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Deutschland tritt Menschenrechte mit Füßen – Vier Kinder werden mit Polizeigewalt vom Jugendamt mitgenommen und an einem unbekannten Ort verschleppt

(Darmstadt) Einmal mehr zeigt der deutsche Staat seine häßliche Fratze gegenüber Eltern, die ihre Kinder nicht den Problemen einer staatlichen Schule aussetzen wollen und stattdessen selbst den Unterricht übernehmen. Am vergangenen Donnerstag, 29. August 2013, stürmten um acht Uhr vormittags 20 Polizisten und Mitarbeiter des Jugendamtes das Haus von Familie Wunderlich in Darmstadt, um alle vier Kinder der Obhut ihrer Eltern zu entreißen. Über den Verbleib der sieben bis 14 Jahre alten Kinder weiß man derzeit noch nichts. Der Öffentlichkeit wurde dieser massive Eingriff in die natürlichen Rechte der Familie durch einen Beitrag der Home School Legal Defense Association (HSLDA) bekannt, der größten und wichtigsten internationalen Organisation zur Verteidung des Rechtes auf Homeschooling. In der deutschen Medienlandschaft ist keine Reaktion auf die Polizeiaktion zu vernehmen, während innerhalb von zwei Tagen bereits mehrere englischsprachige Nachrichtenseiten von dem Fall berichten.

Laut Bericht der HSLDA teilten die Staatsdiener den Eltern mit, daß sie ihre Kinder so bald nicht wiedersehen würden. Die einzige gerichtlich Grundlage für einen Polizeieinsatz, wie er ansonsten höchstens bei „Terroristen“ üblich ist, die bereits den Schnellkochtopf in den Rucksack gesteckt haben, liegt in der Tatsache, daß Dirk Wunderlich und seine Frau Petra ihre Kinder zu Hause unterrichteten. In den Gerichtsunterlagen finden sich gemäß Angaben der HSLDA keine Vorwürfe von Mißbrauch oder Verletzung der Sorgfaltspflicht. Es gehe nicht einmal um Vernachläßigung der Kinder, was Bildung und Erziehung betrifft. Die HSLDA kommentiert: „Das Gesetz ignoriert den Lernfortschritt des Kindes; Anwesenheit – und nicht Lernen – ist das Ziel der deutschen Gesetzgebung.“

Der „zuständige“ Familienrichter am Darmstädter Familiengericht autorisierte außerdem die Anwendung von Gewalt gegenüber den Kindern, da sie die Meinung der Eltern hinsichtlich ihrer Homeschooling-Aktivität übernommen hätten. Es könne keine Kooperation erwarten werden, weder von den Eltern, noch von den Kindern. Daß Kinder mit ihren Eltern einer Meinung sind, darf es in unserer perversen Gesellschaft nach 1968 selbstverständlich nicht geben!

Wunderlich beschrieb im Gespräch mit der HSLDA, wie die Polizisten bewaffnet in das Haus eingedrungen waren, ihn auf einen Stuhl drückten und ihm nicht erlaubten, einen Anwalt anzurufen. Bei der kleinsten Bewegung sei Wunderlich von Polizisten angefaßt und zurückgewiesen worden.

Familie Wunderlich war in den vergangenen Jahren durch die widernatürliche Gesetzgebung in der Bundesrepublik Deutschland gezwungen, in verschiedenen Ländern der Europäischen Union, die keine so restriktiven Gesetze haben, Zuflucht zu nehmen. Da Dirk Wunderlich aber keine Arbeit finden konnte, blieb der Familie nichts anderes übrig, als nach Deutschland zurückzukehren. Schon bald maßte sich der Staat durch das Jugendamt das Sorgerecht für die Kinder an. Zu einer Umsetzung dieser Maßnahme kam es allerdings zunächst nicht, da die Eltern ihre Kinder so behandelten, wie es ihrer Standespflicht entspricht.

Gleichzeitig wurden jedoch die Kinder durch den Staat ihrer Pässe beraubt, so daß eine erneute Ausreise der Familie, sei es in einen anderen Staat der Europäischen Union oder etwa in die USA, unmöglich wurde. Michael Farris, Gründer der HSLDA und Experte für internationales Recht, sagte: „Das Recht auf Homeschooling ist ein Menschenrecht. Ebenso das Recht, sich frei zu bewegen und das Land zu verlassen. Deutschland hat jene Rechte dieser Familie grob verletzt. Die jüngste Tat der Ergreifung dieser vier großartigen, unschuldigen Kinder ist die ungeheuerliche Tat eines Schurkenstaates.“ Interessant ist, daß Farris mit dem Begriff „Schurkenstaat“ („rogue nation“) ein Wort benutzt, das in den Jahren der Bush-Regierung in aller Munde war und unter anderem jene Staaten bezeichnete, welche den Terrorismus unterstützen und nach Massenvernichtungswaffen streben. Auf der Liste der Schurkenstaaten stehen beispielsweise Nordkorea, Syrien, Iran und Kuba.

Die Home School Legal Defense Association unterstützt Familie Wunderlich im Kampf gegen das ihr widerfahrene Unrecht. Bevor weitere Bewegung in die Sache kommt, müsse man jedoch erst darauf warten, daß der reguläre Richter aus dem Urlaub zurückkehrt. Bis dahin bleiben die Kinder von ihren Eltern getrennt.

In die USA ausgewandert ist vor einigen Jahren die deutsche Homeschooling-Familie Romeike. Ihr wurde zunächst Asyl gewährt, bis die sozialistische und kirchenfeindliche Obama-Regierung dagegen vor Gericht zog. Es gibt schließlich neben dem Golfspiel höchstens noch ein oder zwei drängendere Probleme, um die sich Präsident Obama kümmern müßte. Die HSLDA hat nun der letzten gerichtlichen Instanz die entsprechenden Unterlagen zukommen lassen. Das Urteil im Fall Romeike steht derzeit aber noch aus.

Text: Martin Bürger

  

  1. michael sagt:

    Das ist sehr überspitzt ja fast polemisch berichtet.
    Fakt ist, die Polizei ist nicht die Ursache von schlechten Gesetzen, sonder handelt auf richterlichen Beschluß.
    Ich habe gelesen das die Polizei für ihr besonders einfühlsames und behutsames Vorgehen gelobt wurde.
    Wir haben in Deustchland die Schulpflicht.
    Also müssen die Behörden darüber wachen und sie notfalls mit juristischen Mitteln durchsetzen.
    Inzwischen werden unsere Kinder auf den öffentlichen Schulen mit katastrophalem Lehrstoff malträtiert, das ist richtig.
    Auch ich bin der Meinung, das es besser ist Homelearning zu praktizieren, als sich diesen Schulstoff zu verinnerlichen.
    Aber wie gesagt das geht nur über Gesetze, denn so positiv Homelearning ist, wenn es durch erfahrene und geschulte Pädagogen angeboten wird, so furchtbar wäre eine Verwahrlosung im umgekehrten Falle.
    Leider geht, vor Allem in der Erziehung nicht „Ausnahmen“ oder „Aber ich nicht“.
    Das ist zwar bedauernswert, aber die Realität.
    Und die reißerische Überschrift nichts mit der Realität zu tun.
    Kein guter und objektiver Artikel.
    Schade !

    • Jean-Louis sagt:

      Doch, ein sehr guter Artikel, wie ich finde. Einer der das Böse nicht verharmlost, sondern Klartext redet. Die Polizei tut Ihre Pflicht, sogar vielleicht einfühlsam, aber muss man gleich mit 20 Mann anrücken? Ich kann nicht gutheißen, wenn immer wieder von Akzeptieren der (anscheinend unabänderbaren) Realität, von (falschem) Gehorsam, usw die Rede ist. Vor allem sollten wir unsere Gegner kritisieren, nicht die, welche auf unserer Seite stehen. Ich trete auch nicht für Home-Learning ein, es gibt da zu viele Nachteile und Gefahren, aber für Gespräch, und vor allem die Möglichkeiten von Dispensen, besonders bei ideologie-getränkter oder hochsensibler Materie.

  2. Beobachter sagt:

    Die Eltern haben das vorrangige Recht, über die Art der Ausbildung zu entscheiden, die ihren Kindern zuteil werden soll. Sowohl nach der Universellen Erklärung der Menschenrechte (die von Deutschland unterzeichnet worden ist), als auch nach dem deutschen Grundgesetz. Und natürlich erst recht gemäss den gottgegebenen Prinzipien für die menschliche Gesellschaft, die als „Naturrecht“ auch der deutschen Verfassung zugrundeliegen. Somit ist es nicht die Familie Wunderlich, sondern der deutsche Staat, der hier grundlegende Rechtsprinzipien aufs gröbste verletzt.

  3. Michael F. Simon sagt:

    Was in dem Artikel leider nicht erwähnt wird, es gibt am Wohnort der Eltern 2 hervorragende Privatschulen mit freikirchlichem Hintergrund, die von der Grundschule bis zum Abitur alles anbieten (eine von den Adventisten, eine aus dem Bereich der Freien Evangelischen Gemeinden). Den Eltern wurde von Seiten der Stadt und des Landkreises angeboten die Kosten fur diese Schulen zu übernehmen. Wenn man seine Kinder nicht mal auf eine solche Schule schicken will, scheint mir bei den Eltern doch einiges im Argen zu liegen.. Es kann nicht sein das Kinder in einem Millieu aufwachsen, ohne Kontakt zu anderen, wo nur die eigene private Glaubensüberzeugung der Eltern absolut gesetzt wird . Auch das ist fr mich eine Form von Missbrauch

    • Chris sagt:

      Michael F. – Vielen Dank für den Hinweis, denn der steht nirgendwo geschrieben. Die amerikanische Presse hat das Thema inzwischen auch aufgegriffen und sieht uns schon wieder in der Nazi-Zeit. Es fallen in den Kommentaren solche Sätze, wie:

      „Bloody good job they were not a Jewish family isn’t it? This is awful.“

      „The SS rise again“

      Und auch die Berichterstattung ist Antideutsch.

      Ich bin – unter bestimmten Voraussetzungen – auch ein Befürworter des Homeschoolings in Deutschland, halte alledings religiöse Gründe nicht für angemessen. Homeschooling ist ein sehr guter Ersatz für Schule, wenn ein Kind schneller lernt als andere (Klassen zu überspringen ist nicht immer so prickelig), oder auch langsamer. Oder, wie in USA und auch Finnland oft der Fall, die Schule ist einfach zu weit entfernt von zu Hause.

      Unsere staatlichen Schulen sind in der Regel nicht gut. Ich meine nicht unbedingt den Unterricht, ich meine das Verhalten der Verantwortlichen. Meine Kinder gingen deshalb auf Privatschulen, die sich dadurch auszeichneten, dass es nirgendwo Graffitt gab, dass es Lehrer gab, die auch erzieherisch auf die Kinder einwirkten. Handy im Unterricht – nein danke! Der Unterricht wurde interessant gestaltet, die Kinder arbeiteten oft in Gruppen. Lehrer und Kinder gingen gerne in die Schule, das war spürbar. Die Atmosphäre war freundlich, offen, rengagiert. Konsequent wurde Drogenkonsum- oder -verkauf mit Rauswurf geahndet und auf eine ordentliche, nicht beleidigende Sprache geachtet. Der Lehrerschlüssel war nicht höher als bei staatlichen Schulen. Es gab allerdings einige Helferinnen für Kinder, die nicht so gut mitkamen, die dann in den Klassen entsprechend eingesetzt wurden. Ganztagsunterricht erlaubte darüberhinaus das Arbeiten beider Elternteile.

      Eine Privatschule, die man für vier Kinder nicht nicht mal bezahlen muss, abzulehnen, das verstehe ich nicht. Diese Eltern, so sehr sie vielleicht das Wohl ihrer Kinder im Auge haben, haben in meinen Augen sträflich gehandelt

      • Michael F. Simon sagt:

        . Privatschulen haben halt meist den Vorteil, dass sie sich ihre Lehrer und im gewissen Massen auch ihre Schüler aussuchen können, das macht schon sehr viel aus…. Das mit dem Heimunterricht sehe ich ähnlichm, finde unser Schulsystem, bei aller Kritik und bei aller Unterfinanzierung immer noch sehr gut. Immerhin so gut, dass ein Freund von mir, der in der USA allerbeste Karrierechancen hatte, mit Frau und 3 Kindern, sich wieder eine Stelle in Deutschland gesucht hat, weil er meinte so viel könne er gar nicht verdienen, das er seinen Kindern eine vergleichbare Ausbildung in den USA ermöglichen könnte, wie sie sie hier weitgehend kostenlos bekommen. Und ich bin mir auch nicht sicher wie ernst ich Amerikaner nehmen soll, die uns Deutschenwegen der Schulpflicht Menschenrechtsverletzung vorwerfen, wo aber ein gefährlicher Psychokult wie Scientology eine Kirche ist, an die man steuermindernd spenden kann…..

    • koplinski sagt:

      Darauf hinzuweisen, dass es ein Angebot gab, dass die Eltern der Kinder unter zwei Privatschulen von Freikirchen auswählen konnten bringt uns nicht weiter. Auch bei den Katholiken gibt es solche und solche (Privat-)schulen. Zu den in meiner näheren Umgebung befindlichen bischöflichen Schulen habe ich meine Kinder nicht geschickt, denn gerade dort war der z. B. Religionsunterricht noch erbärmlicher und glaubensfeindlicher als am staatlichen Gymnasium

      • Michael F. Simon sagt:

        Warum sollte das Angebot von 2 Privatschulen mit freikirchlichen Hintergrund in der Beurteilung des Falles nicht weiterhelfen? Wer sich informieren will kann ja mal nach Sabine Ball Schule googlen; Klares Bekenntnis zu Jesus Christus, Bibelkreis, Lehrerinnen geben in ihrem Porträt ihren Lieblingsbibelvers an etc… Die Familie hat sich im Konflikt zwischen ihrem Gewissen und ihrer wirtschaftlichen Situation offenbar nur aus wirtschaftlichen Gründen dafür entschieden in Deutschland zu leben. Damit ist nun mal verbunden, dass man sich an Gesetze zu halten hat, auch wenn man diese Gesetze nicht für toll findet., wenn mir der Staat einen Kompromiss vorschlägt, würde ich das erst mal akzeptieren. Auc Unser Bildungssystem ist eine der Grundlagen dafür, dass Deutschland zu den wirtschaftlich erfolgreichsten Ländern gehört, und das Herr Wunderlich hier Arbeit findet. Nehmen wir Österreich: Ich kann mir nicht vorstellen, dass man in Österreich, wenn man in Deutschland Arbeit findet, keine Arbeit findet. In Österreich ist Heimunterricht kein Problem, allerdings muss am Ende jeden Schuljahres von den Schülern eine Prüfung abgelegt werden, bei der der Nachweis erbracht werden muss, das die Schüler den Lernstoff der Jahrgangsstufe laut Lehrplan beherrschen. Ist Familie Wunderlich vielleicht nicht in der Lage zu Hause einen Unterricht zu erteilen, der diesen Anforderungen gerecht wird

  4. zeitschnur sagt:

    Ich kenne aus eigener Erfahrung das Problem, dass das eigene Kind in der Schule verbogen wird. Sex-Unterricht in der 1. Klasse, Klassenratssitzungen inkl. Pranger, Mobbing durch Lehrer + Schüler gegen einzelne, spielerischer Pipifax, miese Sachergebnisse (Kulturtechniken werden nicht ausreichend geübt), stattdessen in der 3. Klasse Schullandheim, Fahrten nach Frankreich, Exkursionen, Projektwochen, bloß kein Normunterricht. Offener Hass gegen Benedikt XVI. + die traditionelle Kirche.Interventionen bei der Rektorin führten zu endlosem Gewäsch, Selbstbeweihräucherung, die uns Eltern nie zu Wort kommen ließ + vorgab, man verstehe unser Problem nicht. Dem Stand unseres Sohnes tats nicht gut… Man überlegt sich, was man sagt, um dem Kind nicht neue Probleme zu schaffen…
    Ende vom Lied: meine Mutter, die selbst Lehrerin war, hat das Kind nachmittags unterrichtet, um den Mist, den die Schule gebaut hat, irgendwie aufzufangen. Ich unterrichte selbst an einer Musikschule, und es ist keine Ausnahme, dass meine Schüler, vor allem Buben, sich darüber beschweren, dass sie in der Grundschule nur Kindereien machen würden. Sie sehnen sich nach Handfestem: nach Volksliedern, Notenschriftlernen, nach anspruchsvollen Projekten.
    Natürlich gibt es das auch an manchen Schulen. Was aber, wenn um einen herum das alles „mau“ ist?
    Wenn die Lernerfolge der Kinder, die Homeschooling machen, regelmäßig überprüft werden – warum nicht? Der Hinweis auf private Freikirchenschulen ist fragwürdig. Nicht selten ist die Abwehr gegen alles Wahrhaft-Katholische dort noch schlimmer als an säkularen Schulen… Es fehlt ein neutraler, sachorientierter Unterricht, der das Wesentliche knapp vermittelt und ausführlich einübt, ohne moralinsaure „neue“ Politlieder, ohne Massout und Ali im Französischbuch, ohne ständiges Ringelpitz. Einfach: lesen-schreiben-rechnen und zwar richtig gut!
    Meine Erfahrung ist leider, dass auch katholische Lehrer von all dem Blödsinn so verbogen sind, dass da wenig zu hoffen ist.

    • Chris sagt:

      Ein Freund wurde von den Benediktinern unterrichtet. Er hat noch heute Alpträume, wenn er darüber nachdenkt. Warum muss es denn unbedingt eine christliche Schule sein? Wer sagt, dass die besser sind?

      Überall dort, wo man den Kindern – neben dem üblichen Schulstoff – auch Respekt vermitteln kann, indem man es ihnen vorlebt, ist ein Kind gut aufgehoben. Es wird weder fremdes Eigentum stehlen, noch Wände beschmieren, noch Worte in den Mund nehmen, die andere beleidigen. Es wird nicht andere verprügeln oder den Hund der Nachbarn quälen und sicherlich nicht in der U-Bahn wehrlos Wartende zusammentreten. Es wird nicht lügen, denn es weiß, dass auch jede Lüge eine Respektlosigkeit ist.

      Jede Schule könnte das leisten. Aber nein, die Lehrer sind ja soooo überlastet, die können sich doch nicht noch in die Erziehung der Kinder reinhängen, selbst dann nicht, wenn diese den ganzen Tag in der Schule verbringen. Diese Ignoranz verstehe ich nicht. Statt dessen pflegt man lieber sein Burn-out mit 35, weil der Schuldienst so arg stresst (was ich gut verstehen kann, wenn man den Kindern außer Lesen, Schreiben, Rechnen nichts beibringt).

      Schauen wir doch einmal zu den Hinduisten: In ihrer Lebensanschauung gibt es statt der 10 Gebote 5 Pfade: Friede, Liebe, Gewaltlosigkeit, rechtes Handeln, Wahrheit. Wenn man sich für einen der Wege entscheidet, beinhaltet das automatisch auch die anderen. Wer sich die 10 Gebote der christlichen Gemeinschaft nicht merken kann, findet hier vielleicht einen Ankerpunkt.

      Was Familie Wunderlich betrifft so empfehle ich den interessanten Beitrag von Enke Kaufhold unten drunter zu beachten. Für mich passt das wunderbar in das Bild, das ich mir bis jetzt von diesen Leuten gemacht habe. Der Name scheint hier Programm zu sein.

  5. Enke Kaufhold sagt:

    An die Familie Wunderlich!!

    Durch Zufall kenne ich Sie, Sie lebten einige Zeit hier in Frankreich in Saint Leonard und bekamen auch von meine Schweizer Nachban deren Haus zur Verfuegung.!

    Deshalb muss man betonen, dass hier in Frankreich das Jugendamt und die Polizei genauso gehandelt hatwie jetzt in Darmstadt Damals war ich erschrocken , als Sie behaupeten Sie wuerden in Deutscland wegen Ihres Glaubens verfolg tund Ihre Kinder wuerden Ihnen weggenommen! Die gleiche Geschichte , wie jetzt in Darmstadt.

    Gottseidank haben diese beiden Staaten die Schulpflicht. Hier in Frankreich waren ihre Kinder total isoliert, sie konnten die Sprache nicht lernen, sie hatten keine sozialen Kontakte!

    Haben Sie schon einmal ueberlegt, wie Ihre Kinder, z. B. Ihre aelteste Tochter eine Lehrstelle bekommen kann ohne Schulabschluss? Von was wird sie einmal leben, vielleicht , wenn Sie kein Kindergeld oder andere soziale Leistungen vom Staat mehr bekommen?? Sie wird ei n Sozialfall, unsere Kinder, die eine Schulbildung und eine Ausbildung haben und Geld verdienen , davon hohe Sozialabgaben haben , werden fuer Ihre Kinder sorgen muessen!!

    Das finde ich sehr ungerecht!! Darf ich fragen , von was Sie leben? Vielleicht von einer Unterstuetzung des von Ihnen verhassten Staates, der Sie verfolgt??

    Fuer eine Antwort, auch von Jhren Glaubensbruedern , waere ich dankbar! E. Kaufhold

    F 88650 Mandray

    • Rainer sagt:

      An Enke Kaufhold:

      Ich gehöre zwar nicht zu den Glaubensbrüdern, möchte jedoch auf gravierende Fehler in Ihrer Argumentation hinweisen. Die 4 Kinder der Familie Wunderlich haben jeweils 3 Geschwister, sind damit nicht völlig isoliert und unterhalten zu diesen wie auch zu ihren Eltern soziale Kontakte.

      Eine Lehrstelle ohne Schulabschluß zu bekommen ist möglich durch eine Aufnahmeprüfung direkt bei einem Ausbildungsbetrieb. Umgekehrt scheinen Sie davon auszugehen, dass eine schulische Ausbildung eine Lehrstelle garantiert. Bedenken Sie: Die meisten „Sozialfälle“ – egal, in welchem Land – haben durchaus eine schulische Laufbahn hinter sich. Schule schützt nicht vor Unbildung und nicht vor Ahnungslosigkeit.

      Überdies scheint es nicht mit Ihrem Weltbild vereinbar zu sein, dass Kinder auch ohne Schule effizient lernen, weil sie von Natur aus neugierig sind. Diese Art des Lernens mag vielleicht nicht die gleiche Ordnung und Regelmäßigkeit wie die des Lernens durch schulischen Unterricht aufweisen. Jedoch wird dies durch eine erhöhte „Lerntiefe“ mehr als ausgeglichen, denn daheim lernen Kinder ohne Zwang einfach stressfreier. Den von Ihnen verbreiteten Pessimismus hinsichtlich des beruflichen Lebensweges von unbeschulten Kindern kann ich daher aus den genannten Gründen nicht nachvollziehen.

      Ausserdem hätte ich mir von Ihrer Seite mehr Mitgefühl mit der Familie Wunderlich gewünscht. Ich für meinen Teil wünsche der Familie alles Gute für die kommende Zeit und besonders viel Kraft. Wie sich der deutsche Staat ihr gegenüber benommen hat, dies empfinde ich als bösartig, gewalttätig und menschenunwürdig.

  6. Chris sagt:

    Dann schauen wir doch einfach mal über den Tellerrand und lernen von anderen! In vielen Ländern wird als Grundvoraussetzung einer Erzieherin im KG angesehen, dass sie ein Hochschul-Studium absolviert hat, das sie befähigt, die Kinder auch in diesem Alter bereits zu unterrichten. An der Schule meines Sohnes gab es auch einen Kindergarten. Spielen, Toben und Lernen wurde hier abwechselnd praktiziert. Der Betreuungsschlüssel Kind-Lehrer war nicht anders als in Deutschland gefordert, es kamen eher mehr Kinder auf einen Lehrer. Bevor die Kinder in die Schule kommen, haben sie bereits spielerisch lesen, schreiben und etwas rechnen gelernt, sowie sich viele Dinge aus dem naturwissenschaftlichen Bereich angeeignet. Denn Lernen in jungen Jahren ist Spaß, Freude, es ist so leicht wie nie mehr wieder!
    Auch Mehrsprachigkeit sollte im KG angelegt werden. Innerhalb eines halben Jahres lernen die Kids die Sprache, einfach durch Zuhören, ohne Pauken. Hier ist Deutschland Entwicklungsland.
    Was die Schule betrifft, so gab es bei uns keinen Klassenlehrer, der die Kinder von Anfang bis Ende begleitete, sondern der wechselte jährlich. Warum? Weil der Lehrer speziell für die 4. oder 5. oder 6. Klasse ausgebildet war. Er war absoluter Spezialist in dem, was er vermittelte und natürlich wusste er bestens, wie man mit Kindern dieser Altersgruppe umgehen musste.
    Ich behaupte aufgrund der Tatsache, dass ich Schulen kenne, bei denen es klappt: Die Ausbildung unserer Erzieher und Lehrer ist nicht ausreichend. Sie werden nicht gut genug auf ihre Tätigkeit vorbereitet. Es genügt nicht, nur Wissen zu vermitteln, man muss auch mit den Kids umgehen können. Und zwar liebevoll, bitte schön! Ich kenne Geschichten aus deutschen Schulen, wo die völlig entnervte Lehrerin mit einem Schlüsselbund nach einem Erstklässler geworfen hat, weil sie sich nicht mehr zu helfen wusste. Wie sollen die Kids Respekt lernen, wenn ihnen selbst kein Respekt entgegengebracht wird?

    • Chris sagt:

      Soziale Ungerechtigkeit ist ein anderes Thema. Ich kann mein Kind in eine gute Schule schicken, mein Nachbar vielleicht nicht. Schulen sollten einen gewissen Qualitätsstandard erfüllen und davon sind sie derzeit meilenweit entfernt. Nirgendwo in der westlichen Welt ist die Herkunft eines Kindes wichtiger für seinen weiteren Lebensweg als in Deutschland.
      Ganztagsschulen mit entsprechend ausgebildetem Personal, das auch bei der Hausaufgabenbetreuung helfen kann sehe ich persönlich als eine gute Lösung.
      Kinder sind die Zukunft eines jeden Staates. Man sollte sie wie Juwelen behandeln, sie aber nicht schleifen, denn der eigene Wille sollte niemals gebrochen werden. Ihnen aber durch eigenes Beispiel die Werte vermitteln, die uns wichtig sind.
      Das geschieht weder im Elternhaus, noch im Kindergarten, noch in der Schule.
      In der Regel, es gibt Ausnahmen, seltene, weil es ein sehr anstrengender Weg ist, den viele gerne umgehen, indem sie einfach Forderungen stellen: „Du hast das so und so zu machen, basta!“ Das ist nicht der Weg. Sondern liebevolles Begleiten.
      Wenn unsere Schulen das endlich gelernt haben, dann haben wir viele Probleme gelöst. Jugendarbeitslosigkeit basiert meist auf schlechten Schulabschlüssen. Wenn jedes Kind, ungeachtet von Herkunft und Sozialstatus, eine Chance bekommt, dann spart der Staat viel Geld, das er sonst für HartzIV, Heimbetreuung und überfüllte Justizanstalten ausgeben müsste.

      Wenn religiöse Gründe bei der Entscheidung zum Homeschooling eine Rolle spielen, dann stimmt das System nicht.
      Wäre es hier nicht sinnvoller, direkt zu den verantwortlichen Politikern zu sprechen, anstatt einen Einzelfall durchzuboxen, der meiner Meinung nach mit der Ablehnung des Angebotes zur Privatschule jede Berechtigung zur Homeschooling verloren hat, zumal die Eltern die Überprüfung der Leistung ihrer Kinder verweigern. So, und nur so funktioniert aber dieses System. Regelmäßige Examination gehört dazu.

  7. zeitschnur sagt:

    @ Chris: Sie vermischen m.E. verschiedenste Ebenen miteinander. Sie wiederholen die überspannten Ideale, die unser Zeitgeist hervorgebracht hat. Die Schule sollte auf keinen Fall eine gleichgeschaltete Allround-Lebens-Super-Schliff-Anstalt sein. Ihr Ansatz ist einfach nur totalitär!
    Auch halte ich den ständig wiederholten Satz, die Lehrer seien nicht gut genug ausgebildet, für Stammtischgerede. Ein Lehrer ist eben kein esoterischer Guru, sondern einfach nur ein Lehrer! Noch nie waren Lehrer so gut „ausgebildet“ wie heute. Das Problem ist eher, dass der heutige Mensch nicht versteht, dass nicht besser „ausgebildete“ Leute gute Lehrer sind (immer schneller, höher, weiter – welch ein Wahn!), sondern – persönlich gereifte und wahrhaft g e b i l d e t e Lehrer, die für ihre Fächer begeistert sind und die Kinder lieben. Mehr ist nicht notwendig. Durch immer noch mehr „Ausbildung“ haben wir heute ideologisch total verbogene Lehrer. Sie wissen, wie man gendergerechten Physikunterricht gibt und das Enneagramm auf die Kleinen anwendet. Aber meine Erfahrung ist, dass sie inzwischen total ungebildet sind, keinerlei Allgemeinbildung besitzen, teilweise nicht mal richtig schreiben können – wenn Sie Emails von Klassenlehrerinnen bekommen, die gespickt sind mit Rechtschreibfehlern, stellen Sie sich ernste Fragen.
    Die Schule soll die Kulturtechniken vermitteln und sachorientierten Unterricht. Für die umfassende Bildung des Kindes und Jugendlichen ist eben nicht nur sie zuständig. Wesentlich fällt das Erziehungsrecht in die Kometenz der Eltern. Und genau darum geht es: dieses Recht der Eltern, v.a. wenn sie religiös gebunden sind, wird aufs Gröbste beschnitten, wenn die Eltern nicht bloß eine „Religion ist Privatsache“-Einstellung haben.
    In einem ideologisch überfrachteten und fachlich unzureichenden und grausam verschulten Bildungswesen züchten wir gehirngewaschene, kapitalismustaugliche und gleichgeschaltete Menschen heran – nur ein freier Geist kann das noch sehen.

    • Chris sagt:

      „sondern – persönlich gereifte und wahrhaft g e b i l d e t e Lehrer, die für ihre Fächer begeistert sind und die Kinder lieben.“

      zeitschnur, ich denke, Sie haben mich komplett missverstanden. Nichts anderes wünsche ich mir für unsere Kinder! Mir geht es gar nicht um die schulischen Inhalte, ich denke, da stehen wir nicht schlecht da, sondern um die Interaktionen zwischen Lehrern und Schülern und umgekehrt. Da liegt es doch sehr im argen. Da fehlt Toleranz auf beiden Seiten, von Respekt will ich gar nicht reden. Der Lehrer sollte das Vorbild sein können, denn Kinder lernen durch Nachahmung. Hier scheint es mir dann doch sehr zu mangeln, wenn ich sehe – kein Einzelfall! – dass sogar mit Gegenständen nach Erstklässlern geworfen wird, weil man anders der Situation nicht Herr wird. Da kann man nicht einfach sagen, das ist Sache der Eltern, denn nachweislich werden 30% aller Kinder lt. einer Umfrage vor einigen Jahren gar nicht mehr erzogen. Die erziehen sich selbst und das Ergebnis sehen wir immer wieder in den Nachrichten.

      Ich plappere im übrigen nie etwas nach, sondern hinterfrage. ;-) Das Thema Homeschooling ist bei mir seit ungefähr 10 Jahren auf dem Tisch. Ich verfolge es interessiert und begrüße hier eine Änderung des Schulrechts durchaus. Allerdings lehne ich weiterhin „religiöse Gründe“ ab, sondern bin – ich denke ich habe es klar genug ausgeführt – weiterhin für eine Verbesserung unseres Schulsystems, das m.E. in die Hand des Bundes gehört, insbesondere, damit auch sozial schwache oder bildungsferne Familien eine Chance bekommen, ihre Kinder ihren Fähigkeiten entsprechend beschulen zu lassen.

      Aufgrund meiner Erfahrungen mit anderen Schulen, bei denen es hervorragend klappt, erlaube ich mir hier durchaus auch eine Kritik am deutschen Schulsystem. Mit Geld hat das wenig zu tun, sondern mit Organisation und einem ordentlichen Konzept. Hier mangelt es leider, denn sonst kämen Familien wie die Wunderlichs nicht auf solche Abwege.

      • zeitschnur sagt:

        Na schön, auch das Hinterfragen ist inzwischen politisch korrekt eingeübt – ich bin da nur sehr schwer zu überzeugen…
        Ich bin mir nicht sicher, ob Sie selbst Kinder haben, denn dann würden Ihnen vielleicht manche Ihrer Sätze nicht ganz so leicht von den Lippen kommen.
        Oder Sie sind vor allem ein Moralist und stellen sich vor, dass alle Menschen erst mal moralisch perfekt handeln…
        Doch, liebe/r Chris, es ist aus christlicher Sicht zuallererst und fast ausschließlich Sache der Eltern, was mit ihren Kindern zu geschehen hat. Ich sagte es ja schon, dass ich Ihre Ansicht für von der Tendenz her totalitär halte. Es ist unmöglich, das, was Sie „interaktionen zw. Lehrern und Schülern“ nennen, von zugrundeliegenden Weltanschauungen zu trennen. Hätten Sie Kidner und wären Sie tiefreligiös, müsste Ihnen da schon manches äußerst schmerzhaft aufgestoßen sein.
        Dass Ihnen Fachliches nicht so wichtig ist und Sie im Ernst glauben, wir stünden fachlich gut da, wirft einen erheblichen Schatten auf Ihre Aussagen. Es ist ein Riesenproblem, dass unsere Kinder, wenn sie Pech haben, als Analphabeten aus der Schule kommen. Das war in früheren Zeiten so chaotisch nicht der Fall. Immerhin wurde das Lesen,Schreiben,Rechnen ausreichend geübt. Seit Jahrzehnten aber beklagen Hochschulen (sofern sie überhaupt noch gebildete Dozenten haben!) und Betriebe, dass die Lehrlinge und Studenten massive Bildungsdefizite haben.
        Ihr Schlüsselbeispiel erscheint mir an den Haaren herbeigezogen. Es wird durch den Wahn, man müsste die Kinder institutionell erziehen, viel eher massive psychische, gruppendynamische Gewalt auf die Kinder ausgeübt. Meine Erfahrung als Mutter ist die, dass die Kinder durch all diese Zeigefingerpädagogik, die viel mehr totalitäre Strukturen und Blockwartmentalität fördert, als den „Respekt“, erst richtig grausam werden.
        Es mag ja sein, dass bei Wunderlichs – wenn man eine totalitäre Sicht der Gesellschaft hat – die Kinder „isoliert“ werden, ————> Forts.

  8. zeitschnur sagt:

    ————-> aber Sie haben noch nicht gesehen, wie viele Kinder heutzutage gerade durch diesen moralistischen Wahn überhaupt erst in der Schule zu Outsidern und Delinquenten oder „Querulanten“ abgestempelt werden. Wenn der Klassenmob eine Woche lang Beschwerden gegen die Kamerade in eine Schuhschachtel werfen darf und das dann im „Klassenrat“ „besprochen“ wird – niemand außer ein paar intelligenten und einfühlsamen Menschen erkennt mehr, dass das der Stil der Diktaturen ist. Es ist widerlich, aber das deutsche Volk mag so was… hatten wir ja alles schon auf Braun oder Rot, und nun auf Bunt, keine Ahnung, Hauptsache, der freie Geist wird madig gemacht.
    Wenn Sie so wollen, hat da bereits Jesus schon einen Kardinalfehler gemacht: er scherte aus, war nicht angepasst und lehrte freimütig. Er sagte, an ihm würden sich die Geister scheiden…
    Was bei Wunderlichs nun sache ist, weiß ich nicht, aber eines ist sicher: Generell ist es nicht schädlich, wenn Kidner von klein auf lernen, dass die Anpassung an die Gemeinschaft nicht alles ist, dass es gut ist, familiäre Solidarität in einer antichristlichen Schullandschaft zu erleben. Ich selbst würde wahrscheinlich so niemals entscheiden, aber man kann die Bedenken tiefreligiöser Menschen, die ihre Kinder nicht verdorben wissen wollen, sehr gut verstehen, wenn man wirklich weiß, was „Respekt“ vor dem ist, der anders ist und anders entscheidet als man selber.
    Und noch mal: das Naturrecht, dem die Kirche hier immer gefolgt ist, legt die Kinder ausschließlich in die Hände ihrer Eltern. So hat es Gott eingerichtet und so ist es im Normalfall auch das Beste!

  9. Gwen sagt:

    Wes Geistes Kind die meisten Homeschooler sind, konnte man ja wunderbar bei den Zwölf Stämmen beobachten, nicht wahr?! – Schaut man in die USA, sieht man, dass 85% der Familien, die homeschoolen, dies aus religiösen Gründen tun. Ich halte die Schulpflicht für eines der besten Gesetze für die Demokratieförderung, die dieser Staat hat. Kinder sind kein Eigentum der Eltern, und auch die Kirche hat das nie so gesehen, großer Quatsch! Religiöse Eltern können ihre Kinder nach ihrem Gusto programmieren, nach der Schule! Sie haben auch die Möglichkeit, zwischen einer Vielzahl von religiösen und weltanschaulichen Schulen zu wählen. Dort dürfen Kinder gerne die Vorzüge einer streng-moralischen und bibeltreue Lebensweise kennenlernen. Wenn der Glaube denn so fest ist, kann er doch auch Versuchungen abwehren, oder? Aber die totale Isolation, die home-geschoolten Kindern angetan wird und sie 24/7 nur den Eltern und ihrem Wertesystem aussetzt, macht sie ungeeignet für das Leben in einer pluralistischen Gesellschaft und erschwert ihnen das Erlernen von Toleranz gegenüber Andersdenkenden oder Anderslebenden. Hoffentlich lässt sich Deutschland nie von den einschlägigen Lobbygruppen aus den USA unter Druck setzen und/oder unterminieren.