Nicht nur Burke – Brüderliche Säuberungsaktion des gütigen Franziskus

Säuberungsaktion des gütigen Papstes Franziskus(Rom) Der Vatikanist Matteo Matzuzzi der Tageszeitung Il Foglio analysiert die Hintergründe, die zur Entfernung von Kardinal Burke innerhalb von wenigen Tagen aus zwei römischen Kongregationen führten. Er sieht den Hauptgrund in einem „völlig entgegengesetzten“ Kirchenverständnis. Ein am 12. Dezember von EWTN veröffentlichtes Interview mit dem Kardinal habe endgültig zum Bruch geführt. Kardinal Burke äußert darin Zweifel, ob das Apostolische Schreiben Evangelii Gaudium überhaupt als Teil des päpstlichen Lehramtes betrachtet werden könne. Hintergrund sei zudem der große Einfluß, den der Kardinal unter Papst Benedikt XVI. auf Bischofsernennungen in den USA hatte. Ein Teil der amerikanischen Kirche sah unter Papst Franziskus die Gelegenheit, sich dieses Einflusses zu entledigen und wirke entsprechend darauf hin. Offensichtlich mit Erfolg. Matzuzzi spricht von einer „Säuberungsaktion“ gegen Kirchenvertreter, die dem Kirchenverständnis Benedikts XVI. nahestehen. Wegen der inflationären Zelebration von Papst Franziskus als „Reinkarnation“ des „gütigen“ Papstes Johannes XXIII. schreibt Matzuzzi im Zusammenhang mit der „Säuberung“ nicht ohne feinen Hintersinn vom „gütigen Franziskus“. Und erneut richtet sich die Abneigung des neuen Kirchenoberhauptes gegen die Tradition.

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Brüderliche Säuberungsaktion des gütigen Franziskus

von Matteo Matzuzzi

Nicht nur Burke. Etliche und einflußreiche Kardinäle wurden entfernt. Es war vorhersehbar (und ist legitim). Die Gründe des amoveatur ohne promoveatur. Im Mittelpunkt stehen ein bestimmtes Kirchenverständnis und ethische Fragen.

Kirchenverständnis zu verschieden

Es konnte nicht anders kommen, sagen sie jenseits des Tibers, wenn sie die Entfernung von Kardinal Raymond Burke aus der Bischofskongregation kommentieren. Das Kirchenverständnis von Franziskus ist zu weit entfernt von dem des prominenten Kirchenrechtlers, den Benedikt XVI. aus St. Louis nach Rom geholt und an die Spitze der Apostolischen Signatur gestellt hatte. Der Erste, Bergoglio, ist fast terrorisiert von der Vorstellung, traurige Priester in sein Feldlazarett eindringen zu sehen, die bloß Wächter von Museumskirchen sind. Der Zweite, Burke, ist hingegen ein hartnäckiger Verfechter der tridentinischen Messe coram Deo, der brokatbesetzen Mitren und der Cappa magna, wie sie seit dem Konklave, das vor 50 Jahren Paul VI. wählte, nicht mehr gesehen wurden, als die Plätze der Purpurträger in der Sixtinischen Kapelle noch von Baldachinen überragt wurden.

Unvereinbarkeit der Positionen

Und dann ist da noch die Unvereinbarkeit der Positionen zu den nicht verhandelbaren Grundsätzen, die mit der Zeit einen tiefen Graben aufriß. Während Franziskus auf dem Vorplatz des Petersdoms den Jahrestag von Evangelium vitae feierte, aber imstande war dabei die große Enzyklika Johannes Pauls II. über den Schutz des Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod nur ein einziges Mal zu zitieren, hielt Burke gleichzeitig an der Päpstlichen Universität Urbaniana eine von präziser Gedankenschärfe und eindeutiger Parteinahme für das ungeborene Leben durchdrungene Katechese. Während der Papst dazu einlud, das Volk Gottes nicht besessen zu bedrängen und über die nicht verhandelbaren Werte nur in bestimmten Kontexten zu sprechen, warnte der amerikanische Purpurträger davor, sich von dem sich mit freien Augen sichtbar ausbreitenden Gift der Laizität in Ketten legen zu lassen.

„Es genügt eine Tageszeitung aufzuschlagen oder das Fernsehen einzuschalten, um festzustellen, daß der Christ immer weniger geduldet ist, daß die laizistische Tagesordnung nicht in ihren Anstrengungen nachläßt, das Zeugnis der treuen Christen in die zweite Reihe zu verdrängen, einzuschüchtern und zu ersticken“, sagte der Kardinal mit der Wortgewalt eines biblischen Propheten bei der Eröffnung einer Tagung des Instituts Dignitatis Humanae. „Wir dürfen nicht diesen Taktiken erliegen“, fuhr Burke fort.

Die klaren Worte des Kardinals – EWTN-Interview führte zum endgültigen Bruch

Sicher, sagte Franziskus, aber die Position der Kirche zu diesen Themen ist bekannt, man muß sie nicht jeden Tag wiederholen. Unterdessen aber, erklärte der Kardinalpräfekt apokalyptisch, genügt es in die USA zu schauen, um zu sehen, daß „die politischen Führer unerbittlich damit beschäftigt sind, die Abtreibung noch weiter zu liberalisieren“. Eine schwere Sünde, die nach einer entsprechenden Strafe verlangt, ohne lange die Barmherzigkeit und Güte Gottes zu bemühen: „Man kann nicht jene anerkennen, die eine solch schwerwiegende Verletzung des Moralgesetzes unterstützen und ihnen auch noch die Ehre erweisen. Das ist ein Skandal, ein Widerspruch, ein Fehler“, sagte der Kardinal in einem Interview, das er einige Wochen später einem Monatsblatt in Minnesota gab.

Vor wenigen Tagen kam es dann in einem Gespräch mit dem katholischen Fernsehsender EWTN zum endgültigen Bruch: „Katholischen Abtreibungspolitikern die Kommunion zu verweigern, ist absolut berechtigt; es ist eine Frage der Ordnung. Die Eucharistie ist heilig. Sie ist der Leib, das Blut und der Geist Christi. Wer weiß, daß er sich im Zustand der Sünde befindet, hätte sich nicht einmal der Kommunion zu nähern.“

Kann Evangelii Gaudium als Teil des Lehramtes betrachtet werden?

Das ganze wurde noch verstärkt durch Zweifel über das Apostolische Schreiben Evangelii Gaudium. Befragt, was er zur Exhortatio meine, sagte der Kardinal: „Mir ist es noch nicht gelungen, die exakte Form zu finden, um dieses Dokument zu beschreiben, aber mir scheint, daß es nicht als Teil des Lehramtes betrachtet werden kann“. EWTN fragte, was er dazu meine, daß laut Papst Franziskus zuviel über Abtreibung, „Homo-Ehe“ und Euthanasie gesprochen werde. „Wir können nie genug über diese Themen sprechen. Wir stehen einem Massaker an den Ungeborenen gegenüber“, antwortet Burke.

Völlig entgegengesetzte Standpunkte also. Zwischen den beiden gibt es nicht jene Übereinstimmung, die so stark zwischen dem Kirchenrechtler und Ratzinger bestand, der den amerikanischen Kardinal oftmals darum bat, ihm einen geeigneten Kandidaten für amerikanische Bischofssitze zu benennen. In einem Leitartikel fragt sich die Los Angeles Times, ob nicht eine Säuberungsaktion gegen die konservativen Kardinäle im Gange ist, – neben Burke wurden auch Piacenza und Bagnasco von ihren Aufgaben entfernt – und daher sogar die Kardinalswürde für Charles Chaput, den Erzbischof von Philadelphia zweifelhaft geworden ist. Chaput war im vergangenen Juli der erste, der öffentlich den neuen, von Bergoglio begonnenen Kurs kritisierte: „Ich denke, daß der Papst nicht beabsichtige, sich in politische Fragen verwickeln zu lassen. Aber Fragen wie die Abtreibung und die Ehe sind keine politischen Fragen. Es sind Fragen der Glaubenslehre und Moral. Und wir Bischöfe, alle, müssen von diesen Dingen sprechen“. Der Erzbischof sprach im selben Zusammenhang von einer „gewissen Unzufriedenheit“ über den Kurs von Papst Franziskus, den er in glaubenstreuen Teilen der Kirche feststelle.

Progressive Schadenfreude

Die Entscheidungen von Papst Franziskus zu Absetzungen und Beförderungen in der Bischofskongregation, kommentierte in der New York Times der progressive Historiker Alberto Melloni, würden bedeuten, daß „man nicht konservativ sein muß, um Bischof zu werden“. Die Entfernung von Burke zum Beispiel zeige lediglich den legitimen Willen des Papstes, einer neuen „Generation von Bischöfen“ den Weg zu ebnen, kommentierte der ebenfalls progressive Vatikanist John Allen. Eine ganz andere Generation als jene, die in den letzten Jahrzehnten herangewachsen ist.

Einleitung/Übersetzung: Giuseppe Nardi
Bild: Dona catolica

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58 Comments

  1. Wie Kardinal Burke lehrt und spricht ein wahrer Kirchenmann und erst recht sollte wie Burke ein wahrer Papst sprechen. Alle der Lehre der Kirche verpflichteten Kardinäle, Bischöfe, Theologen und Laien sollten mutig und offen ihre Zweifel am Kurs dieses Mannes, der auf dem Stuhl Petri Platz genommen hat, darlegen, sich zusammenschließen und sich vereint dem ausbreitenden Wirrwarr und der Zerstörung entgegenstemmen. Kardinal Burke hat großen Mut bewiesen, dieses furchtbare Schreiben Bergoglios zu kritisieren. Das ist ein Signal! Hoffentlich finden jetzt viele den Mut, ihm zu folgen. Die Wahrheit und die Klarheit wäre auf ihrer Seite, und wenn man nur entschlossen vorgeht, wird man die Lüge in ihre Schranken weisen.

    • Wirrwarr, genau Wirrwarr, ist das, was dieser Papst tagtäglich stiftet. Theologisch offenbar unfähig verbreitet er diffuse Ansichten, die die Medien und Kirchengegner (innerhalb und au0erhalb der Kirche) erfreuen.

  2. Wie war das noch mit dem viel beschworenen Blatt Papier, das angeblich nicht zwischen Benedikt und Franziskus passen soll?

    • Das mit dem Papier hatten wir auch schon anderswo. Bei Schröder und Lafontaine hieß es auch so. Dieser Papst ist gefährlich für die Kirche. Die Naiven schafft er mit Unterstützung des Mainstreams und der „Progressiven“ auf seine Seite, uns täuscht er nicht.

  3. Aufgrund des wenig traditionsfreundlichen Inhaltes von „Evangelii gaudium“ muss man davon ausgehen, dass folgende Aussagen von Papst Franziskus im Interview mit dem Freimaurer Scalfari durchaus so oder ähnlich gefallen sind, zumal die aktuelle päpstliche „Personalpolitik“ für sich spricht:
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    „Das Zweite Vatikanische Konzil hat beschlossen, der Zukunft mit einem modernen Geist ins Gesicht zu sehen und sich für die moderne Kultur zu öffnen.
    Die Konzilsväter wussten, dass Öffnung zur modernen Kultur religiöse Ökumene bedeutete und Dialog mit den Nichtglaubenden.
    Seitdem ist sehr wenig in diese Richtung getan worden.
    Ich habe die Demut und den Ehrgeiz, es tun zu wollen.“
    -

  4. O Benedikt, o Benedikt was hast du uns mit deinem Rücktritt nur angetan.
    Was hast du deiner Kirche angetan. Es hätte so viele andere Möglichkeiten gegeben sich etwas Ruhestand zu verschaffen … „Man steigt nicht vom Kreuz herab“, kommt mir in den Sinn. Das Zitat vom ehem. Sekretär des Papstes Johannes Pauls II.

    Bergoglio ist die Strafe Gottes für eine Kirche die ihre Traditionen vergißt und sich dem Zeitgeist öffnet. Ein Papst der zurücktritt … Undenkbar bis im März dieses Jahres!!! Es war klar, dass dieser Papst nicht den gleichen Fehler macht wie Benedikt und Nattern an seinem Busen nährt. Bei ihm bleibt nur in Amt und Würden, der seinen Kurs mitgeht, auch wenn er ins Verderben geht.

    • Die Frage ist: Was wurde ihm angetan? … Papst Benedikt ist nicht vom Kreuz gestiegen, er leidet mit der Kirche.

    • Ich vermute, er wollte angesichts angedrohter Verleumdungen seiner Feinde mit dem Rücktritt Schaden von der Kirche und dem Papstamt abwenden, nicht ahnend, dass er dadurch noch größeren Schaden hervorrief, weil der erhoffte Nachfolger ausblieb.

      • Wenn es so war, soll er das nicht geahnt haben? Kann ich kaum glauben. Man kann eigentlich nur einen tragischen Konflikt annehmen: beide Möglichkeiten – das Bleiben ebenso wie das Zurücktreten – waren katastrophale Möglichkeiten.
        Gott steh uns bei!
        Und ER tut es.

  5. Unter Papst Franziskus wird die Kategorie des „innerkirchlichen Märtyrers“ immer relevanter.

  6. Ein Blatt Papier passt nicht zwischen Franziskus und Benedikt XVI., es ist ein ganzes Buch; nämlich das Missale Romanum ex Decreto sacrosancto Consilii Tridentini. Mehr und mehr kommt das wahre Gesicht von Franziskus zum Vorschein, nämlich seine Abneigung gegen die Tradition…..

      • Benedikt XVI. ist am 28. 2. 2013 um 20:00 mit Vorankündigung verschieden. Wie sich der Priester Dr. J. Ratzinger äußert, hat allenfalls anekdotischen Charakter.
        Betrachtet man die Rolle, die der Peritus Prof. Dr. J. Ratzinger beim VII gespielt hat, so kann man höchstens feststellen, dass sich hier ein Kreis schließt

      • Ja, na klar, das hätten die Urselinas der Zweitvatikanischen Kirche gerne, dass er verschieden wäre. Der Mord war ja auch schon geplant, laut Aussage des Erzbischofs von Palermo. Und je mehr sich die Situation unter Begoglio zuspitzt, um so gefährlicher wird es für Seine Heiligkeit Benedikt XVI., in seinem vatikanischen Gefängnis.

      • Seit dem 28. 2. 2013 existiert kein Benedikt XVI. mehr. Das ist eine Tatsache. Der einzige Papst der, aus anderen Gründen, abgedankt hat, war Coelestin V. Er wurde offiziell Pietro di Morrone, gewesener Coelestin V. genannt. Dr. Ratzinger, gewesener Benedikt XVI., ist Priester, sonst nichts, erst recht keine Heiligkeit. Das hat nichts mit dem VII zu tun, sondern mit Kirchenrecht.
        Der jetzige Papst ist eine unmittelbare Folge des Rücktritts Benedikt XVI., von Dr. Ratzinger billigend in Kauf genommen. Auch das ist eine historische Tatsache.

        Aber mit Fakten haben Sie es für jeden lesbar nicht so. Das zeigt sich an den haltlosen Unterstellungen mir gegenüber und den merkwürdigen Schwörungstheorien, die sie von sich geben.
        Falls Sie behaupten sollten, wir hätten zwei Päpste, dann werfen Sie bitte einen Blick in die Kirchengeschichte und prüfen, in welchem Zustand die Kirche sich befand, als zwei oder mehr Päpste die Kirche fast hinrichteten.

        Nicht außer acht gelassen werden sollte allerdings, dass der jetzige Papst mehr Verwirrung stiftet, als zwei oder drei Gegenpäpste.

      • Ich nehme einfach an das Sie beide Urselina und hicesthodie recht haben.
        Der aktuelle Zustand mit 2 Päpsten ist schlicht und ergreifend, nicht richtig.
        Wir werden es wohl nie herausfinden, warum Benedikt zurückgetreten ist. Im Grunde hat die Theorie hicesthodies, (Drohung mit Verleumdung und dann Rücktritt um größeren Schaden zu verhindern) einiges für sich.
        Jedoch hat schon Kardinal Ratzinger, mehrmals über einen möglichen Papstrücktritt nachgedacht und kam damals schon zu dem Schluss, ein Papst solle zurücktreten, wenn er nicht mehr könne.
        Ich fand schon immer, dass das eine der wenigen nicht ganz superguten Ausführungen des Kardinal Ratzingers war.
        Jedoch denke ich mal der Rücktritt war schlussendlich wohl eine Mischung, von halb schob man ihn, halb drängte er selber weg (weil er sich alt und ausgelaugt und müde fühlte und es wohl auch war).
        Aber davon abgesehen waren Zeiten mit 2 und mehr Päpsten nie gute Zeiten für die Kirche.
        Und das zeigt sich am aktuellen Fall sehr gut, auch und gerade dann, wenn Papst Benedikt gute Absichten hatte.

      • Hier haben wir ja eine richtige Feindin unseres Papstes, Seiner Heiligkeit Benedikt XVI, die ihm sogar abstreitet, ein Papst zu sein. Benedikt ist zwar nicht mehr regierendes Kirchenoberhaupt und Träger des Fischerringes, bleibt aber trotzdem für immer ein Papst. Andernfalls müsste man ja sein Bild aus der Basilika Sankt Paul vor den Mauern entfernen. Damit verbunden wäre allerdings eine Lücke, in die eine fast 8-jährige Sedisvakanz zu füllen wäre. Alles was er entschieden hat, wäre ungültig und alle Kardinäle, die er ernannt hat, wären ebenfalls ungültig. Franziskus wäre auch nicht 266., sondern 265. Papst. Die Anrede „Gewesener Benedikt“ ist zutiefst beleidigend. Von anderen früheren Päpsten spricht man ja auch nicht als „Gewesener Pius“ oder „Gewesener Johannes“ oder gar vom „Gewesenen Petrus“. Auch wäre die Papstgrotte unter dem Petersdom keine Papstgrotte, sondern eine Grotte voller Priester, die eine Zeit lang Papst waren. Wie man aber sieht stehen auf den Grabsteinen die Papstnamen, obwohl sie ja eigentlich nicht mehr regierende Päpste sind. Demnach werden demnächst die Priester Angelo Giuseppe Roncalli und Karol Wojtyła heiliggesprochen, die von den Anhängern des Priesters Giuseppe Melchiorre Sarto nicht sehr geschätzt werden.

      • Bitte beleidigen wir einander nicht, wir alle sind auf der Suche nach Antworten, wir alle sehen noch nicht klar… Alle Gläubige, die gerne die Predigten von Papst Benedikt XVI. anhörten, die dankbar seinen Segen empfingen, vermissen ihn. Die Gnade Gottes war auf ihm aufgrund seines Amtes, dasselbe Charisma, das Papst Johannes Paul II. bis zu seinem Tod innehatte. Tatsache ist, Papst Benedikt XVI. hat die Schlüssel abgegeben und die Kirche hat sie Papst Franziskus gegeben. Wie Israel, das Volk Gottes sich vom Bund mit Gott abgewandt hat, so die katholische Kirche heute. Sie entspricht Babylon aus der Offenbarung, Kap. 17 und 18.

      • Hier haben wir ja eine richtige Feindin unseres Papstes, Seiner Heiligkeit Benedikt XVI, die ihm sogar abstreitet, ein Papst zu sein. Benedikt ist zwar nicht mehr regierendes Kirchenoberhaupt, bleibt aber trotzdem für immer ein Papst. Andernfalls müsste man ja sein Bild aus der Basilika Sankt Paul vor den Mauern entfernen. Damit verbunden wäre allerdings eine Lücke, in die eine fast 8-jährige Sedisvakanz zu füllen wäre. Alles was er entschieden hat, wäre ungültig und alle Kardinäle, die er ernannt hat, wären ebenfalls ungültig. Franziskus wäre auch nicht 266., sondern 265. Papst. Die Anrede „Gewesener Benedikt“ ist zutiefst beleidigend. Von anderen früheren Päpsten spricht man ja auch nicht als „Gewesener Pius“ oder „Gewesener Johannes“ oder gar vom „Gewesenen Petrus“. Auch wäre die Papstgrotte unter dem Petersdom keine Papstgrotte, sondern eine Grotte voller Priester, die eine Zeit lang Papst waren. Wie man aber sieht stehen auf den Grabsteinen die Papstnamen, obwohl sie ja eigentlich nicht mehr regierende Päpste sind. Auch werden demnächst die Priester Angelo Giuseppe Roncalli und Karol Wojtyła heiliggesprochen, die von den Anhängern des Priesters Giuseppe Melchiorre Sarto nicht sehr geschätzt werden.

      • Und bitte keine Kritik mehr, wegen meines Namens. Ich wollte nicht im Namen der heiligen Jungfrau schreiben. Ich verehre sie nur sehr und wollte es so zum Ausdruck bringen. Da aber hinter dem Namen automatisch das Prädikat „sagt“ steht, hört es sich an, als ob dies von der allheiligsten Mutter Jesu selbst kommt. Das hatte ich nicht beabsichtigt und bitte dafür nochmals wir schon weiter unten um Vergebung.

  7. Es scheint sich das Bibelwort sich zu erfüllen:
    Simon, Simon, siehe, der Satan hat verlangt, euch zu sieben wie den Weizen. Ich aber habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht wankt. Und wenn du dich bekehrst, so stärke deine Brüder“ (Lk 22,31.32)

    Es ist ein Aufruf an alle die noch katholisch sind, diese Prüfung zu bestehen, zu beten

    und mit dem Apostel Paulus alles in Frage zu stellen:
    „Prüft alles, und behaltet das Gute. Von jeder Art des Bösen haltet euch fern!1.Thess.5:21-22

    (alles heisst auch alles und nicht etwas ausnehmen betreffend Gesellschft, Staat, Demokratie, moderne Wissenschaftsglauben, Schule, Erziehung, katholischer Glaube, Klerus, Kirche)

    Kardinal Schwery und früherer Bischof von Sitten (neben Econe) bringt ein Buch über das 2. Vatikanum heraus, jedoch schon bei seinem Interview ist mir kalt über den Rücken hinunter gelaufen. Ich verstehe nun gut wie sehr die Tradition im Wallis so unterdrückt wird, wie in keinem andern Teil der Schweiz oder der Welt

    • Kardinal Schwery ist Freimaurer – Luigi Villa hat ihn entlarvt (s. Chiesa viva). Wir können und werden die Prüfung bestehen, wenn das Wort Gottes (das Evangelium Jesu Christi) in unser Leben Fleisch wird, wenn unsere Seele sich von der Heiligen Eucharistie ernährt und wir am Glauben, den die Heiligen verteidigt haben, festhalten. Der Herr sagt uns: Fürchtet euch nicht!

      • Ich bitte um Entschuldigung, ich habe in meinem obigen Urteil einen Fehler gemacht, ich weiss nichts über Kardinal Schwery.

  8. Ich finde, man darf Benedikt nicht zu sehr aus der Schusslinie nehmen. Er hat eine unaufgeräumte Hierarchie voller Kirchenfeinde hinterlassen. Was jetzt passiert, ist daher auch sein „Verdienst“.

  9. Da zeigt der Wolf im Schafspelz sein wahres Gesicht. Schon als er am 13. März auf die Loggia des Petersdomes trat, wußte ich was für ein schreckliches Unheil auf uns zukommt. Dieser Papst ist ein Destructor fidei par excellence. Der Rücktritt Benedikt XVI. war ein echter Supergau. Doch dieser Fehler bereitet ihm in seinem Altersruhesitz mit Sicherheit manch schwere Stunde. Es hätte wahrlich andere Möglichkeiten gegeben sich Ruhe und Rekreationsphasen zu schaffen. Die Kirche wird unter Franz leiden wie nie zuvor. Er führt die Kirche mit einem Lächeln in den Abgrund, und es scheint niemanden zu geben der ihn aufhält. Das Beispiel des heroischen Kardinal Burke sollte viele Nachahmer finden. Fröhlich geht mit Franziskus die Kirche zugrunde. Gott helfe, und stehe uns bei.

    • Radio Vatikan OT:
      „Den russisch-orthodoxen Patriarch Kyrill begeistert das Pontifikat von
      Papst Franziskus. Das sagte der Moskauer Patriarch dem vatikanischen
      Ökumeneverantwortlichen Kardinal Kurt Koch diese Woche in der russischen
      Hauptstadt.“
      Nein, sie leidet nicht, d.h.das Gros der —wie mag man sie nennen–der Katholiken. Lesen Sie in Print, hören Sie in Reportagen etc…..
      Ich habe keine Hoffnung, dass es wache Geister gibt, die Einhalt gebieten, bzw.deren warnende Stimme Gehör finden würde.Was für ein trauriges Weihnachtsfest ohne innere Zuwendung zum Heiligen Vater!!!

      • Franziskus wird alle Bollwerke christlicher Rechtgläubigkeit schleifen (Rechtgläubigkeit im Sinne des Credo von Nizäa und Konstantinopel) .
        Nur eine kleine Herde aus verschiedenen Denominationen wird Jesus Christus die Treue halten.
        Die Geburtstagspredigt v. 17.12. in der Casa-Marta-Kapelle war schrecklich:
        „…Gott ist wesensgleich mit uns [Menschen]…“
        Das ist im Grunde der Irrglauben der Hochgradfreimaurer:
        „Der christlichen Wahrheit, dass in Christus Gott Mensch geworden ist, setzt die Freimaurerei die irdische Gewissheit entgegen, dass in der neuen Weltordnung der Mensch Gott ist.“ (zitiert nach: http://www.irrglaube-und-wahrheit.ch/ftopic14025.html)
        Der Mensch ist Gott – das ist auch das Hauptdogma der New-Age-Religion.

      • Sie haben leider recht Frau Schwarz. Niemand wird Franziskus Einhalt gebieten. Die überwiegende Mehrheit der sogenannten „Katholiken“ die gar nicht mehr wissen was es heißt katholisch zu sein, und was dies bedeutet, jubelt ihm zu. Franziskus ist eine Mißgeburt des vorherrschenden Zeitgeistes und paßt genau in diese Epoche der Auflösung aller christlichen Wertvorstellungen.
        Wir können aber Gott danken, daß er nicht schon 2005 Papst wurde. Wo wären wir heute? Es wird tatsächlich ein trauriges Weihnachtsfest. Die „Papstmesse“ und den Segen Urbi et Orbi werde ich mir jedenfalls nicht antun.

      • Es gab schon einmal einen namens Saulus, der zum Paulus wurde. Auch in diesem Fall kann nur noch ein Wunder von oben die Sache retten. Bei Gott ist nichts unmöglich. Beten für den Papst und nochmal beten.

      • Die Übertragung der päpstlichen Zeremonien und des Segens urbi et orbi waren auch für mich immer der geistliche Höhepunkt an Ostern und Weihnachten, wenn man aus dem schrecklichen Mief verflachter, pseudo-liturgischer Gemeindeversammlungen mit primitivsten Homilien niedergeschlagen nach Hause kroch, um endlich liturgisch und geistig-geistlich wieder durchatmen zu können. Das ist jetzt vorbei. Man hat uns den einzigen noch verbliebenen Ankerpunkt genommen. Und das mit voller Absicht. Sie werden teuflisch grinsen, wenn sie diese unsere Jeremiaden zur Kenntnis nehmen, denn sie sind am Ziel. Wir sind wie Schafe geworden, die keinen Hirten haben..

      • Wir haben einen Hirten und Hohenpriester: Jesus Christus. Die Zusage Gottes ist gewiss bis zum Ende der Zeiten. Ezechiel 34,11-16 möge alle trösten, insbesondere der letzte Vers: „Die verlorengegangenen Tiere will ich suchen, die vertriebenen zurückbringen, die verletzten verbinden, die schwachen kräftigen, die fetten und starken behüten. Ich will ihr Hirt sein und für sie sorgen, wie es recht ist.“ Vertrauen wir auf Gott und halten wir durch im rechten Glauben, in Werke der Liebe und in der Wahrheit.

      • das gerade @hicesthodie ist mir so aus der Seele gesprochen-der Höhepunkt eines Kirchenfestes war mir stets der Segen urbi et orbi mit der erhabenen Feierlichkeit über die Jahrhunderte.Das ist heute vernichtet-ich mag das griesgrämige Gesicht und die widerwärtig gesprochenen -fast abfällig geäusserten Segensworte mir nicht mehr antun.vor dem 19.03.13 habe ich jeden Sonntag gerne den päpstlichen Segen empfangen-das ist momentan vorbei.Aber ich möchte die trumphierenden 68er warnen-das kommt nämlich alles wieder-wenn der Karneval endgültig vorbei ist.quod faxit citius deus tempore! fiat fiat!

  10. Sie alle sind irgendwie traurig, beklagen den Zustand und sind dennoch in meinen Augen besser dran!
    Sie haben sich Ihre Meinung gebildet und wissen oder glauben zu wissen, woran Sie mit Papst Franziskus sind.
    Ich dagegen weiß noch immer nicht, wie ich ihn einordnen soll.
    So manches Wort von ihm nehme ich geradezu erleichtert auf, in der Hoffnung, er könnte doch nicht der ganz falsche Mann auf dem Stuhl Petri sein, ein andermal dann nur tiefe Ratlosigkeit und Unverständnis.
    Papst Franziskus ist und bleibt mir -bis jetzt- total fremd.
    Enerseits möchte ich ihm gegenüber nicht illoyal sein, andererseits spüre ich, dass ich nur wenig Vertrauen in ihn habe.
    Auch Ungewissheit ist nicht leicht zu ertragen!

    • Mir geht es auch so. Beten und auf Gott warten, was können wir anderes tun? Aber wenn wir klare (biblische) Zeichen sehen, dann wissen wir, woran wir sind. Ich frage mich, ob es soweit kommen wird, wie es in der Offenbarung 18,4-5 steht: „Verlass die Stadt (Babylon), mein Volk, damit du nicht mitschuldig wirst an ihren Sünden und von ihren Plagen mitgetroffen wirst. Denn ihre Sünden haben sich bis zum Himmel aufgetürmt, und Gott hat ihre Schandtaten nicht vergessen.“ Wachet und betet, so spricht der Herr auch zu uns.

    • @Marienzweig
      Liebe Vorschreiberin, das ist genau das Schwierige an diesem Papst, er tut so seelsorgerisch und besorgt, streichelt manche Seelen, küsst Füße von Andersgläubigen, will zu Homos nichts sagen, ist ständig mit Leuten beschäftigt, macht einen ungeheuren kommunikativen Eindruck etc…..
      Ich kann Ihren Zweifel gut verstehen!!I Dennoch, lesen Sie die Reportagen der Autoren hier im info, das, was diese zu berichten haben, lesen Sie die Kommentatoren, die meisten sind doch sehr sachlich..
      Dass, was Papst F. zu Maria dieser Tage gesagt hat, ist doch wieder so verwaschen und daher geredet, es hätte von meinen atheistischen Nachbarn, oder von anderen Laien sein können.Ich könnte mich da noch sehr lange auslassen. Warten wir ab…

    • Marienzweig mir geht es genauso wie Ihnen! Wir können für ihn nur beten! Was er über der Heiligen Jungfrau Maria sagt ist für mich sehr befremdent und ich werde es sicher nicht annehmen.Wünsche Ihnen Gottes reichen Segen im Gebet mit Jesus und Maria verbunden!

      • @Ivanhoe
        @Dorothea Schwarz
        @doro
        Ich danke Ihnen für Ihre Antworten!
        Es tut gut zu wissen, dass man doch nicht ganz so alleine dasteht.
        Die meisten Kommentatoren hier haben sich inzwischen ihre Meinung gebildet und können teilweise auch gut theologisch fundiert argumentieren.
        Regelmäßig verfolge ich die Meinungen und Argumente, die dabei hin und her gehen.
        Großes theologisches Wissen ist mir weniger gegeben.
        Es ist mehr eine Sache des Herzens, wenn ich so sagen darf.
        Alle in meinem privaten Umfeld scheinen von Papst Franziskus hellauf begeistert zu sein und auch darüberhinaus hört und liest man fast nur positives über ihn.
        Leider kann ich diese Begeisterung nicht teilen und fühle mich entsprechend isoliert.
        Vor genau zehn Jahren wurde mir durch besondere und dramtische Umstände der Glaube geschenkt und ich bin so froh und dankbar dafür.
        Doch seit den vergangenen Monaten weiß ich, wie sich Heimatlosigkeit in Bezug auf das Papsttum anfühlt.
        Bei Papst Benedikt war das nie so!
        Manchmal frage ich mich, ob die Schwierigkeiten, die ich mit dem amtierenden Papst habe, aus einem verhärteten Herz kommen.
        Denn das wäre auch nicht in Ordnung!
        Was wäre, wenn dies auch für andere gelten würde?

      • Ich glaube, Sie brauchen bei diesem Papst nicht Ihr Herz zu bemühen und sich überlegen, ob es zu hart oder zu weich ist. Der gesunde Menschenverstand reicht völlig aus.
        Die Tatsachen sprechen für sich.

  11. Ich frage mich, wie lange Seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI der Zersetzung der heiligen katholischen Kirche noch zusehen wird, ehe er von seinem Rücktritt zurücktritt, Bergoglio zurück nach Buenos Aires schickt, die Situation der Kirche wieder einigermaßen stabilisiert und aus Enttäuschung über die Wahl der Kardinäle seinen Nachfolger selber ernennt.

      • Ich frage mich, wie lange Seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI der Zersetzung der heiligen katholischen Kirche noch zusehen wird, ehe er von seinem Rücktritt zurücktritt, Bergoglio zurück nach Buenos Aires schickt, die Situation der Kirche wieder einigermaßen stabilisiert und aus Enttäuschung über die Wahl der Kardinäle seinen Nachfolger selber ernennt.

      • Ich habe unten bereits erwähnt, dass ich nicht im Namen der Gottesmutter schreiben wollte, und ich habe auch bereits um Vergebung gebeten. Wollen Sie mich jetzt auf dem Scheiterhaufen sehen oder muss ich noch ein Lied singen und sagen „Rapunzel, lass dein Haar herunter“?

  12. Sich in einem Portal, wie diesem „Heilige Maria, Mutter Jesu sagt,“ zu nennen, halte ich einfach für skandalös. Da sollten die Betreiber mal aktiv werden.

    • Wieso, ich bin einfach ein großer Marienverehrer. Zugegebenermaßen habe ich das Wort „sagt“ nicht bedacht. Ich will mich natürlich nicht anmaßen, im Namen der heiligen Jungfrau zu schreiben. Deshalb werde ich bei künftigen Kommentaren einen anderen Namen benutzen.

    • Außerdem können Sie mich ruhig direkt ansprechen, wenn Ihnen etwas nicht passt. Sie müssen nicht so indirekt agieren. Ich bin übrigens erstaunt, wie schnell ich hier eins auf den Deckel bekomme. Das ist erst mein zweiter Kommentar, den ich auf diesem Portal geschrieben habe und habe bisher auf eher antichristlichen Seiten wie der taz kommentiert. Deshalb muss ich mich erst umgewöhnen. Da wir hier aber alle gute Christen sind, können wir uns sicher einander vergeben.

    • Wieso, ich bin einfach ein großer Marienverehrer. Zugegebenermaßen habe ich das Wort „sagt“ nicht bedacht. Ich will mich natürlich nicht anmaßen, im Namen der heiligen Jungfrau zu schreiben. Deshalb werde ich bei künftigen Kommentaren einen anderen Namen benutzen. Außerdem können Sie mich ruhig direkt ansprechen, wenn Ihnen etwas nicht passt. Sie müssen nicht so indirekt agieren. Ich bin übrigens erstaunt, wie schnell ich hier eins auf den Deckel bekomme. Das ist erst mein zweiter Kommentar, den ich auf diesem Portal geschrieben habe und habe bisher auf eher antichristlichen Seiten wie der taz kommentiert. Deshalb muss ich mich erst umgewöhnen. Da wir hier aber alle gute Christen sind, können wir uns sicher einander vergeben.

      • @Markus,
        ich finde es gut, dass Sie so schnell reagiert haben und ihr Nickname geändert haben.
        Ihr vorheriger wirkte irgendwie anmaßend.
        Aber Sie haben ja erklärt, dass dies nicht ihre Absicht war.
        Und darum ist es jetzt auch gut!
        Wenn es Ihnen möglich ist, kommentieren Sie auch weiterhin auf Seiten wie der „taz“.
        Danke dafür!
        Denn es ist so dringend nötig, dass wir uns zu Wort melden.

  13. habe mir schon mal folgendes gedacht: der Rücktritt Benedikts war, in der Tat, ein (fast) noch nie dagewesenes Ereignis. Damals haben auch viele Kardinäle mit Unverständnis reagiert- zwar nicht so offen, aber dennoch. Ob man Benedikt womöglich eins auswischen wollte und absichtlich gerade so einen Kandidaten gewählt hat, von dem man annehmen konnte, dass er ihm (Benedikt) am wenigsten gefällt?

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