind die Worte von Papst Franziskus bei der improvisierten Pressekonferenz auf dem Rückflug von Rio de Janeiro nach Rom am 28. Juli 2013. „Ja, das ist ‚die Zeit der Barmherzigkeit‘ für die wirklichen armen Armen, die die Armut für ihr Leben erwählt haben, um Christus ähnlicher zu sein: die Franziskaner der Immakulata“, so die katholische Historikerin Cristina Siccardi.

Am 31. Januar hielt Kardinal Joao Braz de Aviz, der Präfekt der Ordenskongregation eine Pressekonferenz. Dabei wurden zwei kurze Noten an die Journalisten verteilt, die zwei Orden betreffen, die „beiden heißesten Fälle derzeit“, so der Vatikanist Sandro Magister: die Legionäre Christi und die Franziskaner der Immakulata.

Wie man zu einer „Mehrheit“ kommt, die alles legitimiert

Zu den Franziskanern der Immakulata heißt es lapidar: „Die kommissarische Verwaltung der Franziskaner der Immakulata erfolgte nach einer Apostolischen Visitation, während der 74 Prozent der Angehörigen schriftlich ein dringendes Eingreifen des Heiligen Stuhls wünschten, um die ordensinternen Probleme zu lösen, indem sie entweder ein außerordentliches Generalkapitel beantragten, dem ein Vertreter des Dikasteriums vorsteht, oder die kommissarische Verwaltung des Instituts durch den Heiligen Stuhl“.

„Halt, halt“, schreibt dazu Magister, da stimme doch etwas nicht. Laut dem vom Vatikan veröffentlichten „Fragebogen“ hätten 39 Prozent der Brüder geantwortet, daß eigentlich alles bestens sei. 61 Prozent beklagten, daß es Probleme gebe. Um welche es sich dabei handelte, ist nicht bekannt. 26 Prozent waren der Meinung, daß die bestehenden Fragen ohne weiteres durch ein ordentliches Kapitel gelöst werden können. Sie meinten also Fragen, wie sie in jedem Orden auftreten und durch die zuständigen Gremien gelöst werden. In Summe erklärten damit 65 Prozent der Brüder, daß im Orden alles normal verlaufe. Die Ordenskongregation schrieb aber weiter, daß 74 Prozent ein außerordentliches Kapitel oder die kommissarische Verwaltung verlangt hätten. „Wenn Mathematik nicht eine Meinung ist“, dann stimme in der Rechnung der Ordenskongregation offensichtlich etwas nicht. Selbst wenn mit der, dann allerdings irreführenden Formulierung, gemeint sei, „daß 74 Prozent der 61 Prozent ein außerordentliches Kapitel oder eine kommissarische Verwaltung verlangt hätten, dann wären es höchstens 45 Prozent und allemal eine Minderheit, und selbst diese wollten zu einem Gutteil nur ein außerordentliches Kapitel“. Die Zahl jener, die eine kommissarische Verwaltung wollten, habe sich auf „deutlich weniger als zehn Prozent“ belaufen, wie Messa in Latino bereits vor mehr als zwei Monaten schrieb. Kardinal Braz de Aviz jonglierte offensichtlich mit den Zahlen, die er den Journalisten präsentierte, um den drastischen Eingriff der Ordenskongregation zu rechtfertigen.

Doch nicht genug damit. Kardinal Braz de Aviz erklärte auf der Pressekonferenz, die Apostolische Visitation sei auf „Wunsch von 21 Angehörigen des Ordens“ erfolgt. Einundzwanzig, fragt sich Sandro Magister: „21 sind eine winzige Minderheit“. Die eigentliche Eingabe mit dem Ansuchen um Eingreifen, die zur kommissarischen Verwaltung führte, wurde schließlich gar nur von fünf Brüdern unterzeichnet.

Mehrheit der Brüder stellte Antrag auf neuen Orden – Bis heute keine Antwort

Die vom Präfekten der Ordenskongregation genannten Zahlen werden noch durch eine ganz andere Tatsache widerlegt. Nachdem der Kommissars-Sturm über den Orden losgebrochen war, der Ordensgründer unter Hausarrest gestellt und die Zelebration des überlieferten Ritus verboten wurde, stellten im Herbst 2013 240 Brüder, das sind 60 Prozent, den Antrag an den Heiligen Stuhl, einen neuen, altrituellen Orden unter dem Schutz der Päpstlichen Kommission Ecclesia Dei gründen zu können. Laut Magisters Angaben sollen sogar fast 70 Prozent den Antrag gestellt haben. Die Unterzeichner haben ein eindeutiges Bekenntnis abgegeben, daß sie mit Sicherheit keine kommissarische Verwaltung wollen und auch nicht zu einem früheren Zeitpunkt wollten, und daß ihnen der überlieferte Ritus nicht „aufgezwungen“ worden war.

Proskriptionsliste schafft ein „bedrücktes Klima“

Der Vatikan gab bis heute keine Antwort auf das Gesuch. Es wird einfach ignoriert. Dafür erhielt Kommissar Volpi eine Proskriptionsliste in die Hand. Die Unterzeichner des Ansuchens wurden aus allen Leitungsämtern im Orden entfernt. Zu den neuen Oberen werden nur Brüder bestimmt, die den Antrag nicht unterzeichnet haben. Die Reaktion des Kommissars, anhand der Liste zu belohnen oder zu bestrafen, ließ im Orden ein „bedrücktes Klima“ entstehen, so Peregrinus Frater.

Ein Rückblick auf die Ursachen

Der Orden der Franziskaner der Immakulata entstand nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil, als in den bestehenden Orden „liberalisiert“ und Disziplinlosigkeit als neue „evangelische Befreiung“ gefeiert wurde. Die beiden Ordensgründer gingen den entgegengesetzten Weg. Sie nahmen die Aufforderung des Konzil an die Orden ernst, zu den Wurzeln zurückzukehren, zum Charisma des Ordensstifters. Was andere als Freibrief verstanden, das Bestehende über Bord zu werfen und zu modernisieren, führte Pater Manelli und Pater Pellettieri, zwei Minoriten, aus der neuen Geschäftigkeit ihres Klosters hinaus in die Einsamkeit und Stille der Kontemplation. Sie hatten keine Absicht, einen neuen Orden zu gründen. Sie suchten den geistlichen Weg für sich und ihr Seelenheil. Daraus heraus begannen sie ein Apostolat zu entfalten, das junge Gläubige wegen des Ernstes und der Authentizität anzog. Durch die Männer und Frauen, die sich um sie zu scharen begannen, ergab sich schließlich die Notwendigkeit eines neuen Ordens, der 1990 kanonisch errichtet wurde.

Unter Papst Benedikt XVI. kehrten die Franzskaner der Immakulata ordensintern zum überlieferten Ritus zurück. Die Seelsorge für die Gläubigen leisteten sie im Alten und im Neuen Ritus. Dadurch wurden ihnen immer neue Seelsorgeorte angeboten, allein in Italien 33. 30 davon wurden vom Kommissar durch das Zelebrationsverbot im Alten Ritus und durch Auflösung von Klöstern eliminiert. Die Gläubigen wurden sich selbst überlassen.

Am 1. Mai 2013 konnte Ordensgründer und Generalminister Manelli seinen 80. Geburtstag begehen. Der Orden stand in höchster Blüte. Während andere Orden unter Nachwuchsmangel leiden, hatten die Franziskaner der Immakulata zahlreiche Berufungen. In vier Zweigen, je einem männlichen und einem weiblichen missionarischen und kontemplativen Zweig zählte der Orden insgesamt 800 Brüder und Schwestern.

Blühender Orden und die Gründe dafür weckten Neid, Mißgunst und Abneigung

Im Juli des vergangenen Jahres wurde der Orden wie ein Blitz aus heiterem Himmel durch die Ordenskongregation unter kommissarische Verwaltung gestellt. Gründe, was sich der Ordensgründer, die Ordensleitung oder der Orden insgesamt zuschuldekommen habe lassen, wurden bis heute keine genannt. Das Verbot weiterhin im Alten Ritus zelebrieren zu dürfen, enthüllte jedoch die Stoßrichtung. Der blühende Orden weckte den Neid anderer Orden und die bisher einzigartige Tatsache, daß ein Orden des Neuen Ritus zum Alten Ritus wechselte, schien ein doppeltes „Ärgernis“ für manche gewesen zu sein, das abgewürgt werden mußte. Die Gefahr, daß auch andere Orden ernsthafte Ursachenforschung über die Gründe ihres Nachwuchsmangels anstellen könnten und dem Vorbild der Franziskaner der Immakulata in ihrer radikalen Armut, Glaubensstrenge und Ernsthaftigkeit folgen könnten, oder in einem weiteren Schritt sogar den überlieferten Ritus wiederentdecken könnten, mußte gebannt werden.

Papst Franziskus stimmte Bestrafung der Brüder zu – seither ignoriert er das Thema

Trotz der „Zeit der Barmherzigkeit“ schweigt Papst Franziskus bisher zum tragischen Schicksal der Franziskaner der Immakulata, eines Ordens, der von Papst Benedikt XVI. besonders geschätzt wurde. Trotz dieses Schweigens, kennen inzwischen doch auch einige Katholiken im deutschen Sprachraum die leuchtende Geschichte der Franziskaner der Immakulata, die für sich selbst spricht. Der Orden lebt in strenger franziskanischer Armut, er geht hinaus, ist den Menschen nahe und er ist missionarisch. Obwohl dies genau den Vorgaben und Wünschen von Papst Franziskus entspricht, hat der Orden den „unsäglichen“ Makel des Alten Ritus. Unter Benedikt XVI. hatte die Ordenskongregation nicht gewagt, gegen den Orden vorzugehen. Dessen Abtritt und die Wahl von Papst Franziskus ließen die Kongregation enthemmt zuschlagen.

Ausgerechnet die Erfolgsgeschichte des Ordens wurde ihm zum Verhängnis. Die Radikalität der Weltentsagung und die Treue zum Glauben lösten gegensätzliche Kräfte aus. Einerseits zog der Orden dadurch zahlreiche Berufungen an sowohl für den männlichen als auch für den weiblichen Zweig. Andererseits wuchsen gleichzeitig Neid und Eifersüchteleien in anderen Orden, die sich im Niedergang befinden.

Die Kirche ist für manche Mutter, für andere …

In seinem Interview mit dem brasilianischen Fernsehsender Globo am 28. Juli 2013 sprach Papst Franziskus von der Kirche als „Mutter“. Und eine Mutter ist ihren „Kindern nahe“, es gebe keine Mutter, die mit ihren Kindern nur aus der Ferne „korrespondiert“. „Wenn die Kirche mit tausend Dingen beschäftigt ist, vernachlässigt sie diese Nähe, sie kommuniziert nur durch Dokumente, sie ist wie eine Mutter, die mit ihrem Kind nur brieflich kommuniziert.“

„Offensichtlich wird in der Kirche mit zweierlei Maß gemessen: Für einige ist die Kirche Mutter, für andere, die in der Sanftmut und der Reinheit des Herzens leben, ist sie es nicht und kommuniziert mit ihnen nur mittels Dokumenten, oder Dekreten zur kommissarischen Verwaltung“, so Cristina Siccardi.

Vielleicht erscheint die Kirche „als zu weit weg“, „vielleicht als zu kalt, vielleicht zu selbstbezogen, vielleicht Gefangene ihrer eigenen strengen Sprache“, sagte Papst Franziskus in seiner Ansprache an die brasilianischen Bischöfe am 27. Juli 2013. Nur zwei Wochen zuvor, am 11. Juli erließ die Ordenskongregation mit Zustimmung des Papstes das Dekret gegen die Franziskaner der Immakulata, ohne sie vorher anzuhören.

Papst Franziskus fragte die brasilianischen Bischöfe: „Ich möchte, daß wir uns alle fragen, heute: Sind wir noch eine Kirche, die imstande ist, die Herzen zu erwärmen?“ Den Franziskanern der Immakulata „ist es gelungen die Herzen zu erwärmen“, so Cristina Siccardi, „doch Kommissar Volpi legte mit der Axt Hand an sie“.

Vorbildhafter Orden wird zertrümmert

Mit der kommissarischen Verwaltung der Franziskaner der Immakulata wurde eine Wunde aufgerissen, die dieses Pontifikat überschattet. „Eine Wunde, die auch nicht durch einen inszenierten Prozeß geschlossen werden wird, der in Vorbereitung ist“, so Siccardi. Die Führungsebene des Ordens, jene Kräfte, die das Charisma des Ordens ausmachten und die geistlichen Grundlagen gelegt haben, wurden abgesetzt und auch geographisch über die ganze Welt ins Exil verstreut. „Niemand kann ernsthaft glauben, daß der Orden nach einem solchen äußeren und willkürlichen Eingriff noch derselbe bleibt“, so Siccardi.

Der Präfekt der Ordenskongregation und Urheber des unsäglichen Angriffs gegen einen der blühendsten Orden der katholischen Kirche, Kardinal Joao Braz de Aviz holte sich dafür die ausdrückliche Zustimmung von Papst Franziskus. Damit beraubte er den Orden jeder Rekursmöglichkeit und damit jeder Möglichkeit sich gegen eventuelle Anschuldigungen zu wehren. Doch Anschuldigung gibt es keine, weil der Kampf gegen den Orden ein innerkirchlicher Richtungsstreit ist. Die Verweigerung einer Rekursmöglichkeit hängt auch damit zusammen, daß dann die Apostolische Signatur mit dem Fall befaßt worden wäre. Präfekt derselben aber ist Kardinal Raymond Leo Burke, ein Freund der Franziskaner der Immakulata und ein Freund des überlieferten Ritus. Kardinal Burke mußte daher umgangen werden und das gelang durch die Zustimmung von Papst Franziskus.

Die tendenziöse Visitation als Präludium, sobald der Papst es ermöglicht

Die Ordenskongregation hatte bereits zuvor mit der Ernennung von Msgr. Vito Angelo Todisco zum Apostolischen Visitator eine parteiische Entscheidung getroffen, die eine eindeutige Stoßrichtung hatte. Todisco war in jungen Jahren selbst kurz bei den Franziskanern der Immakulata, dann aber ausgetreten. Mehrfach äußerte er sich abschätzig über die Strenge des Ordens. Zudem unterhielt er freundschaftliche Kontakte mit der kleinen Rebellengruppe im Orden. Seine Ernennung belegt, daß die Ordenskongregation von Anfang an eine einseitige, ablehnende Haltung gegenüber dem Orden einnahm. Todisco hätte seine Ernennung ablehnen müssen. Wenn er es nicht tat, so ist das nur ein weiterer Mosaikstein in einer offensichtlich langfristig geplanten Aktion gegen den Orden, deren Exekution allerdings erst mit der Wahl von Papst Franziskus möglich wurde.

Das präpotente und willkürliche Vorgehen von Kommissar Volpi gegen die Franziskaner der Immakulata ist der lebende Widerspruch zu den zahlreichen Aufforderungen von Papst Franziskus zu Barmherzigkeit und Zärtlichkeit.

Der Papst, Pater Alfonso Bruno und die „Selbstbezogenheit“

Pater Alfonso Bruno, der innerhalb des Ordens mit der Ordenskongregation an dem Putsch mitwirkte und nun der neue starke Mann im Orden hinter dem Kommissar ist, hielt den Seminaristen am vergangenen Sonntag eine 38minütige Ansprache, um sie für seine Linie zu gewinnen. Dabei sagte er wörtlich in einem weiteren offensichtlichen Widerspruch zu dem, was Papst Franziskus ständig fordert: „Entschuldigt, wenn ich selbstbezogen bin“, wie Libertà e Persona berichtet. Alfonso Bruno verlangte von den Seminaristen im Kommissar den „Vertreter Gottes“ zu sehen, dem „übernatürlicher Gehorsam“ geschuldet sei. Die fünf Rebellen, die mit ihrer Eingabe offiziell der Ordenskongregation den Aufhänger zum Einschreiten lieferten, die Pater Alfonso Bruno unterstützt, haben sich allerdings nicht durch „übernatürlichen Gehorsam gegenüber ihren Ordensoberen und dem Ordensgründer und Generalminister Manelli ausgezeichnet, sondern gegen diesen intrigiert“, wie ein Franziskaner der Immakulata, unter dem Pseudonym Peregrinus Frater schreibt.

Die „grundlose“ kommissarische Verwaltung

Bei den Legionären Christi war von Anfang an offen gesagt worden, warum Maßnahmen gegen den Ordensgründer ergriffen und warum der Orden unter kommissarische Verwaltung gestellt wurde. Nichts dergleichen bei den Franziskanern der Immakulata. „Das Steinchen weniger Brüder, die sich unzufrieden an die Ordenskongregation wandten, löste einen Erdrutsch aus, der eine der eifrigsten und jüngsten Ordensgemeinschaften, die so reich an männlichen und weiblichen Berufungen ist, die von außergewöhnlicher Rechtgläubigkeit und bewundernswertem Gehorsam ist, zerbricht, indem sie unwiderlegbar nach dem Willen von Papst Franziskus bestraft wird, weil er die Heilige Messe im Alten Ritus nach den Bestimmungen des Motu proprio Summorum Pontificum von Benedikt XVI. zelebrierte, daran ändert auch nichts, daß nun am 31. Januar die Ordenskongregation erklärte, ‚die Sache mit dem Alten Ritus ist absolut nicht der Hauptgrund‘ für die kommissarische Verwaltung.“ Die Ordenskongregation sah sich bemüßigt, zu sagen, was angeblich nicht der „Hauptgrund“ gewesen sei. Bisher wurde jedoch weder von ihr noch von Kommissar Volpi weder ein „Hauptgrund“ noch überhaupt ein Grund für diese drastische, ordenszerschlagende Maßnahme genannt.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Corrispondenza Romana

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hicesthodie

Es ist unglaublich, dass in einer Kirche, in der die schrillsten Paradiesvögel freies Tanzen haben, derart stalinistische Methoden gegen die treuesten Söhne und Töchter möglich sind, ohne dass sich nennenwerte Gegenwehr erhebt, ohne dass sich Männer der Kurie – geweige denn einer der Päpste – finden, die diesem Treiben Einhalt gebieten. Dieser pseudokatholische Kadavergehorsam gegen kuriale Weisungen ist wirklich vom Teufel, denn er ermöglicht, dass diese Kirche von einer Lobby beherrscht wird, die mit ihrem intriganten, an Eifer- und Rachsüchteleien nicht zu überbietenden Zickenkrieg gegen die Franzikaner der Immaculata die geschmacklosesten Schwulen-Klischees bedient.

Armin
hicesthodie: Braucht man noch mehr Wörter als die obigen um zu erkennen wohin die „Konzilskirche“ sprich die „DIE NEUE KIRCHE“ steuert? Vermutlich ja Franziskus ist zumindest in meinen Augen eine Heuchler, siehe http://www.katholisches.info/2014/01/28/der-vatikan-unter-papst-franziskus-ein-paradies-der-berater/ und derselbe der nun Armut predigt, wirft diesen Heuschrecken Millionen in den Rachen, und „Seinesgleichen erkennt sich“, daher wurde Franziskus ja auch vom Time Magazin und einen Schwulen und Lesben Magazin zum „Mann des Jahres gewählt“ und ziert nun das Cover eines Rockmagazins. Wie wahr doch diese Wörter sind: Matthäus 7. 15 – 20 Warnung vor falschen Propheten. Hütet euch vor den falschen Propheten! Sie kommen in… weiter lesen »
Jean-Louis

Vollste Zustimmung. Das Verhalten der Kurie und der Kardinäle ist ein Trauerspiel. Vielleicht verhandeln sie ja im geheimen. Aber ich mag nicht so recht daran glauben. Nur Papst Benedikt sollte man von der Kritik ausnehmen.

arrow

Warum sollte man Papst Benedikt von Kritik ausnehmen?

leo
Er hat doch vorgezogen, Bücher zu schreiben, statt zu regieren. Die Zerstörung des Ordens FI hat ja unter seiner Verantwortung begonnen. Entweder war er so naiv zu glauben, dass die Visitation keine Folgen haben würde, oder war es ihm total egal, was mit den FI passieren wird. Zudem: Wer hat die Beförderung von W. Kasper zum Bischof und dann zum Kardinal mitgemacht? Ohne Ratzinger (noch unter JPII) wäre das ja bestimmt nicht möglich gewesen. Und jetzt ist Kasper, der ja immer schon einer der schärfsten theologischen Feinde Ratzingers, quasi der „theologische“ und taktische Ratgeber Bergoglios. Wäre BXVI nur ein Paar… weiter lesen »
Zeitlos
Ob man Papst Benedikt von der Kritik ausnehmen darf, bezweifle ich. Sicher darf er nicht mehr mit der Autorität des Papstes sprechen, die katholische Kirche kann nicht zwei Päpste haben. Es war sowieso die Frage, ob Papst em. bei seinem Rücktritt angebracht war, ob er nicht wieder hätte Kardinal werden sollen. Ja, es ist heikel, wenn ein ehemaliger Papst seine Stimme erhebt und seinem Nachfolger Ratschläge oder gar Mahnungen erteilt. So etwas gab es nicht in der Kirchengeschichte. Aber deswegen zu diesem Unrecht schweigen? Er müsste der Beschützer dieser jungen, blühenden Ordensgemeinschaft sein, die sich auf ihn berufen kann in… weiter lesen »
Leo Laemmlein

Je mehr das Zerstörungswerk der Kirchenführung voranschreitet, desto mehr, so muss ich zugeben, wächst mein Unmut gegen Papst Benedikt, der dem gottlosen Treiben schweigend zuschaut.

Markus
Wenn ein Papst nach dem Ende seiner Amtszeit wieder zum Kardinal wird, würdedemnächst nicht Papst Johannes Paul II, sondern Kardinal Wojtila heiliggesprochen werden. Folglich könnte es gar keine seligen und heiligen Päpste geben, da sich ein Papst nicht selber heiligsprechen kann. Weil dies aber nicht der Fall ist und die Papstgrotte unter dem Petersdom eine Papstgrotte und keine Kardinalsgrotte ist, war es völlig unmöglich, dass Papst Benedikt XVI wieder in den Kardinalsstand zurückfällt. Deshalb war der Titel des emeritierten Papstes die einzige Lösung. Besser währe es aber gewesen, er hätte den Titel und das Amt des amtierenden Papstes behalten. Per… weiter lesen »
leo
Sie haben anscheinend nicht viel Ahnung von der katholischen Ekklesiologie, der Kirchengeschichte und dem Kirchenrecht. Die Lösung des Problems beginnt immer mit der Klärung der Begriffe. - Das Papstamt bedeutet Jurisdiktion. Da man die verlieren kann (auch durch Verzicht), kann man dann kein Papst mehr sein. Somit ist die Bezeichnung „papa emeritus“ zumindest missverständlich. - Die Kardinalswürde ist ein bestimmtes Amt im römischen Klerus, der quasi lebenslänglich ist (zumindest bis auf Weiteres), aber keine eigene Jurisdiktion beinhaltet. Dieses Amt kann man ebenfalls verlieren, etwa durch Aberkennung bzw. Verzicht (wie im Falle von Kard. L. Billot). In dem Falle ist die… weiter lesen »
Markus

Nach dieser Definition müsste die Bruderschaft St. Pius X eigentlich Bruderschaft St. Giuseppe Melchiore Sarto’s heißen, da Sarto schon seit ungefähr 100 Jahren nicht mehr Papst ist.
Per Mariam ad Christum.

leo

Noch einmal zum Verständnis: Die Frage, welcher Name in den Kalender aufgenommen wird, ist theologisch irrelevant für die Frage, welchen Titel (und im Falle eines Papstes welchen Namen) die Person verwenden darf bzw. soll.
Außerdem dürfte es bekannt sein, dass der hl. Pius X. als Papst verstorben ist. Das wird im Falle von Joseph Ratzinger wohl kaum der Fall sein.

mariokin
Ich habe so meine eigenen Gedanken zu diesem unglaublichen Vorfällen. Könnte es nicht sein- es ist nur eine These: das uns in der Person des jetzigen Papstes der Antichrist gegnübertritt? Ich will diese These kurz begründen, ihr könnt die Details dazu im Kapitel 6-8 der geheimen Offenbahrung finden… Jesus hat die Zeichen für die Endzeit genau vorhergesagt: wir erleben Kriege, Terror, die immer häufiger auftretenden tosenden und unbändigen Naturkräft in Erdbeben, Tsunamifluten, Schneestürmen, Vulkanerruptionen usw. Falsche Propheten, die von Privatoffenbahrungen schwätzen, bis hin zu Medjugorie, wo offensichtlich ist, das die Erscheinung nicht übernatürlich sind.. und viele Vertreter der Kirche folgen… weiter lesen »
Frank Bell

Der jetzige Papst kann unmöglich der Antichrist sein!

Wäre er das, wären nicht nur die Katholiken, sondern auch die Mohammedaner und die Buddhisten und die Hindus und die Protestanten etc. fast restlos von ihm begeistert.

ein besorgter Christ
Naja kommt vielleicht noch! Im übrigen finde ich diese Diskussion wenig zielführend, weil es bislang so war dass die Kirche auch die Vorläufer des Antichristes nciht richtig erkannt hat, sie jedoch alle überstanden hat. Im übrigen gilt man soll nicht krampfhaft versuchen herauszufinden wann udn wo und wie die Welt untergeht, nicht all den falschen Propheten nachlaufen, weil es ab Johannes dem Täufer keine mehr geben kann udn ab den Aposteln alles gesagt ist. Wir leben seit 2000 Jahren in der Endzeit und es gilt jetzt das was schon immer gegolten hat „Es bleiben Glaube, Hoffnung Liebe, diese 3″ und… weiter lesen »
Magdalena

Könnte er der Falsche Prophet sein?

mariokin

Ich binkein Apokalyptiker, die mich hier kennen, wissen es, ich versuche möglichst realistisch zu bleien, aber auch nicht Sedesvakantist. Sedesvakanz ist ein platter Ausweg, um hier nicht mitdenken zu müssen, eine Sackgasse…
Nein es muss ein amtierender Papst sein, dem die neokonservative Konzilsmehrheit ohne Bedenken nachläuft, aufgrund eines heute falsch verstandenen Gehorsamsprinzips…

Nun ich denke, in den nächsten zweieinhalb Jahren wissen wir mehr, aber seien wir vorsichtig und bleiben normal Katholisch, ohne irgendwelchen Endzeitphantasien nachzujagen, aber rechnen wir mit allem und seien wir vorbereitet! Damit unsere Lampen brennen, falls unser Herr kommt!

Leo Laemmlein

„Sind wir noch eine Kirche, die imstande ist, die Herzen zu erwärmen?“, fragt Papst Franziskus. Ja, Gott sei Dank gibt es sie, die Katholiken im Klerus, unter den Religiosen und unter den Laien, die Licht und Wärme ausstrahlen, weil sie ein Leben im Heiligen Geist führen. Da sind aber viel viel mehr Katholiken, die arm dran sind, weil sie die Orientierung verloren haben, wie Schafe ohne Hirten. Und da sind auch die Schurken im heiligen Gewand, die Zorn und Verachtung wecken, aber mehr als alle anderen Mitleid und Gebet nötig haben.

bernhard

Eine Mene Tekel für alle Ecclesia-Dei- Gemeinschaften: Petrusbrüder, das Oratorium in Berlin, Mariawald etc. Die Piusbruderschaft hatte wohl eine gute Nase für die rauen Winde, die sich anbahnten. Sie wird wohl vorerst weiterhin der einzige Fels in der Brandung sein

Armin

Will der Papst mit diesen Wörtern http://de.radiovaticana.va/news/2014/02/02/papst_beim_angelus:_%E2%80%9Egeweihtes_leben_ist_ein_geschenk_gottes%E2%80%9C/ted-769531 die Gottgeweihten Diener/innen Gottes unseres Herrn im Orden „Franziskaner der Immaculata“ auch noch verhöhnen und verspotten, nun nachdem er dafür sorgte das diese so gut wie Vernichtet wurden? Also man kann ja wahrlich nur hoffen, das sich diese Endlich aus der Knechtschaft dieses heuchlerischen Papstes befreien werden. Denn ansonsten begehen diese nichts anderes als geistigen Selbstmord und das aus Feig- Lauheit gegenüber Gott den Herrn.

Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

Knut Kreuzritter
Es ist bedauerlich, daß die FI nicht die Kraft hatten, Kommissar Volpi und seine Zerstörer vor die Klostermauer zu setzen. Der falsche blinde Gehorsam gegenüber dem modernen Rom brach diesem blühenden Orden das Genick. Aber so ist es überall. Pfarrer die gerne mal die Bibel als Märchenbuch bezeichnen, ständigen liturgischen Mißbrauch treiben, Gläubige, die in schwerer Sünde leben zur Kommunion zulassen, die die Kirche auch optisch verwüsten, ja diese Pfarrer dürfen weiter frei walten und schalten. Aber wehe ein Pfarrer spricht so unangenehme Dinge wie Verhütung, Abtreibung, Islam, Unauflösbarkeit der Ehe, Sünde, Hölle an, dann kommt sofort der Pfarrgemeinderat und… weiter lesen »
Zeitlos
Es lag nicht an der mangelnden Kraft der FI. Jeder katholische Orden untersteht der Ordenskongregation, der obersten Behörde des Papstes. Diese hat den Kommissar Volpi zum Oberen gemacht. Sich ihm zu widersetzen, heißt, sich dem Papst zu widersetzen. Das hätte die Aufhebung des Ordens bedeuten können, wahrscheinlich wäre er verboten worden. Erzbischof Lefebvre hat Jahre inneren Ringes gebraucht, ehe es zur offiziellen Trennung von Rom kam. Die Franziskaner der Immakulata wurden überrascht, es gab keine langen Auseinandersetzungen. Sie hatten gegen keine Regel der „Konzilskirche“ verstoßen, sie haben die Rechte in Anspruch genommen, die Benedikt XVI. ausdrücklich gewährt hat. Ein Teil… weiter lesen »
Leone

Na und? Warum denn so defaitistisch? Die Christkatholische Kirche(Altkatholiken) haben auch nichts mit einem Papst am Hut. Und was die von Ihnen erwähnte Exkommunikation betrifft – die erste war null und nichtig. Bergoglio soll sich hüten. Er muss aufpassen, dass ihm nicht eines Tages seine Neomodernistische Kirche büchstäblich um die Ohren fliegt.

Maria Fellner

Wie wahr, wie wahr! Ich hab das alles in unserer Pfarre und in unserer Diözese mitansehen und miterleben müssen. Wie sagte doch schon Reinhold Schneider:
“ Allein den Betern kann es noch gelingen, das Schwert ob unseren Häuptern aufzuhalten und diese Welt den richtenden Gewalten durch ein geheiligt Leben abzuringen.
Denn Täter werden nie den Himmel zwingen, was sie vereinen, wird sich wieder spalten, was sie erneuern, über Nacht veralten und was sie stiften, Not und Unheil bingen!“

hedi züger
Es ist dies ein schwerer Makel im Pontifikat Franziskus. Das augenscheinliche Charisma dieses Papstes im Zugehen und grosser Empathie gegenüber jedem, gerade besonders leidenden konkretem Menschen – das kann aufrichtig zu Tränen rühren – das ist unbestritten. Warum diese Aversion gegen getreue vita devotionis? Ich sehe da einen Bezug zu seiner eigentümlichen abweisenden, sich verschliesssenden Art den heiligen Geheimnissen am Altar oder sonstigen liturgischen Riten gegenüber – während sein Angesicht freundlich strahlend den begegnenden Menschen sich zeigt – ist plötzlich-Schlag auf Schlag beim Gebet alles weg, da fällt nichts davon ab für jene höchste Wonne, die sich uns schenkt durch… weiter lesen »
Wolfram Schrems
Ich habe vor einigen Jahren einen Bruder der Franziskaner der Immacula kennengelernt, der in dem einzigen österreichischen Kloster (Kitzbühel) lebt. Ich war angesichts vieler Erfahrungswerte angenehm überrascht, daß ein Angehöriger einer „neuen“ Gemeinschaft nicht die sonst übliche aufdringliche, nervige und schrille Art an den Tag legt. Es war ein Bruder, der durch seine ganze Art Liebenswürdigkeit, Ruhe und Kontemplation ausstrahlte. Zudem war er so „empathisch“, daß er mir einen Satz von CDs zu einem mich beschäftigenden Thema schickte, also etwas, das ich brauchen konnte. Ich wurde also nicht zugemüllt mit aller möglichen Propaganda sondern sachgerecht unterstützt. Das sei ihm unvergessen.… weiter lesen »
Wolfram Schrems

…Immaculata

Zeitlos
@mariokin „Papst Benedikt lebt noch und muss das Kreuz seines Scheiterns einer Kirchenreform tragen…“ Wieso Sie aus Benedikt XVI. einen verfolgten „Kirchenreformer“ machen, ist mir ein Rätsel. Ich höre das jetzt schon mehrfach von Gläubigen im Umfeld der Pius-Bruderschaft, und ich komme aus dem Staunen nicht heraus. Wieso ist er ein Kirchenreformer? Er ließ Kritik am 2. Vatikanischen Konzil nicht zu, forderte nur, es im „Licht der Tradition zu lesen.“ Doch ohne Veränderungen an Texten geht das nicht, Irrtümer, Widersprüche löst man nicht auf, ohne sie konkret in Texten zu ändern. Nie hat er das auch nur andeutungsweise erlaubt. Die… weiter lesen »
Schatzgräber
Es ist äußerst schmerzhaft, solche Beurteilungen über Papst Benedikt zu lesen. Niemand ist ohne Fehler, aber er hat alles getan, um den Glauben in der Kirche zu stärken, vor allem durch sein Wort und seine Predigt. Viele sind durch ihn zum Glauben gekommen. Er hat sich um eine würdige Liturgie gemüht. Es hat größte Widerstände auf sich genommen, um die Einheit und den Frieden zu fördern. War es seine Schuld, dass so viele in der Kirche ihn bekämpft und allein gelassen haben? So viele waren unversöhnlich und hatten nur ihre Gleichförmigkeit mit der modernen Welt im Sinn. – Ebenso könnte… weiter lesen »
Vitus

Mit Ihrer Ansicht liegen Sie richtig! Ich kann in diesen Wehmuts-Lobgesang um Papst Benedikt nicht miteinstimmen. Schön still hat er gehalten, als es nötig gewesen wäre, im Klerus einmal gründlich „aufzuräumen“. Er war beim Greuel in Assisi anwesend und betete 2006 in einer Moschee. Unsäglich! Hat man das vergessen? Papst Benedikt, der gemäßigte Modernist, ist mir noch lieber als P. Franziskus, das ist aber auch schon alles.

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