„Er liebt es von allen geliebt zu werden“ – Dramatischer Brief einer Katholikin an Papst Franziskus

Lucrecia Rego de Planas: Brief an Papst Franziskus von einer Christin und neunfachen Mutter(Mexiko-Stadt) Die mexikanische Katholikin Lucrecia Rego de Planas, mehrfache Familienmutter und langjährige Bekannte von Papst Franziskus schrieb dem Papst am 23. September einen ganz persönlichen und langen Brief. Darin klagt sie ihm ihr ganzes Leid über sein Pontifikat und die Art, wie er das Petrusamt ausfüllt. Ein dramatisches Zeitdokument, das den Schreiben der Heiligen Hildegard von Bingen oder Katharina von Siena an Bedeutung um nichts nachsteht.

Rego de Planas nennt zunächst die mehrfachen Begegnungen mit Jorge Mario Kardinal Bergoglio in den „vergangenen zwölf Jahren“ bei Tagungen, Kirchenversammlungen und Einkehrtagen in verschiedenen Städten Mittel- und Südamerikas, „die mir die Gelegenheit boten, mit Dir verschiedene Tage unter demselben Dach zu schlafen, denselben Tisch und sogar denselben Schreibtisch zu teilen.“

Nachdem der Brief an den Vatikan abgegangen war, veröffentlichte Rego de Planas das Schreiben inzwischen auf ihrem Blog. Eine Antwort aus Rom hat sie bisher noch nicht erhalten. Hier der vollständige Brief in deutscher Übersetzung. Titel und Zwischentitel wurden von der Redaktion gewählt.

Huixquilucan, Mexiko, 23. September 2013

Liebster Papst Franziskus!

(…) Damals warst Du Erzbischof von Buenos Aires und ich war Direktorin eines der führenden katholischen Medien. Heute bist Du nichts mehr und nichts weniger als der Papst und ich bin … nur eine Mutter, Christin, verheiratet mit einem guten Mann und neun Kindern, die an der Universität Mathematik lehrt und die versucht, so gut sie kann, mit der Kirche zusammenzuarbeiten, dort, wo Gott mich hingestellt hat.

In den Begegnungen der vergangenen Jahre hast Du mich mehrfach aufgefordert: „Mädchen, nenn mich Jorge Mario. Wir sind Freunde!“. Ich antwortete erschrocken: „Absolut nicht, Herr Kardinal! Gott möge mich davor bewahren, zu einem Seiner Fürsten auf Erden Du zu sagen!“

Jetzt aber erlaube ich mir, Du zu sagen, weil Du nicht mehr der Kardinal Bergoglio bist, sondern der Papst, mein Papst, der süße Christus auf Erden, an den ich mich vertrauensvoll zu wenden wage, wie an meinen Vater.

Ich habe beschlossen, Dir zu schreiben, weil ich leide und ich es brauche, daß Du mich tröstest. (…) Ich weiß, daß es Dir gefällt, jene zu trösten, die leiden, und jetzt bin ich eine von ihnen.

Als ich diese Dinge sah, dachte ich mir: „Uff, was für ein Drang die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken!“

Als ich Dich bei diesen Einkehrtagen kennenlernte, als Du noch Kardinal Bergoglio warst, war ich erstaunt über die Tatsache, daß Du Dich nie so verhalten hast, wie sich die anderen Kardinäle und Bischöfe verhielten. Um einige Beispiele zu nennen: Du warst dort der Einzige, der vor dem Tabernakel oder während der Wandlung keine Kniebeuge machte; wenn alle Bischöfe in Soutane erschienen, weil es so die Vorschriften verlangen, bist Du in Straßenkleidung und Kollar gekommen. Wenn alle sich auf die für die Bischöfe und Kardinäle reservierten Plätze setzten, hast Du den Platz des Kardinal Bergoglio leer gelassen und Dich irgendwo hinten hingesetzt mit den Worten „hier sitze ich gut, hier fühle ich mich wohl“; wenn andere mit einem Auto ankamen, das der Würde eines Bischofs entspricht, dann kamst Du nach allen anderen, ganz geschäftig und in Eile und erzähltest mit lauter Stimme von Deinen Begegnungen im öffentlichen Verkehrsmittel, das Du benützt hattest, um zur Versammlung zu kommen. Als ich diese Dinge sah – und ich schäme mich, es Dir zu sagen – dachte ich mir: „Uff, was für ein Drang die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken! Denn, wenn man wirklich demütig und einfach sein will, ist es dann nicht besser, sich wie die anderen Bischöfe zu verhalten, um nicht aufzufallen?“

Er liebt es von allen geliebt zu werden

Auch einige meiner argentinischen Freunde, die an den Treffen teilnahmen, bemerkten irgendwie meine Verwirrung und sagten zu mir: „Du bist nicht die einzige. Er befremdet uns alle immer, aber wir wissen, daß er klare Kriterien hat und in seinen Reden vertritt er Überzeugungen, die immer treu zum Lehramt und zur Tradition der Kirche sind, er ist ein mutiger, treuer Verteidiger der rechten Lehre … Wie es allerdings scheint, liebt er es von allen geliebt zu werden und will allen gefallen. Und in diesem Sinn könnte er an einem Tag im Fernsehen gegen die Abtreibung sprechen und am Tag darauf in derselben Fernsehsendung die Abtreibungsfeministinnen der Plaza de Mayo segnen; könnte er eine wunderbare Rede gegen die Freimaurer halten und Stunden später mit ihnen im Club essen und trinken.“

Mein lieber Papst Franziskus, es stimmt, das war Kardinal Bergoglio, den ich aus der Nähe kennengelernt habe: An einem Tag damit beschäftigt, angeregt mit Bischof Duarte Aguer für die Verteidigung des Lebens und die Liturgie zu reden und am selben Tag, beim Abendessen, immer angeregt mit Msgr. Ysern und Msgr. Rosa Chavez für die Basisgemeinschaften und die schrecklichen Hürden der „dogmatischen Lehre“ der Kirche. An einem Tag Freund von Kardinal Cipriani und Kardinal Rodriguez Maradiaga, der über Unternehmensethik und gegen die New Age-Ideologien spricht, und wenig später Freund von Casaldaliga und Boff, der über Klassenkampf und den „Reichtum“ spricht, den die östlichen Praktiken der Kirche schenken könnten.

Von diesem Augenblick an habe ich für Dich und für meine geliebte Kirche gebetet

Aufgrund dieser Prämissen wirst Du verstehen, wie sehr ich die Augen aufgerissen habe, als ich Deinen Namen nach dem Habemus Papam hörte und von diesem Augenblick an (noch bevor Du darum gebeten hast) habe ich für Dich und für meine geliebte Kirche gebetet. Und es seither nicht einen Tag ausgelassen.

Als ich Dich auf dem Balkon ohne Mozetta sah und Du das Protokoll für den ersten Gruß und den lateinischen Text mißachtet hast, um Dich dadurch lächelnd von den anderen Päpsten der Geschichte zu unterscheiden, sagte ich besorgt zu mir selbst: „Ja, ohne Zweifel: das ist Kardinal Bergoglio“.

In den Tagen nach Deiner Wahl hast Du mir verschiedene Gelegenheiten geboten, die mir bestätigten, daß Du immer noch dieselbe Person bist, die ich aus der Nähe kennengelernt hatte, immer auf der Suche anders zu sein: Du wolltest andere Schuhe, einen anderen Ring, ein anderes Kreuz, einen anderen Stuhl und sogar ein anderes Zimmer als alle anderen Päpste, die sich immer demütig und ohne „Sonderwünsche“ mit den Dingen zufrieden gaben, die für sie vorgesehen waren.

Durch den Rücktritt meines geliebten Papstes Benedikt XVI. fühlte ich mich wie verlassen, inmitten des Krieges, des Erdbebens, des wildesten Orkans, und plötzlich bist Du gekommen

In jenen Tagen versuchte ich mich von jenem immensen Schmerz zu erholen, den ich durch den Rücktritt meines geliebten und sehr verehrten Papstes Benedikt XVI. erlitten hatte, mit dem ich mich von Anfang an identifizierte wegen der Klarheit seiner Unterweisung (der beste Lehrmeister der Welt), wegen seiner Treue zur Liturgie, wegen seines Mutes, die rechte Lehre inmitten der Feinde der Kirche zu verteidigen und tausend anderer Dinge, die ich hier nicht aufzählen will. (…) aber ich habe verstanden, daß die Winde wirklich stürmisch waren und das Papsttum etwas zu Bewegtes für seine Kräfte wurde, die mit dem Alter im harten und brutalen Kulturkampf den er führte, geschwunden waren.

In diesem Augenblick fühlte ich mich wie verlassen, inmitten des Krieges, des Erdbebens, des wildesten Orkans, und plötzlich bist Du gekommen, um ihn am Steuerrad zu ersetzen. Wir haben einen neuen Kapitän, danken wir Gott dafür! Ich vertraute vollkommen (ohne den Schatten eines Zweifels), daß Papst Franziskus mit dem Beistand des Heiligen Geistes, mit dem Gebet der Gläubigen, mit der Last der Verantwortung, mit der Hilfe seiner Mitarbeiter im Vatikan und dem Bewußtsein, von der ganzen Welt beobachtet zu werden, die Sonderwege und Zweideutigkeiten des Kardinals Bergoglio hinter sich lassen und unverzüglich das Kommando des Heeres übernehmen würde, um mit neuem Willen den Kampf fortzusetzen, den sein Vorgänger begonnen hatte.

Anstatt die Waffen zu ergreifen, begann mein General sein Mandat damit, mit seinem Friseur und seinem Zahnarzt zu telefonieren …

Zu meiner Überraschung und Verwirrung begann mein General sein Mandat, anstatt die Waffen zu ergreifen, leider damit, mit seinem Friseur und seinem Zahnarzt zu telefonieren, mit seinem Milchmann und seinem Zeitungshändler, und so lenkte er die Blicke auf seine Person und nicht auf die Bedeutung des Papsttums.

Seither sind sechs Monate vergangen und ich erkenne mit Liebe und Emotionen an, daß Du Tausende von guten Dingen getan hast. Mir gefallen Deine offiziellen Ansprachen sehr (die an die Politiker, die Gynäkologen, die Journalisten, zum Weltfriedenstag usw.) und Deine Predigten an den Festtagen, denn in ihnen erkennt man eine minutiöse Vorbereitung und eine tiefe Meditation in jedem darin gebrauchten Wort. Deine Worte und diese Reden und Predigten waren eine wahre Nahrung für meinen Geist und meine Seele. Mir gefällt es sehr, daß die Menschen Dich lieben und Dir applaudieren. Du bist mein Papst, das Oberhaupt meiner Kirche auf Erden, der Kirche Christi.

Dennoch – und das ist der Grund meines Schreibens – muß ich sagen, daß ich auch gelitten habe (und leide), wegen vieler Deiner Worte, weil Du Dinge sagst, die ich wie Stockschläge in meinen Unterleib verspüre, während meiner ständigen Bemühungen dem Papst und dem Lehramt treu zu sein. Ich fühle mich traurig, ja, aber das Wort, um meine Gefühle am besten zum Ausdruck zu bringen ist: Ratlosigkeit.

Ich brauche von Dir Orientierung, lieber Papst Franziskus

Ich weiß nicht mehr, was ich sagen soll und was ich nicht sagen soll, ich weiß nicht mehr, wo ich beharren soll und wo ich die Dinge laufenlassen soll. Ich brauche von Dir Orientierung, lieber Papst Franziskus. Ich leide wirklich und sehr wegen dieser Ratlosigkeit, die mich lähmt. Mein großes Problem ist, daß ich große Teile meines Lebens dem Studium der Heiligen Schrift, der Tradition und dem Lehramt gewidmet habe, so daß ich über eine klare Grundlage verfüge, um meinen Glauben zu verteidigen. Und nun stehen viele von diesen sicheren Fundamenten in Widerspruch zu dem, was mein geliebter Papst tut und sagt. Ich bin schockiert und brauche, daß Du mir sagst, was ich tun soll.

Ich will das anhand einiger Beispiele besser erklären.

Ich kann nicht einem Papst applaudieren, der sich weder vor dem Tabernakel noch während der Wandlung niederkniet wie es der Ritus der Heiligen Messe lehrt; aber ich kann ihn auch nicht kritisieren, weil er der Papst ist!

Soll ich die Anweisungen unseres emeritierten Papstes mißachten?

Benedikt XVI. hat uns in Redemptionis Sacramentum gebeten, daß wir den Bischof über liturgische Untreue und Mißbräuche, denen wir beiwohnen, informieren. Aber… wen soll ich informieren, wenn der Papst selbst die Liturgie nicht respektiert? Ich weiß nicht, was ich tun soll. Soll ich die Anweisungen unseres emeritierten Papstes mißachten?

Ich kann nicht glücklich sein über die Eliminierung der Patene und der Kniebänke für die Kommunikanten und es kann mir auch nicht gefallen, daß Du Dich nie erniedrigst, den Gläubigen die Kommunion zu spenden; daß Du Dich nicht selbst als „Papst“ bezeichnest, sondern nur als „Bischof von Rom“; oder daß Du nicht den Ring des Fischers trägst. Aber ich kann nicht einmal darüber klagen, weil Du der Papst bist!

Ich bin nicht stolz darauf, daß Du am Gründonnerstag einer Muslimin die Füße gewaschen hast, weil das eine Verletzung des liturgischen Gesetzes darstellt. Aber ich kann nichts sagen, weil Du der Papst bist, dem ich treu sein muß!

Aber wem kann ich meinen Schmerz klagen? Du bist der Papst!

Du hast mir schrecklich wehgetan, als Du die Franziskaner der Immakulata bestraft hast, weil sie mit ausdrücklicher Erlaubnis Deines Vorgängers in Summorum Pontificum die Heilige Messe im überlieferten Ritus zelebrierten. Sie zu bestrafen, bedeutet gegen die Lehre der Vorgängerpäpste vorzugehen. Aber wem kann ich meinen Schmerz klagen? Du bist der Papst!

Ich wußte nicht, was ich denken oder sagen sollte, als Du Dich öffentlich über eine Gruppe lustig gemacht hast, die für Dich Rosenkränze gebetet hat, indem Du sie „die, die Gebete zählen“, genannt hast. Der Rosenkranz ist eine wunderbare Tradition der Kirche, was soll ich also denken, wenn meinem Papst jene nicht gefallen und er sich über sie lustig macht, die diesen für ihn aufopfern?

Ich habe viele Freunde, die Lebensschützer sind, die Du vor wenigen Tagen betrübt hast, indem Du sie „versessen und besessen“ nanntest. Was soll ich tun? Sie trösten, indem ich Deine Worte verfälschend abzuschwächen versuche, oder sie noch mehr verletzen, indem ich wiederhole, was Du ihnen gesagt hast, um dem Papst und seiner Lehre treu sein zu wollen?

Am Weltjugendtag hast Du die Jugendlichen aufgefordert, „auf den Straßen Lärm zu machen“. Das von Dir gebrauchte Wort ist, soweit ich weiß, ein Synonym für „Durcheinander“, „Chaos“, „Konfusion“. Ist es wirklich das, was Du willst, daß junge Christen auf den Straßen machen sollen? Herrscht nicht schon genügend Durcheinander und Unordnung in der Welt?

Viele ehelose und alte Frauen, die sehr freundlich, sympathisch und großzügig sind, haben sich wirklich wie Abfall gefühlt …

Ich weiß, daß viele ehelose und alte Frauen, die sehr freundlich, sympathisch und großzügig sind, sich wirklich wie Abfall gefühlt haben, als Du zu den Ordensschwestern gesagt hast, sie sollen nicht wie „alte Jungfern“1 dreinschauen. Du hast damit meine Freundinnen und mich schlecht fühlen lassen. Es hat mir für sie in der Seele wehgetan, weil nichts Schlimmes daran ist, ehelos geblieben zu sein und das Leben guten Werken aufzuopfern (deshalb wird das Alleinsein vom Katechismus auch als eine Berufung bezeichnet). Was soll ich meinen ehelosen „Alten Jungfern“-Freundinnen sagen? Daß der Papst das nicht ernstgemeint hat (so etwas darf der Papst nicht tun), oder soll ich den Papst darin unterstützen, daß für ihn alle Ehelosen den Gesichtsausdruck einer verbitterten Ordensfrau haben?

Wenn der Kapitän nicht den Eisberg sieht, auf den wir zusteuern, ist es sehr wahrscheinlich, daß es zur Kollision kommt

Vor einigen Wochen hast Du gesagt, daß „es der Kirche nie so gut ging wie heute“. Wie kann das ein Papst sagen, wenn wir alle wissen, daß Millionen von jungen Katholiken im Konkubinat leben und in Millionen von katholischen Ehen die Pille gebraucht wird; wenn die Scheidung „unser tägliches Brot ist“ und Millionen von katholischen Müttern mit Hilfe von katholischen Ärzten ihre ungeborenen Kinder töten lassen; wenn Millionen von katholischen Unternehmern nicht von der Soziallehre der Kirche geleitet sind, sondern von Raffgier und Geiz; wenn Tausende von Priestern liturgischen Mißbrauch betreiben; wenn Hunderte von Millionen Christen nie wirklich Christus begegnet sind und nicht einmal grundlegende Dinge der Glaubenslehre kennen; wenn Bildung und Regierungen in der Hand der Freimaurer sind und die Weltwirtschaft in der Hand des Zionismus? Ist das der Zeitpunkt, in dem es der Kirche nie so gut ging wie heute?

Als Du das gesagt hast, geliebter Papst, wurde ich von Panik erfaßt. Wenn der Kapitän nicht den Eisberg sieht, auf den wir zusteuern, ist es sehr wahrscheinlich, daß es zur Kollision kommt. Glaubst Du das denn wirklich oder ist das nur so eine Redensart, lieber Papst?

Sollen wir die Sünder hätscheln und ihnen honigsüß sagen, daß sie ja den Katechismus lesen können?

Viele große Prediger fühlten sich vernichtet, als sie hörten, daß Du gesagt hast, daß man jetzt nicht mehr über Themen sprechen soll, über die die Kirche bereits gesprochen hat und die im Katechismus geschrieben stehen. Sag mir, lieber Papst Franziskus, was sollen wir Christen tun, die wir dem Papst und auch dem Lehramt und der Überlieferung treu sein wollen? Hören wir auf zu predigen, obwohl der Heilige Paulus uns sagt, daß man es immer tun soll? Machen wir Schluß mit den mutigen Predigern, zwingen wir sie zum Schweigen, während wir die Sünder hätscheln und ihnen honigsüß sagen, daß sie, wenn sie wollen, ja den Katechismus lesen können, um zu wissen, was die Kirche sagt?

Ich will keine Hirten, die wie Schafe riechen, sondern Schafe, die nicht nach Mist riechen, weil ihr Hirte sie pflegt

Jedes Mal, wenn Du von den „Hirten mit dem Geruch der Schafe“ sprichst, denke ich an all die Priester, die sich von den Dingen dieser Welt anstecken haben lassen und die ihren priesterlichen Geruch verloren haben, um einen gewissen Geruch der Verwesung anzunehmen. Ich will keine Hirten, die wie Schafe riechen, sondern Schafe, die nicht nach Mist riechen, weil ihr Hirte sie pflegt und sie immer sauberhält.

Vor einigen Tagen hast Du von der Berufung des Matthäus gesprochen mit den Worten: „Mich beeindruckt die Geste des Matthäus. Er klammert sich ans Geld, als würde er sagen: ‚Nein, nicht mir! Dieses Geld gehört mir!“ Man kann nicht anders, lieber Papst, als Deine Worte über das Evangelium (Matthäus 9,9) mit dem zu vergleichen, was Matthäus selbst über seine Bekehrung sagt: „Als Jesus weiterging, sah er einen Mann namens Matthäus am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! Da stand Matthäus auf und folgte ihm.“ Ich kann nicht erkennen, wo er am Geld hing (und ich sehe es auch nicht im Bild von Caravaggio). Ist sehe zwei völlig verschiedene Erzählungen und eine falsche Exegese. Wem soll ich glauben, dem Evangelium oder dem Papst, wenn ich dem Evangelium und dem Papst treu sein will?

Die Päpste von Petrus bis Benedikt XVI. haben gesagt, daß es unmöglich ist, fern von Gott Frieden zu finden, aber Papst Franziskus behauptet es

Als Du von der Frau erzählt hast, die nach einer Scheidung und einer Abtreibung im Konkubinat lebt, sagtest Du: „jetzt lebt sie in Frieden“. Ich frage mich: Wie kann eine Frau, die sich willentlich von der Gnade Gottes entfernt hat, in Frieden leben?“

Die vorherigen Päpste, vom Heiligen Petrus bis Benedikt XVI. haben gesagt, daß es nicht möglich ist, fern von Gott Frieden zu finden, aber Papst Franziskus hat es behauptet. Worauf muß ich mich stützen, auf das Lehramt aller Zeiten oder auf diese Neuheit? Muß ich ab heute, um dem Papst treu zu sein, behaupten, daß man auch in einem Leben der Sünde Frieden finden kann?

So als wolltest Du die Büchse der Pandora öffnen

Dann hast Du die Frage hingeworfen, ohne Antwort darauf zu geben, wie sich ein Beichtvater verhalten soll, so als wolltest Du die Büchse der Pandora öffnen, da Du genau weißt, daß es Hunderte von Priestern gibt, die den falschen Rat geben, das Konkubinat fortzusetzen. Warum hat uns mein Papst, mein geliebter Papst nicht mit wenigen Worten gesagt, was in Fällen wie diesem zu raten ist, anstatt in den ehrlichen Herzen Zweifel zu wecken?

Ich habe Kardinal Bergoglio fast auf familiäre Weise kennengelernt und bin getreue Zeugin der Tatsache, daß er ein intelligenter, sympathischer, spontaner, witziger und scharfsinniger Mann ist. Aber es gefällt mir nicht, daß die Presse jede Wortmeldung und jeden Scherz von Dir veröffentlicht, weil Du kein Dorfpfarrer bist; Du bist nicht mehr der Erzbischof von Buenos Aires; Du bist jetzt der Papst! Und jedes Wort das Du als Papst sagst, erhält für viele, die Dich lesen und hören, den Wert des ordentlichen Lehramtes.

Ich habe bereits zuviel geschrieben und von Deiner kostbaren Zeit in Anspruch genommen, mein guter Papst. Ich denke, mit den Beispielen, die ich Dir gesagt habe (wobei es viele weitere gäbe), meinen Schmerz erklärt zu haben, den ich wegen der Ungewißheit und Ratlosigkeit durchleide.

Nur Du kannst mir helfen. Ich brauche einen Führer, der meine Schritte erleuchtet auf der Grundlage dessen, was die Kirche immer gesagt hat; der mit Mut und Klarheit spricht; der nicht beleidigt, wer sich bemüht, dem Auftrag Jesu treu zu sein; der „Brot zum Brot, Wein zum Wein“ sagt, und „Sünde“ zur Sünde und „Tugend“ zur Tugend, auch wenn er damit seine Popularität aufs Spiel setzen sollte. Ich brauche Deine Weisheit, Deine Entschlossenheit und Klarheit. Ich ersuche Dich um Hilfe, bitte, weil ich sehr leide.

Du verwirrst nicht nur den Feind, sondern auch uns

Ich weiß, daß Dir Gott einen scharfen Verstand geschenkt hat, und so habe ich mir, beim Versuch mich selbst zu trösten, vorgestellt, daß alles, was Du tust und was Du sagst, Teil einer Strategie ist, um den Feind zu verwirren, indem Du Dich vor ihm mit der weißen Fahne zeigst und damit erreichst, daß er seine Deckung verläßt. Aber es wäre mir lieber, wenn Du Deine Strategie mit jenen teilen würdest, die an Deiner Seite kämpfen, weil Du sonst nicht nur den Feind verwirrst, sondern auch uns, die wir nicht mehr wissen, wo unser Hauptquartier ist und wo genau die feindliche Linie verläuft.

Ich danke Dir noch einmal für alles Gute, das Du getan hast und was Du in feierlicher Weise gesagt hast, denn es hat uns sehr geholfen. Deine Worte haben uns bewegt und einen Impuls gegeben, noch mehr zu lieben und immer zu lieben, besser zu lieben und der ganzen Welt das liebevolle Antlitz Jesu zu zeigen.

Ich schicke Dir eine sehr liebevolle, kindliche Umarmung mit der Gewißheit meines Gebets. Ich bitte auch um das Deine für mich und für meine Familie, von der ich ein Foto beilege, damit Du unsere Gesichter kennst, wenn Du für uns betest.

Deine Tochter, die Dich liebt und jeden Tag für Dich betet.

Lucrecia Rego de Planas

Einleitung und Übersetzung: Giuseppe Nardi
Bild: Panorama cattolico

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Zuwendungsübersicht
  1. Papst Franziskus gebrauchte am 8. Mai 2013 in seiner Ansprache an die Generaloberinnen katholischer Frauenorden das italienische Wort „zittelle“, das sowohl „ehelose“ Frauen als auch „alte Jungfern“ bedeutet. []
magda

ein wunderbarer Brief! Mir fehlen die Worte, um meine Bewunderung auszudrücken.

Otto Schmidt
„einen ganz persönlichen und langen Brief. Darin klagt sie ihm ihr ganzes Leid über sein Pontifikat und die Art, wie er das Petrusamt ausfüllt.Ein dramatisches Zeitdokument, das den Schreiben der Heiligen Hildegard von Bingen oder Katharina von Siena an Bedeutung um nichts nachsteht.“ steht in dem Artikel Ich frage mich bei aller Begeisterung für diesen Brief dennoch: Ob man, auch wenn man statt wohlwollend nunmehr dem Papst gegenüber kritisch ist, einen PERSONLICHEN Brief abdrucken muss? Zum Vergleich mit Hilgegard von Bingen und Katharina von Siena: Ob man direkt zur Zeit, wo die Briefe geschrieben wurden, diese in der ganzen Kirche… weiter lesen »
Lovult

Ich glaube Sie haben eines übersehen. Der Brief wurde von der Autorin selbst veröffentlicht, er ist also explizit kein persönlicher, sondern ein öffentlicher Brief, mithin also eine ganz gezielte öffentliche Anklage des Papstes. Diese Form der öffentlch vorgetragenen Kritik am Nachfolger Petri hat mich bei seinen Vorgängern gestört und stört mich auch jetzt. Sie beschädigt das von Gott selbst eingesetzte höchste Amt unserer Kirche.

Otto Schmidt
Danke Herr Lovult, dass Sie mich darauf aufmerksam machen, dass ich es übersehen habe. Verzeihen Sie! Das macht das Ganze noch ethisch fragwürdiger. Ebenso die Beurteilung oben: „Ein dramatisches Zeitdokument, das den Schreiben der Heiligen Hildegard von Bingen oder Katharina von Siena an Bedeutung um nichts nachsteht.“ Kritik sollte in Demut und Zurückhaltung und ohne persönliche Schwächen auszubreiten in aller Sachlichkeit geschehen mit dem Ziel eine Veränderung zum im Willen des Herrn Liegendem herbeizuführen. Wir sollten uns fragen, wenn wir jemanden kritisieren, was wir erreichen wollen. In diesem Fall gehe ich wohlwollend davon aus, dass die Verfasserin ein Umdenken des… weiter lesen »
Regino
den Worten von Lucrecia rege de Planas kann ich mich nur anschließen. Ich glaube sie schreibt das, was viele bewegt. Auch ich verstehe Franziskus nicht. Mit großer Ehrfurcht habe ich das gelesen, was seine Vorgänger in meiner Lebenszeit von Benedikt XVI bis Pius XII geschrieben haben und ich habe ihre Lehren als die Wahrheit erkannt. Aber bei der Lehre und den Worten des Franziskus kommt der Zweifel. Wir brauchen die Kontinuiutät oder Verlässlichkeit, die uns sagt, dass das was gestern richtig war, es auch morgen sein wird. Wir erwarten eine Lehre von einem Gott – und das und nur das… weiter lesen »
Leo Laemmlein

Wie konnte jemand, der dem Herrn im allerheiligsten Altarsakrament die Ehrfurcht verweigert, Bischof, Erzbischof und Kardinal werden? Wer beantwortet diese Frage?

hicesthodie
„That is the question!“ And: „Whether ’tis nobler in the mind to suffer The slings and arrows of outrageous fortune, Or to take arms against a sea of troubles, And by opposing, end them? (…) And makes us rather bear those ills we have Than fly to others that we know not of? Thus conscience does make cowards of us all; And thus the native hue of resolution Is sicklied o’er with the pale cast of thought, And enterprises of great pith and moment With this regard their currents turn awry, And lose the name of action.“ (Hamlet, Monolog, 3.… weiter lesen »
borkard

Was für ein schöner und weiser Brief…

Marienzweig

Teilweise sehr südländisch theatralisch und öffentlichkeitswirksam formuliert, aber inhaltlich vollkommen zutreffend.
Soviel Verwirrung in so kurzer Zeit habe ich noch bei keinem der Vorgänger-Päpste empfunden.
Früher, unter Papst Benedikt, habe ich mir selten den Sonntags-Angelus sowie die Mittwochs-Audienzen entgehen lassen.
Heute verspüre ich kaum den Ansporn, extra deswegen das TV-Gerät einzuschalten.
Nur gut, dass ich „meine“ Ortskirche (wenn ich so anmaßend sagen darf), habe, mich still in sie setzen darf und sie als Heimat empfinde und noch zwei oder drei andere kirchliche Orte, wo ich mich hinflüchten kann.
Von Rom erfahre ich im Moment nur wenig Halt, nur Verunsicherung!

Irene Köhler

Mir gehts genau so und allen meinen Freunden

arrow

Dass Franz den Feind täuscht, damit der Feind seine Deckung verläßt, ist eine Theorie, die ich für mich verworfen habe. Eine solche Strategie braucht man höchstens, um einen überlegenen Feind zu schlagen. Wer aber die Sakramente und den Rosenkranz brutalstmöglich einzusetzen bereit ist, muss den Widersacher und seine Schergen nicht fürchten. Es fehlt bei Franz einfach an der Bereitschaft, die unbezwingbaren Waffen der Kirche ins Feld zu führen.

DL

richtig!

Franziskaner

„… schrieb dem Papst am 23. September einen ganz persönlichen und langen Brief“ das ist aber wirklich ein GANZ persönlicher Brief, wenn sie in selber anschließend im Internet veröffentlicht.
Hauptsache den Papst diskreditieren……

Marienzweig

Ihr Einwand ist berechtigt.
Einen Brief zu schreiben und ihn später zu veröffentlichen, entspricht nicht der Natur eines ganz persönlich gehaltenen Briefes.
Es könnte sich aber auch um eine Art Offenen Brief an Papst Franziskus gehandelt haben.
Wie dem auch sei!
Was hätte dagegen gesprochen, wenn ihr Papst Franziskus geantwortet hätte und auf ihre vorgebrachten Einwände eingegangen wäre?
Er hätte ihr damit Ängste nehmen können.
Wir wissen, dass Papst Franziskus doch gerne Briefe schreibt und beantwortet, warum also nicht auch an eine Frau, die ihm ihre Verunsicherung schildert.
Schade um diese vertane Chance!
Pace e bene!

Schatzgräber
Natürlich, es ist die literarische Form eines persönlichen Briefes, aber mit großer Hochachtung und wirklichem Schmerz geschrieben. Die Autorin drückt das Empfinden vieler aus, und die angeführten Tatsachen kann niemand leugnen. Es nützt keinem, am wenigsten dem Papst selber, wenn das alles unter dem Teppich gehalten wird und mit unterwürfigen Gehorsamsgesten verschwiegen wird. Diese ganze servile Bewunderung bringt nur Wasser auf die Mühlen dieses Strebens nach Aufmerksamkeit und persönlicher Anerkennung. Es bringt auch nichts, über diese Aussagen die Nase zu rümpfen und sich an einem einzigen Begriff (ganz persönlich) aufzuhalten. Spannend bleibt, wie der Papst darauf reagieren wird und was… weiter lesen »
defendor
Lucrecia Rego de Planas hat sicherlich im Namen Vieler diese beeindruckenden Zeilen geschrieben. Sehr schön hat ein Kirchenvater – der hl. Vinzenz v. Lerin ( gest. vor 450 ) – in seiner Schrift „Commonitorium“ ( Kapitel „Fortschritt im Glauben ) die unabdingbare Notwendigkeit des Festhaltens an der hl. Überlieferung / der hl. Tradition dargelegt: - „Die Kirche Christi aber, die eifrige und sorgsame Wächterin der bei ihr hinterlegten Glaubenslehren, ändert an ihnen niemals etwas, nimmt nichts hinweg und tut nichts hinzu; sie schneidet Notwendiges nicht ab und fügt Überflüssiges nicht bei; sie läßt das Ihrige nicht fahren und eignet sich… weiter lesen »
Torsten
Ich hoffe doch es besteht kein Zweifel, dass der Nachfolger Petri wie seine Vorgänger vom Heiligen Geist erfüllt ist. Es ist wirklich traurig zu sehen, dass Schafe ihren Hirten in dieser Art und Weise diffamieren. Vor einem Jahr wäre man von den gleichen Leuten für jegliche Kritik am Papst öffentlich gesteinigt worden, die hier applaudieren; es hat sich wahrlich einiges geändert im Jahr 2013. Ich bete für unseren Heiligen Vater, dass er Kraft und Zeit genug hat, meine geliebte Kirche wieder aufzurichten. Die harsche Kritik von seiten der Piusbrüder oder auch einer unbedeutenden Mexikanerin geben mir die Hoffnung, dass er… weiter lesen »
hicesthodie

„Es ist wirklich traurig zu sehen, dass Schafe ihren Hirten in dieser Art und Weise diffamieren.“

Hier von Diffamierung zu schreiben, ist wirklich ein starkes Stück! Richten Sie Ihre Kritik besser gen Limburg oder Augsburg, da träfe sie ins Schwarze!

GW
Ja, wenn die Kirche der ‚Wiederaufrichtung‘ bedarf (und das tut sie!) – wie ist sie denn überhaupt in diese Lage geraten? Oder Thema ‚Kurienreform‘ – wir haben ja bereits ZWEI postkonziliare „Kurienreformen“ gehabt, die von 1967 und die von 1988, ganz „im Sinne des Konzils“; und danach lief alles „bestens“ … – nach 5o Jahren Reformen über Reformen jetzt immer noch nach noch mehr „Reformen“ (in demselben Geist … oder vielmehr Ungeist) zu schreien, ist doch in Wirklichkeit eine Bankrotterklärung, oder extreme Sturheit und Wirklichkeitsverweigerung; denn, „rein-rechtlich“ müßte doch jetzt, in dieser „neupfingstlich-nachkonziliaren Kirche“ alles nur so strahlen und blühen… weiter lesen »
zeitschnur
Wenn ein Papst ein multipler Widersacher der überlieferten Lehre und Liturgie ist und darin seinen päpstlichen Vorgängern augenfällig entgegensteht, dann können alleine aus logischen Gründen nicht alle diese Väter mit dem Hl. Geist erfüllt sein. Soweit so klar? Also und nun weiter: wer ist dann wohl eher anzuzweifeln: der eine am Ende der Zeiten, der nun alles durcheinander bringt (aus logischen Gründen – bitte Vernunft gebrauchen, denn das ist gut-katholisch) oder die Päpste die 2000 Jahre davor einschl. unseres Herrn Jesus Christus? Sie können gerne für F. votieren – ich bleibe bei meinem Herrn und denen, die ihm durch die… weiter lesen »
Torsten
Genau, 1+1 bleibt 2 trotz eines Papstes. Das dachte ich mir auch oft während der letzten 8 Jahre. Ich hätte mich aber nicht erdreistet, Benedikt XVI öffentlich derart in den Dreck zu ziehen wie manche jetzt Franziskus. Da wünsche ich mir doch etwas mehr Ehrfurcht vor dem Amt und der ungeheueren Verantwortung. Aus logischen Gründen – bitte Vernunft gebrauchen – konnte in den letzten 2000 Jahren nicht immer alles in bester Ordnung gewesen sein mit der Kirche. Sonst hätte es nie Päpste, Schismen und Reformationen gegeben. Die Päpste der Renaissance sind alle getreulich dem Herrn Jesus Christus gefolgt? Ich spreche… weiter lesen »
zeitschnur
Ja, schön – weisen Sie erst mal nach, dass Benedikt der Lehre widersprochen hat: Sie werden es nicht können. Es kommt hier auf klare, trennscharfe und absolut sachbezogene Argumente an und nicht auf gefühlte Unlust bei Bendikt, der an die eigentliche Lehre erinnert hat. Klar passt das Ihnen und vielen anderen nicht – bloß: warum – und dann wird es interessant!!! Auch das gehört zum sauberen Arbeiten der Vernunft, dass man erst mal sieht, was denn Sache ist. Sie argumentieren rein ad personam: Sie huldigen einer Person um der Person willen und weil sie Ihren persönlichen Wünschen offenbar entgegenkommt. Leider… weiter lesen »
Torsten
Ich bin kein Theologe, sondern nur ein Laie – die braucht die Kirche schließlich auch. Ja, ich hatte eine gefühlte Unlust bei Benedikt, und ich habe nie behauptet, dass er von einer „eigentlichen Lehre“ abgewichen wäre. Da mir gar nicht einmal klar ist, was denn die eigentliche Lehre ist. Erklären Sie es mir Unwissendem! Was ist die eigentliche Lehre der Kirche, und wer legt sie fest? Das ist eine ernst gemeinte Frage, versuchen Sie es! Änderungen unterworfen waren Theologie, Liturgie und Moral der Kirche zu allen Zeiten – Festhalten an der Tradition alleine reicht also zur Definition nicht. Abkehr vom… weiter lesen »
zeitschnur
@ Torsten 14.30 – tut mir leid, aber das ist Unsinn… die Lehre der Kirche ist keine Geschmacks- und keine Interpretationsfrage. Wenn ein Lehrsatz A sagt, meint er A und nichts anderes. Die Kirche über die Jahrtausende weg hat die klare, von Anfang an vorhandene Lehre in Dogmen und Verwerfungen formuliert und entfaltet. Das ist das Surrogat aus der biblischen und mündlichen apostolischen und mystischen Überlieferung. Das ist verbindlich und weder meine persönliche Vorliebe noch die sonst eines Menschen – es handelt sich hier um göttliches Recht. Daran kann – sofern man bei klarem Verstand ist – nicht gedeutelt werden.… weiter lesen »
IMEK
2000 Jahre haben der Heiligkeit der Einen katholischen und apostolischen Kirche nichts anhaben können, denn unser Herr Jesus Christus ist ihr Haupt und der Heilige Geist ihr Regent. Kein Papst der Renaissance hat sich auch nur einen Abstrich oder eine Hinzufügung am überlieferten Glauben geleistet auch wenn ihr Gebaren noch so anstößig gewesen sein mag. Das ungute Tun eben dieser Päpste wird auch heute noch kritisiert. Bereits der Heilige Apostel Paulus hat den Heiligen Petrus kritisiert und er tat es bestimmt und mit dem nötigen Respekt. Sehr präsent ist wie versucht wurde Papst Benedikt XVI `in den Dreck zu ziehen`… weiter lesen »
PigRace

Danke!

michael

Bravo, bravo, bravo jedes Wort ein Treffer.
Der Papst ist der Papst keine Frage, aber wenn er solches wie og. tut, muß man ihm NICHT folgen, insofern bin ich aus ganzem Herzen bei der FSSPX.

Nikolaus von der Auferstehung

Gott segne diese großartige Frau! Besser als alle Interviews mit kirchenfeindlichen Zeitungen und Personen, wäre es, dieser Frau zu antworten und ihr als Oberhirte zu danken.

Chris
Es ist schon ein wahres Kreuz mit den traditionalistischen Christen: Sie können nicht zwischen den Zeilen lesen und interpretieren, um das Gemeinte zu verstehen, sie brauchen daher stete Anleitung des Pontifex, um die Glaubenslehre sicher verkünden zu können, sonst verstehen sie alles wörtlich. Sie brauchen das Gefühl, zu jeder Zeit mit dem Pontifex übereinzustimmen (oder sollte man besser sagen, dass der Pontifex mit ihnen übereinstimmt ?), anstatt zu prüfen, ob sie der Umkehr bedürfen; sie schreiben einen Brief voller Gift an den heiligen Vater und behaupten scheinheilig, es aus Liebe zur Kirche zu tun. Sie schauen nicht auf den Grund… weiter lesen »
hicesthodie
Ui, gut gebrüllt, Löwe! Aber ich denke vielmehr, manche „traditionalistischen Christen“, können nur zu gut zwischen den Zeilen lesen und verstehen hinter allen vordergründigen Armutsgesten und aller so menschlichen Barmherzigkeitsverkündigung ohne Erwähnung der Reue als conditio sine qua non sehr gut, was eigentlich gemeint ist. Und gerade daher begehren sie auf. Dass dies die Berufsprogressisten, die ihrerseits von antirömisch Affektierten plötzlich zu Papolatreuten mutieren und die plena potestas Lehre für ihre Zwecke neu entdecken, zutiefst verstört und verärgert, ist begreiflich. Im Übrigen fürchte ich, dass man am Ende direkt und ohne Umschweife bei Luther ankommt, wenn man diesem Papst und… weiter lesen »
michael

Danke für die Antwort!

Marianna

Jesus sagt: Euer „Ja“ sei ein „Ja“ und euer „Nein“ ein „Nein“, alles Übrige kommt vom Böse….“

Vielleicht ist mein IQ zu niedrig, um diesen Papst zu verstehen, hatte allerdings keine Schwierigkeiten die Lehrschreiben und Reden seiner Vorgänger zu verstehen.

nach jesuitischer Art alles auf drei Punkte zu bringen, bin ich nun soweit mit meinem- wahrscheinlich beschränktem- Intellekt:
1. er täuscht die Feinde der Kath. Kirche
2. oder er täuscht die treuherzig Gläubigen
3. oder – mit allem Respekt-: er tickt nicht richtig

dennoch oder gerade deshalb will ich täglich für ihn beten.

hedi züger

da möchte ich doch voll und ganz zustimmen-Sophisterei oder sture Rechthaberei wird nie zu Ende kommenes sind die Zeichen eines egomanen, machtbesessenen Menschen- fliegt er zur Türe hinaus, kommt er hinten herein und wenn nicht. so doch ganz sicher nach 30 Jahren,,,,,,
ich habe den neuen Papst nie ganz verstanden-jetzt nach diesemeindrücklichen Brief verstehe ich ihn besser.Die glaubenstreueMexikanerin, Mutter von 9 Kindern,Mathematikprofessorin als unbedeutend hinzustellen ist einfach unanständig!

zeitschnur
Ach Unsinn – „zwischen den Zeilen lesen“, hallo Mister Schulz-von-Thun!! Huhu! Lasst uns spekulieren, jubilieren, drangsalieren und blablasieren… Ein Satz in einer menschlichen Sprache muss eine eindeutige Botschaft haben. das verlangt alleine schon die Liebe und der Respekt vor dem Empfänger der Botschaft. Man muss ja wissen, ob das, was so gesagt wird, auch so gemeint ist. Aber – wie gesagt, das 20. Jh hat eine beachtenswerte Verdummungsarbeit gelesen – jeder liest nur noch hinein und hinaus.versteht alles, bloß nicht mehr den Wortsinn. Wenn Sie mich fragen: wer so denkt, ist auf dem besten Weg in die Klapsmühle. Die F.-Kritiker… weiter lesen »
Seinsheim

Sorry, aber an diesem Brief ist nun wirklich nichts giftig. Liebevoller kann man echt empfundene Kritik gar nicht artikulieren!

DL

Es ist nicht die Aufgabe von Christen andere „zwischen den Zeilen“ lesen zu lassen, sondern klare Standpunkte in einer klaren Rede zu äußern, wie es der Wahrheit zukommt!
Mt 5,37, Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösen.

ecclesia

Großen Ehrfurcht und Respekt vor dieser Frau, sehr mutig! Wenn es nur endlich eine Umkehr bei Papst Franziskus erwirken würde.

Tantumquantum

Als Korrektiv für das hier im Forum gepflegte überkritische Bild von Papst Franziskus möchte ich Ihnen den Artikel von Eduard Habsburg empfehlen, den kath.net kürzlich veröffentlicht hat: „Papst Franziskus und Severin von Noricum – ein Dream Team“. Der Autor nimmt Bezug auf das Reclam-Heft „Vita Sancti Severini“, das den Text des Eugippius samt deutscher Übersetzung bietet. Vielleicht verhilft es Ihnen zu einem differenzierteren Urteil. ,

zeitschnur

O, sind Sie aber belesen! Ich erstarre in Ehrfurcht. Vielleicht haben Sie aber auch die Gnade, uns dennoch, auch ohen dass wir ganze Bücher für Sie lesen müssen, erfahren zu lassen, was Sie nun so undifferenziert an dem obigen Artikel finden…

Regino
@ Torsten: Keiner kritisiert hier unter diesen Zuschriften den Papst um des Papstes Willen, wie es viele der Kirche Fernstehende tun, sondern alle Kritik hat eine Grundursache: Dieser Papst verkündet die Lehre in unverständlicher Sprache und Form. Wir erkennen in seinen Worten nicht mehr die verbindliche Lehre seiner Vorgänger und die Lehre unseres Herren Jesus Christus. Auch wir wissen, dass es in der Vergangenheit Päpste gab, die nicht den Ruf der persönlichen Heiligkeit standen, aber keiner von denen hat die Lehre verfälscht oder unviollkommen verkündet, wie dieses heute geschieht. Wer schaut, was hinter den so glatten Überschriften seiner Reden inhaltlich… weiter lesen »
anonymus

Offenbarung 19, Vers 20!
Dort steht was mit dem Lügenprophet am Ende geschieht…

Mim
Welch ein harter Brief. Jegliche Bescheidenheit von Kardinal Bergoglio/Papst Franziskus wird als Geltungsmacherei beschimpft. Nach allem, was ich bisher über unseren neuen Papst gelesen habe, informiert er sich gern aus erster Hand. Warum bitte muss man Bischöfe mit Exzellenz, Monseñor etc anreden? Jesus selbst ist da Vorbild: Als seine Jünger ihn Rabbi nennen wollte, verwehrte er es ihnen und gestand diese Titel nur Gott zu. Jesus fühlte sich als unser Bruder, nicht als Herr. Er will uns alle – Christen, Muslime, Hindus, Buddhisten … alle Menschen guten Willens unabhängig von ihrer Relitionszugehörigkeit zu unserem Vater führen. Er bereitet uns den… weiter lesen »
Laurentius
Die Anrede ehrt zunächst das Amt und dann erst den Amtsträger. Mit jedem Amt, daß übernommen wird, wird auch gleichzeitig eine entsprechend gestufte Verantwortung übernommen. Gleichzeitig tirtt man in eine Reihe von Vorgängern im Amte ein, die je nach Amtsführung Vorbild oder Mahnung sein können. So ist ein Pius V. sicherlich ein Vorbild in Lebens- und Amtsführung (übrigens einer der erfolgreichsten Refomer, der die „Zeichen der Zeit“ bestens erkannte), während andere wegen ihrer skandalösen „Familienpolitik“ heute eher für RTL-Vierteiler taugen. Wer nun an Pius V. rummeckert, der handelt, da möchte ich Ihnen zustimmen, sündhaft dumm, weil er offensichtlich nicht weiß,… weiter lesen »
zeitschnur
In erster Linie kommt Gott. Das sagen uns schon die drei ersten der 10 Gebote. Wer das nicht begreift, der versteht auch nichts vom Menschen. Nur wer Gott – entsprechend dem Liebesgebot – zuerst und mit aller Kraft liebt, versteht allmählich, was Nächstenliebe ist. Nächstenliebe ist die Sorge um das Seelenheil des anderen. Man muss den begründeten Verdacht haben, dass viel der angeblichen „sozialen Liebe“ nichts weiter als die Nutzung eines Geschwächten als persönliche Projektionsfläche zur Selbstabsolution ist („Seht, ich bin demütig und helfe, das muss dann auch Gott einsehen…“) Dass dieser andere auch gelegentlich vielleicht materielle Hilfe braucht, ist… weiter lesen »
Ecclesiastica

Genau das ist die richtige Definition: Erst Gottes,- dann Nächstenliebe. Wer Gott nicht von ganzem Herzen liebt, kann weder den Nächsten lieben, noch diesem adäquat helfen, denn seine Ausgangsposition ist dann die untauglichste die man sich denken kann!

Seinsheim
„In erster Linie zählt der Mensch. Und die Liebe zu den Menschen“ Nein!! Das ist die verquere nachkonziliare Anthropozentrik. In erster Linie zählt Gott. Und die Liebe zu Gott. Daraus ergibt sich dann auch die Liebe zum Nächsten und auch die Feindesliebe. Und ja, der Mensch muss der Liturgie dienen, denn der Mensch macht nicht die Liturgie, sondern in der Liturgie handelt Christus. Das ist ja das Rieseneldend, dass wir Gott heute vom Menschen denken und nicht den Menschen von Gott!! Und eben darum hat Benedikt XVI. von uns eine „kopernikanische Wende“ des Denkens gefordert. Wir müssen Gott wieder zum… weiter lesen »
Gabriela
Ja, das ist doch aber ganz einfach: ich glaube an Gott und weiß – habe gelernt-, was wir tun sollen in unserem Leben, nämlich den Nächsten lieben wie uns selbst. Geh mit deinem Nächsten so um, wie Du selbst erwartest, dass mit dir umgegangen wird, wenn du deinen Weg gehst, in Freud und Leid. Freu dich mit dem Anderen, und hilf ihm, wenn er was braucht. Dem Ursprung und Grund meines Lebens sollte ich mit meinem Tun danken, und das Tun ist Lob Gottes, wenn es in Seinem Namen und im Gebet /Gespräch mit Gott geschieht. Großer Worte bedarf Gott… weiter lesen »
GW
@ Mim, zu Ihren Aussagen: „Jesus selbst ist da Vorbild: Als seine Jünger ihn Rabbi nennen wollte, verwehrte er es ihnen und gestand diese Titel nur Gott zu [das hört sich nach Zweifeln an der Gottheit Christi an!?]. Jesus fühlte sich als unser Bruder, nicht als Herr. Er will uns alle – Christen, Muslime, Hindus, Buddhisten … alle Menschen guten Willens unabhängig von ihrer Relitionszugehörigkeit zu unserem Vater führen“ sowie: „In erster Linie zählt der Mensch. Und die Liebe zu den Menschen, die auch Ausdruck der Liebe zu Gott ist“ – einige Zitate aus dem Neuen Testament, alles Christus-Worte: „Ich… weiter lesen »
GW
Er bereitet uns nicht (nur) den Weg, wie Sie schreiben, sondern Er IST der Weg – der einzige! Hier noch eine andere schöne Stelle aus dem Johannes-Evangelium: „Amen, amen, ich sage euch: Noch ehe Abraham wurde, BIN ICH.“ – Joh 8,58 So hoheitsvoll hätte nicht einmal der größte, Gott am Nächsten stehende Prophet reden dürfen; das wäre anmaßend bis blasphemisch gewesen (und so wurde es ja auch aufgefaßt von Seinen Feinden). Nein, solche Worte stehen nur Gott selbst zu. Wenn Sie nicht (wesentlich^^) älter sind als ich und den „normalen, zeitgenössisch-katholischen Religionsunterricht“ samt der „üblichen, nach-konziliaren Sakramentenvorbereitung“ genossen haben (na… weiter lesen »
IMEK

„Jesus fühlte sich als unser Bruder, nicht als Herr.“
Jesus hält dagegen mit Seinen heiligen Worten: Wer den Willen Gottes erfüllt, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter. Markus 3,35

Würden wir uns alle um den Willen Gottes kümmern, könnte das Reich Gottes kommen.
Nur so wie jetzt, wo eine Selbstverliebtheit der Menschen Vorrang hat und der Sünde gehuldigt wird, dürften wir weit davon entfernt sein.
Ein Umdenken wäre dringend anzuraten.
Jesus ist der Herr in Ewigkeit. Amen

anonymus

Mann Thorsten, das steht ja alles oben im Brief wo Franz der Katholische Lehre widerspricht!

Torsten

Ich habe den „Brief“ mehrmals sehr aufmerksam gelesen und es nicht entdeckt.

Leonessa

Das spricht – mit Verlaub – weniger gegen den Brief als gegen Sie.

Torsten

So muss es wohl sein.

Mim

Torsten, Papst Franziskus entspricht einfach nicht den traditionalistischen katholischen Christen, die in ihrer Engstirnigkeit neue Gedanken nicht vertragen. Neues bedeutet Veränderung – und Veränderung macht sie krank.

Es gab eine Prophezeiung, dass nach Papst JP II ein noch konservativerer Papst komme (B XVI), danach ein weltoffener Papst, den ich in Franziskus sehe. Ich freue mich über diesen Papst.

Armin

@Mim: Vermutlich freuen sie sich über Franziskus, genauso wie es die Feinde Gottes unseres Herrn und seiner Kirche ebenfalls tun.

Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen.

arrow

Wie „engstirnig“ sind denn Leute, die den Franziskanern der Immaculata verbieten, das Heilige Meßopfer darzubringen?

GW
Was für eine „Prophezeiung“ denn? Und wer sind denn in Wirklichkeit die „Engstirnigen“, die „Betonköpfe“, die „Ewig-Gestrigen“? Nicht vielmehr diejenigen, die, obwohl längst durch die (traurige!) Wirklichkeit widerlegt, immer noch höchst engstirnig und betonköpfig an alt und schal gewordenen Konzepten aus den 6o-er- oder 7o-er-Jahren festhalten? Man möchte jenen am liebsten zurufen: „Ihr hattet jetzt 5o Jahre lang Zeit, die Kirche in euer ‚neues Pfingsten‘, in die, wie ihr voller Stolz und Anmaßung meintet, ‚neue, nun wirklich endgültig nach-konstantinische und (-tridentinische) Ära‘ zu führen und zu beweisen, daß ihr wirklich alles besser könnt und wißt als die von euch so… weiter lesen »
GW
Oder ist das jetzt zu heftig? – Es ist ja an niemand Bestimmten adressiert, auch an keinen der Mitdiskutanten hier (auch nicht an Mim, dessen / deren Worte allerdings auch … der Deutlichkeit nicht entbehren^^), sondern bewußt allgemein gehalten; ein ‚harter (vlt. zu harter?) Appell‘, ja, und ‚nicht ganz ohne Emotion‘ geschrieben – aber ich will damit selbstverständlich niemanden persönlich beleidigen! Mich „nerven“ nur diese ewigen, mittlerweile uralten Clichés wie ‚Engstirnigkeit‘, ‚Sturheit‘ oder ‚Gestrigkeit‘, mit denen nun schon seit so vielen Jahrzehnten eine Mehrheit versucht, eine Minderheit (noch – hoffentlich nicht mehr lange!^^) in eine bestimmte Ecke zu stellen, ja,… weiter lesen »
zeitschnur
Nicht zu heftig, aber sehr leidenschaftlich…und wahr… Ich verstehe Sie: man hat das Gequatsche dieser verknöcherten Modernisen aus dem Jahre Anno dunnemals einfach satt, die einfach nicht begreifen, dass sie Äonen hintndran und ihre Ideale gescheitert sind. Die katholische Glaubens-Achse verläuft im übrigen nicht zwischen Konservativ und Fortschrittlich, sondern zwischen Wahr und Falsch. Wer sich ein bisschen auskennt, muss zugeben, dass Glaubenstreue in der Kirche fast immer mit Frische, Innovationskraft und sehr oft auch mit einer gewissen „Abgefahrenheit“ (wie man heute originelle Sachen nennt) verbunden war. Die Reformschreihälse sind die heutigen „Konservativen“, die „Konservativen“ sind auch „Konservative“ und die Traditionsverbundenen… weiter lesen »
hicesthodie

Zu hart!? Es ist die reine Wahrheit, was Sie da schreiben! Die Zeit der Konzilsbetonköpfe ist abgelaufen, auch wenn diese das nicht wahrhaben wollen und lieber mit fliegenden Fahnen in den Untergang des Relativismus und Weltethos flüchten, anstatt der lebendigen Tradition Entfaltungsmöglichkeiten einzuräumen.

Ulrike

Wenn Sie schon von Prophezeihungen sprechen: Es gibt die Prophezeihung, dass Benedikt der letzte wahre Papst ist.
Man denke sich den Rest dazu…

Wolfram Schrems

Danke für die Publikation dieses Briefes!
Eine sehr gewichtige Stimme.

Möge sich der hl. Vater das zu Herzen nehmen.

Armin

Auch ich möchte mich für Veröffentlichung dieses Briefes bei der Redaktion bedanken. Und ich bin schon gespannt ob, wann und wie der Papst antworten wird. Wobei ja eher zu erwarten ist, das keine Antwort erfolgen wird, denn dann müsste dieser ja über den Inhalt des Briefes nachdenken, und das wird im sicher nicht gefallen, den in diesen steht die Wahrheit.

Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

zeitschnur

Oder es kommt so ein Schwafelbrief, formuliert nach den neuesten Regeln des „Beschwerdemanagements“. Und F. lernt, dass er sein falsches Spiel noch subtiler anpacken muss, wo ihm doch allmählich die etwas helleren Köpfe auf die Spur gekommen sind…

Regino
@Mim Ich fürchte Sie verstehen Einiges falsch, wenn Sie glauben den Traditionalisten nur Engstirnigkeit vorwerfen zu müssen und schon ist das Problem gelöst. Die, die Sie mit einem gewissen Unterton Traditionalisten nennen, glauben, dass die Kirche auf zwei Säulen ruht, der Schrift und der traditionellen Überlieferung. Über diesen Glauben bestand auch bisher Grundkonsenz bei den Katholiken und die sogenannten Traditionalisten berufen sich auf das bisherige Selbstverständnis der Kirche. Sie gehen davon aus, dass das, was Gott uns als gebunden überliefert hat und was der Papst kraft seiner Gewalt gebunden oder gelöst hat, in der Tat nicht verhandelbar ist. Soviel zur… weiter lesen »
ecclesia

„Die in ihrer Engstirnigkeit neue Gedanken nicht vertragen“, warum sagen sie so etwas @Mim?; es geht hier nicht um Engstirnigkeit, es geht um den wahren katholischen Glauben, um die reine Lehre der Kirche, und der wahre Glaube ist immerwährend, ist unveränderlich. Ich denke, diese mexikanische Frau hat eindrucksvoll geschildert wo die Fehler und Irrtümer liegen. Lesen sie nochmals den Brief.

Mim
Den Brief habe ich gelesen -und er hat mich erschüttert. So tief, dass ich antworten musste. Eine einzige Klage, dass Papst Franziskus nicht ihre Erwartungen an ihr Bischofsbild erfüllt, sondern sich bemüht, einfacher zu leben als seine Vorgänger. Und das auch sichtbar macht. Dass er offen ist für andere Meinungen, mit Andersdenkenden und Katholiken auf Augenhöhe spricht. Und sich nicht wie ein Monarch aufführt. Es läuft vieles falsch in der Kirche – nicht nur der katholischen. Und wenn sich unser neuer Papst dazu aufrafft, mal aufzuräumen, ist das nur zu begrüßen. Und anstatt andauernd mit Steinen auf ihn zu werfen,… weiter lesen »
T. de Ahumada

„… sich bemüht, einfacher zu leben als seine Vorgänger.“

Oder eher: …sich bemüht, dass sein Lebensstil einfacher erscheint, als der seiner Vorgänger.

Man kann auch viel Aufwand betreiben, damit etwas „arm“ aussieht. Christliche Armut kokettiert nicht damit.

hedi züger

haben Sie nicht eben selbst gerichtet?

zeitschnur

O nein bitte nicht diese Plattitüde vom „Richtet nicht auf dass ihr…“. Das haben wir jetzt seit 50 Jahren hören müssen, wenn wir einmal einen klaren Gedanken ausgesprochen haben.

Denn: jeder klare, intelligente, eindeutige Satz ist … zu hart, eine Verurteilung, blabla.

Okay – aber so braucht man nicht weiterzureden.
Steine auf F? Aufräumen? Aufraffen, aufzuräumen.
Ach, Mim, wachen Sie doch auf!
Niemand wirft Steine, aber viele äußern Befürchtungen, sind empört über konkrete Vorkommnisse und inzwischen müsste wirklich jedem dämmern, dass dieser Papst nicht „aufräumt“, sondern alles zertrümmert…

ffeuerwehr
Wie an allen vorangegangenen Kommentaren unschwer erkennbar ist – man mag von dem neuen Stil halten, was man will – factum est: er polarisiert! Ein Kompliment, das man bis dato nur Bischöfen gemacht hat, die von der veröffentlichten Meinung ins konservative Eck gedrängt worden sind. Demnach müsste Franziskus ein „erzkonservativer“ sein. Bleibt bei mir die einzige Sorge, dass dadurch die Gräben nicht überwunden werden, sondern die Spaltung, in die wir uns seit 40 Jahren immer tiefer verrannt haben, weiter vorangetrieben wird. Und diesmal geht wahrscheinlich nicht mehr so glimpflich ab, wie vor 25 Jahren mit den Piusbrüdern. Gott schütze seine… weiter lesen »
Torsten

„Gott schütze seine arme Kirche vor allen Verwirrungen und Verirrungen!“

Dem kann ich mich ohne Wenn und Aber anschließen. Dass ein Pontifex polarisiert, ist übrigens wahrlich kein Novum.

Martin
Diese Meinungen von Mim, Thorsten und Gleichgesinnten sind schon sehr Aufschlußreich. Sie spiegeln wieder das Chaos welches nach dem 2. V . entstanden ist. Eigentlich können diese amen Leute nichts dafür ,ein solch verschobenes Gottesbild zu haben . Gott zu lieben, zuehren, und zudanken ist das 1. und höchste Gebot , aber sie setzen den Mitmensch an die erste Stufe, wohlweislich in der Hoffnung von diesem auch zu profitieren. Gott wird erniedrigt, herabgesetzt auf die Stufe wie es einem gerade gefällt. Die Traditionsnisten, die Gott an die erste Stelle setzen , müssen daher solchen Leuten schon sehr quer liegen und… weiter lesen »
Venator

Gott allein weiß, wieviel echte Demut oder eben auch Eitelkeit in den Bescheidenheitsgesten des hl. Vaters wirklich liegen. Es steht uns wohl auch nicht zu, darüber zu urteilen.
Aber ich kann mir nicht helfen. Wenn jemand so etwas Abstruses sagt wie: „die Weltwirtschaft (befindet sich) in der Hand des Zionismus“, dann kann ich ihn nicht mehr ernst nehmen. Dergleichen Äußerungen würde man doch wohl eher auf islamischen Websites erwarten.

Dorothea Schwarz
Die Diskussionen in diesem Forum finde ich sehr niveauvoll und sachlich.Ich finde manchmal gar nicht die Zeit, alle Artikel detailiert durchzulesen. Der Brief ist sehr aufschlussreich. Allerdings verstehe ich nicht, dass Frau Lucrecia Rego im 6. Abschnitt des Briefes „Mir gefallen Deine offiziellen Ansprachen sehr (die an die Politiker, die Gynäkologen, die Journalisten, zum Weltfriedenstag usw.) und Deine Predigten an den Festtagen, denn in ihnen erkennt man eine minutiöse Vorbereitung und eine tiefe Meditation in jedem darin gebrauchten Wort. Deine Worte und diese ………““ ein Loblied auf Papst F. singt, um später all die für uns so unbegreiflichen Handlungen, Worte… weiter lesen »
Laurentius

Liebe Dorothea,

man kann es nicht oft genug sagen!
Ganz aktuell ist bei „Una voce“ ein Sonderdruck mit einem Vortrag von Martin Mosebach erschienen, den er auf Einladung des Limburger Bischofs (sic!) in diesem Jahr in Frankfurt/Main gehalten hat:
Das Paradies auf Erden. Liturgie als Fenster zum Jenseits.
Für alle, die nicht „engstirnig“ oder „verbohrt“ sind, die auch mal die Provokation lieben!
Lesen, meditieren und neu Denken lernen, liebe „Fortschrittlichen“!

GW
Noch ein Gedanke über die Leugnung der Gottheit Christi: Würde ich „nur“ an einen Schöpfergott glauben, jedoch nicht an die Gottheit Jesu, aber „im Wesentlichen für authentisch“ halten, was in den Evangelien geschrieben steht, zumindest im Bezug auf die Reden und insbesondere die Selbstaussagen Jesu, dann wäre (alles in dickem Irrealis!!) ich doch vor meinem Gewissen und in Ehrfurcht vor Gott gezwungen, den Menschen Jesus von Nazareth abzulehnen, d.h. dürfte in ihm nicht einmal mehr „nur“ einen Propheten, einen Gott sehr nahestehenden, vorbildlichen und begnadeten Menschen sehen; wäre logisch völlig unmöglich, denn dieser Mensch sagt – (dann) im vollen Bewußtsein… weiter lesen »
GW
Oder ich beharre darauf, daß Jesus ein Prophet war und in göttlichem Auftrag sprach (nur – woher wüßte ich das?), müßte dann aber die Authentizität bzw. die Glaubwürdigkeit der Evangelien generell bezweifeln; denn ich dürfte zwar das eine annehmen (etwa die Seligpreisungen), müßte aber anderes zutiefst ablehnen (wie die Selbstaussagen Jesu, s.o.); in den Evangelien stünde dann Wahres und Falsches zugleich, ich hätte kein Kriterium mehr, zu entscheiden, wüßte nicht mehr, welche Aussagen Jesu nun authentisch sind und welche später „erfunden“; dann hätte ich einen Gott, der sich zwar durch einen menschlichen Propheten, Jesus, offenbaren wollte, es dann aber unterließ,… weiter lesen »
hedi züger

danke für diesen glühenden Beitrag, voller Uèberzeugung und Gottesliebe .Bitte lassen Sie zu unserer Erbauung ihr feu sacré nie erlöschen.Ihre Glaubenstiefe und ihr messerscharfer Verstand ist für mich ein grandioses Gotteslob.ut glorificetur majestas domini!

zeitschnur
Sie haben es oben zitiert: „Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen! Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden.“ – Mk 16,15-16 Der gewöhnliche Mensch reagiert gereizt – man könnte ihm was wegnehmen, absprechen, überstülpen, ihn abwerten wollen.. Der sterbliche Mensch, der nichts hat außer der Möglichkeit, ein paar Jahre das Maul weit aufzureißen, bevor er unweigerlich und ohne gefragt zu werden, wieder verschwinden muss, erhält das Angebot, diesen Zustand aus Gnaden zu überwinden. Nimmt er an, wird er leben, lehnt er ab (auch das Nicht-Entscheiden-Wollen ist… weiter lesen »
Erasmus
Freunde – der Karneval ist vorbei ! Wer Franziskus nicht versteht – versteht Jesus nicht – ja versteht die Kirche auch nicht „ganz“! Ich habe nichts gegen Traditionen – aber wir müssen uns doch vergewissern was von unseren Traditionen ursprünglich christlich ist und was von den Heiden stammt. Wer sich z.B. ein wenig mit der römischen Geschichte auskennt weiß z.B. das ein großer Teil der heute noch gültigen kirchlichen Kleiderordnung aus dem römischen Cäsarentum kommt. Oder der Titel Pontifex Maximus (lat. für „Oberster Priester“; zur Etymologie siehe Pontifex) bezeichnete ursprünglich den obersten Wächter des altrömischen Götterkults (Oberster Priester) und ging… weiter lesen »
Severin von Norikum
Der Brief einer Mutter und Katholikin hat ins Schwarze getroffen. Die meisten Franziskus-Fans beschimpfen de Planas nur, und das auf teils primitive Art (siehe ein bestimmtes österreichisches katholisches Forum). Sie bemühen sich zumindest um sachliche Kritik. Das ehrt Sie. Allerdings zielen auch Sie, wie mir scheint, am Ziel vorbei. Und knapp vorbei ist bekanntlich auch daneben. Aus dem Brief kann ich nicht entnehmen, daß es de Planas um das geht, was Sie ausführlich darstellen, samt apodiktischer Schlußfolgerung. Sie haben die seit der Wahl von Franziskus geführte Diskussion rote Schuhe ja oder nein, Tradition oder nicht, aufgewärmt und in diesem Zusammenhang… weiter lesen »
zeitschnur
Und um darauf zu kommen bedarf es eine Franziskus – nachdem der vorige Papst, der ein erheblich anderes geistliches und intellektuelles Niveau hatte weggemobbt worden ist? Warum werden uns alte Zöpfe ständig als „neue Hüte“ verkauft? Vielleicht haben Sie es ja nicht mitbekommen, aber diese ganze Debatte um eine „Reinigung“ des Glaubens hatten wir schon vor 500 Jahren mit den selben verheerenden Folgen, die wir jetzt haben. Ob man diese oder jene Worte benutzt, diese oder jene Kleiderkonventionen – das ist per se nicht die Frage. Die Frage ist, welche Bedeutung dem allen gegeben wird, welche Transformationen etwas durchlaufen hat… weiter lesen »
BW
„Ich will keine Hirten, die wie Schafe riechen, sondern Schafe, die nicht nach Mist riechen, weil ihr Hirte sie pflegt und sie immer sauberhält.“ Ja, so ist es. Hirte, die wie Schafe riechen sollen? Darin drückt sich das Dilemma der kath. Kirche seit VII aus. Bis VII ging die Richtung von unten nach oben. Danach hat sich das umgekehrt. Früher war der Priester bestrebt, die Leute aus ihrem irdischen Verhaftetsein herauszuholen und hinaufzuführen auf den Berg. Die alte Liturgie drückte es aus: der Priester, der vorne am Altar steht und die Leute im Schlepptau mitnimmt zum Herrn. Heute ist es… weiter lesen »
BW

Insgesamt kann man sagen: solange ein Papst so liebevolle, geistreiche Kritiker hat wie Lucrecia Rego de Planas, solange besteht Hoffnung.

Max

Der Unterschied zwischen Benedikt und Franziskus ist der, dass Benedikt gebetet hat: „Oh Herr, lass diesen Kelch an mir vorübergehen“, während Franziskus darum gebetet hat, dass das Konklave ihn wählt.

Benedikt hat das Kreuz auf sich genommen und Franziskus frönt seinem Narzissmus. Er verzichtet großartig auf seinen Dienstsitz, belegt aber im Gästehaus eine ganze -abgeriegelte- Etage und zwingt Besucher Roms, anderswo teuerer zu wohnen, während seine Dienstwohnung leersteht.

Regine

Als Journalisten Papst Franziskus gefragt hatten, ob er sich gewünscht hätte, Papst zu werden, hat er geantwortet, man müßte verrückt sein, wenn man sich das wünschen würde!
Gott läßt bestimmt nicht zu, daß jemand Papst wird, der in seiner Hybris darum betet, Papst zu werden!

Regine
Zu etlichen Anschuldigungen, die Frau de Planas erhebt, gibt es schon lange Antworten. Der Papst trägt schwarze und keine roten Schuhe, weil er orthopädisches Schuhwerk tragen muß. Wegen Gelenks- und Rückenproblemen kann er sein Knie nicht beugen, beugt sich stattdessen aber nach der Wandlung sehr tief. Letzteres dürfte uns von vielen unserer lieben Alten bekannt sein – der Papst ist immerhin 76 Jahre alt. Beim Gebet für Syrien hat er sich trotzdem kurz hingekniet. Der Papst ist ein großer Verehrer der Eucharistie, und hält jeden Abend eucharistische Anbetung, wie er selbst sagte. Auch hat der Papst sich geäußert, warum er… weiter lesen »
Leopoldus
Der Brief von Lucrecia de Planas hat mir aus dem Herzen gesprochen. Ich bin froh, dass andere auch so denken. Man bekommt ja Zweifel, ob man nicht vielleicht doch etwas übersehen hat, ein Katholik will ja dem Papst treu sein und ihn nicht kritisieren. Aber… Liebe Regine, deshalb einige Fragen und Anmerkungen: 1.) könnten sie mir sagen, wer sagte, daß der Papst schwarze statt rote Schuhe tragen muss „weil er orthopädisches Schuhwerk tragen muß“? Abgesehen davon, er trägt maßgefertigte Schuhe, da könnten sie dann problemlos auch rot angefertigt werden. Die Begründung geht ins Leere. 2.) Wer das sagt, dass er… weiter lesen »
Regine
Lieber Leopoldus, daß der Papst wegen Rücken- und Gelenksproblemen sein Knie nicht beugen kann, ist keine Spekulation. Paul Badde hat dies nur zwei Wochen nach dem Amtsantritt von Papst Franziskus geschrieben. Kath.net hat vor wenigen Tagen in einem eigenen Artikel darüber berichtet. Auf dem Rückflug von Rio hat der Papst im Gespräch mit den Journalisten davon gesprochen, daß er sich eine Ischialgie zugezogen hatte. (Das dürfte ca. 2-3 Monate nach dem Amtsantritt gewesen sein, da sah man ihn einige Tage im Vatikan humpeln). Er sagte, er hätte auf einem Stuhl gesessen, der ihm nicht gut tat. War das vielleicht jener… weiter lesen »
Regine
Frau de Planas hat den Papst mißverstanden, als er davon sprach, daß Hirten den Geruch der Schafe haben sollen. Ein einfaches Beispiel: Ein Bauer, der abends in den Stall geht und sich um seine Tiere kümmert, indem er den Stall ausmistet, die Tiere füttert, sie reinigt, die kranken Tiere verarztet, die Muttertiere melkt oder ihnen beim Werfen hilft, die Zäune und Stalltore überprüft, damit kein Wolf eindringt…, dieser Bauer wird unweigerlich, wenn er ins Haus zurückkehrt, den Geruch der Tiere und des Stalles an sich haben, und unter die Dusche müssen. Er war aber der „gute Hirte“, der sich um… weiter lesen »
Leopoldus
Toll, die Ausführung sind wirklich gut und sehr schön. Vielen Dank. Sie werden aber verstehen, s.o. um es verzweifelt zu sagen (der Herr möge mir verzeihen): Was sollen wir nur mit einem Papst tun, der danach immer jemand braucht, der erklärt, wie er etwas gemeint hat oder nicht. Das ist kein Segen, sondern eine Strafe. Undenkbar bei BXVI. Da stimmen Sie mir sicher zu. Der Schafgeruch ist schon in Ordnung. Ich lese Ihre Interpretation und stimme Ihnen zu. Und ich lese de Planas Bedenken und stimme ihr ebenso zu. Weil die Gedanken jeweils richtig sind. Der Papst, wenn er neue… weiter lesen »
Regine
Aus dem Interview auf dem Rio-Rückflug spricht der Papst davon, daß vieles von dem, was er in den ersten Monaten thematisch angegangen hat, den Wünschen der Kardinale im Konklave entsprochen hat. Er sagte von sich im Konklave: „Ich erinnere mich, daß ich vieles verlangte und dachte, ein anderer würde es werden.“ Vielleicht liegt hier der Grund, warum ihn die Kardinäle gewählt haben. Bei seinem Temperament, Tempo und Ideenreichtum kann man sich gut vorstellen, wieviel er ins Konklave eingebracht hat, und daß ihm die Kardinäle auch zugetraut haben, daß er mit diesen Eigenschaften als Papst geeignet sein könnte, daß er dann… weiter lesen »
Leopoldus
Das klingt alles gut, wie Sie das darlegen und ich möchte Ihnen gerne zustimmen. Dann denke ich kurz nach und der Mut, diesem Papst uneinegschränkt zu applaudieren, schwindet flugs dahin. Die offiziellen Ansprachen sind gut, da teile ich Lucrecia de Planas Zustimmung. Die Interviews sind in substantiellen Teilen ein gefährliches Spiel mit dem Feuer. Stichwörter. Gewissen, Proselytismus, wie er mit einem Wisch die Themen Abtreibung, Euthanasie und Homosexualität vom Tisch fegt. Der Papst hat einen beeindruckenden Instinkt, so zu handeln und so zu sprechen, dass er nicht mit der vorherrschenden liberalen öffentlichen Meinung in Kollision gerät. Kein Zufall. Ganz gezielt.… weiter lesen »
Gabriela

@Leopoldus“…Die Anpassung an die Welt ist eine wilde Verführerin und die Kirche längst in Strömungen zerfallen, die kaum noch unter einen Hut passen. Und wie gesagt, ich sehe noch keine volleren Kirchen, noch keine Änderungen/Bekehrungen, die den ganzen Auf-modern-machen-Klamauk rechtfertigen würden“. Ist Ihnen nicht aufgefallen, dass all diese von Ihnen bedauerten Veränderungen in Kirche und Welt VOR Papst Franziskus ihren Anfang nahmen? Schlimmer kann es doch gar nicht mehr werden!

Anna321
Ich kann Ihnen nur zustimmen, Regine. Ich habe Papst Franziskus, seine Worte und sein Handeln bisher ebenso wie Sie verstanden und war erstaunt, dass Frau De Planas und die meisten Kommentatoren hier einen konträren Eindruck von Papst Franziskus erkennen lassen. Für mich ist Franziskus der erste Papst, der öffentlich demütig und bescheiden (Markus 10, 43) lebt und bekennt, dass er wie wir ein Teil des Leibes Christi auf dem gemeinsamen Weg zu erwachsenen Christen, zur Einheit des Geistes und zu Christus Jesus ist (Epheser 4). Wenn er nicht allein abgeschirmt im Vatikan leben will, sondern in der Umgebung anderer Christen,… weiter lesen »
Anna321
Noch ein Punkt liegt mir am Herzen. Kritisiert wurde, dass Papst Franziskus die Fußwaschung im Gefängnis auch bei muslimischen Gefangenen anwandte. Auf den ersten Blick mag das befremdlich sein, wenn man in der Lage ist, zu erkennen, dass hier Angehörige der „vor Gott falschen Religion“ vom Papst hofiert oder sogar ggf. als gleichwertig anerkannt werden. Der zweite Blick auf diese Geste gegenüber Muslimen ist aber, dass hier tatsächlich Gottes Wille anerkannt wird, insofern Papst Franziskus seine Liebe und sein Mitleid zu allen Menschen zeigt, auch zu denen, die im religiösen Sinn die Gotteskindschaft Jesu und sein Erlösungsopfer nicht anerkennen und… weiter lesen »
Gabriela

Liebe Anna 321 und Regine, Sie sprechen mir aus dem Herzen, Danke für Ihre Beiträge und die wichtigen Informationen hier an dieser Stelle!

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Was für „wichtige Informationen“? Wäre es nicht einfacher, wenn Papst Franziskus unklare, verwirrende Aussagen und Gesten vermeiden würde? Bei BXVI wusste man, dass er sicher nichts gegen das Glaubensgut machen wird. Bei FI ist mir jeden Tag bange, was als nächsten kommen wird. Ausser Verwirrung…. nichts gewesen. Wo haben die Kardinäle nur hingeschaut?? Und Tag um Tag bröckelt die Katholizität, von außen beschossen und korrumpiert, von innen nicht verteidigt…

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