Realsatire: Der Papst und das Schweigen – Judenverfolgung und stalinistische Säuberungen

Papst Franziskus und das Schweigen zu Abtreibung und "Homo-Ehe"(Rom/Berlin/Moskau) Papst Pius XII. wird 70 Jahre nach Kriegsende vorgeworfen, er habe zur Judenvernichtung „geschwiegen“. Im Dritten Reich und in Europa wußte man über die Judenverfolgung und über Deportationen nach Osten. Das große Judensterben im Osten war aber das bestbehütete Geheimnis des Dritten Reichs, das erst nach Kriegsende bekannt wurde.

Die millionenfache Tötung ungeborener Kinder ist kein Geheimnis, sondern allen bekannt, wenn auch weitgehend gesellschaftlich und medial verdrängt und tabuisiert. Der Mord findet nicht irgendwo in unbekannten und unerreichbaren ominösen Lagern im Osten statt, sondern mitten unter uns in öffentlichen Krankenhäusern und Privatkliniken.

Die Päpste haben mit klaren Worten das Morden an den ungeborenen Kindern verurteilt und betont, daß Abtreibung, Euthanasie und „Homo-Ehe“ eine „schwere Verletzung der Gerechtigkeit und des Friedens“ sind. Ein Papst schrieb:

Doch heute hat sich im Gewissen vieler die Wahrnehmung der Schwere des Vergehens nach und nach verdunkelt. Die Billigung der Abtreibung in Gesinnung, Gewohnheit und selbst im Gesetz ist ein beredtes Zeichen für eine sehr gefährliche Krise des sittlichen Bewusstseins, das immer weniger imstande ist, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden, selbst dann, wenn das Grundrecht auf Leben auf dem Spiel steht. Angesichts einer so ernsten Situation bedarf es mehr denn je des Mutes, der Wahrheit ins Gesicht zu schauen und die Dinge beim Namen zu nennen, ohne bequemen Kompromissen oder der Versuchung zur Selbsttäuschung nachzugeben.

Dann kam ein neuer Papst, der schwieg. Ein Journalist fragte (siehe das Originalinterview) ihn, warum er denn nichts dazu sage, obwohl das Morden und die Verwüstung ungeahnte Ausmaße angenommen haben.

  • Judenvernichtung: 5,7 Millionen Menschen1
  • Stalinistische Säuberungen: 19,5-22 Millionen Menschen2
  • Abtreibungsholocaust: jährlich 52 Millionen3

Journalist: Die Gesellschaft hat sich verändert, die Menschen haben sich verändert. Sie haben nicht über die Rassen- und Klassenvernichtung, über die KZ‘s und Gulags gesprochen. Vom NS-Regime werden die Juden als Rassenfeinde ermordet und in der Sowjetunion werden Millionen Menschen als Klassenfeinde ermordet. Warum haben Sie darüber nicht gesprochen?

Neuer Papst: Die Kirche hat sich dazu bereits perfekt geäußert. Es war nicht notwendig darauf zurückzukommen, so wie ich auch nicht über Betrug, Lüge oder andere Dinge gesprochen habe, zu denen die Kirche eine klare Lehre hat!

Journalist: Aber es ist ein Argument, das die Menschen bewegt…

Neuer Papst: Ja, aber es bestand keine Notwendigkeit darüber zu sprechen, sondern über positive Dinge, die den Weg für die Menschen öffnen. Nicht wahr? Zudem wissen die Menschen genau, was die Position der Kirche ist!

Journalist: Was ist die Position Ihrer Heiligkeit? Können Sie uns dazu etwas sagen?

Neuer Papst: Die der Kirche. Ich bin ein Sohn der Kirche!

Journalist: Was für positive Dinge aber haben Sie dann den Menschen gesagt, die diese nicht auch schon wußten?

Neuer Papst: [Antwort nicht bekannt, da nur eine Realsatire]

Text: Titus Petronius jr.
Bild: Catholics for Life

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Zuwendungsübersicht
  1. Burkhard Asmuss (Hg.): Holocaust. Der nationalsozialistische Völkermord und die Motive seiner Erinnerung. Deutsches Historisches Museum, Berlin 2002 []
  2. Dimitri Wolkogonow: Stalin. Triumph und Tragödie. Ein politisches Porträt, Econ, 1993 []
  3. UNFPA, Contraception Reducing Risks by Offering Contraceptive Services []

1 Comment

  1. Leider wahr !
    Frage: Wer regiert die Welt ? Genau !
    Bei wem biedern sich große Teile der Kirche bis zur Gesichtslosigkeit an ? Genau !
    Wer belohnt, bzw. verwirft Heiligsprechuungen ? Genau !
    Ein Politiker sagte mal so treffend :“Everyones darling is everyones Depp“
    Dem ist nichts hinzuzufügen!

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