Päpstlicher Reformaktivismus mit vielen Baustellen – und welchem Nutzen?

Der Reformaktivismus von Papst Franziskus mit vielen Baustellen - und welchem Nutzen für Kirche und Glauben?(Vatikan) Papst Franziskus hat in seinem kurzen Pontifikat bereits zahlreiche Baustellen eröffnet und immer neue kommen dazu, wie jüngst die Ankündigung, den Bischofskonferenzen Entscheidungsbefugnisse zuerkennen zu wollen. Der Papst aus Argentinien legt einen starken Reformaktivismus an den Tag, wie er vor allem an den kaum mehr überschaubaren Aktionen rund um die Vatikanbank IOR ablesbar ist. Die Baustellen betreffen direkt vor allem Strukturreformen. Ein zweites, indirektes Feld sind „pastorale“ Formen, die ohne formale Eingriffe in die Glaubenslehre diese in der Praxis aber verändern. In diesem Bereich herrscht allerdings noch wenig Klarheit, in welche Richtung das Pontifikat gehen wird. Der derzeit mit Papst Franziskus tagende C8-Kardinalsrat befaßt sich im Augenblick mit der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung. Präfekt dieses delikaten Dikasteriums an der Römischen Kurie ist Antonio Kardinal Canizares Llovera. Er gehört zu den noch nicht von Papst Franziskus in seinem Amt bestätigen Präfekten. In Rom halten sich hartnäckig Gerüchte, daß der Papst Kardinal Canizares als Erzbischof nach Madrid zurückschicken und die Kongregation neu ausrichten möchte. „Neu“ stehe dabei für die Beseitigung der liturgischen Erneuerungs- und Restaurationsversuche von Papst Benedikt XVI.

Drei Großbaustellen für den C8-Kardinalsrat

Wie Vatikansprecher Pater Federico Lombardi beim täglichen Pressegespräch gestern Mittag bestätigte, steht die Gottesdienstkongregation beim C8-Treffen an erster Stelle auf der Tagesordnung. Am Mittwochvormittag hielt Papst Franziskus seine Generalaudienz, ansonsten nimmt er an allen Sitzungen des C8-Rats teil. Der Papst habe dem neuen Beratergremium drei Richtungen zur Reform der Römischen Kurie vorgegeben: der Vatikan soll leichter zugänglich werden für Eingaben aus den Ortskirchen; die Kurie soll refomiert und effizienter werden und den Ortskirchen dienen; und schließlich soll über die Zukunft des Vatikanstaates nachgedacht werden. Drei Großbaustellen im Bereich der Strukturen.

In einem Interview mit der progressiven Zeitschrift Regno sagte der Koordinator des C8-Rats, der honduranische Kardinal Oscar Rodriguez Maradiaga, daß bei Treffen von Kardinälen vor dem Konklave der Wunsch sichtbar wurde, daß der Papst in „direkterem Kontakt“ mit den Ortskirchen stehen sollte. Vor allem die in ihren Diözesen residierenden Kardinäle wollen in die Lage versetzt sein, ihre Stimme in Rom hören zu lassen. „Etliche von uns vertraten den Standpunkt, daß Papst Benedikt über die Realität nicht gut informiert war“, so Kardinal Maradiaga. Diese „Wünsche“ beeinflußten maßgeblich das Konklave und die Suche nach einem Kandidaten, der den „römischen Zentralismus“ zugunsten einer Dezentralisierung zurückbaut.

Kardinal Maradiaga: Papst Franziskus setzt „Empfehlungen“ des Konklaves um

Die Kardinäle, so der Erzbischof aus Honduras, wollten, daß Berichte und Informationen künftig nicht nur über die Nuntiaturen nach Rom gelangen, sondern eine Gruppe von Kardinälen aus allen Kontinenten direkten Zugang zum Papst habe. Eine Forderung, die in den Wahlabsprachen vor oder während des Konklave zur Bedingung gemacht wurde und die Papst Franziskus einen Monat nach seiner Wahl, am 13. April mit der Errichtung des C8-Rates umzusetzen begann. Kardinal Maradiaga bestätigte im Interview, daß der neue Papst, einmal gewählt, eine Reihe der im Zuge der Wahl ausgesprochenen „Empfehlungen“ verwirklicht.

Neben dem C8-Rat gilt das vor allem für die Bischofssynode. Die Synode entstand im Gefolge des Zweiten Vatikanischen Konzils und tagt alle zwei Jahre zu einem bestimmten Thema. Papst Franziskus will daraus eine ständige Synode machen und auf diese Weise die Bischöfe und die Ortskirchen permanent in die Leitung der Kirche einbinden. Wie das konkret aussehen soll, wird sich im Oktober 2014 zeigen, wenn die erste Bischofssynode des neuen Pontifikats zusammentritt. Die Ernennung des Diplomaten, Kurienerzbischof Lorenzo Baldisseri, gilt daher als eine der wichtigsten Personalentscheidungen von Franziskus (siehe eigenen Bericht Erzbischof Baldisseri: „Die Kommunion für wiederverheiratet Geschiedene wird ohne Tabus diskutiert“). Von Erzbischof Baldisseri stammt, auf Anregung des Papstes, der Fragebogen zum Thema Familie, der in Vorbereitung auf die Bischofssynode zu diesem Thema an alle Bischöfe der Welt verschickt wurde. Im deutschen Sprachraum machten manche Diözesen, etwa Aachen und Graz, eine Meinungsumfrage daraus.

Die ständige Bischofssynode und der Fragebogen mit Eigendynamik

Kurienerzbischof Baldisseri sprach dem Fragebogen den Charakter einer Meinungsumfrage ausdrücklich ab, blieb jedoch in unklaren Definitionen stecken. Im deutschen Sprachraum sind einige Bischöfe, Ordinariate und Teile des Verbandskatholizismus entschlossen, die katholische Lehre, ob rechtlich oder auch nur „pastoral“, in Einklang mit der stark entchristlichten „Realität“ der Welt zu bringen. Das gilt für die Zulassung der wiederverheiratet Geschiedenen zu den Sakramenten ebenso wie die Möglichkeit, in der Kirche eine Zweit- oder Drittehe einzugehen bis hin zur Anerkennung der Homosexualität. Der päpstliche Baldisseri-Fragebogen entfaltet eine Eigendynamik (siehe Aufruf, die Beantwortung nicht progressiven Kreisen zu überlassen).

2014 wird sich eine außerordentliche Bischofssynode mit dem Thema Ehe, Familie, Scheidung, Verhütung, wiederverheiratet Geschiedene, Alleinerziehende und „Homo-Ehe“ befassen, 2015 dann eine ordentliche Bischofssynode. Dazwischen werden die päpstlichen Vorstellungen von einer ständigen Synode Gestalt annehmen. Etwas Erstaunen löste es aus, daß Papst Franziskus für die erste Synode seines Pontifikats so geballt Fragen der Morallehre wählte, während er ansonsten eher Abstand nimmt und diesen Themenkomplex herunterzuspielen versucht. Im Interview mit der Civiltà Cattolica kritisierte er die Lebensschützer und meinte, daß man „nicht immer“ über moralische Fragen sprechen könne. Erst am vergangenen Montag ermahnte er die niederländischen Bischöfe, die sich zum Ad-limina-Besuch in Rom aufhielten, daß die kirchliche Verkündigung „nicht nur aus Moralvorschriften“ bestehe. Im Umfeld von Kurienerzbischof Baldisseri ist daher die Rede vom päpstlichen Willen, die „Seelsorge zu den Themen Ehe und Familie“ und die damit zusammenhängenden bioethischen und moraltheologischen Fragen zu „aktualisieren“.

Intensiver Februar 2014: von Fragebogenauswertung bis Kardinalsernennungen

Intensiv wird die letzte Februarwoche mit Fragebogenauswertung, C8-Treffen, Kurienrefeform und Kardinalsernennungen. In der letzten Woche im Februar 2014 wird das 15köpfige Sekretariat der Bischofssynode unter dem Vorsitz von Kurienerzbischof Baldisseri zusammenkommen, um die eingegangenen Antworten auf den Fragebogen zu sichten und auszuwerten.

Intensiv wird die Woche auch wegen des am 20. und 21. Februar zum dritten Mal tagenden C8-Rats und den für 22. und 23. Februar einberufenen Konsistorien. Am 22. Februar wird Papst Franziskus den zum ordentlichen Konsistorium versammelten Kardinälen die Vorschläge zur Kurienreform vorlegen. Am 23. Februar tritt das Kardinalskollegium zum ersten außerordentlichen Konsistorium dieses Pontifikats zusammen. Dabei wird Papst Franziskus seine ersten Kardinäle kreieren. Ein mit Spannung erwartetes Ereignis, das maßgeblich Aufschluß über mögliche Richtungsentscheidungen geben wird.

Neue Baustelle: Stärkung der Bischofskonferenzen

Mit dem Apostolischen Schreiben Evangelii gaudium errichtete Papst Franziskus eine weitere Baustelle. Er kündigte die Stärkung der auf Staatsebene organisierten Bischofskonferenzen an (siehe eigenen Bericht Wovor Joseph Ratzinger warnte: Die „föderalistische Option“ des Bischofs von Rom). Franziskus vergleicht in der Exhortatio die Bischofskonferenzen mit den alten Patriarchaten und spricht von der Möglichkeit, daß diese einen „vielfältigen und fruchtbaren Beitrag“ leisten könnten, damit sich die „Kollegialität konkret“ verwirklicht.

Kardinal Maradiaga bekräftigte dazu jüngst beim Festival der katholischen Soziallehre in Verona, daß einige Päpstliche Räte abgeschafft oder zusammengelegt und vielleicht eine neue Kongregation für die Laien oder das Volk Gottes errichtet werden könnte, die verschiedene Zuständigkeiten übernimmt. „Sicher sei“, so jedenfalls der Kardinal, daß Papst Franziskus eine „weniger romzentrierte Kirche“ wolle, daß die Römische Kurie weniger Kardinäle und vor allem weniger Skandale haben solle, die mit Geschäften und Geld zu tun haben.

Antirömisches Programm: gegen römischen „Zentralismus“ und für weniger Kurienkardinäle?

Der erste Punkt betrifft eine Schwächung der Papsttums, der zweite eine Schwächung der Römischen Kurie und der dritte Punkt kommt eigentlich einer Diskreditierung Roms gleich, um – offensichtlich – die beiden ersteren Punkte zu rechtfertigen. Rom ist abseits einer alten antikatholischen Propaganda, die bis in die Reformationszeit zurückreicht und sich durch Romane und Filme zu Unrecht in den Köpfen vieler Menschen festgesetzt hat, keineswegs ein Hort von Skandalen, auch nicht rund um „Geschäfte und Geld“, jedenfalls nicht mehr als in den Ortskirchen. Deshalb verwundert der überdurchschnittliche Einsatz, den Papst Franziskus seit seinem Amtsantritt im Zusammenhang mit der Vatikanbank IOR an den Tag legt. Seine Regierungsaktionen dazu, durch Ernennung neuer Verantwortlicher, die Errichtung neuer Kommissionen und Kontrollorgane, durch neue Statuten und Transparenzbestimmungen sind kaum mehr zu überschauen. Er köpfte die Generaldirektion der Vatikanbank und die Führungsebene der Apostolischen Güterverwaltung, errichtete zwei neue Kommissionen, eine direkt für die Vatikanbank und eine für die gesamte Güterverwaltung. Beiden Kommissionen gab er jüngst zusätzlich seinen persönlichen Sekretär Msgr. Alfred Xuereb zur Seite, der ihm direkt berichten soll. Er ernannte als seinen persönlichen Vertrauten einen neuen, skandalumwitterten Hausprälaten der Vatikanbank. Einige Personalentscheidungen in diesem Zusammenhang sind sehr umstritten (siehe Bericht Msgr. Ricca und Francesca Chaouqui: Zwei Feinde im eigenen Haus?). Die Anti-Geldwäsche-Bestimmungen wurden verschärft, ebenso jene zur Bekämpfung des Terrorismus, die Überwachung derselben durch den Europarat mittels Moneyval aktiviert. Die externen Privatunternehmen Promontory Group und Ernst&Young überwachen alle Konten der Vatikanbank und der Güterverwaltung. Dabei gehört die Vatikanbank zur Kategorie der Kleinbanken.

Gefährliche Baustelle: Status des Vatikanstaates überdenken?

Angelpunkt der Kurienreform hingegen soll der neue Staatssekretär Erzbischof Pietro Parolin sein. Der erfahrene Diplomat trat erst vor kurzem, verspätet sein Amt an. Morgen Abend wird er gemeinsam mit Kardinal Maradiaga in Rom ein Buch vorstellen. Ein gemeinsamer Auftritt, der eine starke „Achse“ erkennen läßt. Die Bezeichnung Staatssekretariat soll bald der Vergangenheit angehören, wie Papst Franziskus überhaupt ein Kirchenstaat zuwider scheint. Parolin könnte daher bald der Amtsbezeichnung nach nur mehr „päpstlicher Sekretär“ sein. Den Diplomaten Parolin gibt es allerdings nur, weil der Heilige Stuhl ein souveräner Staat ist und damit diplomatische Vertretungen unterhalten kann. Ein völkerrechtlicher Status, der Unabhängigkeit garantiert und Zugang zu allen internationalen Gremien, vor allem aber in Krisenzeiten kostbaren Schutz sichert, wie die Zeit der deutschen Besatzung in Rom zeigte.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Messa in Latino

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Gerd Hengsberger
Der Heilige Geist weht wirr durch die Köpfe, denn wenn so viele handverlesene „ausgeguckte“ Meinungsbildner entscheiden und auch künftig entscheiden kann von einem Heiligen Geist nicht mehr die Rede sein. Verwirrung, Desorientierung ist das Konzept, mit einem Minimum christlicher Inhalte und Riten um die Gemeinde, dahin führen zu können wo man sie haben möchte. Willen- und Einflusslos in der Irre. Also vor der Wahl wurden Versprechungen gemacht, welche natürlich nur mit der Zerstörung der vorhanden Strukturen, Entscheidungen und Lehren herbeigeführt werden können. Deshalb das Gästehaus um den vorhandenen Entscheidungsstrukturen den Einfluss zu entziehen und gleichzeitig mit dem Küchenkabinett neue aufzubauen.… weiter lesen »
Ecclesiastica

Das ist interessant was Sie schreiben! Wenn wir schauen sollen auf die Sakramente, die er spendet und empfängt, was meinen Sie damit? Und überhaupt, wenn die Sakramente der Kirche entsakralisiert wurden, was tut dann der einzelne Christ und was werden Länder wie z.B. Polen machen??!!

Gerd Hengsberger

Die Kirche, der Leib Christi wird fortbestehen, sie kann nicht zerstört werden. Sie wird dort sein wo seine Kinder beten und seine treuen Diener die Sakramente spenden. Können Sie sich vorstellen das Papst Benedikt entweihte Sakramente empfängt oder gar spendet. Schauen wir auf Ihn.

Zeitlos
Alles deutete sich an jenem denkwürdigen Abend der Papstwahl auf der Loggia an: Franziskus, der Bischof von Rom, hatte für uns, die Mitglieder, Söhne und Töchter der Weltkirche, kein Wort übrig. Er verneigte sich lange und tief vor dem Volk, ehe er es segnen „konnte“. Der priesterliche, bischöfliche, päpstliche Segen, der nur vom Allerhöchsten kommen kann, wurde umgewandelt in eine Art „Volkssegen.“ Ein Dialog zwischen Papst und Volk, der besonderen, der blasphemischen Art. Alles, was wir jetzt erleben, ist nur eine Ausfaltung. Franziskus hat uns nicht belogen. Jede seiner Gesten war wohlüberlegt, sie enthielten bereits sein Programm. Wir haben es… weiter lesen »
magda

Ja, zeitlos, aus diesem Grunde hoffen wir, entgegen jeder Vernunft, immer noch!

ecclesia

Ja, der Schmerz ist sehr groß. Unsere Heilige Katholische Kirche wird völlig demontiert!!! Was sollen wir tun?, zuschauen, weinen, verzweifeln, resignieren; es kommen einem hundert Gedanken im Kopf, aber keine „Lösung“. Ja, beten werden wir, unentwegt; dieser Ratschlag kommt sicher, nur unser Herrgott kann hier helfen und eingreifen. Bitten wir Ihm, er möge es rasch tun.

Gerd Hengsberger
Wir wissen von Jesus selbst, dass seine Kirche von der Unterwelt nicht überwunden werden kann. Wir wissen, dass Satan zum Höhepunkt seiner Macht in die Kirche Christi eindringen wird. Er wird aber herausgeworfen. Das Schisma wird für eine Übergangszeit, die kurz ist bestehen. Die Kirche, der Leib Christi wird in dieser Phase da sein wo die Wahre Lehre verkündet wird, die Heiligen Sakramente gespendet werden um wofür die Rettung der irregeführten Seelen gebetet wird, auch für die Umkehr der Feinde. Sie wird dort sein wo die treuen geweihten Diener trotz enormen Druck ihr Amt wie bisher, wenn auch unter anderen… weiter lesen »
IMEK

„Etliche von uns vertraten den Standpunkt, daß Papst Benedikt über die Realität nicht gut informiert war“, so Kardinal Maradiaga

Papst Benedikt wurde nicht nur vertrieben, sondern er wird auch noch immer auf eine miese Weise verleumdet, die schmerzlich ist.

Ich stimme Ihnen zu, Papst Benedikt, ein wahrer Weisheitslehrer, bleibt uns als verlässlicher Pol erhalten, hoffentlich noch für lange Zeit.
Dafür und für ihn zu beten bleibt mein Anliegen.

hicesthodie

Man darf noch gespannt sein, ob es Kardinäle, Bischöfe und Theologen geben wird, die sich wie David gegen Goliath diesem gewaltigen Zerstörungsakt offen entgegenstellen. Ansonsten wird man die Kirche, so wie man sie bis eben noch kannte und liebte, bald nicht mehr vorfinden.

Lino

Ich kann Ihnen schon jetzt sagen, wer sich dem Irrsinn entgegenstellen wird: NIEMAND!
Lefebvre ist tot und einen zweiten wird es nicht mehr geben sonst hätte er schon längst den Mund aufgemacht. Charakter ist nicht mehr gefragt- eckt ja zu sehr an!

Magdalena
Die Kirche wird jetzt gekreuzigt, während die Welt jubelt. . Die wenigen, die den Mund aufmachen, werden nicht an die breite Öffentlichkeit kommen. Die wahre Kirche leidet leise, wie es auch der Herr getan hat. Doch eine kleine Restkirche bleibt immer bestehen, diese wird nicht abfallen, sondern trotz aller Schwierigkeiten weiterhin an den Sakramenten und den Lehren in ihrer Ursprungsform festhalten. Gott bereitet uns doch schon seit Jahren darauf vor. Wir können vertrauen, auch wenn es furchtbar hart werden wird und viel Leid zu tragen sein wird. Doch dann (nach den Tagen der Not) wird sich die Kirche wieder in… weiter lesen »
M.S.

Im L‘Osservatore Romano ist ein Foto veröffentlicht: die Bischöfe der C8 Versammlung stehen um einen hufeisenförmigen Tisch herum, fast alle soweit einsehbar, in schwarzen Anzügen. Links ein Bischof in Soutane. Der Papst vorne in weiß, hinten an der Wand, über ihm ein Monitor. Kein Kreuz zu sehen. Er steht unter einem Bildschirm.

Sumsum

Hier das wirklich gruselige Bild, von dem Sie sprechen, diesmal die gesammelte Herrenriege bei der Arbeit, d.h. der fleißigen Demontage des katholischen Glaubens. Der Schirm dient wohl zur Kontakt mit den Strippenziehern in der Freimaurerzentrale, ein Kreuz ist in einer solchen sterilen Umgebung wirklich fehl am Platz. Wenigstens sind die Herrschaften ehrlich und versuchen erst gar nicht, sich zu verstellen.
http://www.osservatoreromano.va/orportal-portlets-portal/detail/binaries/news/vaticano/2013/278q13-con-la-partecipazione-di-papa-francesco-sec/papa.jpg

MisterX

Schau an.

Gerd Hengsberger

Multimedia, Monitore, Konferenzschaltungen sind in der freien Wirtschaft und Politik üblich um wichtigen Nichtanwesenden die Mitwirkung und Kontrolle zu ermöglichen.

Leo Laemmlein

Ein wahrhaft schauriges Foto.
Der reguläre Platz für ein Kreuz wäre über dem Weißgekleideten, an der Stelle des schwarzen Monitors.

M.S.

@Leo Laemmlein
Das Foto zeigt aber auch: der Herrgott macht da wohl nicht mit.

M.S.

Mal sehen, ob sie nun nächstens ein Kruzifix aufhängen, um diesen Fremdgang zu vertuschen.

Leo Laemmlein

Wenn wir in eine Suchmaschine „Kapitelsaal“ oder „Refektorium“ eingeben, finden wir auf den Bildern, dass regelmäßig der kirchliche Vorsteher (Abt, Prior…) unter einer Kreuzdarstellung sitzt.
Der Monitor sieht echt aus wie „Big Brother“. Und das ist kein Scherz, wenn man an die modernen Überwachungs- und Spionagetechniken denkt, die längst in Smartphones, TV-Geräte &c eingebaut sind.

Franziskaner

Auch wenn hier viele Sachverhalte gut geschildert werden. Aber das mit dem Status der Vatikanstadt ist doch mehr als an den Haaren herbeigezogen. Wie Sie eigentlich wissen sollten hat der Staatssekretär nichts mit der Vatikanstadt zu tun. Das wird im Artikel leider nur bedingt deutlich.
Aber ihre Seite ist auch für einen progressiven Katholiken wie mich eine gute Informationsquelle. Was ist eigentlich mit den Gerüchten, dass Guido Marini Diözesanbischof werden soll? Gibt es da etwas neues?

MisterX

Schon vor über einem Jahr sah ich das kommen: Die Katholische Kirche soll zukünftig nur noch ein Vertriebskanal unter vielen für die Agenda der (noch) geheimen Weltregierung sein. Sie wird zum Marketing-Channel, doch noch ist nicht aller Tage Abend. Das letzte Wort hat der Schöpfer.

Sumsum

„Päpstlicher Reformaktivismus mit vielen Baustellen – und welchem Nutzen?“ – Zum Nutzen aller, wirklich aller, nur nicht den Katholiken selbst. Aber gerade darum geht es ja.

Gerd Hengsberger
Köln der Lackmustest?! Kölner Kircheninitiative Meisner-Nachfolge Prominente fordern Mitsprache Kölner Stadt Anzeiger 04.12.2013 Bekannte Geistliche wie Hans Küng und Johannes zu Eltz wenden sich an Papst Franziskus und fordern eine Mitsprache der Laien bei der Wahl eines neuen Kölner Erzbischofs. „Es muss sich etwas ändern“, so die „Kölner Kircheninitiative“. Vor der Wahl eines neuen Kölner Erzbischofs fordern Geistliche des Erzbistums Mitsprache und Beteiligung der zwei Millionen Kölner Katholiken. „Für eine von Anfang an gute Beziehung der Gläubigen zu ihrem zukünftigen Erzbischof wäre deren Einbeziehung wünschenswert“, heißt es in einem offenen Brief der „Kölner Kircheninitiative“ (KKI) an das Kölner Domkapitel sowie… weiter lesen »
defendor

@Sumsum; vielen Dank für den Link zu diesem in der Tat für sich sprechende Bild. Es könnte auch genauso gut von irgendwelcher weltlichen „Verwaltungsratssitzung“ stammen.
Soll dies etwa die „zukünftige“ Kirche repräsentieren ? Ein Papst umgeben von „Kabinettsmitgliedern“ in einem „neutralen Raum“ als Sinnbild für die „demokratische“ Demontage der Kirche. Gleich von uns aus gesehen vorne rechts Kardinal Marx, auch Mitglied im freimaurerischen Ableger Rotary-Club. Ob er auch die völlig abwegige Forderung nach „Busse“ für die ang. „Angstmacherei der Kirche mit Fegefeuer und Hölle“ als reformkonformen Vorschlag“ einbringen wird ?

Gerd Hengsberger
Die “Kölner Kircheninitiative” und eine österreichische Plaudertasche 04. Dezember 2013 DIE FREIE WELT Der eine oder andere hat es, es gibt eine neue “Kölner Kircheninitiative” – wobei eigentlich der Begriff “neu” in Anführungszeichen gehörte, da die Forderungen eigentlich altbekannt sind. Neu ist lediglich der Anlass: sogenannte “führende Katholiken” wollen Einfluss nehmen auf den Nachfolger unseres verehrten Kölner Kardinals Meisner. Dass diese Initiativler dabei keine Rücksicht auf Verluste nehmen und den Kardinal darin diskreditieren, u.a. ob seiner Herkunft, was ein besonderes Licht auf die Gesinnung der Beteiligten und Unterzeichner wirft, verwundert nicht besonders, dass sie sich ob ihrer langweiligen Kirchenreformforderungen der… weiter lesen »
Gerd Hengsberger
Kampf gegen Korruption: Franziskus baut Vatikanbank um SPIEGELONLINE 5.12.13 Jahrzehntelang lieferte die Vatikanbank IOR Stoff für dunkle Geschichten. Es ging um Korruption, Geldwäsche, sogar Mord. Papst Franziskus wollte das Institut eigentlich schließen. Jetzt ist er wild entschlossen, aus dem IOR eine kleine, saubere Hausbank zu machen. Erzbischof Konrad Krajewski blickt der Papst besonders wohlwollend. Denn der praktiziert einen Umgang mit Geld, wie ihn Franziskus besonders schätzt. Krajewski ist der päpstliche Almosenier, der Beauftragte für soziale und karitative Fragen und eben, ganz konkret, auch der Verteiler von Almosen. Abends ist er oft rund um den Vatikan unterwegs und versorgt Obdachlose und… weiter lesen »
ecclesia
@Sumsum, herzlichen Dank für diesen Link. Ja, das ist in der Tat die „neue“ Kirche – kein Kreuz, keine Soutane, und „endlich“ hat man den Purpur der Kirchenfürsten verbannt; schrecklich dieser Anblick. Wohin geht unsere Heilige, Katholische und Apostolische Kirche. In der Zeit unter Papst Pius XII wäre so was absolut undenkbar gewesen. Herr, schenke uns wieder wahre heilige Fürsten der Kirche, die uns wieder den klaren reinen Wein eingießen, die uns wieder den unverfälschten katholischen Glauben lehren; auch wenn sich die Welt auflehnt und die Kirche mit allen Mitteln bekämpfen wird. Wir bitten dich Herr Jesus Christus, erhöre unser… weiter lesen »
Leone

Der RAUCH SATANS ist in de Kirche eingedrungen und dieser Rauch hat den Verstand des Bischofs von Rom vernebelt.

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