Sandro Magister: Wende und Bruch von Papst Franziskus – Distanz zu Johannes Paul II. und Benedikt XVI.

Papst Franziskus und der Atheist Eugenio Scalfari: revolutionärer Paradigmenwechsel im neuen Pontifikat. Die Distanzierung von Johannes Paul II. und Benedikt XVI.(Rom) Der Vatikanist Sandro Magister sieht in den Interviews mit der Civiltà Cattolica und dem Freimaurer und Atheisten Eugenio Scalfari die Umrisse des Regierungsprogramms für das neue Pontifikat. Ein Programm der „Distanzierung“ von den Vorgängerpäpsten. Papst Franziskus programmatische Aussagen könnten, wie Scalfaris Begeisterung beweise, von jedem Laizisten, Atheisten und Freimaurer angenommen werden. Ist das aber gut so? Oder wirft es nicht Zweifel auf, ob der Kurs des Papstes wirklich der richtige ist? Joseph Ratzinger sagte 1978 zum Tode von Papst Paul VI., ein Papst, der keine Kritik provoziere, hätte seine Aufgabe verfehlt. Franziskus gehe in Worten und Taten bewußt auf Distanz zu seinen Vorgängern und meide alles, was Widerspruch von Seiten der vorherrschenden kirchenfernen öffentlichen Meinung provoziere. Was Papst Franziskus über das autonome Gewissen als letztlich einzige Entscheidungsinstanz sagte, müsse jedes Freimaurerherz höherschlagen lassen, denn das entspreche genau dem, was die Freimaurerei seit bald 300 Jahren durchzusetzen versuche. Der Papst leiste keinen Widerstand gegen ein sich ausbreitendes Menschenbild ohne Gott, das in offenem Widerspruch zum von Gott nach Seinem Ebenbild erschaffenen Menschen steht. Auf dieser Linie der vorherrschenden Meinung zu gefallen, sei auch das Vorgehen von Papst Franziskus gegen die Franziskaner der Immakulata zu sehen. Ein Schritt, den Benedikt XVI. als „Wunde“ bezeichnet habe, die von Papst Franziskus seinem Motu proprio Summorum Pontificum zugefügt worden sei. Dazu gehört vor wenigen Tagen auch die  Entlassung aller Consultoren des Amtes für die liturgischen Feiern des Papstes, die Benedikt XVI. zur Unterstützung seiner liturgischen Erneuerung berufen hatte. Statt Pater Uwe Michael Lang und Don Nicola Bux berief Franziskus Liturgiker, die seinem neuen Zelebrationsstil nahestehen. Katholisches.info erlaubt sich noch die Frage anzufügen, wie und weshalb es überhaupt zu dem „neuen Dialog“ zwischen Papst Franziskus und dem Atheisten Eugenio Scalfari kam, der so programmatische Züge annahm?

Die Wende von Papst Franziskus

Wer verstehen wolle, in welche Richtung Papst Franziskus gehe und worin seine Distanzierung von Benedikt XVI. und aller Vorgängerpäpste bestehe, brauche nur vier Texte zu lesen, die im September für Medienaufsehen sorgten, so der Vatikanist Sandro Magister. Magister analysiert die jüngste Korrespondenz zwischen Papst Franziskus und Benedikt XVI. mit den Atheisten Eugenio Scalfari und Piergiorgio Odifreddi und die erste Sitzung des C8-Kardinalsrats zur Kurienreform. Der Vatikanist meint darin eine „Wende“ des regierenden Papstes, zu erkennen, die einem Bruch und einer Distanzierung von seinen beiden Vorgängerpäpsten Benedikt XVI. und Johannes Paul II. entspricht. „In Wort und Tat“, so Magister. Papst Franziskus besucht am heutigen Freitag Assisi, die Stadt seines Namenspatrons, des Heiligen Franz von Assisi.

Mehr noch als dieser Besuch in Mittelitalien seien vier Medienereignisse im September bezeichnend für das neue Pontifikat, so Magister.

  • Das Interview von Papst Franziskus in der Jesuitenzeitschrift La Civiltà Cattolica
  • Das Schreiben von Papst Franziskus an Eugenio Scalfari, mit dem er auf dessen öffentlich gestellte Fragen antwortete.
  • Das darauf folgende Gesprächsinterview zwischen Papst Franziskus und Eugenio Scalfari.
  • Die Antwort von Benedikt XVI. auf Piergiorgio Odifreddi, einen anderen Vertreter eines militanten Atheismus.

Wer Richtung und Distanzierung von Franziskus verstehen will, muß vier Texte lesen

„Wer verstehen will, in welche Richtung Franziskus gehen will und worin seine Distanzierung von Benedikt XVI. und den anderen Vorgängerpäpsten besteht, braucht nur diese vier Texte zu lesen und zu vergleichen“, so Magister.

Im Civiltà Cattolica-Interview gibt es eine Stelle, die weltweit geradezu als radikaler Bruch nicht nur gegenüber Benedikt XVI., sondern auch gegenüber Johannes Paul II. verstanden wurde.

„Wir können uns nicht nur mit der Frage um die Abtreibung befassen, mit homosexuellen Ehen, mit den Verhütungsmethoden. Das geht nicht. Ich habe nicht viel über diese Sachen gesprochen. Das wurde mir vorgeworfen. Aber wenn man davon spricht, muss man den Kontext beachten. Man kennt ja übrigens die Ansichten der Kirche, und ich bin ein Sohn der Kirche. Aber man muss nicht endlos davon sprechen. Die Lehren, sowohl die dogmatischen als auch die moralischen, sind nicht alle gleichwertig. Eine missionarische Seelsorge ist nicht besessen von der losgelösten Vermittlung einer Vielzahl von Lehren, die mit Nachdruck durchzusetzen sind. Die Verkündigung missionarischer Art konzentriert sich auf das Wesentliche, auf das Notwendige, was auch das ist, was begeistert und am meisten anzieht, das, was das Herz entflammt, wie bei den Jüngern von Emmaus. Wir müssen daher ein neues Gleichgewicht finden, andernfalls läuft auch das moralische Gebäude der Kirche Gefahr, wie ein Kartenhaus einzustürzen, seine Frische und den Geruch des Evangeliums zu verlieren.“

Magister dazu: „Natürlich ist sich Papst Franziskus bewußt, daß auch für die beiden Päpste, die ihm vorangingen, die Verkündigung des Evangeliums die höchste Priorität war; daß für Johannes Paul II. die Barmherzigkeit Gottes so zentral war, daß er ihr einen Sonntag im Kirchenjahr widmete; daß Benedikt XVI. gerade über Jesus wahrer Gott und wahrer Mensch sein Lebenswerk als Theologe und Hirte verfaßte; daß kurzum nichts von alledem ihn darin von seinen Vorgängern unterscheidet.“

Der Papst wisse, daß dasselbe auch für jene Bischöfe gilt, die am klarsten in Übereinstimmung darin den beiden Vorgängerpäpsten folgten. In Italien zum Beispiel Camillo Kardinal Ruini, der frühere Vorsitzende der italienischen Bischofskonferenz.

„Fransziskus scheint epochalen Ernst der Zivilisationsentwicklung nicht verstanden zu haben“

Sowohl Karol Wojtyla als auch Joseph Ratzinger, wie die Kardinäle Ruini oder um auf die USA zu blicken, Francis George und Timothy Dolan waren sich bewußt, daß die Verkündigung des Evangeliums heute nicht ohne eine kritische Auseinandersetzung mit dem neuen Menschenbild möglich ist, das in radikalem Widerspruch zum von Gott nach seinem Ebenbild geschaffenen Menschen steht.

„Und genau in diesem Punkt geht Papst Franziskus auf Distanz zu seinen beiden Vorgängern“, so Magister. Im Civiltà Cattolica-Interview finde sich eine weitere Schlüsselstelle. Pater Antonio Spadaro fragte den Papst zur aktuellen „anthropologischen Herausforderung“. Doch Papst Franziskus antwortet ihm nur ausweichend. Mit seiner Antwort „zeigt er, den epochalen Ernst der Lage der Entwicklung der Zivilisation nicht erkannt zu haben, die von Benedikt XVI. mit solchem intellektuellem Nachdruck analysiert und kritisiert wurde und vorher bereits von Johannes Paul II.“ Papst Franziskus gibt sich überzeugt davon, daß es hingegen genüge, auf die Herausforderung der Gegenwart mit der simplen Verkündigung eines barmherzigen Gottes zu antworten, jenes Gottes, „der die Sonne über Schlechten und Guten aufgehen läßt und es auf die Gerechten und die Ungerechten regnen lasse“.

Bis zu seinem Tod 2012 war es vor allem Carlo Maria Kardinal Martini, der diese alternative Richtung zu Johannes Paul II. und Benedikt XVI. vertreten hatte. In den USA war es Joseph Kardinal Bernardin, bevor ein veränderter Episkopat die Kardinäle George und dann Dolan an die Spitze der Bischofskonferenz setzte, die treue Gefolgsmänner Wojtylas und Ratzingers sind.

Jubel für Franziskus derselbe Jubel, der Kardinal Martini galt

„Die Anhänger und Bewunderer Martinis und Bernardins sehen heute hingegen in Franziskus den Papst, der ihren Vorstellungen einer Revanche Gestalt verleiht“, so Magister. Und so wie Kardinal Martini Zeit seines Lebens und auch heute noch in der veröffentlichen Meinung äußerst populär war, so gilt dasselbe nun für Papst Franziskus. Ziehe man dazu einen Vergleich mit den medialen Keulenschlägen gegen Johannes Paul II. und weit mehr noch gegen Benedikt XVI., dann werde die Medienstoßrichtung ganz deutlich.

Der Briefwechsel zuerst und das Gespräch danach zwischen Franziskus und dem bekennenden Atheisten Scalfari „helfen, diese Popularität des Papstes auch in partibus infidelium zu erklären“, so der Vatikanist.

Bereits am 7. August, als Scalfari öffentlich seine Fragen an den Papst richtete, ließ der Atheist und erklärte Kirchengegner deutlich Sympathien für das neue Kirchenoberhaupt durchblicken:

„Seine Mission enthält zwei skandalöse Neuigkeiten: die arme Kirche von Franziskus und die horizontale Kirche von Martini. Und eine dritte: ein Gott, der nicht urteilt, sondern vergibt. Es gibt keine Verdammnis, es gibt keine Hölle.“

„Es gibt keine Verdammnis, es gibt keine Hölle“, der Jubel Scalfaris

Hatte Scalfari da etwas gründlich mißverstanden? Oder hat der Atheist etwas besser verstanden, als viele Katholiken wahrhaben wollen? Der Papst antworte dem Atheisten, ein nie dagewesener Akt eines Papstes. Was aber fügte Scalfari noch hinzu, als er das Antwortschreiben von Papst Franziskus veröffentlichte und kommentierte?

„Eine Öffnung gegenüber einer modernen und laizistischen Kultur diesen Ausmaßes, eine so tiefe Vision zwischen dem Gewissen und seiner Autonomie, hat man bisher nie vom Stuhl des Heiligen Petrus gehört.”

Mit dieser Feststellung meinte Scalfari ganz besonders eine Stelle im Antwortschreiben des Papstes, die das Herz eines jeden Freimaurers vor Begeisterung höher schlagen läßt, nämlich den behaupteten Primat des Gewissens.

„Die Frage für den nicht an Gott Glaubenden darin, dem eigenen Gewissen zu gehorchen. Sünde ist auch beim Nichtglaubenden, wenn man gegen das Gewissen handelt. Auf das Gewissen zu hören und ihm zu gehorchen bedeutet nämlich, sich angesichts des als gut oder böse Erkannten zu entscheiden. Und von dieser Entscheidung hängt ab, ob unser Handeln gut oder schlecht ist.“

Das war alles. Papst Franziskus sagte nur das zur Frage des Gewissens. Nicht wenige Leser, so Magister, fragten sich, wie sich eine so subjektivistische Definition des Gewissens, in der das Individuum als alleinige Entscheidungsinstanz erscheint, mit der christlichen Idee vom Gewissen als Weg des Menschen hin zur Wahrheit vereinbaren läßt, wie sie seit Jahrhunderten im theologischen Denken von Augustinus bis Newman vertieft wird, und von Papst Benedikt XVI. mit Nachdruck betont wurde.

Das Gewissen als subjektive letzte Entscheidungsinstanz – Die Logen könnten es nicht besser sagen

Papst Franziskus ging aber noch weiter. Nach dem ungewöhnlichen Briefwechsel gewährte er Scalfari ein Gespräch, das ebenfalls veröffentlicht wurde. Darin ergänzte oder korrigierte er etwa nicht seine verkürzte Darstellung des Gewissens in seinem Brief, sondern bekräftigte seine Aussage, indem er das Gewissen noch drastischer auf einen subjektiven Akt reduzierte:

„Jeder von uns hat eine Sicht von Gut und Böse und muß sich entscheiden, dem Guten zu folgen und das Böse zu bekämpfen, so wie er es versteht. Das würde genügen, um die Welt zu verändern.“

Es erstaunt daher nicht, daß der atheistische Illuminist Scalfari beipflichtend hinzufügte, die Worte Bergoglios über das Gewissen „völlig zu teilen“.

Papst Franziskus: „Unser Ziel ist nicht Proselytenmacherei“ – Revolutionärer Paradigmenwechsel

Ebensowenig verwundert Scalfaris Begeisterung für folgende Worte des Papstes, die er wie ein Programm für sein Pontifikat präsentierte oder in seinen Worten: „das dringendste Problem, das die Kirche vor sich hat“:

„Unser Ziel ist nicht Proselytenmacherei, sondern das Hören der Nöte, der Wünsche, der Enttäuschungen, der Verzweiflung, der Hoffnung. Wir müssen den Jungen Hoffnung zurückgeben, den Alten helfen, uns der Zukunft öffnen, die Liebe verbreiten. Arme unter Armen. Wir müssen die Ausgeschlossenen einschließen und den Frieden predigen. Das Zweite Vatikanum, von Papst Johannes und Paul VI. inspiriert, entschied mit modernem Geist in die Zukunft zu schauen und sich der modernen Kultur zu öffnen. Die Konzilsväter wußten, daß die Öffnung zur modernen Kultur religiöser Ökumenismus und Dialog mit den Nicht-Gläubigen bedeutete. Danach aber wurde sehr wenig in diese Richtung getan. Ich habe die Demut und die Ambition, es zu tun.“

In diesem Programm von Papst Franziskus finde sich nichts, was nicht von der vorherrschenden laizistischen Meinung akzeptiert werden könnte, so Magister. Auch die Behauptung, Johannes Paul II. und Benedikt XVI. hätten „sehr wenig“ getan, um das Zweite Vatikanum umzusetzen und die Kirche der modernen Kultur zu öffnen, entspricht ganz dieser Linie. „Das Geheimnis der Popularität von Franziskus liegt in der Großzügigkeit, mit der er den Erwartungen der ‚modernen Kultur‘ entspricht und der Sorgfalt, mit der er alles meidet, was Widerspruch auslösen könnte“, so Magister.

Franziskus meidet akkurat Widerspruch – Ratzinger: „Papst der keine Kritik provoziert, hätte Aufgabe verfehlt“

Auch darin unterscheidet er sich entschieden von seinen Vorgängern, sogar Paul VI. mit eingeschlossen. Es gibt eine Stelle in der Predigt, die der damalige Erzbischof von München-Freising, Joseph Ratzinger am 10. August 1978 beim Tod von Papst Montini hielt und die „außergewöhnlich erhellend“ ist, auch wegen seines Verweises auf das Gewissen, „das sich an der Wahrheit mißt“:

„Ein Papst, der heute nicht kritisiert würde, hätte in dieser Zeit seine Aufgabe verfehlt.“

In diesem Zusammenhang, so Magister, sei das Schreiben von Benedikt XVI. an den Atheisten Piergiorgio Odifreddi zu lesen, mit dem er unerwartet sein selbstauferlegten Schweigen durchbrach.

Beide frühere Päpste diskutierten mit bekennenden Atheisten und kirchenfernen Meinungsführern. „Sie taten es jedoch in einer ganz anderen Form. Wenn Franziskus die Steine des Anstoßes meidet, machte sie Benedikt XVI. besonders sichtbar“, so Magister. Genau so habe es der im Februar zurückgetretene Papst auch gegenüber Odifreddi getan, teils durch einen Frontalangriff, mit dem er auf Odifreddis Frontalangriff antwortete.

Es seien aber nicht nur die Worte und die Formen des Dialogs, mit denen Papst Franziskus die Distanz zu seinen beiden Vorgängern sucht. „Es sind vor allem die Fakten“, so Magister.

Distanzierung durch Fakten: Verbot für Franziskaner der Immakulata überlieferten Ritus zu zelebrieren

An erster Stelle nennt der Vatikanist das Verbot, mit dem Papst Franziskus den Franziskanern der Immakulata die Zelebration im überlieferten Ritus untersagte. Einem Orden, selten genug in der katholischen Kirche von heute, der eigentlich genau dem Idealbild des neuen Papstes entsprechen müßte. Ein franziskanischer Orden, der die evangelische Armut strikt lebt und ein missionarischer Orden, der „hinausgeht“. Einer der wenigen katholischen Orden, der blüht und keine Nachwuchssorgen hat. Und dennoch ist ausgerechnet dieser Orden der einzige, den Papst Franziskus bisher maßregelte und unter kommissarische Verwaltung stellte. Der Grund: die Traditionsverbundenheit des Ordens und die Alte Messe. Das Zelebrationsverbot „ist eine effektive Einschränkung jener Freiheit, diesen Ritus zu zelebrieren, die Benedikt XVI. allen zugesichert hatte“, so Magister.

Besucher, die mit Benedikt XVI. zusammentreffen konnten, berichten, daß der ehemalige Papst in der Einschränkung ein „vulnus“ gegen sein Motu proprio Summorum Pontificum von 2007 sieht, so Magister.

Im Civiltà Cattolica-Interview tat Franziskus die Freigabe des überlieferten Ritus durch Benedikt XVI. als Akt der Großzügigkeit ab, eben als „Hilfe“ für einige wenige, die „diese Sensibilität haben“. Dabei hatte Benedikt XVI. seine Absicht in einem Brief an alle Bischöfe, auch an Bergoglio, eindeutig kundgetan, auf daß sich „die beiden Formen des Römischen Ritus sich gegenseitig bereichern können“.

Alle liturgischen Consultoren Benedikts XVI. en bloc entlassen, auch Pater Lang und Don Bux

Im selben Interview bezeichnete Papst Franziskus die nachkonziliare Liturgiereform „als ein Dienst am Volk um das Evangelium neu zu lesen angefangen bei einer konkreten historischen Situation“. Eine Definition, die, so Magister“, „stark reduktiv ist im Vergleich zur liturgischen Sicht, die dem Theologen und Papst Benedikt XVI. zu eigen war“.

Zudem ersetzte Franziskus am 26. September immer in diesem Bereich en bloc die fünf Consultoren des Amtes für die liturgischen Feiern des Papstes. Zu den Entlassenen gehört zum Beispiel der deutsche Oratorianer Pater Uwe Michael Lang, zu dessen wichtigstem Buch, das der Zelebrationsrichtung ad Dominum gewidmet ist, Papst Benedikt XVI. das Vorwort verfaßt hatte. Zu den Entlassenen gehört ebenfalls der bekannte, ebenfalls traditionsverbundene Liturgiker Don Nicola Bux.

Unter den Neuernannten finden sich hingegen Liturgiker, die dem Zelebrationsstil von Papst Franziskus nahestehen, der sich deutlich von der ars celebrandi von Benedikt XVI. unterscheidet.

Text: Settimo Cielo/Giuseppe Nardi
Bild: Settimo Cielo

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22 Comments

  1. Unverständlich ist, dass das belanglose Gerede dieses Mannes so ausführlich gehört und betrachtet wird. Ein Papst, dem außer Predigen nichts einfällt, übt kein Lehramt aus. Es ist von daher komplett sinnlos, überhaupt auf Rom zu schauen, zumal die Predigten nirgends den Eindruck geben, interessant oder gar intelligent zu sein.

    Tragisch sind natürlich Franzens Missbräuche päpstlicher Jurisdiktion wie im Fall der Franziskaner der Immaculata.

  2. Der Heilige Vater schürt mit seinem Handeln (insbersondere der Restriktion der alten Messe für die Franziskaner der Immaculata) unter gläubigen Katholiken sicher Ängste, andererseits fordert das uns gerade zur Stärkung unseres Glaubens dass die Pforten der Hölle die Kirche nicht überwinden werden auf. Wir müssen vielmehr, neben aller sachlicher Kritik, dem Heiligen Vater aufzeigen, wie wichtig die Tradition für Kirche und Neuevangelisierung ist und uns davor hüten, als arrogante Besserwisser aufzutreten. Ich denke es wäre in diesem Sinne bestimmt eine gute Sache, besonders die Romwallfahrt der Tradition zum Christkönigsfest ins Gebet aufzunehmen.

    • Es steht zu befürchten, dass dieser Papst jeden in die „Besserwisser-Ecke“ schiebt, der an der klaren und objektiven Lehre festhält oder an sie erinnert.
      Und d a v o r, also davor, dass man es einem solchen Papst nun noch irgendwie rechtmachen will, kann man sich, will man nicht selbst unglaubwürdig werden, nur hüten!
      Ich persönlich kenne nämlich gerade unter denen, die in Treue an der Lehre der Kirche hängen, keine Besserwisser: sie unterstellen sich dem, was ihnen überliefert ist. Ihr Fehler ist, dass sie das auch unbeirrt bezeugen. Sie widerstehen als Minderheit einer Mehrheit von Besserwissern, die nun einen Papst ihrer Wahl gekürt hat.
      Sie sind in guter Gesellschaft: auch Jesus galt als Besserwisser. Besserwisser bis zur Blasphemie, warf ihm der damalige Klerus vor. Auch der Hohepriester, auch er ein von Gott eingesetzter Mann. Jesus sagte:
      „Jetzt ist eure Stunde gekommen. Nun hat die Finsternis Macht.“
      Wer es nicht glauben will, lese die Prozessgeschichte Jesu in den Evangelien.
      Besserwisser sind all jene, die meinen, es besser als die Lehre der Kirche zu wissen. Sie tun so, als sei das die „persönliche Meinung“ derer, die an ihr festhalten.
      Tatsächlich aber sind es die Subjektivisten und Weichspüler, die alles besser zu wissen meinen – und das angesichts eines unübersehbaren Niedergangs der Kirche, seitdem sie und ihresgleichen alles meinten besser zu machen und besser zu wissen…

      • Das Wort „Besserwisser“ habe ich unglücklich gewählt, da haben Sie sicher recht, ich wollte damit lediglich zum Ausdruck bringen, dass Kritik, die durchaus angebracht werden soll, stets sachlich bleiben sollte und wir uns davor hüten sollten, den Heiligen Vater zum Feindbild zu machen, gegen ihn Vorurteile zu entwickeln, so dass er gar nichts mehr richtig machen kann.

  3. Rom wird den Glauben verlieren und der Sitz des Antichrists werden!

    Die Muttergottes in La Salette 1846

    Wir dürfen mit dem Bergoglio-Papst auf weitere Überraschungen gespannt sein..

  4. Frontinus hat leider recht. Die Zeichen sind so deutlich, daß wir überhaupt nicht mehr überrascht sein, sondern feststellen werden, daß alles eine teuflische Einheit bildet.

  5. Ich habe selten eine solche bigotte Doppelmoral erlebt wie sie Franziskus an den Tag legt.

    Der ganzen Welt erlaubt er alles, „es darf keine spirituelle Einmischung in das persönliche Leben geben“, dem Franziskaner-Ordner verbietet er aber ihren überlieferten Messe-Ordnen ohne Sinn und Verstand. Es macht ja durchaus Sinn, dass die Messe für die Gläubigen nicht unbedingt im allgemeinen in lateinischer Sprache abgehalten wird, aber bei einem Ordnen? Da sind doch keine Gläubigen da! Die Franziskaner feiern doch unter sich! Die können doch ihre Messe so feiern, ist doch alles in Ordnung!

    Dann zum Gewissen: Jedes kleine Kind erkennt, dass das der größte Mist ist, das subjektive Gewissen als alleinige Instanz gelten zu lassen. Nur ein paar Beispiele, dann dürfte das auch dem letztem Idioten klar geworden sein, dass das nicht geht:
    Hitler ist auch seinem Gewissen gefolgt, für ihn war alles subjektiv richtig und gut, was er gemacht hat.
    Ein „Pädophiler“, wie man neuerdings wieder sagt, für mich bleiben es Kinderschänder, ist auch davon überzeugt, dass das gut und richtig ist, was er tut, nur die Gesellschaft sehe das „falsch“.
    Es gibt genügend Ehebrecher, die ihre Frau und Kinder sitzen lassen mit der Begründung „sie haben sich jetzt eben neu verliebt“ und dies sogar als moralisches Postulat installieren wollen, sie müssen doch diesem „verliebt sein“ folgen, alles andere wäre unmoralisch. Alles persönliches Gewissen!
    Und was ist mit den Steuerbetrügern, die nur ihrem persönlichen Gewissen folgen, schließlich sind doch die „Politiker eh alle korrupt“ und man hole sich nur das vom „Staat“ gestohlene Geld zurück, dass einem in Wirklichkeit sowieso selbst gehöre.
    Tja und Franziskus, was ist mit dem Reichen, der nur so einem Gewissen folgt, indem er den Armen links liegen lässt, denn schließlich ist jeder selbst für sich verantwortlich und so „wäre er nie zu etwas gekommen.“
    Was ist mit der Porno-Darstellerin, die glaubt mit ihren Pornos „tue sie der Menschheit einen Gefallen?“
    Was ist den Vollstreckern der Todesstrafe in vielen Ländern, die glauben, dass ist richtig so und ihrem subjektiven Gewissen folgen?
    Was ist mit den Euthanisie-Gesetz in Belgien? Alle, die das durchführen, folgen ihrem Gewissen und glauben, das ist gut so?

    Kinder wollen Regeln lernen. Was glaubt Franziskus wohl, wie sie mit diesem „es darf keine spirituelle Einmischung in das persönliche Leben geben“ zurecht kommen? Er sollte mal das Buch „Warum unsere Kinder Tyrannen werden“ lesen.

    Der Satz „Es darf keine spirituelle Einmischung in das persönliche Leben geben“, erklärt die Kirche für bankrott. Sie spricht sich damit selbst ihre Existenz ab.

    • Ich kann mich den Ausführungen von „Kirchgängerin“ nur voll und ganz anschließen. Auf welchem intellektuellen Niveau ist dieser Papst eigentlich? Ich halte ihn für einen Wolf im Schafspelz. Sogar in kath. Medien wie kath.net gibt s täglich „Franziskus-Perlen“ zu lesen. Benedikt XVI war in seiner Bescheidenheit und Zurückhaltung, aber Herzlichkeit nicht für so ein Medienspektakel geeignet wie Franziskus es zelebriert. Benedikt wurde von den Medien verrissen, wo es nur ging. Es gibt zu denken, dass Franziskus im Gegnsatz dazu nur hoch gejubelt wird. Das geht nur, wenn man sich dem Zeitgeist anpaßt und nirgends anecken will. Die Wahrheit hört keiner gern. Bald glaube ich auch an die Prphezeiungen von La Salette.

      • Franziskus sollte mal überlegen, wer ihm überhaupt das Papstamt ermöglicht! Das sind die Katholiken mit ihren Kirchensteuern und nicht die Nicht-Katholiken, die die katholische Kirche nur als „Ich-bin-dagegen“-Instanz brauchen, quasi als konträre autoritäre Instanz, um sich selbst als liberale Gutmenschen und damit überlegen fühlen zu können.

        All diese Menschen, die jubeln, fühlen sich doch mit ihrer Ideologie des Liberalismus überlegen gegenüber denen, die den Mut haben klar Stellung zu beziehen. Und das sind nun mal die Katholiken. Und wer Stellung bezieht, ist immer angreifbarer. Immer.

        Aber lieber angreifbar als wie ein Fähnchen im Wind. Ein Leben ohne Positionen, ohne Werte ist ein leeres, ein inhaltsloses, schales Leben.

  6. Was in der Tat mehr als befremdlich ist, ist die Tatsache, dass der überwiegende Teil der Reden von Papst Franziskus den uneingeschränkten Beifall gerade auch in liberal freigeistiger Umgebung finden könnte.

    Wenn wir Schlagzeilen in den links liberalen Klatschmedien lesen müssen wie

    „Es wurde auch Zeit. Papst Franziskus kämpft für die Rechte der Frauen“

    „Papst Franziskus: Es gibt keinen katholischen Gott“

    dann ist das Bild der Kirche mächtig in Schieflage geraten.
    Das Interview mit dem Freimaurer Scalfari in der „La Republica“ beinhaltet einen Satz, der in der Tat Programm sein dürfte:

    -
    Das Zweite Vatikanische Konzil …
    hat beschlossen, der Zukunft mit einem modernen Geist ins Gesicht zu sehen und sich für die moderne Kultur zu öffnen.
    [….]
    -

    Diese Aussage würde bei jeder links liberalen / freigeistigen Veranstaltung sofort unterschrieben.
    Freilich kennt die Heilige Mutter Kirche keinen „modernen Geist“ , der sich für die „moderne Kultur“ öffnen solle.,
    die wiederum ang. die „Ökumene“ und der „Dialog“ sein soll.
    Sie kennt alleine den HEILIGEN GEIST , der unwandelbar ist und sich keiner wie auch immer
    angepriesenen „moderner Kultur“ ( heute derjenigen des Todes) anpasst.

    Die treibende Kraft hinter dem Versuch der Zersetzung der Kirche ist und bleibt
    die Freimaurerei und ihre Ableger der „Service Clubs“ wie Rotary oder Lions etc….
    Gerade in Letzteren werden Persönlichkeiten – oder solche, die zu solchen künstlich gehoben werden – aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft….geködert, um im Rahmen einer
    „unverbindlichen Brüderlichkeit“ für „wohltätige Zwecke“ Pate zu stehen.
    Leider verfallen auch immer mehr kirchliche Würdenträger diesen Schmeicheleien.
    und werden so – gewollt oder ungewollt sei dahingestellt – zu Türöffnern des Freigeistes.

    In seinem Buch „Athanasius und die Kirche in unserer Zeit“
    zitiert Bischof Dr. Rudolf Graber den
    Freimaurer Marsaudon, der die neue Strategie der Freimaurerei offengelegt:
    -

    „Nicht mehr die Vernichtung der Kirche ist das Ziel,
    sondern man sucht sie zu benützen, indem man in sie eindringt“
    -

    Wie weit dieses Unterfangen bereits gelungen ist, zeigt sich wohl nicht zuletzt an den aktuellen Geschehnissen.

    • Und zu dieser Strategie der Erniedrigung gehört neben der liturgischen und lehramtlichen Verwilderung vor allem, die finanzielle Unabhängigkeit und die zentralistische, hierarchische Struktur der Kirche zu zerschlagen. Und dieser Prozess ist in vollem Gange und wird den Gläubigen natürlich wieder als „Reformwerk“ verkauft.

    • In der säkularisierten Welt gibt es doch schon lang neue, viel schlimmere Abhängigkeiten und Abwertungen der Frauen.

      Massenweise ledige Mütter, die nicht mehr geheiratet werden, extreme finanzielle Abhängigkeiten durch nichteheliche Beziehungen, Grenzenlose sexuelle Verfügbarkeit und Wegnahme der weiblichen Sexualität durch die Pille, moralisch verordnete Promiskuitivität im Jungendlichenalter, Menschenverachtende Zustände speziell in Deutschland durch das Prostitutionsgesetz, Mutter- und Kinderlosigkeit, nach wie vor Benachteiligung im Beruf, eine gesellschaftliche Moral der Tolerierung von Ehebrüchen und Scheidungen, massenweiser Anstieg der psychischen Erkrankungen von denen Frauen doppelt so oft betroffen sind. 80% der Psychotherapeutinnen sind Frauen und bei den Patienten schaut es ungefähr genauso aus. Die weiblichen Probleme werden heutzutage nur alle tabuisiert nach dem Motto „Ihr seid doch jetzt emanzipiert, was wollt Ihr denn“ und in die Dunkelkammer der Psychotherapie verbannt ohne dass es irgendeinen gesellschaftlichen Diskurs darüber gäben würde.

      Die größte Wertschätzung und den größten Stellenwert erfährt die Frau immer noch in der Unauflöslichkeit der Ehe. Genau das gibt der Frau die meiste Sicherheit, Stellung und Wertschätzung. Aber genau das ist Franziskus dabei zu demontieren.

  7. Kirchgängerin,
    vielen Dank, bestens argumentiert. Ich habe noch im Religionsunterricht gelernt, dass das Gewissen gebildet werden muss. Immer neu ist es an Christus aufzurichten.
    Mir scheint es wichtig, dass wir die Heiden (in Deutschland, in unseren Familien, im Freundeskreis) nicht argumentativ belehren, das führt selten zum Ziel. Wir sollten handeln nach dem Beispiel Christi „kommt und seht“ – dafür müssten wir selber aber Christus-Nachfolger, Kreuzannehmer sein!

    • Natürlich muss das Gewissen gebildet werden. Einer der ersten Psychologen, der die Gewissensbildung bei Kindern beschrieben hat, war Jean Piaget, eingebunden in mehrere Entwicklungsstufen bei Kindern.

      Das Problem ist nur, dass die Psychologen, die die Grundlagen in der Psychologe gelegt haben, noch ganz selbstverständlich von einer christlichen Anthropologie ausgegangen, der eine mit einer eigenen positiven Einstellung dazu, der andere mit einer eigenen negativen Einstellung dazu. Die mit der negativen Einstellung zur christlichen Anthropologie haben dabei natürlich verdrängt, wie sehr sie trotzdem sublimentär davon abhängig sind, und dass ihr ganzes eigenes Gedankengebäude zusammenstürzt, wenn sie das zerstören, gegen das sie sind.

      Das Buch „Warum unsere Kinder Tyrannen werden“ war jahrelang auf den Bestsellerlisten und wurde von einem Kinderpsychiater geschrieben, der den überbordenden Liberalismus angreift und zu Recht als Grundübel vieler Entwicklungsprobleme, Erziehungsprobleme, Generationenkonflikte, Eheprobleme und Kinderlosigkeit an sich angreift.
      Dieser Kinderpsychiater kommt aus der Verhaltenstherapie, der großen Therapierichtung, die mit „gut“ und „schlecht“ arbeitet. Nur was machen diese Therapeuten, wenn es kein „gut“ und „schlecht“ mehr geben darf?

  8. Die vollständige Lektüre dieses neuesten Papstinterviews hinterlässt eine tiefgehende Erschütterung. Schon vordergründig befremdet die kumpelhafte Umgangform mit dem erklärten Atheisten Scalfari, mit dem F. fast in allen Punkten Einigkeit bezeugt. Danach gibt es keine objektive Wahrheit mehr, sie wird in das subjektive Gewissen jedes Einzelnen gelegt. Mission und Glaubensverkündigung wird als „Polyzentrismus“ diffamiert. Die wichtigste Aufgabe der Kirche besteht nach F. in der Sorge um die Arbeitslosigkeit der Jugend und das Wohl von Armen und Alten. Von der Lehre Jesu scheint ihm nur die Barmherzigkeit und die Nächstenliebe bekannt zu sein. Ein göttliches Gericht und die Gefahr, verloren zu gehen, scheinen völlig unbekannt. Am Ende erhalten alle dann einen Anteil an dem göttlichen Licht. Das Bekenntnis des päpstlichen Glaubens ist äußerst dürftig. Er spricht von Gott dem Vater, und alle Menschen sind Kinder Gottes ohne Unterschied. Dabe sind die göttlichen Sohnschaft, die Erlösung und die heiligste Dreifaltigkeit nicht der Rede wert. Die Lehre der Kirche scheint erst vom hl. Paulus formuliert zu sein. Wenn man das alles bedenkt, so sieht es aus, als ob das Wesen des christlichen Glaubens und die Sendung der Kirche bei diesem Papst weitgehend vergessen zu sein. Dennoch fühlt er sich demütig genug(!), die so verstandenen Konzilsergebnisse endlich mit aller Tatkraft zu verwirklichen. Zum guten Schluss wird der Atheist Scalfari um sein Gebet ersucht, und man greift sich an den Kopf und fragt sich, zu wem er denn also beten soll.
    Es ist nicht zu fassen, was die Kirche unter der Leitung von F. erleben muss.
    erschütterung.

    • Ja, das ist das neue „Evangelium des Humanen“, was da verkündet wird zur Erleuchtung der Vielen, nicht aller, denn nach Überzeugung der Freimaurer sind nur wenige berufen, den Pfad der Erleuchtung zu beschreiten und die Freiheit des autonomen Gewissens in rechter Weise zu genießen. Die Masse wird von diesen eingeweihten Freigeistern beherrscht und soll den Auswerwählten den Genuß ihrer Freiheit ermöglichen. Diese neue Weltordnung des Humanen wird zu einer neuen Versklavung des Menschen führen, so wie alles, was vom Teufel stammt, die Menschen nicht frei macht, sondern versklavt. Kirche hat als „Feldlazarett“ lediglich diesen armseligen Sklaven die Wunden zu verbinden, um ihre Arbeitskraft zu erhalten.

  9. Habe seit der Wahl dieses Papstes leider nie ein gutes Gefühl gehabt; wie soll das in unserer Kirche weitergehen, selbst einigermaßen noch konservative Bischöfe und Kardinäle ziehen das Schweigen vor. Opfern wir all diese Wunden und Schmerzen im überlieferten Hl. Messopfer auf. Die überlieferte Messe und das unablässige Gebet ist wohl das beste Heilmittel gegen diese traurige Entwicklung in unserer Kirche. Gelobt sei Jesus und Maria.

  10. Ich bin erschüttert über die so tiefgehende Analyse von Sandro Magister. Danke für den Abdruck! Ich frage mich seit März, wie es möglich ist, dass anscheinend nur eine Minderheit unserer christlichen Mitbrüder und-schwestern zu gleichen Überlegungen kommt. Schweigen alle? Selbst unter Theologen, Pastoralreferenten etc. wird der neue Stil bewundert. Sind diese Leute blind, kennen sie ihren eigenen Glauben nicht mehr. Oder lullt Papst F. mit allerlei „christlichen Schlagworten“ wie Armut etc.uns ein? Kardinal Meisner hat in einer jüngst gehaltenen Ansprache beklagt, dass Priester nicht mehr in der Gesellschaft zu erkennen seien, dies wurde in unserer Zeitung heftig kritisiert…..Ich denke, dass Priester, Ordensmänner und-frauen sich heutzutage anpassen an Forderungen der Gesellschaft!! „Wir verschleudern die Tiefe und die Spiritualität unserer Religion. Der Zeitgeist verschlingt unsere Seelen!!

    • Es gibt viele Gründe, aus denen ein Priester in der Öffentlichkeit kenntlich sein muß. Vor kurzem hörte ich von einer jungen, unverheirateten Frau ein für mich neues Argument. Wenn ihr ein Mann gefiele, und er sei Priester, und sie wisse es nicht, dann könnte es sein, daß sie mit ihm flirte. Das sei entsetzlich für beide Teile.
      Er solle also auch aus Schutz für sich selbst und weibliche Jugendliche als Priester erkennbar sein.

  11. „Es gibt viele Gründe, aus denen ein Priester in der Öffentlichkeit kenntlich sein muß. Vor kurzem hörte ich von einer jungen, unverheirateten Frau ein für mich neues Argument. Wenn ihr ein Mann gefiele, und er sei Priester, und sie wisse es nicht, dann könnte es sein, daß sie mit ihm flirte. Das sei entsetzlich für beide Teile.“

    Es gibt auch Frauen die genau wissen das er Priester ist. Für diese ist es eine große Herausforderung. Gerade was durch das Mysterium verboten ist reizt am meisten. Man sollte diese Dinge nicht unterschätzen. Aber heute ist ja alles Liebe. Man kann ja kaum noch laufen vor lauter Liebe in dieser Welt.
    „Betet für die Priester und Ordensleute“. Die „Königin von Turzovka“ wußte um die Gefahr. “
    „Der Zeitgeist verschlingt unsere Seelen!!“.
    Da ist was dran. Dieser Zeitgeist wird die größte Prüfung sein die wir Katholiken zu überstehen haben. Er hat alles besetzt und deutet alles um was für unseren Glauben essentiell ist.
    Per Mariam ad Christum.

  12. So wie es jetzt aussieht, ist es ziemlich klar, daß Papst Benedikt nicht nur aus Gründen des Alters zurückgetreten ist. Ganz offensichtlich sollte ein Plan verwirklicht werden.

    Leider hatte Papst Benedikt disziplinär nicht alles getan, was getan werden hätte müssen.

    Auch bezüglich Fatima hat er Wissen mit sich herumgeschleppt, ohne es in die Praxis umzusetzen. Das rächt sich jetzt.

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