Wegwerfkultur relativiert auch das menschliche Leben – Papst Franziskus und das Lebensrecht

Wegwerfkultur relativiert menschliches Leben(Vatikan) Das Wort Abtreibung bleibt für Papst Franziskus „tabu“, doch in einer Grußbotschaft an die brasilianische Woche der Familie forderte das katholische Kirchenoberhaupt dazu auf, das menschliche Leben „immer zu verteidigen von der Zeugung bis zum natürlichen Tod“. Die Woche der Familie ist eine Initiative der brasilianischen Bischofskonferenz und dauert bis zum Abend des 17. August. Es sei Aufgabe der Eltern, in der Familie den Glauben wachsen und reifen zu lassen. Ihnen komme die Aufgabe zu, „grundlegende Wahrheiten über das Leben und die menschliche Liebe weiterzugeben“.

Besonders angesichts einer Wegwerfkultur, die den Wert des menschlichen Lebens relativiert, sind die Eltern gerufen, ihren Kindern das Bewußtsein zu vermitteln, daß das Leben immer schon ab dem Mutterschoß zu verteidigen ist und darin ein Geschenk Gottes und eine Garantie für die Zukunft der Menschheit erkannt wird, aber auch in der Pflege der alten Menschen, vor allem der Großeltern, die das lebendige Gedächtnis eines Volkes sind und die Lebensweisheit vermitteln.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Radio Vatikan

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1 Kommentar

  1. F.s Worte sind – wenn die Paraphrasierung im Artikel seine tatsächliche Wortwahl ungefähr wiedergibt – nicht wirklich unklar. Sie sind klar, befinden sich aber auf einer andere Sinnebene als der, die ein katholik zu Recht erwarten darf bei einem Papst.
    Es fällt mir schwer, das in Worte zu fassen… F. spricht hier etwa so, wie eine einfach gestrickte Oma, die ihren Enkeln abends am Feuer etwas Betuliches sagt: Seid immer nett zueinander, schmeißt kein Essen weg, es gibt so viele Kinderchen, die in der Welt hungern. Ja, und wer seinen Teller nicht leer isst, der hat auch keine Achtung vor Nachbars Goldfisch oder alten Menschen…
    Es ist wieder diese „Be prepared“-Pfadfinder-Moral. Es ist einfach – ja das ist es – bloß eine billige und oberflächliche, leicht ökologisch angehauchte Moralisirerei, die dann auch aus moralischen Gründen bei schweren Sünden „nicht richtet, damit wir nicht gerichtet werden“. Ein Papst, der über Skandalbischöfe gnädig wegsieht und kleinen Leuten Stress macht, weil sie die Gummibärchentüte aus Versehen auf der Trambahnsitz haben liegenlassen, anstatt überhaupt Gummibärchen in der Mehrwegverpackung zu kaufen und dafür dreimal so viel zu zahlen. So ein Gerede ist das von der Tendenz her.
    Bei den fraglichen Themen geht es aber um eine Verletzung des Heiligen Gottes! Es geht nicht um das Stück Käse, das ich nicht unbedingt hätte zu essen brauchen, es geht nicht drum, dass ich als Mutter auch mal nicht nett zu meinem Kind bin. Es geht um die vorsätzlich, gesetzlich verankerte Ermorderung vom Menschen im hilflosesten Zustand. Es geht auch nicht primär, wie S.H. meint, um die Zukunft der Welt und darum, dass man von den Alten auch noch irgendwie wegen deren Weisheit profitieren könne. All diese Argumente sind selber Argumente des Profitdenkens. Auch wenn ein Kind für die Zukunft nicht taugt, auch wenn Opa ein alter Narr ist – es ist völlig egal! Gott der Herr selbst wird beleidigt, wenn man sie tötet. Davon sagt aber F. nichts! Das ist das Problem!

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