Linker Kulturkampf gegen jungen Seligen – der immer ein „Ägernis“ scheint

Rolando Rivi, 1945 von kommunistichen Partisanen ermordet, 2013 tobt linker Kulturkampf gegen jungen Seligen(Rom) Wem gehört die Schule? Einer bestimmten politischen Richtung? Wie findet Indoktrinierung durch die Schule statt? Oder anders gefragt: Warum legt ein bestimmtes politisches Spektrum so großen Wert auf den Staat und die Kontrolle des Staates, der die Kontrolle der Schule ermöglicht und für die Bürger zur Kontrolle durch den Staat wird? Ein kleines Beispiel aus Italien, das beispielhaft ist. Die Geschichte Norditaliens, ist nicht die Geschichte Italiens und noch weniger die Geschichte Deutschlands oder Österreichs, die Schweiz ohnehin ausgenommen. Und dennoch werden unschwer Parallelen erkennbar sein. Namen und historische Zusammenhänge ändern sich, doch eine gewisse Methodik bleibt dieselbe. Es geht um die Geschichtshoheit

Am 5. Oktober wurde Rolando Rivi seliggesprochen (siehe eigenen Bericht). Der erst 14 Jahre alte Gymnasiast war am 10. April 1945, wenige Tage vor Kriegsende von kommunistischen Partisanen aus Haß gegen den Glauben ermordet worden. Entführung und Hinrichtung des jungen Seminaristen fand in der italienischen Emilia, im sogenannten „Todesdreieck“ statt, das bei Kriegsende von kommunistischen Verbänden kontrolliert wurde. Bewaffnete Verbände, die zwar gegen den Faschismus und die deutschen Besatzungstruppen kämpften, aber nicht für Freiheit und Demokratie, sondern für die Errichtung einer Sowjetrepublik. Eine Wahrheit, die heute von dieser politischen Seite nicht gerne gehört wird und in der öffentlichen Meinungsbildung weitgehend verschwiegen wird. Das war auch der Grund, weshalb die Seligsprechung des jungen Märtyrers erst 68 Jahre nach seiner Ermordung möglich wurde.

Doch die Linke ist immer empört und ihre Zensur funktioniert immer. In Rio Saliceto in Rivis Heimat wird aus Anlaß der Seligsprechung eine Ausstellung über den jungen Seligen gezeigt. Die Pflichtschule von Rio Saliceto brach die Besuche der Ausstellung durch ihre Schulklassen ab. Der Besuch erfolgte im Rahmen des katholischen Religionsunterrichts und richtete sich damit ohnehin nur an die Schüler, die für den Religionsunterricht angemeldet sind.

Die Begründung

Die im Pfarrheim gezeigte Ausstellung „wurde von einigen Eltern als Beleidigung der Resistenza“ aufgefaßt, wie die Lokalpresse berichtete. Als Resistenza wird in Italien der Partisanenwiderstand „gegen den Nazifaschismus“ bezeichnet. Hauptträger des bewaffneten Widerstandes waren kommunistische Verbände.

Auf Druck der Eltern beendete der Schuldirektor die Ausstellungsbesuche. Vor der Schule ließ er ein Flugblatt verteilen, auf dem er die Entscheidung mit „Zeitmangel“ begründete, „um die Ausstellung aus historischer und didaktischer Sicht in den größeren Kontext zu stellen“.

Giuseppe Pagliani, Gruppensprecher der bürgerlichen Opposition im Gemeinderat sieht in der Entscheidung nur eine „weitere Episode der Intoleranz und der Zensur, um das Gedächtnis an den jungen Märtyrer zu verdunkeln, weil man die Verbrechen der kommunistischen Partisanen verstecken will“. Es gibt Aspekte des Widerstands, „für die sie sich nur schämen kann. Deshalb will man nicht, daß die Schüler erfahren, daß es kommunistischen Partisanen gab, die kaltblütig einen Jungen von 14 Jahren ermordet haben und dabei riefen: ‚Morgen haben wir einen Pfaffen weniger‘.“ Die Entscheidung der Schule wiegt umso schwerer als sie nach Anne Frank benannt ist. Doch die Erinnerung wird zum Zerrbild, wenn sie unter ideologischen Vorzeichen erfolgt.

Linke Zensur

In der „roten Emilia“ komme es immer wieder zu solchen Fällen von Zensur, so Giuseppe Pagliani. Rolando Rivi war den Kommunisten 1945 ein Ärgernis und er ist für sie auch heute ein Ärgernis. „Die kommunistische Gewerkschaft CGIL und der Partisanenverband ANPI üben seit Jahren Druck aus, um jeden Versuch zu blockieren, nach Rivi eine Straße oder einen Platz zu benennen. Entsprechende Bemühungen gab es in mehreren Orten, darunter auch den Städten Reggio Emilia und Modena“, so Pagliani. Die Absicht sei klar: Es gehe darum, zu verhindern, daß der Namen eines der zahlreichen unschuldigen Opfer der kommunistischen Partisanen bekannt wird und öffentliche Bedeutung erhält. „Seit Rivi seliggesprochen wurde, wird seine tragische Geschichte aber immer bekannter. Immer mehr Menschen erfahren davon, was bisher verschwiegen wurde. So wird auch eine so stark vom Kommunismus geprägte Gegend wie die Emilia, sich ihrer eigenen Geschichte stellen müssen“, so Pagliani.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Una Fides

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2 Comments

  1. Wenn ich das hier nicht gelesen hätte, wüßte ich nichts davon. Sonst (in den Mainmedien) liest man davon ja nichts. Die katholischen Opfer werden ja auch sonst nicht dargestellt, wenn die Täter keine Nazis waren.

  2. Wie es um dem Glauben-oder besser gesagt-Nicht Glauben der Linken aller Varianten steht,ist klar.Aber lesen Sie mal die Kommentare des sogannnten Vokles in der BaZ der Basler Zeitung von heutigen Datums:Titel: Heiraten,Ja-aber ohne Kirchlichen Segen…Da gehen einem die Augen über.Alles niederträchtige und Hasserfüllte Kommentare gegen die Kirche,insbesondre der katholischen Kirche.Und was das traurigste ist:Hass gegen Gott.Man könnnte meinen,die Basler und Schweizer seien Religionsfeindlich.Kein Wunder passieren in Basel fast täglich Gewalttaten,Uebarfälle und Schlägereien.Hässliche Leute einer hässlichen Stadt?Ich weis wovon ich Rede,ich wohne in Basel….

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