„Prophezeiungen“ zweier Kardinäle: Der „Tod“ Benedikts XVI. und die Wahl von Franziskus

Todesprohezeiung für Papst Benedikt XVI. und sein Amtsverzicht - Kardinal Martini und der mit Papst Franziskus "Realität" gewordene "Traum" seiner Kirche?(Rom) Ein Kardinal „prophezeite“ mit vollem Ernst, daß Papst Benedikt XVI. innerhalb der nächsten zwölf Monate sterben würde. Er lebt noch, dankte jedoch als Papst ab. Eine makabere „Prophezeiung“, die in Erfüllung ging. Ein anderer Kardinal nahm die Worte ernst und informierte damals Benedikt XVI. schriftlich und mündlich darüber.
Heute jubeln progressive Teile der Kirche, vor allem in Italien, und behaupten, mit der Wahl von Papst Franziskus, sei eine andere „Prophezeiung“ in Erfüllung gegangen: der „Traum“ von Kardinal Carlo Maria Martini von einer „anderen“ Kirche. Handelt es sich nur um eine Verwirrung der Geister, um Wichtigtuerei oder stehen beide „Prophezeiungen“ durch obskure kirchenpolitische Manöver in Zusammenhang? Letzteres zumindest schließt Messa in Latino nicht aus.

Famiglia Cristiana ist die auflagenstärkste katholische Zeitung Italiens. Sie ist kein progressives Kampfblatt, dafür kennzeichnet sie sich durch eine deutlich progressive Schlagseite, gewissermaßen durch den „ganz normalen Progressismus“ eines Christentum light wie man ihn in fast allen offiziellen diözesanen Kirchenmedien findet und auch in etlichen Ordenspublikationen. Herausgegeben wird das Wochenmagazin Famiglia Cristiana von der Gesellschaft vom Hl. Apostel Paulus, einer Ordensgründung von Don Alberione.

Der Kardinal, der Papst Franziskus „prophezeite“ und das „Konzil von Mailand“

Die Titelgeschichte der jüngsten Ausgabe widmete Famiglia Cristiana dem 2012 verstorbenen früheren Erzbischof von Mailand, Carlo Maria Kardinal Martini. Anlaß war sein erster Todestag. Bereits die Titelseite präsentiert sich „besorgniserregend, schockierend und als Bote schlechter Vorahnungen“, so Messa in Latino. Warum? Der Titel ist aussagekräftig: „Der Kardinal, der Papst Franziskus ankündigte. Ein Jahr nach seinem Tod wird sein Traum von einer neuen Kirche Wirklichkeit.”

Die Darstellung sagt zunächst wenig über Papst Franziskus aus, aber viel über jene, die in der Kirche nun Aufwind verspüren. Messa in Latino schrieb dazu: „Erst jetzt verstehe ich, was mir ein hoher Prälat wenige Tage nach dem Begräbnis von Kardinal Martini sagte. Ich versuche den Inhalt möglichst wörtlich wiederzugeben: ‚Die Beerdigung, die eine so große Beteiligung von Kardinälen, Bischöfen und Priestern sah, war ein Konzil: Das Konzil von Mailand! Das ist die Kirche. In Rom werden sie das zur Kenntnis nehmen müssen!’ Soweit seine Worte. Und tatsächlich haben sie es fünf Monate später zur Kenntnis genommen. Papst Benedikt XVI., der Nachfolger des Petrus und Stellvertreter Christi auf Erden reichte seinen Rücktritt sein. Der letzte Akt eines Kirchenoberhauptes, das aus größter Liebe zur Kirche und für ihre unmögliche Einheit eine Reihe von Nötigungen und Schikanen aller Art ertragen mußte, die für immer als Via Crucis von Papst Benedikt XVI. in unser Gedächtnis eingeprägt bleiben wird“, so Messa in Latino.

Via Crucis von Papst Benedikt XVI.

Der Amtsverzicht des deutschen Papstes, so singulär in der Kirchengeschichte, gibt weiterhin Rätsel auf und beschäftigt um so mehr mit Blick auf den Zustand der Kirche und deren aktuelle Entwicklung. Wurde der Abtritt Benedikt XVI. vielleicht doch angekündigt? Er selbst sprach davon, nach seiner Mexiko-Reise im Frühjahr 2012 immer konkreter einen Amtsverzicht in Betracht gezogen zu haben.

Aber bereits im Februar ließ Paolo Kardinal Romeo, der Erzbischof von Palermo und kein Ratzingerianer, eine „Bombe“ platze. „Kardinal prophezeit Ratzingers Tod“, titelte am 10. Februar 2012, fast auf den Tag genau ein Jahr vor der Bekanntgabe des Amtsverzichts, die Tageszeitung Der Standard. Zahlreiche Medien übernahmen die Meldung. Die Tageszeitung Il Fatto Quotidiano hatte am selben Tag mit dem Titel: „Komplott gegen Benedikt XVI.: innerhalb von 12 Monaten wird er sterben“, die Spekulationen ausgelöst.

„Innerhalb von 12 Monaten wird er sterben“ oder auf sein Amt verzichten

Papst Benedikt XVI. sollte „innerhalb“ von exakt zwölf Monaten nicht tot sein, aber auf sein Amt verzichten, was in etwa für die Leitung der Kirche auf dasselbe hinauskommt.

Worum ging es damals? In der ersten Januarhälfte 2012 schickte der kolumbianische Kardinal Dario Castrillon Hoyos Papst Benedikt XVI. ein vertrauliches Schreiben des Kardinals und eine Sachverhaltsdarstellung. Ein Schreiben, das der Kardinal in deutscher Sprache verfaßte. Nicht so sehr eine Reverenz an die Muttersprache des Papstes, sondern mehr, um den Kreis ungebetener Mitleser erheblich einzuschränken. Darin hinterbrachte er, was der italienische Kardinal Romeo im November 2011 in mehreren Gesprächen während seiner China-Reise von sich gab: „Seine Gesprächspartner dachten mit Schrecken, daß es sich um einen Attentatsplan gegen den Papst handle“, so Kardinal Castrillon Hoyos. Im Schreiben findet sich ausdrücklich das Wort „Mordkomplott“. Die Sachverhaltsdarstellung trägt das Datum des 30. Dezember 2011 und wurde vom kolumbianischen Kardinal in den ersten Januartagen dem Papst und dem Staatssekretariat übermittelt.

Um auf Nummer sicher zu gehen, informierte Kardinal Castrillon Hoyos Papst Benedikt XVI. Mitte Januar persönlich in einer Privataudienz.

„Seltsame Reise“ von Kardinal Romeo nach China

Die von Kardinal Castrillon Hoyos übermittelte Sachverhaltsdarstellung gliederte sich in drei Teile. Der dritte Teil trug die Überschrift: „Die Nachfolge von Papst Benedikt XVI.“ Darin wurde die „seltsame Reise“ (Fatto Quotidiano) von Kardinal Romeo nach China rekonstruiert. Der ehemalige Vatikandiplomat Romeo gilt als einflußreicher Mann in der Kirche wegen seiner Kontakte zum Diplomatischen Corps und Kardinal Sodano und seiner Stellung im italienischen Episkopat. Ein Mann aus reichem und kinderreichem Elternhaus, extrovertiert und technikbegeistert. Seine Reise nach China gab Rästel auf, weil der Kardinal keine Vertreter der Kirche in China traf, sondern italienische Geschäftsleute, die in China tätig sind und zum Teil dort leben. Offiziell erklärte er, vom Papst beauftragt zu sein, die Kontakte zwischen dem Vatikan und der Volksrepublik abzuklären. Im Vatikan wußte man von einem solchen Auftrag nichts.

Vatikansprecher Pater Federico Lombardi dementierte im Februar 2012 umgehend die Presseberichte. Er bezeichnete sie als „absurd und unseriös“, ja als „so unglaublich, daß man sie gar nicht kommentieren kann.“

In der Presse war damals auch vom „Tod eines Papstes“ zu lesen. „Vielleicht war nicht unbedingt ein physischer Tod gemeint, sondern einfach der Abtritt Benedikts“, so Messa in Latino.

Ein Abtritt, den es nicht geben hätte dürfen und eine seltsame Ankündigung dieses Abtritts

„Wir wissen nicht, was tatsächlich rund um den Rücktritt von Benedikt XVI. geschehen ist“, so Messa in Latino. „Wir sehen Signale und versuchen sie zu deuten. Wir sehen einen Abtritt, den es nicht geben hätte dürfen und der einzigartig in der Kirchengeschichte dasteht. Wir sehen eine seltsame Ankündigung dieses Abtritts durch Kardinal Romeo. Und wir sehen ein Schreiben von Kardinal Castrillon Hoyos, der die Sache so ernst nahm, daß er den Papst informierte und es ihm persönlich vortrug. Wir sehen das Dementi von Vatikansprecher Pater Lombardi. Aber der arme Pater Lombardi hat viel von allem zu erklären, wie man weiß. Wir sehen die Wahl von Papst Franziskus, mit dem niemand gerechnet hatte. Die Wahl des direkten Gegenspielers von Benedikt XVI. im Konklave von 2005, den sich damals der gescheiterte Kardinal Martini zur Verhinderung von Kardinal Ratzinger als Papst wünschte. Und wir sehen einen jubelnden progressiven Kirchenteil, der sich im Aufwind fühlt. Dabei mag viel Zweckoptimismus sein. Und doch muß es Signale geben, die ihnen diesen Optimismus nahelegen. Wir wissen daher vor allem eines, und das sagen wir in aller Ruhe all jenen, die uns gestern wie heute so gerne die ‚Schwester Verfolgung‘, wie Gamaliël sagte, an den Hals wünschen: „Laßt von diesen Männern ab und gebt sie frei; denn wenn dieses Vorhaben oder dieses Werk von Menschen stammt, wird es zerstört werden; stammt es aber von Gott, so könnt ihr sie nicht vernichten; sonst werdet ihr noch als Kämpfer gegen Gott dastehen.“ (Apostelgeschichte 5,38f), so die traditionsverbundene Seite Messa in Latino.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Concilio e Postconcilio

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Thomas Kovacs

für mich ist das ganze immer noch unheimlich und es erinnert sehr an diverse Horrorfilme bzw Romane die vom Antichristen handeln

ein besorgter Christ

Ich muss sagen, ich komm über den Rücktritt immer noch nicht hinweg.
Wenn es offenbar wäre. das Papst Benedikt schwer krank wäre, oder so, wäre es für mich einfacher zu akzeptieren, ich würde mir sagen „Klar er wollte nicht im Rampenlicht der Öffentlichkeit siechen“
Nur erfreut sich Papst Benedikt (altersbedingt) guter Gesundheit und es ist ja keineswegs so, dass sein Nachfolger den Eindruck erweckt ,ein großes Arbeits- und Besuchspensum zu erledigen.
Will heißen, das was Papst Franziskus (von den Reisen, derer er ja auch nicht viele macht), mal abgesehen) arbeitet, das hätte Benedikt doch weiter machen können.
Das ganze ist irgendwie schwer undurchsichtig.

Darajawahusch
Schon Papst Johannes Paul II. ist laufend vergiftet worden, und zwar mit demselben Gift, mit dem Adolf Hitler drangsaliert wurde. Es bewirkt, dass die linke Hand (und nur die linke Hand zittert), wie es bei Hitler und Johannes Paul II. der Fall war. [Sollte ich jetzt links und rechts verwechselt haben: zumindest gilt: eine Hand zittert und die andere nicht.] Der damalige Chef der Schweizergarde, Estermann, gehörte einer Familie mit fünf Ärzten an; so bemerkte er diesen Zusammenhang und wollte im Vatikan aufräumen. So wurde dann eben er selbst aufgeräumt, zusammen mit Thornai (oder wie man ihn genau schreibt), der… weiter lesen »
Besucher

Sage eine Sache, sie mag noch so abwegig sein. Ein wenig davon bleibt als Wahrheit in den Köpfen der Menschen erhalten.

Darajawahusch

Das war Bla bla bla. Konkret bitte! Den Spruch „Semper aliquid haeret“, wie das Gebildete ausdrücken, kenne ich bereits.

Besucher

Das ist unter meiner Würde.

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Das Verstörende ist, dass Malachi Martin in seinem Roman Windswept House von 1993 einen erzwungenen Papstrücktritt haarklein und genauso wie an Benedikt durchgezogen beschreibt. Eine der Romanfiguren, Kardinal Giacomo Graziani, ist übrigens der im Beitrag erwähnte Kardinal Angelo Sodano.

Leo Laemmlein
Entscheidende Fäden im Vatikan werden seit einem halben Jahrhundert von einer bösen Sekte gezogen. Derselbe Pater Malachi Martin, ein Vatikan-Insider, beschreibt in dem Buch „Windswept House“, das wahre Geschichte in fiktionalisiertem Gewand darstellt, die rituelle Inthronisierung Satans im Vatikan durch diese Sekte (nachgedruckt in der Juli/August-Ausgabe Nr. 451 von „Chiesa Viva“ – als pdf. herunterladbar aus dem Internet). Don Luigi, der Herausgeber von „Chiesa Viva“, wurde von Papst Pius XII. beauftragt (auf Initiative des hl. Paters Pio), die Machenschaften der Freimaurerei im Vatikan und in der katholischen Kirche aufzuspüren (http://www.padrepioandchiesaviva.com/uploads/Chi___don_Villa_ge.pdf). Auch Pater Gabriele Amorth bestätigte unlängst die Existenz und Aktivität… weiter lesen »
Martina
Wenn man zu dem , was Sie von Pater Luigi Villa empfehlen, noch das Buch „The Rite of Sodomy“ von der renommierten US-Journalistin Randy Engel hinzu nimmt, für das sie 17 Jahre recherchiert hat (die ersten beiden Kapitel sind online als PDF herunterladbar) und das ungezählte Fußnoten enthält, rundet sich das Bild vollkommen ab. Wie schaffe ich es die Moral, die die katholische Kirche überall verkünden sollte, so wie von ihrem göttlichen Gründer aufgetragen, zu zerstören, weil ich vorhabe, eine total unmoralische Gesellschaft zu errichten und nebenbei Ehe und Familie zu zerstören? Ich schleuse Homosexuelle (und Kommunisten, wie von Bella… weiter lesen »
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Verstörend ist auch, dass Malachi Martin genauso verstorben ist wie die Romanfigur Aldo Carnesecca aus Windswept House. Das Manuskript seines letzten Buches verschwand in diesem Zusammenhang.

Ärgerlich ist einfach die Naivität von Milliarden Katholiken, die vertrauensselig davon ausgehen, dass ihre Hirten wohlmeinend und eben keine Wölfe sind. Dadurch hat die Sekte leichtes Spiel.

bavaria

das sind doch alles nur Spinnereien der leute die einfach mit Fakten nicht umgehen können!sicherlich gibt es unter den vatikanischen Klerikern eine gruppe von leuten welche nicht ganz selbstlos handeln und ihre Visionen von kirche durchsetzen wollen aber dass es eine geheime gruppe von Satanisten und anderen ist ist pure fantasie.

es gibt aber sicherlich um die von ratzinger größenteils abgesetzte gruppe um sodano sicherlich nicht wenige Prälaten welche sich um ihn scharen.das geht von antiratzingerianern bis hin zu progressisten.

Mariahilfer

Nüchtern muss man festhalten: Es gab und gibt verschiedenste Gruppen, die Zweifel über die die Freiwilligkeit des Rücktritts äußern. Die einen spekulieren über eine „Satanistengruppe im Vatikan“, die anderen, darunter Ex-Monsignore Helmut Schüller, reden von einem „Putsch der Konservativen“ im Vatikan als Rücktrittsgrund. (vgl. http://orf.at/stories/2166236/2166246/ )

Leo Laemmlein

Die treuen Katholiken, Kleriker wie Laien, müssen sich darauf vorbereiten, geistlich wie auch praktisch, das Licht des Glaubens und die Reinheit der Sakramente durch die finsteren Jahre, in die wir eintreten, hindurchzutragen. Das schließt mit ein, die Gemeinschaft mit häretischen Hirten zu brechen, wenn diese der ihnen anvertrauten Herde ihre Häresie aufnötigen wollen. Aus dem Artikel katholisches.info/2013/10/26/iota-unum-der-tiefe-fall-eines-papstes-und-unsere-zeit/ geht hervor, dass die hll. Väter und Lehrer der Kirche diese Haltung einnahm. Niemand von ihnen verlangte, dass die Katholiken häretischen Hirten falschen Gehorsam leisten sollten. Das ist übrigens auch die Lehre der Apostel im Neuen Testament.

Regino
Lieber, sehr geehrter Herr Leo Laemmlein. Wie so oft treffen Sie den Kern des Problems. Wir erkennen, ob wir wollen oder nicht, die Apostasie in unserer geliebten Kirche. Der Rücktritt von Benedikt XVI war für mich unter den Vorbedingungen unter denen er erfolgte unfassbar, ein Mann von diesem Pflichtbewustsein hinterlies sogar eine unvollendete Enzyklika.er steigt sozusagen aus dem fahrenden Boot aus. Die Kardinäle im Konsistorium. in dem er seinen Rücktritt verkündete, zeigten keine Regung, so als sei alles bereits bekannt (ich habe sie alle genauestens beobachtet)… und zwar so wie es Malachi Martin 1993 beschrieben hat. Das war m.E. der… weiter lesen »
ein besorgter Christ

ja das hat mich am allermeisten verwundert, und verwundert mich immer noch, dass alle, aber auch alle, so getan haben als sei ein Papstrücktritt das Normalste von der Welt.
Zu Beginn habe ich gedacht das sei dem Schock geschuldet, eine Art Verdrängungsmenchanismus, aber der hätte ja irgendwann mal abebben müssen, aber es ist immer noch so, kaum einer realisiert wie absurd die Situation mit den beiden Päpsten ist.

Hannes Schöllauf
Es gibt in vielen Menschen die Angst vor Veränderung. Gerade auch Änderungen in unserer Kirche erzeugen bei vielen gläubigen Menschen Ängste. Tradition und Althergebrachtes wird mit Glaube und Wahrheit sehr oft durcheinander gemischt. Daraus entstehen dann immer wieder Verschwörungstheorien, wie sie auch in diesem Artikel durchleuchten. Wo bleibt denn dabei das gesunde Vertrauen in die Fürsorge Gottes? Hat Gott nicht der Kirche seinen Beistand versprochen bis ans Ende der Zeiten? Warum glaubt man an diesen Beistand nicht, wenn – durch eine Papstwahl – neue geistige Strömungen – jetzt sozusagen auch „offiziell“ – durch die Kirche ziehen? Das Evangelium des letzten… weiter lesen »
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Der Gottesglaube ist nicht absurd. Was Sie hier vortragen klingt reichlich voluntarisitisch. Im Übrigen übersehen Sie, dass der Herr sich gebunden hat, den freien Willen zu respektieren. Daraus darf der Teufel reichlich Kapital schlagen. Was hier vorgetragen wird, wird durch den Keulenvorwurf, es handele sich um Konspirationstheorien, nicht falscher. Zeigen Sie mir doch, wo die Hochwürdigsten Herren bis hin zu jenem Argentinier die ihnen anvertraute Herde vor den Gefahren der ewigen Verdammnis warnen!

Hannes Schöllauf

Christus spricht auch nicht ständig von der ewigen Verdammnis! Daher auch „die Hochwürdigsten Herren bis hin zu jenem Argentinier“ (eine respektlosere Ausdrucksweise geht wohl kaum mehr) nicht!
Was sie in diesem Zusammenhang mit dem Respektieren des freien Willen des Menschen durch Gott meinen, ist mir nicht einsichtig. Und welchen Voluntarismus aus der ganzen Theologiegeschichte Sie meinen, ist auch nicht einsichtig (Voluntarismus als Gegensatz zu Rationalismus oder Voluntarismus als Betonung der gelebten Religiosität im Gegensatz zu Religion als System von Wahrheiten etc.).
Ich glaube einfach an die Zusage Jesu: „Und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen.“

zeitschnur
..und eine solche Art von Glauben ist einfach nur irrational. Deswegen leeren sich ja die Kirchen! Hängen Sie sich doch lieber an den Beleidigungen und Respektlosigkeiten auf, die sich unser Herrgott selbst gefallen lassen muss! Und erklären Sie, wie man vor Glaubenszerstörern – offenbar nur wegen des Ansehens der Person – das Knie beugen soll?!?! Das Christentum ist definitiv ein System von Wahrheiten. Ich glaube, Sie sind in der falschen Religion gestrandet. Es gibt eine apostolische Lehre, es gibt Dogmen, Lehrsätze, Verwerfungen etc. das ist eine Tatsache, die dem destruktiven „Konzilsgeist“, der „die Fenster zur Welt weit geöffnet hat“ nicht… weiter lesen »
ein besorgter Christ
Es ist in der Tat eine verworrene Lage, und ich denke es gilt in der Tat das Wort des Herrn ….. Die Schriftgelehrten und die Pharisäer haben sich auf den Stuhl des Mose gesetzt.2 3 Tut und befolgt also alles, was sie euch sagen, aber richtet euch nicht nach dem, was sie tun; denn sie reden nur, tun selbst aber nicht, was sie sagen… und so ist auch im vorliegenden Fall vorzugehen wenn der Papst Franziskus von seinem Lehramt Gebrauch macht (was er aber nicht tut!), also „sagt“ dann ist ihm zu folgen. In dem was er tut ist ihm… weiter lesen »
wichert
Die Bersorgnis eines Teils der Katholiken hat nichts mit der Angst vor Veränderungen zu tun. Und es geht auch nicht um persönliche Vorlieben oder Meinungen. Es ist ganz einfach so, dass die Kirche seit dem glorreichen Konzil Dinge lehrt, die sie zuvor verurteilt hatte. Schon Pius X. hat den Modernismus die Summe aller Häresien genannt. Auch ein Papst muß sich an die ewige Wahrheit halten und kann nicht plötzlich etwas Neues lehren. Um noch an die Endzeit-Rede unseres Herrn zu erinnern. Am Ende wird eine so große Bedrängnis sein, dass niemand gerettet werden könnte, wenn sie nicht abgekürzt würde. Was… weiter lesen »
zeitschnur
Was neu ist, ist nicht automatisch gut. In der Schrift heißt es „Prüft alles!“ Und „Der Satan geht umher wie ein brüllender Löwe etc.“ Wie prüft man? Durch den Einsatz der Vernunft und Logik, durch stetes Schärfen des Geistes am vorhandenen Glaubensgut. Und durch immerwährendes Fragenstellen und Ringen im Gebet. Tun Sie das? Täglich mehrfach? Die Leute hier auf dem Forum sind einfach nicht ignorant und unbedarft-naiv und lassen sich nicht von einem Mainstream Falsches als „gottgewollt“ verkaufen, bevor es geprüft wurde. Sie werfen uns „Selbstgerechtigkeit“ vor. Selbstgerechtigkeit geht aber nicht aus der Tatsache hervor, dass einer sagt: „Ich bin… weiter lesen »
Darajawahusch

Ich erwarte eigentlich von den Diskussionsteilnehmern, dass sie argumentieren und nicht mit Redekillern wie „Verschwörungstheorie“ um sich schmeißen. Redekiller benutzt man nur, wenn man keine Argumente mehr hat.

michael
Entschuldigung, aber eine Aneinanderreihung von Fakten macht noch lange keinen Verschwörungsroman. Sicher ist, das Papst Benedikt den Modernisten ein Dorn im Auge war. Ob er aufgegeben hat, oder gezwungen wurde, welche Rolle spielt das ? Fakt ist, das er nicht mehr da ist und das ist ganz ganz schlecht, vor Allem wenn man sieht wie sehr sein Nachfolger mit dem Amt theologisch völlig überfordert ist. Man muß es sagen und das ist der wahre Skandal, ob es nun Freimaurer Idioten oder sonstiges Antichristen Pack im oder außerhalb des Vatikan gibt, WIR HABEN KEINEN WÜRDIGEN PAPST, sondern einen sozial schwadronierenden Moderator… weiter lesen »
Regino
@ Herr Hannes Schöllauf Das, was Sie schreiben, ist erschreckend und bedarf der Klarstellung mit der Antwort darauf. was in der Kirche eigentlich verändert werden kann und was nicht. Nicht verändert werden kann das , was durch Gott oder das Lehramt in fragen der Lehre und Moral gebunden wurde, Sowohl Gott als auch das Lehramt sind verlässlich und in sich treu. Das ist die Grundlage und auch die Sicherheit unseres Glaubens. Veränderbar sind dagegen Traditionen. Sie können dem Empfinden der Zeit angepasst werden. Nicht veränderbar sollten sein die Demut und die Ehrfurcht mit denen ich Gott gegenübertrete. Wenn ich mich… weiter lesen »
zeitschnur
Jesus hat gesagt: „Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.“ (Mt 16,18) Beachten Sie bitte alle, dass eine Lücke im Bild ist: Petrus ist definitiv der Fels, auf den die Kirche gebaut wird. Aber der Satz „die Mächte…“ ist nicht durch eine echte Konjunktion, die eine Beziehung herstellen würde angesetzt. Es sind zwei Hauptsätze, die durch ein „und“ aneinander gebunden werden. Im Lateinischen sieht es grammatisch genauso aus: „Tu es Petrus et super hanc petram aedificabo ecclesiam meam et portae inferi non praevalebunt adversum eam.“ Was… weiter lesen »
Hannes Schöllauf
Ich bin fasziniert, wie hier alle genau wissen, was die rechte Lehre der Kirche ist und was Häresie ist. Ich habe immer geglaubt, dass das im Streitfall Rom entscheidet: „Roma locuta – causa finita“. Jetzt spricht Rom, laut 1. Vatikanum natürlich nicht unfehlbar, weil die Aussagen von Franziskus keine Ex-Cathedra-Entscheidungen sind – unfehlbare päpstliche Lehraussagen hat es bisher nur 2mal gegeben. Und wenn das, was der Papst sagt, nicht ins Denkkonzept der Schreiber hier passt, wird losgejammert. „Beginnende Relativierung der Lehre durch den Papst“! Ich würde allen hier raten, sich einmal den Denzinger zu kaufen und zu studieren. Darin sind… weiter lesen »
Hannes Schöllauf
Noch etwas zur Relativierung: Wie ist das mit dem Limbus? Die Lehre vom Limbus, der Vorhölle, für die ungetauft verstorbenen Kinder bzw. für die Väter aus dem AT wurde von Papst Benedikt (!) abgewertet und wird vom kirchlichen Lehramt nicht mehr unterstützt. Jetzt werden manche sagen, dass diese Lehre nie offizielle Lehre der Kirche war. Das stimmt zwar, aber die Lehre wurde über Jahrhunderte geglaubt und gelehrt (ich habe das im Relegionsunterricht noch vorgesetzt bekommen – bin 65 Jahre alt). Und wäre sie vom Lehramt nicht unterstützt worden, hätte Benedikt nicht die Unterstützung entziehen müssen. Von wegen „immerwährende gleichbleibende Lehre“!… weiter lesen »
Linus Schneider
Papst Benedikt XVI. hat diese Lehre nicht abgewertet (was immer damit gemeint ist), sondern 1985, als Chef der Glaubenskongregation betont, der Limbus sei „niemals definierte Glaubenswahrheit“ gewesen. Im Januar 2007 approbierte Papst Benedikt XVI. lediglich ein Dokument der Internationalen Theologischen Kommission mit dem Titel Die Hoffnung auf Heil für ungetauft gestorbene Kinder, in dem es im wesentlichen heißt: „Wir können sagen, daß wir viele Gründe für die Hoffnung haben, daß diese Babys erlöst werden“ Die Taufe bleibe zwar der ordentliche Heilsweg, heißt es im Beratungsdokument. Es sei aber das Bewußtsein dafür gewachsen, daß Gott die Rettung aller Menschen wolle. Ein… weiter lesen »
Darajawahusch
An Hannes Schöllauf : Es gibt in der Dogmatik verschiedene Abstufungen. Unfehlbar ist nur, was „de fide“ ist. Nicht einmal eine „sententia fidei proxima“ oder eine „sententia certa“ gilt als unfehlbar und schon gleich gar keine „sententia probabilior“ oder „sententia communis“ und was es da noch alles gibt. In Religionsbüchern stehen aber auch solche Lehrsätze. Hinsichtlich des Limbus aber gilt, was in einer Fußnote bei Wikipedia steht: „Es ist bekannt, dass die traditionelle Lehre zu diesem Thema sich der Theorie des Limbus bedient hat, verstanden als Zustand, in dem die Seelen der ohne Taufe sterbenden Kinder aufgrund der Ursünde nicht… weiter lesen »
zeitschnur
@ Hannes Schöllauf: Die göttliche Offenbarung wurde und wird nicht für die jeweilige Zeit interpretiert. Sie konstruieren einen Unterschied zwischen den göttlichen Offenbarung und ihrer je zeitgemäßen Interpretation. Es gibt die göttliche Offenbarung. Sie ist in unveränderlichen Sätzen dargelegt (Hl. Schrift, Dogmen). Dieses Gut ist nicht zeitabhängig und bedarf nicht der zeitgemäßen Interpretation. Es bedarf aber des Ergriffenwerdens durch die einzelnen Menschen. Es hebt uns alle aus dem Mief unserer Zeit hinaus – Gott sei Dank! Keine Sorge, es klebt dann immer noch genügend überflüssiges Zeitkolorit dran. Das muss nicht noch extra drangepinselt werden. Dabei kommt nur das raus, was… weiter lesen »
michael

Nein, losheulen wäre für die ollen Kamellen, die Sie hier wieder lutschen zuviel Ehre.
Der Blödsinn steht für sich selbst !

Leone
Mit anderen Worten: Die Kirche wird Martinistisch.Die Martinisten haben sich an die Macht geputscht. Das kann man jetzt unter dem Bergoglio Papst immer mehr erkennnen. Das entspricht etwa den modernen Revisionisten in China nach dem Tode von Mao tse tung. Dort kamen die Modernisten, Revisionisten, Liberalen und neo-kapitalistischen Bonzen an die Macht. Siehe China Heute. Nach innen heuchlerisch die rote Fahne des KP schwenken aber in Wirklichkeit eine feudalistische, ausbeuterische Politik treiben. So ist es heute in der Konzilskirche ähnlich. Bergoglio ist wie der einstige Chef Chinas. Er ähnelt diesem chinesischen Politiker frappierend in seiner Strategie: In der Nacht sind… weiter lesen »
wickerl

Und damit er nicht ermordet wird, dankte er ab, für Christus sterben ist nicht im Geiste des KONZILS.

Darajawahusch

Nein, er hat abgedankt, weil er die Kraft, dem Treiben der Freinde Widerstand leisten zu können, nicht mehr zu haben glaubte. Er erstarkte ja erst wieder nach der Abdankung!

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