Islamisten-Massaker in Adra: „Menschen bei lebendigem Leib verbrannt“

Kindersoldaten der Islamisten in Syrien(Damaskus) „Ganze Familie wurde hingerichtet“. Dem russischen Fernsehsender RT berichteten Bewohner der Stadt Adra über das Massaker, das Milizionäre der Salafistenbrigade Al-Nusra in ihrer Heimatstadt anrichteten.

Die Islamisten der mit Al-Qaida verbundenen Salafistenbrigade sollen in der Stadt Adra, knapp 20 Kilometer nordöstlich von Damaskus ein Blutbad angerichtet haben. Opfer der sunnitischen Dschihadisten wurden Alawiten, Drusen und Christen. Al-Nusra wird von Einwohnern der Stadt im russischen Fernsehen RT der Tat beschuldigt.

„Ganze Familie hingerichtet“

Die Stadt mit rund 23.000 Einwohnern wurde Anfang der vergangenen Woche von den islamistischen Rebellen eingenommen und Ende der Woche teilweise von der syrischen Armee zurückerobert. Das russische Fernsehen berichtete aus dem zurückeroberten Teil der Stadt. „Die bewaffneten Gruppen haben Zivilisten umgebracht. Mehr als 80 Menschen wurden getötet. Sie haben eine ganze Familie hingerichtet“, berichtete der RT-Korrespondent in Syrien, Abutaleb Albohaya.

„Einige Familien wurden von den Rebellen im Häuserkampf mit der syrischen Armee als lebende Schutzschilde verwendet. Andere wurden als Geiseln nach Süden in Richtung der Stadt Douma, einer Rebellenhochburg verschleppt“, so RT.

Muhammad Al Said, ein Bewohner von Adra, schilderte dem russischen Fernsehen das Massaker der Islamisten: „Es war schrecklich, wir sahen Hinrichtungen und Grausamkeiten. Die in die Stadt eingedrungenen Bewaffneten waren vermummt. Dann haben wir aber erfahren, daß sie von Al-Nusra sind. Sie haben Menschen bei lebendigem Leib in den Öfen vebrannt, die zum Brotbacken verwendet werden.“

Kindersoldaten

In der Stadt wird noch gekämpft. Die Dschihadisten „rekrutieren“ in den von ihnen besetzten Orten neue Kämpfer. Auch dabei scheinen sie alten islamischen Praktiken zu folgen, wie sie vor allem im osmanischen Reich üblich waren: sie verschleppen Kinder von Gegnern. Laut Washington Post existiert in der Nähe von Ghouta am Stadtrand von Damaskus das Kinderlager Zarqawi, benannt nach dem jordanischen Staatsbürger Abu Musad Al-Zarqawi, dem 2006 getöteten Al-Qaida-Anführer im Irak . In dem Lager bildet der andere mit Al-Qaida verbundene Kampfverband Islamischer Staat im Irak und der Levante Kinder für den Dschihad aus. „Ein im vergangenen Monat veröffentlichtes Video zeigt die Ausbildung von Kindern im Alter von etwa zehn Jahren“, so die Washington Post am Dienstag.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Youtube (Screenshot)

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4 Kommentare

  1. Das ist ja so furchtbar, was die Nato-, EU und UNO- Verbrecher an Unterstützung mit ihren saudisch- katarischen Terroristen anrichten, um einen sunnitischen Gottesstaat zu erreichen unter Ausrottung aller Minderheiten.
    Eine bodenlose Frechheit und Skandal, dass wetsliche Politiker zu den Vorgängen schweigen, die mainstram- Presse diese wiederholt verschweigt, um die Öffentlichkeit die Wahrheit vorzuenthalten. Der internationale gerichtshof müsste längst gegen diese Terroristen ermitteln. Zu Kriegsverbrechen gehört auch unterstützung und Duldung von Verbrechen.

  2. Der Islam ist laut westlich liiberalen Dogmen eine rein pazifistische Friedensreligion. Bin ich froh, dass ich Katholik bin. Wir Katholiken duerfen uns zur Wehr setzen, wenn wir angegriffen werden und das Naturrecht verletzt wird.

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