„Ist denn Christus zerteilt?“

Papst-Franzikus-GeneralaudienzLiebe Brüder und Schwestern,

am letzten Samstag hat die Gebetswoche für die Einheit der Christen begonnen. Sie wird in diesem Jahr von den Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften Kanadas ausgerichtet und steht unter dem Leitwort eines Zitats des heiligen Paulus aus dem 1. Korintherbrief: „Ist denn Christus zerteilt?“ (1,13). Für Paulus bilden die Gläubigen in Korinth zwar eine eigenständige Gemeinde, sie sind aber innerlich vereint mit allen, die den Namen des Herrn anrufen. Der Name Christi schafft Gemeinschaft und Einheit. Zudem haben wir auch die Taufe und das Kreuz als zentrale Merkmale der Jüngerschaft gemeinsam. Dennoch müssen wir der Tatsache ins Auge sehen, dass wir Christen in eine Vielfalt unterschiedlicher Gemeinschaften gespalten sind. Blicken wir auf den heiligen Paulus, der Gott für die Gaben anderer Gemeinden dankt. Auch wir dürfen die Gaben anderer christlicher Gemeinschaften als Bereicherung erfahren. Die Initiative der Gebetswoche bietet so eine Gelegenheit, andere Christen zu treffen, um immer wieder zu sehen, was wir einander schenken können. Dies verlangt aber auch Demut, Nachdenken und ständige Umkehr des Herzens.

Von Herzen begrüße ich die Pilger deutscher Sprache. Liebe Freunde, Jesus hat gesagt, wo zwei oder drei in seinem Namen versammelt sind, da ist er mitten unter ihnen (vgl. Mt 18,20). Nehmen wir uns die Worte des Herrn zu Herzen und kommen wir mit den Brüdern und Schwestern der anderen christlichen Gemeinschaften zum gemeinsamen Gebet zusammen. Der Heilige Geist begleite euch auf euren Wegen.

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42 Comments

  1. Stellt SH Franziskus hier nicht verschiedene Realitäten auf eine Stufe? Die neutestamentlichen Gemeinden waren in e i n e m Glauben verbunden, die christlichen Gemeinschaften sind es nicht, ja nicht einmal die sichtbare römisch-katholische Kirche selbst weist noch diese Glaubenseinheit auf, die sie einmal auszeichnete. Oder versteht Franziskus unter dem e i n e n Glauben nur noch den größten gemeinsamen ökumenistisch-christlichen Nenner? Das wäre dann aber eine neue Ekklesiologie, die freilich andere vor ihm erfunden haben.

      • Das sieht er offensichtlich so, wie sich aus einer anderen Rede auch ergibt. Er spricht von christlichen Gemeinschaften, was auch immer das sein mag. Die Kirche ist aber keine Gemeinschaft, sie vereint , das ist etwas Anderes.

    • Dass die neutestamentlichen Gemeinden in EINEM Glauben vereint waren, ist eine Behauptung. Tatsache ist, dass bereits der Apostel Paulus mit Spaltungen zu kämpfen hatte. Ausweislich der ersten Konzilien setzte sich dies fort dudfrch alle Zeiten bis heute.

    • Vielleicht meint das Kirchenoberhaupt die katholischen Ostkirchen?
      Tatsächlich erinnere ich mich gerne an die Erhabenheit des griechisch katholischen Ritus.
      Für diese Gaben dürfen wir dankbar sein.

      Im übrigen, volle Zustimmung zum gemeinsamen Gebet. Lasst uns beten für die Bekehrung der irrig Glaubenden und nicht Glaubenden.
      Irgendwann erhört uns unser Herr Jesus Christus und wir werden eins sein.

  2. Noch mehr sollen „wi“r von den „Brüdern“ lernen? „Wir“ haben doch schon gelernt, die Heilige Messe aller Zeiten durch eine schlichte Mahlfeier zu verdrängen. Auch haben „wir“ gelernt, so wie Luther, das Meßopfer zu hassen und zu vertheufeln. Die Veranstaltungen von Pfarrkaffees und Dritteweltmärkte haben „wir“ doch auch schon bestens übernommen. Und im Wortgottesdienst oder auch im „normalen“ Gottesdienst spielen Emanzen mit kurzen Haaren, Brillen und Hosen gerne Gitarre und machen einen auf Menschenfreund. Wurde doch alles perfekt gelernt!
    Noch mehr lernen????
    Also ich glaube, unter diesem Papst gibt es nur wenige Hindernisse, sodaß sich sämtliche protestantischen Sekten in der „katholischen“ Neukirche sehr wohlfühlen würden.

    Einzig die den orthodoxen Schismatikern müßte man eine ordentliche Liturgiereform verpassen: Weniger Weihrauch, mehr Gitarren – dann wären sie wohl bereit für Rom, könnten sie in dieser Form umerzogen werden und ihnen alles Heilige genommen werden.

    Verzeihen Sie mir diesen Sarkasmus, aber ich kann diese Statements des Heiligen Vaters kaum mehr ertragen.

    Beten wir für Rom und den Heiligen Vater und alle Priester, Bischöfe und Diakone in der Kirche von heute!

  3. Es ist zum Lachen, wenn es nicht so traurig wäre. Genau so, wie Sie es beschreiben, sahen am Samstagabend die beiden Kommunionhelferinnen aus: kurzgeschoren, bebrillt und in engen Hosen. Und ich musste noch denken: Guck mal da: kurze Haare, Brille und Hosen – beide! Was der heilige Paulus wohl sagen würde, der in Bezug auf die Frauenrolle im Gottesdienst schrieb, dass seine Anweisungen ein Gebot des Herrn sind!? Aber, liebe Katholiken, Papst Paul VI. war es, der sich von den Freimaurern überrumpeln ließ und die liturgische Revolution –g e g e n den Weltepiskopat und gegen das berühmte und heute so oft bemühte Volk Gottes!– der katholischen Kirche aufzwang. Nachzulesen in der Ottaviani-Intervention.

    • „Kurze Haare, Brille und Hosen – beide! Was wohl der heilige Paulus sagen würde…“
      Äh – ich verstehe schon, was Sie meinen, aber so stimmt das nicht, lieber Leo Lämmlein:
      Paulus spricht darüber, dass Frauen, die laut während einer Gemeindeversammlung beten oder weissagen, dies offenbar geordnet tun sollen. Was ist Ordnung für ihn? Dass die Frauen ein Zeichen der „Potestas“, also der Würde oder Macht auf dem Kopf trägt. Er nennt ja Möglichkeiten, die da zutreffen: eine Kopfbedeckung oder einfach die natürlicherweise schon für dieses Zeiche gegebenen langen Haare. Man beachte: für ihn ist das normal, dass auch Frauen öffentlich in der Funktion einer Beterin oder Prophetin spricht!
      Das mit den kurzen Haaren ist tatsächlich ein Verstoß gegen Schriftwort – wobei Ihre beiden Damen weder beten noch weissagen, sondern etwas tun, was eigentlich gar nicht vorgesehen ist und nur vom Priester selbst getan werden sollte… Hier wird nicht gegen Paulus‘ Worte verstoßen, sondern gegen die Beauftragung Jesu an die Apostel, das Messopfer zu vollziehen und natürlich auch zu spenden…
      Hosen? Äh, wo steht bei Paulus etwas von einzelnen Kleidungsstücken? Oder waren das aufreizend geschnittene Hosen? Irgendwie muss man ja angezogen sein, vor allem im Winter. Und die Hose ist nun mal Basic?! Sie sprechen in Rätseln.
      Brille? Nun wird’s vollends spacig, nehmen Sie es mir nicht übel, Leo Lämmlein. Sind Brillen denn etwa nicht gottgewollt? Oder dürfen Frauen keine Brillen tragen? Männer aber schon? Also ich hab die ganze Bibel nach Brillen durchkämmt. Das kommt nicht vor. Da aber in der ganzen Schrift davon ausgegangen wird, dass auch Frauen lesen und schreiben sollen, müsste die Brille doch mehr als okay sein, oder?
      Ich nehme aber an, dass Sie das gemeint haben, was ich präzisiert habe.
      Richtig?

      • Das sind einfach altmodische konservativ daherkommende Ressentiments einer seelischen Befindlichkeit, die religiös verbrämt werden, rationalisiert, wie es die Psychologen nennen. Einer christologischen und theologischen Überprüfung können diese daher nicht standhalten.
        So haben wir alle unsere Schwächen. Weiter oben trifft es Herr Laemmlein hingegen sehr gut.

    • Begnügen wir uns mit immer weniger, dann sind wir richtig arm. Ganz im Sinne des Propagandisten. Wollen wir das ? Ich sage: NEIN.

  4. (…) „dass wir Christen in eine Vielfalt unterschiedlicher Gemeinschaften gespalten sind.“ Eine wahre heilige, apostolische, katholische Kirche, die sich auf ihren Gründer, den Gottmenschen Jesus Christus beruft, sich damit entscheidend von allen anderen christlichen Gemeinschaften abhebt, scheint es für Bergoglio nicht zu geben. „Zudem haben wir auch die Taufe und das Kreuz als zentrale Merkmale der Jüngerschaft gemeinsam.“
    Meine evangelischen Bekannten sind sehr glücklich mit diesem Papst. Endlich ist die katholische Kirche so wie alle anderen.
    Ich gehöre ausdrücklich nicht zum Sedisvakantismus. In der Lage, diesen Zerstörer als rechtmäßigen Papst anzuerkennen, sehe ich mich nicht. Das Urteil wird das höchste kirchliche Lehramt dereinst zu sprechen haben.

    • Zeitlos, ich verstehe Ihr Problem, aber ich denke, dass wir Papst Franziskus nicht einfach NICHT anerkennen können, indem wir sagen, wir sind zwar keine Sedisvakantisten, warten aber mal auf später, bis die Angelegenheit entschieden wird.
      Diese Haltung sieht auf den ersten Blick zwar praktisch aus, bei genauerem Betrachten birgt sie aber sehr viele Gefahren, wobei die größte sicherlich der Sedisvakantismus selbst ist.
      Was ist denn, wenn dieser Papst einen Bischof ernennt, nehmen wir an mal sogar einen Guten? Ist er dann nicht der rechtmäßige Bischof der Diözese, oder nur vielleicht, oder wird das auch erst nach seinem Tod entschieden, und seine Amtshandlung sind bis dahin fragwürdig gültig oder ungültig? Diese Haltung kann zu wirklich absurden Situationen führen, mit denen Sie wohl nur noch unglücklicher werden dürften.

      Möge Gott Ihnen und uns allen viel Licht geben in diesen dunklen Zeiten.

      SALVATOR MUNDI, SALVA RUSSIAM!

      • Eine Lösung bieten Sie aber auch nicht. Was macht man, wenn man mit klarem Blick und in dem von Ihnen erwähnten Licht sieht, dass mit diesem Papst etwas nicht stimmt (wir argumentieren ja seit fast einem Jahr darüber präzise)?

        Ich denke, als Papst erkenne ich ihn an, weil mir nichts anderes übrigbleibt. Ungute Befürchtungen und Zweifel schafft jedem tiefen Gläubigen, dass Benedikt unter größter Bedrängnis „freiwillig“ zurückgetreten ist. Tja. Das muss, wie Zeitlos sagt, tatsächlich ein anderer einmal später beurteilen.

        Was haben wir aber seit Jahren eingeübt mit unserem häretischen Bischof hier?
        Wir haben eingeübt, ihn formell anzuerkennen, aber seine Häresien frei anzuklagen, ohne Erfolg. Dann ist es seine Verantwortung, der Mahnung ausgewichen zu sein. Dass sie wohlbegründet ist, lässt sich vernünftig nachvollziehen.
        Was bleibt?
        Sich ganz und gar Jesus Christus anvertrauen, die mächtige Fürbitte der Gottesmutter erflehen und aushalten, weil auch unser Herr eine noch viel schlimmere Bedrängnsi für uns schon vorweg getragen hat. Fügen wir dies als Opfer in Seines hinein und ER wird uns recht leiten und niemanden überfordern. Das hat ER versprochen. Daran halte ich mich.

      • daran liebe @ zeitschnur schliesse ich mich dankbar an-freilich eine unsagbare beissende Wehmut bleibt-gestern habe ich Papst Benedikt gelesen zu den Letzten Worten Jesu in seiner Passion-das sind Worte eines wahren Kirchenvaters, die erheben, erleuchten und stärken.Danke diesem unvergleichbaren demütigen, Gott und seine Kirche liebenden und leitenden Heiligen Vater.

    • Dem schließe ich mich an. Es gibt eine ungespaltene Kirche, Personen sind als Unzufriedene von ihr abgefallen und haben eigene Gemeinschaften gebildet, die sich durchaus auf Christliches berufen, sie haben aber nicht die Kirchenqualität. Das heißt natürlich nicht, dass deshalb zu diesen Gemeinschaften kein Kontakt gesucht werden solle. Nein, das wäre falsch. Eingestehen müßte man sich aber seitens der Dialogisten, dass immer nur unsere Kirche nachgeben soll. Jeder Gläubige muss sich fragen, was ihm wichtiger ist, die Katholizität oder aber eine synthetische Zusammenfassung. Es muss uns doch egal sein, ob ein Herr X oder eine Frau Y, die bisher der 5.Untersektion des Protestantismus angehört, mit uns unter ein „Dach“ kommt, bei dem es reinregnet.

    • Zeitlos:
      Stimmt das überhaupt, daß wir die Taufe gemeinsam haben? Ist sie nicht bei den Lutheranern eher eine Aufnahme in die Gemeinschaft und wird dort die Tatsache nicht anerkannt, daß die Taufe die Erbsünde wegwäscht?

      Sogar beim Kreuz bin ich mir nicht sicher, denn ich denke, daß Protestanten (die Reformierten sogar ganz sicher) den Korpus nicht haben.

      • Meines Wissens bedeutet die Taufe bei den Lutheranern, dass man mit in Christi Tod getauft wird und damit auch die Sünden abgewaschen werden. Das ist – bei der korrekten Taufformel (NN ich taufe dich im Namen des Vater etc.) – tatsächlich korrekt, wie ja auch die Katholische Kirche dann anerkennt.
        Nicht korrekt sind aber andere protestantische Taufen, bei denen nicht im Namen der Trinität getauft wird, keine „Waschung“ durch Übergießen mindestens vollzogen wird etc.

  5. Klingt so, als sei die Zersplitterung der Konfessionen gottgewollt und wir habens noch nicht kapiert.
    Die Spaltung kam allerdings aus harten Zerwürfnissen heraus.
    Was soll man da voneinander lernen? Immerhin stehen ja die theologischen Widersprüche immer noch im Raum? Soll nun jeder das lernen, was er eigentlich ablehnt und weswegen er nicht eins mit dem anderen ist?
    Und vor allem: wer hat von Gott welche Gaben bekommen? Das müsste F. klären. Andernfalls macht sich da jeder seinen Extra-Reim drauf, und so sieht es ja auch aus in der Kirche. Chaos pur.
    Und zuletzt: glaubt unser Papst eigentlich noch, dass diese „eine“ Kirche durch ein Zeichen ausgedrückt ist, nämlich die Heilige katholische Kirche und Petrus, den Jesus selbst als „Integrationsgestalt“ eingesetzt hat, die RKK also, die wir bekennen und damit nicht eine zersplitterte Kirche als Gesamtmosaik verstehen (wie unter den Widersprüchen sollte das auch möglich sein?), sondern die RKK, die in der apostolischen Tradition steht, bis ER kommt?

  6. „Die Wahrheit ist eine Kugel“ meint H.U. v. Balthasar (zitiert in einer Domherrn-Predigt einer der wichtigsten deutschsprachigen Bistümer) – und so wird uns diese „Kugel“ schön geredet – jeder darf sie ansehen und jeder sieht sie anders, die eine Kugel! Und das gemeinsame „Mahl“ sei anzustreben, denn es ist ja Heilsbringend, auch wenn es das „Gesetzt“ (noch?) ganz klar verbietet, aber „kann man den das Heilsbringende den Menschen vorenthalten?“

    Aber die Wahrheit ist Jesus Christus (wie oft wird daran noch erinnert?!), und wir sind eingeladen, sein Fleisch zu Essen und sein Blut zu trinken. Und wenn wir dieser Einladung folgen, sind wir letztlich wirklich geeint, und Jesus muss sich nicht Sorge machen, dass er, wenn er wiederkommt, keinen Glauben findet.

    Wer aber nicht seinen Leib Essen, und sein Blut trinken kann, weil er daran nicht glauben will, dem ist besser geraten, gemeinsam ins Wirtshaus zu gehen, hier gibt es dann eine echte Gemeinschaft und Ökumene aller Menschen – eine ehrlichere – und eine Gemeinschaft, die vielleicht auch tatsächlich zu einer Freundschaft führen kann, a la „wo wohnst Du – komm und sieh“.

    Wer aber glaubt, das Wirtshaus umgehen zu können, um lieber (gratis) in der Kirche Mahl zu halten, treffen da nicht die harten Worte der Schrift, wo doch alle verflucht werden, die zum „Mahl“ unvorbereitet gehen – wie geht da noch die Stelle?

  7. In der Tat versucht Franziskus die Religionen zu vermischen. Ich habe kürzlich gelesen diesen Satz gelesen: „Gott hat die Katholische Kirche gestiftet, um die Menschheit zu retten. Die anderen Religionen sind nur Imitationen.“

    • Ach du Schreck. Was ist das denn für ein Deutsch…
      So meine ich es: Ich habe kürzlich diesen Satz gelesen (weiss jetzt leider nicht mehr von wem):“ Gott hat die Katholische Kirche gestiftet um die Menschheit zu retten. Die anderen Religionen sind nur Imitationen.“

      Was Franziskus vermutlich vorhat, ist, den katholischen Glauben noch weiter an die anderen Religionen anzugleichen und dann in der Katholischen Kirche zu integrieren. Und damit das vollumgänglich gelingt, müssen noch die Sakramente, die Liturgie und die Innengestaltung der katholischen Kirche etc. an die „heutige Zeit“ angepasst sowie Hölle und Sünde abgeschafft werden und fertig wäre eine neue Weltkirche. Und ich befürchte kaum Widerstand. Was ich so mitbekomme, würde sich die Mehrheit sehr drüber freuen.

      • Ich glaube, da gibt es keine Freude, nur noch viel viel Desinteresse. Viele werden dann ganz der Designerkirche den Rücken kehren. Unsere Kirche kann aber so und so nicht mit anderen ähnlichen Gebilden verschmolzen werden. Allerdings kann weiterer Schaden an der Liturgie usw. erfolgen.

  8. Klingt wieder alles wohlfeil und ist substantiell unbedeutend bis falsch.
    Nun, was also der auserwählte oberste Pressesprecher der neuen Weltkirche von sich gibt, muß man wohl als das nehmen, was es ist: Determinativkompositum aus Presse und Sprache.
    Mir schwant, genau das braucht es vielleicht wirklich im Chat-, Facebook und Twitter-Zeitalter.

  9. Bergoglio spricht von verschiedenen Gemeinschaften. Das ist nicht die Wirklichkeit. Es gibt eine Kirche, von der sich immer wieder Gruppierungen lossagten und sich weltlichen Vereinen gleich neu konstituierten. Aus dem Verständnis heraus gibt es eine unteilbare Kirche, keine weiteren Gemeinschaften dieses Rechts. Man steht indes nicht unverbunden zueinander, sondern regional in diesem oder jenem Verhältnis. Man müht sich vor allem seitens der Kirche um Gemeinsamkeit indes mit geringen erfolgen. Was hilft uns eigentlich eine nach Köpfen größere Kirche für unser Seelenheil ? Man stelle sich diese Frage.

  10. „UT unum sint“ wird immer wieder für eine verbogene „Ökumene“ vorangetragen. Die Worte unseres Herrn und Gottes Jesus Christus aus dem hl. Evangelium nach Johannes:
    -
    Joh 17,21
    Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.
    -

    Die Glieder des mystischen Leibes Christi – der einen heiligen katholischen und apostolischen Kirche – sind eins !
    All jene, die von ihr abgefallen sind, sind es nicht (mehr) und verlaufen sich heute mittlerweile in über 30′000 Einzelgemeinschaften mit ebensovielen Interpretationen der Heiligen Schrift. Was wir denn heute schmerzlich vermissen, ist der unmissverständliche Hinweis, dass „eins sein“ nicht gleichbedeutend ist mit einer künstlichen Bemäntelung der protestantischen Häresien als „bereichernde Vielfalt“ und auch nicht einer ang. „Bereicherung“ sondern als der Aufruf zur Rückkehr in den Schoss der Heiligen Mutter Kirche, in Der alleine alle eins sein können. „Ut unum sint“

    • Danke, dass diese Zahl einmal genannt wurde. Ergänzend: und ständig kommen neue Gemeinschaften hinzu. Ut unum sint bezieht sich richtig gesehen auf die Kirche ohne Eigengründungen von Menschen in ihrem Sondergeist und Sondergehabe.

    • Ut unum sint – „…Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein …“

      Diese Worte werden immer in der Breite ausgelegt im Sinne: Wir sollen untereinander eins sein. Dies ist aber gar nicht möglich, da es immer abweichende Meinungen gibt, zu manchen Zeiten mehr, zu anderen Zeiten weniger.

      Ich verstehe die Aufforderung eher vertikal. Jeder Einzelne soll mit dem Vater und dem Sohn eins sein (“.. sollen auch sie in UNS sein..“). Es ist eine Aufforderung an jeden Einzelnen, nicht an unterschiedliche Gruppen, sich auf eine gemeinsame Auffassung untereinander zu einigen.

      In praktischer Hinsicht heißt das, die Lebensführung und das persönliche Streben des einzelnen soll mit den Geboten übereinstimmen, was die Einheit mit Gott zur Folge hat. Daher haben die Alten bei allem immer nach dem Willen Gottes gefragt.

  11. @Austria
    Um auf Ihre Frage zurückzukommen: So weit ich weiß, wird die Taufe anerkannt in der Weise, dass ein Konvertit nicht noch ein Mal getauft wird.
    Was jedoch das Kreuz anbetrifft, da gibt es beträchtliche, jede Gemeinsamkeit sprengende Unterschiede. Ich brauche bloß auf das Messopfer hinzuweisen, den überlieferten römischen Ritus. Für Martin Luther DAS ROTE TUCH. Für alle Reformatoren war (und ist) das Messopfer nicht hinnehmbar, sein Opfer- und Sühnecharakter wird ausdrücklich abgelehnt.
    Am Kreuz, an der damit verbundenen Erlösungslehre scheiden sich die Geister.
    Ich muss allerdings hinzufügen: Wenn ich höre, wie unser Bischof die Heilsbedeutung des Kreuzestodes Jesu Christi relativiert bis zur Leugnung, dann fällt er weit hinter Martin Luther zurück. Wie die meisten gläubigen Protestanten inzwischen auch.
    Wir haben in unseren Breitengraden ganz allgemein einen Niedergang des Christentums zu beklagen. Dass „Rom“ sich eingliedert, das wäre unerträglich, wenn es nicht noch Leben gäbe zwischen all den Ruinen, zwischen denen wir uns bewegen müssen. Licht und Leben, das von Jesus Christus ausgeht.

    • Zeitlos:
      Es wäre sehr aufschlußreich, könnten Sie darlegen, wie „Ihr“ Bischof die Heilsbedeutung des Kreuzopfers Christi abschwächt, daß er dabei sogar hinter die Lehre Luthers im ursprünglichen Sinne zurückfällt? Das ist doch HIMMELSCHREIEND, ein amtierender Bischof verbreitet „stärker“ die Häresie als Martin Luther?
      Und dabei ist es so gut wie sicher, daß sich diese Neigung angesichts des „Stils“ des Heiligen Vaters nur verstärken kann…
      Wahrlich spürt man die Endzeitstimmung, strahlend die von Rom verstoßenen Inseln der Tradition, auf denen Platz für Gebet, Opfer und die gültige Spende der Sakramente ist, wie ein goldener Lichtstrahl aus winzigem Spalt in den finsteren Keller…
      Sie können die Seelen retten, weil die ewige Wahrheit bei ihnen ist.

  12. @ Leo Lämmlein
    Im allgemeinen schätze ich Ihre Kommentare sehr, aber auf die „Brillen“ muss ich kritisch zurückkommen, weil ich darin ein Problem bei traditionstreuen Katholiken sehe.
    Sollen kurz- oder weitsichtige Frauen hilflos durch die Gegend stolpern, sich und andere gefährden? Was bedeutet die Brille anderes als eine notwendige Sehhilfe?
    Nun zu den „Hosen“. Aufreizende Kleidung, wie zu eng geschnittene Hosen, sind natürlich zu vermeiden. Das muss dann aber genauso für Kleider, Röcke, Pullis und Blusen zutreffen.
    So weit ich gehört habe, werden Hosen für Frauen deshalb kritisiert, weil sie den “ gottgewollten Unterschied zwischen Mann und Frau verwischen.“
    Das mag Ansichtssache sein, aber es hat mit unserem katholischen Glauben nichts zu tun. Wenn Frauen Hosen praktischer finden, ist dies kein Zeichen ihres mangelnden Glaubens. Dass sie darauf aus sind, die Unterschiedlichkeit der Geschlechter zu leugnen. Das ist eine Unterstellung.

    Es gibt Frauen, den stehen lange Haare nicht, sie tragen lieber eine Kurzhaarfrisur. Sie denken gar nicht daran, männlich sein zu wollen. Zu anderen Zeiten haben übrigens Männer lange Haare getragen. Ich darf auf die Zeiten der Apostel hinweisen…
    In Kreisen der Tradition besteht die Gefahr, zeitbedingten Nebensächlichkeiten eine Bedeutung beizumessen, die ihnen nicht zukommen. Die Gefahr besteht dann, wenn wir die wirkliche Tradition, unseren überlieferten Glauben, nicht nur teilweise der Äußerlichkeit preisgeben, sondern andere Katholiken damit von vornherein abschrecken. Gerade in dem kirchlichen Wirrwarr, in dem wir uns befinden, dürfen wir nicht den Blick auf absolut vernachlässigbare Nebensächlichkeiten legen und damit ungewollt den Glauben – für andere – verdunkeln. Durch Häresien wird er genug verdunkelt, selbst der Papst beteiligt sich durch seine bewusst unklare nebulöse Sprechweise daran. Er derzeit besonders…

    • Zeitlos:
      Ich gebe Ihnen Recht, daß die Tradition nicht abschreckend sein sollte, das sollte nicht passieren. Aber Kleider haben, auch wenn sie „Nebensächlichkeiten“ darstellen eine Symbolwirkung, die nicht unterschätzt werden kann. Der Heileige Vater beispielsweise setzt das gabz bewußt ein mit seiner pseudobescheidenen Kleidung. Mit diesen Bildern erreicht er über Twitter, Interbet und Fernsehen ungleich mehr wie mit Lehrschreiben, da Hinz und Kunz seine „Zeichensprache“ verstehen. So eine Zeichensprache haben eben auch die Traditionstreuen und zeigen so ihre Geisteshaltung nach außen, aber Sie haben Recht, wenn Sie krititisieren, wenn solche Traditionstreuen herablassend zu anderen sind.
      Zum Thema Kurzhaar und Brille möchte ich nur betonen, daß mir diese äußerlichen Eigenschaften eben aufgefallen sind bei den Konzilsleien weiblichen Geschlechtes. Ich will es gar nicht kommentieren, schauen Sie sich beispielsweise die Gruppenfotos der Pfarrvorstellungen im Steirischen „Sonntagsblatt“ an, sie werden haufenweise diesen Frauentypus vorfinden. Im trditionellen Milleu ist das Gegenteilige der Fall. Das war nur eine Beobachtung, niemand will, daß kurzzichtige Frauen in der Kirche herumstolpern.
      Zeitlos, Sie beschreiben zu Recht, daß sich die Haarmode im Lauf der Jahrhunderte geändert hat. Heutzutage ist es aber so, daß Männer eben eher kürzere Haare tragen und Frauen EHER längere. Kann es da nicht sein, daß oft die oftmals kurze Harrtracht der „Konzilsfrauen“ auch eine gewisse Widerspiegelung einer bestimmten Wertehaltung und prinzipiellen Galubensform ist? Eben einer Glaubenseinstellung in Richtung Frauenordination und eben einer allgemeinden Traditionsfeindlichkeit und dem Hang zu UN – Werten, die beispielsweise in einer sogenannten Pfarrerinitiative verkörpert werden?

      • Austria, ich würde gern unterscheiden:
        a) Die Tracht von Ordensleuten, die priesterliche Soutane, die bischöflichen Gewänder, die Gewandung des Papstes haben ganz bewusst eine starke Symbolwirkung. Sie deuten auf eine tiefere Wirklichkeit und stehen somit in einem inneren Zusammenhang. Das Zeichen zu beschädigen oder abzulehnen legt die Deutung nahe, dass damit auch die dahinter stehende Wirklichkeit gemeint ist. Und das hat schwerwiegende Folgen. Doch davon war in dem betreffenden Kommentar keine Rede, diese Ebene ist nicht angesprochen worden.
        b) Ich kritisiere nicht Frauen und Mädchen, die sich gegen das Tragen von Hosen entscheiden, das verbietet der Respekt oder die Nächstenliebe.
        c) Ich finde es aber auch lieblos, Frauen irgendwelche Gesinnungen zu unterstellen bezüglich des Glaubens nur wegen der Frisur oder der Kleidung. Solange die Kleidung anständig, nicht aufreizend ist, das möchte ich betonen.

        Abschließend möchte ich hervorheben: Erzbischof Lefebvre verschwendet in seinen Vorträgen nicht eine Silbe mit der Kleidung von Frauen. Er geht weiter: Er mahnt die zukünftigen Priester, Jesus Christus in den Mittelpunkt der Predigt zu stellen und nicht die Moral. Weil sich die Moral daraus ergibt.
        Er meinte aber nicht „den Jesus der Konzilskirche“, den sanften Rabbi, der alles erlaubt, der alles duldet und der aus einem Missverständnis heraus den Kreuzestod erlitten hat.
        Der Erzbischof hat nicht gesagt, über die Moral soll nicht gepredigt werden, sondern dass im Mittelpunkt der Predigt Jesus Christus stehen soll. Da der Gottmensch gemeint ist, nicht der sanfte Rabbi der liberalen Theologie, geht es in der Predigt dann natürlich auch um die hl. Dreifaltigkeit. Kurz gesagt: um unseren Glauben. Die Predigten des Erzbischofs kreisen um die wichtigsten Glaubenswahrheiten. Und um die Abwehr von Lehren, die den Glauben bedrohen.
        Ich bin nicht in der Tradition aufgewachsen. Wie die „Kleiderfrage der Frauen“ zu einem so wichtigen Thema geworden ist, ist mir nicht nur nicht bekannt, ich verstehe es auch nicht.

      • zeitlos:
        1. Ich teile uneingeschränkt Ihre Meinung.
        2. Meine Ausführungen bezüglich der Haartracht waren eine schlichte Beobachtung mit dem Versuch einer wertfreien Deutung. Nichts anderes sollte damit gesagt werden. Ich weiß, ich bin in Richtung der „Konzilsfrauen“, wie ich PGR-Aktivistinnen und andere im Troß der Konzilskirche genannt habe, ein wenig polemisch oder sarkastisch vorgegangen. Wenn ich jemand damit verletzt haben sollte, möchte ich an dieser Stelle um Verzeihung bitten. Ich ließ mich eben dazu hinreißen, weil ich durch persönliche Probleme in der Neukirche zur Zeit sehr sehr emotional bei solchen Themen reagiere. Ich sehe so viel Scheinheiligkeit und Aktionismus bei gleichzeitigem Vergessen von Christus unseren Herrn und der allerseligsten Gottesmutter in diesem „Troß“ – dazu die Verwirrung und die Traurigkeit, die diverse Botschaften aus Rom in mir stiften. Auch will ich nicht unfair sein, aber der „Troß“ ist zu 80% weiblich. Und es gibt m.E. auch äußerliche Kennzeichen der Konzilsmänner, die zumeist ein bisserl wie alt gewordene Hippis oder manchmal auch ein gewisses Provinzstayling aufweisen. Aber auch diese letzte Bemermkung ist mit einem Funken Humor zu verstehen, ich will hier wirklich niemanden nähertreten. 🙂

      • Bischof Williamson hat einmal gesagt, eine Frau sollte sich auch durch eine heranstürmende Büffelherde nicht in Beinkleider drängen lassen.

      • Austria, ich meinte Sie nicht direkt persönlich. Es gibt diese lieblosen Tendenzen im Umfeld der FSSPX, und sehr schnell können in einem Satz eines Kommentars diese Tendenzen anklingen, ohne dass Lieblosigkeit vorliegt.
        Andererseits sehen sich auch die Frauen und Mädchen im Umfeld der FSSPX von allen Seiten mit einer Lieblosigkeit konfrontiert, die intolerant ist.
        Harmloses Lästern ist davon ausgeschlossen 🙂

      • @Peter Riebeling

        …o man, was ist das für ein Bischof? Frauen trugen schon immer Beinkleider, und was für schöne, mit Rüschchen und Spitzen und Bändchen, aus feinstem Linnen. Oder sollen wir nun winters wie sommers barbeinig durch Schnee, Eis und sengendes Gras stapfen? Sind Schuhe erlaubt? Auch Stiefel? Oder ist das auch zu sehr „buffalo“?

        Was soll das!
        Habt Ihr keine anderen Probleme?!

  13. Mit dieser häretischen Aussage geht Bergoglio sogar weit über das Vat2 hinaus, wo es relativ klar heißt, dass „die Fülle der Wahrheit und der Gnade“ alleine in der katholischen Kirche zu finden ist (Unitatis Redintegratio).

  14. Dann möge der Bischof von Rom einmal in seinen eigenen Kreisen für Einheit sorgen, denn so wie sich diese in letzter Zeit aufführen, Kardinal gegen Kardinal, Bischof gegen Bischof geben diese ja alles andere als ein Bild der Einheitlichkeit ab. Aber man sagt ja nicht umsonst auf irdisches zutreffend: „Wie der Herr so es Gscherr“.

    Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

  15. Ich möchte zu diesem unsäglichen Geplauder aus Papstes Mund auf die Worte eines Heiligen Vaters verweisen, der dem, was F. hier vorträgt in der Enzyklika „Mystici corporis“ eine klare Absage erteilt hat, Pius XII.:

    „Infolgedessen weicht von der göttlichen Wahrheit ab, wer die Kirche so darstellt, als ob sie weder erfaßt noch gesehen werden könnte; als ob sie, wie man behauptet, nur etwas „Pneumatisches“ wäre, wodurch viele christliche Gemeinschaften, obgleich voneinander im Glauben getrennt, doch durch ein unsichtbares Band untereinander vereint wären.“

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