Päpstlicher Reformaktivismus mit vielen Baustellen – und welchem Nutzen?

Der Reformaktivismus von Papst Franziskus mit vielen Baustellen - und welchem Nutzen für Kirche und Glauben?(Vatikan) Papst Franziskus hat in seinem kurzen Pontifikat bereits zahlreiche Baustellen eröffnet und immer neue kommen dazu, wie jüngst die Ankündigung, den Bischofskonferenzen Entscheidungsbefugnisse zuerkennen zu wollen. Der Papst aus Argentinien legt einen starken Reformaktivismus an den Tag, wie er vor allem an den kaum mehr überschaubaren Aktionen rund um die Vatikanbank IOR ablesbar ist. Die Baustellen betreffen direkt vor allem Strukturreformen. Ein zweites, indirektes Feld sind „pastorale“ Formen, die ohne formale Eingriffe in die Glaubenslehre diese in der Praxis aber verändern. In diesem Bereich herrscht allerdings noch wenig Klarheit, in welche Richtung das Pontifikat gehen wird. Der derzeit mit Papst Franziskus tagende C8-Kardinalsrat befaßt sich im Augenblick mit der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung. Präfekt dieses delikaten Dikasteriums an der Römischen Kurie ist Antonio Kardinal Canizares Llovera. Er gehört zu den noch nicht von Papst Franziskus in seinem Amt bestätigen Präfekten. In Rom halten sich hartnäckig Gerüchte, daß der Papst Kardinal Canizares als Erzbischof nach Madrid zurückschicken und die Kongregation neu ausrichten möchte. „Neu“ stehe dabei für die Beseitigung der liturgischen Erneuerungs- und Restaurationsversuche von Papst Benedikt XVI.

Drei Großbaustellen für den C8-Kardinalsrat

Wie Vatikansprecher Pater Federico Lombardi beim täglichen Pressegespräch gestern Mittag bestätigte, steht die Gottesdienstkongregation beim C8-Treffen an erster Stelle auf der Tagesordnung. Am Mittwochvormittag hielt Papst Franziskus seine Generalaudienz, ansonsten nimmt er an allen Sitzungen des C8-Rats teil. Der Papst habe dem neuen Beratergremium drei Richtungen zur Reform der Römischen Kurie vorgegeben: der Vatikan soll leichter zugänglich werden für Eingaben aus den Ortskirchen; die Kurie soll refomiert und effizienter werden und den Ortskirchen dienen; und schließlich soll über die Zukunft des Vatikanstaates nachgedacht werden. Drei Großbaustellen im Bereich der Strukturen.

In einem Interview mit der progressiven Zeitschrift Regno sagte der Koordinator des C8-Rats, der honduranische Kardinal Oscar Rodriguez Maradiaga, daß bei Treffen von Kardinälen vor dem Konklave der Wunsch sichtbar wurde, daß der Papst in „direkterem Kontakt“ mit den Ortskirchen stehen sollte. Vor allem die in ihren Diözesen residierenden Kardinäle wollen in die Lage versetzt sein, ihre Stimme in Rom hören zu lassen. „Etliche von uns vertraten den Standpunkt, daß Papst Benedikt über die Realität nicht gut informiert war“, so Kardinal Maradiaga. Diese „Wünsche“ beeinflußten maßgeblich das Konklave und die Suche nach einem Kandidaten, der den „römischen Zentralismus“ zugunsten einer Dezentralisierung zurückbaut.

Kardinal Maradiaga: Papst Franziskus setzt „Empfehlungen“ des Konklaves um

Die Kardinäle, so der Erzbischof aus Honduras, wollten, daß Berichte und Informationen künftig nicht nur über die Nuntiaturen nach Rom gelangen, sondern eine Gruppe von Kardinälen aus allen Kontinenten direkten Zugang zum Papst habe. Eine Forderung, die in den Wahlabsprachen vor oder während des Konklave zur Bedingung gemacht wurde und die Papst Franziskus einen Monat nach seiner Wahl, am 13. April mit der Errichtung des C8-Rates umzusetzen begann. Kardinal Maradiaga bestätigte im Interview, daß der neue Papst, einmal gewählt, eine Reihe der im Zuge der Wahl ausgesprochenen „Empfehlungen“ verwirklicht.

Neben dem C8-Rat gilt das vor allem für die Bischofssynode. Die Synode entstand im Gefolge des Zweiten Vatikanischen Konzils und tagt alle zwei Jahre zu einem bestimmten Thema. Papst Franziskus will daraus eine ständige Synode machen und auf diese Weise die Bischöfe und die Ortskirchen permanent in die Leitung der Kirche einbinden. Wie das konkret aussehen soll, wird sich im Oktober 2014 zeigen, wenn die erste Bischofssynode des neuen Pontifikats zusammentritt. Die Ernennung des Diplomaten, Kurienerzbischof Lorenzo Baldisseri, gilt daher als eine der wichtigsten Personalentscheidungen von Franziskus (siehe eigenen Bericht Erzbischof Baldisseri: „Die Kommunion für wiederverheiratet Geschiedene wird ohne Tabus diskutiert“). Von Erzbischof Baldisseri stammt, auf Anregung des Papstes, der Fragebogen zum Thema Familie, der in Vorbereitung auf die Bischofssynode zu diesem Thema an alle Bischöfe der Welt verschickt wurde. Im deutschen Sprachraum machten manche Diözesen, etwa Aachen und Graz, eine Meinungsumfrage daraus.

Die ständige Bischofssynode und der Fragebogen mit Eigendynamik

Kurienerzbischof Baldisseri sprach dem Fragebogen den Charakter einer Meinungsumfrage ausdrücklich ab, blieb jedoch in unklaren Definitionen stecken. Im deutschen Sprachraum sind einige Bischöfe, Ordinariate und Teile des Verbandskatholizismus entschlossen, die katholische Lehre, ob rechtlich oder auch nur „pastoral“, in Einklang mit der stark entchristlichten „Realität“ der Welt zu bringen. Das gilt für die Zulassung der wiederverheiratet Geschiedenen zu den Sakramenten ebenso wie die Möglichkeit, in der Kirche eine Zweit- oder Drittehe einzugehen bis hin zur Anerkennung der Homosexualität. Der päpstliche Baldisseri-Fragebogen entfaltet eine Eigendynamik (siehe Aufruf, die Beantwortung nicht progressiven Kreisen zu überlassen).

2014 wird sich eine außerordentliche Bischofssynode mit dem Thema Ehe, Familie, Scheidung, Verhütung, wiederverheiratet Geschiedene, Alleinerziehende und „Homo-Ehe“ befassen, 2015 dann eine ordentliche Bischofssynode. Dazwischen werden die päpstlichen Vorstellungen von einer ständigen Synode Gestalt annehmen. Etwas Erstaunen löste es aus, daß Papst Franziskus für die erste Synode seines Pontifikats so geballt Fragen der Morallehre wählte, während er ansonsten eher Abstand nimmt und diesen Themenkomplex herunterzuspielen versucht. Im Interview mit der Civiltà Cattolica kritisierte er die Lebensschützer und meinte, daß man „nicht immer“ über moralische Fragen sprechen könne. Erst am vergangenen Montag ermahnte er die niederländischen Bischöfe, die sich zum Ad-limina-Besuch in Rom aufhielten, daß die kirchliche Verkündigung „nicht nur aus Moralvorschriften“ bestehe. Im Umfeld von Kurienerzbischof Baldisseri ist daher die Rede vom päpstlichen Willen, die „Seelsorge zu den Themen Ehe und Familie“ und die damit zusammenhängenden bioethischen und moraltheologischen Fragen zu „aktualisieren“.

Intensiver Februar 2014: von Fragebogenauswertung bis Kardinalsernennungen

Intensiv wird die letzte Februarwoche mit Fragebogenauswertung, C8-Treffen, Kurienrefeform und Kardinalsernennungen. In der letzten Woche im Februar 2014 wird das 15köpfige Sekretariat der Bischofssynode unter dem Vorsitz von Kurienerzbischof Baldisseri zusammenkommen, um die eingegangenen Antworten auf den Fragebogen zu sichten und auszuwerten.

Intensiv wird die Woche auch wegen des am 20. und 21. Februar zum dritten Mal tagenden C8-Rats und den für 22. und 23. Februar einberufenen Konsistorien. Am 22. Februar wird Papst Franziskus den zum ordentlichen Konsistorium versammelten Kardinälen die Vorschläge zur Kurienreform vorlegen. Am 23. Februar tritt das Kardinalskollegium zum ersten außerordentlichen Konsistorium dieses Pontifikats zusammen. Dabei wird Papst Franziskus seine ersten Kardinäle kreieren. Ein mit Spannung erwartetes Ereignis, das maßgeblich Aufschluß über mögliche Richtungsentscheidungen geben wird.

Neue Baustelle: Stärkung der Bischofskonferenzen

Mit dem Apostolischen Schreiben Evangelii gaudium errichtete Papst Franziskus eine weitere Baustelle. Er kündigte die Stärkung der auf Staatsebene organisierten Bischofskonferenzen an (siehe eigenen Bericht Wovor Joseph Ratzinger warnte: Die „föderalistische Option“ des Bischofs von Rom). Franziskus vergleicht in der Exhortatio die Bischofskonferenzen mit den alten Patriarchaten und spricht von der Möglichkeit, daß diese einen „vielfältigen und fruchtbaren Beitrag“ leisten könnten, damit sich die „Kollegialität konkret“ verwirklicht.

Kardinal Maradiaga bekräftigte dazu jüngst beim Festival der katholischen Soziallehre in Verona, daß einige Päpstliche Räte abgeschafft oder zusammengelegt und vielleicht eine neue Kongregation für die Laien oder das Volk Gottes errichtet werden könnte, die verschiedene Zuständigkeiten übernimmt. „Sicher sei“, so jedenfalls der Kardinal, daß Papst Franziskus eine „weniger romzentrierte Kirche“ wolle, daß die Römische Kurie weniger Kardinäle und vor allem weniger Skandale haben solle, die mit Geschäften und Geld zu tun haben.

Antirömisches Programm: gegen römischen „Zentralismus“ und für weniger Kurienkardinäle?

Der erste Punkt betrifft eine Schwächung der Papsttums, der zweite eine Schwächung der Römischen Kurie und der dritte Punkt kommt eigentlich einer Diskreditierung Roms gleich, um – offensichtlich – die beiden ersteren Punkte zu rechtfertigen. Rom ist abseits einer alten antikatholischen Propaganda, die bis in die Reformationszeit zurückreicht und sich durch Romane und Filme zu Unrecht in den Köpfen vieler Menschen festgesetzt hat, keineswegs ein Hort von Skandalen, auch nicht rund um „Geschäfte und Geld“, jedenfalls nicht mehr als in den Ortskirchen. Deshalb verwundert der überdurchschnittliche Einsatz, den Papst Franziskus seit seinem Amtsantritt im Zusammenhang mit der Vatikanbank IOR an den Tag legt. Seine Regierungsaktionen dazu, durch Ernennung neuer Verantwortlicher, die Errichtung neuer Kommissionen und Kontrollorgane, durch neue Statuten und Transparenzbestimmungen sind kaum mehr zu überschauen. Er köpfte die Generaldirektion der Vatikanbank und die Führungsebene der Apostolischen Güterverwaltung, errichtete zwei neue Kommissionen, eine direkt für die Vatikanbank und eine für die gesamte Güterverwaltung. Beiden Kommissionen gab er jüngst zusätzlich seinen persönlichen Sekretär Msgr. Alfred Xuereb zur Seite, der ihm direkt berichten soll. Er ernannte als seinen persönlichen Vertrauten einen neuen, skandalumwitterten Hausprälaten der Vatikanbank. Einige Personalentscheidungen in diesem Zusammenhang sind sehr umstritten (siehe Bericht Msgr. Ricca und Francesca Chaouqui: Zwei Feinde im eigenen Haus?). Die Anti-Geldwäsche-Bestimmungen wurden verschärft, ebenso jene zur Bekämpfung des Terrorismus, die Überwachung derselben durch den Europarat mittels Moneyval aktiviert. Die externen Privatunternehmen Promontory Group und Ernst&Young überwachen alle Konten der Vatikanbank und der Güterverwaltung. Dabei gehört die Vatikanbank zur Kategorie der Kleinbanken.

Gefährliche Baustelle: Status des Vatikanstaates überdenken?

Angelpunkt der Kurienreform hingegen soll der neue Staatssekretär Erzbischof Pietro Parolin sein. Der erfahrene Diplomat trat erst vor kurzem, verspätet sein Amt an. Morgen Abend wird er gemeinsam mit Kardinal Maradiaga in Rom ein Buch vorstellen. Ein gemeinsamer Auftritt, der eine starke „Achse“ erkennen läßt. Die Bezeichnung Staatssekretariat soll bald der Vergangenheit angehören, wie Papst Franziskus überhaupt ein Kirchenstaat zuwider scheint. Parolin könnte daher bald der Amtsbezeichnung nach nur mehr „päpstlicher Sekretär“ sein. Den Diplomaten Parolin gibt es allerdings nur, weil der Heilige Stuhl ein souveräner Staat ist und damit diplomatische Vertretungen unterhalten kann. Ein völkerrechtlicher Status, der Unabhängigkeit garantiert und Zugang zu allen internationalen Gremien, vor allem aber in Krisenzeiten kostbaren Schutz sichert, wie die Zeit der deutschen Besatzung in Rom zeigte.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Messa in Latino

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28 Comments

  1. Der Heilige Geist weht wirr durch die Köpfe, denn wenn so viele handverlesene „ausgeguckte“ Meinungsbildner entscheiden und auch künftig entscheiden kann von einem Heiligen Geist nicht mehr die Rede sein.
    Verwirrung, Desorientierung ist das Konzept, mit einem Minimum christlicher Inhalte und Riten um die Gemeinde, dahin führen zu können wo man sie haben möchte. Willen- und Einflusslos in der Irre.
    Also vor der Wahl wurden Versprechungen gemacht, welche natürlich nur mit der Zerstörung der vorhanden Strukturen, Entscheidungen und Lehren herbeigeführt werden können.
    Deshalb das Gästehaus um den vorhandenen Entscheidungsstrukturen den Einfluss zu entziehen und gleichzeitig mit dem Küchenkabinett neue aufzubauen.
    Keine Aussagen zu den wichtigen Fragen der Morallehre zu machen, ebenso zu der mit Sicherheit zu erwartenden Entweihungen der Sakramente. Alles im „Stillen“ vorzubereiten und dann den Gläubigen als (demokratische, von unten) von einem vom behaupteten Heiligen Geist geführten handverlesenen „ausgegucktem“ Küchenkabinett als die neue Lehre zu präsentieren, das hat eine eiskalte unter den Mächtigen der Welt verbreitete Strategien und Methoden zur Grundlage.
    Wir dürfen auf noch mehr, vor allem was die Umsetzung betrifft, gefasst sein.
    Die Entwicklung welche wir in der Welt finden, wo in keiner Nation noch ein Stein auf dem anderen bleibt. Keine Kultur, keine Tradition, keine Gesetze, keine Regierungsform.
    Das ist die Methode der wahrhaft mächtigen die EINEWELTREGIERUNG herbeizuführen.
    Gewachsene Strukturen müssen zerstört werden und Chaos verursacht werden. Das ist die Voraussetzung welche man braucht um dem Volk als „Heil und Erlösung“ durch die EINEWELTREGIERUNG zu präsentieren und das Volk hinter sich zu bringen. Das Volk allen Strukturen, Werten und seiner Führung beraubt wird zu einem willenlosen Objekt.
    Das gleiche geschieht in der Kath. Kirche im Leib Christi.
    Zum Glück wird das alles abgekürzt.
    Schauen wir auf Papst Benedikt, folgen wir ihm im Gebet, in der Buße und schauen wir auf die Sakramente die er spendet und empfängt.

    • Das ist interessant was Sie schreiben! Wenn wir schauen sollen auf die Sakramente, die er spendet und empfängt, was meinen Sie damit? Und überhaupt, wenn die Sakramente der Kirche entsakralisiert wurden, was tut dann der einzelne Christ und was werden Länder wie z.B. Polen machen??!!

      • Die Kirche, der Leib Christi wird fortbestehen, sie kann nicht zerstört werden. Sie wird dort sein wo seine Kinder beten und seine treuen Diener die Sakramente spenden. Können Sie sich vorstellen das Papst Benedikt entweihte Sakramente empfängt oder gar spendet. Schauen wir auf Ihn.

  2. Alles deutete sich an jenem denkwürdigen Abend der Papstwahl auf der Loggia an: Franziskus, der Bischof von Rom, hatte für uns, die Mitglieder, Söhne und Töchter der Weltkirche, kein Wort übrig.
    Er verneigte sich lange und tief vor dem Volk, ehe er es segnen „konnte“. Der priesterliche, bischöfliche, päpstliche Segen, der nur vom Allerhöchsten kommen kann, wurde umgewandelt in eine Art „Volkssegen.“ Ein Dialog zwischen Papst und Volk, der besonderen, der blasphemischen Art.
    Alles, was wir jetzt erleben, ist nur eine Ausfaltung. Franziskus hat uns nicht belogen. Jede seiner Gesten war wohlüberlegt, sie enthielten bereits sein Programm. Wir haben es gesehen. Gleichzeitig wollten wir es nicht sehen. Wir wollen es noch immer nicht sehen. Es tut zu weh, der Schmerz ist zu groß.

  3. Ja, der Schmerz ist sehr groß. Unsere Heilige Katholische Kirche wird völlig demontiert!!! Was sollen wir tun?, zuschauen, weinen, verzweifeln, resignieren; es kommen einem hundert Gedanken im Kopf, aber keine „Lösung“. Ja, beten werden wir, unentwegt; dieser Ratschlag kommt sicher, nur unser Herrgott kann hier helfen und eingreifen. Bitten wir Ihm, er möge es rasch tun.

    • Wir wissen von Jesus selbst, dass seine Kirche von der Unterwelt nicht überwunden werden kann. Wir wissen, dass Satan zum Höhepunkt seiner Macht in die Kirche Christi eindringen wird. Er wird aber herausgeworfen. Das Schisma wird für eine Übergangszeit, die kurz ist bestehen. Die Kirche, der Leib Christi wird in dieser Phase da sein wo die Wahre Lehre verkündet wird, die Heiligen Sakramente gespendet werden um wofür die Rettung der irregeführten Seelen gebetet wird, auch für die Umkehr der Feinde. Sie wird dort sein wo die treuen geweihten Diener trotz enormen Druck ihr Amt wie bisher, wenn auch unter anderen Umständen und anderen Orten ausüben.
      Sehen wir die Wahre Kirche in der Zeit des Schismas, in dem wir auf Papst Benedikt schauen.
      Er wurde zuerst aus der Kirche vertrieben und er zeigt wie man außerhalb der klassischen Strukturen und Orte den Wahren Glauben und Dienst an Gott ausüben kann. Wir sind nicht ohne Führung. Jesus lässt uns nicht allein. Schauen wir auf Ihn.

      • „Etliche von uns vertraten den Standpunkt, daß Papst Benedikt über die Realität nicht gut informiert war“, so Kardinal Maradiaga

        Papst Benedikt wurde nicht nur vertrieben, sondern er wird auch noch immer auf eine miese Weise verleumdet, die schmerzlich ist.

        Ich stimme Ihnen zu, Papst Benedikt, ein wahrer Weisheitslehrer, bleibt uns als verlässlicher Pol erhalten, hoffentlich noch für lange Zeit.
        Dafür und für ihn zu beten bleibt mein Anliegen.

  4. Man darf noch gespannt sein, ob es Kardinäle, Bischöfe und Theologen geben wird, die sich wie David gegen Goliath diesem gewaltigen Zerstörungsakt offen entgegenstellen. Ansonsten wird man die Kirche, so wie man sie bis eben noch kannte und liebte, bald nicht mehr vorfinden.

    • Ich kann Ihnen schon jetzt sagen, wer sich dem Irrsinn entgegenstellen wird: NIEMAND!
      Lefebvre ist tot und einen zweiten wird es nicht mehr geben sonst hätte er schon längst den Mund aufgemacht. Charakter ist nicht mehr gefragt- eckt ja zu sehr an!

      • Die Kirche wird jetzt gekreuzigt, während die Welt jubelt. . Die wenigen, die den Mund aufmachen, werden nicht an die breite Öffentlichkeit kommen. Die wahre Kirche leidet leise, wie es auch der Herr getan hat. Doch eine kleine Restkirche bleibt immer bestehen, diese wird nicht abfallen, sondern trotz aller Schwierigkeiten weiterhin an den Sakramenten und den Lehren in ihrer Ursprungsform festhalten. Gott bereitet uns doch schon seit Jahren darauf vor. Wir können vertrauen, auch wenn es furchtbar hart werden wird und viel Leid zu tragen sein wird. Doch dann (nach den Tagen der Not) wird sich die Kirche wieder in Glanz und Glorie erheben. Das wurde uns versprochen.

  5. Im L‘Osservatore Romano ist ein Foto veröffentlicht: die Bischöfe der C8 Versammlung stehen um einen hufeisenförmigen Tisch herum, fast alle soweit einsehbar, in schwarzen Anzügen. Links ein Bischof in Soutane. Der Papst vorne in weiß, hinten an der Wand, über ihm ein Monitor. Kein Kreuz zu sehen. Er steht unter einem Bildschirm.

  6. Auch wenn hier viele Sachverhalte gut geschildert werden. Aber das mit dem Status der Vatikanstadt ist doch mehr als an den Haaren herbeigezogen. Wie Sie eigentlich wissen sollten hat der Staatssekretär nichts mit der Vatikanstadt zu tun. Das wird im Artikel leider nur bedingt deutlich.
    Aber ihre Seite ist auch für einen progressiven Katholiken wie mich eine gute Informationsquelle. Was ist eigentlich mit den Gerüchten, dass Guido Marini Diözesanbischof werden soll? Gibt es da etwas neues?

  7. Schon vor über einem Jahr sah ich das kommen: Die Katholische Kirche soll zukünftig nur noch ein Vertriebskanal unter vielen für die Agenda der (noch) geheimen Weltregierung sein. Sie wird zum Marketing-Channel, doch noch ist nicht aller Tage Abend. Das letzte Wort hat der Schöpfer.

  8. „Päpstlicher Reformaktivismus mit vielen Baustellen – und welchem Nutzen?“ – Zum Nutzen aller, wirklich aller, nur nicht den Katholiken selbst. Aber gerade darum geht es ja.

  9. Köln der Lackmustest?!

    Kölner Kircheninitiative
    Meisner-Nachfolge Prominente fordern Mitsprache
    Kölner Stadt Anzeiger 04.12.2013
    Bekannte Geistliche wie Hans Küng und Johannes zu Eltz wenden sich an Papst Franziskus und fordern eine Mitsprache der Laien bei der Wahl eines neuen Kölner Erzbischofs. „Es muss sich etwas ändern“, so die „Kölner Kircheninitiative“.
    Vor der Wahl eines neuen Kölner Erzbischofs fordern Geistliche des Erzbistums Mitsprache und Beteiligung der zwei Millionen Kölner Katholiken. „Für eine von Anfang an gute Beziehung der Gläubigen zu ihrem zukünftigen Erzbischof wäre deren Einbeziehung wünschenswert“, heißt es in einem offenen Brief der „Kölner Kircheninitiative“ (KKI) an das Kölner Domkapitel sowie an Papst Franziskus.
    Zu den Erstunterzeichnern gehören mehrere leitende Pfarrer des Erzbistums, aber auch prominente Theologen wie Hans Küng, Paul Zulehner, der Jesuit Klaus Mertes und der Frankfurter Stadtdekan Johannes zu Eltz.
    „Es muss sich etwas ändern in unserer priesterzentrierten Kirche“, sagte der Koordinator der KKI, Diakon Hanno Weinert-Sprissler, dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Die Bedeutung der Mitbestimmung, die in der Kirchengeschichte gute Tradition habe, zeige sich besonders bei der Kandidatenauswahl für das Bischofsamt. „Die Gläubigen vermissen einfach, dass sie gefragt werden.“…….

  10. @Sumsum; vielen Dank für den Link zu diesem in der Tat für sich sprechende Bild. Es könnte auch genauso gut von irgendwelcher weltlichen „Verwaltungsratssitzung“ stammen.
    Soll dies etwa die „zukünftige“ Kirche repräsentieren ? Ein Papst umgeben von „Kabinettsmitgliedern“ in einem „neutralen Raum“ als Sinnbild für die „demokratische“ Demontage der Kirche. Gleich von uns aus gesehen vorne rechts Kardinal Marx, auch Mitglied im freimaurerischen Ableger Rotary-Club. Ob er auch die völlig abwegige Forderung nach „Busse“ für die ang. „Angstmacherei der Kirche mit Fegefeuer und Hölle“ als reformkonformen Vorschlag“ einbringen wird ?

  11. Die “Kölner Kircheninitiative” und eine österreichische Plaudertasche
    04. Dezember 2013 DIE FREIE WELT
    Der eine oder andere hat es, es gibt eine neue “Kölner Kircheninitiative” – wobei eigentlich der Begriff “neu” in Anführungszeichen gehörte, da die Forderungen eigentlich altbekannt sind. Neu ist lediglich der Anlass: sogenannte “führende Katholiken” wollen Einfluss nehmen auf den Nachfolger unseres verehrten Kölner Kardinals Meisner. Dass diese Initiativler dabei keine Rücksicht auf Verluste nehmen und den Kardinal darin diskreditieren, u.a. ob seiner Herkunft, was ein besonderes Licht auf die Gesinnung der Beteiligten und Unterzeichner wirft, verwundert nicht besonders, dass sie sich ob ihrer langweiligen Kirchenreformforderungen der Zustimmung des österreichischen Theologen, Priesters und “Religionssoziologen” Paul Zulehner sicher sein durften, auch nicht. Dass Zulehner sich allerdings als Plaudertasche entpuppte, damit hatten die Inititiativler wohl nicht gerechnet.
    Bis gestern stand nämlich auf Zulehners eigenen Blog ein Hinweis über eine von langer Hand geplante Medienkampagne, an der sich die üblichen kirchenkritischen Medien beteiligen werden. Dass das Vorgehen eigentlich geheim bleiben sollte, ist solchen Vorgängen eigen, und man kann dem Blogger Pro Spe Salutis daher nur danbkar dafür sein, dass er einen Screenshot des zwischenzeitlich wieder gelöschten Berichts gemacht und auf seiner Seite hinterlegt hat. Darin ist daher auch heute noch nachzulesen, was die Beteiligten vorhaben. Ich habe den Text auf Zulehners Seite gestern persönlich gelesen, und kann die Authentizität daher bestätigen; hier ein kleiner Ausschnitt:
    Der weitere Ablauf ist wie folgt geplant:
    Am Donnerstag 5.12. um etwa 19.45 Uhr zum Ende der Sperrfrist können Sie im Internetauftritt des Kölner Stadt-Anzeigers und bei Spiegel Online die ersten Berichte zur Initiative lesen. In der Freitagsausgabe des KStA soll die Initiative Aufmacher des Kölner Teils werden. Es ist zu erwarten, dass noch am gleichen Abend andere Medien die Geschichte abschreiben werden. Um 20 Uhr werden wir ergänzend eine Pressemitteilung verschicken. Anschließend beginnt der Versand der rund 3.000 Mails an alle Seelsorger, Gremien, Verbände und Gruppierungen im Erzbistum Köln, der bis zum nächsten Morgen dauern wird. Am Donnerstag Abend und am Freitag stehen wir für Presseanfragen telefonisch zur Verfügung. Am Freitag halten wir um 13 Uhr eine Pressekonferenz, die wir mit der Pressemitteilung am Vorabend ankündigen. Die Zeitschrift “Christ in der Gegenwart”, die am Freitag den Abonnenten zugestellt wird, nimmt auf der ersten Seite im Kommentar Bezug auf unsere Initiative “als konkrete Verwirklichung vor Ort der päpstlichen Rede von der Dezentralisierung und der Beteiligung aller, ob nun geweiht oder nicht, in den Bistümern”, wie Redakteur Neumann ankündigte. Dieser Zeitplan kann sich kurzfristig ändern, wenn ein Medium vorab berichtet und die Sperrfrist bricht. Dann werden wir den Mailversand umgehend starten. Dafür ist bereits jetzt alles vorbereitet.
    Ab jetzt überlassen wir alles was noch kommt zuversichtlich und vertrauensvoll dem Heiligen Geist, dem wir dankbar sind, dass er uns bis zu diesem Punkt begleitet hat …
    Ich gebe zu, wenn sich eine Clique von Intriganten auf den Heiligen Geist beruft, treibt es mir die Zornesröte ins Gesicht. Vermutlich hatte der Heilige Geist aber wirklich seine Finger im Spiel bei der Führung der Finger von Zulehner auf seinem Blog, die verhinderten, dass dieser “Mediencoup” noch einer werden kann, jedenfalls nicht unter interessierten Katholiken.
    Was bleibt: Die üblichen Verdächtigen unter den Medien werden auf den Zug aufspringen, sie werden die Initiative hochjubeln zu einem Volksbegehren … aber es steht zu erwarten, dass das im Vatikan so viel Interesse hervorruft, als ob in China ein Sack Reis umfällt. Beten wir jedenfalls um den Heiligen Geist bei der Auswahl eines Nachfolgers unseres Kardinals, damit wieder so ein streitbarer und durch und durch katholischer Mann an der Spitze des größten deutschen Bistums zu stehen kommt!

  12. Kampf gegen Korruption: Franziskus baut Vatikanbank um
    SPIEGELONLINE 5.12.13
    Jahrzehntelang lieferte die Vatikanbank IOR Stoff für dunkle Geschichten. Es ging um Korruption, Geldwäsche, sogar Mord. Papst Franziskus wollte das Institut eigentlich schließen. Jetzt ist er wild entschlossen, aus dem IOR eine kleine, saubere Hausbank zu machen.
    Erzbischof Konrad Krajewski blickt der Papst besonders wohlwollend. Denn der praktiziert einen Umgang mit Geld, wie ihn Franziskus besonders schätzt. Krajewski ist der päpstliche Almosenier, der Beauftragte für soziale und karitative Fragen und eben, ganz konkret, auch der Verteiler von Almosen.
    Abends ist er oft rund um den Vatikan unterwegs und versorgt Obdachlose und andere Bedürftige mit Essen. Franziskus würde ihn am liebsten begleiten, sagt Krajewski, aber das ginge natürlich aus Sicherheitsgründen nicht. Dafür frage ihn der Papst, wann immer er ihn treffe, ob er mehr Geld brauche. Und Krajewski gibt sich alle Mühe: Verteilte die vatikanische Almosenverwaltung im vorigen Jahr etwa eine Million Euro an rund 6.500 Menschen, wird es dieses Jahr doppelt so viel sein. Das ist die Art von Wachstum, die auch dem wirtschaftskritischen Chef der katholischen Weltkirche gefällt.
    „Eine Rückkehr von Wirtschaft und Finanzleben zu einer Ethik zugunsten des Menschen“, forderte Franziskus gerade in seinem Lehrschreiben „Gaudium Evangelii“ von den Finanzexperten und Regierenden in allen Ländern. Genau das will er auch im eigenen Land, dem Zwergstaat Vatikanstadt, durchsetzen und dort ganz besonders in der vatikaneigenen Bank, dem IOR – Istituto per le Opere di Religione (Institut für die religiösen Werke).

  13. @Sumsum, herzlichen Dank für diesen Link. Ja, das ist in der Tat die „neue“ Kirche – kein Kreuz, keine Soutane, und „endlich“ hat man den Purpur der Kirchenfürsten verbannt; schrecklich dieser Anblick. Wohin geht unsere Heilige, Katholische und Apostolische Kirche. In der Zeit unter Papst Pius XII wäre so was absolut undenkbar gewesen. Herr, schenke uns wieder wahre heilige Fürsten der Kirche, die uns wieder den klaren reinen Wein eingießen, die uns wieder den unverfälschten katholischen Glauben lehren; auch wenn sich die Welt auflehnt und die Kirche mit allen Mitteln bekämpfen wird. Wir bitten dich Herr Jesus Christus, erhöre unser flehen, unser bitten.

  14. Der RAUCH SATANS ist in de Kirche eingedrungen und dieser Rauch hat den Verstand des Bischofs von Rom vernebelt.

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