Jesuitische „Selbstbezogenheit“: Raja Yoga statt Evangelium

raja-yoga-(Rom) Ein sich in der Kritik von Papst Franziskus am häufigsten wiederholendes Wort lautet „autoreferenziale“ und meint Selbstbezogenheit. Tatsächlich herrscht in der Katholischen Kirche viel Selbstbezogenheit, doch die päpstliche Kritik bleibt so vage, daß sich die eigentlich Gemeinten nicht betroffen zu fühlen scheinen. Was, wenn nicht Selbstbezogenheit ist es, wenn ein Priester eigenmächtig in einer Heiligen Messe alles tut, was untersagt ist, alle Gebete bis hin zum Hochgebet nach seinem Gutdünken formuliert? Diese Selbstbezogenheit findet sich auch im Orden von Papst Franziskus, den Jesuiten. “Schau auf das Priesterseminar und du wirst wissen, wie es um deine Diözese bestellt ist”. Dieser Satz wird dem Heiligen Pater Pio von Pietrelcina zugeschrieben. Er wäre zu ergänzen um die theologischen Fakultäten, Hochschulen und Bildungshäuser. Am Beispiel eines Kulturzentrums des Jesuitenordens mit Anspielung auf ein diözesanes Priesterseminar ist Elisabetta Frezza für Corrispondenza Romana der Aufforderung des großen Heiligen gefolgt. Den Lesern wird manches bedauerlicherweise sehr vertraut vorkommen. Hier ihr Bericht:

.

Jesuiten-Yoga in Padua

von Elisabetta Frezza

Im Priesterseminar von Padua, der Stadt des Heiligen Antonius und des Heiligen Leopold Mandic, der Stadt, in der sich Grab des Evangelisten Lukas befindet, haben Plakate und Flugblätter für den Marsch für das Leben keinen Zutritt. Und wenn es gelingt, sie doch „schwarz“ hineinzuschmuggeln, werden sie sofort entfernt. Im selben Seminar werden jedoch die unterschiedlichsten und unmöglichsten Initiativen beworben.

Darunter zum Beispiel ein Kurs für Raja Yoga, der die Ehre hat, vom Antonianum, dem prestigeträchtigen Kulturzentrum der Jesuiten organisiert zu werden, an dem früher so viele Jugendliche geformt wurden, die dann die Führungselite der Stadt bildeten.

Priesterseminar: Platz für die unmöglichsten Initiativen, aber nicht für den Lebensschutz

Die Räume, in denen der Kurs stattfindet, gehören dem Jesuitenorden. Im Büro des jesuitischen Kulturzentrums wird auch die Anmeldung abgewickelt. Er war schnell ausgebucht. Die gymnastisch-meditativen Treffen, die nun erstaunlicherweise von den Nachfolgern des Heiligen Ignatius angeboten werden, der eigentlich ganz andere Übungen vorschreibt, liefern jenen, die auf der Suche nach psychophysischem Wohlbefinden sind, statt der christlichen Antwort, eine nicht-christliche, „neutrale“ Variante. Einmal eine aszetische Praktik, die viel schicker und „zeitgemäßer“ ist, als das überholte Rosenkranzgebet der Kirche und zum anderen alles unter klerikaler Anleitung, sodaß das sich eventuell regende christliche Gewissen ganz beruhigt sein kann.

Yoga ist ein Sammelbegriff, der vielschichtige Formen und verschiedene Methoden meint. Allen gemeinsam ist es, daß durch physische Übungen, Atemtechniken und Meditationen, Formeln und Elemente östlicher Spiritualität der menschliche Geist von weltlicher Last befreit werden soll, um die materielle Welt durch eine Art psychologische Narkose zu überwinden.

Der Trug: Yoga ist kein „alternativer“ Gymnastikunterricht

Allgemein wird davon ausgegangen, daß es sich bei Yoga um eine harmlose Methode zur physischen Entspannung handelt. Tatsächlich ist Yoga jedoch durch eine Reihe von spirituellen Elementen durchdrungen, die mit dem christlichen Glauben unvereinbar sind. Wer naiv meint, einen „alternativen“ Gymnastikkurs zu besuchen, erhält statt dessen ein religiöses, unterschiedlich gemixtes tao-hindu-buddhistisches Paket serviert. Abgesehen davon, daß die meisten Teilnehmer sich dergleichen gar nicht erwarten, wird dieses Paket unscheinbar eingesaugt durch die Illusion einer hypnotischen Pseudobefreiung, die letztlich in ein esoterisch geprägtes Neuheidentum führt. Wer sich darauf einläßt, findet sich in einem anderen religiösen Credo wieder, das nichts mehr mit dem christlichen Glauben zu tun hat. Daran ändert auch nichts die salbungsvolle Beschönigung einer angeblich christlichen Adaption von Yoga.

Obskurer Synkretismus vom Parlament der Weltreligionen bis zu Küngs Weltethos

In der Werbebroschüre für den Yoga-Kurs der Jesuiten mit dem Titel: „Der Pfad des Gleichgewichts durch Versöhnung von Körper und Geist“, heißt es: „Der Yogin ist der, der inmitten der größten Stille die Aktivität finden kann und inmitten der Aktivität die Stille und die Einsamkeit der Wüste“. Der Gläubige soll nicht mehr der Heiligkeit nachstreben und diese einüben, sondern dem Yogin, dem Yoga-Meister. Nicht gesagt wird, daß Yogin auch „Zauberer“ heißt. Die zitierte Stelle stammt nicht von einer „neutralen“ Quelle, sondern von einem der führenden Autoren der Wiederbelebung des Hinduismus in Indien. Swami Vivekananda (1863-1902) gehörte zu den wichtigsten Apologeten zur internationalen Verbreitung des Hinduismus. Er war treibendes Mitglied des Weltparlaments der Religionen, von dem eine gerade Linie zum entchristlichten „Weltethos“ von Hans Küng führt. Das seit 1893 von Chicago seinen Ausgang nehmende transnationale und ökumenische „Experiment“ hatte unter Vivekananda einen obskuren Synkretismus zwischen Hinduismus und Christentum zum Ziel.

Im übrigen bemüht sich die Werbebroschüre mit andeutungsweise New-Age-Symbolik nichts zu verstecken: „Yoga kommt von der Sanskrit-Wurzel Yug, die Einheit bedeutet“. Gesagt wird nicht, daß Yug eigentlich „Joch“ heißt. Es handle sich „um einen Komplex von Praktiken, die den Praktizierenden zur Einheit des Körpers mit dem Geist und zur Einheit des individuellen Geistes mit dem Unendlichen führt“. Unter dem „Unendlichen“ sollte man in einer zumindest nominell katholischen Einrichtung Gott meinen, doch hier beginnen bereits die Schwierigkeiten und die Grenzüberschreitungen zur Häresie. Es heißt nämlich weiter mit großer Gründlichkeit für Details, daß die Leiter um zum Gott-Unendlichen aufzusteigen, in acht Bereiche untergliedert ist. Der magisch-esoterische Inhalt dieser acht Stufen (von „mentalen Luftwirbeln“ bis zur „artikulierten mystischen Erfahrung der Vereinigung“) wird dabei offen unter dem Logo des Jesuitenordens publiziert.

Yoga vertritt ganz anderes Menschenbild als das Christentum

Yoga akzeptiert Praktiken wie jene der energetischen Kanäle, Vorstellungen wie jene der Meridiane und der Chackren, es werden Mantras rezitiert, also magische Formel, die Geistmächte und Götzen beschwören. Es wird davon ausgegangen, daß jede Seele in ihrer Natur und Substanz mit der Gottheit der kosmischen Seele verbunden sei. Damit wird behauptet, daß der Mensch nicht ein Ebenbild Gottes ist, der von der Ursünde beschädigt ist, sondern daß er selbst Gott ist.

Damit ist die Verletzung des Ersten Gebots offensichtlich und ebenso der Angriff des dreifaltigen Gottes durch dessen Leugnung. Nicht zufällig lehnen die Christen in Indien, dem Ursprungsland des Yoga, dieses Praktik entschieden ab. Eine heidnische Praktik, die ebenso bezeichnend im sich immer arroganter entchristlichenden Westen um so mehr sorglosen Anklang findet.

Wir bewegen uns vor dem Hintergrund des dritten Kapitels des Buches Genesis, wo sich der Hochmut des Menschen zeigt, der nicht bereit ist, sich Gott Vater zu unterwerfen, um sich von Ihm führen zu lassen, sich in Seine Vaterhände zu begeben. Es geht um den Menschen, der sich Natur als Geschöpf ablehnt und sich selbst bestimmen und damit die Schöpfung durch okkulte Kräfte beherrschen will. Damit vollzieht sich eine Umkehrung in der Beziehung unseres menschlichen Seins mit der Gottheit, eine Verzerrung der religiösen Bestimmung des Menschen indem ihm eine „Befreiung“ von seinem Sein angeboten wird.

Neues Heidentum – Benedikt XVI.: Yoga führt „zum Verlust des Glaubens“ und in ein „dämonisches Netz“

Da nistet sich die Falle ein, die die Sehnsüchte des Menschen an innerem Frieden und Transzendenz ausnützt, um ihn durch einen Schein zum Heidentum zu verführen.

Befragt, welchen Preis der Mensch bezahlen muß, wenn er sich Praktiken wie dem Yoga hingibt, antwortete Joseph Kardinal Ratzinger: „den Verlust des Glaubens“ die Verkehrung des Verhältnisses Mensch-Gott „und eine tiefe Desorientierung des menschlichen Seins, so daß der Mensch am Ende sich mit der Lüge verbindet“ und „in ein dämonisches Netz gerät, das viel stärker als er wird“.

Die Tatsache, daß diese der in Jesus Christus offenbarten Wahrheit wiedersprechende Lehre von den Jesuiten propagiert wird, löst Erstaunen und Bestürzung aus. In unserer Zeit ist die heidnische Versuchung so groß, daß ihr selbst so glorreichen Orden wie der Jesuitenorden erliegen, statt einfach das Evangelium in seiner ganzen Größe zu verkünden als wahre und einzige Befreiung. Statt dessen läßt man sich von weltlichen Methoden anstecken und folgt den Vorgaben einer verirrten und gelangweilten Gesellschaft, statt diese zu führen.

Mantra von der Liebe ohne Gesetz führt in die Apostasie

Offensichtlich verführt das neue Mantra, das durch die Kirche kriecht, jenes hämmernde von der Liebe legibus solutus als einzigem Maßstab von Aktion und Reaktion des „nicht ideologischen“ Christen, das unentwegt in den Predigten und den weltlichen Plätzen widerhallt, dazu, begeistert den Feind mit allen Ehren im eigenen Haus willkommen zu heißen. Auch um den kaum mehr wahrgenommenen Preis, dem Synkretismus und der Apostasie zu verfallen.

Einleitung/Übersetzung: Giuseppe Nardi
Bild: Corrispondenza Romana

drucken
Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat:
Unterstützen Sie bitte Katholisches.info mit einer Spende.
Zuwendungsübersicht

15 Comments

  1. Liebe Mitchristen,
    Yoga ist Okkultismus in Reinkultur und diese scheint in Padua hohes Ansehen zu genießen. Diejenigen, die für das Leben eintreten, werden selbstverständlich verfolgt, da Böses nur Böses duldet und die Tugend, also die Lebensrechtsbewegung, haßt.
    Herzliche Grüße
    Matthäus 5

  2. Was erwarten denn die Leute auch immer ? Das ist doch die Grundfrage. In der Kirche wird alles in Zweifel gezogen und nach „Reformen“ geschrien, wenn man auch nicht genau weiß, was eigentlich reformiert werden sollte. Schlimm ist es dann, dass von kirchlichen Verbänden außerchristliche Methoden angeboten werden, die die Leute zu Irritationen führen. Unchristliche Versatzstücke werden so transportiert. Man muss sich fragen, was denn eigentlich mit der SJ in dieser Zeit los ist. Da läuft etwas gar nicht im kirchlichen Sinn.

  3. Die waren mal die Elite der katholischen Kirche. Heute benehmen sich viele von ihnen so als ob eine schwarze Katze sich in ihren Nacken festgekrallt hat. Bei denen stimmt irgendetwas nicht. Ihre Früchte die sie hervorbringen gefallen mir nicht. Der Papst sollte Volpi nach Padua schicken und dort für Ordnung sorgen. Es gibt viel zu tun.
    Per Mariam ad Christum.

  4. Ich empfehle zum Thema Yoga im Internet den Vortrag von DDDr Peter Egger anzusehen mit dem Thema Esoterik und dabei gut aufzupassen was gesagt wird. Auch zu empfehlen ist das Buch „Die Yoga-Falle“ von Marga Lauer, das man an Betroffene und Gefährdete weitergeben kann.
    Yoga bedeutet nichts anderes als „Joch“ und das Joch ist etwas das der Teufel dem Menschen zufügen möchte. Yoga ist in Wahrheit Teufelsanbetung und mit dem christlichen Glauben völlig unvereinbar.
    Kein Wunder wenn soviel Werbung dafür in Zeitschriften und Internet gemacht wird. Denn überall wo etwas groß und mit Millionenetats gesponsert und angepriesen wird, steckt direkt oder indirekt der Böse dahinter.
    Leider lassen sich heute viele auf der Suche nach dem Lebenssinn in die „Yoga-Falle“ hineinziehen, denn die katholische Kirche ist wegen ihres schlechten Images unattraktiv geworden, Yoga hingegen wird bejubelt. Aber unterm Strich ist es nichts anderes als eine Weihe an den Teufel und davor kann man nicht genug warnen.
    Die „Symptome“ für Yoga-Treibende oder „Yogi“, wie sie sich klangvoll nennen, sind mitunter die Ausuferung von Selbstbezogenheit, Materialismus, Angstzuständen usw.

    In Matthäus 7, 15-16 heißt es:
    Hütet euch vor den falschen Propheten; sie kommen zu euch wie (harmlose) Schafe, in Wirklichkeit aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.

    • Wer so seine Fahne in den Mainstream hängt, der wird nirgends einen Sinn finden können. Wer so ein Mitgeher ist, der ist doch im Grunde lernunfähig. Das wollte ich doch ergänzend anmerken.

  5. Zum Thema Yoga und Meditation -
    Eine Bekannte (praktizierende Katholikin, Lehrerin an einer Grundschule) besuchte mich und vertraute sich mir an. Sie war eine liebe Person.
    Sie erzählte mir, daß sie zuhause Yoga bzw. Meditation praktizierte und dies häufig und manchmal stundenlang. Eines Tages passierte etwas – sie hörte Stimmen! Grauenerregend, die Dämonen meldeten sich! Offenbar hatte sie ein „Tor“ geöffnet. Sie sagten ihr, sie wäre verdammt. Diese Stimmen verschwanden nicht wieder, sie hörte sie oft, sie wurden lauter und lauter, steigerten sich bis zur Unerträglichkeit. Sie erzählte mir, manchmal wäre sie so verzweifelt, daß sie daran dächte „etwas zu tun“ und ich wußte sofort, was sie damit meinte. Ich sagte ihr, an so etwas dürfe sie überhaupt nicht denken, schon gar nicht als katholischer Christ, und ich würde sie und ihr Anliegen in meine täglichen Gebete und ins hl. Messopfer einschließen. Ich bot ihr an, sie könne mich anrufen, wenn sie wieder attackiert würde, wir könnten dann auch über das Telefon zusammen beten. Dann hörte ich ca. 1-2 Wochen nichts mehr von ihr, anschließend fuhr ich mit meiner Familie in die Ferien.
    Als ich zurück kam, erfuhr ich die erschütternde Nachricht. Sie kam nach den Schulferien nicht mehr zurück in ihre Klasse. Der Böse hatte sie in die Verzweiflung getrieben. Es war der 11. September. Mein Jesus, Barmherzigkeit!

  6. Gerade auch in „zeitgemässen“ christlichen Kreisen ist das unsägliche
    „Yoga“ zu einer Art „Volkssport“ geworden.
    Der Einstieg in dämonischen Einflussbereich beginnt hier gedacht „harmlos“ als „Atem- und Haltungs- Entspannungsübungen“ freilich mit dem letztendlichen Ziel der „völligen Entleerung“.
    Die sog. „Atem- und Haltungsübungen“ folgen ganz bestimmten Mustern zur schleichenden Abgleiten in die seelengefährdende Irrlehre Hinduismus mit ihrer pantheistischen Vielgötterei und „Karma“- und „Reinkarnations“-Lüge.
    Mit dem Praktizieren von „Yoga“ wird mit jeder einzelnen Fingerhaltung (!) eine bestimmte heidnische „Gottheit“ angerufen wird….sprich die Dämonen !

    Eine Aussteigerin aus der teuflischen „Yoga“Falle
    - Marga Lauer-
    warnt in ihrem Buch „Die Yoga-Falle. Ein Erfahrungsbericht Von Marga Lauer“
    eindringlich vor diesem Hinterhalt.
    Sie hat diese Seelenverschmutzung nicht nur selber gelebt sondern dieselbige auch jahrelang als „Yoga-Lehrerin“ gelehrt….
    und hat noch rechtzeitig zurück zum röm. katholischen Glauben gefunden.
    Marga Lauer warnt unmissverständlich in ihrem Buch:
    -
    „Das Angebot von Yoga-Kuren ist für erlöste Christen nichts anderes als eine getarnte Verführung des Widersachers zur Untreue gegenüber dem Taufversprechen“
    -

    Eine heute Anfang 60-jährige Frau schreibt in einem Internet-Blog über die perfiden Lügenangebote der Esoterik….
    und macht sich noch heute Vorwürfe, diesen Müll anderen Menschen „angeboten“ zu haben…..
    sie selbst sah sich durch ihre wahrheitsfeindliche Tätigkeit dämonischen Angriffen ausgesetzt……
    sie ist denn auch zum wahren Glauben in den Schoss der Heiligen Mutter Kirche zurückgekehrt ! „Yoga“ gehört mit zur Seelenverschmutzung….
    eine Variante im unübersehbaren Meer der esoterischen Verseuchung….

    sie schreibt:

    -
    „Vielen von den in ihrer Kirche behüteten Christen ist gar nicht klar, was in esoterischen, schamanischen und neuheidnischen Kreisen passiert.
    Man sieht sie einserseits als Konkurrenz, andererseits findet man sie chic und meint, man könne sich Elemente aus dem esoterischen Angebot herauspicken und christlich ummodeln.
    Doch diese Religionen und Philsophien sind dem Christentum diametral entgegengesetzt. Nicht umsonst wird die katholische Kirche am meisten angegriffen, denn all die anderen haben nicht nur keinen persönlichen Gott, sondern auch keinen Gott, der sie liebt und sich so sehr um sie sorgt, dass er sein Leben für sie hingegeben hat.
    Also genau das, was heute gar nicht mehr „in“ ist.
    Wie weit die Haltung der Esoterik schon in unsere westliche Gesellschaft und auch in unsere Kirche eingedrungen ist liest man sehr gut bei Pilar Yoga, Astro, Globuli.
    Ich krieg die Krise wenn ich die Programme der Landfrauen oder der Ökumenischen Frauen sehe, in denen es von esoterischen Angeboten nur so wimmelt, daß in christlichen Klöstern buddhistische Meditationspraktiken angeboten werden oder daß Pfarreien Reikikurse anbieten. Ihr wißt nicht was ihr tut!
    Das Gebet zu einem liebenden Gott, der seinen Sohn geopfert hat um uns zu erlösen
    ist etwas grundlegend anderes als der Versuch sich ins Nichts aufzulösen – und nach mir die Sintflut, denn was kümmert mich mein Nächster.
    Wo es keine Bereitschaft gibt um der Liebe Gottes Willen für andere Opfer zu bringen,
    so wie Jesus Christus uns das gelehrt hat, sieht die Gesellschaft entsprechend aus.“
    -

    Ein weiterer Aussteiger aus der Esoterik-Szene – Uwe M. Kraus – schildert die überall lauernden Gefahren für das Absinken in den Okkultismus über die Esoterik ! Bei ihm begann der seelengefährdende Absturz über die Lüge der Astrologie ( „Horoskop“ )

    Er wurde zu einem „Lebensberater“ für seine „Kunden“ und musste feststellen, dass alle nach Jahren einen Schiffbruch erlitten hatten !
    Gewissensbisse kamen ihm hoch….und er arbeitete an den gereichten Gnaden des HEILIGEN GEISTES mit und fand wieder zurück in den Schoss der Heiligen Mutter Kirche !
    Heute warnt er kurz und bündig vor der Esoterik mit den Worten. FINGER WEG ! Er betont, dass Tarotkarten legen mit Geistern und Dämonen verbunden sei.
    „Reiki“ ,eine angeblich neutrale Methode zur Verbesserung des körperlichen und seelischen Wohlbefindens,sei eines der gefährlichsten Gebiete der Esoterik überhaupt:
    Wer es praktiziert, taucht in ein okkultes System ein, das ihn nicht wieder loslässt.
    „Sie verlieren dabei möglicherweise ihre Seele.“
    Dasselbe gelte für ihn auch für Yoga, Tai Chi, Pilates, Zen, Bachblüten, Edelsteintherapien etc.
    Alle diese Therapien seien wirksam:
    „Doch diese Praktiken haben häufig eine Quelle und ein Ziel, nämlich den Menschen von Gott zu entfernen und eventuell in die Fänge von bösen Mächten zu bringen….“
    Dass er unseren HERRN und GOTT JESUS CHRISTUS kennengelernt und ihm sein Leben unterstellt hat, habe er nie bereut
    „Er hat unglaublich positive Dinge in meinem Leben bewirkt.“

    Er fühle sich nun seelisch und körperlich fitter als je zuvor.
    Seine Ehe habe eine neue Qualität gewonnen.
    Und auch beruflich habe sich alles zum Guten gewendet.
    Er hat nun eine Anstellung als Redaktionsleiter eines technischen Online-Portals gefunden.
    Und er freut sich, dass er durch Vorträge dazu beitragen kann,
    als ehemaliger Insider die Menschen vor den Gefahren der Esoterik zu warnen.

  7. Für viele ist Yoga erst mal eine Art Gymnastik. Es geht um Entspannung der Muskeln durch Dehnung. Genauso ist es mit Tai Chi, Chi Gong und asiatischen Kampfsportarten: man tut das zur körperlichen Fitness und verbindet damit ein vages Training zur Selbstkontrolle und Immunisierung gegen alles, was dem Ich schadet. Jedenfalls sind das die Präliminarien, die wahrscheinlich noch als harmlos anzusehen sind.
    Steigt man aber dann auf, fängt an, mit fließenden Energien und ähnlichem zu hantieren, wird es brisanter.
    Man muss allerdings realisieren, dass diese Techniken in sehr viele andere Bereiche eingeflossen sind, die mit Yoga direkt gar nichts mehr zu tun haben. Im Sport ist es das Stretching. In der Musik zum Beispiel – und das ist ja mein Metier – wird sogar intensiv mit solchen Vorstellungen gearbeitet, v.a. wenn man als weit Fortgeschrittener in irgendwelchen Meisterkursen oder Seminaren ist, eben bei einem Meister, der selbst mit Hilfe solcher Methoden spielt. Man nennt es oft „Körperarbeit“. Ich könnte dazu sehr viel berichten.
    Die meisten Musiker wünschen sich, total entspannt und dennoch hochkonzentriert zu spielen, was ein verstehbarer Wunsch ist. Wir sind unter hohem leiblichem Druck, alle Welt steht am Rande des Rings und beurteilt ohne Not, wie wir spielen, und viele Musiker bestehen diesen Stress nicht. Sie flüchten von den Bühnen in den Unterrichtsbereich oder sie verbarrikadieren sich in einer negativen Haltung gegenüber den Kollegen und bekritteln alles und jedes, stellen sich über andere und kommen selbst doch nicht voran.
    Da scheint alles, was entspannt und das Selbst stärkt, willkommen: Alexandertechnik, Feldenkrais, Yoga, irgendwelche Kurse, in denen man lernt „energetisch“ zu spielen, Atemrituale etc. etc. Nun bin ich weit davon entfernt, diesen Techniken jeglichen sachlichen Sinn abzusprechen oder alles zu dämonisieren.
    Aber es finden doch verhängnisvolle Mischungen statt, merkwürdige Elixiere aus sachlich Sinnvollem und Pathologischem oder sogar Okkultem.

    Leider werden Techniken der Kirche, die sich bewährt haben, nicht mehr fruchtbar gemacht. Zum Beispiel ist das Rosenkranzbeten tausendmal wirksamer – auch für das leibliche Wohlbefinden – als das Daherreden fremdländischer und undurchschaubarer Mantras. Man hat nicht nur einen tiefen spirituellen Gewinn, indem man die Verbindung Jesu und Mariae reflektiert und sich in das Leben Christi vertieft, sondern kommt auch seelisch und leiblich zur Ruhe. Kein Mantra Asiens, keine Meditationstechnik Indiens und überhaupt nichts Fremdes hat diese wunderbare Wirkung wie ein Rosenkranz: eine halbe Stunde – und du bist wieder aufgerichtet. Man kann dabei Gehen. Man kann liegen. Man kann sitzen, man kann dabei auch einschlafen (Einschlafstörungen? Ade!).
    Wir brauchen den ganzen Eso-Kram nicht, weil wir in unserem Traditionsschatz das alles selbst und viel wirksamer und v.a. gereinigt von Dämonischem haben..

    • Sehr richtig, die kath. Kirche hat einen Traditionsschatz, der das alles übertrifft. Aber was hat sie damit gemacht? Mit der Erfindung der neuen Messe wurde das meiste hinausgeworfen. Die Messe wurde technisiert, laut, befreit vom Geheimnis, von der großen, heilsamen Stille. Die Verkopfung des Glaubens. Nachher müssen die Leute andere Quellen suchen für ein innerliches Leben, sie finden es in o.g. Praktiken, weil der Mensch das tiefe Bedürfnis hat nach einem „In sich gehen“ und Einswerden mit Gott im Herzen.
      Das Rosenkranzgebet, die Kanonstille, die Abkehr vom weltlichen Getriebe, Weihrauch, stille Anbetung – das alles wurde ja weitgehend eliminiert. Und der neue Papst setzt noch eins drauf mit der Forderung, aus sich herauszugehen – wohin denn noch, wir sind doch schon total an der Oberfläche.
      Die Schätze der Tradition gilt es wiederzuentdecken. Wir haben alles im Schatzhaus der Tradition der kath. Kirche.

    • Ich möchte gerne dazu sagen, dass das Rosenkranzgebet nicht hauptsächlich zur Entspannung da ist oder um emotionales Wohlbefinden zu erzeugen (dies kann es natürlich erzeugen, muss es allerdings nicht notwendigerweise; manche Menschen strengt das Gebet im Gegenteil vielleicht sehr an). Das Rosenkranzgebet ist primär ein Gebet. Man muss sich separat dafür Zeit und Raum nehmen, bestenfalls dabei knien, so wie es traditionell ist. Mt. 6,6 : „Du aber geh in deine Kammer, wenn du betest, und schließ die Tür zu.“
      Man sollte das Rosenkranzgebet auch nicht nebenbei im Gehen oder beim Autofahren sprechen, weil es das Gebet zu einer Nebensache macht und nicht zu etwas, was die volle Konzentration und einen angemessenen, würdigen Raum findet, wie es sein sollte.

      • Sie haben recht, beim Rosenkranzgebet soll man knien, dies ist die angemessene Demutshaltung vor dem Herrn. Beim Rosenkranz betrachten wir nicht nur, wir sprechen mit Gott und seiner hl. Mutter. Wir gehen, sitzen oder liegen nicht und schlafen dabei erst recht nicht ein !!
        Ausnahmen:bei Krankheit bzw. Gebrechlichkeit

      • @ keinname @ vitus

        Ich sagte nicht, dass sich das Rosenkranzgebet darin erschöpft, jemanden zu entspannen.

        Man darf dabei nicht gehen, weil es sonst eine Nebensache ist?

        Ebenso habe ich nicht gesagt, dass das R. nicht primär ein Gebet sei.

        Was spricht dagegen, wie es auch Mönche tun, im Gehen den Rosenkranz zu beten? Was spricht dagegen, wenn man wenig Zeit hat, ihn auf dem Fahrrad, im Zug oder vor dem Einschlafen zu beten?
        Was spricht überhaupt dagegen, einzuüben, immer zu beten?
        Ehrlich gesagt ergibt Beten wenig Sinn, wenn man sich derart abhängig macht vom Ambiente. Natürlich gehe ich am liebsten in eine Kirche zum Beten, am liebsten hätte ich unbegrenzt Zeit, um dort zu sein. So ist es aber nicht… Für mich persönlich ist es wichtig, gewissermaßen immer zu beten, ob ich sitze, stehe, oder liege (und einschlafe), wie es im Psalm heißt. Das ist m e i n Ziel… und damit folge ich der Hl. Schrift (Ohne Unterlass beten!!). Wem oder was folgen Sie?
        Würden Sie denn dazu raten, wenn ein Mensch nicht das totale Ambiente zu erzeugen imstande ist, dass er am besten gar nicht betet?

        Es geht darum, dass bei allem, was ich tue, diese innere Gebetshaltung zu Ihm hin die Hauptsache und alles andere immer Nebensache ist. So herum wird ein Schuh draus…
        Bleiben wir auf dem Teppich…
        Aber es ging eigentlich nur darum, darauf hinzuweisen, dass wir keine Eso-Techniken brauchen, weil unsere eigenen Traditionen uns alles geben, was wir brauchen.
        Ihre Einsprüche legen dem Leser jedoch nahe, dass wir vielleicht doch die fernöstlichen Techniken brauchen?

      • Nein, wir brauchen keine fernöstlichen Techniken.
        Wir treiben moderaten Sport, atmen dabei tief durch, machen schön unsere Gymnastikübungen und ernähren uns gesund, dann passt es!

  8. Liebe Mitchristen,

    Meines Wissens wurde Frau Lauer bereits in ihrer Pfarrei vom „Pfarrer“ sowie von irgendwelchen Mitrbeitern des Trierer Bischofs verleumdet. Die RKK in Deutschland ist bereits schon so verweltlicht, dass sie außerstande ist, die Geister zu unterscheiden.

    E N T W E L T L I C H U N G J E T Z T !

    Herzliche Grüße
    Matthäus 5

Comments are closed.