Eingriff gegen Franziskaner der Immakulata weil „krypto-lefebvrianisch, jedenfalls traditionalistisch“

Kommissar Volpi: Franziskaner der Immakulata seien "krypto-lefebvrianisch, jedenfalls traditionalistisch", deshalb mußte eingegriffen werden(Rom) Der Apostolische Kommissar, der Kapuzinerpater Fidenzio Volpi OFM Cap den die Ordenskongregation mit Zustimmung von Papst Franziskus anstelle der abgesetzten Ordensleitung mit alleiniger Entscheidungsvollmacht an die Spitze des Ordens der Franziskaner der Immakulata (FI) stellte, nannte erstmals den eigentlichen Grund des drastischen Eingriffs in das Leben des Ordens.

Der progressive Vatikanist Mario Tosatti hatte vor wenigen Tagen in der Tageszeitung La Stampa den Brief eines Angehörigen des Dritten Ordens der Franziskaner der Immakulata veröffentlicht, in dem die radikale Vorgehensweise des Kommissars kritisiert wurde (siehe eigener Bericht „Uneingeschränkter Krieg“ gegen die Franziskaner der Immakulata? Der unsägliche „Makel“). Die Eingriffe betreffen nicht nur den männlichen Ordenszweig, sondern auch den Dritten Orden, der von Pater Volpi völlig lahmgelegt wurde.

Kommissar bestätigt erstmals, was Beobachter von Anfang an vermuteten

Der Apostolische Kommissar antwortete mit einem Schreiben auf die Veröffentlichung von Tosatti. Darin nennt er erstmals den eigentlichen Grund für das Vorgehen  des Vatikans gegen den Orden und seinen Gründer. Den Franziskanern der Immakulata wird vorgeworfen, in eine „krypto-lefebvrianische, jedenfalls traditionalistische“ Richtung „abgedriftet“ zu sein. Selbst Tosatti liest aus dem längeren Schreiben neben mehreren Nebensächlichkeiten, daß darin „das konkrete Problem“ liegt.

Der eingesetzte Kommissar bestätigte damit, was für Beobachter sofort klar war und durch das Verbot des überlieferten Ritus im Dekret der Ordenskongregation zum Ausdruck kam. Die harten Maßnahmen sind gegen die Wiederentdeckung des überlieferten Ritus und gegen die Verteidigung der kirchlichen Tradition gerichtet. Kommissar Pater Volpi unterscheidet dabei nicht zwischen „lefebvrianisch“ und „traditionalistisch“, und damit nicht einmal zwischen der kanonisch nicht anerkannten Priesterbruderschaft St. Pius X. und den kanonisch anerkannten Ecclesia-Dei-Gemeinschaften. Offenkundig ist Traditionsverbundenheit für den Kommissar grundsätzlich ein „Problem“. Eine Richtung, die dem Kapuziner nicht nur mißfällt, sondern bekämpft werden muß. Und das tut er seit vergangenem August mit großem Eifer. Offensichtlich war es diese Abneigung, die ihn für die Aufgabe des Apostolischen Kommissars qualifizierte.

De Matteis „Vorhersage“ bewahrheitete sich

Bereits Ende August schrieb der bekannte Historiker Roberto de Mattei:

In den nächsten Tagen und Wochen werden wir die Pläne des Kommissars, Fidenzio Volpi besser kennen, deren grobe Linien sich jedoch bereits erahnen lassen: den Ordensgründer Pater Manelli isolieren; den ihm treu verbundenen Generalrat des Ordens köpfen; die „traditionalistischen“ Brüder in die Peripherie abschieben; die Ordensleitung den Dissidenten übergeben; die Noviziate Patres anvertrauen, die nicht im Verdacht „traditionalistischer“ Sympathien stehen; Sterilisierung der Publikationen und Schriften der Franziskaner, die innerkirchlich „umstrittene“ Themen behandeln; insbesondere: Vermeidung eines marianischen „Maximalismus“, einer „überzogenen“ Strenge in Morallehre und vor allem jeder Kritik, und sei sie noch so respektvoll, am Zweiten Vatikanischen Konzil; dazu noch Öffnung des Ordens für den „ökumenischen Dialog“ mit den anderen Religionen; Beschränkung des Vetus Ordo auf besondere Ausnahmen; kurzum die Zerstörung der Identität der Franziskaner der Immakulata, was noch schlimmer ist als ihre Aufhebung.

Die öffentliche Antwort von Pater Volpi an Mario Tosatti bestätigt schwarz auf weiß, die sofort geäußerten Befürchtungen de Matteis und anderer. Sie legt auch offen, was die Ordenskongregation unter Präfekt João Kardinal Braz de Aviz und offenbar auch Papst Franziskus bewogen hat, diesen blühenden Orden frommer Männer zu zerschlagen. Ein Orden, der noch vor wenigen Monaten Zugang zu Papst Benedikt XVI. hatte.

Unterschiedliches Handeln: ein Vergleich

Als Joseph Kardinal Ratzinger 2005 zum Papst gewählt wurde, ging er persönlich und entschieden gegen Marcial Maciel Degollado, den Gründer der Legionäre Christi (LC) vor. Benedikt XVI. sprach über Maciel von einem „sehr schwerwiegenden und objektiv unmoralischen Verhalten, das durch unbestreitbare Zeugenaussagen belegt ist“ und sich „bisweilen in Gestalt von wirklichen Straftaten“ ausdrückte und „ein gewissenloses Leben ohne echte religiöse Gesinnung“ offenbarte. Benedikt XVI. ging aber nicht gegen den Orden vor, der sich auf vielerlei Weise ausgezeichnet hatte. Wegen der Erschütterung des Ordens rund um den Ordensgründer und Generaloberen, und um einen Neubeginn zu ermöglichen, stellte er den Orden unter kommissarische Verwaltung. Dafür ernannte er mit Velasio de Paolis einen Kardinal, der in väterlicher Weise den Orden zum Neuanfang begleitete. Ein Weg, der Anfang 2014 erfolgreich abgeschlossen sein wird.

Als Jorge Mario Bergoglio 2013 zum Papst gewählt wurde, stimmte er einem entschiedenen Vorgehen der Ordenskongregation gegen die Franziskaner der Immakulata (FI) zu. Weder der Orden noch dessen Gründer Pater Stefano Manelli hatten sich in irgendeiner Weise schuldig gemacht. Sie hatten weder Schändliches verbrochen, wie Marcial Maciel noch Irrlehren verbreitet, Verwirrung gestiftet oder auf andere Weise gegen die kirchliche Lehre und Ordnung verstoßen. Es war die Ausrichtung des Ordens, obwohl in der Kirche anerkannt und legitim und bis Februar vom Vorgängerpapst gefördert, die nicht mehr paßte. Eine Richtung, die nun vom zuständigen Kommissar abschätzig als „krypto-lefebvrianisch, jedenfalls traditionalistisch“ bezeichnet wurde. Nicht ein Kardinal, sondern ein einfacher Kapuziner wurde von der Ordenskongregation als Kommissar eingesetzt, nicht ein väterlicher Freund des Ordens, sondern ein erklärter Gegner der Tradition.

Kommissar Volpi möchte auch Hand an die Franziskanerinnen der Immakulata legen

Auch gegen den weiblichen Zweig, die Franziskanerinnen der Immakulata, möchte der Kommissar vorgehen, obwohl das Ernennungsdekret davon nichts sagt. Pater Volpi beschuldigt die Franziskanerinnen der Immakulata noch traditionsverbundener und „renitenter“ als der männliche Zweig zu sein. Zu diesem Schluß kam der Apostolische Kommissar wegen des sofort von den weiblichen Konventen geäußerte Wunsch, am Alten Ritus festzuhalten. Der weibliche Ordenszweig beharrt sei Bekanntwerden des Dekrets gegen den männlichen Zweig auf seine Unabhängigkeit. Pater Volpi warf im vergangene Oktober sogar der Glaubenskongregation, ja selbst Präfekt Kardinal Braz de Aviz vor, nicht entschieden genug gegen die Franziskanerinnen der Immakulata vorzugehen, weil dem Kommissar keine Ausweitung seiner Zuständigkeit gewährt wurde.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Libertà e Pensiero

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39 Comments

  1. Was ist denn mit und in der Tradition los, frage ich mich erstaunt. Ausdrücklich nicht, was in Rom los ist, denn das ist bekannt.
    Wenn ich mich nicht täusche, hat die Homepage des deutschen Distrikts der Petrusbruderschaft sehr erfreut mitgeteilt, ein Glückwunschschreiben des Papstes zum 25jährigen Bestehen sei an den französischen Distriktoberen gegangen. Von irgendeinem Druck auf die Priesterbruderschaft war keine Rede. Kein Wunder, sie sind mit Franziskus konform.
    Dass sich die – eigentlich unabhängige – Piusbruderschaft hervortut mit der Kritik am II. Vatikanum kann ich derzeit beim besten Willen nicht feststellen.
    Sind die „wahren Lefebvrianer“ etwa die Mönche, Nonnen und Laien der Franziskaner von der Immaculata, denen die Zerstörung ihres Ordens droht?
    Das wäre einfach nur noch tragisch. Aber es scheint so zu sein.
    Es bleibt festzuhalten: Ende 1965 war das II. Vatikanum beendet. Seitdem wird unser katholischer Glaube von Häresien geradezu erstickt. Nach offizieller römischer Lesart bisher trägt nicht das Konzil die Verantwortung, sondern ein „Geist des Konzils.“ Nicht die Dokumente sind verantwortlich, sondern die falschen Hermeneutiken. Fast 50 Jahre später ist das Lehramt der Kirche, ist Rom noch immer nicht In der Lage, die Hermeneutik vorzulegen, die dieses Pastoralkonzil verbindlich auslegt.
    Schon der Versuch der armen, jungen Franziskaner dies zu tun, führt zur Zerstörung ihres blühenden Ordens.
    Ich weiß nicht, warum ich fast jeden Tag immer schlimmere Nachrichten lesen muss. Und es wird noch schlimmer. Der Tiefpunkt ist noch immer nicht erreicht.
    Um der Klarheit willen: „Wahre Lefebvrianer“ sind für mich diejenigen, die nicht nur das Messopfer zelebrieren, an ihm teilnehmen, sondern die den Glauben verteidigen, der mit dem überlieferten römischen Ritus untrennbar verbunden ist und mindestens teilweise im Widerspruch zum II. Vatikanum steht.

    • Nun, hat sich nicht der hwst. Bischof Fellay zu S. H. Franziskus geäußert und ihn einen „Modernisten“ genannt? Für unbedarfte Katholiken hört sich das nach „modern“ an, also gar nicht so schlimm. Wenn wir uns aber an die antimodernistischen Enzykliken der vor-zweitvatikanischen Päpste erinnern und insbesondre an die Beschreibung des Modernismus als „Sammelbecken aller Häresien“ (omnium haereseon collectum) durch den hl. Papst Pius X., dann konnte das Urteil nicht vernichtender sein. Es bedeutet doch nichts anderes als: auf dem Stuhl des hl. Petrus regiert ein Häretiker. Nur der Vorwurf der Apostasie ist schwerwiegender. War das von Bischof Fellay so dahergesagt, oder ernstgemeint? Ich nehme doch an: ernstgemeint. Dann aber muss man ein solches Urteil theologisch begründen und sich die Mühe machen, es detailliert und nachvollziehbar zu belegen. Daran fehlt es. Ich finde das zur Zeit nur bei amerikanischen Sedisvakantisten, die freilich schon viel Material gesammelt haben und täglich daran weiterarbeiten, man kann es aber wegen des scharf polemischen Duktus nicht einfach übernehmen und zitieren– doch ist es eine gute Arbeitsgrundlage.
      Ist es nicht an der Zeit, dass die glaubenstreuen Katholiken in der römisch-katholischen Kirche sich innerhalb der Kirche sammeln und zusammenschließen? Worauf warten wir noch?

      • Ein solcher Zusammenschluss sollte nicht eine innerkirchliche Vereinigung –oder wie so etwas kanonisch genannt wird– neben den vielen bestehenden sein. Das Ziel sollte sein, in einer Weltkirche, die bei all ihrer imposanten Größe geistlich in Auflösung begriffen ist, glaubenstreuen Katholiken das geistliche Überleben zu ermöglichen: ihnen den Zugang zu den Sakramenten zu sichern, ihnen ein christliches Lebensmodell nach den Geboten Gottes und dem Hauptgebot der Liebe vorzuschlagen, das sie im Alltag unter schwersten äußeren Bedingungen befolgen können. Der erste Punkt ist etwas, das glaubenstreue Kardinäle, Bischöfe und Priester selbst in die Hand nehmen müssen. Es geht nicht darum, neue Strukturen zu schaffen mit irgendwelchen Mitgliederlisten (was in vieler Hinsicht gefährlich wäre), sondern die gesundgebliebenen Teile des schwerkranken Organismus sollen am Leben bleiben, das Blut muss in Zirkulation und die Nerven kommunikationsfähig gehalten werden, und nicht von der Fäulnis der abgestorbenen Teile angesteckt werden. Es muss Sorge getragen und vorbereitet werden, dass die Sakramente notfalls ohne Kirchengebäude gespendet werden. Direkt entgegengesetzt zum amtskirchlichen Trend, geschichtlich gewachsene Gemeinden aufzulösen und in großen Pastoralverbänden zusammenzuschließen, sollten die treuen Gläubigen darauf vorbereitet werden, als Hausgemeinden zu überleben, wie es im frühesten Christentum zur Zeit der Apostel und ihrer ersten Nachfolger der Fall war. In den Häusern der Hausgemeinden werden nötigenfalls die Sakramente gespendet werden müssen. Abgesehen von den Zeichen der Zeit, die darauf deuten, dass wir in der Endzeit leben (schätzungsweise in der Phase, die der Herr in Markus 13,8 „Anfang der Wehen“ nennt), zeigt eine nüchterne Analyse der gesellschaftlichen Bedingungen und der Veränderungen in der Umwelt, dass wir in eine Epoche von Naturkataklysmen und antichristlich totalitären Gesellschaftssystemen eintreten. In der katholischen Kirche herrscht nicht formelle, aber materielle Sedisvakanz in Rom und vielen anderen Bischofssitzen. Ironischerweise, gewiss aber auch providentiell, gibt S.H. Franziskus uns die Freiheit, ohne Angst vor Verurteilung durch vatikanische Behörden, nach einem dezentralisierten Kirchen- und Gemeindemodell zu suchen, das der streitenden Kirche mit Gottes Gnade das Überleben in der kommenden Drangsal ermöglicht. Das sind unprofessionelle Gedanken eines katholischen Laien. Ich hoffe jedoch, dass sie Anregungen enthalten zum Weiterdenken, und zum Handeln, denn die Zeit drängt.

      • diese Gedanken sind gar nicht so unprofessionell, und wir sollten sie in Ruhe überdenken. Sie sind wirklich wichtig! Wichtig auch: wie und wo finden wir uns zusammen?

      • Magda, Sie können dem Administrator der mit diesem Kommentar verlinkten Website schreiben. Dann bekommen Sie einen Hinweis, wo sie sich einer geschlossenen Gruppe anschließen können, die dieses Thema bespricht.

      • Leo Laemmlein: Das was sie Franziskus zuschrieben, nämlich „Gibt S.H. Franziskus uns die Freiheit, ohne Angst vor Verurteilung durch vatikanische Behörden, nach einem dezentralisierten Kirchen- und Gemeindemodell zu suchen“ das haben wir ja schon längst, siehe die antikatholischen, häretisch-schismatischen Vereine wie WiSiKi, ZdK, KFB. ZdK, Laien- Pfarrerinitiative usw. die ja auch schon seit langen Irrgeleitet durch Modernistische Feinde Gottes unseres Herrn und seiner Kirche wie Karl Rahner, Hans Küng, Bugnini, Yves Congar, Henri de Lubac, Franz König usw. diese von innen heraus zu Unterhöllen. Siehe die antikatholischen Forderungen der ob genannten Vereine und Initiativen. Die Kirche hat die Aufgabe die geliebten Kinder Gottes unseres Herrn zu diesen zu führen und nicht diese von Gott den Herrn zu trennen, und genau das macht „DIE NEUE KIRCHE“ in dem sie Gott den Herrn, seinen Heiligen Willen und die Heilige Tradition Seiner Kirche verspottet und verhöhnt.

        Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

      • Armin, die katholische Kirche ist ja ein wunderbar vielseitiger Organismus, wo es fast nichts gibt, was es nicht gibt. Es gibt jetzt schon das Modell der Hauskirche, siehe etwa hauskirche.at, das man jedenfalls als Grundlage nehmen und den besonderen endzeitlichen Bedingungen anpassen kann.

    • „Was wir hier erleben, sind b ö s e Handlungen von u n g e r e c h t e n Männern, die uns regieren.“

      Wenn sie statt dem Kreuz auf der Brust eine Schürze tragen würden und uns nicht ständig dumm angrinsen würden wären sie wenigstens authentisch. Die Konzilskirche mag die Tradition nicht und feiert die Weisheit der anderen Religionen die Christus ablehnen und sie ist der Wegbereiter des Antichristen in völliger Übereinstimmung mit dieser Welt. NWO.
      Per Mariam ad Christum.

  2. So, jetzt hat dieser Kapuzinerpater Fidenzio Volpi wohl die Katze aus dem Sack gelassen, was soll man dazu noch sagen. Jetzt kommen wohl alle Ordensgemeinschaften die mit der überlieferten Tradition der Kirche verbunden sind auf die rote Liste. Eine Entwicklung die trauriger und beschämender nicht sein könnte.

  3. Wer hätte denn gedacht, daß der Vatikan über so eine kompetente Stasi verfügt, die streng darüber wacht, daß auch überall der Konzilsgeist weht, samt dem begleitenden Schwefelgeruch, wohlgemerkt, der Konzilsgeist, nicht zu verwechseln mit dem Heiligen Geist. Um rehabilitiert zu werden, müssen die Franziskaner jetzt nur noch eine Tangoeinlage nach ihren Messen einbauen, oder noch besser, gleich einen Steptanz auf dem Altar. Traurig, aber wahr, wer in der katholischen Kirche bedingungslos dem Herrn dient, der wird verfolgt und zur Strecke gebracht von Papa Bergoglios unglaublich „zärtlicher Liebe“.

  4. das gemahnt mich an die Zeiten der Reformation in deutschen Landen.Die von evangelischen Fürsten reklamierten Nonnenklöster,die sich standhaft weigerten den katholischen Glauben zu verleugnen wurden furchtbar tribuliert und in arge Bedrängnis geführt.Ich selbst habe einst im Urlaub ein ehemaliges Zisterzienserinnenkloster in Norddeutschland besucht-die Führerin durch das Haus erzählte,sie hätten vor Jahren das gotische Chorgestühl zerlegt und dabei Zettel der damaligen Schwestern gefunden.Darauf stand geschrieben,sie stünden unter schwerem Zwang aber sie würden treu zur heiligen katholischen Kirche stehen durch alle Bedrängnisse bis in den Tod.Ein eindrückliches Zeichen aus alten, schweren Zeiten.
    Bekommen wir diese wieder?

    • @hedi züger, ja es scheint als würden diese schweren Zeiten wiederkommen; und das Schlimmste ist, es scheint kein Mittel zu geben diesen Glaubensabfall aufzuhalten.

  5. Dank Benedikt XVI und Summorum Pontificum blüht auch in Deutschland das zarte Pflänzchen der Tradition wieder auf. Nach den Ereignissen um die Franziskaner der Immakulata halte ich es jedoch für nicht mehr unmöglich, dass Papst Franziskus versuchen wird, dieses bescheidene Pflänzchen mit Stumpf und Stiel auszureißen.
    Man kann ja fast froh sein, dass die Einigung mit der Piusbruderschaft im letzten Jahr scheiterte. Denn so bleibt, wenn es ganz schlimm kommt, immerhin noch diese letzte Rettungsinsel.

    • wieso muß es dazu erst ganz schlimm kommen? Sie ist doch jetzt schon da, und es bedarf, ehe es ganz schlimm kommt, einer gegenseitigen Stärkung!

      • ME sollten sich alle Traditionsverbundenen bei der Piusbruderschaft konzentrieren, denn allein diese Gemeinschaft ist unabhängig und kann ungeschmälert den wahren Katholizismus leben, ohne Drahtseilakte mit dem Vatikan und den jeweiligen „Fastschonlandeskirchen“ aufzuführen, aber gleichzeitig trotzdem innerhalb der Heiligen Katholischen Kirche zu stehen. Es ist so tröstend, wenn man diesen unverfälschten, dynamischen, jungen, kraftvollen Katholizismus sieht und daran teilhat. Eine kleine, aber unglaublich kraftvolle Gruppe, in der das Überleben möglich sein wird. Die Idee des Erzbischofs war unglaublich Genial, hier wirkt der Heilige Geist und die allerseeligste Jungfrau Maria, sodaß die heilige Kirche diese jahre der Bedrängnis übertauchen kann: und zwar rein und unverfälscht.

    • Summorum Pontificum war sicher ein Meilenstein für die Rückkehr der Tradition. Die Tradition kann jedoch nur überleben, wenn sie auch theologisch verteidigt wird. Nur die Piusbruderschaft wäre theologisch und vom kirchenrechtlich ungeregelten, aber unabhängigen Status in der Lage, diese Verteidigung des traditionellen Glaubens zu übernehmen. Zumindest in dieser Phase. Es reicht jedoch nicht, nur den hl. Pius X. zu zitieren, wenn es um die Novene zum Fest der Unbefleckten Empfängnis der Gottesmutter geht. Doch mehr wird zur Zeit nicht thematisiert.

      Ich denke, Franziskus lässt der ‚Messe aller Zeiten‘ unbedeutende Nischen. Er wird Diözesanbischöfe nicht hindern, wenn diese „Summorum Pontificum“ rückgängig machen wollen.
      Kann die Piusbruderschaft die letzte Rettungsinsel für heimatlose Gläubige sein? Ist sie offen genug? Ich weiß es nicht.
      Zweifel sind angebracht. Weil der Kurs der FSSPX völlig verwaschen, nebulös wirkt. Und das in dieser für die Tradition äußerst schwierigen, schmerzlichen Zeit.

      • Zeitlos. Auch die FSSPX wird vom Widersacher Gottes unseres Herrn und seinen Helfershelfern angegriffen, keine Frage. Aber sie ist die Rettungsinsel, aber nicht nur für Heimatlose Gläubige sondern für alle Gläubigen Katholiken, weil sie eben noch immer Treu zu Gott den Herrn, seinen Heiligen Willen, der Glaubenslehre und der Heiligen Tradition der Einen, Heiligen, Katholischen und Apostolischen Kirche steht. Daher wird sie auch von den Modernisten und der Welt gehasst, siehe:

        Johannes 15. 18- 19
        Wenn die Welt euch hasst, dann wisst, dass sie mich schon vor euch gehasst hat. Wenn ihr von der Welt stammen würdet, würde die Welt euch als ihr Eigentum lieben. Aber weil ihr nicht von der Welt stammt, sondern weil ich euch aus der Welt erwählt habe darum hasst euch die Welt.

      • Ich habe leider auch etwas den Eindruck, daß die FSSPX zZt des Kämpfens müde geworden ist und es sich gemütlich macht in ihrer Nische. Auf der Homepage ein paar nette Berichte von Feierlichkeiten, ein paar Predigten, aber wenig Engagement. Natürlich waren die letzten Jahre anstrengend, aber wenn es so weitergeht, entsteht ein Spießbürgertum in deren Reihen.

      • M.S.: Wenn die hochlöbliche FSSPX auf jede antikatholische Aktion des Bischofs von Rom öffentlich und Umfangreich reagieren würde, dann müsste diese viel Zeit aufopfern und darunter würde vermutlich ihre Seelsorgerische u. Ausbildungstätigkeit massiv leiden.

        Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

      • M.S.
        Ja, auf der HP halten sie sich zurück, die Piusbrüder. Aber ich denke, das ist die Ruhe vor dem Sturm. Wahrscheinlich wird an der Strategie gefeilt zur Zeit, denn unüberlegt herumschießen, das wäre ein fataler Irrtum. Jeder Schritt muß in dieser äußerst schwierigen Zeit überdacht werden. Und glauben Sie mir, spießig geht es nicht zu in der Gemeinschaft, besuchen sie Messen und Veranstaltungen! Die Spannung ist stark, man ruht sich nicht aus. Ganz im Gegenteil ist alles im vollen Leben und die Mitglieder sind mit großem Enthusiasmus dabei. Es herrscht keine Ruhe. Man fiebert auf ein Ergebnis hin, wie der ganzen Katastrophe, die nun sich in voller Wucht auf das Einschlagen macht, zu begegnen ist.

        Beten wir für diese heilige Gemeinschaft in finstrer Nacht!

      • Ein Pater der FSSPX erklärte mir, daß das oberste Ziel der Bruderschaft die Ausbildung von geeigneten Priestern ist.

        Das die kleine Bruderschaft dann doch viele Priorate, einige Schulen und Klöster, etc. unterhält spricht für einen lebendigen Glauben. Von der Kirchensteuer sehen sie übrigens keinen Cent.

      • Leider muß ich Ihnen zustimmen zeitlos. Wäre der Kurs eindeutig, so hätten die Oberen diejenigen zurückgeholt, die beizeiten vor einer Einigung mit Rom warnten bzw. sie konsequent ablehnten. Jetzt erklären die Oberen – zumindest schreiben sie es – daß sie Gott danken, daß diese Einigung nicht zustande kam. Aber sie tun nichts! Sie lassen all die Warner, die Besten und Zuverlässigsten unter ihnen draußen und damit die Spaltung bestehen.
        Keiner weiß daher mehr, was er wirklich vom Kurs der Bruderschaft halten soll.

  6. Liebe Redaktion, danke für den Artikel. Ich habe nur eine Bitte, könntet Ihr das Antwortschreiben des Apostolischen Kommissars in vollständiger Länge und natürlich deutscher Übersetzung veröffentlichen?

  7. Bin ja gespannt, wann und welcher Ecclesia DEI Gemeinschaft als erstes die Zelebration der „Heiligen Opfermesse aller Zeiten“ verboten werden wird. Aber vermutlich wird noch etwas Zeit vergehen, noch mehr Lügen verbreitet werden und etwas Gras über diese antikatholische Franziskus Aktion gegen die „Franziskaner der Immakulata“ wachsen müssen, damit die Empörung nicht noch größer wird. Denn eines ist sicher, diese werden alle Weisungen und seien sie noch so antikatholische sein, im Kadavergehorsam schlucken, um ja nicht den Schutz der „Konzilskirche“, also der „DIE NEUE KIRCHE“ zu verlieren und der Welt gegenüber den Anschein zu erwecken dieser nicht mehr anzugehören.

    Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen.

  8. Wie kann überhaupt eine Bestrafung vorgenommen werden, wenn kein nach dem kanonischen Recht strafwürdiges Verhalten vorliegt? Wenn man Geschwister im Glauben wahrheitswidrig und vorsätzlich als Sünder brandmarkt, verstößt man damit gegen das achte Gebot. Es ist eine klassische „Haltet den Dieb!“-Nummer, die dort gegen die Franziskaner der Immakulata im Gange ist. Die „moderne“ Theologie erklärt Satan für praktisch nicht existent, ist dafür aber umso mehr mit seinem Ungeist infiziert. Es muß immer und immer wiederholt werden: Satan ist kein Hokuspokus, sondern ist menschliche Bequemlichkeit, der Weg des geringsten Widerstandes, Antropozentrismus, Apostasie, Gutmenschentum, Materialismus usw. usf.

  9. Letztlich werden Männer wie Papst Bergoglio und Volpi die Erneuerung nicht aufhalten können. Sie haben keine Zukunft. Sie haben jetzt nur äußere Macht, eine zerstörerische Macht, doch diese Macht werden sie verlieren. Vor oder nach ihrem Lebensende.
    Diese Feststellung hat nichts mit billigem Optimismus zu tun, den der Blogger Cordialiter gern verströmt.
    Die Erneuerung unserer Kirche muss hart erarbeitet, ausdauernd erbetet werden. Das Beispiel der Franziskaner der Immaculata zeigt: Es gibt nur einen Weg, den Weg, der das Opfer beinhaltet, den Weg der Nachfolge, den Weg, den der Gekreuzigte voraus gegangen ist.

  10. Dieses Dekret ist aufzuheben. Mit allen möglichen Vertretern von religionen wird dialogisiert und wirkliche Katholiken werden diskriminiert. So geht das nicht !

  11. Am Besten wäre wahrscheinlich ein Kloster irgendwo in den Bergen auf mehreren tausend Metern Höhe und dann noch abseits gelegen wo die moderne Römische Inquisition nicht so leicht hingelangen und Ihr Gift versprühen kann.

    Was mit den FDI passiert, ist soweit ich es erkennen kann eine reine Willkür die von freimaurerischen, protestantischen und ungläubigen Katholiken in hohen Ämtern ausgeführt wird. Gerade dort wo negative Schlagzeilen gemacht werden herrscht häufig noch der authentische, wahre Glaube vor(siehe FDI).
    Umgekehrt liegt dort wo alles toll erscheint oft einiges im Argen, natürlich mit Ausnahme des Stiftes Heiligenkreuz beispielsweise. Für die Sünde lassen sich immer Geldgeber finden, während man in HK hingegen auf Spenden normaler Leute angewiesen ist.

  12. Liebe Redaktion, liebe Förderer des Sedisvakantismus!
    Warum habt Ihr so wenig Gottvertrauen und glaubt nur in Euch weltweit handvoll Seelen den H. Geist gepachtet.
    Ihr nennt Euch Tradionalisten, aber habt Jesus nicht in Eurem Denken, da die Tradition der Kirche des menschgewordenen Gottes nicht mit dem Jahre 1563 beginnt.
    Einen schönen Advent Euch und allen Euren Anhängerm – und fürchtet Euch nicht so.

    • Sie schreiben:
      „Ihr nennt Euch Tradionalisten, aber habt Jesus nicht in Eurem Denken“.
      Wer nennt sich hier Traditionalist? Und woher wollen S i e wissen, wen die Katholiken hier in ihrem Denken und in ihrem Herzen tragen?
      Ach ja, ich vergaß: S.H. Franziskus weiß es ja auch immer ganz genau, wenn er gegen die sturen rückwärtsgewandten prometheisch-semipelagianischen Rosenkranzzähler predigt.
      Auf diese Masche, eine Gruppe in der Kirche als Feind zu dämonisieren, um sie danach unter dem Beifall der Mehrheit zu vernichten, fallen Sie voll herein.

      • Ach Leo Lämmlein, lassen Sie den Mann doch reden – seine Sätze disqualifizieren sich doch selbst: pauschale Rundumschläge, er wird natürlich wie alle dieser Leute persönlich und Argumente hat er gar keine, null, niente.
        Er weiß halt, wie man schäht… das können sie alle gut, und deshalb ist es unmöglich mit seinesgleichen zu diskutieren – fundiert und konstruktiv meine ich.
        Mit Franziskus ist das Niveau nun vollends in der Gosse.

  13. Damit zeigt Papst Franziskus sein wahres Gesicht.

    Mir war dieser aufdringliche „Demuts-“ und „Bescheidenheits-“ Gestus schon bald suspekt. Jetzt zeigt der Baum seine Früchte. Wahrhaftig keine „Perlen“!

  14. „Auch gegen den weiblichen Zweig, die Franziskanerinnen der Immakulata, möchte der Kommissar vorgehen, obwohl das Ernennungsdekret davon nichts sagt. Pater Volpi beschuldigt die Franziskanerinnen der Immakulata noch traditionsverbundener und „renitenter“ als der männliche Zweig zu sein.“ Ja, da sind die Frauen wieder mal vorbildlich, sie höhren auf ihre innere Stimme und lassen sich vom Zeitgeist nicht so leiten.

  15. Franziskaner von der Immaculata,

    sich mit der FSSPX befreunden und die Konzilskirche ihrem Schicksal überlassen. Wo ist da das Problem? Das sollten übrigens alle Orden der Tradition machen, bevor sie vom dortigen Klerus ausgeblutet werden.

    NIEMALS Rom in der modernistischen Linie folgen. NIEMALS. Das ist ein Verrat an unseren Herrn.

    Gottes Segen aus dem katholischen Rheingau

    • Ich schließe mich daran an, Rheingauer!
      ME sollte die FSSPX einen offenen Apell an alle traditionellen Kreise richten, unter ihren Schutzmantel zu kommen angesichts der gigantischen Gefahren, die wahren Kaholiken seitens der sog. Konzilskirche drohen.
      Leider kann man bemerken, wie gespalten die Tradition ist. Z.B. wurde ich Zeuge der Ausführungen von Pfarrer Pischorn ik K-TV – gestern: Er sagte, man sollte nicht zu oft zu den Piusbrüdern gehen, weil ihr Status nicht geordnet sei. Im selben Atemzug merkte man deutlich, wie sein Herz glüht für das Werk von FSSPX. Er kam immer näher an die Kamera und gab sich wahrlicher Schwärmerei hin. Nicht unschwer für mich zu erkennen, wofür sein Herz schlägt. Aber sein Verstand sagt nein, da letztendlich, so glaube ich , sein Gehorsam gegenüber der Konzilskirche größer ist.
      Hier kann man mE deutlich sehen, wie sehr die Tradition außerhalb von FSSPX am Gängelband von Rom ist. Es ist furchtbar traurig!
      Beten wir um einen RUCK, den sich diese traditionsfreundlichen Gruppierungen geben sollen, aus den Fängen des satans zu kommen. Den Ruck, den sie bekennen läßt, daß ihr wahrer Glaube zu der einzigen ewigen Lehre stärker ist als dieser bedingungslose Gehorsam.

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