Junge Katholiken protestieren gegen „Mißbrauch“ der Kathedrale von Buenos Aires für jüdische „Gedenkliturgie“

Spannungsgeladenes Umfeld in argentinischer Kathedrale(Buenos Aires) Ein Erbe Jorge Mario Bergoglios in Buenos Aires. Wie bereits in den vergangenen Jahren fand am 12. November erneut eine „Holocaustgedenkliturgie“ in der katholischen Kathedrale von Buenos Aires statt (siehe eigenen Bericht B‘nai B‘rith „Gedenkliturgie“ in Kathedrale von Buenos Aires mit Kardinal Bergoglio). Gegen den Mißbrauch einer katholischen Kirche für eine nicht-katholische Liturgie protestierten junge Katholiken mit einer schriftlichen Erklärung. Als die „jüdisch-interreligiöse Gedenkliturgie“ anfing, begannen die jungen Katholiken den Rosenkranz zu beten. Damit mußte die „edenkveranstaltung unterbrochen werden.

Seit 1994 veranstaltet die jüdische Organisation B’nai B’rith gemeinsam mit einer Kommission für Ökumene und Interreligiösen Dialog eine Gedenksstunde zur Reichskristallnacht und der Judenverfolgung durch das nationalsozialistische Regime in Europa vor 1945. Unter Jorge Mario Bergoglio, als Erzbischof von Buenos Aires, wurde als Veranstaltungsort seit 2005 immer eine katholischen Kirche der argentinischen Hauptstadt gewählt und von der Erzdiözese zur Verfügung gestellt. 2008 und 2012 fand die B‘nai B‘rith-Veranstaltung in der Kathedrale von Buenos Aires statt. Katholiken fragen sich seither, warum von einer jüdischen Loge ein jüdisches Gedenken für jüdische Opfer mit einer jüdisch-interreligiösen „Liturgie“ ausgerechnet in einer katholischen Kirche abgehalten werden müsse.

Warum findet jüdisches Gedenken an jüdische Opfer mit einem jüdischen Ritus in einer katholischen Kirche statt?

Kristallnacht 2013: Laut Plakat und Programmheft keine Gedenkveranstaltung, sondern eine jüdisch-interreligiöse  "Gedenkliturgie"Die Kathedrale scheint inzwischen zum ständigen Veranstaltungsort zu werden. Der neue von Papst Franziskus nach seiner Wahl ernannte Erzbischof Poli setzte die Linie Bergoglios fort. In der Kathedrale wurde auch in diesem Jahr eine „interreligiöse Liturgie“ gefeiert, die von Rabbi Leon Klenicki und dem katholischen Theologe Eugene Fischer ausgearbeitet wurde „mit Zeugen, Gesängen und Hinweisen auf die Nacht des 9. November 1938 in Deutschland und Österreich, die als Beginn des jüdischen Holocaust des 20. Jahrhunderts oder der Shoah gilt.“

An der „Gedenkliturgie“ nahmen in diesem Jahr erneut Vertreter verschiedener Religionen und Konfessionen teil, darunter Rabbi Abraham Skorka, Papstfreund und Rektor des Rabbinenseminars für Lateinamerika; Pastor Calvo von der Vereinigten Lutherischen Kirche; Pastorin Iglesia von der baptistischen Kirche der Jünger Cristi; Pastor Lopez von einer Iglesia Dinamarquesa; Pastorin Pons von den Methodisten, der jüdische Rabbi Shalom und Erzbischof Mario Aurelio Poli von Buenos Aires teil. Sie alle nahmen im Altarraum Platz. Gemäß Ritual wurde für jeden ein Leuchter mit Kerze aufgestellt, die im Laufe der Veranstaltung entzündet werden sollte.

Desinformation durch die Medien

Über den Protest junger Katholiken gegen die Veranstaltung schrieb die argentinische Presse von „Rechten“, „jungen katholischen Fundamentalisten“, „fanatischen ultrakonservativen Katholiken“ und „Exaltierten“. Die Tageszeitung La Nacion behauptete zudem, es handle sich um eine Protestaktion der Priesterbruderschaft St. Pius X. Die Etiketten wurden schnell verteilt. Ist aber Eine jüdische Veranstaltung in einer katholischen Kirche per se gut, und katholische Kritik daran per se schlecht? So einfach liegen die Dinge eben nicht.

Gegen die umstrittene Veranstaltung mit zweifelhaftem, synkretistischen Ritualen protestierte nicht die Piusbruderschaft, sondern eine Gruppe junger Katholiken. Dazu  aufgerufen hatte die katholische Internetseite Pagina Catolica. Die Katholiken verteilten Flugblätter, mit denen sie die „Verfolgung der Juden durch die Nazis“ ausdrücklich verurteilten. Gleichzeitig protestierten sie jedoch gegen die mißbräuchliche Nutzung einer katholischen Kathedrale für eine nicht-katholische Liturgie. Zur Abhaltung einer Gedenkveranstaltung zur Kristallnacht gebe es ausreichend Säle und Hallen, so die Kritiker. Als die jüdisch-interreligiöse „Gedenkliturgie“ in der Kathedrale anfing, begannen die jungen Katholiken hörbar den Rosenkranz zu beten. Einige der jungen Katholiken gingen bis zum Altarraum vor, wo die verschiedenen Religionsvertreter Platz genommen hatten. Sie machten im Gegensatz zu den meisten nicht-katholischen Anwesenden vor dem Allerheiligsten eine Kniebeuge und überreichten Erzbischof Poli, dem Apostolischen Nuntius und den anderen Teilnehmern ihren Protest.

Junge Katholiken beten den Rosenkranz und überreichen Erklärung gegen Profanierung der Kathedrale

Die jungen Katholiken machten darauf aufmerksam, daß laut kirchlicher Lehre in einer katholischen Kirche ausschließlich die katholische Liturgie zelebriert werden darf. Sie baten darum, die Profanierung der Kathedrale zu vermeiden und teilten mit, zur höheren Ehre Gottes den Rosenkranz zu beten.

Parlamentsabgeordneter Amadeo, Mitglied der Gemeinschaft Sant'Egidio beschimpft betende Katholiken als "miserbale Nazis"Erzbischof Poli ließ die jungen Katholiken als „Störenfriede“ auffordern, die Kathedrale zu verlassen, was von den Gedenkliturgieteilnehmern mit Applaus bedacht wurde. Die jungen Katholiken beteten jedoch weiter. Die „Gedenkliturgie“ konnte nicht fortgesetzt werden. Eine halbe Stunde herrschte große Unruhe unter den Anwesenden. „Die Kathedrale hörte sich wie eine aufgescheuchte Halle an. Die Gedenkveranstaltungsteilnehmer benahmen sich wie in irgendeinem Saal. Sie redeten, gestikulierten, gingen hin und her und begannen schließlich auf uns Beter einzureden. Manche freundlich, mancher hart und beleidigend“, wie ein junger Katholik berichtete. Die Unterbrechung der „Gedenkliturgie“ ließ manche Teilnehmer jede Contenance verlieren. Einige nicht-katholische, aber auch katholische Gedenkveranstaltungsteilnehmer beschimpften die Beter als „Verrückte“, „Fundamentalisten“, „Reaktionäre“ und sogar als „Nazis“.

Junge Katholiken werden als „Spinner“ und „Nazis“ beschimpft

„Geschmacklosigkeiten, wenn man bedenkt, daß wir als Katholiken in einer katholischen Kirche beten und uns dafür von Nicht-Katholiken beschimpfen lassen müssen, ohne daß unser Bischof etwas dagegen unternommen hätte“, so einer der Beter. Der Parlamentsabgeordnete Eduardo Amadeo, der der Gemeinschaft Sant’Egidio nahesteht, beschimpfte die jungen Katholiken als „miserable Nazis“. „Wie kann es nur sein, daß ein solcher Mann in ein so hohes Amt kommt?“, fragt Pagina Catolica.

Laut Pagina Catolica scheinen sich die meisten Nicht-Katholiken, ob Juden oder Nicht-Juden nicht bewußt zu sein, was eine katholische Kirche ist und daß in ihr Christus im Allerheiligsten Altarsakrament real gegenwärtig ist. Das Allerheiligste war für die Veranstaltung nicht aus der Kathedrale entfernt worden. Der Großteil der anwesenden Juden gehört dem liberalen Judentum an, dem wahrscheinlich das nötige Verständnis für den Sakralraum fehlt, so Pagina Catolica. Um so verantwortungsloser sei es von der Diözesanleitung ausgerechnet eine katholische Kirche, im konkreten Fall sogar die Bischofskirche, für eine nicht-katholische Veranstaltung zur Verfügung zu stellen, so die Internetseite, die zum Gebetsprotest aufgerufen hatte.

„Notwendiger und dringend gebotener als die Veranstaltung unter falscher Flagge, die in Buenos Aires stattfand, wäre eine katholische Gedenkliturgie zur ‚Kristallnacht‘ der Christen, die auf der ganzen Welt wegen ihres Glaubens ermordet werden, heute und jetzt“, so die katholische Internetseite Concilio e Postconcilio. Ein entsprechender Vorschlag stammt von der britischen Parlamentsabgeordneten Fiona Bruce, die sich dabei auf die Berichte zur Christenverfolgung der katholischen Hilfsorganisation Kirche in Not und den ehemaligen Oberrabbiner von England, Jonathan Sacks stützte, der gesagte hatte: Die Christenverfolgung von heute „ist eine menschliche Tragödie, die stattfindet, ohne daß man Notiz davon nimmt. Sie ist das religiöse Äquivalent zur ethnischen Säuberung“.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Pagina Catolica

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37 Comments

    • Jeder, der seit Jesu Kreuztod und Auferstehung am Judentum festhält, stellt sich gegen den Messias, gegen den gültigen Neuen Bund. Umgekehrt wäre eine Heilige Messe im Römischen Ritus von 1962 in einer Synagoge Grund zu größter Empörung in den Reihen der Gutmenschen.

    • das denk ich auch. Das war übrigens das Erste, was mir einfiel… wir dürfen nicht lau sein, wenn wir solche antikatholischen Zumutungen sehen! unter dem deckmantel der toleranz wird uns viel aufgezwungen!!

  1. Meinen Respekt für diese mutigen, jungen Bekenner! Eigentlich müßte bei jeder verkommenen Liturgie in einer katholischen Kriche ein solcher Protest folgen bis Schluß ist mit den Litrugiemißbräuchen!

  2. Bei den Protestanten kennt man das: Freimaurer halten Zeremonien, in denen das Christentum vollkommen entstellt wird, in kirchenähnlichen Gebäuden dieser Denominationen ab. Noch bewertet die nachkonziliare Kirche ein paralleles Bekenntnis zu Katholizismus und Freimaurerei als miteinander unvereinbar, doch fragt man sich wie lange noch. Wenn jüdische Quasi-Freimaurer wie B‘nai B‘rith Kathedralen zur Verfügung gestellt bekommen, läuft das in eine ganz verkehrte Richtung.

  3. Ich habe mir Pagina Catolica angeschaut und die Jugendlichen bewundert. Ich wünschte mir, wir hätten viele so mutige Jugendliche, vorallem auch in Deutschland. Sogar ich als „Alte“ würde mich dort einreihen, um gegen die Entweihung der Kirche ein Zeichen zu setzen.

  4. Interessant. Das wird Bergoglio nicht gefallen. Sicherlich ist in den nächsten Tagen wieder mit einer entsprechenden Bemerkung zu rechnen.

  5. Die jungen Leute haben einfach das getan,m wozu sie der Papst selber beim Weltjugendtag aufgefordert hat: Sie haben Unruhe in die Kirche und die Gemeinden gebracht. Die Bischöfe sollten ihnen zu Dank verpflichtet sein!

  6. Und so wird das gleiche Ereignis von Frau Petra Lorleberg auf kath.net dargestellt:

    „Mit lauten Parolen störten argentinische Anhänger der Piusbruderschaft einen christlich-jüdischen Gedenkgottesdienst anlässlich des 75. Jahrestages der Reichskristallnacht in der Kathedrale von Buenos Aires. Die von vielen Gläubigen besuchte Gedenkveranstaltung war Anfang der Woche vom Erzbischof von Buenos Aires, Mario Poli, und dem langjährigen Freund von Papst Franziskus, Rabbi Abraham Skorka, gehalten worden. Noch letztes Jahr hatte Papst Franziskus – damals als Erzbischof von Buenos Aires und vor seiner Wahl zum Papst – diese Veranstaltung selbst geleitet.

    Etwa 40 Anhänger der Piusbruderschaft störten die Gedenkfeier, indem sie unvermittelt anfingen, laut den Rosenkranz zu beten und das Vaterunser aufzusagen. Außerdem verteilten sie Flugschriften, auf welchen behauptet wurde: „Anhänger falscher Götter müssen aus dem geheiligten Tempel ferngehalten werden“ [Anm. der Verf.: Angesichts der Tatsache, dass Jesus selbst Jude war und zum Gott von Abraham und Moses gebetet hat, bleibt völlig unerfindlich, wieso der Gott der Juden ein anderer Gott als der Gott der Christen sein soll].“

    Ich fasse mal die beiden Absätze wie folgt zusammen:

    1. Das Beten des Rosenkranzes in einer katholischen Kirche sind also laute Parolen, die einen Gedenkgottesdienst (so im ersten Satz) bzw. eine Gedenkveranstaltung (so im Weiteren) stören.
    2. Der dreifaltige Gott ist also der gleiche Gott, den die Juden anbeten? Wie löst Frau Lorleberg das „Problem“ des Gottmenschen Jesus, der nun mal von den Juden abgelehnt wird? Betet Frau Lorleberg nicht Jesus an, um zum gleichen Gott wie die Juden beten zu können? Oder beten alternativ die Juden die in der hl. Dreifaltigkeit enthaltene 2. göttliche Person Jesus an, nur dass diese dies weder beabsichtigen (Fall der offenen Ablehnung) bzw. nicht wissen (Fall der Unkenntnis)?

    Warum schreibe ich dies?

    Diese Worte von Frau Lorleberg sind das eigentliche Problem hinter der Gedenkveranstaltung. Man glaubt zwar an Gott, aber nicht mehr an die hl. Dreifaltigkeit. Entsprechend haben die kirchlichen Amtsträger auch gar kein Problem, sämtlichen anderen „Gottesanbetern“ Kirchen zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus wird der Protest gegen eine solche Veranstaltung in einer Kirche (und nicht gegen die Veranstaltung an sich) mit dem Totschlagargument des Antisemitismus belegt. Gossenjournalismus, Frau Lorleberg, auch wenn es hart klingen mag!

    • Vielen Dank für diesen Kommentar.
      Die Worte Jesu Christi „wer mich nicht hat, hat auch den Vater nicht, oder „niemand kommt zum Vater denn durch mich“,interessieren heutzutage keinen, ich möchte fast sagen: „Funktionärskatholiken“ der kommenden Welteinheitsreligion mehr.

    • Mich wundert so eine hasserfüllte Breitseite von Katn.net jedenfalls nicht. Dieser Artikel stellt ja bald den „Stürmer“ in den Schatten. Wenn für diese Frau Lorleberg meint, das laute beten des Rosenkranzes zu kritisieren und zu behaupten, allein das der „Jude“ Jesus Christus zum Gotte Abrahams und Moses gebetet habe; sei der Gott der Juden und Christen der gleiche Gott zeugt von einem etwas komischens Glaubensverständnis. Will damit Frau Lorleberg etwa sagen, das Jesus Christus zwar Jude, aber nicht Gottmensch war? Jesus selbst sagt doch,: „Wer Mich sieht, der sieht den Vater“ oder „Ich und der Vater sind Eins“, damit ist aber der Gott der Juden „Jahwe“ nicht mehr der Gott der Christen. Denn wer CHRISTUS ablehnt, hat auch den Vater nicht. Scheinbar ist das Problem dieser Seite Kath.net, dass man blind vor Hass gegen die FSSPX ist und voller charismatischen Enthusiasmus nicht mehr die Wahrheit erkennen will. Was besonders auffällt, kein Kommentar auf kath.net ist neutral und objektiv, sondern alle „blasen ins gleiche Horn“, die böse, antisemitische FSSPX.

      • Nur kurz zur Erläuterung.
        Kommentare, die nicht die Meinung des Verfassers wiederspiegeln, werden auf kath.net einfach nicht veröffenlicht.
        Das habe ich so selber schon erlebt und spare mir dort auch jeden Kommentar. Dies ist, so denke ich, der Grund für meist einseitige Kommentierung.

    • Petra Lorleberg war mit Bergoglio abgebildet. Hierauf ist sie wohl so stolz, dass sie alle mit üblen Etiketten belegt, die Kritik an seinem Gerede und sonstigem Getue üben.

    • Da Buenos Aires ja spanischsprachig ist: Gibt es dort auch Gedenkveranstaltungen, besser noch Gedenkgottesdienste für die vielen während des Spanischen Bürgerkrieges von „Republikanern“ und Kommunisten ermordeten Priester und Ordensleute?

  7. Nun; gem. der befremdlichen Aussage von Kardinal Tauran vom vergangenen Dienstag, sind Andersgläubige ja neuerdings „Partner, Pilger zur Wahrheit wie wir selbst“ ???! Die Profanierung der Kathedrale von Buenos Aires also „bloss zum Zwecke der „“partnerschaftlichen Pilgerschaft zur Wahrheit““ !?!?
    Der Kardinal im O-Ton:
    -
    „Das alles schafft ein neues Klima, und ich denke, dass alle Gläubigen zusammenstehen müssen, um zunächst ihren eigenen Glauben zu leben – und in der Folge zu verstehen und zu respektieren, dass jemand, der anderes glaubt als ich, nicht notwendigerweise ein Feind ist, sondern ein Partner, ein Pilger zur Wahrheit so wie ich selbst.“
    -

    • Das ist schlecht für den Kardinal, dass er zur Wahrheit immer noch pilgert. Er sollte die Wahrheit als Katholik schon gefunden haben und vor allem treu glauben und festhalten, denn wie ihm im Athanasischen Glaubensbekenntnis erklärt wird, kann er sonst nicht in den Himmel kommen, denn es endet so:
      “ (…) Das ist der katholische Glaube; wer diesen nicht treu und fest annimmt, kann nicht selig werden.“
      http://derkatholikunddiewelt.blogspot.de/2013/10/was-unbedingt-zu-glauben-ist-um-selig.html

      Nebenbei ist wäre es seine Aufgabe die „andersgläubigen Pilger“ auf ihren Irrtum, nämlich den falschen Weg auf dem sie sich befinden, hinzuweisen. Wie war das noch mit dem „Gehet hin und lehret alle Völker?
      Herr Kardinal Tauran ist ganz und gar nicht der Freund der „Andersgläubigen“, wenn er sie in ihrem Irrtum belässt, sondern im Gegenteil ihr Feind.

      • Von Tauran ist man solche Dicta schon gewohnt.
        Es gilt ja auch seit unsrem Aufklärungsdichter G. E. Lessing als überaus demütig und edel, die Wahrheit nicht besitzen zu wollen, geschweige denn in ihrem Besitz zu sein, sondern ewig sie nur zu suchen und nie zu finden.

      • Sehr gut gesagt.
        Das ist Schein-Demut – eigentlich Heuchelei, die P. Franz so bekämpft. Dieses sentimentale Sich- voreinander-Verbeugen ist eine Art Gesellschaftsspiel geworden und wird mit Nächstenliebe verwechselt.

        Als Katholik sollte man dagegenhalten mit den Worten: ich habe die Wahrheit in Jesus Christus gefunden.

      • Natürlich sind Andersgläubige zu achten. Das ist eine Selbstverständlichkeit.Dass ihr Weg nicht unser Weg ist, darf niemand stören. Jeder mag seinen Weg gehen, es herrscht Religionsfreiheit. Wer an den lebendigen dreieinigen Gott glaubt, wird den Weg gehen, der in der Bibel dargelegt ist. Dabei mag er sich auch nicht von der Schnitzeljagd so manchen Würdenträgers irritieren lassen. Bergoglois „schwacher Gott“ steht nicht auf dem Wegweiser.

  8. Unfassbar wie Hetze betrieben wird.
    Kath.net , schon seit langem ein unerträgliches Franz-Jubel-Portal, disqualifiziert sich ein weiteres Mal.
    Dort steht der Bericht völlig verzerrt von der Wahrheit und macht eine Pius Veranstaltung daraus mit vielen aus dem Zusammenhang gerissenen Zitaten und echten Lügen.
    Wer sich dort anders äußert hat bei dem Ösi Magzin keine Chance.
    Kennen wir!

    • Da wird mörderisch zensuriert, ganze Lesernamen geschlossen ohne dass der Leser verständigt wird, er merkt es nur daran dass er auf den Account nicht mehr zugreifen kann, weil er ein Passwort bekam den er selbst nicht mehr weiß. Leser Gandalf macht außerdem Poster die ihm missfallen nieder. Wenn das nichts nützt siehe oben!

    • Das stimmt leider. Hier soll aber kein falscher Eindruck erscheinen, man habe etwas gegen andere Glaubensrichtungen oder sei sonst mit der Zielsetzung nicht einverstanden.

  9. Wenn Papst Bergoglio so sehr auf fremde Religionen wie das Judentum zugeht dürfte er wohl vom eigenen Glauben nicht sehr überzeugt sein.
    Wenn ausgerechnet der aktuelle Papst vom eigenen Glauben nicht überzeugt zu sein scheint, obwohl er Oberhaupt der katholischen Kirche ist(Petrus Nachfolger!), was sollen sich dann glaubenstreue Katholiken von ihm denken?
    Selbst nach dem Tod Jesu Christi warten die Juden noch immer auf den Messias. Wenn Bergoglio das unterstützt, sagt er ja quasi Damit könntet ihr Recht haben, dass er noch nicht gekommen ist.
    Dabei waren es Juden(v.a. Pharisäer) die ungläubig waren und Jesus kreuzigen wollten. Das können wir jederzeit in der Bibel nachlesen. Anstatt eines Bekehrungsversuches lädt Bergoglio sie noch in die Kathedrale ein um ihre jüdische Liturgie zu praktizieren. Eigentlich ein Verrat am katholischen Glauben.

  10. Sehr mutig meine lieben Freunde von der FSSPX! Danke für euer mutiges Zeugnis!

    Ich kann nur raten, besucht das heilige Meßopfer bei der FSSPX. Diese Gemeinden müssen noch mehr wachsen, denn in der nachkonziliaren Kirche gibt es de facto kein Meßopfer mehr. Warum einer protestantisch-freimaurerischen Messe beiwohnen, wenn man römisch-katholisch ist?

    Eine Priesterseele zur ehrwürdigen Melanie Calvat, Seherin von La Salette:

    Gelobt sei in Ewigkeit der Gott der Gerechtigkeit und des unendlichen Erbarmens. Länger als dreißig Jahre ist es her, dass ich gerechterweise zum Fegfeuer verurteilt worden bin, weil ich das Opfer, welches das Mysterium der Erlösung fortsetzt, ohne wirklichen Glauben dargebracht und weil ich mich der Seelen, die mir anvertraut waren ,nicht gründlich angenommen habe. Das Versprechen meiner Befreiung wurde mir für den Tag gemacht, an dem du die Messe für mich aufopferst zur Wiedergutmachung meiner schuldhaften Lauheit“

    Die Lauheit der Priester wiegt sehr schwer vor dem Herrgott. Lasst uns für unsere Priester beten.

    http://www.fsspx.at/index.php?option=com_content&view=article&id=243:-gebetsgemeinschaft-fuer-die-heiligung-der-priester&catid=58:aus-dem-distrikt

  11. laudetur iesus christus:
    Das Verhalten dieser jugendlichen Katholiken war und ist vorbildlich – vorbildhaft gewesen und wird
    es auch bleiben.

    oculus.

    • @Martin
      Treffend formuliert, danke!
      Kath.net ärgert mich schon lange, denn nach außen schön konservativ, aber die Tünche ist dünn, denn jede Kritik an Judentum, Papst Franz oder anderen Zeitgeistgrößen wird sofort gelöscht.
      Typisch nach dem Motto, Waschen aber nicht naßmachen.
      Und ganz oben auf der Befehlsliste der Kath net Leute steht der Haß gegen FSSPX.
      Sachargumente stören oder werden nicht gebracht, der og. Bericht oder der Bericht über das Priebke-Begräbnis sind journalistische Skandale weil erfunden oder gleich völlig verlogen.
      Solche Lügen können sich die Großen kaum leisten solch kleine Hinterhof Seiten schon gar nicht.
      Natürlich ist die FSSPX nicht perfekt, aber wie immer man es dreht und wendet, erfüllen sie als Letzte Katholische Organisation den Willen Christi nach unverkürzter Verkündigung.
      Es stimmt wenn sie sagen das die Kirche des 2 Vatikanums sich ändern muß, denn sie ist mit ganz vielem in einem schismatischen Zustand das es einen nur noch graust.
      Bischof Lebfevre ist einer der größten Heiligen des 20.Jahrhunderts, denn er hat die KIrche vor dem schlimmsten Feind bewahrt den sie hat, nämlich sich selbst !
      Danke dafür!

  12. Was wäre gewesen, wenn in der Kathedrale von Buenoa Aires zum 24. Ohtober eine Gedenkveranstaltung für die Koptischen Opfer unter der ägyptischen Armee des Jom-Kippur-Krieges gegeben hätte, dazu die assyrischen Opfer auf syrischer Seite, den christlichen Palästinensern, den Opfern von Berija, von Baruch Goldstein etc…?
    Was wäre gewesen, wenn ein Orthodoxer Priester in einer Synagoge das Ektenische Gebet mit den Lesungen aus Meliton von Sardes „De Pascha“ gehalten hätte, die Offizien der Matutinen und der Laudes der Karwoche? Ein Altar einer Fronleichnamsprozession an einer Synagoge gestanden hätte und dort aus ganzem Herzen mit ganzer Stimme die Fronleichnamssequenz angestimmt und durchgesungen worden wäre?

    Ja, und überhaupt, warum hat denn die geplante Veranstaltung nicht in Kirchners Akklamationspalast, dem gleichgeschalteten Parlament stattgefunden, im Stadion von River Plate oder sonst einem massentauglichen Ort, aber nein… in der Kathedrale von Buenos Aires und das mit Zustimmung des Erzbischofs. DAS IST VERBOTENE COMMUNIO IN SACRIS NACH CIC (1983) c. 844.1!
    ROMA; ROMA, CONVERTERE AD DOMINUM DEUM TUUM!

  13. @ michael, je mehr man diese Bruderschaft verleumdet, ja haßt , desto mehr werden sie erstarken . Es ist schon ein langer und mühsamer Weg bis man zu der Erkenntnis reift, diese
    Bruderschaft im Lichte des wahren katholischen Glaubens zu erkennen, es ist nicht vielen diese Gnade geschenkt worden.

  14. Wenn es um das Judentum geht, schalten sich offenbar sowohl rechts wie links als auch in der Mitte die Gehirne von selber ab und fallen in den antisemitischen, philosemitischen oder quomodocumque-semitischen Standby-Modus.

    Was für ein Blödsinn! In einer katholischen Kirche können keine fremden Liturgien durchgeführt werden, weil sie eindeutig gewidmet ist – nämlich dem Herrn Jesus. ER kommt ständig dorthin in den Hl. Messen, ER schläft im Tabernakel, ER scheint auf in Priestern, Bischöfen und jedem Gläubigen. Die Kirche hat einen Patron, der von IHM aus diese Kirche ständig IHM anvertraut.
    Welch eine verrückte Idee, ausgerechnet eine Liturgie derer, die IHN getötet haben und im Beharren auf ihrer Liturgie weiterhin töten, in einem Sakralraum stattfinden zu lassen, in dem SEIN Opfer, das historisch durch jene verursacht wurde, täglich unblutig wiederholt wird?

    Das hat nichts mit „rechts“ oder „antisemitisch“, sondern mit einem Sinn für Angemessenheit und Heiligkeit zu tun, wenn Katholiken das nicht wollen!

    Man frage doch mal Muslime oder Juden, ob sie in ihren Sakralräumen eine christliche Zelebration zu welchem Zweck auch immer durchführen lassen wollten! Eben – sie würden es aus rein sachlichen Gründen sogar ablehnen müssen!

    Man mag diese Gedenkveranstaltungen gerne und auch mit Berchtigung durchführen – aber bitte nicht in einer katholischen Kirche! Der Holocaust ist und bleibt eines der schwersten Menschheitsverbrechen, das ist dabei überhaupt keine Frage.

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